(aka "A Bug's Life" von 1999) von Disney/Pixar geklappt und auch nicht mit dessen "Konkurrent" "Antz" von Dreamworks. Konkurrent in Anführungsstrichen weil die beiden Filme ein Jahr nacheinander rauskamen und nur eine Sache gemeinsam haben: Ameisen. Die Stories sind unterschiedlich, allerdings geht es in beiden Filmen irgendwie um Flucht und Zusammenhalt. Trotzdessen betrachtet mein Gehirn "Antz" irgendwie als eine Art "erwachsene" Version von "A Bug's Life". Auch wenn es faktisch betrachtet nicht so ist.
Worum geht es? Wir befinden uns in einer Ameisenkolonie, irgendwo in einem Park in New York. Z (Woody Allen) ist eine neurotische Ameise. Ein Arbeiter, der angefangen hat das Leben im Ameisenstaat zu hinterfragen. Er ist unzufrieden mit seinem Leben und erzählt dem Ameisenpsychiater zu Beginn des Films, dass er das Gefühl hat "einer unter vielen" zu sein und dass "sein Leben nichts besonderes ist". Genau das ist auch der springende Punkt, den der Psychiater bestätigt. Z ist nichts besonderes, wie alle anderen Ameisen und das ist auch völlig normal so. Es ist allerdings nicht so, dass er eine seelenlose Arbeitskraft ist. Er hat durchaus Freunde: den Soldaten Weaver (Sylvester Stallone) und die Arbeiterin Azteca (Jennifer Lopez). Irgendwas besonderes fehlt in seinem Leben. Eines Abend lernt er in einer Bar die Prinzessin Bala (Sharon Stone) die einen heimlichen Ausflug in die "Welt des Pöbels" gemacht und sich unter die "einfachen Ameisen" gemischt hat. Er verknallt sich sofort in sie. Zudem erzählt ein sichtlich unter PTSD leidender Ameisen-Soldaten von einer Welt außerhalb der Kolonie namens "Insectopia". Dort können Ameisen frei leben ohne jegliche Arbeit. Einen Tag später gehen die Soldaten auf eine Mission. Z hofft bei der zu Beginn stattfindenden Parade die Prinzessin wieder zu sehen, also tauscht er den Platz mit Weaver - letzterer wird nun zum Arbeiter. Die "Mission" stellt sich heraus als ein präventiver Kampfeinsatz gegen Termiten, den kein einziger Soldate überlebt. Außer Z. In seinen Armen stirbt auch der heldenhafter Barbatus (Danny Glover), der ihn zuvor beschützt hat. Z kehrt nun als einziger Überlebender und Kriegsheld zurück. Er wird für seinen tapferen Einsatz gefeiert. Sehr zum Missfallen des General Mandibel (Gene Hackman). Dieser hat nämlich andere, finstere Pläne für die Ameisenkolonie.
Der Titel allein wirkt auf mich schon "edgy". Ich meine, es ist ein "Z" im Namen. Das könnte irgendwas cooles und abstraktes sein. Jedenfalls: Wenn ich den Film mit "A Bug's Life" vergleichen muss, vergleiche ich ihn am Liebsten gar nicht. Meiner Meinung nach ist das hier pure Erwachsenenunterhaltung. Es geht nicht einfach darum einen "Bösewicht" zu besiegen oder um einen Kampf "Gut gegen Böse". "Antz" behandelt das Leben in einen voll funktionalen Ameisenstaat in welchen die Arbeiter ihr Leben der Arbeit gewidmet haben. Das kollektive Bewusstsein kennt nichts anderes. Im Mittelpunkt steht jemand der dieses Leben hinterfragt und etwas besseres für sich will. Dazu kommt noch der Grundgedanke "nur der Stärkere gewinnt" und eine bösartige Ideologie für deren praktische Umsetzung Ameisenleben dran glauben müssen. Meiner Meinung nach ist "Antz" ein großartiger Film der den Horror eines bürgerlichen (Ameisen)Staates zeigt der grade dabei ist, sich in einen totalitären Staat zu verwandeln. Es braucht Menschen (oder in dem Falle Ameisen), die sich dagegen wehren und der indoktrinierten Masse zeigen, dass es auch anders geht. Ich frage mich, wie zur Hölle dieser Film als Kinderzeichentrick durchgegangen ist. Hier gibt es Mord und Totschlag zu sehen, auch wenn es nur 3D-animierte Figuren sind. Holy shit.
8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

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