Dienstag, 31. Juli 2018

Happenings des Monats: Juli'18

Awkay. Ich war diesen Monat tatsächlich auf ganzen DREI Festivals (um den Mangel an Festival- oder Konzertberichten mal zu kompensieren höhö). Eines davon war das FLUFF Fest, welches ich eigentlich jährlich besuche. Mein letztjähriger Bericht darüber kam auf Englisch raus, weil das Publikum des Festivals nun mal international ist. Deswegen wird es diesmal genau so sein. Also, im Klartext: die ersten zwei Berichte auf Deutsch, der dritte auf Englisch. Und da ich zum FLUFF wie immer erstaunlich viel zu sagen haben wird es der erste von drei Teilen sein. Danke!

YOUTH BRIGADE Festival am 13.07.2018 im FZW, Dortmund

Das war eher ein spontaner Beschluß gewesen. War aber eine ziemlich gute Entscheidung. Fünf € für eine Ficktonne an Bands. Dass manche davon vielleicht nicht so gut waren, geschenkt. Aber alles in allem hat sich das gelohnt.

Ich und mein Genosse Heiko haben uns einen ziemlichen Haufen an Bands angesehen wenn wir denn nicht am Strand vom FZW saßen und an unseren Vaporizern nuckelten. Den Anfang machten die ähem Die Klebenden Pappkaplane. Heilige Scheiße. Ich mein, Deutschpunk ist okay. 80er Jahre Deutschpunk ist okay. 90er Jahre Deutschpunk auch. Aber eine Persiflage an Funpunk/Nix-Gut-Bands ist überhaupt nicht okay. Und genau daran dachte ich. Auch als der Schlagzeuger seine Gummiglatze/Iro-Perücke ausgezogen hat. Sorry, nein. Granulat fand ich dann wesentlich witziger. Ehrlich jetzt. The Sentiments fand ich vom weiten auch ganz okay. Allerdings war ich wirklich zu faul aufzustehen. Die haben sogar einen eigenen Wiki-Eintrag. Plötzlich kam dann dieser Typ mit Akkustikgitarre und fing irgendwann an irgendwas über Waffeln am Stiel zu singen, die es im Dortmunder Hauptbahnhof zu kaufen gibt. Das wusste ich nicht, aber das ist für mich leider auch irrelevant. Jedenfalls fand ich das ziemlich putzig. Er nennt sich selbst Grundhass. Nach einer kurzen Pause traten Schelle an seiner Stelle und waren bis zu diesem Zeitpunkt wohl die beste Band des Abends. Hardcore so mit Punk'N'Roll-Elementen. Fühlte mich an die ganzen skandinaven-bands wie Hellactopters oder Gluecifer erinnert. Mehr als sweet. Irgendwann haben wir uns gedacht, dass es wohl ziemlich langweilig wäre ständig da rumzusitzen oder uns nur eine Bühne zu geben, also begaben wir uns in die große Halle des FZW. Eine myspace-Band namens Sleeping God war auf der Bühne. Und gottverdammte Scheiße, Leute. Warum gibt es euch überhaupt? :D Mit der Musik konnte ich noch was anfangen. Ein Bisschen mehr Übung und dann könnte es anständiger BM werden. Oder Oldschool Death. Sorry, aber nein. Lasst doch wenigstens die cleanen Vocals weg. Damit wäre schon einiges gerettet.

Naja, erstmal wieder zur Kneipenstage und diesen megatollen Künstler anhören: Andrew Paley Zarter, sehr vorsichtiger Wave. Eine wunderschöne Stimme zum Dahinknien. Und nein, egal wer das evtl. meint. Er ist nicht Phil Collins! Und dann kam die Band auf die ich mich am meisten gefreut hab: Affenmesserkampf. Ich habe sie ursprünglich in die "Wir haben einen pseudowitzigen Bandnamen, sind aber scheiße"-Schublade einsortiert. Doch dem war nicht so und genau deswegen habe ich mich darüber gefreut. Es ist nämlich dieser Typ von Tackleberry und den Bullen am Gesang, der so rumläuft als hätte er Rasierklingen unter den Achseln (und soweit ich es rausgefunden hab, unter jeder Achsel eine Rasierklinge tättoowieren hat lassen). Das ist ungefähr genau dasselbe Erlebnis wie bei den Kaput Krauts: verdammt gute, eingängige Musik und dazu eine Band die ihr Publikum offensichtlich trollt. Ich kann mich leider kaum an eine Aussage erinnern. Außer an so Unsinn wie wichtig die Bundeswehr ist und "oh geil, Kieler Woche! Darauf ist immer Verlass!". Wirklich sehr sehr sehr großartig!

Im Anschluss dann: Pöbel MC und Milli Dance. Den letzteren kannte ich schon von Waving The Guns, die ich schon zwei mal (hintereinander) gesehen habe. Was wir den Appetit auf die Crew ziemlich kaputt gemacht hat. Die Pause hat aber gut getan. Ich fand den Auftrit alles andere als schlecht: Rap, der zwar links ist aber wenigstens sowas wie Flow und Qualität vorweisen kann. Zu guter letzt: Kurschatten. Die einzige Band, bei welcher ich getanzt habe. Schließlich weiß man mittlerweile dass guter Darkwave/Postpunk/Wasauchimmer das Leben in mich einhaucht. Hach. Hört sich für mich an als hätte ein gewisser Sänger der Hamburger Schule eine Wave-Band gegründet. Mag mich natürlich auch irren.

PAROOKAVILLE FESTIVAL vom 20.07.-23.07.2018 im Airport Weeze, Weeze

Awkay, ihr fragt euch bestimmt was das hier soll. :D Ich bin nämlich wahrlich kein Freund von massentauglicher elektronischer Musik, also von EDM. Überhaupt nicht. Kurzum: Ich war eigentlich
in erster Linie nicht zum Vergnügen sondern zum Arbeiten da. Und ja, ich habe mich freiwillig gemeldet. Schließlich ist das die optimale Gelegenheit sich bei seinen Arbeitgebern von der besten Seite zu zeigen. Aber ihr werdet hier nicht erfahren, wo ich arbeite. Deswegen gibt es hier auch nichts zum Arbeitsablauf. Ihr dürft aber wissen: Ich habe den "DJ" David Guetta gesehen und es war so ziemlich mittelmäßig. Gar keine Interaktion mit dem Publikum, einfach nur stumpfes Abspielen der eigenen Tracks (die halt größtenteils aus Gesangseinlagen von anderen Künstlern bestanden). Ältere Songs von sich, wie "The World Is Mine" kamen einfach gar nicht vor. Steve Aoki fand ich etwas besseres, wenn auch ähnliche Schiene. Irgendwann wars mir aber eindeutig zuviel, als die ganze Menge auf Kommando hin und her stampfte und ich mir, wenn ich länger geblieben wäre, eine Staubvergiftung geholt hätte. Hardwell fand ich auch nicht schlecht, auch wenn sich dieser eindeutig zu viel mit fremden Federn geschmückt hat. Aber im Grunde genommen, war jedes Set ein Erlebnis, allein aufgrund der Licht- und Feuereffekte. Mein Favorit des ganzen Wochenendes ist tatsächlich dieser Armin Van Buuren.
Hier könnt ihr sein Set von diesem Abend bestaunen.

Jedenfalls: Vielen Dank an alle die dabei waren! Und an die Affen die mit Tokens bezahlen wollten: Leckt mich!

So und ab jetzt wirds international:

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FLUFF FEST 2018 in Rokycany, Czech Republic - PART I (of III)

Allrighty, then.

So, the first part won't be about music at all. Partly, because I missed a lot of good bands... But, also the blog entry would explode like me after eating the world's hottest burrito. So anyways, the first part is all about the organisation, the food, the people etc. The next two parts will be released this and next week. If you want to read about it, just click on the "So isses, Musik!"-Category.

It took me 12 (!!!) hours to arrive at the FLUFF Fest campsite. I wanted to stick to my plan and stick to reliable people who I know. That's why I first traveled to Karlsruhe (6 hours by bus) so that I could be picked up by the darlings Kat and Phil. Who brought me straight to the Czech Republic. And yeah, I also couldn't find anyone who would drive me from the Ruhr Area. Oh and it was the first time for me, since ever that I had to sleep in a tent. Funny though, I noticed that I didn't clean that thing up since the last time... which was four years ago.

It was hot as hell. Probably the shittiest conditions since the dawn of time. The first night in the tent was pretty exhausting. I was that tired that I forgot to put off my clothes, so I woke up in total heat. I tried to still be a human being though and not complain about everything. Also, I hate being unproductive. That's why I showered, brushed my teeth and went to the local Kaufland Store to buy some rolls for breakfast. Only to lay my tired ass in front of the Psych Tent and fall asleep again later. Exactly the same thing happened on the second morning. I slept until some worm crawled up my shoulder.

Actually, I was pretty scared of going there. Since I knew that, probably because of the date change and other circumstances, many people who I knew and would love to see just won't come. I was afraid of being there all alone and being unable to connect with other people. But then I realized: Holy shit, I'm practically alone on this campsite and don't have to rely on anyone. Mostly. I can do whatever the fuck I want. Suddenly it felt much easier to wander around, having a good time and hanging with people. With new people, whom I learned to know in person. Such a good experience.

At this point (in no particular order): Thanks to Ivo and his friends (whose name I mostly don't remember, sorry :/), Henriette, Tim, Mo, Damon, Tobi and Björn for the hangouts. Thanks to Phil and Kat for driving and the accomodation.

There were some novelties. The "Tent stage" was opened up. Probably because of the horrific odor which unfolded mostly after the second day. Now there was only half a tent. It was impossible to shoot decent photos, because of the sunlight. Also it changed the sound. Since aeons it was also the "party tent" for the aftershow party. This time the aftershow party started before the last band on the "Play Fast Or Don't" finished their set. The music was way more quiet than usual, so it wouldn't interfere with the sound on the stage. At least that's what I witnessed. What pissed me off most is the incapability of compilating party music. Mostly it was the same playlist as the years before. And yeah, I like the song but it's not cool listening to "YMCA" twice in ten minutes.

The most important part: The food. Meat loaf and mashed potatoes were a-ok. The Kebab was pretty good and full of fat. The "asian rice with soya meat" was a pretty bad "asian rice with soya meat". But actually it was a pretty good goulash. Anyways, here is some food review:

Beside Bavaria 0%, Birell is probably the best and cheapest non-alcoholic beer which I ever drank in the Czech Republic. Not too mild in taste, but also not too bitter. Just perfect.

Zlatopramen 0,0% Radler Herbal. Unusual, but tasty. A non-alcoholic beer with mint and lemon flavourings.

kofola ostruzina. Kofola is (in)famous among the visitors of the FLUFF Fest. Some of us love the unusual taste, others despise it and call it "Jägermeister without alcohol". This one comes with a taste of blackberry, you won't even notice a single bit of any herbal essences.

Grep Cool nealko: Non-alcoholic beer mixed with grapefruit limonade. Just awesome.

EASY SANDWICH INDICKA: If you're vegan and not speaking any slavic language it may be difficult to find out what's vegan or not. Especially when it comes to local products which only have the ingrendient lists put on them in czech and slovakian. That's why I'm putting that tasty fucker on here: this "Indish Style" sandwich spread from "Easy Sandwich" was just awesome and totally worth the effort of running around the whole Kaufland. Better this than buying that olive paste, like last year.

Some new words I learned on that weekend:

Nackentapete = Mullet
Lutschepietsche = small dick
Sozialporno = a happening which is popular for all the wrong reasons
Gulagdusche = a very cold shower, which is a cold as in the gulag camps in the Soviet Union

Anyways, that's it for the first part. As you can read above, the next two parts will come out this and next week. Thanks for reading. Hail Satan!

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