Freitag, 13. Februar 2026
Donnerstag, 12. Februar 2026
My Favorite TV-Show: 24 Double Feature!
Und weiter geht die fröhliche Reise ins Land von "24". Diesmal behandeln wir zwei...Fortsetzungen oder so in der Art.
24: Live Another Day
Wir befinden uns in London. Jack Bauer (immer noch Kiefer Sutherland) ist hier untergetaucht weil er sowohl von der US- als auch von der russischen Regierung gesucht wird. Schließlich hat er in der letzten Staffel aus Rache für den Tod von Renee Walker Mitglieder der russischen Regierung verletzt oder getötet. Chloe (Mary Lynn Rajskub), eine ebenfalls ehemalige CTU-Agentin und Bauers Vertraute hat sich einer Gruppe von Hackern angeschlossen. Sie selbst ist mittlerweile Whistleblowerin und wurde vom Londoner Zweig der CIA verhaftet. Man vermutet dort, dass Bauer einen Anschlag auf US-Präsident James Heller (William Devane), der in Staffeln 4-5 Außenminister war, plant. So findet man und verhafet ihn. Dies war allerdings nur eine Finte Bauers um irgendwie in die Nähe von Chloe zu kommen und sie da rauszuholen. Warum ist Heller in Großbritannien? Nun, es geht ihm um ein Treffen mit der britischen Regierung. Die USA sollen eine Drohnenbasis auf der britischen Insel Diego Garcia weiter betreiben dürfen. Zu blöd nur, dass eine amerikanische Drohne von jemand unbekanntes aus der Ferne manipuliert wird und mehrere britische Soldaten tötet. Es kommt zu einen Skandal. Der zuständige Drohnenpilot wird verhaftet und ihm werden mörderische Absichten unterstellt. Tatsächlich scheint jemand wirklich vorzuhaben, ein Attentat auf Heller durchzuführen. Jack tut sich mal wieder mit Chloe zusammen um näheres rauszufinden und das aller aller schlimmste zu verhindern.
Diesmal hat man die Handlung immer noch in 24 Stunden untergebracht, allerdings in 12 Folgen. So findet vor der letzten Folgen ein Zeitverschiebung von 12 Stunden statt. Eine ziemlich einfache Lösung. Alles findet immer noch in Echtzeit statt. Und zwar alles genauso unrealistisch viel für "nur" 24 Stunden. Man hat einfach die Handlung von L.A./Washington/N.Y. nach London versetzt und die britische Schauspiellegende Stephen Fry als Premierminister engagiert. Chloe sieht aus wie eine äh Goth-Hackerin. Nachdem ihrer Familie wirklich super schlimmes widerfahren ist, ist sie voller Trauer. Darum muss sie jetzt wie Noomi Rapace in diesen Stieg-Larsson-Verfilmungen aussehen. Es ist eine durchaus würdige Fortsetzung, die zeigt was passiert nachdem man Jack gesagt hat "nun äh sie sind frei, laufen sie weg, weil äh wir müssen sie leider jagen, so rechtlich gesehen dies das" und er geantwortet hat "ja boah keine ahnung macht das halt, mir egal. ihr kriegt mich nie". Wieder mal Intrigen über Intrigen. Ein Verräter in eigenen Reihen. Ein "Rogue Agent" wie Bauer, der offiziell mit den Behörden zusammenarbeitet obwohl er eigentlich hätte verhaftet werden müssen. Russland. Chinesen. Araber. Anschläge. Alles wie gehabt. Ich hatte Spaß daran, jedoch trotzdem sieht man hier schon einige Ermüdungserscheinungen. Irgendwo kopiert sich die Serie selbst und schafft so einen gewissen Nostalgie-Effekt. Es ist in Ordnung.
24: Legacy
"24: Legacy" darf definitiv gleichzeitig als Fortsetzung der ursprünglichen Serie (weil hier Charaktere daraus vorkommen) als auch als Spin-Off betrachtet werden - denn insgesamt hat sie nichts mit Jack Bauer und seiner direkten Umgebung zu tun.
Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Eric Carter (Corey Hawkins). Er ist ehemaliger Army Ranger, der einst für die CTU gearbeitet hat. Eines Tages wird das Haus überfallen, in welchem er als auch seine Frau Nicole (Anna Diop) wohnen. Die Angreifer sind islamistische Terroristen, die irgendein bestimmtes Paket haben wollen. Eric ist ratlos, ergreift aber die Initiative - und auch Nicole kann sich mit Einsatz von Schußwaffen wehren. Es stellt sich heraus, dass Eric einst an der Liquidierung des dschihadistischen Terroristen Ibrahim Ben-Khalid beteiligt war, zusammen mit anderen Soldaten die inzwischen ein bürgerliches Leben führen. Ben-Khalids Sohn Jadalla (Raphael Acloque) ist in der Hierarchie aufgestiegen und hat die ursprüngliche Terrorgruppe fortgeführt - um unter anderem seinen Vater zu rächen. Sein Vorhaben: eine Liste von verschiedenen Schläferzellen finden um sie zu aktivieren, damit sie Terroranschläge in den USA verüben. Eric arbeitet nun mit der CTU zusammen, um die Terroristen zu finden und auszuschalten. Die CTU hingegen wird u.a. vertreten durch die ehemalige Direktorin Rebecca Ingram (Miranda Otto, bekannt u.a. aus Herr der Ringe) - sie hingegen war einst für die Liquidierung Ibrahim Ben-Khalids verantwortlich und ist somit eines der Ziele der Terrorgruppe.
Ich habe versucht, nicht zu spoilern, aber ich hätte es genauso tun können. "24: Legacy" bietet den Zuschauern ehrlich gesagt nicht viel neues. Das gleiche Schema mit den 24 Stunden in Echtzeit, allerdings gepresst auf 12 Folgen, die irgendwann 11 Stunden überspringen. Ein Hauptcharakter der besessen von seinem Job ist. Seine Partnerin, die mitfühlend ist und von seiner Besessenheit beunruhigt ist. Agenten der CTU die voll aufs Ganze gehen, Intrigen innerhalb der Strukturen, Menschen die ausgeknockt werden müssen, gefoltert und verprügelt werden müssen. Es macht Spaß, sich das ganze anzugucken. Aber nur wenn man den Aspekt ausblendet dass es eigentlich ziemlich hohl ist. Was heißt "ziemlich"? Es ist absolut hohl.
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My Favorite TV-Show
Mittwoch, 11. Februar 2026
Film der Woche#669: The Decline of Western Civilization, Part II: The Metal Years (1988)
Und schon sind wir beim zweiten Teil der Reihe angekommen, den ich tatsächlich bis jetzt nicht gesehen habe.
Der Titel ist leicht irreführend. Schließlich geht es hier zwar auch um Heavy Metal, aber größtenteils stehen Hair Metal Bands im Fokus die jetzt nicht wirklich "Heavy" im ursprünglichen Sinne sind. Aber egal. Ähnlich wie im ersten Teil werden bei einem Auftritt die Warnungen vorgelesen, dass die Konzerte zu Dokumentationszwecken aufgenommen werden. Danach geht es ähnlich zu wie im ersten Teil. Regisseurin Penelope Spheeris dokumentiert eine bestimmte Szene. Und zwar die von Los Angeles in den Jahren 1987-1988. In den Interviews glänzen zu dem Zeitpunkt bereits Veteranen des Hard Rocks wie Paul Stanley und Gene Simmons (beide KISS), Ozzy Osbourne (ex-Black Sabbath), Steven Tyler und Joe Perry (beide Aerosmith) und Alice Cooper. Darüber hinaus kommen noch sehr junge
Bands zu Wort wie Faster Pussycat, Seduce, Odin, London, Tuff, W.A.S.P. als auch die einzige All-Female-Band Vixen. Während die Alteingesessenen darüber sprechen, dass es keine gute Idee war irgendwann so viele Drogen und Alkohol zu konsumieren und dass sie jetzt froh darüber sind, viel Geld und ein sicheres Zuhause zu haben, sind die jüngeren unter den Interviewten fest davon überzeugt dass sie es "schon irgendwann schaffen werden ein Rockstar zu sein". Ohne jeglichen Backup-Plan. Und wenn alles nicht klappt, dann scheiß drauf. Während Ozzy Osbourne in seiner "verrückte Hausfrau Ära", KISS und Aerosmith grade mal so irgendwie in das Glam Metal Schema passen, ist das bei Megadeth bzw. Dave Mustaine nicht der Fall. Er will einfach nicht ins Schema passen, weil die Texte seiner Band sich nicht um Sex und Drogen drehen. Ähnlich sieht es aus bei Lemmy von Motörhead.
Bands zu Wort wie Faster Pussycat, Seduce, Odin, London, Tuff, W.A.S.P. als auch die einzige All-Female-Band Vixen. Während die Alteingesessenen darüber sprechen, dass es keine gute Idee war irgendwann so viele Drogen und Alkohol zu konsumieren und dass sie jetzt froh darüber sind, viel Geld und ein sicheres Zuhause zu haben, sind die jüngeren unter den Interviewten fest davon überzeugt dass sie es "schon irgendwann schaffen werden ein Rockstar zu sein". Ohne jeglichen Backup-Plan. Und wenn alles nicht klappt, dann scheiß drauf. Während Ozzy Osbourne in seiner "verrückte Hausfrau Ära", KISS und Aerosmith grade mal so irgendwie in das Glam Metal Schema passen, ist das bei Megadeth bzw. Dave Mustaine nicht der Fall. Er will einfach nicht ins Schema passen, weil die Texte seiner Band sich nicht um Sex und Drogen drehen. Ähnlich sieht es aus bei Lemmy von Motörhead.
"The Metal Years" wurde kontrovers diskutiert. Es ist nämlich bekannt dass Elemente von zwei Szenen, nämlich das Interview mit Chris Holmes von W.A.S.P., als auch ein Teil des Ozzy-Interviews gefaket sind. So übertreibt Holmes ganz offensichtlich indem er sich Vodka ins Gesicht schüttet. In einer in der Post-Produktion manipulierten Szene sieht man wie eine Hand (die scheinbar Ozzy Osbourne gehört) Orangensaft verschüttet (bitte keine Money Boy Anspielungen). Ansonsten hat man über diesen Film behauptet, dass er teilweise daran Schuld ist, dass die Glam/Sleaze Metal Szene schlußendlich untergegangen ist und Thrash Metal als auch Grunge am Ende die Oberhand hatten. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Sicher, einige haben das gesehen und dachten sich "meine Fresse, was sind das nur für Vollidioten die nur Titten, Drogen und Sex mit Minderjährigen" im Kopf haben, sodass sie erst recht nichts damit zu tun haben wollten. Andererseits war diese Szene bereits eh schon dabei sich zugrunde zu richten. Alleine durch den ewig währenden Drogen- und Alkoholkonsum. Kein Wunder dass härtere und etwas klügere Bands wesentlich erfolgreicher waren. Nicht jeder im Film interviewte Musiker ist hier ein Vollidiot. Ozzy, Lemmy und Alice Cooper wirken tatsächlich am vernünftigsten. Die ganzen weiblichen Protagonistinnen scheinen auch einen wesentlich vernünftigeren Plan von der Zukunft zu haben - im Gegensatz zu den Männern. Zumindest die meisten. Es gibt hier allerdings genauso Frauen die nur Sex und Rock'N'Roll im Kopf haben. Interessant ist auch, wie androgyn die Männer ausgesehen haben und wie attraktiv das auf Frauen gewirkt hat. Der Film ist keine "Fortsetzung" vom ersten Teil in dem Sinne, dass er an die Handlung ansetzt. Er zeigt L.A. aus einer anderen Sicht. Diesmal steht nicht die Gewalt in der Szene im Vordergrund sondern Sex und Drogen. Es ist ein Fest des Kringelns. Vieles hier gesagte, geht einfach gar nicht klar - ähnlich wie im ersten Film. Allerdings ist es nun mal ein Zeugnis der damaligen Zeit. Und das ist nun mal so.
7/10 Pfandflaschen
Trailer:
Dienstag, 10. Februar 2026
Comic Book Review#667: Skybound X#1 (2021)
Im Pandemie-Jahr 2020 wurde "Skybound Entertainment", die Firma die bei Image Comics solche Titel wie "The Walking Dead" und "Invincible" veröffentlicht hat, ganze zehn Jahre alt. Da aber, wie wir wissen, das passiert ist was passiert ist, verzögerte sich die Jubiläumsfeier um ein Jahr. Folglich hat man im Jahr 2021 eine fünfteilige Reihe namens "Skybound X" rausgebracht. Eine wöchentliche Anthologie-Reihe, ähnlich wie "Dark Horse Presents" in den 1980ern/1990ern die die besten Reihen noch mal präsentiert bzw. um Bonus-Stories erweitert. In der ersten Ausgabe hat man es mit The Walking Dead, Ultra Mega und Manifest Destiny zu tun. Es handelt sich dabei um komplett neue Geschichten. Und hier bin ich, fünf Jahre zu spät, der das ganze in einem Review verwurstet.
Den Anfang macht "Rick Grimes 2000", eine Story die auf einer Back-Up-Story aus der 75ten Ausgabe von "The Walking Dead" basiert und logischerweise nicht kanonisch ist. So haben Autor und Schöpfer Rob Kirkman als auch Zeichner Ryan Ottley folgendes Szenario erschaffen: Rick war ein Kleinstadtpolizist, bis die Zombie-Epidemie kam und er ein Anführer einer Gruppe von Überlebenden wurde. Eines Tages verschwand er allerdings und nun wacht er in einem außerirdischen Raumschiff auf. Ab da wird die Geschichte richtig Bonkers. Nachdem er festgestellt hat, dass er eine mechanische Hand hat, zieht er sich das nächstbeste Kostüm an, was er findet und wird aus dem Raumschiff zurück auf die Erde geschleudert. Dort trifft er auf seine totgeglaubten Freunde Martinez, Axel und Tyreese. Es stellt sich heraus, dass Aliens hinter der Zombie-Epidemie stecken. Ihr Plan war, die ganze Erde auszurotten, sodass sie an das wertvolle Wasser rankommen. Nun, da es einen enormen Widerstand der Menschen gibt stecken die Aliens diese in Kostüme, statten sie mit Fähigkeiten aus, zur Not holen sie sie zum Leben zurück und lassen sie als Armee für sich kämpfen. Gegen die Zombies. Und dass das Wasser bitteschön geerntet wird. Viele haben angefangen sich dagegen zu wehren - andere, wie der eigentlich bereits verstorbene Governor nahmen das Angebot dankend an und fungieren nun als Einpeitscher.
Holy fucking macaroni. Der Governor ist wieder da. Michonne ist grade mal ein Panel lang zu sehen. Lori lebt und darf als des Governors Beinanhängsel auf seiner fliegenden Plattform dabei sein. Außerdem: Rick Grimes bedient einen Lichtschwert. Ryan Ottley hat alles in seinem unverkennbaren Invincible-Stil gezeichnet, sodass die umgesetzte Idee von finster/traurig zu bonkers/nochmehrbonkers mutiert und alles wie das explodierte Arschloch eines Currywurst-Essers mit 123456789000 Scoville aussieht. Gedärme, Blut, alles. Alles ist da. Es ist höllisch witzig und einfach nur großartig.
8/10 Pfandflaschen
Coming Up next: "The True Story of Ultra-Mega" von Autor und Zeichner James Harren als auch Kolorist Dave Stewart. Falls ihr mehr über den Comic wissen wollt, so guckt mal in mein Review rein, dass ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Diesmal handelt es sich um einen Rückblick. Seth erzählt dem Jungen Noah wie es damals war als die plötzlich eine Seuche Menschen in Kaijus verwandelt hat und er gesehen wie ein riesiger Ultra Mega Helden gegen einen solchen Kaiju gekämpft hat. Seth war damals noch ein pickliger Junge, ein Pizzalieferant. Bei einem Kampf sahr er wie ein Ultra Mega auf die Straße gefallen ist und jedes seiner Atemzüge sich wie ein vorbeifahrender LKW angefühlt hat. Er war damals froh darüber, nicht an seiner Stelle zu sein - heutzutage schämt sich für er seinen damaligen Gedanken.
Leider eine sehr kurze Story, die allerdings in der zweiten Ausgabe von Skybound X fortgesetzt wird. Da ich aber höchstwahrscheinlich nicht dazu kommen werde, sie zu lesen, bleibt es für mich bei dieser kurzen Story. Zumindest was den Rückblick betrifft. Denn ich habe tatsächlich schon die ersten vier Ausgaben gelesen, allerdings auch nicht mehr - wieder aus Zeitmangel. Jedenfalls, ganz egal wie relativ simpel die Geschichte ist - die Zeichnungen sind außerordentlich gut und wirklich eindrucksvoll. Nicht nur wegen der Thematik sondern wegen der Farben sieht es aus wie ein Kaiju-Film aus den 1970ern. Dark, gritty und irgendwie erinnert mich das ganze an John Carpenter's "The Thing", dass auf "Ultraman" trifft. Einfach fantastisch. Immer noch.
8/10 Pfandflaschen
Nächster Halt: "Fezron Fezroff" aus dem Hause "Manifest Destiny" von Chris Dingess und Matthew Roberts. Ich habe in meinem Leben vielleicht eine Ausgabe der Reihe gelesen - und wenn, dann war das vor ziemlich langer Zeit. Vor über zehn Jahren. Jedenfalls erinnere ich mich nur grob, worum es ging. Die Handlung spielte sich ab im 18. oder 19. Jahrhundert, jedenfalls zur Zeit als die ersten Siedler in das neue Amerika gezogen sind. Und irgendwie ging es ums Übernatürliche (?). Naja, jedenfalls hat diese Geschichte nicht wirklich was damit zu tun. Sie spielt nämlich aus der Sicht einer kleinen Kolonie von Vögeln. Eines Tages ruft der Obermacker der Kolonie mehrere Vögel zu sich und kündigt eine Todesstrafe für sie an, aus Gründen. Dawhoggs (ja, so heißt ein Vogel) Verbrechen ist, dass er scheinbar mehrere Weibchen geschwängert hat. Als jedoch festgestellt wird, dass ein unheimliches Wesen mit Klauen mehrere Eier geklaut hat, bietet sich ausgerechnet Dawhogg an, den Dieb zu finden und die Eier wieder nach Hause zu bringen. So wandert er in der Weltgeschichte herum, bis er einen Verkaufsstand eines Chupacabras vorfindet, der "magische Eier" verkauft.
Was für ein absoluter bonkers shit. Erinnert mich, zeichnerisch an die Looney Tunes bzw. Merry Melodies Cartoons aus dem Hause Warner Bros. Vom Inhalt her, vor allem wegen der Gewalt und fließenden Blut, aber irgendwie an die "Happy Tree Friends"-Cartoons. Was für eine merkwürdige, abgefahrene aber auf gewisse Art süße Geschichte. Mit kaputten Eiern. Und ausgeweideten Tieren. Nicht ganz so fantastisch wie die Stories davor, aber immerhin.
7/10 Pfandflaschen
Die letzte Story findet wieder im "The Walking Dead"-Universum statt. Allerdings nicht im Comic-Universum und auch nicht im Serien-Universum. Es geht um den Character Clementine, bekannt aus der Videospielreihe "The Walking Dead" (von Telltale Games). Die Story wurde gezeichnet und geschrieben von Tillie Walden.
Diesmal handelt es sich um einen Schwarz/Weiß-Comic. Ich weiß nicht, was im Spiel passiert ist aber allem anschein nach sammelt die Teenagerin Clementine ihr Hab und Gut, um abzuhauen. Sie hat nur noch ein Bein, am zweiten klebt eine provisorische Prothese aus Holz. Sie bewegt sich mithilfe von Krücken und kann Messer und Pistole gegen Zombies einsetzen. Doch nachdem sie eine Karte studiert hat und mehrere Dinge eingepackt hat, wird sie überrascht. Nicht von einem Zombie, sondern von AJ. Dabei handelt es sich um einen Freund, den sie seit seiner Geburt kennt. Der Junge hat viel von ihr gelernt, liebt sie wie eine Schwester und ist sichtlich darüber enttäuscht, dass sie nun vorhat abzuhauen. Der Grund dafür: Der Ort an dem die beiden (sehr wahrscheinlich mit anderen Überlebenden) sich angesiedelt haben (eine alte Schule) ist keiner, der sie glücklich macht. Nun macht sie sich auf, irgendwo anders hin.
Wieder eine ziemlich kurze und etwas wortkarge Geschichte. Allerdings braucht man nicht immer Worte um irgendwas treffend darzustellen bzw. Gefühle auszudrücken oder einfach die Story geschehen zu lassen. Trotz des ernsthaften Settings erinnern mich die Zeichnungen an die Kinderserie "Caillou". Es ist irgendwie unschuldig, liebenswert und gleichzeitig traurig. Meiner Meinung nach eine gute Manifestation von Verlustängsten. Ich würde da tatsächlich gerne mehr von lesen.
8/10 Pfandflaschen
Montag, 9. Februar 2026
Album der Woche#671: Gallhammer - Gloomy Lights (2004)
Ich bin mir sehr sicher, dass ich irgendwann schon mal in dieses Album reingehört habe. Alleine weil ich schon mehrere Bands mit "Hammer" im Namen kenne. Zum Beispiel Hellhammer, die ja bekanntlich die Vorgänger von Celtic Frost waren, oder Dishammer die irgendwie Hellhammers Sound mit dem von Discharge verbinden (?) oder so sachen wie Ten Ton Hammer oder Nine Pound Hammer. Ja, sowas gibt's. Anyways, worum geht es hier?
"Gloomy Lights" ist das erste vollständige Album von Gallhammer, einer Metal-Band aus Japan - bestehend aus Vivian Slaughter (voc, b), Risa Reaper (voc, dr) und damals noch Mika Penetrator (voc, g). Ich möchte Gallhammer nicht auf ihr Geschlecht reduzieren, trotzdem muss man anmerken, dass es eine relative Seltenheit ist das eine Band von drei Frauen gegründet wird. Zumindest war es damals in der äh Metalszene so. Aber da die drei niemals darauf reduziert werden wollten, steht es jetzt auch nicht zum Thema.
Thematisch betrachtet geht es, laut den Aussaugen der Band selbst um solch finstere Themen wie Wut, Schmerz und Hass. Zumindest wenn man die Songtitel betrachtet, bestätigt sich das. "Endless Nauseous Days", "State of Gloom", "Beyond The Hate Red" und "Color of Coma". Depressive Stille, Finsternis. Was man dann so mitbekommt, wenn man sich das Album mehrfach anhört sind drei japanische Frauen die mit absolut verstörenden Gesang (guttural und absolut geisteskranke Screams) glänzen. Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen Black Metal, Doom Metal als auch Crust Punk. Tatsächlich hört man die Primitivät von alten Hellhammer-Aufnahmen als auch eine andere Primitivität und Catchyness von britischen Bands wie Antisect. "Gloomy Lights" bewegt sich gekonnt zwischen "uffta-uffta" Crust als auch absolut langsamen, nasty Riffs und völlig verstörenden Gesang der nach krasser Mental Illness schreit. Wie soll man das einkategorisieren? Crusty Depressive Doom Metal. CPDM? Okay, klingt eigentlich gut.
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Beyond The Hate Red, Color of Coma, Endless Nauseous Days,
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