Freitag, 4. September 2026
Donnerstag, 3. September 2026
Film der Woche#694: Mandy (2018)
Ich weiß gar nicht wie es dazu kam, dass dieser Film auf meiner To-Watch-List gelandet ist. Tatsächlich steht da "Mandy (Panos Cosmatos)", weil es scheinbar mehrere Filme gibt, die "Mandy" heißen. Worauf ich mich da einlasse, wusste ich allerdings überhaupt nicht mehr. Also war es eine ganz schöne Überraschung für mich, als ich mir den Film reingezogen habe.
Wir befinden uns im Jahre 1983. Irgendwo in den Shadow Mountains in der Mojave-Wüste, Kalifornien. Die Tankstellenverkäuferin und Künstlerin Mandy Bloom (Andrea Riseborough) und ihr Freund, der Holzfäller Red Miller (Nicolas Cage) leben gemeinsam in einer Hütte. Ihr Leben ist relativ bescheiden und ruhig. Eines Tages fällt Andrea ins Auge eines "charismatischen" Sektenführers namens Jeremiah Sand (Linus Roache). Er selbst ist ein gescheiterter Musiker, der heftig auf irgendwelchen Opioiden hängengeblieben ist - und Anführer einer Gruppe von Menschen, die ihn anhimmeln. Also, einer Sekte. Der Name ist "Children of the New Dawn". Es geht irgendwie um Jesus aber auch um Jeremiah als Mittelpunkt des Lebens oder so. Jedenfalls sieht Jeremiah Mandy eines Tages als seine ganze Sippe mit ihrem Auto an ihr vorbeifährt. Sie fällt ihm sofort auf und er möchte sie für sich haben. Eines Tages beauftragt die Sekte eine Gruppe von dämonisch(wirkend)en Bikern ins Haus von Bloom und Miller einzudringen. Miller wird gefesselt, Bloom unter Drogen gesetzt. Als Jeremiah versucht Mandy von sich zu überzeugen, klappt das allerdings gar nicht. Sie lacht ihn aus. Aus Rache wird sie von seinen Anhängern verprügelt, in ein Sack gesteckt, mit Benzin übergossen und angezündet. Alles vor den Augen, des gefesselten und aufgehängten Red. Nachdem die Sektenanhänger weggefahren sind, befreit sich Red und sucht sich Hilfe in Gestalt seines Freundes Caruthers (Bill Duke), der ihn Pfeile und eine Armbrust gibt. Red startet daraufhin einen Rachefeldzug. Zunächst erledigt er die Biker und macht sich daraufhin auf dem Weg alle Sektenmitglieder zu töten.
Wir befinden uns im Jahre 1983. Irgendwo in den Shadow Mountains in der Mojave-Wüste, Kalifornien. Die Tankstellenverkäuferin und Künstlerin Mandy Bloom (Andrea Riseborough) und ihr Freund, der Holzfäller Red Miller (Nicolas Cage) leben gemeinsam in einer Hütte. Ihr Leben ist relativ bescheiden und ruhig. Eines Tages fällt Andrea ins Auge eines "charismatischen" Sektenführers namens Jeremiah Sand (Linus Roache). Er selbst ist ein gescheiterter Musiker, der heftig auf irgendwelchen Opioiden hängengeblieben ist - und Anführer einer Gruppe von Menschen, die ihn anhimmeln. Also, einer Sekte. Der Name ist "Children of the New Dawn". Es geht irgendwie um Jesus aber auch um Jeremiah als Mittelpunkt des Lebens oder so. Jedenfalls sieht Jeremiah Mandy eines Tages als seine ganze Sippe mit ihrem Auto an ihr vorbeifährt. Sie fällt ihm sofort auf und er möchte sie für sich haben. Eines Tages beauftragt die Sekte eine Gruppe von dämonisch(wirkend)en Bikern ins Haus von Bloom und Miller einzudringen. Miller wird gefesselt, Bloom unter Drogen gesetzt. Als Jeremiah versucht Mandy von sich zu überzeugen, klappt das allerdings gar nicht. Sie lacht ihn aus. Aus Rache wird sie von seinen Anhängern verprügelt, in ein Sack gesteckt, mit Benzin übergossen und angezündet. Alles vor den Augen, des gefesselten und aufgehängten Red. Nachdem die Sektenanhänger weggefahren sind, befreit sich Red und sucht sich Hilfe in Gestalt seines Freundes Caruthers (Bill Duke), der ihn Pfeile und eine Armbrust gibt. Red startet daraufhin einen Rachefeldzug. Zunächst erledigt er die Biker und macht sich daraufhin auf dem Weg alle Sektenmitglieder zu töten.
Der Film ist in drei Segmente unterteilt, die die Handlung zwar miteinander verbinden, jedoch ganz klar stilistisch unterschiedlich sind. So kriegen wir zuerst den Eindruck, dass Mandy wahrscheinlich von einer Sekte entführt wird und evtl. wird Red kämpfen, um ihr Leben zu retten usw. Dass der Film zu einem barbarischen Vergnügen wird, das hat man so gar nicht im Sinn. Dass dann irgendwann eine Axt geschmiedet wird, die auf dem Buchstaben "F" aus dem Logo von Celtic Frost basiert und ordentlich auf die Kacke gehauen wird. Köpfe abgehackt werden. Die Umgebung zu einem wilden LSD-Traum wird, der an diese Wüsten-Landschaft im Anime "Fist of the Northstar" erinnert. "Mandy" lässt sich Zeit, um eine zuerst ruhige und angenehme Geschichte zu erzählen - die dann langsam zu einer sogenannten "Tour de Force" wird. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die dargestellte Gewalt nicht voyeuristisch rüberkommt sondern einfach "hart und brutal". Es ist kein Folterporno - viel eher krieg ich bei den dargestellten Bildern eine Wut und das Bedürfnis Cage anzufeuern, er solle die Wichser alle kriegen. Und genau dafür ist der Mann auch gut. Er ist vor der Kamera einfach nur googoogaga und er kann das gut. Verzweifelte, wütende und "durchgeknallte" Menschen darstellen. Dazu kommt noch der Soundtrack von Johann Johannsson als auch Gitarristen Stephen O'Malley (Sunn O)))) und Produzenten Randall Dunn. Zu Beginn des Films hören wir den Song "Starless" von King Crimson. Es ist alles super stimmig - die Handlung, die Musik, das "Bühnenbild", die Farben, die Kostüme der Biker (die mich an die Cenobites aus "Hellraiser" erinnern). Es stimmt alles. Großartiger Film, ehrlich.
8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:
Mittwoch, 2. September 2026
Comic Book Review#692: Batman'89: Echoes#1-6 (2024-2025)
Ich wollte ja irgendwann "Batman'89" komplett reviewt haben. Tatsächlich habe ich vor einigen Jahren, als es noch "Comics Monthly" gab nur die erste Ausgabe reviewt. Irgendwie habe ich es vergessen, und das obwohl ich die erste Reihe gelesen und im Regal stehen habe. Falls ihr euch fragt, was damals
passiert ist, so klickt hier. Das hier ist die zweite Miniserie, die auf den beiden Tim Burton Filmen "Batman" und "Batman Returns" basiert. Es ist quasi schon die zweite Comic-Fortführung der Idee "was wäre wenn Batman Forever und Batman & Robin nie passiert wären". Oder so in der Art. Eigentlich ist es die Umsetzung der ursprünglichen Ideen, die von Warner Brothers verworfen wurden. Recycling quasi. Aber in gut.
passiert ist, so klickt hier. Das hier ist die zweite Miniserie, die auf den beiden Tim Burton Filmen "Batman" und "Batman Returns" basiert. Es ist quasi schon die zweite Comic-Fortführung der Idee "was wäre wenn Batman Forever und Batman & Robin nie passiert wären". Oder so in der Art. Eigentlich ist es die Umsetzung der ursprünglichen Ideen, die von Warner Brothers verworfen wurden. Recycling quasi. Aber in gut.
"Echoes" spielt zwei Jahre nach dem Verschwinden des Dunklen Ritters. Er hat ein riesiges Loch hinterlassen, das von mehreren Nachahmern versucht wird zu füllen. Ein solcher Nachahmer wird von einem Straßenräuber angeschossen und stirbt. Barbara Gordon ist nach dem Tod ihres Vaters, Commisioner Gordon nun selbst Chefin der Gothamer Polizei und hofft, Batman irgendwie irgendwo zu finden. Doctor Harleen Quinzell hingegen ist eine aufstrebende Psychotherapeutin die schon bald ihre eigene Sendung im Fernsehen bekommen soll. Als eine Sondersendung mit ihr abgebrochen wird, ist sie fürchterlich sauer. Der Grund für die Unterbrechung ist folgender: Die Gothamer Special Forces der Polizei haben Firefly gefunden. Den Bösewicht der dafür bekannt war, alles mögliche in Brand zu setzen. Man nimmt ihn tatsächlich fest und verfrachtet ihn ins Arkham Asylum. Der gemeine Leser stellt dann fest, wer hinter der Maske von Firefly steckt. Und zwar jemand der Bruce Wayne (der hier natürlich aussieht wie Michael Keaton) verdächtig ähnlich ist. Ach was sage ich, natürlich ist es Bruce Wayne aka Batman. Doch was macht er hier? Nun, wenn man eins und eins zusammen zählt kann es sich natürlich nur um eine verdeckte Ermittlung handeln. Irgendjemand im Arkham Asylum ist in Besitz von einer höchst gefährlichen Waffe, die einst von Wayne Enterprises entwickelt wurde.
Manch einer würde sich fragen, was das denn bitte soll? Das steht Batman vorne drauf, aber wir kriegen nicht so viel Batman zu sehen. Tatsächlich wird das modernisierte Bat-Kostüm eher spärlich eingesetzt. Aber sei's drum. Was wir viel mehr bekommen ist interessantes World Building. Die Idee einer von Robin angeführten Gruppe namens "Nightwings" ist auch nicht ganz neu, aber logisch. Wenn Batman nicht da ist, wird Robin zum Anführer. Auch die Hintergrundstories der in Arkham ansäßigen "Bösewichte" sind interessant. Sie haben vor allem eine Sache gemeinsam, die ich nicht verraten werde. Was ich ebenfalls spannend finde ist die Rolle Bruce Waynes als verdeckter Ermittler, der selbst mit eigenen Ängsten konfrontiert wird. Darüber hinaus gefallen mir die durchaus realistischen Zeichnungen und die Prise Humor: "Was hat vier Beine und lässt dich "GNNNYAAAAHHH" machen?" "Mmm. Weiss nicht." 'N Stuhl!" "'N Stuhl?" "Den kapier ich ni--" (Character kriegt einen Stuhl über den Kopf gebraten und schreit "GNNNYAAAGHHH!").
8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Sam Hamm, Joe Quinones, Stacey Lee
Video von Superhero Stuff You Should Know:
Labels:
Batman'89: Echoes,
Comic Book Review,
dc comics
Dienstag, 1. September 2026
Album der Woche#696: Napalm Death - Scum (1987)
Eigentlich hat dieses Album erst kürzlich ein Review bekommen. Allerdings ein eher kürzeres, in Rahmen einer Reviewreihe über meine .mp3-Sammlung. Bei "N" war halt "Scum" von Napalm Death, unter anderem. Aber ich finde, es hat ein ausführlicheres Review verdient.
Zunächst mal das Cover: Das Gemälde welches eine afrikanische Familie zeigt die auf einem Berg von Schädeln steht und umringt von Vertretern von verschiedenen multinationalen Firmen ist, stammt von niemand anderen als Jeff Walker - Sänger und Bassist von Carcass.
Die A- und B-Seiten des Albums könnten unterschiedlicher nichts ein. Zumindest wenn man Fan der Band ist. Die A-Seite besteht aus Aufnahmen die teilweise ursprünglich auf dem "Hatred Surge"-Demotape erschienen sind und teilweise auf Ideen von Justin Broadrick (damals noch Gitarrist) aus dem Jahr 1983. Es ist auch ein komplett anderes Line-Up (okay, beinahe) als auf der B-Seite. Zusammengefasst - Seite A: Nik Bullen (voc, b), Justin Broadrick (guit, voc) und Mick Harris an den Drums der den Begriff "Grindcore" überhaupt erst ins Leben gerufen hat. Hört sich an wie eine härtere Variante von damals bekannten Anarcho Punk Bands wie The Varukers. Es ist im Grunde genommen Hardcore Punk auf Steroiden. Völlig durchgeknallte Blastbeats, primitives Riffing und ein Sänger der sich anhört wie äh *checks notes* *seufzt* jemand der die Treppe runterfällt und dabei britisches Essen verspeist. Übrigens ist das Line-Up nicht mal das Original-Line-Up. Nik Bullen ist da schon das einzige Originalmitglied. Am Ende der Seite findet sich übrigens auch das Lied "You Suffer", das wohl kürzeste Lied der Welt mit dem wirklich tiefgründigen (keine Ironie!) Text "You suffer, but why?". Ich bin außerdem der Meinung dass die deutschen D-Beat-Legenden Recharge bei "Siege of Power" geklaut haben. Ich weiß allerdings nicht wie das deutschsprachige Pendant dazu heißt.
Zwischen Seite A und B vergeht fast ein Jahr. Es gab interne Spannungen in der Band und so kam es zu Ausstiegen. Ursprünglich war Seite A als ein weiteres Demotape gedacht. Lirum larum: Ein gewisser Digby Pearson vom frisch gegründeten Label Earache Records wollte ein Album von Napalm Death rausbringen. Dieser war am Ende auch in Besitz der ursprünglichen Aufnahmen. Die Band war aber nicht mehr die gleiche. Sie bestand aus Mick Harris (weiterhin Drums), Bill Steer (git), Jim Whitely (b) und Lee Dorrian (voc). Übrigens: Niemand von den beiden Line-Ups spielt heutzutage bei Napalm Death. Wie auch immer: Mit dem Line-Up-Wechsel ändert sich auch der Stil. Die Band orientiert sich zwar textlich immer noch an Hardcore Punk, tendiert aber dazu sowas wie eine Mischung daraus und extremen Formen von Metal zu machen. Also wenn man schon differenzieren möchte könnte man vielleicht sagen dies wäre eine unfassbar primitive, ultrabrutale Form des Metals die jedoch keine ist. Weil eigentlich ist das Punk, der in eine völlig merkwürdige Richtung abdriftet. Super kurze Songs, noch weniger verständlicher Gesang. Diesmal hören wir zwar auch den Bauerngesang (wie bei Nik Bullen damals) allerdings viel mehr Gekreische. Insgesamt also 28 Songs in 33 Minuten. Texte über "multinational corporations", den "Wert des Menschen im Kapitalismus" und alles andere was ihr so von gewissen Crust Punk Bands so kennt. Ich bin immer noch fasziniert darüber, wie geil dieses Album ist. Wie stumpf und gleichzeitig so bahnbrechend. Essenziell.
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: You Suffer, Instinct of Survival, Scum, Divine Death, Moral Crusade
Montag, 31. August 2026
Happenings des Monats: August'26
Stricher guckt sich "Spider-Man: Brand New Day" an am 02.08.2026 mit Genosse M. und Kollege M. in Filmwelt Herne
Streitet euch ruhig wer von euch beiden Genosse und wer Kollege ist. Ist mir egal lel. Jedenfalls ist es schon fast ein Monat her, dass ich vor lauter Stress und Klausurvorbereitungen vergessen habe, darüber zu schreiben. Jedenfalls, here it goes. Aber vorher eine
SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG
Wir befinden uns also im mittlerweile 38.(ernsthaft jetzt?!) Film des "Marvel Cinematic Universe" und gleichzeitig vier Jahre nach den Ereignissen in "Spider-Man: No Way Home". Nachdem die ganze Welt durch einen Zauberspruch von Doctor Strange vergessen hat, dass Peter Parker (Tom Holland) tatsächlich Spider-Man ist - inklusive seiner Freundin MJ (Zendaya) und seines besten Freundes Ned Leeds (Jacob Batalon) agiert der junge Mann als "Superheld im Untergrund". Er ist weder Teil der Avengers noch irgendeiner anderen Superheldencrew noch Teil von irgendeinem wichtigen kosmischen Ereignis. Er ist ein stinknormaler Street Level Superhero der gegen Bösewichte kämpft wie Tombstone (Marvin "Krondon" Jones III), Scorpion (Michael Mando), Ramrod oder Boomerang. Bei den Bewohnern New Yorks ist er äußerst beliebt. Zudem arbeitet er mit Detective Jean DeWolff (Liza Colón-Zayas) zusammen, die ihn sehr schätzt. Ihm wurde sogar mal der Schlüssel zur Stadt New York übergeben. Doch gleichzeitig ist er einsam und alleine und beobachtet heimlich die Livestreams von Ned und MJ, die wie schon gesagt, nicht mehr wissen wer er ist. Relativ kurz nach der Einleitung des Films passiert folgendes: Ein Panzerwagen fährt scheinbar unkontrolliert durch New York. Spidey versucht ihn aufzuhalten, der Punisher Frank Castle (Jon Bernthal) tatsächlich auch. Allerdings sind die Methoden der beiden durchaus unterschiedlich. Der Wagen rast direkt zum Gebäude der "Department of
Damage Control", die es sich zur Aufgabe gemacht hat Superschurken gefangen zu nehmen. Im Panzerwagen sitzt eine ältere verwirrte Frau am Steuer, die offensichtlich nicht weiß, wie sie dahin gekommen ist. Peter stellt schnell fest, dass irgendwas oder irgendwer der von Körper zu Körper springen kann für den Angriff verantwortlich ist. So befreit dieses Wesen/dieser Mensch Scorpion, der gerade dabei war in ein Hochsicherheitsgefängnis transportiert zu werden (oder so). Was das Ziel ist und welche Hintergründe für diese Aktionen existiert, weiß keiner. Peter stürzt sich in Detektivarbeit und findet durch Yelena Belova (Florence Pugh) aka Black Widow heraus, dass es nicht der erste Angriff ist. Dazu kommt noch, dass Peters Körper sich verändert. Er mutiert scheinbar weiter und wacht eines morgens in einem Kokon aus Spinnenweben auf - dabei kann er plötzlich Spinnennetze aus seinen Handgelenken schießen.
Damage Control", die es sich zur Aufgabe gemacht hat Superschurken gefangen zu nehmen. Im Panzerwagen sitzt eine ältere verwirrte Frau am Steuer, die offensichtlich nicht weiß, wie sie dahin gekommen ist. Peter stellt schnell fest, dass irgendwas oder irgendwer der von Körper zu Körper springen kann für den Angriff verantwortlich ist. So befreit dieses Wesen/dieser Mensch Scorpion, der gerade dabei war in ein Hochsicherheitsgefängnis transportiert zu werden (oder so). Was das Ziel ist und welche Hintergründe für diese Aktionen existiert, weiß keiner. Peter stürzt sich in Detektivarbeit und findet durch Yelena Belova (Florence Pugh) aka Black Widow heraus, dass es nicht der erste Angriff ist. Dazu kommt noch, dass Peters Körper sich verändert. Er mutiert scheinbar weiter und wacht eines morgens in einem Kokon aus Spinnenweben auf - dabei kann er plötzlich Spinnennetze aus seinen Handgelenken schießen.
Es gab viel Wirbel um den Film im Vorfeld. Man vermutete, es wäre der Spider-Man-Film mit den meisten Bösewichten/Gegenspielern. Tatsächlich sind die Auftritte von Ramrod, Tombstone, Boomerang, Tarantula oder Gruppierung "The Hand" eher sowas wie extended Cameos. Einzig Scorpion ist länger zu sehen. Der Fokus liegt hier nicht auf irgendwelchen klassischen Spider-Man-Gegnern sondern auf dem klassischen Trope der "wichtigen Behörde, die eigentlich gar nicht so cool ist und finstere Ziele" verfolgt. Dazu kommt noch ein klassisches Spider-Man-Team-Up mit dem Punisher - klassisch weil "ungleich und ungleich gesellt sich gern". Außerdem noch ein (großer) Ausblick in die Zukunft des Marvel-Films, die bei den X-Men liegt. So viel habe ich schon mal verraten, ohne zu viel zu verraten. Aber wahrscheinlich wisst ihr schon eh, was hier passiert. Jedenfalls schafft "Brand New Day" mehrere Sachen gleichzeitig: Eine coole und interessante Story zu erzählen (die meinetwegen schon auf ähnliche Weise schon mal stattgefunden hat) und nicht zu viel Fan-Service zu bieten. Gleichzeitig gefällt mir die Idee, Spider-Man zu einem "grounded, street level Superhero" zu machen ohne ihn bis an sein Lebensende todunglücklich zu machen. Scheinbar ist es das Erfolgsrezept bei Marvel gewesen, schon seit Jahrzehnten. Doch hier ist es irgendwie anders. Zwar ist Peter super traurig, dass sein vorheriges Leben nicht mehr existiert - doch er findet irgendwie einen Weg daraus. Ich finde, dieser Film findet erfolgreich den Weg zurück in das ursprüngliche Spider-Man-Schema. Nämlich ganz ohne Weltraumabenteuer oder irgendeinen Thanos oder irgendeiner superkrassen Multiverse-Geschichte. Nach den ersten beiden Sam-Raimi-Filmen ist das hier wohl der beste Spider-Man-Film. Bis jetzt.
8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:
MIDNIGHT + SPECTRAL WOUND am 10.08.2026 in Junkyard Dortmund
Es geht scheinbar kaum ein "Happenings des Monats" ohne ein Bisschen Meddl. Ergo, here it goes. Habe mich seit Monaten darauf gefreut, endlich mal wieder Midnight zu sehen. Dabei habe ich das schon zwei Mal getan. Doch es reichte natürlich nicht. Diesmal waren Midnight auf Tour um das fünfzehnjährige Jubiläum ihres Albums "Satanic Royalty" zu feiern. Und eigentlich waren Phantom Corporation als Vorband, doch aufgrund des Bahn-Chaos und meines Später-Ankommens konnte ich sie leider nicht sehen.
Darum war die erste Band des Abends für mich Spectral Wound. Ich kannte sie schon seit geraumer Zeit und war Fan dieses Albumcovers, dass mich entfernt daran erinnert wie jemand eine Ballerina-Pose mit einem weißen Schuh auf einem schwarzen Tisch macht. Dabei ist es gar nicht auf dem Cover zu sehen sondern irgendein Schädel. Wer weiß, wieso ich diese Assoziation habe. Keine Ahnung. Jedenfalls war ich an dem Abend zwar irgendwie fit, war aber vorher auf der Cranger Kirmes und habe dementsprechend schon einiges erlebt. Also stand ich da rum in einer Ecke, gab mir diese furiosen, großartigen, vielleicht nicht ganz trven Black Metal und meine Gedanken wanderten umher, hierhin und dahin und wieso ist das so und das andere so und nicht anders und was muss ich noch so machen. Ich weiß nicht ob mein Gehirn so gestresst ist, dass es damit versucht sich zu entspannen oder ob ich mich tatsächlich wohl fühle auf dem Konzert und es die Art des Gehirns ist das Wohlsein auszudrücken. Keine Ahnung. Jedenfalls war der Auftritt zwar relativ kurz, aber bombastisch. Im Gegensatz zu Midnight machen Spectral Wound keinen Black'N'Roll sondern straighten Black Metal der neuen Art (ohne "Post-" in der Genrebezeichnung). Es ist ein konstanter Lärmteppich der mich umgibt. Es ist sehr schön.
In der Pause begebe ich mich nach vorne und stelle mich rechts hin, sodass ich alles von der Seite beobachten kann. Nach einem kurzen Intro kommen endlich Midnight auf die Bühne. Alle drei gekleidet in Lederkluft, Ketten, Patronengürtel und natürlich diese Strumpfmasken über den Gesichtern. Sie spielen das Album "Satanic Royalty" in Gänze. Sie interagieren mit dem Publikum, was wahrscheinlich für sie auch leichter fällt, weil man ihre Gesichter nicht sehen kann. Zumindest hätte ich dabei weniger Hemmungen. Ich kenne leider die Songs von "Satanic Royalty" so gar nicht. Stellt euch vor, ihr hört immer wieder Musik und holt was nach aber für irgendwas bleibt einfach keine Zeit. Die Songs daraus sind wesentlich simpler, punkrockiger und schneller als das spätere Material. Zum Glück spielen sie danach noch "Fucking Speed and Darkness", das ich tatsächlich kenne und mitsingen kann. Es gibt keine Zugabe, allerdings kommen die Mitglieder hinterher zurück und fassen alle in der ersten Reihe mit ihren schwitzigen Händen an. Irgendwie cool und unerwartet - ist mir auch nicht so unangenehm, schließlich kann ich mir ja später die Arme waschen.
Anyways: Super angenehme Band, ganz und gar ohne jegliche Rockstarattitüden, die mit dem Publikum auf einer Ebene ist. Ganz schön Punkrock ganz und gar ohne irgendeine trveness. Mir gefiel außerdem die Aussage nach dem Motto "Scheiß darauf, dass heute Montag ist und du morgen arbeiten musst!". Very awesome.
KAZ Open Air am 29.08.2026 in Hibernia, Herne
Nach einer längeren Zeit mit Klausuren (und Vorbereitungen dazu) als auch einer Frühschicht (am selben Tag) war es mal wieder zeit unter die Leute zu gehen. Und zwar irgendwohin wo es absolut niemanden juckt, wie ich aussehe, was ich anhabe oder welche Musik ich höre. Ich rede natürlich vom KAZ Open Air, das jährlich vom KulturAlternativen Zentrum in Herne veranstaltet wird. Ich bin tatsächlich bis jetzt kein einziges Mal im KAZ gewesen, dafür aber auf dem Open Air. Seltsame Sache, das. Muss ich wohl mal nachholen. Wie auch immer, als ich ankam traf auf Genossen A. und einige seiner Freunde. Es war ein tatsächlich sehr angenehmer Nachmittag.
Die erste Band, die ich mir angesehen habe waren SHOK GÜZEL. Eine wirklich herausragende Punkband mit Texten die teilweise auf Türkisch waren und unter anderem die Frauenrechtslage in Afghanistan, Türkei, Syrien angesprochen haben. Aber auch mal gegen andere Macker (zum Beispiel in der Skateboardszene) ausgeteilt haben. Dazu noch eine Art Crossover Part in einem Song. Fand ich sehr angenehm. ANGRY YOUTH ELITE nehme ich nur teilweise wahr. Irgendwie klingt das in meinen Ohren nach Pennywise. Irgendwann komme ich nach vorne, weil ein Song nach "Boxcar" von Jawbreaker klingt. Stellt sich heraus, dass sie sich etwas am Riff bedient haben. Ist insgesamt leider nicht wirklich mein Fall. PISSCHARGE sind es viel eher. Die vier Mitglieder aus Deutschland, Chile und Brasilien (die allesamt in Linden wohnen) machen (selbstverständlich, der Name verrät es ja schon) sowas wie D-Beat bzw. orientieren sich daran. Die Texte sind auf Spanisch. Beim späteren Nachrecherchieren merke ich dass sie in "Ahora ex...Ucraina" ganz "reflektiert" die ukrainische mit der russischen Regierung gleichsetzen und den Krieg auf ein "Böse vs. Böse" reduzieren. Naja, ich habe nicht viel erwartet. Der Sound ist aber echt geil und fetzig. Später dann DOSENSTOLZ mit Geschrei übers Biertrinken, "Heten treten" und Arbeitszeitbetrug. Es ist so herrlich stumpf, dass es schon wieder Spaß macht. Als würde man...ach keine Ahnung, als würde man sich in seiner WG Küche lauthals übers Bier das einen weggetrunken wurde streitet und dazu verprügelt einer seine Instrumente. So in etwa.
Als ich merke, dass zwischen Dosenstolz und Waving The Guns super viel Zeit dazwischen ist, ich tierisch müde bin und mir kalt ist (trotz des DIY-Regenponchos aus einer Mülltüte) beschließe ich, nach Hause zu gehen. Bis nächstes Jahr.
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