Donnerstag, 19. März 2026

My Favorite TV-Show: Ash vs Evil Dead

Allrighty, folks. Der Zufall wollte es, dass mein "Ich schaue mir meine DVD-Sammlung"-Zyklus mit meinen "Ich schaue die ganze Zeit Serien"-Zyklus kollidiert ist. So habe ich tatsächlich (mal wieder) die "Evil Dead"-Filmreihe parallel zu "Ash vs Evil Dead" geguckt. Ich wollte der Serie schon länger eine Chance geben, vor ein paar Monaten ist es tatsächlich passiert und ich hab's nicht bereut. Finde es auch tatsächlich schade, dass es bis jetzt keine Fortsetzung gibt. Bruce Campbell meinte mal, das wäre so weil die Einschaltquoten so niedrig waren, weil gefühlt jeder alles illegal gestreamt hat. I don't know. Jedenalls heißt es, dass irgendwann bald eine Zeichentrickfortsetzung kommen soll. Bis jetzt habe ich aber nichts neues darüber gelesen. Anyway, worum geht's?


Ash Williams (Bruce Campbell), der Typ der einst seine Freundin, seine Freunde und seine Schwester in einer Hütte im Wald töten musste weil sie von Dämonen besessen waren, der Typ der ins tiefste Mittelalter gereist ist und dort eine Armee geleitet hat um gegen Untoten zu kämpfen und zurück gekehrt ist, ist ganz schön alt geworden. Man glaubt ihn die Erzählungen über seine Heldentaten nicht - in seiner Heimatstadt ist er als "Ashy Slashy" bekannt und man halt ihn für einen Mörder, der siehe Anfang des Absatzes. Es bleibt ihm nicht viel übrig als in einem Trailer zu wohnen, sich die Haare zu tönen und Fake-Zähne zu tragen. Oh und er arbeitet im Einzelhandel. Genauer gesagt bei der Kette "Value Stop". Dort lernt er den jungen Mitarbeiter Pablo Bolivar (Ray Santiago) kennen und freundet sich mit an. Leider rezitiert Ash im Vollsuff aus dem "Buch der Toten" ("Necronomicon") um eine Frau zu beeindrucken und schon geht der ganze Scheiß wieder von vorne los. Deadites aka Dämonen, die Menschen besessen und Tote die wieder auferstehen. Unter anderem ist Kelly Maxwell (Dana DeLorenzo), eine weitere Mitarbeiterin betroffen. Ihre totgeglaubte Mutter kehrt wieder zurück. Ash und Pablo eilen zu ihrem Haus um zu helfen, weil Ash vermutet dass Kellys Mutter ein Deadite ist. So kommt es, dass die drei zufällig ein Team bilden und irgendwie gemeinsam unterwegs sind um die Menschheit vor den Deadites zu befreien. Komischerweise werden sie von einer mysteriösen Frau (Lucy Lawless) verfolgt, die bzgl. Ash ihre eigenen Ziele verfolgt. 

"Ash vs Evil Dead" ist mehrere Sachen. Trashig, lustig und definitiv politisch inkorrekt. Allerdings mit einem Augenzwinkern. So wird Ash von der Serie durchaus gefeiert allerdings stellt man auch korrekterweise dar, dass dieser Mann sich seit 30 Jahren null weiterentwickelt hat. Er hört immer noch dieselbe Musik, trägt dieselben Klamotten und hat den gleichen Zugang zu Frauen, klopft die gleichen Sprüche wie vor 30 Jahren. Er ist ein Relikt, dass Schwierigkeiten hat sich in der modernen Welt zu adaptieren, kriegt es aber trotzdem irgendwie hin - und rettet am Ende allen den Arsch. Die Serie lässt sich einerseits etwas Zeit beim Erzählen - die Folgen sind mit knapp 24 Minuten trotzdem recht kurz. Das ist optimaler win-win. So wird keine Folge unnötig in die Länge gezogen und beim Suchten der DVD-Box habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass ich ständig mit einem Cliffhanger in Stich gelassen werde. Das wurde tatsächlich nur ein mal getan - am Ende der Serie. Weshalb ich mich doch etwas geärgert habe, dass sie nicht fortgesetzt wurde. Andererseits ist AVSED durchaus ein Nostalgie-Produkt. Und zwar sowohl für 80er-Nostalgiker als auch für die wahren Fans der Serie. Ich hab's genossen und wenn ihr auch Comedy Horror steht, werdet ihr es auch tun. Was ich nicht verstehe ist, wie zum Fick diese Serie bitteschön irgendwie kanonisch sein und sich in das allgemeine Evil-Dead-Franchise einfügen soll. Es hieß nämlich vor einiger Zeit, dass ALLE Evil Dead Filme (also auch das Remake und Evil Dead Rise) in einer Welt spielen. Das halte ich für eine Falschbehauptung. Aber who cares.



Mittwoch, 18. März 2026

Film der Woche#674: The Keep (1983)

Wieder mal ein Film aus den Untiefen meiner gespeicherten Posts auf Instagram, der in meinem Feed meine Aufmerksamkeit erregt hat.

Der 1983 erschienene "The Keep" (auf Deutsch bekannt als "Die unheimliche Macht") erzählt die folgende Geschichte: Wir befinden uns im Jahre 1941. Gebirgsjäger der Wehrmacht, unter Leitung von Kapitän Klaus Woermann (Jürgen Prochnow) kommen in einem rumänischen Dorf an. Ihr Ziel ist es, in

Folge der Operation Barbarossa, den Dinu Pass im Karpatengebirge zu besetzen. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine unbewohnte riesige Zitadelle, von allem nur "die Festung" (The Keep) genannt. Niemand weiß, wieso und weshalb sie vor 500 Jahren erbaut wurde. Bei der Begehung stellen die Wehrmachtssoldaten fest, dass sie scheinbar gebaut wurde um etwas gefangen zu halten, anstelle um Feinde von außen abzuwehren. Zwei Soldaten, von Gier getrieben, entwenden ein Kreuz aus der Zitadelle. Generell befinden sich mehrere Kreuze darin und es heißt, man solle sie niemals entfernen. Sie denken tatsächlich, sie wären aus Silber. Und als sie ihn aus der Wand rausziehen, befreien sie aus Versehen eine uralte dämonische Entität. Schon bald kommt es zu mehreren Todesfällen. Dieses etwas, was befreit wurde, scheint das Leben seiner Opfer wortwörtlich zu konsumieren. Die alarmierte SS, die schon bald auftaucht um die Lage zu inspizieren, vermutet das sowjetische Partisanen am Werk sind. Also lässt Obersturmbannführer Erich Kaempffer (Gabriel Byrne) mehrere Einheimische töten. Als eine geheimnisvolle Inschrift entdeckt wird, holt man auf Anraten eines ortsansäßigen Priesters den jüdischen Professor Dr. Theodore Cuza (Sir Ian McKellen). Dieser ist Experte für altertümliche Sprachen und wird extra aus einem Todeslager hergebracht, zusammen mit seiner Tochter Eva (Alberta Watson). Doch niemand ahnt, wie groß die Macht des Bösen in der Festung ist und was zur Hölle überhaupt entfesselt wurde. Geschweige denn in was für eine Gefahr man sich befindet.

"The Keep" schnitt nicht gerade gut ab an den Kinokassen, unter Fans ist er allerdings Kult. Liegt wahrscheinlich an den großartigen Special Effects von Wally Weevers. Denn die sind wirklich erste Klasse. Die Art und Weise wie das unheimliche Böse dargestellt wird, erinnert mich an "Hellraiser". Zuerst ist da "nichts", dann Knochen, Fleisch, ein Nervensystem und am Ende eine ganze "Person". Die Musik ist außerdem absolut fantastisch. Sie stammt von den Krautrock-Pionieren Tangerine Dream. Die ambientigen Klänge passen hervorragend dazu. Was wirklich stört ist die geringe Lautstärke bei Dialogen, sodass ich ständig lauter machen musste. Auch die Handlung ist...okay. Da holen die Nazis also extra einen jüdischen Professor aus einem KZ um Schriftzeichen zu untersuchen. Der Mann leidet an einer unheilbaren Krankheit, die ihn 20 Jahre älter aussehen lässt. Außerdem ist er 24/7 ordentlich genervt von der Situation, was verständlich ist. Noch merkwürdiger wird es als ein Gegenspieler des Bösen aus Griechenland auftaucht und dann auch noch Eva verführt. Die Idee ist schon irgendwie nicht schlecht, die technische Ausführung ist großartig, die Handlung irgendwie stellenweise doch arg aus den Fingern gesaugt. Ich mein, dass das hier fiktiv ist, verstehe ich. Aber bei Okkultismus und Nazis schellen bei mir die Alarmglocken. Das kann eigentlich nicht gut werden - aber irgendwie kriegt man das hin, es nicht komplett scheiße werden zu lassen. Liegt höchstwahrscheinlich an der visuellen Umsetzung.

6/10 Pfandflaschen
Trailer: 


Dienstag, 17. März 2026

Comic Book Review#672: Justice League vs. Godzilla vs. Kong#1-7 (2024)

Rausgebracht in sieben Ausgaben zwischen Januar und Juli 2024, wenn ich mich recht entsinne. Absoluter No Brainer. Wobei so ganz hohl ist die Reihe nicht, aber meine meine meine Fresse ist das...simpel.


Zuallererst sehen wir wie Clark Kent aka Superman seiner Freundin/Arbeitskollegin Lois Lane einen Antrag machen will. Doch sie werden von niemand geringerem als Godzilla unterbrochen. Der King of the Monsters taucht in Metropolis auf. Wie kommt er dahin? Das erfahren wir in einem Rückblick: Die Legion of Doom, bestehend aus verschiedenen Superbösewichten und angeführt von Lex Luthor schmiedet schon länger Pläne um die Justice League ein für alle mal zu zerstören. Während Superman,
Flash, Green Lantern und Wonder Woman damit abgelenkt einen riesigen kryptonit-geladenen Affen namens Titano ins Gefängnis zu bringen, bricht die Legion of Doom in Supermans "Festung der

Einsamkeit" ein. Toyman, der Bösewicht der einen Knacks mit Spielzeugen und dem Drang alles zu besitzen hat, "wühlt" sich durch Supermans Sachen und findet einen Dreamstone. Ein weiteres Artefakt, eine sogenannte Motherbox katapultiert die Superschurken, kurz nach Ankunft von Supergirl, Hawkgirl, Wonder Woman, Green Lantern und Flash und dem entsprechenden Kampf in eine andere Dimension. Lex Luthor, Black Manta, Toyman, Barda, Gorilla Grodd und ähhabichjemandvergessenisegal landen auf einer anderen Erde - und zwar in einem Dschungel. Dort treffen sie auf (King) Kong und dringend in die Basis der Organisation Monarch ein. So finden sie mehr über die als Titanen bekannten Monster heraus. Toyman nutzt später den Dreamstone um Godzilla und die anderen auf die äh DC-Erde (keine Ahnung welches Universum das ist) zu transportieren. Natürlich mit dem Ziel, sie als Werkzeuge zu benutzen, damit die Justice League ein Ende hat. 

Soweit so gut. Ääääh. Ja. Kein neues Konzept, ganz klar. Wir hatten schon desöfteren in der Comic-Geschichte den Fall: "Superschurke manipuliert Held gegen einen anderen Held und äh am Ende tun sie sich zusammen oder so". Das geschieht hier auch. Wir haben ganz ganz außergewöhnliche Allianzen. Supergirl und Kong, der einen Green Lantern Ring trägt. Alle zusammen gegen Lex Luthor der einen Mechagodzilla steuert. Und natürlich werden die Monster von irgendwas angezogen und folgen einer Spur. Aller Anfang ist schwer. Alles ist irgendwie langsam, zumindest so halbwegs. Doch dann nimmt alles ganz schnell Fahrt auf und irgendwann ist es nur noch Kaiju-Action. Hau drauf. Batman steuert mit Flash und Cyborg einen Bat-Mecha. Die Green Lanterns bilden eine Art Megazord aus ihren Lichtstrahlen. Alle helfen mit: Justice League, die Green Lanterns, die Teen Titans, das Team um Batman herum. Und überall wird gekloppt. Was zum fick. Was für ein absurder No Brainer. Es hat Spaß gemacht. Aber gleichzeitig habe ich mir gedacht? Warum muss unbedingt dieses Crossover existieren? Vielleicht weil DC es einfach kann. Weil Warner Brothers die Rechte an DC hat als auch an dem Legendary Pictures Monsterverse - aus welchem die US-Amerikanische Inkarnation von Godzilla stammt. Wie schon oben erwähnt: Das ist hohl. Aber es macht Spaß. Aber es ist hohl. Mal gucken was Marvel sich in der Hinsicht ausgedacht hat - das sehen wir bald in ein paar Wochen an der gleichen Stelle.

5/10 Pfandflaschen
Made by: 
Brian Buccelatto, Christian Duce, Luis Guerrero
Hier ein Video von Comicstorian:


Montag, 16. März 2026

Album der Woche#676: Pitch Shifter - Submit EP (1992)

"Submit" ist eine EP der britischen Industrial Metal Band Pitch Shifter, die sich später im Laufe ihrer Karriere in Pitchshifter umbenannt hat. Es ist eine Art "Übergangswerk", erschienen zwischen ihren Alben "Industrial" (1991) und "Desensitized" (1993).


Das ist genau die Scheiße, auf die ich Bock hab. Ein Album von ungefähr einer halben Stunde dauer, wenn man die beinahe halbe Stunde Stille nach dem Abschlußtrack "Tendrill" abzieht. Oder eine EP halt. Sei's drum. Man hört Pitch Shifter an, dass sie Godflesh schon ziemlich geil fanden - de facto waren sie und die eben genannte Band Pioniere des Genres Industrial Metal. Bei diesem Werk handelt es sich um eine Art Übersicht über zwei Phasen der Band. Während auf dem ersten Song "Gritter" Sänger J.S. Clayden noch gutturalen Gesang einsetzt, fast schon wie bei einer Death Metal Band, wird dieser beim zweiten Song "Deconstruction" etwas klarer und verständlicher. "New Flesh P.S.I." ist eigentlich nur ein einziges Zitat aus dem Film "Videodrome" von David Cronenberg - "Long live the new flesh".

Pitch Shifter klingen gleichzeitig mechanisch, industriell (höhö) und gleichzeitig organisch. Fast so, als hätte sich ein Haufen Kabel und Schläuche durch einen Menschen gebohrt und ihn gezwungen hat am Leben zu bleiben. Und nun macht er Musik. Oder er arbeitet in einer Fabrik. Das menschliche hieran sind übrigens die Texte. So handelt "Bastardiser" von einem, sagen wir mal, entmutigenden und deprimierenden Gefühl der Ohnmacht. Zumindest macht es auf mich den Eindruck. Sehr eingängiges, Kopfnicken verursachendes, wenn auch leider sehr kurzes Werk. Fühle mich fast als wäre ich so ein Fabrikarbeiter gewesen und hätte jetzt Mittagspause - kann mich aber grade mal so erholen. Und ja, die Vergleiche zu einer gewissen Band mit M sind auch nicht unangebracht. Es ist trotzdem was selbstständiges.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Bastardiser, Gritter, Dry Riser Inlet



Freitag, 13. März 2026

So isses, Musik!#209

Ich reviewe Marlyns Plattensammlung:

Nun, ich bin am Ende angelangt. Tatsächlich habe ich letztens die letzten vier Platten gehört. Ich muss sagen, dass es mir jetzt schwer fällt, darüber zu sprechen. Nicht weil sie scheiße waren oder ich nichts damit anfangen konnte, nein. Viel eher weil es vier Platten von der gleichen Band waren die Fusion Jazz gemacht hat. Es ist nicht so ganz mein Metier bzw. nicht wirklich ein Genre in welchem ich mich
ich habe danach die Kamera-Linse geputzt, ich schwöre

auskenne. Es war ein tatsächlich großartiges Erlebnis - allerdings habe ich jede Platte nur ein Mal gehört. Im Gegensatz zu einem "Album der Woche", dass ich zig mal in der Woche höre um mir ein Bild davon zu machen. Darum wird es diesmal kein Review geben sondern einen super kurzen Überblick darüber. Ich kann nur eins sagen: Es war wirklich super geil und ich find's schwierig das in Worte zu packen. Aber worum geht es eigentlich?

Es geht mir um vier Platten der Fusion Jazz Legenden Weather Report. Die Band bestand von 1970-1986 und hatte ganze 25 ehemalige Mitglieder. Also, es waren nicht 25 Menschen gleichzeitig in der Band sondern das Line-Up durchlebte 25 Musiker. Während ihrer Karriere experimentierten WR auch mit "Weltmusik" als auch R&B. Nun, ich habe mich also entschlossen das ganze nicht zu reviewen. Weil mein Review dem Ganzen nicht gerecht werden wird. Daher zähle ich hier mal auf um was für Alben es sich überhaupt handelt und ihr kriegt ein Bild und ein paar Links dazu. Deal? Deal. Okay. Das erste Album das ich gehört habe war das vierte von WR namens "Mysterious Traveler" von 1974. Als nächstes dann das von "ethnischer Musik" beeinflusstes "Black Market" von 1976. Darafhin das Live-Album "8:30" von 1979. Und schließlich "Mr. Gone" von 1978. Ich vermute mal, dass der Bösewicht "Mr. Gone" aus "The Maxx" danach benannt wurde. Bin mir aber nicht sicher. Was diese Alben auf jeden Fall eint ist sowohl der Hang zum Experimentieren, absolute Weirdness und Virtuosität als auch vollkommen skurrille Albumcover - zumindest größtenteils. Großartige Sache, diese.

Ab in den .mp3-Himmel:

Und nun geht's weiter. Der nächste Ordner steht an. Er heißt

- Einzelne Songs 2

Hierbei handelt es sich um "Restbestände" von alten .mp3-Playern und lauter Zeug, dass sich in den Jahren angesammelt hat. 

Der erste Unterordner heißt dabei "Aufnahmen".  Ich hatte früher mal einen kleinen .mp3-Player von Philips womit ich auch Sachen aufnehmen konnte. So fand ich hier lauter kleine "ach scheiße"-Schnipsel weil ich wieder mal aus Versehen den Aufnahme-Knopf gedrückt habe. Oder irgendwelche Impressionen aus dem Alltag, 2-3 Sekunden von meiner Oma die sagt dass sie irgendwas eingekauft hat als auch eine halbe russische Comedy-Sendung die ich am Fernseher aufgenommen habe. Für andere Datenmüll, für mich irgendwie teilweise auch. Aber irgendwie kann ich das nicht löschen.

Weiter geht's mit "Batcave, Darkwave, Deathrock". Ich hatte irgendwann mal eine neugierige Phase und habe mir mit Limewire oder Soulseek lauter Musik geholt, die ich bis dato nicht kannte. So kommt es das ich bis heute eine kleine Menge an Songs von Alien Sex Fiend (wie zum Beispiel "I Walk The Line" oder "Dead and Buried") habe. Natürlich sind hier auch so Sachen, die gar nicht unter das Motto fallen. Also, Joy Division und The Cure natürlich. Aber auch "Steeple Walls" von Voodoo Church, "Devil Child" von The Deep Eynde. Ein Live-Cover von Danzigs "Mother" von The Independents. Da wäre noch dieser eine Ordner mit lauter Songs, die unbenannt sind. Ich wusste jahrelang nicht, was das alles überhaupt ist. Zum Glück kann man heute alles "shazamen". So weiß ich jetzt dass es "Ghostdance" von Dupont ist oder "Churist" von Wumpscut. Der allermieseste Unterordner hier ist übrigens "Der Fluch". Dabei handelt es sich um ein Nebenprojekt von Deutscher W, den Sänger der deutschsprachigen Punkband OHL, die sich selbst als "radikal liberal" bezeichnet. OHL war ja schon teilweise des Kringelismus mächtig, so steigert sich "Der Fluch" noch weiter. Es ist quasi das gleiche nur als "Goth"-Band. Der Song über "Rattengift" ist damals schon hohl gewesen und es ist heute immer noch. "In Odio Veritas" ist dabei das allerschlimmste und allerdümmste Lied was ich in diesem Ordner gehört habe. Ehrlich.

Nach A und B kommt also C wie "Country". Ich finde hier ein paar Songs einer Outlaw Country Band namens "So Fucking What" (mit deren Sound ich gar nichts mehr anfangen kann), "Ghostriders in the sky" von Outlaws so wie ein paar Songs von Hank III (den Enkel von Hank Williams) und natürlich Johnny Cash. Fun Fact: Johannes Bargeld hat tatsächlich mal Songs auf Deutsch komponiert, die im Nachkriegsdeutschland veröffentlicht wurden. So wurde aus "Walk the Line" "Wer kennt den Weg". Irgendwie süß, das ganze. Achja und nicht vergessen: In diesem Ordner sind auch die großartigen Hack Mack Jackson mit ihren Song "Senorita Margherita". Ich war damals so begeistert davon und ging auf eins ihrer Konzerte im Immerhin, Würzburg. Es kann gut sein, dass es dieser einer Abend gewesen ist, als ich die Immerhin'sche Toilette vollgekotzt hab und grade mal so den Weg nach Hause gefunden habe. Scheiße war das schlimmt. Ist aber schon mehr als 15 Jahre her, von daher - halb so schlimm.

Nach C kommt kein D, kein E und auch kein F sondern direkt "G" wie "Gothabilly". Ein Nischengenre in einem Nischengenre. Eine Art Fusion aus Goth-Sounds und Psychobilly. Etwas langsamer, düsterer und mit tieferer Stimme. Ich danke hiermit Robert, knapp zwanzig Jahre später, fürs Zeigen per ICQ Messenger. Im Ordner finde ich Cult of the Psychic Fetus, Miguel and the Living Dead und The Ghastly Ones. Fantastisch.

Mein "Hard Rock" Ordner ist leider nicht so breit gefächert, wie der nächste (den ich erst in zwei Wochen reviewen werde). Was finde ich hier vor? Blue Öyster Cult mit "Don't Fear The Reaper", "Vengeance" und "The Black and Silver". "Dead Moon Night" von den großartigen Dead Moon. "Heavy Metal" vom großartigen Don Felder (aus dem Soundtrack zum gleichnamigen Film). "Don't Stop Me Now" von Queen und "Hot Patootie" von Meat Loaf aus "Rocky Horror Picture Show". Alles in allem ziemlicher Standard. Aber ein netter kleiner Ordner.

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Linkin Park Discography: From Zero (2024)

Okay. Wir fangen also noch mal von Null an. Der Albumtitel ist sowohl eine Anspielung auf den ursprünglichen Bandnamen "Xero" als auch auf einen Neuanfang mit Sängerin Emily Armstrong und Drummer Colin Brittain. Zu Beginn: Ich weiß nicht genau, inwiefern Armstrong immer noch mit Scientology involviert ist oder irgendwas mit diesem verurteilten Sexualstraftäter von dieser einen Comedy-Show zu tun hat. Ich versuche mich bei diesem Review auf die Musik zu konzentrieren -


allerdings kann ich versichern, dass hier keine weiteren LP-Reviews mehr kommen werden. Einfach weil ich das Interesse verloren habe. Und das obwohl dieses Album so ganz und gar nicht schlecht ist. Es erscheint hier quasi vollständigkeitshalber.

Armstrong hat nämlich eine hervorragende Stimme. Die Band versucht sich an einer Fusion aus alten Sounds, etwas schwereren Gitarren und Passagen die so in der Art noch nie wirklich präsent waren und durchaus mainstreamtauglichen Klängen. "From Zero" ist quasi eine Verneigung vor eigenen Wurzeln. Ich finde die Screams hören sich durchaus an wie Otep Shamaya, die Riffs sind tatsächlich lupenreiner Nu Metal. Außer die Songs in welchen Mike Shinoda wieder einen auf "Die Welt ist so strange, everything is coming down, ich bin so deep"-Rapper macht der in einem großen Stadion performt. Dabei wirds richtig kringelig ("Overflow"). Ansonsten ist alles so wie früher. Persönliche, emotionale Themen über alles geben und nichts zurück bekommen, nie wieder Opfer sein usw. usf. 

Es ist wirklich nicht schlecht. Ehrlich. Geht durchaus ins Ohr und hat tatsächlich ein klein wenig was von der "Hybrid Theory"-Ära. Dabei bleibt's aber.

7,5/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: The Emptiness Machine, Casualty, IGYEIH, Heavy Is The Crown



Opeth Discography: Pale Communion (2014)

Wow, wir sind also schon beim elften Album angekommen. Und beim dritten ohne Growling. Und beim zweiten bei welchen Opeth zweifelsohne als Progressive Rock Band bezeichnet werden können. Ohne jeglichen Death Metal Anspruch. Das ist immer noch sehr ungewohnt für mich.

Ich finde es schwierig. Nicht weil es Prog oder weil es Opeth ist. Sondern die Tatsache, dass die Band mit viel Melodie (sowohl im Gesang als auch in den Instrumentals) experimentiert und alles mögliche an Einflüssen (unter anderem die italienische Band Goblin, die für den Soundtrack zu "Dawn of the Dead" verantwortlich war) reinbringt (unter anderem auch Jazz, Hammond-Orgeln, Folk-Klänge usw.) und alles am Ende einfach irgendwie da ist. Ich bin weit davon entfernt zu sagen, es wäre nichts halbes und nichts ganzes. Insgesamt gefällt mir das hier schon. Nur bin ich irgendwie der Meinung, dass es
durchaus besser sein könnte. So ist es in meinen Ohren im Grunde genommen eine Verneigung vor den Progressive Rock Einflüssen und irgendwie war es das auch schon. 

Trotzdem gibt es hier durchaus großartige Anspieltipps. Allerdings kann ich den Gedanken, dass ich das alles schon mal irgendwo gehört habe nicht wirklich abschütteln. Progressive Rock mit flinky flunky Orgel und Keyboard Sounds. Ahja und melodischen Gesang. Und einen reinen Instrumental-Song. Oh und natürlich geht jeder Song fast zehn Minuten. Ich habe mich schon mehrmals gefragt, wann Opeth mal ihren Rahmen sprengen. Das haben sie getan und es war geil. Und jetzt stecken sie in einem weiteren Rahmen fest. Das ist irgendwie schade. Ich betone es noch mal: Schlecht ist das Album nicht, aber es geht noch besser.

7/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Moon Above, Sun Below, Elysian Woes, Goblin