Sonntag, 29. März 2026

Happenings des Monats: März'26

Stricher guckt sich "Scream 7" an im Union Kino Bochum am 01.03.2026

Ah shit, here we go again. Der mittlerweile siebte Teil der Horror-Reihe über Sydney Prescott und den Ghostface Killer bzw. die Unmenge an Ghostface Killern ist da und ich konnte nicht anders als ins Kino zu gehen.


ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER





Als allererstes kriegen wir mit wie der Fan der "Stab"-Reihe und absoluter True Crime Junkie Scott (Jimmy Tatro) zusammen mit seiner Partnerin Madison (Michelle Randolph) das Macher-Haus in Woodsboro besucht. Die Villa in welcher damals im ersten Teil Sydney Prescott (Neve Campbell) gegen ihren ihren Freund Billy Loomis (Skeet Ulrich) und seinen Kumpel Stu Macher (Matthew Lillard) gekämpft und gewonnen hat ist inzwischen eine Touristenattraktion. Nachdem beide dort angekommen sind, werden sie nach kürzester Zeit von jemanden im Ghostface-Kostüm umgebracht. Das Haus wird niedergebrannt. Sydney Prescott heißt inzwischen Sydney Evans und lebt in der Stadt Pine Grove, Indiana. Zusammen mit dem Police Chief Mark Evans (Joel McHale) hat sie drei Kinder. Die älteste Tochter Tatum (Isabel May) ist in ihrer leicht rebellischen Phase. Sydney mag Tatums Freund Ben (Sam Rechner), da er ihr irgendwie merkwürdig vorkommt. Selbst hat sie sich ein ruhiges Leben aufgebaut und betreibt einen Coffee Shop. Eines Tages kriegt sie einen Anruf von Ghostface oder zumindest jemanden der den gleichen Stimmverzehrer benutzt. Nachdem der Anruf in den Videomodus wechselt stellt es sich heraus, dass es....Stu Macher ist. Der vor dreißig Jahren mit einem Fernseher erschlagene Mörder ist scheinbar am Leben und befindet in direkter Nähe von Tatums Schule - dort wird für eine Theateraufführung geprobt. Wie zur Hölle kann es sein, dass er am Leben ist? Warum ist er wieder da?
Was ist sein bekacktes Scheißmotiv?

Die letzten...drei(?) Scream-Filme konnten sehr gut auf Meta-Ebene Horrorfilme, deren Regeln und generell das Hollywood-Vorgehen insgesamt parodieren. So ist hier alles irgendwie witzig aber gleichzeitig brutal und stellenweise ziemlich gory. Während in den ersten Filmen noch nicht so viel Eingeweide zu sehen war, haben wir hier gleich zwei solche Szene und einen Mord mit einem Zapfhahn. Viel witziger ist allerdings die Tatsache, dass der Film nicht nur sich selbst parodiert sondern gleichzeitig auch das Verhalten von Horrorfilm-Fans. Bestes Beispiel ist der True Crime Fan gleich zu Beginn des Films und seine Freundin die sein Hobby so ganz und gar nicht feiert und legitime Kritik daran anbringt. Meiner Meinung nach stehen Hardcore Horrorfilm Fans im Mittelpunkt der Parodie. Ganz besonders die, die so verrückt sind dass sie die Filme am liebsten nachspielen würden. Und es wird sich über KI lustig gemacht. Das ist ganz wichtig. Meiner Meinung nach war das ein kleines Bisschen Overkill, aber was soll's. Das war nur ein relativ winziger Aspekt des Films. Man schafft es allerdings alles spannend zu halten. Wer allerdings aufpasst, der hat seinen ersten Verdächtigen schon im Visier. Ansonsten gibt es lauter falsche Fährten bzw. falsche Vermutungen. Das ist wirklich höllisch amüsant - trotz einer gewissen Vorhersagbarkeit.

7,75/10 Pfandflaschen

Trailer:



GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR + KRISTOF HAHN am 20.03.2025 in Die Kantine, Köln

Ich habe mich seit Monaten auf diesen Abend gefreut. Leider war ich nicht ganz so gut beisammen, sodass ich nicht alles so genießen konnte, wie ich wollte. Aber egal. 


Den Anfang machte ein Auftritt von Kristof Hahn. Der gebürtige Saarbrückener war unter anderem schon bei Swans tätig und bei vielen anderen Projekten. Was wir dann zu Gesicht bekommen haben, war er wie im Sitzen eine Lap Steel Guitar bedient und auch immer mal wieder singt. Gesangtechnisch hat es mir leider nicht so ganz gefallen. Irgendwas störte mich daran. Musikalisch war es allerdings erste Sahne. Eine Art Mischung aus Garage Rock'N'Roll und Drone Sounds. So als hätten Sunn O)))
oder Earth sich mit Dick Dale und seinen Deltones verabredet. Wirklich einzigartig und außerordentlich gut.

Als die Post Rock Urgesteine Godspeed You! Black Emperor angefangen haben, war ich

tatsächlich Pommes essen. Einfach weil ich an dem Tag zu wenig gegessen habe und mein Körperhaushalt irgendwie aufrecht erhalten werden musste. Nach dem Wiedereintreten in die Halle stand ich ganz hinten und irgendwie war es wesentlich angenehmer als vorher, als Marlyn und ich auf dem Weg zur Toilette standen und immer wieder von Toilettengängern und Rückkehrern genervt wurden. Was sich mir da geboten hat war eine großartige, immerwährende Wall of Sound aus


dröhnenden Gitarren, beruhigenden Schlagzeugspiel und Streichern - untermalt mit verschiedenartigen Aufnahmen die von mehreren analogen Projektoren auf die Wand hinter der Band projeziert wurden. Unter anderem wurden Bilder von Landschaften und verschiedenen Protesten gezeigt. Einmal wurden die Filmrollen sogar absichtlich kaputt gemacht bzw. sie schmolzen dahin. Ich habe mich gefragt, ob man bei den Auftritten spontan entscheiden welche Aufnahmen gezeigt werden oder ob es koordiniert ist und man von einer Bilderreihe mehrere Filmrollen hat, die dann immer wieder verbrannt werden. Ich vermute mal, dass es spontan gemacht wird. Jedenfalls war es eine wirklich großartige Erfahrung, auch wenn ich nicht so ganz im Post Rock Thema drin bin. Ich hab's genossen.



Stricher guckt sich "Good Luck, Have Fun, Don't Die" an am 26.03.2026 im UCI Bochum

Ich habe vor kurzem immer wieder mal irgendwo den Trailer (als Werbung) gesehen und auch ein Poster auf der Straße (im Vorbeifahren), sodass der Film irgendwie interessant auf mich wirkte. So kam


es zustande, dass Marlyn und ich an einem Donnerstag Abend zum UCI Bochum gefahren sind und uns das Ganze reingezogen haben. Achja, es kann sein dass ich eventuell spoilern werde, daher:


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Here we go:


Wir befinden uns irgendwann im hier und jetzt. Irgendein Diner namens "Norms" irgendwo in Los Angeles. Die Leute sind dabei ihr Abendessen zu genießen, sich zum ersten Mal zu treffen oder es ist ihr Stammlokal. Plötzlich tritt ein wirr aussehender, merkwürdig gekleideter (Cyberpunk aus der Mülltonne Style) Mann (Sam Rockwell) den Laden. Es sieht so aus als hätte er eine Bombe umgeschnallt. Er behauptet, er würde aus der Zukunft kommen und dort sieht es richtig finster aus. Dazu kommt noch, dass er schon 117 mal in die Vergangenheit gereist ist und jedes Mal ging irgendwas schief. Tatsächlich ist der Startpunkt jedes Mal der Diner gewesen. Er braucht "nur" die "richtige" Gruppe von Leuten, die mit ihm gemeinsam eine KI stoppen können, bevor sie in der Zukunft komplett die Welt übernimmt. Niemand nimmt ihn ernst, doch als er androht den Laden in die Luft zu jagen, irgendwie schon. Noch ernster wird es, als es sich herausstellt, dass er alle Anwesenden mit Namen und Hintergrundgeschichte kennt. Das heißt, er sagt die Wahrheit. Die Gruppe stellt sich ziemlich schnell zusammen. Sie besteht von nun an aus Marie (Georgia Goodman), Scott (Asim Chaudhry), Mark (Michael Peña), Janet (Zazie Beetz), Susan (Juno Temple), Ingrid (Haley Lu Richardson) und Bob (Daniel Barnett). Marie, Scott und Bob kriegen irgendwie keine Hintergrundgeschichte, während der Rest schon. Mark und Janet sind Lehrer auf einer High School und kriegen es eines Tages mit zombifizierten Schülern zu tun, die pausenlos auf ihr Handy starren und zunehmend bedrohlicher werden. Susans Sohn ist bei einem Amoklauf gestorben - man hat ihr allerdings angeboten, ihn zu klonen. Der dadurch entstandene Klon bzw. sein unnatürliches Verhalten hat sie jedoch komplett verstört. Ingrid ist allergisch auf WLAN und elektrische Geräte. Die als "Prinzessin" auf Kindergeburtstagen arbeitende Frau war bis vor kurzem mit einem Mann zusammen, der sich allerdings so in die virtuelle Realität verknallt hat, dass er dafür seine Beziehung zu ihr beendet hat. Man merkt, dass quasi jeder der hier anwesenden irgendeine (schlechte) Beziehung zu KI hat. Das eint die Charaktere und gemeinsam begeben sie sich auf eine Mission. Sie müssen, ohne jeglichen Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln zu einem Haus in der Gegend gelangen. Dort befindet sich ein 9-jähriger Junge, der in der Vergangenheit die KI konstruiert hat. Die Aufgabe der Gruppe wird sein, nicht den Jungen Terminator-mäßig zu töten sondern sicher stellen, dass die KI "Bremsen" bekommt in Form einer Software auf einem USB-Stick. 

Ich ging ohne Erwartungen rein und wurde definitiv nicht enttäuscht. "Good Luck, Have Fun, Don't Die" ist eine fantastische Satire auf unser aller Abhängigkeit von sozialen Medien und jeglicher Technik, die dazu da ist abhängig zu machen. Dazu natürlich auch eine Satire auf die KI-"Kultur", die uns umgibt. Brainrot. Und natürlich auch den Drang alles zu perfektionieren. KI-Boyfriends/Girlfriends und noch vieles mehr. Selbstverständlich ist der Film auch voll mit Anspielungen auf gewisse Klassiker des Sci-Fi. So sehen wir Pistolen aus "Mars Attacks!", eine offensichtliche Anspielung auf "Terminator" und irgendwie auch "Toy Story" und definitiv noch einiges was ich schon vergessen habe, weil es schon ein paar Tage her ist. Wenn man möchte, kann man auch einen Bezug zum Christentum herstellen. Also, ein bärtiger Typ der Menschen aufrütteln möchte. Naheliegend. Der Film ist zwar witzig, hat aber gleichzeitig einen sehr ernsten Unterton. So geht es unter anderem darum, auf diesen bekackten Perfektionsdrang zu verzichten. Wer sich darin wiederfindet, der sollte vllt. sein Handy/Social Media Konsum überdenken. Ironischerweise musste der Film ziemlich schnell rausgebracht werden, weil er sonst irrelevant werden könnte. 

9/10 Pfandflaschen

Trailer:



Stricher geht demonstrieren gegen Putinanhänger am 28.03.2026 in Köln

Ich halte das mal kurz fest, einfach aus Dokumentationsgründen. Genossen A, C und M sind am Samstag mit mir nach Köln gefahren um gemeinsam mit Freies Russland NRW, Klare Kante Köln und City of Hope Cologne gegen einen Pro-Putin-Autokorso zu demonstrieren. Im Grunde war es so, wie es schon mal war: Wir standen am Heumarkt, wurden von einer Gruppe Cops getrennt, die zwischen uns und dem ziemlich schnell vorbeiziehenden Autokorso standen. Es waren angeblich an die 30-40 Autos, die relativ schnell vorbeigefahren sind und somit nicht wirklich den Eindruck einer geschlossenen Demonstration ihres Putinismus machten. Somit war unsere Gegenveranstaltung auch relativ schnell zu Ende. Trotz der Kürze (da liegt die Würze) fand ich es trotzdem wichtig, vorbei zu schauen und zu zeigen dass es immer noch Leute gibt, die Abfeierei von Dikaturen nicht hinnehmen. Punkt.

Freitag, 27. März 2026

So isses, Musik!#210

Was geht sonst? 

Während der Podcast von Pinky und mir pausiert, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, eine Karriere äh einen Comeback als Schlagersänger zu starten. Im Rahmen eines Multimedia-Projekts hat er es ganz wunderbar gemacht sich als Michael Hammer, der geläuterte Alkoholiker äh Schlagerveteran der einen Schlager/Rock-Comeback versucht, zu inszenieren. Das ist im Prinzip der gesäte Samen der noch gedeihen kann. Das offizielle Musikvideo bette ich direkt drunter ein. Das ursprünglich live ausgestrahlte Video der "Schlagersendung" findet ihr hier, da ich es nicht einbetten kann. Die besagte Stelle findet ihr ab der Minute 21. 



Erstes Album von Shō namens "Radio Silence", rausgebracht auf Language Instinct. Falls ihr auf den Sound von schwebelosen Gefühl steht, das entsteht wenn ihr am Sterben seid und jetzt grade, jeden Moment im Himmel ankommen könnt, aber der Arzt euch reanimiert so klickt doch bitte hier auf diesen Link.
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Ab in den .mp3-Himmel:

Als letztes war ich im "Hard Rock"-Ordner und so bewegen wir uns weiter bei "H" in Richtung "Hip Hop". Tatsächlich war der Hip-Hop-Ordner wirklich unfassbar groß. Ich glaube, es waren an die 11 Stunden an Material die sich da angesammelt haben. Naja eigentlich heißt der Ordner "Hip-Hop & Soul" weil sich da 1-2 Soul Songs verwirrt haben. Wie auch immer. Es ist ganz viel großartiges Zeug und ganz viel Müll. Wir haben hier lauter Klassiker wie Dr. Dre, Snoop (Doggy) Dogg, N.W.A., Cypress Hill, Coolio usw. usf. Aber auch so Nischensachen, die man entweder nicht kennt oder zu recht oder zu unrecht vergessen hat. Ich habe ernsthaft ein ganzes Album (entgegen der Annahme, dass es hier sich um einzelne Songs handelt) von MC Fiva hier und einige Songs von Frauenarzt. Dicht nacheinander, glaub ich. "Goodfellas Mafia", ein vegan straight edge Rap Projekt, angeführt von den Rappern Daniel Gun und Partisan. Es geht größtenteils darum irgendwo hinzugehen und jemanden zu verprügeln. Ich habe selten etwas so unfassbar unfreiwillig lustiges gehört. Die einzelnen Songs, die nicht in den Unterordnern sind sind aber wesentlich interessanter. Zum Beispiel: "Die Antideutsche Welle" von 5Drei9, "If U Wanna Be A Dresdner" von zwei so Atzen aus Dresden oder....so ein furchtbar grenzdebiler Polit-Hip-Hop Track namens "Nazi tot" von Kaisaschnitt und irgendwelchen Freunden von ihm. Grauenhaft. Viel witziger ist dabei "Ficken Geld Drogen Nutten" von MuschiFlo, Scher und Ikko Fritsch aus dem Jahre....von wann ist das eigentlich? Naja Hip-Hop-Parodien können gut werden - oder auch nicht. Die 221LH-Crew, ein Zusammenschluß von irgendwelchen Metallern(?) von Stop-Hip-Hop.de (meine Fressen) rappt darüber, wie dämlich sie sind und scheiße und überhaupt. Der ganze Ordner endet mit "Wir waren mal Stars" von Torch und Toni L.

Im "Hörbücher"-Ordner findet sich "nur" "Kommunismus für Kinder" von Bini Adamczak. 

"Indie.Alternative" bietet nicht sehr viel, allerdings trotzdem einiges was ich schon längst hätte wieder hören soll. Rollins Band, Fantomas (von ihnen "nur" ein Live Slayer Medley) und ein paar Songs von To My Surprise. Dies war einst ein Projekt des Slipknot-Perkussionisten Shawn Crahan. Keine Ahnung in welcher Richtung man das irgendwie unterbringen kann. Aber "Alternative" passt irgendwie dazu. 

"Industrial" ist voll mit den Zeug, dass ich damals für Industrial gehalten habe. Also, Rob Zombie, White Zombie, Nine Inch Nails. Wobei das natürlich in Teilen stimmt, in Teilen aber irgendwie nicht. Ich würde aus heutiger Sicht White Zombie vllt. nur ansatzweise als Industrial bezeichnet. Großes Highlight hier ist der Trip Hop Song "Evolution Revolution Love" von Tricky, der hier nichts verloren hat. 

Warum zur Hölle ist hier ein Ordner namens "Interviews", der voll ist mit irgendeiner Scheiße? Warum habe ich ein großes Interview mit äh einer gewissen Nazi-Hooligan-Band? Zu Dokumentationszwecken? Wahrscheinlich. "Samsons Schnuffeltuch" von den Angefahrenen Schulkindern ist hier auch drin. Why? Das haben sich Discharge auch gefragt und ich kann die Frage nicht beantworten.

J-Rock: Dir En Grey, Gazette, Girugamesh und D'Espairs Ray. Irgendwann war ich wohl leicht davon fasziniert oder ich kannte jemanden der mir das ganze Zeug per ICQ geschickt hat. Ich vermute mal letzteres.


Im Mai geht's weiter. Versprochen.

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Opeth Discography: Sorceress (2016)

Ich bin an der Stelle ganz ehrlich. Mir fällt es schwer über dieses Album zu schreiben. Nicht weil es irgendwie langweilig wäre oder so. Ganz und gar nicht. Opeth verstehen nun mal wo ihre Stärken sind, machen ihre Arbeit gut und sind dabei einfach...Opeth. Das heißt sie machen im Grunde immer mal wieder etwas ähnliches. Was ja kein Verbrechen ist, aber ehrlich gesagt fällt mir nicht wirklich viel dazu ein. Es wird übrigens die letzte vollumfängliche Discography auf diesem Blog sein - zumindest eine derartig große. Ich werde mich in der Zukunft auf kleinere Kaliber fokussieren.


"Sorceress" ist schon das zwölfte Album der Band. Diesmal kein Konzeptalbum sondern eins, dass sich unter anderem mit den "gefährlichen Aspekten der Liebe" beschäftigt. Wir bewegen uns irgendwo zwischen Progressive Rock und Metal. Im ersten richtigen Song, den Titelsong übrigens, startet man mit einer sehr nach 70er Jahre klingenden progressiven Melodie - die dann plötzlich in stampfende Metal-Parts mündet. Insgesamt kombiniert man verträumten Gesang mit verträumten Gitarrenriffs. Die musikalischen Vorbilder sind auf jeden Fall Jethro Tull oder King Crimson. Ich höre im Titeltrack definitiv eine ähnliche Dynamik wie bei Dio heraus. Im Grunde sind Opeth nun eine 70s Progressive Rock Tribute Band - mit eigenen Songs. 

Alles in allem durchaus genießbares, sauber produziertes Album. Ich werde nach dieser Discography aber meinen Abstand von Opeth brauchen, denn langsam reichts. Es ist definitiv nicht schlecht, aber ich kann mir nicht noch zig von diesen Prog Rock Alben reinziehen.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Seventh Sojourn, Sorceress


Donnerstag, 26. März 2026

Mittwoch, 25. März 2026

Film der Woche#675: Vergebung (2009)

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren "Film der Woche". Diesmal komplettieren wir die Verfilmungen der ersten "Millennium"-Trilogie. Angefangen hat das ganze mit "Verblendung", wurde fortgeführt mit "Verdammnis" und nun sind wir bei "Vergebung" angelangt. Der dritte Teil spielt direkt nach dem zweiten. Die ursprüngliche Version, die ich mir nun reingezogen habe, ist 2,5 Stunden lang und wurde so nicht im Kino ausgestrahlt.

Nachdem Lisbeth Salander (immer noch Noomi Rapace) das Aufeinandertreffen mit ihrem gewalttätigen Vater Alexander Zalatchenko (Georgi Staykov) und ihrem Halbbruder Ronald

Niedermann (Mikael Spreitz) überlebt hat, landet sie im Krankenhaus. Sie hat mehrere Schußverletzungen während Ronald auf der Flucht ist und Alexander nur ein paar Zimmer weiter liegt. Es stellt sich heraus, dass Zalatchenko, der ein ehemaliger russischer GRU-Agent ist der irgendwann in Schweden untergetaucht ist, Teil von einer geheimen Gruppe innerhalb des schwedischen Sicherheitsapparats ist. Die Mitarbeiter der Sicherheitspolizei, sowohl noch tätige als auch ehemalige, wollen nun jegliche Spur zu ihm verwischen - jetzt wo Lisbeth angeklagt wird (wegen versuchten Mordes an ihrem Vater) steht die Sache zu sehr in der Öffentlichkeit. Zalatchenko möchte weiterhin geschützt werden. Er fordert dass seine Komplizen Lisbeth ermorden - ansonsten würde er alles verraten. Daraufhin wird er selbst von einem ehemaligen Chef der "Sektion" umgebracht - der daraufhin versucht ins Zimmer von Lisbeth zu gelangen, es allerdings nicht schafft und Selbstmord begeht. Mikael Blomkvist (Mikael Nyqvist), der Enthüllungsjournalist von "Millennium" will Lisbeth helfen und ihre Verteidiung vor Gericht aufbauen. So wendet er sich an seine Schwester, die Anwältin Annika (Annika Hallin), die Lisbeth vor Gericht verteidigen soll. Endlich soll das illegale interne Machtapparat, dass von Männern angeführt wird die unbequeme Zeugen los werden wollen, in der Öffentlichkeit vorgeführt und bloßgestellt werden. Doch es wird schwierig. Mithilfe eines Psychiaters namens Teleborian (Anders Ahlborn), der einst das psychische Gutachten über Lisbeth geschrieben und sie entmündigt hat, versucht die "Sektion" vor Gericht Lisbeth als schizophren darzustellen. Als jemanden, der alles nur erfunden hat. Auch Blomkvist stellt sich vor herausforderungen. Er und seine Mitarbeiter werden bedroht, seine Wohnung verwanzt und ihm Sachen untergejubelt, damit er seine Arbeit sein lässt.

Zwangsprostitution, Kinderhandel. Verschwörungen, die tief hinein in den Staatsapparat gehen. Das alles mag nach einem Verschwörungsthriller klingen - doch solche Sachen sind durchaus real. Wo Männer Macht riechen, da werden sie alles versuchen dran zu bleiben. Und diejenigen, die sich ihnen in den Weg stellen, gelten schnell als unmündig oder "verrückt". Das sind alles Sachen, die durchaus schon mal in echt passiert sind. "Vergebung" schafft es, sie ungeschönt darzustellen ohne alles ganz hollywood-mäßig pathosgeladen aufzubauschen. Es gibt hier keine Liebesgeschichte zwischen "Retter" und "Opfer". Es gibt hier jemanden der unfassbar viel Scheiße überlebt hat, ihre Peiniger bestraft sehen will und Menschen die ihr helfen wollen - aber daran gehindert werden. So wie es in echt durchaus passiert. Kein Wunder, dass der erste Teil der Reihe übersetzt eigentlich "Männer, die Frauen hassen" hieß. Ich empfehle die Filmtrilogie jeden, der/die Ungerechtigkeit bekämpft sehen will und das auch im echten Leben tun möchte.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


Dienstag, 24. März 2026

Comic Book Review#673: Justice League vs. Godzilla vs. Kong 2#1-7 (2025-2026)

Und nun sind wir bei dem Sequel zur vorherigen Miniserie angekommen, der vier Jahre nach den Ereignissen spielt. Das wird übrigens im gefühlt jeden vierten oder fünften Panel noch mal bestätigt, was unfassbar nervig ist. Es heißt jedes mal "Four years after G-Day" oder so. Anyway:


Die Handlung spielt vier Jahre nach der letzten (hab ich das schon erwähnt?). Die Task Force X (aka Suicide Squad) unter der Leitung von Amanda Waller und Colonel Shaw hat nun ganz neue Aufgaben bekommen. Die Gruppierung von Bösewichten, die in ihren Hinterköpfen Bomben implantiert haben und nun unter Zwang Drecksarbeit erledigen muss hat eine neue Aufgabe bekommen. Lex Luthor, als Teil der Task Force X, hatte es zur Aufgabe mit der DNA der Titanen (also Godzilla, Kong usw. usf.) zu experimentieren und Tests durchzuführen. Ziel ist, mithilfe der DNA eigene Kaijus zu erschaffen, die die Erde vor der Bedrohung von außen beschützen. Also, injiziert man King Shark das Serum und er wird zunehmend größer. Das alles geschieht allerdings auf einer anderen Erde - nämlich der wo die Kaijus allesamt herkommen, um alles geheim zu halten. Die Justice League, also Superman, Wonder Woman, Flash, Batman usw. kriegen allerdings Wind davon und reisen zum Teil ebenfalls dorthin. Was sie dann mitkriegen ist ein Kampf zwischen einen riesigen Killer Croc und Kong. Was wir als Leser mitkriegen ist der interne Machtkampf in der Task Force X. Amanda Waller wird von Colonel Shaw umgebracht und dieser reist gemeinsam mit Lex Luthor in die Hohlerde um dort die Energiequelle aller Kaijus zu stehlen. Achja: ein riesiger, auf Kaijugröße gewachsener, steroidensuppenmäßiger Superman, zusammen mit Green Lantern Hal Jordan in einem riesigen projezierten Anzug und Godzilla die gemeinsam gegen die drei Köpfe von King Ghidorah kämpfen.

Was soll ich sagen? Es ist nicht viel anders als in der vorherigen Miniserie. Nur, dass es noch eine Stufe mehr bonkers ist. Multidimensionale Reisen. Eine Harley Quinn die sich selbst als Psychiaterin besucht ist wohl das interessanteste an der Reihe. Superman auf Steroiden der zuerst gegen Godzilla und dann gegen King Ghidorah kämpft. Großartig. Die Art und Weise wie King Shark und Killer Croc in Kaiju Form gezeichnet sind ist einfach super hässlich. Es ist mal wieder die typische Art von Crossover-Comic. Es wird gegeneinander, aus Unwissen, gekämpft und dann gemeinsam miteinander gegen einen gemeinsamen Feind. Es ist ehrlich gesagt, ziemlich 08/15, wenn ich ehrlich bin. Aber gut, wenigstens sieht es größtenteils irgendwie gut aus. Naja, außer die Gesichter der Superhelden.

4/10 Pfandflaschen
Made by: Brian Buccellato, Christian Duce