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Dienstag, 3. Juni 2025

Comic Book Review#632: Venom: Lethal Protector#1 (1993)

"Venom: Lethal Protector" ist eine sechsteilige Miniserie, rausgekommen zwischen Februar und Juli des Jahres 1993. Es ist die erste eigene Reihe über Venom, die ihn das erste Mal als Anti-Helden und nicht als Bösewicht präsentiert.


Vor den Ereignissen in dieser ersten Ausgabe haben Spider-Man/Peter Parker und Venom/Eddie Brock vereinbart, dass sie einander in Ruhe lassen. Venom hat zusätzlich versprochen, keine Verbrechen mehr zu begehen und sich zu ändern. So reist Eddie Brock tatsächlich in seine Heimatstadt San Franciscor und trägt von nun an eine Vokuhila. Als erstes werden wir Zeuge, wie er einen Handtaschenräuber (Steigerung von Handtaschendieb) verprügelt und der geretteten Frau als Venom ordentlich Angst einjagt. Später versucht er, in seiner menschlichen Gestalt, in einem Hotel einzuchecken. Doch leider erspähen ihn zwei Polizisten, die ihn auf einer Fahndungsliste vorgefunden haben, und versuchen ihn daraufhin zu verhaften. So kommt es leider, dass er die beiden verprügeln muss, was er bedauert. Die Auseinandersetzung mit den Polizisten führt zu Meldungen über die Sichtung Venoms die dann weit über San Francisco hinausgehen. So erfährt Peter Parker während einer Schicht bei der Zeitung "Daily Bugle" darüber und beschließt, trotz der Vereinbarung mit Venom, doch nach San Francisco zu fliegen und äh "ihn zu konfrontieren". Nach seiner Ankunft erwischt Peter als Spider-Man Venom wie er mehrere Polizeibeamte verprügelt. Es stellt sich allerdings heraus, dass das keine Polizisten sind sondern angeheuerte Goons, die dafür da sind Obdachlose zu verprügeln und zu vertreiben. Venom schafft es, trotz Spideys Einmischung die Wohnungslosen zu retten. Sie führen ihn in einen unterirdischen Schacht, wo sie auf in Robotern steckende weitere angeheuerte Goons treffen, die ihnen (noch mal) nach den Leben trachten.

In dieser Ausgabe, und in den weiteren, steckt auf jeden Fall noch mehr. Irgendwann geht es auch um weitere Nachkommen des Venom-Symbionten und um einen Army-Offizier, dessen Sohn irgendwann durch Venom ums Leben gekommen ist, der jetzt nach Rache dürstet. Im Grunde genommen ist es eine Geschichte die Venoms Status als Anti-Held festlegt und ihn einen Neuanfang bietet. So wie es desöfteren war, wenn einem Character eine eigene Miniserie "genehmigt" wurde. Soweit ich mich erinnern kann, war es so ähnlich auch mit Spider-Mans Klon Ben Reilly, der als "Scarlet Spider" unterwegs war. Wie auch immer. Die erste Ausgabe ist ein leider relativ kurzweiliges Vergnügen, dass allerdings wesentlich mehr verspricht. Geschrieben von David Micheline, gezeichnet von Mark Bagley. Gar nicht voll mit 90er Jahre Sound Effects. Hier ist, meines Erachtens, relativ wenig von dieser Art von Klischee zu sehen. Auch keine merkwürdigen körperlichen Verrenkungen oder bescheuerte Kostüme. Insgesamt: Lässt sich sehen!

8/10 Pfandflaschen


Sonntag, 30. Juli 2023

So isses, Musik!#170

Slime Discography: Wem gehört die Angst (2020)

Das dritte Album nach der zweiten Reunion. Es hat sich an der Besetzung nichts verändert, dafür aber an den Texten und dem allgemeinen Klang bzw. Feeling der Songs. Zum Positiven hin. Trotzdem gibt es einige "Störungen" hier die mir hier und da etwas sauer aufstoßen. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Warum? Darum:


"Wem gehört die Angst" schafft es zwar nicht ganz, zurück zum Zynismus der alten Slime zurückzukehren - allerdings macht man hier eine kleine Kehrtwende von dem fast schon zu fröhlichen Sound von "Hier und jetzt". Es gibt hier auch keine Gastspiele von irgendwelchen italienischen Streetpunkbands oder fürchterlichen Rappern die eine eigene Sekte unterhalten. Stattdessen haben wir so etwas wie diese 80er Jahre Emo Stimmung, die Philipp so toll findet. Allerdings natürlich nicht (und wahrscheinlich nie wieder) so wie früher. Ich mag den Titeltrack, weil er so kraftvoll positiv/negativ ist. Es ist eine Absage an die eigene Angst, so wie ich ihn interpretiere. "Paradies" klingt hingegen so gar nicht nach Slime. Witzig zu hören wie Dirk Jora, 1960 geboren, irgendwas über die Anti-AKW Bewegung singt. Wobei vielleicht meinte er den Schulterschluß zwischen ihnen und der Punkszene. Egal. Es ist trotzdem weird wie Slime über die guten alten Zeiten singen. "Wenn wir wollen" ist auch soetwas. Cool, etwas aufmunterndes, ein "raffen wir uns endlich auf" zu hören. Irgendwie geht das aber gar nicht. Was besser zur Band passt ist ein "Die Hölle, das sind wir" - in "Die Hölle". Das ist das was ich meine, dieser pessimistische Zynismus der ihnen viel besser steht. Worum es in "Die Toten wollen wieder alleine sein" geht, verstehe ich nicht ganz. Irgendwie um Echokammern, Filterblase, Rechtspopulismus. "Weisser Abschaum" handelt von einem Mann, der das Leben seiner Familie zur Hölle gemacht hat. Philipp meinte, dass hier häusliche/sexualisierte Gewalt banal dargestellt wird - ich finde dass es eben dieser Zynismus ist, an dem sich Slime wieder versuchen. Kann aber gut im falschen Hals landen. Genauso wie "Fette Jahre" - ich verstehe nicht wieso man schon wieder über die guten alten Zeiten sinniert - im negativen Sinne diesmal. Außerdem zitiert man sich hier. "Kein Mensch" hört sich zu Beginn an wie "Zusammen" von "Schweineherbst". Meiner Meinung nach endet das Album mit "Odyssee" eigentlich ganz würdig. Ist n angenehmer Song, der tatsächlich wie eine Art würdige, neue Slime klingt. Es ist kein Punk, es ist schon Deutschrock, allerdings ohne viel "die da oben" und "wir sind die underdogs"-Getue. Doch dann macht man einen auf Dropkick Murphys und singt was von "So so so solidarityyyyyy" mit Akustik-Gitarre - im letzten Song "Solidarity". An sich auch eine ehrenwerte Aufgabe - wenn nicht dieses Schulenglisch wäre.

Hach.

Ich weiß es nicht. Irgendwie schwanke ich zwischen "Sie können es noch ganz gut" und "irgendwie sind sie alt". Meiner Meinung nach definitiv ein besseres Album als "Hier und jetzt". Diese deutschrockschlagersongs sind hier einfach nicht da, es ist viel viel weniger cringe insgesamt. Finde dass die Songs sich auch viel besser halten. Trotzdem schwingt da ein komisches Gefühl mit. Man fragt sich "Ja okay, das sind Slime, aber...muss das den unbedingt sein?" Ich bin mir unsicher und gebe deswegen ganze

5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Odyssee, Wem gehört die Angst, Die Hölle

Und weil drei Meinungen besser sind als eine, hier kommt

Philipp:

"Schönen guten Tag und herzlich Willkommen zu "Wem gehört Slime?". 
Ich bin gerade im Urlaub und fasse mich daher diesmal kurz.
Drittes und letztes Album der Post-zweite-Reunion-Besetzung, die Produktion ist beschissen (seltsam steril und knochentrocken) aber die Songs sind definitiv besser, vor allem die Texte, es wird nicht mehr auf hohle Phrasendrescherei zurückgegriffen sondern mehr von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen erzählt, politische Songs  gibt es natürlich trotzdem, diese sind aber wesentlich weniger platt als auf dem Vorgänger, musikalisch geht es mit rockigem Deutschrock mit Rock-Einflüssen weiter. Punk ist höchstens Dickens Unvermögen "Maul" nicht als "Maueel" zu singen. Generell ist mir "weißer Abschaum" sehr unangenehm und am schlimmsten finde ich eigentlich, dass ich den Song irgendwie mag, auch wenn ich die "Wir schieben mal kurz ein paar lustige Zeilen über Kindesmissbrauch ein und lassen das unsere Bassistin singen damit es nicht auf zu vielen Ebenen unangenehm wird"-Bridge echt daneben finde.
Es ist schon alles ganz solide, wirklich gut ist aber echt was anderes.
Ganz warm werde ich mit der dritten Slime-Inkarnation mit eigenen Texten wohl nie, aber die ist ja auch schon wieder Geschichte. Später dazu mehr.

4/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Wem gehört die Angst, Paradies, Hölle"

Raphael:

"Mit dem Schrecken von „Hier und jetzt“ noch tief in den Knochen stelle ich mich dem nächsten Slime-Album. Es ist das vorletzte Album der Band (Stand: 2023) und der letzte Langspieler mit Dirk Jora am Gesang. Etwa zu der Zeit als „Wem gehört die Angst“ geschrieben und promotet wurde, habe ich Slime auch zweimal im Schlachthof Wiesbaden gesehen. Mein nostalgischer Rückblick aus #so isses, Musik! #163 beißt sich also selbst in den Sack wie Ourobouros.

Wie schon auf dem vorigen Album sind Slime auf „Wem gehört die Angst“ selbstreflektiert und beziehen sich auf den eigenen Werdegang. Nur ist dies hier im Lied „Hölle“ deutlich besser gelungen als in „Unsere Lieder“. Das hat mehrere Gründe. Zuvorderst klingt die Musik wieder tighter als auf dem siebten Album. Man könnte fast meinen, Slime hören sich an, als hätten sie selbst plötzlich wieder Lust auf ihre eigene Musik bekommen. Klar, ist alles irgendwie schunkeliger geworden und vom 80er Hardcore Deutschpunk ist das noch immer weit weg. Nichtsdestotrotz sind sowohl Sound als auch Umsetzung kompakter als auf „Hier und jetzt“. Außerdem ist die Vielfalt auf „Wem gehört die Angst“ deutlich stärker ausgeprägt. Thematisch und textlich sind Slime vom stumpfen „Nazis sind dumm und wir sind klug, haha“ weg und befassen sich mit religiösem Fanatismus, Klimawandel, Nostalgie, Drogensucht und mehr. Und auch musikalisch ist hier wieder mehr Abwechslung geboten. Vom Seeleute Punk in “Wenn wir wollen“ über den Schlagerrock in „Paradies“ zum Dritte Wahl-esken Deutschpunk in „Ebbe und Flut“ und dem Paddy Punk in „Solidarity“ zum Hardcore-angehauchten Punk Rock in „Hölle“ ist das Album sehr rund. Und mir „Die Toten wollen wieder alleine sein“ gibt es noch den Mitgröl-Knaller im besten Tote Hosen-Stil.

Es mag natürlich sein, dass „Wem gehört die Angst“ vor allem deshalb so hell leuchtet, weil es nach der (bisher) schlechtesten Platte der Band erschienen ist. Da darf man natürlich auch nicht übersehen, dass mit „Paradies“, „Weißer Abschaum“ und „Fette Jahre“ drei gar nicht mal so gute Lieder auf dem Album sind. Neben ein paar mittelguten Tracks sind hier ein paar echte Knaller bei, die nochmal für weite Teile von „Hier und jetzt“ verzeihen lassen. Neben „Schweineherbst“ und „Sich fügen heißt lügen“ geht „Wem gehört die Angst“ noch immer sang- und klanglos unter, aber abgesehen davon darf man das Release von 2020 zu den besseren Slime Alben zählen.
6/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Die Toten wollen wieder alleine sein, Die Suchenden, Kein Mensch"


Was läuft sonst so?


Hat Philipp mir letztens geschickt. Ich weiß nicht so recht, wie ich das einordnen soll. Irgendwo zwischen Post-Metal-igen Rhythmen und Neofolk-Gesang. Inklusive klosterähnlichen Ästhetik. Erstes Lied "When Comes The Dawn?" geht absolut hart. Absolute Empfehlung.

Letztens bin ich außerdem einer Instagram-Seite über Dinosaurier gefolgt. Die hieß "Incorrect Dinosaurs" oder so und es wurdenn allerlei falsche Bilder von Dinosauriern aus (Kinder)Büchern und so behandelt. Hat sich herausgestellt, dass der Admin auch ein DIY-Label betreibt, dass Hörbücher als auch Musik (Ambient, Neofolk und Black Metal) veröffentlicht. Auf dem YouTube-Channel habe ich diese Band hier gefunden. Geht auch absolut hart. Wenn ihr auf diesen Link geht, gelangt ihr zum Bandcamp von Froststarr. Der Song "Yuggoth" geht auch äh absolut hart. Lovecraftian Stoner Doom Black Metal? Oder so. Ist jedenfalls sehr geil. Hier gehts zum YouTube-Channel des Labels. 
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Mission ".mp3-Sammlung nach dem Alphabet durchhören"


U: 

Inzwischen sind wir am Ende des Buchstaben "U" angekommen. Darum gibt es absolut freshen Powerviolence von der Split zwischen den Bands "Uzi Suicide" und "Pretty Little Flower".

Natürlich finde ich nur ein Teil davon, weil das Ganze schon ziemlich alt ist:





V:

Bei V fangen wir an mit feinsten Skinheadreggae von The Valkyrians. Deren Coveralbum "Punkrocksteady" gefällt mir nach Jahren immer noch und ich kenne beinahe jeden Moment davon auswendig. Als nächstes haben wir eine Band, die ähnlich wie Discharge und andere Dis-Bands unabsichtlich Haikus geschrieben hat. The Varukers nämlich. Ich habe eine "Sammlung" von 1980-2005, die "Humanity" 7inch als auch die "Hellbound"-EP. Wobei die letztere viel eher nach Streetpunk klingt als nach Anarcho/D-Beat/Wasauchimmer. The Virus waren auch eine Band die ich im Zuge meiner Punksozialisierung gehört habe bzw. als ich angefangen habe mich in dem Genre weiträumiger umzusehen. Am allerliebsten hörte ich das Album "Nowhere To Hide" was auch im "V"-Ordner zu finden ist. Danach dann "Des Profundis" von Vader. Polnisher Death/Thrash Metal mit einem Logo, dass eindeutig bei Morbid Angel abgekupfert ist. 

Der nächste Ordner heißt einfach "Various Artists" und besteht aus ACHTUNDFÜNFZIG Unterordnern. Nein Danke, ich denke ich verschiebe das Review davon so auf das Jahr 2025.

Weiter geht es mit Klassikern: "Black Metal" von Venom! "Samsara" von Venom Prison! "Harder Than It Was Meant To Be" von den großartigen schwedischen D-Beat-Legenden "Victims", die ich zu meinem Glück zwei Mal live sehen durfte bevor sie sich aufgelöst haben. "Pissed Off: A VX Collection" ist eine Ansammlung von allerlei Zeug aus drölf Jahren der Existenz der niederländischen Straight Edge Legende "Vitamin X". Habe die Band auch ungefähr drölf Mal live gesehen und kann behaupten, dass sie wirklich wissen wie man das Publikum bei Laune hält, wie man Spaß hat. Macht immer noch gute Laune, ehrlich.




Im Ordner "VKJ" finden wir zwei Ordner von Vorkriegsjugend, wobei es im Prinzip das Gleiche ist. Nämlich das selbstbetitelte Album, als auch die EP "Heute Spass Morgen Tod", wobei irgendjemand die letztere ins erstere integriert hat. Keine Ahnung. Jedenfalls: Die Band ist eine Legende gewesen, der Sänger ein wahrhaftiger ekelhafter Pädo - aber das hat man erst Jahrzehnte später erfahren.

Danach kommt Voivod. Und ich habe mich immer noch nicht so mit "Killing Technology" abgefunden. Dafür gefällt mir "War and Pain" irgendwie besser als die ersten paar Male. Scheinbar muss die Band in meinen Ohren einfach "wachsen".






Dienstag, 21. Dezember 2021

Happenings des Monats: Dezember'21

Stricher guckt endlich sich "Venom: Let There Be Carnage" an am 04.12.2021

Oh, meine Fresse habe ich mich darüber gefreut, dass er endlich endlich draußen ist. Nach drei Jahren warten und dieser Post-Credits-Scene im ersten Teil hat man mir tatsächlich Hunger gemacht. Und ja, auch wenn ich die MCU-Filme schon mag, ist das hier eine sehr willkommene Alternative. Bin gespannt in welche Richtung das "Sony Spider-Man Universe" einschlägt bzw. inwiefern Sony und Disney kooperieren werden. Was auch immer, kommen wir zum Film.


Der Film beginnt mit einer Vorgeschichte: Der Serienkiller Cletus Kassidy (Woody Harrelson), der nun in San Quentin einsitzt, erinnert sich an eine verloren geglaubte Liebe. Vor längerer Zeit wurde sein Schwarm, die Frau in die er ewig verliebt war, Frances Barrison (Naomi Harris) aus dem Kinderheim entfernt in dem beide untergebracht waren. Sie sollte ins Ravencroft-Institut gebracht werden, wo Mutantenkinder sicher leben. Sie selbst verfügte über einen Sonarschrei. Beim Abtransport verletzt sie damit einen Polizisten, der ihr ins Auge schießt. Cletus dachte seitdem dass sie tot ist - während sie jedoch im Ravencroft verweilt hat. Die beiden vermissen einander ziemlich offensichtlich. Währenddessen: Der Alien-Symbiont Venom und Journalist Eddie Brock (Tom Hardy) leben immer noch zusammen. In einem Körper und einer Wohnung. Zwischen ihnen besteht eine Art Freundschaft auf Drahtseilen. Venom hat ständig Hunger auf Gehirn von bösen Kriminellen, kriegt aber nur Hühner zu fressen. Und Schokolade. Kassidy hat vor gut einem Jahr sich von Brock interviewen lassen und hat seitdem eine Art Obsession mit ihm entwickelt. Er möchte nur noch mit ihm sprechen. In einem weiteren Interview gibt er Brock Hinweise auf Orte an welchen er weitere Leichen versteckt hat, die die Polizei bis jetzt nicht gefunden hat. Durch das superschnelle Gehirn von Venom ist der Journalist in der Lage alles aufzuzeichnen und damit eine Hammer-Story zu landen. Doch es geht noch weiter: Kassidy möchte noch ein Interview. Während diesem beleidigt er Brock dermaßen, sodass Venom sich provoziert fühlt und in seine Todeszelle eingreift. Kassidy beißt Brock in die Hand, was offensichtlich dazu führt dass er sein Blut schmeckt. Venoms DNA breitet sich daraufhin in Kassidys Körper aus. Bei der Hinrichtung mutiert die Mischung und es entsteht ein weiterer Symbiont. Ein Quasi-Nachkomme von Venom: Carnage. Rot, brutal und gewalttätig und mit der Fähigkeit seinen Körper in kalte Waffen zu verwandeln wie Messer und Äxte. Kassidy bricht nun also aus dem Knast aus und möchte seine Geliebte (über die er rausgefunden hat, dass sie noch lebt) aus dem Ravencroft-Gefängnis befreien. Carnage hingegen möchte unbedingt Venom auslöschen. Blöd nur dass Brock und Venom sich "getrennt" haben weil sie auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. 

Ich verstehe nicht, wieso man bemängelt dass hier auf PG-13 gesetzt wurde anstelle auf R-Rated. Nun, klar Venom/Carnage-Geschichten waren schon immer recht blutig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Carnage ein absoluter Psychopath ist. Ich glaube aber, dass der Film besonders dann R-Rated wäre wenn er voll mit Beleidigungen, Nacktheiten und Ficki-Ficki-Witzchen vollgestopft wäre. Das ist er halt nicht. Was übrigt bleibt ist die Masse an Gewalt, Köpfe-Abbeißen usw. Die allerdings nicht besonders detailliert dargestellt wird. Somit entsteht auf gewisse Weise ein cartoon-iger Effekt, der durch die humoristischen Einlagen noch mal unterstrichen wird und die Gewalt etwas "harmloser" wirken lässt. Die Story ist cool, wenn auch ziemlich schnell erzählt. Der Film ist ja auch schnell. Knapp 1,5 Stunden, wenn man mit einbezieht dass der Abspann fast 10 Minuten läuft. Und es gibt ein Stan Lee Cameo. Im Kiosk. Wenn man aufpasst, dann sieht man ihn. Ich fands sehr gut, dass er keine Überlänge hatte. Einfach nur ein guter, sehr action-lastiger Superhelden-Film. 

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Stricher guckt sich endlich "Eternals" an, am 07.12.2021

So, nun habe ich ihn gesehen und weiß, what the fuss is all about.

Circa 5000 Jahre vor der Geburt Christi wurden menschenähnliche Gestalten vom Planeten Olympia auf die Erde geschickt um diese und ihre Einwohner vor riesigen Kreaturen, den sogenannten Deviants zu beschützen. Geschickt wurden sie von Arishem, einen sogenannten Celestial. Dabei handelt es sich um eine Art riesigen Demigott/Astralwesen, das seit Ewigkeiten für das Fortbestehen seiner Art sorgt. Der Name dieser Helden war "Eternals". Sie bekämpften die Deviants seit ihrer Ankunft, mischten sich allerdings nicht in sonstige menschengemachte Konflikte wie Kriege oder Schlachten ein. Allerdings haben sie sich mit der Menschheit angefreundet und ihr bei ihrer Entwicklung geholfen. Die Deviants scheinen seit Jahren besiegt zu sein. Nach dem scheinbar endgültigen Sieg über ihren Gegner, haben sie sich allerdings zerstritten und leben nun verstreut auf der Erde. Sie warten nur darauf, dass Arishem sie zurück auf ihren Planeten bringt. In unserer Gegenwart kommt es in London überraschend zu einem Deviant-Angriff. Nach einer erfolgreichen Abwehr durch den Eternal Ikaris (Richard Madden) beschließen Sprite (Lia McHugh) und Sersi (Gemma Chan) die übrigen Teammitglieder zu vereinen, weil von den Deviants offensichtlich wieder eine Gefahr für die Erde ausgeht.

Am ersten Punkt möchte ich festhalten, dass der Film nicht so super scheiße ist, wie iMDB und Konsorten sagen. Er ist tatsächlich ganz brauchbar, allerdings gleichzeitig sehr vorhersehbar und pseudo episch. Mir gefällt diese Idee, eine Geschichte zu erzählen die an mehreren Punkten in den letzten 5000 Jahren spielt. Die Effekte sind zweifelsohne auch cool. Einzelne Charaktere sind es auch. Allerdings kann ich mit den Rest der Bande nicht besonders viel anfangen. Sie wirken relativ austauschbar. Und trotz guter Elemente und einer ganz coolen Story, ist der Film auch irgendwie etwas, was mich nicht unbedingt vom Hocker reißt. Er versucht episch zu sein, würzt dann aber alles mit den typischen Marvel-Witzen und das ganze wirkt dann deplatziert. Nicht der beste Marvel-Film.

5,5/10 Pfandflaschen
Trailer:



Stricher guckt sich "Spider-Man: No Way Home" an, am 15.12.2021 in Filmwelt Herne

Okay, ihr Süßen. Ich habe mich entschieden nicht zu spoilern. Hätte ich gespoilert müsste ich einen gewissen Anteil des Reviews schwärzen/unsichtbar machen, sodass man ihn nur sehen kann wenn man ihn markiert. Darauf habe ich kein Bock. Jeder soll das lesen können. Trotzdem:

EVENTUELLE SPOILERWARNUNG WEGEN INHALTSBESCHREIBUNG

AB JETZT:







LETZTE CHANCE









WIRKLICH JETZT






OK.









"Spider-Man: No Way Home" fängt genau in dem Augenblick an in welchem der der Vorgänger Film "Spider-Man: Far From Home" geendet hat. J. Jonah Jameson (J. K. Simmons), Redakteur von "Daily Bugle" offenbart in einer Sondersendung die wahre Identität von Spider-Man. Er zeigt Aufnahmen die Mysterio (Jake Gyllenhaal) gemacht hat um Peter als seinen eigenen Mörder darzustellen. Jameson stilisiert Spider-Man als Mörder und Mysterio als wahren Märtyrer. Kurz darauf werden Peter Parker (Tom Holland) wegen Vigilantentum, seine Freundin MJ (Zendaya), sein Kumpel Ned (Jacob Batalon) und seine Tante May (Marisa Tomei) wegen Komplizenschaft verhaftet. Dank eines sehr fähigen Anwalts schaffen sie es die Vorwürfe (vorerst) von sich zu schaffen. Peters Leben ist nun nicht mehr dasselbe. Die ganze Welt weiß nun, dass er Spider-Man ist. Der Schulalltag ist nicht mehr derselbe. Und weil seine Mitmenschen nun mehr in Gefahr sind denn je, weil jeder weiß wer er ist, zieht er zusammen mit May in das Apartment von "Happy" Hogan (Jon Favreau). Doch das reicht nicht. Pete kommt auf eine grandiose Idee: Den Magier Dr. Stephen Strange (Benedict Cucumbercock) zu fragen ob er mithilfe eines Zauberspruchs die Zeit zurückdrehen kann, sodass das Debakel aufgehalten werden kann. Wong (Benedict Wong), der "Gehilfe" (der nun kein Gehilfe mehr ist) von Strange ist strikt dagegen. Und so beschließt man die Menschheit kollektiv vergessen zu lassen, dass Peter Spider-Man ist. Während Strange also den Spruch aufsagen will, unterbricht ihn Peter mehrfach und möchte dass bestimmte Menschen das Wissen beibehalten. Dadurch wird der Spruch/das Ritual korrumpiert und "defekt". Das öffnet die Tore ins Multiversum und nach und nach tauchen diverse Bösewichte aus den vergangenen Spider-Man-Franchises in diesem New York auf. Die da wären: Norman "Green Goblin" Osborn (Willem Dafoe), Max "Electro" Dillon (Jamie Foxx), Curt "Lizard" Connors (Rhys Ifans), Flint "Sandman" Marko (Thomas Hayden Church) und natürlich Otto "Dr. Octopus" Octavius (Alfred Molina). Peter kriegt nun die Höllen-Aufgabe sie alle zu fassen, sodass Strange sie in ihre Universen zurückschicken kann.


Es gibt hier so Sachen, die so typisch Spider-Man sind. Diese Moral die Peter Parker an den Tag bringt. "Niemand wird sterben, ich werde dafür sorgen" war schon öfter (vor allem in den Comics) das Motto. Der Wille anderen zu helfen, auch denjenigen die vllt. nicht die besten Absichten haben. Bis man dann auf die Schnauze fliegt damit. Ich hatte ein absolutes Comic-Deja-Vu. Es gibt zahlreiche Anspielungen. Auch ganz klitzekleine, wie auf eine Ausgabe der "What If?"-Comics, wo Spider-Man ein Magier ist. Comic-Kenner werden wissen was ich meine. Aber auch die Meme-süchtigen werden bedient. "I am something of a scientist myself" kriegt ein Comeback. Ich glaube ich bin der einzige der im Kino gelacht hat. Schade eigentlich. Was mich wirklich sehr gefreut hat ist, dass wir DEN Spider-Man kriegen den wir aus den Comics kennen. Der alles auf eigene Faust schaffen muss. So wie es früher war. Es gibt hier enorm viel Fan-Service. Natürlich. Und ja. Ja, es ist so. So wie es alle vermuten. Es ist wirklich so. Ihr wisst was ich meine.

9,75/10 Pfandflaschen
Trailer:


Freitag, 10. Januar 2020

So isses, Musik!#93

100 Greatest Metal Songs by RJ7, Teil 18


30. "Holy Diver" aus "Holy Diver" (1983) von Dio



Mhhhhhhhhhhh. Yeaaaaaaaaaah.

10/10 Pfandflaschen

29. "Witching Hour" aus "Welcome To Hell" (1981) von Venom



Also der Anfang ist schon mega cool und witzig. "Ladies and gentlemen, from the very depths of hell..." und dann wirds plötzlich sehr düster und leicht beklemmend bis dann das übliche Venom-Geballer anfängt. Alles andere ist Motörhead-Metal-Punk.

8/10 Pfandflaschen

28. "Cemetery Gates" aus "Cowboys From Hell" (1990) von Pantera



Scheiße, ist das wunderschön. :3

9/10 Pfandflaschen

27. "Peace Sells" aus "Peace Sells... But Who's Buying" (1986) von Megadeth

Ungefähr schon tausend Mal gehört. Unter anderem auf dem GTA Vice City Radiosender "V-Rock". Aber nie so richtig zu Ende, glaube ich. Es ist auf jeden Fall eines der besseren Megadeth-Songs und das sage ich weil ich kein großer Fan der Band bin.



9/10 Pfandflaschen

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Paradise Lost Discography: Host (1999)

Holy sheeeeeit, was ist das denn? Eine völlige Abkehr von jeglichen Metal. Diesmal wirklich. Stattdessen stehen Synthesizer im Vordergrund. Paradise Lost hören sich nun an wie eine Synthpop-Band mit einigen wenigen verzerrten Gitarrenriffs, die allerdings nicht all zu sehr in den Vordergrund geraten. Viel mehr wirken sie wie ein unterstützendes Geräusch damit diese ganzen Synthiesounds nicht zu glatt wirken. Sehr glatt hingegen ist Nick Holmes Gesang. Cleaner als je zuvor.

Hätte Gregor Macintosh damals keinen Synthesizer gekauft wäre das hier wahrscheinlich auch anders ausgegangen. Dann gäbe es wahrscheinlich auch keine Streicher zu hören. Überhaupt wirkt das ganze wie ein sehr gewagtes Experiment. Und tatsächlich heißt es dass PL zwischen "Host" und dem Nachfolger "Believe In Nothing" sich gar nicht mal so sicher waren was sie wirklich tun. Mich hat das Album zuers leicht vorm Kopf gestoßen, doch nach mehrmaligen Hören merkte ich wie schön es tatsächlich ist. Besonders als Hintergrunduntermalung zum Lesen. Für alle Freunde von Melancholie und Synthiesounds sehr empfehlenswert.

Anspieltipps: Permament Solution, It's Too Late, Ordinary Days
8,75/10 Pfandflaschen


Queen Discography: Jazz (1978)

Siebtes Album von Queen, welches ich als relativ experimentell betrachte. 13 Songs insgesamt, also etwas mehr als sonst, sodass die meisten ziemlich kurz gehalten werden. Dazu kommen noch verschiedene musikalische Stile die hier bedient werden als auch teilweise relativ obskure Lyrics. "Mustapha" ist ja schon ziemlich cool aber insgesamt betrachtet einfach sinnlos und witzig. Aber interessant dass dieses Lied als Opener ausgewählt wurde. "Fat Bottomed Girls" handelt von Frauen mit dicken Hintern, die dann später in "Bicycle Race" auch Fahrrad fahren. "If you can't beat them" erinnert mich leicht an einen späteren Song der Band "Hammer To Fall" und zu Beginn sogar an "Picture This" von Blondie.

Insgesamt betrachtet ein verdammt gutes und stimmiges Album von Queen mit einem leider verdammt hässlichen Albumcover. Außerdem finde ich dass das Outro in "More Of That Jazz" einfach nicht hätte sein müssen. Darin sind nämlich kurze Elemente aus mehreren Songs vom Album noch mal zu hören. Ich find das anstrengend. Anyways, lange Rede kurzer Sinn:

7,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: If you can't beat them, Bicycle Race, Fat Bottomed Girls, Don't Stop Me Now, Let Me Entertain You

Freitag, 13. September 2019

So isses, Musik!#85

A LOOK IN THE PAST: 28./29.08.2009 und 03./04.09.2010

Sweet baby jaysas. Eine neue Rubrik. Rauskommen wird sie relativ unregelmäßig, da ich tatsächlich nur meine Poster abgrase. Ich will eigentlich mich nur auf ein paar Konzerte/Festivals rückbesinnen. Schließlich hängen in meinem Zimmer lauter Poster und ich erinnere mich manchmal mehr, manchmal weniger. Darum wollte ich als quasi Rückwurf/Throwback einiges Revue passieren. Jedes Mal passend zum laufenden Monat.

Am 28.08.2009 fuhr ich das erste Mal für mehr als einen Tag von Zuhause weg. Mit Freunden. Wobei, nee. Das ist gelogen. Aber würde ich vom "ersten Mal" sprechen, würde glaube ich meine Mama mich umbringen. Denn das war etwas früher im selben Jahr. Anyways: Das erste Mal "richtig" auf ein Festival fahren. Mit Schlafsack(?) und in einem ausgeliehenem Zelt schlafen. Damals noch mit Flattop auf dem Kopf und Klamotten die auf eine merkwürdige Mischung aus Crust Punk und Psychobilly hingewiesen haben. Die Zugfahr war witzig. Irgendwann war es so heiß, dass ich mir die Haare gewaschen hab. Es war einfach unerträglich heiß und ich fands richtg widerlich diesen ganzen Haarlack auszuschwitzen und in die Augen zu kriegen. Bäh. Woran ich mich noch erinnern kann sind irgendwelche Faschos die mit "Nationaler Sozialist"-Shirts in irgendeinem Abteil saßen. Ein Freund, genauer gesagt Dmn aus Bln (habt ihr die Spitznamen alle vermisst? Ich nicht :D) hat angefangen sie dumm anzumachen und ihnen weiszumachen wie scheiße sie sind. Darüber hat sich dann eine sächsische Mutti beschwert und meinte, dass "wir" nicht "besser" wären. Genauer gesagt: "IHR SEID DOCH NED VIEL BESSOR IHR BRINGT MEIN KIND ZU WEINEN HALTET DIE SCHNAUZE IHR BRINGT MEIN KIND ZUM WEINEN!" Und dann hat das Kind angefangen zu weinen. Als wir dann irgendwann ankamen, guckte ich mir tatsächlich ein paar Bands an.. Soweit ich mich recht entsinne. Aber so richtig erinnern tue ich mich auch nicht. Am nächsten Tag saßen wir einfach die meiste Zeit auf dem Zeltplatz, haben gesoffen, uns auf Video aufgenommen und unglaublichen Scheiß erzählt. Leider ist nichts mehr davon zu finden, weil es auf MySpace hochgeladen war und der Medienriese (höhö) alle seine Daten verloren hat. Oder vielleicht doch nicht "leider". Keine Ahnung. An ein paar Bands kann ich mich erinnern. Bad Luck Rides On Wheels waren richtig geil. Morne auch. Golem fand ich damals scheiße, würde sie heute aber wahrscheinlich großartig finden. Downfall of Gaia fand ich eigentlich auch ziemlich cool. Das war noch bevor sie so bekannt waren.
Ich habe dort auch einige Leute kennengelernt die eine gewisse Zeit in meinem Leben begleitet haben. Das war tatsächlich ein tolles Erlebnis. Aber ich will nie wieder auf diesem Zeltplatz kacken!

Das Jahr darauf war auch ziemlich cool. Wenn nicht sogar noch witziger. Visions Of War, Fleas and Lice, Beton, Alpinist (vor ihrer Auflösung) natürlich.... Aber das war nichts... Nichts im Vergleich zu Addas (Name geändert) der zu viel Kaffee (und nicht nur Kaffee) getrunken hat und am zweiten Tag alle auf dem Zeltplatz mit seinen Obskuritäten unterhalten hat. Ein klitzekleiner Ausschnitt wäre diese ganz kurze Unterhaltung:

"Was hältst du von den ganzen Japanern?"
"JA SIE HABEN NE ATOMBOMBE VERDIENT. Und er war dagegen rumheult... ist n Spast.. oder n dummer Hippie!"

"Was hältst du von Wahnfried?"
"FESTNEHMEN UND AB NACH SIBIRIEN!"

"Was hältst du von Mahatma Gandhi?"
"MAHATMA GANDHI WEISST DU WAS ICH ZU DEM ZU SAGEN HABE? TIBET BLEIBT ROT IHR SPASTIS!"

Dazu noch 1000 Witze über Steinkelopfen in Sibirien, die Kirche, Oi!, Slayer und anderes Zeug. Ich erinnere mich sehr sehr gerne daran. Auch daran, dass er bei Fleas and Lice sich das Mikrophon ergriffen hat und laut gefragt "Warum zur Hölle schreit ihr so rum, ihr bescheuerten Vollidioten?!"

Deluxe.

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100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 14

46. "Symphony of Destruction" von Megadeth aus "Countdown To Extinction" (1992)



Dave Mustaine singt zwar "You try to take his pulse", aber nach dem Lesen eines bekackten YouTube-Kommentars höre ich ganz sicher "You try to take his balls". Kann das nicht mehr weghören. Sehr angenehmer Song. War damals soweit ich mich richtig entsinne sogar im Radio und so. Klingt auch danach. Er its verdammt noch mal sehr radiotauglich auch wenn er keine radiotauglichen Themen (Mariottenregierungen usw.) beinhaltet. Very nice.

9/10 Pfandflaschen

45. "Seasons in the Abyss" von Slayer aus "Seasons In The Abyss" (1990)



Ich liebe liebe liebe diesen Song. War einer der ersten Slayer-Songs die ich je gehört habe. Irgendwann bei "Hell's Kitchen" auf VIVA. Großartiger morbider Text

10/10 Pfandlfaschen

44. "Breaking The Law" von Judas Preist aus "British Steel" (1980)



Muss ich dazu noch was sagen? Nein.

10/10 Pfandflaschen

43. "Black Metal" von Venom aus "Black Metal" (1982)



Dazu wohl auch nicht.

10/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Gothic (1991)

Hurra, eine neue Discography! Für das erste Album von Paradise Lost, "Lost Paradise" klickt einfach hierhin. Drei Mal dürft ihr raten für welches Genre dieses Album hier stilprägend ist.

Hierfür haben PL ziemlich viel herumexperimentiert. Einerseits haben sie Death Metal beibehalten, allerdings sind die meisten Riffs wesentlich langsam. Eher wie bei Candlemass, also Doom Metal. So kommt es zu einem recht obskuren Genrenamen: Death Doom. Dazu kommen noch Einflüsse von 80s Post-Punk und Dark Wave. Ich habe tatsächlich einen Basslauf erkannt der Bauhaus nicht unähnlich war.

Um das Ganze noch mal zu toppen kommen ein paar Elemente wie Gitarren die nach Orgel klingen, das The Raptured Symphony Orchestra als auch der Gesang von Sarah Marrion. So kommt es zu einem sehr experimentellen Stück Musik, dass von düsteren Elementen im Leben handelt: traurig sein, Tod, Depression. Ich mein, es ist auch nachvollziehbar, dass man solche Musik fabriziert wenn man auf einer Insel wohnt wo es tierisch oft regnet. Einige nicht unbekannte Gothic-Metal-Bands fühlten sich davon inspiriert, beispielsweise The Gathering. Aber das ist nicht so ganz mein Metier. Fazit: Sehr ungewohnt, habe ein paar Anläufe dafür gebraucht. Gefällt aber tatsächlich verdammt gut.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead Emotion, Eternal, Falling Forever


Queen Discography: Queen (1973)

Hurra, eine neue Discography!

Ich habe mir vorgenommen die ganze Queen-Discography zu reviewen, weil auf diesem Blog einfach viel zu viel Queen zu lesen ist. Ernsthaft jetzt. Das Debüt von 1973 zeigt eindeutig, dass die Band zwar noch irgendwie in Kinderschuhen steckt aber definitiv weiß, was sie erreichen möchten. Es ist noch nicht das wofür sie später bekannt werden - kein Stadion-Rock in dem Sinne aber hat beinahe schon das Potenzial dazu. Zum Erscheinungsdatum des Albums gab es Queen schon seit 1970. Die Songs sind also nicht neu und wurden bereits zig Mal live gespielt, sodass das Publikum die Band schon kannte. Darum katapultierte sich "Queen" auch ziemlich schnell an die Spitze der Charts.

Hier ist noch "Doin' Alright" zu hören, welches von der Vorgängerband "Smile" stammt. Ich mag den Wechsel zwischen Ballade und "Boah geil alter ich mach jetzt voll die Gitarrensolos drauf yeah". Mir gefällt "Great King Rat" wegen diesem komischen Mittelalter-Flair. Der Opener "Keep Yourself Alive" ist der wohl beste Opener für ein Debütalbum einer Rockband aus den 70ern. So energiegeladen und positiv. Das Falsetto in "My Fairy King". Herrlich. Ist btw das einzige "neue" Lied hier, was mit einem Klavier eingespielt wurde und beinahe andeutet was ein paar Jahre später auf "Bohemian Rhapsody" rauskommen wird. Am allermerkwürdigsten ist der Song "Jesus", der ganz einfach die Geburt Christi beschreibt. Kannte ich vorher nicht, will ich glaub ich nicht noch mal kennen.

Es ist ein mehr als solides Debütalbum. Man hört die Liebe zum Detail. Es ist alles andere als stümperhaft. Sehr gut.

Anspieltipps: Great King Rat, Keep Yourself Alive, Doin' Allright, Liar
9/10 Pfandflaschen


Type O Negative Discography: Dead Again (2007)

Kaum zu glauben, aber wahr. Wir verabschieden uns an der Stelle von  Type O Negative und zwar für immer. Da Sänger Peter Steele gestorben ist, kam danach leider nichts mehr.

Ich mach’s kurz, da mir das Album zwar gefällt, hier aber relativ wenig Neues zu hören ist. „Dead Again“ ist ein typisches Type O Album. Schleppende, langsame Songs. Keyboard. Texte über den Tod. Manchmal erinnert mich alles an 60s Psychedelia weil die Solos so schwurbelig sind und einige Songs sich mal wieder richtig in die Länge ziehen. Wie ein LSD-Traum sozusagen. „These Three Things“ wäre da so ein gutes Beispiel. Im Gegensatz zum ersten Song „Dead Again“ der einfach direkt durch die Decke geht. Man verliert den eigenen Sinn für Humor nicht. Bandname und Albumtitel sind in pseudo-kyrillisch geschrieben, auf dem Cover ist Rasputin.

So Long, Pete...

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead Again, These Three Things, She burned me down


Ulver Discography: Perdition City - Music To An Interior Film (2001)

Auf dem Vorgänger (das war das Album auf welchem Ulver William Blakes Werke vertont haben) verabschiedeten sich die Norweger beinahe komplett von Metal bzw. Gitarrenmusik. Hier wird der Bruch komplett vollzogen. Eigentlich war das schon auf der EP "Metamorphosis" (der Titel spricht schon Bände) der Fall, aber ich habe ja beschloßen keine EPs zu reviewen. Das heißt aber nicht dass "Perdition City" nicht weniger finster ist.

Auch wenn es der Titel anmutet - das hier ist kein Soundtrack. Könnte allerdings einer sein, nur wüsste ich nicht für welches Filmgenre. "Perdition City" ist eine Mischung aus Ambient und Trip-Hop. Sprich Loops, Breaks, ein Filmsample (die Streicher aus Psycho), Saxofophon, Flüstern.... Es ist ein sehr merkwürdiges aber künstlerisch wertvolles Ding. Es hört sich teils ziemlich fröhlich an, teils wie eine Sequenz aus einem Art-Haus-Horrorfilm. Besonders begeistert hat mich "Dead City Centres", dass einfach lupenreiner Jazz ist, wenn auch seltsam verzerrt. Böse Zungen würden behaupten hier wäre ohne Ende Füllmaterial verarbeitet worden - ich sehe das nicht so. Es passt alles sehr gut zueinander. Sowohl Songs wie "Catalept" die im Prinzip nur ein nicht enden wollender Sample sind (die auch als Hip-Hop-Beats benutzt werden könnten) als auch "Nowhere/Catastrophe" die gesanglich einfach wunderschön sind. Holy shit, ich liebe es!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead City Centres, Catalept, Nowhere/Catastrophe

Samstag, 27. Oktober 2018

Happenings des Monats: Oktober'18

Stricher guckt sich "Venom" an im CinemaXx Essen, am 7.102018

Okay. Endlich war es soweit, endlich hab ich ihn gesehen. Und ich bin erstmal zufrieden.

Bei "Venom" handelt es sich um einen Film aus einem Spin-Off-Universum, welches Marvel-Charaktere beinhalten wird. Und zwar in einem ohne Spider-Man und die bisherigen Charaktere des "Marvel Cinematic Universe". Grund dafür sind markenrechtlicher Hickhack und anderer Scheiß. Anyways:

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Eddie Brock (Tom Hardy) ist ein selbstständiger Reporter, der für investigativen Journalismus steht. Seine bessere Hälfte Anne Weying (Michelle Williams) arbeitet für die Life Foundation von Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed). Gerüchtenzufolge soll diese Menschenrechte verletzen und Versuche an
Menschen durchführen. Eddie kann es natürlich nicht lassen und schnüffelt was das Zeug hält. Es stellt sich heraus, dass Life Foundation in Besitz von sogenannten außerirdischen Symbionten ist. Diese sind Wesen die vom menschlichen Körper Besitz ergreifen, ihm außergewöhnliche Kräfte verleihen und im Gegenzug von ihm abhängig sind. Wie es der Zufall will "bondet" Eddie bei einer investigativen Aktion mit einem dieser Wesen - das sich Venom nennt. Dummerweise sind diese eigentlich auf gar keiner friedlichen Mission auf unseren Planeten...

Hmm. Ich bin der Meinung, dass der Film die Mindestvoraussetzungen definitiv erfüllt. Interessante Story, ziemlich nice, detaillierte Effekte, großartiges Zusammenspiel zwischen Wirt und "Parasit". Außerdem sind die witzigen Momente zum Brüllen komisch, das habe ich nicht erwartet. Ich habe generell nicht erwartet, dass der Film so locker rüberkommt. Denn, für mich ist Venom in erster Linie ein ziemlich düsterer Charakter. Aber irgendwie musste man diesen ganzen Copyright-Labyrinth wohl umgehen. Eigentlich war Spider-Man ja der erste Wirt von Venom - daher auch die Spinnenfähigkeiten und das Spider-Logo auf der Brust. Da der Film aber nicht im selben Universum spielt und somit nichts mit Spider-Man zu tun hat, musste man sich eine andere Origin-Story aus den Fingern saugen. Das ist ungwohnt, aber das Ergebnis hat mich dennoch befriedigt - solange man sich irgendwie auf eine gute Vorlage bezieht. Deshalb:

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


SLAEGT + MAGGOT HEART im Junkyard, Dortmund am 8.10.2018

Da war ich also. Auf einem Konzert. Und zwar ohne mir die Bands vorher anzuhören. Warum mache ich das? No risk, no fun, das ist mein Motto.

Jedenfalls: Maggot Heart, das ist unter anderem Linnéa Olsson, die früher in Grave Pleasures/Beastmilk Gitarre gespielt hat. Eindringlicher, hypnotischer Gesang. Einfach nur normale,
gut gemachte Rockmusik. Von ersten Moment an faszinierend. Sehr gut.

Slaegt: "Heavy Metal with blackened spirit" triffts tatsächlich ziemlich gut. Sehr eingängig und irgendwie auch chaotisch. Gleichzeitig merkt man aber, wenn man denn besser aufpasst dass man diverse Parts etwas verkackt. Außerdem war der Sound bei Maggot Heart noch völlig in Ordnung, bei Slaegt wurds dann etwas beschissener. Außerdem war das Rumgepose zum totlachen. Aber wer weiß, vielleicht nehmen sich die Herren auch nicht wirklich ernst. Wie auch immer: auf Platte/zu Hause hört sich das Ganze weeeesentlich besser an.

Art Side Of The Moon, Day 1 am 19.10.2018 im AZ Mülheim

Ich war schon seit längeren auf diesen Tag gespannt und wollte unbedingt auf diese Kunstausstellung gehen. Allerdings war diese auch verknüpft mit Auftritten von verschiedenen Bands wie Yacht Communism - die sowieso ausgefallen sind. Nennt mich Banause, aber: Ich stehe zwar auf Kunst und so und bin immer wieder begeistert wenn ich Sachen betrachten kann, die mein Auge erfreuen jedoch kann ich nicht ständig hin und her laufen und "oooh" und "aaah" machen. Vor allem nicht wenn ich alleine bin. Deswegen bin ich auch so früh nach hause und weil ich kein Bock hatte auf die Musik zu warten. Anyways: Falls ihr eine gute Quelle für die Werke von Johnny Essen West findet - benutzt sie. Und hier ist die Homepage von Sabrina Seppi aka Hiroshima Bosch. Das waren auf der Ausstellung meine Favoriten.

Spielemesse'18 in der Grugahalle Essen am 25.10.2018

Dieses Jahr war ich wieder auf der "Spiel". Und das trotz der Tatsache, dass ich mit den meisten Brett- bzw. Kartenspielen nicht viel anfangen kann. Ich gehe immer noch wegen Kuriositäten und günstigen Kram dahin, welcher von der "Messe in der Messe", der "Comic Action" angeboten wird. Zwar wird die Anzahl der comicbezogenen Stände immer weniger aber es findet sich immer noch was. Zum Beispiel: die fehlenden Marvel-Filme, die ich als Komplettistenheini unbedingt in meinem Regal haben will. "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury von diesem zuckersüßen Fantasy/Horror/Sci-Fi-Stand der so unscheinbar in der Ecke steht. Panini-Aufkleber von...mir selbst. Und eine Action-Figur von Morbius, die sogar ihre Lippen bewegen kann. Falls dieser Beitrag am Samstag den 27.10.2018 erscheint: Geht dahin, lasst euch von diesen neuartigen Massage-Geräten massieren und lasst Panini-Sammelbilder von euch machen! Und spielt gefälligst irgendwas!

"Beißreflexe" - Vortrag und Buchvorstellung mit Patsy L'Amour La Love am 25.10.2018 in der FH Dortmund

Zu guter letzt war ich noch am selben Tag in Dortmund. Ich habe das Buch "Beißreflexe" bis jetzt nicht gelesen, teile aber definitiv diverse Kritikpunkte an der queer(feministischen) Szene, welche von den Autoren vertreten werden. In der Vergangenheit durfte ich mir sogar richtig schäbige Kritik zu dem Buch anhören, von jemanden der es selbst nicht gelesen hat. Ich war gespannt, wie der Vortrag wird und ob es tatsächlich hitzige Diskussionen geben wird. Zum Glück war das nicht so. Stattdessen gab es vereinzelt Personen die gewisse Teile des Vortrags um Gottes Willen nicht vestehen konnten als auch jemand der sich durch die "polemische" Art eines Textes beleidigt gefühlt hat. Ich frage mich, wie man drauf kommt sich vom Wort "Betroffenheitsfeministin" beleidigt zu fühlen, schließlich ist es eine Bezeichnung von anderer Qualität als zum Beispiel "Feminazi" oder "Emanze". Ich verstehe nicht, wieso man sich derartig an der Schreibart eines Textes sich stören kann. Da bräuchte man ein viel dickeres Fell, meiner Meinung nach. Jedenfalls, falls ihr euch fürs Thema interessiert, hier:




Donnerstag, 29. März 2018

Album der Woche#337: Venom - Black Metal (1982)

Sodala, wir sind quasi fertig mit dem britischen Monat. Ich habe beschlossen, irgendwas banales und doch so interessantes zu nehmen um hier keinen Riesenbeitrag zu schreiben.

"Black Metal" ist das zweite Album von Venom, einer britischen Metalband. Nein, ich finde nicht dass das hier wirklich Black Metal ist, da ich damit was vollkommen anderes verbinde. Allerdings ist die Band definitiv prägend gewesen. Soweit ich weiß, haben Teile von Celtic Frost eine Scheibe von Venom in falscher Geschwindigkeit abgespielt, sodass sie so zu ihrem Sound kamen. Aber ich möchte nicht mutmaßen. Feststeht: Venom waren ziemlich stumpf und grausam. Aber geil.

Die Texte drehen sich um allerlei Grausamkeiten (wie bspw. in "Buried Alive"); man singt über den Mythos der Gräfin Bathory ("Countess Bathory") und es gibt auch einen ziemlich merkwürdigen Song über sexuelle Lehrer/Schüler-Fantasien ("Teacher's Pet"). Venom klingen wie eine Mischung aus Motörhead in roh (sehr roh, sogar), satanischen Texten und Mülltonnensound. Wie kommt das? Nun, dadurch dass man wusste dass das Studio den Sound nicht bandgetreu wiedergeben konnte sagte Sänger Cronos seinen Bandkollegen sie sollen ihre Instrumente wie für die Live-Auftritte üblich stimmen. Außerdem wurde für das Intro ein Stahlträger mit einer Kettensäge geschrotten und für "Buried Alive" hat man Mikrofone mit Sand zugeschüttet um ein Lebendbegräbnis zu simulieren.

"Black Metal" ist ein dermaßend primitives und stumpfes Machwerk, dass zwar in nur drei Tagen aufgenommen wurde aber wofür verdammt viel Kreativität und Energie verbraucht wurde. Vor sowas hab ich höllisch viel Respekt. Hut ab!

Anspieltipps: Black Metal, To Hell And Back, Heaven's On Fire
8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 28. Februar 2018

Comics Monthly#48

EInen wunderschönen guten Mittag allerseits. Das letzte Mal beschäftigten wir uns, so weit ich mich erinnern kann mit Comics aus dem Hause Image. Diesmal gehen wir alphabetisch weiter und landen beim nächsten Verlag mit dem Buchstaben M wie Marvel.

Astonishing X-Men#8

Die Astonishing X-Men bestehen aus dem kürzlich wiederauferstandenem Charlex Xavier, der mittlerweile viel jünger aussieht und sich schlicht X nennt, Psylocke, Mystique, Gambit, Rogue, (Arch)Angel als auch einer älteren Version von Wolverine (auch bekannt als Old Man Logan). In der
mir vorliegenden Ausgabe geht es um Proteus, einen realitätsverändernden und telepathisch begabten Mutanten der ebenfalls von den Toten wiederzurückgekehrt ist. Scheinbar ist es Charles Xaviers Schuld. Es ist definitiv nicht gut, denn Proteus fühlt sich unfassbar glücklich aber hungrig. Hungrig nach Energie, sodass er anfängt unschuldige Menschen auszusaugen. Nun gilt es für diese bunt zusammengewürftelte X-Men-Truppe die äh naja ihr wisst schon die Welt zu retten und so.

Ich mag die X-Men tatsächlich immer noch sehr gerne, aber ich werd immer müder von den zahlreichen Versuchen eine noch buntere oder außerordentlichere X-Men-Truppe zusammenzustellen. Soweit ich das verstehe sind das hier X-Men aus verschiedenen Realitäten. Zumindest was Old Man Logan und Archangel (aus der Zeitlinie von Apocalypse) betrifft. Jedenfalls kann mich das an der Stelle schon mal nicht vom Hocker reißen. Was ich cool finde, ist aber wie Psylocke und Xavier ihre Kräfte verbinden um in Proteus Kopf zu gelangen um mit ihm zu reden. Ansonsten: Meh.

5,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Charles Soule und Paulo Siqueira

The Incredible Hulk#713

"Return to Planet Hulk", Teil 5

Okay, seitdem Marvel dieses "Legacy"-Ding losgelegt hat (und btw ähnliche Wege wie DC gegangen ist) haben diverse Reihen wieder ihre alte Nummerierung erhalten. So haben wir beispielsweise demnächst die 800ste Ausgabe von "The Amazing Spider-Man" draußen. Und hat eben die 713te von "The Incredible Hulk". Wie euch eventuell bekannt ist, ist Bruce Banner längst nicht mehr der Hulk. An seiner Stelle tritt das junge Genie Amadeus Cho, dass sich von nun an den Kopf und Körper mit dem grünen Hünen teilt. In dieser Storyline befindet sich der Hulk als auch der Odinssohn (ihr wisst
wen ich meine, ne) auf einem fremden Planeten der auch schon in "Planet Hulk" zu sehen war. Dort müssen sie die Einwohner vor einem Welteneroberer schützen und Faust an Faust gegen ihn, ganz gladiatorenmäßig kämpfen.

Ich bin derselben Meinung wie Thor in "Thor: Ragnarök". Ich mag Bruce Banner nicht, der ist mir zu wissenschaftlich. Ich mag Hulk viel lieber. Ähem. Jedenfalls find ichs gut, dass Hulk und Banner nicht mehr dieselbe Person sind. Allerdings ist Amadeus Cho einfach nur total lame. Bis zu einem Moment begeisterte mich der Comic tatsächlich nicht. Die Vorstellung eines gütigen, wissenschaftlerischen Hulk der Kindern den Umgang mit einem Tablet (und Pac-Man!) beibringt ist irgendwie....grausam. Umso besser wirds dann im Kampf gegen den Welteneroberer als in Chos/Hulks Kopf sich die beiden um das wortwörtliche/sprichwörtliche Steuer streiten: Es ist dann bildlich in einem Zwei-Sitzer-Auto dargestellt. Der Hulk schafft es, sich durchzusetzen und ordentlich auf die Kacke zu hauen. Im Grunde genommen ist das hier mal wieder reinstes Recycling. So ähnlich gings zu als der graue Hulk gegen den grünen Hulk in Bruce Banners Kopf um die Vorherrschaft kämpften.... Naja, wers braucht. Lustig wars irgendwo.

5,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Greg Pak und Greg Land

Venom#162

"Poison-X", Teil 3

Der Vater von Cyclops, Corsair, der bekanntlich irgendwann zum Weltraumpiraten wurde vom Söldner Killer Thrill und seiner Bande von Halunken gekidnappt. Die X-Men nahmen Venom fest und nahmen ihn mit zum Spaceport Kariteth, dem letztbekannten Aufenthaltsort von Corsair. Venom
untersucht den Fall und stellt fest, dass Killer Thrills Bande selbst mit Symbionten (ähnlich Venom selbst) ausgestattet ist und diese von einem Dealer namens Haze Mancer hat. Bei einer Auseinandersetzung mit diesem brechen einige dieser Symbionten aus und verbinden sich mit den X-Men. Nach einem verwirrenden Kampf mit Haze Mancer und seinen Droiden finden die X-Men und Venom heraus wie sie an Corsairs Kidnapper rankommen, setzen den Dealer in ein Nova-Space-Gefängnis ab und reisen weiter um die Übeltäter zu finden. Dabei verändern sie sich immer mehr, je länger sie die Symbionten (auch bekannt als Wesen vom Planeten Klyntar) an ihren Körpern lassen.

Endlich ist Eddie Brock wieder Venom! Klar, ich war auch Fan von Flash Thompson. Aber mal ehrlich, ich hab meinen Venom deutlich lieber in fehlerhaft, griesgrämig und etwas psychotisch. Außerdem erinnert mich das an ein Abenteuer der Guardians of the Galaxy. Nicht nur weil Venom dabei ist (remember: Agent Venom war eine Zeit Mitglied der Guardians) sondern weil die X-Men in den Aufzügen wie eine Horde Aliens aussehen. Das war zwar auch wieder Recyclingarbeit aber dafür relativ abwechslungsreich.

7,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Cullen Bunn, Edgar Salazar, Ario Anindito

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Comics Monthly#35

Hallihallo und häßlich willkommen beim letzten "Comics Monthly" in diesem Jahr. Ich freue mich schon auf 2017, denn es werden einige Änderungen auf uns zukommen. Einige Rubriken erfahren eine Art Veränderungen, einige werden evtl. für immer gehen müssen. Was das erste betrifft, so ist "Comis Monthly" mit dabei, definitiv.

The Lost Boys#3

Ja, dieser Titel hat tatsächlich was mitdem gleichnamigen Film zu tun, es ist auch kein Zufall dass das Logo genauso aussieht. Es ist sozusagen ein Sequel.

Die Stars der Reihe sind die Frog Brothers (man erinnere sich an Corey Feldman und Jamison Newlander). Nachdem sie ihren einzigen Mentor und mehrere andere Vampirjäger aus dem Leben verloren haben, packen sie das Pferd beim Schopf, nehmen die Sache in eigene Hände und machen sich selbst auf, Vampire zu töten. Allerdings ist das Problem viel viel größer als eine weitere Bande v
on Vampiren (wie die von Keither Sutherland, you remember?). Kennt ihr das wenn am Ende von einem Monster-Horrorfilm noch ein weiteres Ei aufgefunden wird und wahrscheinlich eine noch größere Gefahr droht? Ähnlich ist es hier.

Da es schon die dritte Ausgabe ist bewegen wir uns definitiv nicht mehr in der Anfangsphase wo viele Dinge unklar sind und man Vermutungen anstellen muss. Hier ist definitiv mehr Action und mehr Dynamik zu sehen. Ich lobe an dieser Stelle auch mal die realistische, wenn auch etwas karge Art und Weise des Zeichners Scott Godlewski. Gute Leistung, was hat es allerdings mit diesem Kinn an sich? Alle fahren auf Kinns (Kinne?) ab. Selten solche Wellenbrecher gesehen. Anyways, wer den Film gemocht hat, wird den Comic auch...ganz gut finden. Es ist meiner Meinung nach kein muss aber eine wesentlich bessere Umsetzung als vielerlei Film-zu-Comic-Adaptationen.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Tim Seeley und Scott Godlewski
Erhältlich bei: Vertigo für 3,99$

Shadows on the Grave#1

Okay, wir widmen uns mal wieder einen Horrorcomic, der traditioneller nicht sein könnte. Es gibt nämlich sogar zwei Erzähler und mehrere voneinander unabhängige Stories. "Shadows on the Grave" ist in schwarz/weiß gehalten und bietet somit ein weitaus schaurigeres Schattenspiel als viele bunte Horrorcomics. Somit erscheint er glaubhafter.

Zum Inhalt muss ich nicht unbedingt viel erzählen. Drei abgeschlossene Stories und eine weitere die
noch fortgesetzt wird. Es geht um einen Puppenspieler der seine Puppen (die natürlich keine sind) fürs Kapital ausbeutet, um ein Ehepaar dass auf einer einsamen Insel landet, um eine Ehefrau die ihren ekligen, trinkenden Ehemann tötet... und am Ende gibt es eine Story aus dem antiken Griecheland. Oder so ähnlich.

Im Großen und Ganzen....richtig eklig. Nicht schaurig-schön oder lustig...okay ein wenig lustig fand ichs schon. Aber größtenteils wohl ziemlich schockierend und so. Hat seine Funktion also perfekt erfüllt.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Richard Corben
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$

Unfollow#14

Falls ihr mit dem Titel nichts anfangen könnt - "Unfollow" ist die Funktion die verfügbar ist wenn ihr einen User bei Instagram/Facebook/Twitter/woauchimmer nicht mehr "folgen" wollt, weil ihr mit dessen Inhalt nichts mehr anfangen könnt oder ihr nicht mehr mit ihm "befreundet" sein wollt. Long story short, "Unfollow" handelt von sozialen Medien.

Beziehungsweise vom exzentrischen Multimillionär Larry Ferrell, der eine Social Media App namens Headspace (quasi des Comics Pendant zu Facebook) erfunden hat, welche einen großen Wirbel in der Bevölkerung verursacht hat und in aller Munde ist. Larry scheint einen großen Drang zu haben alles
mögliche zu kontrollieren. In dieser Ausgabe stellt es sich heraus, dass er das erste Interview seit vier Jahren geben wird, kurz nachdem er sich verlobt hat. Der Interviewer, ein junger Author namens Nathan freut sich wie Bolle drauf  - allerdings muss ihn Larry aus welchem Grund auch immer an der Nase herumführen um den eigentlichen Interviewtermin, den er zugestimmt hat, zu umgehen.

Am Anfang macht es den Eindruck gewisse Inspiration aus "1984" bezogen zu haben...allerdings stelle ich dann fest dass es sich eher um "Brave New World" handelt. Zuerst scheint Larry Ferrel "nur" ein etwas merkwürdiger reicher Typ zu sein, es stellt sich aber heraus dass er der Große Bruder ist und weitaus gefährlicher als man denkt. Ich mag das, wenn eine Story voller Überraschungen ist, das macht sie nämlich noch ein Tickchen interessanter. Was ich ebenfalls gut finde ist, dass sie zwar futuristisch wirkt, allerdings wahrscheinlich in der heutigen Zeit angesiedelt ist, in welcher es nur noch um Klickzahlen geht. Sehr gut.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Rob Williams und Javier Pulido
Erhältlich bei: Vertigo für 3,99$

Venom#1

Allright, Spider-Mans schwarzen Anzug kennen wir ja alle - wenn nicht aus "Secret Wars", dann aus irgendeiner Spider-Man-Zeichentrickserie oder aus dem dritten Film mit Tobey Maguire. Wie ihr eventuell auch wisst, ist der schwarze Symbiont dass der außerirdischen Rasse der Klynthar angehört, weder gut noch böse und hat im Laufe der Zeit verschiedene Träger erlebt. Der letzte war Flash Thompson der als Superagent und auch als Teil der Guardians of the Galaxy agiert hat.

Das ist nun leider nicht mehr der Fall. Der schwarze Symbiont wandert alleine auf der Erde und ist auf der Suche nach einem neuen Träger. Bestens dafür geeignet ist Lee, der einen neuen Job als Wachmann/Gorilla bei kruden Geschäften angenommen hat. Sein neuer Arbeitgeber ist niemand geringeres als Mac Gargan der mittlerweile bei Alchemax arbeitet und nebenher andere "Geschäfte"
am laufen hat. Man kennt evtl. noch von früher als Scorpion. Jedenfalls kann man hier eins und eins zusammenzählen und rausfinden dass der finstere Lee vom Symbionten befallen wird und urplötzlich über übermenschliche Kräfte verfügt. Da er ein besonders skrupelloser Genosse zu sein scheint, wird sein weiterer Weg wohl kein besonders heldenhafter sein...

Ich war am Anfang etwas zwiegespaltet, beschloß aber im Endeffekt den Comic doch ziemlich gut zu finden. Mir gefiel zwar Flash Thompson als "Agent Venom" sehr gut, weil man a) einen Nebencharakter eine großartige Hauptrolle zugewiesen hat und b) der Symbiont mehr als nur ein unzivilisiertes Wesen aus dem Weltraum dargestellt wurde. Ich war sehr zufrieden damit und wäre höchst erfreut noch mehr von Flashs Abenteuern als Venom zu lesen. Allerdings ist Venom nun mal einer von den Charakteren die einfach nicht an eine Person gebunden gehören. Er muss umherwandern, er muss verschiedene Erfahrungen sammeln. So ist es nun mal, und man kann wohl nicht alles haben. Und auch wenn ich am Anfang ob der Richtung etwas skeptisch war, so bietet uns der Comic sowohl den durchgeknallten Venom als auch den Klynthar der in der Lage ist zu denken. Also sozusagen eine Mischung aus alten und neuen Material, eine Huldigung.

Made by: Mike Costa und Gerardo Sandoval
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$


Donnerstag, 31. Mai 2012

Villains Of The World: Venom

quelle: marvel.wikia.com


Fies. Sehr fies dieses Subjekt.
Venom kenn ich seit ich sechs Jahre alt bin, sprich seit ich zum Geburtstag eine Action-Figur bekommen habe und seitdem die 90er Jahre Spider-Man-Zeichentrickserie im tv gelaufen ist. Anfangs wusste ich natürlich nicht, wer das wirklich ist und dachte es wäre eine Art alternativ-spider-man oder so.
Doch nun zur Geschichte meines allerliebsten außerirdischen Symbionten.

quelle:comicvine.com
Venom ist ein außerirdischer Parasit, der sich wie ein latexkostüm mit seinen Opfer verbinden kann. Er verleiht seinen Opfer Superkräfte wie kokain-opfer-ähnliche einbildung, die fähigkeit sich unauffällig zu bewegen, übermenschliche Stärke, so wie seine kleidung beliebig zu ändern. das opfer wird schnell von den symbionten abhängig und lebt quasi nur noch für ihn, bis der außerirdische ein "besseres" opfer findet. so erwischte es als erstes peter parker - was ein neues schwarzes spider-man-konstüm und verbesserte fähigkeiten zu folge hatte. peter merkte nach ner zeit was sache ist und entkam den gierigen klauen des außerirdischen. das nächste opfer war Eddie Brock, ein Journalist, der bei Daily Bugle beschäftigt war und wegen einer absoluten Panne(Brock berichtete über die Sin-Eater-Morde und war angeblich dran, den Mörder zu fassen bis Spider-Man seine Identität offenbarte was dazu führte dass Eddie zur Lachnummer wurde) gefeuert worden ist.  Obendrein hat ihn auch noch seine Frau verlassen.
Da der Parasit über Peter Parkers Geheimidentität bescheid wusste, wusste auch bald Eddie Brock davon und hatte sich als Ziel gesetzt, Spider-Mans Leben zur Hölle zu machen. Er war der längste Träger des Symbionts und einer der verbitterten Feinde Spider-Mans und obwohl Peter sich schon mehrere Male mit Venom gegen Carnage(der direkte Sohn Venoms) blieb er eine Art Bösewicht...bis er seine eigene Comic-Reihe gekriegt hat, denn da wurde aus ihm ein super-unsympathischer Anti-Held.
eddie als antivenom(quelle:filmschoolrejects.com)

Lange zog sich das so vor sich hin, Eddie trug den Symbionten in sich bis zum Zeitpunkt als er festgestellt hat, dass er Krebs hat und Venom ihn vorm Sterben abhält. Er entledigte sich des Parasiten und verkaufte ihn an den Mafia-Boss Don Fortunato, dieser gab ihn weiter an seinen Sohn Angelo...schließlich wurde MacGargan(ehemals Skorpion) Venom...

Durch Mr. Negative und diverse andere Zwischenfälle wurde Brock zum richtigen Superheld...nämlich den Anti-Venom. Gibt auch ne super-comic-reihe dazu.

was aus ihm mittlerweile geworden ist, das kann man in der Spider-Man-Reihe "Spiderisland" nachlesen, welche entweder schon erschienen oder bald erscheinen wird...zumind. hier in doofland.

das wars.
und jetzt: venom!