Kann mich grob daran erinnern, viel über diese Band gelesen zu haben - als auch das Gitarrist Dylan Carlson in den Schlagzeilen war, weil er das Gewehr besorgt mit welchem Kurt Cobain sich erschossen hat. Aber darum geht's hier nicht. Auch nicht, dass Earth sich letztens (Ende Januar 2026) in Italien geweigert haben neben einer Palästina-Fahne zu spielen, ich das begrüßt habe und dumme Kommentare
abbekommen habe. Darum geht's nicht. Diesmal geht es um das fünfte Album von Earth namens "The Bees Made Honey in the Lion's Skull". Ich habe seltsamerweise den Titel falsch in Erinneung gehabt und habe irrtümlicherweise geglaubt, es würde sich um einen Bären- und nicht um einen Löwenschädel handeln.
Der Titel ist ein Bezug auf eine Zeile im "Buch der Richter" im Alten Testament. Darin hat Samson einen Löwen geschlachtet und hat hinterher gesehen wie Bienen in dessen Schädel angefangen haben Honig auszubreiten. Die Songtitel beziehen sich teilweise auf das Buch "Blood Meridian" von Cormac McCarthy.
Da ich zwar viel über Earth gelesen habe, aber bis jetzt nicht wirklich das Vergnügen hatte, mir die Band anzuhören war ich doch ziemlich überrascht. Ich erwartete eine Art Hybrid aus Doom Metal, Sludge und Grunge. Was ich stattdessen bekommen habe waren Songs mit Überlänge, die zwar ein wenig das Doom Metal Feeling rübergebracht haben, allerdings ohne schwere langatmige Riffs. Und auch ohne Gesang. Ich habe mich beim Anhören gefühlt, als würde ich den Soundtrack zu "They Live" anhören. Als würden sich die Menschen um mich herum als Nicht-Menschen entpuppen und als wäre alles irgendwie da aber auch nicht. Wenn ich ehrlich bin, lässt sich das schwer einsortieren. Ich nenne es "Undoomed Metal". Es sind dieselben Merkmale da, es ist progressiv, monoton und irgendwie auch langatmig. Allerdings fehlen jegliche Kontexte zum Weltuntergang, Cannabis oder irgendeiner Art von Depression geschweige denn irgendwelche Referenzen zu Sabbath, Pentagram usw. Im Grunde genommen ist es leicht schwere (aber nicht zu schwere) langatmige Rockmusik - die eine Hammond Orgel inkludiert und ein elektrisches Piano. Interessante Sache, das. Wirklich sehr interessant. Und unglaublich entspannend.
Anspieltipps: Miami Morning Coming Down II (Shine), Hung From The Moon
Hallo und herzlich willkommen zum nächsten Teil der "Justice League Double Feature"-Reviewreihe. Hier ist Teil 5. Tatsächlich sind in der Zwischenzeit einige neue Filme rausgekommen und naja, ich kann wohl nicht anders. Here we go again.
14. Justice League x RWBY: Super Heroes & Huntsmen, Part One (2023)
Der nächste JL-Film ist tatsächlich eine Comicverfilmung (wer hätte das gedacht?). Allerdings von einem Crossover mit RWBY, einer Animeserie. Es ist ein Zweiteiler, den es auch als Gesamtausgabe zu sehen gibt. Ich hätte allerdings die Gesamtausgabe nicht ausgehalten, deswegen habe ich mir erstmal den ersten Teil reingezogen. Holy moly.
Die RWBY, das sind Ruby Rose (Lindsay Jones), Weiss Schnee (Kara Eberle), Blake Belladona (Arryn Zech) und Yang Xiao Long (Barbara Dunkelman). Es handelt sich dabei um vier Jugendliche, die auf der fiktiven Welt von Remnant leben und dort trainieren um "Jäger" bzw. "Jägerinnen" zu werden um ihre Welt vor sogenannten "Grimm" (so großen Monstern) zu beschützen. Auf dieser Welt gibt es lauter Furries Menschen mit Tiereigenschaften, eine große Schule die eben diese Jäger und Jägerinnen ausbildet und noch viel viel mehr. Jedenfalls landet durch puren Zufall Superman (Chandler Riggs) dort - allerdings in Gestalt eines Teenagers. Mitten im Kampf, einfach so. Nach und nach stellt man fest,
dass auch andere Helden der JL ebenfalls dort gelandet sind. Bruce Wayne aka Batman (Nat Wolff) verfügt nun über Flügel, Green Lantern Jessica Cruz (Jeannie Tirado) hat ihren Ring verloren, Mari McCabe aka Vixen (Ozioma Akagha) hat nun einen tierischen Schwanz und äh Diana/Wonder Woman (Natalie Alyn Lind), Cyborg Victor Stone (Tru Valentino) und Flash aka Barry Allen (David Errigo Jr.) sind auch da. Gemeinsam gähn schmieden sie ein Team-Up mit RWBY um äh dann festzustellen, dass diese Welt scheinbar nur eine Illusion ist. Es ist eine digitale Simulation vom Remnant und irgendjemand hat beide Teams zusammengebracht, mit welchem Zweck auch immer.
Aufgrund des Posters habe ich irgendwas anderes erwartet. Dachte mir, dass die RWBY-Charaktere im Anime-Style gezeichnet sind, der Rest aber nicht. Doch weit gefehlt. Es ist ein CGI-Anime, die Bewegungen sind höllisch unnatürlich, die Charaktere einfach potthässlich. Alles fühlt sich an wie ein Videogame mit typischen Gitarrensoundtrack für die Boss-Fights zwischendrin. Und ich meine nicht ein Videospiel für die PS5 oder so, nein nein. Eher für ein Handyspiel, die Werbung wofür man bei seiner Sprachlern-App einfach nicht wegwischen kann. Das wollte ich auch die ganze Zeit tun, als ich den Film gesehen habe. Alles einfach wegwischen. Ich fand das höllisch anspruchslos und darum anstrengend. DC-Superhelden, die zufällig auf einer anderen Welt landen, plötzlich Teenager sind und sich mit einem anderen ungewöhnlichen Team zusammen tun müssen. Dabei ist alles alles andere als ungewöhnlich und einfach nur höllisch generic. Generic plot, generic voice acting, generic animation. Ich verstehe nicht, was man daran irgendwie besonders finden soll. Bruce Wayne als jugendlicher Batman ist dabei mit das allerschlimmste glaube ich. Naja, was soll's. Nächste Woche ist der zweite Film dran. Mal gucken, was dabei für mich rauskommt. Wahrscheinlich nichts gutes.
1/10 Pfandflaschen
Trailer:
15. Justice League: Warworld (2023)
Wieder einmal greift man auf das Szenario "DC-Helden landen in einer merkwürdigen Parallelwelt" zurück. Diesmal ist es jedoch nicht ganz so einfach.
Wonder Woman Diana Prince (Stana Katic), Batman Bruce Wayne (Jensen Ackles) und Superman Clark Kent (Darren Criss) finden sich auf drei verschiedenen Welten wieder. Den Anfang macht Wonder Woman die urplötzlich in einer Art Wilder Westen Simulation ist und dort gegen Jonah Hex kämpft. Der Revolverheld ist dort tatsächlich ein Bösewicht (im Gegensatz zu sonst) und unterdrückt die hiesige Bevölkerung die sich geweigert hat irgendwelches Schutzgeld zu bezahlen. WW stellt sich selbstverständlich auf die Seite der Menschen, die sich in einem zerstörten Gebäude verschanzt haben. Die nächste Episode handelt von Batman der in der Fantasy-Welt von Skartaris als Söldner tätig war, um den Herrscher Warlord auszuschalten. Dieser nimmt Batman jedoch gefangen, damit er ihn als Sklave dient. Batsy überzeugt ihn allerdings, dass er noch von Nutzen sein kann und so reisen sie gemeinsam zu der Festung des Zauberers Deimos (der in dem Szenario Batman beauftragt hat) um ihn das Handwerk zu legen. Batman soll dafür jede Menge Goldmünzen bekommen. In der letzten Episode finden wir uns in einer 1950er Sci-Fi-Noir-Welt wieder. Clark Kent ist ein Agent der zusammen mit seinem Kollegen Faraday einen geheimnisvollen Fall einer UFO-Landung untersucht. Es stellt sich heraus, dass weiße Marsianer auf der Erde gelandet sind und der letzte grüne Marsianer (J'Onn J'Onnz) von ihnen gefangen genommen wurde - dieser ist auch für die Erschaffung der fiktiven Welten verantwortlich. Er wurde von einem Bösewicht namens Mongul dazu gezwungen - folglich wanderten Batman, Superman und Wonder Woman in den fiktiven Wild West/Fantasy/Sci-Fi-Noir Welten umher und kämpften, ohne zu wissen dass das alles Fiktion ist. Alles findet auf einem künstlich erzeugten Planeten namens Warworld statt.
Warworld funktioniert als Episodenfilm doch ganz gut. Allerdings hat man hinterher das Gefühl dass die besagten Episoden doch ein wenig kurz sind und man durchaus mehr draus hätte machen können. Insbesondere Batmans Ausflug nach Skartaris ist richtig cool und ich hätte Bock gehabt zu sehen wie es weiter geht. Es ist alles eine skurrille Mischung aus Italo-Western, Conan like Fantasy und schwarz/weiß Sci-Fi Filmen. Nur um am Ende zu zeigen, dass alles gar nicht echt ist. Tatsächlich wären drei einzelne Filme doch ganz geil gewesen. Mal wieder zeigt sich allerdings, dass wenn die Drehbuchautoren fähig sind, dann funktioniert das. Man kann einen beliebigen Helden in ein beliebiges Szenario packen. Bis es irgendwann zu blöd wird. Jedenfalls ist der Zeichungsstil sehr geil. Ich mag die Rückkehr der kantigen Gesichter. Und im Vergleich zu vorherigen Film ist das hier wirklich große Klasse. Trotzdem hätte man noch mehr draus machen können. Aber ich wiederhole mich.
Wieder mal eine freundliche Leihgabe von Kollegen M. Danke dafür.
Rausgekommen im Jahre 2013 beinhaltet das Band die komplette "The Judge Child" Saga, die ursprünglich 1980 in den Ausgaben 156-181 des britischen Comic Magazins "2000AD" erschienen ist. Worum geht es? Nun, es ist eine definitiv andere Art von Judge Dredd Story. Diesmal geht es um ein Kind. Judge Feyy erzählt auf seinem Totenbett von einem Jungen namens Owen Krysler. Er hat ein Muttermal auf der Stirn, dass eine ähnliche Form hat wie das Symbol der Judges in Mega City One - ein
Adler. Feyy sagt, dass in der Zukunft irgendeine Art von Katastrophe über die Stadt hereinbrechen wird. Und nur dieser Junge wird es verhindern können. Also macht sich Judge Dredd auf den Weg, ihn zu finden. Er wird in einer Sekten-Siedlung festgehalten, von einem Typen namens Faro, der sich eingebildet hat der letzte Nachfahre der alten Ägypter zu sein. Er baute eine Sekte auf, in der sich Müll als Währung, Baumaterial und äh Ideologie durchgesetzt hat. Faro ist der Meinung, Krysler würde ihn in der Nachwelt als Begleiter dienen. Leider schafft Judge Dredd nicht, den Jungen aus den Fängen der Sekte zu befreien. Es kommt zu einem Sklavenaufstand und der Junge verschwindet. So wird ein Suchtrupp aufgestellt, der zu fremden Planeten reist, weil die Spur eben dorthin führt. Auf seiner Reise durch die Galaxis erlebt JD wieder mal äußerst skurrille Sachen. Unter anderem einen Planeten auf welchem Krieg gespielt und im Fernsehen ausgestrahlt wird.
Das ist mal eine Story. Eine, die sich durch 26 Kapitel durchzieht. Es geht um eine Sekte, Sklaverei, merkwürdige Gesellschaften auf fremden Planeten, Roboter die eine eigene Gesellschaft aufgebaut haben. Und natürlich dieses merkwürdige Kind, dass irgendwie in die Zukunft sehen kann. Und vielleicht gar nicht mal so gut ist, wie man es sich am Anfang vorgestellt hat. Irgendwie kann der Junge nicht nur in die Zukunft sehen, sondern die Ereignisse zu seinem Vorteil steuern. Leider ist das Ende irgendwie nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe - andererseits irgendwie doch. Es muss einfach ein gewisses Schema beibehalten werden und dieser Junge passt da irgendwie nicht ganz rein. Am witzigsten fand ich die Episode mit dem fliegenden Händler, der Dredd und andere Judges auf Actionfigurengröße verkleinert und in seinen Koffer gesteckt hat. Man könnte meinen, hier gäbe es so einige Fillerepisoden, aber egal. Es funktioniert. Es ist amüsant, spannend, witzig und stellenweise brutal als auch satirisch. Really good stuff. Gezeichnet wieder mal von Brian Bolland, Mick McMahon und Ron Smith. Geschrieben von John Wagner und Alan Grant.
Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren "Album der Woche". Diesmal haben wir es tatsächlich mit dem ersten Album von The Cure zu tun, welches 1979 veröffentlicht wurde. 2029 wird dieses Album ganze 50 Jahre alt und Sänger Robert Smith wird 70. Zu diesem Zeitpunkt plant er, aufzuhören.
Wir haben es hier, auf diesem Blog, schon mit einigen Cure-Alben zu tun gehabt. Aber niemals mit dem ersten. Irgendwie war es nie in meinem Fokus. Wahrscheinlich weil kaum jemand sich daran erinnern kann oder irgendein Song davon mir bekannt war. Tatsächlich ist Robert Smith (was Bassist Michael Dempsey und Drummer Lol Tolhurst betrifft, weiß ich nicht) insgesamt sehr unzufrieden damit gewesen. Die Plattenfirma hat nämlich entschieden, welche Songs hier drauf erscheinen werden und wie das Albumcover auszusehen hat. Es ist wirklich sehr komisch. Statt irgendwelchen psychedelischen Bildern oder gothisch anmutenden Designs haben wir es mit einer Lampe, einem Staubsauger und einem Kühlschrank zu tun. Dazu noch der Titel "Three Imaginary Boys", der sich wahrscheinlich auf die Band als Trio bezieht. Keine Ahnung.
Auch musikalisch ist das hier ganz schön anders und irgendwie auch seltsam, aber doch unverkennbar The Cure und somit auch gut. Allerdings ist man hier noch etwas weiter entfernt von Begriffen wie "Gothic Rock" oder "Neo Psychedelia". "Three Imaginary Boys" ist definitiv ein äh post-punkiges Power Pop Album, was durchaus aufgeweckt und irgendwie fröhlich klingt. Andererseits jedoch hört man dass Robert Smith zwischendurch seinen Atem holen muss und meiner Meinung nach auch dass die Songs am laufenden Band bzw. während der Aufnahmen der Songs geschrieben wurden. Sie wirken auf mich eher wie fast fertig gebrachte Skizzen. "Fire In Cairo" ist so ein Beispiel. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen einen Song mit dem buchstabierten Titel im Refrain zu füllen. Und zwar "F-I-R-E-I-N-C-A-I-R-O". Es gibt außerdem ein Cover. Jimi Hendrix Experiences "Foxy Lady", das in einer Jam Session entstanden ist. Tatsächlich gar nicht mal so schlecht, nur Michael Dempseys Stimme ist sehr ungewohnt. Wäre es nach der Band gegangen, wäre dieser Song hier gar nicht drauf gewesen. Wiederum andererseits ist "Meathook" ein Song der mit ein paar Verwurstungen wie das spätere Werk "Lovecats" klingen könnte. "Three Imaginary Boys" klingt wie eine etwas ausgereiftere Demo Kassette die deutlich besser produziert ist und trotzdem sehr nach Lo-Fi klingt. Kein Bombast, keine Keyboards, nur eine Mundharmonika als Begleiterscheinung. Irgendwie seltsam und doch faszinierend.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Meathook, Grinding Halt, Fire In Cairo