Freitag, 31. März 2017

Happenings des Monats: März'17

Jesses, that's a tough one. Im wahrsten Sinne des Wortes.

4.3.2017: Gone To Waste Final Show mit: Gone To Waste + Risk It! + Harm/Shelter + Soulground + Demonwomb im Resonanzwerk, Oberhausen

Ich war ja ehrlich gesagt, nie wirklich in dieser Art von Hardcore-Szene unterwegs - deswegen konnte ich ganz vorurteilsfrei da herangehen. Wusste nicht welche Band im Trend ist, wer es nicht mehr ist und so weiter. Was ich wusste, GTW waren verdammt gut und ich fands schade dass sie aufhören. Also sind ich und Frau Otterich dahin. Was erwartete war erstmal eine riesige Schlange - schließlich gingen die Karten gut weg und das Konzert musste vom Druckluft ins Resonanzwerk verlegt werden. Es kamen Leute aus der ganzen Bundesrepublik und angrenzenden Ländern. Sheesh. Ganz schön viel los.

Tides Denied haben wir leider verpasst, weil wir in der Schlange anstanden. lel. Dafür ziemlich geilen, und tighten (!) metallischen Hardcore von Demonwomb erlebt. Man merkte im Laufe des Abends auch, dass scheinbar bewusst unterschiedliche Bands eingeladen wurden, vong der diversität her. Das ist auch gut so und erzeugt keine Langeweile. Soulground konnten Demonwomb leider nicht toppen - zwar waren sie mir überaus sympathisch weil sie die "Yo wir haben hier Spaß, egal wie wir aussehen,
es geht hier um die Attitüde nicht um die krassesten Sneaker oke wa ales"-Einstellung pflegten aaaber die schon tausendfach gesehen Klischeemoves auf der Bühne. Und musikalisch halt eher nichts für mich. Harm/Shelter waren dann doch eher meine Schublade. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, also so überhaupt nicht, wieso der Typ unbedingt rappen muss. Risk It! waren dann der Kulturschock schlechthin. Musikalisch sehr gekonnt und auch überzeugend. Aber ähm, mal ehrlich.... ich bin definitiv kein Freund von irgendwelchen Pomo-Scheiß oder von der Dämonisierung von oberkörperfreien Menschen. Bin eher dafür dass Grenzen überwunden werden und beide Geschlechter ohne Angst haben zu müssen blank ziehen. Was mir aber ebenso auf den Senkel geht sind irgendwelche komischen Typen die sich unbedingt für sowas rechtfertigen müssen. Armselig. Bong To Waste waren definitiv mein Highlight. Man hat angemerkt, dass sie ihren Bühnenjob sehr gerne machen, sich verdammt gut ins Zeug legen und dass ihre Passion echt ist. Ein sehr guter Move war auch, die Ansagen auch auf Englisch zu machen, weil auch Gäste aus anderen Ländern da waren. Ich glaub andere Bands waren sich dessen nicht bewusst, warum auch immer. Jedenfalls muss ich mir jetzt mal unbedingt physisch irgendwie Musik von Bong To Taste besorgen, um sie ordentlich zu würdigen. War nämlich ein sehr schöner Abend, bei welchem sich auch diverse Menschen (zurecht?) die Knochen gebrochen haben.



25.03.2017: KoRn + Heaven Shall Burn in der Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

Da schenkst du deiner Partnerin zwei Karten für KoRn, gehste am selben Tag ganz gemütlich essen, denkst dir du hast noch jede Menge Zeit und ihr kommt problemfrei rein. Wir sind reingekommen, aber keine Ahnung wie viel Zeit da vergangen ist.

Wir haben die erste Band, Hellyeah, leider nicht angucken können, wobei es im nachhinein wohl auch gut so gewesen ist. Ich glaub, länger hätte ich da drin nicht ausgehalten. Aber eins nach dem anderen: Die Schlange ging vom Anfang des Parkplatzes, bis zu seinem Ende, dann wieder zurück, dann richtung Halle, dann wieder zurück und dann wieder richtung Halle. Schlangenlinie deluxe. Zum Glück haben wir uns einigen Leuten angeschlossen die sich irgendwann dreist vorgedrängelt haben.

Nie ein großer Heaven Shall Burn Fan gewesen, aber die haben ziemlich gut rasiert. Mit Bildschirmen auf der Bühne die Bilder von Psychopaten, Logos von Sea Shepherd und von Atomkatastrophen
zeigten. Auch wenn Sea Shepherd ziemlicher dreck ist, hoffe ich dass die Message verstanden wurde.

KoRn also. Eines meiner Kindheitsträume erfüllt. Fehlt jetzt nur noch Slipknot. Jesus Fuck, zuerst dachte ich "Was soll das? Ihr spielt alles ungefähr eine Note langsamer. Seid ihr alt geworden" doch dann kamen sie richtig gut in Fahrt. Leider spielten sie wenig neues (kenne das neueste Album nämlich noch nicht wirklich und hätte mich gefreut mehr von zu hören) doch dafür kamen die ganzen Klassiker zum Einsatz. Also quasi alles bis "Take A Look In The Mirror" (2003) und auch so Sachen wie "Blind" oder "Shoots And Ladders" wobei die bestimmt standard sind. Was mich etwas verstört hat war der etwas merkwürdige Einsatz von "We Will Rock You"... Das Publikum war unter aller Kanone - wenn man sich vordrängen will, kann man einen mal kurz antippen oder das etwas geschmeidig tun anstatt sich vorzudreschen. Was man auch lassen kann, ist Frauen die man definitiv nicht kennt irgendwie versuchen von hinten äh "anzumachen". Oder in einer proppevollen Halle zu rauchen. Das geht nicht gut aus. Ich spucke nämlich tierisch gerne auf T-Shirts. Leider gehörten wir nicht zu den ersten 200 Leuten die mit Bändchen vor dem Wellenbrecher stehen durften. Aber es hat sich trotz der ganzen Scheiße drumrum wirklich sehr gelohnt.

Achja, wir werden auf diesem Blog irgendwann dieses Jahr auch tatsächlich die KoRn-Discography durchpauken :P

Hier ist übrigens ein kurzes Video - ich bin btw jetzt auch auf Instagram. Einfach nach @upthenerdpunx suchen.

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Donnerstag, 30. März 2017

Album der Woche#287: Pixies - Surfer Rosa (1988)

Erstes Album der Pixies, welche selbst von zahlreichen Bands wie Velvet Underground, Hüsker Dü oder Peter, Paul and Mary inspiriert wurden und selbst als Inspiration für dutzende Bands im "Indie"-Sektor galt. Selbst Bloodhound Gang bezogen sich in "Fire Water Burn" auf sie. Jimmy Pop Ali sang darin über den Sänger Black Francis "I'm not black like Barry White, no I am white like Frank Black is".

Pixies gehören zu der Sorte Bands in meinem Leben, die leider nie zum Thema wurden. Ich sah viele Bands sie als Einfluss nennen, auch als ich ziemlich viel Indie-Musik gehört habe. Sie schafften es aber leider nie direkt in mein Ohr. Das von Steve Albini (Big Black, Rapeman, Shellack uvm.) produzierte "Surfer Rosa" ist hierbei das Debütalbum der Band. Eine Art seltsames Gebilde aus sehr lauten Drums, wechselhaften Laut/Leise-Gesang sowie lässig klingeden Gitarren die später bei vielen
Grunge-Bands auch Verwendung fanden. Dazu kommt noch dass Black Francis und Deal mal gleichzeitig mal abwechselnd singen und die Songs nicht besonders lang sind.

"Surfer Rosa" wirkt im Vergleich zum damals populären Hair Metal eher bodenständig ist aber für mein Geschmack ein ziemlich verrücktes Album. So höre ich zwar einerseits eher ruhigere Klänge, die sich mit ziemlich Krach abwechseln. Dann kommt aber so ein Song wie "Something Against You" der sich anhört wie Schmirgelpapier auf Gitarrensaiten. Daraufhin dann ein "I got a broken FEIIIJJJJJSSSS". Und ja, auf diesem Album ist auch dieses ominöse "Where Is My Mind?" drauf, aber es ist wirklich so viel mehr. Glaubt mir.

Für Freunde unkonventioneller Musik.

Anspieltipps: Gigantic, Where Is My Mind?; Bone Machine, Break My Body, Tony's Theme
9/10 Pfandflaschen


Mittwoch, 29. März 2017

Film der Woche#284: RoboCopathon, Teil 2

Allrighty then. Ihr wisst, wie das hier immer abläuft. Es ist "Teil 2", weil es ein Teil eins schon mal gab. Nur hieß es nicht so. Um euch das Review zum allerersten RoboCop-Film reinzuziehen klickt hier. Ich habe übrigens alle weiteren Einträge auf der Liste chronologisch reviewt, nach dem Erscheinungsjahr. Bei der Kontinuität steig ich nämlich nicht wirklich durch...

2. RoboCop: The Animated Series (1988) - Staffel 1, Folge 1: "Crime Wave"

Die ziemlich kurzlebige Zeichentrickserie startete nur ein Jahr nachdem "RoboCop" in die Kinos kam. Wie schon bei Rambo und Toxic Avenger wurde hier ein blutiger, asozialer und nicht jugendfreier Film zu einer für Kinder geeigneten Sendung umgekrempelt. WTF. Diese spielt übrigens nach den Ereignissen im ersten Film.

Die Serie folgt allen Anschein nach dem "Monster of the Week"-Prinzip. In der allerersten Folge haben Alex "RoboCop" Murphy (Dan Hennessy) und seine Partnerin Anne Lewis (Susan Roman) es mit einer Gruppe von klischeehaften Punk-Vandalen zu tun die sich...."The Vandals" nennen (nein es geht nicht um die Band). Der böse Dr. McNamara stellt sie ein um in Old Detroit richtig viel Randale zu machen und für Unruhe zu sorgen. Der Trick ist dabei - McNamara will RoboCop loswerden und seiner Meinung nach wird er der Gang bald restlos unterlegen sein.

Ich nenne das hier mal ganz ganz nette Unterhaltung. Anstelle von echten Waffen gibt es Laserkanonen, die Brutalität wurde stark zurückgefahren. Normale Kinderunterhaltung halt.

7/10 Pfandflaschen
Intro:


3. RoboCop 2 (1990)

Der zweite Teil der Reihe wurde übrigens von niemand geringerem als Frank Miller geschrieben...

Omni Consumer Products, die Firma die RoboCop (Peter Weller) erschaffen hat liefert uns einen der bösartigsten Pläner überhaupt. Sie wollen Detroit komplett abreißen und durch eine neue Stadt komplett ersetzen. In dieser wird es keinen Platz mehr für Drogen oder Kriminalität geben. Um die Macht an sich zu reißen zetteln sie einen Polizistenstreik an und mischen sich in die Stadtverwaltung ein. De facto gehört ihnen die Stadt wortwörtlich. Gleichzeitig breitet sich die Droge "Nuke" aus für dessen Vertrieb Cain (Tom Noonan) und seine Bande verantwortlich sind. RoboCop ist einer der wenigen Polizisten die noch im Dienst sind. Dummerweise fängt er an, ausgelöst durch einen
Zwischenfall, Erinnerungen an sein früheres Leben zu haben und auch seine ehemalige Frau zu stalken. Das führt dazu, dass er hinterlistig reprogrammiert wird - er ist nämlich der OCP ein Dorn im Auge und sie tun alles um ihn loszuwerden.

Ich finde, dass der zweite Teil sich gar nicht hinter dem ersten zu verstecken braucht. Er ist nämlich nicht weniger blutig und nimmt sich an einigen Stellen nur noch so semiernst. Besonders verstörend fand ich die Kinder mit Baseballschlägern die einen Ladenbesitzer malträtiert haben. Der Humor ist echt bitterböse. Es ist eine vollkommen verstörende Sicht auf einer ähem ultrakapitalistische Zukunft, die sich so wahrscheinlich nur ein Frank Miller ausdenken kann. Es wird auch wirklich nicht langweilig.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:



4. RoboCop 3 (1993)

Der Nachfolger wurde ebenfalls von Frank Miller geschrieben und handelt von einer überaus dystopischen Zukunft der Stadt Detroit.

Nachdem das RoboCop-Programm für gescheitert erklärt wurde, ist OCP beinahe bankrott. Sie halten aber immer noch den ursprünglichen Plan fest, der vorsieht aus Detroit Delta City, eine Stadt ohne Verbrechen zu machen. Mittlerweile ist die japanische Firma Kanemitsu Corporation Teilhaber und versucht das Vorhaben in eine entsprechende Richtung zu lenken. Um die Baupläne schneller durchzusetzen wurde eine Art eigene bewaffnete Kampfgruppe erschaffen - die Rehabs, die
mitterweile praktisch die Polizei ersetzt haben. Die Umsiedlung der Bevölkerung läuft in vollem Gange, es haben sich aber mittlerweile im Untergrund Widerstandsgruppen formiert. Nachdem ein führender Rehab-Offizier seine Partnerin erschossen hat, schließt sich RoboCop (Robert John Burke) dem Widerstand an.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was man für ein Problem mit dem Film hatte. Denn auch wenn er auf dem ersten Blick familienfreundlicher wirkt (u.a. weil ein kleines Mädchen namens Nikko eine der Protagonistinnen ist) so ist er es im Endeffekt doch nicht wirklich. Ich finde die dargestellte Situation im übrigen noch schlimmer als im Vorgänger. Es ist die totale Kontrolle einer selbstgerechten, durchgeknallten Organistion die das Leben aller zum Alptraum macht. Ich halte das nicht wirklich für familienfreundlich. Ganz ehrlich, ich mag diesen Film einfach. Er wirkt stellenweise genauso Over The Top wie seine beiden Vorgänger, gleichzeitig gibt es aber auch einen RoboCop der versucht wieder menschliche Gefühle zu verspüren. Nicht nur unterhaltsam sondern irgendwie auch rührend. I like that shit.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Dienstag, 28. März 2017

Comic Book Review#285: Lobo's Back (1992)

Yay, seit hundert Jahren endlich mal wieder Lobo. Das ist viel zu lange her. Hierbei handelt es sich übrigens nicht um irgendeine Trade Paperback sondern um vier einzelne Ausgaben. Hab sie mir irgendwann letztes Jahr auf der Comic Action gegönnt. Für ziemlich wenig Geld.

Ich brauch nicht viel über Lobo erzählen, außer: Er ist ein intergalaktischer Kopfgeldjäger, auf dem Mund gefallen, der Posterboy eines jeden 90er-Jahre-EXTREME-Fanboys der auf dicke Knarren und Knallersprüche steht bzw. die sehr gelungene Parodie darauf. hat eine Schwäche für Delphine und ist unsterblich. Hat mal seinen gesamten Heimatplaneten ausgelöscht.

In der ersten Ausgbe von "Lobo's Back" wird das Unmögliche geschafft - Lobo wird tatsächlich ein für alle Mal umgebracht, von Loo und seinen Bruder Feces (der nur aus Kot besteht). Was geschieht danach? Nun, der Himmel kann ihn nicht aushalten, die Hölle irgendwie auch nicht. Lobo ist so dermaßen angepisst, darüber dass er umgebracht wurde, dass er versucht in der Zeit zurückzureisen um das Ganze ungeschehen zu machen. Gar nicht so einfach. Zuerst wird er als Frau ins Leben reinkarniert, dann als Eichhörchen.

Aus der Feder vom Autor Alan Grant (Buchstaben) und Simon Bisley (Bilders). Völlig abgedreht, vulgär, voll mit abgetrennten Gliedmaßen und durchlöcherten Körpern. Oder genauer gesagt, einen durchlöcherten Körper. Was soll ich sagen? Typisch Lobo. Unmöglich,

8/10 Pfandflaschen

Freitag, 24. März 2017

Film der Woche#283: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 14

Okily dokily. Wir haben mehr als die Hälfte der Filme durch, stecken in den 70er Jahren fest und sind heute mit vier Klassikern beschäftigt. Kann nicht besser werden!

54. Jaws (1975)

Leider leider hat dieser Film bei mir eine Angst vor (weißen) Haien hervorgerufen - nicht vor "kleinen" Haien. Ich finde diese Tiere einfach furchterregend und sah mich sogar einmal gezwungen einen "Villains of the World"-Eintrag über DEN Weißen Hai aus dem Film zu machen.

Anyways, die Geschichte spielt sich ab in einer kleinen Ortschaft in den USA, namens Amity - bekannt für ihren Strand. Die Stadt lebt vom Tourismus und bald ist auch schon die Saison; man erwartet jede Menge Gäste. Leider wird eine junge Frau von einem Hai brutal zerfleischt sodass der neu hinzugezogene Polizeichef Martin Brody (Roy Scheider) veranlasst den Strand zu schließen.
Dummerweise möchte das der Obergürmeister nicht, denn es wäre finanzieller Selbstmord. Daraufhin kommt es zu zwei weiteren Attacken. Zusammen mit dem Meeresbiologen Matt Hooper (Richard Dreyfuss) und dem passionierten Hai-Jäger Quint (Robert Shaw) machen sie sich schlußendlich auf dem Hai das Handwerk zu legen, denn dieser hört nicht auf zu töten ehe er alles "Futter" im Wasser aufgefressen hat.

Einer der besten Thriller aller Zeiten. Sehr gut inszeniertes menschliches Versagen plus interessante Hintergrundstory plus dieser gottverdammte Riesenhai. Holy shit. Ganz zu schweigen von der Musik, die inzwischen legendär ist. Das ist übrigens einer der ersten Hai-Filme, alles was danach kam (ja ich rede auch von den drei Fortsetzungen) ist nicht damit zu vergleichen. Von hier stammen übrigens auch die Zitate "We gonna need a bigger boat" und "Smile, you son of a bitch!" die wohl bis an unser aller Lebensende weiterverwurstet werden. Aber nichts schlägt das Original.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


55. The Omen (1976)

Ja ich hatte tatsächlich einige Bedenken diesen Film zu gucken - hat sich aber als realtiv harmlos rausgestellt.

Katherine Thorn (Lee Remick), die Frau des US-Botschafters in Rom, Robert Thorn (Gregory Peck) bringt am 6. Juni ein Kind zur Welt. Leider stirbt es bei der Geburt - allerdings übersteht eine andere Frau die Geburt nicht. Darum schlägt Pater Spiletto vor, das Kind umzutauschen sodass niemand etwas bemerkt. Circa fünf Jahre später wächst Damien (Harvey Stephens) sorgenfrei bei den beiden auf. Robert ist mittlerweile zum US-Botschafter in Großbritannien aufgestiegen, sodass die Familie dort hingezogen ist. Alles ist ganz normal bis irgendwas mehr als mysteriöse Vorfälle um Damien herum geschehen. Seine erste Gouvernantin hängt sich an seinem Geburtstag in aller Öffenlichkeit auf. Eine neue, äußerst mysteriöse Frau nimmt ihren Platz ein - alles deutet daraufhn dass sie sich diesen Job zu einem zwielichtigen Zweck besorgt hat und dass Damien nicht das harmlose Kind ist dass er
vorgibt zu sein.

Kinder sind einfach supergruselig, das ist leider wahr. Deswegen halte ich es für eine verdammt gute Idee, ein Kind zu einem "Big Bad" zu machen. Jedoch macht Damien alles nicht wirklich wissentlich - es scheint eher so als wüsste er nicht so recht was um ihm herum passiert. Beziehungsweise ist es eher so dass ihm all diese Tragödien am Arsch vorbei gehen. Das macht das Ganze leicht gruselig. Das Setting drumherum - diese scheinbar von der Mutter Natur hingerichteten Leute, das Ausschaufeln von Gräbern usw. ist halt schlicht ziemlich cool.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


56. Carrie (1976)

Der Film erzählt die Geschichte der Teenagerin Carrie White (Sissy Spacek *1949). Sie wächst bei ihrer christlich-fanatischen Mutter auf die ihr Kind vor der "sündhaften" Außenwelt schützen will. So kommts auch, dass Carrie nicht eine Jota über ihren eigenen Körper weiß, geschweige denn was eine Periode ist. Eines Tages kriegt sie ihre erste Monatsblutung in der Schuldusche, erschrickt deswegen und wird deshalb von ihren Mitschülerinnen heftigst gemobbt. Dabei bringt unwissentlich eine Lampe zum platzen - im Laufe des Films stellt sie fest dass sie übersinnliche, telekinetische Kräfte hat.

Ich lasse hier bewusst vieles weg, damit ihr auch tatsächlich Spaß am Film habt. Das hier ist der Durchbruch für Sissy Spacek gewesen, außerdem auch einer der ersten Filme mit John Travolta. Basierend auf einem Buch von Stephen King, hervorragend umgesetzt von Brian DePalma. Mit einigen Anspielungen auf alte Werke von Hitchcock. Eine Art "häßliches Entlein wird schön, dann wirds blutig für alle". Mehr sag ich nicht.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


57. Eraserhead (1977)

Ich habe diesen Film tatsächlich schon so an die 4-5 Mal gesehen; habe ihn zu einen meiner Lieblingsfilme erklärt und verstehe ihn immer noch nicht wirklich. Von David Lynch, Schöpfer von Twin Peaks.

In "Eraserhead" geht es um einen jungen Mann namens Henry Spencer (Jack Nance), der sich vor kurzem von seiner Freundin getrennt hat. Eines Tages kriegt er eine Einladung zum Essen die von ihren Eltern kommt. Angekommen wird er damit konfrontiert dass Mary (Charlotte Stewart), so heißt die Ex-Freundin, schwanger gewesen ist und ein Kind auf die Welt gebracht hat. Henry sei der Vater wobei das seiner Meinung zufolge völlig unmöglich ist. Die Schwangerschaft dauerte sehr kurz an und Mary ist sich nicht mal sicher ob es überhaupt ein Kind ist... Jedenfalls droht die Mutter dieses
wegzugeben, wenn die beiden nicht heiraten. So sind sie gezwungen zu heiraten und zusammen zu wohnen wobei das Kind Mary nachts nicht schlafen lässt. Wobei ich dieses Wesen kein Kind nennen würde. Eher ein kleines ekliges irgendwas worüber sogar die Dead Kennedys gesungen haben...

Der Film vereint mehrere Genres. So gibts hier sowohl Horror zu sehen als auch exzentrischen Humor. Es gibt außer dem Song der von der Frau im Heizkörper vorgetragen wird, keine Musik zu hören. Das einzige was beinahe konstant im Hintergrund lärmt ist die Industrie. Die Handlung spielt sich scheinbar ab in einem Industriegebiet, wobei ein Haus mittendrin steht. Es ist mir nicht ganz klar welche Aussage der Film genau hat. Ich bin aber der Meinung es gehe irgendwie einerseits um die Angst vor der Verantwortung ein Elternteil zu sein und andererseits um die Angst vor der "Entmannung". Das Baby nimmt so viel Platz in Henrys Leben ein, dass es ihm beinahe ersetzt. Sprichwörtlich gesehen. Fun Fact: Jack Nance hat in den fünf Jahren die dieser Film gebraucht seine Frisur behalten. Auch wenn euch der Film zu "deep" ist - schaut euch ihm an. Allein wegen der Szenerie und der filmischen Umsetzung. Lynch beste.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 23. März 2017

Album der Woche#286: Beastie Boys - Paul's Boutique (1989)

Hallo und häßlich willkommen zum drölften Album-Review auf diesem Blog. Hiermit reviewe ich eines der besten Alben des Jahrhunderts. Ja, ich sage "eines" denn es gibt ja so viele.

"Paul's Boutique" ist das zweite Album der Beastie Boys und der Nachfolger von "Licensed To Ill" - dessen Review ihr übrigens hier nachlesen könnt. Die Band zog aus New York nach L.A. und ging auf Distanz zu ihrem Produzenten Rick Rubin und dessen Label Def Jam. Das Album erschien auf Capitol bzw. EMI, wobei es nicht zum Kassenschlager schaffte. So war das auch konzipiert. Es sollte im Gegensatz zu ihrem Debüt kein Werk voller Singles werden sondern etwas mit mehr geistiger Tiefe und weniger "Hit-Singles".

Und so sollte es sein. "Paul's Boutique" wurde von den Dust Brothers produziert und basiert beinahe komplett auf Samples. Es ist quasi überladen mit Samples, es trieft vor Samples. Ich habe mir den Wiki-Eintrag dazu durchgelesen und habe festgestellt dass jeder Song mindestens fünf Songs samplet. Alter Schwede - dabei wühlen sich die Beasties bzw. die Dust Brothers quer durch die Musikgeschichte. So kommen hier die Ramones vor, The Sweet, Afrika Bambaataa, die Sugarhill Gang, Pink Floyd, Curtis Mayfield, die Beatles als auch John Williams' Theme aus "Der Weiße Hai". Im Übrigen wurden hier mehrere Beatles-Songs ohne Erlaubnis verwendet aber "What's cooler than getting sued by The Beatles?"(Mike D).

"Looking Down The Barrel Of A Gun", "Hey Ladies", "Shake Your Rump", "Shadrach" als auch das zwölfminütige/neunteilige "B-Boy Bouillabaisse" sind im Übrigen meine Anspieltipps. Ich finde, ich brauch nicht mehr so viel zu den Beastie Boys zu sagen; ihr habt vielleicht mitbekommen dass es eine meiner absoluten Lieblingsbands ist. Jedenfalls bin ich so was von begeistert davon - ja, zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich dieses Album bis jetzt nicht wirklich beachtet hab... Asche auf mein Haupt. Holy shit, das hier ist Hip-Hop-Geschichte!

9/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 22. März 2017

Comic Book Review#284: Doctor Who: Gefangene der Zeit, Vol. 1 (2016)

Falls ihr Bock habt n älteres Comic Book Review über Doctor Who zu lesen, so stattet hier euren Besuch ab; falls ihr euch für die Serie interessiert gehts hier entlang.

Dieses Tradepaperback umfasst die 12teilige Reihe "Prisoners of Time" die 2013 rauskam - zum 50. Jubiläum von Doctor Who. In ihr kommen alle (nach damaligen Maßstäben) Inkarnationen des Doctors vor - vom ersten bis zum elften. Eigentlich haben die verschiedenen Geschichten nichts gemeinsam bis auf zwei Tatsachen. Jeder Doctor hat einen oder mehrere Companions und in jedem Fall werden diese von einer mysteriösen Kapuzengestalt gekidnappt. Sie hat den Doctor bzw. seine
verschiedenen Inkarnationen im Visier, sie alle in Verbindung gebracht und seine Schwachpunkt ermittelt. Was sie eigentlich vorhat ist generell erst mal unklar.

Die Handlungen der einzelnen Stories haben scheinbar, bis auf die Entführungen, nichts miteinander zu tun. In der ersten Story kriegen wir mit wie der erste Doctor zusammen mit seinen Compagnons Ian, Barbara und Vicky im London des 19. Jahrhunderts landen und dort einen Vermisstenfall untersuchen. In der dortigen U-Bahn sind mehrere Studenten verschwunden, was scheinbar mit einer Plage von riesigen Insekten zu tun hat. In der zweiten Story gehts um den zweiten Doctor, seine Begleiter und ein Abenteuer auf einen zwielichtigen Weltraum-Basaar.

Und so geht es praktisch weiter. Jede Geschichte beleuchtet jeden einzelnen Doctor und seine Anvertrauten. Dabei kommen auch die verschiedenen Persönlichkeiten des Doctors relativ gut zur Geltung und man macht keine unnötig komplizierte Geschichte daraus. Es läuft aber am Ende daruf hinaus dass sich alle elf Doctors vereinigen werden. Ist übrigens nicht nur ein Tribut an die Doctor-Who-TV-Serie sondern auch an die Comics. Zusätzlich zu den Stories gibt es einen Haufen Hintergrundinfos darüber.

Insgesamt ein eher ungezwungenes Vergnügen. Ich freu mich schon auf den zweiten Teil - falls ich ihn überhaupt mal in die Finger kriege.

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 19. März 2017

Comics Monthly#38

Halli hallo. Ich muss euch an dieser Stelle leider enttäuschen und direkt ankündigen, dass ich diesen Monat leider nicht sehr up-to-date bin. Konnte leider nicht auf meinem Arsch stillsitzen und bis nächste Woche warten, bis die aktuellsten Comics raus sind. Deswegen haben wir hier semi-aktuelle Ausgaben aus dem Monat Februar. Dieses Mal muss der Verlag Image Comics dran glauben, der dieses Jahr tatsächlich 25 Jahre alt wird.

Green Valley#5

Ich habe zugegeben zugegriffen, ohne auch nur einen Blick in das Comicinnere zu riskieren. Als ich das Heft aufmachte erwartete mich folgendes: Mittelalter, Typen in typischen Klamotten rennen vor Drachen weg. Irgendwie schaffen sie es gegen die Tiere mit Schwertern zu wehren. Es stellt sich heraus, dass in dieser Epoche ein Raumschiff gelandet ist, dessen Pilot ein eingebildet wirkender
langhaariger Typ ist. Offenbar ist er gestrandet, weil ihm die Ressourcen für die Reparatur des Schiffes fehlen. Oh und die Drachen hat er wohl auch mitgebracht.

Ein relativ kurzes, actiongetriebenes Abenteuer. Die erste Hälfte konzentriert sich auf die Ritter auf der Flucht vor den Drachen, in der zweiten sieht man was der mysteriöse Mann mit dem Haufen Energydrinkdosen vor hat. Und wieso er sein Schiff nicht reparieren kann. Das klingt alles erst mal sehr absurd, aber glaubt mir, irgendwie ergibt das Sinn wenn man es liest. Nur ist die Frage nach dem Warum halt immer noch nicht so schnell geklärt. Sci-Fi trifft auf Fantasy. Aus der Feder von Max Landis und Giuseppe Camuncoli.

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8,5/10 Pfandflaschen

Moonshine#5

Oh krass. Schon wieder eine fünfte Ausgabe. Ich habe ehrlich keine Ahnung gehabt, worums in der Reihe geht. Deswegen bin ich ganz ohne Erwartungen hier dran.

Als erstes werden wir Zeuge wie ein junges Paar nachts im Wald Liebe macht. Anschließend wird am frühen Morgen der männliche Part vom Vater des weiblichen Parts mit einer Schrotflinte festgenommen und in einen Schuppen gebracht, vollkommen nackt. Im Laufe der Geschichte stellen wir fest, dass diese scheinbar in den 20er Jahren des letzten Jahrhhunderts spielt, Lou (so heißt der festgenommene) kriegt im Schuppen Besuch vom Geist eines rotgekleideten Mädchens namens Annabelle, es ist allerdings unklar ob sie nur in seinem Verstand existiert. Darüber hinaus, wird
aufgezeigt dass die italienische Mafia an dem kleinen Örtchen (in welchem der Schuppen steht) ein seltsames Interesse hegt. Achja, und irgendwas mit Werwölfen!

Dafür zeichnen Brian Azzarello (dessen Sachen ich stets abfeier) und Eduardo Risso (verantwortlich für die Zeichnungen) verantwortlich. Bei "Moonshine" denke ich übrigens nicht an Werwölfe sondern an selbstgebrannten, superkrassen Schnaps - und natürlich an Rednecks die diesen brauen. Tatsächlich ist dieser auch scheinbar auf dem Cover vertreten. Der Comic verbindet drei Sachen die ich niemals miteinander in Verbindung gebracht hätte: Die Südstaaten, die Mafia und einen Werwolf. Ich verstehe nich ganz worum es genau geht - und generell find ichs schade, dass man keinen Rückblick bietet oder den Comic so gestaltet dass ein jeder ihn lesen kann.... aaaaber an der Qualität ändert dies nichts

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Spawn#270

An dieser Stelle unverschämte Eigenwerbung: Falls ihr mehr Comic-Reviews über Spawn lesen wollt: Comics Monthly#16, Comic Book Review#80.

Ach du heilige Makrele - schon die 270te Ausgabe! Ich werde das wohl nie, nie, niiiieee NIEMALS aufholen können. Ohne Scheiß. Seitdem ich das letzte Mal Spawn gelesen habe wurde Al Simmons wieder lebendig UND gleichzeitig wieder "Spawn". In dieser Ausgabe wird mir nahegelegt, dass er zuvor versucht hat einen Mann namens Earl für seine Zwecke zu rekrutieren - dieser lehnte jedoch ab weil ihn das lebendige Spawn-Kostüm zu ungeheuer war. Außerdem besuchte Al seine inzwischen erwachsene Tochter Cyan in einem Krankenhaus. Dummerweise scheint sie irgendeine Macht zu besitzen, sodass das Kostüm von beiden Besitz ergreift und sie woandershin abtransportiert.
Währenddessen bereitet sich ein seltsamer Typ in Gasmaske auf irgendwelche schlimmen Untaten vor - und Special Agent Terry Fitzgerald (der nach Als Tod, dessen Frau Wanda geheiratet) wird in einem Verhör in die Mangel genommen. Außerdem wird er mit der Tatsache konfrontiert, dass Al wieder am Leben ist.

Ich habe Spawn leider nie kontinuierlich verfolgt, sodass ich so gar keine Übersicht über die (aktuellen) Ereignisse habe. Ich darf aber feststellen, dass die Qualität der Zeichnungen immer noch so gut ist bzw. sogar noch besser wurde. Die 90er Jahre stinken eigentlich ziemlich ab, im Vergleich dagegen. Außer bei Pin-Ups. Sonst ist alles beim alten: die Seiten schwarz, die Stimmung ziemlich finster. Ein hohes Maß an künstlerischen Aufwand für JEDE Seite. Es wird definitiv Zeit die ganzen Ausgaben nachzuholen und "Spawn" zu abonnieren. Auf jeden Fall. Verantwortlich dafür sind der Spawn-Schöpfer Todd McFarlane und der polnische Zeichner Szymon Kudranski.

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8,5/10 Pfandflaschen

The Walking Dead#163

Friendly reminder: The Walking Dead habe ich hier schon mal reviewt, war damals von der Ausgabe aber nicht wirklich begeistert.

Diesmal legen sich die Autoren und Zeichner (Robert Kirkman, Charlie Adlard u.a.) ordentlich ins Zeug. Für das 25jährige Jubiläum von Image Comics stellten sie diese Ausgabe zur Verfügung - sie kostete nur 25 cent. Und bei dem Preis kann ich wirklich nicht meckern. Diesmal erreicht die Storyline einen kritischen Punkt. Ich steige zwar nicht (mehr) ganz durch wer wer ist (als ich Walking Dead Comics las, war ich noch unter zwanzig), aber: eine Gruppe von Überlebenden der Zombieapokalypse die sich im eigens errichteten Dorf Alexandria versteckt hält, hat es diesmal mit einem verheerenden Angriff zu tun. Ein Widersacher lenkt eine Horde von mehreren hundert Zombies
zu ihnen. Die Untoten sind scheinbar unaufhaltsam, doch die Einwohner kämpfen bis aufs Blut um ihr Überleben.

Heilige Scheiße, das Centerfold mit den Zombies. Deliziös! Im Gegensatz zu der von mir damals reviewten Ausgabe gibts hier so viel Action wie man sich nur vorstellen kann. Messerstiche, epische Soundeffekte und mehrere Doppelseiten die uns epische Zombie-Action darbieten. Aufgrund der schwarz/weiß-optik könnte dies tatsächlich ein Creepy-Comic aus den 50ern sein, der natürlich nicht gut endet. Was für ein Fest für die Augen! Hut ab.

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8,5/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 16. März 2017

Film der Woche#282: SNOOGANS!

SNOOCHIE BOOCHIES!

Holy shit, es ist inzwischen paar Jahre her dass ich all diese Filme gesehen hab. Eine Sünde ist das. Denn ich habe mir irgendwann geschworen, das immer wieder zu tun. Anyways, hier ist sozusagen der zweite Review-Teil der von den New-Jersey-Filmen handelt. Dabei geht es um die Streifen des View Askew Universe, die von der gleichnamigen Produktionsfirma vom Regisseur Kevin Smith erschaffen wurden. Ein gemeinsamer Nenner sind die beiden Kiffer Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith selbst) - sie tauchen in jedem Film auf. Dabei reicht die Spannweite von Slacker-Komödie über Drama bis zum apokalyptischen Comedy-Streifen. Da ich den ersten Film "Clerks" schon mal reviewt hab. Gehts hiermit weiter..

2. Mallrats (1995)

"Mallrats" erzählt uns die Story von zwei....naja Einkaufszentrum-Rumhängen (daher der Titel) T.S. (Jeremy London) und Brodie (Jason Lee). Beide werden am selben Tag von ihren Freundinnen verlassen. Brandi (Claire Forlani) muss unbedingt bei der Herzblatt-Sendung ihres Vaters mitmachen, anstelle mit T.S. wegzufahren, sodass es zu einem Streit kommt. Rene (Shannen Doherty) hat Brodies Keller-Geek-Leben satt; er hat es nicht mal hinbekommen sie seiner Mutter vorzustellen. Um sich abzulenken, beschließen die beiden ins Einkaufszentrum zu gehen nur um festzustellen dass die Show von dort aus ausgestrahlt werden soll. Darum engagieren sie Jay und Silent Bob um die Sendung zu
sabotieren (sie hattens aber sowieso vor lol), weil....naja sie wird von Brandis psychotischen Vater produziert, das kann man schon mal machen.

Von all den alten View-Askew-Filmen ist das meiner Meinung nach der schwächste. Er glänzt zwar durch fabulöse Nerd-Witze, Toilettenhumor, Sexjokes... aber er wirkt leider ziemlich kurzweilig. Nicht, dass er keinen Spaß machen würde - aber verglichen mit "Clerks" bzw. Dante und Randalls "philosophischen" Gesprächen stinkt er ziemlich ab. Für mich fällt der Film in eine ähnliche Kategorie wie "American Pie" nur mit weniger Sex. Aber immerhin viel Herz.

6,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


3. Chasing Amy (1997)

"Chasing Amy" ist keine Fortsetzung, lediglich ein weiterer Film aus der Reihe. Er steht aber in Verbindung mit den anderen beiden, weil die Protagonistin Alyssa Jones (Joey Lauren Adams) in derselben Gegend wie Holden McNeill (Ben Affleck) aufgewachsen ist. Aber erst mal eins nach dem anderen.

Holden McNeill (Ben Affleck) und Bankie Edwards (Jason Lee) sind Erfinder des Superheldencomics "Bluntman and Chronic" - dessen Grundlage natürlich Jay und Silent Bob sind. Auf einer Comic Convention lernt Holden die Zeichnerin Alyssa Jones kennen, stellt fest dass sie aus der selben
Gegend kommen und verknallt sich bis über beide Ohren. Allerdings merkt er recht schnell, dass Alyssa lesbisch ist, was ihn ziemlich umhaut. Es dauert jedoch nicht lange, ehe sie sich besser kennen lernen und dann tatsächlich das Gleiche füreinander empfinden. Es ist jedoch Alyssas Vergangenheit die Holden ein Dorn im Auge ist.

Diesmal gehts wesentlich ernster zur Sache. Silent Bob hat zwar hier einen mehr als bedeutenden Monolog, hat aber sonst keine besondere Rolle im Film, ebenso wie sein Kumpel Jay. Der komödiantische Faktor ist relativ niedrig gehalten. Wenn gelacht wird, dann nicht über Situationskomik. Viel mehr ist es traurig anzusehen, wie sich zwei Menschen ineinander verlieben und dann aufgrund von Banalitäten doch nicht alles klappt wie es sollte. Kevin Smith hat sich meiner Meinung nach ziemlich übertroffen damit und gezeigt dass ers auch mal erwachsen kann.

VERY NICE.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


4. Dogma (1999)

Allrighty then. Diesmal wirds wieder spaßig - allerdings auf eine mehr als satirische Art und Weise. "Dogma" beschäftigt sich nämlich mit dogmatischen Religionen und deren Auswírkungen.

Die beiden Engel Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck) wurden vor tausenden von Jahren aus dem Himmel verbannt. Durch Zufall erfahren sie dass ein Kardinal (George Carlin) aus New Jersey vor hat die katholische Kirche zu modernisieren - er bietet außerdem allen Katholiken eine Absolution an, wenn sie seine Kirche betreten. Die beiden hoffen durch das Betreten des Gebäudes endlich wieder nach Hause zurückkehren zu können. Das würde allerdings die Unfehlbarkeit Gottes in Frage stellen und zur Apokalypse führen. Da Gott persönlich unauffindbar ist, muss der Erzengel
Metatron (Alan Rickman) die Nachfarin Jesu Christi, Bethany (arbeitet in einer Abtreibungsklinik, Linda Fiorentino) überzeugen die beiden Engel aufzuhalten. Ihr zur Seite werden zwei Propheten stehen - Jay und Silent Bob, wer denn sonst?

Ohne Scheiß, das ist einer der besten Filme des Universums. Hier wird nicht nur Religion an sich aufs Korn genommen sondern auch die ganzen biblischen Sagen mit all diesen Engeln die gefeuert wurden, den Musen. Außerdem gibt es den dreizehnten Apostel Rufus (Chris Rock) der irgendwie nie in der Bibel zu finden war. Ich frage mich wie zur Hölle diese Reihe eine solche Entwicklung durchgemacht hat. Von schwarz-weißer Rumhänge-Comedy zu einen reichlich abgedrehten Sci-Fi-Film. Herrlich. Gebts euch!

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


5. Jay and Silent Bob Strike Back (2001)

Diesmal haben Jay und Silent Bob die Hauptrollen. Sie stellen fest, dass demnächst ein "Bluntman and Chronic" Film gemacht wird und sie keine Tantiemen kriegen. Daraufhin erfahren sie, dass Holden McNeill (immer noch Ben Affleck) die Rechte an den Comic vollständig an Bankie (Jason Lee) übertragen hat. Dieser hat seine Seele an Hollywood verkauft und wird bald in Geld baden. Außerdem merken sie dass irgendwelche Arschlöcher im Internet heftigst über den baldigen Filmstart als auch generell über Bluntman und Chronic (also über Jay und Bob) abkotzen, beschließen sie nach
Hollywood zu reisen und die Verfilmung zu verhindern. Damit die Hetze im Netz aufhört und ihr Image keinen Schaden nimmt.

Was für ein herrlicher Blödsinn. Hier verschwindet die Grenze zwischen Film und Realität hin und wieder mal. Es gibt ein paar Momente in welchen die vierte Wand durchbrochen wird. Außerdem kommen alle möglichen Schauspieler aus den vorangegangenen Filmen vor. Dante und Randall z.B. Oder Ben Affleck der sowohl sich selbst (sehr selbstparodierend) als auch Holden spielt. Oder Jason Lee in der Rolle von Brodie und Bankie. Ein herrliches Familientreffen, ein Fest aus Blödeleien und Nerdismus. Ich habe zwar wahrscheinlich nicht alle Anspielungen gerafft aber gottverdammt hier ist Mark Hammill zu sehen, der seine "Hand" abgehackt bekommt. Alleine das lohnt sich. Allerdings braucht man hierfür kein Gehirn.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Mittwoch, 15. März 2017

Album der Woche#285: Public Image Limited - Album (1986)

Ich komme leider leider nicht umhin hier die Sex Pistols zu erwähnen auch wenn der Herr Lydon bestimmt irgendwas darüber zu meckern hätte. Aber es geht leider nicht ohne. Ich, der schon als junger Psychobilly/Deutschpunker die Sex Pistols gefeiert und sie auch hier reviewt hat, wusste schon länger über die Existenz von Lydons anderer Band - PIL. Das steht für Public Image Limited und ist seit Ende der 70er Jahre bestehendes Projekt. JL ist das einzige konstante Mitglied. Jedoch kam ich nie dazu tiefer in die PIL-Sphäre einzutauchen; jetzt habe ich das und bin sehr begeistert.

Am Anfang könnte man PIL irgendwie dem Post-Punk zu ordnen, es waren auch Dub-Einflüsse erkennbar. Man merkte dass die Künstlerseele Lydons sich von der Punkszene eingeengt gefühlt hat. Es war so viel Potenzial vorhanden, so viel mehr als "nur" Punk. Allerdings verzichtete der Johnny auch auf das Konzept einer immerwährenden Band, sodass PIL immer im Wandel stand. Die einzige Konstante waren er und sein Kumpel Jah Wobble. "Album" hört sich im Übrigens noch ein ganzes Stück anders an als beispielsweise "Public Image". Hier sind mehrere Musiker zu hören, die
höchstwahrscheinlich niemals mit den Sex Pistols zusammengearbeitet hätten. Leute wie der Gitarrist Steve Vai oder Ginger Baker (Cream) als auch Ryuichi Sakamoto. Allerdings hat man bei der Promotion des Album verzichte all die berühmten Namen zu nennen, damit man sich bei der Begutachtung auf die Musik konzentrieren kann.

Was wir hier zu hören bekommen ist eine relativ eigenartige Mischung aus Hard Rock Klängen, New Wave und einer gewissen Spur Avantgarde. Dabei klingt Lydon so wild wie sonst immer, diese hohe Stimme ist einfach unverwechselbar. Er kann aber auch so viel anders - "Rise" ist meiner Meinung nach eines der besten Sachen die er jemals gemacht hat. Ich weiß nicht, wem zu Ehren dieser Song gemacht wurde, angeblich Nelson Mandela, aber dieses folkige, diese ungewohnt sanfte Stimme die dann plötzlich doch wieder an Pistols-Zeiten erinnert. Einfach großartig. "Anger is an energy!" - gut gebrüllt!

Was definitiv noch so geil ist - das Artwork des Albums. Es ist gestaltet wie no-name produkte in Discount-Märkten. Anstelle von "Zucker" oder "Milche" steht hier halt "Album". Doch dabei blieb man nicht: Auf der Kassettenversion stand "Cassette" und auf der CD-Version selbstverständlich "Compact Disc" drauf. Hihi.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: FFF, Rise, Bags, Ease,

Dienstag, 14. März 2017

Comic Book Review#283: Transformers: Generation One, Vol. 1 (2002)

Yes, ich besitz endlich mal einen Transformers-Trade-Paperback. Dieses hier beinhaltet die ersten sechs Ausgabe der Reihe "Transformers: Generation One" und heißt "Prime Directive". Rausgekommen bei "Dreamwave" und gehört somit exklusiv zum eigene Dreamwave-Transformers-Universum.

Die Story spielt sich ab nach einen verheerenden Ereignis - vor drölf Jahren reisten die Transformers zusammen mit mehreren menschlichen Wissenschaftlern zurück zu Cybertron. Leider explodierte das "Ark II" benannte Schiff. Die Transformers - sowohl die Autobots als auch die Decepticons wurden für tot gehalten. Doch das waren sie natürlich nicht. Ein finsterer Schurke (uhhhh!) namens Lazarus hat es geschafft, die von ihm gefundenen Transformers unter seine Kontrolle zu bringen und zwar
beide Seiten. Wie es sich gehört, hat er vor sie als moderne Waffen auf dem Schwarzmarkt zu vehökern - an die größten Schurkenstaaten der Welt. Währenddessen hat die U.S.-Regierung eigene Pläne. Die Transformers übrigens auch - Lazarus ist nämlich viel zu naiv zu denken dass die Decepticons ihm für immer gehorchen würden.

Ich war kein großer Fan von den Michael-Bay-Verfilmungen, habe aber als Kind haufenweise Transformers-Cartoons reingezogen und hab sie als äußerst bunt und kindertauglich in Erinnerung. Zum Glück hat diese Reihe hier was anderes mit den Einwohnern von Cybertron vor. Man zeigt das Misstrauen der Menschheit, welches entstanden ist nachdem manipulierte Autobots diese angegriffen haben. Zwielichtige Typen die aus dem Schatten die Roboter für ihre Zwecke mißbrauchen wollen. Also im Grunde auch das was in der Zeichentrickserie vorgekommen sein könnte, nur eben düsterer. Mit mehr Hass. So ist zum Beispiel Spike Witwicky zu sehen, der zu Optimus Prime ein supernegaives Verhältnis hat - sein Vater Sparkplug Witwicky ist nämlich auf der Ark II gewesen. Es wirkt wie ein erwachseneres Zerrbild einer alten Kinderserie. Mir gefällt sowohl die Action (ja es gibt da Actionsequenzen und zwar zuhauf) als auch der Plot. Allerdings finde ich die Darstellung der Menschen ziemlich ungelungen. Es sieht aus wie Manga Light. Sonst ist alles tippi toppi.

7,5/10 Pfandflaschen

Montag, 13. März 2017

Ohrwurm der Woche#200

Ich wollte für die 200te Ausgabe eigentlich gleich 20 Ohrwürmer reinhauen. Aber dann dachte ich mir, etwas super cheesiges tuts auch. lel.

Sonntag, 12. März 2017

Rezept des Monats: März'17


Three down, three to go. Diesmal geht es um ein nostalgisches Rezept – Salat Olivier. Meine Oma und meine Ma haben ihn mindestens einmal im Jahr (meistens zu Silvester) gemacht. Es ist ziemlich einfach, also fackeln wir nicht lange.

Zutaten:
Vegane Mayo (dazu komm ich gleich): Sojamilch, Rapsöl, Senf, Essig, Salz, Pfeffer
1 große Möhre
1 kleine Dose Erbsen
(alternativ könnt ihr natürlich auch eine Dosen Erbsen und Möhren nehmen, lel)
3 große oder 6 kleine Kartoffeln oder 12 superkleine Kartoffeln oder 24 nanokartoffeln
4 getrocknete Tomaten, eingelegt in Öl, falls ihr Tomaten hasst einfach weglassen
3 eingelegte Gurken

Zubereitung:

Zuallererst geht’s an die Vegane Mayo:

Ihr müsst selbst entscheiden wie viel ihr zubereiten wollt. Für dieses Rezept brauchen wir an die 4-5 EL. Für die Mayo braucht ihr durchschnittlich 100 ml Sojamilch. Es sei denn ihr wollt mehr herstellen. Jedenfalls kommen dazu 200 ml Öl. Diese Menge variiert ebenfalls, je nachdem wie viel Mayo ihr haben wollt. Generell muss sie größer sein als die Menge der Sojamilch. Wir schütten die Milch in ein hohes Gefäß und geben ein Schuss Essig hinzu und pürieren das Ganze damit die Mischung etwas gerinnen kann. Daraufhin fangen wir wieder an zu pürieren und dabei langsam (am besten mit eurer dritten Hand) das Öl hinzugeben. Irgendwann sollte die gewünschte Konsistenz zustande kommen. Anschließend schmeckt ihr die Mayo mit Senf und Salz usw. ab und mixt das zum Schluß nochmal.

Jetzt geht’s um den Salat:

Als allererstes müssen die Kartoffeln und die Möhre gekocht werden. Entweder schält ihr das Gemüse vorher und schneidet es schon mal in kleine Würfel ODER ihr wascht sie einfach und kocht sie am Stück. Am Besten so 30 Minuten lang. Daraufhin könnt ihr sie schälen und schneiden, es sei denn ihr habt es schon vorher gemacht. Das gewürfelte Gemüse in eine Schüssel schmeißen, daraufhin dasselbe Verfahren mit den Tomaten (die ihr hoffentlich auch geschnitten habt) und den Gurken (auch). Zum Schluß vermischen wir den fast fertigen Salat mit 4-5 EL Mayo und äh ich hab das noch mal mit Kräutersalz gewürzt.


Ihr nennt das vllt. Kartoffelsalat – ich nenne das Salat Olivier, verdammte Scheiße. Und dabei bleibts auch. :D

Achja, falls ihr Bock habt auf mehr vegane Rezepte, teilweise aus der russischen Küche so besucht die Seite vegelicacy, aus welcher ich das Rezept schamlos geklaut und modifiziert hab. Ich fand das mit der fertigen Mayo nämlich ganz schön geizig. 

Donnerstag, 9. März 2017

Film der Woche#281: Halloween Double Feature!

Sooodala, hiermit schließen wir die Halloween-Reihe (wahrscheinlich) für immer ab. Um euch die Reviews zu den vorangegangenen acht Filmen zu geben klickt auf "Marathons" und sucht am Besten mit strg+f nach "Halloween".

9. Halloween (2007)

Allrighty then. The allmighty Rob Zombie hat sich an der Hintergrundgeschichte von Michael Myers versucht. Und es hat wunderbar geklappt.

Zuallererst wird die Story des Jungen Michael Myers (Daeg Faerch) erzählt, der in Haddonfield, Illinois aufwächst. Er ist in der Schule nicht besonders beliebt. Seine Mutter Deborah (Sheri Moon Zombie) ist Stripperin was ihm zum Mobbingopfer macht. Sein Stiefvater Ronnie White (William Forsythe) ist n ekelerregender Alkoholiker der sich wie n Kleinkind benimmt. Dass das Kind von daher nur gestört werden kann, Irgendwann kommt der berühmt-berüchtige Halloween-Abend, an dem er nicht nur seine ältere Schwester sondern auch seinen Stiefvater tötet. Seine kleine Halbschwester lässt er aber am Leben. Daraufhin kommt er in eine psychiatrische Anstalt, wo er ein Bedürfnis
Masken zu basteln entwickelt - nur um irgendwann auszubrechen, auf der Suche nach seiner kleinen Schwester die inzwischen adoptiert wurde.

Was mir hieran besonders gefallen war, dass Zombie versucht hat auf Michael Myers zu entmystifizieren. Ihn wurde eine Hintergrundgeschichte gegeben, es wurde näher beleuchtet was in der Halloween-Nacht nun geschehen ist. Warum Michael nun wirklich so ist, bleibt irgendwie aber trotzdem ein Mysterium. Besonders gut fand ich Malcolm McDowells Auftritt als Doctor Loomis - so viel anders als Donald Pleasance. Wirkt wie ein frischer Wind für mich. Die Art und Weise wie Michael an die Captain-Kirk-Maske rankommt ist allerdings sehr merkwürdig.

8,5/10 Pfandflaschen
PS: Misfits aufm Soundtrack :3
Trailer:


10. Halloween II (2009)

Den zweiten Teil zu drehen, war meiner Meinung nach auch legitim. Schließlich waren es im Original auch "nur" zwei Teile die die Hauptgeschichte bildeteten.

Der Film spielt eine längere Zeit nach Michaels Morden. Laurie Strode (Scout Taylor-Compton)(Michaels Schwester) und ihre Freundin Annie (Danielle Harris) sind neben Doctor Loomis die einzigen Überlebenden. Laurie versucht durch Therapie-Sitzungen ihr Trauma zu verarbeiten, hat aber schon länger Horrorvisionen wie sie selbst Michaels Taten nachahmt. Doctor Loomis hingegen hat ein
Buch über Myers rausgebracht und fühlt sich wie die Diva schlechthin auf. Das Rampenlicht tut ihm nicht gut. Auch nicht in einem Interview mit "Weird" Al Yankovic zu sein. Irgendwo da draußen weilt aber Michael Myers (Tyler Mane) und hat Visionen von seiner Mutter auf einem großen weißen Pferd. Er ist auf Achse, ernährt sich von Hunden und sieht aus wie ein bärtiger Redneck.

Okay, das war merkwürdig. Wie gesagt, stört es mich überhaupt nicht dass Myers kein Mysterium mehr ist. Auch nicht dass er einen fetten Bart hat und dass er ein Wort sagt. Mir ging diese Mystifizierung nämlich schon länger auf dem Sack, von daher feier ich das. Was mir besonders am Film missfällt ist die pseudowissenschaftliche pseudokacke - dieses weiße Pferd, dieser Ödipus-Komplex... und dieser unerträgliche Doctor Loomis. Das hätte nicht sein müssen. Das war Scheiße. Aber sowas von. Was für ein grunzdämlicher Film.

4/10 Pfandflaschen
Trailer:


Mittwoch, 8. März 2017

Album der Woche#284: Dead Kennedys - Fresh Fruit For Rotting Vegetables (1980)

Alter Schwede...Schon fast 37 jahre alt ist dieses Stück Musik. Holy shit. Aber genug der Nostalgie und all den Kram. Husch husch. Die Dead Kennedys entdeckte ich in meiner Post-Horrorpunk/Prä-Psychobilly-Phase. Irgendwann mittendrin als ich anfing viel, ganz ganz viel Punkmusik für mich selbst zu entdecken. Es hat allerdings etwas länger gebraucht um diesen pechschwarzen Humor bzw. die ganzen Hintergrundinformationen zu verarbeiten.

"Fresh Fruit for Rotting Vegetables" ist das Debütalbum der Band. Auf dem Cover sind brennende Polizeiautos zu sehen - allerdings nicht irgendwelche sondern die während der "White Night Riots" entstanden sind. Falls ihr mehr darüber erfahren wollt, so schlage ich vor euch den Wiki-Eintrag über Harvey Milk durchzulesen. Was hier zu hören ist lauter, energischer Punk mit Einflüssen aus Rockabilly und der Surfmusik. Ich hab zwar grade eben gesagt, dass jetzt Schluß mit Nostalgie ist, aber ich kanns nicht lassen: Das Album kommt aus der Zeit als Bands noch nicht alle gleich klangen
und quasi jeder irgendwie einen eigenen Sound hatte. Ich finde übrigens, dass DK bis heute keine würdigen Nachahmer haben. Jello Biafras Stimme erinnert an ein fauchendes Tier. Oder an den Teufel höchstpersönlich. Das Album ist durchweg politisch und setzt sich scharfzüngig mit verschiedenen Themen auseinander. So beschließt man in "Kill The Poor" sich mit der Neutronenbombe auf die Armen zu stürzen; in "Let's lynch the landlord" gehts äh darum seinen Vermieter zu lynchen; "Holiday in Cambodia" besingt auf ironischerweise das "schöne" Kambodscha unter Pol Pot; "California Über Alles" handelt vom damaligen Gouverneur von Kalifornien Jerry Brown der hier zum Ultra-Faschisten mutiert....

Ich empfehle das Album jedem Punk-Anfänger der sich noch nicht zurechtfindet, jedem Oldie der bis jetzt Punkmusik verschmäht hat und generell jedem der auf bitterböse Satire steht. Bahnbrechend, finger in der Wunde, böse. Dead Kennedys.

PS: Falls ihr n älteres Review von mir über DK lesen wollt, so geht hier entlang.

9,25/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Kill The Poor, Emotions, California Über Alles, Holiday in Cambodia, Viva Las Vegas
Youtube

Dienstag, 7. März 2017

Comic Book Review#282: G.I.Joe : A Real American Hero#231 (2016)

So, jetzt kommt was komplett neues für mich. Ich habe mich bis jetzt sehr wenig bis gar nicht mit G.I.Joe auseinandergesetzt - genauer gesagt hab ich mal die allererste Ausgabe reviewt, was ihr hier nachlesen könnt. Dazwischen liegen also 230 Ausgaben und ich greife wieder zu. Was für ein irrer Move von mir. Tatsächlich aber finde ich das mal wieder so ziemlich gut und lesenswert - sodass ich überlege es mir ins Abo zu packen.

Hier gibt es verschiedene Handlungsstränge die auch irgendwann zusammengeführt werden. Am Anfang kriegen wir mit wie eine Ninja-Frau ein uraltes Schwert aus einen New Yorker Museum stiehlt - und das mitten am Tag. Sie scheint unaufhaltsam und super gewieft zu sein. Gleichzeitig ist aber das G.I.Joe-Mitglied Scarlet in einer Gefängniszelle - sie wurde vom Black Major und seinen Soldaten gefangen genommen und muss sich jetzt mit Ratten die Zelle und das Essen teilen. Doch sie hat schon einen ausgeklügelten Fluchtplan - schließlich sind die Red Shadow (Black Majors Soldaten) dumm
wie Brot. Währenddessen sind andere Joes (wie Shipwreck oder Deepsix) dabei einen Unter-Wasser-Station der Bösewichte von Cobra zu untersuchen. Shipwreck hat dabei die Befürchtung es könnte sich (oh Wunder) um eine Falle handeln.

Da es sich bei G.I.Joe ursprünglich um Actionfiguren handelte, habe ich tatsächlich Actionfiguren vor Augen - als hätte sich jemand einen Plot ausgedacht und ihn mit eben diesen Figuren nachgespielt. Es ist trotzdem ziemlich interessant wie man nicht nur einen sondern mehrere Plots zeigt und parallel abspielen lässt - es ist sogar noch einer zu lesen, den ich jetzt mal nicht erwähnt habe. Gleichzeitig kann ich aber dieses Action-Figuren-Analogie nicht loswerden, weil es verdammt noch mal geheime Agenten mit Codenamen sind die gegen Bösewichte mit Codenamen kämpfen. Das ist so Saturday-Morning-Cartoon-mäßig dass mir das Herz vor Freude hochspringt. Außerdem hat man das Militärsprech zurückgefahren, sodass der "normale" Leser mehr verstehen kann; und natürlich kann man in diesen Comic einsteigen ohne den vorherigen gelesen zu haben. Das vermisse ich manchmal.

Insgesamt: Relativ seriöser militär-undercover-comic mit trash flavour. Oh mein Gott, ich habe mich tatsächlich so ausgedrückt.

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 5. März 2017

Film der Woche#280: SUPERMANATHON, Teil III

Allrighty then. Wir sind beim vorletzten Teil des Supermanathons angekommen. Falls ihr euch fragt wo die Superman/Batman-Zeichentrickfilme geblieben sind, so empfehle ich euch in diesen Teil des Batmarathons reinzulinsen, in welchem ich diese äh „reviewt“ habe. Weiter geht’s mit diesen mittlerweile zehn Jahre alten Film…

9. Superman Returns (2006)

Tatsächlich zählt „Superman Returns“ zu der alten Reihe und gilt als Fortsetzung und nicht als Reboot. Das Setting als auch das Intro ist im selben Stil gehalten. Man könnte das Ganze auch „Soft Reboot“ nennen.

Superman/Clark Kent (Brandon „Atom aus Arrow und „Flash““ Routh) hat etwas Unmögliches getan. Vor fünf Jahren hat er die Erde verlassen um nach den Überbleibseln von Krypton zu suchen. Nun kehrt er zurück und merkt wie sich die Gesellschaft verändert hat. Die Menschen fühlen sich von Supes verarscht und betrogen und verstehen nicht wieso er sie ohne ein Wort verlassen hat. Lois Lane (Kate Bosworth) hat sogar ein Artikel darüber geschrieben namens „Die Welt braucht Superman nicht“. Oh und mittlerweile ist sie auch Mutter. Währenddessen konnte der verarmte Lex Luthor
(Kevin Spacey) aus dem Knast kommen und eine alte reiche Frau heiraten, sodass er nach ihren Tod ihr ganzes Erbe in seine schmierigen Finger kriegt. Mithilfe von Kryptonit will er nun eine neue Welt erbauen, welche die alte zu ihren Knien zwingen wird. Ja, das klingt kryptisch aber ich versuche nur nicht zu spoilern.

Es ist erstaunlich, wie gut sich der Film macht. Es wirkt tatsächlich so als hätte direkt im Anschluß an „Superman II“ weitergemacht. Die Ereignisse in den Teilen III-IV werden getrost ignoriert, was auch gut so ist. Brandon Routh sieht in den Clark-Kent-Klamotten beinahe genau so aus wie Christopher Reeve damals. Besonders gut gefiel mir Kevin Spacey als Lex Luthor – er hat diese Art des intriganten Arschlochs die mir so gut in den Kram gepasst hat. Dieses „hahahaha, ja genau so ist es! Ich werde die Welt bezwingen und DU kannst nichts dagegen tun lel“ passt einfach wunderbar zu ihm und seiner Mimik. Da fühle ich mich fast an den Mördern aus „Sieben“ zurückerinnert. Wirklich echt guter Film, auch wenn etwas zu lang.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

10. Superman: Brainiac Attacks (2006)

Ob ihrs glaubt oder nicht, aber es ist der allererste Stand-Alone-Superman-Zeichentrickfilm. Basierend auf der heißgeliebten 90er Jahre Zeichentrickserie mit den kantigen Hackfressen.

Der Plot leicht erklärt: Die künstliche Intelligenz Brainiac (Lance Henricksen) landet auf der Erde und übernimmt Lex Labs, wobei er wichtigen Daten über die Erde mitnimmt um danach irdische Waffensysteme unter seine Kontrolle zu bringen. Superman (Tim Daly) schafft es, ihn zu besiegen –
allerdings bleibt Brainiacs Microchip übrig. Dieser wird von Lex Luthor geborgen, welcher der KI eine Zusammenarbeit vorschlägt. Das Ziel ist: Superman endgültig zu Fall zu bringen und sich im Nachhinein evtl. selbst als Helden feiern zu lassen. Später wird bei einem Einsatz Lois Lane verletzt – ihr Blut wird von Brainiac mit Kryptonit verseucht. Superman muss sich nun in die Negative Zone begeben um ein Antidotum zu finden.

Ich habe ehrlich gesagt, nicht all zu viel über den Film zu sagen. Es ist eine äußerst nette Geste das Design aus den 90ern zurückzubringen um den Film als eine gigantische Folge aussehen zu lassen. Die Serie war nämlich sehr gut! Was soll ich noch sagen? Es ist ein typisches Superman-Märchen mit einem Happy End. Nicht mehr und nicht weniger.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

11. Superman: Doomsday (2007)

Dieser Film basiert auf dem DC-Event „The Death of Superman“ bzw. den Nachfolgern „World Without A Superman“ und „Reign of the Supermen“.

Während eines Ausgrabungsprojektes befreien Mitarbeiter von Lexcorp ein hünenhaftes, superhässliches Wesen namens Doomsday. Es ist gehörnt, superstarkt und zerschmettert alles was ihm in den Weg kommt. Er ist beinahe unaufhaltsam. Beinahe. Denn Superman (Adam Baldwin) schafft es natürlich, ihn zu besiegen – allerdings nur um danach seinen eigenen Verletzungen zu erliegen. Richtig gelesen. Der Mann aus Stahl ist tot und wird im ganzen Land betrauert. Kurze Zeit später entsteigt er jedoch seiner Gruft und wirkt wie ausgetauscht…

Das nenne ich mal eine lose Adaptation. Schade, dass man sich nicht so gut an die Vorlage gehalten hat. So stirbt hier Superman zwar und kehrt auch wieder zurück…. Es fehlen aber all die Sachen die zwischendurch passieren. Zum Beispiel die vier „falschen“ Supermen die seinen Platz eingenommen haben. Natürlich ersetzt der Film sie, allerdings nur mit einem Character. Eigentlich keine schlechte Umsetzung, schließlich ist das eine der besten Superman-Stories aller Zeiten. Meiner Meinung nach. Es fehlen aber ein paar Cherries oben drauf, sodass es ne feine Sahnetorte ist. Er könnte auch ein Tickchen länger sein, ey.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:

12. Superman/Shazam!: The Return of Black Adam (2010)

Dieser Film ist Teil der DC Showcase Reihe. Diese bestand aus einem Haufen animierter Kurzfilme; mit einer Länge von 25 Minuten war das hier der längste.

Falls ihr euch wunder wer oder was „Shazam!“ überhaupt ist und was Captain Marvel damit zu tun hat, so schlage ich vor, dass ihr euch Moviebobs Video über DC Comics' und Marvel Comics' Verhältnis zu dem Namen anguckt. In diesem Kurzfilm spendiert Clark Kent (George Newbern) den Waisenjungen Billy Batson (Zach Callison) ein Frühstück, nachdem dieser von ein paar Rüpeln ein blaues Auge bekommen hat. Das kommt davon wenn man so mutig ist und einen Obdachlosen verteidigen will. Urplötlich werden sie von einem merkwürdig aussehenden, fliegenden Typen namens
Black Adam (Arnold Voosloo) angegriffen, der glaubt Billy wäre das nächste „Wunder“ („the next Marvel“). Des Rätselts Lösung kommt schnell – nachdem Billy in die U-Bahn flüchtet trifft er auf den alten Zauberer Shazam, der ihm eine unglaubliche Kraft verleiht. Jedesmal wenn er „Shazam!“ ausruft verwandelt er sich in den mächtigsten Sterblichen auf der Welt und nebenbei einen Erwachsenen äh Captain Marvel. Wobei der Name nicht explizit erwähnt wird.

Ich weiß nicht wie man es schafft innerhalb von weniger als einer halben Stunde ein paar famose Kämpfe, eine Originstory und einen sprechenden Tiger unterzubringen. Aber man schafft es, tatsächlich. Kurzfilme sind wohl die Zukunft oder so. Meiner Meinung nach leicht anime-esk, was aber nicht heißt dass es schlecht ist. Und putzig ist es auch noch, nicht bloß wegen Billy sondern wegen dieser superalbernen Hintergrundstory. Ein magische U-Bahn die dich zu einem bärtigen Zauberer bringt? Ernsthaft? :D Aber okay, der Film kann sich definitiv sehen lassen. Echt jetzt.

8/10 Pfandflaschen

Trailer:

Samstag, 4. März 2017

My Favorite TV-Show: Eerie, Indiana

Yes, finally. Serie innerhalb von 3-4 Tagen durchgeballert (bin nicht mehr der jüngste) und konnte das Fazit ziehen: Sehr sehr geil, viel zu kurz. Es gibt zwar eine Nachfolgerserie, aber ich möchte unbedingt mal mit dieser bekackten Liste fertig werden und sie nicht in alle Ewigkeiten ziehen.

In der Zeit als Stricher noch jung war gabs es mehrere Kinderfernsehsender die auch mehrere Gruselserien für Kinder ausgstrahlt haben. Beispielsweise gab es die Zeichentrickfortsetzung von "Tales from the Crypt" namens "Tales from the Cryptkeeper", "Are you afraid of the dark?" und R.L. Stines "Goosebumps". Letztere hab ich sehr geliebt. Und natürlich gab es auch "Eerie, Indiana" welche zwar einen gewissen Gruseleffekt mit sich zog....jedoch meiner Meinung nach war es die Merkwürdigkeit die im Mittelpunkt stand. Ganz schön "Eerie" sozusagen.

"Eerie, Indiana" erzählt von einem Jungen namens Marshall Teller (Omri Katz) der mit seiner Familie an einen neuen Ort zieht. Dieser Ort ist Eerie im US-Bundestaat Indiana. Einwohneranzahl 16661. Schnell lernt Marshall dass Eerie ein sehr merkwürdiger Ort ist. Der Bigfoot durchwühlt den Müll, Elvis Presley wohnt nebenan und jedes Jahr empfängt die Stadt ein gewisses Tornado feierlich. Dazu kommt noch dass eine Mutter ihre Kinder seit Jahrzehnten in riesigen Tupperdosen schlafen lässt, damit sie für immer jung bleiben. Oder dass eine Untergrundfirma für verlorene Sachen verantwortlich ist. Und allerlei andere Merkwürdigkeiten. Dabei hat die Show aber auch einen gewissen ernsthaften Touch. So gibt es zwei Folgen, die es mir sehr angetan haben. Und zwar "Who's Who", was von einem jungen Mädchen handelt, dass in einer völlig kaputten Familie lebt und mithilfe ihrer außergewöhnlichen Kraft ihre Zeichnungen wahr werden lässt. Uuuund "The broken record", was von einem Jungen handelt der durch eine Metal-Platte eine völlige Verwandlung durchmacht und nicht mehr auf seine Eltern hört.

Die Serie folgt dem "Monster of the week"-Prinzip. D.h.: Jede Folge hat ein anderes Thema und es gibt nur hin und wieder einen losen Faden - bspw. in der Gestalt des grauhaarigen Jungen Dash X, der immer wieder auftaucht. Ich mag "Eerie, Indiana" sehr gerne, weil es für mich wie eine Art "Akte X" für Kinder wirkt. Keine reine Horrorserie, kein reines Sci-Fi sondern viel eher abgemildertes Mystery was aber auch Erwachsene ohne Probleme angucken können. Und dazu kommt noch dieses geile Intro:




Freitag, 3. März 2017

Album der Woche#283: Ozzy Osbourne - Blizzard of Ozz(1980)

Holy shit, es ist schon wieder ein neuer Monat! Nach den 70er Jahren kommen...die 80er Jahre! Und wir starten den März mit.....Ozzy Osbournes Debütalbum "Blizzard of Ozz". Ich erinnere mich noch sehr genau wie ich, als ich jünger war, Ozzys beinahe komplette Discografie aufgesaugt. Irgendwann nachdem ich "Down To Earth" hatte besorgte ich mir dieses Schmuckstück und war wie verzaubert.

Es gibt verschiedene Phasen von Ozzy Osbourne. Da gibts einmal seine aktuelle Phase: der kajal-Typ mit lauter Schmuck an den Händen in Begleitung des Gitarristen Zakk Wylde; dann den jungen Black Sabbath Ozzy und natürlich den Ozzy aus den 80ern. Öfter auch die "Verrückte Hausfrau"-Phase genannt. Er klingt wie ein komplett anderer Mensch und sieht auch so aus. Auf "Blizzard of Ozz" verbindet Ozzy das alte Image von Black Sabbath ("Satanismus", Kreuze), als auch die Thematik (Zustand der Welt im allgemeinen etc.) mit Heavy Metal der radiotauglicheren Sorte. Es ist zwar alles ziemlich heavy und verspielt aber eben nicht mehr apokalyptisch angehaucht sondern eher feuchtfröhlich.

Das klingt in erster Linie etwas merkwürdig, es ist aber so. Er singt darüber wie verrückt diese Welt ist, über Aleister Crowley (weil er seiner Meinung nach wohl ein ziemlich interessanter Zeitgenosse war) und es gibt da auch noch "Suicide Solution". Ein Song über buchstäbliches Totsaufen, welcher eine ziemliche Kontroverse ausgelöst hat. Nachdem sich ein depressiver Jugendlicher in den Kopf geschossen hat, scheinbar nach dem Genuss dieses Songs, wurde Ozzy von seinen Eltern angeklat. Irgendjemand, ich meine dass es der Anwalt des Ehepaares war, meinte auch unterschwellige Botschaften im Song erkannt zu haben. "Get the gun, get the gun, shoot shoot shoot shoot shoot!". What the fuck.

Wie auch immer, es ist ein ziemlich interessantes Zeitzeugnis, dieses Album. Nicht nur wegen Ozzys Stil und seiner Art zu singen sondern auch wegen Randy Rhoads' Gitarrenspiel. Sehr straight forward und beinahe so als würde er fröhlich durch die Gegend hüpfen. Party!

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: I Don't Know, Crazy Train, You Looking At Me Looking At You, Mr. Crowley, Suicide Solution


Ozzy Osbourne - Crazy Train von hushhush112

Donnerstag, 2. März 2017

Comic Book Review#281: Coup d'etat#1 (2004)

"Coup d'etat" war eine Miniserie von vier einzelnen One-Shots, die sich jeweils mit verschiedenen Charakteren/Teams des Wildstorm-Universums beschäftigt haben. Beziehungsweise wird eine große Story aus der Sicht von verschiedenen Serien gezeigt. In der ersten Ausgabe geht es um "The Authority", eine Gruppe von Superhelden (die der Justice League leicht ähnlich ist) die beauftragt ist ihren Job ohne jegliche Rücksicht auf Verlust durchzuführen.

Der superintelligente und manipulative Tao trickst die US-Regierung aus und platziert in ihren Händen ein technologisches Dingens welches die Pforten zu einer interdimensionalen Sphäre namens "The Bleed" öffnet. Dort explodiert es allerdings und beschädigt ein Alien-Raumschiff, was verheerende
Folgen nach sich zieht. Ein interdimensionaler Krieg beginnt und "The Authority" entzieht als Folge dessen der US-Regierung die Authorität, weil sie das Vertrauen der Bevölkerung verloren hat.

Ich habe vor 100 Jahren ein The Authority/Lobo-Comic gelesen, der grahisch wirklich 1A war, allerdings kann ich mich kaum an den Inhalt erinnern. Jedenfalls erinnert mich "The Authority" tatsächlich an eine Art fiese und gemeine Justice League. Für das Artwork war das teilweise Jim Lee verantwortlich, der Mensch der WildCATs erschaffen hat. Darum erinnert mich das ganze auch an die nicht ganz so goldenen 90er. Zweifelsohne ist die Story nicht uninteressant - aber weil es wieder ein Superheldenteam ist (das halt mal bisschen edgyer ist), verschwindet der Comic nach fünf Minuten aus meinem Gedächtnis und es bleibt quasi nichts hängen.

6/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 1. März 2017

So isses, Musik!#29

Es ist Mittwoch meine Freunde, und wir machen ihn großartig! Ich habe hinsichtlich dieser Rubrik einiges anzukündigen. Und zwar werde ich mir in Zukunft etliche Diskographien vornehmen. Und zwar von Bands wie Marilyn Manson, Kreator, Korn, Beastie Boys, Green Day, Killing Joke und Ministry (diese Ausgabe). Ich habe einfach diesen unwiderstehlichen Drang alles von einer Band anzuhören. Das wird spaßig! In dieser Ausgabe lest ihr das erstmal letzte Eminem-Review, das vorletzte Offspring-Review und das erste Ministry-Review. Dabei werdet ihr staunen wie die letztgenannten einst klangen.

Aber zuerst ein Bisschen oldschool Outkast:




Der Gedanke, sich die komplette Outkast-Discography zu geben kommt grade auf....
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Ich habe letzten Monat fröhlichst angekündigt, dass ich mich auf das neue Power Trip Album freue.
Nun, man kann es sich bereits auf Bandcamp anhören. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben kann. Entweder klingen sie wie Cro-Mags wenn sie weiter Metal gemacht hätten oder wie Exodus.
FEST STEHT, DAS DING BALLERT ALTER.
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Dieses Wochenende findet das letzte Konzert von Gone To Waste statt. Ich war mal wieder seit Ewigkeiten nicht auf Hardcore-Konzerten, deswegen bin ich gespannt was mich erwartet und ob wieder jemand niemanden die Schuhe putzen will. Zum Tanze aufspielen werden neben GTWTides Denied, Demonwomb, Soulground, Harm/Shelter, und Risk It!. Das wird hoffentlich sehr spaßig!
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Und nun zum mittlerweile drölften Teil der Korn-Videography:

"Freak On A Leash"(feat. Amy Lee von Evanescence) vom MTV Unplupped Album (2007)


"Evolution" aus "KoRn" (2007)


"Hold On" aus "KoRn"(2007)


"Oildale (Leave Me Alone)" aus "Korn III: Remember Who You Are" (2010)


"Let The Guilt Go" aus "Korn III: Remember Who You Are" (2010)


Eminem-Discography: „The Marshall Mathers LP 2“ (2013)

Das mittlerweile achte Album des Rappers aus Detroit bietet uns eine weitere Steigerung. Hier gibt’s kein Intro und auch keine Sketche wie bei der ersten „The Marshall Mathers LP“ aus dem Jahr 2000. Das hier ist kein Sequel, vielmehr fühlte sich Eminem leicht nostalgisch bei den Aufnahmen. Allerdings gibt’s trotzdem einige Anspielungen auf früher. Zum Beispiel das „Just playing, bitch. You know I love you“ oder die Fortsetzung des Sketches aus „Criminal“. Ja, auch über seien Mutter hat er
wieder einige Worte zu verlieren, diesmal jedoch ziemlich versöhnliche. Es gibt außer Kendrick Lamar keine Rap-Features. Wir hören ansonsten die Hammerstimmen von Skylar Grey, Sarah Jaffe, Rihanna, Nate Ruess, Polina und Liz Rodrigues. „Recovery“ ging ja schon in die Pop-Richtung und hier hat man auch definitiv Chartpotenzial zu hören – Em beweist sich allerdings mehrfach als Battlerapper und Wortverdrehungskünstler. Ich bin mal ehrlich und sage, dass es sein bis dato bestes Album ist. Ehrlich. Ich habe ihn selten in solch einer Höchstform erlebt. Besser als „Recovery“ oder „Relapse“. Und auf jeden Fall viel besser als sein älteres Zeug. Was mich ebenfalls begeistert ist dass er in allerlei Richtungen geht. Beispielsweise verneigt er sich vor Oldschool-HipHop in „Berzerk“ oder legt so n abwechslungsreiches Brett wie „Rap God“. Beste. Wirklich jetzt.

Anspieltipps: Asshole, Survival, So Much Better, Rhyme or Reason, Berzerk, Rap God
9/10 Pfandflaschen

Ministry-Discography: „With Sympathy“ (1983)

Sodala, ein neuer Eintrag in dieser Discography-Runde. Ja, ich meins ernst. Ich kaue die Ministry-Discography durch. Komplett. Außer die Live-Alben, die Remix-Alben, die Cover-Alben, die Best-Ofs nehm ich alles. Wirklich alles.

Wer Ministry nur als Industrial/Metal-Band kennt der wird sehr staunen wenn er dieses Album hört. Hier ist nämlich nichts mit Baustellen-Sounds oder Drogen oder der NWO. Anstattdessen gibt’s sehr sanften Synthpop auf die Ohren. Dabei singt Al Jourgensen mit einem leicht britischen Akzent. Er klingt so anders, dass man es kaum glauben kann dass es dasselbe Projekt ist. Ministry klingen hier nämlich wie eine typische 80er-Jahre-Band mit lauter Synthies und komischen Frisuren. Dabei Hier ist übrigens ein Song aus der Zeit vor "With Sympathy".
verstehe ich nicht wieso Jourgensen sich für die Sachen schämt, schließlich sind hier etliche Hits vorhanden. „Revenge“ zum Beispiel schlägt alles um Längen, sogar Depeche Mode. Das Album ist so gut, dass Jahrzehnte später ein Song daraus von einem Electro-Pop-Team gecovert wurde: „I Wanted To Tell Her“, das wohl eines der typischsten 80er Jahre-Refrains hat. Was für ein unglaublich geiler, tanzbarer Scheiß! Geil! Auch wenn das britiche Image scheinbar von der Plattenfirma aufgezwängt wurde...

Anspieltipps: Effigy (I'm Not An), Revenge, I Wanted To Tell Her, Say You're Sorry
8/10 Pfandflaschen

The-Offspring-Discography: „Splinter“ (2003)

Siebtes Album von Offspring. Das erste ohne Ron Wealty an den Drums, stattdessen aufgenommen mit Studiomusiker Josh Freese der schon für Bands wie NIN getrommelt hat und außerdem Mitglied bei A Perfect Circle und The Vandals ist/war. Als offizielles neues Bandmitglied hat man Atom Willard willkommen geheißen – der auch bei Angels & Airwaves zu hören war.

Nun, ich mag dieses Album. Es bietet mir sowohl die „alten“ Offspring – wie sie auf „Conspiracy of One“ schon zu hören waren als auch neuere Klänge die eher Richtung Alternative Rock gehen. Ich meine solche Songs wie „Hit That“. Überhaupt gönnen sie sich hier einiges an Experimenten. „The
Worst Hangover Ever“ klingt nach Ska und ist ein Song über den Vollsuff und seine Folgen. „Spare Me The Details“ handelt von einer untreuen Freundin. Es ist alles so erstaunlich unpolitisch. Ich finde das ganze nicht schlecht, mich stört es nicht dass sie sich sowohl auf die Punkwurzeln beziehen und gleichzeitig sehr mainstreaming klingen. Aaaaber das Album ist einfach viel zu kurz und endet mit diesem 20er-Jahre-Song über Vergewaltigungen im Knast. What the fuck. Es ist bestenfalls guter Durchschnitt. Nicht mehr nicht weniger. Schade eigentlich.

Anspieltipps: Hit That, Da Hui, (Can't Get My) Head Around You, Long Way Home, Race Against Myself

6,5/10 Pfandflaschen



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Bis zum nächsten Mal!