Mittwoch, 17. Juni 2026

Film der Woche#682: Pee-Wee's Big Adventure (1985)

Zu diesem Film habe ich so einiges zu sagen. Tatsächlich habe ich ihn in einer etwas weiter entfernten Vergangenheit 2 mal (oder so) gesehen. Leider war ich dabei entweder so dermaßen besoffen oder müde sodass ich gegen Ende eingeschlafen bin und nie das Ende mitbekommen habe. Oder ich habe das Ende einfach vergessen. Egal. Das hier ist der erste Full Length Film von Tim Burton. Basierend auf einer Kindersendung namens "Pee-Wee's Playhouse" (bei welcher Rob Zombie als Production Assistant gearbeitet hat). Die Hauptfigur dieser Sendung war ein Typ namens Pee-Wee Herman (gespielt von Paul Rubens). 


Genau um diese Figur (oh Wunder) dreht sich auch dieser Film. Pee-Wee Herman ist ein kindischer, sonderbarer Mann der in einem Haus voller seltsamer Dinge und Gerätschaften wohnt - zusammen mit seinem Hund Speck. Sein bestes und teuerstes Gut ist sein wunderschönes, hochmodernes und mit lauter Gadgets ausgestattetes Fahrrad. Sein Nachbar, der hochnäsige reiche Bengel Francis (Mark Holton aus Leprechaun) möchte es ihn unbedingt abkaufen. Doch Pee-Wee hält dagegen. Nachdem Pee-Wee einen Gadget-Laden besucht hat (und das Fahrrad währenddessen sorgfältig angekettet hat) verschwindet das Gefährt. Es ist offensichtlich, dass Francis es gestohlen hat. Nachdem eine Vermisstenanzeige mit Finderlohn nichts bringt begibt er sich zu einer äußerst professionellen Wahrsagerin die ihm offenbart, dass das Fahrrad sich äh in Alamo, Texas befindet. So macht sich der sonderbare kindliche Mann auf nach Texas um endlich sein Fahrrad zu finden. Es soll angeblich dort im Keller sein. Jedenfalls trifft er jede Menge merkwürdige Gestalten auf seiner Reise. Einen entkommenen Strägling, einen Obdachlosen, eine untote LKW-Fahrerin und eine Gruppe Biker. Es ist lustig.

Ja, es ist wirklich lustig. Auch wenn einige von euch meinen würden, das hier wäre schon ziemlich viel Uncanny Valley und überhaupt ziemlich gruselig. Ich verstehe das. Es ist absolut out of place wie alles stattfindet. Die Grimassen, die Stimmen, die absolut merkwürdigen Charaktere so wie auch die Dynamik der Handlung. Man weiß einfach nicht, was als nächstes passiert und fühlt sich einfach vorm Kopf gestoßen. Zurecht. Das ist, glaube ich, auch das Ziel des Films. Die Handlung ist auf mehreren Ebenen absurd: Man weiß nicht was als nächstes passiert. Die Verhaltensweisen der Charaktere sind over-the-top. Alles ist in grellen Farben gehalten. Nach mehr als vierzig Jahren wirklich null an Qualität eingebüßt. Ich liebe diesen Film. Eben weil er so grenzdebil und behämmert ist. 

9,75/10 Pfandflaschen
Trailer: 


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