Freitag, 27. März 2026

So isses, Musik!#210

Was geht sonst? 

Während der Podcast von Pinky und mir pausiert, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, eine Karriere äh einen Comeback als Schlagersänger zu starten. Im Rahmen eines Multimedia-Projekts hat er es ganz wunderbar gemacht sich als Michael Hammer, der geläuterte Alkoholiker äh Schlagerveteran der einen Schlager/Rock-Comeback versucht, zu inszenieren. Das ist im Prinzip der gesäte Samen der noch gedeihen kann. Das offizielle Musikvideo bette ich direkt drunter ein. Das ursprünglich live ausgestrahlte Video der "Schlagersendung" findet ihr hier, da ich es nicht einbetten kann. Die besagte Stelle findet ihr ab der Minute 21. 



Erstes Album von Shō namens "Radio Silence", rausgebracht auf Language Instinct. Falls ihr auf den Sound von schwebelosen Gefühl steht, das entsteht wenn ihr am Sterben seid und jetzt grade, jeden Moment im Himmel ankommen könnt, aber der Arzt euch reanimiert so klickt doch bitte hier auf diesen Link.
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Ab in den .mp3-Himmel:

Als letztes war ich im "Hard Rock"-Ordner und so bewegen wir uns weiter bei "H" in Richtung "Hip Hop". Tatsächlich war der Hip-Hop-Ordner wirklich unfassbar groß. Ich glaube, es waren an die 11 Stunden an Material die sich da angesammelt haben. Naja eigentlich heißt der Ordner "Hip-Hop & Soul" weil sich da 1-2 Soul Songs verwirrt haben. Wie auch immer. Es ist ganz viel großartiges Zeug und ganz viel Müll. Wir haben hier lauter Klassiker wie Dr. Dre, Snoop (Doggy) Dogg, N.W.A., Cypress Hill, Coolio usw. usf. Aber auch so Nischensachen, die man entweder nicht kennt oder zu recht oder zu unrecht vergessen hat. Ich habe ernsthaft ein ganzes Album (entgegen der Annahme, dass es hier sich um einzelne Songs handelt) von MC Fiva hier und einige Songs von Frauenarzt. Dicht nacheinander, glaub ich. "Goodfellas Mafia", ein vegan straight edge Rap Projekt, angeführt von den Rappern Daniel Gun und Partisan. Es geht größtenteils darum irgendwo hinzugehen und jemanden zu verprügeln. Ich habe selten etwas so unfassbar unfreiwillig lustiges gehört. Die einzelnen Songs, die nicht in den Unterordnern sind sind aber wesentlich interessanter. Zum Beispiel: "Die Antideutsche Welle" von 5Drei9, "If U Wanna Be A Dresdner" von zwei so Atzen aus Dresden oder....so ein furchtbar grenzdebiler Polit-Hip-Hop Track namens "Nazi tot" von Kaisaschnitt und irgendwelchen Freunden von ihm. Grauenhaft. Viel witziger ist dabei "Ficken Geld Drogen Nutten" von MuschiFlo, Scher und Ikko Fritsch aus dem Jahre....von wann ist das eigentlich? Naja Hip-Hop-Parodien können gut werden - oder auch nicht. Die 221LH-Crew, ein Zusammenschluß von irgendwelchen Metallern(?) von Stop-Hip-Hop.de (meine Fressen) rappt darüber, wie dämlich sie sind und scheiße und überhaupt. Der ganze Ordner endet mit "Wir waren mal Stars" von Torch und Toni L.

Im "Hörbücher"-Ordner findet sich "nur" "Kommunismus für Kinder" von Bini Adamczak. 

"Indie.Alternative" bietet nicht sehr viel, allerdings trotzdem einiges was ich schon längst hätte wieder hören soll. Rollins Band, Fantomas (von ihnen "nur" ein Live Slayer Medley) und ein paar Songs von To My Surprise. Dies war einst ein Projekt des Slipknot-Perkussionisten Shawn Crahan. Keine Ahnung in welcher Richtung man das irgendwie unterbringen kann. Aber "Alternative" passt irgendwie dazu. 

"Industrial" ist voll mit den Zeug, dass ich damals für Industrial gehalten habe. Also, Rob Zombie, White Zombie, Nine Inch Nails. Wobei das natürlich in Teilen stimmt, in Teilen aber irgendwie nicht. Ich würde aus heutiger Sicht White Zombie vllt. nur ansatzweise als Industrial bezeichnet. Großes Highlight hier ist der Trip Hop Song "Evolution Revolution Love" von Tricky, der hier nichts verloren hat. 

Warum zur Hölle ist hier ein Ordner namens "Interviews", der voll ist mit irgendeiner Scheiße? Warum habe ich ein großes Interview mit äh einer gewissen Nazi-Hooligan-Band? Zu Dokumentationszwecken? Wahrscheinlich. "Samsons Schnuffeltuch" von den Angefahrenen Schulkindern ist hier auch drin. Why? Das haben sich Discharge auch gefragt und ich kann die Frage nicht beantworten.

J-Rock: Dir En Grey, Gazette, Girugamesh und D'Espairs Ray. Irgendwann war ich wohl leicht davon fasziniert oder ich kannte jemanden der mir das ganze Zeug per ICQ geschickt hat. Ich vermute mal letzteres.


Im Mai geht's weiter. Versprochen.

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Opeth Discography: Sorceress (2016)

Ich bin an der Stelle ganz ehrlich. Mir fällt es schwer über dieses Album zu schreiben. Nicht weil es irgendwie langweilig wäre oder so. Ganz und gar nicht. Opeth verstehen nun mal wo ihre Stärken sind, machen ihre Arbeit gut und sind dabei einfach...Opeth. Das heißt sie machen im Grunde immer mal wieder etwas ähnliches. Was ja kein Verbrechen ist, aber ehrlich gesagt fällt mir nicht wirklich viel dazu ein. Es wird übrigens die letzte vollumfängliche Discography auf diesem Blog sein - zumindest eine derartig große. Ich werde mich in der Zukunft auf kleinere Kaliber fokussieren.


"Sorceress" ist schon das zwölfte Album der Band. Diesmal kein Konzeptalbum sondern eins, dass sich unter anderem mit den "gefährlichen Aspekten der Liebe" beschäftigt. Wir bewegen uns irgendwo zwischen Progressive Rock und Metal. Im ersten richtigen Song, den Titelsong übrigens, startet man mit einer sehr nach 70er Jahre klingenden progressiven Melodie - die dann plötzlich in stampfende Metal-Parts mündet. Insgesamt kombiniert man verträumten Gesang mit verträumten Gitarrenriffs. Die musikalischen Vorbilder sind auf jeden Fall Jethro Tull oder King Crimson. Ich höre im Titeltrack definitiv eine ähnliche Dynamik wie bei Dio heraus. Im Grunde sind Opeth nun eine 70s Progressive Rock Tribute Band - mit eigenen Songs. 

Alles in allem durchaus genießbares, sauber produziertes Album. Ich werde nach dieser Discography aber meinen Abstand von Opeth brauchen, denn langsam reichts. Es ist definitiv nicht schlecht, aber ich kann mir nicht noch zig von diesen Prog Rock Alben reinziehen.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Seventh Sojourn, Sorceress


Donnerstag, 26. März 2026

Mittwoch, 25. März 2026

Film der Woche#675: Vergebung (2009)

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren "Film der Woche". Diesmal komplettieren wir die Verfilmungen der ersten "Millennium"-Trilogie. Angefangen hat das ganze mit "Verblendung", wurde fortgeführt mit "Verdammnis" und nun sind wir bei "Vergebung" angelangt. Der dritte Teil spielt direkt nach dem zweiten. Die ursprüngliche Version, die ich mir nun reingezogen habe, ist 2,5 Stunden lang und wurde so nicht im Kino ausgestrahlt.

Nachdem Lisbeth Salander (immer noch Noomi Rapace) das Aufeinandertreffen mit ihrem gewalttätigen Vater Alexander Zalatchenko (Georgi Staykov) und ihrem Halbbruder Ronald

Niedermann (Mikael Spreitz) überlebt hat, landet sie im Krankenhaus. Sie hat mehrere Schußverletzungen während Ronald auf der Flucht ist und Alexander nur ein paar Zimmer weiter liegt. Es stellt sich heraus, dass Zalatchenko, der ein ehemaliger russischer GRU-Agent ist der irgendwann in Schweden untergetaucht ist, Teil von einer geheimen Gruppe innerhalb des schwedischen Sicherheitsapparats ist. Die Mitarbeiter der Sicherheitspolizei, sowohl noch tätige als auch ehemalige, wollen nun jegliche Spur zu ihm verwischen - jetzt wo Lisbeth angeklagt wird (wegen versuchten Mordes an ihrem Vater) steht die Sache zu sehr in der Öffentlichkeit. Zalatchenko möchte weiterhin geschützt werden. Er fordert dass seine Komplizen Lisbeth ermorden - ansonsten würde er alles verraten. Daraufhin wird er selbst von einem ehemaligen Chef der "Sektion" umgebracht - der daraufhin versucht ins Zimmer von Lisbeth zu gelangen, es allerdings nicht schafft und Selbstmord begeht. Mikael Blomkvist (Mikael Nyqvist), der Enthüllungsjournalist von "Millennium" will Lisbeth helfen und ihre Verteidiung vor Gericht aufbauen. So wendet er sich an seine Schwester, die Anwältin Annika (Annika Hallin), die Lisbeth vor Gericht verteidigen soll. Endlich soll das illegale interne Machtapparat, dass von Männern angeführt wird die unbequeme Zeugen los werden wollen, in der Öffentlichkeit vorgeführt und bloßgestellt werden. Doch es wird schwierig. Mithilfe eines Psychiaters namens Teleborian (Anders Ahlborn), der einst das psychische Gutachten über Lisbeth geschrieben und sie entmündigt hat, versucht die "Sektion" vor Gericht Lisbeth als schizophren darzustellen. Als jemanden, der alles nur erfunden hat. Auch Blomkvist stellt sich vor herausforderungen. Er und seine Mitarbeiter werden bedroht, seine Wohnung verwanzt und ihm Sachen untergejubelt, damit er seine Arbeit sein lässt.

Zwangsprostitution, Kinderhandel. Verschwörungen, die tief hinein in den Staatsapparat gehen. Das alles mag nach einem Verschwörungsthriller klingen - doch solche Sachen sind durchaus real. Wo Männer Macht riechen, da werden sie alles versuchen dran zu bleiben. Und diejenigen, die sich ihnen in den Weg stellen, gelten schnell als unmündig oder "verrückt". Das sind alles Sachen, die durchaus schon mal in echt passiert sind. "Vergebung" schafft es, sie ungeschönt darzustellen ohne alles ganz hollywood-mäßig pathosgeladen aufzubauschen. Es gibt hier keine Liebesgeschichte zwischen "Retter" und "Opfer". Es gibt hier jemanden der unfassbar viel Scheiße überlebt hat, ihre Peiniger bestraft sehen will und Menschen die ihr helfen wollen - aber daran gehindert werden. So wie es in echt durchaus passiert. Kein Wunder, dass der erste Teil der Reihe übersetzt eigentlich "Männer, die Frauen hassen" hieß. Ich empfehle die Filmtrilogie jeden, der/die Ungerechtigkeit bekämpft sehen will und das auch im echten Leben tun möchte.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


Dienstag, 24. März 2026

Comic Book Review#673: Justice League vs. Godzilla vs. Kong 2#1-7 (2025-2026)

Und nun sind wir bei dem Sequel zur vorherigen Miniserie angekommen, der vier Jahre nach den Ereignissen spielt. Das wird übrigens im gefühlt jeden vierten oder fünften Panel noch mal bestätigt, was unfassbar nervig ist. Es heißt jedes mal "Four years after G-Day" oder so. Anyway:


Die Handlung spielt vier Jahre nach der letzten (hab ich das schon erwähnt?). Die Task Force X (aka Suicide Squad) unter der Leitung von Amanda Waller und Colonel Shaw hat nun ganz neue Aufgaben bekommen. Die Gruppierung von Bösewichten, die in ihren Hinterköpfen Bomben implantiert haben und nun unter Zwang Drecksarbeit erledigen muss hat eine neue Aufgabe bekommen. Lex Luthor, als Teil der Task Force X, hatte es zur Aufgabe mit der DNA der Titanen (also Godzilla, Kong usw. usf.) zu experimentieren und Tests durchzuführen. Ziel ist, mithilfe der DNA eigene Kaijus zu erschaffen, die die Erde vor der Bedrohung von außen beschützen. Also, injiziert man King Shark das Serum und er wird zunehmend größer. Das alles geschieht allerdings auf einer anderen Erde - nämlich der wo die Kaijus allesamt herkommen, um alles geheim zu halten. Die Justice League, also Superman, Wonder Woman, Flash, Batman usw. kriegen allerdings Wind davon und reisen zum Teil ebenfalls dorthin. Was sie dann mitkriegen ist ein Kampf zwischen einen riesigen Killer Croc und Kong. Was wir als Leser mitkriegen ist der interne Machtkampf in der Task Force X. Amanda Waller wird von Colonel Shaw umgebracht und dieser reist gemeinsam mit Lex Luthor in die Hohlerde um dort die Energiequelle aller Kaijus zu stehlen. Achja: ein riesiger, auf Kaijugröße gewachsener, steroidensuppenmäßiger Superman, zusammen mit Green Lantern Hal Jordan in einem riesigen projezierten Anzug und Godzilla die gemeinsam gegen die drei Köpfe von King Ghidorah kämpfen.

Was soll ich sagen? Es ist nicht viel anders als in der vorherigen Miniserie. Nur, dass es noch eine Stufe mehr bonkers ist. Multidimensionale Reisen. Eine Harley Quinn die sich selbst als Psychiaterin besucht ist wohl das interessanteste an der Reihe. Superman auf Steroiden der zuerst gegen Godzilla und dann gegen King Ghidorah kämpft. Großartig. Die Art und Weise wie King Shark und Killer Croc in Kaiju Form gezeichnet sind ist einfach super hässlich. Es ist mal wieder die typische Art von Crossover-Comic. Es wird gegeneinander, aus Unwissen, gekämpft und dann gemeinsam miteinander gegen einen gemeinsamen Feind. Es ist ehrlich gesagt, ziemlich 08/15, wenn ich ehrlich bin. Aber gut, wenigstens sieht es größtenteils irgendwie gut aus. Naja, außer die Gesichter der Superhelden.

4/10 Pfandflaschen
Made by: Brian Buccellato, Christian Duce


Montag, 23. März 2026

Album der Woche#677: Crusty/Grindy Double Feature!

Ein Grund für dieses Double Feature ist folgender. Vor einer halben Ewigkeit, also vor mehr als zehn Jahren, habe ich in der VISIONS ein Double Review gelesen. Es handelte sich um zwei Alben von zwei unterschiedlichen Bands. Eine Band stammte aus Schweden, die andere aus England (und anderen Ländern). Es waren beides quasi Supergroups. Beide Alben haben absolut miserable Kritiken bekommen - sofern ich mich erinnere zumindest. Das finde ich, nach all den Jahren absolut ungerecht. Deswegen kommen die beiden Alben hier nun vor. 

Totalt Jävla Mörker - Människans ringa värde (2004)

Totalt Jävla Mörker bedeutet ungefähr sowas wie "Total Fucking Darkness", während der Albumtitel für "The Insignificance of Man" steht. TJM stammten aus Skelleftea, einer Gegend die eher für ihren Alkoholismus und Nichtslosigkeit bekannt ist als Punkmusik. Zumindest lassen es einen die lokalen Jugendlichen spüren, wenn man ein Außenseiter ist. Die Musiker die auf diesem Album zu hören sind, waren/sind schon mal in solchen Bands tätig gewesen wie The (International Hope Conspiracy (Inge Johansson, der inzwischen Bassist bei Against Me! ist und damit beschäftigt Israel zu hassen), Bassist

Victor Brandt (u.a. Satyricon), Drummer Christian Augustin spielte unter anderem bei Cult of Luna. Wer alles genau hier drauf zu hören ist, kann ich nicht genau nach recherchieren weil die meisten Informationen auf Schwedisch sind. Auf jeden Fall singt hier Fredrik Linkvist (der scheinbar inzwischen Kunstausstellungen in Ingolstadt macht?) als auch ein Typ namens Jocke D-Takt, der unter anderem schon mal bei Warvictims, Dödsdömd und wasweißich noch wo aktiv gewesen ist.

Was wir hier zu hören kriegen ist klassicher, schwedischer Crust. Also Käng Punk, wenn wir schon bei Fachbegriffen sind. Die Songtexte sind auf Schwedisch. Wir haben zwei Vocalists, so wie es sich gehört. Zwei unterschiedliche Stimmen. Eine eher gutturale, eine keifende - beide wechseln sich ab. Ich verstehe die Texte nicht. Aber bei einem Songtitel wie "Rasist i Uniform" könnte man sich denken worum es geht. "Under Sions Kalla Stjärna" ist ein Cover des schwedischen sozialistischen Singer/Songwriter Björn Afzelius. Darin prangert er (wie kann es denn sonst sein) Israel an, es würde das gleiche machen mit Palästinensern wie ihrwisstschonwer. Meine Fresse ist das ein ekelhaftes Rabbithole. Peinlich. Wie auch immer, es hat gut angefangen, aber das gibt mir ein deutlich ekelhafteren Nachgeschmack. Der Rest ist musikalisch durchaus geil. Standard Swedish Käng Punk. Viel viel viel Geballer. Und Saxophon. Saxophon im Titeltrack, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Fast schon wie bei Siege damals. Trotzdem gibts hier einige Punkte Abzug fürs Klischeebedienen als auch einen zusätzlichen Punkt fürs Klischeebedienen.

5,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Titeltrack, Rasist i Uniform



Venomous Concept - Retroactive Abortion (2004)

An zweiter Stelle haben wir ein Album einer weiteren Supergroup. Wobei hier Mitglieder von mindestens genauso wenn nicht sogar noch mehr bekannten Kapellen auftreten. Shane Embury (mittlerweile ex-Napalm Death) am Bass, Kevin Sharp (Brutal Truth) am Gesang, Buzz Osborne (Melvins) an der Gitarre und Danny Herrera (Napalm Death) an den Drums. Gegründet von Sharp und Embury nachdem sie (noch mal) festgestellt haben wie viel Liebe sie für 1980s Hardcore Punk haben und dass sie noch nie gemeinsam in einer Band waren. Tatsächlich war Sharp zu dem Zeitpunkt Fahrer des Napalm Deat'schen Tourbus. Der Bandname ist eine Anspielung auf die Kreativität japanischer

Punkbands, die desöfteren wirr wirkende englische Namen trugen - und gleichzeitig eine alternative Umsetzung des Namens "Poison Idea". Letztere müsste ich euch glaube ich nicht vorstellen.

"Retroactive Abortion" hört sich (mit Ausnahme von Buzz Osborne natürlich) so an als würden Grindcore Musiker (wieder) Hardcore Punk machen. Sharp singt durchaus wie ein typischer Hardcore Punk Sänger. Größtenteils keift er, manchmal schreit er. Es gibt hier kaum Gitarrensoli, einmal hört man sogar Buzz Osborne seinen Gesang beisteuern. Die Songs sind kaum länger als zwei Minuten, während das ganze Album mit 16 Songs nicht mal eine halbe Stunde lang ist. Mit Titel wie "Oink!", "Monkey See, Monkey Beat" oder "Braincrash" könnte man meinen das wäre unglaublich hohl. Nun, sie haben sehr wahrscheinlich keinen Grammy dafür gewonnen. Der Sound ist unfassbar primitiv und klingt schlicht und einfach wie eine Grindcore-Band die wieder Punk macht - nicht andersherum. Meines Erachtens durchaus genießbar - hätte aber vielleicht auch etwas kürzer sein können. 16 Songs in 27 Minuten ist vielleicht ein wenig too much. Aber sonst: Geht klar.

Anspieltipps: Braincrash, Monkey See Monkey Beat, Rhetoric
7/10 Pfandflaschen