Okay. Wieder mal habe ich mich hierin verirrt - es ist seit Jahren schon irgendwie so was wie eine Tradition geworden. Allerdings sind Tradition auch manchmal zum Brechen da. Denn es war gar nicht so gut, wie ich es erhofft habe. Aber eins nach dem anderen.
Den Anfang machten (für uns) The Wolf I Feed, die ich vor kurzem ganze 2-3 Minuten in der Hirsch Q
angucken durfte. Diesmal habe ich mir bestimmt den ganzen halben Auftritt angeguckt und war wirklich überaus zufrieden. Metallischer, leicht crustiger Hardcore Punk der besseren Sorte. Passt super in die Schublade "einfach durchgezogen, ohne unnötige Ansagen ausser 'hey, danke dass wir hier sein dürfen'". Kurz und bündig ohne unnötige Gitarrensoli. Also quasi metallisch ohne das was für viele am Metal nervig ist. Das war auf der Bühne unten. Als wir (Heiko und ich) dann nach oben gehen sehe ich direkt diese "trashige" Bühnendeko mit dem Bandnamen "Kostenvorschlag" oder "Kostenvoranschlag". Ich kann mich leider nicht ganz erinnern. Jedenfalls denke ich mir "Okay, das wird jetzt richtig albern wahrscheinlich. Mal gucken." Und tatsächlich ist es albern mit Songtexten wie "Die besten Geschichten schreibt ein Supermarkt in dem alles umsonst ist". Diesen Text fand ich tatsächlich sehr gut. Aber insgesamt leider nicht meins weil doch zu albern. Irgendwie verpassen wir die nächste Band auf der unteren Bühne und geben uns stattdessen eine weitere auf der oberen Bühne: Blamage spielen patriarchatsablehnenden Hardcore Punk mit Songtexten die Männern vorwerfen auch "Teil des Problems" zu sein. Das ist auch sehr gut so und finde es auch weiterhin gut, dass es solche Bands gibt. Aus dem Außenbereich klingt alles auch tatsächlich annehmbar und halt "punkig", wie es sein sollte. Trotzdem nichts was ich irgendwie großartig zuhause hören würde. Danach ging es wieder auf die untere Bühne zu Jigsore Puzzle. Diesmal fühlte ich mich wieder heimisch, weil sie mich an sehr viele Powerviolence oder Grindcore-Bands erinnern. Vier Typen, zwei Sänger, ein Gitarrist und ein Drummer. Kein Bass. Der eine Sänger schafft es irgendwie entweder betrunken zu sein oder leicht neben der Spur zu wirken. Das ist schon okay, denn die Ansagen sind witzig, die Musik ist kurz, sehr kurz sogar und insgesamt macht es einfach nur Spaß. Riesigen Spaß. Wieder auf der oberen Bühne: Apéro mit leicht surfigen aber trotzdem schnellen Punkrock mit irgendwelchen Synthesizer-Sounds (?). Keine Ahnung, denn ich stehe wieder im Außenbereich weil ich es höchst anstrengend finde, zwischen all den Leuten zu stehen oder mich wieder durchzuquetschen. Es entsteht ein höchst fragwürdiges Video vom Auftritt, weil ich alles aus dem Außenbereich aus einer miesen Perspektive filme. Irgendwie coole Sache, das. Irgendwie aber auch schon öfter gehört. Danach geht es wieder nach unten zu Däächt: Der Sänger sieht aus wie eine punkige Version von Thurston Moore (Sonic Youth). Zumindest frisurentechnisch. Der Sound ist cool, oldschoolig und passiv-aggressiv. Meiner Meinung nach eine der besseren Bands an diesem Abend, die ich mir zuhause auch tatsächlich anhöre. Die letzte Band für mich, weil ich vor den Kaput Krauts nach Hause gehe (habe KK tatsächlich nie wirklich viel gehört und für mich ist es kein Verlust an dem Abend) sind The Tangled Lines. Eigentlich ist es so, dass ich von ihnen nur zwei Songs kenne. Der eine heißt "With Make-Up And Push-Up Bra" (oder so) und war auf irgendeinem Spastic Fantastic Sampler im Jahre 2012 oder früher vertreten. Der andere heißt "Fear is the path to the dark side" und ist ein Zitat von Meister Yoda aus Star Wars. Ich habe TTL vor über zehn Jahren auf dem Fluff Festival gesehen und war damals absolut begeistert. Diesmal ist es auch so. Der Auftritt katapultiert mich in simplere Zeiten als ich wesentlich mehr gefallen an Punk Musik hatte und mich immens gefreut habe wenn ein Song performt wurde, den ich kannte. Es sind nach wie vor relevante Ansagen über Sexismus in der Gesamtgesellschaft und in der Punkszene, die hier sehr wichtig sind.
angucken durfte. Diesmal habe ich mir bestimmt den ganzen halben Auftritt angeguckt und war wirklich überaus zufrieden. Metallischer, leicht crustiger Hardcore Punk der besseren Sorte. Passt super in die Schublade "einfach durchgezogen, ohne unnötige Ansagen ausser 'hey, danke dass wir hier sein dürfen'". Kurz und bündig ohne unnötige Gitarrensoli. Also quasi metallisch ohne das was für viele am Metal nervig ist. Das war auf der Bühne unten. Als wir (Heiko und ich) dann nach oben gehen sehe ich direkt diese "trashige" Bühnendeko mit dem Bandnamen "Kostenvorschlag" oder "Kostenvoranschlag". Ich kann mich leider nicht ganz erinnern. Jedenfalls denke ich mir "Okay, das wird jetzt richtig albern wahrscheinlich. Mal gucken." Und tatsächlich ist es albern mit Songtexten wie "Die besten Geschichten schreibt ein Supermarkt in dem alles umsonst ist". Diesen Text fand ich tatsächlich sehr gut. Aber insgesamt leider nicht meins weil doch zu albern. Irgendwie verpassen wir die nächste Band auf der unteren Bühne und geben uns stattdessen eine weitere auf der oberen Bühne: Blamage spielen patriarchatsablehnenden Hardcore Punk mit Songtexten die Männern vorwerfen auch "Teil des Problems" zu sein. Das ist auch sehr gut so und finde es auch weiterhin gut, dass es solche Bands gibt. Aus dem Außenbereich klingt alles auch tatsächlich annehmbar und halt "punkig", wie es sein sollte. Trotzdem nichts was ich irgendwie großartig zuhause hören würde. Danach ging es wieder auf die untere Bühne zu Jigsore Puzzle. Diesmal fühlte ich mich wieder heimisch, weil sie mich an sehr viele Powerviolence oder Grindcore-Bands erinnern. Vier Typen, zwei Sänger, ein Gitarrist und ein Drummer. Kein Bass. Der eine Sänger schafft es irgendwie entweder betrunken zu sein oder leicht neben der Spur zu wirken. Das ist schon okay, denn die Ansagen sind witzig, die Musik ist kurz, sehr kurz sogar und insgesamt macht es einfach nur Spaß. Riesigen Spaß. Wieder auf der oberen Bühne: Apéro mit leicht surfigen aber trotzdem schnellen Punkrock mit irgendwelchen Synthesizer-Sounds (?). Keine Ahnung, denn ich stehe wieder im Außenbereich weil ich es höchst anstrengend finde, zwischen all den Leuten zu stehen oder mich wieder durchzuquetschen. Es entsteht ein höchst fragwürdiges Video vom Auftritt, weil ich alles aus dem Außenbereich aus einer miesen Perspektive filme. Irgendwie coole Sache, das. Irgendwie aber auch schon öfter gehört. Danach geht es wieder nach unten zu Däächt: Der Sänger sieht aus wie eine punkige Version von Thurston Moore (Sonic Youth). Zumindest frisurentechnisch. Der Sound ist cool, oldschoolig und passiv-aggressiv. Meiner Meinung nach eine der besseren Bands an diesem Abend, die ich mir zuhause auch tatsächlich anhöre. Die letzte Band für mich, weil ich vor den Kaput Krauts nach Hause gehe (habe KK tatsächlich nie wirklich viel gehört und für mich ist es kein Verlust an dem Abend) sind The Tangled Lines. Eigentlich ist es so, dass ich von ihnen nur zwei Songs kenne. Der eine heißt "With Make-Up And Push-Up Bra" (oder so) und war auf irgendeinem Spastic Fantastic Sampler im Jahre 2012 oder früher vertreten. Der andere heißt "Fear is the path to the dark side" und ist ein Zitat von Meister Yoda aus Star Wars. Ich habe TTL vor über zehn Jahren auf dem Fluff Festival gesehen und war damals absolut begeistert. Diesmal ist es auch so. Der Auftritt katapultiert mich in simplere Zeiten als ich wesentlich mehr gefallen an Punk Musik hatte und mich immens gefreut habe wenn ein Song performt wurde, den ich kannte. Es sind nach wie vor relevante Ansagen über Sexismus in der Gesamtgesellschaft und in der Punkszene, die hier sehr wichtig sind.
Nun, summa summarum oder so. Ich habe mich teilweise sehr fehl am Platz gefühlt. Nicht wegen der Tatsache, dass ich kaum jemanden gekannt habe. Sondern viel eher weil mir der Großteil der Musik nicht zugesagt hat bzw. ich das meiste irgendwie als "naja okay" betrachtet habe. Dazu kommt noch der übermäßige Alkoholkonsum der Besucher und die Tatsache, dass die Leute - je länger der Abend - immer besoffener werden und ich darauf echt kein Nerv habe. Ich fühle mich dem ganzen einfach entwachsen.
Stricher guckt sich "Master of the Universe" an am 07.06.2026 in Filmwelt Herne
Ein "Happenings des Monats" mit Konzerten schön und gut, aber eins mit einer Filmpremiere ist noch besser. An dieser Stelle ein dickes SPOILER ALERT, falls ihr den Film noch nicht gesehen habt.
Okay, das ist genug Abstand. Genau so.
Okay. "Masters of the Universe" ist keine Fortsetzung von irgendeiner Serie oder irgendeines Filmes sondern ein, wie hätte man es ahnen können, Reboot der ganzen Reihe für ein neues und ein altes Publikum. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass ich euch den ganzen ursprünglichen Plot nicht erklären muss. So gebt euch einfach dieses uralte Review von mir, dann versteht ihr schon eine ganze Menge. Diesmal ist es allerdings ein wenig anders. So kriegen wir mit wie auf dem Planeten Eternia der junge Prinz Adam (Artie Wilkinson-Hunt), der Sohn von König Randor (James Purefoy) lebt und für einen späteren Dienst an der Waffe ausgebildet wird. Allerdings ist er noch ein Kind und dazu noch etwas unbedarft. Eines Tages wird die Stadt Eternus von den Truppen des bösen Skeletor (Jared Leto lol) angegriffen - unter anderem ist ein gewisser Trapjaw dabei der den königlichen Waffenmeister Duncan (Idirs Elba) verletzt. Die Königliche Familie ist besiegt und wird gefangen genommen. Allerdings kann die Zauberin (Morena Baccarin) Adam auf die Erde schicken, mitsamt Schwert der Macht. Leider verliert er ihn bei seiner holprigen Ankunft in einem Fluss. So arbeitet Adam (Nicholas Galitzine) 15 Jahre später in einer Personalabteilung eines Großraumbüros. Er sucht verzweifelt nach dem Schwert und keiner kann ihm glauben, dass er von einem anderen Planeten stammt. Die Obsession nach dem Schwert führt sogar zu einem kritischen Gespräch mit der HR-Verantwortlichen. Eines Tages kriegt er eine Nachricht: Jemand hat sein Schwert in einem Comic-Laden gefunden, also kommt er und holt es sich. Prompt wird er von einem Söldner Skeletors, Beast aufgefunden - als auch von seiner Kindheitsspielkameradin Teela (Camila Mendes), die ihm zur Hilfe eilt. Gemeinsam reisen sie zurück nach Eternia, wo er feststellen muss, dass sich alles verändert hat. Skeletor hat Eternus okkupiert und will nun mithilfe seiner Söldner als auch der Hexe Evilyn (Alison Brie) das Schwert der Macht an sich reißen und so nun äh noch mächtiger werden. König Randor und Königin Marlena (Charlotte Riley) sind seine Gefangenen und der Rest wurde in den Untergrund gezwungen. Nun ist es an der Zeit, Eternus wieder zurück zu erobern.
Ich finde ehrlich gesagt kaum negative Sachen über den Film. Mag sein, dass der Anfang etwas zu kitschig ist, aber irgendwie muss es einen Anfang geben und eine Art "World Building". Und man muss die Charaktere vorstellen. So ist es meiner Meinung nach eine sehr gute Idee gewesen, Adam im jungen Alter auf die Erde zu schicken. Zwar verstehe ich nicht, wieso die eternischen Krieger das Schwert so lange nicht finden konnten - schließlich sendet es ein Signal aus - aber sei's drum. Die CGI und praktischen Effekte sind großartig und wirken nicht zu sehr überzogen. Der Film ist unfassbar albern und nimmt sich kaum ernst. Allerdings gibt es hier einige Elemente die ich wirklich super durchdacht fand. So kommt man zum Gedanken zurück, dass die ganzen Namen der Action Figuren (Ram Man, Fisto (lol), Mekaneck) so albern klingen dass sie sich wahrscheinlich ein sechsjähriger ausgedacht hat. In Wahrheit war es zwar anders, doch es klingt nun mal so. Und genau darauf geht man zurück. Das sind nicht ihre echten Namen. Sie wurden allesamt von Adam ausgedacht, weil er ihre echten Namen nicht kannte. Und überhaupt: Adam ist ein Kind dass seine Eltern verloren hat und in Einsamkeit
aufgewachsen ist. Auch mit dem Gefühl überhaupt nicht dazuzugehören. Es kann also durchaus sein, dass seine Eltern einfach bei einem tragischen Unfall gestorben sind und er sich diese ganze Story mit Eternia nur ausgedacht hat um über sein Trauma hinwegzukommen. Diesen Gedanken hatte ich zwischendurch mal gehabt. Und es wäre ein sehr gewagter Move, das exakt so durchzuziehen. Doch natürlich ist alles anders. Allerdings gibt "MOTU" einen das Gefühl wieder im Kinderzimmer zu sein und eigene Geschichten zu erfinden. Weil die Realität so knüppelhart ist und man im Alter von 6 oder weniger überhaupt nicht damit zu recht kommt. Ich fühle mich abgeholt und verstanden. Danke an Kollegen M fürs Begleiten.
aufgewachsen ist. Auch mit dem Gefühl überhaupt nicht dazuzugehören. Es kann also durchaus sein, dass seine Eltern einfach bei einem tragischen Unfall gestorben sind und er sich diese ganze Story mit Eternia nur ausgedacht hat um über sein Trauma hinwegzukommen. Diesen Gedanken hatte ich zwischendurch mal gehabt. Und es wäre ein sehr gewagter Move, das exakt so durchzuziehen. Doch natürlich ist alles anders. Allerdings gibt "MOTU" einen das Gefühl wieder im Kinderzimmer zu sein und eigene Geschichten zu erfinden. Weil die Realität so knüppelhart ist und man im Alter von 6 oder weniger überhaupt nicht damit zu recht kommt. Ich fühle mich abgeholt und verstanden. Danke an Kollegen M fürs Begleiten.
8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:
SOLSTAFIR am 19.06.2026 in Die Trompete, Bochum
Es ist schon mehr als ein Jahr her, dass ich "Svartir Sandar" von Solstafir reviewt habe (glaube ich zumindest). Und so wuchs bei mir auch ein wenig der Wunsch, die Band mal live zu sehen. Allerdings kannte ich bis jetzt nur das eine Album und war gar nicht bewandert was die anderen Werke betrifft. Jedenfalls ploppte vor kurzem in meinem Feed die Nachricht auf, dass sie in Bochum auftreten. Ohne Vorband. Und die Tickets gingen gut weg. Also ab in den Ticketshop und hin.
Was mich dann erwartete waren eine Stunde und knapp 23 Minuten Show von vier bärtigen Isländern mit Gitarren und Schlagzeugen (und Cowboyhut). Die Trompete war ordentlich voll bei ca. 34 grad
Celsius draußen. Drinnen war es zwar belüftet aber trotzdem konnte man der Hitze nicht entfliehen. Kurzum: Es war so voll, dass wenn ich ein Video vom Auftritt machen wollte, ich einige Handy-Aufnahmen mitgefilmt habe, von anderen Leuten die ebenfalls filmen wollten.
Celsius draußen. Drinnen war es zwar belüftet aber trotzdem konnte man der Hitze nicht entfliehen. Kurzum: Es war so voll, dass wenn ich ein Video vom Auftritt machen wollte, ich einige Handy-Aufnahmen mitgefilmt habe, von anderen Leuten die ebenfalls filmen wollten.
Was mich musikalisch erwartet hat, war eine Mischung aus dem Material vom ersten Album der Band: Sprich isländischer Black Metal mit durchaus punkigen Shouting. Melodischer, post-punkig angehauchter Metal mit traurig klingenden Gesang. "Fjara" durfte natürlich auch nicht fehlen. Und das von Leuten, die zwischen den Songs unfassbar fröhlich sind und das Publikum anheizen mit so Scherzen wie "Thank you, goodbye?" (als ob sie gleich gehen würden). Ist das die Dualität des Seins? I don't know. Gegend Ende, also beim letzten Song, merkte ich dass plötzlich Leute um mich herum anfangen zu filmen und zu fotografieren. Es stellte sich heraus, dass Sänger Aðalbjörn Tryggvason mal eben ins Publikum gegangen ist und angefangen hat, Leute in den Arm zu nehmen und Scherze zu machen, nur um dann später zurück zur Bühne zu gehen um den Song zu Ende zu singen. Es ging so lange, aber war trotzdem schnell vorbei. Was für ein schöner Auftritt, ehrlich jetzt.
LIMP BIZKIT + ECCA VANDAL + DEATH BY ROMY am 23.06.2026 im Sparkassenpark, Mönchengladbach
Ich schwöre, ich werde von diesem Abend noch jahrelang erzählen. Ernsthaft jetzt. Doch erstmal eins nach dem anderen:
Vor einigen Wochen bestellte ich mir die dazugehörige Karte und nahm mir extra frei auf der Arbeit. Der 23.06.2026 war ein Dienstag, also ging es nicht anders. Endlich wurde ein Kindheitstraum von mir erfüllt. Ich höre Limp Bizkit, mit Unterbrechungen seit ich 9 Jahre alt bin. Trotz der Tatsache dass ich irgendwann der Band für eine Weil den Rücken gekehrt habe, weil mich andere Musik mehr interessiert hat und ich Nu Metal etwas entwachsen bin. Irgendwann kehrten sie wieder und irgendwie hatten sie mich. Mit ihrem letzten Album "Still Sucks" von 2021 hatten sie mich noch mal ordentlich gecatcht. Auch wenn diese Unterbrechungen, von LBs Seite als auch von meiner Seite waren - ich bin und bleibe Fan.
Die Reise nach Mönchengladbach war nicht gerade schwer. Trotz Zugverspätung kam ich relativ pünktlich an und bin sogar mit einem Shuttlebus zum Sparkassenpark gefahren worden. Die Einlasskontrolle und alles drumherum lief ohne Probleme. Bis ich dann gemerkt habe: Scheiße, das ist ein "Park", also nix Halle. Das mir das vorher nicht aufgefallen ist. Es war also ein Open Air Konzert. Bei den bekackten Temperaturen. Ich habe mein Kapuzenzipper um die Hüfte gewickelt, damit er für den Regenfall schnell greifbar ist. Wegen der Sonne habe ich mir erst keine Gedanken gemacht. Als ich dann "drin" war, stand ich zwischen lauter unterschiedlichsten Leuten - die mich irgendwie vor der Sonne abgeschirmt haben. Wie ich festgestellt habe, kamen die Besucher aus unterschiedlichsten Städten und aus unterschiedlichsten Schichten. Generation X, Generation Z, Millennials. Ich glaube sogar eine Mutter mit ihrer Tochter (oder ältere und jüngere Schwester, keine Ahnung) gesehen zu haben, die beide LB-Fans waren.
Der erste Act war "Death By Romy", eine laut eigener Aussage "kleine independent Band aus Los Angeles". Fred Durst hat sie auf TikTok entdeckt und später als Support Act auf die Tour eingeladen. Was ich zu sehen bekam waren zuerst ein Schlagzeuger und dann eine Sängerin in Lack/Krankenschwester Outfit und dazu zwei weitere Sängerinnen die eine Art Uniform trugen (Pullis mit "DBR" drauf) und Röcke. Gitarre kam vom "Band", Schlagzeuger war ja zu sehen. Beim zweiten Song haben die beiden anderen Frauen Gitarre/Bass in die Hände gekommen und so war das Band-Feeling dann auch da. Natürlich kam trotzdem etwas Musik vom "Band", aber sei's drum. Es war cool und irgendwie spaßig. Erinnerte mich an eine moderne Version von Kittie - wenn Kittie eine Band auf TikTok wären. Man nennt es inzwischen, glaube ich, "Alt Pop" oder so. Jedenfalls: Poppig, mit teils düsteren Lyrics wie "I fuck everything I kill, I kill everything I fuck" - oder so. Insgesamt: Coole Sache, ebenfalls cool dass LB junge Acts mit auf Tour nehmen - aber trotzdem nichts was ich mir privat anhören würde.
Als nächstes dann Ecca Vandal: Die australische Singer/Songwriterin wird begleitet von Drummer Dan Maio und Gitarristen Richie Buxton (der später bei Limp Bizkit Bass spielt und den verstorbenen Sam Rivers vertritt). Ihre Musik ist eine musikalisch durchaus gelungene Mischung aus Indie, Hip-Hop, Punkrock. Sie ist wirklich großartig, weiß mit dem Publikum umzugehen, ist enthusiastisch. Die Musik ist allerdings keine Mischung aus den genannten Stilen - jeder Song ist anders. Und genau das haut mich aus dem Konzept. Das ist zu viel für mich und ich kann mich nicht wirklich fokussieren. Ansonsten finde ich das schon sehr cool. Nur nicht ganz so meins.
Nach zwei falschen Countdowns, die das ganze Publikum mitgezählt hat und zwei auf die Leinwand projezierten KI-Memes kam dann endlich Schlagzeuger John Otto auf die Bühne und ihm folgte der Rest der Band. Natürlich nicht ohne einen Intro-Song, den ich allerdings bis jetzt nicht nachrecherchieren kann. Irgendeine soulige Nummer über einen "Bitch Ass Motherfucker". Die KI-Memes wurden übrigens im Laufe des Abends immer wieder eingestreut. So war zwischendurch ein vor Explosionen weg rennender Tom Cruise zu sehen mit der Überschrift "Tom Cruise likes Limp Bizkit?". Ob das unbedingt sein muss, das weiß ich nicht. Aber egal. Limp Bizkit bestehen an diesem Abend aus Fred Durst (voc), Wes Borland (git), Richie Buxton (b), John Otto (dr) und DJ Lethal. Es geht los mit dem allerneuesten Song "Making Love To Morgan Wallen" (aus dem Soundtrack zu "Battlefield 6"), der scheinbar hier sein Live-Debut feiert. Was danach folgt sind im Grunde genommen NUR Klassiker. "9
Teen 90 Nine", "Just Like This", "Faith", "Break Stuff", "My Generation", "Livin' It Up", "Hot Dog", "My Way", "Gold Cobra", "Nookie", "Full Nelson", "Rollin'", "Re-Arranged".... , "Take A Look Around" Bei "Behind Blue Eyes" sagt Fred er würde dafür in den Knast kommen und am Ende wird noch mal "Break Stuff" zusammen mit Death By Romy gespielt. Meistens hält sich der Sänger am aus seiner Sicht rechten Rand der Bühne, sodass ich ihn kaum zu Gesicht bekommen. Als er dann tatsächlich "zu uns" (nach links) (bei "Livin' It Up") kommt, geht mir wahrlich das Herz auf. Bis auf dem Opener wurde kein Song von einem neueren Album (oder einer neuen Single) gespielt. Vielleicht ist es auch in Ordnung so. Die meisten Leute um mich herum konnten ALLES mitsingen. Es war ein fantastisches Aufeinandertreffen von Jung und Alt. Ich feiere es absolut, dass bei "Full Nelson" zwei weibliche Fans zum Mitsingen auf die Bühne geholt werden. Dass so viele Leute in roten Caps gekommen sind. Dass der Großteil weiß sich zu benehmen. Bis auf (natürlich) den einen Idioten der ungefragt eine Frau anfasst - und zum Glück von ihr schnell gemaßregelt wird. Insgesamt ein sehr schönes Erlebnis wovon ich noch lange lange lange erzählen werden.
Teen 90 Nine", "Just Like This", "Faith", "Break Stuff", "My Generation", "Livin' It Up", "Hot Dog", "My Way", "Gold Cobra", "Nookie", "Full Nelson", "Rollin'", "Re-Arranged".... , "Take A Look Around" Bei "Behind Blue Eyes" sagt Fred er würde dafür in den Knast kommen und am Ende wird noch mal "Break Stuff" zusammen mit Death By Romy gespielt. Meistens hält sich der Sänger am aus seiner Sicht rechten Rand der Bühne, sodass ich ihn kaum zu Gesicht bekommen. Als er dann tatsächlich "zu uns" (nach links) (bei "Livin' It Up") kommt, geht mir wahrlich das Herz auf. Bis auf dem Opener wurde kein Song von einem neueren Album (oder einer neuen Single) gespielt. Vielleicht ist es auch in Ordnung so. Die meisten Leute um mich herum konnten ALLES mitsingen. Es war ein fantastisches Aufeinandertreffen von Jung und Alt. Ich feiere es absolut, dass bei "Full Nelson" zwei weibliche Fans zum Mitsingen auf die Bühne geholt werden. Dass so viele Leute in roten Caps gekommen sind. Dass der Großteil weiß sich zu benehmen. Bis auf (natürlich) den einen Idioten der ungefragt eine Frau anfasst - und zum Glück von ihr schnell gemaßregelt wird. Insgesamt ein sehr schönes Erlebnis wovon ich noch lange lange lange erzählen werden.
Die Heimreise gestaltet sich schwierig. Als ich nach einem kurzen Trip mit dem Shuttlebus zum Bahnhof komme, stelle ich fest dass mein Zug sich erst verpätet und danach ausfällt. Der nachfolgende Zug verspätet sich ebenfalls und wird wahrscheinlich ebenfalls ausfallen. Weiterhin merke ich, durch kurze Rechercher dass ALLE Züge in ganz Deutschland ausgefallen sind aufgrund eines internen, digitalen Fehlers bei der Deutschen Bahn. Die Heimfahrt per Uber kostet mich einen dreistelligen Betrag. Das ist sehr heftig.




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