Donnerstag, 30. Juni 2016

Film der Woche#250: Marvel Cinematic Universe, Phase 2, Teil 1

Oh my glob. Es ist das 250te Filmreview. Was für ein Heidenspaß. Ich werde hier übrigens bald zusammenfassen wieviel Filme ich tatsächlich reviewt habe. Schließlich gabs hier (vor allem in letzter Zeit) sau sau sau viele Marathons und Specials und Double und Triple Features usw. usf.

Achja, Spoilers. Ach und, ich behielt die Originaltitel der Filme, weil ich die deutschen Namen, etwas, naja, scheiße fand. Für den ersten Teil des Marathons, klickt hier.

7. Iron Man 3 (2013)

Mittlerweile dritter Iron-Man-Film. Allerdings spielt er nach den Ereignissen in "Avengers". Deswegen guck ich die ja auch in der Reihenfolge in welcher sie rausgekommen sind. Ist doch logisch.

Als erstes wird sehr weit zurückgeblickt, nämlich ins Jahr 1999. Als Tony Stark auf einer Silvesterparty in der Schweiz die Biologin Maya Hansen (Rebecca Hall) trifft die mit "Extremis" einen weg gefunden hat die menschliche DNS beliebig zu verändern. Kurze Zeit danach versucht ein gewisser Aldrich Killian (Guy Pearce) Tony davon zu überzeugen seine neugegründete Firma zu unterstützen, doch dieser wimmelt ihn ab.

In der Gegenwart wird die Welt von Terroranschlägen eines chinesisch/orientalisch angehauchten Terrormessias namens Mandarin (Ben Kingsley) geplagt. Aldrich Killian hat mit Extremis enormen Erfolg gehabt (und ist äußerlich nicht wiederzuerkennen) und bietet Pepper Potts (immer noch Gwyneth Paltrow) die inzwischen der Kopf von Stark Industries ist an, zusammenzuarbeiten. Pepper sagt "Nein" weil sie befürchtet Extremis könnte als eine Art biologische Waffe missbraucht werden (duh). Tony hat seit den Alien-Anschlägen in "Avengers" Panikattacken ohne Ende und findet Zuflucht in seinen Rüstungen. Die Regierung als auch die Army ergo auch James "Rhody" Rhodes aka War Machine aka Iron Patriot (Don Cheadle) wollen unbedingt den Mandarin finden. Der Bösewicht scheint aber sich im nirgendwo aufzuhalten.

Ich will nicht großartig spoilern, allerdings finde ich es wirklich außergewöhnlich lustg wie man die Figur des Mandarin - die schon immer ein mehr als klischeehafter Bösewicht war - in nur einen Moment so zerstört. Außerdem erinnert mich der Film an "Stirb Langsam", weil Tony Stark quasi fast alleine, nur auf sich gestellt, und mit Knarre durch die Pampa geistert. Außerdem spielt sich die Story an Weihnachten ab. Etwas weniger bummbumm, ein verletzlicher panik-attacken-habender Iron Man. Hut ab, selten bleibt eine Filmreihe beim dritten Teil noch interessant.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:



8. Thor: The Dark World (2013)

Könnte mir mal jemand verraten, wieso der Film auf Deutsch "Thor: The Dark Kingdom" heißt? Wo ist der signifikante Unterschied? Hä?

Die Vorgeschichte findet vor über 1000 Jahren statt als Dunkelelfen angeführt von Malekith versucht haben die 9 Welten ins Dunkle zu stürzen. Und zwar mithilfe eines uralten Phänomens namens Konvergenz, bei welchem alle 9 Welten auf einer Linie und kurzzeitig miteinander verbunden sind. Die Asen besiegten sie jedoch und Malekith floh in einem Raumschiff.

Die Haupthandlung spielt sich in der Gegenwart ab, nach den Geschehnissen in "Avengers", als Thor kurzzeitig wieder auf der Erde war und mit dem Superheldenrest Katastrophen verhindert hat. Jane Foster (Natalie Portman) hat ihn (Chris Hemsworth) seitdem nicht gesehen. Er kämpft auf den verschiedenen Welten um wieder Ordnung herzustellen nachdem sein Stiefbruder Loki (Tom Hiddleston) so viel Chaos verursacht hat. Jane hingegen stößt auf eine Anomalie, auf einen Schnittpunkt zwischen mehreren Welten und wird vom "Äther" besessen, der früher und auch jetz
t für die Konvergenz verantwortlich ist. So kann sie Menschen als auch Autos durch die Gegend schleudern. Dadurch dass der Äther befreit wurde, erwachen allerdings auch die Dunkelfen aus ihrem Schlaf. Malekith und sein Gefolge versucht nun an den Äther, in Gestalt von Jane, ranzukommen nachdem sie von Thor sicher in Asgard untergebracht wurde. Mythische Schlachten, diese wunderschöne Landschaft von Asgard, Thor, Odin, Loki, Freya, dies das.

Nicht schlecht, sogar fast schon besser als der Vorgänger. Aber auch nicht viel anders. Mal wieder konzentriert sich der Kampf viel eher auf Asgard und die anderen Welten als die Erde. Der Schauplatz dort scheint eher nebensächlich zu sein. Thor ist nun auch ein anderer als vorher, nachdem er auf der Erde zu besuch war scheint er nicht mehr so aufgeblasen zu sein und ist bodenständiger. Loki ist natürlich hinterlistig wie eh und je. Sonst alles beim alten - Asen gegen Elfen, Schwerter, Hämmer, Familie, Romanze usw. usf.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


9. Captain America: The Winter Soldier (2014)

Das ging ziemlich rund.

Hauptsächlich geht es hier um Verschwörungen. Verschwörungen ohne Ende. Bei einem SHIELD-Einsatz, bei welchem es btw um eine Geiselnahme auf einem Schiff geht, stellt Captain Steve Rogers aka Captain America (Chris Evans) fest dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Natalja Romanoff aka Black Widow (Scarlett Johansson) hat nämlich einen anderen Auftrag. Sie soll wichtige Daten sammeln. Als Cap den SHIELD-Director Nick Fury (Samuel L. Jackson) damit konfrontiert, stellt es sich heraus dass es Pläne für ein neues superduperprojekt sind. INSIGHT soll ein riesengroßes Präventivschlags- und Überwachungsnetzwerk werden. Cap ist alles andere als begeistert davon. Im
Zuge der Ereignisse stellt sich heraus, dass er NIEMANDEN vertrauen kann weil gefühlt 90% von SHIELD infiltiert sind. Und zwar von der Organisation die sich nach den mythischen Tier genannt welchem zwei Köpfe nachwachsen nachdem man eines ageschnitten hat. Oh und außerdem taucht ein Auftragskiller auf, der "Winter Soldier" genannt wird. Der rote Stern auf dem metallenen Arm deutet darauf hin dass er irgendwas mit Sowjets am Hut hat....Vielleicht?

Was für ein grandioser Verschwörungsthriller. Aber ich war sowieso vom ersten Film mehr als begeistert, so schnell enttäuscht werde ich schon nicht. Cap basht jeden: die SHIELD-Agenten, die Terroristen, den Winter Soldier. Und er versucht sich in der modernen Welt zurecht zu finden. Trägt sogar ein Notizbuch in welchem er Sachen eingetragen hat die er unbedingt nachholen muss (wie bspw. Star Trek und Star Wars). Ich war fast schon feuchtfröhlich. Zu feucht.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Mittwoch, 29. Juni 2016

Rezept des Monats: Juli'16

Rülps. Das supereinfache und leichte Rezept des Monats ist so supereinfach und leicht, dass es mir viel zu leicht fällt das zu schreiben. Deswegen fülle ich jetzt sinnlos ein paar Zeilen. Ich habe nämlich in letzter Zeit viel zu viele Bilder von veganen Burgern gesehen. Und habe dann festgestellt, dass ich schon verdammt lange keine Burger selbst gemacht hab. Und nein veg-burgers von aldi einmal anbraten zählt nicht.


ja der rechts ist etwas auseinandergefallen - pobody's nerfect.
Zutaten:
4 Burgerbrötchen (groß)
1 Dose Weiße/Kidneybohnen (Ich hatte eine mit beiden Sorten)
1 Zwiebel
250g Naturtofu
Salz
Pfeffer
Gewürze: Pommesgewürz, Paprika Edelsüß, italienische Kräuter, Rouladengewürz
(Soja)mehl

Zubereitung:

Zunächst zerhackstückeln wir die Zwiebel als auch den Tofu damit der Mixer keine Probleme beim verkleinern kriegt. Weil ihr schlau seid haut ihr diese dann auch prompt nacheinander in den Mixer. Als nächstes sind die Bohnen dran. Zum Schluß vermischt ihr alle drei Zutaten in einer Schüssel und püriert sie entweder mit der Gabel oder einen Püriergerät. Achso, das Mehl kommt auch noch dazu. Und die Gewürze. Letztenendes bepudert ihr eure Patschehändchen mit Mehl damit das ganze nicht so klebrig wird und knetet den "Teig" noch mal ordentlich und seht zu dass er auch formbar ist. Wenn ihr dann so weit seid könnt ihr ordentlich dicke, fette Bratlinge machen. Buletten. Patties. Gigantomatische riesendinger. Fettbomben. Angebraten in Raps/Ölivenöl schmeckts am besten. Dazu kamen noch vegMayo, Ketchup, Tomaten und Gurkenstreifen.

Geiel.


Dienstag, 28. Juni 2016

Comic Book Review#251: 21st Century Tank Girl (2014)

Falls ihr es nicht wisst - ich war schon immer ein großer Tank-Girl-Fan gewesen. Das Panzermädchen schafft es sogar auf eine Kutte. Diesmal gehts um ein Hardcover-Band, welcher mir von Frau Otterich geschenkt wurde. Es handelt sich um die Zusammenfassung einer dreiteiligen Miniserie für welche die Tank-Girl-Überväter Alan C. Martin und Jamie Hewlet zusammen mit einem Haufen namhafter Zeichner zusammengearbeitet haben.

Mit dabei sind unter anderem Jim Mahfood (der z.B.: Howard The Human gezeichnet hat), Philipp Bond und Craig Knowles. Es handelt sich dabei um einzelne nicht zusammenhängende Comics, geschriebene Geschichten, Pin-Ups, Gedichte, Autosticker die man ausschneiden kann als auch eine originale "Church of Booga"-Mitgliedskarte.

Im Grunde genommen ist es ein riesiges Back To The Roots. Dieses zusammengeschusterte Schauspiel aus Comic und etwas merkwürdigen Drumherum (siehe Gedichte, Autosticker etc.) gabs nämlich schon vorher, auch wenn damals die Stories zusammenhingen. Diesmal hat Booga die Aufgabe ein Unikat-Auto quer durchs Land zu transportieren, scheitert aber gemeinsam mit Tank Girl und Jet Girl daran weil ein Haufen duchgeknallter Hippies (und mehr) alles kaputt machen. Tank Girl verirrt bei einem Panzer-Fight im Inneren von ihrem eigenen Panzer - es stellt sich raus als eine pseudo-deepe Interpretation....Es kommt noch etliches mehr dazu.

Die Palette der Zeichner könnte nicht umfangreicher sein. Neben den für TG typischen, punkigen, schmuddeligen Stil dominiert hier sowohl der "saubere", leicht disneyeske cartoonstil, als auch Jim Mahfood. Dieser zeichnet nämlich so als hätte er sich beide Arme gebrochen. Das ist eine so dermaßen kaputte Art zu zeichnen - die Charaktere sehen aus wie in zusammengepresste Sardinen, die Panels sind voll mit klitzekleinen Insiderjokes und Anspielungen am Rande. Fast wie in MAD früher.

Insgesamt ein lohnenswerter, grundsätzlich vollkommen kaputter Comic. Tank Girl eben.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Titan Comics

Sonntag, 26. Juni 2016

Film der Woche#249: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 6

Werte Freunde des (nicht so) guten Geschmacks - "101 Horrorfilme..." ist jetzt ein halbes Jahr alt. *kindersektaufmach* tihi.

21. Diabolique (1955)

"Les Diaboliques" aka "Diabolique" aka "Die Teuflischen". Eigentlich kein Horrorfilm sondern viel eher ein Psychothriller.

Die Geschichte spielt sich ab in Frankreich, genauer gesagt auf dem Land, in einem Internat. Der Direktor Michel Delasalle (Paul Meurisse) ist ein öfter betrunkens, sadistiches Arschgesicht. Er ist mit Christina (Véra Clouzot) verheiratet und hat eine Affäre mit der Lehrerin Nicole (Simone Signoret). Beide leiden ziemlich viel unter ihn und verbünden sich schließlich. Sie planen ihn zu ermorden - was auch ganz schnell umgesetzt wird. Sie werfen seine Leiche ins Schwimbecken des

Internats. Dummerweise verschwindet die Leiche danach und ein polizeilicher Ermittler wird auf die Situation aufmerksam. Zudem wird "der Direktor" danach immer noch augenscheinlich von seinen Schülern gesehn obwohl er "nicht da" ist. Was passiert hier? Hat es was mit Geistern zu tun? Ist Michel doch nicht tot? Creepy shit.

Dieser Film setzt keineswegs auf irgendwelche Special Effects oder Schockelemente. Sondern viel eher auf Spannung, die hin und wieder auch mit Langatmigkeit verwechselt wird. Eine klassische Krimigeschichte mit einem unerwartetn Plotwist. Sicher, sowas gibt es heutzutage zuhauf - damals wars aber 100 pro etwas neuartiges und innovatives. Diesmal ist der Film fast doppelt so lang wie die Universal-Schinken am Anfang der Liste, allerdings passiert auch hier das einschlagende Ereignis erst am Ende. I shit you not, auch wenn ich kein Krimifan bin, ich fand das war ne glaubwürdige schauspielerische Leistung. Man hat Vera Clouzot abgenommen dass sie Angst vor einem Geist hat und dass Simone Signoret das ganze eher wenig juckt.

8/10 Pfandflaschen
Streams: Teil 1 und Teil 2
Trailer:


22. The Bad Seed (1956)

Wieder mal ein Film der weniger als Horror sondern eher als Krimi gilt. Ich fand das Kind allerdings richtig richtig richtig furchteinflößend - ergo ists für mich quasi Horror.

Christine Penmark (Nancy Kelly) ist gücklich verheiratet mit Kennet (William Hopper) und Mutter von der 8-jährigen Rhoda (Patty McCormack). Diese ist ein wohlerzogenes Kind mit guten Manieren und stets artig. So artig dass es fast schon gruselig ist. Eines Tages verliert Rhoda bei einem Schreibwettbewerb in der Schule und ist sichtlich wütend darüber, dass ihr Klassenkamerad Claude nun der Besitzer der Gewinnermedaille ist. Kurze Zeit später befindet sich die Schule auf einem Picknick - währenddessen ist Christine bei ihrem Bruder zu Besuch und kriegt per Radio mit dass
bei besagten Pickick ein Kind ertrunken ist. Nachdem Rhoda nach hause kommt, denkt Christine dass ihre Tochter sicherlich traurig und/oder traumatisiert ist. Doch nix da. Rhoda interessiert das ganze scheinbar nur wenig. Schlimm wird es als Christine eine Medaille findet.... Es kann nur eins sein, das Kind ist ein skrupelloses Monster!

Das klingt jetzt nach einem echt blutigen Film. So ist es allerdings nicht - es ist keine Gewalt zu sehen, es bleibt also der Fantasie des Zuschauers überlassen was hier genau passiert. Das Original hat ein Deux-Ex-Machina-Ende, welches durch den damals gängigen Hollywood-Moralcode zustande kam. Das nimmt dem Film ein wenig den psychotischen Charme, aber man kann sichs auch wegdenken. Im Großen und ganzen ein wunderbares psychotisches Broadway-Theaterstück was als Film umgesetzt wurde. Das Kind ist fürchteinflößend, die Reaktion der Mutter ist 100%ig authentisch und wirkt nicht gestellt. Man hat außerdem dadurch dass man keinerlei Gewalt zeigt bei mir sowas von gepunktet.Läuft.

8/10 Pfandflaschen
Film (Englisch)
Trailer:


23. The Curse of Frankenstein (1957)

Wenn man den Namen "Frankenstein" im Zusammenhang mit Horrorfilmen hört/liest denkt man beinahe automatisch an die großartigen Universalfilme mit Boris Karloff....oder an Robert DeNiro. Dieser Film hat nichts damit zu tun und ist der erste Teil einer vollkommen unabhängigen Reihe der britischen Filmproduktionsfirma "Hammer Films". Christopher Lee aka Saruman spielt hier das Monster, Peter Cushing aka Grand Moff Tarkin spielt Dr. Frankenstein. Dabei stellt die Reihe viel eher den Erschaffer als das Monster in den Vordergrund.

Der junge Baron von Frankenstein engagiert nach dem Tod seiner Eltern den Lehrer Paul Krempe (Robert Urquhart) um von ihm häuslich unterrichte zu werden. Im Laufe der Zeit werden sie Freunde, was auch mit der beiderseitigen Begeisterung für die Wissenschaft zu tun hat. Frankenstein schafft es einen toten Welpen mithilfe eines elektrisierenden Bades wieder zum Leben zu erwecken. Doch er
will viel mehr. Er möchte einen neuen, intelligenten Übermenschen erschaffen und stiehlt deswegen den Leichnam eines gehängten Verbrechers. Für das Intellekt soll das Gehirn des genialen Professors Bernstein sorgen - um es zu erhalten wird dieser von Frankenstein getötet. Krempe sieht zwar das Vorhaben Frankensteins als moralisch fragwürdig, hilft ihm aber bei der Beschaffung von Leichenteilen. Als er allerdings dahinter kommt dass Frankenstein Bernstein umgebracht hat, kommt es zu einem Kampf zwischen den Beiden bei der Entnahme des Gehirns, welches dabei beschädigt wird. Es kommt wie es kommen muss - die Kreatur ist nicht intelligent und zivilisiert sondern von Mordgier getrieben.

Wo Boris Karloffs Verkörperung des Monsters einen beinahe sympathisch rüberkommen ist und der Baron in Universals Verfilmung von Mary Shelleys Roman als jemand erschien der nicht ganz weiß was er tut - so ists hier komplett anders. Hier ist Frankenstein jemand der um seine Untaten weiß und alles daran setzt sie zu Ende zu bringen. Ein zutiefst widerlicher, böser Mensch. Die Kreatur ist nur sein Nebenprodukt, um sie geht es hier gar nicht. In jedem weiteren Frankenstein-Film von Hammer geht es auch um ein anderes Monster. Es ist der Mensch der der Bösewicht hier ist. Eine interessante und abwechslungsreiche Ansichtsweise. Außerdem wirkt alles so schön Low Budget.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


24. Horror of Dracula (1958)

Wo "Curse of Frankenstein" bereits schon der dritte Frankenstein-Film auf dieser Liste ist - so sieht es mit Dracula ähnlich aus. Wenn man "Nosferatu" mitzählt, ist es bereits der dritte Film der auf Bram Stokers Buch beruht. Ebenfalls eine Hammer Films Produktion. Diesmal spielt Peter Cushing den Helden Dr. Van Helsing, während Christopher Lee Graf Dracula verkörpert.

Auch dieser Film beginnt mit der Reise von einen Menschen zum Schloss von Graf Dracula. Allerdings ist Jonathan Harker (John van Eyssen) in dieser Story nicht bloß ein Bibliothekar wie er vorgibt zu sein, sondern ein Vampirjäger. Leider überlebt er die Begegnung mit Drac nicht - und wird zu seinesgleichen. Nachdem Jonathans Kollege, Dr. Van Helsing, länger nichts von ihm gehört hat, macht er sich auf der Suche nach ihm. Als er ihn findet erlöst er ihn von seinem Leid. Doch schlimmeres kann er leider nicht verhindern. Dracula reist bereits von Transsylvanien nach England um Jonathans Verlobte Lucy Holmwood (Carol Marsh) zu finden und an ihr Rache zu üben.

Eine sehr starke Abweichung vom Original und etwas vollkommen anders als die Universal-Verfilmung des Stoffes. Viel actiongeladener, viel blutiger, viel dynamischer. Außerdem dauert der Film standartmäßig 90-minuten und ist nicht so kurz wie der mit Bela Lugosi. Christopher Lee macht u.a. auch wegen seiner Größe aus Dracula einen nicht bloß geheimnisvollen sondern sehr übermächtigen Charakter. Bela Lugosi machte Drac zu einen finster-drein-blickenden (und verführerischen) Typen, Christopher Lee macht ihm beinahe zu einen Hünen. Mir gefällt die Tatsache dass man sich hier so viele Freiheiten rausgenommen hat. Das macht die Hammer-Filme aus. Sie kopieren zwar den Erfolg der Universal-Verfilmungen, machen daraus aber etwas neues, eigenes.
Mutig!

8/10 Pfandflaschen
Film (Englisch)
Trailer:

Freitag, 24. Juni 2016

Album der Woche#252: The KLF - The White Room (1991)

Der "utz utz utz" (als ob)-Monat neigt sich dem Ende. Ich habe mir erlaubt in mir bislang relativ unbekannten Wässern zu fischen. Und zwar: Ambient, Electroclash und Big Beat. Als allerletztes sind nun einige der bekanntesten Vertreter des Acid House dran: The KLF.

"The White Room" ist das vierte und letzte Album von KLF - auch bekannt als The Justified Ancients of Mumu oder The JAMs oder The Timelords oder auch 2K. Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre waren sie eine der merkwürdigsten und skandalösesten Gruppen in Großbritannien. Sie gaben ein Buch über die Einfachheit eines #1-Songs raus ("The Manual: How to have a number one the easy way"). Gaben verstörende Interviews, schickten eine Schafherde zu einer Pressekonferenz,verbrannten Geld. traten mit Extreme Noise Terror bei den Brit Awards auf und löschten nach ihrer Auflösung ihren kompletten Backkatalog. Ich weiß nicht genau was ihr äußeres Auftreten darstellen sollte - jedenfalls schöpften sie Inspiration aus der Buch-Trilogie "Illuminatus!". Momentan sind die beiden (genauer gesagt: Bill Drummond und Jimmy Cauty) immer noch irgendwie im Musikgeschäft tätig.

"The White Room", das ursprünglich als Soundtrack zum gleichnamigen Roadmovie dienen sollte, ist sehr avantgardistisch gehalten alles andere als simpler Techno oder sowas. Es ist eine für die ohren wohltuende poppig klingende Mixtur aus Acid House, HipHop, Dub und für meine Ohren fast schon gospelmäßigen Klängen. Wenn Maxine Harveys großartige Stimme in "Justified and Ancient" erklingt...Honig für die Ohren.... Es ist tatsächlich grob in zwei Hälften unterteilt. Die erste Hälfte legt direkt los mit Rapparts von Bello B:

"KLF is the crew, ya hear, yeah 
Design a rhyme I just won't fear
Back to react, enough is enough
Let me ask you a question, what time is love?"

So nachvornegehend und offensiv. Erinnert zwar, aufgrund der Rapparts auch an irgendwelche Eurodance-Sachen. Aber nur deswegen - sonst ist alles qualitativ weit weit höher gelegen. Gitarrensamples, Ausschnitte aus Live-Aufnahmen (was auch zur Kategorisierung als "Stadium House" geführt hat) und gottverdammt, diese großartigen Chants. MUMU! ANCIENTS OF MUMU! Oder alleine dieses "KLFs gonna rock y'all!". Der Wahnsinn. Die andere Hälfte ist wesentlich chilliger, man hört ganz große relaxte Dub-Einflüsse heraus. 

Ich war übrigens nicht schlecht erstaunt als ich rausgefunden hab was für einen großen Einfluss KLF auf Scooter ausgeübt haben. "Respect to the man in the ice cream van" ist übrigens eine Anspielung auf eine Aktion des Duos bei welcher sie aus einem Eis-Kreme-Truck heraus Bier an Obdachlose verteilt haben. Herrlich.

ANCIENTS OF MUMU!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: What Time Is Love?; 3am Eternal, Last Train to Trancentral, Justified and Ancient


Mittwoch, 22. Juni 2016

Happenings des Monats: Juni'16

NIX DA.

Also es tut mir Leid, dass ich euch enttäuschen muss - aber leider ist diesen Monat einiges schief gelaufen. Ich hatte nicht viel Zeit und Lust - das einzige Konzert zu welchen ich unbedingt hin wollte war Hammerhead zusammen mit Graben am 11.06 im Mülheimer AZ. Dummerweise hab ich (wie immer) getrödelt, kam viel zu spät an und das gute Ding war allen ernstes ausverkauft. Kein Wunder bei 5 ocken pro Nase und bei SO einer Band. Dumm gelaufen. Deshalb gibt es an dieser Stelle diesen Monat nix.

Sorry.

Stattdessen das hier:

Dienstag, 21. Juni 2016

Comic Book Review#250: Wonder Woman Special!

Oh my Goodness. Unglaublich. Wow. Comic Book Review wird heute 250 Ausgaben alt. Tatsächlich. Aus diesem Grund habe ich beschlossen ein dreifaches Review über eine der stärksten, intelligentesten und gewitzten Frauen des DC-Multiversums zu schreiben. Da die Amazone schon seit 1941 Bösewichten die Leviten liest als auch für Gleichheit und Gerechtigkeit einsteht wollte ich ursprünglich auch einen älteren Comic reviewen. Ich mag zwar nach wie vor den Golden Age Style, allerdings sind die alten Comics teilweise so unglaublich anstrengend zu lesen, sodass ich das leider bleiben ließ.

Wonder Woman#60 (1991)

Als erstes widmen wir uns den schillernden 90er Jahren. Dieser Comic befand sich seit längerem in meiner Obhut. Ich habe ihn tatsächlich ergattert weil ich damals Lobo voll abgefeiert (und es heutzutage immer noch tu) habe. Auf dem Cover steht zwar "Part 19", die Ausgabe ist aber tatsächlich bereits der 20te Teil des Story Arc "War of the Gods". Darin geht es um einen Konflikt zwischen verschiedenen alten Göttern der auf der Erde ausgetragen wird. Die Geschichte erstreckte sich durch 16 verschiedene Serien, der Hauptarc dauerte allerdings nur vier Ausgaben.

Im Laufe des ganzen Götterkrieges verschlägt es Wonder Woman nach Ägypten. Dort geht sie einer wichtigen Spur nach. Ihre Mutter wurde nämlich vor einer Zeit gekidnappt. Mithilfe der Energie eines goldenen Kelchs gelangt sich zu einer unterirdischen Kammer voll mit ägyptischen Heroglyphen. Nach
einer kurzen kracht jedoch ein ungebetener Besuch durch die Wand - Lobo! Zwischen ihn und der Amazonenprinzessin entsteht eine ungewöhnliche kurzzeitige Allianz gegen ein Haufen von Kämpferinnen die von einer maskierten Amazone angeführt werden.

Ich finds großartig wie hier zwei Welten aufeinander krachen. Einerseits ist da die emanzipierte Wonder Woman, andererseits aber auch das lebendig gewordene Chauvinisten-Klischee schlechtin: Lobo. Und sie sind gezwungen (zumindest ganz kurz) miteinander zu arbeiten. Das ist wohl eines der wenigen Highlights an diesem Comic. Sonst haut mich das hier nicht wirklich vom Hocker. Da hilft auch nicht dass Batman und Robin kurz zu sehen sind und der erste WW bei ihrer Suche hilft. Scheinbar hat DC auch damals wirklich ALLES mögliche getan um den Dunklen Ritter überall einzubinden. Sonst nervt mich das geschwollene Gerede von dieser einen Göttin, ich bin allerdings von der Teamarbeit zwischen Amazonen sehr wohl begeistert. Ich find das gut wenn Freundschaft und Zusammenhalt in Comics als etwas sehr ehrliches dargestellt werden.

5/10 Pfandflaschen
Geschrieben von George Pérez
Gezeichnet von Cynthia Martin und Joe Phililips

Wonder Woman: Warkiller (2010)

Bei "Warkiller" handelt es sich um einen Trade Paperback der die Ausgaben 34-39 der damals neugestarteten "Wonder Woman"-Serie. Ein Jahr später wurde dann das ganze DC-Multiversum neugestartet. Hach, DC. Das ist doch keine Lösung...

Diana Prince aka Wonder Woman aka Princess of Themyscira (so heißt übrigens WWs Heimatinsel) befindet sich im Exil und schmust gerne mit Polarbären. Das erste Mal in ihrem Leben ist sie auf sich allein gestellt. Um ihre Gedanken mal auf etwas anderes fokussieren zu können schließt sie sich mit Black Canary zusammen und spürt einen Underground-Fight-Club auf, voll mit Metawesen. Doch das bringt sie nicht wirklich weiter. Also kehrt sie nach Hause zurück, wo ihre Mutter (die eigentlich der Oberhaupt der Insel war) von der derzeitigen Machthaberin, Queen Alkyone, gefangen gehalten wird. Außerdem hat die Insel einen König, nachdem Zeus der jahrelangen Herrschaft der Amazonen ein Ende bereitet hat. Auch wenn WW Ares, den Kriegsgott umgebracht hat, ist ein kriegerisches Klima in der Luft. Außerdem stellen sich ihr ihre vermeintlichen Schwestern in den Weg und sie macht
Bekanntschaft mit einem mysteriösen Wesen das vermeintlich ihr Vater ist.

Diesmal stammt die Story von der großartigen Gail Simone und die Zeichnungen von Aaron Lopresti, Matt Ryan und Bernard Chang. Es ist eine gute Mischung aus (Familien-)Drama und Action als auch einer Art Selbstfindungsstory. Natürlich gibt es auch eine unvorgesehene Wendungen und grandiose Kämpfe. Zusätzlich gibt es auch ein wenig mythologischen Schnickschnack (griechische Götter) sodass die Story wie eine wesentlich besser geschriebene Folge von "Xena - die Kriegerprinzessin" rüberkommt. Mir hats definitiv gefallen, u.a. auch weil man designtechnisch sich wesentlich von den 90er Jahren unterscheidet.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 14,99$ bei DC

Wonder Woman, Volume 1: Blood (2012)

Erster Trade Paperback der die Ausgaben 1-6 der im Zuge des damaligen DC-Neustarts "The New 52" entstandenen Serie enthält. Geschrieben von Brian Azzarello, gezeichnet von Cliff Chiang.

Diesmal fängt alles von vorne an. Allerdings begint die Erzählung mitten im Geschehen. Eine auf einer Farm lebende Frau namens Zola wird von mehreren Dingen geplagt. Jemand köpft ihre Pferde, woraufhin diese zu Centauri werden und sie angreifen. Doch ihr zur Stelle steht der Himmelsbote Hermes der gekommen ist um sie vor einer großen Gefahr zu warnen. Schlußendlich werden die beiden von Wonder Woman gerettet - es entsteht eine Freundschaft. Aber nun zu etwas wichtigeren: Warum zum Kuckuck wird Zola eigentlich angegriffen? Die Götter des Olympus treiben nämlich ihre
finsteren Spielchen. Apollo will nämlich Zeus' Thron besteigen. Der letztgenannte hat aber mal wieder ordentlich fremdgevögelt, sodass... Zola schwanger ist und man sie aus dem Weg haben will.... Oder geht es in Wirklichkeit gar nicht um sie?

Sehr gut. Wirklich sehr gut. Man fängt nicht einfach mit einer weiteren Origin-Story an, sondern mitten im Geschehen und bastelt anschließend etwas an der besagten Herkunftsgeschichte rum. Eigentlich wurde WW ursprünglich aus Lehm erschaffen, weil ihre Mutter keine Kinder kriegen konnte aber sich so sehnlichst eins gewünscht hat. Das wird hier nicht abgestritten, es steckt aber scheinbar mehr dahinter. Außerdem: BLUT und GORE. Zwar nicht so viel wie in einem Horrorcomic - Szenen in welchen Weingläser in die Handoberfläche gerammt werden sind aber ganz schön unappetititlich. Was mir noch gefällt ist diese klitzekleine Seitenhieb gegen Slutshaming - Als Zola mit Hermes über ihren Koitus mit Zeug redet:

Hermes: "Apparently, Zeus didn't have to change his form too exotically to curry your favor."
Zola: "I like men, Hermes. And I'm not gonna apologize for that."

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 14,99$ bei DC

Montag, 20. Juni 2016

Sonntag, 19. Juni 2016

Album der Woche#251: The Crystal Method - Vegas (1997)

Diesmal begeben wir uns in einen Bereich elektronischer Musik den ich schon immer gehört hab, in verschiedenen Variationen, und der für mich auch nichts superexotisches ist.

"Big Beat" stammt aus England - dessen bekannteste Vertreter sind Künstler/Bands/DJs wie The Prodigy, Chemical Brothers oder Fatboy Slim. Letzteren Zufolge tritt "Big Beat" in Tradition der Beatles oder der Rolling Stones. Diese wuchsen auf mit Soul und RockNRoll-Musik, verwursteten sie später auf ihre eigene Art und Weise und verkauften sie zurück nach Amerika. So ist das Genre beeinflusst von amerikanischen HipHop, Punk, Psychedelie und Break Beats. Es wurde in England groß und beeinfluste wiederum DJs aus den USA. Zu den letzteren gehören The Crystal Method die von vielen als die US-Amerikanische Antwort auf die Chemical Brothers gesehen werden.

"Vegas" ist das Debütalbum der beiden und hat beinahe schon 20 Jahre auf dem Buckel. Ich lernte sie übrigens durch eine andere Band kennen - Methods of Mayhem, bei deren Debütalbum die eine Hälfte namens Scott Kirkland mitgemacht hat. Danach stellte ich fest dass er und sein Kompagnon Ken Jordan schon bei unzähligen Filmsoundtracks zu hören waren. Unter anderem beim Trailer zu
"Matrix" oder zu "Spawn". Vom letzteren stammt der Song "(Can't you)Trip like I do", der zusammen mit der Alternative Rock Band Filter erschaffen wurde. Der Opener für dieses Album ist übrigens eine Version davon ohne Filter (hihi). Der Titel des Songs kommt übrigens direkt von Scott Kirklands Anrufbeantworter auf welchen regelmäßig ein Ecstasyfreudiger Kumpel von ihm Nachrichten a lá "I wish you could trip like I do" hinterlassen hat. Überhaupt ist interessant was für Samples hier drauf sind. "Busy Child" enthält ein Zitat aus Eric B. und Rakims "Juice (Know the Ledge)" als auch von DJ Pierres "Summertime (Is Get Busy Time)". Letzterer wurde so gesamplet dass er sich wie ein "Get busy, child!" anhört. Auf "Keep Hope Alive" samplet man Ausschnitte aus einer Rede von Jesse Jackson, auf "High Roller" hört man Flugzeugpiloten sich miteinander unterhalten. "Vapour Trail" wurde sogar später in einer South Park Folge namens "Chef Aid" verwendet - erweitert mit den Stimmen von Ozzy Osbourne, DMX und Ol' Dirty Bastard.

Monströs, trippig, explosiv aaaaber auch sehr entspannt. Trotzdem ist das Album ganz große Geschmackssache. Es ist wirklich nichts für jeden. Außer ihr fühlt euch gerne als Hacker. Es ist nämlich ultimative 90er Hacker Musik. Oder Einbruch a lá "Mission Impossible"-Musik. Ich habe nichts mehr dazu zu sagen. Hörts euch an:

8/10 Pfandflaschen
Youtube

Freitag, 17. Juni 2016

Comics Monthly#30

Ach du Scheiße. Was hat es lange gedauert, bis ich zu diesem Haufen Comics gekommn bin - und was hat es lange gedauert bis Comics Monthly in seinr Midlife-Crisis angekommen ist. Dieser Monat war irgendwie komisch und stressig bis jetzt. Trotzdem hab ichs geschafft und bringe euch ganze vier neue #1s.

Alpha King#1

Ich dachte mir "Wenn Azzarello hier mitgeschrieben hat kann es gar nicht mal sooo schlecht sein". Und ich behielt Recht.

"Alpha King" spielt sich zur einen Hälfte in der realen Welt und zur anderen in einer fiktiven, von Trollen und Monstern nur so triefenden. Die Hauptfigur ist ein Biker der in seiner Garage Bier braut, weil das "Mainstreambier" bekanntlich viel zu lasch ist. Ganze zwei Seiten weiter tauchen drei merkwürdige, post-apokalyptisch-anmutende Fantasy-Gestalten auf, die miteinander verwandt sind. Sie behaupten der Biker hätte von "ihrem" König geklaut und sie müssen das zurückbringen was ihm gehört. Was für ein König? Wovon reden Sie? Schlußendlich prügeln sie ihm grün und blau, enthaupten seine Katze und verschleppen seine Partnerin. Er selbst ertrinkt scheinbar in einem seiner Bierkessel. Doch er stirbt nicht, sondern landet in der besagten Parallelwelt und ist nicht mehr er selbst. Sondern ein offensichtlicher Lobo-Verschnitt mit roten Haaren. Von nun an gilt: Monster köpfen und "I will find my lady!"

Am Ende des Comics stellt sich heraus dass er als Werbegag für die Independent-Brauerei 3 Floyds gilt. Es gibt jede Menge Blut zu sehen, dafür aber nur so viel Text dass man die Handlung grob verstehen muss. Der Rest erklärt sich von selbst. Geschrieben von Brian Azzarello und Nick Floyd - da habe ich ehrlich gesagt schon ordentlich gory stuff erwartet. Den ersten Autor kenne ich nämlich von "100 Bullets: Brother Lono", dass ordentlich blutig gewesen ist. Die Zeichnungen von Simon Bisley erinnern mich an neuere "2000AD"-Ausgaben. Zwar sehr kurzweilig aber doch ziemlich spaßig.

Erhältlich bei Image Comics für: 3,99$
8/10 Pfandflaschen

Future Quest#1

Bei dieser Neuigkeit ging mir wahrlich das Herz auf. Da Warner Brothers Rechte an den ganzen Hanna-Barbera-Charakteren hat und DCs "The New 52" wohl insgesamt nicht so der Kassenschlager war....bringt der Verlag nun also mehrere Comicreihen die auf den alten, corny 60s Hanna-Barbare-Serien basiert. Alles in neuem Gewand. Bei "Scooby Apocalypse" musste ich schmunzeln, die neue "Familie Feuerstein" fand ich leicht gruselig, "Wacky Raceland"("Wacky Races", anyone?) ordentlich abgefahren. Alles allerdings nichts für mich. Einzig "Future Quest" löste ein "mussichhaben" ei mir aus, weil es alle Hanna-Barbera-Superhelden vereint die ich als Kind abgefeiert hab.

Am Anfang kriegen wir erzählt dass es einst einen riesigen überdimensionalen Kampf gab zwischen Hanna-Barberas Antwort auf die Green Lantern Corps und einer unglaublich bösen Kraft. Das führte zu einer Art Urknall und zu einer Verbannung der Helden in verschiedene Vortexe (WTF? So viel Aufwand für eine Story. Respekt). Aber das war einmal. Heute sind Johnny Quest zusammen mit seinem Adoptivbruder Hadji un ddem Bodyguard der Familie Race Bannon auf Erkundungstour auf einer Insel unterwegs. Währenddessen schließt Johnnys Vater, der Wissenschaftler Benton Quest eine Allianz mit Ray Randall aka Birdman. Außerdem tauchen diese ganzen Vortexe auf und diese ganzen
Helden kommen auf die Erde.

SPACE GHOST! OH MEIN GOTT! ES IST SPACE GHOST! ICH HAB SCHON GEDACHT ICH WERDE IHN NIE WIEDER SEHEN!!!!! OMG!!!11

Ähem. Oh mein Gott, was für eine Überdosis. Ich hab mich schon gefragt wie zur Hölle die Originstory des ganzen aussehen wird. Tatsächlich ist sie ein kleines Bisschen erzwungen und verdreht, aaaaber das funktioniert. Es ist so schön sie alle wieder zu sehen. Wirklich jetzt. Wow. Dabei haben sie sich so überhaupt nicht verändert. Das macht wirklich Spaß. Ohne Mist jetzt. Geschrieben von Jeff Parker, gezeichnet von Evan Shaner und Steve Rude.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: DC für 3,99$

Mae#1

Geholt wegen des Covers. Gut gefunden wegen der Story, nicht wegen der Zeichnungen.

Zuallererst lernen wir Mae kennen. Vor neun Jahren ist ihre Schwester Abbie mal wieder von Zuhause ausgebrochen. Als sie weg war durchstöberte Mae ihre Schatzkiste und setze versehentich zwei kleine Monster frei die dadrin gefangen waren. Viele Jahre und mehrere Abwesenheiten von Abbie später, ist Mae längst erwachsen und trifft sich in ihrer Heimatstadt mit ihrer Freundin. Urplötzlich taucht aber ein Proll auf der im Armdrücken gegen ihre Schwester verloren hat (und deswegen ordentlich lospöbelt) und daraufhin auch Mae selbst. Es stellt sich heraus dass Abbie immer wieder in andere Dimensionen abgeahauen ist und dort veschiedene Fabelwesen und
Monstren getroffen hat. Dabei war sie stets steampunkmäßig gekleidet und haute ordentlich auf die Kacke.

Großartige Story, an einigen Stelen gespickt mit Sci-Fi-Insidern und lustigen Situationen. Ich bin ja sowieso ein Fan von Abtauchen in andere Dimensionen, Parallelwelten und all dem Kram. Deswegen war es definitiv was für mich. Auch wenn die Riesenkatze auf dem Cover nicht zu sehen ist. Es ist allerdings ein sehr ungewohnter Zeichenstil. Es sieht aus wie n komischer 3D-Grafik-Comic der als Merchandise-Nebenprodukt zu irgendeinem Film/einer Serie dient. Das ist ziemlich gruselig. Sonst bin ich aber ziemlich zufrieden!

Story and Art by Gene Ha
Erhältlich bei: Dark Horse für 3,99$

True Believers: Droids#1

Bei "Star Wars: Droids" handelte es sich um eine Zeichentrickserie, die in den 80er Jahren quasi-canon war und neben der Serie "Ewoks" ziemlich beliebt war. Marvel brachte damals sowieso Star-Wars-Comics raus und nebenher eben auch eine Reihe die auf der Serie basierte. Diesen Monat kommt ein Omnibus raus der neben "Droids" auch die "Ewoks"-Comicreihe umfasst. Soweit ich verstanden habe gilt diese One-Shot-Ausgabe sozusagen als Teaser - "Droids" läuft dann nicht als Ongoing-Serie sondern kommt nur als Omnibus raus.

Es geht um die beiden wichtigsten (wichtiger als alle anderen) Vertreter der Star-Wars-Saga: C-3PO und R2D2. Die beiden Droiden wechseln zu Beginn der Story mal wieder den Besitzer und landen dafür auf dem Planeten Dodz nur um festzustellen dass dieser tot ist. Stattdessen schließen sich, so wie es der Zufall will, einem Waisenjungen naens Jost Ellon an der ganz alleine den Kampf gegen
den Gouvernor des Planeten aufnehmen will. Dieser heißt Kugg und ist eigentlich nicht der rechtmäßige Herrscher des Planeten, terrorisiert die Einwohner und treibt Schulden ein. Diesmal hat einen riesigen Kampfdroiden auf seiner Seite - sodass das eigentliche Regierungskabinett vor ihm kuscht. Der unerschrockene Jost will ihm um jeden Preis bekämpfen, unter anderem weil er für den Tod seiner Eltern verantwortlich ist.

Bunt, kindgerecht, als hätte es die darauffolgenden, alles vernichtenden 90er Jahre nicht gegeben. Was für ein zauberschöner Ausflug in die 80er. Fängt gut den Spirit der alten Star-Wars-Episoden ein. Außerdem sind John Romitas Zeichnungen fast schon disneyesk und erinnern mich etwas an Carl Barks. Fehlen nur noch die schwarzen Hundenasen. Dafür gibt es jede Menge Riesennasen und Schnurrbärte, Geschrieben von Dava Manak.

Erhältlich bei: Marvel für 1,00$
8/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 16. Juni 2016

Film der Woche#248: Sgt. Kabukiman, NYPD (1990)

Okay.

Die Hauptfigur des Filmes heißt Harry Griswold (Rick Gianasi) und ist ein Cop aus New York City, der in letzter Zeit in mehrern Mordfällen ermittelt hat. Jedes der Opfer war übrigens ein Kabuki-Schauspieler. Bei einer Amateur-Kabuki-Theateraufführung kommt es zu einer Schießerei und Griswold wird von einem sterbenden Schauspieler geküsst. Er weiß es da noch nicht, aber schon bald stellt sich heraus dass durch diesen Kuss er Superkräfte übertragen bekommen hat. Schon bald fangen seine Klamotten an zu kochen, seine Schuhe schmelzen und an ihrer Stelle treten japanische Holzschuhe. Sein Gesicht ist plötzlich geschminkt, er hat eine leicht merkwürdige Frisur und trägt Roben. Er hat nämlich Kabuki-Superkräfte geerbt und ist KABUKIMAN, der Kämpfer für die Gerechtigkeit der außerdem fliegen kann und Bösewichte in riesige Noriblätter einwickelt. Zusammen mit Lotus (Susan Byun) ist er einer geheimer Verschwörung auf der Spur. Ein schier böser Businessmann will eine uralte Prophezeiung wahr werden lassen um das wahrhaftig Böse in unsere Welt zu holen. Weltherrschaft dies das.

Und ich dachte schon Toxic Avenger wäre abgefahren gewesen. Sheesh.
Das ist wohl eine der merkwürdigsten Verneigungen vor japanischer Kultur. Aber jetzt mal Klartext: Wie fand ichs? Ziemlich gut, ehrlich gesagt. Ich konnte zwar mein Mund vor lauter Erstaunen die ganze Zeit nicht zu kriegen, aber okay. Die Idee des Filmes wirkt auf mich als hätte man sie mit Dartpfeilen erschaffen, die man mit verbundenen Augen auf Brainstorming-Vorschläge geworfen hat. Klappte scheinbar gar nicht mal schlecht. Es ist übrigens DER Film, der als allererstes die Szene mit dem Auto beinhaltet. DEM Auto dass ein Salto macht, landet und danach einfach explodiert. Die Art und Weise wie der Kabukiman mit den Bösewichten umgeht, ähnlich rein vom Prinzip her der vom Toxic Avengers, allerdings ohne so viel Blut und Gore. Die gibts hier zwar auch und das nicht zu wenig. Allerdings ist der Film nicht unnötig überladen davon.

Großartig am frühen Morgen. Oder spät in der Nacht. Danke, Troma Films.

Youtube
8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Dienstag, 14. Juni 2016

Comic Book Review#249: Bitch Planet, Vol. 1: Extraordinary Machine (2015)

"Bitch Planet" ist einer von diesen Comics die zwar in den 2010er Jahren rausgebracht wurden, allerdings von der Optik her problemlos aus den 70er stammen könnten. Oder ein (feministischer) Exploitation-Film sein könnten. Geschrieben von Kelly Sue Deconnick, gezeichnet von Robert Wilson IV. Rausgebracht bei Image Comics. Das erste Volume enthält die ersten fünf Ausgaben.

Die Handlung spielt in einer nicht näher definierten Zukunft. Die Welt (oder zumindest die USA) wird von Männer regiert. Nicht im heutigen Sinne, sondern im wortwörtlichen. Männer haben die Zügeln in der Hand und bestimmen die Regeln. Es heißt nicht mehr Mother Earth sondern Father Earth. Diejenigen Frauen, die nicht in das gängige Muster passen (sei es ob sie zu fett, zu dünn, zu sexuell, zu prüde sind) werden zum Aufenthalt auf einen Knast-Satelliten(?) verfrachtet der
umgangssprachlich "Bitch Planet" genannt wird. Die Frauen, die dort landen wehrten sich explizit gegen die von den sogenannten "Vätern" (die alle scheinbar nur das Beste wollen) aufgestellten Standards (welche auch immer das sein mögen). Diejenigen die auf der Erde leben fügen sich den Regeln jedoch. Die Hauptstory dreht sich um die neue Insassin Kamau Kogo, die irgendwann ein Inhaftierten-Team zusammenstellen soll, welches an einen Spiel gegen eine männliche Mannschaft teilnehmen soll. Und zwar in einem rugby-mäßigen, scheinbar äußerst brutalen Spiel.

Einerseits mag ich den Comic sehr, weil er mit viel Details besticht. Achtet mal auf jede respektlose Aussage, auf dieses "Sweetheart" das der männliche Reporter der Anchorwoman sagt. Oder dass Frau dem Leser aufzeigt dass sie sich trotz all ihrer "Unebenheiten" sich selbst so liebt wie sie ist. Andererseits erinnert er mich an diese ekligen BDSM-Comics die ich mal online gelesen haben und die von eben solch einer Zukunft erzählen, in welcher Frauen rechtlich den Männern unterlegen sind und diese sich auch Frauen als Sklaven halten. Wobei so derbe ist es hier natürlich nicht. Trotzdem musste ich daran denken. Dieser Comic nimmt keine Gefangenen. Sehr direkt. Sehr in your face. Sehr empfehlenswert.

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 12. Juni 2016

Film der Woche#247: BATMARATHON!, Teil V

Holy shit, Batman! Es sind dieses und letztes Jahr schon wieder unzählige Batman-Filme rausgekommen, weil DC natürlich alles auf ihren berühmtesten Helden setzt. So ziemlich alles. Und ich habe natürlich nichts weiter zu tun als mir diese anzugucken. Diesmal gehts zur Hälfte um direct-to-video-comic-verfilmungen und zur hälfte um Action-Figren-Merchandising. Um zu den anderen Teilen des Batmarathons zu gelangen guckt in die Spalte "Marathons".

Batman vs. Robin (2015)

Basierend auf der Storyline "Court of the Owls" von Greg Capullo und Jonathan Glapion.

Der Film ist eine direkte Fortsetzung von "Son of Batman" und hat nichts mit dem auf der Arkham-Videospielreihe basierenden "Assault on Arkham" zu tun.

Nachdem Robin (Damian Wayne, Sohn von Bruce Wayne) ein Haufen Kinder aus den Fängen des finsteren Dollmakers befreit hat begegnet ihm ein seltsamer Typ in Eulenkostüm, der dem Bösewicht auch das Herz rausreißt. Es handelt sich dabei um Talon, der für den Rat der Eulen arbeitet. Es handelt sich um einen mysteriösen Zirkel von Menschen in Eulenmasken die Gotham City schon vor


langer langer Zeit insgeheim regieren. Ihre Krieger sind eine Armee von Toten die scheinbar unschlagbar sind. Diesmal wollen sie Batman aus dem Weg räumen - Talon jedoch möchte Damian für seine Zwecke instrumentalisieren und versucht sein Vertrauen zu gewinnen. Der Junge hat nämlich zu seinem Vater bislang kein sehr gutes Verhältnis, es fehlt außerdem an nötigen Vertrauen und Respekt. So ist es die perfekte Situation für Talon Robin gegen seinen Vater aufzubringen.

Trotz der Tatsache dass es viel zu viele Batman-Filme gibt und man mittlerweile übersättigt sein müsste ist das ein gar nicht mal schlechter Streifen. Ich mochte bzw. mag die (ex-)New52-Reihe die seit 2011 rauskommt sehr sehr gerne und verfolge sie immer noch. Deswegen kann eine Verfilmung des Stoffes auf keinen Fall schlecht sein. Klasse blutige Kämpfe, ausweglose Situationen, Intrigen, der Konflikt zwischen Vater und Sohn. Alles sehr spannend und all das. Jedoch nervt mich dass man zum 102300303234ten Male den Tod von Bruce Waynes Eltern zeigen muss und wie sehr er darüber trauert. Das ist doch so überflüssig. Sonst kann ich mich aber nicht beschweren.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Batman Unlimited: Animal Instincts (2015) und Batman Unlimited: Monster Mayhem (2015)

Bei "Batman Unlimited" handelt es sich übrigens nicht um eine Comicreihe sondern um eine Serie von Actionfiguren. Zusätzlich dazu gab es vor einiger Zeit auch eine kleine Webserie die aus 22 Miniepisoden bestand. Es existieren aber auch diese zwei Filme hier.















In "Animal Instincts" liegt der Schwerpunkt auf "animalischen" Bösewichten wie den Pinguin, Killer Croc oder Man-Bat. Ihnen gegenüber stehen die Superhelden Batman, Red Robin, Green Arrow und Nightwing. In "Monster Mayhem" gehts um halloweenmäßige, gruselige Schurken wie den Joker oder Clayface die einen gefährlichen Computervirus verbreiten wollen.

Ich sage nicht allzu viel über die beiden Filme weil es sich ehrlich gesagt nicht wirklich lohnt. Okay, sie sind nicht schlecht. Allerdings merkt man sofort dass sie lediglich als eine verlängerte Werbung für die Actionfiguren dienen. Unter anderem weil sei auf dem Niveau eines Sunday-Morning-Cartoons bleiben als auch dass keine Superheldin zu sehen ist - ihr wisst ja, Actionfiguren kauft man ja nur für Jungs. Ansonsten ist es ein geringfügiger Spaß für zwischendurch. Nicht mehr und nicht weniger. Ja, Batman reitet tatsächlich einen Robo-Bat-T-Rex. Ich habe viel gelacht.

6/10 Pfandflaschen und 7/10 Pfandflaschen
Trailers:




Batman: Bad Blood (2016)

Diesmal geht es weniger um Bruce Wayne als Batman sondern viel mehr um seinen Anhang (aka die beiden (Ex-)Robins Dick Grayson und Damian Wayne) als auch Neuzugänge wie Luke Fox aka Batwing und Katherine Kane alias Batwoman.

Bei einem Kampf zwischen Batwoman und mehreren Bösewichten funkt Batman dazwischen und stirbt augenscheinlich bei einer Explosion. Alfred, der Butler der Wayne-Familie hält den schönen Scheina aufrecht (er imitiert Bruce in live-schaltungen mithilfe von Gadgets) und bittet Dick Grayson um Hilfe. Dieser schlüpft von nun an ins Batkostüm und trifft auch bald auf Damian der von seiner Schulung in den Himalayas zurückgekehrt ist nachdem er die traurige Nachricht mitbekam. Ein neuer Bösewicht namens Heretic schafft es in das geheime Lager von Lucius Fox (das ist übrigens er Typ der Batman mit all den Gadgets versorgt) einzubrechen und das ganze technische Gedöns zu klauen. Es stellt sich heraus dass er für Talia Al Ghul, Damians Mutter, arbeitet und mit Hilfe des Hutmachers Bruce Wayne brainwasht.

Ziemlich abgefahrener Scheiß. Nicht wegen der Brainwashing-Sache sondern wegen Damian Wayne. Beziehungsweise seiner erwachsener selbst. Ja ich habe euch ein wenig gespoilert. Ich finds auf jeden Fall abwechslungsreicher weil ausnahmsweise mal nicht Bruce Wayne im Mittelpunkt steht sondern die Beziehung zu seiner Batfamilie. Der "Oberhaupt" muss sich nämlich vor seine Zöglingen mal entschuldigen und zugestehen dass er Fehler gemacht hat. Aber sonst reißt mich das ganze nicht unbedingt vom Hocker. Er ist nicht besser oder schlechter als ein Vorgänger. Es ist halt einer von vielen Batman-Filmen. Ich hoffe mal man tritt langsam auf die Bremse und ist dann mit mehr Herz bei der Sache.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Batman v Superman (2016)

Falls ihr euch fragt wo das BvS-Review denn geblieben ist so guckt doch bitte bei "Happenings des Monats" nach. Ich glaube bei....April. Oder so.

Bis zum nächsten Jahr an dieser Stelle.

Samstag, 11. Juni 2016

Album der Woche#250: Add N To (X) - Avant Hard (1999)

YES!!! Das 250te Album der Woche!!!111 Aaargh! Endlich! Zwar hat es nicht geklappt, irgendein Super-dope-Special zum 250ten rauszubringen aber dafür haben wir immerhin Add N To (X). Das kommt nich jeden Tag vor. Also dass ich solche Art von Musik reviewe.

Add N To (X) waren eine Electroclash-Band aus England. Ich lernte sie durch die beiden provokatien Videos zu "Plug Me In" als auch "Metal Fingers In My Body". Da der zweitgenannte Song hier eben drauf ist, dachte ich dass das ganze Album so semi-aggressiv und energiegeladen ist. Was habe ich mich getäuscht.

"Avant Hard" klingt größtenteils in etwa wie ein Soundtrack zu einem leicht trippigen Videospiel, welches man um 2-4 Uhr Nachts/Morgens zockt. In der Tat erinnern mich manche Geräusche an Item-Sounds aus den Super Mario Brothers. Oder an irgenwelche Unterwasser-Levels. Dabei kann das Material nicht unterschiedlicher sein. Entweder hört es sich an wie eben beschrieben oder wie eine etwas merkwürdigere Variante von Lounge/Fahrstuhlmusik oder aber wie ein absurder
Werbejingle ooooder wie etwas sexgeladenes. Ohne Scheiß, ich habe zwar teilweise einen leicht obskuren Musikgeschmack, aber das hat selbst bei mir die Grenzen gesprengt. Apropos Werbejingle: "Metal Fingers In My Body" wurde eben als Werbemusik benutzt, während "Barry's 7th Contraption" Hintergrundmusik für die Serie "Banzai" war. Noch abgefahrener wird es, wenn dieser Gesang einsetzt (ob gesampelt oder nicht weiß ich leider nicht) - Es gibt nämlich keine Lyrics sondern lediglich ein "tötörötööö tötötö". Das ist auf so vielen Ebenen so unfassbar weird, dass ich es kaum beschreiben kann.

Jedenfalls weiß ich dass ich dafür 100% von irgendjemand gelyncht werde, falls ich das mal auf irgendeiner Party spielen sollte. Aber ich weiß auch dass ein guter Teil der Leute vllt. ganz kleines Bisschen dazu abgehen wird.

Anspieltipps: FYUZ, Metal Fingers In My Body, Buckminster Fuller, Robot New York

Freitag, 10. Juni 2016

So isses, Musik!#21

Hallo. Ich fand die letzte Ausgabe von Si,M! ziemlich gut gelungen und möchte dieses relativ frei gestaltbare Konzept beibehalten. Diesen Monat gibt es daher die letzte Ausgabe von "Strichers Tapes" als auch n Review von 1 (in Worten: einer) neuen CD, die ich mir geholt habe. Wobei sie schon fast zehn Jahre alt ist, was ich ziemlich unfassbar finde. Außerdem zeige ich euch mal was momentan musikalisch so läuft und worauf ich mich bald freuen werde.

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Strichers Tapes, Teil 11

Unglaublich. Wir sind beim letzten Teil angekommen. Im Übrigen sind es nicht mehr 50 sondern ganze 51 Tapes. Oder sogar 52...Oder sogar 53, weil die Hatehug, die HassAufAlles als auch die Not On Tour dazugekommen sind. Beachtet bitte das Pink-Floyd-Tape nicht, keine Ahnung wieso es auf dem Foto gelandet st.


48. Run DMC - Crown Royal (2001)

An dieser Kassette hängt eine schlimme Erinnerung: "Crown Royal" wollte ich damals unbedingt haben, weil auf MTV das ziemlich coole "The Rock Show"-Video lief (zusammen mit Stephen Jenkins von Third Eye Blind). Ich kannte also so gut wie gar nichts von der Crew, war aber von diesem Song schon derbe begeistert. Jedenfalls ging ich, als ich bei meinen Großeltern zu Besuch zum Flohmarkt, erspähte ein Kiosk der Kassetten verkauft hat als auch das "Crown Royal"-Tape im Schaufenster (mit dem richtigen Cover) und fragte danach. Der Kollege hinterm Tresen holte es raus - und es war einfach ein komplett falsches, selbstgebasteltes Cover. Ich hatte schon mal so einen Fall erlebt, die Verkäuferin hat mir auch prompt den Sleeve ausgetauscht. Diesmal entgegnete man mir mit einem lautem "WAS IST DEIN PROBLEM???!!!!!1", sodass ich mucksmäuschenstill das Tape bezahlt hab.

Anyways: "Crown Royal" ist eines der geilsten HipHop-Alben die ich je gehört hab. Allerdings muss man anmerken dass hier kaum ein Song ohne ein Feature vorkommt, jedoch wirklich keiner irgendwie schwach ist. Okay, außer "Them Girls" mit Fred Durst. Sonst gibts feinstes MCing, Storytelling und coole Hooks mit Featureparts. Die da wären: Everlast, Kid Rock, Third Eye Blind, Sugar Ray, Jagged Edge, aber leider auch Jermaine Dupri. Kein Song klingt wie der andere. Wirklich astrein. Ich weiß allerdings nicht obs wirklich so gut gewesen wäre, wenn die Features nicht mit drauf wären.

8/10 Pfandflaschen

49. Tackleberry - Discography (2014)

Die Discography dieser einst so durchgeknallten und reichlich angesoffenen Band habe ich vor ca. zwei Jahren von Mr. Xyz geschenkt bekommen - nochmal vielen Dank dafür. Sie ist soweit für mich ersichtlich kein offizielles Produkt sondern eine DIY-Zusammenfassung. Rausgebracht von Mustard Mustache, das Artwork stammt von Tom Is The Bastard. Darauf befindet sich buchstäblich alles von der Band, u.a. auch meine damals heißgeliebte Split mit den russischen Cut'N'Run. Tackleberry gibts nun leider nicht mehr - und ihre damalige live-energie kann ich leider nicht abtippen. Deswegen schlag ich vor - hörts euch an, seht euch live-aufnahmen und merkt was ihr damals verpasst habt.

8/10 Pfandflaschen

50. Grzegorz Turnau - Tutaj Jestem (1997)

Krass, das Album ist fast schon 20 Jahre alt. Aber egal, denn ich habe dazu nicht viel zu sagen. Grzegorz Turnau gehört zu Polens bekanntesten Sängern bzw. Songwritern bzw. Dichtern. Ich weiß nicht mehr genau, was der genaue Inhalt seiner Lieder war. Aber das ist in der Hinsicht auch völlig egal. Ich glaube die Kassette ist in meinen Besitz durch meine Mum gekommen. Äh. Auf jeden Fall ist das hier eine der miesesten Schnulzen überhaupt - fast genau so nervig wie Xavier Naidoo. Was für eine nervige, nervige Kackschnulze. Wieso hab ich das Tape mitgenommen. Ist das langwelig. Bah.

0/10 Pfandflaschen

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Dean Dirg - Dean Dirg Raus (2007)

DD kenn ich also tatsächlich seit äh fast 8 Jahren. Habe sie letztens das erste Mal seit 2012 gesehen und habe mir dieses Werk hier ergattert. Auch wenns fast 10 Jahre alt ist. Das ist mir völlig banane, dass es nicht aktuell ist, weils für mich fast schon historischen Wert besitzt.

DD lernte ich während der Hochzeit der ganzen Spastic-Fantastic-Bands kennen. Also diese ganzen Sachen mit Vornamen wie Nihil Baxter. Da "Dean Dirg" auch ein Name ist habe ich die Band schnell in diese Schublade gepackt. Dabei sind sie doch so anders. Zwar sind die Songs ziemlich kurz - in der Tat ist das ganze Album nicht mal eine halbe Stunde lang, es existieren keine Gitarrensolos. Irgendwie ist das auch "trashig" weil es so verrückt klingt und so schnell auf den Punkt. Besser der Song ist kurz und geil als lang und Scheiße. Andererseits sind DD nicht so runtergewichst/runtergekloppt sondern bleiben stets melodisch und jeder Song unterscheidet sich von dem anderen. Im Gegensatz zu einigen Bands von damals die man nur durch die Interludes voneinander unterscheiden konnte. Aber Schwamm drüber. Achja, hier gibts auch einen reinen Electro-Track, nämlich "Dean Dirg's bored, Part II". Ich finds super traurig dass sie es bis jetzt nie geschafft haben das Ding live zu präsentieren. Oder einen weiteren Part dieser Reihe.

"Dean Dirg Raus" bleibt für mich eines der besten, mitsingbarsten, tanzbarsten und abgefahrensten Punk-Alben überhaupt.

8/10 Pfandflaschen

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WAS IST MORGEN?
Hammerhead spielen morgen im AZ Mülheim!!! Verdammte Scheiße, die habe ich seit 2009 nicht mehr gesehen. Hoffentlich sind sie genauso asozial wie damals auf dem Gig mit den Germs. Hoffentlich wird wieder jemand von der Bühne geschubst. Das wird geil!

WAS GIBTS SONST?
Es läuft der "Electro"-Monat auf diesem Blog. Das heißt ich höre sowas wie Add N To (X), Aphex Twin, Crystal Method, diverse Vaporwave-Sachen als auch wieder feinsten Antideutschen-Electro von früher. An dieser Stelle möchte ich anmerken dass ich es super Schade finde dass Egotronic ne reine Instrumenten-Band ist. So das wars jetzt mal von mir. Over n out.

Mittwoch, 8. Juni 2016

My Favorite TV-Show: BoJack Horseman

In meinem Leben als Serienfanatiker gibt es wenige Zögermomente. Stattdessen existier(t)en mehrere Watchlists, die aus Serien bestehen die ich schon immer sehen wollte oder die ich tatsächlich aufgrund einer ansprechenden Werbung spontan drauf gepackt habe. Ganz yolo-like. Da sag ich dieses Menschenpferd welches oberkörperfrei an seinem Pool sitzt und dachte mir: "Das sieht fast schon nachdenklich aus, das könnte gut werden" Und weil sie nur auf Netflix läuft, schien sie mir fast schon "exquisit" zu sein, als ob das Niveau etwas höher sein könnte. Und so war das tatsächlich.

Der Titelheld BoJack (Will Arnett) ist ein antropomorphes Pferd. Er lebt in einem Universum in welchen solche Tiere neben Menschen coexistieren, miteinander arbeiten und auch zueinander Beziehungen pflegen. Er ist Schauspieler und hat zu seiner besten Zeit in einer Einschaltquoten in die Höhe treibenden Sitcom namens "Ich glaub' mich tritt ein Pferd" gespielt (heißt im Original "Horsin' Around". lol.). Dort spielte er einen Adoptivpferdevater von drei menschlichen Kindern. Nun ist seine beste Zeit vorbei - er lebt zusammen mit dem Junggesellen Todd (Aaron Paul), der sich irgendwann
bei ihm eingezeckt hat und hangelt sich durch von einem One Night Stand zum nächst, von der ersten Party zur letzten. Das Leben als reicher Schauspieler bringts nicht mehr - BoJack ist depressiv wie sonst noch nie, da hilft auch keine schicke Wohnung in Los Angeles. Um alles etwas mehr in den Schwung zu bringen beschließt er eine Autobiographie zu schreiben. Zu diesem Zwecke engagiert seine Agentin (die zugleich seine Exfreundin ist), die Katzenfrau Princess Carolyn (Amy Sedaris) die Ghostwriterin Diane Nguyen (Alison Brie). Sie wird schnell zu BoJacks Liebesinteresse, ist aber mit seinem größten Feind, den Hund Mr. Peanutbutter zusammen, der seinerzeit in einer ähnlichen Serie wie er gespielt hat.

Das liest sich wie irgendeine Sonderepisode von Family Guy. In der Tat gibt es einige Momente die mich an dieser Serie daran erinnert haben, weil sie vom sonderbaren Humor her ähnlich waren. Beispielsweise als Princess Carolyns neuer Freund ganz offensichtlich zwei Kinder unter eine Trenchcoat waren und jeder außer ihr es gemerkt hat ("Ich mache äh....Erwachsenensachen wie ääh....Business!" - oder so.) oder als BoJack pausenlos gekotzt hat als er erfahren hat dass Mr Peanutbutter mit Diane zusammen ist. Am Anfang erschien mir die Serie wie eine Ansammlung skurriler Gags, die jedoch einen traurigen Hintergrund hat. Allerdings schlägt die Stimmung irgendwann um und es bleib, zumindest meistens, kontinuierlich richtig traurig und mitleiderregend. Ich genoß sowohl den relativ schrägen Humor als auch die ernsten Komponenten. Natürlich ist die Serie nicht weltbewegend oder irgendwie besonders innovativ. Aber diese Mischung ist einfach verdammt gut gemacht. So verkommt die Sendung weder zu unsinnier Furzcomedy noch zu einer trägen Dramaserie. Außerdem ist sowohl das Intro als auch der Abspannsong unschlagbar.

Dienstag, 7. Juni 2016

Comic Book Review#248: Fafhrd und der graue Mausling (2007)

Mit diesem Comic tauchte ich ein in die Welt des Fantasy, die wie ihr schon vielleicht wisst, nie wirklich der Fall für mich war. Allerdings bin ich ein kleiner Mike-Mignola-Fan. Wenn auch nur kleiner. Dieses Band hier gehört zu seinen ersten Werken. Aber eigentlich handelt es sich um eine Hommage/Tribute an einen der bekanntesten Fantasy-Autoren: Fritz Leiber. Diese erschaffte seinerzeit (irgendwann in den 30er Jahren) die beiden titelgebenden Figuren (Fafhrd und der graue Mausling). Der Autor Howard Chaykin hat zusammen mit Mignola mehrere Geschichten in Comicform rausgebracht, die allerdings Originale sind und sich bloß an Leibers Werken orientieren. Lange Zeit war das Zeug nicht erhältlich, mittlerweile aber wieder als Hardcover bei Cross Cult.

Bei Fafhrd und den grauen Mausling handelt es sich um ein Duo bestehend aus einem Wikinger (F) und einem Möchtegern-Dieb (gM). Die Storys spielen sich ab in einer weitentfernten, wahrscheinlich vor unserer Zeit angesiedelten Fantasy-Welten mit Monstren, Drachen, Magiern und Attentätern. Im Band sind ganze sieben Geschichten zu lesen. Es geht los mit der ersten Begegnung der beiden als auch mit dem Tod ihrer Gemahlinnen. Darufhin fliehen sie aus der Stadt, sind allerdings danach so von der Umgebung angeödet, dass sie wieder zurückkehren. Außerdem erleben sie verschiedene Abenteuer. Unter anderem wird Fafhrd in das Totenreich aufgesogen und der Mausling muss ihn retten. Fafhrd will außerdem das Königreich der Meere plündern, der Mausling gerät in die Fänge einer Bande die Seelen ihrer Geiseln verkauft,

Was ich dem Comic sehr zugute halte ist, dass er sich nicht allzu ernst nimmt, im Gegensatz zu anderen Fantasykram wie Conan oder so. Die beiden Herren passen in die Schublade "Freundschaft mit Biss". Sie erleben viel gemeinsam, retten einander öfter das Leben, gehen sich dabei aber öfter auf den Sack. Aber so ordentlich. Zudem ist die Welt in welcher sie sich bewegen eine stets finstere. So gibt es keine heldehaften Helden, die heldenhaft heldenhafte Heldendinge tun sondern die Nacht, ihre Schurken und diese zwei zwielichtigen Typen. Fast-schon-buddy-comedy trifft auf Fantasy

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 5. Juni 2016

Film der Woche#246: ゴジラ-thon, Teil 8

Yo! Beim letzten Mal sind wir am Ende der Heisei-Saga angelangt. "Godzilla vs. Destoroyah" war zu dem damaligen Zeitpunkt der letzte Godzilla-Film überhaupt. Als Tristar/Columbia 1998 mit einem US-Remake (von Roland Emmerich der u.a. für Independence Day verantwortlich ist) noch einen drauf gesetzt haben konnte TOHO (die japanische Produktionsfirma von Godzilla) die Schande nicht vertragen und entschied sich das ganze zu kontern. So kommen wir heute auch zum Start einer neuen, "Millenium"-Reihe, bestehend aus sechs Filmen. Die allerdings keine kontinuierliche Story abliefern. Wir fangen die heutige Ausgabe an mit:

26.Godzilla (1998)

Das Werk von Roland Emmerich ist kein Remake oder irgendwas derartiges, sondern erzählt eine vollkommen andere Geschichte. Die rein technisch gesehen nicht mal von Godzilla handelt.

Die jahrelangen französischen Atomtests auf der polynesischen Küste haben furchtbare Folgen nach sich gezogen. Aufgrund der Strahlung mutierte die Population der dort lebenden Echsen. Eine davon, die offensichtlich der Titelgeber des Films ist inzwischen keine Ahnung wie viele Stockwerke groß und beschließt eine Weltreise zu unternehmen, auf welcher sie einen japanischen Fischkutter rammt. Das US-Militär zieht einen Biologen namens Nick Tatoupoulos (Matthew Broderick; über dessen Namen sich ständig lusig gemacht wird) hinzu, der bis dahin sich mit der Mutation von Würmern in Tschernobyl beschäftigt - und im allgemeinen "The Worm Guy" genannt wird. Der französische
Geheimdienst entsendet einen Agenten namens Philippe Roche (Jean Reno; wirklich gut) mitsamt Anhang der die Spuren verwischen soll. Mittlerweile ist das gigantische auf zwei Beinen laufende Monster in New York angekommen und ist offensichtlich trächtig.

Als ich klein war mochte ich diesen Film sehr sehr gerne. Er ist dafür verantwortlich dass sich dieses gigantische Interesse an Godzilla überhaupt so weit entwickelt hat. Er war sozusagen der Zündfunke dafür. Rückblickend gesehen mag ich ihn eigentlich immer noch. Allerdings passt er mittlerweile in die "Sci-Fi-Katastrophenfilm"-Schublade. Es ist nämlich kein Godzilla-Film. Ganz egal wie geil ich das Design des Monsters - er läuft nämlich im Gegensatz zu Gojira ziemlich echsenartig und nicht mit graden Rücken - finde, es ist nicht Godzilla. Godzilla flieht außerdem nicht vorm Militär, schließlich ist er nahezu göttliches Monster und nicht wie hier - "nur" ein Tier. Die meisten Gags die hier so nebenbei gezündet werden sind auch eher meh. Trotzdem kann man hier sehen wie Menschen unter Godzilla zu leiden haben, wie sie aus ihren Autos fallen, wenn sie angehoben werden. Wie sie evakuiert werden. An sowas kann ich mich in japanischen Film nicht erinnern. Trotzdem ist das einfach nicht Godzilla. Allerdings hat man danach eine ziemlich gute Zeichentrickserie gestartet - siehe nächster Punkt. Achja, es spielen drei Simpsons-Synchronsprecher mit: Hank Azaria, Nancy Cartwright und Harry Shearer. Außerdem wird sich über die Kritiker Roger Ebert (Bürgermeister Ebert) und Gene Siskel (sein Assistent "Gene") lustig gemacht.

6/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


27.Godzilla: The Series, Staffel 1, Folgen 1-2: "New Family"(1998)

Die Zeichentrickserie kann man sich getrost gönnen. Sie wurde damals wesentlich besser aufgenommen als der Flm auf dem sie basiert und hat außerdem dasselbe Charakterdesign wie "Men in Black".

Die erste Folge setzt quasi direkt am Ende des Filmes an. Godzilla ist besiegt, seine Eier sind ebenfalls vernichtet. Doch Nick Tatopoulos(Ian Ziering) ist der Meinung die Gegend noch mal durchsuchen zu müssen. Tatsächlich findet er noch ein weiteres Ei, welches auch bald schlüpft. Anstelle jedoch ihm feindselig zu sein, freundet sich das Godzilla-Baby mit ihm an, weil er augenscheinlich sehr mütterlich und nach Ei-Schleim riecht. Das Baby wird selbstverständlich immer größer, die Einstellung Nick gegenüber bleibt jedoch die Gleiche. Das Militär wird schnell auf den neuen Godzilla aufmerksam und ist willens ihm zu vernichten. Um den uns bekannten
griechischstämmigen Biologen bildet sich ein Wissenschaftler-Team. Dabei sind Elsie Chapman, Mendel Craven (der Typ der im Film so eklig geniest hat), Randy Hernandez (Nikos Laborpartner) und Monique Dupre, eine Agentin des französischen Geheimdienstes. Zur Hälfte also derselbe Stab der im Film mitgemacht hat. Außerdem gibt es einen intelligenten Roboter namens N.I.G.E.L der bei Missionen eingesetzt wird - er wird in beinahe jeder Folge zerstört. Ähnlich dem Schicksal von Kenny in South Park. Zuschlechter letzt taucht auch noch ein neues Monster auf - Crustaecous Rex. Eine Art Krabbenmutantentier. Godzilla stellt sich heraus als die ultimative Waffe gegen andere monströse Bedrohungen die man immer wieder einsetzen kann.

Ich war damals so begeistert von der Serie dass ich beinahe jeden einzelnen Kampf auf Papier übertragen hab. Dabei sind Laser um die Ecke geschossen und so weiter. Die Welt war interessant mit 8 Jahren. Jedenfalls mag ich die Richtung die die erste Folge eingeschlagen hat immer noch. Sie macht all die Fehler die man im Film gemacht hat wieder wett und ist dem Original wesentlich näher. Top!

8/10 Pfandflaschen
Hier gehts zur ersten Folge.
Intro:


28.ゴジラ2000 ミレニアム/Godzilla 2000/Godzilla 2000: Millenium (1999)

8,3 Millionen Dollar Budget. Leckmichamarsch.

Nach dem 98er "Godzilla" konnte es Toho nicht auf sich sitzen lassen und brachte nicht einmal ein Jahr danach einen neuen Film raus. Er lief in den USA auch im Kino, die Zuschauer fandens allerdings leicht merkwürdig weil sie ihn für eine Fortsetung hielten. Es ist der erste Film der Millenium-Reihe und bezieht sich keinesfalls auf die vorherigen Filme aus den 80ern/90ern.

Die Story ist relativ simpel erzählt. Godzilla ist wieder da. Ein Team, bestehend aus einem Wissenschaftler namens Yuji Shinoda () und seiner Tochter, namens Godzilla Protection Network, beobachtet seine Bewegungen und betrachtet ihn generel als Naturphänomen das man nicht zwingend töten muss. Gojira macht übrigens dieselben Faxen. Er fühlt sich von Atomkraft angezogen und zerstört Sachen. Es taucht aber auch bald ein neuer Gegner für ihn auf. Aus dem Meer erhebt sich ein
millionen jahre alter Riesenfelsen, der sich als UFO enttarnt, dass unsere Erde bald schon sein Heim nennen will. Was darauf folgt ist Godzilla vs. Der Tripod aus War of the Worlds/Riesenstachelrochen(?). Es ist eines der merkwürdigsten Monster überhaupt.

Mich hat der Film nicht wirklich umgehauen. Er war tatsächlich ein ziemlich fader Start. Schien mir so als hätte man einfach irgendwas rausgehauen um "den Amis" eins reinzuwürgen. Menschliche Schauspielkunst eher meh, Monsterkämpfe natürlich hui. Vor allem nachdem Godzilla seinen Gegner besiegt hat und danach einfach die Stadt weiter kaputt macht ("Fickt euch alle, ich hasse Tokyo!"). Interessantes Monsterkonzept btw. Ein Felsbrocken wird zum UFO wird zur organischen Lebensform. Auch wenn das CGI richtig hässlich ist. Achja, die Art und Weise wie Godzilla in den Hintergrund geschnitten wurde geht einfach gar nicht :D

7/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


29.Godzilla vs. Megaguirus (2000)

Yeah. Der hat fies reingehauen.

Um mal irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen. Dieser Film natürlich auch nichts mit den Filmen der Heisei-Reihe zu tun. Weil es eine andere, separate Reihe ist. Er bezieht sich aber, wie der Heisei-Erstling (von 1984) ebenfalls auf den ersten Godzilla-Film von 1954. Sozusagen als "direkte" Fortsetzung die alle anderen Geschehnisse danach ignoriert. Gibts öfter in Film-Franchises. Und jetzt kommt der Hammer - der Film davor (die #28 du Nuss!) wird ebenfalls nicht beachtet.

Zuallererst startet man mit einem allgemeinen Rückblick. Es folgen neue(!) schwarz/weiß Aufnahmen von "1954", allerdings mit dem neuen Godzilla. Wir erfahren auch, dass Godzilla 1966 das Kernkraftwerk Tokai angegriffen hat. Im Folgenden (genauer gesagt 1996) wurde Osaka Japans neue Hauptstadt und man hat angefangen Elektrizität aus alternativen Quellen zu beziehen. Kernkraft als auch Plasmaenergie haben nämlich nur noch Godzilla angezogen und zu Zerstörungen geführt. Im Jahre 2000 existiert mittlerweile ein Militär/Wissenschaftsteam namens G-Grasper, dass die Bevölkerung vor Godzilla schützt und ihm auch studiert. Diesmal hat man einen ultimativen Einfall um Godzilla für immer loszuwerden. Ein künstliches, schwarzes Loch muss her. Bei einem
erfolgreichen Test schafft man es, eine leerstehende Schule ins nirgendwo zu befördern, erschafft aber gleichzeitig einen Dimensionsriss. Aus einer anderen Realität tauchen schleichend riesige fliegende Insekten auf, als auch ein Ei was von einem kleinen Jungen aufgelesen wird. Es kommt wie es kommen muss - ein neues Monster, welches aus einer vielzahl von solchen Eiern entsteht kämpft gegen Godzilla und verursacht auch jede Menge Schäde die zu einer Flut führen.

Ich glaube, dass es einer meiner Lieblings-Gojira-Filme ist. Ja, ich bin mir ziemlich sicher. So viele schillernde Farben. Lebendige, nicht statische und stupide Kämpfe. Godzilla bewegt sich richtig. Es ist ein mieser Match unter Ungeheuern. Auch die Story enttäuscht nicht. Die Charaktere sind nicht beliebig und auch nicht stupide. Außerdem ist Godzilla-Design neben der Heisei-Reihe definitiv das zweitbeste. Er sieht aus wie aus dem Holz geschnitzt, als wäre er kursiv gezeichnet. Richtig abgefahren. Läuft!

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:

Samstag, 4. Juni 2016

Album der Woche#249: Aphex Twin - Selected Ambient Works 85-92(1992)

Okay. Hier kommt etwas, was ich mir nie zugetraut hätte. Ich starte einen Review-Monat über Musik, die ohne Gitarren/herkömmliche Instrumente aber auch ohne Sprechgesang auskommt. Zumindest meistens. Ich spreche hier nämlich nicht von HipHop oder so sondern "elektronischen" Musik. Ich halte diesen Begriff ehrlich gesagt für ziemlich dämlich, weil jede Musik eigentlich elektronisch ist. Jeeedenfalls geht es im Juni um "Electro"(Clash), Ambient oder schlicht und einfach irgendwie um Techno. Oder so.

Den ersten Eintrag macht Aphex Twin. Wer zum Fick ist das? Nun, Richard David James macht schon seit Ende der 80er Jahre Musik, im Laufe der Zeit auch unter verschiedenen anderen Pseudonymen. Er ist einer der wohl bekanntesten Vertreter der Electronica-Richtung - meiner "Windowlicker", "Come To Daddy" oder "Donkey Rhubarb". Dort zeigte der Herr sehr oft sein Gesicht, auf ne ziemlich skurrille Art und Weise. So wirkte er entgegen dem Techno-Trend sein Antlitz verbergen zu wollen.
Meinung nach nicht nur wegen des musikalischen Schaffens sondern auch wegen des visuellen. Man erinnere sich an die verstörenden Musikvideos zu

Doch genug Infos/Fakten. Denn diese haben damit wenig zu tun. "Selected Ambient Works 85-92" ist nämlich sein Erstling und hat mit den oben beschriebenen Videos eher nichts zu tun. Stattdessen erwartete mich ein wunderbar eingängiger Mix aus Ambient-Klängen (den von Brian Eno nicht unähnlich) mit ähm ziemlich tanzbaren Sounds. Sozusagen eine Kulisse aus einem sich stets wiederholenden Klang, der aber im Gegenzug zu gewöhnlichen Ambient sowas wie einen Rhythmus besitzt. Dazu kommen aber noch Gesprächsfetzen und quietschende Schuhe. Ohne Scheiß. Ich mag diesen Sound, er ist so wunderbar unaufdringlich und bietet eine gute Alternative zu RDJs späteren Sound, den ich auch so gerne mochte. Trotzdem zerstört das Album mein Bild von ihm nicht und er bleibt für immer das gruselige Monster aus "Come To Daddy".

8/10 Pfandflaschen
Youtube

Mittwoch, 1. Juni 2016

Comic Book Review#247: Iron West (2006)

Dieser Comic wird euch vielleicht nicht neue Welten eröffnen (wobei, naja eigentlich schon), aber definitiv zum Grinsen und zum staunen bringen. "Iron West" ist der dritte Comic von Doug TenNapel, der u.a. für solche Charaktere wie Earthworm Jim verantwortlich ist.

"Iron West" befindet sich in einer meiner Lieblingsschubladen, die meiner Meinung nach mittlerweile ziemlich unterrepräsentiert sit - Steampunk Western. Ich meine zumindest Steampunk nur im Zusammenhang mit viktorianischen Zeitalter gesehen zu haben. Und ja ich klammere mal "Wild Wild West" aus. Aber sei's drum.

Die Story spielt sich ab in einer kalifornischen Stadt im 19. Jahrhundert. Cowboys, Pferde, Sheriffs, Saloons, Schießereien. Mittendrin befindet sich ein Kleinganove namens Preston auf welchen auch ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Doch auch wenn er quasi die Hauptrolle hier spielt, so machen seine Gegner die Story erst richtig interessant. Dabei handelt es sich um eine Gilde von Robotern (betrieben selbstverständlich mit Dampf) die einen gigantischen Lokomotiv-Transformer bauen um ihre einstigen Erschaffer, die Menschen, zu vernichten. Preston gerät auf eine eher unsanfte Art und Weise in dieses ganze Schlamassel und spielt dabei sozusagen die Rolle des gutherzigen Gauners. Quasi wie Harrison Ford. Dazu kommen aber noch Sasquatch und das Loch-Ness-Monster.

Die Art und Weise wie das gezeichnet ist (riesige, freundliche Augen, Lächeln, markante Kinns) erinnert mich so stark an Disney/Pixars Hochzeiten. Den Charakteren steht quasi ihre Art und Weise zu reden/interagieren ins Gesicht geschrieben. Es wirkt alles so aufgeweckt und groß und freundlich. Und es gibt gigantische Schlachten zwischen Riesenmonstern. Darauf fahr ich nämlich so übelst ab. Außerdem ist es so verbraucherfreundlich gemacht, man brauch kein Vorwissen, muss sich beim Lesen nicht anstrengen. Popcorn-Comic der edelsten Sorte.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Image Comics