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Donnerstag, 31. März 2022

Geschichten, die keiner mag#52: Идите на хуй.

Hallo, ihr alle.

Ich habe schon lange nicht an dieser Rubrik gearbeitet. Genauer gesagt ein Jahr oder zwei. Naja, das ist nicht genau gesagt. Jedenfalls ist der letzte Beitrag, meine ich, ein Jahr her. Da gings um Pandemie und solche Sachen. Ich fühle mich momentan so, dass ich zur aktuellen Lage irgendwas sagen muss. Oder sollte. 

Seitdem Wladimir Putin, der seit (fast ununterbrochen) 22 Jahren amtierende Präsident Russlands, einen Großangriff auf das Nachbarland Ukraine gestartet hat ist die Welt, oder zumindest die westliche Welt nicht mehr dieselbe wie sie war. Ein Despot, der seine Bevölkerung erfolgreich auf allen Kanälen zombifiziert hat und sie zu braven gehorsamen Schäfchen erzogen hat, ist ein anderes Land eingedrungen. Was danach und währenddessen passiert, ist das alle sich alles sehr einfach machen.

Putin und seine Speichellecker Anhänger behaupten stets dies wäre eine "militärische Operation" die nötig ist, weil Ukraine von Nazis in der Regierung besetzt wird, die die friedliche Bevölkerung terrorisieren. Diese muss von ihnen befreit werden und wird die russischen "Befreier"-Soldaten mit offenen Armen empfangen. Putin selbst weiß, dass es nicht der Fall sein wird - hat aber seine Befehlshaber das so an die einfachsten aller Soldaten (Wehrpflichtige und Vertragssoldaten) weitergeben lassen, sodass sie unter falschen Vorbehalt eingedrungen sind. Ich rede nicht von Kampfflieger-Piloten die ganz genau wissen was sie tun, während sie friedliche Städte bombardieren. Sondern von einfachen Jungs, die knapp 10-12 Jahre jünger sind als ich. Bis zum Zeitpunkt ihrer Kriegsgefangenschaft wissen sie wirklich nicht was sie tun. Sie denken sie fahren zu irgendeinem Manöver oder Übungen und landen dann in der Ukraine, werden von allen Seiten beschossen. Sterben. Verlieren Körperteile. Es ist wohl doch nicht so einfach wie gedacht.

Der ganze Einmarsch sollte wie ein Blitzkrieg ablaufen und allerhöchstens zwei Wochen brauchen. Was am Ende kam waren zerstörte russische Militär-Kolonnen, abgefackelte Panzer, in den Panzer lebendig verbrannte russische Soldaten und eine ukrainische Bevölkerung die sie anstelle mit Brot und Salz und offenen Armen mit Molotov Cocktails und umgestalteten Ortsschildern begrüßt auf welchen "Verpisst euch!" steht. Es ist wohl doch nicht so einfach wie gedacht.

Währenddessen wird Russland mit Sanktionien aus aller Welt überhäuft. Massenhaft Unternehmen verlassen das Land. Leute verlieren ihre Jobs und verlassen ihre Heimat. Haufenweise kluge Köpfe, IT-Unternehmer, Programmierer hauen einfach ab. Jeder der nur ein Bisschen Menschenwürde behalten will, verpisst sich von dort. In der Öffentlichkeit heißt es, dass "die Sanktionen nur dem Westen schaden werden und Russland stärker hervorgehen wird". Es ist wohl doch nicht so einfach wie gedacht.

Es existieren natürlich noch Oppositionelle Politiker und Aktivisten in Russland, die auf die Straße geganen sind. Und natürlich auch einfache Bürger. Allerdings hat die Regierung jeglichen Protest verunmöglicht. Es ist verboten das Wort "Krieg" im Zusammenhang mit dem Krieg in den Mund zu nehmen. Sonst drohen einem bis zu 15 Jahre Haft. Es ist verboten "Fake News" zu verbreiten, die waschechte Aufnahmen sind. Sonst drohen einem bis zu 15 Jahre Haft. Die westliche Öffentlichkeit weiß, dass nicht jeder Russe diesen Krieg unterstützt und appelliert an die Bevölkerung aufzustehen und sich gegen das Regime zu stellen. Nur ist es einfacher in den USA sich auf die Straße zu stellen und zu brüllen dass Joe Biden nach pipi und kaka stinkt als in Russland mit einem LEEREN BLATT PAPIER auf der Straße zu stehen. Für letzteres wird man ebenfalls verhaftet. Genauso wie für das Halten eines Blattes auf dem "ZWEI WORTE" (synonym für "Net Wojne"(Nein zum Krieg)) steht. Es ist.... ihr wisst schon.

Ich habe vor knapp einen Monat ein Instagram-Video veröffentlicht indem ich ebenfalls ein Appell an die Russen gemacht hab. Nicht nur ich, sondern auch andere haben russische Mütter aufgerufen die "Wojenkomaty" (also die Militärstellen) zu blockieren oder von ihnen zu verlangen zu erfahren wo ihre Söhne sind. Es haben sich Soldaten in Russland auch mittlerweile geweigert in den Krieg zu ziehen. Es ist nicht so einfach wie gedacht, aber die Möglichkeiten gibt es. Es ist besser wegen Kriegsdienstverweigerung oder Deserteurtum bestraft zu werden als als Bodendünger in der Ukraine zu enden. 

Meine Situation und die vieler junger Russen ist momentan nicht ganz so einfach. Natürlich nicht zu vergleichen mit dem Leid ukrainischer Frauen und Kinder in Mariupol die in einem Krankenhaus mit Brocken zugeschüttet wurden, weil das russische Militär es für eine Militärbasis hält (als ob). Und auch nicht mit den anderen, die dort grade ohne Essen und Wasser und Heizung aushalten müssen weil das russische Militär jegliche Evakuierung blockiert. Genauso wie Leningrad damals übrigens. Es ist nicht zu vergleichen. Was ich sagen will: Dieser Krieg zerreißt Familien. Physisch (also wortwörtlich) und psychisch. Viele junge Leute sehen sich einer Armada an zombifizierten Eltern/Großeltern gegenübergestellt, die ewig und für 1000 Tage immer das gleiche labern. Der Westen ist schuld. Die USA ist schuld. Die NATO ist schuld. In der Ukraine sind Nazis und es gibt dort normale Ukraine, die gleichzeitig auch Russen sind weil Ukraine gehörte schon immer zu Russland und diese Leute wollen zu uns zurück und sie möchten von diesen Nazis befreit werden und die Nazis schießen auf sie und zerstören ihre Häuser und sagen dass es Russen waren. Man schämt sich für seine Eltern, für seine Großteltern und irgendwo auch für seine Herkunft. Es ist furchtbar. Manche haben schon längst den Kontakt abgebrochen, manche halten ihn auf ein Minimum. 

Ich fühle mich durch diesen Krieg, durch Wladimir Putin, persönlich angegriffen. Doch nicht nur er ist daran schuld, sondern ein enormer Teil der russischen Öffentlichkeit die Kriegspropaganda verbreitet hat. Hetze betrieben hat. Und auch die einfachen Russen, die diese wiedergekäut haben. Auch die sind schuld. Nein, es bringt nichts in Deutschland irgendwelche russischen Läden zu zerstören oder jemanden anzublöken bloß weil er Russisch spricht. Das ist quatsch und fremdenfeindlich obendrauf. Das sollte klar sein. Ich fühle mich angegriffen, weil mir meine zweite Heimat weggenommen wurde. Ich kann nie wieder nach Russland fliegen. Ich kann nicht mehr meinen Opa besuchen. Nicht nur weil die Umstände dort so krass sind, dass einen die Cops auf der Straße filzen können um zu sehen was auf deinem Handy so ist. Sondern weil er auch ein reiner Propaganda-Zombie geworden ist und nur noch Scheiße aus seinem Mund fließt. Dieses Land, in welchem ich einen großen Teil meiner Kindheit verbracht habe existiert nun einfach nicht mehr. Man hat es mir weggenommen.

Mein Herz und mein Verstand ist beim ukrainischen Volk.

Слава Україні!

Sonntag, 29. März 2020

Geschichten die keiner mag#51: Zur Krise

Well, okay.... Ihr wisst vielleicht noch, dass ich diese Rubrik vor Jahren eingestellt habe, weil ich das Gefühl hatte zum damaligen Zeitpunkt alles Mögliche gesagt gehabt zu haben. Außerdem fühlte ich mich was "meine Meinung in die Welt rausposaunen" betrifft ziemlich ausgelaugt. Nun, wir leben mittlerweile in sehr komischen Zeiten. Manch einer könnte sagen, dass wir in einer South Park Folge leben. Ich fühle mich als müsste ich irgendwas sagen, zu dem was grade geschieht. Vor allem, weil es mich grade, so wie euch alle, betrifft. Und zwar mehr denn je. Es ist quasi unumgänglich dass ich irgendwas zur Corona-Krise sage.

Verzeiht bitte, wenn ich nicht gleich zum Punkt komme, denn ich bin etwas aus der Übung. Das große Thema hierbei ist so würde ich sagen das "Ernstnehmen" von irgendwas. Als auch meine Lage in dem Ganzen. Denn, natürlich muss euch das alles nicht interessieren, aber das hier ist mein Blog und wenn ich möchte dann sage ich etwas dazu.

Man erinnere sich an Anfang dieses Jahres. Der Coronavirus ist in der chinesischen Region Wuhan ausgebrochen. Schuld daran ist eventuell jemand der eine Fledermaus oder ein Gürteltier gegessen hat. Das ist nicht unwahrscheinlich, in der Vergangenheit gingen so einige Krankheiten auf den Verzehr von Wildtieren zurück. Das war für mich jetzt auch nichts neues. Schließlich hat Asien in der Vergangenheit so einige Pandemien durchgemacht. Ich habe mir, zugegeben, nicht großartig viel Gedanken darüber gemacht. Allerdings war die Tatsache dass die Seuche irgendwann mehr als 100 Todesopfer hervorgebracht hat mir schon ziemlich unangenehm. Trotzdem, so ist der Mensch halt, war das Thema ziemlich weit weg und somit nur beiläufig interessant. Allein der Gedanke, jemand würde eine Fledermaussuppe essen und dadurch zur Ausbreitung einer Seuche beitragen erscheint vollkommen absurd.

Witzig waren auch die ersten Memes darüber. Mein Favorit war dieses hier:


Es ist nämlich ein besonderes Merkmal unserer Generation. Meisterhaft Dinge nicht ernst nehmen und sich ordentlich dadrüber lustig machen. Das ist im Grunde genommen nicht schlimm. Vor mehr als hundert Jahren, als Franz Ferdinand erschossen wurde, startete daraufhin der erste Weltkrieg. Vor ein paar Jahren als dieser russische Botschafter in der Türkei erschossen wurde gab es einen Haufen Memes. Und keinen dritten Weltkrieg. Und auch als alle Welt den dritten Weltkrieg befürchtet hat, gab es allerlei Memes dazu. Bis dann die Corvid19-Pandemie ausgebrochen ist und alles hinweggefegt hat.

Und da kommen wir zu einem kritischen Punkt an dem man sich fragt: Ist die Lage jetzt so ernst, sodass ich nicht mal einen Witz darüber machen kann? Das ist Quatsch. Humor ist schon immer die Waffe der Menschen gewesen um in einer misslichen Lage zurecht zu kommen. Kritisch wird es jedoch, wenn man sich selbst so verdammt unsicher ist und darum meint lauthals über alles lachen zu müssen. Noch schlimmer wird es, wenn man den Ernst der Lage nicht erkennt oder auch noch meint diesen Notstand zu seiner eigenen Spielwiese zu machen. Menschen mit Desinfektionsmittel zu besprühen, ihnen gefährlich näher zu kommen und Husten vortäuschen. Für diejenigen unter uns die mit einer Panik/Angststörung leben ist das hier nämlich die reinste Hölle. Man weiß nie, was derjenige den man auf der Straße trifft, in seinem Inneren grade durchlebt. Darum ist man, wenn man das oben beschriebene tut halt auch ein absoluter Hurensohn.

Ich sehe mich gezwungen das Ganze mithilfe eines Mittelwegs zu leben. Natürlich mache ich mich über Corona-Memes lustig. Natürlich lache ich über diese ganzen Hamsterkauf-Witze. Allerdings müssen die Memes eine gewisse Qualität haben. Allerdings wasche ich mir trotzdem, jedes Mal wenn ich heimkomme, 20 Sekunden lang die Hände. Ich berühre nichts in der Öffentlichkeit wenn es nicht sein muss. Bei der Arbeit trage ich Schutzhandschuhe und versuche den bestmöglichen Abstand zu meinen Kollegen und zu den Kunden zu halten.

Meine momentane Situation auf der Arbeit hat sich innerhalb von kürzester Zeit verschlimmbessert. Ich befinde mich grade im dritten und somit letzten Lehrjahr zum Kaufmann im Einzelhandel. Neuerdings habe ich erfahren, dass ich nicht übernommen werden kann. Daraufhin explodierte die Corona-Krise, die Hamsterkäufe häuften sich immer mehr, Kollegen wurden nach und nach krank, die Kunden drehten immer mehr durch. Mein Höhepunkt war als ich um 7:15 keinen 100€-Schein wechseln konnte und man mich im laufe der Situation gefährlich nahe kam und angebrüllt hat. Kurze Zeit später kamen die Sicherheitsvorkehrungen auf der Arbeit und die Beschränkungen von Einkäufen. Man darf momentan nur noch eine bestimmte Menge an Mehl, Milch, Nudeln und Klopapier kaufen. Außerdem wurde die Anzahl der Einkaufswägen begrenzt - dazu muss jeder Kunde sich einen holen damit gewährleistet wird dass nicht zu viele Kunden gleichzeitig sich im Laden aufhalten. Das ist ne verdammt gute Idee. Allerdings wird es schnell sehr mühselig, jedem zweiten Kunden erklären zu müssen wieso er sich einen Einkaufswagen nehmen soll. Er braucht doch nur zwei Teile. Richig schlimm wird es, wenn Kunden nicht einsehen, dass es keinen Sinn macht zu viert reinzugehen wenn nur einer von vieren sich zwei Energydrinks holen will. Selbst dann wenn drei von vier Kunden mit leeren Einkaufswagen durch die Gegend fahren.

Ich weiß nicht so recht wie ich den Beitrag abschließen kann. Darum kurz die Top-Liste der Leute die ich während der Corona-Krise hassen gelernt habe.

"Boah alter ich glaub nicht an Corona, das ist eine Verschwörung um uns überwachen zu können"

"Das ist alles halb so schlimm, die Leute scheißen sich ein wegen einer Erkältung!"

"Die Menschheit ist ein Virus und momentan sehen wir, wie sich die Erde von uns als Virus erholt. Es mag sein, dass viele jetzt zu hause bleiben müssen. Aber vielleicht können wir uns jetzt alle kreativ entfalten und unser neues Ich entdecken!"

"Ich nutze hiermit diese globale Pandemie um meine politische Agenda zu verbreiten. Am liebsten gegen irgendwelche Minderheiten."

"Wir könnten zwar die Kräfte die im Alltag ihr bestes geben, entsprechend besser belohnen mit besseren Löhnen oder technischer Unterstützung, aber stattdessen kriegen sie einfach mal ein Applaus und ne Prämie oder so."



Dienstag, 25. August 2015

Geschichten, die keiner mag#50: Nope. Nope. Nope. Nope. Nope. Nope. Nope.

Also, ich muss euch diesmal leider mehr als enttäuschen. Ich habe keinen besonders schönen Eintrag für euch. Mir gehts gut, keine Sorge. So ziemlich. Allerdings gingen mir in letzter Zeit verdammt viele Dinge auf den Sack. Und da ich keine Lust habe, jeden Monat über dieselben Dinge zu schreiben und mir sonst alle Themen ausgegangen sind (ja ich habe in dieser Rubrik tasächlich über alles mögliche geredet), wird das hier die letzte Ausgabe der Geschichten die keiner mag sein.

Ich hatte letztens einen richtig ekligen Kreislaufkollaps auf der Arbeit. Ja, ich weiß es könnte weitaus schlimmer sein, und viele andere Menschen haben auch nen viel beschisseneren Job als ich. Ja, dieser Job ist Scheiße und trotzdem gehe ich irgendwie auch gerne zur Arbeit. Wegen den meisten meiner Kollegen, nicht wegen der Kunden. Und irgendwie mache ich ihn auch gerne, und erledige gerne Dinge. Allerdings merkte ich letztens dass ich trotzdem viel zu viel arbeite, mich viel zu viel reinstresse, viel zu wenig trinke und viel zu wenig esse. Das ist im übrigen auch eines der Gründe warum ich mit dieser Rubrik aufhöre. Durch viel zu viel Stress und Angelegenheiten und anderen Sachen werden manche der Beiträge hier etwas ausgedünnt und lesen sich.....Scheiße.

Außerdem habe ich beschlossen, zu resignieren. Nicht vorm Leben, nein. Ich habe resigniert zu diskutieren. Mit Nazis, mit "Asylkritikern", mit Aluhüten und anderen Arschlöchern. Jetzt mal im ernst - egal ob im Internet oder in echt. Ich habe noch mal festgestellt wie Scheiße Menschen sein könen. Und das auf so vielen verschiedenen Ebenen. Egal ob dieser Abschaum der grade in Freital, Heidenau, Nauen am fackeln, randalieren ist. Egal ob dieser Hurensohn der in der U-Bahn ein nicht-deutsch-aussehendes Kind anpinkelt (ja, das ist wirklich geschehen ). Oder diese Schreckschrauben die jeden Tag bei mir auf der Arbeit antanzen und ihre Müllberge (aka Leergut) abgeben und behaupten es wäre normal, dass ich mich dabei dreckig machen muss. Egal ob es n anderen Hurenbock ist, der an seinem Hund zerrt, als wäre er ein Spielzeug. Ich habe kein Bock mehr mit Arschlöchern irgendwie human umgehen zu müssen.

In letzter Zeit ging ich mir selber auch aufm Sack. Aus irgendeinem Grund ist mir aufgefallen, dass ich bald schon drei Jahre an Frau Otterich vergeben bin. Und warum auch immer hab ich Ängste und Paranoia bekommen dass es bald beschissen endet, weil ich so ein Scheißmensch bin. Außerdem hat jemand, mit dem ich seit fast drei Jahren nicht mehr geredet habe, ein Stück weit dazu beigetragen dass ich noch einmal für mich realisiert hab wie gut es mir eigentlich geht. Wie glücklich ich bin. Mit Frau Otterich. Und Titzi the Wonderdog. Ich habe so durch viel Nachdenken eine Art inneren Frieden mit mir geschlossen.

Trotzdem bin ich ich leider irgendwo unausgeglichen. Aber das ist halb so schlimm. Das ist jeder Mensch mal.

Ich bedanke mich bei euch, die ihr diese Rubrik gelesen habt. Bei allen anderen die den Rest lesen. Wir sehen uns im Internet, in Kommentarspalten, auf Konzerten oder wenn ich eure Stadt besuche.
Bis später.

xStricherx

Freitag, 31. Juli 2015

Geschichten, die keiner mag#49: Aufreger des Monats

Hachja, es ist wieder Ende des Monats. Es ist wieder Zeit für diese elende Rubrik. Auf die ich irgendwie keinen Bock habe. Vor allem weil ich mich über so viele Sachen aufrege zur Zeit, über die es sich nicht aufzuregen lohnt. Überhaupt gar nicht. Eigentlich hab ich mir versprochen fürs Aufregen/Angepisst sein, keine Rubrik mehr zu verschwenden. Gut, ich habe in der Vergangenheit einige Rants oder ähnliches geschrieben allerdings waren sie zielgerichteter und kritischer und arteten nicht in dieses leicht genervte Geschreibe wie in "Was mich anpisst?" (die Rubrik wurde vor hundert Jahren geschlossen) Nun, ist es doch soweit. Das hier ist der vorletzte Artikel in dieser Rubrik. Ab #50 wird es "Geschichten die keiner mag" wohl entweder gar nicht mehr geben oder erst in einem Jahr. Mal gucken ob ich nach einem Jahr Pause wieder Bock hab, über etwas zu schreiben.
Aber jetzt gibt es erstmal paar Sachen über die ich mich diesen Monat aufgeregt hab. Auch wenn das kein Sinn macht, weil ich damit eh nichts verändern kann.

#merkelstreichelt

Die meisten kennen dieses sagenhafte Video, in welchem Angela Merkel plötzlich Verständnis gegenüber einen Flüchtlingsmädchen hat und sie streicheln möchte. Das Mädel hat vorher in einer TV-Runde versucht, trotz Schüchternheit zu erklären, wie Scheiße das ist zuzusehen wenn andere Menschen ihre Träume erfüllen können, die man auch selber hat, sie aber nicht verwirklichen kann. Reem, wie das Mädchen heißt, ist in diesem Lande momentan nur geduldet und evtl. auch keine großen Zukunftsaussichten. Merkel wurde wohl von ihrer Rede so überwältigt, dass sie als Reem die Tränen floßen, beschlossen hat auf sie zuzugehen und sie zu streicheln. Und das, nachdem sie erläutert hat, dass "einige in ihre Länder zurückgehen werden müssen". Das ganze wirkt auf einen in erster Linie megazynisch. Das ist es auch. Die Kanzlerin gibt vor, Verständnis für Reems Situation zu haben und das Kind tut ihr auch leid. Das mag vielleicht stimmen, allerdings wirkt die gesamte Gesprächssituation vollkommen taktlos. Als würde ich nem Kind, dass gleich in den Abschiebeflieger steigt zum Abschied noch ein "oh, das tut mir leid, aber jetzt gehts nach hause"-Streichler mitgeben - ja ich weiß, dass Reem momentan nicht abschiebedroht ist. Mir scheint es, als wäre es besser gewesen in dieser Situation nichts zu sagen. Oder irgendwas anderes, ähnlich fadenscheiniges was nicht so schlimm geklungen hätte. Allerdings hätte man in dieser Situation, an Merkels Stelle wohl wenig richtig machen können - außer vielleicht zu sagen, man könnte sich evtl. um die Situation kümmern. Oder so in der Art. Ich kann es, auch wenn ich verstehen kann dass "Mutti" in der Hinsicht vielleicht selbst leicht überfordert war, nachvollziehen dass solch ein Sturm der Entrüstung über diesen Fernsehtalk aufgekommen ist. Merkel stellte sich in der Vergangenheit ähnlich dämlich an, wie bei der Debatte über die Eheöffnung. Dabei kam nur ein "äh ja, weil äh....ich weiß nicht" raus. Mich ärgert sowas, dass man sich öffentlich so zum Dämlack macht. Ja, ich weiß. Die Kanzlerin ist auch nur ein Mensch. Man kann es auch mit den öffentlichen Shitstorms gegen sie übertreiben. Aber auch die Leute, die sie ein Bisschen zu sehr in Schutz nehmen - auch die können derbe übertreiben.


#hurradieweltgehtunter

KIZs neues Album ist draußen. Meine Facebook-Chronik wurde seit der Veröffentlichung des ersten Videos zu "Boom Boom Boom" überflutet. Als dann der Nachfolger "Hurra die Welt geht unter" (die Single heißt wie das gleichnamige Album) rauskam, dann noch mehr. Und das zu recht. Das ganze Album ist richtig gut, hat natürlich seine Ecken und Kanten, ist etwas (untertrieben) ernster als die Vorgängeralben und dadurch auch etwas holpriger. Aber gut. Vielleicht nicht das beste KIZ-Album, aber dennoch hörbar. Das witzige an der ganzen Sache war aber, dass einige Menschen aus meiner Friendslist als auch in einer FB-Gruppe gemeint haben sich über das Album bzw. das Video zur zweiten Single sich auszulassen bzw. diese sachlich zu kritisieren. Alles schön und gut. Nur genau das ging mir aufm Sack. Sicher, sind KIZ nicht die Gruppierung die uns in die Revolution führen wird. Und auch nicht die, die alles auf dieser Welt verändern wird. Und auch nicht die, die alles besser macht. "Hurra die Welt geht unter" stellt meiner Meinung nach einen recht pessimistischen Blick auf diese Welt bzw. einen optimistischen auf eine Welt nach dem Weltuntergang. Das mag für einen kritischen Menschen erstmal spanisch vorkommen. Wie kann man sich auf eine Welt nach der Atombombe freuen? Wie soll das gehen - in der freien Natur überleben? Und wenn man Asthma hat, dann ist man das erste Opfer. Oder man schneidet sich an einen Stein und stirbt an der Infektion. Das ist alles richtig. Aber manchmal hat man sowas von gar keinen Bock auf diese Menschheit, auf die Welt in der wir leben - dass man sich einen Resetknopf wünscht. Auch wenn in dem Song viele politische Dinge angesprochen werden, so ist er in Wirklichkeit gar nicht so politisiert. Finde ich. Und nun höre ich auf mich über Menschen aufzuregen, die sich über eine Band die nicht versucht das Kapital in Hip-Hop-Form zu veröffentlichen aufregen, weil sie denken sie würden das Kapital in Hip-Hop-Form veröffentlichen. Oder so. Meine Fresse, ey.

#dummdummpolloi

Oi Polio sind so ne Sache. Einerseits sind sie eine kultige Anarcho-Oi!-Band, deren Songs wie "Bash the Fash" bei mir früher rauf und runter liefen. Andererseits sind sie scheinbar so was von vorgestern. Wie dieses Interview mit Sänger Deek - veröffentlicht im Lower Class Magazine - zeigt. Einerseits ist man als Anarchist gegen alle Staaten. Einerseits hat derjenige auch recht, wenn er sich von diversen "Antideutschen Gruppen" in der Vergangenheit falsch behandelt fühlt (zur Erklärung: Oi Polloi gerieten in deren Visier ungefähr Mitte der 00er Jahre, es gab heftige und nervige Diskussionen, Auftrittsverbote und "Nazis Raus!"-Rufe bei ihren Konzerten). Schließlich kommen Oi Polloi weniger wie hartgesottene Antisemiten, oder völkische Denker vor, sondern eher wie n Haufen leicht hilfloser und festgefahrener Linker. Sicher geb ich einerseits Deek recht - ich hätte auch kein Bock auf die ganzen Massen die mir irgendwas vorwerfen. Aber trotz alledem könnte man sich mit seinem Weltbild auseinandersetzen. Einerseits scheint der junge (alte) Mann tatsächlich nicht der üble Antizionist zu sein, wie behauptet wurde (siehe seine Kritik an den Song "Burn, Israel, Burn" von Protestera). Andererseits ist er so doof und festgefahren, dass er Palästinaflaggen auf linken Veranstaltungen als vollkommen normal betrachtet, Israelflaggen bzw. israelsolidarische Äußerungen jedoch als totalen Irrsinn sieht. Und das als vermeintlicher Antinationaler Mensch. Einen bereits bestehenden Staat ablehnen, aber einen Staat der noch nicht mal besteht gut finden. Ich kapiere das nicht. Ebenso wenig kann ich kapieren, wie man sich darüber beschwert dass nicht mit einen geredet und über einen gelästert wird, aber selbst über eine andere Band herziehen muss (wie die Antilopen Gang).

#eigentlichabernicht

Eigentlich wollte ich an der Stelle noch was loswerden, aber ich lass es. Vorerst. Ich schiebe es bis zum nächsten Mal auf. Ich bin nämlich zu feige, es zu veröffentlichen und zu feige darüber zu schreiben. Der Grund: Ich geh mir manchmal selber aufm Sack, ob vieler Gedanken und Ungenannten in meinen Kopf. Dabei geht es mir eigentlich so gut. Aber das wird jetzt nicht das Thema sein.

Dienstag, 30. Juni 2015

Geschichten, die keiner mag#48: Stricher guckt TV

Lange habe ich überlegt, was ich euch als nächstes in dieser Rubrik präsentieren könnte. Es fiel mir lange Zeit gar nichts ein, bis ich auf die grandiose Idee gekommen bin, einen oder mehrere Tage lang Fernsehen zu gucken. Und darüber zu schreiben. Es gab zwar schon mal einen ähnlichen Bericht von VICE, in welchem eine Journalistin einen ganzen Tag damit verbracht hat RTLII zu sehen. Ich wollte mich dabei aber nicht bloß aufs "Asi-TV" beschränken. Gibt doch schließlich soviele Sender und Sendungen, die ich alle verpasse weil ich eigentlich....gar kein Fernsehen sehe.


18.6.15 - 22:00, "Frauentausch" auf RTL II
Angefangen hat es vorletzte Woche. Wir hatten Besuch vom fast-ossi-Ronny (siehe Happenings des Monats) und irgendwie landeten wir auf RTL2 und Frauentausch. Diesmal wurde zwischen Hamburg und Sachsen getauscht. Ich habe keinen Schimmer mehr wie die sächsische Teilnehmerin hieß, die aus Hamburg war aber "prominent" hieß Eve Champagne und war Bourlesque-Tänzerin. Ich weiß nicht was schlimmer war: Dass die Wohnung in Sachsen chaotisch und unaufgeräumt war, dass die Frau keinerlei Ahnung von Verhütungsmitteln hatte oder das Eve Champagne sich als zivilisierter und gebildeter gesehen hat und daher am Ende einen Heulkrampf bekommen hat weil "Oh mein gott das war so haaaart ich hab sowas noch nie gesehen die kinder taten mir sooo leid". Tja so ist das halt mal in Familien wo man nur RTL und einander hat. Alles bisschen chaotisch, unaufgeräumt und durcheinander. Trotz alledem war es wichtig dass der hamburger Tauschvater der Sächsin alles mögliche über Verhütung beigebracht hat. Wir haben uns hier kaputt gelacht als sie nämlich angekündigt hat dass sie evtl. mit einem dritten Kind schwanger sein könnte und machten Sprüche wie "Aber das kommt jetzt von euch, ich war heute nacht bei euch auf der Toilette". Aber eigentlich....eigentlich war das nicht das schlimmste. Immerhin hat die säschsiche Tauschmutter einiges dazu gelernt und wird das in Zukunft umsetzen, Eve Champagne hat einen Ausflug in die Gosse gemacht und hat geweint (Haha!). Das allerschlimmste war dieses eklige HSV-T-Shirt des Tauschvaters auf welchen "Eine Stadt, Ein Team, Ein Stadion" stand. In altdeutschen Letten, was an "ein volk, ein reich, ein führer" erinnert hat. Ganz ganz eklig.

29.6.15 - 22:34, Irgendso n fuzzi redet über Gendermainstreaming auf ANIXE

Hab mir den Namen des Doktors mir leider nicht gemerkt. Aber schon mal im vorab: ANIXE ist ein Sender für "die ganze Familie", der unter anderem auch christliche Sendungen ausstrahlt. Mich wundert dass religiöse Menschen scheinbar sich so krass von Gender Studies usw. bedroht sehen dass sie sich dafür mit einem ihrer ärgsten Feinde verbünden, einen Wissenschaftler, und einen Vortrag von ihm ausstrahlen. Mal im ernst: Ich verstehe die Kritik an Gender Studies teilweise. Sie sind teilweise wirklich arg unwissenschaftlich und die Wortführer sehen sich viel zu oft angegriffen. Allerdings daraus eine Verschwörung basteln und sagen dass sie die Wissenschaft an und für sich abschaffen möchten und uns alle, egal ob Mann oder Frau, "gleichmachen" wollen grenz für mich an Paranoia. Der Typ klang einerseits seriös, andererseits wie einer von diesen baden-württembergischen Demonstranten die gegen "Porno-Unterricht" auf Schulen protestiert haben. Akzeptiert endlich mal, dass es meh als zwei Geschlechter gibt, dass es feminine Männer, maskuline Frauen und und und gibt. Keiner will euch eure frauliche Fraulichkeit und eure männliche Männlichkeit wegnehmen. Ihr Opfer. Umschalten.

22:49 - Fat Chicken Club auf TELE 5

Nächster Halt: TELE5. Schon lange keine Comedy-Sendung gesehen, vllt. weil sie alle Scheiße waren, vor 5 Jahren. Oder vllt. bin ich Quatsch-Comedy-Club-geschädigt. Bah. Jedenfalls bleibe ich irgendwie bei "Fat Chicken Club" hängen. Die Comedians sitzen alle in einer Art Vogelkäfig und werden nach und nach rausgelassen. Zufälligerweise ist es Oliver Polak, der rauskommt. Den kenn ich ja von beispielsweise diesen Interview fürs Kosmonaut-Festival oder vom "Ich bin Adolf Hitler"-Video von KIZ. Oliver Polak spezialisiert sich unter anderem in Minderheiten-Witzen, die eigentlich gar nicht so derbe sind. "Sind Minderheiten hier? China People? Ossis mit Job?" Ich seh schon wie Leute sich den Mund zuhalten weil sie am Staunen sind. Und irgendwann redet er über Masturbation. Ohne Internet. Auf einem Starbucks-Klo, weil dort gibt es kein Internet. Man sei schon so bereit, "ready to shoot" und plötzlich taucht in dem eigenen kleinen Paradies mit Erdmännchen und Einhörnen plötzlich deine eigen Mutter auf die nur den Kopf schütteln kann.... Irgendwann bist du wieder so weit, "ready to shoot" und dann taucht dein Vater auf und fragt ob du deine Mutter gesehen hast. Oder darüber wie er mal was mit ner Sozialarbeiterin hatte, die ihn beim Sex zugebrüllt hat "MACHS MIR WIE EIN SEXUALSTRAFTÄTER"(oder so) und er nur zurückbrüllen konnte "GIB MIR EIN GUTACHTEN!". Ja, der Typ ist wirklich witzig. Auch wenn ordentlich asi.

Irgendwann schalte ich um und lande bei WDR.

Aber es gibt ja nicht nur ein WDR, sondern mehrere. WDR Köln, WDR Duisburg, WDR dies, WDR jenes. Und auf jedem Sender läuft natürlich dasselbe. Das hat was skurrilles, psychothrillermäßiges wenn ich versuche umzuschalten und immer wieder dasselbe kommt. Argh.

KiKa - Bernd das Brot

Es ist Sendeschluss bei KiKa. Das einzige was zu sehen ist, ist Bernd das Brot der im weißen Nichts steht. Ich sehe ihn nun zu und bin gespannt was passiert. Plötzlich taucht ein Roboterarm auf und redet mit ihm. Er versucht Bernd zu überzeugen sich in Social Media anzumelden, weil wozu nur einen Freund wenn man 100.000 Freunde haben kann? Das ganze wirkt sehr skurril, ist aber irgendwie auch n witziger gesellschaftskritischer Kommentar. Aber sehr skurrill

Umschalten.

23:05 ZDF.kultur - Bühne frei für Wencke Myhre

Ich hab noch nie zuvor diesen Namen gehört, und ich wünschte ich hätte nicht umgschaltet. Eine Frau die auf ne sehr eigenartige Art und Weise singt und hin und wieder Kindergeheule nachahmt. Ähm. Ne, umschalten.

23:06 Music Deluxe - Rock

Yeah, ein Musikkanal. Und was läuft? "Hip To Be Square" von Huey Lewis and the News.  Scheinbar hab ich bei einer Oldie-Sendung eingeschaltet, die Hardrock-Klassiker zeigt. Danach kommt "You Can't Stop Rock and Roll" von Twisted Sister.

Das Video ist vorbei und plötzlich kommt die Werbeunterbrechung. Und damit Markus Kavka. Scheiße was hab ich mich erschrocken? Was machst du hier? "Guten Tag allerseits, ich bin hier also könnt ihr mich sehen!" D: Ich hab gehofft nie wieder dieses "Guten Tag allerseits" hören zu müssen.

Danach folgte ein Werbespot von einer Firma namens jobware.de That's right, ".de", schließlich macht man heutzutage nur noch Werbung für Internetseiten im Fernsehen. Auf dieser Website kann man angeblich einen Jobwunsch eingeben und das Beste für sich finden. Hahahahahahaha als ob.

Nach der Werbepause kommt "Rainbow in the Dark" von Dio. Fett. Auch wenn ich mich über die Keyboards lustig machen muss, die sich wie eine Nasenflöte anhören.

Nachdem ich "Gimme all your lovin'" von ZZTop gelauscht hab, schalte ich um.

23:34: SAT.1 Gold - Promis Privat
Was zum Teufel ist das denn? Irgendwelche Typen und Typetten befinden sich in Ägypten und äh.....machen....urlaub? Der eine reitet auf einem Kamel und hält sich für besonders wichtig. Und dann gehen sie essen und sind enttäuscht dass der Kamelenreiter nicht mitkommt. Dann merke ich dass während sie in die Kamera reden, ein Text erscheint der sie als das bezeichnet was sie sind. "Sänger". Aha. Was sind das für Leute? Noch nie von gehört. WTF. Umschalten.

23:36: GayBoy-TV usw.
Yeah, ich bin bei den Kanälen gelandet die lauter Erotikwerbung senden und sonst nichts. Umschalten.

23:46 Dschihadist, auf BR
Endlich mal was interessantes. Es wird ganz kurz über dieses Buch, bzw. dessen Autor berichtet.

23:52: Bernd das Brot 
Und wieder bin ich bei Bernd das Brot gelandet. Mittlerweile hat er einen Social-Media-Account und ihn werden 1000.000000000 freunden vorgeschlagen. Als er sagt, dass er das gar nicht will, erntet er einen Shitstorm. Ich glaub es wird zeit, den Fernseher auszuschalten.

Sonntag, 24. Mai 2015

Geschichten, die keiner mag#47: Lass ich mal hier.

Manchmal weiß ich echt nicht worüber ich in dieser Rubrik schreiben soll. Deswegen spiele ich momentan mit dem Gedanken mit der 50ten Ausgabe aufzuhören. Nein, nicht mit dem bloggen an sich, sondern mit dieser Rubrik. Oder zumindest auf Eis legen und evtl. nach einem Jahr wieder anfangen. Denn, ganz ehrlich, ich habe hier schon alles mögliche durchgekaut. Suffstories, Träume, persönliche Vorlieben, Abneigungen, Alltagssituationen als auch gewisse Themen die mir schwerst auf den Senkel gingen. Richtig krass. Deswegen dachte ich mir, dass ich diesmal mehrere Themen anschneide oder anspreche oder zumindest "abarbeite" die mir derzeit im Kopf spucken. Oder spuken. Also solche, die mich manchmal nicht schlafen lassen.

#teamwesselsky

Dieses Jahr hat die Bahn gestreikt. Oder so. Eigentlich haben die Lokführer gestreikt, aber immer wieder sprach man davon, dass "die Bahn streikt". Scheinbar weil Züge in diesm Land alle kaputt gegangen sind, für ne weile. Und vielleicht auch, weil Züge selbst fahren und keine Menschen benötigen die innen drin sitzen und Knöpfchen drücken. So stell ich mir das vor. "Die Bahn streikt", "die Züge fahren heute nicht". Quasi wortwörtlich. Man könnte aber auch auf die Idee kommen, dass die Leute die jeden verfickten Tag, dieselben "schönsten Bahnstrecken Deutschlands" fahren auch mal paar Veränderungen haben wollen. Zum Beispiel am Wochenende etwas Zeit für die Familie haben. Oder Hundert Ocken mehr. Und weil man solche Sachen leider nicht einfach so hinterhergeworfen bekommt, kann man auch ruhig dafür streiken. Das ist natürlich irgendwo auch Scheiße. Man hat und wieder Schwierigkeiten da und dorthin hinzukommen und so weiter. Das ist aber auch unter anderem auch der Sinn des Streiks - "Gebt uns eine angemessene Bezahlung für unser Scheißjob sonst machen wir ihn nicht mehr. Dann seht ihr was passiert." Außerdem befindet sich Deutschland nicht in der Antarktis oder Arsch der Welt. Man ist immer noch in der Lage Bus zu fahren, Auto zu fahen, Fahrgemeinschaften zu bilden, Fahrrad zu fahren oder zu laufen. Ja das ist doof. Aber daran merkt man, dass das ganze nicht selbstverständlich ist. Viele (Internet-)arschgeigen halten die Arbeit der Lokführer aber für selbstverständlich. Deswegen regen sie sich auch mega auf, kotzen sich aus... Wie der viertklassige Schauspieler Jan Leyk (bekannt aus "Berlin - tag und fuck"), der den Gewerkschaftsführer (sagt man das so? bin zu faul nachzurechercheiren) Wesselsky mit Adolf Hitler verglichen hat. Dann kommt noch so n Hurensohn wie Julien(sblog) und fordert ganz "ironisch", dass die GDL in Zügen nach Auschwitz gebracht werden soll. Andere wiederum, wie die Reichsbürger, meinen tatsächlich dass dieser Streik ein geheimer Plot der Regierung ist, damit niemand zu ihrer Veranstaltung "Sturm auf den Reichstag" kommen kann. Das ist irgendwie witzig. Es ist anscheinend bei jedem Ereignis so.Wie schon bei "Charlie Hebdo", den Flugzeugabsturz von MH17 und anderen lustigen tollen Sachen gibt jeder verdammte Penner seinen Senf dazu. Das ist an sich auch völlig in Ordnung. Wäre da nicht die Tatsache dass mich solcherlei Gehirnfürze beinahe dazu bringen meinen Laptop aus dem Fenster zu schmeißen. Deswegen das hier:

Menschenhass Deluxe
Ich habe eigentlich einen Vertrag unterschrieben, in welchem drinsteht dass ich keinen Social Media Fotos von meiner Arbeit posten darf, noch irgendwas über die Arbeit schreiben darf. Da das hier aber halbwegs anonym geschieht und ich den Namen meines Betriebs nicht erwähne....scheiße ich gepflegt drauf. Ich arbeite in einem Supermarkt, dass überwiegend Getränke verkauft. Aus welchem Grund auch immer existiert hier kein Pfandautomat, sodass es die "Berufsbezeichnung" "Leergutjunge" gibt. Diese Menschen sind dafür zuständig, dass der Kunde sein Pfand abgenommen kreigt, dass es einsortiert wird und dass Pfandbons rausgegeben werden. Manchmal bin ich dieser Mensch, manchmal auch andere. Der Job an sich ist recht ok. Die Bezahlung ist angenehm, dank dem Mindestlohn. Ich arbeite mit, finde ich, sehr erträglichen Leuten zusammen. Die Atmosphäre ist eigentlich recht locker. Das einzige was mich wirklich nervt, sind die Kunden. Ich habe nämlich festgestellt dass es meistens Menschen sind, die zu faul sind zum nächsten Pfandautomaten zu gehen (der wirklich mehr als 30 Flaschen annimmt) und stattdessen lieber einen "Pfandassi"(wie ich den Job gerne nenne) ihre Flaschen in die Hand drücken. Das ist völlig in Ordnung, schließlich muss ein jeder sein Pfand loswerden. Es ist aber nicht in Ordnung anzutanzen, seine verschmierte, versiffte, nach Bier stinkende Tasche auszustrecken, sich daneben mit verschränkten Armen zu stellen, und zugucken wie der Leergutjunge die versifften und verklebten Dosen aus der Tüte rauszieht. Außerdem sind sprüche wie "ein Kessel buntes", "gesammelte Werke" oder "Wir ham den kella uffjeräumt höhö" nach 123123312191101010201808101 mal nicht witzig. Langsam möchte ich jedes Mal sagen "tut mir Leid, hier keine gesamelten Werke" oder "nein, wir nehmen nur leergut an. wer gesammelte werke mitbringt kriegt von uns eine tracht prügel". Manchmal spiele ich auch mit dem Gedanken, besonders unhöflichen Arschlöchern die Leerguttüte abzunehmen und sie im hohen Bogen aus dem Laden zu schleudern. Ich glaube das mache ich irgendwann an meinem letzten Arbeitstag.

Critical Whackness
Es gibt mehrere Menschen/Gruppen/Strömungen in der "radikalen Linken", die mir heftigst auf dem Sack gehen. Dazu zählen: DDR-Nostalgiker, Stalinisten, Antiveganer, Antifeministen, Antizionisten/Antisemiten, Über-den-Genderwahn-Laberer, Russlandvergötterer, "Antideutsche" die mittlerweile bei der CDU angekommen sind als auch.......Critical Whiteness Anhänger.

Ich habe mich damit zwar erst nur oberflächlich beschäftigt, aber das hat mir gereicht. In der Schule lernte ich nämlich, dass man einen Feedback zuerst mit den positiven Sachen beginnt. Ergo fang ich auch so an: Critical Whiteness beschäftigt sich unter anderm mit Rassismen im Alltag. Es geht darum, dass man als durchschnittlicher (männlicher) heterosexueller Weißer akzeptieren soll, dass man kein Opfer des Rassismus ist. Sicher gibt es auf dieser Welt auch weiße Opfer des Rassismus, allerdings sind diese in der Minderheit. Es gibt sowas wie systematischen Rassismus gegen Weiße nicht. Deswegen soll man es an der Stelle mal checken, dass man nicht wegen seiner Hautfarbe von der Polizei kontrolliert wird, dass der Arbeitgeber nicht auf die Hautfarbe achtet, dass höchstwahrscheinlich weniger hinter dem Rücken über die Herkunft getuschelt wird. Rein theoretisch wäre das ein gutes Konzept, dass weißen Menschen die Selbstkritik näher bringt und sie solidarisch mit Opfern von Rassismus werden lässt. Praktisch gesehen wird es aber zu einer Art Zirkus. Letztens habe ich nämlich einen sehr grenzdebilen Artikel gelesen, von einer Person dessen Namen ich mir leider nicht merken kann. Schamanabumbum. Schubidubibreeaakuckuck. Ich weiß nicht mehr wie diese Person hieß. Jedenfalls hat sie einen Artikel über eine Demo in Berlin-Neukölln geschrieben. Dort hat ein junger schwuler Mann zusammen mit mehreren Freunden und solidarischen Menschen gegen Homophobie demonstriert. Er hat nämlich negative Erfahrungen mit Teilen seiner Familie gehabt. Ein Onkel von ihm (und mehrere andere) haben ihn gedroht ihn abzustechen, auch im Stadtteil selbst kam es zu unangenehmen Situationen. Die Demonstration richtete sich gegen Homophobie im speziellen, aber auch gegen Homophobie im Islam bzw. in muslimischen Communities. Das war natürlich auch klar dass irgendwelche Pegidas/Pegidisten/Pegidioten die Sachen für sich vereinnahmen wollen. Diese wurden aber von der Demo ausgeschlossen, somit hat sich die Sache erledigt. Was die Autorin des Artikels gestört hat, waren mehrere Dinge. Zum einen, waren auf der Demo mehrere weiße Menschen zu sehen, was angeblich den Anschein gebracht hat diese Demo wäre "islamophob". Zum anderen fand die Demo in einem "migrantischen" Bezirk wie Neukölln statt, was quasi rassistisch wäre. Man demonstriert ja gegen Homophobie in konservativen muslimischen Communities, in Neukölln. Das geht ja gar nicht. Vor allem als weißer Mensch. Überhaupt können Muslime nicht zusammen mit weißen Menschen demonstrieren, weil sie ja von weißen nur für ihre Zwecke mißbraucht werden. Die Autorin meinte, die Demo häte überall stattfinden können, anstatt in Neukölln. Ich verstehe das nicht und frage mich nach dem Sinn. Wenn die ganzen früheren Angriffe in Neukölln stattgefunden haben, wieso darf sich die Demo nicht auch dort abspielen. Scheinbar darf sie das nicht, denn dort wohnen Muslime. Das wäre ergo rassistisch wenn man dort als weißer Mensch demonstrieren geht. Was die Autorin nicht in ihre Hohlbirne reinkriegt ist dass Homophobie omnipräsent ist und man sich überall dagegen einsetzen sollte, egal welche Hautfarbe man hat, egal welcher Religion man angehört. Was sie von sich gibt ist grob gesagt, folgendes: Weiße Menschen sind rassistisch. Islamkritik ist rassistisch. Nur Muslime dürfen den Islam kritisieren. Nur Muslime können gegen Homophobie im Islam demonstrieren. Wenn das weiße Menschen tun, ist es rassistisch. Wenn sie das mit Muslimen gemeinsam tun, wollen sie diese nur für ihre Zwecke vereinnamen. So, und jetzt schlag ich in meinen Gedanken der Autorin die Schreibmaschine in ihre dämliche Fresse. Ich habe selten so einen Gedankengulasch gelesen, der voll war von falschen Anschuldigen, ideologischen Bullshit und verkackten Anglizismen - alleine schon der Titel "Ich judge alle die diese Demo feiern" bringt mich zum Kotzen. Ich hasse diese Person seitdem. Ernsthaft. Ich will nie wieder irgendeinen Artikel lesen, der irgendwas mit Critical Whiteness zu tun hat. Das ist eine derartige Scheiße, dass sich mir die Fußnägel hochrollen. Baseballkeule.


Gisele (0,5 km abstand) möchte mit dir FICKEN - KLICK HIER!!!1

Zum Schluß etwas vollkommen banales. Menschen ohne Adblocker, oder Menschen die bis jetzt zu faul waren einen Adblock in ihren Browser zu intergrieren kennen das. Da geht man auf so ne dubiose Seite um sich irgendein Stream anzusehen. *hüstel* Und plötzlich schallert es von überall Werbung wie Ohrfeigen. Porno-Werbung. Genauer gesagt, Porno-Pop-Ups. Das allerallerschlimmste daran ist dass man denkt, man müsste sich gleich erklären wenn jemand ungefagt ins Zimmer kommt. Ich finde das richtig schlimm. Nicht das es Werbung ist, sondern dass so sie furchtbar schlecht gemacht und furchtbar aufdringlich ist. Und so unecht. Niemand glaubt das wenn nach jedem Klick auf den Videoplayer (wirklich nach jedem Klick) ein Pop-Up-Fenster auftaucht, auf welchem steht "HÄSSLICHE WEIBER WOLLEN FICKEN! KLICKE HIER!". Niemand. Das ist so megaschlecht. Das glaub doch kein Schwein. Das witzige daran ist, dass diese Werbung größtenteils mit Google oder so schlecht übersetzt wurde. Ich glaube nämlich nicht, dass man "hässliche weiber" schreiben wollte. Besonders schlecht wird es dann, wenn man per Pop-Ups "Fickanfragen" bekommt. Ihr wisst schon. Anstelle von Freundschaftsanfragen. Dann brüstet man sich man wäre besser als "tinder", besser als "badoo", besser als "fuckbook". Ja, es gibt tatsächlich so n Pseudoportal namens Fuckbook. Man konkurriert also schon untereinander. Huiuiui. Jetzt bin ich wohl ganz unten angekommen und schreibe schon über so ein Scheiß.

Das wars diesmal von mir. Danke fürs Lesen.

Dienstag, 28. April 2015

Geschichten, die keiner mag#46: From the Eastcoast to the Westcoast

Viele von euch kennen das. Man bereist in seinem Leben viele Orte und stellt manchmal fest, dass man sich heimisch fühlt. Manchmal fühlt man sich derartig heimisch, dass man gerne bleiben möchte. Leider führen diverse Lebenssituationen dazu, dass man weiterziehen muss. Man behält natürlich trotzdem gerne die Erinnerungen an diese Orte und kehrt immer wieder dorthin zurück. Deswegen dachte ich mir, dass ich mich einiges Revue passieren lasse und euch zeige wo ich schon mal gewohnt hab und wo ich wohne. Jau, genau das mach ich.

Koszalin

Die Stadt in der ich geboren wurde hat eine sehr lange Geschichte. Vor dem Ende des zweiten Weltkrieges gehörte sie zu Preußen und war als Köslin bekannt. Sie machte, wie ganz Polen, mehrere Besatzungen mit, gehörte unter Napoleons Besatzung immernoch zu Preußen, war im 17 Jahrhundert auch unter schwedischer Verwaltung. Nachdem die Rote Armee im 2.WK Ostpreußen erobert hat wurden in Koszalin Polen angesiedelt und die Stadt zur Hauptstadt ihrer eigenen Woiwodschaft erklärt.

Ich erinnere mich an sehr viel und an sehr wenig. Alles ist sehr klar und sehr verschwommen. Ich ging hier in den Kindergarten als auch in die 2.-4. Klasse Grundschule. Hier fühlte ich mich von allen zurückgelassen und gemobbt und knüpfte erste Freundschaften. Ich habe mich hier das erste Mal verknallt, habe das erste Mal geküsst und gebissen. Alles dieselbe Person. Ging nicht gut aus. Auch bin ich hier in ein Gebüsch gefallen sodass ein langer Stock sich in meinen Oberschenkel gebohrt hat. Zumindest hab ich das so in Erinnerung, dass ich ein loch unterhalb meiner Arschbacke hatte und es genäht werden musste. Hier habe ich zusammen mit einem guten Kumpel illegale Geschäfte auf einem Sportplatz getätigt. Wir kauften illegal Böller (wir waren beide höchstens 10 Jahre alt, oh no!) für 50 groszy das Stück. Die sind nicht mal explodiert. Hier wohnt mein Opa (väterlicherseits) und hier wohnte auch meine Oma bis sie vor ein paar Jahren starb. Scheinbar aus Kriegszeiten hat er die seltsame Angewohnheit alles mögliche zu sammeln und selten was wegzuwerfen. Ich konnte damals nicht verstehen wieso er so gerne Orangenschalen trocknen ließ und sie dann in heißen Tee getunkt hat, um sie danach zu essen.

Die Stadt ist sehr schön. Es gibt viele Altbauten, als auch viele Denkmäler und historische Angelpunkte. Zum Beispiel das Haus des Henkers, in welchem im Mittelalter wohl tatsächlich ein Henker gewohnt hat. Zu meiner Zeit wohnte und arbeitete dort ein Kollege meines Vaters der ne kleine Werbeagentur auf die Beine gestellt hat. Lustigerweise kapierten das die Kinder vor Ort nicht und fürchteten sich immer vorm "Haus des Henkers".

Ich und meine Ma sind mehrmals umgezogen und wohnten unter anderem auch in einem eigenen Haus, das an einen Wald grenzte. Leider war unser Zaun nicht vollständig und eines Tages hatten wir eine Kuh im Garten stehen. Eine seltsame Frau vom anderen Ende des Waldes ist aufgetaucht und meinte sie unbedingt spazieren zu führen und in unser Garten zu lassen. Das war sehr seltsam, mich störte das aber nicht. Auch war es ziemlich cool, nachts irgendwelche Rehe zu beobachten die am "Zaun" standen.

Koszalin ist trotz seiner 100.000+ Einwohner eine ziemliche Einöde. Doch trotzdem blicke ich gerne zurück auf die Zeit als ich mehr als unschuldig war.

Breslau

Breslau war ätzend. Wir sind hierhin mitte der 90er hingezogen. Ich ging hier in die erste Klasse. Der erste Schultag war scheiße und ich musste weinen. Außerdem benutzte ich Blätter vom Baum als Taschentuch für meine Rotze. Die Kinder waren schrecklich.

Unser Nachbar von oben mochte unseren Hund nicht und drohte immer wieder sich irgendwo über sie zu beschweren. Eines Tages sah ich wie er auf seinem Balkon steht und das Geschehen unten beobachtet. Er war grau. Richtig grau, als würde er aus einem Schwarz/Weiß-Film kommen. Meiner Meinung nach war er kein Mensch sondern jemand richtig böses, der uns gehasst hat. Damals hab ich auch den Nachnamen Filz immer nur mit etwas miesen in Verbindung gebracht. Wir wohnten auf einer Straße die nach Bombenentschärfern benannt war. Unsere Nachbarin warnte uns immer wieder nicht auf Minen zu treten. Ich dachte, sie meinte Hundehaufen oder so. Aber nein, sie meinte richtige Mienen die nach dem 2.WK übrig geblieben sind. Insgesamt hab ich nur bruchstückhafte Erinnerungen an diesen Ort. Kommt wohl daher, dass ich so jung war als wir dahin gezogen sind und nur ein Jahr dort blieben.

St. Petersburg

St. Petersburg, auch als Leningrad bzw. Petrograd bekannt. Die Heimat meiner Mutter, meiner Großmutter, meiner Urgroßmutter mütterlicherseits. Man redet oft von Großstädten und man redet von Metropolen. St. Petersburg ist eine Metropole. Mit vielen Gesichtern. Ich war früher sehr oft dort, zu Besuch bei meinen Großeltern. Mein Opa führte mich überall rum, in jedes erdenkliche Museum. Am meisten Spaß hatte ich auf dem alten Kriegsschiff Aurora oder im Artilleriemuseum. Hatte wohl etwas mit kindlicher Begeisterung für alles ballernde zu tun. Das allerschlimmste war das zoologische Museum. Dort sind jede Menge ausgestopfte und in Alkohol eingelegte Tiere zu sehen. Das ist ziemlich übel, weil man sich permanent beobachtet fühlt. Meine Fresse ist das eklig. Das riesige Walskelett ist aber ziemlich cool. Ich würde sehr gerne wieder zurück kommen und mir das ganze mit erwachsenen Augen ansehen.

Meine Großeltern wohnten in keinem der Nobelbezirke der Stadt. Wenn man vom Stadtkern, mit dem schönen Fluss Neva und all diesen teuren Flussfahrten mehrere Metrostationen in die andere Richtung fährt, ist auf einmal alles anders. Die Plattenbauten sahen immer mehr als miserabel aus. Allerdings hatten sie trotzdem irgendwie was familiäres. Ja, das war diese widerliche Pisstreppe und der angekokelte Fahrstuhl in welchen ich gerne war. Als auch der Gang zu der Wohnung meiner Großeltern der einfach nur nach Müll stank. Ich mochte den Geruch irgendwie. Diese ganzen schlechten Grafittis wie "RAP", "ICE CUBE" oder diese guten wie "ENTOMBED" oder die eher weniger guten wie "Störkraft". Und natürlich diese ganzen Hakenkreuze überall. Wirklich überall.

Der Krasnoselskij-Bezirk als auch die Kazakova-Straße waren mehr als unansehnlich. Trotzdem erinnere mich gerne zurück und merke dass ich beinahe jede Ecke dort kenne. Doch es sind nicht nur die Ecken die das ganze so schön machen, sondern die Menschen die dort leben bzw. gelebt haben. Wird Zeit dorthin zu fliegen. Nach ca. 10 Jahren.

Würzburg

Tjoa, meine Leser über Würzburg wisst ihr ganz schön viel. Beinahe viel zu viel. Um mehr über meine Hassliebe zu dieser Stadt zu erfahren, lest einfach den Eintrag "Für Würzburg".

Herne

Stricher wohnt nun in Herne. Und wie Hennes Bender schon mal gesagt hat: "In Herne wohnt man gerne."



Warum wohne ich hier? Nun, ich hatte es satt beinahe jedes Wochenende 350 km zu Frau Otterich zu fahren. Ich wollte hier in direkter Nähe sein. Bei ihr und unserem Hund, genannt Titzmaster. Außerdem dachte ich mir, dass 13 Jahre Würzburg mehr als genug sind und es Zeit wird, neue Welten zu entdecken. Hm. Bereue ich meine Entscheidung? Ich glaube nicht, nein. Es ist nämlich vieles anders. Die Leute sind direkter und sagen dir gerne was sie von dir halten. Eigentlich habe ich mir erhofft, im Ruhrgebiet ein Studium anzufangen, doch leider hat es schon ganze zwei mal nicht geklappt. Deswegen verweile ich in einem gefühlt 100 Jahre alten Getränkemarkt und verdiene meine Brötchen. Auch wenn das nicht der beste Job aller Zeiten ist, so ist es für mich der beste Job den ich je hatte. Noch nie hab ich mich so gut mit Mitarbeitern verstanden. Was ich außerdem an diesem Ort hier mag, ist das alles überschaubar ist. Und trotzdem sind mehrere Großstädte in der Nähe. Ich bin gleichzeitig am Arsch der Welt und habe einen relativ kurzen Zugang nach überallhin. Es ist alles auf einem Fleck. Das ist mir lieber als in einem riesigen Moloch zu wohnen. Es ist verhältnismäßig viel Natur hier und es ist verdammt ruhig. Außer irgendwelche Ronnys werden mit ihren Bierflaschen und Schalke-Trikots laut.

Manche würden sich Fragen warum ich das getan hab. Ich bin von einem Loch ins nächste Loch gezogen. Doch ich finde es ist wichtiger, den/diejenigen um dich rum zu haben die einen glücklich machen. Und man soll nicht rumheulen, dass die eigenen Freunde so weit weg sind. Wenn man den Willen dazu hat, kann man sie immer wieder besuchen.

Freitag, 27. März 2015

Geschichten, die keiner mag#45: Nostalgia hits hard....again!

Guten Tag, geehrte Freunde.

Da ich in dieser Rubrik schon zig mal persönliche Sachen durchgekaut habe, wollte ich diesmal etwas anders rangehen. Ja, es geht zwar auch wieder um persönliche Erlebnisse. Diesmal gehts aber um den Nerdism-Aspekt. Der kam hier nämlich immer viel zu kurz. Eigentlich gar nicht. Deswegen gehts tatsächlich  um Kindersendungen/Zeichentrickserien und lauter Scheiß den ich als ich klein war miterlebt hab. Hmmm...Das kam natürlich auch schon. Glaube ich. Ich habe mal über verschiedenes Zeug berichtet, welches ich gesehen hab als ich klein war. Tatsächlich. Ich habe aber einiges vergessen.

Richtig, ich habe glaube ich nur etliche ami-serien und so weiter erwähnt. Ich bin aber ein Ostblock-Kind. Östlicher als die Ossis in diesem Lande. Meine Erzeuger stammen aus Polen und der Sowjetunion. Kein Wunder also dass ich mit Zeug aus der Zeit von VR Polen und der Sowjetunion als auch der Zeit danach aufgewachsen bin. Was für schöne Erinnerungen. Fangen wir mal an.

Es gab damals die Sesamstraße. Jupp, dieselbe Sesamstraße aus den USA übersetzt mit mehren polnischen Synchronsprecher die einfach drüber geredet haben, sodass man den Original-Ton immer noch hörte. Irgendwann kam auch die polnische Version ins Fernsehen. Wie mein Vater mir damals mitteilte, gab es in der heimischen Variante keine Schwarzen, den die gabs in Polen nicht. Oder so. facepalm.jpg Naja, egal. Jedenfalls guckte ich die Sesamstraße eher selten. Stattdessen gab es "Ciuchcia". Dieses mysteriöse Wort wird wie "Tschüchtschja" ausgesprochen und heißt auf Deutsch sowas wie "Lokomotivchen". Es war eine erzieherische Kindersendung. Moderiert wurde sie von einem Frosch namens Monika und ihrem Bruder, Kulfon. Was zur Hölle ist ein Kulfon? Nun, das ist das polnische Wort für riesige, grässlich geschrieben Buchstaben. Solche die man als Kind hinkriegt wenn man das erste Mal überhaupt schreibt. Sauklaue auf gut Deutsch. Dieser Kulfon ist aber eine Art...rothaariger bärtiger Gnom. Im folgenden Song fragt sich Monika was aus Kulfon wird wenn er mal erwachsen ist. Wenn man den Text dazu nicht versteht sieht es aus wie ein Video marke "That part of youtube" bzw. "wtf am I watching?". Aber seht selbst:



Es gab auch etwas was ihr vielleicht auch kennt. Ist nämlich nicht nur in Polen sondern auch in der Sowjetunion und in der DDR rausgekommen: Bolek und Lolek. Ja, es heißt so und nicht andersrum. Nicht "Lolek und Bolek". Warum auch immer man es hierzulande umbenannt hat. Auch wenn die Handlung wirklich sehr sehr putzig ist (in der verlinkten Folge organisieren die beiden Jungs ein Rennradwettrennen für Kinder) und ich es damals sehr gerne gesehen hab.... muss ich feststellen.... meine Fresse sind das hässliche Wichsbirnen. Wieso hat man nur Kindern solche riesigen Melonenschädel gemalt? Die Erwachsenen sehen noch halbwegs ernst aus. Leicht gruselig das ganze, zumindest aus heutiger Sicht.

Der nächste Kandidat kam aus der Tschechoslowakei war aber für mich als nicht-Tscheche vollkommen verständlich. Es gab nämlich gar keinen Dialog. Die Sendung hieß auf polnisch "Nachbarn". Die Protagonisten waren zwei Nachbarn die sich gegenseitig gerne besuchen und einander bei handwerklichen Herausforderungen helfen. In der Verlinken folge geht es übrigens um einen Wippstuhl. Ich fand im Nachhinein raus, dass die beiden über Namen besitzen. Pat und Mat. Aber das hat mich eigentlich nie interessiert. Mir erschien es immer so schön grotestk dass in der ganzen Sendung nicht gesprochen wird und nur über Gesten und die Hintergrundmusik kommuniziert wird. Sehr strange fand ich auch das Aussehen der beiden - riesige Nasen und riesige, seelenlose, pechschwarze Augen. Oh yeah. Ich glaube auch, dass die filigrane Detailarbeit in dieser Sendung (ist alles übrigens Stop-Motion) mich geprägt hat und dazu beigetragen hat dass ich eine Zeit lang unbedingt Trickfilmtechniker (oder so) werden wollte. Wirklich großartige Tricktechnik und Situation Comedy. Schauts euch an!

Sehr interessant fand ich auch diesen gruseligen Kerl hier. Ich glaube es war eine Sendung für Erwachsene mit satirischen Charakter. Sein Gesichtsausdruck, seine Ausdrucksweise und sein irrer Blick verstören mich heute immer noch.

Mega langweilig fand ich DeDe. Seine Kindernachrichtensendung ging mir damals voll aufm Sack. Und er sah aus wie ne beschissene Banane mit Ohren.

Ein Gesicht zum reinschlagen


Awright, wir sind jetzt erst mal fertig mit Polen. Wie geht es weiter? Wir reisen jetzt mal noch weiter weg - in die Sowjetunion. Was gab es da was ich mir angucken konnte? Nichts, ich bin nämlich nicht in der Sowjetunion aufgewachsen. Allerdings war ich sehr oft bei meinen Großeltern in Russland zu besuch, wie ihr wisst. Und da gab es neben schlecht "synchronisierten" Simpsons oder "Lethal Weapon" einheimische Filme und Zeichentrickserien.

Holy Shit. Ihr wisst gar nicht wie viel es da zu entdecken gibt. Ja, viele kennen "Nu Pagadi", unter anderem auch weil eine komische Popstars-Band sich danach benannt hat. Viele aber auch nicht. Es geht um einen Wolf und einen Hasen. Der Hase verkörpert all das Gute und Nette was es gibt und der Wolf einen ekelhaften, rauchenden und pöbelnden Vagabunden-Typen. Ständig kommt es zu Reibereien zwischen den beiden. Eine Art Sowjet-Variante von "Tom and Jerry". Der Wolf erinnert mich sowohl von seiner Art zu sprechen als auch seinen Klamotten an den Sänger der Band "Leningrad" - Sergej "Schnur" "Schnurov.

Aus irgendeinem Grund kam ich auf die Idee Zeichentrickfilme für Erwachsene anzugucken. Ich weiß wirklich nicht wie das zustande kam. Vielleicht reizte mich die Tatsache dass ich spät aufbleiben durfte und dass in der Fernsehzeitschrift neben einigen Titeln die Beschreibung "Zeichentrickfilm für Erwachsene" da stand. Nein, es gab damals kein Hentai oder so. Jedoch aber Filme über die Gefahren des Alkoholismus wie zum Beispiel "Zelenyj Smij" (die grüne Schlange), welchen ich leider nicht mehr finde. Jemand den ich in dieser Hinsicht immer noch für geniale halte ist Garri Bardin. Dieser Typ hat ziemlich viele Zeichentrickfilme gemacht, die meisten davon hatten eine "erwachsene" Handlung, sprich es ging um ernste Themen. Einige davon waren aber wohl nur ziemlich surreal. Wie beispielsweise "Break!" welcher zur Zeit der Moskauer Olympiade rausgekommen ist. Wie die "Nachbarn" auch, hat es meine Liebe für Knete und Knetfilme erweckt:



Garri Bardin hat auf mich den Eindruck gemacht, er könne aus allem einen Film drehen. Sei es aus Knete, Papier, Draht oder Schnüren. Oder Strichhölzern:



Einer seiner besten Filme war aber glaub ich die Umsetzung von "Rotkäppchen und der böse Wolf"



Scheiße Mann, es gibt da immer noch so vieles zu entdecken. Aber ich habe gelernt, dass es zwar schön ist in Erinnerungen zu schwelgen und alten Kram neuzuentdecken jedoch Leute die das auf Dauer tun unglaubliche Nervernsägen sind. Genauso wie diese ganzen "Kinder der 90er"-Facebook-Seiten oder so. "Huehue, wissta noch, wissta noch...höhö das AOL-Geräusch höhö...."

Nope.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Geschichten, die keiner mag#44: Bollerwagen

Eigentlich ist es nicht wirklich meine Stärke, hier über persönliche Dinge zu schreiben. Allerdings gibt es gewisse Themen, die nur so aus einem raussprudeln wollen, weil man sie nicht zurückhalten kann. Ich habe euch irgendwann mal in "Me and my old man" über meinem Opa erzählt.

Leider kam ich nicht dazu etwas über meine Oma zu sagen. Sie war nämlich meine wirkliche Oma. Im Gegensatz zu meinem Opa, der rein technisch gesehen "nur" mein Stiefopa war. Er war der zweite Ehemann meiner Großmutter und somit mit mir auch nicht verwandt. Aber das ist ja im Grunde egal. Soweit ich mich erinnern kann waren sie seit ungefähr 1985 verheiratet. Oder etwas früher. Meine Oma war eine sehr entschlossene, sehr beständige Frau die sich niemals etwas bieten lassen wollte. Sie zeichnete sich durch einen ausgelassenen Mutterinstinkt aus. Sie war bereit alles erdenklich mögliche für mich und meine Mutter und natürlich meinen Opa zu tun. Jederzeit, egal was. Hauptsache es geht uns allen gut.

Sie war ein Bisschen das allbekannte Oma-Klischee a lá "Omg, du hast heute noch nichts gegessen? DU WIRST VERHUNGERN!!!1" Deswegen gab es jedes Mal wenn ich in Russland zu besuch war ordentlichst zu essen. Als ich mit 12-13 angefangen habe, mit Vegetariertum anzubandeln (damals noch nur für ne kurze Zeit) hat es ihr nichts ausgemacht. Statt Riesenwürste gabs halt damals Tonnen an Gemüse zu Kartoffelpürree. Als ich dann ernsthaft Vegetarier wurde, war das zwar erst recht seltsam (ja ich habe bei ihr die Fleischstückchen die in der Suppe schwammen einfach ausgelassen), aber sie gab sich damit irgendwie auch zufrieden. Es war auch kein Thema, Fleischersatz zu kochen. Im nachhinein betrachtet war es wohl das mieseste Sojageschnetzeltes überhaupt - nämlich überhaupt nicht gewürzt und geschmacklos. Aber ich habs vertilgt.

Dieser Mensch hat alles für mich gemacht. Ich war ihr lieblingsenkel. Kein wunder, war ja schließlich der einzige. Sie hatte eine Vorliebe für Haustiere (jaja ich weiß, Karnismus). In ihrem Haushalt hatte einiges an Vierbeinern ein schönes Leben gehabt. Oder an Zweibeinern. Angefangen mit Roma, den Papagei, Kusja den Streunerkater, den Perser Max der sowohl die Pudeldame Peggy, meine Hündin Meri als auch die Katze Bara überlebt hat bis er vor ein paar Jahren selbst eingeschläfert werden musste.

Sie liebte uns alle. Wirklich. Leider hatte ich immer wieder den Eindruck als ob mein Opa für sie zum Sündenbock für alles geworden ist. Als ich klein war, war ich zwar jedesmal erschrocken wenn sie sich gestritten haben. Doch ich hab es entweder verdrängt oder einfach vergessen, weil ich es im nachhinein als nicht besonders schlimm empfunden hab. Als ich älter wurde, wurde es immer schlimmer. Man merkt, denke ich mit zunehmenden Alter wie schlimm die Dinge um einen herum sind. Ich habe gemerkt, dass kaum ein Tag im Leben meiner Großeltern vergangen ist an den sie sich nicht gestritten oder über irgendwas laut diskutiert haben. Meine Oma wurde jedes Mal entweder sauer weil ihr irgendwas nicht gepasst hat, was mein Opa verbockt haben soll - oder weil ihr seine Meinung nicht gepasst hat - oder weil sie scheinbar keine guten Argumente mehr hatte............oder weil mein Opa ein energetischer Vampir ist, der sich vorgenommen hat ihre ganze Energie durch sinnlose Gespräche, Diskussionen und Streits aussaugen will. Dass sie vielleicht irgendwo auch selber daran schuld sein könnte, hat sie nie in Erwägung gezogen. Niemals.

Aber jetzt mal kurz zu etwas anderem:
Als ich ein Jahr lang in Russland gewohnt habe, habe ich mich irgendwann tierisch gelangweilt und angefangen irgendwelchen sinnlosen Scheiß zu bauen. Könnte man auch als Schabernack bezeichnen. Ich habe 1. einmal bis um drei Uhr nachts die MTV Europe Music Awards geguckt. Meine Oma erwischte mich dabei, war richtig enttäuscht weil ich so spät aufgeblieben bin und fragte am nächsten Tag ob ich sie noch lieb hab. 2. ich habe weil ich langeweile hatte in der Wohnung rumgezündelt. Ich verbrannte Papier als auch wattebäuschchen, getaucht in Spiritus. Als meine Oma danach im Müll zufällig die verkokelten Schnipsel gefunden hat wurde sie richtig sauer. 3. Ich habe mit einer Spritze rumgespielt (ohne Nadel) und dabei Wasser an die Decke gespritzt. Das war total gesundes, Ökowasser mit lauter Mineralien dass sie für mich besorgt hat, damit ich gesünder werde. Sie war nämlich in dieser Hinsicht auch sehr besorgt. Es entstanden ein paar Wasserflecken. Sie war nicht gerade begeistert. 4. Es war Winter. Max hat gekackt. Es war außer mir niemand daheim, ergo habe ich beschlossen den Katern den Arsch sauber zu machen und zu waschen. Im Winter. Kater not amused. Oma not amused. Oma ist danach der Meinung, ich würde sie alle hassen. Es gab davor auch schon irgendeinen Vorfall bei welchen sie mir schon Flugtickets nach Hause kaufen wollte. Angeblich. Aber das war die Höhe. Am Ende meines Aufenthalts war sie so froh, dass ich nach Hause fahre. Das allererste Mal.

Mein allerletzter Aufenthalt verlief mehr als miserabel. Ich war damals 17 Jahre alt und hab langsam realisiert, dass meine Oma ein übles Problem hat. Es war einfach unmöglich mit ihr auszuhalten. Zum Ende hin knallte es ordentlich und es sah für mich so aus als würden sich meine geliebten Großeltern bald trennen. Ich hätte an der Stelle meines Großvaters nicht mehr mit dieser Frau ausgehalten. Meiner Meinung nach hatte sie einfach verschiedene Ängste gehabt. Sowohl ich als auch meine Mum sind endgültig von Polen nach Deutschland gezogen. Deswegen waren wir noch weiter entfernt. Ja klar, es sind flugstundentechnisch nicht viel mehr Stunden als von PL nach RU. Allerdings war es für sie wahrscheinlich schon eine andere Welt. Wir waren weg. Weit weggedriftet. Zudem waren alle ihre Verwandten tot. Alle. Wirklich alle.

Als ich sie das erste Mal gesehen hab - war sie eine kleine, äußerst aktive Frau (mit Rückenschmerzen und Kettenrauchertum) und kurzen blonden Haaren. Bei meinem letzten Besuch war sie auf einmal schon ergraut und genau da merkte ich dass sie leider vergänglich ist. Leider war ich von ihrem Verhalten so dermaßen schockiert, genervt und übelst entsetzt dass ich langsam aber sicher immer weniger Bock hatte, Kontakt mit ihr zu halten. So hielt ich kaum Kontakt, meine Em auch nicht.

Knapp ein Jahr später erhielt ich beim rumhängen in der Stadt ein Anruf von meiner Mum. Sie erzählte mir, dass Oma gestorben ist. Sie war zu irgendeiner Routineuntersuchung, bei welcher sie Blut abgeben musste (?) gegangen. Mein Opa wurde auf der Arbeit angerufen, dass er sie bald abholen kann, es wäre alles gut gelaufen. Eine Stunde später wurde er noch mal angerufen. Sie war tot. Ich weiß bis heute nicht, was genau passiert ist. Vielleicht wurde es mir schon erzählt und ich habe es verdrängt. Leider kann ich nicht verdrängen, dass ich es nicht geschafft hab zu erleben wie meine Großeltern sich versöhnt haben. Sie blieben nämlich trotz allem weiterhin zusammen. Was mindestens genauso traurig ist, dass ich und meine Mum es nicht hinbekommen haben uns ihr wieder anzunähern. That sucks. Really.

Freitag, 30. Januar 2015

Geschichten, die keiner mag#43: #jesuisschlagmichtot

Ach du Scheiße. Das Jahr 2015 hat ganz schön heftig angefangen. Wobei "ganz schön heftig" ganz schön heftig untertrieben ist. Man findet selten Worte für solcherlei Gräueltaten. Ich hatte eigentlich vorgehabt ein paar kleine Geschichtchen zu schreiben, die mir in den letzten zehn Jahren widerfahren sind, u.a. über meine Oma (weil ich schon mal über meinen Opa geschrieben hab und sie dabei leider ziemlich außer acht gelassen hab). Aber dann kamen ein paar Terroristen in Paris um die Ecke und töteten ein paar Karikaturisten einer Zeitung. Was danach folgte, war eine hashtagwelle (#jesuischarlie), jede Menge Supporter (aus der richtigen und der falschen Ecke), jede Menge Gegentrends (#jenesaispaischarlie, #jesuisgaza, #jesuismohammed), einer Ficktonne an Verschwörungstheorien und allerlei Widerwärtigkeiten, sei es in Form von "Beweis"videos, Kommentaren, Bildern etc. Mir kommt immer noch die Galle hoch wenn ich daran denke. Und was mache ich, wenn mir die Galle kommt? Richtig, ich schreibe Geschichten die keiner mag.

Ich will nicht behaupten, dass die Nachricht "wie eine Bombe einschlug", sie ging nämlich beinahe ein mir vorbei. Habe es ganz zufällig im Radio auf der Arbeit mitbekommen. Japp. Sie klang nach "Islamisten haben Karikaturisten getötet, weil sie Mohammed (schlecht) dargestellt haben". Ich reagierte mit: "Woah, kacke. Scheiße ist das." Kommt wohl daher, dass ich an den Überfluss an schlechten Nachrichten aus allen Teilen der Welt leider viel zu sehr gewohnt bin. Das finde ich ehrlich gesagt, ziemlich Scheiße. Aber egal.

Nachdem das bekanntgegeben worden ist, solidarisierte man sich ziemlich schnell. Das hashtag #jesuischarlie ging um die Welt. Doch was ist da eigentlich passiert? Ein französisches Satiremagazin namens "Charlie Hebdo" veröffentlichte im Laufe seiner Karriere verschiedene Karikaturen die Religionen veräppelt haben. Das Christentum, das Judentum als auch immer wieder den Islam. Das passte ein paar Atttentätern (oder besser gesagt womöglich einem Terrornetzwerk) überhaupt nicht in den Kram. Ergo wurde die Redaktion umgebracht. Wie gesagt, solidarisierten sich etliche Leute mit den Opfern. Doch es kamen auch Reaktionen, wegen welcher ich immer noch den Kopf schüttel.

Es tauchten mal wieder Leute auf die auf jeden scheißbekackten Internettrend anspringen und sich natürlich ein #jesuischarlie-profilbild machen, weil "es alle so machen". Dazu kamen noch etliche antimuslimische Rassisten, wie beispielsweise in Deutschland die natürlich freiheitlich demokratische und überhaupt nicht naziverseuchte "Bürgerbewegung" PEGIDA. Diese hat es natürlich sofort für sich zu nutzen gewusst und hielt auf Demonstrationen und im Internet natürlich auch die #jesuischarlie-schilder. Und dann kamen natürlich auch noch die anderen komischen Leute, die behauptet haben dass das was geschehen ist natürlich schlimm war ABER man hätte die Karikaturen nicht veröffentlichen dürfen.

Das ist alles totaler Blödsinn. Ich verstehe das ganze wirklich nicht. Also beide Seiten nicht. Wie kann man, wie PEGIDA (die vor dem Anschlag gegen die Lügenpresse skandierten und nach dem Anschlagen für Pressefreiheit eintraten) und Konsorten ernsthaft behaupten dass dieser Anschlag der Beweis für die "Islamisierung des Abendlandes" ist? In den letzten 40-50 Jahren gab es immer wieder Anschläge und Morde durch islamistische Terroristen. Und klar existiert auch eine Einwanderung nach Deutschland, u.a. durch Moslems. Ich muss aber immer noch nicht jeden Morgen mich auf ein Teppich hinknien. Richtig, es gibt hier türkische Verbände, Zentren, muslimische Kinder in Kindergärten und ich werde nicht gezwungen "allahu akbar" rufend durch die Gegend zu rennen. Nope. Ehrlich gesagt erinnern mich Pegida und Konsorten an Islamisten bzw. Antizionisten. Sie rennen auch, teilweise bewaffnet in Mobs durch die Gegend, schreien "Allahu akbar!"/"Wir sind das Volk", hetzen gegen "Multikulti"/"dekadenten Westen". Meiner Meinung nach ist beides sich ziemlich ähnlich, außer natürlich dass man gegeneinander ist.

Was mich dabei richtig ankotzt, ist dass dieser Anschlag und die Reaktionen darauf es beinahe unmöglich machen den Islam vernünftig zu kritisieren bzw. über dieses Thema überhaupt zu sprechen. Ich finde es nämlich enorm wichtig, dass man diese Religion kritisieren darf und muss. Genauso wie man andere (Welt)Religionen kritisieren als auch verarschen darf. Nichts anderes hat Charlie Hebdo getan. Doch irgendwie scheint man das nicht zu checken. Eigentlich wäre es doch ein Zeichen von Gleichbehandlung wenn man den Islam wie die anderen Religionen kritisiert. Anstelle von permanenter Benutzung des Wortes "Islamophobie" wäre es angebrachter mal zu überlegen wann dieses Wort wirklich zutrifft. Ist es islamophob wenn ich die iranische Regierung kritisiere, wenn ich den politischen Islam wie er sich in der Öffentlichkeit gibt ablehne, wenn ich die Behandlung von Frauen in verschiedenen muslimischen Communities hinterfrage? Nope. Überhaupt nicht. Genauso wenig würde ich islamistischen Terrorismus fördern wenn ich muslimischen Flüchtlingen helfen würde oder mich nicht dran störe wenn jemand "halal" essen will.

Genauso nerven mich diese ganzen Pappnasen die sagen, diese Karikaturen hätten nicht veröffentlich werden dürfen (nachdem sie gesagt haben das attentat wäre schlimm ABER). Ganz ehrlich, auch wenn die Gesellschaft in der wir leben ziemlich am Arsch ist, so gibt es wenigstens halbwegs das Recht auf Meinungsfreiheit. So darf ich mich über jeden und jeden seine Religion auslassen wie ich möchte. Genauso wie sich der andere über meine Äußerungen auslassen darf. Er darf mich nur nicht wegen meiner Äußerungen töten bzw. mir den Kopf abhacken. Mit diesem klitzekleinen "aber" schafft man es, vllt. ohne Absicht das ganze Attentat zu rechtfertigen. Wie diese ganzen "Ich habe ja nichts gegen Ausländer ABER"-Sager.

Und noch mehr kotzen mich die Verschwörungstheorien an die noch am selben Tag entstanden sind. Man sagt, es waren keine Moslems, es war die CIA, der Mossad, Israel, es ist gestellt gewesen etc. pp. Oder noch besser: man dürfe keine Witze über Juden machen, aber über Moslems schon. Witze über Juden wären nämlich Antisemitismus. Was für ein Scheiß. Witz über Juden sind kein Antisemitismus. Es kommt drauf an, was man ausdrücken will. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man auf dem Rücken der Opfer so eine ekelhafte Ausschlachtung betreiben kann. Einer der schlimmsten dieser Sorte war meiner Meinung nach der "Journalist" Ken Jebsen der mit rassistischen Äußerungen begründet hat, dass der Anschlag gestellt sei. Die Täter sprachen nämlich perfektes Französisch, das Attentat verlief viel zu organisiert und unspontan. Ergo können es keine Moslems gewesen sein. Das fällt in den mindestens genauso hohen Grad der Ekligkeit wie die vermeintlichen "supporter" von Charlie Hebdo. Ziemlich traurig finde ich übrigens dass so gut wie niemanden sich mit dem Opfern vom Anschlag auf einen koscheren Supermarkt solidarisiert die kurz danach gestorben sind.

Meine Fresse, es ist doch so einfach. Lasst Kritik zu. Hinterfragt eure Religion. Egal welche. Auch wenn es euch nicht schmeckt. Religionen haben keine Rechte, Menschen schon. Es MUSS möglich sein, den Islam zu kritisieren ohne dafür in eine ekelhafte xenophobe, antimuslimische, rassistische Scheiße abzudriften und es muss möglich sein das zu tun ohne vom gegenüber sofort das Wort "Islamophobie" vor dem Latz geknallt zu bekommen.

Meine Freunde, seid friedlich zueinander. Salam und Shalom. Und vergesst nicht eure Unterhosen zu wechseln.

Freitag, 26. Dezember 2014

Geschichten, die keiner mag#42: Jahresrückblick 2014

Guten Tag, meine Freunde.

Ich weiß, das ich in den letzten Jahren zum Jahresende einen Sondereintrag gemacht hab um auf das letzte Jahr zurückzublicken. Allerdings hatte ich in letzter Zeit ziemlich viel zu arbeiten, bin ziemlich ausgelaugt und möchte das nächste Jahr mit einer ziemlich guten "Geschichte, die keiner mag" beginnen, die sonst diesen Monat schon dran wäre. Deswegen spare ich an einem Beitrag und dieses Jahr kommt der Jahresrückblick in dieser Rubrik.

Leider hab ich irgendwie einen Teil des Jahres 2014 vergessen. Oder zumindest kann ich mich nicht an alles erinnern. Aber einiges müßt ihr auch nicht wirklich erfahren. Was ich gemacht, wo ich hingegangen bin könnt ihr übrigens immer noch in der Rubrik "Happenings des Monats" nachlesen.

Es hat sich einiges in meinem Leben verändert. Ich schrieb in Mai meine Fachabiturprüfung, BESTAND SIE (hahahaha, fick ja! friss das, faulheitsgeist) und hatte von dem Zeitpunkt an scheinbar unendlich lang frei. Habe mich dann auch so schnell es ging, ergo nach der Ausgabe des Zeugnisses, an mehreren FHs beworben...genauer gesagt zwei....weil der Zeitdruck viel zu hoch war....leider erfolglos.

Seit April dieses Jahres bin ich übrigens Papa. Genauer gesagt Hundepapa. Ich und Frau Otterich adoptierten eine 3-4 Jahre alte Hundedame aus Rumänien. Sie hört auf den Namen Titzi aka Titzi the Wonderdog aka Titzmaster aka [...] Und ist mittlerweile auch schon Covermädchen für diesen Blog hier. Ja, das obendrüber, das ist sie. Und sie schafft es jeden miserablen Tag ein Bisschen besser zu machen.

Das schafft auch Frau Otterich. Wir sind nämlich seit diesem September schon zwei Jahre zusammen. Und ich frage mich immer noch wie sie es mit mir aushält. Mittlerweile schaff ich es nämlich mir selbst aufm Sack zu gehen.

Ich habe seit September einen neuen Job. Von nun an bin ich Leergutasi, Rumschieber, Abpacker und Getränkemanfred in einem Getränkemarkt. Es ist zwar nicht das Beste, aber momentan von der Lage her super. Außerdem ist es ab diesem Dezember kein 400€-Job mehr. Das ist das erste Mal in meinem Leben dass ich "so viel" (also 680 brutto) verdiene. Ich vertreibe mir nun die Zeit mit Arbeiten, Bloggen und ab und an Bewerbungen an FHs losschicken. Ahja, ich wohne mittlerweile nicht mehr in Würzburg. Ich habs endlich geschafft! Mein neuer Wohnort befindet sich irgendwo mittendrin im Ruhrgebiet. Momentan bin ich ziemlich zufrieden, auch wenn ich bis jetzt kaum jemanden hier kenne. Aber die Zeit kommt noch.

Das Internet hingegen, welches eine lange Zeit für mich zu einer Art Nische geworden ist, in welche ich mich immer wieder zurückziehen konnte wurde langsam unerträglich. Während auf der Straße der Ekeldemonstrant wütete (sprich Islamisten die im Sommer vor Synagogen demonstrierten, rotbraune Querfront-Friedensdemonstranten jeden Montag, als auch ekelhafte Rechtspopulisten die an jeder Ecke Islamisten sehen) war es im Internet nicht ruhiger. Im Gegenteil: soweit das Auge geblickt hat war Hass. Widerwärtiger Internethass der nicht ekliger werden konnte. Gegen Juden die an allem bösen in der Welt Schuld sind ("Genozid" an Palästinensern, Krieg, Rothschildkapitalismus etc. etc.), gegen die Ukraine, weil die Bevölkerung zu 99% aus Nazis besteht (o.O) und gegen eine schleichende Islamisierung Deutschlands die äh....oh Entschuldigung, Zeit für ein Gebet

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Deutschland ist immer wahnsinniger geworden, sowohl auf der Straße als auch im Netz. Es ist unmöglich geworden, irgendwo zu surfen ohne dass sich Leute gegenseitig aufs übelste Beschimpfen und an allerlei Verschwörungen glauben. Das ist so abgefuckt, so krank....so aaargh. Manchmal hab ich richtig Bock meinen Laptop mit der Baseballkeule eins überzubraten. Diese Menschen sind so unglaublich kacke, dass ihnen scheinbar nichts mehr helfen kann. Meine Fresse, ey. Mir fehlen die Worte.

Was "..,klar" betrifft: Ich werde weiter bloggen bis ich nicht mehr kann. Dieses Jahr hab ich übrigens die 300-Beiträge-Grenze überwunden. Mal gucken wie viel ich nächstes Jahr schaffe. Mein Ziel sind übrigens 365. Ja, es macht immer noch Spaß zu schreiben, auch wenn einige Rubriken zum paininteass geworden sind. Zum Beispiel diese hier. Ich hab halt leider nicht immer den Elan mir irgendwas tolles zu überlegen. Außerdem gehen mir einfach die Themen hin und wieder aus. Trotzdem bleibt der Blog mindestens die nächsten zwei Jahre bestehen. Es gibt nämlich noch so viele Sachen über die ich schreiben kann :)

Ich frage mich manchmal was Leute suchen um auf meinem Blog zu landen. Die Statistiken geben einiges her:

Suchbegriffe (diese Woche):

die klasse von 1984
4








3 busen
3








katze guckt böse
2








martian manhunter and chocos
2








wichser
2








3 brüste
1








awesome halloween 2014 lsd
1








comic serien mit tiere
1








comic spiderman ehefrau
1








die besonderheiten der nationalen jagd
1

Was auch immer.

Ich freue mich übrigens wirklich aufs nächste Jahr. Wirklich. Auch wenn alles schief und krumm läuft.

Vielen Dank fürs Lesen. Das ist übrigens (außer Album der Woche diese und Happenings des Monats nächste Woche) der letzte Eintrag in diesem Jahr. Dankeschön. Ich hab euch alle lieb.


Sonntag, 23. November 2014

Geschichten, die keiner mag#41: Weird Dreams(Are made of this), Teil II

In letzter Zeit habe ich ziemlich gut geschlafen. Wirklich sehr gut. So durchgehend 8 Stunden am Stück. Mich beschleicht das Gefühl dass ich viel zu lange im Netz unterwegs mich viel zu viel über irgendwelche dummen Leute geärgert hab(auch außerhalb des WWW) und wohl kein Bock hatte meine Schlafenszeit mit irgendwelchen sinnfreien Facebook-Diskussionen zu verschwenden. Deswegen hab ich mich früher schlafen gelegt. Und ich glaube, dass wenn man länger schläft, man auch ne höhere Chance hat zu träumen. Und zwar nichts produktives aber das tut man ja eh nie. Der Wahnsinn fing bei mir vor ca.....drei Wochen an:

Es fing an als ich mich aus welchem Grund auch immer zusammen mit einem Arbeitskollegen(ja ich habe mittlerweile wieder eine Arbeit) in einem Auto befand. Wir waren in einem leicht schläfrigen Zustand. Überhaupt keine Ahnung wer das Auto gefahren ist. Jedenfalls wurden wir irgendwann aufgeweckt mit den Worten: "SO! WIR BEFINDEN UNS KURZ VOR DER DEUTSCH-ÖSTERREICHISCHEN GRENZE! IHR DÜRFT JETZT NACH HAUSE LAUFEN!". Genervt wie eh und je stiegen wir aus, meinten nur "Och nööö....och neeee, nicht schon wieder...neeeee" und fingen an zurück nach NRW zu laufen. Ich glaub der Traum ist als Metapher von meiner Arbeit zu deuten. Dort gibts nämlich diverse Vorgänge auf welche man eben so und nicht anders reagieren könnte.

Noch schlimmer wurde es vor paar Tagen:
Ich, Pilz sowie ein paar andere Leute(an die ich mich leider nicht erinnern kann) befanden uns in einem Hinterhalt. Wir waren irgendwohin unterwegs und liefen unter einer Unterführung durch. Plötzlich tauchte eine größere Gruppe von Frauen auf. Es war die Ultra'gruppe eines katalonischen Fußballvereins - es könnte auch FC Katalonien geheißen haben - und war irgendwie nicht so nett drauf. Ich glaube sie wollten uns verprügeln. So vollkommen ohne Grund. Doch schnell konnten wir irgendwie den Frieden schließen. Es stellte sich heraus, dass sie Kuchen dabei hatten. Ganz leckeren kirchkuchen mit so einem Gittermuster aus Teig, welches über die Kirschschicht gelegt wurde. Verdammt lecker. Es war auch total einfach ihn zu essen, weil man ihn vom Blech wie einen frischen Aufkleber einfach abziehen konnte. Nagut, er war etwas gummiartig. Aber was solls. Ich war noch vollkommen in meinem "Modus" und war mit diesem Gummikuchen beschäftigt als Pilz um die Ecke kam. Er hielt irgendwas essbares in der Hand und kaute offensichtlich noch. Voller Begeisterung meinte er zu mir: "ALTER! Du MUSST deren Hartmus probieren!!! Ist voll lecker!". Ich fragte mich an der Stelle "Was zur Hölle ist Hartmus? Etwa harter Apfelmus? Ausgetrockneter Humus? Hartmut? Hartmut Engler? PUR? Abenteuerland? Hä?"....

Aber es hat nur ein paar Sekunden gedauert und ich war in meiner Schule. Ganz genau der Schule an welcher ich mein Fachabi gemacht hab. Glaub ich. Ich war auf dem Weg zur Mensa und hatte schon ein Tablett in meinen Händen obwohl ich gar nicht in der Mensa drin war. Das machte überhaupt keinen Sinn. Aber das war in erster Linie egal, denn ich konnte aus dem Fenster sehen. Draußen stand ein nackter Mann der von oben bis unten in Dreck genauer gesagt höchstwahrscheinlich in irgendeiner widerwärtigen Kloake stand. Hinter ihm lag ein Kind auf dem ebenso dreckigen Boden und hielt ein Glas in der Hand. Der Mann versuchte sich aber irgendwie sauber zu machen - das klappte aber nicht so ganz - und den Dreck vor sich hin irgendwo in eine Richtung zu schieben. Das ganze passierte in einer Art Sandkasten. Schlimmer wurde es, als ich gecheckt hab dass dieselbe braune Masse in der Mensa aus großen Wasserhähnen fließt und direkt auf den Tabletts landet. Im selben Moment fing irgendein komischer Kauz an mich von hinten zu schubsen. Begleitet hat er diese Aktion mit einem unglaublich seltsamen Lachen a lá "huehuehue". Ich versuchte ihn klarzumachen dass er die Schnauze halten und mich in Ruhe lassen soll. Und zwar auf allen Sprachen die ich konnte. Warum auch immer.

Das war vor ein paar Tagen. Das hier träumte ich letztens, also gestern Nacht:
Es fing damit an, dass meine Eltern - also mein Stiefvater und meine Mama - bei MIR daheim eingezogen sind. Einfach so, als ich grade mal nicht daheim war. Ohne ersichtlichen Grund. Ich kam nach Hause und es waren lauter neue Möbel da, aufgestellt in unmöglichsten Konstellationen. Die Küche war dermaßen zugestellt, dass man sich überhaupt nicht durchquetschen konnte. Aber eigentlich habe ich keine Küche sondern eine Küchenzeile. Deswegen fragte ich mich, wie zur Hölle all das Zeug da reingepasst hat. Mittendrin saß mein Stiefvater und saugte genüßlich an seinen Kaffee. Ich fragte ihn, was zur Hölle er hier macht und was soll die scheiße hier usw. usf. Er meinte: "Ja, jetzt ist das hier so.". Ich wurde schnell wütend und zog vor mein Robinkostüm anzuziehen und Batman im Kampf gegen das Verbrechen beizustehen. Doch mir fiel was besseres ein.

Ich war nämlich zusammen mit meinen Freunden Pilz, Synkrath und Kaptain Borito Kadaver zu einer Party eingeladen. Also gingen Ich, Pilz und Synkrath hin. Der Treffpunkt war ein Swimmingpool irgendwo in irgendeiner reichen Gegend. Keine Ahnung welcher Stadt. Ist auch egal. Jedenfalls traf bald Kaptain Borito Kadaver ein und trug einen Plüschanzug mit schwarzen Flecken drauf. Er sah aus wie Fred Feuerstein. What the fuck? Was hat ihm den geritten? Aber egal. Wir standen vor diesem Swimming Pool und ich fragte mich wo die Party denn stattfindet. KBK meinte, dass der Ort wohl irgendwie verzaubert(?) sei und wir untertauchen müssen um alles zu sehen. Gesagt, getan. Wir gingen unter Wasser, mit allen unseren Klamotten. Was von oben nicht zu sehen war, kriegte man hier volle kanne mit: Es war eine Swingparty - die Leute tanzten wie verrückt, es lief Musik etc. etc. Ich versuchte mich sogar dazu zu bewegen, war aber echt schwierig. So unter Wasser. Ich hoffe, dass ich es nicht in der realen Welt versucht hab. Hätte bestimmt komisch ausgesehen. Aber was gibts schöneres als eine Swingparty? Eine Unterwasserswingparty natürlich! Yeah!

Blöd nur, dass ich irgendwie mitbekommen hab was oben abging. Die Organisatoren des Events haben irgendwie Ärger mit nem Bademeister(ich glaub das war gar kein Bademeister sondern ein typischer Ruhrpottasi der in Jogginghose und bierbefleckten Wifebeater den ganzen Tag am Fenster rumhängt und Leute anmeckert, wie zum Beispiel die Orga-Leute) der aus irgendeinen komischen Grund der Meinung war, die Party würde so nicht gehen. Ist unter Wasser. Geht nicht. Die Leute könnten ersticken. Lebensgefahr fünününü. Also ruft er die Polizei. Alle sind natürlich ganz aufgeschreckt und fliehen wie bei einer Razzia oder so. Während der Flucht verliere ich irgendwie meinen halben Outfit, komme aber grade so daheim an. Rufe dann wie selbstverständlich um drei Uhr nachts Synkrath an und frage ihn ob er weiß an welcher Ecke ich meine Hose hab liegen lassen. Er meint nur: "Ja hallooooooooo Stricher warum rufst du mich um drei Uhr nachts an???? MHhhhhhhhhhh NÖÖÖÖÖÖÖÖ NEIIIIIIIN ICH WAR AUF GAR KOINER PORTY! NÖNÖNÖNÖ! NÜSCH DASCH ISCH WÜSCHTE!". Aber ich wusste doch genau dass er da war....das kann doch nicht wahr sein....

Das fragte ich mich, nachdem ich aufgewacht bin. Was aber viel schlimmer war: Ich hab mich tatsächlich noch gefragt ob ich Synkrath wirklich angerufen hab.

Samstag, 25. Oktober 2014

Geschichten, die keiner mag#40: Stricher war auch mal klein

Bei all den Erzählungen über meine Arbeit, über Subkulturen, Politik und den ganzen Krimskrams hab ich eines leider vergessen. Nämlich meine Kindheit.

Ja, ich bin ein Kind der 90er aber neheeeein ich werde hier nicht/aufkeinenfall den Eintrag mit sinnlosen Nostalgieonanierereien auf irgendwelche Serien oder Kaugummis verbocken. Nein, es geht um viel mehr. Mag sein, dass das alles irgendwie abstrus oder unwichtig erscheint, aber ich hab Bock darüber zu schreiben.

Ich bin Ende des Jahres 1990 in einem beschaulichen kleinen Städchen im Norden Polens auf die Welt gekommen. Über die Geschichte meiner Familie müsstet ihr aber auch schon bescheid wissen. So, das wärs eigentlich, was die Vorgeschichte betrifft. Jetzt kommen wir aber zu der frühesten Erinnerung, die ich habe:

Ich, meine Em, als auch irgendwelche Freunde von ihr sitzen bei einem gemütlichen Abend in unserer Wohnung. Irgendwann "falle" ich "absichtlich" vom sitz runter. Meine Em meint schon drohend "Stricher, hör auf Unfug zu machen". Doch das ist nur der Anfang. Klein Stricher rennt los und quer durch den raum durch und landet mit seinem Kopf direkt am Heizkörper. Krankenhaus. Wunde am Kopf. Es wird genäht. Seitdem hat Stricher eine Narbe, weiß aber nicht genau wo.

Schnitt.
Kindergarten: Befand sich genau gegenüber unserem Block. Lärmende Kinder. Mehr weiß ich auch nicht.

Schnitt.
Aufenthalt bei meinen Großeltern in St. Petersburg. Es ist Winter. Mein Opa trägt mich durch die Gegend weil ich müde bin. Ich pinkel mich ein.

Schnitt.
0. Klasse aka Vorschule. Circa 1996. Rundherum um mich sind Kinder. Ich bin auch ein Kind. Am ersten Tag gibt es Brötchen von meiner Mama zum Frühstück. Dadrauf: Butter und Salami. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass ich es nicht mochte und ca. 100 Jahre darauf rumgekaut hab und es anschließend weggeworfen hab. Die Kids waren echt komisch. Das eine Mädel prahlte die ganze Zeit damit rum, dass sie "Klamotten aus Deutschland, spielzeug aus deutschland, alles aus deutschland" hat. Der eine war einfach ätzend. Er machte sich am Anfang über meinen Nachnamen lustig, weil es auf polnisch "Heugabel" heißt. Dann war noch dieses komische Mädchen was sich einmal abgeleckt und gemeint hat, dass sie süß ist. Und dieses nette Mädchen, dass mir mal die Schuhe gebunden hat, weil ich es damals immer noch nicht konnte. Ich weiß noch genau, dass sie die Erzieherin spaßeshalber "Mami" genannt hat, auch als sie von ihrer eigentlichen Mama abgeholt wurde und sich verabschiedet hat. Das fand ihre Mama wohl nicht wirklich lustig. Sie hat nämlich später mal erzählt, dass als sie mal ihre Mutti nach irgendwelchen Materialien für den Bastelunterricht gefragt hat, ein "HALT DEINE FRESSE!" als Antwort bekommen hat. huehuehue
Sehr witzig war auch der "Tag von Oma und Opa", welcher als Zusammenlegung der beiden Feiertage "Omatag" und "Opatag" fungiert hat. Ich sollte eigentlich ein Teil eines Gedichts aufsagen zog aber vor stattdessen ein "Habe ich vergessen" rauszuhauen.

Ich war außerdem ein Fernsehkind. Batman, Schlümpfe, Teenage Mutant Ninja Turtles, Familie Feuerstein und die Power Rangers. Ja, ich liebte die Power Rangers. Ich ging sogar soweit dass ich aus bunter Pappe Pfeil, Bogen und zwei Messer gebastelt hab weil ich die zwei mädels von nebenan überreden wollte, dass sie Kimberly und Trini darstellen sollen. Leider hat es mir meine Mum ausgeredet. Aus heutiger Sicht ist auch interessant wovor ich damals alles Angst hatte. Nämlich vor Jim Carrey als er noch im gelben Zoot Suit und grünem Gesicht in "Die Maske" rumgejumpt ist. Oder vor Spider-Mans riesigen Augen. Oder vor Knöpfen. Naja vielleicht keine direkte Angst aber Ekel. Egal ob Knöpfe am Weihnachtspulli oder die am anderen Ende der Bettwäsche.

Meine Em und ich waren nicht gerade reich. Ich weiß nicht wie sie es geschafft hat uns beide durchzubringen. Jedoch hat sie das ordentlich hinbekommen und deswegen hab ich immer noch Respekt vor ihr, auch wenn wir einige Unstimmigkeiten hatten. Krass wars auch als irgendein polnisches Jugendamt versucht hat mich nach der Scheidung meiner Eltern wegzunehmen. Die Begründung war: Das Kind kann nicht "russisch" erzogen werden. Dabei wurde ich das gar nicht, sondern bin zweisprachig aufgewachsen. Außerdem haben sie versucht entweder unterschwellig oder aus verpeiltheit für den polnischen Ausweis den russischen Namen meiner Ma in einen polnischen umzuwandeln. Ich kann mich leider nicht erinnern dass ich die Frau vom zuständigen Amt versucht hab dafür zu treten.

Ich war ein schwieriges Kind, legte mich im Supermarkt aufm Boden oder draußen in eine Pfütze wenn ich nicht das bekommen hab was ich wollte. Dafür hatte ich eine beste Freundin - sie war ein paar Monate alt als mein Pe sie nach Hause gebracht hat. Sie hieß Meri und war eine Dackeldame. Meine Nervereien und Aufmsackgehereien waren dem Hund wohl ne Zeit lang echt zuviel geworden, sodass sie keine anderen Kinder mehr gemocht hat. Trotzdem mochte sie mich, auch wenn ich manchmal scheiße zu ihr war(so wie kinder manchmal sind) und auch wenn wir sie leider übelst überfüttert haben.

Manchmal frage ich mich wie wir überhaupt zurecht gekommen sind damals.

Schnitt.

Umzug nach Breslau. Erste Klasse. Ekelhafter erster Schultag. Ich hab geheult. Nichts mehr mit Ferien. Und dieses komische kleine Schulgebäude. Diese ganzen komischen Kinder. Niemand mochte mich. Wirklich niemand. Man nannte mich "Syph", aus wasweißich für Gründen. Und weil mich niemand gemocht hat, hab ich Stunk gemacht. Hauptfeind#1-2 waren übrigens Dominik und ein Kind was ähnlich wie ich hieß. Es hatte nämlich die deutsche Version meines Vornamens. Hab irgendwann üblen Anschiss bekommen weil ich ein Mädchen mit nem Radiergummi böse getroffen hab(inklusive blauer Fleck). Irgendwann hat Dominik n Ball direkt in meine Zähne geworfen, wodurch einer danach entfernt werden musste(war eh n Milchzahn). Später hat er sich bei mir mit nem Geschenk(nem Spielzeugauto) eingeschleimt. Cool war n Junge aus meiner Klasse, der so lieb und nett war, dass alle gemeint haben er hätte "ein sooooo großes Herz". Selten jemand so engagiertes getroffen, der andere verteidigt hat. Lustig waren auch das Mittagessen. Ich meine mich zu erinnern, dass wir beinahe jeden Tag zum Mittagessen in die Mensa einer nahegelegenen Schule(in die alle Schüler nach der dritten Klasse wechseln) gegangen sind. Dort schrieben wir die Zahlen von Böden aller Teetassen auf, weil wir dachten es wäre irgendein Geheimcode oder so. Außerdem meinten wir dass die Köchinnen Hexen sind die das Essen absichtlich vergiften. Aluhut deluxe.

Schnitt.
2-3 Klasse war mindestens genauso ätzend. Wir sind nämlich von Breslau wieder zurückgezogen und ich ging schon wieder auf eine neue Schule. Was für ein Abfuck. Gemobbe in der Schule, Gemecker daheim. "Prügeleien", wenn man das so bezeichnen darf. Das war nicht sehr schön.
Doch in der vierten Klasse kam die Erlösung. Robert kam in die Klasse. Er war neu, kam ursprünglich von einer Musikschule und konnte kein Englisch. Von nun an, haben alle auf ihm rumgehackt, anstatt auf mir. Robert stinkt, Robert ist dumm, Robert kann kein Englisch zomg lol was für n opfer lan scheis katofl. Nun gut, ich versuchte mich mit ihm anzufreunden, allerdings war sein Verhalten sehr seltsam. Er log nämlich wie gedruckt. Und ich wusste immer nich ob ich irgendwas davon glauben soll. Dass sein Onkel zum Beispiel mit Limp Bizkit befreundet ist und sie bald nach Polen kommen. Apropos Limp Bizkit: Ich war damals 9-10 Jahre alt und fuhr auf einmal auf Zeug wie Eminem, Kid Rock, Korn usw. ab. Nicht wie Eiffel65 oder Gigi D'Agostini oder Just 5, was meine Klassenkameraden gehört haben. Irgendwie hat da angefangen sich irgendwas zu ändern. Wir hörten gemeinsam in den Pausen Musik mit mitgebrachten Anlagen. Alles wurde irgendwie viel cooler. Außer dass irgendwann Leute angefangen haben miteinander auszugehen...was mich irgendwie sehr verstört hat. Ebenso verstörend war der Besuch einer Psychotherapeutin(oder so) die mit uns im Kreis saß und uns dazu brachte die beknacktesten, ekligsten Schimpfwörter rauszuhauen die wir nur kannten. Irgendwann kam die Zeit der Sommerferien und ich musste gehen. Nach Toytschland. Allerdings mit einem Zwischentopp in Russland.

Schnitt.

Eigentlich sollten es nur die Sommerferien werden. Doch nicht wenn es nach meiner Oma gehen sollte. Sie war etwas zu gesundheitsfanatisch, besonders was mich betrifft. Also ging es zu einer Klinik und mich abzuchecken - sie hatte nämlich den Verdacht ich hätte Skoliose(schiefer Rücken und so). Die Leute in der Klinik schienen mir aber nicht sehr seriös zu sein. Ich hab als erster nämlich von dem Chefarzt Finger in den Arsch bekommen(und daraufhin zur Belohnung n Kaugummi! Hey, immerhin etwas!). Danach hat mir so n Arzt das Fleisch vom Rücken wegmassiert. Daraufhin musste ich ne Zeit lang den Hals langgezogen kriegen....warum auch immer... Man hatte übrigens den Verdachte ich hätte Epilepsie was sich auch als Mumpitz rausgestellt hat.... Auf jeden Fall war eine lange, mehrmonatige Therapie vorgesehen. Sodass meine Großeltern mein Visum verlängert und mich an einer Schule angemeldet haben. Meine Fresse war das langweilig dort. Es ist buchstäblich nichts nennenswertes passiert.

Falls ihr wissen wollt was danach geschah, dann lest die Stories "Was los, bljad?" und "Setzen, fünf!"

Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal.