Sonntag, 31. Juli 2016

Rezept des Monats: Juli'16

Aaaalso, Kinnas. Ich musste diese Woche wirklich sieben Einträge in sieben Tagen quetschen. Es war nicht ganz einfach, weil ich immer weniger Zeit hatte. Spontan habe ich letzte Woche beschlossen, dieses geniale Rezept umzusetzen. Es war, auch wenn ihrs sowieso nicht glaubt, super lecker
junge nicht mal gute fotos kannst du machen was los mit dir ey
gewesen und ich werde es irgendwann 100% wieder machen. ABER: Und das kennt ihr von mir auch, ist es trotzdem superhässlich geworden und die Photos sind mehr als beschissen. Fun Fact: Ich habe grade im Moment meinen Kabel für die Kamera nicht da, deshalb erscheint der Eintrag erst kurz vor Mitternacht/23 Uhr/evtl. sogar schon im August. Doof. Aber was solls.

Tacosalat

(Vielen Dank an Pivo-Ivo und Ms. Axiom für die Idee bzw. für die Rezeptweitergabe)

Zutaten:
1 Tüte Tortillachips
1 Glas Salsasauce
3 Rispentomaten
1 Eisbergsalat
2 Packungen Hafercuisine
1 Glas Gurken
1 kleine Dose Mais
1 Dose Kidneybohnen
1 veganer Reibekäse
1 Portion Dummheit um das ordentlich zu verkacken

Zubereitung:
Eisbergsalat klein schneiden und in eine Schüssel tun. Tomaten klein schneiden und als zweite Schicht oben drauf legen. Mais als dritte Schicht. Die von euch geschnittenen Gurken als vierte. Kidneybohnen als fünfte. Eigentlich ist es sowieso völlig banane, ich will nur irgendwie professionell wirken. Dabei kann ich gar nichts. Als nächstes machen wir eine Sour Creme. Aber ich habe üüüüberhaupt keine Ahnung wie man so was macht. Ehrlich nicht. Scheiße. Was mach ich jetzt. Ich habe einfach die zwei Packungen Hafercuisine (oder sojacuisine, mir doch egal) mit Gewürzen (wie Knoblauchsalz, Kräutersalz, Öl) vermengt und in der Mikrowelle warm gemacht. Und mit ein Bisschen Verdickungsmittel wie Mehl. Damit das nicht allzu flüssig wird. Hat aber nicht geklappt. Aber egal. Jedenfalls kommt das Gelump oben drauf. Darauf dann die Salsasauce und dann schließlich auch die Tortillachips. Nicht alle! Um Gottes Willen. Ihr könnt sie zerbröseln oder auch ganz lassen. Dieses ganze Schichtensystem war sowieso für n Arsch, weil ich das ganze danach eh miteinander vermischt hab. Es war unglaublich lecker, aber mir gehts jetzt schlecht. Ich habe nämlich gefühlte 2 Kilo Salat gegessen. Holy shit.


Film der Woche#254: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 7

Okay. Wir befinden uns Ender der 50er/Anfang der 60er Jahr. Die Filme fangen langsam an richtig richtig gruselig zu werden. Am Ende dieser Ausgabe gesellt sich sogar der Großmeister Hitchcock dazu.

25. The Tingler (1959)

"Schrei wenn der Tingler kommt" heißt diese Schöpfung also in Deutschland. Hihi.

Im Grunde genommen gleicht die Handlung der eines 50s-Trash-Horrormovies. Sie ist schnell erzählt und meiner Meinung nach nur durch dramaturgischen Fortschritt ist dieser Film länger als eine Stunde. Die Hauptfigur der Story ist der Pathologe Dr. Warren Chapin (Vincent Price), der herausgefunden hat dass im Rückgrat eines jeden Menschen eine langustenähnliche Kreatur wohnt
die sich von dessen Angst ernährt. Dabei wächst sie immer mehr, wenn der Mensch bei einem
Angstzustand nicht anfängt zu schreien. Während der Autopsie der Leiche einer taubstummen Frau befreit er ein solches Wesen, was mittlerweile über 30 cm groß ist, und leider auch bald entkommen kann.

Die Story ist cool und ziemlich außergewöhnlich, weil ich eher etwas supertrashiges erwartet habe a lá "Krabbenwesen aus dem Weltall" oder so. Sicher sind die Spezialeffekte gar nicht mal so gut. Der "Tingler", wie die Kreatur genannt wird, wird offensichtlich von einem Puppenmeister bedient. Jedoch schafft der Film eine wunderbar beklemmende Atmosphäre, man merkt dass die Opfer von der Angst regelrecht überwältigt werden u.a. weil sie taubstumm sind. Geht unter die Haut.

8/10 Pfandflaschen
Film (Englisch)
Trailer:


26. Eyes Without A Face (1960)

Aka "Les Yeux sans visage" aka "Augen ohne Gesicht" aka "Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff".
Französisch-Italienische Koproduktion. Habe ihn mir auf Youtube auf französisch mit englischen Untertiteln angeguckt.

Wie der Titel schon (nicht) suggeriert geht es um folgendes: Gesichtstransplantation! Dr. Génessier (Pierre Brasseur) verschuldete sich an einem schweren Autounfall - seine Tochter Christiane (Édith Scob) verlor dabei ihr Gesicht. Für die Öffentlichkeit gilt sie allerdings als tot. Insgeheim aber
versucht Génessier den Fehler wieder gut zu machen und ihr das Gesicht wiederherzustellen. Um ihr selbst ihren Anblick zu ersparen, quartiert er Christiane in einem Haus ohne Spiegel ein. Doch damit wäre die Prozedur nicht erledigt, ein neues Gesicht muss ja schließlich her. Deswegen kidnappt er eine junge Frau um ihr das Gesicht abzuschneiden und Christiane zu transplantieren.

Das ist ein guter Horrorfilm. Ich habe wirklich sehr geekelt. Man hat nämlich anstelle von durchgeknallten Psychos mit Messern oder irgendwelchen Monstern einfach nur eine einzige schockierende Szene: Die eigentliche Gesichttransplantation - Einer bewusstlosen Frau werden erst ie Umrisse im Gesicht gezeichnet und anschließend das besagte Gesicht rausgeschnitten. Einfach so. Der Rest ist einfach französisch. Diese alten Renault-Modelle. :3

8/10 Pfandflaschen
Film (fronsösisch mit die englische untertitél)
Trailer:


27. Peeping Tom (1960)

Epic.

"Peeping Tom" (nach dem Mike Patton sein Musikprojekt benannt hat) erzählt die Story des Kameramanns Mark Lewis (Karlheinz Böhm). Dieser ist ein eher unscheinbar Mensch der in einem Filmstudio arbeitet und einfach nur seinen Job macht. Doch niemand weiß, dass er kleines Kind das Opfer von kranken Experimenten seines Vaters wurde. Dieser erschreckte ihn oft beinahe zu Tode und nahm die Reaktionen auf Band auf. Wegen dieses Traumas ist Mark äußerst voyeuristisch
veranlagt und geht nachts auf die Jagd. Er tötet Frauen, meistens Prostituierte und nimmt sie dabei mit der Kamera auf um ihren Todesblick auf Band zu haben.

Sehr interessantes Werk - man hat anstelle ein großes Mysterium um den Mörder zu machen, sofort preisgegeben wer der Täter ist. Anstelle sich das zu fragen, fragt sich der Zuschauer warum der Mensch das überhaupt tut. Warum will er die Menschen leiden sehen, wieso ist er so geil darauf? Der Film sorgte seinerzeit für Kontroversen. Die Karriere Karlheinz Böhms (der vorher den Traumprinzen in "Sissi" spielte) ging en Bach runter. Heutzutage gilt er als Klassiker und das vollkommen zurecht. Ich finde es gut, wie man den Zuschauer nahelegtsich mit Schaulust und irgendwelchen Neurosen auseinanderzusetzen. Beeindruckend. Großartiger Soundtrack übrigens!

8/10 Pfandflaschen
Film (Englisch)
Trailer:


28. Psycho (1960)

Basierend auf dem Roman von Robert Bloch, der sich vom Fall des Frauenmörders Edward Gein (siehe aus Texas Chainsaw Massacre) inspirieren ließ.

Marion Crane (Janet Leigh) die in Phoenix als Sekretärin arbeitet will endlich ihren Freund Sam Loomis (John Gavin) heiraten, mit den sie sich immer heimlich in schmierigen Hotels trifft. Dieser fühlt sich aber noch nicht genug finanziell abgesichert. Als ihr von ihrem Arbeitgeber beauftragt wird 40.000$ für einen Kunden zur Bank zu bringen, beschließt sie das Geld zu unterschlagen und abzuhauen. Vielleicht klappt es ja dann bald mit der Heirat. Unterwegs steigt sie in einem Billig-Hotel dass von Norman Bates (Anthony Perkins) betrieben wird. Der junge Mann scheint heftigst an seiner Mutter zu hängen, die äußerst autoritär zu sein scheint und auch etwas dagegen hat, dass plötzlich eine junge Frau im Hotel absteigt. Noch in der selben Nacht wird Marion umgebracht. Kurze Zeit später schickt Marions Arbeitgeber einen Privatdetektiv los, auch ihre Schwester Lila (Vera Miles) macht sich mit Sam auf die Suche.

Was geschieht hier wirklich? Wer ist der "Psycho" hier? Warum wird eine der damals gefragtesten Schauspielerinnen Hollywoods, Janet Leigh, nach knapp der Hälfte des Films umgebracht? Hitchcock hat es geschafft seine Zuschauer zu schockieren und zu verwirren. Anfangs hat man nämlich den Eindruck die Story um Marion Crane sei irgendwie von besonderer Wichtigkeit. Alles deutet daraufhin, auch ihre Gewissensbisse wegen des gestohlenen Geldes. Aber das ist alles falsch, es dreht sich eigentlich nichts um sie. Die Hauptfigur des Filmes ist Norman Bates. Was genau alles los, das möchte ich nicht wirklich verraten, sonst spoilere ich euch richtig häßlich und das möchten wir ja nicht. Top!

9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:

Freitag, 29. Juli 2016

Album der Woche#257: The Cure - The Head On The Door (1985)

Der 80ies Monat geht leider leider zu Ende und ich bin mir noch gar nicht sicher was ich nächsten Monat für ein Thema bringen soll. Das letzte "Album der Woche" ist nun also "The Head On The Door" von The Cure. Es ist das sechste Album der Band und es war superschwierig ein definitives Album rauszupicken was ich auf jeden Fall reviewen wollte. Ich kenne nämlich verdammt viele Songs von Cure, habe aber nie ein ganzes Album besessen und war dementsprechend auch unsicher, welches ich nehmen soll. Auf "Disintegration" ist zwar Lullaby drauf, aber es passte mir vom Klang her nicht wirklich. Auf diversen anderen waren zwar Songs wie "Friday I'm In Love" oder "Lovecats", aber entweder waren diese Alben nicht aus den 80ern oder sie gefielen mir nicht ganz so gut wie.....eben "The Head On The Door", welches mit dem grandiosen "Inbetween Days" anfängt.

"The Head On The Door" ist ein waschechtes Popalbum. Nicht weil es nach Bubblegum und Seifenblasen riecht sondern weil es verschiedene Stile bedient, jeder Song anders klingt und eine hohe Dichte an Instrumenten eingesetzt wird. Ich mein, für eine Band wie The Cure die als eine der Ikonen in Sachen Gothic Rock gelten, ist es meiner Ansicht nach sehr ungewohnt, dass Saxophon eingesetzt wird. Aber sie waren eben sehr experimentierfreudig. Dieses Album kommt übrigens lirze zeit nach der düsteren Trilogie bestehend aus "Seventeen Seconds", "Faith" und "Pornography" und ist meiner Meinung nach ein ziemliches Gegengewicht dazu. Cure können nämlich sowohl sehr düster und traurig als auch ziemlich poppig erscheinen. Sie konnten es sowohl hier als auch auf vorherigen Alben auch, jedoch hier klingen sie auch orientalisch und nach Flamenco. "The Baby Scream" klingt sogar ziemlich elektronisch. Wonach "Close To Me" klingen soll, weiß ich nicht....es ist aber sehr minimalistisch gehalten und wurde, soweit ich mich recht entsinnen kann, tausendmal als Hintergrundmusik verwurstet.

Ich mag das Album aufgrund seiner Diversität. Weil jeder Song anders klingt. Weil Robert Smith klingt als würde er leiden, egal ob er über positive oder negative Sachen singt. Cure waren schon immer ein Teil meines Lebenssoundtracks. Egal ob in guten oder schlechten Zeiten. Oder in schwierigen Zeiten, wie diesen.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Close To Me, In Between Days, A Night Like This, Push, Screw


Donnerstag, 28. Juli 2016

Comics Monthly#31

Dieser Monat bietet uns Comics außerhalb des "regulären" Mainstreamspektrums a lá Marvel/DC. Diesmal geht es um Verlage die nicht allzu sehr in den Medien präsent sind, nämlich: Black Mask (die u.a. für die Liberator Comics verantwortlich sind), Image Comics, IDW als auch Dark Horse.

4 Kids Walk Into A Bank#2

Wurde mir letztens bei meiner monatlichen Lieferung mitgeschickt. Gratis. Da ich von Black Mask Studios bereits die Liberator-Hefte kenne, dachte ich mir eigentlich dass es doch gar nicht mal schlecht sein kann. Das Cover mutete mir an, es wäre eine weitere 80s-Retro-Trash-Serie (sieht nämlich aus wie eine Parodie auf Tron), aber ich habe mich geirrt.

Es geht um die 11-jährige Page und ihre drei Freunde. Pages Vater wurde letztens von einem Haufen Ex-Knackis dazu aufgefordert ein Riesencoup durchzuziehen. Da es sich bei den Verbrechern um völlige Trottel handelt, möchte sie unbedingt ihren Vater da raushalten und beschließt den Bankraub selbst durchzuziehen. Mit Hilfe ihrer Freunde. Zuallererst zocken sie aber in einer Spielhalle, hängen danach in einem Diner rum, wo Paige Stress mit einem Fiesling kriegt der ihre Freunde dumm
anmacht. So verprügelt sie ihm und landet auf der Polizeiwache, wo sie anschließend Informationen über die Verbrecher sucht die ihren Papa bei ihrer Sache dabei haben wollen. Zum Schluß muss sie mit ihren Freunden (wobei einer so ganz klischeemäßig eine bestimmte Rolle in einer Clique vertritt
) einen Plan für den Coup erarbeiten.

Klingt so ganz unspannend, wenn ich das erzähle...ABER es ist viel spannender wenn man den Comic in den Händen hält. Ich habe das Gefühl, das für jede einzelne Sequenz aus diesem...Jugendfilm (so liest sich der Comic nämlich) ein Panel existiert. Es ist nicht so wie in "mainstream"-comics, dass man teilweise EINE große Szene pro Seite hat mit 1000 Sprechblasen. Stattdessen gibt es viel viel mehr Panels die alles sehr viel detaillierter erscheinen lassen. So kommts mir vor als würde ich mehr Content auf wenig Seiten lesen und zwar ohne dass ich mich darin verliere. Ich komme mir vor, als würde ich ein Film gucken. Einen abenteuerlichen, jugendlichen Film mit fähigen Schauspielern.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Tyler Ross, Clare Dezutti, Thomas Mauer, Courtney Menard, Matthew Rosenberg und Tyler Boss
Erhältlich bei: Black Mask Studios für 3,99$

The Fix#2

Ich habe mir diese Ausgabe hier gekrallt, weil sie halbwegs aktuell war und äh weil n Hund auf dem Cover war. Hust. Ich wusste gar nicht worums geht. Umso mehr war ich dann überrascht wie abgefuckt der Comic ist.

Es geht um zwei Polizeiermittler: Roy und Josh. Damit Josh endlich seinen Wunsch erfüllt kriegt (nämlich einen Hund als Partner), schießt ihn Roy in die Hand, damit er anschließend im
Krankenhaus landet. Okay. Außerdem fokussiert sich Roy auf einen Kerl namens Pete Danielson, der ein vorbildlicher Bürger ist. Weil er ihm so nicht ins Bild passt, beschließt er mit seiner Hilfe einen Mordfall aufzulösen, der als unlösbar gilt. Also hängt er ihm den ganzen Mord an.

Das ist so unglaublich krass mit was für einen Grinsen im Gesicht der Kerl diesem anderen Typen das Leben versaut. Oder wie ein anderer mit einem Banjostring seinen Bandkollegen erwürgt nur um danach eine Anzeige aufzugeben die besagt dass ein neuer Banjospieler gesucht wird. Kranker Scheiß. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung was vorher passiert ist, weil es mir hier nicht erklärt wird. Jedenfalls kommt mir der Comic vor wie einer der vielen zynischen, sarkastischen Fernsehserien. Ich rede von Zeug wie Breaking Bad, Dexter und all so was.

9/10 Pfandflaschen
Made by Steve Lieber und Nick Spencer
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$

Ghostbusters International#6

Weil der neue Ghostbusters-Film in aller Munde ist und ich vom Trailer schon mal wenig halte, habe ich beschlossen mich im Franchise umzusehen und das erste Mal seit langem zu einem Comic zuzugreifen.

Diesmal beschränken sich die Ghostbusters nicht auf New York sondern sind international tätig. Neben den üblichen Verdächtigen Peter Venkman, Egon Spengler, Ray Stantz und Winston Zeddemore gehören auch zwei weibliche Charaktere zum Kern des Ghostbusters-Team. Kylie Griffin die nebenbei "Ray's Occult Bookstore" managt und die FBI-Agentin Melanie Ortiz die ab und zu als
Ghostbuster in Erscheinung tritt. Bei ihrem letzten Fall hatten sie's mit einem aggressiven Geist eines französischen Assassisten der alle Kunstwerke im Louvre lebendig gemacht hat. Diesmal befinden sie sich in Puerto Rico wo das Gerücht um einen Geist der Schrecken in einem Sumpf verbreitet die Runde macht. Ortiz, Spengler und Griffin nehmen sich dem Fall an. Es stellt sich heraus, dass der Geist verschiedene Formen annehmen kann und höchstaggressiv ist. Was hat der Geist eines Hundes damit zu tun?

Bunt, spaßig und fast-kindergerecht, wie in einem Saturday-Morning-Cartoon. Fast, weil Schimpfwörter ausgeblendet werden. Ich habe schon lange keinen Ghostbusters-Comic gelesen, wusste daher nicht wie das Franchise weitergedreht wurde. Auch wenn das jetzt n komplett anderes Universum als die Filme und die Zeichentrickserien ist. Jedenfalls hatte ich dabei Spaß wie früher, an einem Samstag-Morgen. Nur das hat das ganze nicht sooo kindisch aufgezogen ist.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Erik Burnham und Rachael Stott
Erhältlich bei: IDW für 3,99$

Tomb Raider#5

Die letzte Ausgabe diesen Monat beschäftigt sich mit einem Charakter aus einer Spielereihe mit welcher ich mich NIE beschäftigt habe. Außer als ich 13-14 war und die Filme ins Kino kamen - Lara Croft nämlich.

Die Story dreht sich um eine Pilzeart die irgendwo in einem exotischen Land wächst. 1996 wurde sie von einer Expedition der Pennsylvania University entdeckt. Heutzutage wird sie von einer merkwürdig aussehenden Sekte gesucht weil sie ihnen angeblich ewiges Leben schenkt. Zu diesem Zwecke halten die Sektanten einen der Wissenschaftler die 1996 mit der Entdeckung zu tun hatten gefangen und wollen durch ihn rausfinden wo sich noch mehr von diesen Pilzen befindet. Lara Croft hat ihre Knarren und Pfeil und Bogen dabei und eilt zur Hilfe.

An sich ein ziemlich interessanter Action/Abenteuercomic. Leider ist mir zu wenig Dialog dabei, sodass ich nicht wirklich viel Zeit mit der Ausgabe verbracht habe. Graphisch SEHR anspruchsvoll und detailliert, leider jedoch viel zu kurz sodass ich mir vorkomme als würde ich eine Cutscene aus einem Videospiel angucken.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Mariko Tamaki und Philipp Sevy
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$

Mittwoch, 27. Juli 2016

Happenings des Monats: Juli'16

Juli war mal wieder nicht sehr ereignisreich. D.h. Ich war auf wenig Konzerten, aaaallerdings waren diese so großartig und sind für immer im Gedächtnis geblieben dass auch wenn es nur 2 sind, sie für 10 reichen.

02.07.2016: COBRA RECORDS - Geburtstagsfeier mit Empowerment, AYS, Norbert Buchmacher und Static Void am Herner Meer

Mooooment, es gibt ein Plattenlabel was hauptsächlich HC/Punk raushaut, in WANNE-EICKEL? Ernsthaft jetzt? So ungefähr war meine Reaktion als ich von diesem Konzerttermin erfahren hab. Anyways habe ich keine Kosten und Mühen gescheut nach Herne zu kommen, denn genau dort fand die Geburtstagssause statt - auf einem Schiff namens König Ludwig. Vier Bands, 100 Tickets, ca. 4 Stunden (?), die wir auf dem Rhein-Herne-Kanal verbracht haben.

Static Void habe ich letztens hier mal besprochen. In dem Moment als sie anfingen zu spielen, fiel
mir nämlich ein dass es die Static Void sind die ich schon mal in Würzburg gesehen habe. Und dass sie zu einem kleinen Teil aus dem Ort kommen, wo ich momentan wohne. Ich bin also quasi der Band hinterhergereist. AYS habe ich schon mal gesehen und fand sie überhaupt nicht gut, ich schiebe es aber auf den Sound der Halle. Ich weiß es aber ehrlich gesagt nicht. Jedenfalls war hier die Atmosphäre eine komplett andere - anstatt 200-300 Leute waren vielleicht mal 30-40 Hanseln zu sehen, auf kleinsten Raum, der Sound war komplett anders. Es war so ne Art Kellershow, alles wirkte so schön klein und richtig punkrock. AYS selbst klangen überraschend erfrischend, komplett anders als ich sie in Erinnerung hatte. Das sorgte bei mir übrigens dafür, dass ich seit langem mal wieder richtig Spaß auf einer HC-Show hatte und Bock hatte auf mehr. Empowerment waren wie immer sympathisch, witzig, und vollgepackt mit guten Ansagen. Besonders geil fand ich, dass Jogges nicht wirklich wusste auf welchem Fluss er sich befand. Norbert Buchmacher habe ich mir leider überhaupt nicht angeguckt, weil mir die Musik nicht wirklich zusagte.

Insgesamt war das ein Bild für die Götter: Draußen hatte man lauter grüne Bäume, den Fluß und Menschen die mit ihren Golden Retrievern spazieren gegangen sind. Und auf diesen Fluß waren dann irgendwelche Chaoten die übelsten Krach gemacht haben und nicht mal wirklich wussten wo sie sind. Großartig. Danke.

22.07.-24.07.2016: FLUFF FEST in Rokycany, Tschechien

Oh, sweet baby jesus. Es ist vorbei. Das Fluff Fest'16 aka das beste Festival der Welt ist leider um. Die Post-Fluff-Depression setzt aber bei mir nicht ein. denn ich weiß: Nach dem Fluff ist vor dem Fluff. Anyways...

DIE HINFAHRT UND DIE ANKUNFT

Ich habe vielleicht 2,5 Stunden geschlafen. Los gings in Wanne-Eickel. Wir waren am Anfang zu dritt: Mr. XYZ, Frau Otterich und meine Wenigkeit. Ich musste ständig pinkeln, weil ich nur alkoholfreies Bier, Cola und vielleicht Wasser getrunken habe. Außerdem hatte ich irgendwann aufgrund des Schlafmangels, des alkfreienbierkonsums und Müdigkeit einen Placebo-Rausch von Klasse B. Mir gings richtig dreckig. Um 12 Uhr kamen wir dann endlich in Würzburg an, wo wir Ms. Axiom aufgesammelt haben. Was war das für ein stranges Gefühl für 20 Minuten oder so wieder in Würzburg zu sein. Flashbacks dies das. Danach gins weiter und man hatte das Gefühl dass die Fahrt
niiiiiiiie zu ende gehen wird, weil wir teilweise so arschlangsam fahren mussten. Scheiß bayrische Landstraßen. Dafür sorgte ein Autofahrer für Erheiterung. Der glatzköpfige, gebräunte Mann im Tanktop(?) fuhr einen Landrover(?) und hatte Plüschkoalabären auf der hinteren Ablage als auch ein "AJ" im KFZ-Kennzeichen, was ihm prompt den Spitznamen "Koala Captain AJ" gebracht hat.....der niemals überholt werden kann und will. Ich habe sogar ganz kurz sein Gesichtsausdruck gesehen, der einfach "NEIN NIEMALS ÜBERHOLT IHR MICH NIEEEMALS!" ausgedrückt hat. Heiliger Jesus, Junge was los mit dir? Zu viel Solarium? Wahrscheinlich wollte er dicht hinter dem unsichtbaren Auto (mit Tarnfleckenmuster) und dem Haus (ja es wurde tatsächlich ein Haus durch die Gegend gefahren) fahren...Man wird es nie erfahren....

Angekommen sind wir in einem Zwei-Sterne-Hostel. Wir waren zu acht. Es gab: Alte Betten, alte Einrichtung, kaputte Duschtür, Blutflecken auf dem Kissen ( :D ), jedoch ziemlich ruhig und abgelegen...und besser als Zelten. Definitiv. Jedenfalls haben die Verantwortlichen der Gaststäte anstatt acht ganze sieben Betten bereit gemacht sodass ich meins mit Herrn XYZ teilen musste. Das war tatsächlich sehr angenehm. Die erste Nacht war sehr lange: Ganze 12 Stunden.

Nebenbei: Much respect an Frau Otterich die fast ohne Pause 10 Stunden gefahren ist. Ganz richtig, wir waren von 7 bis 17 Uhr unterwegs.
DIE BANDS

- Freitag
Da wir relativ spät ankamen, ging es zumindest für mich auch relativ spät los. Die erste Band, die ich mir angucken durfte waren Swain, die ich vor zwei Jahren als "This Routine Is Hell" ebenfalls auf der Hauptbühne begutachten durfte. Damals war der Sound so scheiße, wie er meistens auf der Hauptbühne ist, leider. Es sei denn man steht direkt davor. Diesmal schwächelte der Klang ebenfalls. Es hat enorm geklackert. Allerdings hatte ich ziemlichen Spaß, denn es passte erstaunlicherweise gut zur Musik: Swain hören sich nämlich an und sehen aus wie eine typische Grunge-Band. Das ist so unglaublich strange, aber so verdammt gut. Jungbluth auf der Zeltbühne habe ich entgegen meines Vorhabens überhaupt nicht angeguckt, weil das Zelt einfach viel zu klein geworden ist. Es ist immer vollgestopft mit Leuten, jedes Jahr immer mehr, habe ich das Gefühl. Deshalb kein Jungbluth für mich. Dafür aber DS-13 auf der Hauptbühne. Ja, es machte tatsächlich Spaß diesen oldschool-thrash-skateboard-hardcore-spektakel aus Umea (Schweden) zuzusehen. Mit Circle Pits, Stage Dives, simplen Riffs und kurzen Songs. Jedoch habe ich das Gefühl dass sie, solange sie besser zugänglich ist, eher auf die Zeltbühne gepasst hätten. Von der Keller-Atmosphäre her, you know? Irgendwann, als allerletzte Band des Abends fingen Spirits auf der Zeltbühne an.....klangen gar nicht mal schlecht. Ich hatte jedoch eher Bock auf etwas unhardcoriges, etwas abgefahrenes. Auf der Phil Hell Stage, die einen gewissen Filip gewidmet war, der sein Leben der tschechischen Hardcore-Szene gewidmet hat und dieses Jahr leider gestorben ist, spielten STUKA PARTY. Was für ein Name! Zu hören waren ein laut aufgedrehter Bass und Schlagzeug, später kam ein Gitarrist dazu. Dieser war leider kaum zu hören weil der Rest viel zu laut aufgedreht war. Allerdings waren die Stuka-Geräusche eine großartige Untermalung des ganzen. Irgendwann stellte man sich vor mit "Hello vee are Stooka Party from Sueden!" Sympathisch.

- Samstag

Nach der herrlich entspannten Nacht (ehrlich, kein Scheiß!) in der Pension (12 Stunden Schlaf, diggah!) waren Totem Skin die erste Band für mich. Metal? Hardcore? Grind? Langhaarige und bärtige Typen auf der Bühne. Ohrenbetäubender Lärm. Viel Geschrei. Zwei Sänger. Ich liebe es wenn eine Band zwei Sänger hat. Grandios. An den Auftritt der Youth Avoiders kann ich mich leider nicht so gut erinnern, weil ich die Band irgendwo zwischen dies und jenes geschoben hab und hingegangen bin weil ich nichts besseres zu tun hatte. Im Nachhinein hören sie sich aber richtig geil an. Nervöus spielten leider im Zelt, ich war viel zu spät dran und bekam somit nur die letzten 5 Minuten mit. Von Government Flu bekam ich leider auch nicht viel mit, außer die letzten Sekunden ihres "Victim in Pain"-Covers....seltsamerweise hätten sie aber laut Plan noch eine Viertelstunde spielen sollen. Was für ein Scheiß. Doch daraufhin kam etwas viel größeres auf mich zu: GRAF ORLOCK rissen ordentlich ab. Grind/Thrash mit heftigen, nerdigen Einfluss. Viel Samples aus Filmen, so wie man es von guten Fastcore/Powerviolence-Bands kennt. Ich war so angefixt, dass ich tatsächlich das erste mal seit 1000 Jahren in den Pit gegangen bin, ordentlich ausgeteilt und eingesteckt hab und am Ende mit irgendjemands Kopf zusammengestoßen bin. Aua aua aua. Was für ein Abriß. Im Anschluß danach gings weiter mit motherfuckin' Earth Crisis. Sie hatten dieses Jahr leider das schwierige Los, die schwierige/problematische Band zu sein. In den letzten Jahren waren es mal Defeater, mal Harms Way...mal wer anders. Jedenfalls wurden Behauptungen in den Raum gestellt, dass die Vegan-Straight-Edge-Althasen frauenfeindlich/sexistisch/gegen Abtreibung wären, sodass sogar eine ganze Petition gegegen sie gestartet wurde. Das Ende vom Spiel war, dass sie mit Bier und in rote Farbe getunkten Tampons beschmissen wurden. Ich fand das so unglaublich peinlich. Das war der Höhepunkt des "Ich werde mit Fakten konfrontiert, sehe sie nicht ein und lebe meinen peinlichen Internet-Aktivismus aus, weil mein stereotypes Feindbild böhse weisze Männer sind". Achja, der Typ der bei der Trottelbande dabei war sah aus als hätte er Zitrone mit Essig gegessen. Guck mal nicht so ernst, junge. Achja, wo war ich jetzt? Achso. Der Auftritt selber war schon nice, allerdings haben mir definitiv Songs vom Album "Slither" gefehlt. Es sei denn, ich hab sie nicht rausgehört weil die Anlage gar nicht so gut war. Ich fand die Ansagen auch viel zu einstudiert, aber was soll man machen. So ist es leider oft bei erfahrenen Bands. Nicht cool war die Tatsache dass eine Person von der Bühne runtergeschubst wurde, weil sie mit den eben genannten Vorfällen in Verbindung gebracht wurde. Allerdings hatte man genügend Mumm gehabt sich bei ihr ordentlich zu entschuldigen, was ich sehr lobenswert finde. Letzte Band des Abends waren die großartigen Yacöpsae die mich übrigens beinahe schon zehn Jahre meines Lebens begleiten und quasi der Einstieg in richtig richtig extreme Musik waren. Es war zwar nicht das erste Mal für mich, aber das erste Mal in direkter Nähe. Mein kleiner Höhepunkt dabei war übrigens der Bärtige von 52 Hertz (der jetzt übrigens nicht mehr dort spielt, also nennen wir ihn einfach H1L). Oh mein Gott, ohne Scheiß. Ich weiß nicht ob du das absichtlich gemacht hast, aber du hast mich so derbe zum Lachen gebracht. Mitten in der Menge einfach ein Russensquat machen. Während auf einen 1000 Leute fallen weil sie zu unfähig zum Stage Diven sind. Danke :D

- Sonntag

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war ich tatsächlich das erste Mal seit 10231074823047 Jahren richtig gut Feiern. Und zwar im Aftershow-Disco-Zelt. Es lief 90s Pop (Scooter, Scatman John, Aqua), neueste Charthits (Beyoncé, Taylor Swift, Ke$ha) als auch HipHop/Rock-Klassiker wie The Smiths, The Cure, Montell Jordan... Ich habe getanzt wie sonst noch nie, hatte wirklich sehr viel Spaß, trotz meine anhaltenden Blähungen. ("Warum stinkt es hier die ganze Zeit? Hat es was mit uns zu tun?") Mir wurde leider verboten einen halbnackten Typen von hinten mit meinem Edding anzumalen ("Wenn du das machst, läufst du zur Pension!). Außerdem wurde ich bei "Panic" von The Smiths etwas unglücklich hochgehoben bzw. an den Eiern gepackt. Aua aua aua. Dieser Schmerz. Die Welt des Schmerzes. Never Forget.

Jedenfalls war der Sonntag gar nicht mal so spannend. Council of Rats kurz gesehen und für gut befunden. Such Gold für ziemlich goldig. Um 16 Uhr auf der Open-Stage (die am Sonntag ins Innere des Festivalgeländes umgezogen ist und somit nicht mehr Open war. Haha wie wäre es mit Closed Stage als Namen? AHAHAHAHA.) Bait aus Würzburg angeschaut. Black Metal influenced Hardcorewasweißich, viel Blastbeats, viel MEDDL, allerdings auch mit ruhigen Elementen. Ein Stück Heimat. *sniff* Um 17 Uhr dann auf No Omega geschissen und mir den Auftrit von meinen Freund Pinky Swear im sogenannten Infozelt angeguckt. Er wird wirklich immer besser, also checkt sein Bandcamp. Neighbourhood spielten auf der großen Zeltbühne, die dieses Jahr kaum von mir betreten wurde, vom außen klangen sie aber richtig geil. Oathbreaker waren rein technisch gesehen ziemlich geil, jedoch war ich ziemlich gelangweilt davon weil ich der Meinung war an den zwei Tagen davor bereits ähnlichere Bands gesehen zu haben. Also welche die Richtung Metal/Sludge/Crust/Doom gehen. Blacklisted waren neben RVIVR die Überraschung des Tages. Richtig eingängiger, mitreißender, schlecht gelaunter Hardcore mit der Message "Wir können das machen, also könnt ihr das auch. Geht raus und gründet eine Band!". RVIVR selbst habe ich davor nicht wirklich angehört, ergo wusste ich nicht was mich erwartet. Poppiger Punkrock mit Messages bezüglich Liebe, Emotionen und Geschlechtergleichstellung. Zuckersüß, viel Stagedives, High Fives und naja man mag es kaum glauben dass ich das sage, aber erfrischende positive Energie. Angenehmer Abschluß des Wochenendes. Halt Stooooopp! Die Crépes-Schlange war der Abschluß des Wochendes. Beste Schlange der Welt!

DAS ESSEN

Es gab: HotDogs, Burger, Crépes, Bouletten mit Kartoffelbrei, Tortillawraps, Pommes und Reis mit Scheiß. Ich habe im Grunde genommen so gut wie alles davon probiert. Fast bis mir schlecht wurde und ich etwas Bullrich Salz zu mir nehmen musste. Am letzten Abend standen wir sogar tatsächlich fast 1 Stunde an um Crépes zu kriegen. Jedenfalls musste jemand tatsächlich deswegen auf uns diese 1 Stunde warten. Das tut mir nicht wirklich leid, denn ich hatte unglaublich viel Spaß in der Schlange :D

DIE HEIMFAHRT

Diesmal keine 10 sondern 7,5 Stunden. Von 23:30 bis 7:00. Zu fünft mit einem schlafenden Fast-Wessi-Ronny auf dem Rücksitz. Ich dachte wir kommen nie an.

FAZIT

Wäre diese Heimfahrt nicht so lange gewesen hätten wir uns wahrscheinlich nicht mal die Hälfte an Stories erzählen können, die wir erzählt haben. Ich hatte so unglaublich gute Laune, das ganze Wochenende über. Ernsthaft, ich hatte an keinem Tag schlechte Laune. Wirklich nicht. Und das will was heißen. Ich bin übrigens der Meinung dass trotz der ganzen geilen Bands, diese gar nicht so wichtig waren, sondern das man sich gesehen hat: Mit "sich" meine ich die ganzen Leute die sonst selten auf einem Fleck sind. Es gab so viel zum Lachen (auf einer Skala von 1-2000 ungefähr 230420989 Tränenlachsmileys). Dann gabs noch diese bekloppten Geschichten wie die von einem Kerl der mit seinem Fuß in eine angeschlossene Fritteuse getreten ist (fotan wurde auch irgendwie von einer Schmerzskala von 1-10 geredet, wobei 10 so n....Fuß in der Friteuse ist). Heiliger Strohsack, was habe ich alles gelacht. Auch darüber dass ein gewisser Herr Nolram aus Krefeld Bierdosen vergraben hat und dabei mit dem Spaten alle kaputt gemacht hat. Das macht man so nicht.

Oh mann. Das Ganze war schon echt das Highlight des Jahres. Vielen Dank an alle die dabei waren, an alle denen ich geschafft hab, mehr als nur Hallo zu sagen, auch wenn wir uns nur paar Minuten (mehr) unterhalten haben.... Schöne Grüße an Phil, Kat und Melixxx vom xclusivx-zine als auch an André und Pivo-Ivo und Kiki und Nolram und Birne und Gutti und Jack und überhaupt an alle die ich jetzt schon vergessen hab zu erwähnen. Nächstes Mal bringe ich Sonnenblumenkerne mit und 2Liter-PET-Flaschen von äh weißichnich. Lang lebe die Russenhocke! Ich liebe euch alle!

Dienstag, 26. Juli 2016

Comic Book Review#255: Luna the Vampire#1 (2016)

Von IDW bin ich entweder absurdesten Scheißdreck gewohnt ooooder sehr gute Lizenzcomics die eure Kindheitsserien durch den Dreck ziehen/noch besser machen. Meines wissens nach ist Luna the Vampire allerdings kein erweitertes Franchise oder so.

Es geht um eine kleine Vampirin die im Weltraum wohnt und so Dinge tut die jede Weltraumvampirin macht. Äh, Party machen, fabulous aussehen und so. Und grimmig gucken. In einer der mehreren Stories, namens "Fat" stellt eine Freundin von ihr (übrigens eine Hexe) fest dass Luna ziemlich fett geworden ist. Im weiteren Verlauf durchläuft sie eine Erdwurm-Diät bei welcher sie nichts anderes als Erde isst. Nur um danach gesagt zu bekommen, dass durchtrainiert sein sowas von von gestern ist und fat jetzt total in ist. Luna wird daraufhin wütend und isst ihre Freundin auf. Haha gespoilert.

Okay. Hätten die Macher von Adventure Time (noch) mehr Drogen zu sich genommen, dann wäre wohl das hier entstanden. Die Gestik und die Mimik erinnern mich tatsächlich sehr an Cartoon Network'sche Zeichentrickserien von früher wie Cow & Chicken oder ebena auch Adventure Time. Auch die immer abgefahrener werdenden Handlungen erinnern mich daran. Sehr kurzweiliger, jedoch spaßiger Comic der leicht subtil auch diverse Gesellschaftskritiken mit sich bringt. Aber nur ein Bisschen. Mal im Ernst - was für ein wahnsinnig lustiger Nonsens!

Story/Art: Yasmin Sheikh
8/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 21. Juli 2016

Film der Woche#253: Bronson (2008)

Das ist einer dieser Filme, bei welchen ich merke wie gestört und gewaltgeil ich eigentlich bin. Meine Fresse. Gruselig!

"Bronson" ist keine Biographie des Schauspielers Charles Bronson (bekannt aus Filmen wie "Ein Mann sieht rot" bzw. als Namensgeber der gleichnamigen grandiosen Fastcore-Band die einen enormen Einfluss auf mich geübt hat) sondern des britischen Häftlings Michael Peterson (Tom Hardy). Dieser hatte schon in der früheren Kindheit das Gefühl für große Taten bestimmt zu sein. Er wollte berühmt werden, unbedingt. Allerdings hatte ers nicht so mit Schauspielkunst oder Singen oder irgenwelchen anderen Talenten. Aber er prügelte sich gerne. Seine Mitschüler, seine Lehrer. Die
Polizei, die häufig bei ihm und seine Mutter zu Gast war kriegte auch ordentlich Dresche ab. Als er durch seine Ehe sich eingeschränkt und zum bürgerlichen gezwungen sieht überfällt er eine Bank und wird für sieben Jahre verknastet. Von nun an beginnt eine nie enden wollende Odyssee durch Knäste und zwei Nervenheilanstalten. Michael sieht den Knast als eine Art Hotelzimmer, in welchen er seine Fähigkeiten weiter entwickeln kann. Damit er immer wieder seine Mitinsassen als auch Wärter verprügeln kann. Er ist ein Künstler. Ein Comedian. Er ist der gefährlichste und bekannteste Häftling Großbritanniens. 34 Jahre Knast. 30 davon in Einzelhaft. Sein Kampfname ist Charles Bronson.

Es gibt nicht viel zu erzählen über diesen Film. Eine lineare Biographie, die allerdings die 47 Stunden auf dem Dach eine Psychiatrie nicht näher beleuchet. Zwischendurch gibt es Sequenzen in welchen Bronson (Tom Hardy, nicht der echt) zum Publikum spricht, geschminkt wie ein Clown, und seine persönliche Sicht der Dinge erzählt. Hier wird furchtbar oft auf die Fresse gehauen und es macht unglaublich Spaß zuzusehen. Wie er dabei grinst, was für ein Spaß er dabei hat. Ja, Charlie hau ihnen allen auf die Fresse!!! Jawoll!

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Mittwoch, 20. Juli 2016

Album der Woche#256: Madonna - Like A Prayer (1989)

Es ist brutalst heiß da draußen. Ich habe außerdem nur vier statt sieben Tage Zeit um die ganzen wöchentlichen Themen durchzuboxen. Jeez. Außerdem bin ich müde. Darum ist das Review so kurz.

"Like A Prayer" ist das vierte Album von Madonna. Es ist eines ihrer berühmtesten Werke und zugleich eines der persönlicheren. Gewidmet ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Gleichzeitig war es das Album welches ihr Talent auf die Probe stellen sollte. Schließlich galt sie damals als ein International Top Act und das dritte oder vierte Album ist bei vielen Pop-Künstlern ja leider der Beweis gewesen dass sie nur heiße Luft waren.

Man hört hier nämlich eine vollkommen andere Madonna als 10-20 Jahre später. Kein Wunder, schließlich ging Madge immer mit der Zeit und passte sich den momentanen Trends an, gab ihnen ihre eigene Note oder setzte selbst neue. Mir gefällt sie hier viel besser, weil sie viel eher wie eine Singer/Songwriterin wirkt. Klar, ist sie das heutzutage auch, jedoch wirkt "Like A Prayer" viel handgemachter als 50% ihrer neuen Songs. Diesen Eindruck bekräftigt auch die Bandbreite an "ungewohnten" Instrumenten wie Streicher und Klavier als auch souligen und funkigen Rhythmen. Teilweise hört sich das ganze an wie ein leicht abgefahrener New-Wave-Kram. Zum Beispiel "Dear Jessie". Aber sicherlich liege ich falsch und es ist einfach nur der Sound der Popmusik gewesen, der damals einfach vollkommen anders war. Der Grund dafür warum ich sie so viel besser finde als Popmusik heutzutage. Die Texte sind außerdem 100% persönlich gehalten und wirken nicht wie ein "oh my gosh, I'm so famous, look at me"-ding.

Ich habe eine unglaubliche Schwäche für Madonna. Ich weiß nicht wieso exakt sie. Vielleicht weil ihre Stimme mir tatsächlich sehr gut gefällt und ich sei es jetzt durch die Texte oder allein durch den Klang der Musik so stark fühle. Das ist merkwürdig, aber es ist wahr. Sie ist eine der wenigen Popdivas die mich tatsächlich antreiben mich zu bewegen. Außerdem habe ich vor der 80er/90er-Madonna enormen Respekt im Gegensatz zu der "Ich bekomme Mengenrabatt auf Kinder aus der dritten Welt"-Madonna von Heute.

Klasse Album. Meine Lieblingssongs darauf sind: "Like A Prayer", "Till Death Do Us Part", "Keep It Together", "Express Yourself", "Cherish" und nicht zu vergessen das grandiose Duett mit Prince namens "Love Song"

8/10 Pfandflaschen


Dienstag, 19. Juli 2016

Comic Book Review#254: The Gingerdead Man#1 (2016)

"The Ginderdead Man" war übrigens eine kleine Reihe von B-Horrorfilmen mit Gary Busey in der Hauptrolle. Dort spielte er einen toten Serienkiller (der übrigens Millard Findlemeyer heißt) dessen Seele im äääh.....Ingwerbrotteig (?) gefangen wurde...So wurde er zu Gingerdead Man, einen kleinem Lebkuchenmännchen dass Angst und Schrecken verbreitet. Jeezus.

Das hier ist die Fortsetzung des Ganzen.....Ich weiß allerdings nicht wann sie spielt. Ich glaub das ist auch egal. Jedenfalls dreht sich die Story um einen kleinen Jungen namens Billy, dessen Mutter ein
Café eröffnet hat. In der verlassenen Bäckerei nebenan (in welcher sich auch teilweise die Filme abgespielt haben) zieht ungefragt ein Haufen Drogendealer ein. Diese haben eine neue unglaublich gute und verdammt noch mal sehr high machende Droge dabei die sie unter Leute bringen wollen. Da sie dumm genug sind und das Zeug sich mit dem Backteig (?) vermischt, aus welchem vor langer Zeit der Gingerdead Man entstanden ist, erwecken sie IHN zum leben. Und er TÖTET ALLE.

Okay, die Tötungsmethoden sind kreativ. Der Comic ist irgendwo auch ganz lustig. Generell ist die Idee eines mordenden Backmännchen auch irgendwie witzig. Aber hätte ich den Comic nicht geschenkt bekommen, hätte ich nie und niemals Geld dafür ausgegeben. Für einen ausdauernden Toilettengang reicht das aber. Zu mehr aber auch nicht.

5/10 Pfandflaschen

Sonntag, 17. Juli 2016

Film der Woche#252: There Will Be Blood (2007)

Mein guter Freund Kaptain Borito Kadaver hat mir anfang des Jahres diesen Film empfohlen. Lustigerweise hatte er vor fünf Tagen Geburtstag. Trifft sich irgendwie gut.

Beim Titel "There Will Be Blood" denkt man eventuell an einen psychothischen Horrorstreifen, der von einer uralten Prophezeiung handelt. Nun, man liegt dabei dann komplett falsch, jedoch prophezeit der Titel tasächlich ein blutiges, unschönes Ende.

Die Handlung spielt sich zwischen dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts statt. Genauer gesagt zwischen den Jahren 1898-1927. Noch genauer gesagt zur Zeit des Erdöl-Booms, als in
Amerika Menschen zu tausenden durchs Land zogen um Öl zu finden. Der ehemalige Silbersucher Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) ist ins Ölgeschäft eingestiegen. Nachdem bei einem Unfall ein ihm untergestellter Arbeiter einen tödlichen Unfall erleidet, nimmt er dessen Baby an sich und zieht es als seinen Sohn, H.W. () groß. Mehrere Jahre später (1911) dient H.W. Daniel als putziges Maskottchen dass ihm bei seinen Geschäften weiterhilft. Trotzdem sieht er ihn als eigenen Sohn an. Plainview ist mittlerweile ein Ölmann unter vielen. Die berühmt-berüchtigten Ölmänner jagten dem Schwarzen Gold hinterher, kauften Land möglichst billig auf, saugten das Öl aus der Erde um danach zu verschwinden. In den USA galt nämlich die Regel dass nur derjenige bohren darf, dem auch das Land über der Quelle gehört, sodass viele Ölsucher auf kleinsten Parzellen ihr Glück versuchten. Eines Tages verkauft ihm Paul Sunday das Wissen über Erdölvorkommen auf dem Land seiner Familie, die scheinbar nichts davon weiß. Daniel und H.W. kommen eines Tages auf deren Ranch an und geben sich als Wachtelnjäger aus. Pauls Zwillingsbruder Eli (Paul Dano) weiß allerdings vom Öl und treibt den Preis für das Land hoch. Eli ist nämlich ein fanatischer evangelischer Prediger der seine eigene Kirche aufbauen möchte. Nachdem die Ölförderung schlußendlich begonnen hat ändert sich schlagartig alles.... fast so als würde Gott/Religion ein Krieg mit Wirtschaft führen.

Auch wenn "There will be Blood" mit 2,5 Stunden Spielzeit ein ziemlich langer Film ist so ist weder besonders langatmig noch langweilig. Die Handlung wird relativ schnell vorangetrieben, ein Ereignis jagt das nächste. Allerdings gibt es verschiedene Szenen die besonders lang vorkommen, weil wenig gesprochen wird und man sich eher auf die Bilder unterlegt mit der Musik von Radioheads Jonny Greenwood konzentrieren sollte. Diese ist übrigens sehr avantgardistisch gehalten und wirkt realistischer als jeglicher Orchester-Soundtrack. Daniel Day-Lewis spielt einen sehr unsozialen, gierigen Menschen der abseits jeglicher menschlicher Gesellschaft lebt. Fast so wie seine Rolle in "Gangs of New York" - eigentlich sind sich die Charaktere vom Äußeren her ziemlich ähnlich. Mir gefällt wie die Story aufgebaut ist. Vom Aufstieg zum Fall. Sehr brutal und blutig, zurückgeblieben in harten, unmenschlichen Zeiten. Ich habs genossen.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Freitag, 15. Juli 2016

Album der Woche#255: N.W.A. - Straight Outta Compton (1988)

Guckt doch nicht so blöde, das ist auch ein 80er-Jahre-Album.

Und weil wir uns mit Rappern/Rapcrews dessen Lyrics zum Großteil aussagen dass sie tierisch dope und besser als andere sind nicht so groß beschäftigen, wird das Review auch dementsprechend kurz. "Straight Outta Compton" ist das erste Album von N.W.A. Die Gangsta-Rap-Crew bestand aus den mittlerweile mehr als "nur" bekannten sondern welberühmten Rapikonen wie den DJs Yella und Dr. Dre als auch den Rappern MC Ren, Ice Cube und Eazy-E. Arabian Prince der am Anfang noch dazugehörte, verließ die Gruppe vor dem Release des Albums, ist aber auf "Something 2 Dance 2" zu hören. Ihm hat man übrigens im Film "Straight Outta Compton" komplett weggelassen.

Am bekanntesten sind wohl die ersten drei Tracks des Albums: "Straight Outta Compton", "Fuck tha Police" und "Gangsta Gangsta". Sie haben damit geschafft, die Öffentlichkeit ordentlich vor dem Kopf zu stoßen und gleichzeitig eine riesige Fangemeinde aufzubauen. Ihre Art von HipHop war nämlich was komplett neues. Zwar hat man schon früher über Gangrivalitäten, Drogen, Gewalt und Waffen getextet und natürlich auch das man der größte Macker in der Hood ist - allerdings meistens um vor den ganzen Gefahren zu warnen und auch um sich selbsironisch abzufeiern. Okay, das "selbstironisch" könnte man vielleicht streichen. N.W.A. gingen in eine bis dato völlig unbekannte Richtung. Sie lieferte nicht bloß Texte um das Gangstertum um die Jugend zu warnen, nein. Sie zelebrierten das Gesetze auf eine sehr nihilistische Art und Weise. So heißt es zum Beispiel in "Gangsta Gangsta":

And then you realize we don't care
We don’t just say no, we’re too busy sayin' "yeah!"
About drinkin' straight out the eight bottle
Do I look like a muthafuckin' role model?!
To a kid lookin' up to me
Life ain't nothin' but bitches and money

Doch auch wenn "Fuck tha Police" oder "Straight Outta Compton" so rough und hardcore sind, besteht das Album nicht nur daraus. Der Rest ist eher partytauglich gehalten. "Express Yourself" samplet beispielsweise den Soulklassiker von Charles Wright. Überhaupt wird sehr viel gesamplet. Beispielsweise die Beastie Boys, ganze vier mal. Auf "8 Ball" redet Eazy-E davon dass er ein 8ball-Junkie (Olde English 800) ist und kein "Brass Monkey" trinkt. Falls ihr den Song "Brass Monkey" von den Beasties nicht kennt, so holt es nach. Auf "I ain't the I" schwadroniert Ice Cube in rüpelhaft-misogyner Manier über Frauenprobleme. Hier gibt es typische Gangsta-Tracks aber auch breakdance-Party-Beats. Funkiges Zeug als auch Sachen die sich ganz und gar nicht aggressiv anhören.

Ich mag das Album wirklich sehr gerne. Allerdings frage ich mich wie man es geschafft hat ungefähr 10392030 die Floskeln "Crazy Motherfucker", "Motherfucker" und "fuckin" zu verwenden. Außerdem ist es zu schön/schadenfreudig die Geschichte der Gruppe durchzulesen und zu merken, dass sie nicht nur die Vorreiter des Gangsta Raps sind sondern auch die Vorreiter des modernen Beefs (ja ich weiß dass es auch vorher Diss-Tracks gab). Einfach mal auschecken wie die Bandmitglieder vor und nach der Auflösung zueinander standen.

7/10 Pfandflaschen
hier gehts zum titelgebenden Musikvideo

Donnerstag, 14. Juli 2016

My Favorite TV-Show: Buffy the Vampire Slayer

Ich bin ja eher der Fan davon die Originaltitel von Shows/Filmen/Comics hinzuschreiben als die deutschen Varianten davon. Aber ich bin mir sicher schlicht "Buffy" hätte es jetzt auch getroffen. "Buffy - Im Bann der Dämonen" klang für mich nämlich immer mehr als komisch.

Sieben ganze Staffeln - und es geht noch weiter in Comicform (nämlich Staffel 8-11). Aufgesaugt wie ein Schwamm habe ich das. Innerhalb von wenigen Monaten. Das war für mich ein Glücksbad.
Schließlich habe ich die Sendung seit mindestens 2004 nicht mehr regelmäßig gesehen. Damals strahlte Pro7 Buffy Abends manchmal abwechselnd mit "Charmed - Zauberhafte Hexen". Nur war das Problem für mich dass ich a) sehr wenig Erinnerung daran hatte weil b) der Sender alte und neue Folgen abwechselnd ausgestrahlt hat und ich vollkommen die Orientierung verloren hab. Gut, ich habe alte und neue Folgen gesehen als auch das Ende der Show. Aber nie von vorne bis hinten, von Folge 1 bis 144.

Jedenfalls war ich gespannt was mich erwarte wird wenn ich die erste DVD anschmeiße....und es hat tatsächlich etwas gedauert bis es ordentlich gezündet hat. Doch dann war ich von der Serie nicht loszureißen.

Die Hauptfigur der Serie ist Buffy Summers (Sarah Michelle Gellar), eine High-School-Schülerin die grade mit ihrer Mutter Joyce (Kristine Sutherland) von Los Angeles in das idyllische Städtchen Sunnydale gezogen ist. Dieses liegt allerdings über einen sogenannten Höllenschlund, d.h. es ist voll mit Vampiren, Dämonen und anderen Monstren die sich im Untergrund aufhalten. Buffy selbst ist allerdings kein gewöhnlicher Teenager. Sie wurde vom Schicksal erwählt, Vampire und Dämonen zu
Giles, Buffy, Xander, Willow
jagen. Sie ist die auserwählte Jägerin, ausgestattet mit Superkräften (wie übermenschliche Stärke). Jede Nacht geht sie auf Patrouille und vernichtet Vampire mit einem Holzpflock. Doch es geht nicht nur um Vampire. Beinahe in jeder Staffel gibt es einen "Big Bad", einen Superbösewicht der den Weltuntergang herbeisehnt. Buffy zur Seite stehen ihr sogenannter "Wächter", Rupert Giles (Anthony Stewart Head) als auch ihre Freunde Xander (Nicolas Brandon) und Willow (Allison Hannigan, die scheinbar niemals altert). Das ist also quasi wie Scooby-Doo nur ohne den Hund - die Clique wird auch "Scoobies" genannt.

Vampire, Dämonen, Hexen, Werwölfe, Geister, Dracula...und auch Cyborgs. Das klingt nach ziemlichen Trash. Und irgendwo ist es auch wahr. Zwar hat die Serie einen finsteren Ton, es geht um Leben und Tod, Freundschaft und Beziehung, Vertrauen zu einander. Und es ist auch weißgott nicht jugendfrei. Allerdings gibt es immer wieder Momente in welchen klar wird, dass man sich selbst nicht allzu ernst genommen hat. Außerdem überrascht die Show einen, nach einer Weile mit "Out-of-Genre"-Episoden die für zur Hochzeit von Buffy sehr innovativ waren, wie "Once More With Feeling"(Musical) oder "Hush"(komplett dialogfrei).

Ich kann jetzt ins Jahr 2003 zurückblicken und kann absolut nachvollziehen wieso mein 12jähriges ich so ein wenig in Sarah Michelle Gellar verknallt war. Nein, in Buffy, nicht in Sarah Michelle. Und auch Spike (James Marsters) fand ich saucool, auch wenns kein boycrush war. Beziehungsweise das was zwischen ihm und Buffy gelaufen ist, das fand ich irgendwie aufregend.

Um mal zum Punkt zu kommen: Horror, Vampire, Trash, Comedy aber auch menschliche Tragödien, herzzerreißende Schicksale. Das lohnt sich einfach.

Und eines der besten Intros ever.

Mittwoch, 13. Juli 2016

So isses, Musik!#22

Hallöchen. Ich war letztens auf einem Schiff und habe mir ein Hardcore-Konzert gegönnt. Das war so wohltuend, dass ich tatsächlich angefangen habe, Hardcore wieder lieb zu haben. Es war der 10te Geburtstag von Cobra Records, btw. Aber dazu später, irgendwann diesen Monat. Jedenfalls habe ich mir diese zwei Platten (für einen 10er, alta!) gegönnt.

AYS - Wreck My Soul (2008)

AYS oder wie man den Namen ausschreibt "Against Your Society" habe ich bis zu der Reise auf dem ominösen Schiff, glaube ich an die 1-2 mal gesehen. Und fand sie jedesmal irgendwie schlecht. Ich glaube das lag daran dass die Konzerte jedes Mal in einer größeren Halle stattfanden. So erkläre ich mir das zumindest, weil ich sie auf dem besagten Schiffchen nämlich grandios fand.

Jedenfalls ist "Wreck My Soul" deren Debütalbum, diese Ausgabe ist in schönen Batikfarben gehalten. Sieht aus wie Waldbeeren-Eiskreme. Das Albumcover ist voll mit Bildern. Eine Collage ähnlich wie Agnostic Fronts "Cause for Alarm", nur detaillierter. Die Blinde Justizia, Mülltonnen, Pilze, Satansziegen, Bomben, Sprühdosen, alles ist da. Das musikalische Gesamtbild lässt mich an überfüllte Hardcoreshows mit endlosen Pile-Ups denken. Bierselig, verschwitzt, chaotisch.

Die einzige zu bemängelnde Sache ist, dass das Ding viel zu kurz ist. Selbst wenns 12 Songs sind. Ich werd glaub ich so schnell nicht satt. Viel zu blöd, dass ich diese Band so lange unterschätzt habe. Und auch wenn ich niemals gedacht hätte sowas zu verlangen, aber: Mehr tote-hosen-cover, bitte. Das steht euch gut (nein auf der platte ist kein hosen-cover zu finden, ihr dorsche)

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Static Void - Monosyllabic (2011)

Static Void habe ich vor ein paar Jahren im Würzburger Jugendzentrum Cairo gesehen, im kleinstem Saal. Zusammen mit Barren. Das war noch lange bevor ich ernsthaft in Erwägung gezogen habe nach Wanne-Eickel zu ziehen. Jetzt wohne ich hier und finde raus dass die Typen irgendwie (oder zumindest teilweise) von hier kommen. Zumindest hat deren Label "Cobra Records"(dessen 10ter Geburtstag auf dem Schiff gefeiert wurde. Aber dazu später, nicht jetzt) seine Kommandozentrale hier. Wie klein die Welt doch ist.

Ich werde nicht viel um diese Platte drumrum reden - Warum? Es ist immer noch Hardcore und auch wenn es zu meinen absoluten Lieblingsgenres ist und eine durchschnittliche Hardcoreband supergut ist, so ist es immer noch halb so innovativ wie ein Song von....Sunn O))) beispielsweise. Deswegen werde ich keine großen Worte dazu verlieren, außer: Energiegeladener, mid-tempo Hardcore Punk, der weder aufgesetzt noch machomäßig sondern grundehrlich und alt rüberkommt. Ja, besonders jung hört sich das nicht mehr an. Aber das ist okay, das macht das ganze nur authentsch. Falls ihr bock habt etwas über das Konzert in Wübu zu lesen, hier ists.

Rotes Vinyl :3

8/10 Pfandflaschen
Bandcamp

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Da ihr sehr aufmerksame Leser seid, habt ihr vielleicht gemerkt dass bei "Album der Woche" der grandiose 80s Monat läuft. New Order und Die Schmidts hatten wir schon. Ich habe schon gemeint dass ich jegliche Genres einbeziehen möchte, selbst 80s Pop, 80s Thrash Metal oder HipHop. Was kommt also diese Woche? Ich gebe euch schon mal ein Tipp: Die Gruppe die das Album dieser Woche gemacht hat hat in einen ihrer Song behauptet dass das "Life" nichts außer "bitchez and money" sei. Anyways, enough with them anglizismen. Hier ist meine Nicht-Top-Ten der achtziger Jahre. Nicht-Top-Ten weil die Songs nicht nach Wertigkeit sortiert sind.

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Diesen Monat findet das FLUFF FEST in Rokycany, Tschechien statt. Ich freue mich wie Bolle drauf, weil ich letztes Jahr leider nicht zugegen sein konnte. Diesmal kommen wir scheinbar sogar ohne Zelten aus. Zum Glück. Wie auch immer, hier sind ein paar wenige Bands die ich mir definitiv angucken werde. Nur damit ihr wisst wo ich anzutreffen bin. Aber das ist ja eh nicht wichtig. Außer natürlich, ihr wollt dass ich Autogramme wie Drachenlord verteile.

Ich freue mich auf DS-13, die ich seit etlichen Jahren sporadisch verfolge. Man könnte meinen so ne Skate-Thrash-Hardcore Band wäre nichts besonderes, doch irgendwie mag ich sie. Nachdem ich vor 1000 Jahren Alpinist abgefeiert hab, wird es endlich mal Zeit mir deren Nachfolger Jungbluth anzugucken. Ganz egal wie kontrovers die Diskussion um die Band grade ist, ich halte sie nicht für gefährlich. Feierschtorm tu purifei! Ich habe Graf Orlock vor etlichen Jahren verpasst, dieses Mal wird es hoffentlich anders sein. Yacöpsae MUSS ich einfach noch mal sehen. Hab Bock Nervöus zuzuhören, hoffentlich erzählen sie auch auf englisch lustige Stories. Totem Skin wären auch ganz schön.. Zum Schluß hoffentlich No Omega, weil ich sie das letzte mal ziemlich groß fand. 

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Ich habe rausgefunden, dass Fenriz von Darkthrone an Special Editions von Alben gearbeitet hat, an denen er mitgewirkt hat. Zum Beispiel "Hostmorke" von Isengard. Es existiert also das komplette Album nochmal mit Fenriz' Kommentar. Zu herrlich wie der Kerl ganz unglamorös über sein Werke redet. Kein Eigenlob nur ein "I really enjoy this part" und ein paar lustige Einspieler. Großartig.


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"Koochy" von Armand Van Helden habe ich nach Jahren des Überlegens/Suchens endlich gefunden. Jetzt weiß ich 100%ig wie der Interpret und der Song heißt. Und woher das Sample kommt. Wollte ich nur mal so hier lassen:


Das hier ist übrigens das Original.

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Zum Schluß ein Bisschen Kendrick

Dienstag, 12. Juli 2016

Comic Book Review#253: Doom Patrol##53 (1992)

Yes, yes, yes. Schon wieder Doom Patrol. Zum einen, weil mein Comicdealer einen Teil seiner B-Day-Geschenke zurückgeschickt hat (weil er sie schon besessen hat), zum anderen weil ich die Truppe einfach so super finde.

Diesmal geht ist es eine Stand-Alone-Geschichte namens "And men shall call him -- Hero!". Sie ist gleichzeitig auch ein Traum des Wesens Danny the Street. Dieser ist übrigens tatsächlich eine formwandelnde, auf der ganzen Welt wandernde Strasse, die am Anfang der Story anfängt zu
schlummern. Die Handlung spielt sich zuerst im Weltraum ab wo eine Gruppe von Wächtern, genannt Mighty Mystics (bestehend u.a. aus John Constantine aka Hellblazer und dem Phantom Stranger) von einem Satelliten aus auf unseren Planeten aufpasst. Sie stellen fest, dass sich eine größere Gefahr anbahnt, mit welcher sie ganz alleine nicht klar kommen werden. Deswegen rufen sie Hilfe, die in Gestalt von Mitgliedern der Doom Patrol auch bald zur Stelle ist. Bei der Gefahr handelt es sich übrigens um den Weltraumgott Celestius, der auf dem Cover des Comics wie ein ziemlich dreister Abklatsch von Marvels Galactus aussieht. Muss ich den weiteren Verlauf des Comics erklären? Ja, muss ich. Automaton (das ist im übrigen der goldene Robotermann) kämpft gegen Celestius.

Ich erlebte Doom Patrol als eine Art 90er Weirdo Comic, der über einen bestimmten IQ geht und mehr als abgefahren ist. Zudem kamen immer noch sehr skurille Zeichnungen als auch Handlungsstränge. In dieser Ausgabe ist es anders. Nicht nur ist die Handlung sehr stark vereinfacht - außerdem ist der Zeichnungsstil den der 60er Jahre Comics (a lá Jack Kirby etc.) sehr ähnlich. Damit ist der Comic anstelle von "dark and creepy" sehr bunt und nunja, sehr comichaft gestaltet. So wie es früher eben war. Ich lobe an dieser Stelle mal die detaillierte Zeichenkunst von Ken Steacy, der alte Zeit wiederaufleben lässt. Diese teils superdetaillierten, teils unglaublich unpassenden Hintergründe. So 60s. So ironic. Just great. Props gehen auch an Grant Morrison für die Story.

8/10 Pfandflaschen

Montag, 11. Juli 2016

Sonntag, 10. Juli 2016

Film der Woche#251: ゴジラ-thon, Teil 9

Holy Shit. Es ist also soweit. Der neunte und letzte Teil des Gojira-Marathons. Ich war übrigens so gönnerhaft und habe mir die ganze Millenium-Reihe auf DVD geholt. Diese besteht übrigens immer noch nicht aus Sequels. Ich hab ausnahmsweise gar kein Bock Streams zu verlinken, erg sucht selber. Ok? Ok.

30. ゴジラ・モスラ・キングギドラ 大怪獣総攻撃,/Godzilla, Mothra and King Ghidorah: Giant Monsters All-Out Attack/Godzilla, Mothra and King Ghidorah (2001)

Dieser Film hat übrigens nichts zu tun mit den anderen beiden Vorgängern. Godzilla kehrt darin "wieder" zurück und zerstört US-Atom-U-Boote. Yuri Tachibana (Chiharu Niyama), eine Reporterin eines Mysterysenders versucht in einer kleinen Ortschaft an eine gute Story zu gelangen. Über Riesenmonster natürlich. Kurze Zeit später taucht Mothra auf und tötet eine Gruppe von halbstarken
Studenten die uralte Mosaikwerke zerstören. Nachdem Yuri etwas weiter recherchiert hat, findet sie heraus dass eine alte Legende um drei Schutztiere existiert die der Menschheit zur Seite stehen sollen. Es handelt sich dabei um Mothra, Barugon und King Ghidorah. Godzilla hingegen stellt sich als eine Art Verkörperung der Geister der im II WK gefallenen Soldaten heraus.

Ich finde übrigens diese Idee mit den nicht vorhandenen Sequels sehr gut. So kann man sich ziemlich gut austoben. Diesmal ist die Handlung noch ein wenig abgedrehter. Godzilla ist also wortwörtlich die Verkörperung von toten Weltkriegssoldaten. Und King Ghidorah ist kein Bösewicht sondern ein guter Gegenspieler. Godzillas weiße Augen deuten übrigens sehr gut an, dass es sich hierbei um ein komplett anderes Monster handelt. Er wirkt nahezu psychotisch, als wäre er nicht er selbst. Eine ziemlich unorthodoxe Variante des der Godzilla Origin. I laik dis.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


31. ゴジラXメカゴジラ/Godzilla against Mechagodzilla/Godzilla against MechaGodzilla (2002)

Dieser und der nächste Film sind die einzigen Streifen der Millennium-Staffel die tatsächlich Sequels sind. Von wegen keine Sequels. Ich hab euch verarscht. Ha!

"Godzilla against MechaGodzilla" ignoriert zwar die vorherigen Filma, wie auch die Heisei-Reihe und bezieht sich auf das Original von 1954. Es ist wieder soweit: Nachdem Godzilla 1999 wiederholt zum Problem wurde und die Regierung Japans überlegt sich eine geeignete Strategie um den Kaiju ein für alle mal zu stoppen. 2002 ist es dann soweit - man hat einen ultimativen MechaGodzilla fertiggestelt, genannt Kiryu. Dieser hat sowohl einen Vorteil als auch einen Mackel. Sein Grundgerüst besteht nämlich aus dem Skelett des 1954 vernichteten, ersten Godzilla. Daher stellt sich der Roboter als nicht zu 100% verlässlich heraus...

Wieder mal wurden die Fronten gedreht und im Gegensatz zu den beiden alten Showa-Filmen ist MechaGodzilla hier nicht der Bösewicht. Es ist einer der wenigen Filme in welchem ich ausnahmsweise Godzillas Kontrahenten sogar tatsächlich sympathischer Finde als Big G selbst. Kiryu scheint nämlich im Gegensatz zu den alten Mechagojiras tatsächlich sowas wie ein (Unter)Bewusstsein zu haben. Er ist ja schließlich zu einem Teil organisch. Mir gefällt diese mystische, semi-wisschenschaftliche Komponente die in diesem als auch letzten Film eingefügt wurde. 

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


32. ゴジラ×モスラ×メカゴジラ 東京SOS,/Godzilla: Tokyo SOS/Godzilla: Tokyo SOS (2003)



Direkte Fortsetzung von "Godzilla against MechaGodzilla". Diesmal bezieht sie sich allerdings nicht nur auf das Original von 1954 sondern auch auf "Mothra bedroht die Welt" von 1961.

Er spielt ein Jahr nach den Ereignissen im vorherigen Film. Diesmal spielt auch Mothra eine Rolle. Sie und die Cosmos (man erinnere sich: zwei klitzekleine Feen die Mothras Sprachrohr sind) wollen durch Dr. Shin’ichi Chūjō eine Botschaft an die japanische Regierung übermitteln. Sie soll Kiryu im Meer versinken lassen. Dadurch dass man Leichenfledderei betrieben und Godzilla1954s Skelett für
den Bau des Roboters verwendet hat, wurde der Zeitfluss gestört. Außerdem zieht der Mecha Godzilla förmlich an. Trotz der nicht gerade für die Menschheit sprechenden, selbstverschuldeten Umstände (nach dem Motto: ihr seid selber Schuld dass ihr den scheißroboter gebaut habt!!!1) verspricht Mothra die Menschen zu schützen. Es ist allerdings fraglich, ob man Kiryu vernichten wird. Schließlich hat er vor einen Jahr Godzilla fast besiegt. Ob sein Bewusstsein ihm wieder Chaos anrichten lässt? Wird er sich erfolgreich gegen Godzilla behaupten können?

Sicherlich nicht schlecht, besonders das Ende (das wie ein Ende aller Enden wirkt) hat mir gut gefallen. Jedoch bring ich es nicht aus meinem Kopf dass das hier einfach nur n Sequel ist. Plus Mothra natürlich. Was für frischen Wind sorgt. Trotzdem: Guter Kaiju-Film, dieser.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


33. ゴジラ ファイナルウォーズ,/Godzilla: Final Wars/Godzilla: Final Wars (2004)

Bis 2016 war das hier übrigens der allerletze in Japan produzierte Godzilla-Film. Und wie es so oft bei einem würdigen Abschluß ist, haut man hier richtig auf die Kacke. Es kommen gefühlt alle Monster vor die in allen Godzilla-Filmen bis jetzt zu sehen waren.

In einer Welt voller Gewalt, Umweltverschmutzung und Angriffen von gigantischen Monstern schafft es die von verschiedenen Staaten gegründete Earth Defense Force (die übrigens aus genetischen Mutanten besteht) Godzilla endlich zu besiegen. Sie begraben ihm am Südpol, wo er für immer eingefroren bleibt. 

Jahre später ist der Spuk mit den Riesenmonstern immer noch nicht zu Ende. Um ehrlich zu sein, wird die Situation nur noch schlimmer. King Caesar zerstört Okinawa, Anguirus wütet in Shanghai, ja sogar Zilla (der "Godzilla" aus Roland Emmerichs 1998er Verfilmung) ist in Sydney zugange. Diese werden aber ganz plötzlich aus der Welt geschaffen, und zwar von einem außerirdischen Raumschiff. Die X-Aliens die scheinbar nur gutes vorhaben und die Menschheit von den Monstenr befreien wollen führen selbstverständlich insgeheim böses im Schilde und wollen den Planeten erbern. Eben mithilfe von telepathisch gesteuerten Kaijus. Fest steht - es muss jemand her der diese ganzen Monster vernichten kann. Jemand wie Godzilla, also muss er dringend aus dem Eis raus!

Zum Ende versammelt mal so ALLE wirklich ALLE die früher mal dabei waren. Und haut auf die Kacke. Godzilla, Mothra, die Cosmos, Ebira, Rodan, King Caesar.... Jeder erdenkliche Kaiju ist hier zu sehen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit der altbewährten Formel  "Zwielichtige Aliens setzen Kaijus gegen die Menschheit ein" als auch mit....Minya. Ganz genau, nicht mit Godzilla Jr. aus der Heisei-Reihe sondern mit "Godzillas Sohn", der aussieht wie n Michelin-Männchen. Holy fuck, der passt da so gar nicht rein, hab ich mir gedacht. Aber was hab ich mich geirrt. Er tut es doch. Auf ne sehr seltsame Art und Weise. Und SUM-41 sind hier auch zu hören. Mit "We're all to blame" während des Kampfes zwischen Godzilla und Zilla. Wenn das mal kein unterschwelliger Kommentar ist. Ein würdiger Abschluß einer großartigen Reihe.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


34. GODZILLA ゴジラ/Godzilla/Godzilla (2014)

16 Jahre nach Roland Emmerich versuchte sich Regisseur Gareth Edwards an dem König der Monster. Und er scheitert nicht. Eigentlich schafft ers sogar, das ganze wesentlich besser hinzubekommen. Der Film kommt sogar viel besser an. Allerdings gibt es hier und da einige Mäkel.

Der Schauplatz des Filmes ist am Anfang tatsächlich Japan wo Joe Brody (Bryan Cranston), ein Erdbebensicherheitsbeauftragter bei solch einem Erdbeben ein ganzes Atomkraftwerk als auch seine Frau Elle (Elizbeth Olsen)verliert. 15 Jahre später ist sein Sohn Ford (Aaron Taylor-Johnson) mittlerweile Lieutenant bei der US-Army und hat selbst eine kleine Familie. Joe kommt über den
Unfall immer noch nicht hinweg. Grade ist er schon wieder in Japan verhaftet worden, nachdem er in eine Quarantäne-Zone eingebrochen ist. Er ist der Meinung dass etwas anders als das Erdbeben die Katastrophe verursacht hat. Und er hat recht - dabei handelt es sich um ein uraltes Wesen - im späteren Verlauf der Story MUTO genannt, dass sich von radioaktiven Abfall ernährt. Und dieses erwacht, selbstverständlich, wieder zum neuen Leben. Doch was wäre der Film ohne seinen Titelgeber, Godzilla der ebenfalls auf der Erde wandelt, trotz mehrmaliger atomarer Versuche ihn auszulöschen. Und dieser muss sich natürlich MUTO in dem Weg stellen.

Ich weiß noch wie ich und Kaptain Borito Kadaver im Kino gewesen sind und er sich tierisch über den Film aufgeregt hat. Man würde seine "Kindheit ficken" bzw. "Hollywood" hätte seinen "fetten salzigen Sack" auf  sein Gesicht gelegt und dabei gemeint "hahaha ich zerstöre deine Kindheit!!!1". Ich kann dem nicht ganz beipflichten. Sicher, es ist ein Ami-Action-Film. Er wird sich 100%ig von einem japanischen Kaiju-Streifen unterscheiden. Das erwarte ich von vornherein. Und ja, die Story um den Soldaten der seine Familie sucht, ist sicherlich etwas langatmig. Aber ich hab schlimmeres erwartet. Sowohl Godzillas als auch MUTOs Design lassen sich sehen. Man blieb im Großen und Ganzen dem Original treu, auch wenn dieser Godzilla glaub ich 1000 mal dicker geworden ist. Alles also eigentlich halb so schlimm. Nur: Warum ist es beinahe jedesmal wenn Godzilla so auftaucht so scheißedunkel? Und warum ist Godzilla ist insgesamt nur 8 Minuten zu sehen? Das macht mich wirklich traurig. Fazit: Ist Okay. Machts aber beim nächsten Mal besser.

6/10 Pfandflaschen
Trailer:


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Die Reise ist nun also zuende. Traurig. Dieses Jahr geht es aber weiter. Zwölf Jahre nach "Godzilla: Final Wars" startet Toho eine neue Godzilla-Staffel. "Godzilla: Resurgence" kommt dieses Jahr raus, ich glaube irgendwann im Sommer sogar. Wann er auf englisch geschweige denn auf deutsch erhältlich sein wird, weiß man noch nicht. Splendid entertainment (die Firma die die ganzen Filme auf deutsch auf DVD rausgebracht hat) sicherte sich jedoch schon die Vertriebsrechte. Das ist jetzt aber insgesamt etwas völlig neues. Als "Godzilla"(1998) rauskam wollte Toho unbedingt eins drauf setzen. Diesmal ist "Godzilla"(2014) ein größerer Erfolg gewesen und wird fortgesetzt. Das heißt wir haben bald zwei Godzilla-Reihen am laufen. Eine aus Japan und eine aus den USA. Das wird ein Fest.

Hier schon mal der stumme Trailer zu "Godzilla: Resurgence":



Samstag, 9. Juli 2016

Album der Woche#254: The Smiths - The Queen Is Dead (1986)

Der 80er Jahre Monat geht weiter. Ich habe übrigens beschlossen verschiedene Musikstile zu thematisieren/reviewen - ergo kommt hier evtl. auch 80ies HipHop/Metal/Hardcore als auch "typische" 80er Musik vor. Aber es geht definitiv nicht ohne die Smiths. Nein, nein.

Sie sind eine der einflussreichsten Bands der 80er Jahre gewesen. Und zwar im doppelten Sinne. Sie schöpften Einfluss aus Punk, Rockabilly, Post-Punk als auch klassischen 60er Kram. Andererseits waren sie in enormer Einfluss auf so viele Bands und Künstler aus unterschiedlichsten Genres wie AFI, Pretty Girls Make Graves, Stone Roses, Oasis, Blur...etc. etc.

Die Schmidts bestanden aus Morrissey am Gesang, Johnny Marr (Gitarre), Mike Joyce (Drums) und Andy Rourke (Bass). Wobei der Motor der Band Marr und Morrissey waren - Joyce und Rourke waren eher eingestellte Musiker. "The Queen Is Dead" ist deren drittes Album und wurde letzten Monat tatsächlich 30.

Um mal nicht allzuviel um den heißen Brei herumzureden, versuche ich mal zu beschreiben wieso ich dieses Album so gut finde um wem ich das empfehlen kann. Was mich dabei so anspricht ist mal wieder eine Mischung die so gut funktioniert. Mir gefällt es wie "alternativ" das Album klingt, also entgegengesetzt den damaligen Trends - Synthesitzer und Co. Gleichzeitig aber animiert es einen sich zu bewegen, ist also tanzbar wie typischer 80ies Pop. Ich weiß nicht ob man so zu der Schublade "Indiepop" kommt, keine Ahnung. Was mir noch gefällt ist sie sich an verschiedensten Genres bedient haben - und das Morrissey teilweise so übelst sarkastische und bissige Texte dahinbrettert. Eines meiner absoluten Favoriten, und btw eines der besten Songs ever ist "Bigmouth Strikes Again":

"Sweetness, sweetness I was only joking
                                                  When I said I'd like to
Smash every tooth in your head

Sweetness, sweetness I was only joking
When I said by rights you should be
Bludgeoned in your bed

And now I know how Joan of Arc felt
Now I know how Joan of Arc felt
As the flames rose to her Roman nose
And her Walkman started to melt"

Nun, es mag sein dass einen die Texte schon etwas kryptisch vorkommen, weil sie eben nicht immer straight to the point sind sondern man etwas nachrecherchieren muss um sie ganz zu verstehen. Oder aber man genießt einfach den Klang von Morrisseys einzigartiger Stimme.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Bigmouth Strikes Again, Frankly Mrs. Shankly, Vicar in a tutu, There is a light that never goes out

Dienstag, 5. Juli 2016

Comic Book Review#252: Das Erbe (2013)

"Das Erbe" von der israelischen Zeichnerin Rutu Modan erzählt eine polnisch-israelische Geschichte, die auf eine gekonnte Art und Weise die typischen Klischees aufgreift und somit sowohl persönlich nahe aber gleichzeitig auch allgemein daherkommt.

Erzählt wird die Story von einer Frau die mit ihrer Oma von Israel nach Warschau reist weil dort allem Anschein nach ein Erbe auf die beiden wartet in Form von einer Wohnung. Die Oma ist nämlich im zweiten Weltkrieg vor den Deutschen geflohen und hinterließ eine Bleibe, auf die sie technisch gesehen heutzutage ein Anrecht hätte, auch wenn dort mittlerweile jemand anders wohnt. Offiziell gesehen geht es also darum. Eigentlich gehts der Oma um eine nicht zu Ende gedachte Liebesgeschichte, von welcher ihre Enkelin überhaupt nichts weiß.

Ich mag wie Rutu Modan ihre Charaktere gestaltet - vor allem die stets mißtrauische, klischeehafte, launische jüdische Oma ist ihr gut gelungen. Außerdem ist die Story an einigen Ecken gestopft mit kleinen Sticheleien gegen sich selbst. "Die zweitliebste Sache der Juden, nach dem Geld, sind Boshaftigkeiten". Sowohl putzig (diese Knopfaugen-Zeichenstil!), rührend aber auch saukomisch. Jedoch viel zu kurz. Das ist das einzige was ich bemängele.

7/10 Pfandflachen