Posts mit dem Label Sepultura werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sepultura werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 25. Dezember 2020

So isses, Musik!#114

Hallo und herzlich willkommen zur neuesten und für dieses Jahr letzten Ausgabe von "So isses, Musik!". Zunächst mal starten wir mal mit ein paar neuen Sachen. Dann gehts los mit den "50 Best Rock Albums of the 90s" und dann kommen wir zu den üblichen Discographies. Let's a go!

Was gibt es neues?

Fotokiller - Lenses (2020)

Fotokiller ist eine relativ neue Band aus Berlin. "Lenses" ist deren erste Demo, die schon bald als Tape auf "Colossus Tapes" rauskommen wird. 

Ich war etwas hin- und hergerissen. Es ist ein Demo, also kommt da wohl noch mehr. Oder aber sie lösen sich auf, nach ein paar Auftritten, wie es viele Bands aus Berlin oder der Zone oder irgendeiner kleinen Szene tun. Spreche da aus Erfahrungen. "Lenses" hat diese seltsame Produktionsqualität. Es hört sich als wären die Aufnahmegeräte mit einem alten Filzhut zugedeckt worden um den Gesang etwas "verdeckt" klingen zu lassen. Das ist aber nicht negativ gemeint. 

Dadurch erhält das Demo eine gewisse Authentizität und Fotokiller klingen insgesamt wie eine Post-Punk-Band ab der zweiten Hälfte der Achtziger die irgendwie sowohl Joy Division oder Siouxie Sioux nachzueifern versucht. "Lenses" klingt authentisch, ohne den Gedanken irgendwas unvergesslich neues zu produzieren. Geacht von Leuten, die offensichtlich ihre Instrumente beherrschen. Es ist gute, alte, traurige, in der Ecke steh und kippe rauch Musik. Und ich mag das wie gut sich Traurigkeit in Texten oder der Musik anfühlt. Das ist so paradox, aber ich weiß so geht es vielen. Mein Favorit ist "City Lights". 

Anspieltipps: Babel Of Tongues, City Lights

Bandcamp

8/10 Pfandflaschen

Urfaust - Teufelsgeist (2020)

Urfaust haben ein neues Album draußen. Bisher habe ich mich mit einem Review zu jeglichen Werk dieses Duos zurückgehalten. Und ich habe beschlossen, dass es größtenteils so bleiben wird. Ich bin einfach zu gierig und will diese Band für mich behalten. Außerdem glaube ich dass ich es nicht in Worte fassen kann, was hier vorgeht. 

Urfaust sind echt schwer zu kategorisieren. Ähnlich wie Oranssi Pazuzu redet man hier von "epic", "psychedelic", "experimantal" und irgendwie auch "Black Metal". Und es ist auch gut so, wenn eine Band sich über irgendwelche Genre-Definitionen hinwegsetzt. Und dann einfach Musik macht, die gleichzeitig wunderschön und irgendwie badass ist. Dazu kommen noch Texte, die nirgendwo aufgeschrieben sind, sodass man nicht nachlesen kann worum es geht. Außerdem klingt der Gesang nach einer erfundenen Sprache oder einem Kauderwelsch aus verschiedenen Sprachen. 

"Teufelsgeist" ist unfassbar schön, merkwürdig und spacy. Urfaust bieten für mich den Soundtrack zum totalen Zurücklehnen und Entspannung. Nennt es New Age Shit, aber durch sie fühle ich mich wirklich näher am Universum. Nein quatsch, aber ich fühle mich sehr viel besser durch den Genuss dieser gleichzeitig minimalistischen und extrovertieren Musik. Es ist herrlich. Achja, das Album hat auch ein Konzept. Es geht nämlich um Intoxikation. Sprich: den Vorgang des besoffen werdens bzw. die verschiedenen Stadien davon. So beginnt das Album noch ganz euphorisch bis...naja, ich möchte nicht spoilern. Es gibt auch eine Special Edition, die mit einem ganz speziellen Urfaust Schnaps daherkommt. 

9/10 Pfandflaschen

Bandcamp

Anspieltipps: Alles

Hatehug - Barf Bag (Demo) (2020)

Hatehug haben ein neues Demo draußen. Laut ihrem neuesten Video haben sie in ihrem Proberaum tatsächlich auch Masken aufgehabt und irgendwie den Abstand eingehalten, was ich sehr begrüße.Jedenfalls möchte ich nicht lange drumherum reden. Ich mag richtig räudigen Hardcore Punk. So richtig räudig. Nicht so pseudo räudig mit 80er Reminiszenzen. Viel mehr gefällts mir wenn es so räudig ist, dass es richtig hässlich ist. Wie wenn auf dem Albumcover in jemanden sein Mund gekotzt wird. Knapp 7 Minuten Spielzeit, das heißt ihr könnt die Demo 6 Mal abspielen und die Stunde ist immer noch nicht um. So muss das!

8/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Alles

Bandcamp

Wes Borland - The Astral Hand (2020)

Ich meine, das war letztes Jahr als Wes Borland (seines ex- und dann wieder Gitarrist von Limp Bizkit) eine Ansammlung von Instrumentals rausgehauen hat. Diese sollten ursprünglich unter dem Namen "Eat The Day" rauskommen, allerdings hat sich vor über zehn Jahren kein Sänger gefunden. Nun legt er mit einem weiteren Werk nach. 

"The Astral Hand" ist schwer in irgendein Genre einzuordnen. Daher versuch ichs gar nicht mal. Es ist eine Ansammlung aus Soundteppichen bestehend aus Beats, Percussions, Keyboard Sounds, Vocoder Stimme und spacigen Gitarren. Die Tracks tragen Titel wie "The House Is Burning" oder "In The Arms Of Our Dimensional Fortress". Außer in "The House Is Burning" kann ich kaum hörbare Songtexte erkennen. Es fühlt sehr trippy bzw. psychedelisch an. Kein Shoegaze oder Post Rock oder so, sondern irgendwas davon inspiriertes, jedoch eigenes.

Richtig gut geeignet für stressige Tage um runterzukommen oder um sich beim Schreiben/Zeichnen/Arbeiten zu konzentrieren. Der entspannteste Song ist dabei definitiv "The House Is Burning". Thank you, Wes, very cool!

8,5/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: The House Is Burning", "The Hand", "In The Arms of Our Dimensional Fortress"

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

50 Best Rock Albums of the 90s, Teil 8

Für diese Ausgabe der Unterrubrik, werde ich Raphis Video nicht einbetten, da sein Gesicht jedes mal als Thumbnail beim dazugehörigen Facebook Post auftaucht. Ich weiß nicht, ob das ihm so recht ist. Aber ja, ich könnte mal fragen. Aber mach ich nicht. Jedenfalls, hier ist das Video. Und weiter gehts.

36. The Black Crowes - The Southern Harmony and Musical Companion (1992)

Rein spieltechnisch betrachtet ist das schon echt wirklich gut. Gut produziert ist das Album sowieso. Aber ich kann da einfach nicht einsteigen. Also, ich verstehe nicht was daran so supergeil ist.Prinzip hören sich The Black Crowes wie eine softere Variante von Lynyrd Skynyrd an. Oder wie eine musikalisch bessere Variante von Kid Rocks Country-Eskapaden. 


Ich hatte es am Anfang etwas schwer mit dem Album. Irgendwie war mir das viel zu viel, vieeeel zu viel Bluesrock und Mundharmonika. Doch im Laufe der Zeit, genauer gesagt dieser einen Stunde in der das Album läuft, fing es an mir zu gefallen. Zwar nicht so ganz, wie die für mich gängige Musik. Aber doch. Wenn man das Album einfach laufen lässt, "verlaufen" sich die Musiker in einer ewig währenden Jam Session. Voll mit weiblichen Support-Gesang, Mundharmonika, Akkustikgitarren und eeeeewigen Gitarrengeklimper. Ich habe mich irgendwann gefragt, wann zur Hölle dieses Album denn vorbei sein wird. Aber das ist das kleineste Manko. Anyways: Nicht ganz meine can of mixery, aber doch ziemlich geil. Irgendwie.

Anspieltipps: 99 lbs, Sting Me, Bad Luck Blue Eyes Goodbye

6,5/10 Pfandflaschen



35. L7 - Bricks Are Heavy (1992)

Fuck yeah. That's what I'm talking about. 

Man war sich gespalten ob L7 irgendwie noch Riot Grrrl oder doch schon Grunge waren. Meiner Meinung nach hört man die Punkeinflüsse sehr sehr deutlich heraus, die Richtung geht aber auf jeden Fall Richtung Alternative Rock wie er Anfang der 90er Jahre bekannt war. Sehr treibend, sehr nach vorne. Und gleichzeitig rotzig und punkig. Dazu kommt noch, dass sie in dieser Ära (natürlich) auch irgendwie massenkompatibel waren. Natürlich, schließlich war Grunge in aller Munde. Irgendwie hatte ich allerdings den Eindruck dass L7 doch nur ein Geheimtipp geblieben sind.

Ich habe zu diesem Album einen einzigen Song den ich vergleichen kann und zwar "Shove", welcher auf dem Soundtrack zu "Tank Girl" zu hören war. Dieser war wesentlich dreckiger und rotziger als dieses ganze Album. Was es nicht schlechter macht, jedoch aufzeigt wie vielfältig diese Band ist bzw. sein kann. Hier übrigens auch. "Pretend That We're Dead" (das auch auf GTA: San Andreas zu hören ist) klingt ziemlich mainstreamig und ohrwurmtauglich. "Mr. Integrity" bietet Surf-Gitarren und Surf-Drums und wirkt leicht psychedelisch. Die Band verfügte über zwei Sängerinnen, Donita Sparks und Suzi Gardner. Ich bin nicht ganz sicher welchen Gesang ich lieber mag, den eher weicheren von Donita Sparks (auf "Pretend That We're Dead") oder den rauheren von Suzi Gardner (auf "Monster"). Ich glaube, ich mag beide. 

Und ich mag dieses, unterbewertete, großartige Höllending von einem Album.

9/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Mr. Integrity, One More Thing, Slide, Pretend That We're Dead,



-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sepultura Discography: Quadra (2020)

Mittlerweile fünfzehntes Album von Sepultura. Ich hätte es natürlich im Dezember, wenn es heißt "Best of 2020", bringen können, aber ich glaube das schenke ich mir und suche dafür das Internet nach Geheimtipps ab. Anyways: Sepultura weigern sich mal wieder einem bestimmten Konzept zu unterwerfen. Sie sind keine reine Thrash Metal Band, keine reine Groove Metal Band, keine Progressive Metal Band oder sonstwas. Sie schreiben aber verdammt gerne Konzeptalben, wie das hier. Quadra dreht sich um die Zahl vier, vereinfacht gesagt. Oder, um es komplizierter darzustellen: Quadrivium bedeutet vier Lehren der Kunst, ergo Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. 

"Quadra" macht einen verdammt guten Job. Einerseits ist es ein Konzeptalbum, allerdings wie oben schon gesagt unterwirft sich die Band nicht einen bestimmten Sound. Stattdessen ist das Album in vier Elemente unterteilt. Wie bei Avatar, lel. Jedenfalls beginnt es mit den Thrash Metal Sound womit sie auch so berühmt wurden, mit Alben wie "Chaos A.D." oder "Beneath The Remains". Nach drei Songs gehts weiter zu "groovigen" Gefilden wie man sie bei "Roots" oder "Against" schon hatte. Daraufhin folgen progressive Tracks wie sie schon beim Vorgänger "Machine Messiah" zu finden waren. Abgeschlossen wird mit eher langsameren, melodischeren Songs in welchen Sänger Derrick Green sogar seinen Cleangesang auspackt. Es gibt außerdem das erste und bis jetzt einzige Duett in Sepulturas Karriere. Auf "Fear, Pain, Chaos, Suffering" ist nämlich Sängerin Emily Barreto aus der brasilianischen Band Far From Alaska zu hören. Man hätte es nicht ahnen können, aber das funktioniert. Und ich meine nicht nur den letztgenannten Track (welcher auch der letzte des Albums ist) sondern tatsächlich alles. "Metal Messiah" find ich immer noch verdammt gut, allerdings ist es mir im nachhinein zu chaotisch. "Quadra" wirkt allerdings sehr schlau (an)geordnet. Wie ein chronologisches Greatest-Hits-Album, nur dass es vollkommen neue Stücke sind. Ich bin wirklich sehr sehr sehr zufrieden und bin mittlerweile der Meinung dassdie "neuen" Sepultura mittlerweile die "alten" zu 99% überholt haben. Grandios!

Anspieltipps: Agony of Defeat, Means To An End, Fear Pain Chaos Suffering, Raging Void, Autem



Ulver Discography: Flowers Of Evil (2020)

Wow. Nach all diesen Alben hauen mich Ulver immer noch um. Die letzte Veröffentlichung, die ich reviewt habe war die EP "Drone Activity", die im Gegensatz zum letzten Album "The Assassination of Julius Caesar" in anderen Gefilden gefischt hat. Sie war rein instrumentell und weitaus weniger anschlußfähig an den Mainstream. Etwas zwischen Ambient und noch experimentelleren Klängen.

"Flowers of Evil" macht allerdings dort weiter wo "The Assassination..." aufgehört hat. Zwar zeitweise sehr "ambienty", allerdings größteils absolut eindringlicher, tanzbarer Synthpop. Das heißt aber nicht, dass die Lyrics in "poppige" Schemata hinabgleiten. "Apocalypse 1993" handelt beispielsweise von den Ereignissen in Waco, Texas. Falls ihr nicht wisst, worüber ich rede, googlet es und findet heraus wofür Sektenanführer so fähig sind. Der Track ist auch beattechnisch ziemlich düster. "One Last Dance" handelt hingegen vom momentanen Zustand der Menschheit. Die Herzen der Menschen sind gefüllt mit Bösartigkeit usw. usf. Ulver machen Synthpop auf ihre eigene Art und Weise. Düster und tatsächlich recht bedrückend, jedoch ohne das Grundgerüst zu verlassen. Es klingt nach wie vor sehr poppig und tanzbar und ich schaffe es tatsächlich, mich dazu ein wenig zu bewegen. Sie machen keinen "Dark Synthpop" daraus oder sonstwas, bleiben aber bei ihren üblichen Themengebieten.

Es ist erstaunlich wie weit es diese Band/dieses Kollektiv gebracht hat. Von einer underground Black Metal Band die Texte über Trolle in Wäldern geschrieben hat, über einen Neofolk-Projekt zu einem Ambient-Projekt zu einem Synthpop-Irgendwas. Niemand hätte das vorhersagen können und ich bin sehr froh, dass sie diesen Weg gegangen sind. Sonst hätte ich dieses großartige Album nicht genießen können. Ein riesiges Fuck You geht übrigens an alle Metal-Gatekeeper, die Bands an ihrem Wachstum hindern wollen.

9/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: One Last Dance, Russian Doll, Machine Guns And Peacock Feathers, Apocalypse 1993



Dienstag, 17. März 2020

So isses, Musik!#98

A LOOK IN THE PAST: 

FRANTIC FLINTSTONES + AS DIABATZ am 28.03.2009 im Z-Bau, Nürnberg

Jesus Fuck. Ich erinnere mich ziemlich dunkel. Fast als wäre es vorletzte Woche passiert. Ich war mit einer guten Freundin von mir und zwei weiteren Leuten (eine davon kannte ich eig. gar nicht, die andere find ich aus heutiger Sicht eher nicht so) in Nürnberg auf einem Konzert von Frantic Flintstones. Für damalige Verhältnisse (Schüler in der 10. Klasse?) waren 15€ schon ziemlich viel für As Diabatz, eine All-Women-Psychobilly-Band aus Brasilien fand ich davor schon richtig cool und hab mich wie bolle geFrantic Flintstones kann ich mich allerdings kaum erinnern. Bis auf das das Chuck Flintstone (der Sänger), von der besagten Freundin gefragt wurde ob er XY aus Würzburg kennt, woraufhin er entgegnete mit "WHO THE FUCK IS XY?". Das fand ich sehr lustig. Weniger lustig, fand ich die Tatsache dass das Auto mit dem wir hingekommen sind komplett voll war, mit den anderen beiden Leuten sodass wir nirgendwo schlafen konnten. Also suchten wir Unterschlupf im Kunstverein Nürnberg (was sich direkt daneben befindet), wo übrigens am selben Abend Mono Für Alle! gespielt haben und eine ziemlich druff wirkende Party stattfand. Nachdem das KV leider um 5 Uhr zugemacht hat, sind wir zu einer U-Bahn-Station und haben dann den Rest der Zeit abgewartet bis wir irgendwann zum Auto sind, den Rest aufgeweckt haben und dann heimgefahren sind. Was für n Scheiß.
freut. Kann allerdings spontan kein einziges Lied mehr aufzählen. An den Auftritt von
mich. Aber egal, es hat sich gelohnt.

ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2011 am 19.03.2011 in Oettinger Villa, Darmstadt

OOF. Big OOF.

Okay, ich weiß nicht mehr viel von den Bands. Aber da werde ich versuchen mein Gehirn anzustrengend. Ich glaube schon, dass ich Downfall Of Gaia gesehen habe und sie müssen grossartig gewesen sein. Alpinist waren es definitiv. An Planks erinnere ich mich dunkel, und dass ich sie bei einer anderen Gelegenheit (muss ein Frost Punx Picnic gewesen sein) ebenfalls gesehen hab. Sie waren ebenfalls ziemlich ziemlich groß - die Nachfolgeband Ultha ist es nämlich definitiv. An mehr kann ich mich tatsächlich nicht erinnern.

Woran ich mich leider sehr gut erinnern kann, ist dass ich an diesem Abend auf ne ziemlich penetrante und eklige Weise angebaggert wurde. Die Frau wusste, dass ich damals in einer Beziehung war und hatte sich sogar mit meiner damaligen Freundin angekumpelt. Sie hat versucht einen gewissen Moment auszunutzen und hat mich solche Sachen gefragt wie "Ist dir deine Freundin schon mal fremdgegangen?". Ich war ehrlich gesagt nur perplex und wusste nicht so recht was ich machen soll. Das allerschlimmste war allerdings, dass ich nachdem ich in das Ruhrgebiet gezogen bin, die besagte Frau immer wieder gesehen habe weil sie in einer Band spielt und desöfteren im AZ Mülheim zu finden ist. Das fand ich jedes Mal mehr als unangenehm auch wenn ich weiß dass sie sich wahrscheinlich gar nicht an mich erinnern kann.

BOB ROONEY + MOTIVATION + CRIPPLED FOX am 20.03.2011 in Immerhin, Würzburg

An dieses Konzert kann ich mich ebenfalls sehr dunkel erinnern. Ich weiß allerdings noch, dass ich damals auf diese ganzen Spastic Fantastic Records Bands abgefahren bin - und tue es heute auch noch. Bob Rooney habe ich vorher schon auf dem "The Battle Of Doom And Darkness Vol. 2"-
Festival gesehen, allerdings mit einem komplett anderem Sänger. Der neue klang eine ganze Ecke anders und gefiel mir glaube ich nicht so richtig. Ich habe allerdings das T-Shirt noch. Motivation und Crippled Fox waren quasi ein und dieselbe Band. Sie bestand aus teilweise denselben Leuten, nur kam eine oder zwei Person dazu bzw. wurde ausgewechselt. An deren Sound kann ich mich ehrlich gesagt auch kaum erinnern, ist aber wohl so typischer trashiger Hardcore Punk, wie ich ihn damals gerne gehört habe. Und ich weiß noch, dass ein Sänger mir direkt von der "Bühne" volle Kanne in die Beine geflogen ist. Das tat höllisch weh.

ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2012 am 17.03.2012 in Oettinger Villa, Darmstadt

Diesmal kann ich mich an viel mehr erinnern. Unter anderem an die Fahrt dorthin. Es war so heiß, dass wir uns bis auf die Unterwäsche ausgezogen haben. Wir waren auch irgendwo in Hessen, weil wir eine Sparkasse gebraucht haben und ich fand, dass meine Unterhose als Kleidung sehr wohl durchging. Außerdem habe ich einen Haufen cooler Leute dort gesehen und es gab Haschkekse, wovon ich zum Glück nichts gegessen habe.

Die beste Band des Abends waren auf jeden Fall Celeste. Black Metal gespielt von vier Misanthropen aus Frankreich. Im kompletter Dunkelheit, außer vier rote Stirnlampen auf ihren Köpfen. Ich weiß noch dass ich mit einem Kumpel diskutiert habe ob das nun Black Metal sei oder nicht. Er war der tatsächlich der festen Überzeugung das wäre "dunkler Crust Punk", wofür ich ihn auslachen musste. Ich mein, ich bin kein Genre-Purist, aber irgendwo gibts Grenzen. Es gab außerdem noch zwei andere Bands, die ich ohne schlechtes Gewissen empfehlen kann: Finistere und Sailing On.

DEAN DIRG + DERBY DOLLS + SNOB VALUE + KICK IT! am 30.03.2012 im JUZ Mannheim





Das erste richtige Konzert von Dean Dirg für mich. Großartige Band. Snob Value waren ebenfalls sehr sehr sehr gut. Ich weiß noch, dass es mir aus persönlichen Gründen extrem beschissen ging und ich anfing zu rauchen. Was definitiv keine gute Idee war. Jedenfalls bleiben mir nur wenige Erinnerungen an dieses Konzert. Ich glaube, das meiste hab ich verdrängt.







TAPEFABRIK Festival am 14.12.2012 in Schlachthof, Wiesbaden

Oha. Irgendwie habe ich dieses Ticket was an meiner Kommode klebt übersehen und darum gab es im Dezember einfach keinen nachträglichen Bericht dazu. Diesen gibts nämlich auch nicht auf dem ganzen Blog, warum auch immer. Ich kann mich auch nicht an all zu viel erinnern.

Den ersten Act den ich gesehen hab war Pierre Sonality. Das war so ne Mischung aus Rap und Reggae und ich schwöre, ich war nicht bekifft aber ich habe erst Wochen später gecheckt dass es eigentlich Personality heißt. Danach irgendwann Huss und Hodn aka Retrogott und Hulk Hodn. Waren sehr fresh. Inklusive Gastauftritt von Audio88. Daraufhin dann Mach One... Ich kann mich
nicht groß an ihn erinnern, wie gesagt - außer dass irgendwann so n komischer Typ auf mich zukam und meinte: "DER DA DER REDET ÜBER GHETTO DAS IST NICHT REAL MORLOCKK DILEMMA REDET NICHT ÜBER GHETTO!". Und als allerletztes dann natürlich Die Bestesten sprich Audio88, Yassin, Morlock Dilemma, Hiob und die DJs Ecke Prenz und Breaque. Ich fands damals schon ganz cool, schließlich war es mein erstes Hip-Hop-Konzert seit langem und das erste Mal Hiob/Dilemma/Yassin/Audio... Allerdings stört mich der Mixtape-Charakter dieses Auftritts. Es ist einfach ein Best-Of von all ihren Songs und es kommt einfach viel zu kurz. Viel viel geiler wäre es gewesen, hätten sie mehr als nur einen oder zwei Songs miteinander aufgenommen.


ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2014 am 29.03.2014 in Oettinger Villa, Darmstadt

La Quiete absolut großartig. Oathbreaker einfach nur königlich. Planks wie immer verdammt gut. Holy spitzenklasse. Und gottverdammte Scheiße: Barren. Was für eine verdammt korrekte und coole Band. Die Ansagen werd ich vermissen. RIP. Das war tatsächlich ein Verlust für alle.

Das wars im Prinzip für diesen Monat, was den Nostalgie-Kram betrifft.







----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
The top 40 nu metal songs of all time von loudersound.com, Teil 2

35. "My Own Summer (Shove It)" von Deftones aus "Around The Fur" (1997)



YES. Hier stimmt alles. Dieses Riff. Chinos melodischer Gesang als auch seine Growls. Und dieses großartige Video. Und der Text. Herrlich. Liebe es.

10/10 Pfandflaschen

34. "Drive" von Incubus aus "Make Yourself" (1999)



Kann mich dunkel an dieses coole Video erinnern. Das ist für mich schon kein Nu Metal, sondern "beyond that". Aber verdammt gut, sehr eingäng. Like it.

9/10 Pfandflaschen

33. "One Step Closer" von Linkin Park aus "Hybrid Theory" (2000)



0% naked girls 0% flexing 100% shutting up when Chester is talking to you

10/10 Pfandflaschen

32. "Turn Me On, Mr. Deadman" von The Union Underground aus "...An Education In Rebellion" (2000)



Was für ein komischer Bandname. Was für ein komischer Songtitel. Was für ein komischer Albumtitel. Aber gut, ist ganz cool. Erinnert mich an "When Worlds Collide" von Powerman 5000 in langsamer.

8/10 Pfandflaschen

31. "Push It" von Static-X aus "Wisconsin Death Trip" (1999)


YEAH YOU PUSH IT
YEAH YOU PUSH IT
YEAH YOU PUSH IT
WOOOOH YOU PUSH IT (PUSH IT)
WOOOOH YOU PUSH IT (PUSH IT)
I SEE IT I NEED IT
I SEE IT I NEED IT
WOOOOOOOOH

Herrlich.

10/10 Pfandflaschen
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sepultura Discography: Machine Messiah (2017)

Witzig. Ich dachte, dass das hier das vorerst letzte Sepultura-Album in dieser Rubrik sein wird. Aber nein, sie haben tatsächlich vor wenigen Wochen ein neues rausgebracht. Jedoch wird es erst dauern, bis ich das in die Finger bekomme. Darum ist "Machine Messiah" wohl tatsächlich erstmal das letzte Sepultura-Album für mich.

Das Konzeptalbum "Machine Messiah" handelt von der "Robotisierung der Gesellschaft". Laut der Band scheint der moderne Mensch von der Maschine abzustammen und kehrt nun zu seinem Macher zurück. Würde es einen modernen Gott geben, wäre dieser ein Cyborg oder so.

Ich weiß nicht, wie Sepultura es schaffen, sich regelmäßig zu steigern. Das ist einfach der Wahnsinn. Und ja, tatsächlich ich würde behaupten, das hier ist äußerst progressiv. Es enthält die Sepultura-Elemente, die die Band schon immer ausgemacht haben. Thrash Metal/Hardcore Punk als auch (mittlerweile) Klassikelemente, wie in "Kairos". Andreas Kisser leistet ganze Arbeit was sein Gitarrenspiel angeht. Derrick Greens Gesang ist auch viel besser geworden. Also nicht, dass er davor schlecht war. Diesmal sind die Growl-Passagen noch besser und es zeigt sich dass er verdammt guten cleanen Gesang meistern kann. Ich finde es nach wie vor großartig, was diese Band geleistet hat. Sie haben es geschafft, sich spieltechnisch zu verbessern und haben sich neuen musikalischen Wegen geöffnet ohne den Kern ihres Sounds zu verlieren. Und Konzeptalben stehen ihnen sehr gut. Weiter so!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Machine Messiah, Iceberg Dances, Ultraseven No Uta, Alethea


Sum 41 Discography: Chuck (2004)

Hurra! Eine neue Discography!
Um zu den Reviews von den beiden Vorgängeralben zu kommen klickt hier und hier.


Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, als das "We're All To Blame"-Musikvideo bei MTV gelaufen ist und dass ich mich damals gefragt habe was zur Hölle denn mit dieser witzigen Band passiert ist. Alles ist plötzlich so düster und bitterernst. Es stellte sich heraus, dass die Story hinter dem Album eine ziemlich heftige ist. Sum 41 haben nämlich mal eine Pause vom Touren gemacht
und beschlossen an einen Dokumentarteam für die Stiftung "War Child Canada" teilzunehmen. Dafür reisten sie ins Kriegsgebiet Kongo und erlebten dort schreckliches. Ihr Hotel befand sich nämlich plötzlich inmitten von Gefechten. Alle Gäste inklusive der Band hatten Angst. Zum Glück gabs einen UN-Peacekeeper namens Charles "Chuck" Pelletier, der es geschafft die Lage zu beruhigen und Hilfe zu rufen. Nach ihm ist dieses Album benannt worden.

Die Reise hat die Band sehr beeinflusst und darum entfernt man sich auf diesem Album stark von pubertären Witzen und dergleichen. Stattdessen geht es um Krieg, Drogensucht, Depression und all die Sachen die auf einen eindreschen wenn man plötzlich merkt dass das ganze Leben sich nicht um Party und Saufen dreht. Die vier Kanadier hören sich an als wären sie plötzlich über Nacht erwachsen geworden. Der Sound ist auch wesentlich düsterer. Klar gibt es immer noch Punkrock/Pop-Punk-Elemente, allerdings hat man den Sprechgesang weggelassen und sich an Metal orientiert. Von den ersten drei Alben ist es höchstwahrscheinlich das beeindruckendste und abwechslungsreichste. Es ist sehr gut.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: 88, Pieces, No Reason, We're All To Blame

Donnerstag, 20. Februar 2020

So isses, Musik!#96

100 Greatest Metal Songs by RJ7, Teil 21

Allrighty then. Wir kommen zum letzten Teil dieser Liste. Eigentlich ist es schade, dass sie einerseits so 08/15 ist. Es sind alles Songs die man ohnehin erwarten würde. Andererseits sind es verdammt coole Songs. Darum...yeah, why not? Ich könnte eigentlich jedem Song mindestens 9/10 Pfandflaschen geben.

10. "Iron Man" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)



Großartig. Nuff said.
10/10 Pfandflaschen

9. "The Number Of The Beast" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)



Dieses "YAAAAAAAAAAAAAAH" von Bruce Dickinson erinnert mich an das "YEAAAAAAAAAAH" von "Won't Get Fooled Again" von The Who. Das ist gut. Ich mag das Lied.

9/10 Pfandflaschen

8. "Victim Of Changes" von Judas Priest aus "Sad Wings Of Destiny" (1976)



Kein "Metal"-Song, wie man sie später von Priest gewohnt war. Viel eher ein verdammt gutes Hardrockgerät.

8,75/10 Pfandflaschen

7. "Black Sabbath" von Black Sabbath aus "Black Sabbath" (1970)



Oh no no noooooooo
9/10 Pfandflaschen

6. "Ace Of Spades" von Motörhead aus "Ace Of Spades" (1980)



Ungefähr 234329472394023482034234 mal live gespielt. Vielfach gecovert. Vielfach geschmäht. "Die Band spielt immer das gleiche". Das ist einfach nicht wahr. Immer noch ein fucking Klassiker.
10/10 Pfandflaschen

5. "Angel Of Death" von Slayer aus "Reign In Blood" (1986)



Von vielen wegen der "Geschmacklosigkeit" verschmäht ist "Angel of Death" eines der Songs die am besten und ohne jegliches Drumherum die Grausamkeit der Shoah aufzeigen.

9,75/10 Pfandflaschen

4. "Paranoid" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)



Should I say more? Verfickte Scheiße, der Song wird dieses Jahr 50.
10/10 Pfandflaschen

3. "Master Of Puppets" von Metallica aus "Master Of Puppets" (1986)



Hach. :3
10/10 Pfandflaschen

2. "War Pigs" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)



"Chris Metcalfvor 2 Monaten
This song hits me harder than my alcoholic step-dad"
10/10 Pfandflaschen

1. "Hallowed Be Thy Name" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)



Uuuund jetzt sind wir am Ende. Vielen Dank fürs lesen und die Geduld. Und vielen Dank (unbekannterweise) an MJ7 fürs Erstellen der Liste. Anyways: großartiger, spooky Song von Iron Maiden. Ich habe ansonsten nicht viel dazu zu sagen. :3

10/10 Pfandflaschen

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Was läuft sonst?

Ich hörte mich letztens durch die Discographys von ein paar Bands. Und zwar:

Gehenna:


Enslaved:


Agalloch:


Außerdem begeisterten mich diese zwei Musikvideos, weil sie sich auf ne merkwürdige Art und Weise ähnlich sind. Und zwar:

"Acid Rain" von Lorn


"Russian Doll" von Ulver


Oh und das hier natürlich auch:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das übliche:

Sepultura Discography: Kairos (2011)

Mittlerweile zwölftes Album von Sepultura. Der Band scheint aber nicht die Puste auszugehen. Diesmal lautet das Konzept "Zeit". Inspiriert wurden sie durch die Zerwürfnisse innerhalb der Bandstruktur im Laufe der Jahre. Sogesehen durch wichtige Ereignisse in ihren Lebensläufen. Auf dem Albumcover ist eine skelettartige Figur zu sehen, die eine Sanduhr in den Händen hält. Die Zeit wird, so sehe ich das, als eine Art treibender Motor der Veränderung gesehen. Das ist ein spezielles Konzept, was wesentlich komplizierter klingt als "wir machen ein Album über Clockwork Orange".

Musikalisch wie soundtechnisch wie immer erste Sahne. Durch Greens Gesang wirken Sepultura immer noch stellenweise wie eine Metallic Hardcore Band, aber das ist schon okay. Ich habe mich dran gewöhnt. Viel weniger Groove, weniger Songs zum mitwippen. Es ist tatsächlich, oh bitte verzeiht mir wenn ich das sage, ein ziemlicher Banger. Ich finde das gut und vorallem weil es schon das zwölfte Album ist. Nicht jede Band kann ein gutes zwölftes Album rausbringen.

Falls ihr euch für das Review zum Nachfolgekonzeptalbum "The Mediator Between Head and Hands must be the Heart" interessiert, so klickt hier.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Just One Fix (Ministry), Dialog, Born Strong, Kairos, Embrace The Storm


Ulver Discography: Drone Activity (2019)

Zumindest in dieser Rubrik ist es das letzte Album von Ulver. Vielleicht, aber nur vielleicht werde ich irgendwann diese ganzen Soundtracks reviewen, welche die Band rausgebracht hat. Ansonsten bleibts dabei.

Ulver überraschen einen immer wieder. Die Geschichte hinter "Drone Activity" ist die folgende. Sie sollten eigentlich im Oktober 2018 auf einen Festival namens "Drone Activity" auftreten, auf welchem allerlei verschiedene Musik aus der ganzen Welt aufgeführt wird. Trotz der Kurzfristigkeit der Einladung nahmen sie diese an und legten ein wesentlich anderes Set hin. Vier Titel aus diesem Set schafften es auf dieses Album. Und wie gesagt, ist es eine ganze Ecke anders. Keine ambient-
esken Melodien mehr. Kein Metal. Stattdessen voll Ladung PURER Ambient. Die vier Songs sind jeweils im Durchschnitt ca. 15 Minuten lang und bilden vier wunderschöne Klangkulissen.

Größtenteils wird jeder Song von einem bestimmten Klang getragen. Meistens ein großes Hintergrunddröhnen. Gitarren oder Rhythmen sind nur spärlich zu hören. Aber wenn sie einsetzen, dann richtig schön schleichend wie in "Twenty Thousands League Under The Sea". Was die Titel betrifft, so wird die Musik ihnen gerechten. Der grade angesprochene Song passt hervorragend zum Titel und hört sich an wie ein Soundtrack zu einem Klaustrophobie-Anfall unter Wasser. Es ist ein sehr mitreißendes und intensives Album. Ich empfehle keineswegs einen einzelnen Song anzuhören sondern dem ganzen Album eine Chance zu geben. Am besten an einem schönen ruhigen Abend...

Anspieltipps: Alles
9,75/10 Pfandflaschen

Sonntag, 19. Januar 2020

So isses, Musik!#94

So ihr Mäuschens. Wir haben nun das Jahr 2020. Das heißt, dass das Jahr 2000 schon zwanzig Jahre her ist. Darum liste ich hier Alben auf, die ich reviewt habe, die dieses Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiern werden. :3


Und nun zum üblichen Programm:


26. "Fade To Black" von Metallica aus "Ride The Lightning (1984)


Ich mein, ich habe nichts gegen alte Metallica, aber wie oft wird die Band auf dieser bekackten Liste denn noch vorkommen? Alter Schwede. Das ist n Bisschen anstrengend und macht die Liste doch etwas 08/15. Allerdings sind es tatsächlich absolute Klassiker, die jetzt kommen. 

10/10 Pfandflaschen

25. "Creeping Death" von Metallica aus "Ride The Lightning (1984)


Wer hätte gedacht, dass Bibelinhalte so Meddl sind.

9,75/10 Pfandflaschen

24. "N.I.B." von Black Sabbath aus "Black Sabbath" (1970)


Dieser Riff und dieses "Oh yeah!" ist einfach zauberhaft. Und der Text sowieso

9/10 Pfandflaschen

23. "The Hellion/Electric Eye" von Judas Priest aus "Screaming For Vengeance" (1982)


Holy Smokes, der Song dauert 4:20! Und der ballert, aber sowas von!

9/10 Pfandflaschen

22. "Sabbath Bloody Sabbath" von Black Sabbath aus "Sabbath Bloody Sabbath" (1973)


Brauche ich wohl nichts zu sagen.
10/10 Pfandflaschen

21. "Seek and Destroy" von Metallica aus "Kill'em All" (1983)


Die Vocals noch etwas unausgereift, weil Hetfield noch relativ jung war damals. Trotzdem geiles, primitives Teil.
8,5/10 Pfandflaschen

20. "Painkiller" von Judas Preist aus "Painkiller" (1990)


Einer der wohl metallischsten Metal-Songs vom metallischsten Metal-Album von Judas Priest. Sie klangen glaube ich nie zuvor so wie hier. Das ist sehr gut!

9/10 Pfandflaschen

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

A LOOK IN THE PAST: 

RANTANPLAN + CUT MY SKIN + NEIN NEIN NEIN + LU AND THE SIX IDIOTS + THE PASSENGERS + NONKONFORMIA am 05.01.2008 in Halle115, Wertheim

Wie jeden Monat habe ich mich in meinem Zimmer umgeguckt um Poster zu finden, zu Veranstaltungen die im aktuellen Monat ihr "Jubiläum" feiern. Diesmal habe ich nur ein Flyer gefunden. An das andere Konzert kann ich mich auch so erinnern. Aber dazu später mehr (und zwar etwas weiter unten).

Holy Shit, war das eine Anreise. Zusammen mit einem Ex-Schulkameraden, mit dem ich viel abgehangen bin nach Wertheim gefahren. Mit dem Bus. Und wir haben 6 Euro für die Fahrkarten bezahlt. In Wertheim angekommen mussten wir erstmal Eeeeeeewigkeiten laufen und zwar einen bekackten Berg hinauf. Wie es in der Halle115 ausgesehen hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Und ich weiß auch nicht mehr ob es den Laden noch gibt oder ob er aufgrund von Deutschpunks die keine 5 Euro für ein Konzert ausgeben wollte zu Grunde gegangen ist. Und ob um die Ecke immer noch die ominöse Russenmafia sitzt. Das weiß ich auch nicht. Egal.

Ich erinnere mich absolut nicht an Nonkonformia. Weiß allerdings, dass jemand den ich viel später in meinem Leben kennengelernt hab doch Gitarre oder Bass gespielt hat. Was The Passengers für Musik gemacht haben, weiß ich auch nicht mehr. Lu and the Six Idiots haben ich und mein besagter Ex-Schulkamerad ungefähr 10000 Mal gesehen. Wir sind zu beinahe jeden Konzert gefahren... und nachräglich betrachtet verstehe ich nicht was ich an der Band mal gut fand. Und was an diesen "1, 2 Hasselhoff, 3,4 Village People, 5,6 Matt Damon!"-Spruch so unfassbar lustig ist. Naja. Nein Nein Nein habe ich damals tierisch abgefeiert, vor allem wegen ihrem "Kevin Am Bord" Song. Das hat sich bis heute nicht verändert, wenn ich mir den Song anhöre. Cut My Skin waren einfach cool. Habe mir auf dem Konzert ein Patch von der Band geholt und habe es mir an meinen Ärmel genäht. Meine Em dachte das würde aussehen wie eine Hakenkreuzbinde und als ich ihr gesagt habe was der Name der Band bedeutet guckte sie nur schockiert. Rantanplan find ich bis heute tatsächlich ziemlich super. Egal wie ich sonst zu Ska Musik stehe. Ich erinnere mich etwas an den Auftritt. Sehr energie- und emotionsgeladen. Was mir damals auch gefiel war das Zielscheiben-T-Shirt von Propagandhi dass der Sänger trug. Heimgefahren wurden wir übrigens von der Mutter meines Schulkameraden, die uns ernsthaft von Wertheim aus abgeholt hat. Schöne Zeiten!

KRAWALLBRÜDER + MUMMY'S DARLINGS + DIE FETTSOI am 20.01.2007 im Jugendzentrum B-Hof, Würzburg

Ein Jahr vorher fand das hier statt. Ich erinnere mich sehr gut und ich bereue es.

Hingegangen bin ich mit zwei Ex-Schul bzw. Klassenkameraden (siehe oben). Der erste war ein Jahr später mit mir auf Rantanplan, der zweite konnte mit der Musik nichts anfangen. Fettsoi sind einfach super Scheiße und ihr Name erst recht. Mummys Darlings fand ich damals irgendwie gut, weil sie nicht so superduperstumpfOi! gemacht haben. Über Krawallbrüder brauche ich gar nicht reden glaube ich. Aber damals hat mir die Musik echt verdammt viel gegeben. Ich weiß es auch nicht. Ich bin froh dass ich da raus gewachsen bin. 
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sepultura Discography: A-Lex (2009)

Ich frage mich nach jedem Sepultura-Album aus den letzten zehn Jahren "Oha, ist es ihr bestes? Sind sie wirklich noch besser geworden? Wow". "A-Lex" basiert auf Anthony Burgess' "Clockwork Orange. Der Titel ist eine Anspielung auf den Titelhelden des Buches Alexander DeLarge als auch "ohne Gesetz" auf Latein. Was ziemlich gut die Anfangsphase des jungen Alex umschreibt.

Laut Angaben der Band entstand das Album durch dreimonatige Jamsessions. Die Songs variieren irgendwo zwischen Thrash Metal, Groove Metal und Hardcore Punk. Dazwischen gibt es ambient-mäßige Interludes, die das Ganze spannend machen. Die Songs brettern mal einfach so los, mal gibt es ein sehr stilvolles Intro. Derrick Greens Gesang ist wie immer sehr in die Fresse, sehr punk.
Darüber hinaus freut es mich sehr, dass Sepultura auch hier den Willen zum experimentieren nicht verloren haben. Die größte Überraschung hierauf ist der Song "Ludwig Van". Es ist eine Neukomposition von Beethovens neunter Symphonie, die im Buch als auch im Film eine große Rolle gespielt hat. Sepultura covern hier einen Klassikstück. Ich mein, Metal-Bands mit Orchestern gabs ja genug, aber eine Thrash Metal Band, die sich vor Beethoven verneigt? Ich glaube nicht. Mal wieder sehr ordentlich.

Anspieltipps: Ludwig Van, Sadistic Values, Enough Said, Alex I, What I Do!
9/10 Pfandflaschen

Ulver Discography: The Assasination Of Julius Caesar (2017)

So, Freunde der Sonne. Es ist das vorerst vorletzte Mal, dass uns Ulver hier mit ihrer Musik beglücken. Als nächstes kommt dann ihr neuestes Werk was 2019 rausgekommen ist. Iiiirgendwann werde ich vllt auch noch die Soundtracks von Ulver reviewen. 

Jedenfalls hat es nicht jede Band geschafft mich mit jedem weiteren Album immer mehr zu begeistern. Okay, zwischendurch geriet das eventuell etwas in Stocken aber insgesamt bin ich mehr als zufrieden. "The Assasination of Julius Caesar" hätte eigentlich schon vorher rauskommen sollen, allerdings kamen die Aufnahmen von "ATGCLVLSSCAP" zuvor. Vielleicht auch besser so, wer weiß ob es nicht vielleicht etwas unausgereift geworden wäre. Ich schweife ab. Dieses Album ist eine perfekte Mischung aus Ambient, Jazz, souligen Vocals und merkwürdigen Störgeräusch. Die ersten beiden Songs, "Nemoralia" und "Rolling Stone" sind für mich einige der besten Opener überhaupt. Das ist einfach zeitlose Musik, zu der man träumen kann. Nur Liebe für diese Band/dieses Projekt.

Anspieltipps: Nemoralia, Rolling Stone, Southern Gothic
9/10 Pfandflaschen

Sonntag, 29. Dezember 2019

So isses, Musik!#92

ОСТБЛОК: ANTIMELODIX

Ja, ich habe das extra groß geschrieben, damit es mehr auffällt. Antimelodix aus Petrozavodsk (das ist irgendwo in Karelien, Russland). Aufgefallen sind sie mir mal vor Ewigkeiten durch Recherche nach russischen und generell osteuropäischen Crust Punk Bands. Sie machen eine ziemlich gelungene, weil nicht krampfhaft erscheinende Mischung aus Crust und Black Metal. Die stilbildenden Elemente der jeweiligen Genres werden gekonnt eingesetzt ohne dass es zwanghaft zusammengefügt wird. Das ist eigentlich nicht schwer, da Crust und Black Metal sich schon seit Ewigkeiten gegenseitig beeinflusst haben. Allerdings kriegen es manche Bands tatsächlich absolut nicht hin - ich meine, damit die "AZ Black Metal"-Sparte. Deren letztes Album heißt "Chaos RF" (das RF steht für "Russian Federation") und kann hier angehört werden. Glaubt mir, es ist wirklich sehr gut. Auf Bandcamp sind sogar die Texte auf Englisch nachgelesen werden. Es ist wirklich verdammt gut!

Und jetzt mal Butter bei die Fische. Ich werde diese Unterrubrik endgültig einstellen. Ich habe sie eigentlich nur eröffnet um paar Bands/Künstler aus dem Ostblock Tribut zu zollen, die ich früher immer gehört habe. Irgendwann hat sich das ganze zu einer monatlichen Recherche über Musik aus dem Ostblock entwickelt. Ich habe ganz ehrlich keine Lust dazu. Stattdessen wird "So isses, Musik!" etwas einfacher gehalten werden in der Zukunft: Konzertberichte, "Was höre ich gerade?" und die üblichen Discographies. Die irgendwann auch eingestellt werden, wenn sie vorbei sind. Danke für eure Aufmerksamkeit.



-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Sepultura Discography: Dante XXI (2006)

Das mittlerweile zehnte Album von Sepultura und bis dahin das beste mit Derrick Green am Gesang. Allerdings weiß ich dass später auch gute Alben kommen, wie das "The Mediator between hands and head must be the heart". "Dante XXI" ist allerdings höllisch gut.

Es ist das erste Konzeptalbum von Sepultura. Danach folgte "A-Lex" welches auf Anthony Burges' "Clockwork Orange" basiert und "Kairo" welches allgemein von der Zeit handelte. Die Band hat sich also ein neues Steckenpferd gesucht und Erfolg damit gehabt. Dieses Baby hier basiert auf Dantes "Göttliche Komödie". Es ist ein für Sepultura-Verhältnisse recht ungewohntes Album. Zuallererst höre ich auch herzlich wenig Metal sondern viel mehr Hardcore Punk, auch in Bezug auf Derrick Greens Gesang. Zweitens gibt es die typischen Tribal-Elemente, kleine Ambient-Passagen, Streicher und ansonsten einen brachialen Sound der stark nach vorne geht. Oh und Orchester-Anteile, die sich nach einer Untermalung für ein ziemlich cooles Theaterstück anhören.

"Dante XXI" ist ein sehr starkes und abwechslungsreiches Album. Klar, "Roorback" war (für mich) besser als zuerst vermutet. Allerdings gibt es hier klarere Strukturen und die Band wirkt mehr als würde sie wissen was sie tut. Es ist großartig.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Still Flame, Dark Wood Of Error, Convicted In Life



Ulver Discography: ATGCLVLSSCAP (2016)

Zehntes Album von Ulver. Und zwar ein sehr ungewöhnliches, wenn man das bei Alben von dieser Band/diesem Kollektiv noch behaupten kann. Eigentlich ist "ATGCLVLSSCAP" ein Live-Album, welches aus mehreren Auftritten besteht. Da die Aufnahmen aber im Studio überarbeitet und "glatt geschliffen" wurden kann man nicht ganz von einem Live-Album sprechen. Es sind insgesamt zwölf Songs und auf 12 Sternzeichen bezieht sich der Albumtitel. Es sind einfach nur die Anfangsbuchstaben aneinander gereiht.

Es ist ein schwer zu beschreibendes Ambient-Kraut-Prog-Rock-Spektakel. Eine Jam-Session die doch komponiert wirkt, ein nicht enden wollendes Meer an Geräuschen. Anschleichende Drums, sehr leise melodische Gitarrenklänge. Kaum Gesang, wenn dann nur in Flüsterform oder als wiederkehrendes ebenfalls leises Echo. Ich weiß noch nicht wofür dieser Soundtrack passend ist. Für ein Spaziergang im Wald vielleicht nicht ganz, da zu spacig. Für ein entspannendes Bad aber evtl. schon. Ich weiß es nicht. Ich finds jedenfalls großartig, dass Ulver nach 10 Alben immer wieder versuchen ihre eigenen Grenzen zu sprengen. Herrlich.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Desert/Dawn, England's Hidden, D-Day Drone

Dienstag, 26. November 2019

So isses, Musik!#90

A LOOK IN THE PAST: DEAD UNITED + RUDE SOCIETY (?) + ??? + HOCHRISIKOKAPELLE am 30.10.2006 in B-Hof, Würzburg
Ja, das bin ich! :D

Ich weiß ich weiß. Oktober ist ja eigentlich zu Ende. Aber mir ist eingefallen, dass ein Konzert letzens sein 13jähriges gefeiert hat. Ich hatte es nur nicht vor Augen weil ich hier kene Konzertkarte oder Flyer oder so hängen habe. Das war das erste Konzert von Dead United, einer Würzburger Horrorpunk-Band. Um noch genauer zu sein: Es war MEIN erstes Konzert überhaupt. Mein allerallerallererstes. Ich war damals ein begeisterter Horrorpunk und (noch nicht ganz) Psychobilly-Fan. Also rein in die Stiefel, das Misfits-Shirt (mit dem Skelett-Motiv, was ich nicht mehr habe :/ ) anziehen und losgehts in die Würzburger Fußgängerzone wo ich merkwürdigen älteren Leuten angegafft werde. Danach dann etwas merkwürdig vor dem Jugendzentrum rumstehen weil ich niemanden kenne. Anschließend rein und diese supermerkwürdige Band namens "Hochrisikokapelle" reinziehen, die komplett rot geschminkt waren und einen Song namens "Dieses Lied ohne Text" (das war auch der ganze Songtext!) hatten. Was für eine Band danach gespielt hat, weiß ich leider nicht. Falls überhaupt eine kam. Rude Society waren sowas wie Aushilfs-Emocore oder so. Weiß ich ehrlich gesagt leider nicht mehr genau. Geschweige denn ob sie so hießen. Dead United fand ich phänomenal. Und nach all den Jahren habe ich mal wieder "Call of the Dead" angehört und finde es alles andere als schlecht. Ich durfte mich irgendwann auch mit der Band unterhalten weil sie alles andere als abgehoben waren und mich von MySpace her erkannt haben. Das war sehr cool. Grüße gehen raus an Buzz Vendetta, Mr. Stiff (den Schlagzeuger der mich erkannt hat) und diesen Dude von PCAction der bei Dead United Gitarre spielt(immer noch?) und mich Jahre später im Immerhin an der Theke bedient hat. Ihr wart für mich die coolsten damals! Achja, es gibt auch ein Video vom Auftritt:



ОСТБЛОК: Sandinista!

Ich dachte mir mal, ich bringe hier etwas Abwechslung rein. Anstelle von weiteren Punk/Metal/Hip-Hop-Gruppen aus Russland/Polen gibts eine Band bzw. einen Menschen die mich tatsächlich inspiriert machen. Timur Kacharava war der Sänger von Sandinista!, einer St. Petersburger Post-Hardcore Band, die rückblickend betrachtet verdammt gut Mucke gemacht hat. Kein Hardcore Punk in dem Sinne, sondern etwas schleppendes mit wechselhaften Gesang und so. Jedenfalls wurde er im Jahre 2005 von Neo-Nazis ermordet. Und zwar am 12.11.2005. Das ist jetzt vierzehn Jahre her. Sein Tod als auch mehrere andere Tode war eine dieser Momente, die die russischsprachige Antifa-Gruppen auf den Plan riefen und man angefangen sich gegen Nazi-Gewalt zu wehren. Ich weiß noch, dass auf sein Grabstein ein Spruch eingraviert wurde, welchen er zu seinen Motto gemacht hat, nämlich: "Verni zhysn' v svoi ruki". Was direkt übersetzt "Bringe Leben in deine Hände zurück". Oder frei übersetzt: Nimm dein Leben in deine eigenen Hände. Lasse es nicht von jemand anderen führen. Leider finde ich keinen anderen Song auf YouTube außer "Nein, No, Njet!".



Sepultura Discography: Roorback (2003)

Ich erinnere mich dass ich mich gegen dieses Album gewehrt habe. Damals geriet es in mein Visier als "Sepultura ohne Max" und ich wollte nichts davon wissen. Auch habe ich nicht so geile Kritiken gelesen und dachte mir, dass es nicht wert sich das anzuhören.

Was für ein Narr ich war. Es ist natürlich nicht dieselbe Band wie früher. Natürlich nicht. Allerdings schaffen sie hierauf mehr als nur ein Abklatsch von sich selbst zu sein. Der Vorgänger "Nation" ging schon in die richtige Richtung und war eigenständiger als der Quasi-Klon von "Roots" namens "Against".

"Roorback" ist kein Konzeptalbum, beschäftigt sich aber mit ähnlichen, politischen Themen. Der Terminus "Roorback" bezieht sich auf die Art von Propaganda die darauf abzielt den politischen Gegner zu diskreditieren. Inhaltlich gesehen geht es um zivilen Ungehorsam, Aufstand, Revolution. Die Aufmachung des Albums als auch der dazugehörigen EP "Revolusongs" spricht Bände. Ich mein, Sepultura waren schon vorher politisch aber nicht auf diese Art. Das wirkt so als würden sie wie Rage Against The Machine werden wollen. Oder so. Jedenfalls taugt der groovige Sound immer noch. Derrick Greens Stimme ist wesentlich aggressiver, strukturierter und gefasster als vorher. Ein ziemliches Biest.

Anspieltipps: More Of The Same, Urge, As It Is
7,25/10 Pfandflaschen


Ulver Discography: Messe I.X-VI.X (2013)

Ich denke mir jedes Mal, dass es bei Ulver nicht größer, besser und ausgefallener werden kann. Aber doch. Klassische Musik ist jetzt nicht wirklich mein Metier aber das hier gefällt mir trotzdem sehr. "Messe I.X-VI.X" wurde nämlich zusammen mit dem Kammerorcheser von Trömsö aufgenommen. Meiner Meinung nach muss ich nicht allzu viel Worte darüber verlieren, eins allerdings: Es ist phänomenal. Das absolute Gegenteil von Minimalismus und dennoch ziemlich "klein". Im Sinne von
"nicht pompös". Allerdings merkt man natürlich trotzdem deutlich die Anwesenheit eines Orchesters. Es wirkt wie eine Art Mini-Ambient-Opera mit sehr wenig Gesang. Soweit ich das beurteilen kann tritt dieser nur auf "Mother of Mercy" auf. Insgesamt nur sechs Songs, die allerdings durchschnittlich mindestens 7 Minuten dauern. Sehr düster. Erinnert mich an ein Soundtrack zu einem fiktiven Avantgarde Horrorfilm. Nuff said.

Anspieltipps: Mother Mercy, Noche Oscura Del Alma
9/10 Pfandflaschen

Samstag, 26. Oktober 2019

So isses, Musik!#88

A LOOK IN THE PAST: 

Hey, beinahe habe ich vergessen, dass diese Rubrik existiert. Doch dann, habe ich mich mal wieder in meinem Zimmer umgeguckt und doch noch zwei Flyer für Oktober gefunden.

17.10.2009: VITAMIN X + PREDICT + CLITLICKER + WASTED YOUTH im B-Hof, Würzburg

Okay, ich kann mich leider nicht mehr so gut daran erinnern. Was ich auf jeden Fall noch weiß ist, dass ich Vitamin X unbedingt sehen wollte und glaube sogar dass ich kostenlos reingekommen bin. Wieso auch immer. Was für ne Sorte Hardcore Punk Wasted Youth gemacht haben weiß ich nicht.
Clitlicker waren auf jeden Fall immer lustig, vor allem wenn Max die Songs so super apathisch angekündigt hat: "Wir sind Clitlicker....und der nächste Song heißt "Clitlicker""..... An Predict kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Vitamin X muss ich aber sehr gut gefunden haben sonst hätte ich sie mir die darauffolgenden zehn Jahre nicht immer wieder live angeguckt.





19.10.2007: SODA + THE MAGIC WISHMOBS + BLACK HAT + SPECIAL GUEST im B-Hof, Würzburg

Krasse Scheiße, da war ich tatsächlich noch 16. Ich weiß absolut nicht mehr Soda waren. An Black Hat kann ich mich nur nebulös erinnern. Meine, dass es eine All-Girl-Band gewesen ist. Die Special Guests waren soweit ich mich erinnern kann "The Scrambled", eine Schülerband dessen Drummer ich damals gekannt hab. Sie hatten auch einen fürchterlichen Ohrwurm mit "Scheiße aber normal".

Was ich aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass The Magic Wishmobs damals unsere absoluten Helden waren. Ich kannte Konsti zwar nicht aber ich kannte Yannick und Sebbo und es waren absolute Übesympathen. Die Band hatte tatsächlich sowas wie Potenzial, sie hatten richtige Ohrwürmer wie "Polizeischule" oder "Nazifresse". Ich meine sogar noch einen DIY-Patch von ihnen noch zu haben, den ein Freund von mir gemacht hat. Das war schön damals. Eine tolle, unbeschwerte Zeit :3



ОСТБЛОК: DA 108

DA 108, das sind DJ108 und Kuper. Beides Urgestalten des russischen Rap. Oldschooler aus St. Petersburg. Oder waren es zumindest mal. Mittlerweile besteht die Gruppe eigentlich nur noch aus Kuper alleine. Beide haben sich an verschiedensten Projekten beteiligt, u.a. Bad B. Alliance mit solchen Leuten wie SHEFF. Aber eigentlich wollte ich sie hier unterbringen, weil ich diesen Track seit 10 Jahren im Kopf hab. Ne, eigentlich nur den Namen und wusste nicht wie er ging. Darum bring ich jetzt den Geburtstagssong für A-Ton, der damals 26 wurde. Daher auch der Titelzusatz "Say 26".


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sepultura Discography: Nation (2001)

Alrighty then. Weiter gehts mit Sepultura. Soweit ich mich richtig erinnere hätte die Band ziemliche Schwierigkeiten mit ihrem neuen Sänger, Derrick Green bei den Kritikern anzukommen. Die Die-Hard-Fans fanden es wohl doch ziemlich gut. „Nation“ wagt sich eine große Spur weiter weg von
„Roots“. War „Against“ noch ein kleiner Klon von dessen Vorgänger, ist „Nation“ 10037383 mal experimentierfreudiger. Man behält ein Groove-Metal-Grundgerüst bewegt sich aber teils langsamer teils schneller. Mal sogar in Richtung Hardcore Punk: „Revolt“ ist beispielsweise ein passender Song dafür. Dauert auch nur eine Minute. Es geht durchgängig um Themen wie Krieg, soziale Kämpfe oder Korruption. Eine Wel ohne Nationen in welcher die Menschheit in Frieden lebt. Zu Gast sind Jamey Jasta von Hatebreed, Joao Gordo von Ratos de Porao, Apocalyptica und Christian Machado von Ill Nino. In „Politricks“ singt Jello Biafra mit. Man kriegt den Eindruck als ob Sepultura sich bald vollkommen neu entwickeln werden. Zusätzlich zum Hauptmaterial kommen diese Bonustracks die fast ausnahmslos Cover sind: Rise Above von Black Flag, Bela Lugosi‘s Dead von Bauhaus oder Annihilation von Crucifix. Ich weiß nicht mehr von den Nachfolgern dieses Albums (außer vom vorletzten) darum absolut keine Ahnung in welche Richtung das gehen wird. Wir werden sehen.

Anspieltipps: Riot, Reject, Politricks
7,5/10 Pfandflaschen


Ulver Discography: Wars of the Roses (2011)

Achtes Album von Ulver. Wenn ihr auf das Review zum Vorgänger "Shadows of the Sun" zugreifen wollt, so klickt hier.

"Wars of the Roses" schafft es mal wieder einen neuen Sound zu kreieren. "Shadows of the Sun" war sehr ruhig und sehr ambientlastig. Dieses Mal bezieht man sich auf Art Rock und kreiert völlig absurde, chaotische Melodien und singt auf eine sehr zarte Art und Weise dadrüber. Insgesamt ist
man viel schneller, größtenteils. Dazu kommen noch Gastbeiträge von u.a. Attila Csihar (Mayhem, Sunn O))) ) oder Siri Strangers auf dem Track "Providence". Und natürlich eine Vielfalt an musikalischen Instrumenten wie Klarinett oder Geige.

Es ist leise und chaotisch. Laut und doch klar durchstrukturiert. Ein Meisterwerk avantgardistischen musikalischen Könnens. Was mir auch sehr positiv auffällt ist dass man trotz der schönen Stimme solche "bösen" Worte wie Genocide, Suicide und Fucking verwendet. Insgeheim ist man also doch ziemlich Black Metal geblieben.

Anspieltipps: Norwegian Gothic, Providence, September IV
8,5/10 Pfandflaschen

Dienstag, 24. September 2019

So isses, Musik!#86

A LOOK IN THE PAST:

Huch, da jährt sich tatsächlich mal wieder etwas zum zehnten Mal. Wie krass ist das denn bitte? Wie alt bin ich denn jetzt?

07.08.2009: THE BATTLE OF DOOM AND DARKNESS FESTIVAL II im Stattbahnhof Schweinfurt


Eigentlich ist zu diesem Konzert nicht mehr viel zu sagen. Schließlich habe ich es vor 6 Jahren schon in "Geschichten, die keiner mag" beschrieben. Aber wenigstens habt ihr jetzt auch einen Flyer dazu:



















12.09.2009(?): VOTE AND DIE KONZERT MIT RUBBLE THE CAT in Würzburg


Boah, davon weiß ich ehrlich gesagt so gut wie gar nichts mehr. Frage mich ehrlich gesagt, warum der Flyer hier hängt. Vielleicht weil Rubble The Cat eigentlich ziemlich cool waren. Und die 1-2 Leute die ich kannte die in der Band waren/mit der Band zu tun hatten auch echt okay waren. Außerdem war das ein Konzert welches von der Würzburger DIE LINKE organisiert wurde. Danach war auch, mein ich, Gregor Gysi und hat Fragen beantwortet und so. Ich weiß noch ganz genau, dass ein Kumpel sich über ihn aufgeregt hat weil er irgendwas von Marktwirtschaft gesprochen hat und Marktwirtschaft sei ja sinnlos und etc. pp Vielleicht war ich auch etwas besoffen an dem Abend und weiß deswegen nicht mehr viel. I dunno lol. Jedenfalls find ich einfach keinen Link mehr zur Band. Sie nannten sich einfach so wegen dem deutschen Satz "Rubbel die Katz" und nicht wegen der ältesten Katze der Welt. lol.




--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
ОСТБЛОК: SidxRam

SidxRam - das sind Sidodzhi Duboshit und Gryasnyj Ramirez (Dreckiger Ramirez). Mir wurde letztens das untere Video gezeigt und ich war hin und weg. Sie sind der heißeste Scheiß aus Sibirien. Genauer gesagt aus Nizhnevatovsk. Sie kamen aus dem nichts und sprengten das Internet. Rap voller Energie, Wut und Speed. Es ist der Wahnsinn. Die Texte sind vollgeballert mit Begriffen die nicht mal ich verstehe. Aber es ist witzig und irgendwie auch smart. Gefällt.



--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sonst: HATEHUG haben neues Material rausgebracht. Wer auf HC/Punk ohne Breakdowns und unnötige Soli steht, der klickt.

Ich habe dieses großartige Video zu diesem großartigen Song gesehen. Es ist schön. Also beides:


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

ACHTUNG DAS IST EINE DURCHSAGE:

Das mit diesen Discographies nimmt etwas überhand. Ich versuche nach wie vor, alles nötige und interessante über dieses und jenes Album zu erzählen. Es macht immer noch Spaß ganze Schaffenswelten von Künstlern/Bands zu durchforsten. Allerdings habe ich festgestellt, dass es an der Qualität der Reviews mangelt, wenn hier gleich vier Alben reviewt werden. Weil ich damit kaum hinterher komme, sind sie nämlich kürzer gehalten und leider desöfteren etwas hingerotzt. Darum habe ich beschlossen, da "So isses, Musik!" eh zwei Mal im Monat (im Optimalfall alle 2 Wochen) rauskommt das aufzuspalten. In der ersten Ausgabe kommen zwei Alben vor, in der zweiten auch zwei. Das hier ist die letzte Ausgabe in welcher vier Alben vorkommen. Ab nächsten Monat dann im ersten Review die nächsten Alben von Paradise Lost und Queen und im zweiten Review dann die nächsten von Sepultura und Ulver. Okay? Vielen dank und weiter im Text.

Paradise Lost Discography: Shades Of God (1992)

"Shades Of God" wird von vielen als "Abschiedsalbum" von PL aus der Death/Doom-Phase bezeichnet - andere betrachten es als "Übergangsalbum", weil hier noch viel davon zu hören ist aber
auf dem nächsten Album schon nicht mehr. Ich hingegen habe absolut keine Ahnung was als nächstes zu hören sein wird. Jedenfalls höre ich einen Haufen Black Sabbath Elemente. Nick Holmes hört sich tatsächlich an wie eine Death-Metal-Version von Peter Steele, bis aufs Growlen. Meiner Meinung nach kann man hier immer noch irgendwie von Death/Doom sprechen, da a) größtenteils höllisch langsame Songs und b) definitiv Death-Metal-Gesang, wenn auch melodischer als je zuvor. Die Texte sind laut Holmes persönlicher Natur und behandeln verschiedene Aspekte, sodass Refrain und Strophe über komplett unterschiedliche Dinge berichten. Das wohl ohrwurmtauglichste Lied hierauf ist definitiv "As I Die". Es ist aber auch ein verdammt depressives Stück Musik. Lyricstechnisch hat sich seit "Gothic" also absolut nichts verändert. Immer noch depressiv wie das englische Wetter. Aber das ist auch verdammt gut so. Es ist sehr familiär und deckt verschiedene Sparten ab. I like it like that.

Anspieltipps: The Word Made Flesh, As I Die, Death Walks Behind You
8,75/10 Pfandflaschen


Queen Discography: Queen II (1974)

Alle die Queen nur von "We Are The Champions" oder "We Will Rock You" oder so kennen sollten sich definitiv die ersten beiden Alben reinziehen. Da ist zwar (fast) nichts von diesen ganzen Megahits drauf, aber es lohnt sich einfach. "Queen II" erschien nämlich nur acht Monate nach dem Debüt und enthält ebenfalls das Lied "Seven Seas Of Rhye"... Wobei eigentlich war auf dem ersten Album nur eine Art Vorschau zu hören. Hier ist das komplette Lied. "Queen II" ist tatsächlich so
kompliziert, voll mit orchestralen Elementen und komplexen Gitarrenspiel, dass davon so gut wie nichts live gespielt wurde. Es war einfach kaum umsetzbar. Eigentlich hätte man auch mehr als nur einen Song daraus spielen müssen, weil die meisten miteinander verbunden sind. Die ersten drei Titel ("Procession", "Father To Son" und "White Queen (As It Began)") könnten fast als ein einziger riesiger Song durchgehen. Am allerbesten wäre es wenn man sich die ersten beiden Alben in einer Session reinzieht. Es ist ein wunderschönes Stück Musik. Gleichzeitig eine kleine Verneigung vor eigenen Vorbildern wie Led Zep oder (zumindest stellenweise) The Who aber dennoch was eigenes. Großartig. Unbedingt das von Shakespeare und Maler Richard Dadd inspirierte "The Fairy Feller's Master Stroke" reinziehen!

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: White Queen (As It Began), Sevens Seas Of Rhye, The Fairy Feller's Master Stroke, The March Of The Black Queen


Sepultura Discography: Against (1998)

Hurra, eine neue Discography!

Das hier ist das siebte Album von Sepultura. Falls ihr euch für die Vorgänger interessiert: Morbid Visions, Schizophrenia, Beneath The Remains, Arise, Chaos A.D., Roots.

Es ist das erste Album ohne Max Cavalera am Gesang. Seinen Dienst übernahm ein gewisser Derrick Green der bis heute Sänger der Band ist. "Against" erinnert zumindest ein Stück weit an "Roots".
Angefangen beim Artwork (Folklore) bis zu den Tribal Drums. Ansonsten macht Greens Gesang einen großen Unterschied aus. Er ist nicht so eindringlich wie der von Cavalera, macht aber schon was her. Im Großen und Ganzen hat man sich auf mehr Groove konzentriert. Kein Thrash, kein Death. Habe mich ehrlich gesagt beim ersten Song ("Against") gefragt ob es überhaupt Sepultura sind. Es ist nämlich astreiner Hardcore Punk, ohne viel Schnickschnack.

Sehr ungewohnt. Als hätte man Sepultura bis auf die Unterwäsche ausgezogen. Verdammt, "Floaters in Mud" hört sich beinahe 1:1 an wie "Cut Throat"... Ich mein, ich verstehe wieso das Album finanziell betrachtet so gefloppt ist. Es ist einfach nicht mehr dasselbe. Trotzdem sieht man daran, dass es überhaupt zustande gekommen ist, dass alle zusammengehalten haben - und mit der Band weitermachen wollten. Ich bin gespannt was als nächstes kommt.

Anspieltipps: Choke, Against, Floaters in Mud
6,75/10 Pfandflaschen


Ulver Discography: Blood Inside (2004)

Ich merke immer wieder, dass ich nichts falsch gemacht habe als ich mich entschieden habe die Discography von Ulver zu reviewen :3

"Blood Inside" ist das erste Album nach einem Haufen EPs und Soundtracks (die ich hier vllt mal gesondert reviewen werde). Apropos Soundtracks: "In The Red" befindet sich auf dem Soundtrack zu "Verblendung". Aber das nur so nebenbei. Für einige mag es sein, dass alles was Ulver seit ihrer Abkehr von Metal machen absoluter Einheitsbrei ist - für mich nicht. Cause I'm an intellectual and better than you. Jedenfalls ist dieses Album definitiv eine ganze Ecke anders als das "Perdition City".
Davor war nämlich massenweise Trip-Hop und generell viel Minimalismus zu hören. "Blood Inside" ist das Gegenteil. Man greift zu mehr Material: Neben Samples und Orchester-Elementen also auch Big Band, Jazz, Progressive Rock und garantiert noch einiges mehr.

Was ich definitiv noch spannender und interessanter finde ist die Tatsache dass Ulver immer wieder neue Wege gehen wollen. Zur Black Metal Zeit (zumindest damals) wäre ein Einsatz eines Vibraphons nicht möglich gewesen, da untrve. Was hierauf sehr gelungen ist das Spiel mit Gegensätzen: "Blood Inside" ist wenig tanzbar, experimentell - besitzt trotzdem an einigen Stellen sowas wie einen Groove. Außerdem ist der Gesang verdammt schön! Falls ihr euch für den Nachfolger "Shadows of the Sun" interessiert, so klickt hier.

Anspieltipps: Operator, Your Call, In The Red
8,75/10 Pfandflaschen