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Donnerstag, 4. Oktober 2018

So isses, Musik!#63

ОСТБЛОК: Arka Noego

Allrighty. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich in Polen aufgewachsen und kann dementsprechend einiges über die damaligen Charterfolge berichtet bzw. über das was ich und meine Mitschüler in der Grundschule gehört haben. Oder auch über das was wir gehasst haben. Ähem.

Jedenfalls: Es gab eine Gruppe bzw. ein Projekt namens Arka Noego. Auf Deutsch heißt es "Noahs Arche". Die "Band" bestand aus einen Haufen Kinder, die religiöse (also in dem Fall christliche) Songs gesungen haben. Unter anderem wurde ihre Musik für einen TV-Beitrag über Papst Johannes Paul II. Deren Song "A gu gu" war damals definitiv für einige Wochen die #2. Vielleicht sogar die #1. Die Kinder kamen allerdings von keinen Elite-Musikschulen und haben auch sonst keine musikalische Ausbildung genossen. Und jetzt kommt das Ungewohnte, zumindest für meine Leser (wahrscheinlich): Es waren, zumindest damals, allesamt Kinder von Musikern der Band 2tm2,3. Dabei handelt es sich um eine Alternative Rock Band, deren Mitglieder aus verschiedenen polnischen Bands kommen und deren gemeinsame Passion das Christentum ist.

Um euch mal ganz kurz und knapp darzustellen wie groß der Unterschied ist - ein paar YouTube-Links. Zuerst zu Arka Noego und dann zu den anderen Bands in welchen die Musiker sonst spielen:











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Darkthrone Discography: Total Death (1996)

Okay, dieses Mal ist wieder mal alles etwas anders.

"Total Death" unterscheidet sich allein schon von der Struktur bzw. der Machart von seinen Vorgängern. Früher wurden die Songs normalerweise von Fenriz geschrieben. Diesmal stammen die Texte von folgenden Leuten: Garm (u.a. Ulver), Ihsahn (Emperor), Carl-Michael Ende (Aura Noir) und Satyr (Satyricon). Die Musik komponierte dazu komponierte Fenriz selbst. Die anderen Texte schreib die bessere Hälfte von Darkthrone, Nocturno Culto - für die Musik dazu war er auch selbst
verantwortlich.

Dieses Mal entfernte man sich von Celtic-Frost-mäßigen Klängen als auch vom Sounds wie auf "Panzerfaust".  Es stinkt nicht mehr nach Keller und hört sich nicht an wie im Nebel aufgenommen. Stattdessen hört man erheblichen Thrash-Metal-Einfluss. Klingt auch wesentlich besser produziert. Mir gefällt der Gesang wesentlich mehr, fand den auf "Panzerfaust" teilweise unglaublich störend. Dass die Songs auch noch ziemlich kurz sind - das macht alles nicht weniger episch aber definitiv eingängiger. Was ich auch richtig geil finde, ist das Artwork. Ich weiß nicht, ob es das erste Mal ist, dass eine BM-Band ein Weltraum-Photo benutzt hat, aber es ist eine willkommene Abwechslung. Heiß!

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Earth's Last Picture, Black Victory of Death, Blasphemer


Eminem Discography: Kamikaze (2018)

Holy fuck, Slim. Stop confusing me.

Ich bin ehrlich sehr sehr zwiegespalten. Da ist es also, das neueste Eminem-Album welches Ende August erschien. Kam (für mich und für uns alle) wohl ziemlich überraschend. Der Titel bezieht sich daraus dass a) diese Album wie aus dem nichts geschossen kommt und b) Em damit seine Karriere
und seinen Ruf riskiert. Allerdings hat er vor seinen zahlreichen Kollaborationen mit der Pop-Welt links und rechts ausgeteilt. Deswegen verstehe ich das nicht so ganz. "Kamikaze" ist ein großer Rundumschlag gegen alle Kritiker und "Hater" die sein vorheriges Album "Revival" gelinde gesagt gar nicht mal so gut fanden.

Wenn ich ehrlich bin gefällt mir das Ergebnis bis jetzt. Ich finde es gut, dass der Slim Shady wieder da ist und seine Gegner platt macht. Am meisten Gefallen mir die Ansagen gegenüber Mumble-Rappern... Allerdings wirken andere Schellen wie die eines angepissten Kindes. Er ärgert sich über die Leute die sein letztes Album einfach Scheiße fanden, ohne ihn als Künstler zu disrespektieren. Ich frage mich ernsthaft wieso es bspw. Tyler the Creator treffen muss. Und dann merke ich: Em ist einfach nicht mehr der aufsteigende neue Rapper von damals, der den Finger in die Wunde gelegt hat. Er ist jetzt die Wunde. Er ist alt geworden und kann keine Kritik mehr vertragen. Ich mein, er hat in der Vergangenheit selbst gezeigt dass er sein Album "Relapse" gar nicht mal so gut fand. Aber scheinbar ist es nicht gut wenn andere ähnlicher Meinung sind.

Anyways: Trotzdem lit af oder wie diese Generation das sagt.

7,25/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Ringer, Lucky You



Killing Joke Discography: Pylon (2015)

Schon mal vorab: Ich bin wirklich sehr begeistert über dieses Album. Es ist nahezu perfekt. Allerdings ist es halt mittlerweile Killing-Joke-Standard mehr als annehmbare Alben abzuliefern. Deswegen halte ich mich mal wieder kurz:

"Pylon" ist das letzterschienene Album von KJ und gleichzeitig der Abschluß einer Trilogie die mit "Absolute Dissent" begonnen und mit "MMXII" fortgeführt wurde. KJ schaffen es mal wieder
gleichzeitig politisch zu sein, tanzbar zu sein, mysteriös und wavig zu sein als auch sich in Metal-Gefilden zu suhlen. Und das alles beinahe gleichzeitig. Man vermischt hier die Klänge von verschiedenen Alben wie "Extremities, Dirt and Various Repressed Emotions" und "Night Time".

Fazit: KJ wissen immer noch zu begeistern und zu bewegen. Egal ob zum "depressiven" Goth-Tanz oder zum Headbangen. Aber ich habe erstmal genug und höre etwas anderes.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Euphoria, Autonomous Zone, I Am The Virus


Metallica Discography: Garage, Inc. (1998)

Achtes Album von Metallica. Diesmal besteht es ausschließlich aus Coverversionen verschiedenster Musiksparten. Auf der ersten CD befinden sich neuaufgenommene Songs, die teilweise auch als Singles ausgekoppelt wurden. Die zweite beinhaltet die komplette "Garage Days Re-Revisited EP"
von 1989 (die ersten Aufnahmen mit Jason Newsted am Bass überhaupt) als auch einige Sampler-Beiträge und B-Seiten.

CD#1 beginnt mit dem Discharge-Klassiker "Free Speech for the Dumb" und endet mit einem weiteren Discharge-Song "The More I See". Dazwischen bietet man ein Repertoir aus Hard Rock, Hardcore Punk und klassischen Metal. Metallica covern Misfits ("Die Die My Darling"), Black Sabbath ("Sabbra Cadabra"), Blue Öyster Cult ("Astronomy") als auch Thin Lizzy ("Whiskey in the Jar"). Die zweite CD ist weniger divers. So konzentriert man sich auf andere Metal- und Hard-Rock-Bands wie Holocaust, Blitzkrieg, Diamond Head... Allerdings gibt es sogar ein ziemlich treffsicheres Cover von Killing Jokes "The Wait".

Insgesamt: ein abwechslungsreiches und gut gelungenes Coveralbum. Aber mehr auch nicht :D

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Tuesday's Gone (Lynyrd Skynyrd), Last Caress/Green Hell (Misfits), Am I Evil? (Diamond Head), Sabbra Cadabra (Black Sabbath)

Dienstag, 11. September 2018

So isses, Musik!#62

Hello, fellow children! Willkommen bei der neuesten Ausgabe von So isses, Musik! Als erstes werde ich ein paar Sachen hier reinknallen, die ich mir neuerdings selbst ausgesucht oder zugeschickt bekommen hab.

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Rattus Cholericus - Promo

Reinhören könnt ihr übrigens hier. Ich bin mal so frei und posaune es frei heraus: Dieses Tape hat mir ein ehemaliges Mitglied der mittlerweile leider aufgelösten, großartigen HASS AUF ALLES zugeschickt. Auf dem Tape klebt ein Aufkleber, auf welchem "Breakcore Punk" steht. Und ich bin nicht dumm, ich weiß schon was mich erwartet :D Nämlich Beats mit Gebrülle. Und ich werde nicht enttäuscht. Definitiv nicht. Es klingt wie als ob Atari Teenage Riot underground geblieben wären. Kurze, knackige Songs voll mit hasserfüllten Lyrics. Und zwar nicht mal so, dass es sich irgendwie super krass reimen muss. Man befolgt einer einzigen "Regel": Kotze dich aus, darüber was dich ankotzt und lass andere sich vielleicht dazu bewegen. Dabei ist das alles gar nicht mal so oberflächlich wie es sich für den Laien eventuell anhören mag. Beispielsweise setzt man sich mit dem Trend, sich über Punk- und Oi!-Klischees lustig zu machen, auseinander - im Song "Szeneclowns". Vor allem mit dem Fakt, dass es ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr witzig ist. Klar, es sind Genres, die nur so von Klischees triefen, aber: Es kommt mir rüber wie ein Haufen pseudo-elitärer pseudo-Akademiker (oder, die die Akademiker sein wollen) die mit ihrem Finger auf diese "dummen Bauern und Proleten" zeigen wollen. Darüber kann man sich, finde ich, sehr wohl auskotzen.

Anspieltipps: Ja, tatsächlich einfach mal alles. Auch die Interludes.
7,5/10 Pfandflaschen
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Was läuft sonst noch?

Das neueste Album von Nervöus. Ich erinnere mich sehr gerne an einen Festival-Auftritt vor ca. 7 Jahren. Da war dieser superfertige Typ, der allerlei Blödsinn erzählt hat und eine völlig kaputte Stimme hatte. Das ist tatsächlich auch derselbe Typ der
"GRAUES GEFÜGE EINE FAHNE IM WIND GLEICHT DER ANDERN
LEIDLICH INHALTSLEER " singt. Ich finde es wirklich sehr beruhigend und entspannend. Ich mag es, zumindest in der Hinsicht, angeschrien zu werden. Meiner Meinung nach einer der deutschsprachigen Bands die gnur utes Kwalitätskóntent bringt.

Ansonsten: Dieser Klassiker von Satyricon. Mal wieder "Nowa Aleksandria" von Siekiera. Und "Raza Odiada" von Brujeria. Oh und GZUZs "Warum", keine Ahnung warum.








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Darkthrone Discography: Panzerfaust (1995)

Mittlerweile fünftes Album von Darkthrone. Genauso minimalistisch eingespielt wie der Vorgänger "Transilvanian Hunger". Allerdings ist die Gesangsspur deutlich rauer und weniger mit diesen typischen Hall-Effekten versehen. Ein tiefes, ziemlich kaputtes Krächzen. Ungehobelt. Wie ein
Instagram-Foto ohne Filter. Und zugegeben ziemlich hässlich. Aber das soll Black Metal ja nicht sein. Trotzdem stößt es mir beim ersten hören etwas sauer auf, weil ich diesen anderen, "gefilterten" Gesang gewohnt bin. Aber nach mehrmaligen Hören gefällt es mir doch, irgendwie. Man hört auch eindeutige Einflüsse von Hellhammer bzw. deren Nachfolgeband Celtic Frost.

Für eine positibe Überraschung bei mir sorgte der letzte Song "Snog og granskog (Utferd)", welches bis dato das erste elektronische Lied der Band ist. Ist übrigens eine Vertonung eines Gedichts von Tarjei Vessas. Fazit: Durchaus hörbar, jedoch von den klassischen Alben der Band sicherlich nicht das Beste.

6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Quintessence, Beholding The Throne Of Might, En Vind Av Sorg


Killing Joke Discography: MMXII (2012)

Vierzehntes Album von Killing Joke. MMXII ist 2012, geschrieben in römischen Zahlen. Das Album kam äh im Jahr 2012 raus. Offensichtlich. Inspiriert vom Phänomen des Jahres 2012: Dem Glauben an den Weltuntergang. Anyways: Das Album bietet wieder einen eingängigen, kühlen aber trotzdem ziemlich maschinellen, industriellen Sound. Im Prinzip ein Album, dass finstere Themen wie bspw.
eine düstere und ungewisse Zukunft anspricht gleichzeitig aber auch Positives vorweisen kann. So zeigen sich KJ überzeugt von Permakultur, Aufforstung und biologischer Nachhaltigkeit. In "Fema Camp" geht es um die Camps der Federal Emergency Management Agency. Den Begriff habe ich bis jetzt leider nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Querfront/Aluhut-Veranstaltungen gesehen auf welchen irgendwelche "woke people" darüber gesprochen haben. Eines der stärksten Songs ist meiner Meinung nach "Rapture", aufgrund der Art der wie der Song aufgenommen ist. Als wäre er dafür gedacht Massen zum Toben zu bringen.

Sie haben damit bewiesen, dass sie es immer noch können. Nicht nur bei mir sondern auch bei Dutzenden von Fans und Kritikern. Deswegen:

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Rapture, Colony Collapse, Pole Shift



Metallica Discography: Reload (1997)

Eigentlich sollte das Album zusammen mit "Load" in Doppelpack erscheinen. Allerdings hat man sich entschlossen, erst auf Tour zu gehen um dann anschließend das Album fertig zu stellen.

Ich muss ehrlich sagen, ein wenig bin ich enttäuscht. Das Album ist natürlich nicht so schlecht wie es diese ganzen Metallica-Puristen sagen. Es hat verdammt gute Momente. Ich mag bspw. Marianne Faithfuls Gastpart in "The Memory Remains". "Fuel" ist ein verdammt guter Opener. Auch "The Unforgiven II" find ich irgendwie gut. Es ist halt dieser Southern Rock/Americana/Blues-Einfluss der das ganze doch etwas merkwürdig macht. Es zieht sich gegen Ende dann doch ziemlich und geht mir
auf den Nerv. Trotz alledem ist es nicht das schlechteste Metallica-Album. Definitiv nicht.

PS: YEAAAH YEAAAH YEAAHEEAAAHHH
6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Fuel, The Memory Remains, The Unforgiven II


Ministry Discography: Amerikkkant (2018)

Hm. Also halten wir's mal fest: Nach 1203123 Aussagen wie "Das hier ist aber wirklich das letzte Album" bringt Al Jourgensen doch noch eins raus. Und natürlich muss er sich an der großartigen Milchkuh Donald Trump beteiligen. Schließlich ist es ziemlich leicht den US-Präsidenten zu bashen. Hier und da ein paar Samples. Untergangsstimmung. Dieser große Idiot wird uns noch umbringen!
Gleich im Opener "I know Words" wird "Make America Great Again" gesamplet. Tatsächlich ist das rundum gesehen gar kein so schlechtes Album. Man verzichtet auf die Thrash Metal Komponenten und kehrt etwas zu den ursprünglichen Sound zurück. Das klingt wirklich gar nicht mal so schlecht. Was ich tatsächlich ziemlich interessant finde: Jourgensen hat früher Songs gegen Bush gehabt, darüber dass 9/11 ein Inside Job ist... Hat Info Wars ein Interview gegeben... Und hier gibts ein Song namens "Antifa". Also fand scheinbar ein Umdenken statt. Dafür wird Jourgensen auch in den YouTube-Kommentaren zur Sau gemacht. Er sei ein Cuck, ein NWO-Kämpfer und Kommunist. Witzig. Es ist nicht so brutal stumpf wie so einige Sachen davor. Allerdings nicht mal ansatzweise so innovativ wie die Klassiker. Deswegen: Kann man hören, muss man aber nicht. :D

6/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Twilight Zone, Antifa, Wargasm

Donnerstag, 6. September 2018

So isses, Musik!#61

Hallo und häßlich willkommen zu einer neuen Ausgabe "So isses, Musik!". Als erstes werde ich über die paar Konzerte schreiben, die ich im August besucht habe.

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Majority Rule, Multicult, Kishote am 04.08.2018 im AZ Mülheim

Das ist irgendwie gar nicht mal so leicht über ein Ereignis zu sprechen, was vor einen Monat stattgefunden hat. Jedenfalls bin ich hingegangen weil Majority Rule gespielt haben - die ich vorbildlich auf dem FLUFF verpasst habe. Den Anfang machten Kishote aus Bielefeld: Feinster Multicult erinnerten mich an Steve Albinis Big Black, zumindest zum Teil. Irgendwie hat die Band es geschafft Noise zu machen, der allerdings nicht chaotisch wirkte sondern als hätten sie jede Note berechnet. Sehr merkwürdig, verstörend und gleichzeitig faszinierend. Majority Rule haben dann natürlich alles abgerissen. Ich gehöre ja zu den Leuten die, zumindest in der Musik, auf dieses Zuckerbrot/Peitsche-Ding stehen. Sprich: Mit relativen sanften Melodien ködern, nur um dann mit einem teuflischen Gesang und einer Wall of Noise alles zu zerstören. DAS habe ich also auf dem FLUFF verpasst? Wenn ich mich recht entsinne, spielten sie auf der großen Bühne - wo sowieso jeglicher Klang komplett kaputt gemacht wird. Ergo: Gut, dass ich sie erst jetzt in einem kleinen Rahmen bei welchen sie nicht auf sondern vor der Bühne gespielt haben, gesehen habe.
Emoviolence der es zustande bringt einen Song ordentlich aufzubauen, nur um dann alles zu zerstören. Verdammt gut, allerdings ziemlich heiser. Und irgendwie auch etwas BM-y. Allerdings sowohl Keller-BM als auch depressiv-und-in-einem-nebel-rumheulend-BM. Herrlich.


Defiance, Public Mischief am 22.08.2018 im Don't Panic!, Essen

Huch. Dieses Mal hats tatsächlich noch mehr Spaß gemacht, weil ich nicht alleine da war. Ich freute mich sehr, da Defiance neben Crass, Doom oder Aus-Rotten der Soundtrack meiner Crust-Jugend waren. Auch wenn Defiance so gar kein Crust sind.

Anyways, den Anfang machten Public Mischief. Ziemlich rotziger, gar nicht mal so witziger Punkrock, der mich nicht wirklich begeistern konnte. Außer in diesem einen Moment, als sie beschloßen den Inhalt eines Zettels zu singen, den wohl ein entnervter Paketbote hinterlassen hat: "Arschloch, Schlampe, leck meine Eier!" Das war wirklich großartig und fast schon dadaistisch.

Defiance können irgendwo immer noch gut abreißen. Man bringt die Leute in Bewegung. Man bringt Klassiker wie "No Future No Hope", "Fuck This City", Fuck Them All", "Fodder"... Allerdings merke ich dass der werte Herr Sänger doch ziemlich ziemlich kaputt ist. Aber egal, er bringt alles. Sie ziehen sogar das Intro zu "Fuck them All" extralang um mehr Spannung aufzubauen. Aber irgendwann ist die Geduld bei mir ausgeschöpft und ich will wirklich raus. War trotzdem gut.

Henry Fonda, Aerole of Ash am 25.08.2018 im Nordpol, Dortmund

Interessant. Vor ein paar Jahren habe ich genau dasselbe durchgezogen wie an diesem Abend. Ich bin erst zum Nordpol gereist nur um später nach Mülheim zu gehen und so zwei Konzerte am selben Abend zu erleben. Dieses Mal war ich aber wesentlich müder und kaputter. Aber egal, ich habe nichts bereut.

Zuerst ging es, wie gesagt ins Nordpol um mir zum 12038213ten Mal Henry Fonda zu geben. Zuerst mal spielten aber Aerole of Ash. Da saß wieder dieser bärtige Typ am Schlagzeug, also konnte die Band nur gut sein. Eigentlich dachte ich, dass ich sie schon mal hier reviewt hab aber stimmt nicht. Also war es eine andere Band mit dem Bärtigen am Instrument. Schon verrückt wie viele Brüder er hat. Jedenfalls war es ziemlich großartig und voll. So voll, dass am Tresen stand und mit dem Kopf genickt habe. HxF waren natürlich auch großartig, allerdings habe ich die Ansagen schon tausend Mal gehört. Auch die Story über die Schnitzelpizza (mit Schnitzel als Pizzateig) kannte ich auch schon. Dieses Mal mischte sich in die Ansagen ein Kerl am Tresen ein und beleidigte jemanden als "Sittich"(!). Wer nutzt den bitte "Sittich" als Beleidigung? WTF.

Anyways, es war mir wie immer eine Freude, allerdings wollte ich seit Monaten an diesem Abend nach Mülheim zu...

dESTRUKTIVA XI am 25.08.2018 im AZ Mülheim

Das dESTRUKTIVA bezeichnet sich selbst als "Festival for Experimental Art and Music". Da ich ein Freund des Verstörenden bin - und zwar sowohl von Art als auch Music. Leider kam ich, ach was,
ziemlich spät an. Das reichte aber um mir eine Installation von den Künstlern Sarah Kastrau, Robert Görmann, Dai Coelacanth und David Molina anzusehen. Außerdem steckte ich meinen Kopf in einen bespiegelten Glaskasten, sodass ich mein Gesicht um mich herum gesehen habe. Achja und tatsächlich schaffte ich es einen letzten Act namens "N" anzusehen. Das war so ein Typ der in der kleinen Halle auf einem Stuhl saß und seine Gitarre, die mit ungefähr 1000 Pedalen verbunden war, bediente. Erst hörte sich das Ganze an wie ein vorbeifahrender Zug dann wie ein startendes Flugzeug. Ich saß auf der Bühne und war kurz davor umzukippen. War ein schöner Abend!

Gerne wieder. Ehrlich.
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Darkthrone Discography: Transilvanian Hunger (1994)

Es hat sich im Vergleich zum Vorgänger "Under a Funeral Moon" nicht viel verändert. Heißt aber nicht, dass das Album nicht gut ist. Es ist mehr oder weniger ähnlich monoton, bspw. ist der Titelsong eine Aneinanderreihung von drei verschiedenen Riffs, die man wenn man den Gitarre spielen kann,
irgendann im Schlaf spielen könnte. Genauso gehts dann mit "Over fjell gjennom torner". Der Minimalismus ist sozusagen auf seinem höchsten Niveau. Aber ein paar Unterschiede gibt es dennoch. Auf "Under a Funeral Moon" gab es die ersten Texte auf Norwegisch, hier dominieren sie. Es gibt kaum Songs auf Englisch. Außerdem spielte Fenriz Gitarre, Bass und Schlagzeug alleine ein und sandte Sänger Nocturno Culto die Texte zu, sodass er sie aufnehmen konnte. Achja, einige Songs stammen tatsächlich von niemand geringerem als Varg Vikernes, was dem Album nicht gerade guten Ruhm brachte. Das, die Tatsache dass auf dem Backcover Unsinn a lá "Norsk Arisk Black Meal" (ihr könnts euch denken) als auch die Aufforderung dieses Album nicht zu rezensieren (und wer das tut der ist jüdisch) sorgten dafür, dass die Band von sämtlichen Medien (u.a. Rock Hard) boykottiert wurde. Spricht nicht gerade für die Band - allerdings bin ich mir 100%ig sicher, dass solcherlei Aussagen von Darkthrone selbst mittlerweile für dummen Unsinn gehalten werden. Was soll ich sonst noch sagen? Starkes Album, dennoch.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Transilvanian Hunger, Sald Av Satans Sol, As Flittermice As Satans Spys


Killing Joke Discography: Absolute Dissent (2010)

Mittlerweile dreizehntes (!) Album von Killing Joke. Es ist das erste Album nach dem Tod von Bassist Paul Raven, gleichzeitig auch das erste Im Line-Up von 1982: Jaz Coleman, Youth, Geordie Walke und Paul Ferguson.

Im Titelsong geht es um den "absoluten Widerspruch" gegen alles Üble auf der Welt. Dazu zählen scheinbar vergiftete Gewässer und Chemtrails. Oooookay. "Absolute Dissent" verbindet gekonnt KJs Metalfähigkeiten wie auf "Killing Joke" und "Hosannas from the Basements of Hell" mit früheren, wavigeren, melodischeren Werken wie "Brighter than a thousand suns". Im Grunde genommen,
erfinden sie dadurch das Rad zwar nicht neu (immer noch nicht) aber immerhin gestaltet sich das Album ziemlich abwechslungsreich. Dadurch, dass es hier kaum Haudrauf-Songs gibt geht das ziemlich gut ins Ohr. Es wird wirklich alles durcheinander gemischt: Metal, Industrial, Dance und EBM. Mir taugts.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Absolute Dissent, European Super State, Ghosts of Landbroke Grove


Limp Bizkit Discography: Gold Cobra (2011)

Falls ihr schon seit längerem mein Blog lest, also genauer gesagt seit der Wiederaufnahme im Jahre 2011, so ist es euch nicht entgangen dass ich damals das Musikvideo zu "Gold Cobra" verrissen hab. Ich mein, es war ja auch Scheiße. Rückblickend betrachtet ist das Album aber gar nicht mal so schlecht.

"Gold Cobra" ist quasi ein richtiges Comeback-Album. Keine EP ohne Promo, kein beschissenes Post-Grung-Möchtegern-Alternative-Rock-Ding. Schlicht und einfach Limp Bizkit so wie sie Ende der 90er, Anfang der 00er Jahre klangen. Okay, den Sound von "Three Dollar Bill Y'all$" kriegen wir wohl nie wieder zu hören aber was solls. "Gold Cobra" ist: Fred Durst wie er Rhymes spittet, Wes Borland wie er großartige Riffs liefert und Gitarrensoli spielt. Das klingt tatsächlich gar nicht mal schlecht bis man merkt, dass ein Großteil der Texte sich mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit beschäftigt. So nach dem Motto "Hey, wir sind da und machen dasselbe wie früher sodass ihr uns wieder mögt". Es ist insgesamt halt wirklich ein guilty pleasure. Ich kann dazu wunderbar den Kopf nicken und so. Aber die Texte sind so cringy wie noch nie. "Douchebag" ist zum Beispiel grauenhaft. "Shark Attack" ist ein Abklatsch von "Break Stuff". "Loser" ist furchtbar weinerlich und könnte fast schon von "Results May Vary" stammen. Naja... Ich bin mal gespannt wie das nächste Album "Stampede of the Disco Elephants" (Veröffentlichungsdatum: 28.17.2071) wird.

Anspieltipps: Get A Life, Gold Cobra, Bring It Back
5,5/10 Pfandflaschen


Metallica Discography: Load (1996)

Ich verstehe nicht wirklich, was alle gegen dieses Album haben. Na gut, ich bin halt auch kein Thrash-Metal-Genre-Purist. "Load" macht da weiter wo "Metallica" aufgehört hat. Man lässt nun jegliche Thrash-Bestandtteile komplett weg. Stattdessen liefert der Vierer ein reines Hard Rock/Heavy Metal Album. Mit viel viel Bluesrock-Einflüssen. Ich bin der Meinung, dass man nicht immer ein und dasselbe Album einspielen muss um gut zu bleiben. Und wie gesagt: Kein Musiknazi
und Genrepurist. Das richtige schlechte Album haben wir noch vor uns: Nämlich im Jahre 2003. Aber egal. Jedenfalls: "Load" ist besser als ich dachte. Mir gefällt sogar das Artwork.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ain't My Bitch, The House That Jack Built,

Mittwoch, 8. August 2018

So isses, Musik!#60

Hallo und häßlich willkommen zur mittlerweilen 60ten Ausgabe von "So isses, Musik!". Ich habe mir überlegt, ich könnte die "Discography"-Sektion etwas aufpeppen und anstelle von drei immer vier Alben reviewen. Damit etwas mehr Abwechslung reinkommt. Aber erstmal der dritte und somit letzte Beitrag zu FLUFF'18. Natürlich auf Englisch.
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FLUFF FEST'18 in Rokycany, Czech Republic (Part III of III)

Allright folks. I'll try to wrap it up really quick.

Saturday (28th of July)

After waking up and nearly burning myself to death in the sun I wanted to finally enjoy some more bands. The first one I witnessed were Disavow. Kind of Fastcore nearly Powerviolence Style hardcore with some dope ass statements and (former) members of Anchor, as I understand. Very good Spirit Crusher or, as we called them Espirité Crusheé (or otherwise: Sprite Crush) honestly tore the roof off the tent stage. Nice set, nice statements even though sometimes they kind of couldn't get to the point. But that's okay. Also, damn nice of them naming the band after a song by the allmighty Deat. After that: Medication Time at the "All Go No Slow"-Stage. I honestly can't remember how they sound like. Probably pretty fast. Oh wait, actually they sound good. After a long time I finally got my ass to the tent stage again to see the Smudjas, who were the absolut cutest band on this evening. Mostly because of this whole "friendship is important"-thing and the positivity. My favorite act on this day was not a hardcore band or something like that but an ambient/electro artist called Jan Tomas. It's mesmerizing when you're hanging around like a zombie and everyone around is also too, hanging around like a zombie while being hypnotized by his music. Awesome.
start in the day. After that I went to the open stage where an emoviolence/shoegaze kind of a band played. Unfortunately it was the open stage time slot, so I just don't know who it was. If anyone can help me out: It was on saturday, between 16 and 17 o'clock. Thank you. As you may know I hardly go to hardcore shows anymore. I mean, "real" hardcore shows with moshpits and stagedives. The most "new" bands kinda bore me. But

Sunday (29th of July)

Primitive Life very really awesome and well... primitive as hell. Way more punk then the last hardcore band I've seen (I mean Spirit Crusher). Loved it. Schwach were pretty okay. I guess they have to release some songs in english, because it feels kinda strange travelling to Czech Republic and seeing a band singing only in german, while being surrounded by Germans. That's really weird. Also don't be so nervous and learn some more english, dude. We The Heathens - awkward as fuck. I don't get it, honestly. I liked the set of Ancst way more then the last time I saw them - a couple of years ago in Karlsruhe. As I recall it, they didn't have a drummer back in the day. Good, leftist Black Metal which isn't just "Crust with some black metal edge", really. Some time after that Days N Daze played. I just can't get it. Why? Why do they have to play on the main stage? They belong in a club or some muddy backyard in Redneckville.

Darkthrone Discography: Under A Funeral Moon (1993)

Ich habe beschloßen, Darkthrone hier mit reinzunehmen weil sie für mich zu einer der abwechslungsreicheren Sorte Bands im norwegischen Black Metal gehören. Außerdem übten sie nicht nur Einfluss auf BM-Bands sondern auch andere Genres. Falls ihr euch für das Death-Metal-Debüt "Soulside Journey" interessiert, so klickt hier. Für den BM-Nachfolger "A Blaze Under A hier entlang.
Northern Sky" geht es

Für Neulinge des Genres klingt "Under A Funeral Moon" wohl genauso wie der Vorgänger. Allerdings würde ich an dieser Stelle auf die Kurzweiligkeit der Stücke als auch auf die allgemeine Atmosphäre achten. Die Songs sind wesentlich kürzer und der Aspekt "aufgenommen mit einer Kartoffel" wesentlich höher. Anstelle von 7-8 Minuten Spiellänge gibt es hier maximal 4 Minuten pro Song. Es geht direkt los, ohne irgendein Intro. Wo man auf "A Blaze Under A Northern Sky" noch etwas Bezug auf die Death-Metal-Wurzeln raushören konnte, ist das hier wesentlich primitiver, stumpfer und durchaus auch punkiger. Ich finds durchaus genießbar, auch wenn es definitiv nicht mein Lieblingsalbum von Darkthrone ist. Bin allerdings der Meinung, dass es damals zu Unrecht verrissen wurde.

Anspieltipps: Natassja in Eternal Sleep, To Walk The Infernal Fields
7/10 Pfandflaschen
Und hier mal der längste Song


Killing Joke Discography: Hosannas From The Basements Of Hell (2006)

Für den selbstbetitelten Vorgänger, klickt hier.

Zwölftes Studioalbum von KJ. Es hat sich nicht unbedingt viel geändert. Naja, insgesamt betrachtet schon. Die Band hört sich komplett anders an als Anfang der 80er Jahre. Hier erwartet uns ein metallischer, jedoch gleichzeitig mechanischer Sound. Hier und da mehr Metal, da mehr Industrial
bei einigen Stücken sogar fast schon reiner EBM. "Lightbringer" ist hierbei mein Highlight. Der Song kracht urplötzlich herein und will einfach nicht enden. Dabei bleiben der Rhythmus und die Melodie die ganze Zeit über vollkommen gleich. Ich finds großartig, habe ehrlich gesagt aber nicht viel dazu zu sagen. Killing Joke schaffen es, immer noch die Stange oben zu halten.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Lightbringer, Hosannas From The Basements Of Hell, This Tribal Antidote

Limp Bizkit Discography: The Unquestionable Truth, Part 1 EP (2005)

Die "The Unquestionable Truth, Part 1"-EP kam zu einer komischen Zeit raus. Wes Borland kehrte
zurück zur Band. Der Drummer John Otto ist hier allerdings nur auf "The Channel" zu hören. An seiner Stelle hört man Sammy Siegler (Civ, Glassjaw u.a.) Die besten Zeiten der Band waren vorbei. Das erste und einzige Borland-lose Album "Results May Vary" war eher nicht so der Bringer. Also wäre es doch eigentlich super einfach mit diesem Brett wieder hochzukommen, oder? Oder? Nein, stattdessen weigert man sich, jegliche Promo für das Ding zu machen und bringt es "im Untergrund" raus. Okay, das Album ist lyrisch gesehen schon eine andere Nummer. Man gibt sich politisch anstelle von persönlich und sichtlich von Rage Against The Machine inspiriert. Weniger Beats und Interludes von DJ Lethal bzw. so gut wie gar keine. Astreines Rapcore-Album. Auch wenn die Texte etwas cringy sind. Wenn ich was über die korrupten da oben hören will, dann greif ich doch lieber zum Original: RATM. Aber sei's drum. Mir gefällts tatsächlich immer noch ziemlich gut.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Propaganda, The Truth, The Channel


Metallica Discography: s/t (The Black Album) (1991)

Okay. Viele sagen, dass das hier wohl der Untergang der Band gewesen ist. Beziehungsweise ihr kompletter Ausverkauf. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann das genau begonnen hat - aber es steht fest dass das selbstbetitelte Album einen ziemlich krassen Wendepunkt darstellt. Am Anfang haben sie reinen Thrash gemacht, bis sie anfingen ihre Songs progressiver und langsamer zu machen. Und urplötzlich hört man relativ kurze und knappe Lieder die verdammt gut ins Ohr gehen und durchaus charttauglich sind.

Das heißt aber nicht, dass das Album schlecht ist. Es ist eben diese Charttauglichkeit die mir daran gefällt. Vielleicht ist das einfach der Weg gewesen, der für Metallica vorbestimmt war, wer weiß? Jedenfalls ist das, zumindest meinen Ohren zufolge, das erste Album dass die typischen "Chyeaah!" und "Hey!"s von Hetfield enthält. Wenn ich mich nicht täusche. Was mich beim Album stutzig macht, ist ob man hier die politische Gesinnung der Band erkennt. Man packt halt die Schlange der Gadsden-Flag aufs (von Pushead entworfene) Cover und hat ein Song namens "Don't Tread On Me" in der Titelliste. Hmmm.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Unforgiven, Enter: Sandman, Holier Than Thou, Sad But True

Donnerstag, 2. August 2018

So isses, Musik!#59

FLUFF FEST 2018 in Rokycany, Czech Republic, Part II (of III)

Allright so at first you should read the first part, after clicking here. The second part is all about the bands I witnessed live on Friday. The third part will focus around the bands who played on Saturday and Sunday.

The very first band I witnessed played on the half-open Tent Stage. Government Flu is definitely not a new band for me, I already reviewed their earlier appearances at the FLUFF Fest. This time, I could only enjoy the last couple of minutes. Sad. Another band who already played at FLUFF at least two times were Swain. I'm in kind of a inner conflict about them. The music great, this grunge vibe really gets me off. They guys seem sympathetic but all in all it is still just a stage performance. So wtf knows if it's real? After their show I went outside the festival gate and straight towards the Psych Tent. There I became a witness of one of the most outstanding performances ever. A band called Iron Steel played. A mixture of Motörhead, Motörhead and I think I also heard some Motörhead and a bit of Hellhammer and Venom. Three guys in Leather Jackets and with long hair playing one awesome riff after another. Fucking awesome. By the way, the Psych Tent is actually it's own Festival. It even has own Merchandise. So if you want to know what acts played this year, just check out this awesome compilation!  After that I went to the main stage to check out Morrow. It's another band from this dude from Fall of Efrafa. Again, we had some violin, growls, etc.... It honestly sucked. It won't be better if you repeat the same shit over and over again. I liked Zahrada, who played the Tent Stage afterwards. Reminded me of the best elements of Indie Music. The last band on friday (at least for me) were Taste The Floor. I noticed before that I actually saw them live before. I think it was almost 8 years ago at the Paranoya Festival in Dresden. They were the only hardcore punk band along all the crust and grind bands. They were pretty unusual for me at that time. But I liked them. And this time I still did. Check them out!


Allright, so enough about Fluff. You'll read about the other bands next week. Thanks a lot.

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ОСТБЛОК: БАТЮШКА

Okay, wir hatten die Rubrik hier glaube ich schon etwas länger nicht. Daher fackele ich nicht lange und zeige euch, falls ihr sie noch nicht kanntet, eine Band die in letzter Zeit dauerhaft bei mir routiert. Sie kommen übrigens aus Polen. Deswegen passen sie auch so gut in die Ostblock-Rubrik. Batjuschka (so wird der Name übrigens richtig ausgesprochen) bestehen aus Kristofor, Martin und Warfolomej. Im Gegensatz zu vielen anderen Black Metal Bands beschäftigen sie sich nicht mit Satan sondern greifen Themen der russisch-orthodoxen Kirche auf. Deswegen singen sie auch nicht auf polnisch sondern in altkirchenslawisch. Die Mischung ist etwas ungewohnt - es ist quasi BM mit Kirchengesängen. Hier mal ein Live-Auftritt:


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Killing Joke Discography: Democracy (1996)

Ich halte mich tatsächlich sehr kurz. "Democracy" ist das mittlerweile zehnte Album von KJ und obwohl das quasi eine Art Jubiläum und somit ein richtiger Banger sein sollte ist es nicht der Fall. Ich
finde das Album ziemlich ausgelutscht und langatmig. Es macht mir so gut wie gar keinen Spaß das in Dauerschleife anzuhören. So wirklich gar nicht. Bis auf den Titeltrack und "Intellect" finde ich nichts was wirklich hängen bleibt bei mir. Zum Glück weiß ich wie es weiter geht. Killing Joke werden mit ihrem gleichnamigen elften Album zurückkehren und alles zerbersten. Und wie es weiter geht, könnt ihr hier nachlesen.

5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Democracy, Intellect


Limp Bizkit Discography: Results May Vary (2003)

Puh. Das ist ein echt harter Brocken.

"Results May Vary" ist zu einer sehr schweren Zeit entstanden. Wes Borland verließ die Band und man verbrachte die Zeit mit der Suche nach einem neuen Gitarristen. Außerdem kam das Remix-Album "New Old Songs" raus. Der neue Typ der an seine Stelle dann schlußendlich getreten ist, war Mike Smith. Früher bei "Snot" tätig. Der Sound hat sich dementsprechend auch verändert, es ist auch weniger experimentell...  Stilistisch erinnert es mich an so Alternative Rock Bands aus den 90ern oder eher an den Abklatsch davon. RMV ist deutlich depressiver als die restlichen Alben. Es
thematisiert Sachen wie Verlust, Depression, Mobbing, Selbstreflexion usw. Deswegen ist hier auch wenig Platz für ein ständiges "motherfucker". Solche Songs wie auf "Chocolate Starfish..." (und dergleichen) kann man an einer Hand abzählen. Der Rest ist ziemlich pathetisches, gitarrensololastiges Zeug. Dazu kommt aber das obligatorische Hip-Hop-Feature: "Red Light, Green Light" mit Snoop Dogg. Was übrigens gar nicht mal so gut ist. Fred Dursts Part ist sehr cringeworthy. Versteht mich nicht falsch. Ich mag die wenigen Rapcore-Sachen hier drauf und tatsächlich auch ein paar der melodischeren Songs. Aber insgesamt ist das Album sehr schwer anzuhören. Es zieht sich wie ein Kaugummi. Außerdem cringe ich innerlich wenn ich daran denke, dass Fred Durst "Eat You Alive" über Britney Spears geschrieben hat.

5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Re-Entry, Gimme The Mic, Underneath The Gun, Eat You Alive, Almost Over


Metallica Discography: ...And Justice For All (1988)

Interessant. In diesem Beitrag ist es schon das zweite Album einer Band, die mit einer neuen Besetzung weitermacht. "....And Justice For All" ist Metallicas erstes Album ohne Originalbassist Cliff Burton, der bei einem Busunfall starb. An seiner Stelle tritt Jason Newsted der während seiner Mitgliedschaft für immer der "neue" bleibt.

Für mich und auch viele andere Fans des alten Metallica-Sounds ist hiermit Schluß mit Thrash Metal. Metallica ballern nicht mehr (na gut, schon irgendwo) und liefern stattdessen viel komplexeren Sound. Sehr lange Songs mit vielen Zwischenparts. Außerdem hält man an der Idee des Konzeptalbums fest. "...And Justice For All" behandelt unter anderen Ungerechtigkeiten auf der Welt, weshalb auch der zynische Titel, der aus dem us-amerikanischem Slogan "Liberty and justice for all" stammt. "Blackened" handelt vom Atomkrieg bzw. der Zeit danach, "One" ist generell ein Anti-Kriegslied, während "The Shortest Straw" von Menschen handelt die aufgrund ihrer Ansichten bspw. der politischen Einstellung auf Listen gesetzt wurden. Inspiriert von den Ereignissen in der McCarthy-Ära (siehe Kommunistenhatz in den USA usw. usf.).

Auch wenn hier einige Klassiker drauf sind, ist es von den vier "Early Metallica"-Alben, eins das ich am allerwenigsten mag. Es ist mir stellenweise zu komplex. Außerdem pisst mich an, dass einfach GAR KEIN Bass zu hören ist. Newsted Spur wurde quasi komplett ausgelöscht. Es stört total, sodass ich die Aufnahme nicht komplett genießen kann.

Anspieltips: One, Blackened, ...And Justice For All
7/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 12. Juli 2018

So isses, Musik!#58

Spastic Fantastic Fest am 29.06.2018 im FZW, Dortmund

Ja, ich weiß. Es kommt bisschen spät. Allerdings hatte ich nach dem Konzert extrem wenig Zeit dafür gehabt. Also kommt es jetzt. Als allererstes möchte ich kundgeben, dass es mich sehr gefreut hat dass mein Jenaer Compagnon Phil Th. Pig zu Besuch kam und mit mir gemeinsam diese ganzen Bands angeguckt hat. Außerdem hat er gar nicht geschnarcht. Anyways, wie war das Konzert so?

Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht mehr so sicher ob wir uns Organa und Ken Hetzen angeguckt haben. Meiner Erinnerung zufolge waren wir damit beschäftigt zu einer Sparkasse und zu einem REWE zu gehen. Jedenfalls war, meines Erachtens die erste Band die wir uns angeguckt haben MIST. Knüppelnder Hardcore Punk, eher alte Schule. Ich find's ziemlich gut. Phil war glaub ich eher gelangweilt. An Complete Loss kann ich mich irgendwie gar nicht erinnern. Wahrscheinlich mussten wir uns über allerlei wichtige Dinge unterhalten, schließlich hat man sich lange nicht gesehen. Jedenfalls waren als nächstes Sects Tape dran, die irgendwas mit Surf Punk in der Bandbeschreibung hatten. Allerdings habe ich mir noch gar nichts von angehört und war dementsprechend mehr als überrascht als ich den "Keller" des FZW betrat und dann diese Leute mit diesen Ku-Klux-Klan-Hauben auf der Bühne sah. Oder Zwerg-Mützen. Oder keine Ahnung. Jedenfalls, hatte es was sektenmäßiges und dann ist mir auch der Name eingeleuchtet. Stilistich erinnerte es mich an eine tausendfach wiederholte Melodie von Dead Kennedys' "Holiday In Cambodia". Und halt noch mehr Surfgitarren. Fand ich richtig richtig. gut. Gerne wieder! Ach und sehr gutes Cover von Agent Oranges "Bloodstains". Teenage Bubblegums hab zumindest ich leider komplett verpasst, was ich im Nachhinein sehr schade fand. REIZ finde ich verdammt noch mal sehr gut. Habe schon seit längerem diese Art von Musik nicht mehr gehört: irgendwie Punk von Typen in langweiligen Klamotten die viel zu viel auf der Bühne abzappeln und zynische Texte von sich geben. Klingt verdammt gut! Und sie bringen ein deutschsprachiges Cover von einen Misfits-Song, der mir leider entfallen ist. Ich glaub, das war "Hollywood Babylon". Danach: Sad Neutrino Bitches, Ich war ja früher mehr bewanderten in diesen ganzen Genres: Garage, Proto-Punk. Gruppen wie The Sonics oder so. Mittlerweile juckt mich das eher nicht. Trotzdem gefällt mir immer noch was ich höre und sehe. Ziemlich locker und ungezwungen. Allerdings bin ich da schon müde und hab leichte Kopfschmerzen, sodass ich mir das ganze von draußen - vom "Strand" des FZW angucke. Und plötzlich prostet mir jemand total nett zu, kommt raus und fragt warum ich denn so draußen rumstehe. Man einigte sich ziemlich schnell dass man halt nicht mehr jünger wird und es manchmal ziemlich anstrengend ist. Vielen Dank, das war sehr aufbauend! :D Als nächstes: Dismalfucker. Eine crustige Band die eher gar nicht zum Line-Up passt, aber gerade deswegen finde ich das gut und abwechslungsreich. Und hey, so gut wie überall wo dieser bärtige Typ mit Mütze spielt ist das musikalische Produkt sehr sehr hörbar. Also vertrau ich einfach meinem sechsten Sinn und mache das in Zukunft auch weiterhin so: Wenn ich den Typen von Nervous Breakdown, Svffer und und und auf der Bühne sehe, dann weiß ich dass es gut wird. Habe ich mir Shitty Life angeguckt? Weiß ich nicht. Aber egal, denn Dean Dirg haben gegen Ende alles professionell zerberstet. Das ganze Set locker aus dem Ärmel geschüttelt. Dazu noch diese Wolle-Petry-Frisur und dieser silberne Handschuh von Doph. Ich werde nostalgisch und erinnere mich wie ich sie damals in der Hackerei in Karlsruhe nicht angucken konnte, weil zu spät gekommen. Das Fenster ließ sich auch nicht öffnen, sodass wir hätten einsteigen können. Anyways. Immer und immer wieder gerne. Spastic Fantastic ist ein großartiges Label. Kauft deren Sachen. Unterstützt die Bands. Bittedanke.



Killing Joke Discography: Pandemonium (1994)

Neuntes Album von KJ, rausgebracht nach einer vierjährigen Pause. Die Band scheint vollkommen in den "neuen" Industrial-Sound aufzugehen. Man benutzt eine Vielzahl an Instrumenten. Neben den gängigen Gitarren kommen auch noch Streicher, Synthesizers und ein Haufen an Loops vor. Darüber hinaus ist das Album eindeutig von arabischer Musik geprägt. Man hört die typischen Melodien
beinahe in jedem Song heraus.

Außerdem ist es im Gegensatz zu den Vorgängern weniger politisch und beschäftigt stattdessen mit verschiedenen Aspekten des Lebens. Ich finde es ist auf eine Art intensiver als "Extremities..." weil es nicht so die übermäßigen Krachersongs hat, die mit viel Bass und Wumms daherkommen. Trotzdem sehr einprägsam. Man merkt auch, dass Jaz Colemans Stimme immer rauer wird. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Communion, Pandemonium, Black Moon, Labyrinth


Limp Bizkit Discography: Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavoured Water (2000)

Alles klar, wir starten eine neue Discography. Falls ihr euch interessiert was ich zum ersten Album "Three Dollar Bill Y'all" zu sagen habe, so klickt hier. Um zum zweiten Album "Significant Other" zu gelangen, gehts hier entlang.

Das hier ist das dritte Werk der Band und ich glaube damit haben sie ihren Höhepunkt erreicht. Waren sie noch auf dem Debüt ziemlich rau und fast schon hardcore punk wurde das auf "Significant Other" relativ massentauglich umgesetzt. "Chocolate Starfish..." (was nicht nur der selbstgewählte Spitzname Dursts ist sondern auch eine Umschreibung für "Arschloch") ist eine Mischung aus beiden. Es gibt Songs wie "Hot Dog" (dass 48 Mal das Wort "Fuck" beinhaltet und eine Art Diss
gegen Trent Reznor ist und nebenbei ein Paar Zitate von Nine Inch Nails aufweist), "Boiler", "Full Nelson" die teils so vulgär und brutal sind, dass sie eigentlich nicht in die Charts gehören. Andererseits dann so Klassiker wie "Rollin'", "My Way" oder das XZibit-Feature "Getcha Groove On", die LB von ihrer massentauglicheren Seite zeigen.

Ich finde, dass dieses Album von den ersten drei Alben (wobei das Debüt natürlich unschlagbar ist) das Beste ist. Teilweise hört man das Recycling schon heraus. Es gibt Songs die schlicht und einfach das zweite "Break Stuff" oder das zweite "Re-Arranged" sind. Trotzdem sind sie hier musikalisch auf der Höhe und irgendwo auch lyriktechnisch. Auch wenns um die typischen Themen geht: Das Geld,d de Ruhm, der Umgang damit, "angry white boy shit", "another crazy motherfucker livin' it up, livin' life in the fast lane"... Ich glaube, es wird hart sein das zu übertrumpfen. Und ich glaube, dass der Nachfolger "Results May Vary" gar nicht mal so geil war.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Hot Dog, My Generation, Livin' It Up, Getcha Groove On, Rollin', Boiler


Metallica Discography: Master of Puppets (1986)

Das letzte Album mit Cliff Burton am Bass.

"Master of Puppets" ist ein Konzeptalbum, welches stilistisch dem Vorgänger "Ride The Lightning" ziemlich ähnlich ist. Damit meine ich die Anordnung der Songs. Es beginnt mit einem Akkustikintro, hat einen sehr starken Mittelteil und endet mit einem Instrumentalstück. Inhaltlich geht es um
Menschen, die nicht Herr ihrer Lage und abhängig von anderen sind bzw. auch von ihren Umständen. Sie sind sozusagen Marionetten (Puppets), die unter der Kontrolle eines großen Puppenspielers (Master) sind. Und ja, auch wenn auf dem Albumcover ein Soldatenhelm auf den Kreuz zu sehen ist geht es im Titeltrack nicht darum, sondern um Drogenabhängigkeit. "Disposable Heroes" hingegen handelt von Soldaten als Kanonenfutter. Weiterhin gibt es einen weiteren Song der auf Werken von H.P. Lovecraft basiert: "The Thing That Should Not Be", wobei der andere "The Call of Ktulu" auf "Ride The Lightning" ist. Das beste Lied ist finde ich (neben dem Titeltrack natürlich) "Welcome Home (Sanitarium)", dass Geisteskrankheiten thematisiert.

Ich finde, dass das hier ein schöner Abschluss einer Art Ära ist. Nach dem Tode Burtons waren Metallica nicht mehr dieselben. Die ersten drei Alben sind so ziemlich das kreativste was sie jemals gemacht haben. Klar, ich mag den Nachfolger auch sehr gerne allerdings merkt man da schon in welche Richtung es später gehen wird.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Master of Puppets, Battery, Welcome Home(Sanitarium), Damage Inc.

Mittwoch, 4. Juli 2018

So isses, Musik!#57

Killing Joke Discography: Extremities, Dirt and Various Repressed Emotions (1990)

Mittlerweile achtes Killing-Joke-Album. Hierauf kommen sie weg von dem Synthpop-Sound der ihnen auf "Outside The Gate" wahrscheinlich schon einige hörer vergrault hat. Stattdessen orientieren sie an einem gitarrenlastigeren Sound.

KJ klingen hier wie eine Band die sich an neueren Industrial-Rock-Sounds orientiert. Klar, natürlich bleiben sie irgendwo immer noch genauso melodisch wie bspw früher bei "Love Like Blood", allerdings merkt man dass Jaz Colemans Stimme hier und da doch ein Bisschen kaputter klingt. Interessant ist dabei, der eindeutige Ministry-Einfluss. Die wiederum selbst wenigstens ein Bisschen von frühen Killing Joke beeinflusst wurden.

Deutlich mechanischer und kantiger. Mindestens genauso sozialkritisch wie vorher auch. Hier aber definitiv härter und rockiger.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Money Is Not Our God, Age Of Greed, Extremities, Solitude



Metallica Discography: Kill Em All (1983)

Okay. Da wir hier Marilyn Mansons Discography zu Ende geballert haben und Eminem nur ein neues Album rausgebracht hatte (dass ich letztes Mal schon reviewt hab) geht es an dieser Stelle mit einer neuen Disco weiter. Und nächste Woche, wenn wir mit Rob Zombie endgültig fertigsind, kommt an seiner Stelle auch etwas neues. Mal sehen!

"Kill 'Em All" ist Metallicas Erstling und es zählt wohl zu den besten, primitivsten und abgefahrendsten Metal-Alben. Warum? Nun: Metallica sind hier noch keine napster-jagenden Millionäre. Es sind pickelige Rotzlöffel, die einfach nur so hart thrashen möchten wie es nur geht. James Hetfields Gesang ist hier noch nicht so ausgereift. Aber das reicht aus. Es bleibt nämlich alles hängen. Sowohl von den nicht enden wollenden Riffs als auch von den Texten über die vier Ritter der Apokalypse ("Four Hoursemen") oder übers bloße Kaputtmachen von jemanden ("Seek and Destroy"). Das ist einfach nur Wahnsinn. Das ist auf mehreren Ebenen so produktiv und destruktiv zugleich. Ein unglaublich kreatives, brutales und primitives Album. Erstes Album einer Thrash/Speed Metal Band. Man könnte fast sagen, ich empfehle alles darauf, aber ich beschränke mich doch auf ein paar Anspieltipps:

Whiplash, Seek and Destroy, Hit The Lights, Four Horsemen, Jump In The Fire
9,5/10 Pfandflaschen



Rob Zombie Discography: The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser (2016)

Ach du Scheiße. Was für ein Albumtitel. Es ist aber nicht das einzige was lang ist. Beinahe jeder Songtitel übertreibt einfach übelst. Aber wir kennen das ja auch von Rob, von daher ist alles gut.

Ich übertreibe an dieser Stelle mal nicht: Es ist ein typisches Rob Zombie Album. Guter Sound. Eine Mischung aus Industrial-mäßigen Beats, Horrorfilmzitaten und Anleihen an 70s Hard Rock.
"Everybody's Fucking In A UFO" klingt übrigens wie Primus. Es ist ein Kopfnicker-Album. Schön groovy, wie sonstige Werke von Herrn Z. auch. Ich weiß allerdings nicht ob es gut ist, dass er sich nicht darüber hinaus bewegt. Schließlich kann ich ihn mir in einer anderen musikalischen Rolle nicht vorstellen. Naja, hoffentlich lässt er sich fürs nächste Album ordentlich Zeit und kommt noch mal mit geballter Power zurück. Denn beim nächsten Album erwarte ich nicht noch ein Klon, bitteschön.

Anspieltipps: Well, Everybody's Fucking In A UFO, The Life And Times Of A Teenage Rock God, The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore

8/10 Pfandflaschen

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100 Greatest Metal Songs by MJ7 von rateyourmusic.com

Damit es mal klargestellt wird: Das hier ist keine hochoffizielle Liste aus irgendener Musikzeitschrift. Irgendjemand von rateyourmusic.com hat sie erstellt. Und ich werde jeden Song nach und nach reviewen, so wie er schwarz auf weiß steht.

95. "Nightfall" von Blind Guardian aus "Nightfall in Middle-Earth" (1998)

Der Song hat es am Anfang noch ziemlich schwer gehabt. Ich mag zwar einige sachen von Maiden und Priest aber insgesamt ist diese Art von Metal einfach nichts für mich. Stehe halt nicht auf opernhafte Stimmen und so. Besonders im Zusammenhang mit der Art von Metal. Das Intro hat mich schon ziemlich genervt, genauer gesagt das ähem "Gedudel" und die Stimme. Aber schon kurz darauf wird der Song richtig richtig episch. Das hervorragende "Niiiiiiiighhht-faaaaaaalll" bleibt verdammt noch mal hängen. Es ist so richtig harmonisch und macht nahezu gute Laune. Irgendwie gefällts mir.

8/10 Pfandflaschen


94. "Solitude" von Cadlemass aus "Epicus Doomicus Metallicus" (1986)

Candlemass hatten wir schon mal zu Gast und zwar hier. "Solitude" klingt ebenfalls richtig episch, aber auf eine andere Art. Hier habe ich allerdings überhaupt nicht gegen die Stimme, obwohl sie ebenfalls sehr opernhaft ist. Bin der Meinung, dass sie sehr zu der Untergangsstimmung und der Wehleidigkeit des Textes passt. Aber dafür muss man gut zuhören, sonst würde man das ganze als einen recht positiven Song abstempeln.

8/10 Pfandflaschen


93. "Over The Wall" von Testament aus "The Legacy" (1987)

Ich bin ja eigentlich n Fan von ziemlich vielen Sachen aus Ecken wie Thrash/Death/Black Metal. Und selbstverständlich kenne ich auch Testament. Ich kann mit dem Song hier allerdings nicht wirklich viel anfangen. Ich mein, es stimmt quasi alles was stimmen sollte. Es ist ein simpler Thrash-Song. Allerdings reißt es mich nicht vom Hocker.

5/10 Pfandflaschen


92. "Tornado Of Souls" von Megadeth aus "Rust in Peace" (1990)

Steinigt mich. Ich bin kein großer Fan von Megadeth und komme aber auch nicht aus irgendeinem "feindlichen" Lager. Weder von Metallica, noch von Anthrax noch von Slayer oder was weiß ich. Mich interessiert das ganze nicht wirklich. Ich finde Dave Mustaines Stimme hier wirklich besonders fürchterlich. Außerdem höre ich ständig ein "TOMATO of souls" und kann das nicht weghören. Nee. Sorry.

5/10 Pfandflaschen


Dienstag, 12. Juni 2018

So isses, Musik!#56

ОСТБЛОК: Włochaty

Hallo und hässlich willkommen bei "So isses, Musik!" Über die nächste Band in der Subrubrik "Ostblock" weiß ich leider nicht so viel Bescheid. Ihr Name bedeutet auf Deutsch sowas wie "der Haarige", sie machen Anarchopunk und es gibt sie seit 1987. Textlich wurden sie anfangs massiv von den Urgesteinen des Genres, Conflict beeinflusst, entwickelten aber später ihren eigenen Stil. Sie behandelten solche Themen wie Konsumkritik, Ökokram und Homophobie. Sie griffen natürlich auch zu solchen Mitteln wie Spoken-Word-Passagen und Samples aus Film und Fernsehen. Wie Crass und Conflict eben auch.








Eminem Discography: Revival (2017)

Awkay, da die Discographie des einen ursprünglichen Bad Boys der Musikindustrie, Marilyn Manson, nun erstmal zu Ende ist widmen wir uns einen anderen Bad Boy zu, der letztes Jahr tatsächlich noch ein neues Album rausgebracht hat. "Revival" ist Eminems mittlerweile neuntes Album und es erntete von Musikmedien größtenteils durchschnittliche bis vernichtende Kritiken. Der Meinung kann ich mich definitiv nicht anschließen, also dass das Album einfach nur für die Tonne ist, allerdings kriegt es definitiv keine volle Punktzahl. Wie es mittlerweile bekannt ist, ist Eminem
nicht mehr derselbe wie früher. Keine Drogen mehr, kein Slim Shady mehr, kein sinnloses Abschlachten von Gegnern wie die Popmusik in seinen Songs. Stattdessen gibt es Collabos mit Größen wie P!nk oder Beyoncé. Der Mann ist mit 45 Jahren an dem Punkt im Leben angekommen, an welchen er viel über vergangenes sinniert. Beispielsweise darüber, dass er für seine Tochter zwar ein guter Dad war, für seine Ex-Ehefrau aber ein beschissener Ehemann ("Bad Husband"). "Castle" richtet sich direkt an seine Tochter und zitiert drei Briefe die er in drei verschiedenen Jahren an sie gerichtet hat. Andererseits geht es in "Untouchable" politisch zu, Marshall Mathers redet hier über Polizeigewalt und Rassismus. In "Remind Me" geht es um einen Typen der sich in eine Frau verknallt hat, weil sie ihn an sich selbst erinnert. Dafür verwurstet Em den Klassiker "I Love Rock and Roll" sodass es erklingt "I love YOU cause you remind of ME (yeah, me!)". Generell ist hier relativ viel Gitarre zu hören. "Untouchable" samplet den Cheech-and-Chong-Klassiker "Earache My Eye", "In Your Head" hingegen "Zombie" von den Cranberries. Im Großen und Ganzen ein Mix aus neuen und alten Sachen. Technisch ganz vorne, allerdings oft verdammt eintönig und mechanisch. Wie ein Roboter. Anyways, einen Grammy kriegt das Album von mir nicht, jedoch ist es definitiv nicht sein schlechtestes. Diesen Orden hat sich leider "Encore" verdient.

6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Remind Me, Untouchable, In Your Head, Chloraseptic



Killing Joke Discography: Outside The Gate (1988)

Mittlerweile siebtes Album von KJ, welches ebenso wie der Vorgänger keine allzuguten Kritiken abbekommen hat. Allem Anschein nach sollte das Ding ursprünglich als Jaz Colemans (Sänger) Solo-Album erscheinen. Jedoch gab es Druck vom Label etc. pp. Der Grund warum "Outside The Gate" so mies ankam, war dass Killing Joke sich musikalisch dem Mainstream geöffnet haben. Hier
hören sie nämlich noch eine Ecke mehr nach New Wave/Romantic an. Es sind noch mehr Synthesizer zu hören als Gitarren. Außerdem schaffen sie eine relativ merkwürdige und gewöhnungsbedürftige orchestrale Atmosphäre. Es klingt einfach wie eine komplett andere Band. Nichtsdestotrotz schafft das Album wie ein großartiges Best-Of aus den 80ern zu klingen. Mir gefällt das und ich bin gespannt wie es weiter geht.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: America, My Love For This Country


Rob Zombie Discography: Venomous Rat Regeneration Vendor (2013)

Ich finde es immer ziemlich schwer, die Bands und Künstler zu reviewen die von ihrer Art her halbwegs gleich (und stabil) bleiben. Finde, es geht nicht, jedes Mal einen halben Roman als Review zu schreiben. Aber ich versuchs. Schon wieder hat RZ einen unglaublich abgedrehten Albumtitel
gewählt. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was das wirklich bedeuten soll. Im Großen und Ganzen bewegt man sich auf der selben Schiene wie vor 20 Jahren auch. Songnamen wie "Teenage Nosferatu Pussy", "White Trash Freaks", "Lucifer Rising" sprechen für sich und sind quasi Rob-Zombie-Standard. Man bleibt beim alten: Gitarrensoli, Samples aus alten Horrorfilmen. Zombie und seine Band (bestehend unter anderem aus John 5 und Ginger Fish) machen erstaunlich radiotaugliche, Horror-Rock-Musik. So viel verdammten Groove der einige Tracks verdammt noch mal sehr tanzbar macht. Nagut, einige Ausnahmen gibt es doch: "Rock and Roll (In A Black Hole)" klingt selbst für Zombie-Standards sehr experimentell und minimalistisch. Das Grand-Funk-Railroad-Cover von "We're An American Band" bockt auch ordentlich. Ich finds ziemlich gut, aber wenn es so weiter geht, dann brauch ich mir kein neues Zombie-Album holen.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dead City Radio And The New Gods Of Supertown, Ging Gang Gong De Do Gong De Laga Raga, We're An American Band

Dienstag, 5. Juni 2018

So isses, Musik!#55

100 Greatest Metal Songs von rateyourmusic.com (made by MJ), Teil 1

Okay, ich hab mir letzens überlegt dass es hier auch sowas wie "100 beste Songs blabla" vorkommen könnte, da es schon die "101 Sci-Fi Filme" und "101 Horrorfilme" gab. Also warum nicht was mit Musik? Und da ich relativ unkreativ bin, dachte ich mir ich kaue die "100 Greatest Metal Songs" die irgendjemand auf rateyourmusic.com veröffentlich hat. Ich finde, es ist eine andere Sache einzelne Songs als Alben zu reviewen. Natürlich könnt ihr euch auch selbst spoilern und nachgucken oder aber ihr wartet ganz geduldig. Hier sind schon die Plätze 100 bis 96.

100. Black Sabbath - "Fairies Wear Boots" aus "Paranoid" (1970)

Falls ihr euch daran erinnern könnt: Ich habe vor Ewigkeiten das entsprechende Album reviewt.

"Fairies Wear Boots" ist ein ziemlich trippiges Lied. Darin besingt Ozzy Osbourne wie er Nachts aus seinem Fenster geguckt hat und sich erschrocken hat. Denn, nun ja was er sah war sehr ungewohnt. Mehrere kleine Feen tanzten mit einem Zwerg. Und sie trugen dabei Stiefel. Der Text ist ziemlich schlicht gehalten und in den sechs Minuten hört man verhältnismäßig wenig davon. Außerdem ist er ziemlich repetitiv. Ich finde es passt wunderbar als Abschluss auf dieser Liste (wenn man sich die Songs andersrum anhören würde) als auch natürlich auf ein Albumende. Ein ziemlich langsamer, hypnotischer Song der von einem offensichtlich durch psychoaktive Drogen herbeiführten Ereignis handelt und schließlich einfach ausblendet. Passt wunderbar ans Ende von "Paranoid".

8,5/10 Pfandflaschen


99. Metallica - "Battery" aus "Master of Puppets" (1986)

"Battery" ist der Opener von "Master of Puppets" und gehört zu den meistgespielten Songs von Metallica. Das Lied fängt ebenfalls wie der Opener von "Ride The Lightning" ("Fight Fire With Fire") mit einem Akustikpart nur um paar Sekunden später zu einem Thrasher zu werden. Es geht darin um das Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinschaft innerhalb der Thrash-Metal-Szene von San Francisco. Es heißt unter anderem "Cannot kill the family, battery is found in me". Im Gegenzug zu den anderen Songs auf "Master of Puppets" ist das eigentlich ein ziemlich positiver.

8/10 Pfandflaschen


98. Morbid Angel - "Chapel of Ghouls" aus "Altars of Madness" (1989)

Falls ihr euch für das Review zu "Altars of Madness" interessiert, so klickt hier.

In "Chapel of Ghouls" besingen MA einen gewalttätigen Vorfall in einer Kirche. Dämonen greifen das Gotteshaus an, drehen das Kreuz um und verprügeln den Priester. ES BALLERT EINFACH.


Demons attack with hate
Satan in the fires of hell awaits
Death against you all
God hear my death call

8,5/10 Pfandflaschen



97. Judas Priest - "Exciter" aus "Stained Class" (1978)

Okay, ich bin jetzt kein großer Priest-Fan, allerdings taugte mir in der Vergangenheit das Album "British Steel" doch ziemlich. "Exciter" ist der Opener von "Stained Class" und taugt mir persönlich so überhaupt nicht. Wenig druck, ziemlich viel Falsetto. Die Gitarre hört sich an wie ein Soundtrack zu einem alten NES-Spiel. Ich bin von Priest definitiv besseres gewöhnt. Steinigt mich.

4/10 Pfandflaschen


96. Burzum - "Jesu Død" aus "Filosofem" (1996)

Bevor hier irgendjemand den Schlaumeier raushängen lassen will: Ja, ich weiß ganz genau was für ein Mensch hinter dieser Musik steckt und ja ich genieße seine Musik liebend gern, raubkopiert auf YouTube damit seine dämliche neuheidnische Fresse keine Kohle von mir bekommt.

"Jesu Død" ist ein fast neunminütiger Track auf Burzums dritten Album "Filosofem" welches vor Varg Vikernes' mörderischen Eskapaden aufgenommen und dann später während seines Knastaufhenthaltes veröffentlicht wurde. Oder so ähnlich. Jedenfalls hat der Song alles was typisch Burzum ist. Einen Songtext über Schattengestalten auf Norwegisch. Gesang der durch einen uralten Headset aufgenommen wurde. Mehrere lang andauernede Riffs, die scheinbar kein Ende nehmen. Und ein Doublebass was einfach hypnotisierend ist. Es endet einfach gar nicht und könnte meinetwegen auch am Liebsten gar nicht enden. So einfach, so primitiv und so gut. Und dann endet es, ganz abrupt, ohne Vorwarnung.

8/10 Pfandflaschen


Killing Joke Discography: Brighter Than A Thousand Suns (1986)

Hm, manchmal ist es schwierig irgendwas zu irgendeinem Album zu schreiben, weil sie sich im Laufe einer Discography ziemlich ähneln. So war es im Fall von Killing Joke. Diesmal kann ich aber tatsächlich etwas produktives loswerden. "Brighter Than A Thousand Suns" ist Killing Jokes sechstes
Album und erschienen nach dem kommerziell ziemlich erfolgreichen "Night Time". Man munkelte, dass aufgrund des Drucks, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen, die Band ihren Sound dem Mainstream noch mehr angepasst hat und deswegen das Album so klingt wie es klingt. Hier ist nämlich nichts mehr Industrial zu hören. Es ist ein sehr sehr softes Synthpop-Ding und wurde von Kritikern nicht gerade positiv aufgenommen. Ich hingegen, als Freund solcher Klänge kann dem nur Gutes abgewinnen. Klar, es ist eine eindeutige Abkehr vom vorherigen Sound. Man hört wenig Gitarre und viel mehr Keyboards, dafür ist Jaz Colemans sauberer wie bisher noch gar nicht. Tanzbarer gehts nicht.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Chessboards, Sanity, Rubicon


Marilyn Manson Discography: Heaven Upside Down (2017)

Holy Moley. Das ist schon das zehnte Albun von MM und bis dato das letzte. Ergo hören wir an der Stelle mit der Marilyn-Manson-Discography auf und ersetzen sie durch irgendwas anderes. Mal sehen, was da so kommt.

Eins ist klar. Marilyn und seine Truppe erfinden sich und das Rad der Musik nicht neu. Allerdings wagten sie in der Vergangenheit so einige Experimente. Beispielsweise war der Vorgänger "The Pale Emperor" ziemlich blueslastig und langsam. Wobei die letztgenannte Eigenschaft besaßen so gut wie alle MM-Alben in den letzten Paar Jahren. "Heaven Upside Down" verwendet zwar auch den
minimalen Prozentsatz davon und bietet einige langsame Stücke, allerdings besinnt man sich viel eher auf die älteren Alben. Man hat wieder mehr dröhnenden Industrial-Sound, verstörendere Lyrics, Provokation. Allerdings nicht ganz so wild wie früher. Es ist halt wieder die Band denen die Verantwortung für den Littleton-Amoklauf zugeschoben wurde. Nur halt diesmal auf Morphium, nicht auf Speed.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Say 10, Tattoed In Reverse, Blood Honey, We Know Where You Fucking Live



Rob Zombie Discography: Hellbilly Deluxe 2: Noble Jackals, Penny Dreadfuls And The Systemic Dehumanization Of Cool (2010)

Falls ihr euch daran erinnert: Ich habe schon mal das erste "Hellbilly Deluxe" reviewt, und zwar hier. Der zweite Teil geht sowohl inhaltlich als auch musikalisch in eine ähnliche Richtung wie der erste beziehungsweise das zweite Album "The Sinister Urge". Man bewegt sich wieder weg von 70s Rock wie in "Educated Horses" und macht das was man am besten kann. Songtexte über Horror und die "Werewolf Women of the SS" ist gleichzeitig der Name eins Trailers zu einem fiktiven Film der im Zusammenhang mit der Doppelvorstellung von "Planet Terror" und "Death Proof" gezeigt wurde. Die Regie führte natürlich auch Rob Zombie. "The Man Who Laughs" ist ein uralter Horrorfilm, dessen Hauptcharakter offensichtlich die Inspiration für DCs Joker war. Ich habe keine Ahnung wieso Mars Frauen braucht, aber "Mars Needs Women" ist hierauf mein Lieblingslied. Das redneckmäßige "What?" tritt dabei an zweiter Stelle. Solides Ding insgesamt, nur dürfte man das nicht endlos wiederholen, sonst wirds langweilig.
von Horrorfilmen inspiriert wurden. Wieder sind hier Songs dabei die nach Filmen benannt wurden.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Man Who Laughs, Werewolf Women of the SS, What?, Sick Bubblegum, Jesus Frankenstein