Dienstag, 3. Februar 2026

Comic Book Review#666: Freddy vs. Jason vs. Ash#5-6 (2008)

Allrighty then. Diesmal sind wir am Ende der Reihe angelangt - und schon in der vorletzten Ausgabe#5 merkt man, dass es bald zu Ende gehen könnte. Aber man muss ja noch einen drauf setzen. 

In der fünften Ausgabe kämpft Jason gegen seine von den Toten auferstandenen Opfer, die ähnlich wie in "Evil Dead" sehr äh dämonisch sind und ihm endgültig töten wollen. Freddy Krueger hat nun Fähigkeiten, die nicht mehr nur in der Traumwelt funktionieren. Er ist nun auch irgendwie in der Lage die Realität zu verändern. Mithilfe des Necronomicons würden seine Kräfte allerdings noch stärker werden. Ash schafft es irgendwie das Buch zu stehlen und zu fliehen, wird aber von dämonischen

Bäumen gefangenen genommen und von dämonischen Raben gepiekst. Wieder mal schafft er es allerdings, zu entkommen. Zusammen mit Caroline, die die einzige Überlebende aus dem neuen S-Mart ist, will er nun endgültig die Sache zu Ende bringen und eine Passage aus dem Buch vorlesen, die Freddy und Jason (oder zumindest nur Freddy) endgültig zurück in die Hölle bringt. Da Freddy aber die Realität verändern kann, schafft er es Ash abzulenken und Caroline zu kidnappen. Allerdings taucht in letzter Minute der sichtlich schlauere Jason auf und es kommt zu einem Kampf zwischen ihm und Ash. Letzterer schafft es, Jason den Arm abzuhacken, der sich allerdings in den Stumpf einfach eine Machete reinsteckt. Wie auch immer, Jasons Business ist mit Freddy zu erledigen - sodass er Ash aus dem Fenster des neu erschaffenen Elm Street Hauses schmeißt, dass bald darauf zusammenbricht.

Nun sind wir also am Ende angekommen: Ash ist halb unter den Trümmern des Hauses begraben und bewusstlos. Caroline schafft es, mit dem Necronomicon vor Freddy zu fliehen, der nun eine weitaus dämonische Gestalt hat und fliegen kann. Außerdem kann er Sachen in die Luft jagen. Schließlich ist er beinahe sowas wie ein Gott, der nun die Realität verändern kann. Sein Vorhaben ist: Mithilfe des Buches die Welt komplett zu seinem Gunsten verändern. Kurz bevor er die Worte "Klaatu Verada Nikto" zu Ende vorlesen kann, nachdem er das Buch aus Carolines Händen gerissen hat, wird er von Ash mit einem Auto gerammt. Lange Rede kurzer Sinn, Jason hat immer noch eine Rechnung mit Freddy offen, unterbricht den Kampf Ash vs. Freddy - und wird von mehreren Freddies gepiesackt. Zum Ende hin schafft man es doch, die besagten Worte vorzulesen, Freddy wird in die Dimension der Deadites gesaugt während Jason von durch ein weggeschleudertes Auto unter dem eingefrorenen Crystal Lake begraben wird.

Meine Fresse, ich weiß nicht wie viele Gehirnzellen ich bei der Lektüre verloren habe. Mit Ash haben wir einen tatsächlich heldenhaften Charakter mit großer Klappe, der dafür prädestiniert ist, zu gewinnen. So ist es ein tatsächlich halbwegs zufriedenstellendes Ende. Die beiden Bösewichte sind ähhh weg und der Held verschwindet mit einer neuen Freundin. Ganz richtig, der zu dem Zeitpunkt 35-jährige (und im Einzelhandel tätige, irgendwie fühlt sich das bekannt an) brennt nun mit Caroline durch. Wobei ich keine Ahnung habe, wie alt sie ist. Also mindestens 18 ja, aber trotzdem fühlt sich das ziemlich falsch an. Anyway, keine Ahnung in welchem Franchise das Kanon ist und in welchem nicht/doch/wieder/wieauchimmer. Es hat Spaß gemacht, aber gleichzeitig war es so dumm und stellenweise unglaublich häßlich gezeichnet, dass ich laut auflachen musste.

6/10 und 7/10 Pfandflaschen
Und wieder ein Video von ComicgeddonTV:


Montag, 2. Februar 2026

Album der Woche#670: King Dude - Love (2011)

Ich habe in meinem Leben es geschafft, bisher zwei mal King Dude zu sehen. Einmal im Essener Turock und einmal in der Bochumer Trompete. Beide Berichte könnt ihr unter den Hyperlinks aufrufen. 

Es ist fast schon unfassbar, dass bis jetzt kein einziges Albumreview es bis hierhin geschafft hat. Dabei ist die Discography von TJ Cowgill schon äußerst vielfältig und bedarf eigentlich eines ausführlichen Reviews bzw. Reviewreihe. Nun ja, jedenfalls ist "Love" das zweite Album des Seattler Musikers. Seitdem gab es noch neun weitere Veröffentlichungen, die unter anderem beim deutschen Record-Label "Van" rausgekommen sind - das unter anderem Urfaust und The Ruins of Beverast veröffentlicht. Und das von einem Mitglied der letzgenannten Band gegründet wurde, aber ich schweife aus.


"Love" bietet den Zuhörern eine Art Spagat zwischen US-Amerikanischen Folk wie er von Johnny Cash oder Woody Guthrie dargeboten wurde als auch gewissen Bands aus der Neofolk-Nische. Im Grunde kann man das zusammenfassen als "Typ mit tiefer Stimme und Akkustik-Gitarre" sitzt in einem dunklen Raum und singt über schöne als auch nicht so schöne Sachen, hat dabei aber stets die Betonung im Sinn." Ergo geht es zwar auch um den Inhalt, aber die Stimme macht wirklich besonders viel aus. Noch besser wird es, wenn ganz viel Hall unterlegt wird, sodass Mr. Cowgill sich anhört als würde er aus dem Jenseits sprechen - oder wahlweise in einen Tunnel hineinrufen, je nach Interpretation. 

Was die Texte betrifft: Es geht um Liebe und den Tod und religiöse Themen. So spricht er in "Don't Want Me Still" über eine verstorbene Liebe, die er nur erreichen kann wenn er selbst eine Todespille einnimmt. "In the Eyes of the Lord" handelt scheinbar von einem Krieg im Namen der Religion. "Spiders in her Hair" ist glaube ich, seit längerer Zeit, das wunderschönste Liebeslied an eine verstorbene Person - oder eine Frau gekleidet im Goth-Stil. Eines der meiner Ansicht nach, populärsten Songs auf diesem Album ist "Lucifer's the Light of the World". Es kehrt das Narrativ aus der Bibel um, nach welchem Gott das absolut Gute und der Teufel das absolut Böse auf der Welt ist. So ist Luzifer derjenige gewesen, der der Menschheit Feuer gebracht hat. Im Song selbst sprechen Adam und Eva über die Rolle Gottes.

Meiner Meinung nach ein fast schon zu kurzes Album. Dafür aber sehr meditativ, mitsingbar, eindringlich und tatsächlich abwechslungsreich dafür dass es relativ minimalistisch klingt. Nur Liebe hierfür.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Spiders in her Hair, Lucifer's the Light of the World, In the Eyes of the Lord



Samstag, 31. Januar 2026

Happenings des Monats: Januar'26

Hallo und herzlich willkommen zum ersten "Happenings des Monats" im Jahre 2026. Tatsächlich war diesen Monat wenig los bei mir. Keine Konzertbesuche, kein Kino, nix. Stattdessen war ich heute (31.01.2026) bei einem Vortrag der "Antideutschen Kommunisten Leipzig" im Oberhausener Druckluft und werde ganz kurz darüber erzählen. Aber nur ganz kurz. Danach gucke ich "Stranger Things".

"Die asiatische Produktionsweise" (Vortrag) von "Antideutsche Kommunisten Leipzig" am 31.01.2026 im Druckluft, Oberhausen

Zunächst mal war es etwas verwirrend. Genosse A. hat die ganze Veranstaltung anmoderiert mit quasi den ungefähren Inhalt des Vortrags, nämlich "warum man als Linker die Ukraine unterstützen sollte". Allerdings dies nicht der ganze Inhalt sondern eher die Schlussfolgerung. Im Großen und Ganzen ging es a) um die sogenannte "asiatische Produktionsweise" die mittlerweile so gut wie überall auf der Welt verbreitet ist und als Brücke dazu b) die Geschichte der Kyiver Rus', der darauf entstandenen Fürstentümer, den Überfall der mongolischen "Goldenen Horde" und die darauf basierende Weiterentwicklung von Fürstentum Moskau zu einem despotischen Staat den wir heutzutage alle kennen und hassen. 


Ziel des Vortrags war nicht, entgegen der Behauptung diverser Haider, darzustellen dass Russen per se "knallharte Despoten" sind und quasi nicht anders können. Das wäre nämlich zutiefst rassistisch (und findet sich übrigens sowohl im rechten als auch linken Lager als Theorie vor). Im Grunde genommen ging es darum eine theoretische und geschichtliche Erklärung dafür zu finden, wieso Russland so groß ist, so machthungrig und so despotisch. Das hat im Grunde genommen unfassbar viele geschichtliche Gründe. 

Diese Gründe sind Grund genug (hey, es ist spät) als westlicher Linker die Ukraine in ihrer Wehrhaftigkeit zu unterstützen. Nicht weil man geil drauf ist sich aufzurüsten und selber Rambazamba in Osteuropa zu machen. Sondern alleine aus dem Grund, dass Despoten und Diktatoren wie Putin den ganzen Arm abreißen, wenn man ihnen den Finger reicht. Der Vortrag hat ganz gut die missliche Lage des Europas zwischen Putin und Trump dargestellt und ich bin der Meinung dass einige linke Orgas sich durchaus mit der Geschichte des Zarentums (als auch der Nachfolger: UdSSR und das moderne Russland) auseinandersetzen sollten. Ich habe fertig. Es ist spät. Danke.

Donnerstag, 29. Januar 2026

Film der Woche#667: King Solomon's Mines (1985)

Dieser Beitrag dient als Ergänzung zu "Film der Woche"#666.5

King Solomon's Mines (1985)

Nur ein Jahr später brachte "Cannon Films" (die für ihre Chuck Norris und Michael Dudikoff Film
e bekannt waren) "King Solomon's Mines" raus. Es handelt sich dabei um die erste von zwei Verfilmungen von "Quatermain"-Bücher. Diese handelten von dem britischen Abenteurer Allan Quatermain (hier gespielt von Richard Chamberlain) der in Afrika äh ist. Diese führte bei der britischen Öffentlichkeit zu einem verzerrten romantisierten Bild von Afrika. Gedreht wurde der Film übrigens in Zimbabwe. Das Buch wurde zwar 1885 veröffentlicht - der Film ist allerdings eine etwas freie Umsetzung, die im Jahr 1913 stattfindet.

Allan Quatermain (Richard Chamberlain) der irgendwo in Afrika ansässige Kenner des Kontinents (und Abenteurer!) wird von Jesse Huston (Sharon Stone) angeheuert. Ihr Vater Professor Huston (Bernhard Archard) wurde nämlich entführt und wird gezwungen eine uralte Schrift zu entziffern. Diese ist in Kaananitisch verfasst. Die Entführer möchten einen Weg zu den legendären Minen von König Salomon finden, die tatsächlich existieren. Quatermain willigt ein und gemeinsam mit seinem Partner, Umbopo (Ken Gampu), einen Kukuwana-Krieger ziehen sie los. Sie werden allerdings schon bald von den Schergen von Dogati (John Rhys-Davies) verfolgt. Dieser macht gemeinsame Sache mit dem deutschen Oberst Bockner (Herbert Lomer), der angehöriger der kaiserlichen Armee ist. Was folgt ist eine wilde Jagd durch die Savanna, Flugausflüge mit deutschen Jagdflugzeugen, Kannibalen und Löwen. 

"Quatermain - Auf der Suche nach dem Schatz der Könige", wie der Film auf Deutsch heißt nimmt sich so absolut gar nicht ernst. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Denn es wäre eine absolute Schande würde er das tun. Es ist nämlich absolutetester Googoogagacocobananashit. Es mag sein, dass afrikanische Stämme in der Zeit durchaus kannibalistische veranlagt waren - dies mitten im 20. Jahrhundert so darzustellen ist jedoch ziemlich fragwürdig. Ironischerweise hat man sich größtenteils nicht darüber empört, sondern über die Darstellung von Arabern als Sklaventreiber. Was historisch tatsächlich richtig ist. Ich finde die Zusammenarbeit zwischen Dogati und Bockner ist eine Anspielung auf Hitler und den Großmufti von Jerusalem. Fakt ist: Es ist kein "böhser israelischer Film", weil die Produzenten aus Israel stammen. Es ist eine billige, Exploitation-Produktion die darauf aus möglichst viel Scheiße in die Welt rauszuposaunen und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Komischerweise haben die Kritiker nicht bedacht dass der Film sich nicht ernst nehmen will und die Zuschauer haben genau diesen Fakt ebenfalls ignoriert und das dem Film verziehen. Er ist aber größtenteils einfach nur scheißehohl. Wir haben es mit einem verzerrten Bild von Afrika zu tun, den Edlen Wilden (Umbopo), weißen Eroberern (den Deutschen), ihren Helfershelfern (arabische Sklaventreiber) und natürlich den White Saviours (Quatermain). Im Gegensatz zu "Romancing The Stone" entwickelt sich die Romanze zwischen den beiden Protagonisten ziemlich schnell und ist deutlich niveauloser. Was für ein höllisch dummer Film.

3/10 Pfandflaschen
PS: Den Spruch mit dem "Knackwurstesser" in der deutschsprachigen Synchro fand ich trotzdem witzig.
Trailer: