Und, wie schon oben gesagt, beschäftigt man sich hierauf mit dem Thema "Mensch erfindet Maschine", allerdings gibt es hier auch einige sozialpolitische Texte. So ist "Crisis" ein Antikriegssong und in "Leechmaster" geht es um eine toxische Beziehung. Man sampelt Anti-Kriegs-Filme wie "Apocalypse Now" oder "Full Metal Jacket". So hören wir die folgende Passage aus dem sogenannten "Rifleman's Creed": "Without me, my rifle is useless. Without my rifle, I am useless. I must fire my rifle true. I must shoot straighter than my enemy who is trying to kill me. I must shoot him before he shoots me. I will ..." gesamplet aus "Full Metal Jacket" in "Crisis". Besonders gut gefallen mir allerdings so Ausfälle wie in "Natividad" oder "Big God/Raped Souls".
Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen Death Metal und Industrial, wobei gleichzeitig Sänger Burton C. Bell cleane Vocals verwendet. Diese könnten ebenso gut zu einer Alternative Metal Band passen die zu dem Zeitpunkt grade ihren Höhenflug gehabt hätte. Es ist eine wirklich sehr gute, und zu dem Zeitpunkt außergewöhnliche, Fusion von zwei Metal-Subgenres. Um es in klischeehaften Metal Magazin Redakteur-Worten zu sagen: Ein schepperndes, knallendes Monstrum, dass sich wie ein Cyborg auf Gleisketten bewegt und mit Hilfe von aus seinen Körper ausschwärmenden Kabel alle Menschen um sich herum ansteckt und ebenfalls zu Cyborgs macht.
Anspieltipps: Martyr, Crisis, Leechmaster, Self Immolation
8/10 Pfandflaschen
