Da ich dieses Album schon mal hier reviewt habe, sind nun sofort die anderen beiden Kollegen dran.
Philipp:
"Puh, wie schnell es manchmal gehen kann. Kaum haben wir mit der
Slime-Diskografie angefangen, schon ist sie wieder vorbei. Nach den
Höhen und Tiefen einer – wenn nicht DER – Deutschpunklegende nun
zu etwas völlig anderem: Die Nu-Metal/Alternative-Metal Urväter
Deftones. Eine Band, die ich eigentlich richtig geil finde, diese
Atmosphäre, diese Songstrukturen, diese Riffs. Aber irgendwie hat es
nie richtig gefunkt zwischen Deftones und mir. Ich weiß beim besten
Willen nicht warum. Aber genau für solche Fälle gibt es unsere
wunderbare Gruppe. Sich etwas intensiver mit Bands auseinander zu
setzen, mit denen man sich immer gerne mal mehr beschäftigen wollte,
ist einer der Gründe.
Das erste Album
Adrenaline kam bereits Ende 1995 auf Madonnas (!) Label Maverick
heraus und die Besetzung der Deftones bestand schon damals aus Chino
Moreno (Gesang), Abe Cunningham (Schlagzeug) und Stephen Carpenter
(Gitarre), welche bis heute den Kern der Band bilden. Bassist war der
2013 nach einem Autounfall 2008 und einer daraus resultierenden
langen medizinischen Leidensgeschichte verstorbene Chi Cheng.
Positiv
hervorzuheben ist, dass bereits viele der Deftones-Trademarks auf
diesem Album vorhanden sind, Chinos Gesang zwischen sanftem Säuseln
und (wütenden) emotionalen Ausbrüchen ist auf diesem Album
definitiv das Alleinstellungsmerkmal der Band und unterscheidet sie
von vielen der anderen wütenden Herren mit seltsamen Frisuren und
komischen Bärten, die Anfang der 90er die Musiklandschaft im Sturm
eroberten.
Die Musik kann
man als irgendwo zwischen Hardcore, Sludge und Alternative Metal (als
Referenzbands fallen mir da recht schnell Helmet, Quicksand und
Melvins ein, obwohl keine der drei den Kern der Sache so wirklich
trifft) zusammenfassen, bei den Grunge-Bands der 90er wird sich
großzügig die „Laut-leise-Laut“-Dynamik – welche diese
selbstverständlich auch nur von Bands wie den Pixies geborgt hatten
– ausgeliehen, von den späteren Post-Punk und Shoegaze-Einflüssen
der Band ist noch recht wenig zu hören. Generell finde ich das Album
– unter anderem vergleichbar mit dem ersten Album von System Of A
Down – generell sehr monoton und unausgegoren, Deftones hatten
damals noch nicht so wirklich ihren eigenen Stil gefunden, viele der
Songs sind sich deutlich zu ähnlich und gehen unbemerkt ineinander
über, es gibt jedoch durchaus Ausbrüche:
Das Gitarren-Riff
von Root finde ich ganz hervorragend, auch die Art und Weise, wie
der Bass das Riff übernimmt und nahezu durch das ganze Lied trägt,
ist schon sehr markant, das bleibt definitiv hängen und hebt sich
sehr vom Rest des Albums ab, ähnlich wie „Engine No. 9“, welches
mit seiner gerappten Strophe, seinem allmählich anschwellenden
Aufbau und seinem melodischen Refrain fast als
Früh-2000er-Nu-Metal-Blaupause durchgeht.
Weiterhin
hervorzuheben ist die Single 7 Words, der Titel bezieht sich auf den
Ausspruch „You have the right to remain silent“, der Text setzt
sich mit Ohnmacht und (Polizei-)Gewalt auseinander, hier wird mit
einem sehr jazzigen Intro und Strophenriff und einem heftigen
Wutausbruch im Refrain gearbeitet.
Insgesamt ist das
schon ein ordentlicher Erstling, da ich mich aber leider schon mit
ein paar Alben der Band beschäftigt habe, kann ich hier nicht ganz
unvoreingenommen herangehen, ich finde es mitunter einfach zu monoton
und es fällt mir schwer, dieses Album wirklich aktiv am Stück
durchzuhören, da hier aber durchaus einiges von der Qualität der
späteren Alben zu erahnen ist, verbleibe ich mit
7/10
90er-Kinnbärtchen
Anspieltipps:
Root, Engine No. 9, 7 Words"
Raphael:
Deftones ca. 1995
"Wir schreiben das Jahr 1995. In Äthiopien finden
zum ersten Mal demokratische Wahlen statt, in Bosnien und Herzegowina
findet in der Stadt Srebrenica der bis dato größte Genozid auf dem
europäischen Kontinent seit der Shoah statt, und die Ukraine wird
Mitglied des Europarats. In ebendiesem Jahr veröffentlicht die Band
Deftones aus Sacramento ihr erstes Album in ihrer bisher
siebenjährigen Bandgeschichte.
In
der Zeit von 1988 bis 1995 waren die Deftones umtriebig und von einem
hohen Anspruch an sich selbst geprägt. Nu Metal als Genre war noch
in den Kinderschuhen, doch das Publikum mochte den rauen, düsteren
Sound. Schon früh teilte sich die Band eine Bühne mit KoЯn, doch
anders als die Gruppe um Jonathan Davis warteten die Deftones auf den
richtigen Moment und das richtige Angebot für die Veröffentlichung
ihres Debüts.
Der
Sound auf „Adrenaline“ setzt sich vordergründig aus zwei
Elementen zusammen. Da ist zum einen die musikalische Nebelwand aus
dichten Riffs und dem stoischen Gesang von Chino Moreno. Zum anderen
machen die kräftigen metallischen Attacken, die vor allem in den
Refrains für musikalische Unwetter sorgen, einen entscheidenden Teil
der Klangwelt aus. Zwischen diesen Welten, die auch Taubheit und
Schmerz symbolisieren können, liegen jedoch viele feine Nuancen, die
das Klangbild von „Adrenaline“ in vielen Pastell- und Grautönen
verzieren.
„Adrenaline“
ist emotional, manisch, chaotisch, horny, und findet doch immer
wieder zur eigenen Mitte zurück. Monotone oder repetitive Themen
dienen dem Narrativ sehr gut, weshalb sie nicht störend auffallen.
Die Deftones schütteln ihre Hörer*innen durch, um sie immer wieder
zu erden. Das Debütalbum ist ein dreiviertelstündiger Rausch, der
wie ein gewaltiges Pendel zwischen den Extremen hin- und herschwingt.
8/10
Pfandflaschen
Anspieltipps: 7 Words, Engine No. 9"
Metallica Discography: 72 Seasons (2023)
Okay. Da die anderen beiden Kollegen die ersten paar Alben von Deftones reviewen, die ich schon reviewt habe, werde ich in der Zwischenzeit ein paar Lücken schließen. Also paar Alben reviewen die mir in den Discographies verschiedener Bands auf diesem Blog fehlen. Wir fangen an mit dem neuesten Werk von Metallica namens "72 Seasons", dass dieses Jahr rausgekommen ist.
Es ist so fürchterlich, man muss einmal was dazu sagen. "72 Seasons" bietet zunächst mal ein gar nicht mal uninteressantes Konzept. Mit den 72 Jahreszeiten sind die ersten 18 Lebensjahre eines Menschen gemeint, also die Zeit in welcher dieser eine signifikante Entwicklung durchmacht. Darum auch das Kinderbett auf dem Cover, so als Hinweis auf das Kindesalter. Es geht im Prinzip um die Bildung einer Persönlichkeit. Mag natürlich auch sein, dass die Texte dieses Thema auch behandeln. Allerdings bleibt bei mir nichts davon hängen. Denn ironischerweise, obwohl das Album eine Bildung einer wahren oder falschen Persönlichkeit in den ersten 18 Lebensjahren eines Menschen behandelt, fehlt diesem Album eben irgendeine Authentizität.
Die Eröffungssingle "Lux Aeterna" fand ich tatsächlich gar nicht mal schlecht, wahrscheinlich weil sie irgendwie catchy war und dementsprechend auch als Single veröffentlicht wurde. Es gibt auf diesem Album tatsächlich gar keine schlechte Riffs und Gitarrensoli. Die ganze Band ist musikalische gesehen auf einer hohen Ebene - zudem ist das Album wahrscheinlich auch gut gemastert worden. Aus dieser Perspektive würde ich nicht über dieses Album meckern. Das Problem ist nur, dass es schon das 12te Album der Band ist ("Lulu" mit eingerechnet, mit "Garage Inc." sogar das 13te). Es kommt mir vor als hätten Hetfield, Ulrich, Hammet und Trujillo im Studio gesessen und irgendwie Riffs zusammen geschmissen, gemeinsam per Zufallsprinzip die Texte geschrieben und dann irgendwie kombiniert. Ganz ehrlich? Da höre ich lieber diesen AI-Metallica-Song über Dinosaurier (der selbstverständlich als Witz gemeint ist, ihr Szene-Elitisten) als James Hetfield der Situation auf Stagnation auf Constipation auf Masturbation (die letzten beiden natürlich nicht) reimt. Ja, es ist aus musikalischer Sicht ein gar nicht mal so schlechtes Album. Es ist nur so furchtbar furchtbar generic. Und 08/15. Lasst das doch einfach sein.
2/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Screaming Suicide, Lux Aeterna
W:
Es ist so viel Zeit vergangen und ich bin immer noch bei diesem Buchstaben. Nach "Whiskey Daredevils" kommt eine Band namens "What Happens Next?" oder abekürzt WHN. Ich habe mehrere EPs und 7" als auch eine Compilation auf der Festplatte. Furioser, sich nicht zu ernst nehmender Thrashcore. Ich erinnere mich sehr gut, als ich sie auf irgendeinem Blog entdeckt habe und damals bis zum geht nicht mehr gepumpt habe.
Wire waren hier zwei mal zu "Gast". Einmal mit ihrem klassischen 1979er Werk "Pink Flag" und irgendwann später mit der 2016er Veröffentlichung "Nocturnal Koreans". Ein Unterschied wie Tag und Nacht. "As Priorities Decay" von Witch Hunt ist typisch für die Zeit (Mitte/Ende der 2000er): Crust mit Hardcore-Kante und Peace-Zeichen im Logo. Habe ich einmal live gesehen und konnte damit leider nicht so viel anfangen. Ich weiß noch, dass es in Gießen war und ich von weitem das erste Mal Pinky gesehen habe. Irgendwelche Gestalten meinten dann "Oh der ist jetzt straight edge" - warum ich mich an sowas erinnern kann? Keine Ahnung. Nach WI kommt WO und damit skippe ich die nächste Band und gehe direkt zu Wolfpack bzw. Wolfbrigade. "A New Dawn Fades", "Lycanthro Punk", "A D-Beat Odyssey", "Prey To The World" und "Run With The Hunted". Das Wolfspack bzw. die Wolfsbrigade sind meiner Meinung nach weiterhin eine unschlagbare Institution in Sachen moderner Crust Punk. Ich finds interessant: Anstelle in das eine Klischee zu verfallen, verfällt man einfach in ein anderes. Man macht einfach seit vielen Jahren mehr oder weniger irgendwie das gleiche - aber es funktioniert!
Allrighty then. Wir kommen zum letzten Teil dieser Liste. Eigentlich ist es schade, dass sie einerseits so 08/15 ist. Es sind alles Songs die man ohnehin erwarten würde. Andererseits sind es verdammt coole Songs. Darum...yeah, why not? Ich könnte eigentlich jedem Song mindestens 9/10 Pfandflaschen geben.
10. "Iron Man" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)
Großartig. Nuff said.
10/10 Pfandflaschen
9. "The Number Of The Beast" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)
Dieses "YAAAAAAAAAAAAAAH" von Bruce Dickinson erinnert mich an das "YEAAAAAAAAAAH" von "Won't Get Fooled Again" von The Who. Das ist gut. Ich mag das Lied.
9/10 Pfandflaschen
8. "Victim Of Changes" von Judas Priest aus "Sad Wings Of Destiny" (1976)
Kein "Metal"-Song, wie man sie später von Priest gewohnt war. Viel eher ein verdammt gutes Hardrockgerät.
8,75/10 Pfandflaschen
7. "Black Sabbath" von Black Sabbath aus "Black Sabbath" (1970)
Oh no no noooooooo
9/10 Pfandflaschen
6. "Ace Of Spades" von Motörhead aus "Ace Of Spades" (1980)
Ungefähr 234329472394023482034234 mal live gespielt. Vielfach gecovert. Vielfach geschmäht. "Die Band spielt immer das gleiche". Das ist einfach nicht wahr. Immer noch ein fucking Klassiker.
10/10 Pfandflaschen
5. "Angel Of Death" von Slayer aus "Reign In Blood" (1986)
Von vielen wegen der "Geschmacklosigkeit" verschmäht ist "Angel of Death" eines der Songs die am besten und ohne jegliches Drumherum die Grausamkeit der Shoah aufzeigen.
9,75/10 Pfandflaschen
4. "Paranoid" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)
Should I say more? Verfickte Scheiße, der Song wird dieses Jahr 50.
10/10 Pfandflaschen
3. "Master Of Puppets" von Metallica aus "Master Of Puppets" (1986)
Hach. :3
10/10 Pfandflaschen
2. "War Pigs" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)
This song hits me harder than my alcoholic step-dad"
10/10 Pfandflaschen
1. "Hallowed Be Thy Name" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)
Uuuund jetzt sind wir am Ende. Vielen Dank fürs lesen und die Geduld. Und vielen Dank (unbekannterweise) an MJ7 fürs Erstellen der Liste. Anyways: großartiger, spooky Song von Iron Maiden. Ich habe ansonsten nicht viel dazu zu sagen. :3
10/10 Pfandflaschen
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Was läuft sonst?
Ich hörte mich letztens durch die Discographys von ein paar Bands. Und zwar:
Gehenna:
Enslaved:
Agalloch:
Außerdem begeisterten mich diese zwei Musikvideos, weil sie sich auf ne merkwürdige Art und Weise ähnlich sind. Und zwar:
"Acid Rain" von Lorn
"Russian Doll" von Ulver
Oh und das hier natürlich auch:
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Das übliche:
Sepultura Discography:Kairos (2011)
Mittlerweile zwölftes Album von Sepultura. Der Band scheint aber nicht die Puste auszugehen. Diesmal lautet das Konzept "Zeit". Inspiriert wurden sie durch die Zerwürfnisse innerhalb der Bandstruktur im Laufe der Jahre. Sogesehen durch wichtige Ereignisse in ihren Lebensläufen. Auf dem Albumcover ist eine skelettartige Figur zu sehen, die eine Sanduhr in den Händen hält. Die Zeit wird, so sehe ich das, als eine Art treibender Motor der Veränderung gesehen. Das ist ein spezielles Konzept, was wesentlich komplizierter klingt als "wir machen ein Album über Clockwork Orange".
Musikalisch wie soundtechnisch wie immer erste Sahne. Durch Greens Gesang wirken Sepultura immer noch stellenweise wie eine Metallic Hardcore Band, aber das ist schon okay. Ich habe mich dran gewöhnt. Viel weniger Groove, weniger Songs zum mitwippen. Es ist tatsächlich, oh bitte verzeiht mir wenn ich das sage, ein ziemlicher Banger. Ich finde das gut und vorallem weil es schon das zwölfte Album ist. Nicht jede Band kann ein gutes zwölftes Album rausbringen.
Falls ihr euch für das Review zum Nachfolgekonzeptalbum "The Mediator Between Head and Hands must be the Heart" interessiert, so klickt hier.
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Just One Fix (Ministry), Dialog, Born Strong, Kairos, Embrace The Storm
Ulver Discography:Drone Activity (2019)
Zumindest in dieser Rubrik ist es das letzte Album von Ulver. Vielleicht, aber nur vielleicht werde ich irgendwann diese ganzen Soundtracks reviewen, welche die Band rausgebracht hat. Ansonsten bleibts dabei.
Ulver überraschen einen immer wieder. Die Geschichte hinter "Drone Activity" ist die folgende. Sie sollten eigentlich im Oktober 2018 auf einen Festival namens "Drone Activity" auftreten, auf welchem allerlei verschiedene Musik aus der ganzen Welt aufgeführt wird. Trotz der Kurzfristigkeit der Einladung nahmen sie diese an und legten ein wesentlich anderes Set hin. Vier Titel aus diesem Set schafften es auf dieses Album. Und wie gesagt, ist es eine ganze Ecke anders. Keine ambient-
esken Melodien mehr. Kein Metal. Stattdessen voll Ladung PURER Ambient. Die vier Songs sind jeweils im Durchschnitt ca. 15 Minuten lang und bilden vier wunderschöne Klangkulissen.
Größtenteils wird jeder Song von einem bestimmten Klang getragen. Meistens ein großes Hintergrunddröhnen. Gitarren oder Rhythmen sind nur spärlich zu hören. Aber wenn sie einsetzen, dann richtig schön schleichend wie in "Twenty Thousands League Under The Sea". Was die Titel betrifft, so wird die Musik ihnen gerechten. Der grade angesprochene Song passt hervorragend zum Titel und hört sich an wie ein Soundtrack zu einem Klaustrophobie-Anfall unter Wasser. Es ist ein sehr mitreißendes und intensives Album. Ich empfehle keineswegs einen einzelnen Song anzuhören sondern dem ganzen Album eine Chance zu geben. Am besten an einem schönen ruhigen Abend...
So ihr süßen Mäuse! Das hier ist die vorletzte Ausgabe mit der ominösen "100 Greatest Metal Songs by RJ7"-Liste. Die nächste wird dann die letzten 10 Songs beinhalten. Da ich ein großer Fan von Listen bin, werde ich demnächst zwei abarbeiten. Ich mein, es ist natürlich schön selbst welche zu kreieren aber ich bin da leider nicht so kreativ. Darum nehme ich mir einfach existierende Listen, die eventuell auch interessantes Material hervorbringen, dass ich vorher nicht kannte. Eventuell mach ich auch zu beiden Listen jeweils eine Playlist auf YouTube. Genug gelabert, es geht um die "40 best Nu Metal Songs" von loudersound.com und die "50 best alternative Albums of the 90s" von MetroWeekly.
19. "Run To The Hills" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)
Nun, ich werde nicht lange drumherum reden. "The Number Of The Beast" war schon ein unfassbar gutes Album - welches ich hier reviewt habe -
9,75/10 Pfandflaschen
18. "Heaven and Hell" von Black Sabbath aus "Heaven and Hell" (1980)
Sabbath ohne Ozzy ist für mich absolutes Neuland. Zwar habe ich schon mal in einem würzburger Media Markt allerlei Sabbath-CDs mit verschiedenen Sängern gehört aber nichts davon ist hängen geblieben. Daher klingt "Heaven and Hell" für mich als hätten Rainbow/Ronny James Dio ein Collabo mit den Musikern von Black Sabbath aufgenommen... Was es eigentlich auch ist. RJD hat ne unglaublich durchdringliche Stimme und der Rest klingt eine ganze Spur weniger doomig sondern viel viel vieeeel balladesk. Für mich sehr ungewohnt, aber verdammt gut.
9/10 Pfandflaschen
17. "Crazy Train" von Ozzy Osbourne aus "Blizzard of Ozz" (1980)
Brauche dazu nichts zu sagen. Liebe den Song als auch das Album.
10/10 Pfandflaschen
16. "The Trooper" von Iron Maiden aus "Piece Of Mind" (1983)
ES IST KRIEG!
8,5/10 Pfandflaschen
15. "Holy Wars...The Punishment Due" von Megadeth aus "Rust In Piece" (1990)
Steinigt mich, aber ich mag den Song größtenteils gar nicht. Bis auf den letzten Part. :/
4/10 Pfanflaschen
14. "One" von Metallica aus "...And Justice For All" (1988)
Brauch ich ebenfalls nichts dazu zu sagen...Checkt mein Review zum Album :D
9/10 Pfandflaschen
13. "Beyond The Realms Of Death" von Judas Priest aus "Stained Class" (1978)
Irgendwie gibt mir das nicht besonders viel. Aber ich gebe einfach mindestens 7 Pfandflaschen weil es Judas Priest ist. Aber das wars auch schon
7/10 Pfandflaschen
12. "Stargazer" von Rainbow aus "Rising" (1976)
Fuck was für ein großartiges Schlagzeugspiel. Und es ist Dio am Gesang. Mal wieder. :3
8,75/10 Pfandflaschen
11. "Raining Blood" von Slayer aus "Reign In Blood" (1986)
Brauche ich auch nichts dazu zu sagen. Checkt mein Review zum Album. Auf Englisch.
9,75/10 Pfandflaschen
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Kaum zu glauben, aber wahr: Es ist tatsächlich jeweils das achte Album!
Paradise Lost Discography:Believe In Nothing (2001)
Man könnte meinen, nach sieben Alben wäre schon alles gesagt. Nun, es ist nicht ganz so. Zwar erfinden Paradise Lost das Rad nicht neu allerdings überraschen sie einen trotzdem ein wenig. Ich habe gedacht, dass nach dem synthpop-lastigen "Host" noch mehr in die "elektronische" Richtung
gegangen wird. Doch stattdessen behielt man zwar die Keyboards und die eingängigen Rhythmen, kehrte aber insgesamt zu "Dark Rock" zurück. Sprich: wieder mehr Gitarren ohne jedoch irgendeine Art von Metal zu machen.
Mir gefallen die Opener "I Am Nothing" und "Mouth" total. Andere Songs die mich definitiv begeistert haben sind "Control" und "Never Again". "Believe in Nothing" ist ein verdammt gutes und sehr eingängiges Album. Allerdings kein bahnbrechendes. Das macht allerdings nichts. Für mich ein Beweis dass PL selbst gutes mittelmaß verdammt gut können.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: No Reason, Control, I Am Nothing, Never Again, Mouth
Queen Discography:The Game (1980)
"The Game" ist eine Premiere. Es ist das erste Album der Band welches in München aufgenommen wurde. Das erste auf welchem ein Synthesizer zu hören ist. Und das erste, auf welchem Bass und Schlagzeug deutlich mehr im Vordergrund zu hören sind. Oh und natürlich ist es ein Album auf welchem wieder mal eine Menge Ohrwürmer zu hören sind.
Zum einen ist da der Queen-typische Hard Rock, wie er auf den ersten Alben zu hören ist. Unverkennbar durch Brian Mays Solos ("Dragon Attack"). Zum zweiten da Balladen wie "Save Me" oder "Play The Game". Und zum dritten, gottverdammt dritten ist da "Another One Bites The Dust" und "Crazy Little Thing Called Love". Das erstgenannte ein absolut funkiger Disco-Track, das zweite eine Art Hommage an Elvis. Witzigerweise ist "The Game" eines dieser Alben die in der Presse zerrissen wurden und heutzutage als Klassiker gelten. Man bemängelte den Mangel (lol) an großen Orchester-Momenten, an epischer Musik. Stattdessen bekam man grundsoliden Rock'N'Roll mit verdammt guten Ohrwürmern. Es ist krass was für einen Einfluss diese Songs hatten. Alleine zu "Another One Bites The Dust" gibt es unzählige Remixe und Coverversionen, unter anderem von Wyclef Jean und Captain Jack.
Fakt ist: Wieder mal ein unglaublich gutes und diverses Album. Ich frage mich schon wann ich endlich anfange zu meckern :D
Anspieltipps: Another One Bites The Dust, Crazy Little Thing Called Love, Save Me
8,75/10 Pfandflaschen
So ihr Mäuschens. Wir haben nun das Jahr 2020. Das heißt, dass das Jahr 2000 schon zwanzig Jahre her ist. Darum liste ich hier Alben auf, die ich reviewt habe, die dieses Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiern werden. :3
26. "Fade To Black" von Metallica aus "Ride The Lightning (1984)
Ich mein, ich habe nichts gegen alte Metallica, aber wie oft wird die Band auf dieser bekackten Liste denn noch vorkommen? Alter Schwede. Das ist n Bisschen anstrengend und macht die Liste doch etwas 08/15. Allerdings sind es tatsächlich absolute Klassiker, die jetzt kommen.
10/10 Pfandflaschen
25. "Creeping Death" von Metallica aus "Ride The Lightning (1984)
Wer hätte gedacht, dass Bibelinhalte so Meddl sind.
9,75/10 Pfandflaschen
24. "N.I.B." von Black Sabbath aus "Black Sabbath" (1970)
Dieser Riff und dieses "Oh yeah!" ist einfach zauberhaft. Und der Text sowieso
9/10 Pfandflaschen
23. "The Hellion/Electric Eye" von Judas Priest aus "Screaming For Vengeance" (1982)
Holy Smokes, der Song dauert 4:20! Und der ballert, aber sowas von!
9/10 Pfandflaschen
22. "Sabbath Bloody Sabbath" von Black Sabbath aus "Sabbath Bloody Sabbath" (1973)
Brauche ich wohl nichts zu sagen.
10/10 Pfandflaschen
21. "Seek and Destroy" von Metallica aus "Kill'em All" (1983)
Die Vocals noch etwas unausgereift, weil Hetfield noch relativ jung war damals. Trotzdem geiles, primitives Teil.
8,5/10 Pfandflaschen
20. "Painkiller" von Judas Preist aus "Painkiller" (1990)
Einer der wohl metallischsten Metal-Songs vom metallischsten Metal-Album von Judas Priest. Sie klangen glaube ich nie zuvor so wie hier. Das ist sehr gut!
A LOOK IN THE PAST: RANTANPLAN + CUT MY SKIN + NEIN NEIN NEIN + LU AND THE SIX IDIOTS + THE PASSENGERS + NONKONFORMIA am 05.01.2008 in Halle115, Wertheim
Wie jeden Monat habe ich mich in meinem Zimmer umgeguckt um Poster zu finden, zu Veranstaltungen die im aktuellen Monat ihr "Jubiläum" feiern. Diesmal habe ich nur ein Flyer gefunden. An das andere Konzert kann ich mich auch so erinnern. Aber dazu später mehr (und zwar etwas weiter unten).
Holy Shit, war das eine Anreise. Zusammen mit einem Ex-Schulkameraden, mit dem ich viel abgehangen bin nach Wertheim gefahren. Mit dem Bus. Und wir haben 6 Euro für die Fahrkarten bezahlt. In Wertheim angekommen mussten wir erstmal Eeeeeeewigkeiten laufen und zwar einen bekackten Berg hinauf. Wie es in der Halle115 ausgesehen hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Und ich weiß auch nicht mehr ob es den Laden noch gibt oder ob er aufgrund von Deutschpunks die keine 5 Euro für ein Konzert ausgeben wollte zu Grunde gegangen ist. Und ob um die Ecke immer noch die ominöse Russenmafia sitzt. Das weiß ich auch nicht. Egal.
Ich erinnere mich absolut nicht an Nonkonformia. Weiß allerdings, dass jemand den ich viel später in meinem Leben kennengelernt hab doch Gitarre oder Bass gespielt hat. Was The Passengers für Musik gemacht haben, weiß ich auch nicht mehr. Lu and the Six Idiots haben ich und mein besagter Ex-Schulkamerad ungefähr 10000 Mal gesehen. Wir sind zu beinahe jeden Konzert gefahren... und nachräglich betrachtet verstehe ich nicht was ich an der Band mal gut fand. Und was an diesen "1, 2 Hasselhoff, 3,4 Village People, 5,6 Matt Damon!"-Spruch so unfassbar lustig ist. Naja. Nein Nein Nein habe ich damals tierisch abgefeiert, vor allem wegen ihrem "Kevin Am Bord" Song. Das hat sich bis heute nicht verändert, wenn ich mir den Song anhöre. Cut My Skin waren einfach cool. Habe mir auf dem Konzert ein Patch von der Band geholt und habe es mir an meinen Ärmel genäht. Meine Em dachte das würde aussehen wie eine Hakenkreuzbinde und als ich ihr gesagt habe was der Name der Band bedeutet guckte sie nur schockiert. Rantanplan find ich bis heute tatsächlich ziemlich super. Egal wie ich sonst zu Ska Musik stehe. Ich erinnere mich etwas an den Auftritt. Sehr energie- und emotionsgeladen. Was mir damals auch gefiel war das Zielscheiben-T-Shirt von Propagandhi dass der Sänger trug. Heimgefahren wurden wir übrigens von der Mutter meines Schulkameraden, die uns ernsthaft von Wertheim aus abgeholt hat. Schöne Zeiten! KRAWALLBRÜDER + MUMMY'S DARLINGS + DIE FETTSOI am 20.01.2007 im Jugendzentrum B-Hof, Würzburg
Ein Jahr vorher fand das hier statt. Ich erinnere mich sehr gut und ich bereue es.
Hingegangen bin ich mit zwei Ex-Schul bzw. Klassenkameraden (siehe oben). Der erste war ein Jahr später mit mir auf Rantanplan, der zweite konnte mit der Musik nichts anfangen. Fettsoi sind einfach super Scheiße und ihr Name erst recht. Mummys Darlings fand ich damals irgendwie gut, weil sie nicht so superduperstumpfOi! gemacht haben. Über Krawallbrüder brauche ich gar nicht reden glaube ich. Aber damals hat mir die Musik echt verdammt viel gegeben. Ich weiß es auch nicht. Ich bin froh dass ich da raus gewachsen bin.
Ich frage mich nach jedem Sepultura-Album aus den letzten zehn Jahren "Oha, ist es ihr bestes? Sind sie wirklich noch besser geworden? Wow". "A-Lex" basiert auf Anthony Burgess' "Clockwork Orange. Der Titel ist eine Anspielung auf den Titelhelden des Buches Alexander DeLarge als auch "ohne Gesetz" auf Latein. Was ziemlich gut die Anfangsphase des jungen Alex umschreibt.
Laut Angaben der Band entstand das Album durch dreimonatige Jamsessions. Die Songs variieren irgendwo zwischen Thrash Metal, Groove Metal und Hardcore Punk. Dazwischen gibt es ambient-mäßige Interludes, die das Ganze spannend machen. Die Songs brettern mal einfach so los, mal gibt es ein sehr stilvolles Intro. Derrick Greens Gesang ist wie immer sehr in die Fresse, sehr punk.
Darüber hinaus freut es mich sehr, dass Sepultura auch hier den Willen zum experimentieren nicht verloren haben. Die größte Überraschung hierauf ist der Song "Ludwig Van". Es ist eine Neukomposition von Beethovens neunter Symphonie, die im Buch als auch im Film eine große Rolle gespielt hat. Sepultura covern hier einen Klassikstück. Ich mein, Metal-Bands mit Orchestern gabs ja genug, aber eine Thrash Metal Band, die sich vor Beethoven verneigt? Ich glaube nicht. Mal wieder sehr ordentlich.
Anspieltipps: Ludwig Van, Sadistic Values, Enough Said, Alex I, What I Do!
9/10 Pfandflaschen
Ulver Discography: The Assasination Of Julius Caesar (2017)
So, Freunde der Sonne. Es ist das vorerst vorletzte Mal, dass uns Ulver hier mit ihrer Musik beglücken. Als nächstes kommt dann ihr neuestes Werk was 2019 rausgekommen ist. Iiiirgendwann werde ich vllt auch noch die Soundtracks von Ulver reviewen.
Jedenfalls hat es nicht jede Band geschafft mich mit jedem weiteren Album immer mehr zu begeistern. Okay, zwischendurch geriet das eventuell etwas in Stocken aber insgesamt bin ich mehr als zufrieden. "The Assasination of Julius Caesar" hätte eigentlich schon vorher rauskommen sollen, allerdings kamen die Aufnahmen von "ATGCLVLSSCAP" zuvor. Vielleicht auch besser so, wer weiß ob es nicht vielleicht etwas unausgereift geworden wäre. Ich schweife ab. Dieses Album ist eine perfekte Mischung aus Ambient, Jazz, souligen Vocals und merkwürdigen Störgeräusch. Die ersten beiden Songs, "Nemoralia" und "Rolling Stone" sind für mich einige der besten Opener überhaupt. Das ist einfach zeitlose Musik, zu der man träumen kann. Nur Liebe für diese Band/dieses Projekt.
Anspieltipps: Nemoralia, Rolling Stone, Southern Gothic
TOUCHÈ AMORÈ + DEAFHEAVEN + PORTRAYAL OF GUILT am 07.10.2019 in Carlswerk Victoria, Köln
Erst hab ich mich geweigert hinzugehen, weil ich es hasse nach Köln zu fahren. Vor allem unter der Woche. Dann habe ich mir das noch mal überlegt weil ich festgestellt hab dass ich am nächsten Tag erst um 12:30 ausm Haus muss. Ich konnte mir auch noch eine Karte ergattern und bin auch tatsächlich hin. Im Zug mit einer Truppe von insgesamt (also mir einschließlich) 5 Leuten. So wie früher in Bayern als wir durch die Gegend getingelt sind. Herrlich, das war ein echt cooler Abend!
Aber jetzt mal weiter im Text.
Portrayal Of Guilt waren verdammt ungewohnt aber doch sehr sehr geil. Oder ziemlich geil oder wie auch immer ich das sagen soll. Krächzgesang a lá Norwegen in den frühen 90ern plus Gitarrenriffs die mich eher an Deftones oder so erinnert haben. Kein Song hat den anderen geglichen. Es war stets abwechslungsreich und ziemlich chaotisch. Aber gut.
Deafheaven habe ich mir nie richtig angehört. Wusste dass sie so eine Art Ultra Novum sind, weil sie im Grund Genregrenzen sprengen und Black Metal ohne das ganze Brimborium drumherum machen. Tatsächlich würde ich die Band auch dort einordnen. Und zwar mit dem pinken Albumcover und dem ganzen nich trven Auftreten. Grandiose Melodien, professionelles Auftreten. Dieser Typ am Gesang sieht zwar aus als würde er einen mit bloßen Blick töten können aber das ist okay so. Irgendein Black Metal Element muss es ja geben. Ich fands für mein erstes Mal doch ziemlich ziemlich geil.
Touché Amoré habe ich meines Erachtens schon zwei Mal gesehen. Einmal in Köln mit Converge und dann ein paar Jahre später auf diesem Festival in Essen. Dieses Mal wars auch ganz cool aber vor allem deswegen weil wir unkaputtbare Seifenblasen hatten die bis zur Bühne vorgedrungen sind, sodass der Sänger von TA das angemerkt hat mit "I swear I'm not hallucinating those are bubbles!". Ansonsten war der Auftritt doch ziemlich langwierig. Aber macht nichts, dafür höre ich jetzt irgendwie mal wieder Comadre und wünsche mir dass sie endlich endgültig wieder kommen.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Apropos Comadre. Hier ist Comadres selbstbetiteltes Album:
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 15
42. "Cowboys from Hell" von Pantera aus "Cowboys From Hell" (1990)
Einer der besten Songs auf Guitar Hero! :D
10/10 Pfandflaschen
41. "For Whom The Bell Tolls" von Metallica aus "Ride The Lightning" (1984)
Eigentlich brauche ich dazu nichts zu sagen. Also lest das Review zum Album.
10/10 Pfandflaschen
40. "Children Of The Grave" von Black Sabbath aus "Master Of Reality" (1971)
9/10 Pfandflaschen ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Paradise Lost Discography:Icon (1993)
Ein wirklich bahnbrechendes Album für Paradise Lost. Es ist das erste welches auch gesanglich komplett von jeglicher Spur von Death Metal befreit ist. Nick Holmes singt nämlich durchgehend melodisch und hört sich dabei an wie ein James Hetfield ("Black Album"-Ära). Das war scheinbar nicht beabsichtigt, aber irgendwie musste Holmes von Growl-Gesang wegkommen, da dieser zum restlichen Sound einfach nicht gepasst hätte. Dadurch wirkt das Album insgesamt zugänglicher für ein größeres Publikum. Das erste Lied "Embers Fire" wurde sogar vom japanischen Konzern Clarion in einem Werbespot verwendet. Ob man es schon als Gothic Metal oder als Doom Metal bezeichnet, das ist mir ehrlich gesagt herzlich egal. Ich mag den Einsatz von Streichern bei "Embers Fire", Denise Bernards Gesang bei "Christendom". Ich mag dieses Gefühl dass ich beim Hören des Albums kriege. Als würde ich in einer alten Kirche stehen, ganz alleine. Und irgendwelche mysteriösen Mysteriösitäten würden um mich geschehen. Es ist ein sehr eingängiges, melodisches und wahrhaft ikonisches Album. Großartig.
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dying Freedom, Colossal Rains, Christendom, Weeping Words
Queen Discography:Sheer Heart Attack (1974)
Wow, das ist bis jetzt das ungewöhnlichste Queen Album. Es zeigt sehr sehr sehr deutlich dass diese Band einen verdammt großen Hang zum experimentieren hatte. "Brighton Rock", das erste Lied hierauf bringt ein verfickt langes Gitarrensolo von Brian May. Das Lied ist also vollkommen ungeeignet für Karaoke-Parties da man höchstwahrscheinlich nur dämlich daneben stehen würde. Man schafft es wieder, dass Songs ineinander gehen. Beispielsweise fängt "Flick of the Wrist" genau zum Ende von "Tenement Funster" an. Und geht dann in "Lilly of the Valley" über... Für all die Leute
die schon immer der Meinung waren dass Queen von Anfang an eine reine Pop-Gruppe war: "Stone Cold Crazy" ist quasi Speed Metal bevor es den Begriff überhaupt gab. Metallica haben es auf ihrem Coveralbum "Garage Inc." gecovert. Neben Balladen, puren Hard Rock und sonstigen Queen'schen Markenzeichen gibt es hier ein.... Barbershop Song. "Bring Back That Leeroy Brown" könnte aus einem 50er Jahre Film stammen. Es ist höllisch abwechslungsreich und bis dato das beste Album der Band... Bis der Nachfolger kam. Und das ist natürlich "A Night At The Opera".
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Killer Queen, Stone Cold Crazy", Bring Back That Leeroy Brown, Now I'm Here
Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe von "So isses, Musik!" Diese ist diesmal ziemlich basic gehalten. Das heißt: die üblichen Reviews plus ein weiterer Teil von "100 Greatest Metal Songs by MJ7".
Langsam verstehe ich warum diese Band so viele Fans/Anhänger hat. Das ist weder besonders stumpf noch allzu progressiv. Einfach nur guter alter Death Metal mit gar nicht mal so debilen Texten. I like it, honestly.
8,5/10 Pfandflaschen 61. "The Four Horsemen" aus "Kill'Em All" (1983) von Metallica
Dazu brauche ich glaube ich nichts zu sagen. Falls ihr euch für das Review zu "Kill'Em All" interessiert, so klickt hier.
8/10 Pfandflaschen 60. "Rainbow In The Dark" aus "Holy Diver" (1983) von Dio
Ich muss zugeben, mich nervt das Gedudel am Anfang unglaublich. Aber dann wirds richtig gut.. Halt doch, da komm es wieder. Das ist das einzige was mich wirklich stört. Aber ansonsten: Was für eine Stimme. Gottverdammte Scheiße.
8/10 Pfandflaschen 59. "Balls To The Wall" aus "Balls To The Wall" (1983) von Accept
Seufz. Mir ist meistens ziemlich scheißegal was für ein Ansehen irgendeine Band genießt. Wenn ich es scheiße finde, dann finde ich es scheiße. Das hier kenn ich aus russischen Rock Radio. Da waren sie alle begeistert davon. Der Refrain ist geil und irgendwie witzig. Der Rest erinnert mich an Schulbuch-Englisch. Finde es so hart peinlich. Kann dem nichts abgewinnen.
4/10 Pfandflaschen Brody Dalle Discography:Spinnerette - dto. (2009)
Das kam ziemlich überraschend. Ich mein, ich weiß dass Brody nach Distillers vollkommen andere Musik gemacht hat. Allerdings hab ich das nicht wirklich erwartet. Spinnerette bestand (oder besteht?) aus Dale, Tony Bevilacqua (ex-The Distillers), Jack Irons (ex-Red Hot Chili Peppers) und Alain Johannes (u.a. Queens Of The Stone Age). Aber eigentlich war es ein Solo Projekt von ihr, da
sie meinte, dass das Line-Up sich immer wieder ändern wird - bezogen auf die Tourmusiker. Im Studio sollten es schon dieselben bleiben. Diesmal muss ich zugeben, dass irgendwo ein Einfluss von Queens Of The Stone Age zu hören ist. Damals, zu Distillers-Zeiten hat man der Band vorgeworfen, sie würde wie Rancid klingen, was nun auch daran lag dass Dale mit Tim Armstrong verheiratet war. Seit 2005 ist sie mit Josh Homme von QUOTSA verheiratet und irgendwie klingen Spinnerette verdächtig danach. Was bestimmt Anlass zu Häme bereitet hat. Aber ich finde das liegt daran, dass Musiker aus dem Umkreis dieser Band hier mitwirken und selbst wenn der Ehemann bzw. seine Musik das hier beeinflusst haben: Fuck it. Es klingt so großartig. So fresh, bassgetrieben und groovy. Mein Lieblingssong hierauf ist übrigens "Baptized by Fire" weil er so nach 80s klingt und gleichzeitig nach Anfang-der-90er-Riot-Grrrl. Ersteres wegen der Melodien und zweiteres wegen Brodys Stimme. Das lässt mich so verdammt melancholisch werden.
Anspieltipps: Baptized By Fire, Ghetto Love, A Spectral Suspension, Distorting A Code
9/10 Pfandflaschen
Danzig Discography: Circle Of Snakes (2004)
Here we go again. Danzig vergisst diesen ganzen Nu Metal/Industrial-Kram und streicht das komplett von seiner Liste. Diesmal gehts zurück zu den Wurzeln. Die Band klingt beinahe wieder so wie zu "How The Gods Kill"-Zeiten. Doomig, bluesig, heavy. Die Songtexte handeln von unter anderem
einen Wald voll mit Gesichtern ("Skull Forest") oder...haltet euch fest... tattoowierter Menschenhaut die nach dem Tode erhalten wurde ("Skincarver"). Die Instrumente sind lauter gemischt als Glenn Danzigs Gesang. Finde aber, dass das nicht hätte sein müssen. Also, nicht unbedingt. Schließlich kann ers hier auch ziemlich gut, wen auch wesentlich leiser als zu Anfangszeiten der Band. Hierauf ist übrigens Tommy Victor von Prong an der Gitarre zu hören. Finde das Endprodukt ziemlich groovy. Ein Beweis dafür, dass man eine Band nach 1-2 eher miesen Alben nicht komplett abschreiben sollte.
Anspieltipps: 1000 Devils Reign, White Angel Dark Angel, Skincrawler, Skull Forest
8/10 Pfandflaschen
Mayhem Discography:Wolf's Lair Abyss EP (1997)
Erstes Lebenszeichen von Mayhem nach "Dom Mysteriis Dom Sathanas". Das Line-Up sieht wie
folgt aus: Maniac (voc), Blasphemer (git), Necrobutcher (b), Hellhammer (dr). Reinster Wahnsinn. Eine Ausgeburt der Hölle. Man versucht sich nicht zu kopieren, sondern verbindet das was man bereits konnte mit neueren Elementen. Die allerdings in ähnlicher Form schon zu hören waren. Auf dem Intro sind beispielsweise Fanfaren und Synthesizer zu hören, was mich leicht an das Intro zu "Deathcrush" erinnert. Maniac borgt sich seinen Stil scheinbar bei tibetanischen Mönchen oder bei mongolischen Kehlensängern? Ich weiß es nicht. Jedenfalls preist man hier den Untergang der Menschheit die von außerirdischen Dämonen besiegt wurde als auch den Fall des Christentums an. Meine Fresse, das ballert halt ordentlich. Volle Pulle Doublebass und so. Das ist richtig gut. Verstehe nicht, was es dabei zu verreißen gibt. Die EP gilt als der erste Teil des Albums "Grand Declaration of War", welches alle also wirklich alle gespalten hat. Großartig. Wirklich.
Anspieltipps: Fall of Seraphs, Symbols of Bloodswords, I am Thy Labyrinth
8/10 Pfandflaschen
[Nine Inch Nails] Discography:Pretty Hate Machine (1989)
Im Oktober wird dieses Album übrigens 30 Jahre alt. Aber erstmal das obligatorische: Hurray, eine neue Discography! "Pretty Hate Machine" ist das erste Album von NIN. Kopf der Band war schon immer Reznor. Live wurde er allerdings von verschiedenen Musikern unterstützt.
Das Album ist unglaublich düster gehalten. Es geht größtenteils um Dinge wie Depression und Verlust. Gleichzeitig klingt es nach 80er Jahren: New Wave, David Bowie, Kraftwerk. Daher auch
ziemlich positiv und tanzbar. Im Gegensatz zu späteren Werken von NIN die wesentlich aggressiver und "schwerer" waren. Ich habe dafür den Begriff "Dancable Depression" parat. Die Texte sind sehr direkt. Meiner Meinung nach treffen es "Something I Would Never Have" als auch "Sin" am härtesten. Am bekanntesten ist aber höchtwahrscheinlich der Opener "Head Like A Hole". Was mir wirklich positiv aufgefallen ist, dass die meisten Songs beinahe nahtlos ineinander übergehen. Fast so als wäre das Album ein großes Ganzes. Beispielsweise fängt "Terrible Lie" direkt nach "Head Like A Hole" an und "Sin" direkt nach "Kinda I Want To".
"Sin" ist übrigens definitiv mein Lieblingslied auf dem Album. Wenn nicht sogar mein Lieblingssong von Nine Inch Nails. Holy shit. Das ganze Album verfügt über einen Druck. Eine Art Antrieb. Es stoppt einfach nicht, nicht mal bei den langsameren Stücken. Deliziös.
9,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Only Time, Sin, Head Like A Hole, Terrible Lie
100 Greatest Metal Songs by MJ, Teil 5
82. "The Exorcist" von Possessed aus "Seven Churches" (1985)
Großartiges Intro. Und dann plötzlich brachialer Death. Nicht enden wollender Song. Riffs über Riffs. Zum Glück wenig Gesang, denn der ist nicht so der Hammer. :D
8/10 Pfandflaschen
81. "Guardian" von Fates Warning aus "Awaken The Guardian" (1986)
Eigentlich mag ich sowas nicht wirklich. Aber das hat so viel Hoden und Gefrickel, dass es fast schon wieder gut ist. Bis dieser Gesang einsetzt, der mich beinahe davon laufen lässt. Nein.
5/10 Pfandflaschen
80. "Screaming For Vengeance" von Judas Priest aus "Screaming For Vengeance" (1982)
Ja.
8,5/10 Pfandlfaschen
79. "Killers" von Iron Maiden aus "Killers" (1981)
Ja.
8/10 Pfandflaschen
--------------------------------------------------------------------------------------- AFI - Discography: Shut Your Mouth And Open Your Eyes (1997)
Das dritte Album von AFI wurde erst vor paar Wochen stolze 21 Jahre alt. Es ist von den ersten drei Alben definitiv das beste. Während "Answer That And Stay Fashionable" und "Very Proud of Ya" noch gleich (gut) klangen ist "Shut Your Mouth And Open Your Eyes" irgendwie ein Tritt in die Tür.
Vielleicht liegt es daran, dass es das erste Album ist welches mit dem momentanen Line-Up der Band eingespielt wurde. Hunter Burgan kam hier als Bassist dazu, Jade Pudget war noch kein Vollzeitgitarrist aber schon zu hören.
Mit "Tritt in die Tür" meine ich, dass die Band anfängt leicht so zu klingen wie sie später klingen wird. Melodischer Hardcore Punk, der jedoch trotzdem angepisst rüber kommt. Dazu jede Menge singalong-Refrains. Davey Havoc macht hier immer den Eindruck, er würde tatsächlich singen wollen. Beispielsweise in "A Single Second". Dazu kommen noch die backing Vocals von Nick 13 (Tiger Army) die dem ganzen ein wenig mehr Emo-Charakter geben. Schön zu sehen, wie sie immer besser werden.
7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Today's Lesson, Three Reasons, Triple Zero, A Single Second, pH low
Against Me! - Discography: Searching For A Former Clarity (2005)
Falls ihr euch für das Review zum Vorgänger interessiert, so klickt hier.
Ich hätte nicht gedacht, dass es noch besser werden könnte. "Searching For A Former Clarity" folgt zwar ähnlichen Muster wie die beiden Alben davor, nämlich Folk + Punk die eine große Party in jemandes Bauch feiern. Allerdings schafft man es hier immer öfter beide Genres passend in einem Song zu verknüpfen. Gleichzeitig verlässt man den Terrain des parolenhaften Polit-Punk und bleibt zwar politisch gestaltet aber die Songtexte wesentlich persönlicher. Beispielsweise rechnet man in
"Holy Shit!" mit der eigenen Szene ab.Der Titeltrack handelt vom Ableben eines Menschen der im Stich gelassen wurde. Zumindest interpretiere ich das so.
Anyways: Mit jedem Album schaffen Against Me! immer persönlicher und ausdrucksstärker zu werden. Das begrüße ich :3
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Pretty Girls (The Mover), Joy, Holy Shit!, Even At Our Worst We're Still Better Than Most (The Roller), Searching for A Former Clarity
Darkthrone - Discography: Hate Them (2003)
Mittlerweile zehntes Studio-Album von Darkthrone. Hm. Angeblich in 26 Stunden aufgenommen worden. Klingt auch so, als wäre es auf die Schnelle hingerotzt worden. Also, technisch gesehen
lassen Fenriz und Nocturno Culto überhaupt nicht nach. Es ist auch bewundernswert, dass sie es zu dem Zeitpunkt immer noch durchgezogen haben. Allerdings ist es, ebenfalls wie bei "Plaguewielder" der Fall, dass das Produkt zwar gut ist, aber trotzdem nicht viel neues bietet. Es mag sein, dass es damals zwei Jahre nach dem Vorgänger noch anders erschien. Aber ich höre die Sachen grade jede Woche. Und ich schlafe jedes Mal etwas mehr ein. Das ist schade.
5,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Rust, Fucked Up And Ready To Die
OH MEIN GOTT.
Ich hätte nicht gedacht, dass es passieren wird. Aber das ist wohl das beste Metallica-Album seit Jahren. Wirklich.
Meiner Meinung nach deswegen gut: Ein grandioser Überblick über die ersten sechs Metallica-Alben. Sprich eine Mischung aus den "alten" Metallica (von "Kill'Em All" bis "...And Justice For All) und den "Mainstream"-Metallica ("The Black Album", "Load" und "Reload"). "Atlas, Rise!" erinnert mich btw vom Aufbau her an "Blackened". So ein bisschen. Anyways: Man hat hier
thrashige Elemente von früher als auch melodischere Stücke, die allerdings nur ein klein wenig an die "Load/Reload"-Ära erinnern. Von "St. Anger" ist logischerweise nichts zu hören.
Im Prinzip also ein Remastered/Best-Of-Album der verdammt guten Sorte. Das allerdings eigentlich gar keins ist. Es geht zudem verdammt gut ins Ohr und wird hier noch sehr oft gespielt werden. Hut ab!
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Hardwired...To Self Destruct!, Moth to Flame, Spit Out The Bone
100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 4 86. "Elimination" von Overkill aus "The Years of Decay" (1989)
Sound ist okay. Gesang finde ich grauenhaft. Hört sich irgendwie an wie "Master of Puppets". Außerdem kann ich dank eines YouTube-Kommentars das "A Lemon Nation" nicht weghören. Das ist grauenhaft :D
3/10 Pfandflaschen 85. "Wasted Years" von Iron Maiden aus "Somewhere In Time" (1986)
FUCK YES. Von der ersten Sekunde bis zur letzten.
8,5/10 Pfandflaschen 84. "Crystal Mountain" von Death aus "Symbolic" (1995)
Hmmmm....Nicht zu stumpf, nicht zu technisch, nicht zu melodisch. Gute Mischung aus allem.
8,5/10 Pfandflaschen 83. "Kill The King" von Rainbow aus "Long Live Rock 'n' Roll (1978)
Deliziös.
10/10 Pfandflaschen
------------------------------------------------------------- AFI Discography:Very Proud of Ya (1996)
Ich möchte nicht klingen als ob ich enttäuscht bin. Allerdings bietet das zweite Album noch nicht viel
neues. Es wurden sogar die Songs "Two Of A Kind" und "Yürf Rendenmein" vom Erstling "Answer That And Stay Fashionable" neuaufgenommen.
Es ist ziemlich leichte Kost. Junger, schriller Hardcore Punk. Nothing Else.
Anspieltipps: He Who Laughs Last, Shatty Fatmas
7,5/10 Pfandflaschen
Against Me! Discography:Against Me! Is Reinventing Axl Rose (2002)
Uuuund hier kommt eine neue Discography! Erstes Album der großartigen Against Me! aus Gainesville, Florida. Ich durfte sie vor zwei Jahren das erste Mal live in Köln betrachten und war sowas von überwältigt.
Überwältigend finde ich auch das hier. Alleine die Songtitel sind voller Wehmut aber gleichzeitig voller Kraft. "We Laugh At Danger And Break All The Rules", "Pints of Guiness Make You Strong" oder "Scream It Until Youre Coughing Up Blood". Zu hören sind Sing-Along-Refrains und ein Gemisch aus Punk und Folk-Elementen. Eine Art exzessive Lagerfeuer Musik, die einen noch Kraft und Mut für schwere Zeit gibt. Wirklich wunderschön. Falls ihr Lust habt zu erfahren, wie das nächste Album klingt, so klickt hier.
Anspieltipps: Pints of Guiness Make You Strong, Baby, I'm An Anarchist!
8,5/10 Pfandflaschen
Darkthrone Discography:Plaguewielder (2001)
Vielleicht habe ich einen schlechten Moment erwischt, denn ich war zuerst etwas enttäuscht von diesem Album. Beim zweiten und dritten Hören fiel mir allerdings auf: Ach, verdammt ist es gut.
Es ist halt ein gewöhnliches Darkthrone-Album. Keine wirkliche Innovation in irgendeine Richtung. Dafür ein großartig, leidvolles Intro. Ansonsten gibt es diabolischen Gesang von Nocturno Culto und einen Gitarrensound der sich anhört als würde alles menschenverursachte Leid sich auf einem Fleck versammeln. Dazu kommen noch die paar Interludes, die für ein Überraschungseffekt sorgen. Ansonsten aber: Typical Darkthrone. Nicht besonders innovativ jedoch trotzdem verdammt gut.
"Lulu" ist ein Kollaborationsalbum zwischen Metallica und Lou Reed. Letzterer ist u.a. bekannt durch seine Arbeit bei Velvet Underground, Songs wie "White Light, White Heat" als auch das Album "Metal Machine Music", welches ausschließlich Lärm präsentierte. "Erdgeist" und "Die Büchse der Pandora" von Frank Wedekind waren die literarische Vorlage für dieses Album. Was uns hier im Grunde genommen präsentiert wird ist: Metallica die für musikalische Untermalung sorgen, begleitet von Cello und Violine. James Hetfields Stimme im Hintergrund. Lou Reeds Sprechgesang im Vordergrund. Es ist mehr, weitaus mehr als ungewohnt. Technisch gesehen ist das Album aber definitiv nicht schlecht. Die Riffs sind verdammt gut und würden zu einem "eigenständigem" Metallica-Album definitiv passen. Ab und zu wird es sehr avantgardistisch. Speziell dann gefällts mir wirklich gut. Was definitiv stört sind die Gesangspassagen von Lou Reed. Es hört sich an als würde ein älterer, verwirrter Mann völligen Unsinn von sich geben. Naja gut,im Grunde genommen ist es das. Jedenfalls, finde ich, steckte hier definitiv Potential. Sehr schade, dass das verbockt wurde.