Dienstag, 19. Juni 2018

Album der Woche#348: King Diamond - Abigail (1987)

Hallo und häßlich willkommen zu einem weiteren Konzept-Album der Woche! Ich habe mich für King Diamond entschieden, weil ich festgestellt hab, dass er bzw. seine Band noch gar nicht auf meinem Blog vorkam(en).

Zweites Album der Band. "Abigail" erzählt die Geschichte eines jungen Ehepaares, Miriam Natyas und Jonathan La'Fey. Sie ziehen gemeinsam in einer Villa ein, die Jonathan geerbt hat. Vor dem
Einzug allerdings, werden sie von sieben Reitern gewarnt, dass sie dort nicht einziehen dürfen. Ansonsten werden aus achtzehn neun (aha!). Nichtsdestotrotz vollziehen sie den Einzug und machen schon bald Bekanntschaft mit dem örtlichen Geist. Dieser zeigt Jonathan den Sarg von Abigail, eines totgeborenen Kindes der Familie und erzählt ihm dass Miriam den Geist von Abigail in sich trägt. Das besagte Kind wird bald durch Miriam wiedergeboren. Um das zu verhindern muss Jonathan seine Geliebte töten...

Ich will eigentlich keine Schubladen aufmachen, aber ich muss wohl. Nahezu klassischer Heavy Metal mit typischen, antreibenden Gitarren, Texten übers Okkulte die eine in sich zusammenhängende Geschichte erzählen. Und natürlich, nicht zu vergessen, der unverkennbare Falsetto-Gesang vom Sänger King Diamond. Ja richtig, die Band heißt genauso wie ihr Vocalist, nein es ist nicht zu vergleichen mit Alice Cooper auch wenn dieser ebenfalls Corpse Paint/Make-Up trägt. Lange Rede, kurzer Sinn: Eine atemberaubende, gruselige Geschichte - erzählt von einer großartigen Stimme. Nuff' said.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Abigail, The Family Ghost, Arrival, A Mansion In Darkness

Donnerstag, 14. Juni 2018

Film der Woche#344: Resident Evil Double Feature#2

Allrighty folks! Ich habe mir das alles hier tatsächlich innerhalb eines Abends "angetan", nur um dieses Review schreiben zu können. Falls ihr euch für die ersten beiden Teile der Resident-Evil-Reihe interessiert, so klickt doch einfach hier.

Resident Evil: Extinction (2007)

Der dritte Teil spielt nicht viel später nach dem zweiten Teil. Die Umbrella Corporation konnte das T-Virus nicht eindämmen. Dieser verbreitete sich über die ganzen USA und anschließend über die
ganze Welt. Die Untoten sind quasi unaufhaltsam. Die ganze Erde ist wortwörtlich tot. Die Zivilisation, wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch karges Ödland und Überlebende die zueinander Kontakt aufzubauen versuchen und sich gegenseitig mit Proviant, Waffen und Hilfe versorgen. Die Protagonistin der ersten beiden Filme, Alice (Milla Jovovich) hat herausgefunden dass Umbrella sie mithilfe von Satelliten überwacht. Sie hat sich von ihren Begleitern getrennt, um ihre Leben dadurch nicht zu gefährden. Seitdem ist sie alleine, auf einem Motorrad in den USA unterwegs. Mittlerweile hat sie auch telekinetische Superkräfte, die sich aber noch entwickeln. Währenddessen arbeitet Umbrella an einer Superwaffe. Der bitterböhse Konzern versucht mehrfach Alice zu klonen, um diese Klone als lebendige Waffen einzusetzen, was allerdings eher semi gut klappt.

Hm. Interessant, was man sich einfallen lässt um ein Franchise am Leben zu erhalten. Aber das ist eigentlich noch relativ logisch. Erst kommt die Zombie-Plage, dann die Apokalypse und dann das Leben danach. Wie verhalten sich die letzten Überlebenden der Zombie-Apokalypse? Wieso war mir klar, dass es sehr Mad Max mäßig werden wird? Insgesamt: Western-Optik, Zombies, Motorräder, ein Joint der kurz vor einer Explosion von mehreren hundert Zombies geraucht wird und die kranke (aber beinahe schon offensichtliche) Idee Zombies als quasi-Soldaten einzusetzen. Leicht vorhersehbar, allerdings nicht dumm oder so. Und definitiv nicht schlecht.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Resident Evil: Afterlife (2010)

Ist das dieser geistige Verfall, von welchem alle sprechen?

Die Handlung des Filmes spielt ein Jahr nach "Afterlife". Wie versprochen, macht Alice zusammen mit ihren Klonen der Umbrella Corporation in Tokyo das Leben schwer. Jedenfalls gerät sie an Albert Wesker (Shawn Roberts), kämpft gegen ihm und wird von ihm vom T-Virus geheilt sodass all ihre übersinnlichen Fähigkeiten verschwinden. Der Kampf findet auf einem Flugzeug statt, dass bald allerdings abstürzt. Nachdem Alice (Milla Jovovich) den Absturz überlebt hat, macht sie sich auf die Suche nach ihren Freunden aus dem dritten Film, die scheinbar eine Zuflucht gefunden haben. Und zwar in Alaska. Sie findet jedoch nur Claire Redfield (Ali Larter), die sie scheinbar fremdbeeinflusst attackiert. Zusammen fliegen sie dann nach Süden um den mysteriösen, in einem Funkspruch erwähnten Ort, namens Arcadia zu finden an dem man sicher ist. Durch die in einem verlassenen Gefängnis in Los Angeles untergekommenen (Ex-)Stars aus Hollywood (unter anderem einen Basketballspieler, einen Produzenten und eine angehende Schauspielerin) finden die beiden raus dass "Arcadia" kein Ort sondern ein Schiff ist was die Überlebenden an den Küsten einsammelt. Jedoch ist seit Tagen nichts daraus zu hören...

Okay. Ich finds ja schon in Ordnung, das ganze wie ein Videospiel zu handhaben. Von einer Karte in die nächste. Tokyo, Alaska, Los Angeles. Überall Zombies, die man killen muss. Es ist sogar ein Boss-Fight dabei, wenn man das so nüchtern betrachtet. Es bleibt davon jedoch nichts bis auf ein paar coole Special Effects hängen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso der Film überhaupt hätte sein müssen. Naja. Immerhin spielt Eminems Doppelgänger mit. Aber die Matrix-Hommage verzeih ich nicht!

5,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Mittwoch, 13. Juni 2018

Album der Woche#347: David Bowie - The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1972)

Ein weiteres Konzeptalbum in diesem Themenmonat. Um es mal kürzer zu machen werden wir im Laufe des Textes von "Ziggy Stardust" reden, anstelle den ganzen Titel zu nennen. Ich dachte eigentlich immer dieses Album wäre richtig richtig episch. Also mindestens eine Stunde lang. Aber wofür auch, wenn es auch in 38 Minuten ganz gut klappt, richtig episch zu werden.

"Ziggy Stardust" ist eines von Bowies ultimativen Meisterwerken. Hierauf schlüpft er in die Rolle eines androgynen, promiskuitiven Rockstars namens Ziggy Stardust. Dieser ist zuerst ein von Liebe angetriebener Mensch der eine friedliche Botschaft rüberbringen will. Allerdings macht ihm sein
exzessiver Lebensstil zu schaffen, sodass er an seinem Ruhm zerbricht und in ein tiefes Loch fällt. Es wäre falsch keine Parallelen zu Bowies eigenen damaligen Lebensstil zu sehen. Aus meiner Sicht ist das Werk ziemlich hippiesk gehalten, da es nur so von Botschaften über Liebe trieft. Die Hauptfigur sieht übrigens Außerirdische im Weltraum und will aktiv an der Veränderung der Welt zum Positiven hinarbeiten. Zum Ende hin sehen wir die komplette Auflösung der Band (den Spiders from Mars) und den Rückzug von Ziggy Stardust.

Musikalisch gesehen ist das ein durchaus hardrockiges und glamrockiges Album. Voll mit typischen Riffs, Klavier und Soul-Anleihen. Im Gegensatz zu seinen durchaus psychedelischeren Vorgängern ist "Ziggy Stardust" zwar immer noch ziemlich abgefahren (allein die eigentliche Story) aber trotzdem weitaus massentauglicher. Mir fällts schwer dem Album keine 10 zu geben, also mache es nicht. Also dem Album keine 10 zu geben.

10/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: 5 Years, Starman, Ziggy Stardust, Suffragette City

Comic Book Review#344: Justice League of America#38 (2009)

Okay, wir befinden uns sieben Ausgaben nach der #31, die ich hier besprochen hab.

Es hat sich überraschenderweise nicht wirklich viel geändert. Fühlt sich tatsächlich so an als wäre keine Ausgabe dazwischen gewesen. :D WTF. Jedenfalls haben wir die JLA hier vor uns, bestehend aus Plastic Man, Vixen, Dr. Light und Red Tornado die in einem ehemaligen Hauptquartier der Justice League über dem Sinn des ganzen sprechen. Das ist übrigens dieser riesige Berg, welchen die Young Justice ebenfalls als Hauptquartier benutzt hat. Der Status Quo ist immer noch derselbe, soweit ich das erblicken kann. Ungefähr 90% der Justice League fehlen, der Rest ist vollkommen
resigniert und es ist ein Wunder dass dieses Team irgendwie noch existiert. Plastic Man ist durch den Angriff von Prometheus sichtlich angeschlagen. Seine Fähigkeiten sind ziemlich angeschlagen, sein dehnbarer Körper ist nicht mehr so fit. Vixens Bein wurde von Prometheus an vier Stellen gebrochen. Jedenfalls wird es ziemlich schnell langweilig als plötzlich der dreiäugige, rothäutige Despero eintrifft, jede Menge kaputt machen und rasch bekannt macht dass er Bock hat sie alle zu verprügeln. Sie versuchen während des Kampfes rauszufinden, was eigentlich sein Problem ist. Aber irgendwie klappt das nicht weil er ständig in Rätseln spricht.

Meine Füße sind beim Lesen eingeschlafen. Das verheißt nichts gutes. Ich gebe dem Comic eine ungefähr selbe Bewertung wie bei der oben angesprochenen Ausgabe. Ganz ehrlich, ich hätte nicht mal was dagegen gehabt wenn man einen ganzen Comic lang darüber reflektieren würde was denn alles schief gelaufen ist. Solche Ausgaben sind manchmal gut und zeigen die menschliche Seite der Superhelden. Aber nein, erst wird n Eiertanz gemacht ("Warum ist über die Hälfte nicht zum Treffen gekommen? Was habt ihr für Entschuldigungen?"), dann taucht dieser Despero auf und sorgt für halbherzige Action. Ich finde das hier ziemlich ziemlich langweilig.

4/10 Pfandflaschen