Dienstag, 30. September 2014

Rezept des Monats: September'14

Linsenbohneneintopfsuppeoderso mit Croutons! Und noch viel mehr. Diesmal gibt es ein ganzes Drei-Gänge-Menü. Wieso? Weil, wieso nicht! Hier soll mal etwas Abwechslung rein. Alter.

1. Gang

Linsenbohneneintopfsuppeoderso mit Croutons.

Zutaten:
1 Dose Linsen mit Suppengrün
1/2 Glas grüne Bohnen
3 EL gestückelte Tomaten aus der Dose
2 Stk. Toast
Gewürze: Kräutersalz, Italienische Kräuter
1 TL Senf
1 Packung Soja-Cuisine

Zubereitung:
Das Endziel des Rezeptes ist ein an Eintopf/dickflüssige Suppe erinnerndes Etwas. Dafür nehmen wir den Inhalt der Dose(Linsen, einschließlich Flüssigkeit) als auch die Hälfte des Glases(in meinem Fall wars n Glas, ich weiß aber nicht wie es in eurem Fall ist. Vielleicht auch ne Dose) und schmeißen es nacheinander in einen heißen Topf. Nachdem die Linsen und die Bohnen etwas geköchelt haben geben wir den Rest hinzu: Sprich Tomaten, Senf und Sojacuisine. Aber nicht alles auf einmal, sondern schön nacheinander. Zum Ende mit Kräutern würzen. Das Ergebnis wird eine schöne orangefarbige Eintopf-Suppe sein. Oder so. Doch bevor das alles zu Ende geköchelt hat, machen wir uns an die Toasts ran. Wir nehmen zwei Stück und braten sie in Öl an. In der Pfanne. Ohja. Schön von beiden Seiten brutzeln lassen. Mhh. Wenn sie fertig sind schneiden wir in sie mehrere kleine Würfel und schmeißen sie in die fertige Suppe bzw. in eure Portion. Am Besten so, dass auf dem Foto nicht mehr zu erkennen ist, dass überhaupt ne Suppe in der Schüssel drin ist.

Gänge 2 bis Unendlich:

Grillgemüse
Man kann nehmen was man mag/zur Hand hat, wir hatten:
1 Fenchelknolle, 2 große Zucchini, Möhren, dazu Öl, Salz und Kräuter.
Ofen auf 180-200 Grad vorheizen.
Alles in halbwegs gleichgroße Stücke schneiden, in eine Schüssel geben. Dazu dann zwei gute Esslöffel und die Gewürze geben und alles vermengen. Gemüse auf einem Backblech verteilen und im Backofen so 15-20 Minuten backen bis alles durch ist.


Gerösteter Rosenkohl
Man nehme: so viel Rosenkohl wie man hat/mag (wir hatten ungeputzt 750g), Salz, Öl und Hefeflocken.
Ofen auf 180 Grad vorheizen
Rosenkohlköpfchen putzen und halbieren, mit Öl (wir hatten 2El aber ihr müsst die Menge natürlich an eure Rosenkohlmenge anpassen) Salz und Hefeflocken (gleiche Anmerkung wie beim Öl, wir haben 2El Hefeflocken genommen) vermischen und flach auf einem Backblech verteilen. 8-10 Minuten im Ofen rösten, nicht zuuuu lange, da es sonst matschig wird.


Bohnenmus
Unspektakulär as fuck. Lecker as fuck.
Benötigt werden Bohnen/Hülsenfrüchte aus der Dose
(Da richtet es sich wieder nach den eigenen Vorlieben bzw. dem Hausstand) Wir hatten Kidneybohnen, Riesenbohnen und Kichererbsen.
Davon haben wir einfach lustig was zusammen gemischt, mengenmäßig ca ne Tasse von jeder Sorte und das ganze dann mit Salz, Zitronensaft, Kreuzkümmel und Pfeffer püriert. Ggf noch etwas Wasser dazu geben damit es etwas weniger pappig ist et voila!


Tomatensoße
Kitchenchemistry f. y.
Man braucht:
Tomaten, Salz, Wasser Zwiebeln, Öl und Süßungsmittel
Zuerst würfelt man die Zwiebel und brät sie in Öl an.
Da wir größere Cherrytomaten hatten haben wir sie nur geviertelt, bei größeren Tomaten würde ich den Strunk entfernen und die Stücke auch etwas kleiner schneiden. Die Tomaten kommen dann zu den glasig gewordenen Zwiebeln.
Alles etwas brutzeln lassen, dabei aufpassen dass nix anbrennt.
Dann mit etwas Wasser ablöschen und noch ein bisschen köcheln lassen.
Als Süßungsmittel haben wir Ahornsirup verwendet, Zucker oder so geht aber natürlich auch. Davon kommt ein bisschen(!) zu den Tomaten, dann natürlich Salz, Pfeffer und was man sonst noch an Gewürzen findet die gut in Tomatensoße passen könnten.

Zuletzt haben wir das ganze püriert, weil mich die Stückchen von der Tomatenhaut gestört haben, kann man aber auch sein lassen, wenn man weniger pingelig ist. Oi. 
Inspiriert durch das Kochbuch "Meat Free Athlete". Viel Spaß beim Kochen wünschen euch Frau Otterich und xStricherx

Montag, 29. September 2014

Happenings des Monats: August/September'14

Die beiden Monate August und September waren leider nicht gerade voll mit Konzerten und Festival. Zumindest für mich nicht. Ich hatte a)grade nicht sooo viel Lust, b)jede Menge behördlichen Kram zu erledigen(hab ich immernoch) und c)steckte mental in einem Umzug fest bzw. pendelte noch hin und wieder zwischen Ruhrgebiet und Würzburg. Mittlerweile bin ich beinahe ordentlich umgezogen(die Wohnung gehört mir und muss nur noch eingerichtet werden) Deswegen ist der August/September-Eintrag auch so mager. Aber immerhin existierte er wirklich.

1. Stricher, Pilz und Herr Ichlesverdammtschnellcomics pendeln zwischen Immerhin und Laby. So an die Tausend Mal. Am 22.8.2014 in Würzburg

Ich weiß nicht genau wie das zustande gekommen ist. Ich glaub, ich bin nach Würzburg gefahren um einen Koffer mit Socken und Unterwäsche zu holen und blieb ein Wochenende. Als ich Pilz mal gefragt hab was "heute abend so los ist" kam die Antwort "Immerhin" zurück. "Und was ist da?" fragte ich nur um es selbst mit einem Blick auf die Immerhin-Facebook-Seite zu beantworten. "Ah, Stonerkram." Okay, klingt also nicht schlecht. Nichts wie hin. Und dann in die "alternative" Disco "Labyrinth" um uns seltsame Leute anzugucken. Oder so.

Also sind wir hin. Vor Ort: N Haufen Metaltypen, eine wie immer sehr freundliche Bar als auch die in der Luft schwebende Tatsache dass wenn im Immerhin ein Konzert angekündigt dann steht zwar als Uhrzeit 21 Uhr da, es fängt aber erst um 300000 uhr Nachts an. Ergo blieb uns nichts anderes übrig als draußen zu sitzen und uns zu unterhalten. Und Bier zu trinken. Und irgendwann auf die Idee kommen, dass das Konzert eh erst um 1000 Uhr wirklich anfangen wird und wir einfach jetzt schon ins "Laby" gehen könnten um uns Pommes zu holen, die dort wirklich lecker ist.

Also sind wir hin. Angekommen. Pommes bestellt. Hingesetzt. Leute beobachtet. Frei.Wild-T-Shirt-Träger. Palituchträger. Deutschpunkkids. Palituch-und-Frei.Wild-T-Shirt-Träger. Eigentlich muss ich mir n Laby-Besucher-Bingo ausdenken. Wird denk ich spaßig sein, sowas auszufüllen. Als nächstes erfahren wir, dass Herr Ichlesverdammtschnellcomics(ein mir wohlgesonnener Ex-Schulkamerad der verdammt schnell Comics liest) auch anwesend ist. Zu dritt unterhalten wir uns dann über Verschwörungstheorien und beschließen....gleich nach der Pommes zurück ins Immerhin zu gehen, weil das Konzert vielleicht doch schon agefangen hätte.

Also sind wir hin. Diesmal wurde die Atmosphäre etwas lustiger, weil wir uns über noch mehr Unsinn unterhalten haben. Und irgendwann kam der Moment der Offenbarung. Ich habe mir eine Band angeguckt die ich noch nie zuvor gesehen oder gehört habe. "Dead Lord" hießen sie, kamen aus Schweden und machten Stonerkram. Oder eher Thin-Lizzy-artige Musik. Oder "Doom Rock" oder wasweißichwas. Und ich fand sie scheiße. Ich hielt es vllt. 15 Minuten da drin aus. Zu sehen waren drei Typen die gekleidet waren, als wären sie per Zeitmaschine den 70ern entkommen. Viel zu Uniform. Ich dachte eigentlich Stoner Rock/Metal wäre nicht so auf Szeneuniform getrimmt. Aber falsch gedacht. Sowohl die Band als auch das Publikum trug einen bzw. ein paar bestimmte Kleidungsstile. Und teilweise auch Bärte. Die Musik war nicht besonders einfallsreich. Gitarrensolis, Riffs und "yeah yeah yeah yeaaaaaah yeaaaaaah" als Text. Ich wusste nicht ob sie das ernst oder nur halbernst meinen. Jedenfalls fand ichs sehr verstörend, dass das Publikum das abgefeiert hat. Naja, egal. Pilz hat zwischendurch erfahren, dass er zum Trinken eingeladen ist. Also ging es zurück. Zurück ins Labyrinth.

Also sind wir wieder hin. Inzwischen wurde es etwas später. Die ganzen Kids gingen heim. Lauter seltsame und lustige Leute kamen hinzu. Ich sichtete ebenfalls einen sehr guten Freund von mir: Hymen Man. Leider sichtete uns drei auch die Schwester eines weiteren Ex-Klassenkameraden und begann beinahe sofort uns zuzuschwallen. Sie zeigte uns ihre drei Zigarettenschachteln, die sie gekauft hat: "Diese hier hab ich weil ich sie rauchen will, diese hier auch aber ich will sie nicht so schnell aufbrauchen und diese hier hab ich gekauft weil ich sie voll schön fand!" Außerdem fragte sie mich und Pilz wie es denn so als Veganer ist, man könne ja kein Eis essen usw. Irgendwaann stellte sie die wichtige Frage: "Wer willl alles vodka buuuuullll?". Ich zeigte auf Pilz, ließ mir von ihr ein alkoholfreies ausgeben und staunte als sie ihren Freunden einfach 50 euro zugesteckt hat um Vodka Bull zu holen. Noch seltsamer wurde es als sie Hymen Man erspäht hat und seinen rasierten Kopf angestarrt hat. Und irgendwann angefasst und gemeint hat: "Woah die sind aber voll hart". Später entgegnete er mir: "Ich versteh das was hier grade passiert überhaupt. Das bringt mein heutiges Konzept durcheinander. Ich wollte mich heute nämlich mit niemanden unterhalten."

Mich hats auch durcheinander gebracht. Der Laden hat mich schon immer durcheinandergebracht. Besonders vermissen werde ich ihn aber nicht.

2. Trainspotting-Festival am 26.09-27.09.2014 im Jugendkulturhaus Cairo, Würzburg

Yisss. Was habe ich mich gefreut. Da hat es sich gelohnt, nochmal nach Würzburg zu fahren. Auch wenn der eigentliche Grund nicht sehr erfreulich war. Beim ersten Teil des Umzugs hat die Kapazität des geliehen Autos nicht ausgereicht, ergo mussten Frau Otterich und ich nachkommen und noch mehr Sachen von mir holen. Sehr anstrengende vierstündige Fahrt, sowohl für mich als auch für sie. Vor allem weil ich kein Führerschein Besitz.

Da wir a)ziemlich fertig waren und b)am Sonntag um 12 Uhr einen Workshop für unsere Hundedame besuchen mussten sind wir auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag gefahren. Deswegen haben wir auch ein paar Bands auslassen müssen. Deswegen und wegen Trödelei dies das. Ihr wisst schon.

Tag 1:

Wir haben Strafplanet verpasst. Wir haben auch Throwers verpasst. Ach nein, ich lüge. Davon kriegten wir sogar noch die letzten paar Takte mit. Seufz. Fühlt sich schon doof an, sowas. Da fährt man 350 km und verpasst tolle Sachen. Aber wurst. Kann man immer mal nachholen.

Kerretta waren richtig toll. Postrock ohne Gesang. Ich bin ja meistens der Meinung das langsame, langwierige atmosphärische Musik bei Festivals und Konzerten sehr anstrengend sein kann. Vor allem wenn meiner Meinung nach der Gesang gar nicht dazupasst bzw. alles kaputt macht. Diesmal gabs aber überhaupt gar keinen. Ergo konnte ich mich rechts neben die Theke setzen(oder stellen?) in eine Richtung gucken und der Musik lauschen. Wunderschön. Hol ich mir Mucke von. Damit ich in meinem neuen zuhause entspannen kann.

Zu Celeste muss ich denk ich mal nichts sagen. Wiedermal ne grandiose Show. Wiedermal absolute Finsternis. Wiedermal rote Lämpchen. Künstlicher Nebel. /m/ Und keine seltsamen Menschen die alles zu filmen versuchen. Dankesehr.

Danach ginge nach Hause, weil ich mir gedacht hab "Oh Hildegard von Binge Drinking spielen morgen ja auch! Dann können wir ja jetzt früher gehen." Am Arsch wars. Entweder falsch gelesen oder es hat sich was im Lineup geändert.

Tag 2:

Wir haben 52 Hertz verpasst, weil wir mein Umzugsauto vollgeladen haben und weil wir davor in der  Stadt rumgetrödelt haben. Ich hab das vorerst letzte Mal beim Asiaten des Vertrauens gegessen und in meiner Frühlingsrolle ein eingebackenes Haar entdeckt. *mitdemarmrumfuchtel* Wir haben auch Honeymoon verpasst. Aber da es eine Nürnberger Inzucht Band war es wohl nicht sooo schlimm. Ich mein, die Nürnberger Punkszene bietet schon einiges. Allerdings sind es immer wieder dieselben Akteure(ein Orsansäßiger hat mir mal erzählt "2 Autos, 5 Bands"), dass man eigentlich weiß was kommt.

Hysterese waren wie immer super. Diesmal allerdings etwas bestimmter und krachiger als beim letzten Mal. Wenn mich meiner Erinnerung nicht täuscht. Auf jeden Fall gut genug dass ich mir gleich zwei Aufnäher von der Band kaufe. Einen sogar im Illuminati-Look.

Zwischen Hysterese und Planks blieb jede Menge Zeit. Wir gesellten uns, zusammen mit einem illustren Haufen meiner witzigen Würzburger Freunde an den Ententeich(neben den Cairo) und unterhielten uns über lauter seltsame Themen. Unter anderem ging es um das finstere Loch des Internets - das Darknet. Dort seien Waffen, Auftragsmörder und Drogen die man sich bestellen können. Mein Kommentarspaltenkamerad Synkrath erzählte irgendwas davon und redete auch von "Silk Road". Wally verstand ihn allerdings vollkommen falsch und dachte er rede vom Großmarkt "Selgros". Deswegen meinte er auch, er würde dort dann wohl Drogen bestellen. So an die 10 Kilo. "Wenns nicht anders geht, nehme ich 20." WAS AUCH IMMER. :D

Planks waren gewohnt geil. Super Entscheidung sie ins Lineup zu nehmen. Die bunte Mischung aus sozialverträglichen punkrockigen Bands und sozialunverträglichen lauten wall-of-sound-bands machts einfach. Auch wenn ich Planks Auftritt super fand, fand ich das Rumhängen draußen doch etwas besser.

Noch besser war aber der Auftritt von Amen81. Was für eine Freude sie zu sehen. Das letzte Mal hätte ich sie vor 3 Jahren(oder so) in Schweinfurt angucken können, hing aber nur draußen rum. Das Mal davor spielten sie in Aschaffenburg. Das war vor ungefähr 5 Jahren. Eindeutig viel zu lange her. Die drei Nürnberger haben wie immer(wie auf Platte als auch live) ordentlich reingehauen. Es kam etliche Klassiker wie "Schieß doch du Arschloch", "Disfreak", "Das Palituch" usw. Allerdings fehlten mir einige Sachen. Und "einige" kann man groß schreiben, denn es fehlte viel. "Races High", "Die Männer aus Western von Gestern", "Ich will Atomkrieg"...und noch viel mehr. Schade eigentlich. War aber trotzdem super.

Von Audacity kriegten wir leider nur das kurze Ende mit. Doof. Jedoch haben die letzten paar Songs ordentlich gefetzt. Ordentlichst. Die Cover waren auch nicht schlecht. Nämlich "Dicks hate the police" von The Dicks als auch der Anfang von "Smells Like Teen Spirit"...wobei ne. Letzteres eher nicht. :D Das klang eher wie "Oh mein Gott, die wollen ne Zugabe....lass mal hier äh dingens...nörwana machen." Aber sonst mochte ich die Band. Musikalisch ließen sie sich für mich in dieselbe Schublade wie sämtliche unorthodox klingende Punkbands einordnen. Klang echt cool.

Auf Trainwreck hatte ich null Bock. Beziehungsweise gar kein Bock noch länger zu bleiben und irgendwann um 4 Uhr morgens im Ruhrgebiet anzukommen. Deswegen fuhren wir bereits um 23:30 los.

Danke an alle die da waren und sich ne kurze Zeit genommen haben, sich mit mir zu unterhalten. Ich nehme dieses Festival als eine Art Abschiedsparty für mich wahr. Es war sehr schön mit euch allen. Danke für all die Jahre und die wunderschönen Momente. Dankeschön. Küsschen.

Donnerstag, 25. September 2014

Album der Woche, Folge 166: Beastie Boys - Licensed To Ill(1986)

Schon zum dritten Mal tauchen die genialen Beastie Boys hier auf. Interessiert an den anderen zwei Mal? Klicke hier und hier.

"Licensed To Ill" ist das Debütalbum des Brooklyner Raptrios und somit der Anfang ihrer Rapkarriere. Bevor sie HipHop gemacht haben waren die Beastie Boys eine fünfköpfige Punkband. Ihr damaligen Ergüsse kann man auf dem Sampler "Some Ol' Bullshit" anhören. Dass die Beasties irgendwas mit Rockmusik zu tun hatten, hört man. Nicht nur daran, dass bei "No Sleep Till
Brooklyn" Kerry King von Slayer gefeaturet wird oder dass "Fight For Your Right" über Gitarren berappt ist, nein. Die Stimmen von King Ad Rock, Mike D und MCA sind schrill, laut und versoffen. Sie hätten damals immer noch ne gute Hardcore-Punk-Band sein können, was sie später immer wieder bewiesen haben("Sabotage", "Tough Guy" oder die EP "Aglio e Oglio").

Das von Rick Rubin(Slayer, Danzig, Johnny Cash) produzierte Meisterwerk war das erste reine HipHop-Album was die Spitze der Billboard-Charts erreicht hat. Es bietet uns ein Haufen Blödsinn. Die Beasties werden in "Rhymin' and Stealin" zu Piraten. In "Paul Revere" wird eine seltsame Herkunftsgeschichte der Band erzählt. "No Sleep Till Brooklyn" ist eine Parodie auf Hair Metal, während "(You Gotha)Fight For Your Right(To Party)" eine Parodie auf "rebellische" Hard Rock Songs wie "Smoking' in the boys room" ist. Das hat aber glaub ich nie jemand wirklich verstanden. Weiterhin bietet das Album den Song "The New Style", mit folgender Zeile:

"Let me clear my throat
kick it over here baby pop
And let all the fly skimmies feel the beat
Mmmm....drop!"
Das berühmte "Mmmm...drop!" wurde immerwieder verwendet. Zum Beispiel von Pharcyde in "Drop" oder aber auch ein paar Mal von BB selbst, z.B. in "Intergalactic".

Bemerkenswert ist auch die Einstellung der Band zu Frauen. Während es hier in "Girls" noch heißt:
"Girls - to do the dishes
Girls - to clean up my room
Girls - to do the laundry
GIrls - and in the bathroom
Girls - that's all I really want is girls
Two at a time - I want girls"

klingt die Band Jahre später auf dem Album "Ill Communication" komplett anders:
"I want to say a little something that's long
Overdue
The disrespect to women has got to be through
To all the mothers and sisters and the
Wives and friends
I want to offer my love and respect to the
End"
(aus "Sure Shot")

Anspieltipps: Eigentlich alles

9/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 24. September 2014

Film der Woche#165: "101 Sci-Fi-Filme, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist", Teil 14

Und weiter gehts mit unser schillernden Sci-Fi-Rubrik. Mittlerweile sind wir vollkommen in den bunten 80ern angekommen und laben uns genüsslich an der Sci-Fi-Milch von der imaginären Sci-Fi-Kuh. Diesmal sind es 5(!) anstatt vier Filme(als ob). Also Augen auf und lesen!

55. Mad Max II -  der Vollstrecker(1981)
Bock zu erfahren, was im ersten Teil passiert ist? Dann klicke hier.

Aber eigentlich braucht man das nicht unbedingt schließlich spielt der zweite Teil gute drei Jahre nach dem ersten und nimmt eigentlich keinerlei Bezug darauf. Außer Max'(Mel Gibson) fehlenden linken Ärmel und der Beinschiene bezieht man sich gar nicht auf den Vorgänger.
Max' Abenteuer gehen weiter: Nachdem er seine Familie gerächt hat befindet er sich auf einer ziellosen, endlosen Reise durch die australische Wüste. Die Welt ist inzwischen vollkomen untergegangen und ist nun ein postapokalyptischer Albtraum geworden. Marodierende Banden sind unterwegs. Das einzige was für die Menschen zählt ist das Benzin, mit welchen man weiterkommen kann. So auch für Max. Als er sieht wie ein junger Mann von einer Bikergang angegriffen wird, hilft er ihm. Als Gegenleistung soll er so vielBenzin wie er nur haben will kriegen. Der junge Mann gehört einer abgeschiedenen Siedlung an, die mitten in der Wüste liegt. Diese wird jeden Tag von einer Rockerbande(angeführt von nem Hockeymaskenträger namens Humungus) belagert, die aus irokesentragenden Fetzenträgern besteht. Sie sind auf das Benzin der Siedlung aus und bereit dafür über Leichen zu gehen. Max bietet der Kommune einen Deal an.

Der erste Teil war ja schon fies und brutal. Aber hier gehts wohl ordentlich zur Sache! Brutale brutalöse stumpfe Brutalität. Motorräder. Pfeil und Bogen und Flammenwerfer. Und lauter seltsame Klamotten. Was soll das? Konnten die Leute in der Zukunft nicht etwa ihre guten Klamotten vor dem Untergang retten? Die machen alle doch gar keinen Sinn. Was Sinn macht ist die Tatsache dass Max so gut wie gar nicht spricht. Das unterstreicht nur, dass er ein tougher menschenverachtender Drecksack ist, der sich eher wenig um die anderen schert. Und es funktioniert. Max setzt sein Abenteuer fort, haut dabei diverse Fressen zu Brei bzw. fährt, es gibt eine Verfolgungsjagd usw. usf. Das nenn ich einen Action-Schinken!

Aber der Rattenjunge ist trotzdem gruselig.
9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


56. E.T. - der Außerirdische(1982)
Einer der wohl bekanntesten Sci-Fi-Filme allerzeiten. Ach was rede ich da. Jetzt kommen beinahe nur so Blockbuster die zu den Klassikern zählen. Deshalb macht es kein Sinn diese Bezeichnung hierhin zu packen, weil sie ab jetzt auf viele Filme zutrifft. Wie auch immer.

Bei einem wissenschaftlichen Ausflug zur Erde wird ein Alien-Raumschiff von Regierungsagenten entdeckt. Wahrscheinlich aus Angst davor entdeckt zu werden, haut die Crew ab. Leider vergessen einem Vertreter ihrer Art der es nicht rechtzeitig zurückgeschafft hat. Dieser ist von nun an auf der Erde gestrandet - ein kleiner buckliger, langhalsiger Alien.
Dieser ist auf sich alleine gestellt und findet Unterschlupf in einem Schuppen das zum Haus einer typischen us-amerikanischen Kleinstadtfamilie gehört. Bald wird er vom Jungen Elliott(Henry Thomas) aufgefunden und schnell zum geheimen Mitglied der Familie. Die beiden verbindet bald mehr als nur Freundschaft sondern eine telepatische Bindung. Doch nichts ist von langer dauer - die Regierungsagenten sind hinter E.T., wie der Außerirdische genannt wird, her.

Eine tolle märchenhafte Geschichte. Wir werden Zeugen einer simplen Aufstellung in Gut und Böse. Auf der einen Seite steht die gute, friedliebende Familie um Elliot und E.T., auf der anderen Seite die bösen Wissenschaftler und Agenten die E.T. für ihre Zwecke einspannen wollen. Die Story ist so furchtbar schön und tränenauslösend. Man kriegt tatsächlich richtig Mitleid. :(
Bezeichnend sind die kultigen Phrasen wie "E.T. nach hause telefonieren" oder aber der berühmte Flug mit dem Fahrrad. Alles nicht unbekannte Meilensteine der Popkultur. Zudem ist E.T. zwar an sich gruselig, man gewöhnt sich nach ner Zeit aber an ihm, wenn man merkt, dass er eigentlich nach dem Prinzip "Froschprinz" funktioniert.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


57. Star Trek II - Der Zorn des Khan(1982)
Bock zu erfahren was im ersten Teil passiert ist? Dann klicke hier. Dieser Teil des Reviews zählt zum Star-Trek-Marathon.

Das Genesis-Projekt soll vollkommen ausgestorbene Planeten wieder lebensfähig machen. Deswegen werden Commandor Chekov und Captain Terrell in einen geheimen Auftrag unterwegs um einen Planeten zu erkundigen der für Genesis geeignet wäre. Dabei treffen sie aber auf Khan. Dieser ist ein genetisch modifizierter Supermensch der über seine eigene Kommune(oder Gefolge, je nachdem wie mans sieht) verfügt. Er nimmt die beiden gefangen und macht sie mit bewusstseinsstörenden Parasiten gefügig. Sein Ziel: Die Rache an Captain(mittlerweile jedoch Admiral) Kirk, der 15 Jahre zuvor Khan zur Strafe auf diesem Planeten ausgesetzt hat.

Wir wissen ja, der erste Teil war etwas langatmig, jedoch trotzdem gut. Aber langatmig. Dieser hier bietet aber spannendste Comic-Action. Pew pew pew-laser action und einen der bekanntesten Schreie überhaupt nämlich Admiral Kirks "Khaaaaaaan!". Diesmal funktioniert alles wie eine einzige verlängerte "Raumschiff Enterprise"-Episode. Trotzdem bleibt der Film irgendwie ernst und kühl. Außerdem bleibt die Crew ziemlich sympathisch. Leonard Nimoy, Kirstie Alley, William Shatner, Walter Kolbow, George Takei, Nichelle Nichols haben ne tolle Arbeit gemacht. Ebenso der Regisseur Nicholas Meyer("Flucht in die Zukunft") als auch Ricardo Montalban(Khan) der einen mehr als glaubwürdigen Gegner abliefert. Toll!

10/10 Pfandflaschen
Film: Teil 1, Teil 2
Trailer:


58. Blade Runner(1982)
Los Angeles, das Jahr 2019. Die Stadt entspricht den gängigen Cyberpunk-Klischee. Überbevölkert. Groß. Laut. Viele Menschen sprechen eine neue, eigenartige Sprache - Cityspeak. Eine Mischform aus Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch usw. Fliegende Autos. Tiere existieren so gut wie gar nicht. Man kann sie sich aber kaufen, in der Form von genetisch perfektionierten Robotern. Ebenso genetisch perfekt und somit menschlicher als der Mensch, sind Replikanten. Diese sind künstliche perfekte Menschen mit geringer Lebensdauer, die seinerzeit weitere Welten für die Erde erschlossen haben. Sie dürfen allerdings nicht auf die Erde reisen, sonst droht ihnen die Todesstrafe. Für die Jagd auf dennoch geflüchtete Replikanten sind sogenannte "Blade Runner" vorgesehen. Einer dieser Polizisten namens Decker(Harrison Ford) wird eingesetzt als eine Replikantentruppe rund um Roy Batty(Rutger Hauer) ein Raumschiff kapert und zur Erde flüchtet.

Rutger Hauer ist eklig. Diese weißen Haare. Diese psychotische Blick. Bah. Baaah. Ekelhaft. Sonst glänzt dieser Streifen durch seine großartige Skyline von 2019er Los Angeles. Durch die Story die kein Stück langweilig wird. Ernsthaft, die 2 Stunden lohnen sich wirklich. Dieser Film hat nicht nur dem literarischen Sci-Fi-Genre Cyberpunk die Türen zum Kino eröffnet, sondern auch mich für das Cyberpunk-Genre begeistert. Auch wenn ich in letzter Zeit stark nachgelassen hab, "Blade Runner" schafft es dass die Cyberpunk-Flamme wieder aufgeht. Ohja, sowas von. Gebt euch das falls ihr auf düstere Zukunftsvisionen steht und natürlich auch auf Harrison Ford. Diesmal schießt er wirklich als erstes.

10/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


59. The Thing(1982)
Da ich faul bin, und dem Film schon mal reviewt hab, geht es hier entlang. Oder wahlweise auch hier
entlang, wenn man sich für den Originalfilm aus den 50ern interessiert. So, das wars. Danke fürs Lesen! :3 Und bis zum nächsten Mal!

Dienstag, 23. September 2014

My Favorite TV-Show: The Maxx

Dem geneigten Leser wird denk ich mal aufgefallen sein, dass ich in diesem Blog schon mal "The Maxx" reviewt habe, nämlich die erste Ausgabe der Comicserie von Image(zum Review gehts hier lang). Allerdings bin ich da nicht wirklich weiter gekommen. Trödelei dies das. Gut, dass ich vor Ewigkeiten auf die "The Maxx"-Zeichentrickserie gestoßen bin, die in den 90ern auf MTV gelaufen ist(so wie "The Head" und "Aeon Flux" auch), denn diese erzählt die beinahe komplette Story von Maxx. Allerdings stark gekürzt.

Maxx ist obdachlos und wohnt in einem Pappkarton. Irgendwann ist er eingekleidet in einem Superheldenkostüm aufgewacht und weiß nicht warum. Wer er genau ist weiß er auch nicht. Was wir aber als Zuschauer erfahren ist: Maxx bewegt sich zwischen zwei Welten: der unseren, realen Welt und Pangea, einer Paralleldimension voller wilder fantastischer Tiere. Er wandert abwechselnd zwischen den zwei Welten, allerdings vollkommen willkürlich. In Pangea ist er der Beschützer der in Leopardenbikini eingekleideten Jungle Queen. Diese ist in der realen Welt die Sozialarbeiterin Julie Winters. Sie weiß nichts von Pangea. Maxx schon. Und er will Julie um jeden Preis beschützen. Denn es geht von jemanden eine große Gefahr aus. Mr. Gone, ein Serienvergewaltiger der selbst Verbindungen in die Parallelwelt hat ist von Julie besessen.

Eine seltsame Mischung aus Mystery und tieftraurigem Drama. Wir erleben die Abenteuer von einem Menschen der mehr als verloren in beiden Welten umherwandert. Der Animationsstil variiert. Mal ist es detailliert und künstlerisch anspruchsvoll, mal sieht die Serie aus wie ein typischer simpler 90ies Cartoon. Ich mag wie sich die Finsternis und die kunterbunte Zeichentrickwelt sich miteinander vermischen. Sowieso mag ich den Zeichnungsstil von Sam Kieth, den Macher des Comics(checkt seine Serie "The Hollows") Er wirkt so herrlich cartoonesk und surreal. Surreal ist sowieso auch die ganze Handlung, von daher empfehle ich an dieser Stelle die Serie allen Fans von Surrealismus und Surrealitäten im Fernsehen. Jede Folge dauert so um die 10-12 Minuten und es gibt auch leider nur 13 Folgen, aber reingucken lohnt sich trotzdem!

Comics Monthly#9

Leider geht es diesmal nicht sooo trashig zu, wie ich eigentlich gedacht hab. Aufgrund von meiner Trödeligkeit. Sorry. Dafür hoffentlich nächsten Monat. Trotzdem viel Spaß beim Lesen!


1. Buffy the Vampire Slayer - Season 10#6
Wow, scheiße ist das lange her, dass ich Buffy im Fernsehen gesehen hab. Verdammt lange. Und dass ich ein Buffy-Comic gelesen hab ist noch länger her. Damals gabs nämlich zusätzlich zur Serie eine(glaube ich nicht kanonische) Comic-Serie. Diese hier ist allerdings die direkte Fortsetzung des Fernsehepos, deshalb auch der Name "Season 10"(wie auch die Season 9).

Es ist die sechste Ausgabe deswegen weiß ich nur geringfügig was vorher passiert ist. Was ich aber weiß ist: Xander ist jetzt mit Buffys Schwester Dawn zusammen und Giles ist von den Toten zurückgekehrt. Allerdings hat ihm die Umkehrung der Magie in einen kleinen Jungen verwandelt. Nagut, vllt. nicht klein, aber höchstens 10 Jahre oder so. Außerdem ist die Welt von Buffy und ihren Freunden komplett umgekrempelt. Da sie nicht mehr in ihrer Heimatstadt wohnen sind sie gezwungen umzuziehen und in kleinen WGs zu wohnen. Buffy ist der Situation überdrüssig und kündigt ihre Wohnung, ebenso wie ihre Schwester. Willow kann mit ihrem Job grad mal so ihre Bude finanzieren. Da trifft es sich gut, dass sie von einem Detektiv einen Auftrag bekommen. Sie sollen ein altes Haus von Kindergeistern befreien. Wenn sie es schaffen, gehört es ihnen.

Ich finde Lizenz-Comics(die auf Filmen usw. basieren) manchmal ja problematisch. Sie dienen öfter nur als Geldmacher. Dies ist definitiv nicht der Fall. Die Geschichte hat es in sich. Erst reißt sie mich zwar nicht vom Hocker doch dann gibt es so nen Wendepunkt der alles spannend werden lässt. Zudem sind die Gesichter der Charakter nicht 1:1 von den Schauspielern abgekupfert. Das macht den Comic in meinen Augen etwas eigenständiger und lässt den Merchandise-Faktor schrumpfen. Zudem ist Joss Whedon(der Executive Producer) scheinbar direkt mitinvolviert, ergo kann eigentlich nichts schief gehen.

Zeichnungen und Story  von Christos Gage, Karl Moline, Cliff Richards
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,50$
8/10 Pfandflaschen

2. Creepy#17
Schon mal im voraus: Falls ihr Bock auf ähnliche Comics habt, checkt mein schon älteres Review zu "Haunted Horror" aus.

"Creepy" gab es schon mal. Ursprünglich rausgekommen bei Warren Publishing, ebenso wie Eerie Comics und Vampirella. Und zwar von 1964 bis 1983. Dark Horse bringt mittlerweile eine neue Serie auf dem Markt während es gleichzeitig die alten Comics in Bänden veröffentlicht.

Es sind sechs voneinander unabhängige Geschichten, die von einem Einleiter(ähnlich wie der Cryptkeeper), einen gruseligen alten Typen namens Uncle Creepy vorgestellt werden. Drei davon sind exakt eine Seite lang und erzählen recht unlustige Abenteuer der addams-esken "Creepy Family", während die andere Hälfte klassische suspense-stories erzählt, die es in sich haben. Die allererste namens "The Human Condition" erzählt von einem gelangweilten, depressiven Typen der keine Lust mehr auf sein Leben hat. Eines Tages kriegt er Besuch von einem Monster, der wie ein Selbstmordopfer aussieht. Sein Gehirn ist buchstäblich weggeballert, ein großes Loch ist in seinem Gesicht zu sehen. Dieser bringt ihm dazu, sein Leben endlich mal auszukosten, so quasi als abschreckende Selbstmordhilfe. Doch es ist leider nicht alles wie es scheint.

Über die restliche zwei Stories will ich erstmal kein Wort verlieren, das würde hier den Rahmen sprengen. Jedenfalls ist es definitiv verdammt gut gemacht. Ich mag das wenn sich verschiedene Zeichnungsstile abwechseln und mehrere Autoren dabei sind. Außerdem führt der Comic in gewisser moderner Art und Weise die Tradition der alten Horrorcomics weiter. Die Endungen der Stories sind zwar irgendwie voraussagbar, aber dennoch nicht gleich. Insofern: keine schlechte Investition. Und: Da die Stories nicht fortgeführt werden, muss ich mich nicht an die Serie binden.

Zeichnungen und Stories von: Paul Tobin, Juan Ferreyra, J. Torres, Ron Salas, Dan Braun, Peter Bagge, Sergio Aragonés, Archie Goodwin und Angelo Torres
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$
7/10 Pfandflaschen

3. The Names#1
Der Bürohengst Kevin Walker wird umgebracht. Bzw. nein, sein Arzt, ein teuflisch grinsender breitmauliger Typ, zwingt ihm zum Selbstmord. Kevins Witwe Katya ist verwundert. Der Abschiedsbrief trägt zwar seine Handschrift, klingt aber gänzlich nicht nach ihm. Außerdem sagen seine medizinischen Akten aus, dass er depressiv war obwohl das ihrer Meinung nach nicht stimmt. Sie beschließt auf eigene Faust rauszufinden was wirklich passiert ist.

Von Vertigo bzw. Writer Peter Milligan ist man meistens gutes gewohnt. Auch hier wird man nicht enttäuscht wenn man auf hinterhältige Krimistories und Plottwists steht. Es gab zwar noch gar keinen Plottwist aber ich denke es kommt einer. Der Zeichnungsstil von Leandro Fernandez erinnert an Eduardo Risso(100 Bullets). Ich mags wie die Einstellung der Charaktere förmlich in ihren Gesichtern steht(z.B.: Surgeon) Was soll ich sonst noch sagen? Mir gefällt das einfach. Andererseits ist es jetzt wiederum nichts was irgendwie meiner Meinung nach den Eisnerpreis verdient hätte. Es ist schlicht n guter Comic und mehr nicht.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Vertigo für 2,99$

4. Superior Spider-Man#32
Es steht ein neues großes Event im Marvel-Universum an! "Edge of Spider-Verse"(welcher nur ein Prelude zum nächsten Event "Spider-Verse" ist.) heißt das ganze und es geht um. jeden. Spider-Man. den. es. gibt. Wirklich. Also egal ob Zukunft oder Paralleluniversen oder sonstwas. Der erste Teil des Events spielt in Superior Spider-Man#32. Beziehungsweise, äh nein...

... Superior Spider-Man#32 spielt nämlich ungefähr in der Ausgabe#19. Damals ist Otto Octavius(in der Gestalt von Peter Parker, you know?) bei einem riesigen Tohuwabohu bei Horizon Labs in eine Zeitmaschine gelangt und landete im Jahr 2099. Da wo sich eigentlich Miguel O'Hara alias Spider-Man 2099 zuhause wohl fühlt. Dieser reiste nämlich in unsere Zeit. Aber das wisst ihr schon. Jedenfalls findet sich Otto, so genial wie er ist prima in der Zukunft zurecht und bastelt sich sogar einen Weg zurück. Allerdings ergeben sich Komplikationen. Auf dem Heimweg landet er in verschiedenen Paralleluniversen. Alle haben sie eins gemeinsam. Die jeweiligen Spider-Men sind tot. Es dauert nicht lange bis Otto rausfindet wer für die Tode verantwortlich ist und beschließt eine Armee von Spider-Men zusammenzutrommeln um den Übeltäter aufzuhalten.

7 Autoren bzw. Zeichner: Slott, Gage, Camuncoli, Kubert, Dell, Fabela und Beredo. Inklusive einer Zweitstory mit einem weiteren alternativen impulsiven Spider-Man. Eigentlich mag ich solche riesigen Events nicht wirklich, aaaaaber ich stehe voll auf alternative Universen und so n Kram. Deshalb verdient der Comic schon mehr als 7 Pfandflaschen. Und auch wenn der garstige Otto Octavius (kurz) wieder da ist, ändert es nichts.

8/10 Pfandflaschen
Erhätlich bei: Marvel für 4,99$

5. Terminal Hero#1

Dr. Fletcher hat einen Tumor. Die Situation scheint aussichtslos. Doch eines Tages kommt Hilfe, denn ein guter Freund und Kollege hat ein Wundermittel dagegen. Eine Spritze soll weiter helfen. Doch die Nebeneffekte sind grausam. Fletcher erhält seltsame Fähigkeiten. Er brennt wortwörtlich wenn er wütend wird, näht anderen Menschen mit Telekinese die Münder zu und erschafft Geister. Anscheinend hat er sehr viele innere Dämonen, die irgendwie bezwungen werden müssen. Wie wärs mit 24 Stunden Drogen nehmen und ficken?

Kreiert von Peter Milligan und Piotr Kowalski.
Mein erster Eindruck: WTF?! Doch danach merkte ich dass das Heft bei Dynamite rausgekommen ist. Da war ich schon einiges gewohnt, siehe "Jennifer Blood". Mein Gott, ist das abgefuckt. Aber irgendwie schafft diese Abgefucktheit dass ich mich auf weitere Ausgaben freue. Außerdem sind die Farben und die Gesichtsformen doch übernice.

8/10 Pfandflaschen
Erhätlich bei. Dynamite Entertainment für 2,99$

6. The Walking Dead#130
"The Walking Dead" müsste man kennen. Wenn nicht die Fernsehserie dann definitiv die kleinen dicken Bänder die seit geraumer Zeit auch auf Deutsch rauskommen.

Ich geh ehrlich gesagt gar nicht mal auf den Inhalt ein. Es ist die 130. Ausgabe und ich habe gehofft dass es wenigstens halbwegs verständlich ist ohne die 129 davor gelesen zu haben. Man versteht zwar grob die Zusammenhänge allerdings sind ziemlich wenig Hintergrundinfos da. Das Grundgerüst ist natürlich simpel: Die Welt ist zugrunde gegangen und befindet nach dem Ausbruch einer Zombie-Seuche wieder im Mittelalter. Karawannen von Menschen ziehen auf der Flucht umher. Einige haben sich mittlerweile in Festungen niedergelassen. In dieser Ausgabe werden wir Zeuge eines "hohen Tieres" dass sich in einer Gemeinschaft etabliert hat und auf dem Weg zurück in diese ist. Außerdem sind zwei Jugendliche viel zu weit entfernt von ihrem Zuhause gewesen und trafen auf Zombies.

Es. ist. einfach. viel. zu. wenig. Ich finde das doof. Ich finde die Sammelbände lohnen sich viel viel mehr. Absoluter Fehlkauf. Aber nicht dass die Story nicht ansprechend gezeichnet und nicht interessant wäre. Es ist einfach viel zu wenig Inhalt. Für meinen Geschmack

6/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 2,99$

Montag, 22. September 2014

Ohrwurm der Woche#81



HEUTE KOMMT DER GROSSE KNALL! HEUTE SPRENGT ER UNS INS ALL!
RUSSEN-HITLER TRANK ZU VIEL! AUS DAS SPIEL! AUS DAS SPIEL!

Comic Book Review#164: Tales To Astonish#13(1959)

Mein guter Freund Hymen Man hat mir ein Sammelband ausgeliehen, welches die besten Abenteuer von Rocket Racoon und Groot beinhaltet. Es sind Stories von 1959 bis ins Jahr 2012 drin. Da es ganz schön viele waren, wollte ich hier nur ein Teil davon reviewen.

Die erste Story handelt von Groot, den Monsterkönig vom Planeten X! Er kommt auf die Erde um eine Kleinstadt zu unterjochen und sie anschließend zu seinem Planet mitnehmen. Wegen Forschungszwecken. Doch, wie würde sowas funktionieren? Eine ganze Stadt mitsamt Einwohner aus dem Boden reißen und
ins All transportieren? Das geht, natürlich. Denn Groot ist ein riesiges Baummonstrum, dass alles hölzerne absorbieren und somit immer größer werden kann. Außerdem kann es mit anderen Bäumen kommunizieren und eine riesige Baumarmee aufbauen. Klingt verrückt, ist es auch. Doch er hat auch einen würdigen Gegner: Der Wissenschaftler Leslie der ein effektives Mittel gegen Groot findet und sich von seiner Frau Alice nicht reinreden lässt. Sie ist nämlich fest davon überzeugt, dass er kein richtiger Mann sei. Was zur Hölle?

Typische over the top golden age action. Sehr viel Text auf wenigen Seiten. Grelle Bilder. Vieeeeele Ausrufezeichen!!! Und eine mehr als naive, unkomplizierte Story. So gefällt mir das. Und auch wenn die Story an sich echt geil ist, bin ich froh dass man Groot nicht dauerhaft zum Bösewicht werden ließ.

8/10 Pfandflaschen
Daunlaud für die ersten 101 ausgaben

Sonntag, 21. September 2014

Album der Woche, Folge 165: ...But Alive - Für uns nicht(1994)

Eine der wohl besten deutschsprachigen Punkbands der 90er Jahre.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich wo ich anfangen soll....Vielleicht bei der Tatsache dass ich als erstes "Kettcar" gehört habe, eine Band in welcher Marcus Wiebusch nach der Auflösung von ...But Alive den Gesangspart übernommen hat(und selbstverständlich auch nach seinem Ausstieg bei Rantanplan), bevor ich überhaupt von BA gehört habe. Äh, ich weiß nicht wie ich das richtig einschätzen soll, aber ich finde nicht wirklich dass Kettcar sich besonders viel "softer" als ...But Alive anhört. Es ist zwar wahr dass BA viel "härtere" und kritischere Themen und auch eine viel "rauere" Art von Musik gemacht haben, jedoch ist
Wiebuschs Stimme derartig markant, dass er in meiner Erinnerung als "der Typ von Kettcar" erhalten bleibt. Sie ist nämlich weder verstellt noch besonders rau oder schrill(wie bei so vielen deutschen punkbands). Im Gegenteil, sie hört sich eher so an als würde er sie auch im Alltag benutzen. Klar, deutlich und bestimmend.

Ebenso positiv aufgefallen sind mir die Texte als auch Wiebusch minimaler Hang zum Sprechgesang(wie z.B.: "Nur Idioten brauchen Führer"). Man setzt sich mit vielen Dingen auseinander: Tierversuche, Pseudopoliticalcorrectnes, Hang zum Dogmatismus in der linken Szene als auch der Pogrom in Rostock-Lichtenhagen. Dadurch dass die Texte nicht so parolentriefend sind, kann man die Band viel viel viel ernster nehmen und nicht bloß als "Deutschpunk" wahrnehmen sondern als "Musik mit klarer Botschaft".

Ich finde, dass "Nur Idioten brauchen Führer" einer der allerbesten deutschsprachigen Punksongs ist. Dieser direkte angepisste Text, dieser Sprechgesang, diese martialischen Drums und Gitarre. Alter Schwede. Krass. Richtig krass. "Sie war, sie ist, sie bleibt" verrät mir zwar nicht wirklich um was/wen es geht, jedoch ist der Text trotz seiner (meiner Meinung nach) Verschwommenheit verdammt schön. Ebenso ein Ohrwurmgarant.
Was außerdem ziemlich geil kommt: die Samples von "Das Leben des Brian".

Anspieltipps: "Sie war, sie ist, sie bleibt", "Grau", "Korrekt", "Nur Idioten brauchen Führer"
9/10 Pfandflaschen
Daunlaud


Geschichten, die keiner mag#39: Идите домой, водки нет!

Ich weiß, ich weiß. Ich hatte das Thema schon mal angeschnitten gehabt. Jedoch brennt es mir unter den Nägeln darüber etwas detaillierter zu schreiben. Das Thema kotzt mich dermaßen an, dass ich noch mehr kotzen könnte. Und mittlerweile ist es bis in meinen persönlichen Bereich vorgedrungen bzw. in mein Zuhause.
siehe * (quelle: censor.ua.net)

Es geht wie ihr vielleicht an der russischen Überschrift* erkennen könnt um den Ukraine-Konflikt. Mittlerweile kann man aber nicht mehr von einem Konflikt sondern von einem verd(r)eckten Krieg zwischen der Ukraine und Russland sprechen. Seien wir mal ehrlich, es gibt zahlreiche Berichte, Fotos von russischen Soldaten die über die Grenzen zwischen den beiden Staaten gekommen sind, mehrere Screenshots von Social-Media-Profilen bzw. Fotoalben als auch die Tatsache dass russische Soldaten, die in der Ukraine gestorben sind in ihrem Heimatland namenlos und heimlich beerdigt werden. Die Journalisten die solch eine Beerdigung filmen wollen, werden von aggressiven Jogginghosenträgern bedroht.

In einer vorherigen Ausgabe von "Geschichten die keiner mag" schrieb ich über Conchita Wurst bzw. ihr unfreiwilliges Verhältnis zu dem Ganzen. Damals schrieb ich noch verhältnismäßig neutral über kiewer Übergangsregierung die zum Teil aus ekligen Rechtspopulisten besteht und dem Widerstand der Rebellen dagegen in der Ostukraine. Auch betonte ich, dass diese laut Berichten ebenso wenig demokratisch seien. Viel öfter werden sie in den Medien nicht als "Rebellen" sondern als "Terroristen" von der ukrainischen Bevölkerung sogar als "Besatzer" bezeichnet. Mittlerweile finde ich dass es zurecht geschieht.

Theoretisch wäre ich am Anfang für diesen Widerstand gewesen. Es gab damals nämlich zahlreiche Übergriffe auf den russischsprachigen Teil der Bevölkerung, die Übergangsregierung bestand zum Teil aus rechten Vollpfosten. Zum Teil. Der Aufruf der selbsternannten Volksrepubliken(DNR, LNR...) klang am Anfang nach Föderalisierung. Die führenden Köpfe kamen aus der lokalen Bevölkerung. Bald wurden sie allerdings durch moskautreue Banditen ersetzt. Menschen die nicht im geringsten aus der Ukraine kamen sondern aus Moskau/St. Petersburg oder noch weiter weg. Die Ziele der Volksrepubliken wurden klarer: eine vollkommene Abspaltung von der Ukraine. Irgendwann schlossen sich die sogenannten "Volksrepubliken" zu einer gemeinsamen Föderation namens "Novorossia". Einer der führenden Köpfe dieser ist Pawel Gubarew(ehemaliges Mitglied der russischen Neo-Nazi-Organisation RNE) der in einer seiner Ansprachen angekündigt hat mit einem Panzer nach Kiew zu reisen und das Denkmal von Stepan Bandera abzureissen. Ergo doch nichts mit bloßer Abspaltung.

Das große Problem ist dabei folgendes: Die Leute die für die Separatisten partei ergreifen sind absolut blauäugig. Und das sind auf ganzer europäischer Linie Linke, Rechte und Friedensbewegte(vor allem in Deutschland). Man betrachtet diese nämlich als legitimen Widerstand gegen eine "Nato-US-Faschisten-Junta" die illegal die Macht an sich gerissen hat. Dummerweise ist dem nicht so. Nur weil ein großer Teil der Bevölkerung und der neuen Regierung kein Bock hat unter der Fuchtel Moskaus zu stehen(wie der Vorgängerpräsident) und dabei Unterstützung der EU/USA erfährt heißt es nicht, dass diese aus Faschisten besteht. Natürlich gibt es Probleme in der Ukraine, natürlich hat die Partei Swoboda als auch der Rechte Sektor während der Maidanrevolution einigermaßen viel Zuspruch erhalten(und trotzdem bei der Präsidentschaftswahl miserabel abgeschnitten). Natürlich gibt es in der Ukraine Rechte, Nazis, Nationalisten. Natürlich gibt es auch Russophobie, die mittlerweile verstärkt ist vor allem weil man Russland nicht mehr als Bruderland sieht sondern als Okkupanten. Und ja, es gibt Nazis in ukrainischen Freiwilligen-Batallions(z.B.: Asow, dass aus 300 Faschos besteht). Dies liegt aber daran, dass die Regierung jeden beschissenen Vollidioten als Freiwilligen nimmt, weil die ukrainische Armee in den letzten 23 Jahren nieeeemals eingesetzt wurde. Man zählt einfach auf jeden Pimpf der mitmacht.

Es ist bekannt, dass da Nazis mitmachen und ja es ist mehr als problematisch. Allerdings versucht die ukrainische Armee und die Battalione nicht fremde Länder einzunehmen, die Bevölkerung zu indoktrinieren und neue Republiken aufzubauen. Im Gegensatz zu den selbsternannten Volksrepubliken gibt es im Rest des Landes legitime demokratische Wahlen, niemand ernennt sich selbst zum Bürgermeister oder Präsidenten.

Ein anderer Punkt der mich stört ist: Während die ukrainische Regierung, ja sogar die Westukrainer an sich als Ukies, Ukrofaschisten, US-Nato-Junta-schießmichtotwas bezeichnet werden werden die Separatisten als Antifaschisten, Antiimperialisten, Kommunisten, Kämpfer für den Frieden gefeiert. Wenn ich mir das genauer angucke könnte ich eher kotzen als mich freuen. Ich sehe russische Nationalisten, Panslawisten, Monarchisten, russische Neonazis, Homophobe Arschlöcher, Sowjetunion-Nostalgiker, Stalinisten, Nationalbolschewisten und sonstiges ekelhaftes Gesocks dass sich einbildet "ihr Vaterland" zu verteidigen(wobei sie sich auf fremden Boden befinden) und dass den "Kampf gegen den Faschismus" führt. Fakt ist: Auf beiden Seiten kämpfen russische Nazis. Einige wenige Russen haben sich dem Battalion Asow angeschlossen, die RNE kämpft auf seiten der Separatisten. Dazu kommt noch Indoktrination und Propaganda durch russische Medien wie dem internationalen Kanal RT als auch durch deutsche Propagandisten wie Jürgen Elsässer oder Ken Jebsen. Oder dummdämlicher Seiten auf Facebook die mir weismachen wollen die ukrainische Bevölkerung würde sich über den Einmarsch freuen, weil sie sehnlichst auf die Befreiung durch die Russen warten.

Und jetzt übertragen wir mal das ganze auf Deutschland: Wie wäre es hier? Wenn es hier so eine Revolution gegen Merkel(oder so) gegeben hätte, würden auch hier Nazis auf die Straße gehen oder nicht? Würdet ihr euch freuen von irgendwelchen "Alternativmedien" allesamt als Faschisten bezeichnet zu werden? Was würdet ihr sagen wenn Angela Merkel um "Angriffe gegen Deutsche" zu unterbinden die Bundeswehr nach Mallorca schicken würde und es dann ein "Referendum" für ein Anschluss nach Deutschland gegeben hätte? Was wäre wenn irgendwelche Stalinisten die Volksrepubliken Sachsen und Thüringen gebildet hätten? Würde sich der Rest der BRD nicht dagegen wehren? Ist das so schwer verständlich? Jedes bekackte Land auf der Welt würde sich gegen bewaffneten Separatismus wehren. Wie ein richtiges, demokratisches Referendum ablaufen sollte, sieht man momentan am Beispiel Schottland. Doch anscheinend ist es einigen Akteuren in diesem Land scheißegal, hauptsache es geht gegen den Westen/NATO/USA, dabei ist es egal ob der Verbündete der letzte Stalinist und Reaktionärer ist, wie zum Beispiel Strelkow.

Die Separatisten sind keine Antifaschisten, sie befolgen ihre eigenen Interessen, die ukrainische Armee bzw. das ganze Land besteht nicht bloß aus Faschos. Scheißegal wie oft mir das irgendwelche bekackten russischen und russlandtreuen Medien eintrichtern wollen.

Was hat das ganze mir mir zu tun? Nun, meine beiden Eltern sind in verschiedenen Ländern des Warschauer Paktes aufgewachsen. Mein Vater ist Pole, meine Mama Russin. Letztere ist mir in letzter Zeit vermehrt durch verschiedene Pro-Putin-Aussagen auf die Nerven gegangen. Sie hat sogar meinen Vater aus Facebook gelöscht weil er ein Anti-Putin-Profilbild hatte. Ich versuchte dem Thema aus dem Weg zu gehen, doch irgendwann knallte es. Sie bezeichnete mich als "anscheinend nicht slawisch" und meinte wohl ich würde auf sie schießen wenn ich "dort" wäre. Das machte mich mehr als nur wütend und traurig. Man könnte sagen ich war fassungslos. Ich erzähl es nur damit ihr wisst was dieser Konflikt macht. Er spaltet Famlilien(es gibt Fälle bei welchen es noch schlimmer als bei uns war). Es ist zum Kotzen.

Mittlerweile soll ja eine Waffenruhe eingekehrt sein, jedoch weiß ich dass die Separatistenarschlöcher nicht ruhen werden und auf den Frieden scheißen.

*Bei dem Einmarsch sowjetischer(und anderer) Truppen in der Tschechoslowakei wurde ein Auto gesichtet auf welchem folgender Spruch geschrieben stand: "Идите домой, водки нет!"("Idite damoj, wodki net!")(dt. "Geht nach hause, hier gibts kein Vodka!")

Samstag, 20. September 2014

Jay-Zs 99 Probleme: #99

#99: Autobahnscheiße, Teil III

Die Person die mir die Tür aufgemacht hat trug eine Jogginghose. Drüber war eine Boxershort mit lauter kleinen Hamburgern und Pommes drauf als auch ein Patronengürtel. Auf dem T-Shirt fand ich nichts erkennbares. Der Mann trug eine Papiertüte über seinem Gesicht. Darauf war ein lachender Smiley abgebildet.

Ich: Ähm, "alter Freund"? Ich glaube nicht, dass wir einander bekannt wären.
Er: Naja, ich würde sagen schon. Schließlich schreibe ich seit beinahe vier Jahren über deine Abenteuer.
Ich: Äh,....ok...

Ich dachte das wäre einer von diesen harmlosen, jedoch ziemlich nervigen Spinnern, die mich anbeten würden. Der Typ hatte nämlich mehrere dutzenden Fotos von mir an den Wänden hängen. Unter anderem auch so fakes auf welchen ich leuten wie JFK oder Putin die Hand schüttel. Oder wo mein Gesicht tausendfach vervielfacht ist. Zu welchem Zweck auch immer.

Ich: Könnten Sie mir vielleicht helfen nach Hause zu kommen? Ich hab mich nämlich sowas von verfahren....ich äh...warum starren Sie mich so komisch an? Warum tragen Sie überhaupt diese Papiertüte überm Kopf?
Er: Warum liegt hier Stroh? Warum bläst du mir nicht einen?
Ich: Höhö. Höhöhöhöhöhö.
Er: Höhöhöhöhö. HÖhöhöhöhöhöhö.
Ich: HÖhöhöhöhöhöhöhöhöhöhöhöhöhö. So das reicht.
Er: höhöhööhöhöhöhöhöhöhöhöhöhöh.
Ich: Ja ist ja gut, höhöhöhöhöhöhöhöhöhöö.
Er: Höhöhöhöhöhöhöhöh.
Ich: GOTTVERDAMMT ES REICHT!!! WAS SOLLEN DIESE PHOTOS VON MIR? WER SIND SIE? WOHER KENNEN SIE MICH? WAS ZUM TEUFEL WIRD DAS?!

Ein Erinnerungsphoto haben wir doch noch gemacht.
Von meinem Geschrei wird das Kind immer gestresster und genervter. Es fängt an zu schreien. Na schöne Scheiße aber auch.

Er: Das war jetzt nicht nötig, oder?
Ich: Naja, nicht wirklich.
Er: Sehen Sie. Immer mit der Ruhe. Ich kenne Sie ausm Fernseher, vom Radio, ausm Internet. Herrgottverdammtnochmal, Sie sind doch Hova! Jay-Z! Shaun Carter! Der tighte Motherfucker!
Ich: Was?
Er: Ja eben und naja ich fand Sie schon immer interessant und eines Tages hab ich mir gedacht....Was sind denn überhaupt die 99 Probleme dieses Mannes? Was macht ihm aus? Was stört ihm? Worauf ist er allergisch? Kann er nachts nicht schlafen?
Ich: Ey, ich hatte in letzter Zeit tatsächlich solche Probleme.
Er: Ha, dann habe ich es tatsächlich geschafft!
Ich: Was meinen Sie? o.O
Er: Naja ich habe ihre Probleme vollkommen frei erfunden und sie haben sie tatsächlich durchlebt.
Ich: Hä?
Er: Okay, daran war auch das Internet beteiligt. Das war nicht ich alleine.
Ich: Ich versteh das immer noch nicht.
Er: Hallo?
Er fing an meiner Stirn zu klopfen.
Er: Alle ihre Probleme sind erfunden!!! Durch miiiiiiihiiich und das Interneeeeeet! Alles erfundeeeen! Ergo existieren Sie auch nicht wirklich sondern  nur in meiner Fantasie.
Ich: Wie soll das denn gehen? Ich stehe doch hier.
Er: Heißt doch nichts, vllt. sind Sie auch grade in meiner Phantasie? Oder wollen sie etwa nach Phantasialand, Neverland, Matrix? Ist alles hier umme Ecke.
Ich: Erklärt einiges.
Er: Jopp. Und jetzt müssen Sie leider raus. Ich muss noch an meinem Blog rumwerkeln, bin schon wieder spät dran.
Ich: Äh aber, wie komm ich jetzt nach hause?
Er: Ist doch nicht mein Problem, und jetzt rahaauuus
Ich: Aber aber aber
Er: Nix aber, ich hab zu tun. Tüdelü!

Ach Scheiße, und wie kommen wir jetzt heim?!

Film der Woche#164: South Park: der Film - größer, länger, ungeschnitten(1999)

"Hör zu, wir haben ne schlechte Nachricht für dich. Wir haben dein Herz mit einer heißen Kartoffel verwechselt. Du hast noch 3 Sekunden zu leben."

Aus der Reihe "Filme, die Stricher in der Kindheit erheblich beeinflusst haben". Teil 443562798465927

Irgendwann im Jahr 2000: Ich war 9 Jahre alt und wollte diesen Film unbedingt sehen. Mein Vater hat mir versprochen mich mitzunehmen, denn die Vorstellung war erst ab 16 Jahren. Als er mich bei meiner Oma abgeholt hat und gemeint hat, wir würden ins kino gehen fragte sie ihn: "Welchen Film denn?" Er antwortete darauf: "Äh....äh.IRGENDEINEN FILM HALT! WIR MÜSSEN LOS!!!"

Was ich danach sah, war einfach unglaublich. So viel Gewalt, Sex(und Sexwitze) und lauter absurder Humor und Explosionen waren vielleicht etwas zuviel für mein kleines 9jähriges Gehirn. Aber ich fands geil! Doch scheiß drauf, worum gehts eigentlich?

"South Park" kennen die meisten ja, deswegen spar ich mir die Vorstellung. In dem kleinen titelgebenden Städchen in Colorado, USA wohnen die vier Freunde Stan, Kyle, Eric und Kenny. Gemeinsam schaffen sie es ins Kino auf eine Vorstellung für Erwachsene. Der erste Film ihrer Helden, den beiden kanadischen Comedians Terrence und Philipp, namens "Asses of Fire" läuft nämlich. Dieser glänzt mit sinnlosen Furzwitzen und fehlender Handlung. Die vier Jungs übernehmen nach und nach das Fäkalvokabular des Streifens. Doch nachdem Kenny(der in jeder South-Park-Folge stirbt) seinen Furz anzündet und daraufhin verbrennt, wird es eng. Kyles Mutter, Sheila Brovlovski gründet ein Kommitee namens "Mothers Against Canada". Alles eskaliert. Keiner ahnt was für ein wahrhaft teuflischer Plan dahinter steckt.

Eine bitterböse Satire auf die Verteufeulung der Medien hinsichtlich Gewalt unter Jugendlichen. Außerdem ne geniale Parodie auf Disney-Filme der 90ger Jahre. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Songs viel besser auf Englisch rüberkommt. Kommt vielleicht daher, dass ich den Soundtrack beinahe auswendig kann. Außerdem sind hier soviele kluge als auch megadämliche Gags. So viel Unfug aber auch richtig gute Satire. Gehört nicht ohne Grund zu meinen Lieblingsfilmen.

9/10 Pfandflaschen
Film
Review des Soundtracks
Trailer:

Freitag, 19. September 2014

Ohrwurm der Woche#80


Crazy Town - Darkside von mistercrazy

eigentlich kein ganzer Ohrwurm, habe eher das im Kopf was diese unverständliche Stimme da sagt.

Montag, 15. September 2014

Comic Book Review#163: Die komplette Maus(2013)

Erstmals ist dieses Sammelband 2008 erschienen, ich habe jedoch die 8. Auflage geschenkt bekommen(danke schön nochmal an dieser Stelle!), die letztes Jahr raus kam. Die originalerscheinungsjahre der Miniserie waren 1973-1991.

"Maus" besteht aus zwei Teilen und es geht um den Holocaust. Beziehungsweise um Erlebnisse von Wladek Spiegelman - dem Vater von Autor Art Spiegelman - während der Zeit des 2. WK, als auch um den Umgang des Autors mit seinem Vater.

Der Comic funktioniert wie eine Fabel. Das heißt, dass anthropomorphe Tiere
die Rolle der Menschen in der Geschichte übernehmen. Dabei sind Juden Mäuse, Deutsche sind Katzen, Engländer sind Fische, Schweden sind Rehe und die Polen werden als Schweine dargestellt, was zu Verbrennungen des Buches in Polen geführt hat.

Der erste Teil "Mein Vater kotzt Geschichte aus" beginnt damit dass Art seinen Vater Wladek und dessen Frau Mala besucht. Er will nämlich einen Comic über das Leben seines Vaters während des Nationalsozialismus zeichnen und braucht dafür jede Menge Infos. Also "kotzt" Wladek Geschichte und erzählt seinem Sohn über seine Anfänge als junger Unternehmer in Polen, wie er Arts Mutter Anja kennengelernt hat und wie er die Judenverfolgung in Polen überlebt hat. Der zweite Teil "Und hier begann mein Unglück" erzählt von Wladeks Ankunft im KZ Auschwitz, seinen Überlebensstrategien dort als auch von der Befreiung durch die U.S.-Allierten. Bis zu Wladek und Anjas Ausreise in die USA ist alles dabei.

Während der Lektüre lernt man die beiden Spiegelmans näher kennen. Wladek ist dank seiner Vergangenheit ein verbitterter, geiziger alter Mann geworden. Der Suizid seiner Frau Anja lässt ihm immer noch nicht los. Währenddessen ist Art ein ambitionierter junger Künstler der von der griesgrämigen Art seines Vater mehr als genervt ist. Im Laufe seiner Recherchen verbessert sich das schwierige Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater u.a. auch weil er erfährt was ihn so miesepetrig werden ließ.

Ich mag sowohl die (wortwörtlich) fabelhaften Zeichnungen als auch die verschiedenen sprachlichen Stilmittel die eingesetzt werden. In seinen Flashbacks spricht Wladek nämlich perfektes Deutsch, während er mit seinem Sohn spricht jedoch mit starken polnischen Akzent und grammatikalischen Fehlern. Klingt seltsam, erschließt sich beim Lesen der Lektüre jedoch als ganz logisch. Eigentlich ist "Maus" nicht nur die Geschichte über dem Holocaust sondern viel eher die Story eines Sohnes der versucht mehr über das Leben seines Vaters zu erfahren.

9/10 Pfandflaschen

Sonntag, 14. September 2014

Jay-Zs 99 Probleme: #98

#98: Autobahnscheiße, Teil 2

Und weiter gehts. Wir fahren mit dem Auto weiter durch den Wald. Es wird immer seltsamer. In der Ferne hab ich eine Wiese gesehen auf welcher sich mehrere kleine verschiedenfarbige Ponys geweidet haben. Hm, seltsam. Auf einmal ist es nicht mehr so dunkel. Dabei dachte ich dass wir mitten im Wald sind. Irgendwas liegt in der Luft. Ich fühle mich als hätte ich wieder Drogen genommen. Dabei bin ich schon lange clean. Ich hätte diese Autobahnausfahrt nicht nehmen sollen. Außerdem ist dieses alte Auto was uns schon seit geschlagenen 5 Minuten hinterherfährt mehr als merkwürdig. Wer fährt schon in einem Smart durch den Wald? Das ist doch gar kein Auto. Oha. Da ist ein Schild. Es sagt aus: "Wunderland 50 km", "Mittelerde 238 km", "Matrix 1000000 km".

Was zum Fick? Kilometer? Ich bin doch nicht in Kanada? Oder doch? Hä. Hähä. Dann bin ich wohl nicht mehr in den good ol' USA. Hmm, naja ich glaube aber wenn ich irgendwie noch paar Meilen weiter fahre und irgendwo rechts abbiege komme ich wieder auf den Highway und dann nach hause.

...

Geirrt. Mehr als geirrt. Es ist ne Landstraße. Und da steht n Häuschen. Welcher bekloppte hat sein Haus wie das von der Hexe aus Hänsel und Gretel gestalten lassen? Pah. Nagut, vllt. kann der Mensch mir etwas weiter helfe. Also Kind unterm Arm gepackt und los gehts.

Ich klopfe.

Klopf klopf.

Die Tür geht auf.

"Ja, hallooooo mein alter Freund! Auf dich habe ich schon lange gewartet!"

Mein Entsetzen war in meinem Gesicht sehr gut zu sehen. Ich habe nämlich etwas gesehen, was ich bis dato noch nie gesehen habe. Eine mehr als seltsame Gestalt hat mir die Tür aufgemacht.


Album der Woche, Folge 164: Hüsker Dü - Zen Arcade(1984)





  "A broken home, a broken heart

When the two of them will have to part

It's a broken home, a broken heart

Now you know just how it feels
To have to cry yourself to sleep at night"

Bock sich gut mies zu fühlen?

"Zen Arcade" ist das zweite Album von Hüsker Dü und gleichzeitig ein Konzeptalbum. Es erzählt die Story eines Ausreißerjungen der nach seiner Flucht eine Welt kennenlernt die noch beschissener ist als sein Zuhause. Auf musikalischer Ebene schafft es die Geschichte ganz gut wiederzugeben. Es ist vielfältig und lässt sich nicht bloß in die Schranken des Hardcore Punk weisen(Hüsker Dü waren auf dem berühmten Plattenlabel SST). Die Gitarren hören sich übelst verzerrt an. Ungefähr so wie sie später auch bei Dinosaur Jr. zu hören waren, nur nicht so schnell. Ziemlich chaotisch. Und anderen Bands des Genres damals weit voraus. Hüsker Dü mischten Punk mit Piano(die Interludes) und psychedelischen Sounds und anderen Klängen. Würde allerdings manchmal besser ohne "Gesang" klingen(der Song "Hare Krishna" ist ziemlich nervig). Allerdings bleibt es stellenweise doch ziemlich punkig und aggressiv.

Bob Moulds Gesang verleiht dem ganzen eine eigene Note. Klar, ist er wie so oft bei Punkbands aggressiv aber in einigen Songs auch wieder psychotisch("Pride"), andererseits auch total lieblich und melancholisch, andererseits wiederum klingt es wie unverständliches Gemurmel. Klingt leicht durcheinander, ich weiß. Aber das ist es ja. Diese Band wollte ihre Grenzen sprengen und hat gleichzeitig quasi eine Jamsession in ein Album verwandelt - hört sich zumindest für mich so an.

Eine brachiale Explosion von verschiedenen Einflüssen. Hörenswert.

9/10 Pfandflaschen


Anspieltipps: "Something I Learned Today", "Never Talking To You Again", "Broken Home, Broken Heart", "Indecision Time", "Pink turns into blue", "I'll Never Forget You", "Turn on the news"


Playlist

Freitag, 12. September 2014

Film der Woche#163: Guardians of the Galaxy(2014)

Oh mein Gott, das hat sich sowas von gelohnt! Definitiv. Lange nicht mehr im Kino gewesen. Nach so einem fetten(!) Film hatte ich beinahe pipi in der Hose. Aber nur beinahe, musste mittendrin nämlcih aufs Klo rennen. D:

26 Jahre nachdem Peter Quills(Chris Pratt) Mutter an Krebs starb und er von der außerirdischen Oulaw-Gruppe namens Ravagers entführt wurde: Der nun erwachsene Peter nennt sich Star Lord(, der legendäre Outlaw) und klaut, stibitzt und stiehlt Sachen im ganzen Universum. Diesmal geht er aber zu weit: Er stiehlt eine Metallkugel(sog. "Orb") aus einer verlassenen Stadt. Damit ruft er Korath(Djimon Hounsou) und seine Männer auf dem Plan. Diese arbeiten für Ronan(den Ankläger)(Lee Pace) einen fanatischen Vertreter des Volkes Kree und entschiedenen Gegner des Planeten Xandar. Dieser ist kurz darauf sehr über den Diebstahl erbost. Ebenso der Anführer der Ravagers, Yondu(Michael Rooker). Dieser ist wiederum sauer, weil Peter den Erlös für den Orb für sich selbst einheimsen wollte und setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Außerdem schickt Ronan Gamora(Zoe Saldana), die Tochter des Titanen Thanos um den Orb zurückzuholen. Eine weitere Partie: Rocket Raccoon(Bradley Cooper) und sein Kumpane Groot(Vin Diesel) die den Kopfgeldauftrag für sich entdecken. Was wird passieren? WIe werden einige der genialsten Helden des Marvel-Universums zusammenkommen? Wer ist Drax der Zerstörer(Dave Bautista)?

Klingt nach abgefahrener megakomplizierten Scheiße? Naja je nachdem wie mans sieht. Es ist, finde ich, nerviger es eins nach dem anderen zu erklären. Es ist besser man schaut sich den Film an. Dieser ist nämlich ein Selbstläufer, sprich er erklärt sich beinahe selber. Es gibt nichts was man irgendwie hinterfragen muss. Falls ich irgendwelche Logikfehler versäumt habe, so teilt es mir bitte mit. Die Charaktere in Guardians of the Galaxy sind zum Großteil n Haufen Halunken und Arschlöcher(aber keine Sackgesichter). Und genau das, plus der asi-humor macht sie noch sympathischer als andere Helden aus dem "Marvel Cinematic Universe".

Meine Favoriten waren definitiv Rocket und Groot. Ich denke, dass Rocket irgendwann wert ist unter meine Haut zu kommen.

Darüber hinaus möchte ich empfehlen: Zieht euch den Film rein. Zieht euch die Comics rein(die "Guardians of the Galaxy" kommen momentan auch als Bänder auf Deutsch rein). Und verdammt noch mal zieht euch Marvel Comics über den Weltraum rein, diese bieten nämlich noch viel mehr als die herkömmlichen Superheldensachen. Jottverdammich, hatte ich Spaß! Und ihr werdet auch Spaß haben! Geht ins Kino! :3

PS: Bald kommt noch einiges in der Comic-Section hier bzgl. Rocket und Goot.
PPS: Der Soundtrack ist der Hammer!
10/10 Pfandflaschen
Trailer:

Dienstag, 9. September 2014

Comic Book Review#162: Schnulziges Liebes-Double-Feature!

Dieser Beitrag ist ganz alleine Frau Otterich gewidmet. Wir sind nämlich seit heute(oder gestern? je nachdem wie man es zählt) exakt zwei Jahre zusammen. Egal ob irgendwer das gut oder schlecht findet, aber ein persönlicher Eintrag unter beinahe 800(?) muss sein. Ich finde es nämlich außerordentlich schön diese Person um mich zu haben :3
Deshalb geht es in diesem Double-Feature um Liebe und Beziehungen! :D

1. Henry and Glenn Forever One Shot(2010)

Ich nehme übrigens nur an, dass es n One Shot ist. Gibt nämlich keine Anzeichen dafür dass es die erste Ausgabe einer fortführenden Serie ist(die es später übrigens wirklich gab/gibt).

Man kennt sie, wenn man schon mal irgendwie mit Punkrock in Verbindung kam. Glenn Danzig(Sänger von Misfits, Samhain und Danzig, Gründer vom Verotik Verlag) und Henry Rollins(Sänger von S.O.A, Black Flag und Rollins Band; Schauspieler, Buchautor, Comedian und leider hin und wieder n dummes Arschloch). Zu der Blühzeit von Misfits/Samhain und Black Flag bzw. der US-Hardcore-Szene waren die beiden ziemlich gute Kumpels. Sind sie heutzutage glaub ich immer noch. Doch in diesem Comic ist alles etwas anders....

Henry und Glenn sind mehr als nur Freunde. Sie sind die Ernie und Bert des Hardcore. Schwul und glücklich. Daryl und John sind ihre Nachbarn. Und Satanisten. Das ist alles was ihr wissen müsst.

Es gibt keine zusammenhängende Story, sondern nur einzelne Panels. Dabei verwendet man immer wieder Zitate aus Misfits oder Black Flag Songs. Glenn fragt Henry ob die Latexhose seinen Arsch fett aussehen lässt. Glenn treibt ab und meint zu Henry "I've got something to say"("I've killed your baby today, and it doesn't matter much to me, as long as it's dead. Sweet lovely death, I'm waiting for your breath, come sweet death, one last caress" - aus "Last Caress"). Henry braucht nichts außer einen Sixpack. Henry und Glenn machen TV Party. Glenn fragt Henry ob er heute nacht rausgehen und töten darf, dabei verkleidet wie Norman Bates....

Es ist alles so strange und obskur, jedoch gleichzeitig so furchtbar süß. Es kommen viele verschiedene Zeichnungsstile vor. Am meisten gefällt mir jedoch der disneyeske Stil. Hab nur leider nicht aufm Schirm wer dafür genau verantwortlich ist. Rausgekommen ist das ganze bei Igloo Tornado bzw. Cantankerous Titles. Achja nen Cartoon gibts auch. Und das ganze kann man auch sich bestellen und so.



9/10 Pfandflaschen

2. Will you still love me if I wet the bed?(dritte Auflage, 2014)

Diesen Comic widmete die Autorin Liz Prince ihrem langjährigen Freund Kevin.

Hier beutet sie sprichwörtlich ihre Beziehung aus und stellt sie der Öffentlichkeit vor. Mithilfe von stark vereinfachten Kugelschreiberzeichnungen erzählt sie verschiedene Situationen aus ihrem Verhältnis die für den Leser eventuell obskur und seltsam erscheinen.

So kriegt Kevin bei der Akupunktur einen Ständer weil er an Liz' Titten denkt. Er bietet ihr an ihre Hände unter seinen Achseln zu wärmen. Kevin umarmt Liz während sie pinkelt um alles aus ihr rauszupressen....

Heiliger Jesus, ist das seltsam. Aber irgendwie süß. Richtig süß. Aber auch abgefuckt. Ordentlich abgefuckt. Aber genau deswegen mag ichs auch. Und weil es mich hin und wieder an mich und Frau Otterich erinnert. Aber nicht immer.

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 7. September 2014

Jay-Zs 99 Probleme: #97

#97: Autobahnenscheiße

Neulich auf dem Highway. Stau. Es bewegt sich nichts. Kind auf dem Vordersitz.
Plötzlich wachen alle Verkehrsteilnehmer auf und man bewegt sich weiter. Hinter mir versucht ein ekelhafter drängender LKW-Fahrer sich zu behaupten. Er hupt, gestikuliert irgendwas unverständliches ausm Fenster. Ich check nichts weil ich keine Gebärdensprache verstehe. Warum fahren gehörlose Menschen überhaupt Auto? Das ist doch saugefährlich?

Egal, ich lass ihn vorbeifahren. Hat er sowieso nichts von. Mhhh. Ich haber auch nicht. Hm. Ich glaube ich brauche irgendeine ausfahrt. Oh, noch die paar Meter schleppen, dann gehts weiter.

Wir fahren also in die Ausfahrt. Plötzlich verändert sich der Weg aber und es tauchen immer mehr Bäume auf. Wir fahren im Wald. Wo zur Hölle sind wir? Scheiße. Aber nicht laut aussprechen sonst lernt das Kind noch böse Schimpfwörter. Hmmm, scheint mir eigentlich beinahe aussichtslos zu sein, die Situation. Es gibt kaum Platz zum wenden, ich kann eigentlich nur weiter gerade aus.

aufeinmal steht´n typ aufe straße alter, ich quietschende reifen , bremse, und dann der typ kommt so kokommt so an unser fenster ,er so :“ rechts oder links , einer muss dran glauben “, auf einmal „schnack“ geht so´n schnackmesser auf alter, ich so aahhhhhhhhh, ich so am liebsten keinen , weil ich dachte der meint das kind oder mich weil wir vorne saßen, er so :“ rechts oder links , ein muss ich dir aufschlitzen ,ein muss ich dir aufschlitzen,aber dabei meinte der typ die autoreifen ne ,auf einmal kam so von hinten ne frau und ein kind , das war wohl seine frau und sein kind irgendwie, und er das schnackmesser so weg , frau und kins gehn so an unser auto vorbei, die typen also frau und kind warn vorbei alter, er so zack schnackmesser wieder raus :“ komm ein mus ich dir aufschlitzen , rechts oder links ??? Ja brocke dann die karre angemacht, gas gegeben ja und dann warn wa weg !!

Freitag, 5. September 2014

Album der Woche, Folge 163: MIA - Murder In A Foreign Place(1984)

Ein Glück gibt es List-Challenges im Internet, sonst wäre ich niemals auf diese Band gekommen. Und nein, werte Leser es sind nicht "MIA." oder "M.I.A.", es sind MIA. Der Name ist ein Akronym für "Missing in Action", welches ein offizieller Status für vermisste Soldaten ist.

MIA kamen wie so viele melodische 80ies HC Bands aus Orange County, Kalifornien - ihre Ursprünge liegen jedoch in Las Vegas. Soundtechnisch erinnern sie mich an Articles of Faith als auch The Replacements. Ich mag nämlich diese Kombination aus stellenweise thrashigen bzw. typisch hardcoreesken Klängen(nicht immer) und einen Gesang, der wenn man kein Englisch versteht nicht besonders aggressiv erscheint. Dabei singt Mike Conley über nicht allzuschöne Dinge.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass außer typischen hardcore punk songs auch einige dabei sind die ziemlich rocknrollig bzw. lounge-mäßig ausfallen. Zum Beispiel das groteste Titellied, mit diesem wundreschönen ironischen Text oder "Las Vegas". Bei "There is no love" wirds am Anfang sogar etwas Deathrockmäßig. Etwas.

Ein aus meiner Sicht ziemlich abwechslungsreiches Album. Schade, dass ich die Band vorher nicht gekannt hab. Schade, dass ich sie nicht gesehen hab. Schade, dass ich keine Musik von ihnen besitze.
Schade, dass Mike Conley(voc) tot ist. :(
Anspieltipps: "Murder in a foreign place", "Boredom is the reason", "Las Vegas", "Small Man in a big world", "Reality is killing me"
Youtube
9/10 Pfandflaschen