Freitag, 22. Mai 2026
Donnerstag, 21. Mai 2026
My Favorite TV-Show: Superman and Lois
Ich habe mir geschworen, dieses riesige (oder doch nicht so riesige) Arrowverse hinter mir zu lassen. Tatsächlich habe ich mir beinahe jede Serie gegeben. Bis auf den Großteil der Webseries und der neueste Serie "Naomi", die erst vor paar Jahren erschienen ist und nicht fortgesetzt wurde. Das hier ist sozusagen der Abschied vom Arrowverse - für mich.
"Superman and Lois" spielt auf den ersten Blick auf der gleichen Erde wie die ganzen anderen Arrowverse-Serien (The Flash, Arrow, Supergirl etc.) - also, nachdem alle möglichen Parallelwelten zu einer einzigen Erde zusammengeschmolzen sind, im Event "Crisis on Infinite Earths". Spätestens in der dritten Staffel wird es allerdings klar, dass dem nicht so ist. Allerspätestens. Es müsste eigentlich zu Beginn einleuchten, dass es eine andere Welt ist. Das Fernsehbild ist im anderen Format, andere Farben sind hervorgehoben und es gibt weniger, weit weniger Superheldenpathos zu sehen als in den anderen
Serien.
Serien.
Zu Beginn der Serie stellen wir folgendes fest: Clark Kent aka Superman (Tyler Hoechlin) und Lois Lane (Elizabeth Tulloch) sind immer noch verheiratet und haben inzwischen zwei Söhne im Teenageralter. Jonathan (gespielt zuerst von Jordan Elsass und dann von Michael Bishop) und Jordan (Alex Garfin) sind sehr unterschiedliche Typen. Während Jonathan der typische beliebte Schüler zu sein scheint, der auf Football steht ist Jordan der zurückgezogene Junge mit sozialen Ängsten. Beide wissen nicht, dass ihr Vater Superman ist. Gemeinsam zieht die Familie nach Smallville, der irdischen Heimat ihres Vaters. Dort trifft man auf alte bekannte, wie die einstige Liebschaft Clarks Lana Lang (Emmanuelle Chriqui) und ihren Ehemann Kyle Cushing (Erik Valdez) als auch deren Tochter Sarah (Inde Navarette) in die sich Jordan verknallt. Es geht viel um die Bindung zwischen Vater und Söhnen. Vor allem nachdem sie rausfinden, dass er Superman ist was zuerst ihr Vertrauen in ihn auf die Probe stellt. Weiterhin geht es um verschiedene Intrigen die von einem scheinbar typischen schmierigen Multimiliardär/Mogul Morgan Edge ausgehen. Auch Generationenkonflikte spielen eine Rolle als auch die Angst Supermans zu versagen. Familie ist ebenfalls eine der großen Themen, und zwar egal ob mit Blutsverwandtschaft oder nicht. Doch es kommen auch typische Superheldensachen vor: irgendjemand von einer anderen Welt hat es nämlich auf Superman abgesehen und versucht ihn zu schwächen.
Ja, vielleicht. Ja...vielleicht habe ich eine kleine Träne verdrückt als es zu Ende ging. Man wusste, dass es zu Ende geht - unter anderem weil man nicht in den filmischen Neustart des DC Universums reingrätschen wollte. So hat man eine Superhelden/Dramaserie so weiter entwickelt, dass sie sehr menschlich rüberkam. Wir kriegen einen anderen Blick auf den letzten Kryptonier. Er ist nicht nur Superheld oder Journalist sondern auch Ehemann und Vater. Mit der letzten Rolle hat er wirklich zu kämpfen. Es juckt ihn in den Fingern ein Helikopter-Elternteil zu sein und seine beiden Söhne rund um die Uhr zu beschützen. Doch er muss auch einsehen, dass sie ihren eigenen Willen haben. Mir hat es gefallen wie sowohl Jordan als auch Jonathan sich entwickeln. Und Clark ebenfalls. Doch auch Lois ist hier nicht bloß ein Anhängsel. Nicht umsonst heißt die Serie "Superman and Lois", weil sie sich vordergründig um sie beide dreht. Sie ist diejenige die klar machen muss, dass sie sterblich ist während Clark dass nicht sieht oder nicht sehen will. Wir kriegen auch mehr von ihrer "Investigative Journalistin"-Rolle zu sehen und merken, dass sie allerlei Arschlöcher die andere Menschen ausnutzen hinter Gittern sehen will und alles tut, damit das passiert. Wirklich grandiose, super menschliche Serie die ich wirklich sehr sehr genossen habe. Teilweise auf Englisch, teilweise auf Russisch und zuletzt auch in Ukrainischer Synchro. Kann ich nur empfehlen.
Mittwoch, 20. Mai 2026
Film der Woche#678: Enter The Void (2009)
Das ist der erste Film von Gaspar Noé auf diesem Blog und generell der erste Film des Regisseur den ich in meinem Leben je gesehen habe. Angeguckt in einem Durchlauf von 2 Stunden und 40 Minuten. Habe währenddessen gespült, gekocht, Wäsche in die Waschmaschine geschmissen und einfach rumgelegen. Und zum Glück keinen epileptischen Anfall gehabt.
"Enter The Void" spielt in der japanischen Hauptstadt Tokyo. Die beiden Geschwister Oscar (Nathaniel
Brown) und Linda (Paz de la Huerta) wohnen in einem Apartment. Während sie nebenher als Stripperin arbeitet, vercheckt er Drogen (das hat man damals so gesagt, das versteht ihr nicht). Oscar ist fasziniert von Psychedelika und erlebt zu Beginn des Film einen haluzinogenen Trip. Sein Kumpel Victor (Olly Alexander) bittet ihn telefonisch zu einem Deal in der Bar "The Void" zu kommen. Ein anderer Freund namens Alex (Cyril Roy) begleitet ihn. Doch nachdem Oscar die Kneipe betreten hat kommt es zu einem verheerenden Zwischenfall. Der Deal war eine Falle. Die Polizei stürmt in einer Razzia die Kneipe und will Oscar offenbar verhaften. Nachdem dieser sich in einer WC-Kabine verbarrikadiert, scheindroht er eine Pistole zu haben - was dazu führt dass die Cops ihn durch die Tür erschießen. Oscar stirbt an der Schusswunde. Seine Seele wandert im Anschluß sowohl durch die Stadt als auch in Gedanken durch sein ganzes Leben. So erfahren wir dass Linda und er eine sehr innige Beziehung als Kinder hatten. Ihre Eltern starben bei einem Autounfall. Im Anschluß landeten sie in einem Kinderheim und wurden von zwei unterschiedlichen Familien adoptiert und somit getrennt. Allerdings war da dieser eine Schwur den sie beschloßen haben: Immer für einander da sein, niemals getrennt. So versucht Oscars Seele wieder in Lindas Leben zurück zu finden. Bis auf die Erinnerungen Oscars, die aus der "Third Person View" gezeigt werden, kriegen wir alles in der "First Person View" zu sehen. So "blinkt" die Kamera wenn Oscar blinkt usw. usf.
Brown) und Linda (Paz de la Huerta) wohnen in einem Apartment. Während sie nebenher als Stripperin arbeitet, vercheckt er Drogen (das hat man damals so gesagt, das versteht ihr nicht). Oscar ist fasziniert von Psychedelika und erlebt zu Beginn des Film einen haluzinogenen Trip. Sein Kumpel Victor (Olly Alexander) bittet ihn telefonisch zu einem Deal in der Bar "The Void" zu kommen. Ein anderer Freund namens Alex (Cyril Roy) begleitet ihn. Doch nachdem Oscar die Kneipe betreten hat kommt es zu einem verheerenden Zwischenfall. Der Deal war eine Falle. Die Polizei stürmt in einer Razzia die Kneipe und will Oscar offenbar verhaften. Nachdem dieser sich in einer WC-Kabine verbarrikadiert, scheindroht er eine Pistole zu haben - was dazu führt dass die Cops ihn durch die Tür erschießen. Oscar stirbt an der Schusswunde. Seine Seele wandert im Anschluß sowohl durch die Stadt als auch in Gedanken durch sein ganzes Leben. So erfahren wir dass Linda und er eine sehr innige Beziehung als Kinder hatten. Ihre Eltern starben bei einem Autounfall. Im Anschluß landeten sie in einem Kinderheim und wurden von zwei unterschiedlichen Familien adoptiert und somit getrennt. Allerdings war da dieser eine Schwur den sie beschloßen haben: Immer für einander da sein, niemals getrennt. So versucht Oscars Seele wieder in Lindas Leben zurück zu finden. Bis auf die Erinnerungen Oscars, die aus der "Third Person View" gezeigt werden, kriegen wir alles in der "First Person View" zu sehen. So "blinkt" die Kamera wenn Oscar blinkt usw. usf.
Ich habe schon viel "schlimmes" über Noés Werke gehört. "Enter the Void" ist dabei die elfte Produktion, die nach den skandalträchtigen Filmen "Menschenfeind" und "Irreversible" erschienen ist. Dabei muss ich sagen, dass es hier zwar sehr detaillierte Szenen zu sehen gibt, die allerdings größtenteils wenig mit direkter drastischer/graphischer Gewalt zu tun haben. Das meiste was wir zu sehen kriegen ist die Darstellung von menschlichen Leid und Tragödien. Diese ist allerdings nötig um zu erzählen, wie tief die Beziehung zwischen Oscar und Linda war. Klar, in einem "normalen" Film würde eine kurze Rückblende über den Autounfall reichen. Hier wäre sowas deplatziert. Es braucht die Darstellung des Unfalls um das Leid zu verstehen als auch um zu verstehen wie sehr die beiden Geschwister einander gebraucht haben. Schließlich waren sie komplett alleine auf der Welt. Was mich, wie so oft, stört sind die scheinbar nutzlosen Sexszenen. Aber das ist eine reine Geschmackssache. Ich finde, sie tragen nicht wirklich was zur Handlung bei. Aber: Sei's drum. "Enter the Void" ist sehr intensiv, verursacht eventuell Schwindelgefühle und es ist eine Tatsache dass man kaum die Augen davon abwenden kann. Mit Drogen hat der Film herzlich wenig am Hut. Man vermutet während der Sichtung was das alles bedeuten kann. Ist es wirklich Oscars Seele die herum wandert? Ist das ein heftiger LSD-Trip? Stirbt er tatsächlich oder trippt er nur? Sind das die letzten Minuten seines Lebens in seinem Gehirn? Überzeugt euch doch mal selber.
8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:
Dienstag, 19. Mai 2026
Comic Book Review#676: Godzilla vs. Spider-Man (2025)
Und weiter geht es mit der vollkommen wilden Fahrt von "Godzilla vs. Marvel". Diesmal trifft es New York City in den 1980er Jahren. Es ist eine Alternativ-Story, die absolut nicht kanonisch ist, aber wäre Godzilla Teil der Marvel Comics gewesen, dann hätte sie durchaus so passieren können.
Die Story findet statt nachdem Peter Parker/Spider-Man an den "Secret Wars" teilgenommen hat und auf dem fernen künstlichen Planeten Battleworld das schwarze Kostüm aufgegabelt hat. Genau das Alien-Symbionten-Kostüm, dass später Eddie Brock befallen hat und ihn zu Venom gemacht hat. So ist
Peter in dem schwarzen Onesie unterwegs und kämpft auf den ersten Seiten gegen den Supervillain Shocker. Als plötzlich Godzilla auftaucht beschließen die Beiden das erstmal sein zu lassen. Spidey hinterlässt Shocker der Polizei und konzentriert sich dabei Godzilla abzulenken. Seine Freundin Mary Jane ist durch ein einstürzendes Gebäude gefährdet - zum Glück schafft er es, sein Vorhaben durchzuziehen sodass MJ am Ende von Black Cat (die heftigst in Peter verschossen ist) in Sicherheit gebracht wird. Ein gefährlicher Liebes-Dreieck dies das. Godzillas Schreie sind für das Alien-Kostüm jedoch äußerst schmerzhaft, sodass es sich in Panik von Peter löst. Und daraufhin Godzilla befällt. So ist Peter kurz damit beschäftigt Shockers Sonic Bracelets für den Kampf gegen den König der Monster zu benutzen, um ihn von den Symbionten zu lösen. Was auch funktioniert, sodass am Ende Godzilla gegen eine Venom-Version von sich selbst kämpft - und mithilfe von Spider-Man gewinnt.
Peter in dem schwarzen Onesie unterwegs und kämpft auf den ersten Seiten gegen den Supervillain Shocker. Als plötzlich Godzilla auftaucht beschließen die Beiden das erstmal sein zu lassen. Spidey hinterlässt Shocker der Polizei und konzentriert sich dabei Godzilla abzulenken. Seine Freundin Mary Jane ist durch ein einstürzendes Gebäude gefährdet - zum Glück schafft er es, sein Vorhaben durchzuziehen sodass MJ am Ende von Black Cat (die heftigst in Peter verschossen ist) in Sicherheit gebracht wird. Ein gefährlicher Liebes-Dreieck dies das. Godzillas Schreie sind für das Alien-Kostüm jedoch äußerst schmerzhaft, sodass es sich in Panik von Peter löst. Und daraufhin Godzilla befällt. So ist Peter kurz damit beschäftigt Shockers Sonic Bracelets für den Kampf gegen den König der Monster zu benutzen, um ihn von den Symbionten zu lösen. Was auch funktioniert, sodass am Ende Godzilla gegen eine Venom-Version von sich selbst kämpft - und mithilfe von Spider-Man gewinnt.
Nun gut. Es gibt sogar eine ofizielle Erklärung wieso Godzilla diesmal in die USA kommt. Er ist tatsächlich von der Anwesenheit des Symbionten angezogen. Sprich: Spider-Man ist schuld daran. Irgendwie. Ja. Ansonsten besteht die Story größtenteils aus dem Kampf zwischen Godzilla und Spider-Man, Venomgodzilla und Spider-Man und Godzilla und Venomgodzilla. Man hat sich an die "Zeitlinie" der Godzilla-Filme gehalten und Big G ein passendes Aussehen verpasst. Es ist nun der Heisei-Godzilla und nicht mehr der Showa-Godzilla. So ist es auch gut und passt perfekt zu einem Comic der in den 1980ern spielt. Außerdem haben wir eine äh Alternativ-Story zu dem Fall "Wie der gierige Journalist Eddie Brock Venom wurde". Aber das ist eine andere Geschichte. Insgesamt: Witziges Ding. Liest sich sehr flüssig. Führt aber im Grunde "nur" den Gedanken "Was wäre wenn Godzilla auf Spider-Man treffen würde" aus. Nur dabei trägt Spidey den schwarzen Anzug. Also, im Grunde genommen eine durchaus durchdachte Sache. Nur etwas kurzweilig. Aber spaßig.
Made by: Joe Kelly, Nick Bradshaw
7/10 Pfandflaschen
Hier ein Video von NotifrikiTV:
Montag, 18. Mai 2026
Album der Woche#680: Penseés Nocturnes – Grand Guignol Orchestra (2019)
Oh ich wollte das hier schon so so so unfassbar lange reviewen, aber irgendwie fand sich nie der richtige Zeitpunkt. Aber hier sind wir nun:
Penseés Nocturnes bestehen im Grunde genommen aus dem Multiinstrumentalisten Leon Harcor der auch noch den Gesang beisteuert und verschiedenen Mitstreitern. Auf den ersten zwei Alben hat man
noch DSBM (das steht für Depressive Suicidal Black Metal) gemacht. Irgendwann hat man mehr gewagt und sich an Jazz und französischen Cabaret orientiert. Auf "Grand Guignol Orchestra" geht man noch einen weiteren Schritt richtung Wahnsinn und verbindet verzweifelte, wahnsinnig klingende Schreie mit Akkordeon, Blast Beats, Polka-Rhythmen, Saxophon, Orgeln und allerlei anderen Zeug das einen definitiv nicht in den Sinn kommt, wenn man an Black Metal denkt. Was für ein Satz. Zugegeben: Ich hatte meine Bedenken. Zuerst dachte ich mir, das wäre ein Nebenprojekt einer gewissen anderen Black Metal Band aus Frankreich, die auch mit PN abgekürzt wird. Nur will ich diese aus politischen Gründen nicht unterstützen. Zum Glück lag ich daneben.
noch DSBM (das steht für Depressive Suicidal Black Metal) gemacht. Irgendwann hat man mehr gewagt und sich an Jazz und französischen Cabaret orientiert. Auf "Grand Guignol Orchestra" geht man noch einen weiteren Schritt richtung Wahnsinn und verbindet verzweifelte, wahnsinnig klingende Schreie mit Akkordeon, Blast Beats, Polka-Rhythmen, Saxophon, Orgeln und allerlei anderen Zeug das einen definitiv nicht in den Sinn kommt, wenn man an Black Metal denkt. Was für ein Satz. Zugegeben: Ich hatte meine Bedenken. Zuerst dachte ich mir, das wäre ein Nebenprojekt einer gewissen anderen Black Metal Band aus Frankreich, die auch mit PN abgekürzt wird. Nur will ich diese aus politischen Gründen nicht unterstützen. Zum Glück lag ich daneben.
In einem kurzen Satz zusammen gefasst: Ich verstehe kein Französisch, von daher wirkt das Album auf mich noch wahnsinniger. Metal gemischt mit...Zirkusklängen. Auf Französisch. Ich meine, da ist ein Clown auf dem Cover. Was hätte ich erwarten können? Ein Konzeptalbum über Stephen Kings "ES"? I don't know. Jedenfalls ist "Grand Guignol Orchestra" wesentlich mehr als ein "Merci Beaucoup" und "Ouuuauaaaauuuuuuuuuuh", auch wenn beide Sätze hier drin vorkommen. Ein Ausflug in eine völlig verrückte, ungewöhnliche Welt. Ich mag vor allem das Intro und den darauf folgenden Song "Deux bals dans la tete". Und ja, wenn man will kann man das Album mehrmals hintereinander hören.
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Deux bals dans la tete, Triste sade, Poil de Lune
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