Mittwoch, 24. Juni 2026

Film der Woche#683: The Incredible Melting Man (1977)

Auf Deutsch bekannt als "Der Planet Saturn läßt schön grüßen" oder "Der Zombie aus dem Weltall". Es ist auch völlig egal, wie der Film auf Deutsch heißt, der Originaltitel ist schon witzig genug. Aber eigentlich ist das auch egal, weil mir niemand die 87 Minuten meines Lebens zurück gibt. Traurig.

Zu Beginn steht eine Mission des NASA-Raumschiffes "Scorpio 5". Man hat vor, den Saturn zu erkunden. Aufgrund der ionisierenden Strahlung sterben allerdings zwei der drei Astronauten. Der dritte im Bunde, Steve West (Alex Rebar) wird schwer verstrahlt, überlebt allerdings. Als nächstes fokussiert

sich der Film auf Wests Aufenhalt im Krankenhaus. Der Körper des Mannes ist komplett bandagiert. Es dauert nicht lange, bis West aus seinem Schlaf erwacht. Kurz darauf merkt er, was mit ihm los ist. Nachdem er sein Gesicht und Hände von den Bandagen befreit hat, stellt er fest, dass das Fleisch in seinem Gesicht sich aufzulösen beginnt - ebenso wie die Hände. In einem äh Panikanfall tötet er eine Krankenschwester und flieht aus dem Krankenhaus. Dr. Nelson (Burr DeBenning) und Dr. Loring (Lisle Wilson) finden heraus, dass ihre Leiche nun auch radioaktiv verseucht ist. Das heißt im Grunde, dass Steve West's Körper ebenfalls radioaktiv ausstrahlt. Die ganze Sache muss geheim gehalten werden. Das Militär füchtet schlimme Folgen wenn alles rauskommen sollte. So macht man sich auf die Suche nach Steve, dessen Körper ständig schmilzt und er Menschen angreift. Das Ding ist: Je länger er unterwegs ist, je mehr er tötet, desto stärker wird er.

Wie oben schon gesagt: Ich werde die 87 Minuten meines Lebens nicht zurück bekommen. Meine Fresse war das Scheiße. Man versucht einen zynischen/pessimistischen bzw. satirischen Unterton einzubauen. Die Astronauten als Wegwerfmaterial, dessen Tod geheim gehalten wird und der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, das alles gut ist. Ansonsten haben wir sehr sehr schlechte Jumpscares und einen wütenden Astronauten, dessen Gesicht und Körper wortwörtlich wegschmelzen. Wat willste machen? Naja, wenigstens sind die Special Effects vom Meister des Fachs, Rick Baker, absolut große Klasse. Er hat es geschafft nicht nur den Prozess des Schmelzens sondern auch des Verwesens kreativ und detailgetreu darzustellen. So verändert sich Steves Aussehen tatsächlich. Er sieht im Laufe des Films immer schlimmer aus. Aus seinen Fingern läuft die ganze Zeit Flüssigkeit und er hinterlässt die ganze Zeit eine Spur. Es ist wirklich verdammt gut gemacht und beeindruckend ekelerregend. Der Plot hätte funktionieren können, wäre da nicht die absolut hölzerne Schauspielerei und so. Schade.

3/10 Pfandflaschen (aber nur wegen Rick Baker)
Trailer:


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