Dienstag, 3. Juni 2025
Comic Book Review#632: Venom: Lethal Protector#1 (1993)
Sonntag, 30. Juli 2023
So isses, Musik!#170
Wie schon auf dem vorigen Album sind Slime auf „Wem gehört die Angst“ selbstreflektiert und beziehen sich auf den eigenen Werdegang. Nur ist dies hier im Lied „Hölle“ deutlich besser gelungen als in „Unsere Lieder“. Das hat mehrere Gründe. Zuvorderst klingt die Musik wieder tighter als auf dem siebten Album. Man könnte fast meinen, Slime hören sich an, als hätten sie selbst plötzlich wieder Lust auf ihre eigene Musik bekommen. Klar, ist alles irgendwie schunkeliger geworden und vom 80er Hardcore Deutschpunk ist das noch immer weit weg. Nichtsdestotrotz sind sowohl Sound als auch Umsetzung kompakter als auf „Hier und jetzt“. Außerdem ist die Vielfalt auf „Wem gehört die Angst“ deutlich stärker ausgeprägt. Thematisch und textlich sind Slime vom stumpfen „Nazis sind dumm und wir sind klug, haha“ weg und befassen sich mit religiösem Fanatismus, Klimawandel, Nostalgie, Drogensucht und mehr. Und auch musikalisch ist hier wieder mehr Abwechslung geboten. Vom Seeleute Punk in “Wenn wir wollen“ über den Schlagerrock in „Paradies“ zum Dritte Wahl-esken Deutschpunk in „Ebbe und Flut“ und dem Paddy Punk in „Solidarity“ zum Hardcore-angehauchten Punk Rock in „Hölle“ ist das Album sehr rund. Und mir „Die Toten wollen wieder alleine sein“ gibt es noch den Mitgröl-Knaller im besten Tote Hosen-Stil.
Es
mag natürlich sein, dass „Wem gehört die Angst“ vor allem
deshalb so hell leuchtet, weil es nach der (bisher) schlechtesten
Platte der Band erschienen ist. Da darf man natürlich auch nicht
übersehen, dass mit „Paradies“, „Weißer Abschaum“ und
„Fette Jahre“ drei gar nicht mal so gute Lieder auf dem Album
sind. Neben ein paar mittelguten Tracks sind hier ein paar echte
Knaller bei, die nochmal für weite Teile von „Hier und jetzt“
verzeihen lassen. Neben „Schweineherbst“ und „Sich fügen heißt
lügen“ geht „Wem gehört die Angst“ noch immer sang- und
klanglos unter, aber abgesehen davon darf man das Release von 2020 zu
den besseren Slime Alben zählen.
6/10
Pfandflaschen
Was läuft sonst so?
Dienstag, 21. Dezember 2021
Happenings des Monats: Dezember'21
Trailer:
Freitag, 10. Januar 2020
So isses, Musik!#93
30. "Holy Diver" aus "Holy Diver" (1983) von Dio
Mhhhhhhhhhhh. Yeaaaaaaaaaah.
10/10 Pfandflaschen
29. "Witching Hour" aus "Welcome To Hell" (1981) von Venom
Also der Anfang ist schon mega cool und witzig. "Ladies and gentlemen, from the very depths of hell..." und dann wirds plötzlich sehr düster und leicht beklemmend bis dann das übliche Venom-Geballer anfängt. Alles andere ist Motörhead-Metal-Punk.
8/10 Pfandflaschen
28. "Cemetery Gates" aus "Cowboys From Hell" (1990) von Pantera
Scheiße, ist das wunderschön. :3
9/10 Pfandflaschen
27. "Peace Sells" aus "Peace Sells... But Who's Buying" (1986) von Megadeth
Ungefähr schon tausend Mal gehört. Unter anderem auf dem GTA Vice City Radiosender "V-Rock". Aber nie so richtig zu Ende, glaube ich. Es ist auf jeden Fall eines der besseren Megadeth-Songs und das sage ich weil ich kein großer Fan der Band bin.
9/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Host (1999)

Holy sheeeeeit, was ist das denn? Eine völlige Abkehr von jeglichen Metal. Diesmal wirklich. Stattdessen stehen Synthesizer im Vordergrund. Paradise Lost hören sich nun an wie eine Synthpop-Band mit einigen wenigen verzerrten Gitarrenriffs, die allerdings nicht all zu sehr in den Vordergrund geraten. Viel mehr wirken sie wie ein unterstützendes Geräusch damit diese ganzen Synthiesounds nicht zu glatt wirken. Sehr glatt hingegen ist Nick Holmes Gesang. Cleaner als je zuvor.
Hätte Gregor Macintosh damals keinen Synthesizer gekauft wäre das hier wahrscheinlich auch anders ausgegangen. Dann gäbe es wahrscheinlich auch keine Streicher zu hören. Überhaupt wirkt das ganze wie ein sehr gewagtes Experiment. Und tatsächlich heißt es dass PL zwischen "Host" und dem Nachfolger "Believe In Nothing" sich gar nicht mal so sicher waren was sie wirklich tun. Mich hat das Album zuers leicht vorm Kopf gestoßen, doch nach mehrmaligen Hören merkte ich wie schön es tatsächlich ist. Besonders als Hintergrunduntermalung zum Lesen. Für alle Freunde von Melancholie und Synthiesounds sehr empfehlenswert.
Anspieltipps: Permament Solution, It's Too Late, Ordinary Days
8,75/10 Pfandflaschen
Queen Discography: Jazz (1978)

Siebtes Album von Queen, welches ich als relativ experimentell betrachte. 13 Songs insgesamt, also etwas mehr als sonst, sodass die meisten ziemlich kurz gehalten werden. Dazu kommen noch verschiedene musikalische Stile die hier bedient werden als auch teilweise relativ obskure Lyrics. "Mustapha" ist ja schon ziemlich cool aber insgesamt betrachtet einfach sinnlos und witzig. Aber interessant dass dieses Lied als Opener ausgewählt wurde. "Fat Bottomed Girls" handelt von Frauen mit dicken Hintern, die dann später in "Bicycle Race" auch Fahrrad fahren. "If you can't beat them" erinnert mich leicht an einen späteren Song der Band "Hammer To Fall" und zu Beginn sogar an "Picture This" von Blondie.
Insgesamt betrachtet ein verdammt gutes und stimmiges Album von Queen mit einem leider verdammt hässlichen Albumcover. Außerdem finde ich dass das Outro in "More Of That Jazz" einfach nicht hätte sein müssen. Darin sind nämlich kurze Elemente aus mehreren Songs vom Album noch mal zu hören. Ich find das anstrengend. Anyways, lange Rede kurzer Sinn:
7,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: If you can't beat them, Bicycle Race, Fat Bottomed Girls, Don't Stop Me Now, Let Me Entertain You
Freitag, 13. September 2019
So isses, Musik!#85

Sweet baby jaysas. Eine neue Rubrik. Rauskommen wird sie relativ unregelmäßig, da ich tatsächlich nur meine Poster abgrase. Ich will eigentlich mich nur auf ein paar Konzerte/Festivals rückbesinnen. Schließlich hängen in meinem Zimmer lauter Poster und ich erinnere mich manchmal mehr, manchmal weniger. Darum wollte ich als quasi Rückwurf/Throwback einiges Revue passieren. Jedes Mal passend zum laufenden Monat.
Am 28.08.2009 fuhr ich das erste Mal für mehr als einen Tag von Zuhause weg. Mit Freunden. Wobei, nee. Das ist gelogen. Aber würde ich vom "ersten Mal" sprechen, würde glaube ich meine Mama mich umbringen. Denn das war etwas früher im selben Jahr. Anyways: Das erste Mal "richtig" auf ein Festival fahren. Mit Schlafsack(?) und in einem ausgeliehenem Zelt schlafen. Damals noch mit Flattop auf dem Kopf und Klamotten die auf eine merkwürdige Mischung aus Crust Punk und Psychobilly hingewiesen haben. Die Zugfahr war witzig. Irgendwann war es so heiß, dass ich mir die Haare gewaschen hab. Es war einfach unerträglich heiß und ich fands richtg widerlich diesen ganzen Haarlack auszuschwitzen und in die Augen zu kriegen. Bäh. Woran ich mich noch erinnern kann sind irgendwelche Faschos die mit "Nationaler Sozialist"-Shirts in irgendeinem Abteil saßen. Ein Freund, genauer gesagt Dmn aus Bln (habt ihr die Spitznamen alle vermisst? Ich nicht :D) hat angefangen sie dumm anzumachen und ihnen weiszumachen wie scheiße sie sind. Darüber hat sich dann eine sächsische Mutti beschwert und meinte, dass "wir" nicht "besser" wären. Genauer gesagt: "IHR SEID DOCH NED VIEL BESSOR IHR BRINGT MEIN KIND ZU WEINEN HALTET DIE SCHNAUZE IHR BRINGT MEIN KIND ZUM WEINEN!" Und dann hat das Kind angefangen zu weinen. Als wir dann irgendwann ankamen, guckte ich mir tatsächlich ein paar Bands an.. Soweit ich mich recht entsinne. Aber so richtig erinnern tue ich mich auch nicht. Am nächsten Tag saßen wir einfach die meiste Zeit auf dem Zeltplatz, haben gesoffen, uns auf Video aufgenommen und unglaublichen Scheiß erzählt. Leider ist nichts mehr davon zu finden, weil es auf MySpace hochgeladen war und der Medienriese (höhö) alle seine Daten verloren hat. Oder vielleicht doch nicht "leider". Keine Ahnung. An ein paar Bands kann ich mich erinnern. Bad Luck Rides On Wheels waren richtig geil. Morne auch. Golem fand ich damals scheiße, würde sie heute aber wahrscheinlich großartig finden. Downfall of Gaia fand ich eigentlich auch ziemlich cool. Das war noch bevor sie so bekannt waren.
Ich habe dort auch einige Leute kennengelernt die eine gewisse Zeit in meinem Leben begleitet haben. Das war tatsächlich ein tolles Erlebnis. Aber ich will nie wieder auf diesem Zeltplatz kacken!
Das Jahr darauf war auch ziemlich cool. Wenn nicht sogar noch witziger. Visions Of War, Fleas and Lice, Beton, Alpinist (vor ihrer Auflösung) natürlich.... Aber das war nichts... Nichts im Vergleich zu Addas (Name geändert) der zu viel Kaffee (und nicht nur Kaffee) getrunken hat und am zweiten Tag alle auf dem Zeltplatz mit seinen Obskuritäten unterhalten hat. Ein klitzekleiner Ausschnitt wäre diese ganz kurze Unterhaltung:"Was hältst du von den ganzen Japanern?"
"JA SIE HABEN NE ATOMBOMBE VERDIENT. Und er war dagegen rumheult... ist n Spast.. oder n dummer Hippie!"
"Was hältst du von Wahnfried?"
"FESTNEHMEN UND AB NACH SIBIRIEN!"
"Was hältst du von Mahatma Gandhi?"
"MAHATMA GANDHI WEISST DU WAS ICH ZU DEM ZU SAGEN HABE? TIBET BLEIBT ROT IHR SPASTIS!"
Dazu noch 1000 Witze über Steinkelopfen in Sibirien, die Kirche, Oi!, Slayer und anderes Zeug. Ich erinnere mich sehr sehr gerne daran. Auch daran, dass er bei Fleas and Lice sich das Mikrophon ergriffen hat und laut gefragt "Warum zur Hölle schreit ihr so rum, ihr bescheuerten Vollidioten?!"
Deluxe.
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100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 14
46. "Symphony of Destruction" von Megadeth aus "Countdown To Extinction" (1992)
Dave Mustaine singt zwar "You try to take his pulse", aber nach dem Lesen eines bekackten YouTube-Kommentars höre ich ganz sicher "You try to take his balls". Kann das nicht mehr weghören. Sehr angenehmer Song. War damals soweit ich mich richtig entsinne sogar im Radio und so. Klingt auch danach. Er its verdammt noch mal sehr radiotauglich auch wenn er keine radiotauglichen Themen (Mariottenregierungen usw.) beinhaltet. Very nice.
9/10 Pfandflaschen
45. "Seasons in the Abyss" von Slayer aus "Seasons In The Abyss" (1990)
Ich liebe liebe liebe diesen Song. War einer der ersten Slayer-Songs die ich je gehört habe. Irgendwann bei "Hell's Kitchen" auf VIVA. Großartiger morbider Text
10/10 Pfandlfaschen
44. "Breaking The Law" von Judas Preist aus "British Steel" (1980)
Muss ich dazu noch was sagen? Nein.
10/10 Pfandflaschen
43. "Black Metal" von Venom aus "Black Metal" (1982)
Dazu wohl auch nicht.
10/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Gothic (1991)
Hurra, eine neue Discography! Für das erste Album von Paradise Lost, "Lost Paradise" klickt einfach hierhin. Drei Mal dürft ihr raten für welches Genre dieses Album hier stilprägend ist.Hierfür haben PL ziemlich viel herumexperimentiert. Einerseits haben sie Death Metal beibehalten, allerdings sind die meisten Riffs wesentlich langsam. Eher wie bei Candlemass, also Doom Metal. So kommt es zu einem recht obskuren Genrenamen: Death Doom. Dazu kommen noch Einflüsse von 80s Post-Punk und Dark Wave. Ich habe tatsächlich einen Basslauf erkannt der Bauhaus nicht unähnlich war.
Um das Ganze noch mal zu toppen kommen ein paar Elemente wie Gitarren die nach Orgel klingen, das The Raptured Symphony Orchestra als auch der Gesang von Sarah Marrion. So kommt es zu einem sehr experimentellen Stück Musik, dass von düsteren Elementen im Leben handelt: traurig sein, Tod, Depression. Ich mein, es ist auch nachvollziehbar, dass man solche Musik fabriziert wenn man auf einer Insel wohnt wo es tierisch oft regnet. Einige nicht unbekannte Gothic-Metal-Bands fühlten sich davon inspiriert, beispielsweise The Gathering. Aber das ist nicht so ganz mein Metier. Fazit: Sehr ungewohnt, habe ein paar Anläufe dafür gebraucht. Gefällt aber tatsächlich verdammt gut.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead Emotion, Eternal, Falling Forever
Queen Discography: Queen (1973)
Hurra, eine neue Discography!
Ich habe mir vorgenommen die ganze Queen-Discography zu reviewen, weil auf diesem Blog einfach viel zu viel Queen zu lesen ist. Ernsthaft jetzt. Das Debüt von 1973 zeigt eindeutig, dass die Band zwar noch irgendwie in Kinderschuhen steckt aber definitiv weiß, was sie erreichen möchten. Es ist noch nicht das wofür sie später bekannt werden - kein Stadion-Rock in dem Sinne aber hat beinahe schon das Potenzial dazu. Zum Erscheinungsdatum des Albums gab es Queen schon seit 1970. Die Songs sind also nicht neu und wurden bereits zig Mal live gespielt, sodass das Publikum die Band schon kannte. Darum katapultierte sich "Queen" auch ziemlich schnell an die Spitze der Charts.Hier ist noch "Doin' Alright" zu hören, welches von der Vorgängerband "Smile" stammt. Ich mag den Wechsel zwischen Ballade und "Boah geil alter ich mach jetzt voll die Gitarrensolos drauf yeah". Mir gefällt "Great King Rat" wegen diesem komischen Mittelalter-Flair. Der Opener "Keep Yourself Alive" ist der wohl beste Opener für ein Debütalbum einer Rockband aus den 70ern. So energiegeladen und positiv. Das Falsetto in "My Fairy King". Herrlich. Ist btw das einzige "neue" Lied hier, was mit einem Klavier eingespielt wurde und beinahe andeutet was ein paar Jahre später auf "Bohemian Rhapsody" rauskommen wird. Am allermerkwürdigsten ist der Song "Jesus", der ganz einfach die Geburt Christi beschreibt. Kannte ich vorher nicht, will ich glaub ich nicht noch mal kennen.
Es ist ein mehr als solides Debütalbum. Man hört die Liebe zum Detail. Es ist alles andere als stümperhaft. Sehr gut.
Anspieltipps: Great King Rat, Keep Yourself Alive, Doin' Allright, Liar
9/10 Pfandflaschen
Type O Negative Discography: Dead Again (2007)
Kaum zu glauben, aber wahr. Wir verabschieden uns an der Stelle von Type O Negative und zwar für immer. Da Sänger Peter Steele gestorben ist, kam danach leider nichts mehr.
Ich mach’s kurz, da mir das Album zwar gefällt, hier aber relativ wenig Neues zu hören ist. „Dead Again“ ist ein typisches Type O Album. Schleppende, langsame Songs. Keyboard. Texte über den Tod. Manchmal erinnert mich alles an 60s Psychedelia weil die Solos so schwurbelig sind und einige Songs sich mal wieder richtig in die Länge ziehen. Wie ein LSD-Traum sozusagen. „These Three Things“ wäre da so ein gutes Beispiel. Im Gegensatz zum ersten Song „Dead Again“ der einfach direkt durch die Decke geht. Man verliert den eigenen Sinn für Humor nicht. Bandname und Albumtitel sind in pseudo-kyrillisch geschrieben, auf dem Cover ist Rasputin.
So Long, Pete...
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead Again, These Three Things, She burned me down
Ulver Discography: Perdition City - Music To An Interior Film (2001)

Auf dem Vorgänger (das war das Album auf welchem Ulver William Blakes Werke vertont haben) verabschiedeten sich die Norweger beinahe komplett von Metal bzw. Gitarrenmusik. Hier wird der Bruch komplett vollzogen. Eigentlich war das schon auf der EP "Metamorphosis" (der Titel spricht schon Bände) der Fall, aber ich habe ja beschloßen keine EPs zu reviewen. Das heißt aber nicht dass "Perdition City" nicht weniger finster ist.
Auch wenn es der Titel anmutet - das hier ist kein Soundtrack. Könnte allerdings einer sein, nur wüsste ich nicht für welches Filmgenre. "Perdition City" ist eine Mischung aus Ambient und Trip-Hop. Sprich Loops, Breaks, ein Filmsample (die Streicher aus Psycho), Saxofophon, Flüstern.... Es ist ein sehr merkwürdiges aber künstlerisch wertvolles Ding. Es hört sich teils ziemlich fröhlich an, teils wie eine Sequenz aus einem Art-Haus-Horrorfilm. Besonders begeistert hat mich "Dead City Centres", dass einfach lupenreiner Jazz ist, wenn auch seltsam verzerrt. Böse Zungen würden behaupten hier wäre ohne Ende Füllmaterial verarbeitet worden - ich sehe das nicht so. Es passt alles sehr gut zueinander. Sowohl Songs wie "Catalept" die im Prinzip nur ein nicht enden wollender Sample sind (die auch als Hip-Hop-Beats benutzt werden könnten) als auch "Nowhere/Catastrophe" die gesanglich einfach wunderschön sind. Holy shit, ich liebe es!
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead City Centres, Catalept, Nowhere/Catastrophe
Samstag, 27. Oktober 2018
Happenings des Monats: Oktober'18
Okay. Endlich war es soweit, endlich hab ich ihn gesehen. Und ich bin erstmal zufrieden.
Bei "Venom" handelt es sich um einen Film aus einem Spin-Off-Universum, welches Marvel-Charaktere beinhalten wird. Und zwar in einem ohne Spider-Man und die bisherigen Charaktere des "Marvel Cinematic Universe". Grund dafür sind markenrechtlicher Hickhack und anderer Scheiß. Anyways:
ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER
Eddie Brock (Tom Hardy) ist ein selbstständiger Reporter, der für investigativen Journalismus steht. Seine bessere Hälfte Anne Weying (Michelle Williams) arbeitet für die Life Foundation von Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed). Gerüchtenzufolge soll diese Menschenrechte verletzen und Versuche an
Menschen durchführen. Eddie kann es natürlich nicht lassen und schnüffelt was das Zeug hält. Es stellt sich heraus, dass Life Foundation in Besitz von sogenannten außerirdischen Symbionten ist. Diese sind Wesen die vom menschlichen Körper Besitz ergreifen, ihm außergewöhnliche Kräfte verleihen und im Gegenzug von ihm abhängig sind. Wie es der Zufall will "bondet" Eddie bei einer investigativen Aktion mit einem dieser Wesen - das sich Venom nennt. Dummerweise sind diese eigentlich auf gar keiner friedlichen Mission auf unseren Planeten...
Hmm. Ich bin der Meinung, dass der Film die Mindestvoraussetzungen definitiv erfüllt. Interessante Story, ziemlich nice, detaillierte Effekte, großartiges Zusammenspiel zwischen Wirt und "Parasit". Außerdem sind die witzigen Momente zum Brüllen komisch, das habe ich nicht erwartet. Ich habe generell nicht erwartet, dass der Film so locker rüberkommt. Denn, für mich ist Venom in erster Linie ein ziemlich düsterer Charakter. Aber irgendwie musste man diesen ganzen Copyright-Labyrinth wohl umgehen. Eigentlich war Spider-Man ja der erste Wirt von Venom - daher auch die Spinnenfähigkeiten und das Spider-Logo auf der Brust. Da der Film aber nicht im selben Universum spielt und somit nichts mit Spider-Man zu tun hat, musste man sich eine andere Origin-Story aus den Fingern saugen. Das ist ungwohnt, aber das Ergebnis hat mich dennoch befriedigt - solange man sich irgendwie auf eine gute Vorlage bezieht. Deshalb:
8/10 Pfandflaschen
Trailer:
SLAEGT + MAGGOT HEART im Junkyard, Dortmund am 8.10.2018
Da war ich also. Auf einem Konzert. Und zwar ohne mir die Bands vorher anzuhören. Warum mache ich das? No risk, no fun, das ist mein Motto.

Jedenfalls: Maggot Heart, das ist unter anderem Linnéa Olsson, die früher in Grave Pleasures/Beastmilk Gitarre gespielt hat. Eindringlicher, hypnotischer Gesang. Einfach nur normale,
gut gemachte Rockmusik. Von ersten Moment an faszinierend. Sehr gut.
Slaegt: "Heavy Metal with blackened spirit" triffts tatsächlich ziemlich gut. Sehr eingängig und irgendwie auch chaotisch. Gleichzeitig merkt man aber, wenn man denn besser aufpasst dass man diverse Parts etwas verkackt. Außerdem war der Sound bei Maggot Heart noch völlig in Ordnung, bei Slaegt wurds dann etwas beschissener. Außerdem war das Rumgepose zum totlachen. Aber wer weiß, vielleicht nehmen sich die Herren auch nicht wirklich ernst. Wie auch immer: auf Platte/zu Hause hört sich das Ganze weeeesentlich besser an.
Art Side Of The Moon, Day 1 am 19.10.2018 im AZ Mülheim
Ich war schon seit längeren auf diesen Tag gespannt und wollte unbedingt auf diese Kunstausstellung gehen. Allerdings war diese auch verknüpft mit Auftritten von verschiedenen Bands wie Yacht Communism - die sowieso ausgefallen sind. Nennt mich Banause, aber: Ich stehe zwar auf Kunst und so und bin immer wieder begeistert wenn ich Sachen betrachten kann, die mein Auge erfreuen jedoch kann ich nicht ständig hin und her laufen und "oooh" und "aaah" machen. Vor allem nicht wenn ich alleine bin. Deswegen bin ich auch so früh nach hause und weil ich kein Bock hatte auf die Musik zu warten. Anyways: Falls ihr eine gute Quelle für die Werke von Johnny Essen West findet - benutzt sie. Und hier ist die Homepage von Sabrina Seppi aka Hiroshima Bosch. Das waren auf der Ausstellung meine Favoriten.
Spielemesse'18 in der Grugahalle Essen am 25.10.2018
Dieses Jahr war ich wieder auf der "Spiel". Und das trotz der Tatsache, dass ich mit den meisten Brett- bzw. Kartenspielen nicht viel anfangen kann. Ich gehe immer noch wegen Kuriositäten und günstigen Kram dahin, welcher von der "Messe in der Messe", der "Comic Action" angeboten wird. Zwar wird die Anzahl der comicbezogenen Stände immer weniger aber es findet sich immer noch was. Zum Beispiel: die fehlenden Marvel-Filme, die ich als Komplettistenheini unbedingt in meinem Regal haben will. "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury von diesem zuckersüßen Fantasy/Horror/Sci-Fi-Stand der so unscheinbar in der Ecke steht. Panini-Aufkleber von...mir selbst. Und eine Action-Figur von Morbius, die sogar ihre Lippen bewegen kann. Falls dieser Beitrag am Samstag den 27.10.2018 erscheint: Geht dahin, lasst euch von diesen neuartigen Massage-Geräten massieren und lasst Panini-Sammelbilder von euch machen! Und spielt gefälligst irgendwas!
"Beißreflexe" - Vortrag und Buchvorstellung mit Patsy L'Amour La Love am 25.10.2018 in der FH Dortmund
Zu guter letzt war ich noch am selben Tag in Dortmund. Ich habe das Buch "Beißreflexe" bis jetzt nicht gelesen, teile aber definitiv diverse Kritikpunkte an der queer(feministischen) Szene, welche von den Autoren vertreten werden. In der Vergangenheit durfte ich mir sogar richtig schäbige Kritik zu dem Buch anhören, von jemanden der es selbst nicht gelesen hat. Ich war gespannt, wie der Vortrag wird und ob es tatsächlich hitzige Diskussionen geben wird. Zum Glück war das nicht so. Stattdessen gab es vereinzelt Personen die gewisse Teile des Vortrags um Gottes Willen nicht vestehen konnten als auch jemand der sich durch die "polemische" Art eines Textes beleidigt gefühlt hat. Ich frage mich, wie man drauf kommt sich vom Wort "Betroffenheitsfeministin" beleidigt zu fühlen, schließlich ist es eine Bezeichnung von anderer Qualität als zum Beispiel "Feminazi" oder "Emanze". Ich verstehe nicht, wieso man sich derartig an der Schreibart eines Textes sich stören kann. Da bräuchte man ein viel dickeres Fell, meiner Meinung nach. Jedenfalls, falls ihr euch fürs Thema interessiert, hier:
Donnerstag, 29. März 2018
Album der Woche#337: Venom - Black Metal (1982)
"Black Metal" ist das zweite Album von Venom, einer britischen Metalband. Nein, ich finde nicht dass das hier wirklich Black Metal ist, da ich damit was vollkommen anderes verbinde. Allerdings ist die Band definitiv prägend gewesen. Soweit ich weiß, haben Teile von Celtic Frost eine Scheibe von Venom in falscher Geschwindigkeit abgespielt, sodass sie so zu ihrem Sound kamen. Aber ich möchte nicht mutmaßen. Feststeht: Venom waren ziemlich stumpf und grausam. Aber geil.Die Texte drehen sich um allerlei Grausamkeiten (wie bspw. in "Buried Alive"); man singt über den Mythos der Gräfin Bathory ("Countess Bathory") und es gibt auch einen ziemlich merkwürdigen Song über sexuelle Lehrer/Schüler-Fantasien ("Teacher's Pet"). Venom klingen wie eine Mischung aus Motörhead in roh (sehr roh, sogar), satanischen Texten und Mülltonnensound. Wie kommt das? Nun, dadurch dass man wusste dass das Studio den Sound nicht bandgetreu wiedergeben konnte sagte Sänger Cronos seinen Bandkollegen sie sollen ihre Instrumente wie für die Live-Auftritte üblich stimmen. Außerdem wurde für das Intro ein Stahlträger mit einer Kettensäge geschrotten und für "Buried Alive" hat man Mikrofone mit Sand zugeschüttet um ein Lebendbegräbnis zu simulieren.
"Black Metal" ist ein dermaßend primitives und stumpfes Machwerk, dass zwar in nur drei Tagen aufgenommen wurde aber wofür verdammt viel Kreativität und Energie verbraucht wurde. Vor sowas hab ich höllisch viel Respekt. Hut ab!
Anspieltipps: Black Metal, To Hell And Back, Heaven's On Fire
8/10 Pfandflaschen
Mittwoch, 28. Februar 2018
Comics Monthly#48
Astonishing X-Men#8
Die Astonishing X-Men bestehen aus dem kürzlich wiederauferstandenem Charlex Xavier, der mittlerweile viel jünger aussieht und sich schlicht X nennt, Psylocke, Mystique, Gambit, Rogue, (Arch)Angel als auch einer älteren Version von Wolverine (auch bekannt als Old Man Logan). In der
mir vorliegenden Ausgabe geht es um Proteus, einen realitätsverändernden und telepathisch begabten Mutanten der ebenfalls von den Toten wiederzurückgekehrt ist. Scheinbar ist es Charles Xaviers Schuld. Es ist definitiv nicht gut, denn Proteus fühlt sich unfassbar glücklich aber hungrig. Hungrig nach Energie, sodass er anfängt unschuldige Menschen auszusaugen. Nun gilt es für diese bunt zusammengewürftelte X-Men-Truppe die äh naja ihr wisst schon die Welt zu retten und so.
Ich mag die X-Men tatsächlich immer noch sehr gerne, aber ich werd immer müder von den zahlreichen Versuchen eine noch buntere oder außerordentlichere X-Men-Truppe zusammenzustellen. Soweit ich das verstehe sind das hier X-Men aus verschiedenen Realitäten. Zumindest was Old Man Logan und Archangel (aus der Zeitlinie von Apocalypse) betrifft. Jedenfalls kann mich das an der Stelle schon mal nicht vom Hocker reißen. Was ich cool finde, ist aber wie Psylocke und Xavier ihre Kräfte verbinden um in Proteus Kopf zu gelangen um mit ihm zu reden. Ansonsten: Meh.
5,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Charles Soule und Paulo Siqueira
The Incredible Hulk#713
"Return to Planet Hulk", Teil 5
Okay, seitdem Marvel dieses "Legacy"-Ding losgelegt hat (und btw ähnliche Wege wie DC gegangen ist) haben diverse Reihen wieder ihre alte Nummerierung erhalten. So haben wir beispielsweise demnächst die 800ste Ausgabe von "The Amazing Spider-Man" draußen. Und hat eben die 713te von "The Incredible Hulk". Wie euch eventuell bekannt ist, ist Bruce Banner längst nicht mehr der Hulk. An seiner Stelle tritt das junge Genie Amadeus Cho, dass sich von nun an den Kopf und Körper mit dem grünen Hünen teilt. In dieser Storyline befindet sich der Hulk als auch der Odinssohn (ihr wisst wen ich meine, ne) auf einem fremden Planeten der auch schon in "Planet Hulk" zu sehen war. Dort müssen sie die Einwohner vor einem Welteneroberer schützen und Faust an Faust gegen ihn, ganz gladiatorenmäßig kämpfen.
Ich bin derselben Meinung wie Thor in "Thor: Ragnarök". Ich mag Bruce Banner nicht, der ist mir zu wissenschaftlich. Ich mag Hulk viel lieber. Ähem. Jedenfalls find ichs gut, dass Hulk und Banner nicht mehr dieselbe Person sind. Allerdings ist Amadeus Cho einfach nur total lame. Bis zu einem Moment begeisterte mich der Comic tatsächlich nicht. Die Vorstellung eines gütigen, wissenschaftlerischen Hulk der Kindern den Umgang mit einem Tablet (und Pac-Man!) beibringt ist irgendwie....grausam. Umso besser wirds dann im Kampf gegen den Welteneroberer als in Chos/Hulks Kopf sich die beiden um das wortwörtliche/sprichwörtliche Steuer streiten: Es ist dann bildlich in einem Zwei-Sitzer-Auto dargestellt. Der Hulk schafft es, sich durchzusetzen und ordentlich auf die Kacke zu hauen. Im Grunde genommen ist das hier mal wieder reinstes Recycling. So ähnlich gings zu als der graue Hulk gegen den grünen Hulk in Bruce Banners Kopf um die Vorherrschaft kämpften.... Naja, wers braucht. Lustig wars irgendwo.
5,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Greg Pak und Greg Land
Venom#162
"Poison-X", Teil 3
Der Vater von Cyclops, Corsair, der bekanntlich irgendwann zum Weltraumpiraten wurde vom Söldner Killer Thrill und seiner Bande von Halunken gekidnappt. Die X-Men nahmen Venom fest und nahmen ihn mit zum Spaceport Kariteth, dem letztbekannten Aufenthaltsort von Corsair. Venom untersucht den Fall und stellt fest, dass Killer Thrills Bande selbst mit Symbionten (ähnlich Venom selbst) ausgestattet ist und diese von einem Dealer namens Haze Mancer hat. Bei einer Auseinandersetzung mit diesem brechen einige dieser Symbionten aus und verbinden sich mit den X-Men. Nach einem verwirrenden Kampf mit Haze Mancer und seinen Droiden finden die X-Men und Venom heraus wie sie an Corsairs Kidnapper rankommen, setzen den Dealer in ein Nova-Space-Gefängnis ab und reisen weiter um die Übeltäter zu finden. Dabei verändern sie sich immer mehr, je länger sie die Symbionten (auch bekannt als Wesen vom Planeten Klyntar) an ihren Körpern lassen.
Endlich ist Eddie Brock wieder Venom! Klar, ich war auch Fan von Flash Thompson. Aber mal ehrlich, ich hab meinen Venom deutlich lieber in fehlerhaft, griesgrämig und etwas psychotisch. Außerdem erinnert mich das an ein Abenteuer der Guardians of the Galaxy. Nicht nur weil Venom dabei ist (remember: Agent Venom war eine Zeit Mitglied der Guardians) sondern weil die X-Men in den Aufzügen wie eine Horde Aliens aussehen. Das war zwar auch wieder Recyclingarbeit aber dafür relativ abwechslungsreich.
7,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Cullen Bunn, Edgar Salazar, Ario Anindito
Mittwoch, 28. Dezember 2016
Comics Monthly#35
The Lost Boys#3
Ja, dieser Titel hat tatsächlich was mitdem gleichnamigen Film zu tun, es ist auch kein Zufall dass das Logo genauso aussieht. Es ist sozusagen ein Sequel.
Die Stars der Reihe sind die Frog Brothers (man erinnere sich an Corey Feldman und Jamison Newlander). Nachdem sie ihren einzigen Mentor und mehrere andere Vampirjäger aus dem Leben verloren haben, packen sie das Pferd beim Schopf, nehmen die Sache in eigene Hände und machen sich selbst auf, Vampire zu töten. Allerdings ist das Problem viel viel größer als eine weitere Bande von Vampiren (wie die von Keither Sutherland, you remember?). Kennt ihr das wenn am Ende von einem Monster-Horrorfilm noch ein weiteres Ei aufgefunden wird und wahrscheinlich eine noch größere Gefahr droht? Ähnlich ist es hier.
Da es schon die dritte Ausgabe ist bewegen wir uns definitiv nicht mehr in der Anfangsphase wo viele Dinge unklar sind und man Vermutungen anstellen muss. Hier ist definitiv mehr Action und mehr Dynamik zu sehen. Ich lobe an dieser Stelle auch mal die realistische, wenn auch etwas karge Art und Weise des Zeichners Scott Godlewski. Gute Leistung, was hat es allerdings mit diesem Kinn an sich? Alle fahren auf Kinns (Kinne?) ab. Selten solche Wellenbrecher gesehen. Anyways, wer den Film gemocht hat, wird den Comic auch...ganz gut finden. Es ist meiner Meinung nach kein muss aber eine wesentlich bessere Umsetzung als vielerlei Film-zu-Comic-Adaptationen.
7/10 Pfandflaschen
Made by: Tim Seeley und Scott Godlewski
Erhältlich bei: Vertigo für 3,99$
Shadows on the Grave#1
Okay, wir widmen uns mal wieder einen Horrorcomic, der traditioneller nicht sein könnte. Es gibt nämlich sogar zwei Erzähler und mehrere voneinander unabhängige Stories. "Shadows on the Grave" ist in schwarz/weiß gehalten und bietet somit ein weitaus schaurigeres Schattenspiel als viele bunte Horrorcomics. Somit erscheint er glaubhafter.Zum Inhalt muss ich nicht unbedingt viel erzählen. Drei abgeschlossene Stories und eine weitere die
noch fortgesetzt wird. Es geht um einen Puppenspieler der seine Puppen (die natürlich keine sind) fürs Kapital ausbeutet, um ein Ehepaar dass auf einer einsamen Insel landet, um eine Ehefrau die ihren ekligen, trinkenden Ehemann tötet... und am Ende gibt es eine Story aus dem antiken Griecheland. Oder so ähnlich.
Im Großen und Ganzen....richtig eklig. Nicht schaurig-schön oder lustig...okay ein wenig lustig fand ichs schon. Aber größtenteils wohl ziemlich schockierend und so. Hat seine Funktion also perfekt erfüllt.
8/10 Pfandflaschen
Made by: Richard Corben
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$
Unfollow#14
Falls ihr mit dem Titel nichts anfangen könnt - "Unfollow" ist die Funktion die verfügbar ist wenn ihr einen User bei Instagram/Facebook/Twitter/woauchimmer nicht mehr "folgen" wollt, weil ihr mit dessen Inhalt nichts mehr anfangen könnt oder ihr nicht mehr mit ihm "befreundet" sein wollt. Long story short, "Unfollow" handelt von sozialen Medien.
Beziehungsweise vom exzentrischen Multimillionär Larry Ferrell, der eine Social Media App namens Headspace (quasi des Comics Pendant zu Facebook) erfunden hat, welche einen großen Wirbel in der Bevölkerung verursacht hat und in aller Munde ist. Larry scheint einen großen Drang zu haben alles mögliche zu kontrollieren. In dieser Ausgabe stellt es sich heraus, dass er das erste Interview seit vier Jahren geben wird, kurz nachdem er sich verlobt hat. Der Interviewer, ein junger Author namens Nathan freut sich wie Bolle drauf - allerdings muss ihn Larry aus welchem Grund auch immer an der Nase herumführen um den eigentlichen Interviewtermin, den er zugestimmt hat, zu umgehen.
Am Anfang macht es den Eindruck gewisse Inspiration aus "1984" bezogen zu haben...allerdings stelle ich dann fest dass es sich eher um "Brave New World" handelt. Zuerst scheint Larry Ferrel "nur" ein etwas merkwürdiger reicher Typ zu sein, es stellt sich aber heraus dass er der Große Bruder ist und weitaus gefährlicher als man denkt. Ich mag das, wenn eine Story voller Überraschungen ist, das macht sie nämlich noch ein Tickchen interessanter. Was ich ebenfalls gut finde ist, dass sie zwar futuristisch wirkt, allerdings wahrscheinlich in der heutigen Zeit angesiedelt ist, in welcher es nur noch um Klickzahlen geht. Sehr gut.
8/10 Pfandflaschen
Made by: Rob Williams und Javier Pulido
Erhältlich bei: Vertigo für 3,99$
Venom#1
Allright, Spider-Mans schwarzen Anzug kennen wir ja alle - wenn nicht aus "Secret Wars", dann aus irgendeiner Spider-Man-Zeichentrickserie oder aus dem dritten Film mit Tobey Maguire. Wie ihr eventuell auch wisst, ist der schwarze Symbiont dass der außerirdischen Rasse der Klynthar angehört, weder gut noch böse und hat im Laufe der Zeit verschiedene Träger erlebt. Der letzte war Flash Thompson der als Superagent und auch als Teil der Guardians of the Galaxy agiert hat.
Das ist nun leider nicht mehr der Fall. Der schwarze Symbiont wandert alleine auf der Erde und ist auf der Suche nach einem neuen Träger. Bestens dafür geeignet ist Lee, der einen neuen Job als Wachmann/Gorilla bei kruden Geschäften angenommen hat. Sein neuer Arbeitgeber ist niemand geringeres als Mac Gargan der mittlerweile bei Alchemax arbeitet und nebenher andere "Geschäfte" am laufen hat. Man kennt evtl. noch von früher als Scorpion. Jedenfalls kann man hier eins und eins zusammenzählen und rausfinden dass der finstere Lee vom Symbionten befallen wird und urplötzlich über übermenschliche Kräfte verfügt. Da er ein besonders skrupelloser Genosse zu sein scheint, wird sein weiterer Weg wohl kein besonders heldenhafter sein...
Ich war am Anfang etwas zwiegespaltet, beschloß aber im Endeffekt den Comic doch ziemlich gut zu finden. Mir gefiel zwar Flash Thompson als "Agent Venom" sehr gut, weil man a) einen Nebencharakter eine großartige Hauptrolle zugewiesen hat und b) der Symbiont mehr als nur ein unzivilisiertes Wesen aus dem Weltraum dargestellt wurde. Ich war sehr zufrieden damit und wäre höchst erfreut noch mehr von Flashs Abenteuern als Venom zu lesen. Allerdings ist Venom nun mal einer von den Charakteren die einfach nicht an eine Person gebunden gehören. Er muss umherwandern, er muss verschiedene Erfahrungen sammeln. So ist es nun mal, und man kann wohl nicht alles haben. Und auch wenn ich am Anfang ob der Richtung etwas skeptisch war, so bietet uns der Comic sowohl den durchgeknallten Venom als auch den Klynthar der in der Lage ist zu denken. Also sozusagen eine Mischung aus alten und neuen Material, eine Huldigung.
Made by: Mike Costa und Gerardo Sandoval
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Donnerstag, 31. Mai 2012
Villains Of The World: Venom
| quelle: marvel.wikia.com |
Fies. Sehr fies dieses Subjekt.
Venom kenn ich seit ich sechs Jahre alt bin, sprich seit ich zum Geburtstag eine Action-Figur bekommen habe und seitdem die 90er Jahre Spider-Man-Zeichentrickserie im tv gelaufen ist. Anfangs wusste ich natürlich nicht, wer das wirklich ist und dachte es wäre eine Art alternativ-spider-man oder so.
Doch nun zur Geschichte meines allerliebsten außerirdischen Symbionten.
| quelle:comicvine.com |
Da der Parasit über Peter Parkers Geheimidentität bescheid wusste, wusste auch bald Eddie Brock davon und hatte sich als Ziel gesetzt, Spider-Mans Leben zur Hölle zu machen. Er war der längste Träger des Symbionts und einer der verbitterten Feinde Spider-Mans und obwohl Peter sich schon mehrere Male mit Venom gegen Carnage(der direkte Sohn Venoms) blieb er eine Art Bösewicht...bis er seine eigene Comic-Reihe gekriegt hat, denn da wurde aus ihm ein super-unsympathischer Anti-Held.
| eddie als antivenom(quelle:filmschoolrejects.com) |
Lange zog sich das so vor sich hin, Eddie trug den Symbionten in sich bis zum Zeitpunkt als er festgestellt hat, dass er Krebs hat und Venom ihn vorm Sterben abhält. Er entledigte sich des Parasiten und verkaufte ihn an den Mafia-Boss Don Fortunato, dieser gab ihn weiter an seinen Sohn Angelo...schließlich wurde MacGargan(ehemals Skorpion) Venom...
Durch Mr. Negative und diverse andere Zwischenfälle wurde Brock zum richtigen Superheld...nämlich den Anti-Venom. Gibt auch ne super-comic-reihe dazu.
was aus ihm mittlerweile geworden ist, das kann man in der Spider-Man-Reihe "Spiderisland" nachlesen, welche entweder schon erschienen oder bald erscheinen wird...zumind. hier in doofland.
das wars.
und jetzt: venom!




