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Dienstag, 9. Juni 2026

Comic Book Review#679: Godzilla vs. Thor (2025)

Endlich. Endlich ist es soweit. Tatsächlich der letzte Comic aus der Reihe von den "Godzilla vs. Marvel"-One-Shots. Und es ist endlich mal soweit: Ein Marvel-Superheld kämpft tatsächlich gegen Godzilla ohne am Ende irgendwie eine Art Frieden mit ihm zu schließen oder geschweige denn eine Allianz.


Es geht los im Hauptquartier der Untergrund-Assassinen-Organisation "The Hand". Die Archpriestess des Geheimbundes hat mehrere flüchtige Killer um sich herum versammelt. Doch nicht etwa, damit sie an ihrer Seite töten - die Frau selbst sieht Mord nämlich als etwas schönes und erstrebenswertes. Nein, die Männer werden geopfert und all das Blut wird benutzt um Godzilla wieder zu beleben. Genauer gesagt, das was von ihm nach seinem Tod übrig blieb: ein riesiges Herz. Schon bald stampft sich Big G wieder durch die Straßen von Tokyo bis ein ebenbürtiger Gegner erscheint: Thor hat die Schreie um Hilfe der Japaner gehört und taucht auf um Godzilla auf die Fresse zu hauen. Er schafft es sogar, Godzilla im Endeffekt einzufrieren. Doch Wochen später taucht "The Hand" wieder auf und schickt die Riesenechse mithilfe eines uralten Artefaktes nach...Asgard. Dort schlachtet Godzilla alle Götter ab, was am Ende Thor wieder auf den Plan ruft der grade noch irgendwo anders unterwegs ist um jemand anders die Fresse einzuschlagen. Es kommt zu einem immerwährenden Kampf zwischen Godzilla und dem Gott des Donners. Bis nach Hel.

Was für ein wunderbarer Haufen vollkommen verwirrender ineinander krachender Ereignisse. Ein Ninja-Assassinen-Geheimbund erweckt Godzilla wieder zum Leben indem es sein Herz in Blut von Mördern badet. Daraufhin kämpft Thor gegen Godzilla. Das ist so unfassbar bonkers. Schon wieder. Aber diesmal auf die Hau-Drauf-"Monster geh endlich zu Boden!"-Asgard-Sprech-Art. Scheinbar hat man sich das beste und witzigste für den Schluß aufgehoben. Was für ein herrlicher Blödsinn. Und dann auch noch so detailliert gezeichnet. Fantastisch

8/10 Pfandflaschen
Made by: Jason Aaron, Aaron Kuder
Hier ein Video dazu von DopeSpill Comics:


Dienstag, 2. Juni 2026

Comic Book Review#678: Godzilla vs. Avengers (2025)

Es vergeht keine Woche ohne "Godzilla vs. Marvel"! Diesmal haben wir es mit einem moderneren Godzilla zu tun - genauer gesagt mit dem Design der "Millennium"-Staffel. Also, ich bin mir nicht sicher ob es der gleiche Godzilla wie in den vorherigen Ausgaben ist oder nicht - vor allem weil er aufgrund der unterschiedlichen Godzilla-Film-Staffeln anders aussieht. Aber egal.


Wir befinden uns in den USA. Genauer gesagt in Astoria, Oregon. Die New Avengers, bestehend aus Captain America, Luke Cage, Iron Man, Spider-Man, Spider-Woman und Wolverine müssen sich vor der SHIELD-Direktorin Maria Hill verantworten. Sie haben ganz schön Scheiße gebaut. Die berühmte Brücke von Astoria ist komplett zerstört. Wie kam es dazu? Nun, die Helden versuchen in einem Rückblick alles zu erklären. Es kam zu einem Kampf zwischen dem (sprechenden) Drachen Fing Fang Foom und Godzilla als plötzlich der riesige Roboter Jet Jaguar aufgetaucht ist, sodass es zu einem Dreikampf zustande kam. Also, eigentlich hat JJ versucht die beiden Riesenechsen voneinander fern zu halten. Dabei ging einiges zu Bruch (inklusive der Brücke lol) und die Anwohner mussten evakuiert werden. Bei der Besprechung ist auch ein Team von jungen Erwachsenen dabei: Bonnie Ibuki (die Nichte von Goro Ibuki, den Erfinder von Jet Jaguar), Sebastian und Ohgene. Die drei nennen sich "Kaiju Chasers United" und haben vor kurzem aus Altmetall und einer künstlichen Intelligenz den Jet Jaguar nachgebaut. Der übrigens weder wie ein Jet noch wie ein Jaguar aussieht, aber egal. Sie haben es satt gehabt, einfach nur zuzusehen während Kaijus die Städte zerstören und wollten was unternehmen. Auch interessant: Fing Fan Foom trägt lilane Hosen wie der Hulk. Maria Hill ist stinksauer. Niemand weiß genau wieso der Kampf zwischen Big G und FFF überhaupt stattgefunden hat. Also muss man am Ende den letztgenannten nach dem Grund fragen. So einfach ist das.

Diesmal eine etwas andere Art von Szenario. Klar, der Titel suggeriert dass die Avengers gegen Godzilla kämpfen. Und das tun sie auch! Tatsächlich. Wolverine wird heftigst verbrannt (zur Hälfte), Spider-Man tut sich schwer irgendwo umher zu schwingen, weil es einfach keine Gebäude gibt und alle sind irgendwie von der Situation genervt. Es ist wie ein Film, der mit Hintergrundkommentaren versehen wird. Wenn die Story in einen Rückblick wechselt, werden die Kommentare der Helden in Gedanken-Boxen dargestellt. Das ist ziemlich witzig, vor allem weil die meisten entweder clueless oder sarcastic sind. Noch witziger wird es allerdings, als man den Grund für den Kampf zwischen Godzilla und Fing Fam Foom erfährt. Den verrate ich allerdings nicht. Insgesamt: Eine Abwechslung zu den vorherigen Ausgaben. Eine mehr als willkommene Abwechslung. Nicht, dass die anderen Comics schlecht waren, aber das hier ist komplett anders. Und unfassbar witzig.

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: David F. Walker, Georges Jeanty
Hier ein Video von DopeSpill Comics:


Dienstag, 26. Mai 2026

Comic Book Review#677: Godzilla vs. X-Men (2025)

Um die Worte von DJ Khaled zu zitieren: "Another one."

Diesmal befinden wir uns, den Anschein nach, in den 1990ern. Zumindest sind die hiesigen Versionen der X-Men so gekleidet als würden sie der 1992er Zeichentrickserie entstammen. Der erste Schauplatz der Story ist die Küste von Japan. Godzilla greift den Hafen des technologischen Unternehmens "Tsugunai Robotics" an. Die ganze Situation wird vom Mutanten Shiro beobachtet. Der CEO der Firma

nimmt daraufhin, angeleiert durch Shiro, Kontakt zu Professor Charles Xavier von den X-Men auf. Die Mutantengruppe, angeführt von Cyclops, soll sich nun Godzilla vornehmen. Um den "King of the Monsters" angemessen bekämpfen zu können, stiehlt Remy LaBeau aka Gambit den "Super-Adaptoid". Dabei handelt es sich um ein kostüm-ähnliches Konstrukt, das in der Lage ist verschiedene Kräfte zu adaptieren. In Verbindung mit Pym-Partikeln kann es auch auf übermenschliche Größe wachsen. So setzen die X-Men es nach ihrer Ankunft in Japan an. Sie kombinieren darin ihre Superkräfte um gegen Godzilla vorzugehen. Fast schon wie bei einem Kampf a lá "Godzilla vs. Jet Jaguar". Doch Godzilla möchte nicht gegen sie kämpfen. Charles Xavier kann ja Gedanken lesen, doch die Gedanken Godzillas sind voll von Emotionen und nicht Worten. Irgendwas hat "Tsugunai Robotics" was Godzilla erheblich stört. Irgendwas unglaublich gefährliches.

Ohne hier großartig zu spoilern: Es gibt hier ein Comeback von Biollante, Battra und Rodan. Auf einem Haufen. Wie und warum genau, lasse ich an der Stelle mal offen. Es läuft alles nach einer alten Formel. Die Superhelden tauchen auf, um gegen Godzilla zu kämpfen. Doch es stellt sich heraus, dass er eigentlich nicht ihr Feind und die Sache etwas komplizierter ist. Ich muss sagen, an einem Punkt fand ich die Story überraschend gut. Ich hätte mir allerdings denken können, dass Xavier versuchen wird, Godzillas Gedanken zu lesen. Anyways: Die Story ist alles andere als schlecht, jedoch durchaus vorhersehbar. Es ist klar, dass die X-Men nicht wirklich gegen Godzilla kämpfen werden sondern gegen einen gemeinsamen Feind. Ich fänds ehrlich gesagt nicht schlecht, wenn es von vornherein so gewesen wäre - dann hätte man nicht diesen dummen "Achja, wusst ich's doch"-Moment. Und es wäre ein Ticken frischer gewesen. Es hat mir trotzdem Spaß gemacht.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Fabian Nicieza, Emilio Laiso
Hier ein Video von NotifrikiTV:


Dienstag, 19. Mai 2026

Comic Book Review#676: Godzilla vs. Spider-Man (2025)

Und weiter geht es mit der vollkommen wilden Fahrt von "Godzilla vs. Marvel". Diesmal trifft es New York City in den 1980er Jahren. Es ist eine Alternativ-Story, die absolut nicht kanonisch ist, aber wäre Godzilla Teil der Marvel Comics gewesen, dann hätte sie durchaus so passieren können. 

Die Story findet statt nachdem Peter Parker/Spider-Man an den "Secret Wars" teilgenommen hat und auf dem fernen künstlichen Planeten Battleworld das schwarze Kostüm aufgegabelt hat. Genau das Alien-Symbionten-Kostüm, dass später Eddie Brock befallen hat und ihn zu Venom gemacht hat. So ist

Peter in dem schwarzen Onesie unterwegs und kämpft auf den ersten Seiten gegen den Supervillain Shocker. Als plötzlich Godzilla auftaucht beschließen die Beiden das erstmal sein zu lassen. Spidey hinterlässt Shocker der Polizei und konzentriert sich dabei Godzilla abzulenken. Seine Freundin Mary Jane ist durch ein einstürzendes Gebäude gefährdet - zum Glück schafft er es, sein Vorhaben durchzuziehen sodass MJ am Ende von Black Cat (die heftigst in Peter verschossen ist) in Sicherheit gebracht wird. Ein gefährlicher Liebes-Dreieck dies das. Godzillas Schreie sind für das Alien-Kostüm jedoch äußerst schmerzhaft, sodass es sich in Panik von Peter löst. Und daraufhin Godzilla befällt. So ist Peter kurz damit beschäftigt Shockers Sonic Bracelets für den Kampf gegen den König der Monster zu benutzen, um ihn von den Symbionten zu lösen. Was auch funktioniert, sodass am Ende Godzilla gegen eine Venom-Version von sich selbst kämpft - und mithilfe von Spider-Man gewinnt. 

Nun gut. Es gibt sogar eine ofizielle Erklärung wieso Godzilla diesmal in die USA kommt. Er ist tatsächlich von der Anwesenheit des Symbionten angezogen. Sprich: Spider-Man ist schuld daran. Irgendwie. Ja. Ansonsten besteht die Story größtenteils aus dem Kampf zwischen Godzilla und Spider-Man, Venomgodzilla und Spider-Man und Godzilla und Venomgodzilla. Man hat sich an die "Zeitlinie" der Godzilla-Filme gehalten und Big G ein passendes Aussehen verpasst. Es ist nun der Heisei-Godzilla und nicht mehr der Showa-Godzilla. So ist es auch gut und passt perfekt zu einem Comic der in den 1980ern spielt. Außerdem haben wir eine äh Alternativ-Story zu dem Fall "Wie der gierige Journalist Eddie Brock Venom wurde". Aber das ist eine andere Geschichte. Insgesamt: Witziges Ding. Liest sich sehr flüssig. Führt aber im Grunde "nur" den Gedanken "Was wäre wenn Godzilla auf Spider-Man treffen würde" aus. Nur dabei trägt Spidey den schwarzen Anzug. Also, im Grunde genommen eine durchaus durchdachte Sache. Nur etwas kurzweilig. Aber spaßig.

Made by: Joe Kelly, Nick Bradshaw
7/10 Pfandflaschen
Hier ein Video von NotifrikiTV:


Dienstag, 12. Mai 2026

Comic Book Review#675: Godzilla vs. Hulk (2025)

Nach den Fantastic Four kommt nun der Hulk.

Diesmal spielt die Story irgendwann Ende der 1970er Jahre. Wir haben es allerdings immer noch mit dem Showa-Ära-Godzilla zu tun, also quasi derselben Riesenechse wie im "Godzilla vs. The Fantastic Four"-Comic. Zumindest sieht sie genauso aus. Die Handlung spielt sich ab in San Antonio (Texas), genauer gesagt auf der "Thunderbolt Ranch", also einer militärischen Forschungseinrichtung unter Leitung von General Thaddeus "Thunderbolt" Ross. Gerüchten zufolge soll tief unter der Erde der Hulk

und andere Monster gefangen sein. Allerdings gilt der Hulk als tot. Statt dem Hulk treffen wir allerdings auf Dr. Bruce Banner als auch Dr. Demonicus (dessen Gesicht entstellt und er eine Maske tragen muss). Demonicus arbeitet an einem Sarkophag, dessen Aufgabe die Gefangennahme von Godzilla sein soll. Um den Kaiju zu fangen manipuliert man Kumonga, die Riesenspinne, mit einem hochentwickelten technischen Gerät, damit dieser die Riesenmotte Mothra angreift. Godzilla, der sozusagen ein Freund Mothras ist, wird von ihren Schmerzen angezogen und eilt zur Hilfe. Daraufhin greifen Banner und Demonicus mit zwei restaurierten Mechagodzillas an. Doch als als das nicht hilft, zeigt Demonicus sein wahres Gesicht. Der "Sarkophag" ist in Wirklichkeit ein künstliches Ei. Darin wächst ein neues Monster, dass aus vielen verschiedenen DNAs zusammengeklumpt wurde: Hedorah. Der riesige, unförmige Haufen von Monster soll nun Godzilla besiegen und am Ende äh das Gleichgewicht auf der Welt wieder herstellen. Banner ist nicht gerade begeistert darüber, dass Demonicus gelogen hat. Dadurch und weil die Schmerzen beim Aufprall des Mechagodzilla so schwer sind, verwandelt er sich in den Hulk. Der grüne Hüne möchte nun Godzilla helfen. Normal.

Was soll eigentlich das "vs." im Titel? Liegts vielleicht daran, dass zuerst Dr. Banner gegen Godzilla gekämpft hat und Banner ja eigentlich Hulk ist? I don't know. Jedenfalls besteht die Story nicht nur aus Monsterkloppe sondern von durchaus realistisch dargestellten Allmachtphantasien eines entstellten Wissenschaftlers und naja auch eines US-Generals der glaubt auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Alles vernichten oder irgendwie unter die eigene Kontrolle stellen. Koste es was wolle. Das passiert, wenn man Geschäfte mit Wahnsinnigen macht. Sonst ist die Geschichte ziemlich...cool. Hulk hilft Godzilla, Hulk hilft der riesigen Spinne. Godzilla kämpft gegen Hedorah. Und ja die Gammastrahlen haben auch einiges zu bieten hier. Ich mag auch den modernen Touch der Zeichnungen. Dafür, dass das hier in den 1970ern spielt, sieht es trotzdem ganz schön modern aus. Weil es einfach die moderne Art und Weise zu zeichnen ist. Offensichtlich. So könnte es genauso in der heutigen Zeit spielen. Militäruniformen bzw. Uniformen von Minion-Wissenschaftlern in riesigen Bunkeranlagen sehen heutzutage eigentlich genauso aus. Wie auch immer. Ich fand die Story interessant und amüsant. 

Made by Gerry Duggan, Giuseppe Camuncoli
8/10 Pfandflaschen
Hier ein Video dazu von DopeSpill Comics:


Mittwoch, 6. Mai 2026

Comic Book Review#674: Godzilla vs. Fantastic Four#1 (2025)

Achtung! Die nächsten Monate werden all diese "Godzilla vs. Marvel"-One Shots auf diesem Blog vorkommen. Einer nach dem anderen. Zuerst hatten wir ja diese Justice League vs. Godzilla vs. Kong Crossover von DC/Legendary Pictures/TOHO. Nun sehen wir uns an, wie die Fusion von Marvel/Toho funktioniert. Interessanterweise hatte Marvel schon mal Godzilla Comics rausgebracht. Ein Review dazu findet ihr hier. 


Bei den One Shots handelt es sich quasi um Momentaufnahmen aus der Zeit von 1954 bis heute (?). Im ersten trifft der King of the Monsters auf die Fantastic Four im New York. Man nimmt sogar Bezug auf den ersten Film, in welchem Godzilla scheinbar besiegt wurde. Doch hier ist er wieder von den Toten zurück und greift New York an. Reed Richards, Susan Storm, Johnny Storm und Ben Grimm bündeln ihre Kräfte und verwandeln ihre Operationsbasis in eine Art elektrische Falle. So kommt es, dass der Gigant einen ebenso gigantischen elektrischen Schock erleidet und (scheinbar) bewusstlos wird. Doch das Problem ist noch lange nicht gelöst. Der schnell herbeigeeilte, ehemalige Herold des Weltenfressers Galactus klärt uns auf, was uns bevorsteht: Galactus hat einen neuen Herold, den er mit der kosmischen Kraft ausgestattet hat - ählich wie einst den Silver Surfer. Nämlich King Ghidorah, den dreiköpfigen Drachen und einen der fiesesten Gegner Godzillas. Er ist nämlich der einzige Herold, der es schaffen würde, die Erde komplett zu zerstören, sodass Galactus einen vollkommen geschwächten Planeten konsumieren kann. Die einzige Lösung für das neue Problem ist: Godzilla ebenfalls mit kosmischen Kräften auszustatten. Silver Surfer opfert also seine Kräfte und schon bald kämpfen Godzilla zusammen mit den Fantastic Four gegen King Ghidorah. 

Ich habe ja letztens diese oben erwähnten Justice League vs. Godzilla vs. Kong Crossover gelesen. Sie waren spaßig, gleichzeitig aber ziemlich hohl. Hier ist das Gegenteil der Fall. Da die F4 zu 3/4 aus Wissenschaftlern bestehen, geht es hier auch irgendwie wissenschaftlich zur Sache: Ein ganzes Gebäude in eine "electrical booby trap" verwandeln, mit den lichtbrecherischen Unsichtbarkeitskräften von Susan Storm ein riesiges Abbild von Ben Grimm zu kreieren sodass Ghidorah abgelenkt ist. Fantastisch, wirklich. Ansonsten ist das hier feinstes Monstergekloppe, was sich jedoch auf zwei Monster und vier Helden beschränkt und nicht auf drölf Monster und drölf Helden ausweitet. Meine Fresse ist das ein riesen Spaß. Man bringt quasi diese relative primitiven Kaiju-Kämpfe aufs Papier und verbindet sie mit den 1960er Charme der Fantastic Four. Ganz genau, wir haben es hier mit dem Godzilla der Showa-Ära zu tun. Insgesamt also das Beste vom Besten. Geschrieben von Ryan North und gezeichnet vom großartigen John Romita Jr. - dessen Werke ich das erste Mal vor rund 20 Jahren kennen gelernt habe, als er J. Michael Straczynskis "The Amazing Spider-Man" Run gelesen habe. 

8/10 Pfandflaschen


Dienstag, 10. März 2026

Comic Book Review#671: Machine Man#1 (1978)

Ich bin mir nicht mal mehr sicher, wo ich das hier aufgegabelt habe. Insta kann es auch nicht gewesen sein, who knows, egal. 

"Machine Man" handelt von den Abenteuern von....Machine Man. Einen menschlich aussehenden und menschlich denkenden Cyborg der unter uns Menschen weilt und den Namen Aaron Stack trägt. Einst

als Teil einer Reihe von Erfindungen auf die Welt gekommen, versucht er nun unauffällig zu sein. In der jüngeren Vergangenheit war er X-51, eine künstliche Intelligenz, eingebettet in einen menschlich aussehenden Körper. Allerdings sind die anderen "X"-Roboter völlig durchgedreht und haben mehrere Militärangehörige umgebracht. So hat Aarons Erfinder, der wegen seiner friedlichen Natur der Sache sehr sicher war, ihn frei gelassen. Auf den ersten paar Seiten rettet Aaron einen unachtsamen Bergwanderer, der abgestürzt ist, sich an einem Ast festhält und in die Tiefe zu fallen droht. Aaron aka Machine Man kann jedoch seine Arme, ganz Inspector Gadget mäßig, ausfahren und schafft es, ihn zu retten. Die Freunde des Mannes sind sehr erstaunt darüber. Doch er kann sich nicht lange aufhalten und seine Reise geht weiter. So trifft er im Wald einen Mann, dessen Weg von einem riesigen umgestürzten Baum versperrt ist. Er bewegt den scheinbar unbeweglichen Baum vom Weg und anschließend bietet der Fremde ihn eine Mitfahrt in seinem Auto an. Es stellt sich heraus, dass er Psychiater ist und ihm bei der Findung seiner Selbst helfen kann. Währenddessen woanders: Colonel Kragg, der Mann dessen Soldaten von den anderen X-Robotern umgebracht und ihm selbst ein Auge entfernt haben (?) schwört nun Rache. Mithilfe eines Homing Devices in Aarons Schädel will er ihn nun ausfindig machen und seine Soldaten die Drecksarbeit machen lassen. Der Roboter in Menschengestalt muss sterben.

Gezeichnet und geschrieben vom großartigen Jack Kirby. Farben von Petra G. Aus heutiger Sicht mag das Szenario vielleicht wie altbacken erscheinen. Schließlich gab es schon genug Geschichte über Cyborgs in Menschengestalt, die das menschliche in ihrem Inneren für sich entdeckt haben - und genug von Menschen die was dagegen hatten. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für die damalige Zeit noch relativ neu war. Ich vermute auch mal, dass die Idee für das exakte Design von Machine Man vom folgenden Gedanken kam "Was wäre wenn ich meine Beine ausstrecken, mene Füße zu einem Skateboard umfunktionieren kann und fliegen kann, was ist wenn ich eine tatsächliche Maschine wäre?". Und so wurde das auch treffend umgesetzt. Anders als einige andere Comics zu der Zeit schafft es dieser Kirby-Klassiker tatsächlich eine kohärente Story zu erzählen, die zwar relativ schnell erzählt aber spannend ist. Ich sehe auch, trotz des pseudowissenschaftlichen Inhaltes, keine Logiklöcher. Also, ich zumindest nicht. Meiner Meinung nach eine durchaus vergessene Perle. 

8/10 Pfandflaschen
Hier ein Video dazu von MerryMarvelite:


Dienstag, 16. September 2025

Comic Book Review#647: The Incredible Hulk#417 (1994)

Ja, ich habe diesen Comic ebenfalls auf Instagram gefunden. Fand das Cover tatsächlich sehr (90er Jahre) witzig und wollte unbedingt mehr über den Inhalt wissen.


Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Zeit für den Hulk. Er ist nicht mehr das Savage Beast von früher sondern in seiner "Professor Hulk" Phase. Sprich: Er sieht aus wie der Hulk, bewegt sich wie der Hulk, ist aber von seiner Art her schlicht und einfach Dr. Bruce Banner. Soll heißen, dass Bruce Banner endlich Frieden mit seinem Alter Ego geschlossen hat. Oder andersherum. Trotzdem plagen ihn Alpträume als auch Visionen von einer düsteren Zukunft. Um sich damit mehr auseinanderzusetzen sollte man "The Incredible Hulk: Future Imperfect" lesen. Dort traf Hulk auf eine böse Zukunftsversion von sich, namens Maestro und seitdem kann er sein Gesicht aus seinen Erinnerungen nicht löschen. Zu Beginn der Ausgabe besucht er seinen Psychiater Doc Samson und erzählt ihn von den trüben Gedanken die ihn plagen. Kurz darauf erfahren wir dass Hulks/Bruce Banners Kumpel Rick bald heiraten wird. Und das obwohl er sich vor kurzem mit seiner Verlobten Marlo heftig gestritten hat und ihre Hochzeitsplanerin, Betty Ross, alles umschmeißen musste, weil sie die Hochzeit abgesagt haben. Nachdem sie sich versöhnt haben war Betty nicht grade begeistert darüber dass all ihre Mühe umsonst war. Nun steht der Besuch von Marlos Mutter an, als auch zwei Jungesellen/Junggesellinnen-Abschiede. So treffen sich Hulk, Rick, Captain America, Iron Man, Vision und diverse andere Superhelden in einer Lagerhalle. Rick betrinkt sich ordentlich und eine Zauberkünstlerin die von Captain America angestellt wurde kommt an. Es stellt sich allerdings raus, dass sie eine Stripperin ist. Danach gucken sich die Superhelden einen Film mit vielen Nacktszenen an. Währenddessen sind Marlo, She-Hulk, Sue Storm und andere Frauen in einem Stripclub als dieser von einer Gruppe Räuber angegriffen wird. Zum Glück können sie ihre Superkräfte einsetzen um schlimmeres zu verhindern.

Bis auf den kleinen Zwischenfall im Stripclub kommt man hier also komplett ohne irgendwelche Fights aus. Wobei selbst da keinerlei Menschen verletzt werden und kein Blut vergossen wird. Stattdessen fokussiert sich die Geschichte auf die beiden Feiern als auch die seelischen Schmerzen unter welchen Hulk leidet. Es trifft ihn sehr, dass er sein (mögliches) zukünftiges Ich getroffen hat. In den wütenden Augen des Maestros hat er nämlich die wütenden Augen seines gewalttätigen Vaters wiedererkannt. Ich würde untertreiben, wenn ich sagen würde dass er sich sehr fürchtet. Das Design von Hulk ist zudem unfassbar witzig. Er sieht einfach aus wie ein grünhäutiger Gigachad. Das Geschehen drumherum lässt einen kaputt lachen. Die Stripperin, die Tatsache dass Hulk überall mit dem Kopf gegen stößt, der betrunkene Rick, ein vollkommen ahnungsloser Captain America und eine She-Hulk die schlechte Witze reißt. Das hier ist ein wahres Meisterwerk. Es ist wirklich höllisch amüsant, selbstreferenziell und einfach nur lustig. Das wahre Leben der Superhelden eben. Geschrieben von Peter David und gezeichnet von Gary Frank. I love it.

8,5/10 Pfandflaschen



Mittwoch, 13. August 2025

Comic Book Review#642: Omega the Unknown#3 (1976)

Bei "Omega The Unknown" oder einfach nur "Omega" handelt es sich um einen Superhelden, der irgendwie, irgendwann von einem weit entfernten Planeten zu uns runter kam und jetzt hier für das Gute kämpft. Oder so. Jedenfalls wurde er in einer oder zwei Ausgaben davor von dem Bösewicht Electro (das ist dieser mit dieser schäbigen Maske) gefangen genommen. Nun ist er dank seiner Fesseln kraftlos und muss sich Electros Sermon anhören, wie geil und besser er ist. Dazu kommt noch, dass er sich mit Omegas Erzfeind, einer schwarzen, gesichtslosen Figur die seit längeren Jagd auf ihn macht, zusammen getan hat. Er will später Omega an ihn "überliefern" sodass er mit ihn machen kann was er will. Dazu

kommt noch, dass Electro eine Charity TV-Sendung kapert und alle Spendeneinnahmen, die dort hingeschickt werden kapern will. Es kommt zu einem Kampf zwischen den drei Superwesen live im Fernsehen. Omega kann gewinnen, weil ein kleiner gehbehinderter Junge namens Freddie ihn hilft. So weit, so uninteressant. Viel interessanter ist die Geschichte eines Jungen namens John-Michael der vor kurzem noch von seinen Eltern zuhause unterrichtet wurde. Eine Zeit lang lag er im Krankenhaus, doch nun ist er bereit entlassen zu werden und tatsächlich das erste Mal in eine neue Schule zu gehen. Dort wird er mit Bullies konfrontiert und verstörenden Verhalten von anderen Kindern.

Die eine Hälfte der Story ist wirklich nicht schlecht. John-Michael ist nicht naiv oder so, er kennt einfach die Welt da draußen nocht nicht. Er versteht nicht, wieso ein anderes Kind was gegen ihn hat und ihn anpöbelt. Es gibt für ihn keine logische Erklärung dafür. Ich finde es interessant und gleichzeitig auch nachvollziehbar. Abseits von John-Michaels Konftronation mit der Welt gibt es hier einfach nichts was irgendwie....haften bleibt. Der Kampf zwischen Omega und Electro ist einfach stinklangweilig und sein Teil der Ausgabe so oder so. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass Omega heutzutage in irgendeinem Comic vorkommt. Soweit ich das nachvollziehen kann, gibt es zwischen dem Jungen und dem Superhelden irgendeine psychische Verbindung, die ich allerdings nicht wirklich raus lesen kann. Achso! Das ganze Ding heißt "Burn while you learn" :D

Made by: Steve Gerber, Mary Skrenes, Jim Mooney
4/10 Pfandflaschen


Dienstag, 5. August 2025

Comic Book Review#641: Marvel Premiere#38 (1977)

Das hier ist der erste Auftritt von "Weirdworld", einer fiktiven Welt, angesiedelt irgendwo im Marvel-Universum. Irgendwann im Jahre 2015 als eine Art Sequel der Storyline "Secret Wars" rausgekommen ist, wurde "Weirdworld" zum Teil des Planeten "Battleworld". Das hier hat damit allerdings nichts zu tun. Es ist kurzes aber feines Fantasy-Vergnügen.


Wir befinden uns auf Weirdworld. Eine elfenartige, kurze Gestalt namens Tyndall von Klarn wird von den Anwohnern eines Dorfes, lauter Zwergen beauftragt "das Herz des Bösen" zu zerstören. Also begibt er sich auf den Weg tief hinein ins Weirdworld um das ominöse Herz zu finden. Er weiß allerdings nicht so richtig, worum es geht. Im Skelett eines Leviathans findet er einen Orb vor, der sich als Ei rausstellt, aus welchem eine weitere Elfengestalt namens Velanna schlüpft. Sie hat genauso spitze Ohren wie er. Er denkt zuerst, dass es sich bei dem Orb um das Herz handelt, da aber Velanna keine böse Person zu sein scheint, freunden sie sich an und führen sein Quest weiter. Es geht dann zu einem Sumpf, wo sie von einer riesigen Sumpfschlange angegriffen werden. Im Endeffekt werden sie von einem bösen Zauberer "gerettet", der Velanna gefangen nimmt. Er hat noch eine weitere junge Frau in seiner Gefangenschaft, die er unbedingt heiraten will. Sie würde ihn aber niemals heiraten, weil er so alt und hässlich ist. Also beauftragt er Tyndall damit, einen riesigen Drachen zu töten und sein Blut zu schöpfen. In diesem Blut möchte er später baden um wieder jung zu werden. So begibt sich Tyndall auf der Suche nach einem Drachen und wird die ganze Zeit durch einen magischen Spiegel von dem Zauberer beobachtet. Doch es ist nicht alles so wie es scheint und irgendwie ist am Ende der ganze Quest im Arsch.

Was zur verdammten Hölle? Also es fängt richtig interessant an. Bzw. wie eine Kurzgeschichte. Mitten im Geschehen. Der Elf, oder die elfenartige Gestalt, macht den Quest weil er denkt dass die Zwerge ihn hassen und er beweisen will, dass er eine gute Person ist. Die Geschichte nimmt irgendwie Fahrt auf, es wird etwas komisch als der Zauberer auftaucht und noch komischer als Tyndall den Drachen töten soll. Es endet alles abrupt und man hat das Gefühl dass das angefangene Abenteuer irgendwie...im nichts geendet ist. Auch wenn Tyndall und Velanna eine Lektion für sich gelernt haben. Die Zeichnungen sind richtig cool. Dafür waren Mike Ploog und Alex Nino verantwortlich. Sie haben auch hundertprozentig bei der ersten Verfilmung von "The Hobbit" abgeguckt. Generell ist hier alles eine Hommage an Herr der Ringe bzw. die ganze Lore drumherum. Geschrieben hat das ganze Doug Moench, der später für richtig viel Material bei DC verantwortlich war. 

6,75/10 Pfandflaschen


Dienstag, 22. Juli 2025

Comic Book Review#639: Apache Skies#1-4 (2002)

Hierbei handelt es sich um eine vierteilige Fortsetzung von "Blaze of Glory", welches vom gleichen Autorenteam geschrieben und gezeichnet wurde. 


Im Mittelpunkt steht eine Geschichte aus dem Jahr 1886, die sich im Wilden Westen abspielt. Zunächst kriegen wir anschaulich dargestellt, was im Vorfeld passiert ist. Als die amerikanischen Ureinwohner vertrieben und in Reservate gesperrt wurden, gab es einen von ihnen der stets für seine Leute eingestanden ist. Apache Kid, Sohn eines Angelsachsen und einer Apache. Sein größtes Ziel war eine Einigung zwischen den
Kolonisten und den Ureinwohnern, nachdem er eingesehen hat dass der "Weiße Mann" nirgendwohin gehen wird. Er stand stets für Gerechtigkeit ein. Doch eines Tages wurde er hinterrücks erschossen. Nun begibt sich Rawhide Kid, der Apache Kid immer zur Seite stand auf die Suche nach dem Mann der ihn umgebracht hat. Oder ihn hat umbringen lassen. Doch es gibt noch jemanden, der das gleiche Ziel vor Augen hat. Eine Frau die in einer Beziehung mit Apache Kid war und nun seine Identität angenommen hat. Rawhide Kid (echter Name: Johnny Bard) und Apache Kid (echter Name: Rosa) tun sich also widerwillig zusammen um mehr rauszufinden und um...mehr Leute abzuknallen. Tatsächlich schaffen sie es den direkten Mörder von Apache Kid (echter Name: Daziil) zu finden und zu erschießen. Das bringt aber harte Konsequenzen mit sich. Eine ganze Stadt will nun ihre Köpfe. Doch sie schaffen es zu fliehen und alle Pferde zu stehlen. Sehr zum Ärger vom Vater vom Billy Tyler (Daziils Mörder), der über den Tod seines Sohnes erbost ist und von seinen Schergen die Stadt abfackeln und seine direkten Untergebenen erschießen lässt. 

"Apache Skies" ist tatsächlich ein würdiger Nachfolger von "Blaze of Glory", allerdings bietet die

Reihe den Lesern etwas vollkommen anderes. Während die erste Reihe noch "allgemein" bei Marvel erschienen ist, ist das hier nicht mehr der Fall. "Apache Skies" wurde unter Marvels "MAX"-Imprint rausgebracht. Sprich, einem Unterverlag der sich eher an erwachsene Leser richten. Das heißt im Endeffekt, dass hier wesentlich mehr geballert und umgebracht wird und die Stimmung 1000%ig finsterer ist als beim Vorgänger. 

Es geht nicht mehr darum, die letzten Abenteuer von "upgedateten"
Marvel-Western-Helden zu erzählen sondern um eine kurze abgeschlossene Geschichte die von zwei Individuen mit einem gemeinsamen Ziel handelt. Oder um es kurz und knapp zu halten: Revolverheldin und Revolverheld ziehen los um Rache zu üben und hinterlassen jede Menge Leichen und Verletzte. Allerdings retten sie auch dabei mehrere Leben und die Graphik ist einfach phänomenal. Obwohl sie mich an Zeichnungen von Simon Bisley erinnert, stammt sie tatsächlich von Leonardo Manco, während die Story von John Ostrander geschrieben wurde. Wie schon bei "Blaze of Glory". Insgesamt ist das hier eine wesentlich düstere und grimmigere Story, was allerdings nicht bedeutet, dass sie irgendwie schlecht ist. Nur vollkommen anders. 

8/10 Pfandflaschen




Dienstag, 15. Juli 2025

Comic Book Review#638: Blaze of Glory: The Last Ride of the Western Heroes#1-4 (2000)

Allrighty. Was wir hier vor uns haben ist eine vierteilige Miniserie namens "Blaze of Glory: The Last Ride of the Western Heroes". Als ich zum ersten Mal davon gelesen habe, habe ich nicht aufgeschnappt dass es sich um eine Marvel-Reihe handelt. Das Design sah nämlich dem von "Preacher" ziemlich ähnlich. Tatsächlich geht es hier um die Abenteuer von verschiedenen Marvel-Western-Helden, die hier in einer zusammenhängenden Geschichte vereinigt werden. Gleichzeitig werden ihre Hintergrundgeschichten aufgebessert und die Outfits zeitgemäß gestaltet. Soll heißen, dass sie wesentlich authentischer aussehen als in ihren ursprünglichen Comic-Reihen. Die Helden, die in dieser Miniserie zu sehen sind heißen: Two-Gun Kid, Red Wolf, Rawhide Kid, Gunhawk, Kid Colt: Outlaw, Caleb Hammer und Ghost Rider.


Der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die Stadt Wonderment im noch-nicht-Bundesstaat Montana. Sie wurde gegründet von ehemaligen Sklaven, amerikanischen Ureinwohnern und Weißen. Die Afro-Amerikaner die dorthin emigriert sind, wurden in der Geschichte bekannt als "Exodusters". Reno Jones, ein schwarzer ehemaliger Revolverheld lebt hier mit seiner Familie in Frieden. Als die Stadt eines Nachts von einer Gruppe bewaffneter Banditen aufgesucht wird - die allesamt KKK-mäßige Masken tragen - wird es Zeit für einen großflächigen Schutz. Die Angriffe folgen nämlich in darauffolgenden Nächten. Ein befreundeter Stamm fragt einen bekannten Krieger nach Hilfe. Reno selbst sucht mit einem Kumpanen (einen französischen Trapper namens Marcel Fournier) nach mehreren

Revolverhelden, die eigentlich ihre Karrieren längst aufgegeben haben. Beispielsweise wird Rawhide Kid von ihm aufgefunden, der nun als Teil der "Wild West Show" von Buffalo Bill fungiert. Reno rekrutiert sowohl ihn als auch Kid Colt. Ihnen folgt ein Kopfgeldjäger namens Gunhawk, der es auf Colt und Rawhide abgesehen hat. In der zweiten Ausgabe findet ein Anwalt namens Clay Harder, der früher ebenfalls als Outlaw in Erscheinung getreten ist (Two-Gun Kid) durch einen Magnaten namens Riley heraus, was es mit den Angriffen auf Wonderment auf sich hat. Rileys Firma möchte eine große Metallurgie-Fabrik in der Stadt aufbauen und die Gegend komplett ausbeuten. Dafür möchten sie die Anwohner vertreiben. Währenddessen rekrutiert Reno immer mehr Revolverhelden für seine Sache. 

Die dritte Ausgabe ist im Prinzip voll mit einer einzigen, riesigen Schießerei. Die "Nightriders", die oben erwähnte Gruppe von Männern die Wonderment seit Monaten terrorisieren gerät in einen riesigen Shoot-Out mit unseren Helden, die sich irgendwie retten können. Am Ende gelangen sie tatsächlich in die Stadt und fangen an, die Anwohner für eine Verteidigung gegen die "Nightriders" zu schulen. Zum ersten Mal taucht hier auch die Western-Version vom Ghost Rider auf. Die letzte Ausgabe behandelt dann den ultimativen Showdown zwischen den Western-Helden, den Anwohnern von von Wonderment, Ureinwohner-Stämmen und den Halsabschneidern von den "Nightriders".


Die Zeichnungen sind wohl mit das allergeilste an der Reihe. Ein absolutes Fest fürs detailverliebte Augen. Sehr realitätstreue Darstellungen von Gebäuden, Klamotten und Ausstattungen der ganzen Charaktere. Die
letztgenannten sind vielleicht nicht die vielschichtigsten aber besitzen dennoch sowas wie eine Tiefe. Zumindes die Helden. Da gibt es einige, die einfach auf einer Spur von Blut und Gewalt sind und da niemals rauskommen, einige die rausgekommen sind und immer wieder auf das gleiche Schema reinfallen und es bereuen. Dann gibt es diejenige die auf Rache aus sind und natürlich diejenigen die nur ihrem Kopfgeldjägertum fröhnen. Im Endeffekt ist alles sehr sehr blutig und kaum einer überlebt es. Es ist ein Fest für all die Leser, die gerne Schießereien im großen Stil nachverfolgen. Wirklich sehr sehr episch.

Made by: John Ostrander, Leonardo Manco
9/10 Pfandflaschen



Dienstag, 17. Juni 2025

Comic Book Review#634: The Punisher#94-95 (1994)

Faszinierend. Während ich dieses Review schreibe ist die Ausgabe#94 von Punishers 1987er Run ziemlich genau 30 Jahre alt geworden. Ich weiß nicht, wie ich genau dazu kam, diese beiden Ausgaben zu lesen, aber es war eine gute Idee.

#94: "No Rules, Part 1"

Den Großteil der Ausgabe ist Frank Castle, der Vigilant der unter dem Namen Punisher auftritt, dabei einen Verbrecher über den Dächern zu jagen. Seitdem seine Familie von der Mafia umgebracht wurde, hat er Rache geschworen und liquidiert seitdem Verbrecher schonungslos. Diesmal jagt er einen riesigen

Typen im roten Anzug, der den Namen Grisholm trägt. Der Mann ist unfassbar groß und stark, seine Faustschläge gleichen Erdbeben, nichts kann ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Frank und Grisholm prügeln sich, rennen weiter, stets über den Dächern von New York (?). Sie schaffen es irgendwie, einander zu verletzen. Im Grunde dreht sich die erste Hälfte des Comics darum, wie Frank Grisholm verfolgt und sie sich währenddessen prügeln. In der zweiten Hälfte ist diese Verfolgungsjagd allerdings vorbei. Grisholm und der Punisher brechen durch das Dach einer nicht grade angenehmen Halle in welcher regelmäßig illegale Kämpfe ausgetragen werden. Plötzlich sind sie umgeben von lauter Schlägern im Publikum und im Ring. Auf einmal muss eine andere Strategie gefahren werden. Grisholm wird Frank jetzt lebendig wesentlich nützlicher sein, als tot. Also tun sie sich, für den Moment zusammen um einen Haufen aggressiver Typen gemeinsam abzuwehren.

Meine Fresse, ist das gut. Ein wahres Fest für die Augen. Obwohl der Comic von 1994 ist, ist hier kaum ein 90er Jahre Klischee zu finden. Keine komische Story, die sich über drölf Ausgaben von vier verschiedenen Serien erstreckt. Einfach nur Frank Castle, der einen Verbrecher jagt, ihn auf die Schnauze haut usw. usf. Und natürlich noch mehr, ist klar. Die Gesichter sind sehr menschlich und aggressiv und tatsächlich echt brutal hässlich. Zeichner Frank Teran hat es sich zur Augabe gemacht die Mimik während eines Aggressionanfalls wirklich detailgetreu umzusetzen. Ganz zu schweigen von all den Akrobatikverrenkungen die gar nicht unrealistisch sind. Geschrieben haben diesen Ausschnitt aus Franks Leben die beiden Autoren Dan Abnett und Andy Lanning. Und sie haben eine verdammt gute Arbeit gemacht. Es ist ein wahrer Comic-Action-Schinken, der sich verdammt schnell bewegt!

8,5/10 Pfandflaschen

#95: "No Rules, Part 2"

Und es geht weiter. Grisholm und Punisher wurden von dem Obermacker der die ganze Spelunke leitet gefangen genommen. Der Typ wird Irish Joe genannt (nein, es ist nicht Joe Biden). Da sie ihn ganz schön den Laden demoliert haben, beschließt er sie in den Ring steigen und kämpfen zu lassen gegen seine besten Leute. Das natürlich vor einen nach Blut lechzenden Publikum, dass bereit ist Eintritt zu zahlen und zu wetten. Gesagt, getan. Punisher und der Mafia-Ganove Grisholm gegen zwei übergroße Halsabschneider. Es wird gekämpft, doch irgendwann als unsere beiden Helden die Oberhand

gewinnen, beschließt Irish Joe unfair zu werden. Also eröffnet er Feuer. Kurze Zeit später wird der Laden gestürmt, und zwar von niemand geringeren als bewaffneten Goons die zu Grisholm gehören. Da Punisher und er notgedrungen Partner waren und sich gegenseitig das Leben geretten haben, hat Grisholm nun Respekt vor ihm und weist seine Leute an, ihn nicht zu töten. Den Gefallen kann Frank Castle allerdings nicht zurückgeben. Später, als Grisholm sich in seine Villa zurück gezogen hat, taucht er auf mit einem geladenen Maschinengewehr.

Eine weitere Ausgabe voller irrer Fights, verzerrter Gesichter und brutaler Hässlichkeit. Und natürlich endet es so, wie ich es vermutet habe. Der Punisher hält nichts von "Ehre unter Dieben" oder sonstwas. Es ist ihm egal, ob Grisholm ihm das Leben gerettet hat oder sie beide fair miteinander gekämpft haben. Für ihn ist er trotzdem ein Verbrecher, der "bestraft" gehört. Alles in allem sind diese beiden Ausgaben eine wirklich brutale Tour de Force. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell das alles in einem Film ablaufen würde. Es ist faszinierend. Ich bin begeistert.

8,5/10 Pfandflaschen



Dienstag, 3. Juni 2025

Comic Book Review#632: Venom: Lethal Protector#1 (1993)

"Venom: Lethal Protector" ist eine sechsteilige Miniserie, rausgekommen zwischen Februar und Juli des Jahres 1993. Es ist die erste eigene Reihe über Venom, die ihn das erste Mal als Anti-Helden und nicht als Bösewicht präsentiert.


Vor den Ereignissen in dieser ersten Ausgabe haben Spider-Man/Peter Parker und Venom/Eddie Brock vereinbart, dass sie einander in Ruhe lassen. Venom hat zusätzlich versprochen, keine Verbrechen mehr zu begehen und sich zu ändern. So reist Eddie Brock tatsächlich in seine Heimatstadt San Franciscor und trägt von nun an eine Vokuhila. Als erstes werden wir Zeuge, wie er einen Handtaschenräuber (Steigerung von Handtaschendieb) verprügelt und der geretteten Frau als Venom ordentlich Angst einjagt. Später versucht er, in seiner menschlichen Gestalt, in einem Hotel einzuchecken. Doch leider erspähen ihn zwei Polizisten, die ihn auf einer Fahndungsliste vorgefunden haben, und versuchen ihn daraufhin zu verhaften. So kommt es leider, dass er die beiden verprügeln muss, was er bedauert. Die Auseinandersetzung mit den Polizisten führt zu Meldungen über die Sichtung Venoms die dann weit über San Francisco hinausgehen. So erfährt Peter Parker während einer Schicht bei der Zeitung "Daily Bugle" darüber und beschließt, trotz der Vereinbarung mit Venom, doch nach San Francisco zu fliegen und äh "ihn zu konfrontieren". Nach seiner Ankunft erwischt Peter als Spider-Man Venom wie er mehrere Polizeibeamte verprügelt. Es stellt sich allerdings heraus, dass das keine Polizisten sind sondern angeheuerte Goons, die dafür da sind Obdachlose zu verprügeln und zu vertreiben. Venom schafft es, trotz Spideys Einmischung die Wohnungslosen zu retten. Sie führen ihn in einen unterirdischen Schacht, wo sie auf in Robotern steckende weitere angeheuerte Goons treffen, die ihnen (noch mal) nach den Leben trachten.

In dieser Ausgabe, und in den weiteren, steckt auf jeden Fall noch mehr. Irgendwann geht es auch um weitere Nachkommen des Venom-Symbionten und um einen Army-Offizier, dessen Sohn irgendwann durch Venom ums Leben gekommen ist, der jetzt nach Rache dürstet. Im Grunde genommen ist es eine Geschichte die Venoms Status als Anti-Held festlegt und ihn einen Neuanfang bietet. So wie es desöfteren war, wenn einem Character eine eigene Miniserie "genehmigt" wurde. Soweit ich mich erinnern kann, war es so ähnlich auch mit Spider-Mans Klon Ben Reilly, der als "Scarlet Spider" unterwegs war. Wie auch immer. Die erste Ausgabe ist ein leider relativ kurzweiliges Vergnügen, dass allerdings wesentlich mehr verspricht. Geschrieben von David Micheline, gezeichnet von Mark Bagley. Gar nicht voll mit 90er Jahre Sound Effects. Hier ist, meines Erachtens, relativ wenig von dieser Art von Klischee zu sehen. Auch keine merkwürdigen körperlichen Verrenkungen oder bescheuerte Kostüme. Insgesamt: Lässt sich sehen!

8/10 Pfandflaschen


Dienstag, 22. April 2025

Comic Book Review#626: ALF Annual#2 (1989)

Ich habe das Cover zu diesem Comic das erste Mal vor Ewigkeiten auf Instagram gesehen. Soweit ich mich erinnern kann, hat der Zeichner Bill Sienkiewicz, der hier für das Cover verantwortlich sit, eben dieses gepostet. Da Sienkiewicz ein großartiger Künstler ist, hat es mich gewundert dass er für eine Comic-Reihe wie ALF, die eher weniger mit seinem Metier zu tun hat, gezeichnet hat. Allerdings handelt es sich hier nur um das Cover. Die Zeichnungen im Comic selbst stammen von Dave Manak, die Stories von Michael Gallagher. Es handelt sich um eine "Annual" Ausgabe, also eine jährliche. Das heißt, dass sie dicker als die durchschnittliche monatliche Ausgabe ist. 


Hier sind mehrere Geschichten vertreten. Ich erinnere mich relativ ungenau an die ALF-Sitcom, die ich gesehen habe als ich klein war. Ich war damals tatsächlich durchaus ein Fan und besaß sogar einen lebensgroßen ALF in Form eines Plüschtieres. Meine Oma hat sich nachts mal erschreckt als er auf dem Bett saß. 

Die Stories sind durchaus trivial aber lustig. Die erste, "Bad Day At Blackout" handelt davon wie ALF mit einem komplizierten Haartrockner den ganzen Bezirk lahm gelegt hat. Es gab so oder so Probleme mit der Stromversorgung, sodass die Tanners (ALFs Gastfamilie) bis morgen früh nicht die Lüftungsanlage benutzen durfte. Da der Außerirdische über sowas wie Schuldgefühle verfügt, fliegt er zum lokalen Kraftwerk um den Strom zu dirigieren und alles wieder in Ordnung zu bringen. In einer anderen Story beschwert sich Brian, der kleine Sohn der Tanners, darüber dass die Eltern nur noch Augen und Ohren für seinen neugeborenen Bruder Eric haben. So erzählt ihm ALF aus dem Nähkästchen bzw. gibt einen ordentlichen Melmac-Flashback wieder. Wir erfahren wie es damals auf seinem Heimatplaneten war und er selbst einen neuen Bruder bekam. Seine Gefühle waren ähnlich. Er war eifersüchtig. Doch als der kleine bei einem Einkaufszentrum-Besuch Angst vor einem hiesigen Santa-Claus-Substitut (nennt sich Oyster Bunny und sieht auch so aus: fürchterlich) bekommen hat und weggelaufen ist war ALF bereit seine Mutter bei der Suche zu helfen. Als der junge dann von einem finsteren Organhändler (!!!) gekidnappt werden sollte, schritt sein großer Bruder ein und rettete ihn. Eine weitere, wesentlich komischere Story: "Interview with a Hampire" handelt vom Besuch von Melmac: Ein Cholerestin/Fett-Vampir vom ALFs Heimatplaneten besucht die Erde und macht Jagd auf ihn. Sein Name ist Melmacula und seine Opfer werden ebenfalls zu Fett-Vampiren. 

Das sind nur einige von mehreren Geschichten. Wobei ich hier nicht jede durchkauen will. Es sind durchaus witzige, wie oben erwähnt, triviale Sachen. Die Spannweite reicht von alltäglich, lustig bis vollkommen surreal und durchaus merkwürdig. Der Humor ist im Grunde der gleiche wie bei der Sitcom, nur dass ALF mehr Anspielungen auf die Comic-Welt neben seiner Erwähnungen der Film/Pop-Kultur. Die Tanners und die anderen Menschen sind "simplifiziert" worden bzw. "cartoonisiert". Allerdings ist es sofort wieder zu erkennen, wer wer ist. Meines Erachtens ein durchaus leicht verdaulicher und tatsächlich witziger Comic, der aber wahrscheinlich bei der Fülle an ALF-Merchandise etwas untergegangen ist.

7,5/10 Pfandflaschen


Dienstag, 15. April 2025

Comic Book Review#625: Weapon X#1 (2002)

Dieser Comic hat nichts mit irgendeiner Hintergrundgeschichte von Wolverine (der ja stets Weapon X genannt wurde) zu tun. Stattdessen handelt es sich hier um die Abenteuer einer Gruppe von Mutanten, die einem finsteren Militär-Typen unterstehen. Sie fungieren als eine Art Söldnertruppe, die dreckige Jobs erledigen. Unter ihnen ist auch ein Dinosaurier-Mutant namens Sauron dabei, der sich von menschlicher Energie nährt. Zuallererst sehen wir aber tatsächlich Wolverine. Und zwar in einem Alptraum von Malcolm (dem besagten Befehlshaber der Mutanten). In diesem Traum arbeitet er als Wächter exakt dieser Einrichtung, in welcher Wolverine damals gefangen gehalten wurde. Er wird von ihm überwältigt, kann ihn aber töten nur um danach von mehreren anderen Mutanten angegriffen zu

werden. Der Comic fokussiert sich auf zwei Missionen von Weapon X. In erster überfallen sie die Sitzung einer Terroristengruppe namens Zodiac, die einen Transmorphen Mutanten gekidnappt hat, der in der lage ist aus jedem Stück Metall irgendwas nützliches zu erschaffen. Genau dieser Mutant wird sich als nützlich erwiesen, denn insgeheim hat der äh dings hier, der Obermacker von Weapon X ein geheimes Supergeheimprojekt vor. In der zweiten Mission sollten sie jemand anders "an sich reißen", die Mutantin wurde aber von einem anderen Mutanten namens Sabretooth umgebracht. Der auch auf dem Cover ist und im Comic kaum zu sehen.

Meine Fresse ist das langweilig. Es ist dasselbe Schema wie so oft. Eine Gruppe von Supertypen/Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und einander nicht so grün sind arbeitet für irgendeinen Oberschnösel der sie alle eigentlich nur für seine finsteren Zwecke ausnützt und manipuliert weil er einen Gefallen daran findet. Und natürlich hat er irgendwas superkrassböses vor. Wenn ich nicht so gelangweilt wäre von der Handlung hätte ich das hier weiter spinnen können. Nein, danke. Darüber hinaus gehen mir die Zeichungen von George Jeanty gehörig auf den Zeiger. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich, warum. Vielleicht ist das die Gestaltung der Gesichter. Nee, das hier ist murks.

0/10 Pfandflaschen




Dienstag, 8. April 2025

Comic Book Review#624: Spider-Man#22 (1992)

Eigentlich wollte ich die Ausgabe#21 von "Spider-Man" reviewen, die 1992 erschienen ist. Doch beim Lesen ist mir irgendwie aufgefallen, dass mir alles bekannt vorkommt....Also schnappte ich mir einfach die nächste Ausgabe. Ist doch auch cool, oder?

Wir haben die folgende Situation. Die Sinister Six, bestehend aus Dr. Octopus, Electro, Hobgoblin, Vulture, Mysterio und Sandman müssen grade eine Zerreißprobe bestehen. Sie streiten sich wegen irgendwelcher Nichtigkeiten, doch jetzt grade haben sie ein größeres Ziel vor den Augen. Sie werden nämlich, u.a. mithilfe eines neuen Verbündeten aus einer anderen Dimension (der vor ein paar Jahren ein kleines Comeback in The Amazing Spider-Man gefeiert hat) eine ganze Basis der terroristischen
Organisation HYDRA einnehmen und für sich beanspruchen. Peter Parker/Spider-Man hat in der letzten Ausgabe eine schwerwiegende Verletzung erlitten, sodass sein Arm in ein technologisch hochgerüstetes Spezialeinband gewickelt werden muss. Nun sieht er aus als wäre er ein halber Cyborg. Doch es ist nur dafür da, damit sein Arm schneller heilt. Mary Jane, Peters Verlobte/Freundin/Ehefrau (weiß nicht zu welchem Zeitpunkt das hier spielt, verdammt!) hat eine Rolle in einem Film mit Action Star Arnold Schwartzenheimer angenommen. Peter ist darüber empört, weil sie in Nacktszenen zu sehen sein wird. Sie ist nicht darüber begeistert, dass er sie nicht unterstützt. Als Peter im Fernsehen eine Live-Reportage über den Angriff der Sinister Six sieht beschließt er einzugreifen. Unterwegs trifft er auf die Superhelden Hulk, Sleepwalker und Ghost Rider. Zusammen greifen sie die Sinister Six an, doch der Kampf ist sehr schwer.

Was für ein großartige, kurzweilige, actiongeladene Ausgabe. Doch es ist nicht alles Action. Viel interessanter sind die Zwischensequenzen. Und zwar als ein verletzter Deathlok in Trümmern eines Hauses aufgefunden wird oder als der Vigilant Solo sich von einem schweren Kampf mit Deathlok erholt, bei welchem er gedacht hat, dass Spider-Man Doctor Octopus ist (Mysterio hat ihn ausgetrickst). Noch interessanter sind die Konversationen zwischen Peter und Mary Jane. Sie näht ihn ein neues Spider-Man Kostüm und rät ihm diese riesigen Augen sein zu lassen. Er ist nicht begeistert von ihrer neuen Rolle etc. etc. Insgesamt ein sehr spaßiges, doch relativ kurzweiliges Vergnügen, dass vielleicht besser in einem Trade Paperback gelesen werden sollte. Gezeichnet und geschrieben von Savage Dragon Schöpfer Erik Larsen. 

7,5/10 Pfandflaschen


Mittwoch, 2. April 2025

Comic Book Review#623: The Mighty Thor#451 (1992)

Wieder mal ein Comic, den ich sehr wahrscheinlich auf Instagram gefunden habe und der irgendwie interessant schien. Leider hat sich das nicht so ganz bewahrheitet.

Diesmal haben wir es (schon wieder, siehe Thunderstrike) mit Eric Masterson zu tun, der als eine Art Ersatz für den wahren Gott des Donners, Thor Odinson fungiert. Thor selbst befindet sich tatsächlich in der Hölle, als Gefangener des hiesigen Marvel-Teufels, Mephisto. Zu Beginn der Ausgabe sehen wir wie Eric mit mehreren Polizisten zu Besuch in Asgard ist und Odin selbst die traurige Nachricht über den Verbleib seines Sohnes mitteilt. Kurz danach werden er und die Cops durch ein Portal auf die Erde transportiert, sodass alle nach Hause gehen können. Doch leider tauchen kurze Zeit später die beiden Asgardianer Lady Sif und Balder the Brave auf. Sie sind auf der Suche nach Thor und die Spur hat sie
über mehrere Planeten bis hin zur Erde geführt. Es folgt ein kurzes Abendessen in einer Pizzeria und die drei besprechen ihre Pläne. Lady Sif will unbedingt ihren Geliebten finden und beschließt alleine in die Hölle zu reisen um Thor dort rauszuholen. Allerdings hätten Balder und Eric sie genau in diesem Moment gebraucht. Ein paar Straßen weiter ist nämlich eine Schießerei gewesen, wobei ein paar Jugendliche ins Kreuzfeuer geraten sind. Ein Vigilant namens BLOODAXE hat beschloßen, die dafür verantwortlichen Kriminellen mit dem Tode zu bestrafen und taucht am Tatort auf. Inklusive roter Schädelmaske, Nietendbändern und seiner Axt. Eric und Balder beschließen nun einzugreifen.

Es gab damals einen gewissen Trend bei Marvel Comics. Man hat versucht, bereits existierende Charaktere "neu zu besetzen". So wurde aus Peter Parker/Spider-Man an seiner Stelle sein Klon Bein Reilly Spider-Man, der später ein anderes Kostüm trug - das von Scarlet Spider. So hat man es wohl hier auch bei Thor versucht, bis mehrere Ausgaben später alles wieder beim alten war und Eric Masterson als Thunderstrike mit ähnlichen Kräften weitergemacht hat. Kann sich heutzutage irgendjemand an ihn erinnern? Ich glaube nicht. Und wenn ich ehrlich bin, sind mir bei der Lektüre beinahe die Füße eingeschlafen. Es passiert hier so herzlich wenig und doch so viel. Der Rachefeldzug von BLOODAXE war dabei tatsächlich noch das interessanteste an der Ausgabe - so stumpf alles auch rübergekommen ist. Ich kann, was die Gestaltung betrifft nicht meckern. Die Zeichnungen von Gary Hartle und Milgroom & Yates erinnern tatsächlich an die Kunst von Jack Kirby. Die Erzählweise von Tom DeFalco ist an sich auch nicht verkehrt. Aber das hier ist einer dieser Comics bei welchen man die anderen drölf Ausgaben oder parallel laufenden Geschichten kennen muss um überhaupt alles zu verstehen. Nichts für mich. Falls ihr wissen wollt, wie eine spätere Ausgabe von "The Mighty Thor" bei mir abgeschnitten hat, so klickt hier. 

3/10 Pfandflaschen
Hier die Hintergrundgeschichte von Thunderstrike von MerryMarvelite:



Dienstag, 25. März 2025

Comic Book Review#622: The Punisher Meets Archie (1994)

Allrighty, hier kommt ein Comic den ich schon lange reviewen wollte. Als Ersatz dafür habe ich irgendwann vor Ewigkeiten "Archie vs. Predator" reviewt, aber das kam glaube ich nicht so ganz an das hier ran. Was einst als ein Witz angefangen hat wurde 1994 Realität. Archie Comics und Marvel Comics haben sich zusammen getan um ein wahnwitziges Crossover rauszubringen.

Zunächst befinden wir uns in New York. Frank Castle aka Punisher jagt einen in einen Trenchcoat gekleideten Kriminellen. Dieser kann jedoch fliehen und bucht am nächsten Bahnhof ein One-Way-Ticket nach Riverdale, der Heimat von Archie Andrews. Dieser ist natürlich der Titelheld seiner seit
Jahrzehnten erscheinenden Comicreihe - anderen ist er eher bekannt aus der Serie "Riverdale". Aber ich schweife ab. Der Kriminelle, bekannt als Melvin Jay oder "Red Fever" sieht Archie nämlich zum verwechseln ähnlich. Kaum in Riverdale angekommen erschleicht sich der windige Melvin das Vertrauen des Vaters von Veronica, eines der Mädchen an denen Archie Interesse hat. Der rothaarige Bandit ist nämlich in der Lage dazu ein Drogenimperium nach dem anderen aufzubauen und jedes Mal wie ein Phönix aus der Asche aufzusteigen. Veronica, die sich vor kurzem mit Archie gestritten hat, beschließt mit Melvin zu einem Schulball zu gehen, dass die 50er Jahre als Thema hat. Selbstverständlich lommen auch Punisher und sein Kollege Micro Chip in Riverdale an um Melvin zu schnappen. Doch sie sind nicht alleine. Es gibt auch  noch Rivalen-Banditen die Melvin aus dem Weg räumen wollen... doch nun verwechseln sie Archie mit ihm, genauso wie es der Punisher zunächst tut. 

Was für ein großartiger Unsinn. Normalerweise wirken solche Crossover notdürftig zusammengeschustert. Hier sehe ich das definitiv nicht. Manche Autoren erlauben sich den Spaß die jeweiligen Crossover-Figuren in entgegensetzten Styles zu zeichnen in untypischen Stilen. Hier hat man einfach zwei verschiedene Zeichner (John Buscema und Stan Goldberg) in einem Comic vereint. Buscema hat Punisher und die dazugehörigen Charaktere gezeichnet, während Goldberg Archie und seine Freunde und Gefährten gezeichnet hat. So entsteht der Eindruck als würde ein Realfilm/Zeichentrick-Crossover entstehen. Punisher und die anderen Marvel-Charaktere sehen nämlich echten Menschen ziemlich ähnlich, während Archie und der Rest von Riverdale eindeutige Cartoon-Charaktere sind. So fühle ich mich an eine Krimi-Version von Space Jam erinnert. Irgendwie. Interessanter Ansatz. Die Story an sich ist auch gar nicht mal so ganz kinderfreundlich. Ich spreche von den Momenten als der wesentlich ältere Melvin versucht alleine mit Veronica zu sein um ihr "Good Time" zu zeigen. Meine Fresse ist das creepy. Zum Glück ist Frank Castle mit Archie bald in der Nähe um Schlimmeres zu verhindern. Anyways: Das war eine sehr gute Lektüre.

8/10 Pfandflaschen


Dienstag, 18. März 2025

Comic Book Review#621: Black Panther#1 (1988)

In nächster Zeit werden einige Comics hier auftauchen, deren Cover ich bei Instagram gesehen habe und die mich auf diese Weise neugierig gemacht haben. Fangen wir mal an!

Wir befinden uns im fiktiven Staat Wakanda. Einen afrikanischen Land, dass im Inneren über die modernste Technik verfügt und von König T'Challa angeführt wird, der gleichzeitig der Superheld Black Panther ist. Zu Beginn der Ausgabe begegnet unser Titelheld mehreren Tieren: Einen Nashorn und zwei schwarzen Panthern, die ihn angreifen. Bei letzteren stellt man sich daraufhin in der Bevölkerung als auch in seinem engsten Kreis die Frage ob er weiterhin über den "Spirit of Panther" (oder so ähnlich) verfügt. Denn ein Black Panther sollte von seinem Totemtier nicht angegriffen werden, weil eine Art spirituelle Bindung besteht. So wird vorgeschlagen, dass T'Challa sich einem Test unterzieht bei welchem er gegen weisse Gorillas in den Bergen von Wakanda kämpfen soll.
Währenddessen im Nachbarstaat Azania: Die dortige Apartheid-Regierung unterdrückt die schwarze Bevölkerung. Bei einem rechtswidrigen Verhör wird ein alter Mann brutalst verprügelt und misshandelt. Bis er die Kräfte des Panther in sich wecken kann und seine Peiniger angreifen und verletzen kann. Die einfachen Leute kriegen den Vorfall schnell mit und eine Widerstandsbewegung wächst ziemlich schnell. Bald wird auch der amtierende Machthaber angegriffen und tödlich verwundet. Da der Angreifer über übermenschliche Kräfte verfügt, vermutet die internationale Gemeinschaft dass Black Panther/T'Challa dahinter steckt. T'Challa selbst verurteilt das Apartheidsregime von Anzania, gleichzeitig aber auch die blutige Revolution da er der Meinung ist, dass sie zu noch mehr unschuldigen Opfern führen wird. 

Ich finde die Thematik nicht uninteressant. Vor allem weil man einen weiteren, erfundenen Staat genommen hat um über Apartheid zu sprechen, anstelle Südafrika. Wahrscheinlich weil Wakanda dann nicht an Südafrika grenzen würde. Wobei es mir ehrlich gesagt nicht ganz klar ist, wo genau Wakanda liegen soll. Aber egal. Jedenfalls: Interessante Mischung aus Superheldenmystik und soziopolitischen Themen. Das ist einer dieser Comics, die durch angesprochene Themen einen auf die Idee bringen etwas zu googeln und sich mit der Geschichte dieser Welt zu beschäftigen. Leider muss ich sagen, dass das Artwork mich eher wenig anspricht. Es wirkt auf mich, als wären die Zeichnungen schnell "dahingeschmiert" und nicht komplett fertig. Das tut stellenweise beim Zusehen. Nichtsdestotrotz: Alles andere als ein schlechter Comic.

6,75/10 Pfandflaschen
Made by: Peter B. Gillis und Denys Cowan