Streitet euch ruhig wer von euch beiden Genosse und wer Kollege ist. Ist mir egal lel. Jedenfalls ist es schon fast ein Monat her, dass ich vor lauter Stress und Klausurvorbereitungen vergessen habe, darüber zu schreiben. Jedenfalls, here it goes. Aber vorher eine
SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG SPOILERWARNUNG
Wir befinden uns also im mittlerweile 38.(ernsthaft jetzt?!) Film des "Marvel Cinematic Universe" und gleichzeitig vier Jahre nach den Ereignissen in "Spider-Man: No Way Home". Nachdem die ganze Welt durch einen Zauberspruch von Doctor Strange vergessen hat, dass Peter Parker (Tom Holland) tatsächlich Spider-Man ist - inklusive seiner Freundin MJ (Zendaya) und seines besten Freundes Ned Leeds (Jacob Batalon) agiert der junge Mann als "Superheld im Untergrund". Er ist weder Teil der Avengers noch irgendeiner anderen Superheldencrew noch Teil von irgendeinem wichtigen kosmischen Ereignis. Er ist ein stinknormaler Street Level Superhero der gegen Bösewichte kämpft wie Tombstone (Marvin "Krondon" Jones III), Scorpion (Michael Mando), Ramrod oder Boomerang. Bei den Bewohnern New Yorks ist er äußerst beliebt. Zudem arbeitet er mit Detective Jean DeWolff (Liza Colón-Zayas) zusammen, die ihn sehr schätzt. Ihm wurde sogar mal der Schlüssel zur Stadt New York übergeben. Doch gleichzeitig ist er einsam und alleine und beobachtet heimlich die Livestreams von Ned und MJ, die wie schon gesagt, nicht mehr wissen wer er ist. Relativ kurz nach der Einleitung des Films passiert folgendes: Ein Panzerwagen fährt scheinbar unkontrolliert durch New York. Spidey versucht ihn aufzuhalten, der Punisher Frank Castle (Jon Bernthal) tatsächlich auch. Allerdings sind die Methoden der beiden durchaus unterschiedlich. Der Wagen rast direkt zum Gebäude der "Department of
Damage Control", die es sich zur Aufgabe gemacht hat Superschurken gefangen zu nehmen. Im Panzerwagen sitzt eine ältere verwirrte Frau am Steuer, die offensichtlich nicht weiß, wie sie dahin gekommen ist. Peter stellt schnell fest, dass irgendwas oder irgendwer der von Körper zu Körper springen kann für den Angriff verantwortlich ist. So befreit dieses Wesen/dieser Mensch Scorpion, der gerade dabei war in ein Hochsicherheitsgefängnis transportiert zu werden (oder so). Was das Ziel ist und welche Hintergründe für diese Aktionen existiert, weiß keiner. Peter stürzt sich in Detektivarbeit und findet durch Yelena Belova (Florence Pugh) aka Black Widow heraus, dass es nicht der erste Angriff ist. Dazu kommt noch, dass Peters Körper sich verändert. Er mutiert scheinbar weiter und wacht eines morgens in einem Kokon aus Spinnenweben auf - dabei kann er plötzlich Spinnennetze aus seinen Handgelenken schießen.
Damage Control", die es sich zur Aufgabe gemacht hat Superschurken gefangen zu nehmen. Im Panzerwagen sitzt eine ältere verwirrte Frau am Steuer, die offensichtlich nicht weiß, wie sie dahin gekommen ist. Peter stellt schnell fest, dass irgendwas oder irgendwer der von Körper zu Körper springen kann für den Angriff verantwortlich ist. So befreit dieses Wesen/dieser Mensch Scorpion, der gerade dabei war in ein Hochsicherheitsgefängnis transportiert zu werden (oder so). Was das Ziel ist und welche Hintergründe für diese Aktionen existiert, weiß keiner. Peter stürzt sich in Detektivarbeit und findet durch Yelena Belova (Florence Pugh) aka Black Widow heraus, dass es nicht der erste Angriff ist. Dazu kommt noch, dass Peters Körper sich verändert. Er mutiert scheinbar weiter und wacht eines morgens in einem Kokon aus Spinnenweben auf - dabei kann er plötzlich Spinnennetze aus seinen Handgelenken schießen.
Es gab viel Wirbel um den Film im Vorfeld. Man vermutete, es wäre der Spider-Man-Film mit den meisten Bösewichten/Gegenspielern. Tatsächlich sind die Auftritte von Ramrod, Tombstone, Boomerang, Tarantula oder Gruppierung "The Hand" eher sowas wie extended Cameos. Einzig Scorpion ist länger zu sehen. Der Fokus liegt hier nicht auf irgendwelchen klassischen Spider-Man-Gegnern sondern auf dem klassischen Trope der "wichtigen Behörde, die eigentlich gar nicht so cool ist und finstere Ziele" verfolgt. Dazu kommt noch ein klassisches Spider-Man-Team-Up mit dem Punisher - klassisch weil "ungleich und ungleich gesellt sich gern". Außerdem noch ein (großer) Ausblick in die Zukunft des Marvel-Films, die bei den X-Men liegt. So viel habe ich schon mal verraten, ohne zu viel zu verraten. Aber wahrscheinlich wisst ihr schon eh, was hier passiert. Jedenfalls schafft "Brand New Day" mehrere Sachen gleichzeitig: Eine coole und interessante Story zu erzählen (die meinetwegen schon auf ähnliche Weise schon mal stattgefunden hat) und nicht zu viel Fan-Service zu bieten. Gleichzeitig gefällt mir die Idee, Spider-Man zu einem "grounded, street level Superhero" zu machen ohne ihn bis an sein Lebensende todunglücklich zu machen. Scheinbar ist es das Erfolgsrezept bei Marvel gewesen, schon seit Jahrzehnten. Doch hier ist es irgendwie anders. Zwar ist Peter super traurig, dass sein vorheriges Leben nicht mehr existiert - doch er findet irgendwie einen Weg daraus. Ich finde, dieser Film findet erfolgreich den Weg zurück in das ursprüngliche Spider-Man-Schema. Nämlich ganz ohne Weltraumabenteuer oder irgendeinen Thanos oder irgendeiner superkrassen Multiverse-Geschichte. Nach den ersten beiden Sam-Raimi-Filmen ist das hier wohl der beste Spider-Man-Film. Bis jetzt.
8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:
MIDNIGHT + SPECTRAL WOUND am 10.08.2026 in Junkyard Dortmund
Es geht scheinbar kaum ein "Happenings des Monats" ohne ein Bisschen Meddl. Ergo, here it goes. Habe mich seit Monaten darauf gefreut, endlich mal wieder Midnight zu sehen. Dabei habe ich das schon zwei Mal getan. Doch es reichte natürlich nicht. Diesmal waren Midnight auf Tour um das fünfzehnjährige Jubiläum ihres Albums "Satanic Royalty" zu feiern. Und eigentlich waren Phantom Corporation als Vorband, doch aufgrund des Bahn-Chaos und meines Später-Ankommens konnte ich sie leider nicht sehen.
Darum war die erste Band des Abends für mich Spectral Wound. Ich kannte sie schon seit geraumer Zeit und war Fan dieses Albumcovers, dass mich entfernt daran erinnert wie jemand eine Ballerina-Pose mit einem weißen Schuh auf einem schwarzen Tisch macht. Dabei ist es gar nicht auf dem Cover zu sehen sondern irgendein Schädel. Wer weiß, wieso ich diese Assoziation habe. Keine Ahnung. Jedenfalls war ich an dem Abend zwar irgendwie fit, war aber vorher auf der Cranger Kirmes und habe dementsprechend schon einiges erlebt. Also stand ich da rum in einer Ecke, gab mir diese furiosen, großartigen, vielleicht nicht ganz trven Black Metal und meine Gedanken wanderten umher, hierhin und dahin und wieso ist das so und das andere so und nicht anders und was muss ich noch so machen. Ich weiß nicht ob mein Gehirn so gestresst ist, dass es damit versucht sich zu entspannen oder ob ich mich tatsächlich wohl fühle auf dem Konzert und es die Art des Gehirns ist das Wohlsein auszudrücken. Keine Ahnung. Jedenfalls war der Auftritt zwar relativ kurz, aber bombastisch. Im Gegensatz zu Midnight machen Spectral Wound keinen Black'N'Roll sondern straighten Black Metal der neuen Art (ohne "Post-" in der Genrebezeichnung). Es ist ein konstanter Lärmteppich der mich umgibt. Es ist sehr schön.
In der Pause begebe ich mich nach vorne und stelle mich rechts hin, sodass ich alles von der Seite beobachten kann. Nach einem kurzen Intro kommen endlich Midnight auf die Bühne. Alle drei gekleidet in Lederkluft, Ketten, Patronengürtel und natürlich diese Strumpfmasken über den Gesichtern. Sie spielen das Album "Satanic Royalty" in Gänze. Sie interagieren mit dem Publikum, was wahrscheinlich für sie auch leichter fällt, weil man ihre Gesichter nicht sehen kann. Zumindest hätte ich dabei weniger Hemmungen. Ich kenne leider die Songs von "Satanic Royalty" so gar nicht. Stellt euch vor, ihr hört immer wieder Musik und holt was nach aber für irgendwas bleibt einfach keine Zeit. Die Songs daraus sind wesentlich simpler, punkrockiger und schneller als das spätere Material. Zum Glück spielen sie danach noch "Fucking Speed and Darkness", das ich tatsächlich kenne und mitsingen kann. Es gibt keine Zugabe, allerdings kommen die Mitglieder hinterher zurück und fassen alle in der ersten Reihe mit ihren schwitzigen Händen an. Irgendwie cool und unerwartet - ist mir auch nicht so unangenehm, schließlich kann ich mir ja später die Arme waschen.
Anyways: Super angenehme Band, ganz und gar ohne jegliche Rockstarattitüden, die mit dem Publikum auf einer Ebene ist. Ganz schön Punkrock ganz und gar ohne irgendeine trveness. Mir gefiel außerdem die Aussage nach dem Motto "Scheiß darauf, dass heute Montag ist und du morgen arbeiten musst!". Very awesome.
KAZ Open Air am 29.08.2026 in Hibernia, Herne
Nach einer längeren Zeit mit Klausuren (und Vorbereitungen dazu) als auch einer Frühschicht (am selben Tag) war es mal wieder zeit unter die Leute zu gehen. Und zwar irgendwohin wo es absolut niemanden juckt, wie ich aussehe, was ich anhabe oder welche Musik ich höre. Ich rede natürlich vom KAZ Open Air, das jährlich vom KulturAlternativen Zentrum in Herne veranstaltet wird. Ich bin tatsächlich bis jetzt kein einziges Mal im KAZ gewesen, dafür aber auf dem Open Air. Seltsame Sache, das. Muss ich wohl mal nachholen. Wie auch immer, als ich ankam traf auf Genossen A. und einige seiner Freunde. Es war ein tatsächlich sehr angenehmer Nachmittag.
Die erste Band, die ich mir angesehen habe waren SHOK GÜZEL. Eine wirklich herausragende Punkband mit Texten die teilweise auf Türkisch waren und unter anderem die Frauenrechtslage in Afghanistan, Türkei, Syrien angesprochen haben. Aber auch mal gegen andere Macker (zum Beispiel in der Skateboardszene) ausgeteilt haben. Dazu noch eine Art Crossover Part in einem Song. Fand ich sehr angenehm. ANGRY YOUTH ELITE nehme ich nur teilweise wahr. Irgendwie klingt das in meinen Ohren nach Pennywise. Irgendwann komme ich nach vorne, weil ein Song nach "Boxcar" von Jawbreaker klingt. Stellt sich heraus, dass sie sich etwas am Riff bedient haben. Ist insgesamt leider nicht wirklich mein Fall. PISSCHARGE sind es viel eher. Die vier Mitglieder aus Deutschland, Chile und Brasilien (die allesamt in Linden wohnen) machen (selbstverständlich, der Name verrät es ja schon) sowas wie D-Beat bzw. orientieren sich daran. Die Texte sind auf Spanisch. Beim späteren Nachrecherchieren merke ich dass sie in "Ahora ex...Ucraina" ganz "reflektiert" die ukrainische mit der russischen Regierung gleichsetzen und den Krieg auf ein "Böse vs. Böse" reduzieren. Naja, ich habe nicht viel erwartet. Der Sound ist aber echt geil und fetzig. Später dann DOSENSTOLZ mit Geschrei übers Biertrinken, "Heten treten" und Arbeitszeitbetrug. Es ist so herrlich stumpf, dass es schon wieder Spaß macht. Als würde man...ach keine Ahnung, als würde man sich in seiner WG Küche lauthals übers Bier das einen weggetrunken wurde streitet und dazu verprügelt einer seine Instrumente. So in etwa.
Als ich merke, dass zwischen Dosenstolz und Waving The Guns super viel Zeit dazwischen ist, ich tierisch müde bin und mir kalt ist (trotz des DIY-Regenponchos aus einer Mülltüte) beschließe ich, nach Hause zu gehen. Bis nächstes Jahr.








