Mittwoch, 31. Dezember 2014

Happenings des Monats: Dezember'14

Hans Gruber + Wolfenstein + Kapytaen am 30.12.2014 in Kassel

Ich musste am besagten Tag von 9-15 arbeiten und heute von 10-16. Da war es doch beinahe naheliegend dass Frau Otterich und ich unsere Ärsche hochkriegen und nach Kassel fahren. Nicht. Ich glaube kein vernünftiger Mensch würde sowas tun, wenn er weiß dass er sowieso nicht zum schlafen kommt.

Wir kamen irgendwann um halb 8 irgendwo in Kassel an. Der Spielort war ein seltsames Hexenhäuschen was aussah als hätte es unten drunter eine riesige Klaue und würde bald davon hüpfen. Vor Ort waren natürlich auch die Atzen von Kapytaen und Wolfenstein. Hat mich sehr gefreut sie alle zu sehen, endlich mal wieder n kleines Stückchen Süden.

Als erstes spielten Kapytaen, ihnen folgten Wolfenstein und die "Local Heroes"(ich habe mitbekommen wie gesagt wurde dass von den "Local Heroes" nur das "Local" stimmt) "Hans Gruber". Alle drei Bands haben hardcore mit einflüssen aus verschiedenen bereichen von metal, powerviolence und thrashcore gemacht. Dass Hans Gruber irgendwas mit Powerviolence machen war mir von vornherein klar, schließlich ist ihr Bandname ein richtiger Name - was 95% aller Powerviolence-Bands ausmacht. Sie spielten als letztes und waren wirklich  nicht schlecht, auch wenn sie mich nicht wirklich vom hocker gerissen haben. Zu Wolfenstein habe ich hier schon einiges gesagt, man bediene sich den Suchfeld oben links falls man an weiteren Reviews etc. interessiert ist. Zu Kapytaen eigentlich auch, wenn auch nicht so viel. Allerdings möchte ich anmerken, dass ich den Mix aus BM-Blastbeats, schnellen powerviolence-parts und fast schon atmosphärischen langsamen Momenten sehr ansprechend finde. Ich bin mehr als gespannt wie es mit dieser Band weitergeht.

Was auch mehr als super war die Tatsache dass es Pizza gab. In verfickten Unmengen! Einer der Gastgeber, Roland Ronald hat einfach mal eine Ficktonne an Hefeteig gemacht. Und es fand sich eine junge Frau (die ich leider nicht mehr namentlich zuordnen kann; danke für die Pizzas; ich hoffe wir haben dir die Laune mit den Wissen über Echtpelz nicht vermiest), die beinahe Nonstop Pizzas belegt hat. Ich habe danach übrigens Post-Geburtstagsgeschenke bekommen und bin jetzt Besitzer einer "Batman: The Brave and The Bold"-Taschenlampe (die wie eine Klobürste aussieht)! Wie toll! Ich habe danach vielleicht 3,5 Stunden geschlafen, 6 Stunden gearbeitet und frage mich wie zum fick ich überhaupt wach sein kann. Das ist einfach höllisch. HÖLLISCH. Die letztens 20 Stunden sind wie im Flug vergangen und ich kann mich an die Hälfte nicht mehr erinnern. Bester alkoholfreier Rausch ist immernoch Schlafmangel.

Das ist der letzte Eintrag in diesem Jahr. Vielen vielen lieben Dank fürs Lesen. Ich mache ab nächsten Jahr, also ab morgen, Winterpause. Am 5.1 gehts wieder los mit all den monatlichen und wöchentlichen Beiträgen. Bis zum nächsten Jahr und schüttet euch gut rein!

xoxox
Stricher


Sonntag, 28. Dezember 2014

Album der Woche, Folge 179: Kool Keith - Black Elvis/Lost In Space (1999)

Falls euch der Name Kool Keith überhaupt nichts sagt: Es ist der Typ dessen Zeilen "Change my pitch up, smack my bitch up!" Prodigy für ihre Hitsingle "Smack my bitch up" gesampelt haben. Es ist sein viertes Solo-Album, welches diesmal unter dem Alias Black Elvis erscheint.

Die erste Hälfte ist stark futuristisch veranlagt. Die zweite (ab dem zweiten Intro) ist eher konventionell: oldschoolige beats und Texte über....das übliche. Kool Keith hat keine besonders brisanten Themen. Er zerstört Whack-MCs, ja ganze Karrieren, er ist einfach der beste. Zumindest für sich selbst, so scheint es. Außerdem rappt er über Frauen: Sowohl was für ein supergalaktischer Lover er
ist, als auch darüber wie er eine Frau verehrt ("Fine Girls"). Letztgenannter Song hat übrigens einen richtig übel ohrwurmhaftigen Refrain. Dazu kommen noch verschiedene Science-Fiction-Referenzen und Dialoge die einen vermuten lassen dass die Protagonisten des Songs sich in einem Raumschiff befinden. Die Beats klingen wie der Warpantrieb oder irgendwelche Laserpistolen.

Kool Keith erfindet gewiss das Rad nicht neu. Allerdings ist diese futuristische, intergalaktische Art sowas von großartig. Sowohl von den überzogenen, viel zu viel von sich selbst haltenden Lyrics als auch von den Beats her. Ich finde es nämlich saugut wenn jemand darüber rappt was für ein toller Hecht er ist, allerdings nur wenn der Beat nicht aus klick-klick-pistolengeräuschen und ähnlichen Scheiß besteht. Davon ist hier nämlich nichts zu hören. Kool Keith rappt zwar meistens über sich selbst, aber das tut er auf eine königliche Art und Weise.

Anspieltipps: Livin' Astro, Fine Girls, Master of the Game, Lost In Space, I'm seeing Robots, Supergalactic Lover

9/10 Pfandflaschen
Youtube

Freitag, 26. Dezember 2014

Geschichten, die keiner mag#42: Jahresrückblick 2014

Guten Tag, meine Freunde.

Ich weiß, das ich in den letzten Jahren zum Jahresende einen Sondereintrag gemacht hab um auf das letzte Jahr zurückzublicken. Allerdings hatte ich in letzter Zeit ziemlich viel zu arbeiten, bin ziemlich ausgelaugt und möchte das nächste Jahr mit einer ziemlich guten "Geschichte, die keiner mag" beginnen, die sonst diesen Monat schon dran wäre. Deswegen spare ich an einem Beitrag und dieses Jahr kommt der Jahresrückblick in dieser Rubrik.

Leider hab ich irgendwie einen Teil des Jahres 2014 vergessen. Oder zumindest kann ich mich nicht an alles erinnern. Aber einiges müßt ihr auch nicht wirklich erfahren. Was ich gemacht, wo ich hingegangen bin könnt ihr übrigens immer noch in der Rubrik "Happenings des Monats" nachlesen.

Es hat sich einiges in meinem Leben verändert. Ich schrieb in Mai meine Fachabiturprüfung, BESTAND SIE (hahahaha, fick ja! friss das, faulheitsgeist) und hatte von dem Zeitpunkt an scheinbar unendlich lang frei. Habe mich dann auch so schnell es ging, ergo nach der Ausgabe des Zeugnisses, an mehreren FHs beworben...genauer gesagt zwei....weil der Zeitdruck viel zu hoch war....leider erfolglos.

Seit April dieses Jahres bin ich übrigens Papa. Genauer gesagt Hundepapa. Ich und Frau Otterich adoptierten eine 3-4 Jahre alte Hundedame aus Rumänien. Sie hört auf den Namen Titzi aka Titzi the Wonderdog aka Titzmaster aka [...] Und ist mittlerweile auch schon Covermädchen für diesen Blog hier. Ja, das obendrüber, das ist sie. Und sie schafft es jeden miserablen Tag ein Bisschen besser zu machen.

Das schafft auch Frau Otterich. Wir sind nämlich seit diesem September schon zwei Jahre zusammen. Und ich frage mich immer noch wie sie es mit mir aushält. Mittlerweile schaff ich es nämlich mir selbst aufm Sack zu gehen.

Ich habe seit September einen neuen Job. Von nun an bin ich Leergutasi, Rumschieber, Abpacker und Getränkemanfred in einem Getränkemarkt. Es ist zwar nicht das Beste, aber momentan von der Lage her super. Außerdem ist es ab diesem Dezember kein 400€-Job mehr. Das ist das erste Mal in meinem Leben dass ich "so viel" (also 680 brutto) verdiene. Ich vertreibe mir nun die Zeit mit Arbeiten, Bloggen und ab und an Bewerbungen an FHs losschicken. Ahja, ich wohne mittlerweile nicht mehr in Würzburg. Ich habs endlich geschafft! Mein neuer Wohnort befindet sich irgendwo mittendrin im Ruhrgebiet. Momentan bin ich ziemlich zufrieden, auch wenn ich bis jetzt kaum jemanden hier kenne. Aber die Zeit kommt noch.

Das Internet hingegen, welches eine lange Zeit für mich zu einer Art Nische geworden ist, in welche ich mich immer wieder zurückziehen konnte wurde langsam unerträglich. Während auf der Straße der Ekeldemonstrant wütete (sprich Islamisten die im Sommer vor Synagogen demonstrierten, rotbraune Querfront-Friedensdemonstranten jeden Montag, als auch ekelhafte Rechtspopulisten die an jeder Ecke Islamisten sehen) war es im Internet nicht ruhiger. Im Gegenteil: soweit das Auge geblickt hat war Hass. Widerwärtiger Internethass der nicht ekliger werden konnte. Gegen Juden die an allem bösen in der Welt Schuld sind ("Genozid" an Palästinensern, Krieg, Rothschildkapitalismus etc. etc.), gegen die Ukraine, weil die Bevölkerung zu 99% aus Nazis besteht (o.O) und gegen eine schleichende Islamisierung Deutschlands die äh....oh Entschuldigung, Zeit für ein Gebet

...

...

...

...

Deutschland ist immer wahnsinniger geworden, sowohl auf der Straße als auch im Netz. Es ist unmöglich geworden, irgendwo zu surfen ohne dass sich Leute gegenseitig aufs übelste Beschimpfen und an allerlei Verschwörungen glauben. Das ist so abgefuckt, so krank....so aaargh. Manchmal hab ich richtig Bock meinen Laptop mit der Baseballkeule eins überzubraten. Diese Menschen sind so unglaublich kacke, dass ihnen scheinbar nichts mehr helfen kann. Meine Fresse, ey. Mir fehlen die Worte.

Was "..,klar" betrifft: Ich werde weiter bloggen bis ich nicht mehr kann. Dieses Jahr hab ich übrigens die 300-Beiträge-Grenze überwunden. Mal gucken wie viel ich nächstes Jahr schaffe. Mein Ziel sind übrigens 365. Ja, es macht immer noch Spaß zu schreiben, auch wenn einige Rubriken zum paininteass geworden sind. Zum Beispiel diese hier. Ich hab halt leider nicht immer den Elan mir irgendwas tolles zu überlegen. Außerdem gehen mir einfach die Themen hin und wieder aus. Trotzdem bleibt der Blog mindestens die nächsten zwei Jahre bestehen. Es gibt nämlich noch so viele Sachen über die ich schreiben kann :)

Ich frage mich manchmal was Leute suchen um auf meinem Blog zu landen. Die Statistiken geben einiges her:

Suchbegriffe (diese Woche):

die klasse von 1984
4








3 busen
3








katze guckt böse
2








martian manhunter and chocos
2








wichser
2








3 brüste
1








awesome halloween 2014 lsd
1








comic serien mit tiere
1








comic spiderman ehefrau
1








die besonderheiten der nationalen jagd
1

Was auch immer.

Ich freue mich übrigens wirklich aufs nächste Jahr. Wirklich. Auch wenn alles schief und krumm läuft.

Vielen Dank fürs Lesen. Das ist übrigens (außer Album der Woche diese und Happenings des Monats nächste Woche) der letzte Eintrag in diesem Jahr. Dankeschön. Ich hab euch alle lieb.


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Rezept des Monats: Dezember'14

Das letzte Rezept in diesem Jahr! Hat leider nur so semigut geklappt. Dafür weiß ich fürs nächste Mal was ich anders machen werde. Ich werd aber nicht verraten was schief gelaufen ist, das ist mir zu peinlich. Jedenfalls wollte ich mal wieder ein Rezept aus meiner Kindheit realisieren und habe daher ein Gericht aus der polnischen Küche gegooglet. Das Originalrezept könnt ihr hier nachlesen - ich wollte es nämlich für alle verständlich machen und habs übersetzt. Somit kein Rezepteklau!!!111elf

Das Gericht würde auf Deutsch "Linsenpastetchen" heißen oder "Pastetchen" oder so. Für mich heißt es "PASZTECIKI, KURWA!". So und ab gehts.

Zutaten (Teig):
500g Mehl
30g Hefe
1 TL Zucker
1/2 TL Salz
1/2 Glas pflanzliche Milch
1/3 Glas Öl

Zutaten (Füllung):
200g Linsen (nicht die aus der Dose!)
1 Dose Champignons
1 Zwiebel
2 EL Öl
Salz, Pfeffer, Majoran, Oregano

Zubereitung:
Als erstes ist der Hefeteig dran. Dafür schütten wir alle trockenen Zutaten zum Mehl und geben die Milch dazu. Danach kneten wir alles entweder mit unseren starken muskulösen Arbeiterhänden oder wir lassen die Sauerei und nehmen einen Mixer. Danach bedecken wir den Teig (ich meine damit die Schüssel in welcher sich der Teig befindet) mit nem Tuch und lassen ihn ne Weile irgendwo stehen wo es warm ist. Nach einer Weile (halbe Stunde oder so) müsste der Teig größer geworden sein, zumindest ein Bisschen.

Währenddessen könnte man sich an die Füllung ran machen. Dafür schneiden wir die Champignos und die Zwiebel in kleine Stücke und braten sie in der Pfanne an. Zusammen mit den Gewürzen. Und jetzt spulen wir nochmal zurück: Davor haben wir die Linsen ein paar Stunden lang im Wasser eingeweiht. Danach kochten wir sie so lange bis sie weich wurden und schöpften wieder das Wasser ab. Und jetzt wieder zurück: Die Linsen sind gekocht, das Bratzeug angebraten. Ergo rein damit in den Mixer oder unters Püriergerät.Nachdem wir damit fertig sind...

....sehen wir nach dem Teig der bis dahin hoffentlich etwas fester geworden ist. Wir kneten ihn noch mal ordentlich durch und rollen ihn anschließend aus. Danach schneiden wir ihn in mehrere Vierecke, ungefähr 5mm dünn. Diese kann man wiederum in Vierecke schneiden, sodass sich noch mehr Pastetchen ergeben. Wir schmieren die Paste drauf und rollen das ganze zusammen. Allerdings muss man dabei drauf achten, dass man den Teig untenrum zusammendrückt damit er beim backen nicht aufgeht. Worauf ihr noch achten müsst: Rollt den Teig am langen Ende entlang, nicht am kurzen. Soll ja keine Zimtschnecke werden oder so. Anschließend kommt das ganze für 15 Minuten in den zuvor auf 200 grad vorgeheizten Ofen.

Und dann sieht das mehr oder weniger gut aus :D



Mittwoch, 24. Dezember 2014

Film der Woche#178: Merry Shitmess 2014 Special

Dieses Jahr, so wie jedes Jahr gibt es ein Weihnachtsspecial. Und das alles auch wenn Stricher kein Weihnachten feiert. Nicht wirklich zumindest.

1. Buddy - der Weihnachtself (2003)

Buddy (Will Ferrell) ist als Kleinkind beim Besuch des Weihnachtsmanns im Waisenheim in seinen Sack geklettert und landete so am Nordpol. Dort adoptierte ihm Papa Elf und Buddy fand scheinbar seinen Platz in der Gemeinde. Trotz seiner Größe. Eines Tages findet er raus, dass er kein Elf sondern ein Mensch ist und dass sein richtiger Vater in New York lebt und noch nie von ihm gehört hat. Also macht er sich auf dem Weg nach New York um dort seinen Papa kennenzulernen. Allerdings war
dieser schon immer auf der Unartig-Liste des Weihnachtsmanns und ist sonst auch kein besonders guter Mensch. Einer von der "Ich habe Zeit für Arbeit aber nicht für meine Familie"-Sorte. Ob es dem 1,90 großen Adoptivelfen gelingen wird seinen Papa Walter Hobbs (James Caan) umzudrehen?

Will Ferrell in einer seiner nervigsten Rollen. Im Ernst: Mir blieb bei der Hälfte des Films der Mund offen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich dazu sagen soll. Einerseits tatsächlich irgendwie süß, andererseits aber auch traurig. Man sieht diesen erwachsenen Mann der so voller Fröhlichkeit ist und auf diese überernste profitorientierte Welt trifft in die er überhaupt nicht reinpasst. Ich habe gelacht, ja. Meistens wegen absurden Situationen wie der Sache mit dem Ahornsirup - Das Buddy bei seiner Diät nicht die Zähne ausgefallen sind ist ein Wunder. Ich weiß allerdings nicht ob ich ihn mir ein zweites Mal angucken würde. Ich glauber aber eher nicht. :D

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


2. Nightmare Before Christmas (1993)

Wir befinden uns in Halloweentown, einer Stadt in welcher Ghouls, Vampire, Werwölfe, Zombies und alle anderen Monstrositäten leben. Jack Skellington (Danny Elfman/Chris Sarandon) ist der Kürbiskönig und auch Vorbild aller Einwohner. Er ist verantwortlich für das jährliche Halloween-Fest. Allerdings hat er langsam die Schnauze voll, alles wird ihm zu eintönig. Bei einem Spaziergang gelangt er durch Zufall in die Stadt Christmastown wo alles voller Schnee ist. Es ist ein komplettes
Gegenteil von Halloweentown, etwas komplett neues. Jack ist begeistert und überredet nach seiner Rückkehr die Einwohner seiner Stadt dieses Jahr Weihnachten zu feiern. Dafür nimmt er alles selbst in die Hand. Es wäre allerdings besser gewesen er hätte seine knochigen Finger von gelassen.

Ich will gar nicht vorstellen wie viele tausend Stunden die Crew für die Erschaffung aller Figuren gebraucht hat. Das sieht nach filigraner Kleinstarbeit aus. Wie auch immer - es gibt diese Filme die einen auf den Nerv gehen weil sie zum Trend auserkoren werden: Jeder Arsch trägt Merchandise davon, der Film wird hochgepriesen bis zum gehtnichtmehr. So war es vor paar Jahren mit "Nightmare before Christmas". Ich habe immer wieder Emokids gesehen die mit Merch ausgestattet waren. Deshalb hatte ich lange Zeit auch kein Bock drauf. Allerdings hat sich dieser Film meiner Meinung nach die Aufmerksamkeit verdient. Aber volle kanne. Man merkt, dass da viel Herzblut dahinter steckt. Und die Songs gehen mir nicht aufm Sack.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:

3. Die Muppets-Weihnachtsgeschichte (1992)

Die "Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens müsste eigentlich jeder kennen. Klar vorletztes Jahr habe ich ja auch n Review zu "Die Geister, die ich rief" geschrieben. Diese Verfilmung hält sich aber noch näher am Original. Halbwegs.

Ebenezer Scrooge (Michael Caine) ist einer der miesesten und geizigsten Typen Londons. Der Geschäftsmann ist derartig verbittert, dass er Weihnachten verachtet und seinen Angestellten grad mal so einen Tag freigibt. Niemand sonst will sich mit ihm abgeben. In der Nacht vor Heiligabend kriegt er Besuch von drei Geistern: der vergangenen, der gegenwärtigen und der zukünftigen
Weihnacht. Die Begegnung mit ihnen soll ihm für immer verändern.

Der Film kommt außer Michael Caine und einigen Nebenrollen beinahe ohne Schauspieler aus. Stattdessen übernahmen alle Originalrollen die Puppen aus der Muppets Show wie Gonzo, Fozzie Bear, Kermit der Frosch, Miss Piggy, uvm. Viel eindrucksvoller als jeder CGI-Scheiß. Ohne Mist.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


4. Silent Night, Deadly Night 4 (1990)

Und mit jedem Weihnachtsspecial kommt jedes Mal ein neuer Teil dieser schäbigen Horrorreihe. Mittlerweile schon der vierte von fünf.

Teil 4 der "Silent Night, Deadly Night"-Saga hat nichts mehr mit den Psychokiller Billy oder seinen nicht weniger psychotischen Bruder Ricky zu tun. Niemand mordet hier im Weihnachtsmannkostüm oder mit Kochtopf auf dem Kopf (siehe letztes Jahr). Diesmal geht es um eine Journalistin die einen mysteriösen Fall über eine spontane Selbstentzündung aufklären will. Während ihrer Recherche
kommt sie einer merkwürdigen Sekte auf die Spur die sie auch prompt als Opfer bringen auserkoren hat. Was haben überdimensionale Kakerlaken damit zu tun? Was hat es mit all diesen überflüssigen Sexszenen auf sich?

WARUM IST DIESER FILM SO SCHEIßE?
WARUM HAT ER SO GUT WIE GAR NICHTS MIT WEIHNACHTEN ZU TUN(außer die letzten paar Szenen)?

Gottverdammt, es wird mir zu dumm hier. Meine Fresse, ey. AAAAAAAAARGH.

WAS
FÜR
EIN
SCHEISS.

-1/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:



Dienstag, 23. Dezember 2014

Comic Book Review#177: How to understand Israel in 60 days or less(2011)

Die Zeichnerin und Autorin Sarah Glidden hatte lange Zeit ein sehr negatives Bild von Israel. Das Land im Nahost betrachtete sie als eine Art faschistischen Unterdrückerstaat. Sie trug ebenfalls häufig aus Solidarität das Palästinensertuch. Dabei ist sie selbst Jüdin, wenn auch eine die nie großartig ihre Religion ausgelebt hat. Nach ewigen hin und her beschließt sie doch bei einer Tour der nonprofit-organisation "Birthright Israel" mitzumachen. Dabei lernen junge Juden das Land kennen. Auch wenn die Reise ihr zuerst meinungsbildend und ideologisch erscheint legt sie bald ihre Vorurteile ab. Sie wird mit verschiedenen Tatsachen, Geschichten und Fakten konfrontiert. Ihr anfängliches Bild des Judenstaates gerät ins Wanken.

Allerdings ist der Titel des Comics eigentlich falsch. Man lernt zwar dazu, man fängt an einige Sachen zu verstehen, allerdings ist dieses Buch nicht dazu da um den Leser dazu zu bringen dieses Land zu lieben. Es ist dafür da zu realisieren dass nicht alles so einfach zu erklären ist. Sicher ist die Ursache des momentanen Konflikts ziemlich einfach, jedoch ist die ganze Hintergrundgeschichte immernoch ziemlich kompliziert. Viele übersehen das allerdings oder ignorieren das schlicht und reden von Besatzung, Völkermord usw. Sicher, den notorischen Israel-Hasser wird dieses Buch nicht umdrehen können. Trotzdem hat es meiner Meinung nach ne positive Funktion. Vielleicht hatten einige meiner Leser auch ähnliche innere Konflikte die sie zu bewältigen versuchen. Und es ist ne interessante Story mit relativ unkomplizierten Bildern!

Auf Deutsch erhältlich als "Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger"(oder so)
9/10 Pfandflaschen
Interview mit Sarah Glidden

Montag, 22. Dezember 2014

Samstag, 20. Dezember 2014

Album der Woche, Folge 178: Sonic Youth - Goo (1990)

Schon ziemlich lange seit dem letzten Sonic-Youth-Review. Ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht mehr wirklich an das was ich geschrieben hab. Außerdem hab ich schon sehr lange kein SY mehr gehört. Ergo ist es für mich eine Art Neuanfang.

Musikalisch ist hier nicht viel anders, als beim Nachfolgealbum "diRty". Auch wenn ich Sonic Youth früher immer für etwas abstraktes/außergewöhnliches gehalten. Sie sind es aber nicht. Es sind einfach vier Leute die ziemlich primitive, simple Musik gemacht haben. Zwei Gitarren, ein Bass, ein Drumset. Treibender, nach vorne gehender Noiserock der keine komplizierten Gitarrensoli oder sonstwas bietet. Ahja und dazu wird hin und wieder gedröhnt und verzerrt. Den Gesang teilen sich Thurston Moore, Kim Gordon und Lee Ranaldo. Moore ist dabei eindringlich, Gordon lasziv und Ranaldo eher nachdenklich. Die Songs
werden dabei von denjenigen gesungen die diese auch geschrieben haben.

Die Texte drehen sich um ziemlich interessante Themen. "Tunic"(Song for Karen)" handelt zum Beispiel von der Drummerin und Sängerin Karen Carpenter (The Carpenters) die 1983 an Folgen einer Anorexie gestorben ist. Kim Gordon singt darüber wie Karen im Himmel ist, sich mit ihren Freunden Elvis Presley, Janet Joplin und Dennis Wilson trifft und wieder Schlagzeug spielt. "Kool Thing" erzählt von Gordons seltsamen Erfahrungen während eines Interview zwischen ihr und LL Cool J. Die Sprechrolle von LL übernimmt in diesem Fall Chuck D von Public Enemy. Die Texte als auch die Art und Weise wie sie vorgetragen wirken im Zusammenhang mit der Musik etwas obskur....Allerdings machen sie trotzdem Sinn, wenn sich etwas näher mit ihnen auseinandersetzt.

Ich mag das. Es gibt mir ein seltsam positives Gefühl und lässt mich wie einen Irren umhertreiben. Das Albumcover stammt übrigens von Raymond Pettibon, der auch für alle alten Black-Flag-Albumcover verantwortlich ist.

9/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Disappearer, Kool Thing, Dirty Boots, Mildred Pierce (keine Sorge der Song muss so klingen)

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Donnerstag, 18. Dezember 2014

Film der Woche#177: 101 Sci-Fi-Filme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 17

Juhu, Ich und Frau Otterich haben schon 75 Filme gesehen und sind nicht aufzuhalten. Diesmal gibt es keine vier, keine fünf, keine sechs sondern ganze sieben Filme zu begutachten (als ob!) Viel Spaß beim Lesen.

69. Starman (1984)

Irgendwann haben die Vereinten Nationen beschlossen eine Botschaft an mögliches Leben im All zu versenden. Doch niemand hat damit gerechnet, dass diese beantwortet wird (Menschenlogik). Deshalb schießt man das Raumschiff welches sich der Erde nähert ab. Der Außerirdische kann sich aber retten und findet Zuflucht im Haus von Jenny Hayden (Karen Allen) die vor nicht allzu langer Zeit ihren Ehemann Scott (Jeff Bridges) verloren hat. Nach einer Genanalyse seiner verbliebenen Haare nimmt er seine Gestalt an und bringt
Jenny dazu ihm zu einer Abholstelle zu transportieren. Langsam aber sicher nähern sie sich an und der "Starman" lernt die menschliche Sprache als auch die seltsamen Angewohnheiten.

John Carpenter ("The Thing", "Halloween") zeigt sich diesmal von anderer Seite. Diesmal wird einen warm ums Herz. Ich finde Jeff Bridges' Darstellung von Starman besonders gut, weil nicht jeder jemanden darstellen kann der nicht in der Lage ist menschliche Grundzüge zu zeigen. Fast als würde er ein unterentwickeltes Kind spielen. Außerdem erzählt sich die Story wie von selbst. Deshalb:

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


70. Brazil (1984)

Bei "Brazil" führte Terry Gilliam Regie der gleichzeitig Mitbegründer von "Monty Python" ist. Achja, er ist auch der Regisseur von "Angst und Schrecken in Las Vegas".

Irgendwann in einer dystopischen, zutiefst ekelhaft bürokratischen Realität. Sam Lowry (Jonathan Pryce) ist Angestellter der Abteilung für Informationwiederbeschaffung des Ministerium für Information (abgekürzt MOI). In seinen Tagträumen ist er eine Art Ikarus-Krieger der chinesische
Krieger/Monsterdrachen bekämpft und sich einer mysteriösen blonden Frau nähern will. Er wird beauftragt einen juristischen Fehler zu beheben. Anstelle des "Terroristen" (illegalen Heizungsinstallateurs) Tuttle (Robert De Niro) wird der Familienvater Buttle gefangen genommen und zu Tode gefoltert. Sam muss dies wieder ausbaden, gerät aber auch an die Frau aus seinen Träumen.

Absurditätslevel 10030234203423. Eine Art verzerrtes Bild von Orwells' "1984". Die Dystopie äußert sich nicht unbedingt durch die permanente Überwachung sondern durch Tonnenberge an Papierkram und ein undurchdringliches bürokratisches Apparat. Mit jeder Minute wird es besser und abgefahrener. Und zwar richtig abgefahren. Ich glaube so eine krasse Traumsequenz habe ich noch nie gesehen. .....Ne, hab ich echt nicht.

9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


71. Zurück in die Zukunft (1985)

Wir schreiben das Jahr 1985: Der High-School-Schüler Marty McFly (Michael J. Fox) führt ein halbwegs okayes Leben: Er spielt in einer Metalband, versucht keinen Ärger mit dem Schulrektor zu kriegen und geht mit Jennifer (Claudia Wells) aus. Seine Familie ist verhältnismäßig arm, sein Vater wird von seinem Vorgesetzten Biff Tannen (Thomas F. Wilson) ständig unter Druck gesetzt. Einer seiner engen Freunde ist der Erfinder Dr. Emmet "Doc" Brown (Christopher Lloyd). Eines Nachts zeigt er ihm seine neueste Erfindung: Ein zu einer Zeitmaschine umgebauter Delorean DMC-12, welcher für einen Zeitsprung 88 Meilen die Stunde fahren muss. Leider hat er für den Treibstoff einige illegale Manöver gedreht und kriegt Ärger mit lybischen Terroristen. Marty flieht
daraufhin, um seine eigene Haut zu retten mit der Zeitmaschine ins Jahr 1955. Dort geschieht unmögliches: Er verhindert versehentlich dass seine noch junge Mutter Lorraine Banes (Lea Thompson) sich in seinen Vater George McFly (Crispin Glover) verliebt. Somit ist sowohl seine Existenz als auch die von seinen Geschwistern bedroht.

Wieder das Nostalgie-Schwein gefüttert. Habe diesen Film als Kind bestimmt 10000000 Mal gesehen. Ich kenn die Story (als auch die vom zweiten und dritten Teil) beinahe auswendig und ich liebe liebe liebe sie. Ich kann auch die Gedanken der Macher nachvollziehen - habe mir nämlich auch schon überlegt wie es denn wäre meine Eltern als Kinder/Teenager kennenzulernen. Zudem finde ich den hervorgehobenen Unterschied zwischen den glattpolierten 50ern und den abgefuckten 80ern großartig. Das Studio hat dafür eine ganze Stadt neu aufpoliert aufgebaut um sie danach "abzufucken". Ja, Hill Valley ist schon n schönes Örtchen. Außerdem hält man sich an die Zeitreisegesetze von H.G. Wells - man reist durch die Zeit, nicht durch den Raum. Und auch wenn man sich an gewisse Regeln hält, entstehen großartige Paradoxone. Ich empfehle bei jedem Augenblick genauer hinzusehen. Es lohnt sich!

10/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


72. The Quiet Earth (1985)
HA! Den Film hab ich schon mal reviewt. Und zwar vor langer langer langer langer Zeit. Deswegen ist der Reviewtext auch nicht so ausgereift. Hier gibts den Beitrag.


















 73. Aliens (1986)
Dieser Film wurde ebenfalls reviewt. Daher spar ich mir das an dieser Stelle. Aber Achtung, das Review fand statt (wieder) im Rahmen des "Alien-
vs.-Predator"-Marathons und zwar gleichzeitig während der International Week. Deswegen ist es auf Englisch.













74. Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart (1986)

Der vierte Star-Trek-Kinofilm spielt drei Monate nach den Ereignissen im dritten Teil "Auf der Suche nach Mr. Spock".

Nachdem die Crew der USS Enterprise sich unerlaubterweise zum Planeten Genesis begab um Mr. Spock (Leonard Nimoy) zu bergen und dabei einige feindselige Klingonen liquidieren musste, befindet sie sich im Exil auf dem Planeten Vulkan. Da ein hoher Klingonenführer sich einen Prozess gegen Admiral Kirk (William Shatner) wünscht beschließen sie zur Erde zurückzukehren und sich zu stellen. Kurz vor der Ankunft stellt man fest, dass eine unbekannte Sonde die Erde erreicht hat. Sie sendet Signale aus die Energiesysteme lahmlegen. Außerdem verdampft sie die Ozeane was zu schweren Unwetter führt. Eine Ankunft auf der Erde ist somit unmöglich. Spock stellt fest, dass die Signale dem Gesang von Buckelwalen ähneln und die Sonde
womöglich eine Antwort von Buckelwalen erwartet. Da im 23. Jahrhundert aber Buckelwale längst ausgestorben sind wagt die Crew einen Zeitsprung ins Jahr 1986 um dort einen Wal zu bergen.

Was für ein Spaß. Wohl der lustigste Teil der Reihe. Die Crew der "Enterprise" sieht sich mit "steinzeitlicher" Technik des 20. Jahrhundert konfrontiert ("Chemotherapie? Das sind doch Methoden aus der Steinzeit!") als auch mit der geschmückten Sprache. Es ist urkomisch wenn Spock plötzlich sich dieser bedient und als jedes zweites Wort "verdammt" benutzt. Außerdem sieht er aus wie n Blumenkind welches auf "LDS" (O-Ton Kirk) hängengeblieben ist. Zudem ist auch eine positive ökologische Message vorhanden, es superlustige Situationen und geniales Product Placement. Neben Teil II die bis jetzt beste Fortsetzung.

Daher: 9/10 Pfandflaschen

Film 
Trailer:


75. Predator (1987)

Und schon sind wir am Ende des Beitrags. Da ich immer noch faul bin und keinen Sinn darin sehe diesen großartigen Film nochmal zu reviewen, weise ich freundlichst auf diesen Beitrag hin, der im Zuge des "Alien-
vs.-Predator"-Marathons veröffentlicht wurde. Das ist übrigens 77 Ausgaben her.

Danke fürs Lesen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

So isses, Musik!#3: Niemand mag Klugscheißer.

Ich habe in meinem Leben schon verdammt viel Musik gehört, höre immer noch viel Musik und werde wohl auch viel Musik hören. Mit viel Musik kommt auch viel Wissen dazu. Viel unnützes aber auch interessantes Wissen. So weiß man irgendwann wer mit wem geschlafen hat, Musik gemacht hat, auf den selben Label ist, woher der Künstler/die Band einen Bandnamen hat usw. usf. Wenn man mal einen Abend lang nichts zu tun, hört man auch ganz viel, surft sich durch halbes Youtube und stößt auf immer mehr Zeug. Ich versuche mal einige (un)interessante Zusammenhänge zu erklären.

Fangen wir doch mal an mit einer meiner Lieblingsbands überhaupt: Den Misfits.
Gegründet im Jahre 1977 sorgten sie sechs Jahre lang für grandiosen Horrorpunk. Zu Anfang machten sie melodiösere Musik im späteren Verlauf jedoch ziemlich chaotischen Hardcorepunk. Einer meiner absoluten Lieblingssongs von dieser Band (habe mir vor 7 Jahren sogar ein T-Shirt mit den Songzeilen gemacht) ist "Bullet". Abgesehen von den letzten paar ziemlich verwirrenden Zeilen ist es eines der geilsten Texte überhaupt. Es geht nämlich um die Ermordung von John F. Kennedy.

"President's bullet-ridden body in the street
Ride, Johnny ride

Kennedy's shattered head hits concrete

Ride, Johnny ride



Johnny's wife is floundering

Johnny's wife is scared

Run, Jackie run



Texas is an outrage when your husband is dead

Texas is an outrage when they pick up his head

Texas is the reason that the president's dead"

Texas is the Reason hingegen waren eine Post-Hardcore-Band aus New York die sich tatsächlich nach dieser Zeile benannt haben. Habe ich nie gehört. Hätte ich aber mal tun sollen. Geht nämlich wirklich unter die Haut. Voraussetzung ist natürlich dass man gerne "weichgespülten" Hardcore hört und sich an dementsprechenden Texten nicht stört. Mir gefällt das zumindest.


"Astro Zombies" ist nicht nur der Titel eines Horrorfilms von 1968 (Mit Tura Satana in einer der Hauptrollen) sondern auch der eines Misfits-Songs von 1982er Album "Walk Among Us". Außerdem auch der Name einer französischen Psychobilly-Band:


Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie viel Bands Misfits gecovert haben. Hunderte. Wahrscheinlich tausende. Eine von diesen Bands waren Wolfpack. Die später, weil sie nicht mit einer neonazistischen Knastgruppierung gleichen Namens verwechselt werden wollten, in Wolfbrigade umbenannte Band war zu Mitte der 00er Jahre ein Muss für jeden frischgeschlüpften Crustpunk. Zumindest hab ich damals auffällig viele nietenbesetzte Jacken mit mindestens einen der vielen Wolfbrigade-Logos gesehen. Die Musik hört sich komplizierter an als sie eigentlich ist - es ist nämlich Crustpunk mit Metal-Einfluss und angepissten Texten sowohl politischer als auch persönlicher Natur. Mit Wolfbrigade bring ich auch immer wieder Anti-Cimex in Verbindung. Schließlich spielte dort der Bassist Tomas Jonsson.

Auch wenn ich diese Band nie wirklich gut fand, hat ihre Musik doch noch was mitreißendes. Skandinavischer D-Beat der kaputten Sorte. Richtig schrammelig. Eines ihrer bekanntesten und wohl unter D-Bear-Bands meistgecoverten Songs ist "Victims of a Bombraid" (oder eher Uiehktims of a bombraid). Was ich immer an der Band seltsam fand, waren ihre Songt bzw. Albumtitel: "Absolut Country of Sweden", "Fucked in Finnland", "Scandinavian Jawbreaker"....Bloß nicht falsch verstehen, ich finde das nicht wirklich schlimm sondern einfach total merkwürdig. Haben sich übrigens nach einer schwedischen Schädlingsbekämpfungsfirma benannt.

Eine weitere Band in welcher ein ehemaliges Mitglied von Anti-Cimex spielt (bzw. singt) sind Driller Killer. Ich habe in meinem Leben vielleicht zwei Songs von dieser Band angehört. Und zwar das Blitz-Cover "Someone's Gonna Die Tonight" als auch "From Out Of Nowhere". Ich muss immer lachen weil Cliffs Gesang so dahingequirlt ist. Als hätte der Typ eine Art Anfall oder so. Bei "Someone's Gonna Die..." kann ich alles beinahe problemfrei mitsingen, weil ich den Originaltext kenne...nicht so der Fall beim zweiten Song. Ich hätte nie gedacht dass es um Drogen geht.

Wirklich nicht.



Aber mal im ernst, das hört sich richtig geil an. Auch wenn Cliffe im Video richtig bedröppelt guckt. Sei's drum. Achja, Driller Killer sind übrigens verantwortlich für eines der miesesten Album-Artworks überhaupt. Richtig gelesen. Alle achtung!
Nein, nicht weil da eine Vagina drauf ist. Sondern weil der Titel so gut zum Bild passt. Und es überhaupt nicht witzig ist. Was zum fick haben sie sich dabei gedacht? Plus diese miserable Schriftart. Jesus, get out of my face.

"Driller Killer" haben sich nach einem italienischen Horrorfilm benannt. Auf dem selben Film bezieht sich das gleichnamige Lied der Psychobilly-Dänen von Nekromantix. Ich habe mal ein Interview mit dem Sänger (und Kontrabassisten) Kim Nekroman gesehen. Es wurde in einem ziemlich dunklen Raum gedreht und
er sah aus als würde grade entführt werden oder so. Jedenfalls blickte er immer wieder panisch zur Seite. Schade, dass ichs nicht mehr finde. Meiner Meinung nach ist übrigens "Brought Back To Life" eines der geilsten KlickerKlackerAlben die ich je gehört hab. Neben "In Sickness and In Health" von Demented Are Go! natürlich. Besonders gefallen haben mir auch die drei Köpfe der Bandmitglieder die auf beinahe jedem Album zu sehen waren. Nekromantix' 2000er Album "Return of the Loving Dead" erschien auf "Hellcat Records", dem Plattenlabel von Tim Armstrong (u.a. Rancid).

Transplants: Aston, Barker, Armstrong
Dieser hatte eine Zeit lang ein grandioses Nebenprojekt am laufen (oder hat? ich weiß nicht ob es die band wieder gibt): "Transplants", welche aus ihm, dem Rapper "Skinhead Rob" Aston und dem Schlagzeuger Travis Barker (of Blink-182 fame). Großartige Mischung aus Rap, Punk und poppigen Klängen. Ich weiß allerdings nicht was ich von den Inhalten ernst nehmen soll und was nicht. Aber egal, im großen und ganzen macht die Musik Spaß. Alle drei Mitglieder haben musikalisch verdammt viel gebracht und beteiligen sich scheinbar überall. Rob Aston singt mittlerweile in einer D-Beat-Band (wir kommen aus dieser D-Beat-Nummer wohl nicht raus) Travis Barker hat ein Album mit dem Rapper Yelawolf aufgenommen. Letzterer erinnert mich vom seinem Auftreten her (dünner white boy) etwas an diesem Kerl hier (siehe unten). Vielleicht stimmt es nicht ganz, aber ich bring die beiden irgendwie immer in Verbindung. Außerdem trägt er im Video für eine Sekunde ein Misfits-Shirt, so dass wir wieder am Anfang sind.
d-beat-nummer nicht raus), Tim Armstrong hat schon so viele Sachen gemacht, dass ich mich nicht traue irgendwas davon aufzuzählen. Pinks Song "Trouble" ist beispielsweise ein Rancid-Outtake. Travis Barker hingegen hat 2012 ein Album mit dem Rapper



Danke fürs Lesen!



Ohrwurm der Woche#93



Als Soldat wird man nicht geboren, als Soldat stirbt man.

Montag, 15. Dezember 2014

Comic Book Review#176: Weissblechs Weltbeste Comics#5 - Drogengeile Teenieschlampen auf Mallorca(2001)

D:

Oh mein Gott.
Ich weiß nicht ob ihr WC(damit ist nicht die Toilette gemeint, nein) also Weissblech Comics kennt, deshalb erklär ichs euch mal kurz:
WC ist n Verlag der so was wie ne Parodie auf den uralt-verlag "EC Comics"(also Entertainment Comics) der sich auf Horror- und Schauergeschichten spezialisiert hat. WC, als der deutsche Pendant geht in die ähnliche Richtung allerdings vergisst man nicht eine gehörige Portion Sex, dicke Titten und viel vieeeeel schrecklichen, ekelhaften Humor reinzuhauen. Nicht umsonst heißen die Sammelbände "Derber Trash". Wie auch immer, die fünfte Ausgabe von WWC trägt den Titel "Drogengeile Teenieschlampen auf Mallorca" und darum gehts in erster Linie....

Bibi und Doro, zwei Teenagermädchen aus Deutschland kommen nach Mallorca um haufenweise Alkohol zu saufen, Pillen zu schlucken und Typen abzuschleppen. Dabei ists auch egal ob ihre beiden Boyfriends daheim sind. Sie schaffen es zwei Typen flachzulegen, jedoch werden sie von ihnen bestohlen. Zum Glück eilt Lorenzo, der Animateur aus dem Hotel zur Hilfe. Er gibt ihnen die Telefonnummern von einen Kumpel der Pornos dreht - die beiden Mädchen könnten sich etwas Geld dazuverdienen. Lustigerweise ist auch Lorenzo einer der Darsteller. Dumm nur, dass die zwei Mackerfreunde der beiden alles live im Internet mitkriegen, weil sie natüüüürlüüüsch rein zufällig auf einer Pornoseite gelandet sind.

Die zweite Story handelt von einem Bauarbeiter der versehentlich eine fünfzehnjährige geschwängert hat. Brauch ich was dazu zu sagen? Nein!

In der dritten Geschichte geht es um einen Typen der gerne spannt und zufällig sein erstes Spannerlebnis auf Videokassette findet.

Seufz.
Es ist so eine Scheiße! :D Unglaublich. Ohne mist. Es ist so großartig schlecht. Die Zeichnungen ähneln Bahnhofsklokritzeleien der edelsten Sorte. Die Dialogie sind teilweise auf mir unbekannten Dialekten geschrieben - westfälisch oder so?
Was für ein Dreck. Dabei kann WC doch so viel besseres, unterhaltsameres liefern.
4/10 Pfandflaschen

Sonntag, 14. Dezember 2014

Album der Woche, Folge 177: Bathory - Hammerheart(1990)

Ich habe schon mal ein Album von Bathory gereviewt und zwar "Under the Sign of the Black Mark". Man könnte ja meinen, es würde nicht besonders viel Sinn machen diese Band noch mal hier ins Programm aufzunehmen, schließlich ist es ja dieselbe Musik. Aber a) immer noch mein Blog und b) ist "Hammerheart" vollkommen andere Musik als auf den ersten drei Alben von Bathory.

Hier wendet man sich komplett von Black Metal und allen satanistischen Inhalten ab. Mit "man" ist übrigens der leider 2001 verstorbene Quorthon gemeint, der zwar das einzig beständige Mitglied der Band war diese jedoch nicht zu einem "Ein-Mann-Projekt" machte. Die Mitglieder wechselten einfach dauernd. "Hammerheart" bietet keinen Krächzgesang, keine Blastbeats, kein "Return of darkness and evil/my master satan/fire and flames". Stattdessen singt Quorthon - vielleicht nicht die beste Art vom Gesang aber das ist wurst. Er passt zu dem Klangteppich aus epischen, doomigen Gitarrenklängen, Männerchor im Hintergrund und Texten über Wikinger. Ganz genau: Dieses Album als auch der Vorgänger "Blood Fire Death" zählen zu den Vorläufern des Viking Metal. Es geht um Valhalla, eine Überlieferung vom Vater zum Sohn (ganz ganz wichtig wenns um Wikingertum geht!), Plünderungen ("Shores in Flames") als auch um die Zwangschristianisierung der Heiden ("One Rode To Asa Bay"). Quorthons Gesang klingt meistens, finde ich, klagend manchmal auch überraschend durchdringend.

Das ganze ist episches, schleppendes, atmosphärisches Werk, dass mich beim Gassigehen an Wikingerschiffe und all das Gedöns denken lässt. Eigentlich mag ich Wikingermusik überhaupt nicht: Ich krieg Plaque wenn ich an Amon Amarth denke. Aber das hier geht super gut rein.

8/10 Pfandflaschen
Youtube
Anspieltipps: One Rode To Asa Bay, Baptized in Fire and Ice, Father to Son

Donnerstag, 11. Dezember 2014

My Favorite TV-Show: The Critic

Wenn ihr Hardcore-Simpsons-Fans oder aber nur die ersten Staffeln gut findet, dann müsstet ihr eigentlich Jay Sherman schon kennen - auch wenn sein Auftritt in der Simpsons-Folge "A Star Is Burns" nicht unbedingt von Bedeutung war und er problemlos mit jedem anderen Charakter hätte ersetzt werden können.

Jay Sherman (Jon Lovitz) ist Filmkritiker und Moderator seiner eigenen Sendung namens "Coming Attractions". Darin zieht er alle möglichen neuen Kinofilme durch den Kakao und zeigt Ausschnitte. Wie zum Beispiel "Rabbi, P.I."(hier link einfügen) mit Arnold Schwarzenegger. Meistens beurteilt er alles mit der Phrase "It stinks!". Privat ist er geschiedener Vater, seine Exfrau hasst ihn und verlangt Alimente für beinahe alles. Außerdem ist er ein Adoptivkind aus einer reichen Familie. Seine Mutter
hält ihn für einen Versager. Sein Vater ist vollkommen verrückt. Man hat irgendwann einfach gesagt, dass er wegen eines Schlaganfalls so geworden ist. Aber das stimmt nicht, er ist einfach verrückt. Immer wieder ist Jay verliebt und versucht vergebens bei jemanden zu landen. Dies läuft jedoch nicht immer gut. Ich erinnere mich an die Psychopatin die ihn ganz misery-like ans Bett gefesselt hat.

"The Critic" teilt sich mit den Simpsons nicht nur eine Crossover-Folge sondern auch die Macher als auch einen ähnlichen Humor. So beziehen sich beide Serien immer wieder auf die Popkultur - sprich alte Filme/Serien/Musik - sodass die Handlung zu einer Schatztruhe an Insidern wird. Jay lässt sich einfach viel zu gerne über die, seiner Meinung nach, miserablen Filme aus. So wird sich sehr oft über die Schauspieler Marlon Brando und Orson Welles lustig gemacht als auch über solche wie "Schweigen der Lämmer" oder "Ace Ventura". Manchmal, jedoch sehr selten kommen Einspieler vor, wie später auch in "Family Guy".

Es ist einfach irre lustig. Jay tut einen eigentlich total leid, wenn er in diese mehr als beschissenen Situationen tritt. Allerdings ist es schon wieder cool wie intelektuell und snobistisch sich dieser Charakter gibt und wie meisterhaft (okay, eher weniger meisterhaft) er es aus den oben erwähnten Situationen schafft. Okay, es wird für meinen Geschmack viel zu oft sich über sein Gewicht lustig gemacht (der Witz ist nach ner Weile etwas ausgelutscht), aber im großen und ganzen ist die Sendung mehr als genießbar. Im Gegensatz zum Neuaufguss der Anfang 2000 im Internet gelaufen ist. "The Critic" wurde nämlich nach nur zwei Staffeln abgesetzt und später durch eine dritte, mit Flash animierte Internet-Staffel ergänzt. Die war jedoch nicht mal halb so lustig. Wie auch immer, hatschi matschi! Die Serie haben irgendwelche netten Menschen komplett auf Youtube hochgeladen. Sie zu finden müsste nicht schwer sein.

Aber falls ihr faul seid, hier ist die erste Folge:

Ohrwurm der Woche#92



warum nur?

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Film der Woche#176: Heroes In A Half-Shell!-Special

Ihr wisst es ja. Hier muss (zumindest meistens) alles komplettiert werden. Meistens, aber nicht immer. Deshalb dacht ich mir "Ich reviewe alle Turtles-Filme.....und irgendwann auch alle Turtles-Serien...irgenwann". Gesagt, getan. Hier gehts zu teil 1, hier gehts zu teil 2.

3. Teenage Mutant Ninja Turtles III(1993)

Wohl der mieseste Teil der alten Reihe.

Diesmal reisen die Turtles in der Zeit. Der Zufall will es nämlich, dass April O'Neill () inder Heimat der Schildkröten, der Kanalisation mit einem alten Zepter vom Flohmarkt zurückkommt. Nachdem sie es gleichzeitig mit einem im japanischen Mittelalter lebenden Feudalherrn in der Hand hält tauscht sie mit ihm den Platz. Er landet im modernen New York, sie im Mittelalter. Nun müssen die Schildkröten zur Hilfe eilen und in der Zeit reisen. Das kommt zum besten Zeitpunkt, schließlich sind sie mehr als gelangweilt weil sie nach ihrem Sieg über Shredder nichts mehr zu tun außer Training haben. So stürzen sie sich ins Abenteuer und werden von den japanischen Dorfbewohnern gefeiert
und von den Feudalherren als Dämonen gefürchtet.

Einer der wohl einfallslosesten und unlustigsten Filme die ich je gesehen hab. Schon wieder diese "lustigen" Sounds bei Schlägen und Tritten. Schon wieder Gags. Jede Menge. Allerdings diesmal nur halb so witzig. Besonders dann unwitzig wenn man merkt dass nichts besonders neues dazu kommt. Ein lahmer Aufguss der echt nicht hätte sein müssen. Sogar Casey Jones (Elias Koteas) wirkt gelangweilt. Kein Wunder, er darf rumsitzen und rumstehen. Meh.

2/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


4. TMNT(2007)
Diese komplett computeraniminierte Verfilmung greift sowohl auf die Comics, die ersten drei Realverfilmungen als auch auf die 2003er Zeichentrickserie zurück. Zumindest theoretisch. Es scheint zumindest zu sein, dass der Film im Universum der soeben genannten Serie spielt.

Nach dem endgültigen Sieg über Shredder haben sich die Wege der Turtles getrennt. Leonardo wurde von Splinter auf eine geheime Mission geschickt, Don arbeitet bei einer Computerhotline, Mikey ist Clown auf Kindergeburtstagspartys. Einzig Raphael kann dem "gewöhnlichen" Leben nichts abgewinnen und versucht sich nachts als finsterer Vigilant der Verbrecher fängt. Das erklärt wohl warum er tagsüber nur schläft. Nachdem Leo nach Hause zurückkehrt erweist sich die Aufgabe, das
Team wieder teamfähig zu machen als besonders schwierig. Gleichzeitig will der reiche Magnat Max Winters (Patrick "Schwarzer Kaffee, Junge!" Stewart) seiner Unsterblichkeit (er ist über 3000 Jahre alt) ein Ende bereiten. Mithilfe des Footclans und lebendigen Steinfiguren versucht er die 13 Monster einzufangen und wegzuschicken, die er vor 3000 Jahren auf die Menschheit losgelassen hat. Doch es gibt natürlich jemanden der seine Pläne durchkreuzen will. Achja, April O'Neill (Sarah Michelle Gellar) und Casey Jones (Chris "Ich bin Human Torch und Captain America" Evans) sind natürlich auch mit dabei.

Meiner Meinung nach einer der besten TMNT-Filme. Es stimmt einfach alles. Sowohl die nicht-08/15-Story als auch die Darstellung der Turtles als auch der Grundtenor. Der ist nämlich ziemlich finster. Sehr finster sogar. Man behält zwar die einzelnen individuellen Charaktere der vier Schildkröten allerdings ist der Film nicht übersät mit platten Witzchen. Es gibt viel Aggression und Wut. Ebenso positiv wirkt sich auf mich die Tatsache dass ich an den Schauspielern nichts zu meckern habe. Es gibt nämlich keine. Der Film ist vollständig computieraniminiert. Gut, er wirkt stellenweise wie n Computerspiel allerdings würde ich ihn nicht als Werbung oder so betrachten. Ich fands toll.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


5. Turtles Forever(2009)

Dieser specialige Film dient als Abschluss der 2003er "TMNT"-Serie die auf 4Kids Entertainment lief.

Die vier riesigen mutierten teenage Schildkröten sind ganz schön erstaunt als sie durch eine Nachrichtensendung erfahren dass sie nachts zuvor gegen das Verbrechersyndikat der Purple Dragons gekämpft haben. Dabei sind sie doch die ganze Zeit daheim gewesen. Sie beschließen die Sache aufzuklären und begeben sich zum Versteck der Dragons. Dort stellen sie fest dass bereits vier andere Turtles vor ort gefangen gehalten werden. Es handelt sich um Leo, Raph, Mikey und Don aus der Fred Wolf Serie von 1987 (ja, das ist die mit dem tollen intro). Sie sind bei einem Kampf mit Shredder und seinem Technodrome versehentlich in ihre Dimension gereist. Blöd nur, das Shredder und Krang ebenso mitgekommen sind und planen sich mit dem hiesigen Shredder zu verbünden. (finstere Lache hier einfügen)

Es ist so super wie hier zwei vollkommen gegensätzliche Welten aufeinandertreffen! Wirklich zauberhaft. Auf der einen Seite die komödiantisch-chaotische bunte Welt von 1987 mit ihren kindischen Turtles, auf der anderen die wesentlich ernsteren Schildkröten die gegen gefährlichere Gegner kämpfen. Ich hab mich bepisst. Ziemlich viele Gags, allerdings nicht im Überfluß sodass es nicht zu peinlich wird. Ein wahres Fest für die ganz großen Fans als auch für Einsteiger.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


6. Teenage Mutant Ninja Turtles(2014)

Ein Reboot des gesamten Franchise. Ich glaube aber dass er indirekt im Zusammenhang mit der neuen Nickeloden-Serie steht.

Die Entstehungsgeschichte dieser Turtles ähnelt der von den "Super Turtles" - einen Superheldenteam aus einem Alternativ-Universum, die schon in der Originalserie von Mirage Comics vorkamen. Sowohl dort als auch hier sind sie mit voller Absicht dem Mutagen ausgesetzt worden und sind nicht die Folge eines Laborunfalls. Außerdem haben sie durch ihre Vergangenheit einen direkten Draht zu April O'Neill. Die Story ist simpel. Shredder (Tohoru Masamune) will mithilfe eines Verbündeten die Welt (und zuerst NYC natürlich) übernehmen. Er terrorisiert mithilfe seines Foot-Clans das Leben der New Yorker. Die Turtles stellen sich dagegen, auch wenn ihre Meister/Vater - die genmutierte Ratte Splinter - ihnen verboten hat auf die Oberfläche zu gehen, weil er Angst um ihr Leben hat. (Hey, ich versuche nur nicht zu spoilern!)

Allright, ich war endlich im Kino nachdem ich dies schon richtig lange vor mich hin geschoben hab. Und ich bin wirklich so gut wie gar nicht enttäuscht. Michael Bay macht zwar lauter BUMMKRACHTITTENEXPLOSIONEN-Filme und die meisten sind echt nichts für mich. Allerdings ist es für seine Verhältlnisse echt gar nicht schlecht. Okay, Megan Fox überzeugt mich überhaupt nicht. Ihr Geschrei("SCHREDDÄH!", "RAPHAEEEL!", "AIIEIIEIEEEERGH!") ist furchterlich und ich wette, dass es nicht an der deutschen Synchro liegt. Zudem stellt sie April O'Neill als meiner Meinung nach als eine leicht naive Frau. So hab ich April aber zum Glück nicht in Erinnerung. Zudem gibt es ein paar wenige unlustige sexualisierte Szenen die den Zuschauer ins
Kino locken sollten, aber was solls. Der Film fokussiert sich nämlich nicht darauf. Es geht zum Glück größtenteils um die Turtles, ihre Origin Story als auch die Machenschaften des Shredder. Dabei werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Charakteren(Leo der Anführer, Raph der Draufgänger, Don der Computerfreak und Mike der Clown) sehr deutlich hervorgehoben und zwar nicht nur optisch sondern auch von der Art zu kommunizieren. Auch wenn sie Nasen haben und echt viel an Masse zugenommen haben....es sind richtige gute Turtles geworden. Und somit auch wirklich kein schlechter Film.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Comics Monthly#12

All-New Captain America#1

Nachdem Steve Rogers(der original Captain America) von Arnim Zola(Red Skull) in die Dimension Z gekidnappt wurde kehrte er irgendwann zurück mit Zolas Sohn Ian, welchen er großgezogen hat. Nach einem Kampf mit Iron Nail, alterte Steve rasch weil dieser das SuperSoldatenSerum aus ihm rausgesaugt hat. So wurde der über 80 jahre alte junge Captain America ein alter Mann. Ian alterte ebenfalls. Von nun an übernimmt Sam Wilson(aka Falcon) das Kostüm von Caps(als auch das Schild). Ian nimmt den Namen Nomad an und wird sein
Sidekick. In dieser Ausgabe wird es an der Zeit superactionöse Abenteuer zu erleben und paar Hydraagenten die Fressen zu polieren. Und natürlich das Schild zu werfen.

Ich finde das wirklich sehr gut, dass Marvel endgültig(hahaha, als ob) Steve Rogers ersetzt. Nach mehreren Jahrzehnten wurde es endlich mal Zeit für was neues. Das ist übrigens schon die vierte(?) Neuerung. Es gibt eine neue Ms.Marvel, eine neue Thor und einen neuen Spider-Man. Das beste daran ist, dass Marvel im Gegensatz zu DC, endlich mal mehr Frauen und People of Colour die Titelrolle gibt. Richtig, der neue Captain America ist schwarz. Und er kann fliegen. Inhaltlich als auch grafiktechnisch gibts nicht wirklich viel zu meckern. Allerdings auch nicht viel zu loben. Es ist nämlich ein recht simpler, ziemlich guter Comic. Reißt mich allerdings nicht derartig vom Hocker sodass ich voller Freude ausraste. Es ist aber nicht uninteressant. Ich würde es mir an eurer Stelle mal angucken und vielleicht auch kaufen.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 2,99$

Arkham Manor#1

Achtung: Spielt nach den Ereignissen in "Batman Eternal"#30 (die Serie erscheint ab Januar alle zwei Wochen auf Deutsch). Wenn ihr also kein Bock habt (ein kleines Bisschen) gespoilert zu werden, dann lest einfach nicht.

Das Arkham liegt nach einem übernatürlich Unfall in Trümmern. Jetzt stellt man sich die wichtige Frage: Was passiert denn mit all den etwas gestörten und etwas blutrünstigen Patienten? Man verfrachtet sie ins leerstehende Wayne Manor, natürlich. Das erklärt den Namen der Serie. Jetzt ist die psychiatrische Anstalt also direkt über den Batcave. Perfekt für Batman: Er hat jetzt jederzeit ein Auge auf die Verbrecher. Doch es läuft, wie erwartet, nicht alles rund. Einige Patienten werden von einem Unbekannten ermordet. Batman legt sich eine neue, unrasierte, Geheimidentität zu und fängt an undercover zu ermitteln.

Batman sieht richtig verdreckt aus. 5 Tage Bart inklusive. Der ganze Zeichnungsstil wirkt leicht unorthodox auf mich. Sehr viele Striche in Gesichtern. Als hätte Shawn Crystal nicht gewartet bis die Tinte trocken ist und wäre einfach mit der glatten Hand drüber gefahren. Sehr detaillierte und feingestaltete Umgebung. Die Story erregt tatsächlich mein Appetit, auch wenn ich im Nachhinein feststellen musste, dass es schon die 12348340te Batman-Serie von DC ist. Gerry Duggan schreibt einen Krimi, der genauso gut in alte "Detective Comics" aus den 40ern hätte passen können. Das meine ich übrigens gut, ne.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: DC für 2,99$

Astro City#17

Es geht um eine Gruppe von Superhelden, die grade den Tag des roten Kuchens haben. Einmal im Jahr bringt irgendjemand (bzw. ein lilaner Ausserirdischer) roten Kuchen vorbei. Und verschwindet. Keiner weiß warum. Doch diesmal bleibt er da und erzählt eine traurige Geschichte. Vor vielen vielen Jahren hat sein friedliches Volk grad mal so der Attacke eines machthungrigen Weltraumkriegers (auch lila, sieht aber aus wie n affe) entgehen können. Glücklicherweise hat er sich auf diese Superhelden konzentriert anstatt das lilane Völkchen auszulöschen. Wie es dazu gekommen ist, wieso der lilane Gigant darauf gekommen ist und warum der lilane Alien roten Kuchen verteilt.....das
könnt ihr nachlesen, wenn ihr euch den Comic holt.... Ja.

Das ganze wirkt sehr episch und bedeutungsschwanger. Als wäre es Teil einer gigantischen Superduperstory in welcher viel Herzblut steckt. Und es ist auch wirklich nicht schlecht. Einerseits. Andererseits wirken die Charaktere wie extra-alternative Versionen der gängigen Superhelden (wie Superman, Wonder Woman, Flash etc.). Beziehungsweise als wären sie irgendwelche Ideen gewesen die man irgendwo in der hintersten Schublade bei Vertigo ausgegraben hat. Es ist im großen und ganzen wirklich nicht schlecht, allerdings bleibt n fader Beigeschmack des Abklatsches. Ich weiß nicht wirklich was ich davon halten soll.

Story and Arty by: Kurt Busiek und Tom Grummett
6/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Vertigo für 3,99$

Dream Police#5

Die Dream Police patroulliert das alternative Universum der Träume. Zu dieser gehören die beiden Detectives Joe Thursday und Frank Stafford. Sie sind Partner und zwar schon immer. Zumindest seit sie sich erinnern können. Eines morgens verschwindet Frank und wird er sofort durch eine neue Partnerin, Kate, ersetzt. Oder nicht? War Frank überhaupt jemals da? Wie kommt Joe überhaupt zur Dream Police? Er war doch schon immer dort ohne sich an seine Anfangszeit zu erinnern. Nun versuchen Joe und Kate das Geheimnis hinter Franks Verschwinden als auch die eigentlichen Geheimnisse hinter ihren Arbeitgeber rauszufinden.

Das Cover und das Artwork haben mich erst überhaupt nicht angesprochen. Sah mir alles zu platt, unfertig und undetalliert aus. Und grob. Allerdings ist einer der Schöpfer J. Michael Straczynski (der auch schon für „Amazing Spider-Man“ verantwortlich war). Deshalb dacht ich, ich geb dem ganzen eine Chance. Ich wurde nicht enttäuscht. Eine solide Mischung aus (leichter Over-The-Top-) Action, Krimi als auch etwas kindischen. Ich komme nur nicht drauf. Irgendwie erinnert mich das ganze an Kinderstories über die Zahnfee oder so. Das hat etwas originelles an sich. Ahja und es ist stellenweise auch richtig lustig. Hut ab.

Zeichnungen von Sid Kotian
8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 2,99$

Dienstag, 9. Dezember 2014

Comic Book Review#175: Evil Ernie - Die Auferstehung(1998)

Seine Hochzeit erlebte der psychotische Killer Evil Ernie bei dem Verlag Chaos! Comics. Dieser war vor allem darauf spezialisiert jede Menge 90er Jahre Klischees zu bedienen. Da müsste man nur ein Paar Namen nennen, wie Lady Death, Stone Cold Steve Austin oder Purgatori, was ich schon mal reviewt hab.

Ernest Fairchild hatte als Kind telepathische Fähigkeiten. Nachdem ihn seine autoritären Drecksäcke von Eltern in die Psychiatrie gezwängt haben. Der Psychiater Dr. Leonard Price machte ihn zu seinem Versuchskaninchen für eine experimentelle Traumsonde, die "geistige Verwirrungen korrigieren und beseitigen soll". Doch dadurch stellt er versehentlich einen Kontakt zu Lady Death her, die Ernest als Werkzeug für ihren Plan, den "totalen Tod" auf der Erde benutzen will. Daraufhin
dreht Ernest total durch und bringt seine Eltern als auch 35 Nachbarn um. Fünf Jahre später versucht die Forscherin Dr. Mary Young, ihn zu heilen. Und zwar mithilfe des Gerätes "Neurotech". Dieser verwandelt Ernest allerdings in einem untoten Psycho, der Tote wieder zum Leben erwecken kann. Man schafft es aber ihn wieder hinzurichten.

Doch schon bald schafft Lady Death das Bewusstsein von Ernest, der sich nun Evil Ernie nennt - und gleichzeitig eine Lederjacke trägt inklusive eines sprechenden Smiley-Buttons - wieder zu erwecken. Dieser befindet sich im Kopf des Comissioners Stone, der auch bald das erste neue Opfer von Ernie wird. Er schafft es nämlich, aus seinem Körper auszubrechen, nachdem Stone versehentlich umgebracht wird und eine neue Welle von Verwüstung zu schaffen. Er bringt Leute um und erweckt die Toten wieder zum Leben, Chaos bricht in ganz USA aus, Zombies wüten auf den Straßen. Und genau das ist der ganze Inhalt des Comics: Chaos, Zombies, Blut, schallendes Gelächter von Ernie.

An und für sich ziemlich geil. Ein verschüchterter Junge, der von seinen Eltern gepeinigt wurde, rächt sich dafür an der ganzen Welt. Der graphische Stil ist hin und wieder echt viel zu extreme. Viel zu 90ies like. Das heißt: Doppelseiten, riesige Brüste(Lady Death).... Dazu kommt noch übermääääßige Gewalt, viel Blut und Zombies. An und für sich echt lustig, das ganze - nur kann ich mir nicht vorstellen das über längeren Zeitraum zu geben, auch wenn es schön bunt ist. Liegt wahrscheinlich an der stupiden deutschen Übersetzung: "Oh the humanity!" wird tatsächlich wortwörtlich übersetzt, was gar nicht beim Leser ankommt wenn er die Tragödie von Hindenburg nicht kennt. Ganz ehrlich, ich weiß nicht was ich von diesem Comic halten soll.

5/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Film der Woche#175: The Shadow(1994)

Film wird unterm Originaltitel reviewt weil "Shadow und der Fluch des Khan" meiner Meinung nach ziemlich whack klingt.

Basierend auf Radiohörspielen, Pulpcomics, und einer schwarz/weiß-Fernsehserie. Galt als einer der Vorlagen für Batman und ist allen zu empfehlen, denen der dunkle Ritter mittlerweile zu ausgelutscht ist.

"The Shadow" erzählt die Story des gleichnamigen Vigilanten, der eingekleidet in langen Mantel und Schlapphut und ausgestattet mit großkalibrigen Revolvern das Verbrechen bekämpft. Er kann außerdem den Verstand des Menschen vernebeln und ihn glauben lassen, er wäre unsichtbar. Im bürgerlichen Leben ist er der Playboy/Millionär Lamont Cranston (Alec Baldwin). Früher war er
jedoch der despotische Drogenbaron Ying Ko, bis er irgendwann von einem tibetanischen Tulku "umgedreht" wurde. Von diesem hat er auch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten gelernt. Eines Abends holt ihn seine Vergangenheit ein, in Form einer Lieferung an das Kunstmuseum. Shiwan Khan (John Lone), der letzte Nachfahre des Dschinghis Khan hat den besagten Tulku umgebracht und plant nun......was.......die Welt zu erobern, natürlich!

Ich finde es richtig gut, dass der Film die Auftritte des Shadow auf ein paar Momente reduziert. So bleibt die Spannung erhalten und der Charakter geht einen nicht aufm Sack. Etwas befremdlich wirkt allerdings Alec Baldwins pseudomysteriöses Geblubber. Und gottverdammt, hat dieser Mensch ne riesige Nase. Jesus Christus. Dank Shadows roten Schal wird sie noch mehr betont. Aber egal. Ich habe zwar weder die Hörspiele gehört noch die Comics gelesen allerdings könnte ich mir gut vorstellen, dass die meisten ähnlich wie hier nach einem simplen Muster abgelaufen sind. Außerdem finde ich die Art und Weise wie Shadow agiert: Er schüchtert seine Gegner regelrecht ein und bringt sie auf ne echt üble Art und Weise um, falls er sie umbringt natürlich. Ebenso cool finde ich sein Netzwerk aus Agenten bzw. Leuten die ihm einen Gefallen schulden. Und die Rohrpost. Und das New York der 30er/40er Jahre.

Es ist vielleicht nicht der beste Film, aber unterhaltsam ist er dennoch. Und Alec Baldwin hat ne verdammt große Nase. Immernoch. Huiuiuiui. Mit unter anderem Ian "Ich bin Gandalf und Magneto" McKellen und Tim "Es" Curry.

8/10 Pfandflaschen

Film
Trailer:

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Album der Woche, Folge 176: Anthrax - Attack Of The Killer B's(1991)

Nach welchen Kriterien sucht man sich ein Album einer Band aus, die man irgendwie kennt aber nicht so gut? Entweder man fragt die Freunde, die diese Band hören und sich auskennen oder aber....man erinnert sich dass man „Tony Hawk's Pro Skater 2“ früher gezockt hat, die Credits durchgelesen hat und sich damals aus welchen Grund auch immer gemerkt hat dass die großartige Public Enemy/Anthrax-Collabo „Bring The Noise“(welches übrigens überhaupt keine B-Seite ist) auf „Attack of the Killer B's“ drauf ist. So einfach ist das.

Der Name „Attack of the Killer B's“ sagt schon einiges aus. Es ist kein Album sondern viel eher ein Sampler mit lauter B-Seiten, Covers und Raritäten, die Anthrax auf ihren Singles oder gar nicht veröffentlicht haben. Hier wird kein Konzept verfolgt oder ähnliches. Die Songs sind alle grundauf verschieden und wirken teilweise als wären sie von verschiedenen Bands eingespielt worden.  Außerdem werden u.a. Discharge („Protest and Survive“), Kiss ("Parasite") und Dick Dale („Pipeline“) gecovert.
Die Palette ist äußerst breitgefächert. Hier gibt’s Songs die eher dem Thrash-Metal-Muster („Keep It In The Family“) entsprechen, als auch feinsten Crossover(mit Beats!) wie „I am the Man'91“ (die erneuerte Version von bereits vorhandenen "I am the Man"). Außerdem verkünden sie im ersten Song, dass sie Milch wollen (?)(„Milk“). Aber ich wundere mich überhaupt nicht, schließlich ist es n Cover von S.O.D. - da darf ich gar nichts ernstnehmen. In „Startin' Up A Posse“ bezeichnen sie, unterlegt mit Countryklängen und Sampling, ihre Kritiker als Huren. Wobei, Kritiker ist schon zu hoch - es geht um die Zensurattacken von PMRC, die es damals auf jede "kontroverse" Band abgesehen haben.
Jeder Song hat andere Qualitäten und lässt mich aufhorchen als auch das Album durchhören. Ohne zu skippen. Anhören lohnt sich, wenn man in Anthrax' Sound reinschnuppern möchte und erfahren will was das für 'ne Band ist. So, jetzt haben ¾ der „Big Four“ des Thrash Metal in dieser Rubrik gehabt: Zwei Mal Slayer (hier und hier), einmal Metallica und jetzt eben Anthrax. Fehlt nur noch Megadeth. Dann bin ich zufrieden.

Anspieltipps: Protest and Survive, Startin' Up A Posse, I Am The Man'91, Bring The Noise, Keep It In The Family

9/10 Pfandflaschen
Daunlaud


Montag, 1. Dezember 2014

Comic Book Review#174: Disavowed#1(2000)

Story von Brandon Choi und Mike Heisler, Zeichnungen von Tommy Lee Edwards.

Disavowed war eine auf sechs Ausgaben limitierte Serie die bei Homage Comics rauskam, das zu Wildstorm gehört, welches mittlerweile zu DC gehört.

Es geht um den FBI-Detektiv Dalton Morell, einen trockenen Alkoholiker der grade die Mordserie eines brutalen Killers der "Devil's Haircut" genannt wird. Dabei erlebt er mehrere Träume, in welchen seine Vorfahren - in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts und während des zweiten Weltkriegs - ebenfalls ähnliche Killer gejagt haben. Morell sieht die Träume als beinahe prophetisch
an und vermutet einen Zusammenhang. Der Killer im viktorianischen London, derjenige der in Nazideutschland gewütet hat und der von heute sind wahrscheinlich ein und dieselbe Person. Brenzlig wird es, wenn seine Familie zum Ziel wird....

Teilweise nervige, leicht skizzenhafte, unfertige Zeichnungen. Manchmal erscheint der Zeichnungsstil mir undurchsichtig, sodass man sich nicht reinversetzen kann, an anderen Stellen wirkt er jedoch sehr offen und einladend, beinahe künstlerisch wertvoll. An der Story gibt es nichts zu meckern - ziemlich cooler Mysterythriller!

Daher gibts: 7/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 27. November 2014

Film der Woche#174: "101 Sci-Fi-Filme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist", Teil 16

Hallo und herzlich Willkommen zu einer weiteren Folge von dieser grandiosen Rubrik. Wir haben schon 68 Filme gesehen und sind nicht aufzuhalten. Yeah!

64. Repo Man(1984)
Da dieser Film schon mal reviewt wurde, gibt es hier einen freundlichen Verweis zum Beitrag anstelle eines wiederholten Reviews. Wäre auch doof wenns doppelt dastünde, nich?
















65. Der Typ vom anderen Stern(1984)
Einer der besten Filme auf dieser Liste. Also der Filme die mich wirklich umgehauen haben.

"The Brother from another Planet", wie der Film im Original heißt, erzählt die Geschichte eines Außerirdischen der eine Bruchlandung in New York erlebt. Daraufhin begibt er sich nach Harlem wo er mehrere freundliche Menschen kennenlernt und nach und nach sich mit Sorgen und Problemen der dortigen Einwohner befasst. Er kann zudem nicht sprechen verfügt aber über heilende Kräfte(er kann Geräte durch Berührung reparieren) und kann Stimmen von toten hören. Es ist ihm alles nicht geheuer. Die Welt der Menschen erscheint ihn äußerst merkwürdig. Jedoch findet er schnell Anschluß als auch einen Job und verliebt sich.

Einer der tollsten und süßesten Filme überhaupt. Wurde mit verhältnismäßig wenig Geld gedreht, die Effekte können sich aber trotzdem sehen lassen. Die leuchtende Hand wird einfach durch eine Taschenlampe im Ärmel erzeugt, der Sternenhimmel am Anfang ist durchlöchertes Papier. Achja, die Schreie der Kopfgeldjäger sind nicht digital erzeugt. Ich finds erstaunlich wie cool und simpel diese Story ist und wie sympathisch die Charaktere sind. Ein Hingucker.

9/10 Pfandflaschen
Film(Englisch mit englischen Untertiteln)
Trailer:


66. 1984(1984)
"Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich."
O'Brien

Die bis jetzt vorlagentreuste Verfilmung des Romans von George Orwell.

Das Jahr 1984 befindet sich leider nicht im Jahrzehnt von Depeche Mode, New Wave und Synthpop sondern der totalen Überwachung. Nach einem atomaren Weltkrieg entstanden verschiedene Großstaaten: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Die Regierung Ozeaniens(die sogenannte „Partei“) überwacht seine Bürger. Jeder Schritt, jede Bewegung wird observiert. In den Wohnungen sind Kameras und Monitore installiert. Die Sprache wird Schritt für Schritt simplifiziert(aus „hervorragend“ oder „großartig“ wird „plusgut“ bzw. „doppelplusgut“), es gibt kein Sex, jegliche verbrecherischer Gedanke(!) wird bestraft. Außerdem befindet sich Ozeanien im dauerhaften
Kriegszustand mit Eurasien und wird dabei von Ostasien unterstützt. Die Ikonfigur „Großer Bruder“ wirkt dabei als allseits beliebte Führer. Gehorsam wird großgeschrieben. Winston Smith(John Hurt) wohnt in London und arbeitet für das Ministerium für Wahrheit(Miniwahr), in wessen Auftrag er nachträglich Zeitungsartikel, Dokumente etc. abändert bzw. sie von unliebsamen Personen befreit und schwärzt. Nach und nach fängt er an das Regime und die von diesem erschaffene Realität zu hinterfragen.

„1984“ wurde nicht nur im selben Jahr rausgebracht, sondern wurde sogar an den selben Schauplätzen als auch in den selben Tagen wie in Smiths Tagebuch gedreht. Es ist eine äußerst(wobei „äußerst“ noch untertrieben ist) pessimistische Sicht auf die Zukunft. Der Mensch wird hier zum nichts, die Partei ist das einzige wofür es sich zu leben lohnt. Ich finde den Film visuell sehr ansprechend. Alles ist grau und kaputt, selbst die Linse scheint mit Absicht verdreckt zu sein, sodass die Handlungen der Charaktere einer noch krasseren Tristesse-Behandlung unterzogen werden. Man könnte es auch mit dem obigen Zitat beschreiben. Ich bin beeindruckt, nach wie vor.

Man sagte oft ob Orwell mit seinem Buch allgemein den Kommunismus beschreiben wollte. Das stimmt leider so nicht, vielmehr bezog er sich auf die Sowjetunion unter Stalin. Er war nämlich selber Sozialist, der verschiedene Entwicklungen durchmachte.


9/10 Pfandflaschen
Hier der Film, hier der Trailer und hier gibts was auf die Ohren von Carcass:


67. Terminator(1984)
Die Kellnerin Sarah Connor(Linda Hamilton) führt ein stinknormales Leben. Bis sie in den Nachrichten erfährt, dass mehrere Frauen die genauso wie sie heißen an einem Tag umgebracht wurden. Bald stellt sie fest, dass ihr ein seltsamer Typ im Trenchcoat folgt. Es stellt sich heraus, dass es nur Kyle Reese() ist, der sie beschützen möchte. Vor wem? Vor dem Terminator. Genauer gesagt der Maschine T-800(Arnold Schwartzenegger). Beide kommen nämlich aus dem Jahr 2029, als eine Rebellion der Maschinen die Menschheit beinahe ausgelöscht hat. Eine kleine Gruppe von Menschen, angeführt von John Connor wehrt sich dagegen. Um ihr Entgegenwirken zu verhindern schicken die Maschinen die Killermaschine umringt künstlicher scheinbar menschlicher Hülle in die Vergangenheit um John noch vor seiner Geburt auszulöschen, indem sie seine Mutter umbringen. Kyle wird vom Widerstand geschickt um eben das zu verhindern.

Ein unglaublich simpler Sci-Fi-Thriller. Der Film erklärt sich einfach von selbst. Jedoch kommt das Großvaterparadoxon zustande, was mich etwas verwirrt. Ihr dürft nämlich dreimal raten wer John Connors Vater ist. Höhö. Die Spezialeffekte(Aaahnolds Makeup als auch die Szenen in welchen er durch eine animatronische Puppe ersetzt) wird sind großartig. Ebenso die Zitate. Ich spreche von dem allseits bekannten „I'll be back“ als auch dem „Fuck you, asshole“ welches als Antwort-Auswahl in T-800s Bildschirm erscheint. Noch weitaus düsterer als der fast schon familienfreundliche Nachfolger „Terminator 2: Tag der Abrechnung“(der übrigens auch in dieser Liste ist). Was ich besondes witzig finde ist die angebliche Hintergrundgeschichte: Regisseur John Cameron soll während des Drehs zu „Piranha 2“(ein furchtbarer Horrorfilm über Killerpiranhas) derartig genervt und frustriert worden sein(die Crew war unfähig, sprach kaum Englich, ein Ende der Dreharbeiten war scheinbar nicht in Sicht) dass er Alpträume bekam in welchen er von einem Killerroboter gejagt wurde.

Reinziehen. Unbedingt, ey.

9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


68. Der Wüstenplanet(1984)

"Ich hätte diesen Film wahrscheinlich besser nicht gedreht..."
David Lynch

Meine Fresse, war das eine schwere Geburt.

Wir befinden uns im 23. JahrTAUSEND. Die Menschheit hat schon längst die Erde verlassen und sich quer über die Galaxie verbreitet. Es existieren verschiedene Adelshäuser, die sich um die Macht streiten. In dem Fall geht es um die Häuser Harkonnen und Atreides (hihi, Artritis!). Die Droge Spice, die gleichzeitig Treibstoff ist, wird auf dem Planeten Arrakis (auch als "Dune" bekannt) mit Hilfe von Erntemaschinen gewonnen. Und zwar nur dort. Der Imperator Shaddam IV überträgt die Lehnsherrschaft über die Dune an den Herzog Leto Atreides (Jürgen Prochnow). Baron Vladimir Harkonnen (Kenneth McMillan) gefällt das überhaupt nicht, weshalb er finstere Pläne für die
Vernichtung des Hauses Atreides schmiedet. Ich traue meinen Lesern an der Stelle zu, dass sie sich denken können was passiert.

Erstmal die positiven Aspekte: Es spielen großartige Schauspieler mit. Zum Beispiel Patrick "Captain Picard" Stewart, Max von Sydow, Dean "Al von Zurück in die Verganheit" Stockwell, Kyle "Agent Dale Cooper" McLachlan und äh ja Sting ist auch zu sehen. Man merkt außerdem dass hier viel Blut, Tränen und Schweiß drinstecken. Die Kostüme sind perfektioniert, das Design der Möbel, der Waffen, der Aliens, der Möbel ist scheinbar in mühevoller Kleinstarbeit zusammengezimmert worden. Ganz zu schweigen von den riesigen Würmern!

Allerdings wird hier der Zuschauer mit tausenden seltsam klingenden Namen konfrontiert (Ich hab mir genau einen bzw. zwei merken können) als auch mit allerlei Fakten. Damit die Zuschauer überhaupt durchblicken gabs bei der Uraufführung übrigens Spickzettel. In dieser Fassung, die ich mir auf DVD geholt haben, die 168 Minuten lang ist gibts einen 10minütigen Vorspann der alles erklärt. Immerhin. Außerdem nervt mich die Tatsache dass es hier eine Erzählerstimme gibt und auch die Gedanken der Helden geäußert werden. Ich komme so ziemlich durcheinander. Ahja, ich hab an einem Punkt gedacht, der Film wäre nur gemacht worden, damit man Sting in Unterwäsche sehen kann.

Deshalb: 6/10 Pfandflaschen
Film
Trailer: