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Mittwoch, 9. Juni 2021

So isses, Musik!#123

The Mountain King - Last Kaiju: Weeðra (2021)

Ooooookay.

Soweit ich mich recht entsinne ist es nicht wirklich das erste Mal dass ich über ein Hörspiel schreibe, aber es fühlt sich zumindest so an.


"Last Kaiju: Weedra" ist ein Hörspiel, vorgelesen von einem Typen namens Chuck Brown, der nach Bandangaben das letzte physische Exemplar des Comics gleichen Namens beseitzt. Der Comic hingegen hat seinen Ursprung in der Drone Stoner Doom (dass es so ein Untergenre überhaupt gibt, habe ich nicht vermutet) Platte "Hitting Stellar Pipes" der Band The Mountain King, aus dem Jahr 2018. Die werde ich mir wahrscheinlich heute noch anhören, allerdings steht sie jetzt nicht im Fokus.

Chuck Brown erzählt die Story von einem Nachkommen des Kaiju Mothra: Nachdem Mothra endgültig besiegt wurde und sich in Millionen von Partikeln aufgelöst hat, vermischte sich sein DNA mit Gras (?) und brachte zehn Jahre später einen Sprössling hervor. Ein riesiges Ei, ungefähr so schwer wie ein durchschnittlicher Mond, was später schlüpft und zu... "Weedra" wird - einer Mischung aus Cannabis-Blättern und der uns bekannten riesigen Motte. Ich konnte nicht immer ganz der Geschichte folgen, weil ich höllisch müde bin, allerdings gefällt mir die Fusion von Gras, Kaiju, Sci-Fi und Ambient/Drone Doom Sounds. Zudem ist Chuck Browns Stimme einfach exakt dazu passend. Er klingt wie ein Radioansager von früher. Achja, dazu kommt noch dass ich generell Fusion von verschiedenen Medien begrüße. Übrigens: Ich werde im laufe der Woche mal gucken, ob es funktioniert das Hörspiel und "Hitting Stellar Pipes" gleichzeitig abzuspielen, sprich ob eine gewisse Harmonie da ist. 

Ich gebe 8,75/10 Pfandflaschen weil (immer) Luft nach oben ist.


Kinnas, ihr wisst wie der Hase läuft. Hier ist die visuelle Variante von Raphi und hier die schriftliche Variante von mir. Und Philipp. Ia-ia. 

16. Soundgarden - Superkunknown (1994)

Witzig. Ich dachte bisher immer, dass auf dem Albumcover eine einzige Person zu sehen ist. Habe es aber nie so genau betrachtet. Beim zweiten Blick stellte ich fest, dass es tatsächlich wie ein Monstrum/eine Gestalt aussieht. Ein Goblin oder so. Tatsächlich aber sind es alle vier Mitglieder von Soundgarden auf einem Foto dass verzerrt wurde und über einen auf dem Kopf gestellten brennenden Wald gelegt wurde. Es trägt den Titel "Screaming Elf". So viel dazu.

Es fehlt mir mittlerweile insgesamt echt schwer "Grunge" als ein definierbares Genre zu betrachten. Nirvana waren auf "In Utero" sehr nihilistisch, Pearl Jam klangen schon eher nach dem Grunge-Klischee dass sich später etabliert hat, Soundgarden packte man zwar auch in die Schublade aber sie waren doch noch was anderes. "Superunknown" bezieht Einflüsse aus indischer und orientalischer Musik und Psychedelic Rock. In diversen Soli und Chris Cornells Stimmlage höre ich auch eindeutig die Metal-Wurzeln. Einige Riffs könnten von einer Doom Metal Band stammen, hätte man sie noch zusätzlich bearbeitet. Lyrisch geht es um die typischen Sachen: Depression, Verlustangst, Drogenmissbrauch. Allerdings gibt es auch so einen Song wie "Spoonman", der von einen Straßenkünstler namens Artis the Spoonman handelt (der in Seattle lebt). "Superunknown" handelt von einer Reise ins Ungewisse, die sowohl eine Geburt als auch der Tod sein kann. Bei beiden wissen wir nämlich absolut nicht was uns bevorsteht. 

"Superunknown" ist ein von Beatles beeinflusstes, leicht poppiges und psychedelisches Grunge-Machwerk. Ich empfehle es all jenen die bei Grunge nur an Holzfällerhemden und Genöle denken.

Anspieltipps: Black Hole Sun, Spoonman, Superunknown, Head Down
9/10 Pfandflaschen



15. Judas Priest - Painkiller (1990)

Eine Band, die ich auf dieser Liste nicht wirklich erwartet habe. Schließlich verbindet man mit Priest eher 80er oder sogar 70er Jahre. Ich kannte dieses Album zwar schon und wusste was mich erwartet ABER dennoch verband ich mit JP eher sowas "You've Got Another Thing Comin'" oder "Breakin' The Law" als DAS. Und DAS ist eines der besten Metal-Werke der 90er Jahre. "Painkiller", das heißt zwar Schmerzmittel, handelt aber von einem fiktiven Metal-Messias, der auf die Erde kommt um die Menschheit vor dem Bösen (und vllt. vor sich selbst) zu retten. Er ist auf dem Cover zu sehen: Sieht aus als würde er wortwörtlich aus Metall bestehen und er fährt ein Drachen-Motorrad mit zwei Kreissägen anstelle von Rädern. Gerüchten zufolge bassiert er auf dem gefallenen Engel aus "Sad Wings of Destiny" und müsste auch mit dem "Angel of Retribution" vom gleichnamigen Album verwandt sein.


"Painkiller" ist selbstverständlich voll mit ultraschnellen Gitarren, donnernden Drums und sonstigen Metal-Schlagwörtern. Rob Halford gibt gesangtechnisch wirklich ALLES. Ich kenne kaum Metal-Sänger die so hoch singen können und dabei auch nicht scheiße klingen. Textlich betrachtet: Großartiges Storytelling und eine großartige, durchaus positive Stimmung. Ja, hätte ich ein (nicht existentes) fliegendes Motorrad, dann würde ich damit rumfliegen und dabei ständig dieses Album pumpen. Definitiv.

Anspieltipps: Between The Hammer And The Anvil, Painkiller, Metal Meltdown, Leather Rebel

9,5/10 Pfandflaschen

Und weil Philipp auch mal was dazu sagen wollte, sagt er jetzt was dazu:

"Heilige Scheisse, wie das schon anfängt, dieses Doublebass-Gewitter, dieses Riff und dann erst Rob Halfords Gekreische. Man weiss von Anfang an, dass hier keine Gefangenen gemacht werden. Umso beeindruckender, wenn man sich vor Augen führt, dass man hier von einem
40jährigen fast glatzköpfigen ganz in Leder gekleideten Mann angeschrien wird und dass die Band, die einem dieses Gewitter entgegenschmettert, bereits 20 Jahre auf dem Buckel hat. 
Judas Priest hatten sich gerade von ihrem ehemaligen Drummer Dave Holland getrennt - er war der Band einfach zu lahm und wurde daher auf dem Vorgängeralbum "Ram It Down" bereits durch einen Drumcomputer ersetzt - und durch Neuzugang Scott Travis eine ordentliche Ladung frisches Blut erhalten. 
"Painkiller" als Spätwerk zu bezeichnen wirkt mittlerweile - über 30 Jahre später ist die Band immer noch aktiv - absolut blasphemisch aber zu dieser Zeit muss es einem ein bisschen vorgekommen sein, als hätten Priest das Bedürfnis gehabt, noch mal alles auf eine Karte zu setzen. Mit deutlichen Einflüssen aus neueren Metal-Genres wie Thrash-, Speed- und Power Metal wird hier noch mal ordentlich Gas gegeben, Rob Halfords Stimme klingt so kräftig wie nie zuvor und würde auch nie wieder so kräftig klingen. Er selbst bezeichnet es als das Album, an dem sich alle weiteren Priest-Veröffentlichugen messen lassen müssen. Leider war der Rest der 90er nicht so gut zu Judas Priest wie das Jahr 1990, Rob Halford stieg 1992 - mehr oder weniger aus Versehen - aus der Band aus, um sich auf seine Soloprojekte (das sehr Groove-Metal-lastige
Projekt Fight und die Industrial-Metal-Band 2wo) zu konzentrieren, feierte 1998 sein Coming Out als Homosexueller und kehrte erst 2000 mit dem Halford-Album "Resurrection" wieder zum klassischen Heavy Metal und 2003 wieder zu Judas Priest zurück.

 Um mal nicht weiter um den heißen Brei herum zu reden: Alter Falter, was für ein großartiges Album, diese Härte, diese Melodien, diese Stimme.

Ich muss meiner "Ich reviewe nur Sachen, denen ich mehr als 10/10 Pfandflaschen gebe"-Politik leider weiterhin treu bleiben.
13/10 Pfandflaschen. 

Anspieltipps:

Painkiller und ach verdammt, ich könnte das ganze Album hier aufzählen aber Painkiller und Painkiller und Painkiller. Episch wie fick."

 



Donnerstag, 20. Februar 2020

So isses, Musik!#96

100 Greatest Metal Songs by RJ7, Teil 21

Allrighty then. Wir kommen zum letzten Teil dieser Liste. Eigentlich ist es schade, dass sie einerseits so 08/15 ist. Es sind alles Songs die man ohnehin erwarten würde. Andererseits sind es verdammt coole Songs. Darum...yeah, why not? Ich könnte eigentlich jedem Song mindestens 9/10 Pfandflaschen geben.

10. "Iron Man" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)



Großartig. Nuff said.
10/10 Pfandflaschen

9. "The Number Of The Beast" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)



Dieses "YAAAAAAAAAAAAAAH" von Bruce Dickinson erinnert mich an das "YEAAAAAAAAAAH" von "Won't Get Fooled Again" von The Who. Das ist gut. Ich mag das Lied.

9/10 Pfandflaschen

8. "Victim Of Changes" von Judas Priest aus "Sad Wings Of Destiny" (1976)



Kein "Metal"-Song, wie man sie später von Priest gewohnt war. Viel eher ein verdammt gutes Hardrockgerät.

8,75/10 Pfandflaschen

7. "Black Sabbath" von Black Sabbath aus "Black Sabbath" (1970)



Oh no no noooooooo
9/10 Pfandflaschen

6. "Ace Of Spades" von Motörhead aus "Ace Of Spades" (1980)



Ungefähr 234329472394023482034234 mal live gespielt. Vielfach gecovert. Vielfach geschmäht. "Die Band spielt immer das gleiche". Das ist einfach nicht wahr. Immer noch ein fucking Klassiker.
10/10 Pfandflaschen

5. "Angel Of Death" von Slayer aus "Reign In Blood" (1986)



Von vielen wegen der "Geschmacklosigkeit" verschmäht ist "Angel of Death" eines der Songs die am besten und ohne jegliches Drumherum die Grausamkeit der Shoah aufzeigen.

9,75/10 Pfandflaschen

4. "Paranoid" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)



Should I say more? Verfickte Scheiße, der Song wird dieses Jahr 50.
10/10 Pfandflaschen

3. "Master Of Puppets" von Metallica aus "Master Of Puppets" (1986)



Hach. :3
10/10 Pfandflaschen

2. "War Pigs" von Black Sabbath aus "Paranoid" (1970)



"Chris Metcalfvor 2 Monaten
This song hits me harder than my alcoholic step-dad"
10/10 Pfandflaschen

1. "Hallowed Be Thy Name" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)



Uuuund jetzt sind wir am Ende. Vielen Dank fürs lesen und die Geduld. Und vielen Dank (unbekannterweise) an MJ7 fürs Erstellen der Liste. Anyways: großartiger, spooky Song von Iron Maiden. Ich habe ansonsten nicht viel dazu zu sagen. :3

10/10 Pfandflaschen

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Was läuft sonst?

Ich hörte mich letztens durch die Discographys von ein paar Bands. Und zwar:

Gehenna:


Enslaved:


Agalloch:


Außerdem begeisterten mich diese zwei Musikvideos, weil sie sich auf ne merkwürdige Art und Weise ähnlich sind. Und zwar:

"Acid Rain" von Lorn


"Russian Doll" von Ulver


Oh und das hier natürlich auch:

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Das übliche:

Sepultura Discography: Kairos (2011)

Mittlerweile zwölftes Album von Sepultura. Der Band scheint aber nicht die Puste auszugehen. Diesmal lautet das Konzept "Zeit". Inspiriert wurden sie durch die Zerwürfnisse innerhalb der Bandstruktur im Laufe der Jahre. Sogesehen durch wichtige Ereignisse in ihren Lebensläufen. Auf dem Albumcover ist eine skelettartige Figur zu sehen, die eine Sanduhr in den Händen hält. Die Zeit wird, so sehe ich das, als eine Art treibender Motor der Veränderung gesehen. Das ist ein spezielles Konzept, was wesentlich komplizierter klingt als "wir machen ein Album über Clockwork Orange".

Musikalisch wie soundtechnisch wie immer erste Sahne. Durch Greens Gesang wirken Sepultura immer noch stellenweise wie eine Metallic Hardcore Band, aber das ist schon okay. Ich habe mich dran gewöhnt. Viel weniger Groove, weniger Songs zum mitwippen. Es ist tatsächlich, oh bitte verzeiht mir wenn ich das sage, ein ziemlicher Banger. Ich finde das gut und vorallem weil es schon das zwölfte Album ist. Nicht jede Band kann ein gutes zwölftes Album rausbringen.

Falls ihr euch für das Review zum Nachfolgekonzeptalbum "The Mediator Between Head and Hands must be the Heart" interessiert, so klickt hier.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Just One Fix (Ministry), Dialog, Born Strong, Kairos, Embrace The Storm


Ulver Discography: Drone Activity (2019)

Zumindest in dieser Rubrik ist es das letzte Album von Ulver. Vielleicht, aber nur vielleicht werde ich irgendwann diese ganzen Soundtracks reviewen, welche die Band rausgebracht hat. Ansonsten bleibts dabei.

Ulver überraschen einen immer wieder. Die Geschichte hinter "Drone Activity" ist die folgende. Sie sollten eigentlich im Oktober 2018 auf einen Festival namens "Drone Activity" auftreten, auf welchem allerlei verschiedene Musik aus der ganzen Welt aufgeführt wird. Trotz der Kurzfristigkeit der Einladung nahmen sie diese an und legten ein wesentlich anderes Set hin. Vier Titel aus diesem Set schafften es auf dieses Album. Und wie gesagt, ist es eine ganze Ecke anders. Keine ambient-
esken Melodien mehr. Kein Metal. Stattdessen voll Ladung PURER Ambient. Die vier Songs sind jeweils im Durchschnitt ca. 15 Minuten lang und bilden vier wunderschöne Klangkulissen.

Größtenteils wird jeder Song von einem bestimmten Klang getragen. Meistens ein großes Hintergrunddröhnen. Gitarren oder Rhythmen sind nur spärlich zu hören. Aber wenn sie einsetzen, dann richtig schön schleichend wie in "Twenty Thousands League Under The Sea". Was die Titel betrifft, so wird die Musik ihnen gerechten. Der grade angesprochene Song passt hervorragend zum Titel und hört sich an wie ein Soundtrack zu einem Klaustrophobie-Anfall unter Wasser. Es ist ein sehr mitreißendes und intensives Album. Ich empfehle keineswegs einen einzelnen Song anzuhören sondern dem ganzen Album eine Chance zu geben. Am besten an einem schönen ruhigen Abend...

Anspieltipps: Alles
9,75/10 Pfandflaschen

Dienstag, 11. Februar 2020

So isses, Musik!#95

So ihr süßen Mäuse! Das hier ist die vorletzte Ausgabe mit der ominösen "100 Greatest Metal Songs by RJ7"-Liste. Die nächste wird dann die letzten 10 Songs beinhalten. Da ich ein großer Fan von Listen bin, werde ich demnächst zwei abarbeiten. Ich mein, es ist natürlich schön selbst welche zu kreieren aber ich bin da leider nicht so kreativ. Darum nehme ich mir einfach existierende Listen, die eventuell auch interessantes Material hervorbringen, dass ich vorher nicht kannte. Eventuell mach ich auch zu beiden Listen jeweils eine Playlist auf YouTube. Genug gelabert, es geht um die "40 best Nu Metal Songs" von loudersound.com und die "50 best alternative Albums of the 90s" von MetroWeekly.

100 Greatest Metal Songs by RJ7, Teil 20

19. "Run To The Hills" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)



Nun, ich werde nicht lange drumherum reden. "The Number Of The Beast" war schon ein unfassbar gutes Album - welches ich hier reviewt habe -

9,75/10 Pfandflaschen

18. "Heaven and Hell" von Black Sabbath aus "Heaven and Hell" (1980)



Sabbath ohne Ozzy ist für mich absolutes Neuland. Zwar habe ich schon mal in einem würzburger Media Markt allerlei Sabbath-CDs mit verschiedenen Sängern gehört aber nichts davon ist hängen geblieben. Daher klingt "Heaven and Hell" für mich als hätten Rainbow/Ronny James Dio ein Collabo mit den Musikern von Black Sabbath aufgenommen... Was es eigentlich auch ist. RJD hat ne unglaublich durchdringliche Stimme und der Rest klingt eine ganze Spur weniger doomig sondern viel viel vieeeel balladesk. Für mich sehr ungewohnt, aber verdammt gut.

9/10 Pfandflaschen

17. "Crazy Train" von Ozzy Osbourne aus "Blizzard of Ozz" (1980)



Brauche dazu nichts zu sagen. Liebe den Song als auch das Album.

10/10 Pfandflaschen

16. "The Trooper" von Iron Maiden aus "Piece Of Mind" (1983)



ES IST KRIEG!

8,5/10 Pfandflaschen

15. "Holy Wars...The Punishment Due" von Megadeth aus "Rust In Piece" (1990)



Steinigt mich, aber ich mag den Song größtenteils gar nicht. Bis auf den letzten Part. :/

4/10 Pfanflaschen

14. "One" von Metallica aus "...And Justice For All" (1988)



Brauch ich ebenfalls nichts dazu zu sagen...Checkt mein Review zum Album :D

9/10 Pfandflaschen

13. "Beyond The Realms Of Death" von Judas Priest aus "Stained Class" (1978)



Irgendwie gibt mir das nicht besonders viel. Aber ich gebe einfach mindestens 7 Pfandflaschen weil es Judas Priest ist. Aber das wars auch schon

7/10 Pfandflaschen

12. "Stargazer" von Rainbow aus "Rising" (1976)



Fuck was für ein großartiges Schlagzeugspiel. Und es ist Dio am Gesang. Mal wieder. :3

8,75/10 Pfandflaschen

11. "Raining Blood" von Slayer aus "Reign In Blood" (1986)



Brauche ich auch nichts dazu zu sagen. Checkt mein Review zum Album. Auf Englisch.

9,75/10 Pfandflaschen


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Kaum zu glauben, aber wahr: Es ist tatsächlich jeweils das achte Album!


Paradise Lost Discography: Believe In Nothing (2001)

Man könnte meinen, nach sieben Alben wäre schon alles gesagt. Nun, es ist nicht ganz so. Zwar erfinden Paradise Lost das Rad nicht neu allerdings überraschen sie einen trotzdem ein wenig. Ich habe gedacht, dass nach dem synthpop-lastigen "Host" noch mehr in die "elektronische" Richtung
gegangen wird. Doch stattdessen behielt man zwar die Keyboards und die eingängigen Rhythmen, kehrte aber insgesamt zu "Dark Rock" zurück. Sprich: wieder mehr Gitarren ohne jedoch irgendeine Art von Metal zu machen.

Mir gefallen die Opener "I Am Nothing" und "Mouth" total. Andere Songs die mich definitiv begeistert haben sind "Control" und "Never Again". "Believe in Nothing" ist ein verdammt gutes und sehr eingängiges Album. Allerdings kein bahnbrechendes. Das macht allerdings nichts. Für mich ein Beweis dass PL selbst gutes mittelmaß verdammt gut können.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: No Reason, Control, I Am Nothing, Never Again, Mouth


Queen Discography: The Game (1980)

"The Game" ist eine Premiere. Es ist das erste Album der Band welches in München aufgenommen wurde. Das erste auf welchem ein Synthesizer zu hören ist. Und das erste, auf welchem Bass und Schlagzeug deutlich mehr im Vordergrund zu hören sind. Oh und natürlich ist es ein Album auf welchem wieder mal eine Menge Ohrwürmer zu hören sind.

Zum einen ist da der Queen-typische Hard Rock, wie er auf den ersten Alben zu hören ist. Unverkennbar durch Brian Mays Solos ("Dragon Attack"). Zum zweiten da Balladen wie "Save Me" oder "Play The Game". Und zum dritten, gottverdammt dritten ist da "Another One Bites The Dust" und "Crazy Little Thing Called Love". Das erstgenannte ein absolut funkiger Disco-Track, das zweite eine Art Hommage an Elvis. Witzigerweise ist "The Game" eines dieser Alben die in der Presse zerrissen wurden und heutzutage als Klassiker gelten. Man bemängelte den Mangel (lol) an großen Orchester-Momenten, an epischer Musik. Stattdessen bekam man grundsoliden Rock'N'Roll mit verdammt guten Ohrwürmern. Es ist krass was für einen Einfluss diese Songs hatten. Alleine zu "Another One Bites The Dust" gibt es unzählige Remixe und Coverversionen, unter anderem von Wyclef Jean und Captain Jack.

Fakt ist: Wieder mal ein unglaublich gutes und diverses Album. Ich frage mich schon wann ich endlich anfange zu meckern :D

Anspieltipps: Another One Bites The Dust, Crazy Little Thing Called Love, Save Me
8,75/10 Pfandflaschen

Sonntag, 19. Januar 2020

So isses, Musik!#94

So ihr Mäuschens. Wir haben nun das Jahr 2020. Das heißt, dass das Jahr 2000 schon zwanzig Jahre her ist. Darum liste ich hier Alben auf, die ich reviewt habe, die dieses Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiern werden. :3


Und nun zum üblichen Programm:


26. "Fade To Black" von Metallica aus "Ride The Lightning (1984)


Ich mein, ich habe nichts gegen alte Metallica, aber wie oft wird die Band auf dieser bekackten Liste denn noch vorkommen? Alter Schwede. Das ist n Bisschen anstrengend und macht die Liste doch etwas 08/15. Allerdings sind es tatsächlich absolute Klassiker, die jetzt kommen. 

10/10 Pfandflaschen

25. "Creeping Death" von Metallica aus "Ride The Lightning (1984)


Wer hätte gedacht, dass Bibelinhalte so Meddl sind.

9,75/10 Pfandflaschen

24. "N.I.B." von Black Sabbath aus "Black Sabbath" (1970)


Dieser Riff und dieses "Oh yeah!" ist einfach zauberhaft. Und der Text sowieso

9/10 Pfandflaschen

23. "The Hellion/Electric Eye" von Judas Priest aus "Screaming For Vengeance" (1982)


Holy Smokes, der Song dauert 4:20! Und der ballert, aber sowas von!

9/10 Pfandflaschen

22. "Sabbath Bloody Sabbath" von Black Sabbath aus "Sabbath Bloody Sabbath" (1973)


Brauche ich wohl nichts zu sagen.
10/10 Pfandflaschen

21. "Seek and Destroy" von Metallica aus "Kill'em All" (1983)


Die Vocals noch etwas unausgereift, weil Hetfield noch relativ jung war damals. Trotzdem geiles, primitives Teil.
8,5/10 Pfandflaschen

20. "Painkiller" von Judas Preist aus "Painkiller" (1990)


Einer der wohl metallischsten Metal-Songs vom metallischsten Metal-Album von Judas Priest. Sie klangen glaube ich nie zuvor so wie hier. Das ist sehr gut!

9/10 Pfandflaschen

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A LOOK IN THE PAST: 

RANTANPLAN + CUT MY SKIN + NEIN NEIN NEIN + LU AND THE SIX IDIOTS + THE PASSENGERS + NONKONFORMIA am 05.01.2008 in Halle115, Wertheim

Wie jeden Monat habe ich mich in meinem Zimmer umgeguckt um Poster zu finden, zu Veranstaltungen die im aktuellen Monat ihr "Jubiläum" feiern. Diesmal habe ich nur ein Flyer gefunden. An das andere Konzert kann ich mich auch so erinnern. Aber dazu später mehr (und zwar etwas weiter unten).

Holy Shit, war das eine Anreise. Zusammen mit einem Ex-Schulkameraden, mit dem ich viel abgehangen bin nach Wertheim gefahren. Mit dem Bus. Und wir haben 6 Euro für die Fahrkarten bezahlt. In Wertheim angekommen mussten wir erstmal Eeeeeeewigkeiten laufen und zwar einen bekackten Berg hinauf. Wie es in der Halle115 ausgesehen hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. Und ich weiß auch nicht mehr ob es den Laden noch gibt oder ob er aufgrund von Deutschpunks die keine 5 Euro für ein Konzert ausgeben wollte zu Grunde gegangen ist. Und ob um die Ecke immer noch die ominöse Russenmafia sitzt. Das weiß ich auch nicht. Egal.

Ich erinnere mich absolut nicht an Nonkonformia. Weiß allerdings, dass jemand den ich viel später in meinem Leben kennengelernt hab doch Gitarre oder Bass gespielt hat. Was The Passengers für Musik gemacht haben, weiß ich auch nicht mehr. Lu and the Six Idiots haben ich und mein besagter Ex-Schulkamerad ungefähr 10000 Mal gesehen. Wir sind zu beinahe jeden Konzert gefahren... und nachräglich betrachtet verstehe ich nicht was ich an der Band mal gut fand. Und was an diesen "1, 2 Hasselhoff, 3,4 Village People, 5,6 Matt Damon!"-Spruch so unfassbar lustig ist. Naja. Nein Nein Nein habe ich damals tierisch abgefeiert, vor allem wegen ihrem "Kevin Am Bord" Song. Das hat sich bis heute nicht verändert, wenn ich mir den Song anhöre. Cut My Skin waren einfach cool. Habe mir auf dem Konzert ein Patch von der Band geholt und habe es mir an meinen Ärmel genäht. Meine Em dachte das würde aussehen wie eine Hakenkreuzbinde und als ich ihr gesagt habe was der Name der Band bedeutet guckte sie nur schockiert. Rantanplan find ich bis heute tatsächlich ziemlich super. Egal wie ich sonst zu Ska Musik stehe. Ich erinnere mich etwas an den Auftritt. Sehr energie- und emotionsgeladen. Was mir damals auch gefiel war das Zielscheiben-T-Shirt von Propagandhi dass der Sänger trug. Heimgefahren wurden wir übrigens von der Mutter meines Schulkameraden, die uns ernsthaft von Wertheim aus abgeholt hat. Schöne Zeiten!

KRAWALLBRÜDER + MUMMY'S DARLINGS + DIE FETTSOI am 20.01.2007 im Jugendzentrum B-Hof, Würzburg

Ein Jahr vorher fand das hier statt. Ich erinnere mich sehr gut und ich bereue es.

Hingegangen bin ich mit zwei Ex-Schul bzw. Klassenkameraden (siehe oben). Der erste war ein Jahr später mit mir auf Rantanplan, der zweite konnte mit der Musik nichts anfangen. Fettsoi sind einfach super Scheiße und ihr Name erst recht. Mummys Darlings fand ich damals irgendwie gut, weil sie nicht so superduperstumpfOi! gemacht haben. Über Krawallbrüder brauche ich gar nicht reden glaube ich. Aber damals hat mir die Musik echt verdammt viel gegeben. Ich weiß es auch nicht. Ich bin froh dass ich da raus gewachsen bin. 
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Sepultura Discography: A-Lex (2009)

Ich frage mich nach jedem Sepultura-Album aus den letzten zehn Jahren "Oha, ist es ihr bestes? Sind sie wirklich noch besser geworden? Wow". "A-Lex" basiert auf Anthony Burgess' "Clockwork Orange. Der Titel ist eine Anspielung auf den Titelhelden des Buches Alexander DeLarge als auch "ohne Gesetz" auf Latein. Was ziemlich gut die Anfangsphase des jungen Alex umschreibt.

Laut Angaben der Band entstand das Album durch dreimonatige Jamsessions. Die Songs variieren irgendwo zwischen Thrash Metal, Groove Metal und Hardcore Punk. Dazwischen gibt es ambient-mäßige Interludes, die das Ganze spannend machen. Die Songs brettern mal einfach so los, mal gibt es ein sehr stilvolles Intro. Derrick Greens Gesang ist wie immer sehr in die Fresse, sehr punk.
Darüber hinaus freut es mich sehr, dass Sepultura auch hier den Willen zum experimentieren nicht verloren haben. Die größte Überraschung hierauf ist der Song "Ludwig Van". Es ist eine Neukomposition von Beethovens neunter Symphonie, die im Buch als auch im Film eine große Rolle gespielt hat. Sepultura covern hier einen Klassikstück. Ich mein, Metal-Bands mit Orchestern gabs ja genug, aber eine Thrash Metal Band, die sich vor Beethoven verneigt? Ich glaube nicht. Mal wieder sehr ordentlich.

Anspieltipps: Ludwig Van, Sadistic Values, Enough Said, Alex I, What I Do!
9/10 Pfandflaschen

Ulver Discography: The Assasination Of Julius Caesar (2017)

So, Freunde der Sonne. Es ist das vorerst vorletzte Mal, dass uns Ulver hier mit ihrer Musik beglücken. Als nächstes kommt dann ihr neuestes Werk was 2019 rausgekommen ist. Iiiirgendwann werde ich vllt auch noch die Soundtracks von Ulver reviewen. 

Jedenfalls hat es nicht jede Band geschafft mich mit jedem weiteren Album immer mehr zu begeistern. Okay, zwischendurch geriet das eventuell etwas in Stocken aber insgesamt bin ich mehr als zufrieden. "The Assasination of Julius Caesar" hätte eigentlich schon vorher rauskommen sollen, allerdings kamen die Aufnahmen von "ATGCLVLSSCAP" zuvor. Vielleicht auch besser so, wer weiß ob es nicht vielleicht etwas unausgereift geworden wäre. Ich schweife ab. Dieses Album ist eine perfekte Mischung aus Ambient, Jazz, souligen Vocals und merkwürdigen Störgeräusch. Die ersten beiden Songs, "Nemoralia" und "Rolling Stone" sind für mich einige der besten Opener überhaupt. Das ist einfach zeitlose Musik, zu der man träumen kann. Nur Liebe für diese Band/dieses Projekt.

Anspieltipps: Nemoralia, Rolling Stone, Southern Gothic
9/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 7. November 2019

So isses, Musik!#89

A LOOK IN THE PAST:  SPEICHELBROISS + LOKUSBOMBER + FINAL ATTACK am 12.11.2010 im Immerhin, Würzburg


















Ok. Analysieren wir mal diesen Flyer.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube dass "Zahl nicht mehr als 4 euro shows" sich danach nie wieder so genannt haben. Weiß jetzt aber nicht unter welchem Banner das dann lief aber nuja... Als erste Band spielten Final Attack. Die sich irgendwann später in "Take Your Drugs" umbenannt haben (ich glaube das war tatsächlich ein Zitat aus "The Moron Brothers" von NOFX). Hier haben sie noch ziemlich geilen jedoch zugegebenermaßen relativ dilettantischen Streetpunk gespielt. (einige würden allerdings an der Stelle sagen "EY DAS WAR PUNKROCK!!!1 ;) )Es gibt ein Foto von mir wie ich vor der Bühne wie n Vater am Spielplatz stehe und offensichtlich kein Bock auf Pogo habe. Es war aber sehr spaßig. Speichelbroiss haben nämlich abgesagt und so durften Final Attack auf ihrer ersten Show die Hauptvorband sein. Die üblichen Verdächtigen die bei Final Attack gespielt haben bildeten später Dearest, wurden teil von Zerre oder spielen heute bei VEL als auch zwist. Die Links könnt ihr (hoffentlich) im Reiter "Links" nachgucken. Danach spielten Lokusbomber und ich bin mir bis heute nicht sicher warum ich diese CD, die mir ein ziemlich genervt aussehender Andy von Rejected Youth in die Hand gedrückt hat, überhaupt angenommen habe. Lokusbomber sind nämlich scheiße gewesen. Und ich würde das Teil nicht mals als Türstopper benutzen. Anyways: war geil damals. Und mich freuts enorm, dass ihr euch alle musikalisch weiterentwickeln konntet. :)


100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 16

38. "Am I Evil?" von Diamond Head aus "Lightning To The Nations" (1980)



Fängt an wie irgendwas von Led Zeppelin oder Black Sabbath und endet in einem ausufernden riesigen megalangen Soli. Ich "kenne" das Lied leider nur als Cover von Metallica für ihr "Garage Inc."-Album. Das hier ist aber um Welten besser. Sogar so viel besser, dass Lars Ulrich es selbst mit "I just realised our version is shitter" kommentiert ;)

9/10 Pfandflaschen

37. "Pull The Plug" von Death aus "Leprosy" (1988)



Yes. Yess. YESSSSSSSSS!

9,75/10 Pfandflaschen

36. "Aces High" von Iron Maiden aus "Powerslave" (1984)



Never Surrender!

8,75/10 Pfandflaschen

35. "You've Got Another Thing Coming" von Judas Priest aus "Screaming For Vengeance" (1982)



Yeaaaaah BOIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

9/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Draconian Times (1995)


Once solemn, the thing I'm leaving alone

Once solemn, the looks that turn one to stone
And I'm learning the highs and the lows of the panic inside
And I'm learning the highs and the lows of the fake promises

("Once Solemn")
"Draconian Times" ist mal wieder ein Album von PL, welches neue Akzente setzt und die Band wieder ein Stück weiterentwickelt zeigt.

Klar, prinzipiell sind sehr viele Ähnlichkeiten zum Vorgänger "Icon" vorhanden. Beispielsweise hört
sich Nick Holmes immer noch an einigen Stellen wie James Hetfield an. Sein Gesang ist allerdings noch mal eine Spur klarer als vorher. Außerdem ist hier einfach absolut nichts mehr mit Doom Metal oder so. Stattdessen gibt man sich noch mehr eingängiger als vorher schon.

Ein Teil der Songs ist wesentlich schneller und "rockiger", sodass man sich leicht weg vom "Metal" bewegt. Die Texte sind wie gewohnt sehr düster und depressiv. "Forever Failure" basiert auf Interview-Aussagen von Charles Manson und sampelt auch Zitate von ihm. "The Last Time" handelt von absolut grundloser, plötzlicher Angst. Alles entstammt dem Gehirn von Sänger Nick Holmes der sich selbst als "Hypochonder" betrachtet. Vielleicht ist er aber schon immer depressiv gewesen und hat es nie so wahrhaben wollen. Wer weiß. Jedenfalls: Sehr starkes Album. Bin gespannt, wie immer, wie es weiter geht.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Once Solemn, Forever Failure, Jaded



Queen Discography: A Day At The Races (1976)

"A Day At The Races" ist schon das fünfte Album von Queen. Es wurde, genauso wie "A Night At The Opera" nach einem Film von den Marx Brothers benannt. Da ich das Album schon reviewt habe, ist darüber nicht hier sondern hier zu lesen.

Und wieder mal zeigen Queen hierauf wie innovativ sie sind. Man setzt auf ähnliche Akzente, sowohl in der Musik als auch in der Albumcovergestaltung wie bei "A Night At The Opera". Kein Wunder, die beiden Alben werden auch schließlich als Geschwister betrachtet. Es gibt ein klassisch angehauchtes Stück wie "The Millionaire Waltz". Ein wahres RockNRoll-Prachtstück wie "Tie Your Mother Down". Eine richtig schöne Ballade ("Somebody To Love") und eine Verneigung vor
japanischen Fans namens "Teo Torriatte".

Kurzum: Es ist eines der Alben die Queen aufmachen. Eingängig, jedoch gleichzeitig nicht plump und nicht einfach nur "rockig". That's some deep artsy shit.

Anspieltipps: The Millionaire Waltz, Tie Your Mother Down, Somebody To Love
8,75/10 Pfandflaschen



Freitag, 13. September 2019

So isses, Musik!#85

A LOOK IN THE PAST: 28./29.08.2009 und 03./04.09.2010

Sweet baby jaysas. Eine neue Rubrik. Rauskommen wird sie relativ unregelmäßig, da ich tatsächlich nur meine Poster abgrase. Ich will eigentlich mich nur auf ein paar Konzerte/Festivals rückbesinnen. Schließlich hängen in meinem Zimmer lauter Poster und ich erinnere mich manchmal mehr, manchmal weniger. Darum wollte ich als quasi Rückwurf/Throwback einiges Revue passieren. Jedes Mal passend zum laufenden Monat.

Am 28.08.2009 fuhr ich das erste Mal für mehr als einen Tag von Zuhause weg. Mit Freunden. Wobei, nee. Das ist gelogen. Aber würde ich vom "ersten Mal" sprechen, würde glaube ich meine Mama mich umbringen. Denn das war etwas früher im selben Jahr. Anyways: Das erste Mal "richtig" auf ein Festival fahren. Mit Schlafsack(?) und in einem ausgeliehenem Zelt schlafen. Damals noch mit Flattop auf dem Kopf und Klamotten die auf eine merkwürdige Mischung aus Crust Punk und Psychobilly hingewiesen haben. Die Zugfahr war witzig. Irgendwann war es so heiß, dass ich mir die Haare gewaschen hab. Es war einfach unerträglich heiß und ich fands richtg widerlich diesen ganzen Haarlack auszuschwitzen und in die Augen zu kriegen. Bäh. Woran ich mich noch erinnern kann sind irgendwelche Faschos die mit "Nationaler Sozialist"-Shirts in irgendeinem Abteil saßen. Ein Freund, genauer gesagt Dmn aus Bln (habt ihr die Spitznamen alle vermisst? Ich nicht :D) hat angefangen sie dumm anzumachen und ihnen weiszumachen wie scheiße sie sind. Darüber hat sich dann eine sächsische Mutti beschwert und meinte, dass "wir" nicht "besser" wären. Genauer gesagt: "IHR SEID DOCH NED VIEL BESSOR IHR BRINGT MEIN KIND ZU WEINEN HALTET DIE SCHNAUZE IHR BRINGT MEIN KIND ZUM WEINEN!" Und dann hat das Kind angefangen zu weinen. Als wir dann irgendwann ankamen, guckte ich mir tatsächlich ein paar Bands an.. Soweit ich mich recht entsinne. Aber so richtig erinnern tue ich mich auch nicht. Am nächsten Tag saßen wir einfach die meiste Zeit auf dem Zeltplatz, haben gesoffen, uns auf Video aufgenommen und unglaublichen Scheiß erzählt. Leider ist nichts mehr davon zu finden, weil es auf MySpace hochgeladen war und der Medienriese (höhö) alle seine Daten verloren hat. Oder vielleicht doch nicht "leider". Keine Ahnung. An ein paar Bands kann ich mich erinnern. Bad Luck Rides On Wheels waren richtig geil. Morne auch. Golem fand ich damals scheiße, würde sie heute aber wahrscheinlich großartig finden. Downfall of Gaia fand ich eigentlich auch ziemlich cool. Das war noch bevor sie so bekannt waren.
Ich habe dort auch einige Leute kennengelernt die eine gewisse Zeit in meinem Leben begleitet haben. Das war tatsächlich ein tolles Erlebnis. Aber ich will nie wieder auf diesem Zeltplatz kacken!

Das Jahr darauf war auch ziemlich cool. Wenn nicht sogar noch witziger. Visions Of War, Fleas and Lice, Beton, Alpinist (vor ihrer Auflösung) natürlich.... Aber das war nichts... Nichts im Vergleich zu Addas (Name geändert) der zu viel Kaffee (und nicht nur Kaffee) getrunken hat und am zweiten Tag alle auf dem Zeltplatz mit seinen Obskuritäten unterhalten hat. Ein klitzekleiner Ausschnitt wäre diese ganz kurze Unterhaltung:

"Was hältst du von den ganzen Japanern?"
"JA SIE HABEN NE ATOMBOMBE VERDIENT. Und er war dagegen rumheult... ist n Spast.. oder n dummer Hippie!"

"Was hältst du von Wahnfried?"
"FESTNEHMEN UND AB NACH SIBIRIEN!"

"Was hältst du von Mahatma Gandhi?"
"MAHATMA GANDHI WEISST DU WAS ICH ZU DEM ZU SAGEN HABE? TIBET BLEIBT ROT IHR SPASTIS!"

Dazu noch 1000 Witze über Steinkelopfen in Sibirien, die Kirche, Oi!, Slayer und anderes Zeug. Ich erinnere mich sehr sehr gerne daran. Auch daran, dass er bei Fleas and Lice sich das Mikrophon ergriffen hat und laut gefragt "Warum zur Hölle schreit ihr so rum, ihr bescheuerten Vollidioten?!"

Deluxe.

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100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 14

46. "Symphony of Destruction" von Megadeth aus "Countdown To Extinction" (1992)



Dave Mustaine singt zwar "You try to take his pulse", aber nach dem Lesen eines bekackten YouTube-Kommentars höre ich ganz sicher "You try to take his balls". Kann das nicht mehr weghören. Sehr angenehmer Song. War damals soweit ich mich richtig entsinne sogar im Radio und so. Klingt auch danach. Er its verdammt noch mal sehr radiotauglich auch wenn er keine radiotauglichen Themen (Mariottenregierungen usw.) beinhaltet. Very nice.

9/10 Pfandflaschen

45. "Seasons in the Abyss" von Slayer aus "Seasons In The Abyss" (1990)



Ich liebe liebe liebe diesen Song. War einer der ersten Slayer-Songs die ich je gehört habe. Irgendwann bei "Hell's Kitchen" auf VIVA. Großartiger morbider Text

10/10 Pfandlfaschen

44. "Breaking The Law" von Judas Preist aus "British Steel" (1980)



Muss ich dazu noch was sagen? Nein.

10/10 Pfandflaschen

43. "Black Metal" von Venom aus "Black Metal" (1982)



Dazu wohl auch nicht.

10/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Gothic (1991)

Hurra, eine neue Discography! Für das erste Album von Paradise Lost, "Lost Paradise" klickt einfach hierhin. Drei Mal dürft ihr raten für welches Genre dieses Album hier stilprägend ist.

Hierfür haben PL ziemlich viel herumexperimentiert. Einerseits haben sie Death Metal beibehalten, allerdings sind die meisten Riffs wesentlich langsam. Eher wie bei Candlemass, also Doom Metal. So kommt es zu einem recht obskuren Genrenamen: Death Doom. Dazu kommen noch Einflüsse von 80s Post-Punk und Dark Wave. Ich habe tatsächlich einen Basslauf erkannt der Bauhaus nicht unähnlich war.

Um das Ganze noch mal zu toppen kommen ein paar Elemente wie Gitarren die nach Orgel klingen, das The Raptured Symphony Orchestra als auch der Gesang von Sarah Marrion. So kommt es zu einem sehr experimentellen Stück Musik, dass von düsteren Elementen im Leben handelt: traurig sein, Tod, Depression. Ich mein, es ist auch nachvollziehbar, dass man solche Musik fabriziert wenn man auf einer Insel wohnt wo es tierisch oft regnet. Einige nicht unbekannte Gothic-Metal-Bands fühlten sich davon inspiriert, beispielsweise The Gathering. Aber das ist nicht so ganz mein Metier. Fazit: Sehr ungewohnt, habe ein paar Anläufe dafür gebraucht. Gefällt aber tatsächlich verdammt gut.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead Emotion, Eternal, Falling Forever


Queen Discography: Queen (1973)

Hurra, eine neue Discography!

Ich habe mir vorgenommen die ganze Queen-Discography zu reviewen, weil auf diesem Blog einfach viel zu viel Queen zu lesen ist. Ernsthaft jetzt. Das Debüt von 1973 zeigt eindeutig, dass die Band zwar noch irgendwie in Kinderschuhen steckt aber definitiv weiß, was sie erreichen möchten. Es ist noch nicht das wofür sie später bekannt werden - kein Stadion-Rock in dem Sinne aber hat beinahe schon das Potenzial dazu. Zum Erscheinungsdatum des Albums gab es Queen schon seit 1970. Die Songs sind also nicht neu und wurden bereits zig Mal live gespielt, sodass das Publikum die Band schon kannte. Darum katapultierte sich "Queen" auch ziemlich schnell an die Spitze der Charts.

Hier ist noch "Doin' Alright" zu hören, welches von der Vorgängerband "Smile" stammt. Ich mag den Wechsel zwischen Ballade und "Boah geil alter ich mach jetzt voll die Gitarrensolos drauf yeah". Mir gefällt "Great King Rat" wegen diesem komischen Mittelalter-Flair. Der Opener "Keep Yourself Alive" ist der wohl beste Opener für ein Debütalbum einer Rockband aus den 70ern. So energiegeladen und positiv. Das Falsetto in "My Fairy King". Herrlich. Ist btw das einzige "neue" Lied hier, was mit einem Klavier eingespielt wurde und beinahe andeutet was ein paar Jahre später auf "Bohemian Rhapsody" rauskommen wird. Am allermerkwürdigsten ist der Song "Jesus", der ganz einfach die Geburt Christi beschreibt. Kannte ich vorher nicht, will ich glaub ich nicht noch mal kennen.

Es ist ein mehr als solides Debütalbum. Man hört die Liebe zum Detail. Es ist alles andere als stümperhaft. Sehr gut.

Anspieltipps: Great King Rat, Keep Yourself Alive, Doin' Allright, Liar
9/10 Pfandflaschen


Type O Negative Discography: Dead Again (2007)

Kaum zu glauben, aber wahr. Wir verabschieden uns an der Stelle von  Type O Negative und zwar für immer. Da Sänger Peter Steele gestorben ist, kam danach leider nichts mehr.

Ich mach’s kurz, da mir das Album zwar gefällt, hier aber relativ wenig Neues zu hören ist. „Dead Again“ ist ein typisches Type O Album. Schleppende, langsame Songs. Keyboard. Texte über den Tod. Manchmal erinnert mich alles an 60s Psychedelia weil die Solos so schwurbelig sind und einige Songs sich mal wieder richtig in die Länge ziehen. Wie ein LSD-Traum sozusagen. „These Three Things“ wäre da so ein gutes Beispiel. Im Gegensatz zum ersten Song „Dead Again“ der einfach direkt durch die Decke geht. Man verliert den eigenen Sinn für Humor nicht. Bandname und Albumtitel sind in pseudo-kyrillisch geschrieben, auf dem Cover ist Rasputin.

So Long, Pete...

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead Again, These Three Things, She burned me down


Ulver Discography: Perdition City - Music To An Interior Film (2001)

Auf dem Vorgänger (das war das Album auf welchem Ulver William Blakes Werke vertont haben) verabschiedeten sich die Norweger beinahe komplett von Metal bzw. Gitarrenmusik. Hier wird der Bruch komplett vollzogen. Eigentlich war das schon auf der EP "Metamorphosis" (der Titel spricht schon Bände) der Fall, aber ich habe ja beschloßen keine EPs zu reviewen. Das heißt aber nicht dass "Perdition City" nicht weniger finster ist.

Auch wenn es der Titel anmutet - das hier ist kein Soundtrack. Könnte allerdings einer sein, nur wüsste ich nicht für welches Filmgenre. "Perdition City" ist eine Mischung aus Ambient und Trip-Hop. Sprich Loops, Breaks, ein Filmsample (die Streicher aus Psycho), Saxofophon, Flüstern.... Es ist ein sehr merkwürdiges aber künstlerisch wertvolles Ding. Es hört sich teils ziemlich fröhlich an, teils wie eine Sequenz aus einem Art-Haus-Horrorfilm. Besonders begeistert hat mich "Dead City Centres", dass einfach lupenreiner Jazz ist, wenn auch seltsam verzerrt. Böse Zungen würden behaupten hier wäre ohne Ende Füllmaterial verarbeitet worden - ich sehe das nicht so. Es passt alles sehr gut zueinander. Sowohl Songs wie "Catalept" die im Prinzip nur ein nicht enden wollender Sample sind (die auch als Hip-Hop-Beats benutzt werden könnten) als auch "Nowhere/Catastrophe" die gesanglich einfach wunderschön sind. Holy shit, ich liebe es!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead City Centres, Catalept, Nowhere/Catastrophe

Dienstag, 5. Juni 2018

So isses, Musik!#55

100 Greatest Metal Songs von rateyourmusic.com (made by MJ), Teil 1

Okay, ich hab mir letzens überlegt dass es hier auch sowas wie "100 beste Songs blabla" vorkommen könnte, da es schon die "101 Sci-Fi Filme" und "101 Horrorfilme" gab. Also warum nicht was mit Musik? Und da ich relativ unkreativ bin, dachte ich mir ich kaue die "100 Greatest Metal Songs" die irgendjemand auf rateyourmusic.com veröffentlich hat. Ich finde, es ist eine andere Sache einzelne Songs als Alben zu reviewen. Natürlich könnt ihr euch auch selbst spoilern und nachgucken oder aber ihr wartet ganz geduldig. Hier sind schon die Plätze 100 bis 96.

100. Black Sabbath - "Fairies Wear Boots" aus "Paranoid" (1970)

Falls ihr euch daran erinnern könnt: Ich habe vor Ewigkeiten das entsprechende Album reviewt.

"Fairies Wear Boots" ist ein ziemlich trippiges Lied. Darin besingt Ozzy Osbourne wie er Nachts aus seinem Fenster geguckt hat und sich erschrocken hat. Denn, nun ja was er sah war sehr ungewohnt. Mehrere kleine Feen tanzten mit einem Zwerg. Und sie trugen dabei Stiefel. Der Text ist ziemlich schlicht gehalten und in den sechs Minuten hört man verhältnismäßig wenig davon. Außerdem ist er ziemlich repetitiv. Ich finde es passt wunderbar als Abschluss auf dieser Liste (wenn man sich die Songs andersrum anhören würde) als auch natürlich auf ein Albumende. Ein ziemlich langsamer, hypnotischer Song der von einem offensichtlich durch psychoaktive Drogen herbeiführten Ereignis handelt und schließlich einfach ausblendet. Passt wunderbar ans Ende von "Paranoid".

8,5/10 Pfandflaschen


99. Metallica - "Battery" aus "Master of Puppets" (1986)

"Battery" ist der Opener von "Master of Puppets" und gehört zu den meistgespielten Songs von Metallica. Das Lied fängt ebenfalls wie der Opener von "Ride The Lightning" ("Fight Fire With Fire") mit einem Akustikpart nur um paar Sekunden später zu einem Thrasher zu werden. Es geht darin um das Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinschaft innerhalb der Thrash-Metal-Szene von San Francisco. Es heißt unter anderem "Cannot kill the family, battery is found in me". Im Gegenzug zu den anderen Songs auf "Master of Puppets" ist das eigentlich ein ziemlich positiver.

8/10 Pfandflaschen


98. Morbid Angel - "Chapel of Ghouls" aus "Altars of Madness" (1989)

Falls ihr euch für das Review zu "Altars of Madness" interessiert, so klickt hier.

In "Chapel of Ghouls" besingen MA einen gewalttätigen Vorfall in einer Kirche. Dämonen greifen das Gotteshaus an, drehen das Kreuz um und verprügeln den Priester. ES BALLERT EINFACH.


Demons attack with hate
Satan in the fires of hell awaits
Death against you all
God hear my death call

8,5/10 Pfandflaschen



97. Judas Priest - "Exciter" aus "Stained Class" (1978)

Okay, ich bin jetzt kein großer Priest-Fan, allerdings taugte mir in der Vergangenheit das Album "British Steel" doch ziemlich. "Exciter" ist der Opener von "Stained Class" und taugt mir persönlich so überhaupt nicht. Wenig druck, ziemlich viel Falsetto. Die Gitarre hört sich an wie ein Soundtrack zu einem alten NES-Spiel. Ich bin von Priest definitiv besseres gewöhnt. Steinigt mich.

4/10 Pfandflaschen


96. Burzum - "Jesu Død" aus "Filosofem" (1996)

Bevor hier irgendjemand den Schlaumeier raushängen lassen will: Ja, ich weiß ganz genau was für ein Mensch hinter dieser Musik steckt und ja ich genieße seine Musik liebend gern, raubkopiert auf YouTube damit seine dämliche neuheidnische Fresse keine Kohle von mir bekommt.

"Jesu Død" ist ein fast neunminütiger Track auf Burzums dritten Album "Filosofem" welches vor Varg Vikernes' mörderischen Eskapaden aufgenommen und dann später während seines Knastaufhenthaltes veröffentlicht wurde. Oder so ähnlich. Jedenfalls hat der Song alles was typisch Burzum ist. Einen Songtext über Schattengestalten auf Norwegisch. Gesang der durch einen uralten Headset aufgenommen wurde. Mehrere lang andauernede Riffs, die scheinbar kein Ende nehmen. Und ein Doublebass was einfach hypnotisierend ist. Es endet einfach gar nicht und könnte meinetwegen auch am Liebsten gar nicht enden. So einfach, so primitiv und so gut. Und dann endet es, ganz abrupt, ohne Vorwarnung.

8/10 Pfandflaschen


Killing Joke Discography: Brighter Than A Thousand Suns (1986)

Hm, manchmal ist es schwierig irgendwas zu irgendeinem Album zu schreiben, weil sie sich im Laufe einer Discography ziemlich ähneln. So war es im Fall von Killing Joke. Diesmal kann ich aber tatsächlich etwas produktives loswerden. "Brighter Than A Thousand Suns" ist Killing Jokes sechstes
Album und erschienen nach dem kommerziell ziemlich erfolgreichen "Night Time". Man munkelte, dass aufgrund des Drucks, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen, die Band ihren Sound dem Mainstream noch mehr angepasst hat und deswegen das Album so klingt wie es klingt. Hier ist nämlich nichts mehr Industrial zu hören. Es ist ein sehr sehr softes Synthpop-Ding und wurde von Kritikern nicht gerade positiv aufgenommen. Ich hingegen, als Freund solcher Klänge kann dem nur Gutes abgewinnen. Klar, es ist eine eindeutige Abkehr vom vorherigen Sound. Man hört wenig Gitarre und viel mehr Keyboards, dafür ist Jaz Colemans sauberer wie bisher noch gar nicht. Tanzbarer gehts nicht.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Chessboards, Sanity, Rubicon


Marilyn Manson Discography: Heaven Upside Down (2017)

Holy Moley. Das ist schon das zehnte Albun von MM und bis dato das letzte. Ergo hören wir an der Stelle mit der Marilyn-Manson-Discography auf und ersetzen sie durch irgendwas anderes. Mal sehen, was da so kommt.

Eins ist klar. Marilyn und seine Truppe erfinden sich und das Rad der Musik nicht neu. Allerdings wagten sie in der Vergangenheit so einige Experimente. Beispielsweise war der Vorgänger "The Pale Emperor" ziemlich blueslastig und langsam. Wobei die letztgenannte Eigenschaft besaßen so gut wie alle MM-Alben in den letzten Paar Jahren. "Heaven Upside Down" verwendet zwar auch den
minimalen Prozentsatz davon und bietet einige langsame Stücke, allerdings besinnt man sich viel eher auf die älteren Alben. Man hat wieder mehr dröhnenden Industrial-Sound, verstörendere Lyrics, Provokation. Allerdings nicht ganz so wild wie früher. Es ist halt wieder die Band denen die Verantwortung für den Littleton-Amoklauf zugeschoben wurde. Nur halt diesmal auf Morphium, nicht auf Speed.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Say 10, Tattoed In Reverse, Blood Honey, We Know Where You Fucking Live



Rob Zombie Discography: Hellbilly Deluxe 2: Noble Jackals, Penny Dreadfuls And The Systemic Dehumanization Of Cool (2010)

Falls ihr euch daran erinnert: Ich habe schon mal das erste "Hellbilly Deluxe" reviewt, und zwar hier. Der zweite Teil geht sowohl inhaltlich als auch musikalisch in eine ähnliche Richtung wie der erste beziehungsweise das zweite Album "The Sinister Urge". Man bewegt sich wieder weg von 70s Rock wie in "Educated Horses" und macht das was man am besten kann. Songtexte über Horror und die "Werewolf Women of the SS" ist gleichzeitig der Name eins Trailers zu einem fiktiven Film der im Zusammenhang mit der Doppelvorstellung von "Planet Terror" und "Death Proof" gezeigt wurde. Die Regie führte natürlich auch Rob Zombie. "The Man Who Laughs" ist ein uralter Horrorfilm, dessen Hauptcharakter offensichtlich die Inspiration für DCs Joker war. Ich habe keine Ahnung wieso Mars Frauen braucht, aber "Mars Needs Women" ist hierauf mein Lieblingslied. Das redneckmäßige "What?" tritt dabei an zweiter Stelle. Solides Ding insgesamt, nur dürfte man das nicht endlos wiederholen, sonst wirds langweilig.
von Horrorfilmen inspiriert wurden. Wieder sind hier Songs dabei die nach Filmen benannt wurden.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Man Who Laughs, Werewolf Women of the SS, What?, Sick Bubblegum, Jesus Frankenstein

Donnerstag, 13. Juli 2017

Album der Woche#301: Judas Priest - British Steel (1980)

Yesss. Der Metal-Monat geht weiter. Zwar werden Judas Priest von vielen als Vorreiter der NWOBHM gesehen, ich stimme dem zu, allerdings sind sie ja noch n Ticken älter. Deswegen kommt mir deren Name nicht als erstes in den Sinn wenn ich an dieses Genre denke.

Jedenfalls habe ich "British Steel" genommen weil hier die meisten Hits sind. Zuerst habe ich an "Screaming for Vengeance" gedacht aber dann doch anders überlegt. Mir gefällt zwar das spätere und
deutlich härtere Werk "Painkiller" definitiv besser, alerdings fand ichs nicht schlecht mir mal eins der früheren Alben reinzuziehen. Und das ist ja nicht mal das erste sondern schon das sechste. Die haben seit 1974 ernsthaft jedes Jahr mindestens ein Albm rausgehauen.

Und um ehrlich zu sein unterscheidet es sich nicht wirklich von den Vorgängern. Deswegen werde ich auch den Teufel tun und die ganze Discographie der Band reviewen. Machen wirs mal kurz: Judas Priest bieten uns hier das an was sie am Besten können. Songs über Freiheit und Rebellentum, die vor lockeren Testosteron nur so triefen und wofür man am besten eine Harley und ne ganze Lederkluft braucht. "United", "Living After Midnight", "Breaking The Law". Daneben noch so typisches Storytelling über Horrorfantasien. Das ganze produziert übrigens von Ringo Starr der für Soundeffekte sogar sein eigenes Besteck (nicht sein Drumbesteck sondern Messer und Gabel und so) hergab. Aber das nur so am Rande.

Großartiges Album.
Anspieltipps: siehe oben lol
8,5/10 Pfandflaschen