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Montag, 31. August 2026

Happenings des Monats: August'26

Stricher guckt sich "Spider-Man: Brand New Day" an am 02.08.2026 mit Genosse M. und Kollege M. in Filmwelt Herne

Streitet euch ruhig wer von euch beiden Genosse und wer Kollege ist. Ist mir egal lel. Jedenfalls ist es schon fast ein Monat her, dass ich vor lauter Stress und Klausurvorbereitungen vergessen habe, darüber zu schreiben. Jedenfalls, here it goes. Aber vorher eine

SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG







Wir befinden uns also im mittlerweile 38.(ernsthaft jetzt?!) Film des "Marvel Cinematic Universe" und gleichzeitig vier Jahre nach den Ereignissen in "Spider-Man: No Way Home". Nachdem die ganze Welt durch einen Zauberspruch von Doctor Strange vergessen hat, dass Peter Parker (Tom Holland) tatsächlich Spider-Man ist - inklusive seiner Freundin MJ (Zendaya) und seines besten Freundes Ned Leeds (Jacob Batalon) agiert der junge Mann als "Superheld im Untergrund". Er ist weder Teil der Avengers noch irgendeiner anderen Superheldencrew noch Teil von irgendeinem wichtigen kosmischen Ereignis. Er ist ein stinknormaler Street Level Superhero der gegen Bösewichte kämpft wie Tombstone (Marvin "Krondon" Jones III), Scorpion (Michael Mando), Ramrod oder Boomerang. Bei den Bewohnern New Yorks ist er äußerst beliebt. Zudem arbeitet er mit Detective Jean DeWolff (Liza Colón-Zayas) zusammen, die ihn sehr schätzt. Ihm wurde sogar mal der Schlüssel zur Stadt New York übergeben. Doch gleichzeitig ist er einsam und alleine und beobachtet heimlich die Livestreams von Ned und MJ, die wie schon gesagt, nicht mehr wissen wer er ist. Relativ kurz nach der Einleitung des Films passiert folgendes: Ein Panzerwagen fährt scheinbar unkontrolliert durch New York. Spidey versucht ihn aufzuhalten, der Punisher Frank Castle (Jon Bernthal) tatsächlich auch. Allerdings sind die Methoden der beiden durchaus unterschiedlich. Der Wagen rast direkt zum Gebäude der "Department of
Damage Control", die es sich zur Aufgabe gemacht hat Superschurken gefangen zu nehmen. Im Panzerwagen sitzt eine ältere verwirrte Frau am Steuer, die offensichtlich nicht weiß, wie sie dahin gekommen ist. Peter stellt schnell fest, dass irgendwas oder irgendwer der von Körper zu Körper springen kann für den Angriff verantwortlich ist. So befreit dieses Wesen/dieser Mensch Scorpion, der gerade dabei war in ein Hochsicherheitsgefängnis transportiert zu werden (oder so). Was das Ziel ist und welche Hintergründe für diese Aktionen existiert, weiß keiner. Peter stürzt sich in Detektivarbeit und findet durch Yelena Belova (Florence Pugh) aka Black Widow heraus, dass es nicht der erste Angriff ist. Dazu kommt noch, dass Peters Körper sich verändert. Er mutiert scheinbar weiter und wacht eines morgens in einem Kokon aus Spinnenweben auf - dabei kann er plötzlich Spinnennetze aus seinen Handgelenken schießen.

Es gab viel Wirbel um den Film im Vorfeld. Man vermutete, es wäre der Spider-Man-Film mit den meisten Bösewichten/Gegenspielern. Tatsächlich sind die Auftritte von Ramrod, Tombstone, Boomerang, Tarantula oder Gruppierung "The Hand" eher sowas wie extended Cameos. Einzig Scorpion ist länger zu sehen. Der Fokus liegt hier nicht auf irgendwelchen klassischen Spider-Man-Gegnern sondern auf dem klassischen Trope der "wichtigen Behörde, die eigentlich gar nicht so cool ist und finstere Ziele" verfolgt. Dazu kommt noch ein klassisches Spider-Man-Team-Up mit dem Punisher - klassisch weil "ungleich und ungleich gesellt sich gern". Außerdem noch ein (großer) Ausblick in die Zukunft des Marvel-Films, die bei den X-Men liegt. So viel habe ich schon mal verraten, ohne zu viel zu verraten. Aber wahrscheinlich wisst ihr schon eh, was hier passiert. Jedenfalls schafft "Brand New Day" mehrere Sachen gleichzeitig: Eine coole und interessante Story zu erzählen (die meinetwegen schon auf ähnliche Weise schon mal stattgefunden hat) und nicht zu viel Fan-Service zu bieten. Gleichzeitig gefällt mir die Idee, Spider-Man zu einem "grounded, street level Superhero" zu machen ohne ihn bis an sein Lebensende todunglücklich zu machen. Scheinbar ist es das Erfolgsrezept bei Marvel gewesen, schon seit Jahrzehnten. Doch hier ist es irgendwie anders. Zwar ist Peter super traurig, dass sein vorheriges Leben nicht mehr existiert - doch er findet irgendwie einen Weg daraus. Ich finde, dieser Film findet erfolgreich den Weg zurück in das ursprüngliche Spider-Man-Schema. Nämlich ganz ohne Weltraumabenteuer oder irgendeinen Thanos oder irgendeiner superkrassen Multiverse-Geschichte. Nach den ersten beiden Sam-Raimi-Filmen ist das hier wohl der beste Spider-Man-Film. Bis jetzt.

8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:



MIDNIGHT + SPECTRAL WOUND am 10.08.2026 in Junkyard Dortmund

Es geht scheinbar kaum ein "Happenings des Monats" ohne ein Bisschen Meddl. Ergo, here it goes. Habe mich seit Monaten darauf gefreut, endlich mal wieder Midnight zu sehen. Dabei habe ich das schon zwei Mal getan. Doch es reichte natürlich nicht. Diesmal waren Midnight auf Tour um das fünfzehnjährige Jubiläum ihres Albums "Satanic Royalty" zu feiern. Und eigentlich waren Phantom Corporation als Vorband, doch aufgrund des Bahn-Chaos und meines Später-Ankommens konnte ich sie leider nicht sehen.


Darum war die erste Band des Abends für mich Spectral Wound. Ich kannte sie schon seit geraumer Zeit und war Fan dieses Albumcovers, dass mich entfernt daran erinnert wie jemand eine Ballerina-Pose mit einem weißen Schuh auf einem schwarzen Tisch macht. Dabei ist es gar nicht auf dem Cover zu sehen sondern irgendein Schädel. Wer weiß, wieso ich diese Assoziation habe. Keine Ahnung. Jedenfalls war ich an dem Abend zwar irgendwie fit, war aber vorher auf der Cranger Kirmes und habe dementsprechend schon einiges erlebt. Also stand ich da rum in einer Ecke, gab mir diese furiosen, großartigen, vielleicht nicht ganz trven Black Metal und meine Gedanken wanderten umher, hierhin und dahin und wieso ist das so und das andere so und nicht anders und was muss ich noch so machen. Ich weiß nicht ob mein Gehirn so gestresst ist, dass es damit versucht sich zu entspannen oder ob ich mich tatsächlich wohl fühle auf dem Konzert und es die Art des Gehirns ist das Wohlsein auszudrücken. Keine Ahnung. Jedenfalls war der Auftritt zwar relativ kurz, aber bombastisch. Im Gegensatz zu Midnight machen Spectral Wound keinen Black'N'Roll sondern straighten Black Metal der neuen Art (ohne "Post-" in der Genrebezeichnung). Es ist ein konstanter Lärmteppich der mich umgibt. Es ist sehr schön.

In der Pause begebe ich mich nach vorne und stelle mich rechts hin, sodass ich alles von der Seite beobachten kann. Nach einem kurzen Intro kommen endlich Midnight auf die Bühne. Alle drei gekleidet in Lederkluft, Ketten, Patronengürtel und natürlich diese Strumpfmasken über den Gesichtern. Sie spielen das Album "Satanic Royalty" in Gänze. Sie interagieren mit dem Publikum, was wahrscheinlich für sie auch leichter fällt, weil man ihre Gesichter nicht sehen kann. Zumindest hätte ich dabei weniger Hemmungen. Ich kenne leider die Songs von "Satanic Royalty" so gar nicht. Stellt euch vor, ihr hört immer wieder Musik und holt was nach aber für irgendwas bleibt einfach keine Zeit. Die Songs daraus sind wesentlich simpler, punkrockiger und schneller als das spätere Material. Zum Glück spielen sie danach noch "Fucking Speed and Darkness", das ich tatsächlich kenne und mitsingen kann. Es gibt keine Zugabe, allerdings kommen die Mitglieder hinterher zurück und fassen alle in der ersten Reihe mit ihren schwitzigen Händen an. Irgendwie cool und unerwartet - ist mir auch nicht so unangenehm, schließlich kann ich mir ja später die Arme waschen.

Anyways: Super angenehme Band, ganz und gar ohne jegliche Rockstarattitüden, die mit dem Publikum auf einer Ebene ist. Ganz schön Punkrock ganz und gar ohne irgendeine trveness. Mir gefiel außerdem die Aussage nach dem Motto "Scheiß darauf, dass heute Montag ist und du morgen arbeiten musst!". Very awesome.




KAZ Open Air am 29.08.2026 in Hibernia, Herne

Nach einer längeren Zeit mit Klausuren (und Vorbereitungen dazu) als auch einer Frühschicht (am selben Tag) war es mal wieder zeit unter die Leute zu gehen. Und zwar irgendwohin wo es absolut niemanden juckt, wie ich aussehe, was ich anhabe oder welche Musik ich höre. Ich rede natürlich vom KAZ Open Air, das jährlich vom KulturAlternativen Zentrum in Herne veranstaltet wird. Ich bin tatsächlich bis jetzt kein einziges Mal im KAZ gewesen, dafür aber auf dem Open Air. Seltsame Sache, das. Muss ich wohl mal nachholen. Wie auch immer, als ich ankam traf auf Genossen A. und einige seiner Freunde. Es war ein tatsächlich sehr angenehmer Nachmittag.


Die erste Band, die ich mir angesehen habe waren SHOK GÜZEL. Eine wirklich herausragende Punkband mit Texten die teilweise auf Türkisch waren und unter anderem die Frauenrechtslage in Afghanistan, Türkei, Syrien angesprochen haben. Aber auch mal gegen andere Macker (zum Beispiel in der Skateboardszene) ausgeteilt haben. Dazu noch eine Art Crossover Part in einem Song. Fand ich sehr angenehm. ANGRY YOUTH ELITE  nehme ich nur teilweise wahr. Irgendwie klingt das in meinen Ohren nach Pennywise. Irgendwann komme ich nach vorne, weil ein Song nach "Boxcar" von Jawbreaker klingt. Stellt sich heraus, dass sie sich etwas am Riff bedient haben. Ist insgesamt leider nicht wirklich mein Fall. PISSCHARGE sind es viel eher. Die vier Mitglieder aus Deutschland, Chile und Brasilien (die allesamt in Linden wohnen) machen (selbstverständlich, der Name verrät es ja schon) sowas wie D-Beat bzw. orientieren sich daran. Die Texte sind auf Spanisch. Beim späteren Nachrecherchieren merke ich dass sie in "Ahora ex...Ucraina" ganz "reflektiert" die ukrainische mit der russischen Regierung gleichsetzen und den Krieg auf ein "Böse vs. Böse" reduzieren. Naja, ich habe nicht viel erwartet. Der Sound ist aber echt geil und fetzig. Später dann DOSENSTOLZ mit Geschrei übers Biertrinken, "Heten treten" und Arbeitszeitbetrug. Es ist so herrlich stumpf, dass es schon wieder Spaß macht. Als würde man...ach keine Ahnung, als würde man sich in seiner WG Küche lauthals übers Bier das einen weggetrunken wurde streitet und dazu verprügelt einer seine Instrumente. So in etwa.

Als ich merke, dass zwischen Dosenstolz und Waving The Guns super viel Zeit dazwischen ist, ich tierisch müde bin und mir kalt ist (trotz des DIY-Regenponchos aus einer Mülltüte) beschließe ich, nach Hause zu gehen. Bis nächstes Jahr.

Freitag, 31. Juli 2026

Happenings des Monats: Juli'26

The Other auf dem Bochum Total am 04.07.2026

Mich hat es schon seit Jahren nicht mehr aufs Bochum Total verschlagen. Das letzte Mal war vor einigen Jahren, als tatsächlich eine Horror Punk aufgetreten ist: Bloodsucking Zombies From Outer Space. Diesmal war es wieder so weit - wieder eine Horror Punk Band. The Other habe ich bis dahin zwei mal live gesehen - eines davon war ebenfalls auf einem kostenlosen Festival. Ich glaube, das war das NORD Open Air in Essen, vor einigen Jahren.

Das Szenario lief folgendermaßen ab: Ich gehe hin, ich gucke an, ich gehe wieder. Einfach mit niemanden reden und so. Einfach The Other. Selbstverständlich bin ich nicht nur wegen der Musik hin sondern irgendwo auch wegen nostalgischer Gefühle hin. The Other waren Teil der deutschsprachigen Horror Punk Online Community, deren Teil ich vor rund zwanzig Jahren war. Das waren meine ersten richtigen Schritte im deutschsprachigen Internet. Das Horrorpunk Forum war damals meine zweite Heimat. Ich empfehle dazu dieses eine Video von KrachmuckerTV, ehrlich jetzt.

Und zum Auftritt selbst: Es war wirklich absolut großartig. The Other spielten eine Bandbreite von Songs die von "ganz früher" reichen bis zu ihren neuesten Charterfolg mit dem Album "Alienated". Ich fands cool, dass sie ihre alten Songs gespielt haben, sodass die "neuen" Leute im Publikum auch einen Überblick bekommen und sich "anstecken" können. Denn die alten Songs sind tatsächlich anstecken. Sie sind relativ simpel gestrickt und mitsingbar. Man weiß nach kurzer Zeit sofort, was man mitzusingen hat. Zum Beispiel "Beware of Ghouls". Man weiß es nach dem ersten Durchang des Refrains sofort. Dadurch, dass neue Songs zu hören sind merkt man auch einen Unterschied und sieht wie sich die Band weiterentwickelt hat. Von einer Misfits-Coverband zu einer eigenständigen, die nicht bloß stumpf die Horrorpunk Klischees nachspielt (die woah oh ohs zum Beispiel) sondern sich auch durchaus an anderen Elementen aus anderen düsteren Genres.

Wie die letzten beiden Male super sympathisch, gar nicht abgehoben oder so. Sehr gerne bald wieder.
Achja, hier ein Video von dem Auftritt.

Stricher guckt sich "Supergirl" an am 05.07.2026 im UCI Duisburg

Vielen Dank an Genosse A. fürs Mitkommen. Es war angenommen jemanden eine komplett neue Welt zu zeigen. 

"Supergirl" ist keine Fortsetzung von "Superman" (2025) in dem Sinne, allerdings schon der zweite Film des "DC Universe" und gleichzeitig auch das zweite filmische Kapitel in der Saga "Gods And Monsters". Ursprünglich sollte der Film Teil des vorher abgeschlossenen "DC Extended Universe" sein. In der Hauptrolle war eigentlich Sasha Calle vorgesehen. Doch es kam alles anders, alles wurde rebooooooted und so weiter und sofort. Gleichzeiti ist es auch die Verfilmung der Comic-Reihe: "Supergirl: Woman of Tomorrow" von Tom King und Bilqis Evely. Regie führte Craig Gillespie, das Drehbuch schrieb Ana Nogueira. 


Zunächst befinden wir uns in der Gegenwart. Erst später wird die Origin Story von Supergirl erzählt, die ich im Laufe des Reviews anreißen werde. Supergirl aka Kara Zor-El (Milly Alcock) feiert ihren 23ten Geburtstag. Da die Kryptonierin, wie ihr Cousin Superman aka Kal-El (David Corenswet) auf der Erde dank der gelben Sonne übermenschliche Fähigkeiten hat (wie zum Beispiel keine Reaktion auf Alkohol) feiert sie auf anderen Planeten - mit einer roten Sonne. So ist sie mit ihrem Hund Krypto unterwegs und gibt sich ordentlich die Kante. Eines Abends trifft sie auf Ruthye Marye Knoll (Eve Ridley). Sie ist die einzige Überlebende eins Massakers. Ihr Vater, ihre Mutter und ihr Bruder wurden umgebracht. Die Eltern waren begabte und nicht unbekannte Waffenschmiede. Die Täter sind die Briganden, eine Gruppe von Menschenhändlern und Piraten, die bekannt dafür sind ihre Gegner zu vergiften und zu verschleppen. Supergirl fällt ihr ins Auge, nachdem ein anderer Versuch jemanden für ihren Rachefeldzug zu rekrutieren fehl schlägt. Die Kryptonierin lehnt zuerst ab, doch als die Briganden die Siedlung aufsuchen in welcher sie sich aufhält und bei ihrer Abreise ihr Raumschiff mitnehmen als auch Krypto vergiften, wird die Sache persönlich. Supergirl und Ruthye werden nun unfreiwillig zu Partnerinnen die ein Ziel haben: Briganden auffinden, Rache üben und das Gegengift an sich reißen, das Krypto retten kann.

Manche würden sagen, der Film versucht nur James Gunns Machart in "Superman" zu kopieren. Andere würden sagen, er wäre "woke". Andere können mit Superheldenkram nichts anfangen und bleiben dem Kino fern. Ich frage mich an der Stelle, was den Film den bitte schön "woke" macht. Werden hier irgendwelche menschenfeindlichen Religionen zu etwas progressiven Verklärt? Werden Gender-Normen auf eine "linke" Art und Weise reproduziert und als progressiv verkauft? Nein. Stattdessen haben wir eine Schauspielerin, die vielleicht nicht ganz normschön aussieht und die ein Supergirl darstellt dass nicht einfach nur eine Kopie von Superman ist. Wenn das den Film so böhse und woke macht, dann leck mich am Arsch. Zudem wird auch noch gezeigt, wieso Supergirl so ist wie sie ist. Im Gegensatz zu Superman ist sie nicht als Baby auf die Erde gekommen sondern wurde nach der Zerstörung Kryptons geboren - auf der vom Planeten herausgelösten sich unter einer Energiekuppel befindenen Stadt Argo. Alle Bewohner sind nach und nach gestorben, weil Kryptonit, das Gestein dasss bei der Zerstörung des Planeten zur Tage kam, sie vergiftet hat. Sie hat also ein sehr schweres Trauma und ist definitiv kein Boyscout wie Superman der einfach nur ein Mensch sein will wie jeder andere. Es fällt ihr zunächst schwer auf der Erde zu leben und plötzlich all diese Fähigkeiten wie Supergehör zu haben. Sie kann es sich nicht vorstellen, unseren Planeten als ihre Heimat zu bezeichnen. Der Film zeigt genau das, was viele Menschen in ihrer Situation machen: Realitätsflucht. Das macht sie auf eine andere Art zutiefst menschlich. Meines Erachtens ein durchaus schnell erzählter Film, der es zur Aufgabe hat, mehrere Charaktere vorzustellen. So auch Lobo (Jason Momoa) der hier nur kurz vorkommt. Ja, tut mir Leid dass der Film nicht euren Comic-Vorstellungen entspricht. Aber...naja, lest vielleicht mehr Comics die außerhalb der Continuity stattfinden oder nicht im Fokus einer Hauptstoryline sind. Meine Fresse. Es ist ein guter Film. So.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Samstag, 27. Juni 2026

Happenings des Monats: Juni'26

SPASTIC FANTASTIC LABELFEST 2026 am 06.06.2026 im FZW, Dortmund

Okay. Wieder mal habe ich mich hierin verirrt - es ist seit Jahren schon irgendwie so was wie eine Tradition geworden. Allerdings sind Tradition auch manchmal zum Brechen da. Denn es war gar nicht so gut, wie ich es erhofft habe. Aber eins nach dem anderen.

Den Anfang machten (für uns) The Wolf I Feed, die ich vor kurzem ganze 2-3 Minuten in der Hirsch Q

angucken durfte. Diesmal habe ich mir bestimmt den ganzen halben Auftritt angeguckt und war wirklich überaus zufrieden. Metallischer, leicht crustiger Hardcore Punk der besseren Sorte. Passt super in die Schublade "einfach durchgezogen, ohne unnötige Ansagen ausser 'hey, danke dass wir hier sein dürfen'". Kurz und bündig ohne unnötige Gitarrensoli. Also quasi metallisch ohne das was für viele am Metal nervig ist. Das war auf der Bühne unten. Als wir (Heiko und ich) dann nach oben gehen sehe ich direkt diese "trashige" Bühnendeko mit dem Bandnamen "Kostenvorschlag" oder "Kostenvoranschlag". Ich kann mich leider nicht ganz erinnern. Jedenfalls denke ich mir "Okay, das wird jetzt richtig albern wahrscheinlich. Mal gucken." Und tatsächlich ist es albern mit Songtexten wie "Die besten Geschichten schreibt ein Supermarkt in dem alles umsonst ist". Diesen Text fand ich tatsächlich sehr gut. Aber insgesamt leider nicht meins weil doch zu albern. Irgendwie verpassen wir die nächste Band auf der unteren Bühne und geben uns stattdessen eine weitere auf der oberen Bühne: Blamage spielen patriarchatsablehnenden Hardcore Punk mit Songtexten die Männern vorwerfen auch "Teil des Problems" zu sein. Das ist auch sehr gut so und finde es auch weiterhin gut, dass es solche Bands gibt. Aus dem Außenbereich klingt alles auch tatsächlich annehmbar und halt "punkig", wie es sein sollte. Trotzdem nichts was ich irgendwie großartig zuhause hören würde. Danach ging es wieder auf die untere Bühne zu Jigsore Puzzle. Diesmal fühlte ich mich wieder heimisch, weil sie mich an sehr viele Powerviolence oder Grindcore-Bands erinnern. Vier Typen, zwei Sänger, ein Gitarrist und ein Drummer. Kein Bass. Der eine Sänger schafft es irgendwie entweder betrunken zu sein oder leicht neben der Spur zu wirken. Das ist schon okay, denn die Ansagen sind witzig, die Musik ist kurz, sehr kurz sogar und insgesamt macht es einfach nur Spaß. Riesigen Spaß. Wieder auf der oberen Bühne: Apéro mit leicht surfigen aber trotzdem schnellen Punkrock mit irgendwelchen Synthesizer-Sounds (?). Keine Ahnung, denn ich stehe wieder im Außenbereich weil ich es höchst anstrengend finde, zwischen all den Leuten zu stehen oder mich wieder durchzuquetschen. Es entsteht ein höchst fragwürdiges Video vom Auftritt, weil ich alles aus dem Außenbereich aus einer miesen Perspektive filme. Irgendwie coole Sache, das. Irgendwie aber auch schon öfter gehört. Danach geht es wieder nach unten zu Däächt: Der Sänger sieht aus wie eine punkige Version von Thurston Moore (Sonic Youth). Zumindest frisurentechnisch. Der Sound ist cool, oldschoolig und passiv-aggressiv. Meiner Meinung nach eine der besseren Bands an diesem Abend, die ich mir zuhause auch tatsächlich anhöre. Die letzte Band für mich, weil ich vor den Kaput Krauts nach Hause gehe (habe KK tatsächlich nie wirklich viel gehört und für mich ist es kein Verlust an dem Abend) sind The Tangled Lines. Eigentlich ist es so, dass ich von ihnen nur zwei Songs kenne. Der eine heißt "With Make-Up And Push-Up Bra" (oder so) und war auf irgendeinem Spastic Fantastic Sampler im Jahre 2012 oder früher vertreten. Der andere heißt "Fear is the path to the dark side" und ist ein Zitat von Meister Yoda aus Star Wars. Ich habe TTL vor über zehn Jahren auf dem Fluff Festival gesehen und war damals absolut begeistert. Diesmal ist es auch so. Der Auftritt katapultiert mich in simplere Zeiten als ich wesentlich mehr gefallen an Punk Musik hatte und mich immens gefreut habe wenn ein Song performt wurde, den ich kannte. Es sind nach wie vor relevante Ansagen über Sexismus in der Gesamtgesellschaft und in der Punkszene, die hier sehr wichtig sind.

Nun, summa summarum oder so. Ich habe mich teilweise sehr fehl am Platz gefühlt. Nicht wegen der Tatsache, dass ich kaum jemanden gekannt habe. Sondern viel eher weil mir der Großteil der Musik nicht zugesagt hat bzw. ich das meiste irgendwie als "naja okay" betrachtet habe. Dazu kommt noch der übermäßige Alkoholkonsum der Besucher und die Tatsache, dass die Leute - je länger der Abend - immer besoffener werden und ich darauf echt kein Nerv habe. Ich fühle mich dem ganzen einfach entwachsen.

Stricher guckt sich "Master of the Universe" an am 07.06.2026 in Filmwelt Herne

Ein "Happenings des Monats" mit Konzerten schön und gut, aber eins mit einer Filmpremiere ist noch besser. An dieser Stelle ein dickes SPOILER ALERT, falls ihr den Film noch nicht gesehen habt.








Okay, das ist genug Abstand. Genau so.





Okay. "Masters of the Universe" ist keine Fortsetzung von irgendeiner Serie oder irgendeines Filmes sondern ein, wie hätte man es ahnen können, Reboot der ganzen Reihe für ein neues und ein altes Publikum. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass ich euch den ganzen ursprünglichen Plot nicht erklären muss. So gebt euch einfach dieses uralte Review von mir, dann versteht ihr schon eine ganze Menge. Diesmal ist es allerdings ein wenig anders. So kriegen wir mit wie auf dem Planeten Eternia der junge Prinz Adam (Artie Wilkinson-Hunt), der Sohn von König Randor (James Purefoy) lebt und für einen späteren Dienst an der Waffe ausgebildet wird. Allerdings ist er noch ein Kind und dazu noch etwas unbedarft. Eines Tages wird die Stadt Eternus von den Truppen des bösen Skeletor (Jared Leto lol) angegriffen - unter anderem ist ein gewisser Trapjaw dabei der den königlichen Waffenmeister Duncan (Idirs Elba) verletzt. Die Königliche Familie ist besiegt und wird gefangen genommen. Allerdings kann die Zauberin (Morena Baccarin) Adam auf die Erde schicken, mitsamt Schwert der Macht. Leider verliert er ihn bei seiner holprigen Ankunft in einem Fluss. So arbeitet Adam (Nicholas Galitzine) 15 Jahre später in einer Personalabteilung eines Großraumbüros. Er sucht verzweifelt nach dem Schwert und keiner kann ihm glauben, dass er von einem anderen Planeten stammt. Die Obsession nach dem Schwert führt sogar zu einem kritischen Gespräch mit der HR-Verantwortlichen. Eines Tages kriegt er eine Nachricht: Jemand hat sein Schwert in einem Comic-Laden gefunden, also kommt er und holt es sich. Prompt wird er von einem Söldner Skeletors, Beast aufgefunden - als auch von seiner Kindheitsspielkameradin Teela (Camila Mendes), die ihm zur Hilfe eilt. Gemeinsam reisen sie zurück nach Eternia, wo er feststellen muss, dass sich alles verändert hat. Skeletor hat Eternus okkupiert und will nun mithilfe seiner Söldner als auch der Hexe Evilyn (Alison Brie) das Schwert der Macht an sich reißen und so nun äh noch mächtiger werden. König Randor und Königin Marlena (Charlotte Riley) sind seine Gefangenen und der Rest wurde in den Untergrund gezwungen. Nun ist es an der Zeit, Eternus wieder zurück zu erobern. 

Ich finde ehrlich gesagt kaum negative Sachen über den Film. Mag sein, dass der Anfang etwas zu kitschig ist, aber irgendwie muss es einen Anfang geben und eine Art "World Building". Und man muss die Charaktere vorstellen. So ist es meiner Meinung nach eine sehr gute Idee gewesen, Adam im jungen Alter auf die Erde zu schicken. Zwar verstehe ich nicht, wieso die eternischen Krieger das Schwert so lange nicht finden konnten - schließlich sendet es ein Signal aus - aber sei's drum. Die CGI und praktischen Effekte sind großartig und wirken nicht zu sehr überzogen. Der Film ist unfassbar albern und nimmt sich kaum ernst. Allerdings gibt es hier einige Elemente die ich wirklich super durchdacht fand. So kommt man zum Gedanken zurück, dass die ganzen Namen der Action Figuren (Ram Man, Fisto (lol), Mekaneck) so albern klingen dass sie sich wahrscheinlich ein sechsjähriger ausgedacht hat. In Wahrheit war es zwar anders, doch es klingt nun mal so. Und genau darauf geht man zurück. Das sind nicht ihre echten Namen. Sie wurden allesamt von Adam ausgedacht, weil er ihre echten Namen nicht kannte. Und überhaupt: Adam ist ein Kind dass seine Eltern verloren hat und in Einsamkeit
aufgewachsen ist. Auch mit dem Gefühl überhaupt nicht dazuzugehören. Es kann also durchaus sein, dass seine Eltern einfach bei einem tragischen Unfall gestorben sind und er sich diese ganze Story mit Eternia nur ausgedacht hat um über sein Trauma hinwegzukommen. Diesen Gedanken hatte ich zwischendurch mal gehabt. Und es wäre ein sehr gewagter Move, das exakt so durchzuziehen. Doch natürlich ist alles anders. Allerdings gibt "MOTU" einen das Gefühl wieder im Kinderzimmer zu sein und eigene Geschichten zu erfinden. Weil die Realität so knüppelhart ist und man im Alter von 6 oder weniger überhaupt nicht damit zu recht kommt. Ich fühle mich abgeholt und verstanden. Danke an Kollegen M fürs Begleiten.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:



SOLSTAFIR am 19.06.2026 in Die Trompete, Bochum

Es ist schon mehr als ein Jahr her, dass ich "Svartir Sandar" von Solstafir reviewt habe (glaube ich zumindest). Und so wuchs bei mir auch ein wenig der Wunsch, die Band mal live zu sehen. Allerdings kannte ich bis jetzt nur das eine Album und war gar nicht bewandert was die anderen Werke betrifft. Jedenfalls ploppte vor kurzem in meinem Feed die Nachricht auf, dass sie in Bochum auftreten. Ohne Vorband. Und die Tickets gingen gut weg. Also ab in den Ticketshop und hin. 

Was mich dann erwartete waren eine Stunde und knapp 23 Minuten Show von vier bärtigen Isländern mit Gitarren und Schlagzeugen (und Cowboyhut). Die Trompete war ordentlich voll bei ca. 34 grad

Celsius draußen. Drinnen war es zwar belüftet aber trotzdem konnte man der Hitze nicht entfliehen. Kurzum: Es war so voll, dass wenn ich ein Video vom Auftritt machen wollte, ich einige Handy-Aufnahmen mitgefilmt habe, von anderen Leuten die ebenfalls filmen wollten.

Was mich musikalisch erwartet hat, war eine Mischung aus dem Material vom ersten Album der Band: Sprich isländischer Black Metal mit durchaus punkigen Shouting. Melodischer, post-punkig angehauchter Metal mit traurig klingenden Gesang. "Fjara" durfte natürlich auch nicht fehlen. Und das von Leuten, die zwischen den Songs unfassbar fröhlich sind und das Publikum anheizen mit so Scherzen wie "Thank you, goodbye?" (als ob sie gleich gehen würden). Ist das die Dualität des Seins? I don't know. Gegend Ende, also beim letzten Song, merkte ich dass plötzlich Leute um mich herum anfangen zu filmen und zu fotografieren. Es stellte sich heraus, dass Sänger Aðalbjörn Tryggvason mal eben ins Publikum gegangen ist und angefangen hat, Leute in den Arm zu nehmen und Scherze zu machen, nur um dann später zurück zur Bühne zu gehen um den Song zu Ende zu singen. Es ging so lange, aber war trotzdem schnell vorbei. Was für ein schöner Auftritt, ehrlich jetzt.

LIMP BIZKIT + ECCA VANDAL + DEATH BY ROMY am 23.06.2026 im Sparkassenpark, Mönchengladbach

Ich schwöre, ich werde von diesem Abend noch jahrelang erzählen. Ernsthaft jetzt. Doch erstmal eins nach dem anderen:

Vor einigen Wochen bestellte ich mir die dazugehörige Karte und nahm mir extra frei auf der Arbeit. Der 23.06.2026 war ein Dienstag, also ging es nicht anders. Endlich wurde ein Kindheitstraum von mir erfüllt. Ich höre Limp Bizkit, mit Unterbrechungen seit ich 9 Jahre alt bin. Trotz der Tatsache dass ich irgendwann der Band für eine Weil den Rücken gekehrt habe, weil mich andere Musik mehr interessiert hat und ich Nu Metal etwas entwachsen bin. Irgendwann kehrten sie wieder und irgendwie hatten sie mich. Mit ihrem letzten Album "Still Sucks" von 2021 hatten sie mich noch mal ordentlich gecatcht. Auch wenn diese Unterbrechungen, von LBs Seite als auch von meiner Seite waren - ich bin und bleibe Fan. 

Die Reise nach Mönchengladbach war nicht gerade schwer. Trotz Zugverspätung kam ich relativ pünktlich an und bin sogar mit einem Shuttlebus zum Sparkassenpark gefahren worden. Die Einlasskontrolle und alles drumherum lief ohne Probleme. Bis ich dann gemerkt habe: Scheiße, das ist ein "Park", also nix Halle. Das mir das vorher nicht aufgefallen ist. Es war also ein Open Air Konzert. Bei den bekackten Temperaturen. Ich habe mein Kapuzenzipper um die Hüfte gewickelt, damit er für den Regenfall schnell greifbar ist. Wegen der Sonne habe ich mir erst keine Gedanken gemacht. Als ich dann "drin" war, stand ich zwischen lauter unterschiedlichsten Leuten - die mich irgendwie vor der Sonne abgeschirmt haben. Wie ich festgestellt habe, kamen die Besucher aus unterschiedlichsten Städten und aus unterschiedlichsten Schichten. Generation X, Generation Z, Millennials. Ich glaube sogar eine Mutter mit ihrer Tochter (oder ältere und jüngere Schwester, keine Ahnung) gesehen zu haben, die beide LB-Fans waren. 

Der erste Act war "Death By Romy", eine laut eigener Aussage "kleine independent Band aus Los Angeles". Fred Durst hat sie auf TikTok entdeckt und später als Support Act auf die Tour eingeladen. Was ich zu sehen bekam waren zuerst ein Schlagzeuger und dann eine Sängerin in Lack/Krankenschwester Outfit und dazu zwei weitere Sängerinnen die eine Art Uniform trugen (Pullis mit "DBR" drauf) und Röcke. Gitarre kam vom "Band", Schlagzeuger war ja zu sehen. Beim zweiten Song haben die beiden anderen Frauen Gitarre/Bass in die Hände gekommen und so war das Band-Feeling dann auch da. Natürlich kam trotzdem etwas Musik vom "Band", aber sei's drum. Es war cool und irgendwie spaßig. Erinnerte mich an eine moderne Version von Kittie - wenn Kittie eine Band auf TikTok wären. Man nennt es inzwischen, glaube ich, "Alt Pop" oder so. Jedenfalls: Poppig, mit teils düsteren Lyrics wie "I fuck everything I kill, I kill everything I fuck" - oder so. Insgesamt: Coole Sache, ebenfalls cool dass LB junge Acts mit auf Tour nehmen - aber trotzdem nichts was ich mir privat anhören würde.

Als nächstes dann Ecca Vandal: Die australische Singer/Songwriterin wird begleitet von Drummer Dan Maio und Gitarristen Richie Buxton (der später bei Limp Bizkit Bass spielt und den verstorbenen Sam Rivers vertritt). Ihre Musik ist eine musikalisch durchaus gelungene Mischung aus Indie, Hip-Hop, Punkrock. Sie ist wirklich großartig, weiß mit dem Publikum umzugehen, ist enthusiastisch. Die Musik ist allerdings keine Mischung aus den genannten Stilen - jeder Song ist anders. Und genau das haut mich aus dem Konzept. Das ist zu viel für mich und ich kann mich nicht wirklich fokussieren. Ansonsten finde ich das schon sehr cool. Nur nicht ganz so meins.

Nach zwei falschen Countdowns, die das ganze Publikum mitgezählt hat und zwei auf die Leinwand projezierten KI-Memes kam dann endlich Schlagzeuger John Otto auf die Bühne und ihm folgte der Rest der Band. Natürlich nicht ohne einen Intro-Song, den ich allerdings bis jetzt nicht nachrecherchieren kann. Irgendeine soulige Nummer über einen "Bitch Ass Motherfucker". Die KI-Memes wurden übrigens im Laufe des Abends immer wieder eingestreut. So war zwischendurch ein vor Explosionen weg rennender Tom Cruise zu sehen mit der Überschrift "Tom Cruise likes Limp Bizkit?". Ob das unbedingt sein muss, das weiß ich nicht. Aber egal. Limp Bizkit bestehen an diesem Abend aus Fred Durst (voc), Wes Borland (git), Richie Buxton (b), John Otto (dr) und DJ Lethal. Es geht los mit dem allerneuesten Song "Making Love To Morgan Wallen" (aus dem Soundtrack zu "Battlefield 6"), der scheinbar hier sein Live-Debut feiert. Was danach folgt sind im Grunde genommen NUR Klassiker. "9
Teen 90 Nine", "Just Like This", "Faith", "Break Stuff", "My Generation", "Livin' It Up", "Hot Dog", "My Way", "Gold Cobra", "Nookie", "Full Nelson", "Rollin'", "Re-Arranged".... , "Take A Look Around" Bei "Behind Blue Eyes" sagt Fred er würde dafür in den Knast kommen und am Ende wird noch mal "Break Stuff" zusammen mit Death By Romy gespielt. Meistens hält sich der Sänger am aus seiner Sicht rechten Rand der Bühne, sodass ich ihn kaum zu Gesicht bekommen. Als er dann tatsächlich "zu uns" (nach links) (bei "Livin' It Up") kommt, geht mir wahrlich das Herz auf. Bis auf dem Opener wurde kein Song von einem neueren Album (oder einer neuen Single) gespielt. Vielleicht ist es auch in Ordnung so. Die meisten Leute um mich herum konnten ALLES mitsingen. Es war ein fantastisches Aufeinandertreffen von Jung und Alt. Ich feiere es absolut, dass bei "Full Nelson" zwei weibliche Fans zum Mitsingen auf die Bühne geholt werden. Dass so viele Leute in roten Caps gekommen sind. Dass der Großteil weiß sich zu benehmen. Bis auf (natürlich) den einen Idioten der ungefragt eine Frau anfasst - und zum Glück von ihr schnell gemaßregelt wird. Insgesamt ein sehr schönes Erlebnis wovon ich noch lange lange lange erzählen werden.

Die Heimreise gestaltet sich schwierig. Als ich nach einem kurzen Trip mit dem Shuttlebus zum Bahnhof komme, stelle ich fest dass mein Zug sich erst verpätet und danach ausfällt. Der nachfolgende Zug verspätet sich ebenfalls und wird wahrscheinlich ebenfalls ausfallen. Weiterhin merke ich, durch kurze Rechercher dass ALLE Züge in ganz Deutschland ausgefallen sind aufgrund eines internen, digitalen Fehlers bei der Deutschen Bahn. Die Heimfahrt per Uber kostet mich einen dreistelligen Betrag. Das ist sehr heftig.

Freitag, 29. Mai 2026

Happenings des Monats: Mai'26

Stricher guckt sich das Rock Hard Festival an...im Livestream am 22. und 23.05.2026

Tatsächlich war es mir dieses Jahr etwas zu kurzfristig um auf das Rock Hard zu gehen. Allerdings wollten meine Genossin und Genosse V/M selbst dahin. Also habe ich auf ihre Vierbeiner aufgepasst und den Stream selbst im TV angeguckt. Am ersten Abend haben wir uns tatsächlich noch gemeinsam den Stream angeschaut. Die erste Band, die ich gesehen habe war Armored Saint. Das erste Mal mit ihnen in Berührung kam ich irgendwann in den frühen 2000ern als ich nachts auf MTV Russia die Sendung "Hard Zone" geguckt habe. Dort wurden verschiedene Videoclips von Metal und Alternative Rock Bands gesendet, die mit Infos versehen waren. So habe ich rausgefunden, dass Sänger John Bush

zu dem Zeitpunkt bei Anthrax gesungen hat. Entweder war das oder die Tatsache dass Anthrax bei "Beavis and Butt-Head" zu sehen waren, der Startpunkt für meine gewisse Vorliebe für Anthrax. Jedenfalls war "We've Come For You All" von Anthrax (mit John Bush am Gesang) das erste und einzige Anthrax-Album auf CD, dass ich mir geholt habe. Vor einigen Jahren habe ich Anthrax dann auf dem Rock Hard Festival gesehen und war etwas traurig, dass sie von diesem Album kein einziges Stück gespielt haben (zumindest meiner Erinnerung zufolge). Anthrax spielten zu dem Zeitpunkt bereits seit etlichen Jahren wieder mit Bushs Vorgänger Joey Belladonna am Gesang, der übrigens auch nicht der Originalsänger ist. Jedenfalls: Jetzt habe ich Anthrax ohne Bush und Armored Saint mit Bush gesehen - wenn auch im anderen Format. Der Auftritt war cool. Die Band wirkte wie eine Zusammenstellung aus verschiedenen Stereotypen der Hard Rock Geschichte. Der eine sah aus wie Slash von Guns'N'Roses, der andere wie Nikki Sixx von Mötley Crüe (von uns liebevoll "Nikki Six Seven" genannt). Währenddessen reflektierte John Bushs Glatze die verschiedenen Lichter sodass es aussah als würde er auf dem Kopf bluten.

Am nächsten Tag erwischte ich den letzten Livestream im Rockpalast von WDR. Eigentlich hätte ich liebend gerne (noch mal) Paradise Lost gesehen. Allerdings endete der Livestream mit dem Auftritt von Dark Tranquility. Ich habe schon hier und da einiges über die Band gehört/gelesen und dachte mir "Ja, das kann was werden". Und es wurde was: Richtig sympathische Band, die ihr Publikum begrüßt und mit ihnen interagiert. Keine arroganten Rockstarallüren. Entspannter schwedischer Melodic Death Metal mit Keyboards. Insgesamt hat es mir zwar gut gefallen und der Sound war im Livestream scheinbar besser als live vor Ort. Allerdings müsste ich mich länger mit der Band beschäftigen um zu checken ob sie tatsächlich was für mich sind.

Hier zwei Videos von MFD:




Montag, 4. Mai 2026

Happenings des Monats: April'26

CULTHE FEST 2026 am 05.04.2026 in Café Sputnik/Sputnikhalle/Triptychon in Münster

Das Culthe Fest ruft mich seit 2019 (fast) ununterbrochen (glaube ich jedenfalls) zu sich und ich komme. Aber mittlerweile schon nur noch für einen Tag, weil ich mich für mehr weniger imstande fühle. Jedenfalls sind wir diesmal zu spät losgefahren, sodass als ich mich vor das Café Sputnik gestellt habe um TRISTIS zu sehen, ich bestenfalls einige Nacken und lange Haare gesehen habe. Der Laden war so voll, dass sich die Menge bis nach außen gestapelt hat. Sehr schade drum, allerdings bin ich jetzt in Besitz einer Platte, die bald auf diesem Blog ein Review kriegt (oder bereits zu dem Zeitpunkt ein Review schon gekriegt hat, I don't know). 


ASHENSPIRE ist ein richtig cooler Name. Leider hat er mir absolut gar nichts gesagt. Was mich dann in der Sputnikhalle erwartet hat war eine eigenartige Mischung aus Saxophonklängen, durchaus verwirrt wirkenden (Sprech)Gesang und irgendwie maschinell, fast schon industrial-esk wirkenden Gitarrenriffs. Was zur gottverdammten Hölle ist das bitte?, fragte ich mich in dem Moment, nur um dann spontan mitzuwippen, mich mitzubewegen und das tatsächlich irgendwie genießen. Geiler Scheiß. Und nun komme ich dazu, zu erklären wie alles musiktechnisch aufgeteilt ist. Im Café Sputnik und in der Sputnikhalle spielen die Meddl-Bands. Oben im Triptychon ist die Kunstausstellung (diesmal leider nix mitgenommen) und eher experimentelle Musik. ISKANDR waren dran mit absolutesten chilligen Ambient. Und mit chillig meine ich nicht entspannt sondern eine Anspielung auf "chilly". Also sehr kühl und als würde man in einer vollkommen verlassenen Gegend sitzen ohne zu wissen, wohin. Ich weiß nicht worauf man sich bei dem Bandnamen bezogen hat, aber "Iskandr" sind auch eine Reihe von russischen Raketen, die manchmal auf die Ukraine regnen. Als wir nach dem Auftritt runtergegangen sind um uns MAUD THE MOTH reinzuziehen, stellten wir wieder fest dass das Café bumsvoll ist. Wir entschlossen uns dazu, uns nicht durchzumogeln oder irgendjemanden zu stören. Stattdessen wartete ich beim Pizzabäcker auf mein Stück Pizza und hörte mir die Musik aus der allerhintersten Reihe an. Also, quasi wieder von außerhalb. Was ich gehört habe hörte sich an wie eine Mischung aus Diamanda Galas und Lingua Ignota. Also eine verzerrte Gesangsorgie, die super ungewohnt und daher verdammt cool ist. Daraufhin zog es uns wieder in die Sputnikhalle um die "besten" Plätze zu besetzen bevor THE GREAT OLD ONES die Bühne betraten. Diese waren glaube ich eine der wenigen Bands auf, meines Erachtens jeder meiner bisherigen Culthe-Fests die tatsächlich in das Schema gepasst haben. Eine Band die sich nach den altertümlichen Wesen aus H.P. Lovecrafts Werken benannt hat und ein Ctulhu-Relief auf der Bühne stehen hat. Hören sich an wie eine Mischung aus Mischungen. Meiner Meinung nach passen hier Paradise Lost als Vergleich, einige Riffs klangen aber auch wie Deafheaven oder Carcass. Sehr cooler Auftritt, sehr auf dem Boden geblieben. Very nice. Anstelle uns den Singer/Songwriter JONATHAN HULTÈN oben im Triptychon reinzuziehen zogen wir vor uns direkt ins Café Sputnik zu verziehen um die besten Plätze bei UNDERDARK zu ergattern, die bald darauf auftreten sollten. Und das war auch richtig so, denn schon bald wurde der Ort wieder dermaßen voll, dass ich sehr froh war um meinen Platz neben der Bühne. Was uns dann dargeboten wurde war phantastischer, hypnotischer Blackgaze von einer Band die super gerne mit dem Publikum interagiert hat. Leider hatte keiner von uns irgendwie die Nerven uns die letzte Band WARNING reinzuziehen, die als Ersatz für MELECHESH eingesprungen ist. Wir haben uns buchstäblich paar Minuten angeguckt, um sie mal gesehen zu haben. Danach ging's hause. Es war wie immer (bis jetzt) eine Freude für mich.

DISGUSTING NEWS + HETE + G.L.O.W. + THE WOLF I FEED in Hirsch Q, Dortmund am 18.04.2026

Ich war noch nie in der Hirsch Q. Ehrlich nicht. Tatsächlich ist das eine ziemlich ahnsehnliche linke Kneipe mit relativ ansehnlicher Männertoilette. Ich bewerte hiermit mit 7/10 Klobürsten. 

Leider konnte ich mir The Wolf I Feed (die aus lauter Dortmunder Punk Veteranen bestehen) nur zu 5% angucken. Grund war folgender: Mein Zug hatte Verspätung und obendrauf standen wir erst irgendwo im nirgendwo und dann kurz vorm Dortmunder Bahnhof. So bin ich nicht 5 sondern ganze 30 Minuten zu spät gekommen. Allerdings hat sich das was ich mir angehört habe doch durchaus stabil und alte-männer-aggressiv (nicht im bösen Sinne) angehört. Also doch verdammt gut. 

Nach einer kurzen äh Dampfer-Pause (für mich) waren dann G.L.O.W. dran. So nebenbei: Cool sich nach knapp 10 Jahren mal wieder gesehen zu haben, danke für die super Unterhaltung, Kollege D.
Zurück zum Thema: Sehr stabiler Hardcore Punk der es schafft weder in die pure Unterhaltungsschiene abzurutschen (Schema Bands mit lauter Samples aus RTL/Spiegel-TV-Reportagen zwischen den Songs) und sich gleichzeitig nicht so ernst nimmt (Schema "Ooga booga Szene Zusammenhalt haltet zusammen zusammenhaltne wir machen das hier seit 300 Jahren wir sind so ultra wichtig ihr seid so ultra wichtig). Es ist einfach nur guter Hardcore mit sehr conscious lyrics, die allerdings auch super verständlich und einfach gehalten sind. Als ich nach Hause kam habe ich mir die Lyrics auf dem Demotape angeguckt: In "Departure" heißt es zum Beispiel: "On and on there's noise and shouting. Everyday it's getting louder. These streets unrecognizable. All I'm longing for is silence." Meines Erachtens eine Absage an den Großstadtlärm - wenn ich das richtig verstehe. Achso und: Props für das Wegmachen von eigenen verschütteten Bier auf der Bühne. Ist leider nicht selbstverständlich heutzutage.

Nächster Halt: Hete. Irgendwie waviger, postpunkiger äh Punkrock mit allen vier Mitgliedern (oder fast allen), abwechselnd am Gesang. Teilweise nicht ganz so meins (gesangstechnisch vor allem). Musikalisch aber wirklich erste Sahne. Leicht chaotisch, gewürzt mit einer Ficktonne an Kunstnebel. Die Band wird desöfteren mit Hysterese verglichen - und das zurecht. Meiner Meinung nach sind sie eine Art leicht angetrunkener Cousin von Hysterese, der ab und zu zu Besuch kommt und dir weiszumachen versucht, dass man sich viel zu lange nicht gesehen hat - und dabei leicht angesoffen ist. Sehr unterhaltsam und sehr sympathisch.

Disgusting News waren zu dem Zeitpunkt laute eigener Aussage "zur Hälfte Weak Ties". Ich kann allerdings nicht sagen, welche Mitglieder bei Weak Ties sind weil ich mir Gesicher teilweise nicht so gut merken kann. Anyway: Für mich ein recht kurzer Auftritt weil ich los musste um meinen Zug zu erwischen. Aber das was ich gesehen habe, war sehr guter, sehr kurzer Fastcore (oder wie auch immer) mit sehr guten Ansagen dazwischen (unter anderem "dieses Lied ist von uns", "dieses Lied ist auch von uns"). Ich liebe ja solche eine Groteske. Jedenfalls: Großartiger Abend, ich habe keine Sekunde bereut, hingekommen zu sein. 

Stricher guckt sich endlich "Hellboy: The Crooked Man" (2024) an am 21.04.2026

Da steht "endlich" weil ich bis vor kurzem gar nicht gewusst habe, dass nach "Call of Darkness" noch ein weiterer Hellboy-Film rausgekommen ist. Diesmal handelt es sich allerdings um einen weiteren Reboot, der zudem in der Vergangenheit des Jahres 1959 spielt.

Hellboy (Jack Kesy) transportiert zusammen mit der BPRD-Agentin Bobbie Jo Song (Adeline Rudolph) eine riesige mutierte Spinne durch die Appalachen. Und zwar mit dem Zug. Als das Tier allerdings

ausbricht, entgleist ihr Zugwaggon und die beiden landen in den Bergen. Die Spinne kann nicht eingefangen werden, leider. Unter anderem, weil sie sich auch verkleinern kann und somit unauffindbar ist. Sie begeben sich auf die Suche und lernen dabei die Umgebung kennen. In einem im Wald gelegenen Dorf leben lauter Menschen die von einer alten Magie beeinflusst werden. Der "Crooked Man", eine Figure aus der amerikanischen Folklore terrorisiert seit Jahren die Gegend. Er hat einen Pakt mit dem Teufel abgeschlossen und erntet immer wieder Seelen der Menschen um irgendwann wieder reich zu werden. Bobbie Jo und Hellboy lernen zudem Tom Ferrell (Jefferson White) kennen, der einst ein Hexer war und nun sein Heimatort vom Bösen befreien will. 

Eins steht fest: Die Story wurde Hellboy-Schöpfer Mike Mignola mitgeschrieben und ist alles andere als schlecht. Es ist ein typischer Fall für eine Hellboy-Minisere. Der rote Teufel und ein(e) Partner(in) begeben sich irgendwo hin um eigentlich etwas ganz anderes zu finden und lösen einen anderen Fall. Dabei hagelt es Dämonen und schwarze Magie. Soweit, so normal. Das allgemeine Design der Umgebung ist cool, die CGI-Effekte durchaus in Ordnung. Hellboys Design gefällt mir nur so halb. Irgendwie erinnert mich das an ein Mid Budget Cosplay Versuch. Außerdem ist die deutsche Synchronstimme die gleiche wie bei Ron Perlman und passt nicht zu dem jüngeren Jack Kesy. Dazu kommen aber noch viele störende Faktoren. Dieser Hellboy hat wesentlich weniger Charisma und ist größtenteils hier um zu kämpfen und flotte Sprüche zu klopfen, die irgendwie zur Situation passen. Auch sein Selbsthass nehme ich ihn nicht wirklich ab. Dazu kommt noch die Ficktonne an Jumpscares, die irgendwann ordentlich nervt sodass man langsam kein Bock hat. Man sieht sofort, dass der Film fürs Heimkino produziert wurde. Wobei eigentlich heißt das heutzutage nichts, auch diese können super gut sein. Das ist aber leider nicht wirklich der Fall. Eine einst großartige Figur von der großen Leinwand wird zur Karikatur. Schade.

5/10 Pfandflaschen
Trailer: 





Sonntag, 29. März 2026

Happenings des Monats: März'26

Stricher guckt sich "Scream 7" an im Union Kino Bochum am 01.03.2026

Ah shit, here we go again. Der mittlerweile siebte Teil der Horror-Reihe über Sydney Prescott und den Ghostface Killer bzw. die Unmenge an Ghostface Killern ist da und ich konnte nicht anders als ins Kino zu gehen.


ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER





Als allererstes kriegen wir mit wie der Fan der "Stab"-Reihe und absoluter True Crime Junkie Scott (Jimmy Tatro) zusammen mit seiner Partnerin Madison (Michelle Randolph) das Macher-Haus in Woodsboro besucht. Die Villa in welcher damals im ersten Teil Sydney Prescott (Neve Campbell) gegen ihren ihren Freund Billy Loomis (Skeet Ulrich) und seinen Kumpel Stu Macher (Matthew Lillard) gekämpft und gewonnen hat ist inzwischen eine Touristenattraktion. Nachdem beide dort angekommen sind, werden sie nach kürzester Zeit von jemanden im Ghostface-Kostüm umgebracht. Das Haus wird niedergebrannt. Sydney Prescott heißt inzwischen Sydney Evans und lebt in der Stadt Pine Grove, Indiana. Zusammen mit dem Police Chief Mark Evans (Joel McHale) hat sie drei Kinder. Die älteste Tochter Tatum (Isabel May) ist in ihrer leicht rebellischen Phase. Sydney mag Tatums Freund Ben (Sam Rechner), da er ihr irgendwie merkwürdig vorkommt. Selbst hat sie sich ein ruhiges Leben aufgebaut und betreibt einen Coffee Shop. Eines Tages kriegt sie einen Anruf von Ghostface oder zumindest jemanden der den gleichen Stimmverzehrer benutzt. Nachdem der Anruf in den Videomodus wechselt stellt es sich heraus, dass es....Stu Macher ist. Der vor dreißig Jahren mit einem Fernseher erschlagene Mörder ist scheinbar am Leben und befindet in direkter Nähe von Tatums Schule - dort wird für eine Theateraufführung geprobt. Wie zur Hölle kann es sein, dass er am Leben ist? Warum ist er wieder da?
Was ist sein bekacktes Scheißmotiv?

Die letzten...drei(?) Scream-Filme konnten sehr gut auf Meta-Ebene Horrorfilme, deren Regeln und generell das Hollywood-Vorgehen insgesamt parodieren. So ist hier alles irgendwie witzig aber gleichzeitig brutal und stellenweise ziemlich gory. Während in den ersten Filmen noch nicht so viel Eingeweide zu sehen war, haben wir hier gleich zwei solche Szene und einen Mord mit einem Zapfhahn. Viel witziger ist allerdings die Tatsache, dass der Film nicht nur sich selbst parodiert sondern gleichzeitig auch das Verhalten von Horrorfilm-Fans. Bestes Beispiel ist der True Crime Fan gleich zu Beginn des Films und seine Freundin die sein Hobby so ganz und gar nicht feiert und legitime Kritik daran anbringt. Meiner Meinung nach stehen Hardcore Horrorfilm Fans im Mittelpunkt der Parodie. Ganz besonders die, die so verrückt sind dass sie die Filme am liebsten nachspielen würden. Und es wird sich über KI lustig gemacht. Das ist ganz wichtig. Meiner Meinung nach war das ein kleines Bisschen Overkill, aber was soll's. Das war nur ein relativ winziger Aspekt des Films. Man schafft es allerdings alles spannend zu halten. Wer allerdings aufpasst, der hat seinen ersten Verdächtigen schon im Visier. Ansonsten gibt es lauter falsche Fährten bzw. falsche Vermutungen. Das ist wirklich höllisch amüsant - trotz einer gewissen Vorhersagbarkeit.

7,75/10 Pfandflaschen

Trailer:



GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR + KRISTOF HAHN am 20.03.2025 in Die Kantine, Köln

Ich habe mich seit Monaten auf diesen Abend gefreut. Leider war ich nicht ganz so gut beisammen, sodass ich nicht alles so genießen konnte, wie ich wollte. Aber egal. 


Den Anfang machte ein Auftritt von Kristof Hahn. Der gebürtige Saarbrückener war unter anderem schon bei Swans tätig und bei vielen anderen Projekten. Was wir dann zu Gesicht bekommen haben, war er wie im Sitzen eine Lap Steel Guitar bedient und auch immer mal wieder singt. Gesangtechnisch hat es mir leider nicht so ganz gefallen. Irgendwas störte mich daran. Musikalisch war es allerdings erste Sahne. Eine Art Mischung aus Garage Rock'N'Roll und Drone Sounds. So als hätten Sunn O)))
oder Earth sich mit Dick Dale und seinen Deltones verabredet. Wirklich einzigartig und außerordentlich gut.

Als die Post Rock Urgesteine Godspeed You! Black Emperor angefangen haben, war ich

tatsächlich Pommes essen. Einfach weil ich an dem Tag zu wenig gegessen habe und mein Körperhaushalt irgendwie aufrecht erhalten werden musste. Nach dem Wiedereintreten in die Halle stand ich ganz hinten und irgendwie war es wesentlich angenehmer als vorher, als Marlyn und ich auf dem Weg zur Toilette standen und immer wieder von Toilettengängern und Rückkehrern genervt wurden. Was sich mir da geboten hat war eine großartige, immerwährende Wall of Sound aus


dröhnenden Gitarren, beruhigenden Schlagzeugspiel und Streichern - untermalt mit verschiedenartigen Aufnahmen die von mehreren analogen Projektoren auf die Wand hinter der Band projeziert wurden. Unter anderem wurden Bilder von Landschaften und verschiedenen Protesten gezeigt. Einmal wurden die Filmrollen sogar absichtlich kaputt gemacht bzw. sie schmolzen dahin. Ich habe mich gefragt, ob man bei den Auftritten spontan entscheiden welche Aufnahmen gezeigt werden oder ob es koordiniert ist und man von einer Bilderreihe mehrere Filmrollen hat, die dann immer wieder verbrannt werden. Ich vermute mal, dass es spontan gemacht wird. Jedenfalls war es eine wirklich großartige Erfahrung, auch wenn ich nicht so ganz im Post Rock Thema drin bin. Ich hab's genossen.



Stricher guckt sich "Good Luck, Have Fun, Don't Die" an am 26.03.2026 im UCI Bochum

Ich habe vor kurzem immer wieder mal irgendwo den Trailer (als Werbung) gesehen und auch ein Poster auf der Straße (im Vorbeifahren), sodass der Film irgendwie interessant auf mich wirkte. So kam


es zustande, dass Marlyn und ich an einem Donnerstag Abend zum UCI Bochum gefahren sind und uns das Ganze reingezogen haben. Achja, es kann sein dass ich eventuell spoilern werde, daher:


ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER


Here we go:


Wir befinden uns irgendwann im hier und jetzt. Irgendein Diner namens "Norms" irgendwo in Los Angeles. Die Leute sind dabei ihr Abendessen zu genießen, sich zum ersten Mal zu treffen oder es ist ihr Stammlokal. Plötzlich tritt ein wirr aussehender, merkwürdig gekleideter (Cyberpunk aus der Mülltonne Style) Mann (Sam Rockwell) den Laden. Es sieht so aus als hätte er eine Bombe umgeschnallt. Er behauptet, er würde aus der Zukunft kommen und dort sieht es richtig finster aus. Dazu kommt noch, dass er schon 117 mal in die Vergangenheit gereist ist und jedes Mal ging irgendwas schief. Tatsächlich ist der Startpunkt jedes Mal der Diner gewesen. Er braucht "nur" die "richtige" Gruppe von Leuten, die mit ihm gemeinsam eine KI stoppen können, bevor sie in der Zukunft komplett die Welt übernimmt. Niemand nimmt ihn ernst, doch als er androht den Laden in die Luft zu jagen, irgendwie schon. Noch ernster wird es, als es sich herausstellt, dass er alle Anwesenden mit Namen und Hintergrundgeschichte kennt. Das heißt, er sagt die Wahrheit. Die Gruppe stellt sich ziemlich schnell zusammen. Sie besteht von nun an aus Marie (Georgia Goodman), Scott (Asim Chaudhry), Mark (Michael Peña), Janet (Zazie Beetz), Susan (Juno Temple), Ingrid (Haley Lu Richardson) und Bob (Daniel Barnett). Marie, Scott und Bob kriegen irgendwie keine Hintergrundgeschichte, während der Rest schon. Mark und Janet sind Lehrer auf einer High School und kriegen es eines Tages mit zombifizierten Schülern zu tun, die pausenlos auf ihr Handy starren und zunehmend bedrohlicher werden. Susans Sohn ist bei einem Amoklauf gestorben - man hat ihr allerdings angeboten, ihn zu klonen. Der dadurch entstandene Klon bzw. sein unnatürliches Verhalten hat sie jedoch komplett verstört. Ingrid ist allergisch auf WLAN und elektrische Geräte. Die als "Prinzessin" auf Kindergeburtstagen arbeitende Frau war bis vor kurzem mit einem Mann zusammen, der sich allerdings so in die virtuelle Realität verknallt hat, dass er dafür seine Beziehung zu ihr beendet hat. Man merkt, dass quasi jeder der hier anwesenden irgendeine (schlechte) Beziehung zu KI hat. Das eint die Charaktere und gemeinsam begeben sie sich auf eine Mission. Sie müssen, ohne jeglichen Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln zu einem Haus in der Gegend gelangen. Dort befindet sich ein 9-jähriger Junge, der in der Vergangenheit die KI konstruiert hat. Die Aufgabe der Gruppe wird sein, nicht den Jungen Terminator-mäßig zu töten sondern sicher stellen, dass die KI "Bremsen" bekommt in Form einer Software auf einem USB-Stick. 

Ich ging ohne Erwartungen rein und wurde definitiv nicht enttäuscht. "Good Luck, Have Fun, Don't Die" ist eine fantastische Satire auf unser aller Abhängigkeit von sozialen Medien und jeglicher Technik, die dazu da ist abhängig zu machen. Dazu natürlich auch eine Satire auf die KI-"Kultur", die uns umgibt. Brainrot. Und natürlich auch den Drang alles zu perfektionieren. KI-Boyfriends/Girlfriends und noch vieles mehr. Selbstverständlich ist der Film auch voll mit Anspielungen auf gewisse Klassiker des Sci-Fi. So sehen wir Pistolen aus "Mars Attacks!", eine offensichtliche Anspielung auf "Terminator" und irgendwie auch "Toy Story" und definitiv noch einiges was ich schon vergessen habe, weil es schon ein paar Tage her ist. Wenn man möchte, kann man auch einen Bezug zum Christentum herstellen. Also, ein bärtiger Typ der Menschen aufrütteln möchte. Naheliegend. Der Film ist zwar witzig, hat aber gleichzeitig einen sehr ernsten Unterton. So geht es unter anderem darum, auf diesen bekackten Perfektionsdrang zu verzichten. Wer sich darin wiederfindet, der sollte vllt. sein Handy/Social Media Konsum überdenken. Ironischerweise musste der Film ziemlich schnell rausgebracht werden, weil er sonst irrelevant werden könnte. 

9/10 Pfandflaschen

Trailer:



Stricher geht demonstrieren gegen Putinanhänger am 28.03.2026 in Köln

Ich halte das mal kurz fest, einfach aus Dokumentationsgründen. Genossen A, C und M sind am Samstag mit mir nach Köln gefahren um gemeinsam mit Freies Russland NRW, Klare Kante Köln und City of Hope Cologne gegen einen Pro-Putin-Autokorso zu demonstrieren. Im Grunde war es so, wie es schon mal war: Wir standen am Heumarkt, wurden von einer Gruppe Cops getrennt, die zwischen uns und dem ziemlich schnell vorbeiziehenden Autokorso standen. Es waren angeblich an die 30-40 Autos, die relativ schnell vorbeigefahren sind und somit nicht wirklich den Eindruck einer geschlossenen Demonstration ihres Putinismus machten. Somit war unsere Gegenveranstaltung auch relativ schnell zu Ende. Trotz der Kürze (da liegt die Würze) fand ich es trotzdem wichtig, vorbei zu schauen und zu zeigen dass es immer noch Leute gibt, die Abfeierei von Dikaturen nicht hinnehmen. Punkt.

Freitag, 27. Februar 2026

Happenings des Monats: Februar'26

DEFTONES + DENZEL CURRY + DRUG CHURCH am 07.02.2026 in Westfalenarena, Dortmund

Ich habe irgendwann letztes Jahr die Karte auf Raten gekauft und ich war sehr froh nicht die Sitzplatzoption ausgewählt zu haben. Eigentlich kaufe ich gar nichts auf Raten und es bleibt auch so. Aber dafür hat es sich echt gelohnt. 


Zunächst mal: die Woche war durchaus anstrengend und am Samstag habe ich bei einem großflächigen Umzug von Genossin V und Genosse M mitgeholfen. Trotz dessen wollte ich Abends noch unbedingt auf das Konzert, auch wenn ich relativ fertig war. Irgendwie haben mir diese ganzen Anstrengungen aber gut getan. Insgesamt war ich ziemlich im Eimer, aber zufrieden.

 Als ich aus der U-Bahn gestiegen bin, habe ich ziemlich schnell gemerkt wo die Schlange ist. Dann habe ich aber gemerkt, wo das andere Ende ist. Es war mindestens ein Kilometer, also ging es weiter

rein in diesen Westfalenpark und irgendwo ein Gebüsch finden, damit diese ganzen Leute mir nicht beim Pissen zusehen können. Kaum in der Schlange angestellt, bewegten wir uns ziemlich schnell fort. Irgendwann kamen die typischen Rufe: "Wodka, Whisky, Jägermeister!", "Leergut!", "Tickets?!" usw. usf. Ich bin durchaus schnell drin gewesen und hatte kein Bock mich extra in der Garderobenschlange anzustellen. Also ging mein Jutebeutel mit und ich habe gehofft, einen Platz rechts neben der Bühne zu ergattern. Tatsächlich war das dann so. Ich war, trotz der Gigaschlange vorhin, ganz vorne und konnte mir (auf Zehenspitzen wohlgemerkt) alles angucken. 

Den Anfang machten Drug Church. Habe noch nie von dieser Band gehört. Na gut, vielleicht habe ich den Bandnamen irgendwo gelesen, aber ich bin nicht in den Genuss des Musikhörens gekommen. Was mich dann erwartet hat war eine Art Mischung aus Hardcore Punk und Seattle Sound. Sprich Hardcore Shouts und Grunge Gitarren. Oder um es super professionell auszudrücken: Post Hardcore mit Grunge Kante. Durchaus genießbar, zu Beginn schien mir alles erstmal zu verkrampft doch es dauerte nicht lange, bis die Band sich warm gespielt hat und das Publikum begeistern konnte. Immer wieder nett, wenn Bands dazu aufrufen aufeinander im Pit aufzupassen usw. usf. Ziemlich kurzer Auftritt (20-25 Minuten?) leider.

Ich habe beinahe vergessen, wer als nächstes auftreten wird. Nämlich gottverdammtnochmal Denzel Curry. 2019 habe ich sein Album "ZUU" reviewt und seitdem keinen Song mehr gehört. Umso überrascht war ich dann als er sein Set mit "RICKY" angefangen hat. Mir war es dann auch völlig egal ob es komisch wirkt, dass irgendso n bärtiger, langhaariger Typ mit Mayhem-Patch auf der Jacke zu Florida-Rap fast ausrastet. Leider konnte ich mich an keinen anderen Song erinnern - vielleicht weil sie jünger als 2019 waren - dafür aber an "Ultimate" und an das Cover von "Bulls On Parade", das zum Schluß kam. Mit Denzel Curry kamen auch die absolut weirden Video-Einblendungen. Während bei Drug Church noch das Bandlogo immer wieder auf und abtauchte zeigte man hier unter anderem einen sehr dicken halbnackten Mann der in einer Art Deep Fried Meme auftaucht und seine Haut purpur gefärbt war, sodass er wie Barney der Dinosaurier ausgesehen hat. Spannend. Ich find's nur noch spannend zu dem Zeitpunkt und habe enormen Spaß. 

Und dann irgendwann eine halbe Stunde später nach Denzel Curry betreten diese Shoegaze/Nu Metal Veteranen die Bühne und alles ist noch tausend mal besser. Deftones spielen mehrere Klassiker wie "Be Quiet And Drive (Far Away)", "Change (In The House Of Flies)" als auch "7 Words". Allerdings auch "neuere" Sachen wie "Hole In The Earth". Auf "Back To School" hat man komplett verzichtet, ich habe auch "Minerva" leider nicht gehört. Das hat mir tatsächlich sehr gefehlt. Ansonsten kann ich absolut nicht meckern. Ich mein, man hat als Band ja auch durchaus die Schnauze voll davon, gewisse Songs zu spielen. Jedenfalls ist sehr viel positive Energie da. Chino Moreno ist der Alternative Michael Jackson, wie er sich auf der Bühne bewegt und super viel Spaß hat. Dazu kommen noch die interessanten Visuals die auf der Leinwand hinter der Band mit den Aufnahmen der Band in Echtzeiten kombiniert werden. So sehen wir (mal wieder) Deftones in einer Art Crispy Deep Fried Meme Filter als auch irgendwelche Ausschnitte aus einem sowjetischen Cartoon, Wellen eines Ozeans die auf einen Strand einschlagen usw. usf. Das Publikum ist durchaus in Ordnung. Eine Mischung aus älteren Semestern (bärtiger Typ mit Brille und Cap aka Mark Forster in alt aka Sido) und jüngeren Semestern, die ich erstmal pauschal als TikTok Goths bezeichne. Allerdings ist es vollkommen egal, aus welchen Zusammenhängen diese jungen Leute Deftones kennen - denn sie sind gekommen um sie zu sehen und können ALLES mitsingen. Sie sind enthusiastisch und froh darüber, hier zu sein. Das freut mich wirklich enorm. Für mich hat sich ein kleines Träumchen erfüllt. Fühle mich irgendwie wie bei dieser "Anger Management"-Tour mit Limp Bizkit, Eminem, XZibit und Papa Roach. Nur dass ich damals natürlich nicht dabei war - das hier ist der Ersatz dafür für mich. 





Trauerkundgebung für Alexej Navalny am 15.02.2026 in Düsseldorf

Ich war schon ziemlich lange bei keiner Kundgebung von "Freies Russland NRW" und dies schien mir die optimale Gelegenheit zu sein irgendwie mich auszudrücken. Dies ist ganz wichtig im heutigen politisch wahnsinnigen Zeitalter. Der 16.02.2024 ist der Tag gewesen an dem Navalny in Haft gestorben ist. Der Putin/Kremlkritiker wurde einst nach einem Giftanschlag und seiner Rückkehr von Berlin nach Moskau verhaftet und zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Vor zwei Jahren hat man ihm im Gefängnis umgebracht, behauptete aber er starb aufgrund einer "Komplikation". Mittlerweile sind mehrere europäische Laboratorien einig, dass er mit Gift eines Pfeilgiftfrosches vergiftet wurde. Ich

muss sagen, dass ich kein großer Navalny-Fan war. Ich sah einige seiner Aussagen durchaus kritisch - mehr als kritisch. Ich würde behaupten, dass Navalny in seiner Vergangenheit nationalistisch agitiert hat und einige Dinge gesagt hat, die gar nicht klar gingen. Zum Beispiel über die Halbinsel Krim die nicht einfach so zurück gegeben werden darf, man müsse ein richtiges Referendum abhalten. Oder die Behauptung Georgier wären Nagetiere. Das sind alles Sachen, die gesagt wurden und gar nicht in Ordnung waren. Ich muss allerdings sagen, dass ich festgestellt habe dass er sich während seines Knastaufenthalts verändert hat. Er sagte, dass die Grenzen von 1991 wieder hergestellt werden müssen, also im Grunde dass die Ukraine die Krim wieder zurück bekommen soll (und andere besetzte Gebiete auch). Er verurteilte den Krieg auch eindeutig - sogar vor Gericht, auch wenn ihm das wahrscheinlich weitere Strafen eingebracht hat. Trotz meiner Kritik an ihm bin ich allerdings immer noch der Meinung dass kein "politischer Gegner" in ein Gefängnis gehört - bloß weil er einer anderen politischen Meinung ist. Wir haben uns also versammelt, nicht nur um ihn zu trauern sondern auch um uns als auch andere zu ermutigen, irgendwie weiter zu kämpfen. Auf die Straße zu gehen, Spenden zu sammeln - egal ob für (Rettungs)Drohnen, Hitzegeneratoren, medizinische Hilfe oder viele andere Sachen. Es ist, so klischeehaft das auch klingt, immer noch verdammt wichtig ein politisches Zeichen zu setzen, zu zeigen dass es Gleichgesinnte gibt. Übrigens: Falls ihr Lust habt die Spendenaktion "Energy For Life" zu unterstützen (wir sammeln Elektrogeneratoren für verschiedene Institutionen in der Ukraine) so klickt auf den PayPal-Link. Jede Spende, egal wie klein oder groß, ist willkommen.

Samstag, 31. Januar 2026

Happenings des Monats: Januar'26

Hallo und herzlich willkommen zum ersten "Happenings des Monats" im Jahre 2026. Tatsächlich war diesen Monat wenig los bei mir. Keine Konzertbesuche, kein Kino, nix. Stattdessen war ich heute (31.01.2026) bei einem Vortrag der "Antideutschen Kommunisten Leipzig" im Oberhausener Druckluft und werde ganz kurz darüber erzählen. Aber nur ganz kurz. Danach gucke ich "Stranger Things".

"Die asiatische Produktionsweise" (Vortrag) von "Antideutsche Kommunisten Leipzig" am 31.01.2026 im Druckluft, Oberhausen

Zunächst mal war es etwas verwirrend. Genosse A. hat die ganze Veranstaltung anmoderiert mit quasi den ungefähren Inhalt des Vortrags, nämlich "warum man als Linker die Ukraine unterstützen sollte". Allerdings dies nicht der ganze Inhalt sondern eher die Schlussfolgerung. Im Großen und Ganzen ging es a) um die sogenannte "asiatische Produktionsweise" die mittlerweile so gut wie überall auf der Welt verbreitet ist und als Brücke dazu b) die Geschichte der Kyiver Rus', der darauf entstandenen Fürstentümer, den Überfall der mongolischen "Goldenen Horde" und die darauf basierende Weiterentwicklung von Fürstentum Moskau zu einem despotischen Staat den wir heutzutage alle kennen und hassen. 


Ziel des Vortrags war nicht, entgegen der Behauptung diverser Haider, darzustellen dass Russen per se "knallharte Despoten" sind und quasi nicht anders können. Das wäre nämlich zutiefst rassistisch (und findet sich übrigens sowohl im rechten als auch linken Lager als Theorie vor). Im Grunde genommen ging es darum eine theoretische und geschichtliche Erklärung dafür zu finden, wieso Russland so groß ist, so machthungrig und so despotisch. Das hat im Grunde genommen unfassbar viele geschichtliche Gründe. 

Diese Gründe sind Grund genug (hey, es ist spät) als westlicher Linker die Ukraine in ihrer Wehrhaftigkeit zu unterstützen. Nicht weil man geil drauf ist sich aufzurüsten und selber Rambazamba in Osteuropa zu machen. Sondern alleine aus dem Grund, dass Despoten und Diktatoren wie Putin den ganzen Arm abreißen, wenn man ihnen den Finger reicht. Der Vortrag hat ganz gut die missliche Lage des Europas zwischen Putin und Trump dargestellt und ich bin der Meinung dass einige linke Orgas sich durchaus mit der Geschichte des Zarentums (als auch der Nachfolger: UdSSR und das moderne Russland) auseinandersetzen sollten. Ich habe fertig. Es ist spät. Danke.

Samstag, 27. Dezember 2025

Happenings des Monats: Dezember'25

Stricher guckt sich "Stromberg - Wieder alles wie immer" an am 21.12.2025 in Filmwelt Herne

So. Genug jetzt. Es ist das letzte "Happenings des Monats" in diesem Jahr und diesen Monat ist happeningstechnisch nicht wirklich viel geschehen. Das ist also das einzige "Ereignis" im Dezember. Here we go.

Lirum larum. Worum geht es? Es ist die Fortsetzung von "Stromberg - der Film" von vor elf Jahren und führt die Handlung allerdings nicht direkt fort. Wir erfahren nicht was mit Bernd Stromberg (immer noch Christoph Maria Herbst) in der Berliner SPD-Zentrale geschehen ist. Fest steht: Er ist nicht mehr bei der Capitol, allerdings ist dankt der fiktiven Doku eine Art Kult um ihn entstanden. Tanja (Diana


Staehly) und Ulf (Oliver Wnuk) sind immer noch bei der Capitol tätig und Eltern von Marvin (Carlo Stolle). Berthold "Ernie" Heisterkamp (Bjarne Mädel) ist inzwischen Life-Coach und Autor eines Buches über Mobbing. Jennifer Schirrmann (Milena Dreißig) ist mit einem "Content Creator" namens Julien (László Branko Breiding) zusammen und offensichtlich alkoholabhängig. In einer neuen Talkshow sollen die fünf aufeinander treffen und erzählen wie es ihnen so ergangen ist. Dabei wird erzählt welche Position Bernd inzwischen inne hat. Er ist bei einem "Multi-Purpose Unternehmen" namens "Alpha" tätig und scheint dort ein grosses Tier zu sein. Was wir ebenso mitkriegen: Es gibt Proteste gegen die Sendung von feministischen Gegnerinnen der durchaus sexistischen/rassistischen Inhalte der Sendung und eine Stromberg-Followerschaft voll mit Halbglatzen-Maske und Schnurrbart/Mantel tragenden Fans von Bernd, die ihnen gegenüber stehen. Es ist nicht alles wieder wie immer.

Der Film ist durchaus deprimierend aber gleichzeitig irgendwie auch realistisch. Früher hat man über die Witze in der Serie gelacht, weil diese ganzen Menschen dadrin ziemliche Arschlöcher waren. Man lachte darüber, nicht weil man der gleichen Meinung war, sondern weil die Menschen Scheiße waren. Stromberg war scheiße. Es war ein durchaus narzisstisches, selbst unsicheres Arschloch dass andere gerne in die Pfanne gehauen hat, wenn es für ihn nützlich war. Der neue Film stellt ganz gut dar, dass diese Person niemand ist den man nacheifern sollte. Er ist kein guter Chef, kein Vorbild, nix dergleichen. Gleichzeitig kriegt man den ebenfalls sehr realistischen gesellschaftlichen Diskurs, ob so eine Sendung überhaupt noch möglich ist bzw. ob man so jemanden in einer Talkshow überhaupt eine Plattform geben sollte. Was ebenfalls sehr realistisch ist, dass kaum etwas schlimmes mit der besagten Person geschieht, all diese Fehltritte irgendwie verziehen werden und diese wieder zum Liebling auserkoren wird. Ich bin sehr zwiegespalten gewesen. Habe so einige Lacher von mir gegeben. Fand einiges witzig. Andererseits ist das hier wirklich sehr traurig. Ich bin mir fast schon sicher, dass es der Startpunkt für eine Stromberg-Revival-Serie sein wird. Bin in der Hinsicht allerdings zwiegespalten, ob das wirklich sein muss. Denn einerseits hat der Film einige realistische Momente/Verhaltensweisen eingefangen (bpsw. die Stromberg-Fans die Ulfs Adoptivsohn aufgrund seiner vermeintlichen Sexualität belächeln), andererseits wird Bernd selbst aggressiver als sonst und schlägt zu - was er sonst niemals getan hat. Viel eher war er immer derjenige der die Flucht ergriffen hat. Einerseits, andererseits. Gute Ansätze, komische Entwicklungen, witzige Momente und teils sehr peinliche und verstörende Szenen. "Stromberg - Alles wieder wie immer" versucht irgendwie dem aktuellen Zeitgeist einzufangen als auch den Gedanken "Was wäre wenn Stromberg heutzutage im Fernsehen laufen würde", verliert sich allerdings gegen Ende und irgendwie wird alles mit McDonald's Werbung nicht viel besser. Ich glaube, wenn eine neue Serie laufen würde, würde sie gnadenlos unter gehen.

5/10 Pfandflaschen

Trailer:



Sonntag, 30. November 2025

Happenings des Monats: November'25

Vortrag von Alex Feuerherdt - "Vereinte Nationen gegen Israel - wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert" am 05.11.2025 im Druckluft - Altes Café, Oberhausen

Okay. Ich war am 05.11.2025 mal wieder bei einem Vortrag - generell, finde ich es irgendwie um einiges entspannter auf Vorträge als auf Konzerte zu gehen momentan - und es war eine gute Idee, hinzugehen.

Der Vortragende war Alex Feuerherdt, Autor des Blogs "Lizas Welt" (u.a.). Gegenstandt des Vortrags war die Arbeit der Vereinten Nationen gegen den jüdischen Staat Israel. Veranstaltet wurde alles von "Dissens Duisburg". Ich empfehle an der Stelle herzlichst, deren Seite auf Instagram zu folgen falls ihr Bock habt auf weitere ideologiekritische/gesellschaftskritische Veranstaltungen unter anderem mit dem Schwerpunkt Antisemitismus.


Im Grunde genommen ging es darum, was auch im Titel angekündigt ist. "Die Vereinten Nationen verurteilen Israel aufs schärfste", so oder so ähnlich kann man es immer wieder in den Zeitungen lesen. Der Vortragender hat anschaulich und relativ zackig dargestellt, wieso sowas zustande kommt. Wieso der einzige jüdische Staat auf dieser Welt immer wieder angegriffen wird, sich wehren muss und dafür wiederum verurteilt und angegriffen wird. Wieso wird der Status des "Geflüchteten" unter den Palästinensern in der XY-ten Generation weiterhin aufrechterhalten? Was ist die UNRWA, wieso wurde sie gegründet, was ist ihre Funktion heutzutage und warum zur Hölle gibt es einen gesonderten Flüchtlingswerk nur für die Palästinenser? Das alles wurde wirklich souverän erklärt, ohne viel auszuschweifen und auf eine durchaus verständliche Art und Weise. Ohne selbstverliebtes und kompliziertes Gerede, das kein Mensch versteht. Mehr solcher Vorträge.

AFSKY + MYRDAL am 07.11.2025 im Druckluft, Oberhausen

Zwei Tage später ging es wieder ins Druckluft. Diesmal allerdings zu einem Black Metal Konzert. Die erste Band habe ich gekonnt verpasst bzw. habe nur von weiten das Ende mitbekommen. Also blieb nichts anderes über als draußen zu stehen und zu dampfen. 

Als Myrdal dann angefangen haben zu spielen, war es übelst voll. Ich stand die ganze Zeit hinten, neben mir Genosse A., vor mir irgendwelche Leute die viel zu groß waren, hinter mir auch. Irgendeiner reicht jemanden vor mir ein Bier über. Ich sehe von der Band wirklich nicht sehr viel. Was ich höre, kriegt erstmal ganz gut, aber im Grunde doch einfach nur BM und nichts weiter. Kann da ehrlich gesagt nur bedingt was anfangen. Für den Moment klingt das ganz in Ordnung, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das Zuhause oder unterwegs zu hören. 

K


urz bevor Afsky angefangen haben - ich habe übrigens immer gedacht die würden Ufsky heißen - bewegten wir uns strategisch relativ weit nach vorne und haben zum Ende hin wirklich einige der besseren Plätze erwischt. Was dann am Ende auf mich zukam (ich kannte die Band bis dato nur vom Namen, und das auch noch falsch) war folgendes: Black Metal aus Dänemark mit super coolen, ruhigen Elementen die ganz und gar nicht deplatziert gewirkt haben. Eine wahrlich großartige, wahnsinnig schöne, beruhigende Kulisse. Ein auf und ab von "lülüllülülüüü" und "AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH!". Ich war selten so entspannt auf einem Konzert. Es hat funktioniert. Ich bin weder gestresst gewesen noch hatte mein inneres Theater angefangen zu spielen. Stattdessen lehnte ich mich an eine Wand und hörte einfach zu. Außerdem wirkte die Band, vor allem der Gitarrist, ganz und gar nicht abgehoben. Das höre ich mir doch auch mal zuhause an.




Vortrag von Anastasia Tikhomirova zum Thema "Russischer Imperialismus und seine Huldigung durch linke Dogmatiker:innen" am 13.11.2025 im Makroscope, Mülheim an der Ruhr

Ich bin hin, weil ich die Perspektive von linken Russen/Russlanddeutschen/generell russisch sprachigen Menschen bzw. Leuten aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion die nicht d'accord gehen mit Russlands Politik. Um es mal einfach auszudrücken. Im Vortrag ging es zwar am Ende auch um das eigentliche Thema, allerdings war der Großteil der Zeit gefüllt mit wichtigen historischen Fakt in Bezug auf Russlands imperialistische und kolonialistische Geschichte. So wurde mit den Mythos aufgeräumt, Russlands Kolonialismus wäre "nicht so schlimm" wie der deutsche oder britische. Das liegt auch vor allem daran, meiner Meinung nach, dass Menschen im Westeuropa oder auch in großen Teilen der westlichen Linken ignorant oder ungebildet sind und schlichtweg keine Ahnung haben wieso dieses Land so groß ist. Das ist nicht einfach so über nacht passiert. Das System Kolonialismus hat auch in der Sowjetunion nicht aufgehört sondern auf eine andere Art und Weise weitergemacht. Es besteht


dringender Bildungsbedarf vor allem in der sogenannten "antiimperialistischen Linken". Auch auf die Frage, wieso Linke in Westeuropa sich kaum oder wenig für die Kämpfe von Linken in Osteuropa als auch in zentralasiatischen Teil Russlands interessieren wurde eingegangen. Die These dass sie sich verraten fühlen, weil diese Menschen nicht für den Sozialismus kämpfen ist, meiner Meinung nach, durchaus vertretbar. Allerdings braucht es einer massiven Erörterung dieser Frage. Die Antworten würden mich sehr interessieren. Die Analyse bezüglich "russischer Kolonial Opposition" fand ich nicht ganz treffend. So stimmt es, dass russische Oppositionelle durchaus selbst diese koloniale Positionen vertreten und niemals auch nur daran denken würden das Land aufzuteilen bzw. zu spalten sodass indigene Bevölkerungen eigene Staaten kriegen. Allerdings bin ich der Meinung, dass Alexej Navalnyi sich während seiner Zeit im Gefängnis verändert hat und auch deutlichere ablehnende Worte zum Krieg Russlands gegen die Ukraine gefunden hat - im Gegensatz zu seinen vorherigen nationalistischen Ansagen. Allerdings blieb auch mir keine Zeit weitere Fragen zu stellen und ich war ziemlich müde. Ich hätte auch bleiben können, da mein Zug insgesamt ne halbe Stunde Verspätung hatte. Naja. War ingesamt ein verdammt guter Vortrag, voll mit sehr wichtigen historischen Informationen.

Pinky und Stricher gucken sich "The Vincent Price Legacy" an am 29.11.2025 in Schauburg, Gelsenkirchen

Jaaaawollski. Kaum zu glauben, aber wahr. Pinky ist tatsächlich 620 Kilometer aus dem wunderschönen MeckPomm ins wunderschöne Ruhrgebiet gefahren um sich mit mir gemeinsam die Premiere von "The Vincent Price Legacy" im wunderschönen Schauburg Kino in Gelsenkirchen-Buer reinzuziehen. Danach haben wir das ganze in einer großartigen Podcast-Folge verewigt/verwurstet. Diese könnt ihr euch hier reinziehen - das war die erste Live-Folge seit 2019 sozusagen. Also, wir haben uns das erste


Mal seit 2019 in echt gesehen und diese Gelegenheit genutzt um uns Auge in Auge gegenüber zu sitzen und über Filme fachzusimpeln.

Den Anfang machte allerdings kein Film sondern die Horrorpunkband The Other, die mit ihrem neuesten Album "Alienated" tatsächlich auf Platz 6 der deutschen Charts geschafft hat. Sie waren auch diejenigen, die den Titelsong zur Doku beigesteuert haben. Diesen durften sie auch in Persona im akkustischen Gewand präsentieren, zusammen mit einem weiteren Song vom neuen Album ("I Give You The Creeps"). Danach wurde der Film von Chef von Wicked Vision Distribution Daniel Perée, Regisseur/Drehbuchautor/Editor Laurent Ohmansiek und von der Rednerin/Vincent Prices Tochter Victoria Price präsentiert. "The Vincent Price Legacy" ist eine etwas länger als 2 Stunden andauernde Dokumentation über das Leben und Schaffen der Horror/Fantasy-Legende Vincent Price. Dabei geht es allerdings nicht bloß um eine stumpfe Retrospektive bzw. Rückblick auf seine Filme sondern auch um die Person Vincent Price selbst. So geht es allerdings tatsächlich chronologisch korrekt zu: Man fängt an in den 30er und 40er Jahren und endet das Ganze mit Prices letzter Filmrolle, als Erfinder in Tim Burtons "Edward mit den Scherenhänden". Dabei kommen zahlreiche Persönlichkeiten zu Worten, die der Horrorikone in ihren Leben begegnet sind oder von ihm inspiriert wurden. Zahlreiche Drehbuchautoren, Schauspieler, Regisseure und Musiker wie zum Beispiel Alice Cooper, Rob Zombie, Rod Usher, John Landis, Joe Dante, Elizabeth Shepherd, David Dastmalchian, William Malone und natürlich auch Victoria Price selbst. Im Hauptfokus ihrer Erinnerungen stand allerdings eher die persönliche Beziehung zu ihrem Vater.

Insgesamt lässt sich sagen, ohne zu spoilern: Eine verdammt gelungene, erste offizielle Doku über Vincent Price in Spielfilmlänge die, ganz wichtig, quasi in Eigenregie entstand. Da steckt verdammt viel Herzblut dahinter und meines Erachtens ist sie auch durchaus in der Lage jemanden für das Genre Horror (besonders die aus heutiger Sicht eher seichteren Filmen der 1950er) zu begeistern. Sicher, nach zwei Stunden sitzt sich der Arsch besonders platt und es tun einem die Knie weh, besonders wenn man über 30 ist. Aber sei's drum. Danach gab es auch ein Q&A mit den beiden Machern, Victoria Price und den YouTubern Jessica und Michael Kolence (die ebenfalls im Film vorkamen). Der Film schafft es sowohl fachlich zu bleiben und trotzdem die Liebe zum Genre und eine gewisse Verneigung vor VP darzustellen. Böhse Zungen würden behaupten, das wäre eine absolute Lobhudelei. Tatsächlich fragte ich mich irgendwann ob es nicht Bisschen zu viel des Guten ist. Allerdings lag es vielleicht daran, dass ich seit 5:37 wach war und dementsprechend im Eimer war. Pinky war zufrieden. Ich war zufrieden. Das Kino war großartig, Sound war gut. Keiner hat gequatscht. Und es war so cool, viele Gleichgesinnte um sich herum zu haben. Man hätte durchaus auch ein Trinkspiel darüber machen können, wer alles ein Misfits-Shirt trägt. Dankeschön.

8,75/10 Pfandflaschen

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