Mittwoch, 16. August 2017

So isses, Musik!#36

Allrighty, then.

Das hier ist die Ausgabe mit etwas mehr Text. Deswegen checken wir heute mal die Lyrics zu "The CIA ist still trying to kill me" von Non Phixion. Hierbei handelt es sich um die Rock-Version von "The CIA is trying to kill me". Und eigentlich behandeln wir nur den ersten Part von Ill Bill, weil er so voll ist mit Metal-Anspielungen bzw. Namedropping. Für die musikalische Untermalung sorgen Christian Olde Wolbers und Raymond Herrera von u.a. Fear Factory als auch Stephen Carpenter von Deftones.


Non Phixion's still the real hip hop, the CIA still wanna kill me 
They want to drag me in a courtroom and find me guilty

That’s pulling your strings and my brain is bugged 

You chumps have ruled enough, 

Among the living like Anthrax, my thugs deliver dog 

Now who’s crying? Peace sells but who’s buying? 

Crucified like a messiah in a fire dying 

This song is K-Rock I stay hot like Gene Simmons In ‘76 with the God of Retarted

I’m on it Started to write your Obituary, Slowly We Rot 

Smoking pot, woke up this morning and spoke to God 

He told me the world’s over, worldwide nuclear assault 

Gangster rappers and all types of guns 

Religious fanatics and rifle nuts 
with platinum albums 

The path I follow is like the dragon shadow, invisible to CIA camera angles 

They got files on every rap group, they killed the last man who had proof 

They after me for information that I have too



ОСТБЛОК.

Wie versprochen, eine neue Subrubrik. Wir fangen an, Bands und Künstler aus Osteuropa näher zu betrachten. Den Anfang machen Siekiera aus der Volksrepublik Polen.

Siekiera, das heißt auf Deutsch Axt. Sie waren eine der dreckigsten und gemeinsten Hardcore-Punk-Bands Polens. Sowas wie sie gab es zuvor in der dortigen Punkszene nicht. Sehr brutal, rotzig und dahingeschissen. Urpsprünglich hatten sie nur Discharge- und The-Exploited-Titel im Repertoir doch kurze Zeit später starteten sie durch und hatten einen Auftritt auf dem legendärgen polnischen Punk-Festival Jarocin. Dort kam es, wie so oft, regelmäßig zu Schlägereien zwischen Punx und Skins.
Hier mein Lieblingssong wo es um frivole Freizeit geht:



Nach dem Ausstieg der einen Hälfte der Band wurden Siekiera kurze Zeit später "neugegründet" und lieferten einen vollkommen neuen Sound, der im Rest von Europa und des Westens als "Cold Wave" bekannt sein dürfte. Diese Aktion führte zu Verratsvorwürfen aus der Szene. Ich hingegen feier es, dass "Nowa Aleksandria" sich anhört wie Killing Jokes "The Wait"... Wer da von wem abgekupfert hat, weiß man nicht so recht. Ähem. Jedenfalls ist ein ehemaliges Mitglied von Siekiera mittlerweile in der christlich angehauchten Metal-Band Armia beschäftigt.



Green Day Discography: "nimrod." (1997)

Okay, wir sind ungefähr bei der Hälfte angekommen. Was auch gar nicht mal schwer war. GD machen immer noch großartig mitreißende Musik.

"nimrod." unterscheidet zu seinen Vorgängern folgendermaßen: Es wurde aufgenommen, mit dem Ziel kein vollkommenes Album sondern eine Ansammlung an Songs zu machen. Man bietet hier sowohl typischen Green Day Sound, als auch einige Experimente. Surf, Ska und Folk ist zu hören. Außerdem ist hier "Good Riddance (Time Of Your Life)" drauf, welches wohl auf unzähligen
(Fernseh-)Beerdigungen und Hochzeiten gespielt wurde. Mein Favorit ist "King For A Day" was vom Transvestitentum handelt.

Insgesamt kann ich sagen: Ein sehr diverses und erwachsenes Werk. Keine Angst davor, neues auszuprobieren. Zudem freut mich die Anzahl an Songs einfach, und dass keiner davon wie ein Scheißfüller wirkt. Wirklich richtig gut.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Hitchin' A Ride, King For A Day, Good Riddance, Last Ride In



KoRn Discography: "Life Is Peachy" (1996)

Okay, nachdem ich hier die Korn-Videography durchgekaut habe, wird es nun auch die Musik zu würdigen. Und zwar fangen wir an mit "Life Is Peachy", weil das erste Album schon mal dran war.

Das zweite Album von KoRn bietet uns schon auf dem Albumcover dieselbe gefährliche Stimmung wie das erste Album. Ein Kind was von etwas Bösen gefährdet wird. Inhaltlich geht es um sehr unterschiedliche Themen. Beispielsweise handelt "Mr. Rogers" von Fred Rogers, den mittlerweile verstorbenen Moderator der Kindersendung "Mister Rogers' Neighborhood". Sänger Jonathan Davis behauptete dass Rogers Anweisung an Kinder, zu allen höflich zu sein, führte dazu dass Davis ein leichtgläubiges Mobbingopfer wurde. "Chi" ist Deftones' Bassist Chi Cheng gewidmet. Apropos Deftones: "Wicked" ist ein Cover von Ice Cube - darin übernimmt Chino Moreno den Rappart
während Davis Don Jagwars Anteil übernimmt. "A.D.I.D.A.S."(All Day I Dream About Sex) wirkt richtig skurril...Am Skurrilsten ist aber der Anfang des Albums. In "Twist" ist Davis' Scat-Performance zu hören - d.h. keine Lyrics sondern etwas was Scatman John leider nicht konnte.

Meiner Meinung wirkt dieses Album wie eine (gute) Ansammlung von B-Seiten. Es ist ein sehr launisches, kaputtes, in sich weniger zusammenhängendes Album. Zumindest wirkt es auf mich so. Leider hats länger gebraucht bis es bei mir wirklich gewirkt hat, aber ich mags. Definitiv.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Twist, No Place To Hide, Good God, A.D.I.D.A.S, Wicked



Ministry Discography: "Houses Of The Molé" (2004)

Ich muss zugeben, ich hatte Angst vor diesem Album.

Hier ist nämlich nichts mehr mit Paul Barker. Nichts mehr mit den guten alten Ministry. Außerdem weiß ich noch wie damals meine Lieblingszeitschrift VISIONS ordentlich über das Album hergezogen hat. Es gab 3/10 Punkten.

"Houses Of The Molé" ist zwar ein ordentlich beschissener Titel (angelehnt an Led Zeps "Houses Of The Holy"), jedoch kann das Album definitiv was. Es gibt natürlich Höhen und Tiefen, meiner Meinung nach viel zu viele Tiefen, aber ich kanns auf jeden Fall gut hören. Nur besteht hier ein enormer Unterschied zu den Vorgängern. Ich kann zwar Ministry immer noch grob in Richung "Industrial Metal" unterordnen. Jedoch diesmal eher in "Metal" als in "Industrial". Klar, hier gibts
ordentlich Samples und alles. Und auch der Baustellen-Sound wurde teilweise beibehalten. Was hier aber definitiv vorherrscht ist Thrash. Richtig stumpfer Thrash Metal. Oder zumindest so in die Richtung.

Das Album entstand in der Zeit des Irakkrieges und ist das erste der George-W.-Bush-Trilogie. Richtig gelesen, Ministry haben Dabbeljuh ganze drei Alben gewidmet. WTF. Folglich beginnt hier (fast) jedes Lied mit einem W. Waiting, Worm, Worthless, Warp City. Außer "No W" natürlich. Letzterer ist übrigens ein ziemlich guter Song, auch wenn er so stumpf Anti-Bush ist. Holy shit. Was ist hier passiert? Ich mein, es gibt hier wirklich einige Knaller, aber im großen und ganzen ist das hier ziemlich...zum wegschmeißen.

6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Warp City, Psalm 23, Worthless, Waiting

Dienstag, 15. August 2017

Comic Book Review#303: Dept. H#14 (2017)

Diesen Comic habe ich vor einiger Zeit in meiner Abo-Lieferung erhalten, aus Gründen. "Dept. H" stammt von Matt Kindt der schon für solche Perlen wie "Mind MGMT" oder "Revolver" verantwortlich war. Für die Farben ist allerdings Sharlene Kindt verantwortlich. Die Kolorierung setzt dem Comic noch ein i-Tüpfelchen drauf.

Da es die vierzehnte Ausgabe ist, habe ich mich ein wenig in die Story der ersten Ausgabe
reingelesen. Es handelt sich um einen Mordfall auf einer Unterwasserstation namens Dept. H. Die Tochter des Opfers leitet die Untersuchung des Falls. In dieser Ausgabe geht es um ein Crewmitglied, dass sich für die anderen opfert. Es stellt sich heraus dass er schuld ist an der Überflutung eines Teils der Station. So entscheidet er sich für den Freitod. Direkt danach erzählt man den Leser Jeromes Hintergrundgeschichte. Wer er ist/war und was er in seinem Leben so gemacht hat und wie er Industriespionage betrieben hat.

Ich erinnere mich noch an "Revolver" und weiß noch dass die Story ziemlich abgefahren war. Deswegen war ich ziemlich überrascht als ich festgestellt hab, dass es hier recht einfach zu geht. Emotional, simpel gehalten und fantastisch gezeichnet. Eine Story die in einer unkomplizierten Drama/Action-Fernsehserie hätte laufen können. Es besteht auch normales Verhältnis von Text und Bild. Das heißt, dass wir zu den richtigen Zeitpunkten volle power gewaltige Bilder kriegen und mit Text nicht abgelenkt werden und vice versa. Das ist in der Tat richtig gut. Gefällt ma, dat geht ab.

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 13. August 2017

Film der Woche#302: Planet der Affen - Special, Teil 5

Allrighty then. Häßlich willkommen, zum vorletzten Teil des Planet der Affen - Marathons. Vorletzter, weil irgendwann demnächst noch der dritte Film der Reboot-Trilogie dazu kommen wird. Bin gespannt und so. SPOILER WARNUNG.

9. Rise of the Planet of the Apes (2011)

Ich habe den Originaltitel dem unsäglichen deutschen "Planet der Affen: Prevolution" vorgezogen, weil dieser so dämlich klingt.

Der erste Film spielt in unserem Zeitalter. Der Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) arbeitet für ein Pharmaunternehmen und versucht ein Heilmittel gegen Alzheimer zu finden. Als die Versuchs-Schimpansin Bright Eyes völlig ausrastet, ein Labor verwüstet und schlußendlich erschossen wird,werden die Medikamentententests auf Befehl von Oben hin abgebrochen. Alle
Testaffen sollen eingeschläfert werden. Ein Tierpfleger entdeckt aber ein Neugeborenes, was eindeutig von Bright Eyes stammt und deutet ihr Verhalten als schützend. Er bringt es nicht übers Herz, ein Affenbaby töten zu lassen und so nimmt Rodman nimmt das Junge heimlich nach Hause. Er gibt ihm dem Affenboy den Namen Caesar. Der Schimpanse wächst im Haushalt von Rodman und der Tierärztin Caroline Aranha (Freida Pinto) auf und entwickelt mentale Fähigkeiten die ihn evolutionstechnisch dem Menschen noch näher bringen (der Affe lernt Gebärdensprache usw.). Als er jedoch bei einer Auseinandersetzung die Nachbarin des Hauses angreift wird er der Obhut von Rodman entzogen und in ein Primatengehege gebracht. Von dort an Beginn die eigentliche "Prevolution". Caesar (Andy Serkis) wird zum neuen Alphatier und versprüht das Alzheimer-Medikament dass die Intelligenz der Affen erheblich steigert...

Endlich wird die Hintergrundgeschichte des Affenplaneten ordentlich erzählt. Ja ich weiß, wenn man sich die letzten zwei alten Filme anguckt (die aus den 70ern), dann kriegt man sie auch zu sehen. Allerdings ist diese weniger plausibel. Nagut, ich glaube auch nicht dass die Story von einer globalen Seuche, die die Menschheit langsam ausrottet, sooo realistisch ist. Aber jedenfalls besser als dieser Scheiß mit den Affensklaven die irgendwann rebelliert haben. Hier ist alles noch in den Kinderschuhen und sehr äh prähistorisch. Guter Auftakt.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


10. Dawn of the Planet of the Apes (2014)

So, da ich versucht habe im Film darüber so wenig wie möglich zu spoilern, doch hier geht das leider doch nicht.

Das Retrovirus ALZ-113, was ursprünglich von Will Rodman als Medikament gegen Alzheimer erfunden wurde, entwickelte sich zu einer enorm aggressiven Variante. Das führte zu einer weltweiten Pandemie. Die Menschen wurden beinahe ausgerottet, die Affen zogen sich in einer großen Familie in die Wälder von San Francisco zurückgezogen. Caesar ist mittlerweile Vater. Das ist schon zehn Jahre her. Ein Haufen Menschen, die genetisch gegen das Virus immun ist errichtete eine Kolonie, mit eher miesen Infrastruktur. Die Affen leben abgeschieden von den Menschen, ohne
jeglichen Krieg und Konflikte. Als jedoch ein Haufen bewaffneter Männer, dass im Wald nach einem Wasserkraftwerk sucht das endlich wieder in Betrieb gesetzt werden soll auf die Affen trifft, eskaliert die Situation und ein Affe wird umgebracht. Caesar beschließt zunächst eine Machtdemonstration gegenüber den Menschen. Anschließend versucht der Pazifist Malcolm (Jason Clarke) zu vermitteln und bittet Caesar um Erlaubnis am Kraftwerk arbeiten zu dürfen, sodass die Menschheit endlich wieder Strom hat. Alles nach läuft nach Plan, allerdings haben sowohl die Menschen als auch Affen Individuen in ihren Reihe die alles andere als friedlich sind und nach Macht durch Gewalt streben...

Es gibt zwei Sachen die ich sehr positiv hervorheben möchte. Oder vielleicht auch drei. a)die brillianten Motion Capture effects die brilliant sind, b) die Tatsache dass man vom "Edle Wilde"-Mythos abkehrt und die Affen nicht als das non plus ultra darstellt. Natürlich ist man zunächst auf ihrer Seite weil sie im Gegensatz zu den Menschen friedvoll sind. Allerdings wird auch gezeigt dass sie genauso scheiße sein können wie die Homo Sapiens. c) verdammt noch mal: Mit Gewehren um sich ballernde Affen auf Pferden!!!!111

Vielleicht stellenweise doch ziemlich trashig, jedoch tieftraurig und spannend. Logische Fortführung einer interessanten Geschichte. Mal sehen was als nächstes kommt.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:

Freitag, 11. August 2017

Album der Woche#305: K.I.Z. - Hahnenkampf (2007)

Hallo hallo. Der Hip-Hop-Monat geht weiter.... Ähm, ich habe zwar schon mal was zu dieser Band erzählt - alles nur über ihre Live-Qualitäten. Und dass ich wahrscheinlich nicht mit ihnen über politische Themen diskutieren würde. Naja egal - 2007 waren KIZ zwar durchaus politisch jedoch noch nicht wirklich über die Studioalben gefaselt. Außerdem erschien das Album am 24.8, ist also bald tatsächlich zehn Jahre alt. Warum also kein Review?

"Hahnenkampf" ist das Major-Debüt von KIZ, nach den Mixtapes "Böhse Enkelz" und "Das Rap Deutschland Kettensägen Massaker". Nach dem Rap Independent Label "Royal Bunker" übernahm nun Universal das Ruder und KIZ wurden von der Rock-Abteilung betreut. Das Album ist für mich eine willkommene Abwechslung zu Deutschrap 2007 gewesen. KIZ ficken hier natürlich immer noch Mütter und Ehefrauen, sinnieren über ihre Genitalien ("Keine Schwänze sondern Baumstämme, keine Säcke sondern Staudämme") wie der Rest der Deutschrapper in den Charts damals. Aaaaber was sie
damals in meinen Augen besonders gemacht hat war: es gab kein unnötiges Drama, keine beschissenen konstruierten Promo-Beefs und stattdessen ein Bewusststein für Satire als auch die Fähigkeit Hip-Hop-Fans vorm Kopf zu stoßen. Im Video zu "Geld Essen" gab es beispielsweise zwei knutschende Baggyträger zu sehen. In "Schwarz, Rot, Geld" singt Terrorgruppe-Urgestein Archi "MC Motherfucker" Alert mit. Überhaupt wird die Crew in die Nähe des Punks gerückt (nicht nur wegen dem Song "Ellenbogengesellschaft (Pogen)"), und nebenbei "die Kassierer des HipHops" betitelt - nicht nur weil sie provokativ wie kaum niemand zu dieser Zeit war - sondern weil sie gewisse Grenzen gesprengt haben.

Meine definitiven Favoriten auf dem Album sind: "Der Schöne und das Biest", weil es brilliantes Storytelling beweist. "Wenn es brennt", weil es soziale Missstände anspricht. "Herbstzeitblätter", weil es wohl die gelungenste Parodie auf Deutschrap anno 2007 ist und natürlich "Pauch It" weils für mich ein super gutes abschreckendes Beispiel ist.

Trotz all ihrer nachträglichen Erfolge und so einigen Songs die mir immer noch im Kopf hängen bleiben können sie definitiv niemals an "Hahnenkampf" anknüpfen. Nicht mal mit dem verdammt guten "Hurra, die Welt geht unter".

9/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 10. August 2017

My Favorite TV-Show: The Head

Ich frag mich wirklich, was mich dazu bewegt hat mir diese Sendung anzusehen. Ernsthaft. Denn selbst wenn sie meinen Humor entspricht ist sie tatsächlich so weit hinten in den 90er Jahren zu finden, sodass nicht mal ich sie wiederfinden sollte. Theoretisch. Praktisch kommt das Ding aus der "MTV Oddities"-Ecke, wo auch die Serien-Adaptation von "The Maxx" sein Zuhause fand.

"The Head" erzählt die Geschichte von Jim, einen Schüler der Handelsfachschule in New York. Eines Tages wacht er auf und stellt fest, dass sein Kopf angeschwollen ist. Damit geht er zum Arzt, allerdings ist dieser ratlos. Kurze Zeit später stellt es sich heraus, dass in Jims Kopf ein Alien wohnt, der Roy genannt werden möchte. Soweit ich mich erinnern kann, war der richtige Name unaussprechbar. Roy braucht für seine Zeit auf der Erde einen brauchbaren Unterschlupf. Er ist nämlich auf einer Mission und soll dabei den böhsen Außerirdischen Gork ausschalten, der naja äh die Welt erobern möchte, jaja. Jedenfalls schließt sich Jim (bzw. Jim und Roy) einer Selbsthilfegruppe an in welcher Menschen mit Anomalien teilnehmen: Unter anderem ein Russe mit einem zweiten Mund auf der Brust und ein Kerl mit einem Sägeblatt in der Fresse.

Man kann sich denken, wie ein normaler Mensch auf dieser Sendung reagieren würde. Mit Verstörtheit und Ekel. Zugegeben, es war für mich teilweise ein echt harter Brocken. Es gab einige Szenen, die ein klein wenig zu weit für mein Geschmack gingen. Wie diese hier:

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"The Head" ist ein Relikt aus der Zeit in welcher Kreativität auf MTV noch was zählte. Kluge, künstlerische Köpfe durften sich dort austoben und ihren Unsinn verbreiten/multiplizieren. Ich bin mir nicht sicher was und ob The Head mir überhaupt irgendwas sagen wollte oder ob es schlicht und einfach Unterhaltung war. Ich glaube allerdings, es war letzteres. Es wirkt wie ein sehr krudes Projekt eines Kunststudenten. Ich fühlte mich jedoch gut unterhalten! Und angeekelt.




Mittwoch, 9. August 2017

So isses, Musik!#35

Hallo und häßlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von "So isses, Musik!".  Diese ist nun "voll" mit Videos, in der nächsten gibt es wahrscheinlich mehr Text. Da wird es auch eine weitere Sub-Rubrik geben.

Etzala reichs! Ich habe endlich mal eine klitzekleine schwarze Playlist auf Youtube gebaut:



Weiterhin fand ich diesen JACE-Typen irgendwie ziemlich nice:


Und dieses gute Stück von KIZ steckt mittlerweile wieder so fest drin, dass ich beinahe den ganzen Text kann:



Beastie Boys Discography: Hot Sauce Committee, Part Two (2011)

Kaum zu glauben, aber Wahr: Wir sind am Ende der Beastie-Boys-Disco angekommen. "Hot Sauce Comittee" ist nämlich das allerletzte Album, das noch vor MCAs Tod rauskam. Ursprünglich sollte es sogar zwei Alben mit dem Namen geben - allerdings wurden die Pläne schnell nach MCAs Krebsdiagnose verworfen.

Für mich ist das das definitive Abschiedsalbum. Es enthält nämlich alle Beastie-Boys-Elemente die sie so ausgezeichnet haben. Wahnsinnige Beats, Experimentierfreudigkeit, Funk, Hammer Features (Nas und Santigold) als auch der Bezug zu eigenen Wurzeln. Außerdem teilt man gut Schellen aus, spielt wieder selbst Instrumente ("Lee Majors Come Again") und badet so gut in Sinnlosigkeiten. Und bei diesen bin ich leider etwas gescheitert. Es gibt nämlich ein paar Stellen wie "Crazy Ass Shit" oder "Funky Donkey" die auf mich einfach völlig nutzlos wirken, als hätte man irgendwie versucht das Album zu füllen.

Trotzdessen ist das durchaus ein verdammt gutes BB-Album. Es fehlt an nichts. Nur die Tatsache, dass sie wohl keine mehr rausbringen werden macht mich richtig traurig.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Lee Majors Come Again, Make Some Noise, Don't Play No Game That I Can't Win (ft. Santigold), Too Many Rappers (ft. Nas), OK



Green Day Discography: Insomniac (1995)

Direkter Nachfolger zu "Dookie". Hat sich leider nicht so gut verkauft - zu Unrecht meiner Meinung nach. Ich finde, es ist die logische Fortführung vom Vorgänger. Auf mich wirkt es härter und persönlicher. Man merkt der Band an, dass sie langsam wächst. Anstelle von Songs die man eher ins Highschool-Zeitalter verdonnern könnte, geht es hier u.a. um Schlaflosigkeit und Panikattacken. Ich
weiß, dass viele der Meinung sind GD hätten sich gar nicht verändert oder nur geringfügig. Für mich klingt aber diese Geringfügigkeit schon nach Wandelfähigkeit. Es muss ja nicht jede Band Album für Album einen großen Sprung machen.

Auf mich wirkt es wie ein kleiner Spagat zwischen eher partymäßigen, typisch Green-Day-mäßigen Songs und ihren Humor aber auch einen etwas härten Sound und sehr ernster Angehensweise. "Dookie" ist ja schon mein Favorit, aber gerade wegen dieser "Unebenheiten" gefällt mir "Insomniac" fast schon besser.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Geek Stink Breath, Panic Song, Brain Stew, Bab's Uvula Who?, 86



Ministry Discography: Animositisomina (2003)

Wow, wir sind schon so weit gekommen. The Ride Never Ends.

Achtes Album. Das letzte mit Langzeitmitglied Paul Barker der nach der dazugehörigen Tour die Band verlassen hat. Laut Al Jourgensen ist es sein am wenigsten gemochtes Werk, da es offensichtlich keinen Spaß gemacht hat, es zu kreieren. Kein Wunder, schließlich musste er sein
Heroinkonsum einschränken/aufgeben und verstand sich nicht mehr gut mit seinem Bandkollegen. Als Zuhörer kann ich folgendermaßen urteilen: Es schlägt meiner Meinung nach einen ähnlichen Weg ein wie "Dark Side of the Spoon". Im Kern noch definitiv Industrial Metal, der sich aber nach anderen Genres sehnt und gerne experimentiert. So hören wir bspw das Cover von Magazines "The Light Pours Out Of Me", welches im Vergleich zum Rest des Albums beinahe schon poppig erscheint. Außer diesem Song haben alle anderen übrigens einen Ein-Wort-Titel. "Animosity", "Shove" und "Lockbox" sind dabei meine Favoriten. Nichtsdestotrotz wirkt das Album ziemlich unfertig. Das Endstück "Leper" hat halt einfach gar keinen Text. Nicht weil es ein stilvolles Instrumental werden sollte sondern weil Jourgensen einfach früher aus dem Studio abgehauen ist weil er keinen Bock hatte dafür einen Songtext zu schreiben. Das nimmt langsam sehr merkwürdige Züge an.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: "Animosity", "The Light Pours Out Of Me", "Shove", "Lockbox"

Dienstag, 8. August 2017

Comic Book Review#304: Red Team: Double Tap, Center Mass#9 (2017)

Okay, ich dachte zuerst " Da steht Garth Ennis drauf, das heißt es wird mindestens einmal richtig eklig." Doch weit gefehlt. "Red Team" stammt von Ennis und Zeichner Craig Cermak. Es ist bereits das zweite Volume der Reihe.

In dieser Ausgabe werden wir Zeuge wie zwei Polizisten, in ihrer Freizeit, eine offensichtlich lethargische und verwirrte Frau aus der Geiselhaft befreien und sie zurück zu ihrer Familie bringen. Zuhause findet allerdings eine große Gala statt. Es stellt sich heraus dass ihr Bruder sie in die Drogensucht und in die Prostitution gebracht hat. Zumindest liest sich das so heraus. Die Lage eskaliert, der Mann zieht ne Waffe. Zum Glück geht alles glimpflich aus. Allerdings werden die beiden Cops anschließend von ihrer Vorgesetzten gerügt weil sie außerhalb des Gesetzes gehandelt haben.

Ein ziemlich spannender und dramatischer Action-Comic. Einer aus der Sorte, die für alle Leser zugänglich sind, auch für die die nicht von der ersten Ausgabe an lesen. Am Ende wird es sogar relativ mysteriös weil die beiden Cops scheinbar eine Art Verhältnis miteinander haben oder hatten. So macht der Comic Appetit auf mehr. Er zeigt dass er nicht nur von Gewalt und Drogen handelt. Jedenfalls bin ich sehr froh mal ein wenig auf Blut und Eingeweide ausgerichtetes Werk von Garth Ennis gelesen zu haben.

8/10 Pfandflaschen


Sonntag, 6. August 2017

Album der Woche#304: Snoop Doggy Dogg - Doggystyle (1994)

Hallo und häßlich willkommen im August. August ist Hip-Hop-Monat. Das heißt, im Grunde genommen, relativ kurze Reviews. lel.

Den Anfang macht das Debütalbum von Snoop Dogg, "Doggystyle". Damals noch unter dem Namen Snoop Doggy Dogg unterwegs, den er nach dem Verlassen des Labels "Death Row Records" leider
aus rechtlichen Gründen abgeben musste. "Doggystyle" beinhaltet all das was Gangsta Rap damals ausgemacht: Eine ziemlich lockere Einstellung zum Leben, Drogen, Bezeichnung von Männern und Frauen als "Niggas and hoes", und Low-Rider-Autos als auch pubertären Humor. Pardon, ich sprach grade von  Gangsta Rap - aber eigentlich meine ich den von Dr. Dre entwickelten G-Funk. Sehr smoothe Melodien überzogen mit Gangsta-Inhalt.

Man bräuchte eigentlich nicht so viel Text dafür verwenden, denn: "Doggystyle" strotzt nur so mit dem Leben eines Gangsters, dass es trieft. Der Inhalt ist also eigentlich gar nicht so spektakulär. Dafür aber Snoops Stimme die zwischen passiv-aggressiv und ultra gechillt wechselt. Ich finde, dass sein Part im Intro "G-Funk" mich teilweise an einen gewissen blonden Rapper aus Detroit erinnert, der bestimmt daraus seine Inspiration geschöpft hat. "Lodi Dodi" ist auf eine gewisse Art ein Tribut an den ebenso großartigen Slick Rick als auch Herb Alperts "Rise". Witzigerweise hat Notorious B.I.G. ein paar Jahre später "Hypnotize" rausgebracht, was sich ebenfalls auf beide Songs bezieht. "Murder Was The Case" ist ein waschechtes Horrorcore-Stück nur ohne die ganzen Psychopathen-Anspielungen aber mit ziemlich viel Mystik., welches sich auf Snoops Verhaftung im Jahre 1993.

Sicherlich sehr vulgär und nicht grade politisch korrekt, jedoch mir deutlich lieber als seine Zusammenarbeit mit äh David Guetta oder so...

Anspieltipps: Lodi Dodi, Serial Killer, G-Funk Era, Who Am I?(What's My Name), Gin and Juice, Murder Was The Case,
8,5/10 Pfandflaschen

Samstag, 5. August 2017

Film der Woche#301: Dobermann (1997)

Basierend auf der Buchserie "Le Dobermann" von Joel Houssin. Einer dieser Filme die entweder dauerhaft in Russland im Fernsehen liefen oder immer wieder in dubiosen Verkaufszelten auf dem Sonntagsmarkt zu finden waren - zu meiner Zeit, natürlich.

Die Hauptfigur heißt äh Dobermann (Vincent Cassel) und ist der Anführer einer kriminellen Bande die sich auf Raubüberfälle spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Nathalie (Monica Belluci) die gehörlos ist als auch Olivier (Stephane Metzger) der als Dragqueen namens Sonia auftritt. Die erste
Amtshandlung im Film ist ein superdreister Banküberfall, beziehungsweise zwei. Sie lösen überall in der Stadt Falschalarme aus um die komplette Polizei abzulenken, damit sie in aller Ruhe sich austoben können. Die Polizei, in Gestalt des widerwärtigen Inspektors Christini (Tcheky Karyo), schafft es aber ein Mitglied der Bande festzunehmen und unter menschenfeindlichen Drohungen zu zwingen für sich zu arbeiten.

Die Zusammenfassung klingt jetzt vielleicht nach nichts - und ich muss es auch bestätigen: der Film hat glaube ich keinen einzigen Blumentopf gewonnen. Auch wenn er auf diesen Büchern basiert, wirkt er als wäre er direkt aus einem Comic abgepaust worden. Die Charaktere wirken sehr überzeichnet, die Handlung ist voll mit überflüssiger Gewalt, Fäkalsprache und ficki-ficki-witzen. Ein französischer Exploitation-Film. Dass ich das mal erleben darf! Französischer Trash! Wie gesagt, der Film ist keine intellektuelle Höchstleistung jedoch kitzelt er die richtigen Stellen im Gehirn.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Mittwoch, 2. August 2017

Comic Book Review#302: Mighty Morphin Power Rangers, Band 1: Grüner Ranger - Das erste Jahr (2017)

Das Band beinhaltet die US-Ausgaben #0-4. Da dort schon ein riesiges Vorwort von einem der Beteiligten Co-Produzenten enthalten ist, geb ich auch mal meinen Senf dazu. Btw falls ihr Bock habt meine Meinung zu der Serie zu wissen, so seht her. Jedenfalls war ich als Kind ein sehr großer Fan - allerdings überlebte die Serie meine Nostalgie nicht. Natürlich macht es immer noch Spaß hin und wieder dadrauf zurückzublicken. Aber für mich kommt es halt leider nicht in Frage mir das alles noch mal zu geben - in voller Länge, jede einzelne Folge. Das ist mir zu viel des Guten und auch zu viel von seltsamen Plots und auch viel zu cringeworthy. Deswegen bin ich froh dass es diesen Comic gibt!

Die Story spielt sich ab während der ersten Rangers-Serie "Mighty Morphin Power Rangers". Als neuester Ranger ist Tommy Oliver mit dabei - seine Farbe grün, sein Zord ist der Dragonzord. Doch ursprünglich wurde er von der intergalaktischen Hexe Rita Repulsa rekrutiert bzw. verzaubert um die Power Rangers endgültig zu zerschlagen. Jetzt, nachdem er sich von Ritas Zauber losreißen konnte ist er Teil des Teams. Allerdings plagen ihn Selbstzweifel weil Rita immer noch in sein Gewissen reinredet. Auch gewisse Art und Weise sieht er eine Art Projektion von ihr. Ritas Ziel ist es mithilfe von Scorpina Tommy einerseits zu demotivieren und andererseits die Kontrolle über sein Dragonzord zu erlangen.

Ich bin sehr froh dass es diesen Comic gibt, weil er einen etwas anderen Blick auf die Serie bietet. Weniger Klamauk (okay, außer Bulk und Skull) - mehr seriöse Teenagerscheiße die sich um den eigenen Selbstwert dreht. Wird das Team die Zerreißprobe bestehen? Wird Rita sich den Dragonzord unter ihren Nagel reißen? Ich glaube ehrlich gesagt dass ich den Comic viel ernster nehme weil nicht die "normalen" Szenen nicht so dämlich daherkommen. Es ist alles viel weniger klischeehaft. Fast so als ob man sich dem neuen Film anpassen wollte, den ich unbedingt noch sehen muss btw.

8,5/10 Pfandflaschen