Mittwoch, 13. Mai 2026

Film der Woche#677: Na srebrnym globie (1988)

In Deutschland bekannt als "Der Silberne Planet", international bekannt als "On the Silver Globe" - was auch dem Originaltitel entspricht.

Wir befinden uns in weiter entfernter Zukunft auf einem fremden Planeten, der jedoch scheinbar von Menschen bewohnt wird. Zwei Astronauten von der Erde kriegen von den Einheimischen (die wie post-apokalyptische amerikanische Ureinwohner gekleidet sind und nicht wirklich reden können) eine Diskette mit Aufnahmen überreicht. Darauf sind Aufzeichnungen von einem irdischen Astronauten namens Jerzy (Jerzy Trela). Vor ca. 50-60 Jahren ist sein Raumschiff, welches ihn als auch die Kollegen Marta (Elżbieta Karkoszka) und Piotr (Jerzy Gralek) transportierte, auf diesem unbekannten Planeten abgestürzt. Ein weiterer Astronaut verstirbt. Jerzy nimmt alles Geschehene mit einer Kamera auf und

erstellt so eine Art Tagebuch. Die drei Erdlinge werden zu Gründern einer neuen (einer auf Inzest basierten lol) Gesellschaft. Die Atmosphäre sorgt dafür dass die neugeborenen Kinder wesentlich schneller wachsen. Einzig Jerzy altert langsamer als die anderen und wird dafür bewundert. Alle fragen sich, wieso er nicht stirbt. Die Gesellschaft die hier entstanden ist, ist eine die auf heidnischen/okkulten Glauben basiert. Rituale und Tänze bestimmen den Alltag - außerdem werden die Menschen immer dümmer weil ihre eigene Geschichte nicht überliefert wurde. Jerzy schickt das von ihm erstellte Video-Tagebuch zur Erde. Jahre später taucht ein weiterer irdischer Astronaut auf dem Planeten auf - Marek (Andrzej Seweryn) und wird prompt von den Einheimischen für einen Messias gehalten. Die Gesellschaft, in welcher er nun angekommen ist, ist eine die auf blutigen Ritualen und Gewalt basiert. Es besteht eine Art heidnischer Religion mitsamt Tempel unter der Erde.

Es ist schwierig nachzuvollziehen, was genau wann passiert. So fand ich es relativ anstrengend zu verstehen ob die Handlung zu einem Zeitpunkt auf der Erde spielt oder doch auf dem fremden Planeten. Das liegt auch daran, dass im Film Rückblicke zu sehen sind. So ist es für mich schwierig zu verstehen ob Jerzy die Videoaufnahmen auf die Erde geschickt hat - während diese von einem Stamm stummer indigener Menschen aufgefunden werden. Das klingt fast so als ob die Gesellschaft der zukünftigen Erde sich rückentwickelt hat - und die Astronauten die zu dem fremden Planeten gereist sind eben dieses Wissen mitgenommen und darauf die neue Gesellschaft aufgebaut haben. "Na srebrnym globie" ist eine düstere Parabel über das Wesen des Menschen: Dieser kehrt immer wieder zu Gewalt zurück, huldigt irgendwelche Messiase an und erschlägt sie mit Steinen, kreuzigt sie wenn sie doch nicht "die wahren Messiase" sind. Auch der Drang, das Fremde, das Andere, das anders aussehende zu bekämpfen, zu unterdrücken und zu zerstören ist hier zu sehen. Der Autor der Vorlage war Jerzy Żuławski, der Großonkel des Regisseurs Andrzej Żuławski. Ursprünglich ging es um eine Reise zum Mond - hier geht es um einen anderen Planeten. Und eigentlich hat er mit der Produktion des Films im Jahre 1977 angefangen. Allerdings hat der Vize-Kulturminister Janusz Wilhelmi diese angehalten. Grund: Angeblich zu hohe Kosten und geringe Effizienz. Aber eigentlich ging es um den regimekritischen Aspekt des Films. So wurden nicht nur die Dreharbeiten angehalten - auch sämtliche Requisite wurden zerstört. Einige wurden von mehreren Schauspielern in ihren Wohnung und privaten Lagern gehalten. Erst nach der Beendigung des Kriegszustandes in der Volksrepublik Polen konnte Żuławski mit dem Film fortfahren. Allerdings war dieser erst zu 80% fertig und so hat Żuławski anstelle der fehlenden Szenen, Aufnahmen von Warszawa und Kraków der 1980er Jahre eingefügt. Darüber hat er die Inhalte der Szenen gesprochen. "Na srebrnym Globie" wurde unter anderem am baltischen Meer, in der mongolischen Wüste Gobi, im Kaukasus, in Police, in Niederschlesien, Kaukasus als auch in Kraków und in der Salzmine Wieliczka gefilmt. Ich selbst war in Wieliczka als auch im jüdischen Viertel Kazimierz. Meiner Meinung nach ist der Friedhof hinter der Remuh-Synagoge einmal zu sehen - es kann natürlich sein, dass ich mich irre.

Ein wirklich monumentales, philosophisches Werk. Voll mit Fragen über das Leben, Liebe, Hass und dem Sinn des Lebens an sich. Diese werden meistens in Wutanfällen vor sich her geschrien. Das Make-Up und die Gestaltung der Kostüme als auch der Umgebung ist fantastisch. Tatsächlich hat man hier ganz großes Recycling betrieben und einige Kostüme aus Stoffresten und Müll zusammen gebastelt. Wenn man den Film allerdings auf Polnisch mit englischen Untertiteln anguckt, steht man allerdings vor einer Herausforderung. Diese sind nämlich voll mit relativ unumgänglichen Begriffen, die man erstmal verstehen muss. Mir gefällt auch die Dynamik. Alles ist so exorbitant irre, manisch und fanatisch. Und zwar sowohl die "Ureinwohner" als auch die Erdlinge. Der Film erfordert allerdings viel Konzentration. Wahrlich fantastisch.

10/10 Pfandflaschen
Trailer:



Dienstag, 12. Mai 2026

Comic Book Review#675: Godzilla vs. Hulk (2025)

Nach den Fantastic Four kommt nun der Hulk.

Diesmal spielt die Story irgendwann Ende der 1970er Jahre. Wir haben es allerdings immer noch mit dem Showa-Ära-Godzilla zu tun, also quasi derselben Riesenechse wie im "Godzilla vs. The Fantastic Four"-Comic. Zumindest sieht sie genauso aus. Die Handlung spielt sich ab in San Antonio (Texas), genauer gesagt auf der "Thunderbolt Ranch", also einer militärischen Forschungseinrichtung unter Leitung von General Thaddeus "Thunderbolt" Ross. Gerüchten zufolge soll tief unter der Erde der Hulk

und andere Monster gefangen sein. Allerdings gilt der Hulk als tot. Statt dem Hulk treffen wir allerdings auf Dr. Bruce Banner als auch Dr. Demonicus (dessen Gesicht entstellt und er eine Maske tragen muss). Demonicus arbeitet an einem Sarkophag, dessen Aufgabe die Gefangennahme von Godzilla sein soll. Um den Kaiju zu fangen manipuliert man Kumonga, die Riesenspinne, mit einem hochentwickelten technischen Gerät, damit dieser die Riesenmotte Mothra angreift. Godzilla, der sozusagen ein Freund Mothras ist, wird von ihren Schmerzen angezogen und eilt zur Hilfe. Daraufhin greifen Banner und Demonicus mit zwei restaurierten Mechagodzillas an. Doch als als das nicht hilft, zeigt Demonicus sein wahres Gesicht. Der "Sarkophag" ist in Wirklichkeit ein künstliches Ei. Darin wächst ein neues Monster, dass aus vielen verschiedenen DNAs zusammengeklumpt wurde: Hedorah. Der riesige, unförmige Haufen von Monster soll nun Godzilla besiegen und am Ende äh das Gleichgewicht auf der Welt wieder herstellen. Banner ist nicht gerade begeistert darüber, dass Demonicus gelogen hat. Dadurch und weil die Schmerzen beim Aufprall des Mechagodzilla so schwer sind, verwandelt er sich in den Hulk. Der grüne Hüne möchte nun Godzilla helfen. Normal.

Was soll eigentlich das "vs." im Titel? Liegts vielleicht daran, dass zuerst Dr. Banner gegen Godzilla gekämpft hat und Banner ja eigentlich Hulk ist? I don't know. Jedenfalls besteht die Story nicht nur aus Monsterkloppe sondern von durchaus realistisch dargestellten Allmachtphantasien eines entstellten Wissenschaftlers und naja auch eines US-Generals der glaubt auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Alles vernichten oder irgendwie unter die eigene Kontrolle stellen. Koste es was wolle. Das passiert, wenn man Geschäfte mit Wahnsinnigen macht. Sonst ist die Geschichte ziemlich...cool. Hulk hilft Godzilla, Hulk hilft der riesigen Spinne. Godzilla kämpft gegen Hedorah. Und ja die Gammastrahlen haben auch einiges zu bieten hier. Ich mag auch den modernen Touch der Zeichnungen. Dafür, dass das hier in den 1970ern spielt, sieht es trotzdem ganz schön modern aus. Weil es einfach die moderne Art und Weise zu zeichnen ist. Offensichtlich. So könnte es genauso in der heutigen Zeit spielen. Militäruniformen bzw. Uniformen von Minion-Wissenschaftlern in riesigen Bunkeranlagen sehen heutzutage eigentlich genauso aus. Wie auch immer. Ich fand die Story interessant und amüsant. 

Made by Gerry Duggan, Giuseppe Camuncoli
8/10 Pfandflaschen
Hier ein Video dazu von DopeSpill Comics:


Montag, 11. Mai 2026

Album der Woche#679: Gorguts - The Erosion of Sanity (1993)

"The light of life, through his syringe glows
Soon, in the veins the soul will flow
Injections in a body once deceased
Re-animates
The flesh-made puzzle soon will start to breathe
Regenerate"
(aus "With Their Flesh, He'll Create")

Zweites Album der kanadischen Death Metal Größen Gorguts, welches zufälligerweise zu dem Zeitpunkt rausgekommen ist, als das Genre als "abgeschrieben" galt. So wurden sie nach dem Release vom Label Roadrunner Records fallen gelassen. Trotzdem gilt dieses Album mittlerweile als Klassiker. Und ich verstehe auch warum.

"The Erosion of Sanity" bietet all das was Death Metal alter Schule zu Beginn der 1990er zu bieten

hatte. Obskure Texte voll mit ganz und gar nicht stumpfer Ausdrucksweise, die sich einfach nur brutal anhören. Beispielsweise geht es in "Orphans of Sickness" um Handel mit Organen von Kindern. Growliger Gesang vom mittlerweile einzigen Originalmitglied Luc Lemay. Ein absolutes Geschwader an Riffs, Gitarrensoli und sehr wenig Blastbeats. Man wechselt sehr oft den Takt, vor allem in einem Song. Es werden "untypische" Instrumente wie Klavier (naja eigentlich nur Klavier) eingesetzt. Dazu noch das detailierte Albumcover von Dan Seangrave (u.a. Suffocations "Effigy of the Forgotten") und alles ist beinahe perfekt.

Gorguts schaffen es, gleichzeitig brutal und ziemlich nasty zu klingen ohne jedoch in absolut grenzdebile stumpfe Häfen der Death Metal'schen Irrelevanz zu segeln. Das ist wohl dieser technischer Death Metal den so bärtige Metal-Nerds so abfeiern. Das ist ein sehr fleischiger Schinken. Ich meine, eine sehr fleischige Scheibe. Ich meine, sehr fleischiger Death Metal.

Anspieltipps: Condemned To Obscurity, The Erosion of Sanity, Dormant Misery
8,5/10 Pfandflaschen


Donnerstag, 7. Mai 2026

Film der Woche#676: Texas Chainsaw Double Feature!

Allrighty then. Wir haben ja schon mehrfach mit Leatherface und seiner kannibalischen Familie zu tun gehabt. Zuerst im Original von Tobe Hooper, dann der völlig batshit insane gegangenen Fortsetzung (ebenfalls von Tobe Hooper). Dann natürlich der dritte Teil der irgendwie heraussticht und irgendwie eine Fortsetzung ist. Und natürlich hatten wir diesen äh Sequel oder wahlweise betrachtet ersten Reboot mit einem völlig meschugge gegangenen Matthew McConaughey und Reneé Zellweger. Nun sind wir bei den beiden Filmen angekommen die von Michael Bay produziert wurden. Es handelt sich um einen neuen Remake und einen Prequel dazu. Ich empfehle tatsächlich, den Prequel als zweites zu sehen weil man sich sonst spoilert. Aber naja, eigentlich sind gewisse Dinge im ersten Teil sowieso schon klar ersichtlich. Von daher, macht was ihr wollt.

The Texas Chainsaw Massacre (2003)

Dieser Film spielt nicht in der Gegenwart sondern genauso wie das Original im Jahre 1974. Eine Gruppe Jugendlicher, die quer durch die USA reisen (oder zumindest macht es den Anschein) um ein Konzert von Lynyrd Skynyrd zu sein ist grade aus Mexiko gekommen. Tatsächlich führen sie ein ganzes Kilogramm Gras mit sich, dass sie später verkaufen wollen. Das weiß allerdings nur ein Teil der Gruppe. Die Gruppe besteht aus Erin (Jessica Biel), ihren Freund Kemper (Eric Balfour), ihren Bruder

Morgan (Jonathan Tucker) als auch den frisch verliebten Pepper (Erica Leerhsen) und Andy (Mike Vogel). Zusammen sind sie in Kempers Hippie-Wagen unterwegs in Texas als sie ganz plötzlich halten müssen weil eine Frau dicht am Straßenrand entlangläuft. Sie nehmen sie per Anhalter mit. Die Frau (Lauren Christine German) sieht sehr mitgenommen aus. Ihr wurde offensichtlich schwerste Gewalt angetan. Als sie merkt, dass das Auto in eine ihr (leider) bekannte Umgebung fährt gerät sie in Panik und schreit. Kurzerhand zieht sie von irgendwo aus ihrem Kleid einen Revolver und schießt sich in den Kopf. Nun ist die Gruppe drauf angewiesen ihren Leichnahm bei den zuständigen Stellen zu melden. So geraten sie durch einen Tankstellenshop an den örtlichen Sheriff Hoyt (R. Lee Ermey auch bekannt als Gunnery Sgt. Hartman aka "Ihr werdet mich nicht mögen weil ich hart bin" aus Full Metal Jacket). Es stellt sich heraus, dass der Sheriff teil der eben bekannten und gefürchteten Kannibalenfamilie ist - einer deren Söhne ist der ebenfalls nicht unbekannte Leatherface der Masken aus Menschengesichtern näht und sie trägt. Und natürlich eine Kettensäge schwingt. Der harmlose Ausflug wird zu einem Kampf ums Überleben. 

Ja. Was soll ich sagen. Nach heutigen Standards: Ein bisschen arg eklig, viel Gore und wenig Grusel. Aber viel Ekel. Ehrlich jetzt. Man spart sich das "trashige" direkt und kommt zu einer sehr stumpfen und überhaupt nicht witzigen Gewaltorgie. Es wird nur so geschlachtet, alles ist irgendwie im dunkelgrau gehalten. Und am Ende überlebt natürlich eine einzige Person. Das "Final Girl". Ihr könnt euch ja denken, wer das ist. Sheriff Hoyt ist dabei der widerlichste Character überhaupt. Und zwar so sehr, dass man ihn wirklich hasst und sich darüber freut wenn er eins auf die Nüsse kriegt. Es ist ein "moderner" Aufguss eines Klassikers. "Modern" heißt hier allerdings Folterpornohorrorfilme wie "Saw" bzw. dessen Fortsetzungen. Ich stehe nicht auf diese Art von Horrorfilmen. Ich mag es zwar wenn der Bösewicht auf die Nüsse kriegt - aber der Weg dahin ist ein äußerst schwieriger. Unangenehm, ekelhaft, stumpf und macht ehrlich gesagt auch nicht wirklich Spaß. Viel geiler fände ich übrigens wenn die Musik von der Soundtrack-CD hier auch wirklich vorkommen würde: Static-X, Mushroomhead, Motograter usw. usf. Eben typischer Nu Metal Soundtrack von Horrorfilmen der 2000er Jahre. Das hätte den Film vllt. minimal besser gemacht. Naja, was soll's.

3/10 Pfandflaschen
Trailer: 



The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning (2006)

Nun sind wir also bei der Vorgeschichte zum vorherigen Film angekommen. Ich liebe ja Vorgeschichten und ich finde diese hier durchaus nicht uninteressant. Die Ausführung macht es allerdings etwas schwerer den Film irgendwie gut zu finden.

Zunächst befinden wir uns im Jahre 1939 in Texas. Eine schwangere, sichtlich überarbeitete Mitarbeiterin eines Schlachthofs bringt ein Kind zur Welt, während ihrer Schicht. Der vom Anblick des Kindes angewiderte Schichtleiter schmeißt das Kind in die Mülltonne. Kurze Zeit später wird es von Luda Mae Hewitt aus der Tonne geholt und als Sohn aufgenommen. Dreißig Jahre später, im Jahre 1969 (also vier Jahre vor dem vorherigen Film), lebt das Kind unter dem Namen Thomas (Andrew

Bryniarsky) bei der Familie Sawyer. Sein Gesicht ist mißgebildet und er arbeitet als Schlachter im selben Schlachthof dessen Schichtleiter ihn einst als Baby in die Mülltonne geschmissen hat (!). Doch die Zeiten sind vorbei. Der Schlachthof wird geschlossen, die Kleinstadt stirbt langsam aus. Als Thomas sich weigert zu gehen, wird der Schichtleiter sauer - sodass Thomas ihn umbringt. Als Thomas' Onkel Charlie (R. Lee Ermey) vom Sheriff Hoyt abgeholt wird um die Situation zu beschwichtigen, eskaliert diese hingegen noch weiter. Charlie bringt Sheriff Hoyt um und nimmt seine Identität an. Da bis auf die Familie niemand mehr in der Stadt/Dorf wohnt und sie der Hunger treibt, stellt der "neue" Sheriff Hoyt die Ernährung seiner Familie um - auf Menschenfleisch. Achja, "Hoyt" wohnt zusammen mit seinem adoptierten Neffen Thomas und seinen Adoptiveltern: Luda und Monty. Zufälligerweise (wie im ersten Film auch) sind zwei Pärchen grade in Texas unterwegs. Die beiden Brüder Dean (Taylor Handley) und Eric (Matt Bomer) zusammen mit ihren Freundinnen Chrissie (Jordana Brewster) und Bailey (Diora Baird). Eric macht grade Fronturlaub und bald geht es zurück nach Vietnam. Er will seinen Bruder mitnehmen, doch dieser will den Wehrdienst verweigern.

Nun. Ich finde Vorgeschichten grundsätzlich interessant. So ist es auch hier. ich fand's interessant zu erfahren, dass Sheriff Hoyt sich eine andere Identität angeeignet hat. Ich dachte früher mal, dass er ein "einfacher" degenerierter war. Ich mein, das ist er auch, aber er war nie ein Sheriff. Jedenfalls ist die Backstory von Leatherface (aka Thomas Hewitt) gar nicht mal uninteressant. Ein "hässlicher" Außenseiter mit entstellten Gesicht, den niemand verstanden hat wächst unter Psychopathen auf und liefert ihnen Menschenfleisch. So weit, so okay. Alles andere ist wirklich brutalster brutalinsky-gore und splatter und gore und splatter und jede Menge Sadismus. R. Lee Ermey lässt hier wirklich den Drill Instructor raushängen - nur auf eine besonders widerliche Art und Weise. Im ersten Film gab es einen witzigen Moment: Leatherfaces Arm wurde abgehackt und er sah dann zu wie eben jener Arm sich auf dem Boden zusammen mit der angemachten Kettensäge dreht. Hier gibt es auch einen witzigen Moment: Montys Beine werden abgehackt, aus chirurgischen Gründen, weil ihn ins Knie geschossen wurde. Aber wieso beide Beine? Sheriff Hoyts Begründung: "Symmetrie?". Ansonsten ist der Film grade mal so genießbar - vllt. nur wegen der nicht-crazy Charaktere. Meine Fresse, ist das hohl.

4/10 Pfandflaschen
Trailer: