Mittwoch, 30. April 2014

Villains of the World: Menschenfleisch!

Ich habe diesen Monat a) wenig Lust irgendwas über Bösewichte zu schreiben, b) jetzt grade wenig Zeit, weil ich in einer Stunde los muss und c) Bock ein tumblr-liken Beitrag voll mit Bildern zu machen.

Ergo:

Albert Fish

Ed Gein

Jeffrey Dahmer

Andrej Tschikatilo

Dorangel Vargas

"DENN DAS IST MEIIIN TEIIIIIL!" - Armin Meiwes

Big Lurch

"Wir waren betrunken und hatten Hunger"(und essen deswegen unsere 16jährige Freundin auf): Maxim Golovatskikh und Yury Mozhnov

Özgur Dengiz: "ich ess das mal aufm nachhauseweg und den rest stell ich ins kühlschrank. ahja, es ist menschenfleisch, hab ich vergessen zu sagen."

Peter Bryan: Hmm, lecker Menschenfleisch in Butter angebraten!

Geschichten, die keiner mag#34: Eastern Europe Style

Ich bin mal ganz ehrlich. Mich nervt diese Rubrik momentan leicht. Zwar nicht so wie "Jay-Zs 99 Probleme"(ja verdammt noch mal, ich hab seit wochen nichts geschrieben, aber es kommt bald ganz ganz viel. versprochen!) aber doch ein bisschen. Mein Problem ist folgender: mir gehen grade die Themen aus. Und die Themen die ich evtl. dran nehmen können, erscheinen auf den ersten Blick viel zu persönlich dass ich sie unterbringen könnte. Deshalb hab ich mich für ein Thema entschieden, welches so wenig persönliches rüberbringt wie möglich. Alleine schon, weil die meisten Leute schon tot sind.
Ich versuche nämlich die Geschichte meiner Familie zu rekonstruieren.

Leider weiß ich nicht die genauen Daten und Jahreszahlen. Die Hälfte der Familie mütterlicherseits ist nämlich gestorben, sodass ich auch nicht wirklich nachfragen kann. Deshalb fange ich an mit der frühsten Erinnerung, von der ich weiß:
Irgendwann Anfang der 1940er Jahre, zur Zeit der Leningrader Blockade - Meine Ururoma befindet sich auf dem Weg nach hause. Dummerweise stellen sich irgendwann mehrere Sowjetsoldaten in dem Weg und versuchen aus ihr rauszukriegen ob sie verbotenerweise zuviele Lebensmittel mit sich führt. - Falls ihr wissen wollt warum, folgt dem Link - Es lief alles gut ab. Zum Glück haben sie ihre Winterschuhe nicht durchsucht, sie waren nämlich vollgestopft mit Mehl, damit sie Brot backen kann.

Meine Uroma durfte ich leider nie kennenlernen. Sie verstarb, als meine Oma noch im Kindesalter war. Meinen Uropa sowieso nicht. Meinen Opa erstaunlicherweise auch nicht. Wie hier in "Me and my old man" nachzulesen durfte ich aber ihren Stiefvater kennenlernen, der für mich aber ein wahrer Verwandter ist. Doch dazu später. Mein eigentlicher Opa(der Pe von meiner Em) war ein eigentlich sehr fürsorglicher Mensch. Doch irgendwann kam der Schnaps um die Ecke und machte aus ihm etwas seltsames.... Nämlich jemanden, der so süchtig wurde dass er nichts mehr im Griff hatte. Wenn er zwangsweise Entzug machen musste, wurde er von seltsamen Wesen belagert. Nämlich von kleinen Zwergen die er mit kleinen Wasserpfeilen löschen musste... oder so. Was Entzugserscheinungen sind wißt ihr, oder?

Mein (Stief)opa hat, den meine Oma ende der 70er geheiratet hat besitzt auch n Haufen Familie. Allerdings hat er dabei noch ziemliches Glück gehabt. Sie sind nämlich noch fast alle am Leben. Ich durfte alle kennenlernen. Am meisten mochte ich meinen Urgroßvater. Dieser lernte meine Ugroßmutter in Berlin kennen. Er war Soldat der Roten Armee und sie war Krankenschwester. Das macht mich so froh. Ohne Scheiß. Wenn irgendein komischer Kraut in irgendeiner Onlinediskussion versucht auf "Aber opa war doch in ordnung"-tränendrüse zu drücken sage ich: "Ja, meiner war in Ordnung. Und er hat damals Krauts abgeknallt." Der Mensch wirkte stets gelassen und hatte immer paar Storys parat, genauso wie sein Sohn. Und er hatte aus früheren Zeit ein verdammt cooles Auto gehabt, was ich theoretisch gerne mal besitzen würde. Ich glaube aber es kommt nie dazu:


Da waren sie also. Mein Oma, mit ihrer Tochter aus der ersten Ehe und einen neuer Ehemann. Ich weiß nicht wie und ich weiß auch nicht mehr wirklich wann aber irgendwann lernte meine Em meinen Pe kennen. Er kam aus Polen, aus einer nördlichen Kleinstadt. Sie schrieben sich gegenseitig Briefe und lernten sich so irgendwie kennen. Irgendwann(das war mitte/ende der 80er) lernten sie sich auch in echt kennen. Meine Em besuchte ihm in der damaligen Volksrepublik Polen. Irgendwie mochten sie sich so n Bisschen und naja 1989 heirateten sie dann. Meine Mama zog nach Polen und lernte dort auch meine andere Oma, meinen Opa, meinen Urgroßvater und auch die Familie von meinen Großonkel kennen. N ganzer Haufen leute. Ich glaube aber, dass sie sie nicht besonders gemocht haben. Es war nämlich 1990. Die Sowjetunion war langsam am zerbröckeln. Die Polen, um es mal umgänglich auszudrücken, mochten die Russen nicht. Schließlich war Polen jahrzehntelang ein Satellitenstaat der UdSSR. Ja sicher, natürlich ging es nicht allen schlecht usw. usf. Jedoch mochte es niemand ständig unter der Fuchtel eines anderen Staates zu stehen. Dies erklärt die heutige polnische Wut auf alles kommunistische/sozialistische als auch diverse Unsympathien für Russen.

Ich glaube diese Diskrepanzen brachten auch einiges dazu bei, dass sich meine Eltern getrennt haben. Sie waren nämlich sehr jung und ich war so weit ich weiß auch nicht grade ein Wunschkind. Ob ich indirekt dran schuldig bin, weiß ich nicht. Auf jeden Fall verhielt sich mein Vater komisch. Er versuchte meiner Mutter zu verbieten, Russisch zu reden oder russische Zeitschriften zu lesen. Das und verschiedene andere Meinungsverschiedenheiten führten auch dazu dass sie sich voneinander entfernt haben. Sie wohnten zwar in der selben Wohnung, doch hatten nichts gemeinsam. Als ich drei Jahre alt war, haben sie sich getrennt.

Leider weiß ich sehr wenig über die Geschichte der Eltern meines Vaters bescheid, doch das ist auch nicht uninteressant. Ich weiß dass das Geburtstdatum meines Opas unklar ist. In seinen Dokumenten steht was von 1935, er behauptet aber er wäre früher geboren. Seine Mama wurde nach dem Krieg Schauspielerin und trat regelmäßig im jüdischen Theater in Warschau auf. Sie schaffte es sogar in einen Film. Anscheinend muss mein Ugroßvater viele Verwandte gehabt haben, denn es finden sich Leute mit seinen Nachnamen in Israel, USA als auch Südafrika. Seinen Vater hat er nie wirklich gekannt. Er landete im Gefängnis, noch vor dem Krieg wegen "Sympathien mit Kommunisten". Wahrscheinlich ist er auch dort gestorben. Meine Oma hatte insgesamt 9 Schwestern die sich aus dem Staub gemacht haben als die Deutschen Polen überfallen haben.

Mein Urgroßvater war Mitglied der Partei als meine Oma sich in den 80ern den Protesten der "Solidarnosc"-Bewegung anschloß zwang ihm dieser Umstand irgendwann aus der Partei auszutreten. Trotz ihrer Unzufriedenheit mit den System, wurde sie nach der Wende zu einer Art Nostalgikerin. Ähnlich wie es mit ehemaligen DDRlern ist. Damals war zwar die große Scheiße aber es war nicht alles schlecht, schließlich ist heute auch die große Scheiße. So kam es auch zu Konflikten zwischen ihr und meinen Pe. Sie war absolut gegen Kapitalismus, während er die Herausforderung suchte und sich gedacht hat er würde bald Millionen mit seiner Firma verdienen. Was leider nie passierte.

Während mein Opa Architekt war und mein Pe (fast) seinen Fußstapfen folgte - er wollte Ingenieur werden und schaffte es dann in die Werbung, hat mein Onkel wohl die künstlerische Ader übernommen, genau wie seine Oma. Er ist mittlerweile einer der bekanntesten Satiriker und Kabarettisten Polens.

Ich merke grade wie viel das ist. Sehr viel.

Dienstag, 29. April 2014

My Favorite TV-Show: Image Comics im TV

Weiter geht's in meiner "to watch and review"-liste. Heute stehen drei Zeichentrickserien an den Plan die auf Comics des Verlages "Image Comics" basieren. "Spawn" hab ich schon im Kindesalter gerne gelesen. Durch die "Wild C.A.T.s"-Fernsehserie bin ich dann auch auf die Comics gekommen. "Savage Dragon" lernte ich dann erst viel später kennen, beim Durchforsten im Comicarchiv des Comicdealers meines Vertrauens.

1. Savage Dragon(1995)
Das erstaunliche an der Comicserie ist, dass sie seit knapp 20 Jahren vom selben Autor gezeichnet und geschrieben wird: Erik Larsen. Ich sehe Savage Dragon als einen DER Superheldencomics der 90er Jahre. Der Titelheld wirkt übertrieben männlich und hat eine Masse an Muskeln. Zudem wirkt der Mutantenstadl der Gegner Savage Dragons auf mich wie eine echt seltsame, aus den Fingern gesaugte, durcheinandergewürfelte Kopie von X-Men-Bösewichten. Aber sei's drum. Die Storys sind spannend und lustig und der Comic nimmt sich ab einem Zeitpunkt nicht mehr sooo ernst, da Erik Larsens Tochter ins Comiclesealter gekommen ist sodass er ihr einen nicht übermäßig gewalttätigen
Comic vorstellen wollte.

Die Zeichentrickserie ist vom Comic kaum zu unterscheiden.
Es geht um Savage Dragon. Einen grünhäutigen Humanoiden mit Flosse auf dem Kopf. Er taucht eines Tages komplett nackt/terminator-style in der Innenstadt von Chicago auf. Ohne jegliche Erinnerung an sein früheres Leben wird er von der Chicagoer Polizei freundlichst aufgenommen und wird selbst, das was er am besten kann: Ein ordentlicher Bulle sein!
Gemeinsam mit seiner Partnerin Alex Wilde patroulliert er die Straße von Chicago und beschützt die Bürger von den finsteren Machenschaften des Schurken Overlord(gnihihi). Dieser ist ein Anführer von einer Gruppe sog. Freaks - einer Mutantencommunity die sich im Untergrund bewegt. Die Freaks wären im Marvel Universum stinknormale Mutanten die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Ähnlich ist es hier. Es gibt einen nicht allzukleinen Anteil an Freaks in der Bevölkerung. Einige leben ihr Leben wie jeder andere auch, andere schlossen sich Overlord an und versuchen immer wieder einen Umsturz. Was immer wieder witzig ist. Z.B als ein Freak versucht Gift ins Grundwasser zu mischen um die Bevölkerung Chicagos zu töten. Overlord ermahnt dies nicht zu tun, weil es dann niemanden gäbe den man erobern kann.

Eine ziemlich coole, unkomplizierte Serie mit einen Haufen von unseriösen Schurken. Ich hatte Spaß!


2. Todd McFarlane's Spawn(1997-1998)
Ich war so erpicht darauf, diese Sendung zu sehen. Und ich habs fast am Stück geschafft, denn es war so fesselnd.

Spawn, das ist Regierungsagent Al Simmons, der gewaltsam ums Leben gekommen ist. Danach kam er direkt in die Hölle und bekam vom Höllenfürst Malebolgia ein Angebot. Er dürfte zurück auf die Erde und seine geliebte Frau Wanda wiedersehen, wenn er Malebolgias Armee anführen würde. Gesagt, getan. Allerdings kommt Al erst 5 Jahre später auf die Erde zurück. Wanda ist mit Als besten Freund Terry verheiratet und sie haben ein Kind, Cyan. Al ist nicht mehr er selber. Er ist ein Hellspawn, ein Soldat der Hölle, ausgestattet mit einem symbiontartigen Kostüm, inklusive Ketten, Heilungsfaktor und magischen Kräften. Als nächstes zieht er sich in die New Yorker Obdachlosengassen zurück und beschützt die dortigen Einwohner vor Feinden, die ihm ans Leder wollen. Noch weiß er nicht so recht, was er auf dieser Welt jetzt soll und was er zu tun hat.

Eine mehr als finstere, an ein eher erwachsenes Publikum gerichtete Serie. Und nein, es ist kein Anime auch wenn man stellenweise Parallelen ziehen kann. Wir haben hier jede Menge Spannung als auch gut strukturierte Storys. Die Folgen ziehen sich nicht Ewigkeiten. Zudem stellt jede der drei Staffeln ein Kapitel dar. Außerdem noch: jede Menge Blut und Geschrei. So wie es sein soll.


3. Wild C.A.T.s(1994-1995)
Während Rob Liefelds "Youngblood" es nur zu einem Cartoonintro geschafft hat, brachten es Jim Lees Wild CATs viel weiter. Nämlich zu ganzen 13 Folgen. Dabei sehen sich beide Teams ziemlich ähnlich. Man könnte WildCATs als eine Art Jim Lees X-Men sehen. Es ist ein Team von jungen Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, die gegen Bösewichte kämpfen. Doch so einfach wie bei Marvel ist es hier nicht. Die WildCATs sind keine Mutanten sondern Vertreter der außerirdischen Rasse Kherubim. Ihnen steht eine andere Spezies, die Daemonites gegenüber, die was wollen?
Die Welt erobern natürlich!



Und das mit dreistesten Mitteln. Die WildCATs, gesponsert von den reichen CEO Jacob Marlowe(der im Comic auch ein Kherubim ist) sind natürlich immer an Ort und Stelle wenn es dagegen geht.

Jetzt ist es wieder so weit. Ich kriege diesen seltsamen Titelsong nicht ausm Kopf. Und auch wenn es im Grunde eine Art X-Men-Abklatsch ist, die WildCATs haben damals mein Herz erobert. Und ich hab immer noch für sie etwas übrig.


Ich konnte mir übrigens alle drei Serien beinahe komplett auf Youtube angucken. ;)

Rezept des Monats: April'14

Schamlos geklaut von Tim Mälzer.
Riesiges irgendwas mit Füllung.

Zutaten:
2 Dosen aufbackcroissants
1 packung tiefgekühltes Blattspinat
1 Packung Sojasahne
1 Räuchertofu
5-6 minitomaten
Kräutersalz, Salz und und und was sonst noch so einfällt.

Zubereitung:
Als erstes bereiten wir den Spinat so zu, wie es auf der Verpackung steht. Nämlich 16 Minuten(oder so) in der Mikrowelle. Nachdem der Spinat fertig und gut ausgepresst ist, vermischen wir ihn mit Sojasahne, Gewürzen und den Minitomaten die wir vorher gehackt haben. Am besten während der Spinat in der Mikrowelle ist. Währenddessen kann man auch vom Räuchertofu 12 dünne scheiben abschneiden. Diese brät man in etwas öl an und würzt sie auch. Warum 12 scheiben? Darum: in den zwei Croissantdosen befinden sich insgesamt 12 croissants. Weiter im Text:



Wir machen die Dosen auf und befreien die Dreiecke voneinander. Danach legen wir sie auf ein Backblech(mit Backpapier) und zwar im Kreis, mit der spitze nach außen. Das breite Ende soll sich überlappen. Danach drücken wir die breiten enden so miteinander fest, dass sie sich nicht mehr voneinander loslösen. Währenddessen kann man schon den Ofen warm machen. 180 grad Umluft.
Nächster schritt: Die angebratenen Räuchertofuscheibchen auf die Dreiecke legen, in die Mitte. Danach jeweils 1 EL von den rotweißgrünen spinattomatensahnemischmasch auf den Tofu klatschen. Es soll ein kleiner Abstand zur Mitte bleiben damit nicht alles beim backen rausfällt. Danach nehmen wir die spitzen Enden und ziehen sie nach vorne, sodass sie die Füllung bedecken. Außerdem legen wir sie unter die breiten Enden, damit das ganze halbwegs geschlossen bleibt.

Jetzt nur noch der letzte Schritt. Das ganze wird im Ofen gebacken, bis es halbwegs braun ist.

Montag, 28. April 2014

Comic Book Review#143: Pounded Trade Paperback(2002)

"Pounded" stammt von Autor Brian Wood(der unter anderen DMZ gemacht hat) und Zeichner Steve Rolston(Queen & Country, Tales Of The Teenage Mutant Ninja Turtles). Rausgebracht im Jahre 2002 bei Oni Press, ursprünglich als drei Einzelausgaben.

Eugene "Heavy" Parker ist der Punkrockkönig von Vancouver. Zumindest hält er sich für einen. Er singt in einer hardcore-band, hat enorm viel Kohle(von welcher er sagenhafte partys schmeißt), fährt ein teures auto und er kann jede Frau in der Stadt haben. Selbst die "Beziehung" zu der High-School-Schülerin Missy hält ihm davor nicht ab.

In Wirklichkeit ist er eigentlich ein verdammter Poser, den Leute nur mögen weil er viel Geld hat und Alk ausgeben kann. Doch als Missy ans andere Ende des Landes zieht(genauer gesagt nach NYC) um zu studieren ändert sich alles. Heavy steckt auf einmal in einer Fernbeziehung, was ihm ziemlich überfordert. Also macht er weiter wie bisher. Als Missy das rausfindet ist sie mehr als sauer und kehrt mehrere Monate später zurück. Und ist nicht mehr das schüchterne High-School-Mädchen sondern eine selbstbewusste, tattowierte, gepiercte, kahlrasierte Punkette. Sie hat vier muskelbepackte, tattowierte Freunde mitgebracht(die nebenbei wie die Band Biohazard aussehen) und sie sinnt nach Rache. Was tun?

Amüsante Story in welcher ein eingebildeter Vollidiot genau das bekommt, was er verdient. Super Artwork mit allerhand versteckten Bandnamen und Bandpostern. Sympathisch. Auch wegen der Kürze des Bandes, denn es wäre sinnfrei gewesen es weiter auszudehnen.

8/10 Pfandflaschen

Samstag, 26. April 2014

Film der Woche#143: "101 Sci-Fi-Filme, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist", Teil 9

Groovy, baby! Wir befinden uns Ende 60er/Anfang der 70er Jahre. Der Sci-Fi-Film hat es geschafft sich halbwegs zu etablieren und verdient mittlerweile Millionen. Die nächsten vier Klassiker beschäftigen sich mit den Themen (dystopische) Zukunft und Weltraum.

32. 2001: Odysee im Weltraum(1968)
Ich hab mich soooooo gefreut endlich diesen trippigen Film zu sehen. Leider haben wir ganze drei Tage gebraucht um ihn fertig zu sehen. Hrmpf.

Basierend auf einer Kurzgeschichte von Arthur C. Clarke. Regie führte Stanley Kubrick.

Ich möchte nicht jeden Akt des Films genau beschreiben, deshalb versuche ich mich halbwegs kurz zu

fassen. Die Haupthandlung machen der dritte und der vierte Akt aus. Darin geht es unter anderen um ein Monolit welches vor vielen Jahrtausenden von den Vormenschen gefunden wurde und das im Jahr 1999 auf dem Mond aufgetaucht ist. 18 Monate später(im Jahr 2001) befindet sich der Raumschiff Discovery One, welches mit dem hochintelligenten Bordcomputer HAL9000(Douglas Rain) ausgestattet ist. Offiziell ist die Crew, bestehend u.a. aus Dr. David Bowman(Keir Dullea), zum Jupiter unterwegs um "wissenschaftliche Forschung" zu betreiben. Doch einzig HAL weiß genau bescheid worum es eigentlich geht und tut alles um die Mission aufrecht zu erhalten. Selbt wenn das eine oder andere Crewmitglied dran glauben muss.

Was wir zu sehen bekommen ist ein Kampf zwischen Mensch und Technologie. Fantastische Bilder, unterlegt mit klassischer Musik. Z.B.: "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss. Darüber hinaus gibt es noch eine megapsychedelische Sequenz mit verdammt vielen bunten Bildern und wohl eins der seltsamsten Endungen der Filmgeschichte. Jetzt stellt euch vor, ich mache eine Klugscheißergeste: "Jaaaa, versteeeehst, du musst den Film halt versteeeeehen."

10/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


33. Uhrwerk Orange(1971)
Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Anthony Burgess. Regie führte Stanley Kubrick.

Vororte von London, in einer nicht näher benannten Zukunft. Gemeinsam mit seiner Bande, den "Droogs"(bestehend aus Dim, Georgie und Pete), zieht Alexander Delarge(Malcolm McDowell) durch die Gegend und tut das, was ihm am meisten befriedigt. Er prügelt, vergewaltigt und stiehlt. Eines Tages, sind seine Droogs von seinem autoritären Führungsstil jedoch dermaßen enttäuscht, dass sie ihm in eine Falle locken und in die Hände der Polizei übergeben. Alex, weiß das zwar erst nicht, aber er ist "versehentlich" zum Mörder geworden. Dafür muss er für 14 Jahre in den Knast. Doch im Gefängniss stellt er sich für ein Experiment zur Verfügung. Mithilfe des "Serum 114" und Vorführung von Filmen mit hohen Gewaltgehalt soll er von seiner Krankheit(den Wunsch nach "Ultrabrutale") geheilt werden. Doch was sind die Nebenwirkungen davon und wie wird sich Alex' Welt ändern, wenn er wieder frei ist?

Ich wage es zu behaupten, dass dies ein wahres Meisterwerk und eines meiner Lieblingsfilme ist. Sehr abenteuerlich und für den Zuschauer einfach erklärt ist der Werdegang von Alex, nämlich von einem zum anderen "extrem": vom totalen Feind der Gesellschaft zum absoluten Jesus, der die andere Wange hinhält. Eine leicht bizarre Darstellung von brutaler, sinnloser Gewalt untermalt mit klassischer Musik - unter anderen Beethovens 9. Symphonie, 4. Akt(Alex' Lieblingsstück). Interessant find ich auch den Kleidungsstil der Schauspieler. Diese Zukunft sieht nämlich ganz schön nach 70er Jahren aus.

Interessant ist wie krass der Einfluss des Filmes in der Popkultur ist. Ich spreche dabei nicht nur von der Skinheadkultur, die den Film zum Kultfilm auserkoren hat. Nein, ich spreche auch vom Look der The Adicts, von Major Accident, von der beschissenen deutschrockband "Serum 114"(die sich erdreistet haben Slime zu covern), Franky Kubricks damaliges Aussehen, unzählige Parodien und anspielungen in Filmen, oder auch die Jugendsprache "Nadsat"(ein verballhorntes Russisch) die gerne verwendet wird(zum Beispiel bei Fußballultras von Eintracht Frankfurt). Oder dieses Musikvideo von Rob Zombie.

10/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


34. THX1138(1971)
Erster Film von George Lucas.

Wir befinden uns in einer dystopischen Zukunft, genauer gesagt im 25. Jhdt. Die Menschen leben in unterirdischen Städten, und tragen Glatzen. Ihre Namen bestehen aus einem dreistelligen Präfix(z.B.: THX) und einer Zahl(wie 1138). Es herrscht eine Technokratie, bei welche jegliche Emotionen und sexuelle Handlungen mit Drogen unterdrückt werden. Die Bewohner dieser Welt arbeiten am Fließband um Wachroboter und Maschinen herzustellen. THX1138(Robert Duvall) wohnt zusammen mit seiner Mitbewohnerin LUH3417(Maggie McOmie). Nachdem sie heimlich seine Drogen umgetauscht hat, merkt er dass er Gefühle für sie hegt und vice versa. LUH ist jedoch nicht nur seine Mitbewohnerin sondern auch persönliche Beobachterin. Denn jeder wird in dieser Welt ganz Orwellmäßig beobachtet und ausspioniert. LUH hat jedoch selbst einen Beobachter, der sie stets beim Beobachten beobachtet. Dieser ist SEN5241(Donald "Dr. Loomis" Pleasance). Durch eine Verkettung der Ereignisse kommen alle drei ins Gefängnis. Zudem wird LUH schwanger. Jetzt liegt es an THXs Willen, ob sie überhaupt rauskommen werden.

Ich habe die 2004 nachbearbeitete, mit 3D-Primaten versehene, Version gesehen. Im Prinzip ist es eine sehr radikale Variation von "1984". Dort wurden die Menschen zwar 24/7 beobachtet und beeinflusst, hier kommen noch Drogen hinzu und unterirdische Monster.

Ich finds schade, dass der Film damals an den Kassen gescheitert ist, denn er stellt eine für damalige Zeiten optisch sehr anspruchsvolle Kulisse dar. Die Story ist auch schön radikal und dystopisch, so wie ichs mag.
9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


35. Lautlos im Weltraum(1972)
Wir befinden uns mal wieder in einer dystopischen Zukunft. Die Erde ist vollkommen am Arsch. Zwar hat jeder ein Job und eine Zukunft, doch es gibt keine Vegetation und keinen einzelnen Baum auf der Erde. Dafür existiert eine fliegende Kolonie im Weltall, die aus mehreren Kuppeln besteht. Dadrin befinden sich ganze Biotope voll mit Pflanzen und Tieren. Seit vielen Jahren schon wachen die Astronauten Freeman Lowell(Bruce Dern), John Keenan(Cliff Potts), Marty Baker(Ron Rifkin) und Andy Wolf(Jesse Vint)
darüber. Während Lowe ein begeisterter Ökologe ist, der sein Biotop stets pflegt und mit der Natur im Einklang steht sind seine drei Kollegen die "McDonalds-Fraktion". Sie machen ihren Job weil es ihr Job ist, die Erhaltung der Natur geht ihnen am Arsch vorbei. Als der Arbeitgeber verkündet dass das Projekt nach 8 Jahren aufgegeben wird und die Kuppeln mit Atombomben gesprengt werden freuen sich Lows Kollegen natürlich, denn es geht endlich nach Hause. Für Lowe selbst ist es natürlich ein Alptraum. Da schaltet sich sein Selbsterhaltungstrieb ein.

Dieser Film ist für mich etwas außergewöhnliches, denn ich habe sowas bis heute noch nicht gesehen. Ein Öko-Sci-Fi-Film. Nein, die Filmbänder sind nicht aus nachhaltigen Quellen - der Film beschäftigt sich jedoch mit dem Schicksal der Mutter Erde aus ökologischer Sicht. Bei all den (späteren) post-apokalyptischen Schinken ist auch immer wieder zu sehen, dass unser Planet total am Arsch ist. Jedoch liegt der Fokus der Story dabei immer am Schicksal der Menschen, und nicht der Natur. Bemerkenswert sind die miniaturbauten und Spezialeffekte von John Dykstra(der später bei Star Wars dafür verantwortlich war), als auch die Arbeit der gehandicappten Schauspieler die die drei Roboter Huey, Louie und Dewey darstellten. Sehr empfehlenswert.
9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:

Freitag, 25. April 2014

Album der Woche, Folge 144: Star Fucking Hipsters - From the Dumpster to the Grave(2011)

Irgendwie seltsam, wenn Musik einen fast zum Weinen bringt, weil sie so schön ist. Ja, tatsächlich!

Die Halunken von Leftöver Crack dürften hier einigen bekannt sein, ebenso ihre Mischung aus Metal/Crust, Ska und Punk. Star Fucking Hipsters gehören nämlich zu den Bands der "Crack Rocksteady Seven", d.h. es gibt mehrere Überschneidungen was Bandmitglieder betrifft. Sänger Stza Crack, der auch schon bei LöC mit seiner mal kreischenden, mal abgefuckten Stimme mein Herz höher schlagen lässt, singt hier auch. Unterstützt wird er von den Sängerinnen Nico de Gallo(die nach den Aufnahmen für dieses, schon dritte, Album die Band verlassen hat) als auch Kelsey(von Chump-Change).

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben "Until We're Dead" und "Never Rest In Peace" als auch den Werken von LöC/Choking Victim fällt dieses Glanzstück hier deutlich softer aus. Ach was rede ich da. Es ist zuckersüß! Und so poppig und eingängig wie LöC (fast) nie war. Ich kriege buchstäblich Gänsehaut bei dem They-might-be-giants(das sind übrigens die, die den Titelsong für "Malcolm Mittendrin" gemacht haben)-cover "Ana Ng". Ich muss (fast) weinen bei "War Widows Vietnam", welches über Kriegswitwen der vietnamesischen Seite geht. Noch besser wird es, wenn zu Ska/Metal/Punkigen Klängen ne andere Sprache als Englisch dazukommt - nämlich spanisch in ¡Otra Vez!". Oder dank Boots Riley auch HipHop.

Ich hab bis jetzt dazu eingekauft, bin rumgelaufen, hab Gänsehaut und Schmetterlinge im Bauch gehabt(nein keine Gänsehaut im Bauch, das ist ja eklig und nicht vegan!) und den Hund gestreichelt. Ich denke aber man kann dazu auch die Person seiner Wahl lieben/liebhaben. So klingt schöne Musik.

9/10 Pfandflaschen
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Mittwoch, 23. April 2014

Happenings des Monats: März/April'14

28.03.2014: Zerre + All That's Left(Immerhin, Würzburg)
Well, well, well. Ein Tag vor einem großen kleinen Festival noch auf ein Konzert gehen? Geht klar!
Zum Tanze sollten aufspielen: Always Wanted War, All That's Left und Zerre. Da ich neugierig war was Herr Schalinsky außerhalb von Dearest für Musik macht(hab online nur ein Disssong gegen Rob Darken gehört, mehr nicht). Always Wanted War sagten ab. xStricherx bewegte sich, als All That's Left anfingen zu spielen, auf den Konzertraum zu. Als er merkte, dass die Band sich anhört als hätten sie kurze hosen an und viel zu dicke eier dafür, packte er den 5€-Schein wieder ein und ging in die Kneipe des Immerhins zurück. Ca. ne halbe stunde später ging ich(Stricher) wieder rein und erfreute sich an hardcore punkigen klängen und gelassenen Ansagen("Yo, fight the naziscum, diggaaaa!"). Stricher(ich) erwartet jetzt den anstehenden(also irgendwann dieses jahr oder so) LP-Release. Das fand er nämlich echt gut. Und für 5 ocken hat sich das wohl gelohnt.

29.03.2014: Angeschimmelt Youth Crew Fest(Oettinger Villa, Darmstadt)
Yes, yes, yes. Endlich gings wieder nach Darmstadt auf das "Mini Fluff Fest" auch bekannt als "Angeschimmelt Youth Crew Fest". Ich sage das weil ich dort, wie aufm Fluff Fest auch jede Menge Leute treffe, die ich sonst kaum sehe. Und weil die Bands verdammt gut waren.

Angefangen hat alles aber mit einem Vortrag von Roger Behrens(dies ist nicht zwangsweise der richtige vortrag), der sich mit der Beziehung von Punk und Pop. Er hat mehrere interessante Fragen gestellt, u.a. ob Punk heutzutage überhaupt einen emanzipatorischen Gedanken besitzt. Jemand aus dem Publikum meinte, dass wenn man dank Punk/Subkultur es schafft, sich selbst/sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln, kann man ruhig damit weitermachen. Wenn Punk jedoch nur bewirkt, dass man weiterhin sinnlos konsumiert(und mehr nicht), dann kann man dieses
"Punkdasein" "ruhig ablegen". Interessante These.

Den Singer/Songwriter-Menschen "Mevsavlt" hab ich verpasst, weil ich beschäftigt war mit draußenrumhängen. Meh.

Barren, mit ihren xvx-90er-midtempo-hardcore, sind meinen Lesern glaub ich schon mal bekannt. Trotzdem will ich anmerken(mal wieder) dass es mir Spaß gemacht hat, und wohl immer wieder machen wird. Gerne wieder.
Throwers fand ich trotz hoher Erwartungen(alleine aufgrund des geilen namens) gar nicht mal so spannend(was sich bein nachträgliche begutachtung der musik, nicht bestätigt). Vielleicht hatte ich auch ne komische laune, wer weiß. Ähnlicher Fall bei The Tidal Sleep.

Ähnlich gings mir bei Planks die ich schon bisschen öfter gesehen hab. Allerdings gings danach ordentlich chaotisch los mit Holy, die es geschafft haben mein Herz aufflammen zu lassen. Auf dem Fluff halb verpasst, hab ichs diesmal geschafft die krach machenden, fast schon satanischen Italiener anzugucken. Richtig richtig evil. Verglichen damit, sind die anderen Bands christlicher Hardcore gewesen. Fuck yeah. Mehr Powerviolence, generell! Bitte!

Oathbreaker:  Erst bei der unglaublichen Menge an Leuten auf viel zu kleinen Fleck geweigert reinzugehen. Dann doch beschlossen: Augen zu und durch. REIN! Und ich hab es nicht bereut. Was für eine Stimme, was für eine Soundwand. Und so viel Haare, dass selbst Cousin It neidisch wäre. Scheiße mann, ich hab viel gesehen, aber sowas verwundert einen schon. Die Screamo-Legenden La Quiete(aus Italien) hab ich mir dann von draußen gegeben, da ich von der Masse an Menschen leicht genervt war. Ich habe das Gefühl ich muss wieder anfangen mehr Screamo(und experimentellen Hardcore) zu hören, denn das klang echt schön!

Hier gibts Fotos und Fotos.

5.4.2014: The Poor Devils + Tilidin + Absturzgefährdet(B-Hof, Würzburg)
Scheiße.
Wie kam ich bloß auf die Idee?
Achja, es stellte sich bei einem Chat-Gespräch zwischen mir und Gutti heraus, dass es sonst nichts in Würzburg zu tun gab außer zum Konzert von Absturzgefährdet zu gehen. Heiliger Jesus, wo bin ich da reingeraten...
Ich glaube direkt in die Hölle. :D

Den Anfang machten "Absturzgefährdet" aus Schweinfurt. Zuckersüßer, deutschsprachiger female fronted deutschpunk. Mit Songtexten, die weder ich noch Gutti verstanden haben. Zum Beispiel "Hipsterloch": "Wir graben, wir graben, wir graben ein Loch. Wir haben, wir haben unserm Schlips verloren" oder so. Achja und irgendwas mit "Husten", "Fußpilz", "Pusteln"(???)
kam auch vor. Danach, die Russen aus Berlin. Oder auch bekannt als "Tilidin". Gewöhnlicher Hardcorepunk mit Ansage. Apropos Ansage: Der Sänger wollte bei einem Song, bei welchen es um die 00er Rockgeneration ging, eine für ihn megawichtige Ansage machen. Fände ich auch interessant, da ich selber in den 90er/00er Jahren aufgewachsen bin und dementsprechend wollte ich auch wissen, was er zu sagen hat. Blöd nur, dass der Drummer von Absturzgefährdet irgendwas dazwischen brüllte und sich wichtig machte. Und blöd, dass der Tilidin-Mensch daraufhin halb ausrastete: "HALTS MAUL! DAS LIED IST WICHTIG, WICHTIG DASS SO FLACHPFEIFEN WIE DU DAS VERSTEHEN!!! AAAAAAARGH!!! *PLASTIKFLASCHEAUFMKOPFHAU*" Scheiße, mann.... Lusstig fand ich, wie viele Russen an dem Abend anwesend waren. Da fühlt man sich wie n Spion, der nicht verrät, dass er alle Gespräche verstehen kann. Hrhrhr. Zum Ende hin spielten "The Poor Devils", die es geschafft haben, den Elektro-Musiker Björn Peng an den Bass zu holen. Kongratulation! Leider machte es die Musik nicht wirklich besser. D:

Danach: Richtig geiles rumhängen und selfies in der sparkasse mit geldscheinen machen. Gerne wieder! Much love.

21.4.2014: We Came Out Like Tigers + Snakes and Lions +Wolfenstein + Cerpin Taxt(Kellerperle, Würzburg)

Auja! Was war das für ein schöner Tag, der sich vom Nachmittag bis in die Morgenstunden des nachfolgenden Tages gezogen hat. Anzumerken ist übrigens dass ich mich, bevor ich zum Konzert ging, mich mit meinem Kumpel, den Topografen getroffen hab. Wir haben uns Bilder von schlechten Tattoos als auch von Blumen die weiblichen Genitalien ähnelten angesehen. Ja, das war sehr wichtig.

Die erste Band am Abend waren Cerpin Taxt(Mars Volta lassen grüßen!) aus Schweinfurt. Habe ich schon mal im schweinfurter Stattbahnhof gesehen, was schon Ewigkeiten her ist. Habe sie als sehr erträglich in Erinnerung gehabt, was sich auch bewahrheitet hat. Post-irgendwas-hardcore mit schwer emotionalen Texten. Die Sorte Band, bei welcher der Sänger auch ohne Mikro seine Texte schreit, und sichtlich mitgenommen von diesen Erscheint. Sehr schön. Allerdings sprech ich den Bandnamen immer noch falsch aus - nämlich TSCHERPIN TAKST anstatt SÄRPIN TEKST.

Wolfenstein(benannt nach dem expressionistischen Lyriker, der 1945 in Paris gestorben ist und NICHT nach dem Game - zumindest hab ich das so aufgeschnappt. aber: jajajaja, wers glaubt! :D), aus Stuttgart hab ich in den letzten Jahren immer wieder verbockt zu sehen, da musste ich diese Chance nutzen und extra dafür für ein Abend von meinem Ferienurlaub im Ruhrgebiet zurück nach Würzburg zu fahren. Echt jetzt. Nagut, ich hab erst paar Tage vorher realisiert dass auch noch die großartigen We Came Out Like Tigers spielen, aber egal. WS waren ein bei mir willkommenes Gegengewicht zu post-hardcore/"langatmiger" Musik usw. Finde es sowieso gut, wenn es gemischte Shows gibt, bei welcher Bands aus verschiedenen Genres spielen, so wird es nicht langweilig. Jedenfalls boten die Schwaben ein Set bestehend aus köstlichen Blastbeats, fingenkuppenschreddenden Gitarren und coolen Ansagen("das nächste lied handelt von arbeit!"). Ich hab mir jedenfalls auch deren Split-Ep mit Sullen Walk geholt, die ich am Morgen danach im absoluten Scheißzustand wie hypnotisiert begaffte.

Snakes and Lions verpasste ich einfach gnadenlos komplett, da ich mich draußen mit Brot und Eumelt über Weltpolitik und andere lustige Sachen unterhalten hab. Pünktlich zu "Mir kame raus wie Tischer"(wie WCOLT jetzt heißen werden) sind wir wieder rein und moshten beim Verdrücken der zwei Voküteller(zumindest Brot und meine Wenigkeit). We Came Out Like Tigers kamen aus UK und haben mich echt umgehauen. Digital hörte sich das zwar schon geil an, aber live wars natürlich noch besser. Jetzt soll jemand bitte nochmal Klagegesang, Blastbeats und Geige nochmal so geil verknüpfen. Ich wette das schafft niemand.

Danach gings weiter auf eine kleine Kneipentour während welcher wir erfahren haben, dass Herr XYZ(der sich in Schweinfurt auf dem Stick To Your Guns-Konzert rumtrieb) beim Stagediven den Arm gebrochen hat. Ergo musste Stricher nachts noch den Herrn im Krankenhaus abholen. Und auch wenn er erst um 4 daheim war und um 8 wieder aufstehen musste, wat solls. Wat tut man nich für Freunde.

Montag, 21. April 2014

Ohrwurm der Woche#58



:')

Comic Book Review#142: The Girl Who Owned A City(2012)

Das könnte also theoretisch passieren, wenn alle Erwachsenen auf der Welt aussterben würden. Interessant. Aber wir gehen jetzt erstmal auf den Inhalt ein...

"The Girl Who Owned A City" ist eigentlich ein Buch von O.T. Nelson. Man hat es hier ziemlich gut in ein Comic überarbeitet. Soweit ich weiß ist er sogar ziemlich deckungsgleich mit dem Buch.

Wir befinden uns in einer dystopischen Zukunft. Ein Virus hat alle Erwachsenen auf der Welt ausgerottet. Nur Kinder ab 12 Jahren abwärts hat es nicht getroffen. Es herrscht Not und Elend und man weiß nicht so recht was zu tun ist. Kinder schließen sich zur Banden zusammen und plündern was das Zeug hält. Doch ein zehnjähriges Mädchen hat viel bessere Ideen.

Lisa Nelson(10) und ihr Bruder Todd(7) wohnen in einem Vorort von Chicago. Sie hat sich selbst das Autofahren beigebracht und sucht die Umgebung nach Lebensmitteln und weiteren wichtigen Dingen ab. Währenddessen wird Todd von der Chidester-Gang verprügelt und aller Lebensmittel beraubt. Die Gang besteht aus mehreren kleinen Jungs die sich durch Gewalt ihr eigenes Überleben sichern, weil sie nicht wissen wie sie es sonst tun sollen. Da fällt Lisa eine geniale Idee ein: Warum nicht alle Kinder zusammentrommeln, eine Art Miliz gründen und eine Stadt mit einem funktionierenden Abwehrsystem aufbauen? Klingt verdammt gut und ich sage, es klingt nach ner verdammt guten Story!

Gibt n Anreiz das Buch zu lesen, definitiv! Das werde ich wohl auch irgendwann mal machen. Story von Dan Jolley, Zeichnungen von Joelle Jones. tut mir Leid, ich weiß nicht wie man die zwei Punkte übers E macht. Colouring von Jenn Manley Lee. Super postapokalyptische Lektüre über Besitz, Macht und Überleben!

8/10 Pfandflaschen

Freitag, 18. April 2014

Album of the week, episode 143: MF Doom - Operation: Doomsday(1999)

Allright, I'll try to keep it short.
My international readers probably do not know what kind of hip-hop I like to listen to, that's why I'd like to explain it. The sort of hiphop which I like is either aggressive as hell but highly intelligent or smooth as fuck, oldschool and has witty lyrics. MF Doom is both.

His lyrics may sound passiv-aggressive when he disses whack MCs but at the same time he remains cool. Or even better: the beats are nice and slow so when
you don't understand any english you will think that the lyrics are about rainbows and unicorns. I, for example didn't get the lyrics of "Doomsday" at first, but was convinced through the samplings of Sade's beautiful voice that the song is highly positive. Of course it is, it's about MF Doom himself.

Metal Face(when it comes to rapping) or Metal Fingers(when it's about producing) talks about his persona, his past and present life and how he misses his brother . He reminisces old days of smoking blunts and "people get jumped". He makes a shit ton of references to pop culture. Mostly about the villain Victor van Doom from the 1967 "Fantastic Four" cartoon. "Operation: Doomsday" even samples the series couple of times in the interludes. Other bits come from classic rappers as Kool G Rap or The Deele's "Shoot'em up Movies". But there are other songs such as "Who you think I am" which tells us more about monsters from the Monster Island(better known from the original Godzilla Movies). The song "hey" uses samples from the original "Scooby Doo" series. Well, that's awesome as fuck.

Pop culture samples, sick lyrics which can't get out your head, smooth, chill as fuck beats. Everything that makes up a hella good hiphop album in my ears. Definitely a must-listen-to. Also, I love the fact that MF was one of the first rappers wearing a mask.


9/10 deposite bottles.

the playlist

Movie of the week#142: Dr. Horrible's Sing-Along-Blog(2008)

Hell yeah, that's actually the first time that I review a musical. Or the first time since years. I don't know. Anyway, I think it's pretty unusual, but not because of the gerne. But because "Dr. Horrible's Sing-Along-Blog" stars sitcom-actors like Neil Patrick Harris(as Dr. Horrible) and Simon Helberg(as Moist) who also star in shows like "HIMYM" and "TBBT" which I really really dislike. Honestly, I just don't like their shows and therefore it's kinda obvious that I wouldn't like any of their other works.....but this thing here was really really awesome.

Billy(Neil Patrick Harris) is a Supervillain. His alter ego is called Dr. Horrible. He likes to dress up in "evil scientist"-type of clothes and most important is: he likes to videoblog about his evil plans. His goal is to join the "Evil Society of Evil". At the same time he falls in love with Penny(Felicia Day), a girl he met at the laundromat. But sadly he accidentally introduces her to his nemesis, the high school jock douchebag type superhero Captain Hammer(Nathan Fillion). After the incident Hammer and Penny fall in love which breaks Billys heart.

Will Dr. Horrible join the Evil Society of Evil? Will he finally conquer Pennys heart? Will the heartbroken Villain defeat the asshole Superhero? Joss Whedon("Buffy") and his filming crew present a pretty low budget musical which was made during the strike of the Writers Guild of America. A very cute story about a reverse relationship between a hero and a villain. Here the villain is the actual good guy, while the actual hero turns out to be a sex-crazed piece of shit. Very sympathetic and uncomplicated.


Movie on youtube
8/10 deposit bottles

Mittwoch, 16. April 2014

Jay-Zs 99 Problems: #666

Short note by the author:
This whole Jay-Z stuff is getting me pissed. I'm kinda sick of it, really. That's why I will try to finish this category. And, uhm, that means that every week I will try to enlarge the amount the Jay-Z-posts. Thanks for reading this, btw.

#666: The Illuminati, the Rothschilds, 9/11 and shit.

Yeah, I know. I already told ya that people accuse me of being part of the illuminati. Or the elite. Or some kind of....hell knows...whatever....satanic, jewish communist, muslim elite. Just because I'm friends with the president(though I assume that this motherfucker is only friends with me so he can take a look at beyoncés ass) aaaaand maybe because I love doing the "rock" symbol. Jesus fuck, people are crazy. Anyways, that's how my story goes:

I was driving to the grocery store, cause I needed some stuff. Suddenly I stuck in a traffic right before my destination point. A guy was sitting in the car on my left. He was pretty weird looking. Kinda like a nazi-fetishist. You know, gestapo jacket, emo haircut and so on. He was looking straight at me and then he started talking to himself. Or to his bluetooth phone or whatever. Anyway I don't give a fuck and keep on driving. Suddenly his oldsmobile(some old nazi-mercedes or whatever the fuck it was) drove towards me and um...well yeah...my jeep wasn't actually made for the streets. So,um yeah. I did kind of a backflip. I was knocked out.

What I remember is that I woke up in a strange room. I was chained to some kind of metallic plate. Just like in a james bond movie, right before the villain comes in and directs a laser ray right at mr. bond and threatens to cut him in half. Holy fuck. That was creepy. But way creepier were the swastika flags which were hanging on the ceiling, and on the side walls. "Hm, what if the fucking villain would come in, like right now?", I thought. And then the door on the right opened and HE came in. Adolf Hitler. Or at least some guy dressed up as him. Well, actually it might be a guy who dressed up as hitler rather than Adolf himself. Whatever.

"Uh, our sabdschekt wouk ap!"
"Dude, wtf is your problem? Why in the world are you kidnapping me? And what the fuck is up with all those nazi-flags?"
"STOPP! Mister Hova, först ällauh mi tu introdoos myself. My name is professor Axel Stoll. I am a promo, promova...promi....prum, pram.........I am a scientist and me and my Einsatzkommando assum that you are a dangerous part of sä illuminati"
"Jeezus, not that again. Look I explained that like 100000 times to all you conspiracy fuckwads. I got nothing to do with anything. I just make music. Yeah, and I like some symbols but that's all. And to be honest, I feel kinda discomfortable right now, because you kidnapped me and stuff, and uh...."
"VILL YOU SCHAT APP! VEE HAVE WAYS TO MAKE YOU TELL US THE TROOTH! ALL TROOTH ABOUT YOU AND YOUR ELEKTROJUDENTUM!"
"......about what?"
"VEE KNOW THAT YOU ARE THE ELEKTROJUDE! YOU ARE RESPONSIBL FOR ALL THE BAD STUFF IN SÄ INTERNET! EFERI EBAY-ACCOUNT THAT SELLS NS-MEMORABILIA ZUM HORRENDEN PREISEN! YOU ELEKTROJUDEN ARE RESPONSIBL FOR ZEES!"
"Shit, man I don't know what kind of stuff you smoke but please share!"
"IT IZ NOT SÄ TIME TO MAKE FUN OF ME, ELECTROJEW! I KNOW THAT BEHIND THAT MASK THERE IS A HIDEOUS JEWISH ZINKEN!"
".....woah, woah. what mask?"
"YOUR BROWN MASK OF DISGRACE! BUT NOW, I WILL REMOVE IT AND SHOW THE WORLD YOUR TROO FACE!"

Dr. Stoll went to the right corner of the room. He was mumbling something about "the joden, skalarwelle" and so on. Meanwhile I managed to set my left foot free from the chain. Which was btw made out of plastic. And I thought the germans liked to invest much money in expensive products. After a couple of minutes he came back. In his right hand he was holding a kind of a...hook? what the fuck was he trying to do?
He came up to me and pointed the hook right into my right cheek.
"NAO I VILL PUT THAT BROWN MASK OF YOUR KOPF SO I CAN SEE YOUR TROO FACE, ELEKTROJUDE! THE RULERS OF ALDEBARAN VILL BE PLEASED!"
Shit, he was watching way too many Star Wars or something. That motherfucker must be high on bath salts or something.
"STAND STILL SO I CAN PROCEED!"
"nope. nope. nope. uh uh. can't do it."
I moved my head back and forth. Left and right. Just so he couldn't do whatever he was trying to do. I remembered that my left foot was set free. So i just kicked him in the nuts. He felt down on the ground. His face seemed disgusted by the horrible pain. Some device fell out of his left pocket and obviously a button was pressed by accident, because A FUCKING INTERDIMENSIONAL PORTAL SHOWED UP AND BEGAN SUCKING UP EVERYTHING IN SIGHT! I was helpless. The rest of the chains ripped off the metal. I could only hope that my hands are strong enough to hold on to the fucking metal plate and that I will not get sucked in. Too bad that the device got sucked in. Dr. Stoll was mad as hell and kept shouting "YOU ARE RESPONSIBL FOR ZEES! I WILL TAKE YOU WIFF MEE!" He was holding himself to a cable which was sticking out of the wall. He grabbed my leg and pulled really hard. The next thing I know is that we were sucked in a strudel. I felt really sick.

A couple of seconds later we finally arrived. It was an other planet. First thing I had to do was puke.

Montag, 14. April 2014

Can't get this out of my head#58



Please listen to the whole song.

Comic Book Review#141: DMZ, Vol.1: On The Ground(2006)

Awright, here comes the fourth International Week! And again, we start with a Comic Book Review. Here we go...

DMZ stands for "Demilitarized Zone", an area where military isn't allowed to operate. For example in a war between two states. In the DMZ Comic, such zone is Manhattan. In near future a second civil broke out and divided the USA in two parties. The United States of America and the secessionist Free States.

Matt Roth, a young Journalist who wants to boost his carrier has a fuckton of luck. He is chosen to assist on a report in Manhattan. But after he, the security crew and his Boss land, everybody but him gets killed. Shortly after that he learns to know Zee, a young Tank-Girl-Type medic who cures wounded DMZ-Citizens. After the United States try to save him, and "securing" the area - which means shooting the fuck out of everything with a helicopter -, he decides to stay at the DMZ and write a report about the life in there.

He learns how people live, where do they get food and meds from and that not everything there is shitty as hell. Also, he learns to know more people and their specific views and attitudes.

Damn, that's cool as fuck! Nice to read something that isn't that far away from reality. Remember Ukraine? Terrific story by Brian Wood and art by Riccardo Burchielli. Available at Vertigo.


9/10 deposit bottles
Downloadlink for all issues. It's 1000 MB. So come on and buy it, dammit!
and thats how an intro to an animated series would look like. that would be so awesome:


Sonntag, 13. April 2014

Film der Woche#141: Bukarest Fleisch(2007)

Nachdem sie erfährt dass ihre Eltern und ihre kleine Schwester in Rumänien bei einem Autounfal gestorben sind beschließt die Studentin Lara(Friederike Kempter) zusammen mit ihren Kommilitonen Nicki(Andreas Thiele) und 2 weiteren unwichtigen nebendarstellern dorthin zu fahren und alles genauer zu erfahren. Dort lernen sie Nichita(Iona Iacob) kennen. Durch sie erfahren sie die schreckliche Wahrheit: Laras Vater hat
nämlich billigstes Gammelfleisch an rumänische Straßenkinder verkauft und sich in Deutschland als humanitären superhelden abfeiern lassen. Blöd nur dass viele dadurch gestorben sind und einige einen Hunger auf Menschenfleisch entwickelt haben. Seitdem lauern sie im Wald und  machen Jagd auf Menschen.

Mitschuld daran, dass dieser Schinken hier reviewt wird, ist zweifelsohne mein lieber freund Gutti. An zweiter stelle steht meine enorme neugier. Ich wollte nämlich wissen, wie zum teufel diese bekloppte szene bei 1:17 abläuft, von welcher Gutti mir so begeistert erzählt hat.

Zum Film: Heiliger Jesus, was zur Hölle ist das? Nun, lediglich die Abschlußarbeit des Regisseurs Andy Fetscher. Die Story des Films klingt nach megabsurden b-movie-trash, der bestimmt auch recht grob umgesetzt ist. Doch weit gefehlt, denn - der Film nimmt sich ziemlich ernst und erfüllt allerhand Horrorfilm-Klischees: Man geht dahin wo man nicht hin sollte, man lässt die Waffe fallen, der Bösewicht kommt immer näher, eine lesbische Sexszene, man baut aus einer zerbrochenen Flasche, einen Kondom, einen Taschenmesser und einen Stock eine tödliche Waffe......moment, eine lesbische Sexszene? Was hat das mit der eigentlichen Story zu tun? Nichts, aber ist anscheinend der Grund dafür, dass der Film von manchen Kritikern als "Queer Cinema" verstanden wird. Ernsthaft jetzt? Mich erinnert dieser Streifen eher an Teenie-Filme der 00er Jahre wie "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast", auch wegen der New Metal/Alternative Musikuntermalung. Achja, die dunklen Aufnahmen, Wackelkamera usw. machen den Film schon ziemlich unangenehm an manchen Stellen... achja und es brennt eine Kirche!

Fazit: Alle in Rumänien sind arm und brauchen Futterspenden aus Deutschland. Und sowieso ist Osteuropa der sichere Tod!
5/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:



Album der Woche, Folge 142: Articles of Faith - Give Thanks(1984)


"You've been drafted with a grey flannel tie
another uniform to cover your life
So uniform and things stay the same
In your uniform when things
when things stay the same
In your suit
In your suit
In your suit
In your suit"

Vic Bondi klingt angepisst. Aber nicht auf die Art von "Judge", "Agnostic Front" etc. sondern eher trotzend, genervt und anprangernd. Begleitet wird er unter anderen von drei(!) Gitarristen. AoF machen auf ihren dritten Album zwar noch Hardcore Punk, allerdings merkt man schon hier und da(zum Beispiel  "Every Man For Himself" oder "In This Jungle") progressivere Töne. Außerdem scheinen die Songs sich der Methode des ohmeingottdasliedhörtjetztaufoooohneinjetztdochnicht zu bedienen. Die drei Gitarristen ergänzen sich wunderbar. Gitarrensolos, die typische Frickelei etc. pp. Auch wenn sie ursprünglich aus Chicago kamen haben sie sowohl musikalisch als auch textlich gesehen eine Verbindung zu Dischord Records. Man könnte sie in eine Reihe mit Rites of Spring, Fugazi, Embrace usw. stellen. Allerdings höre ich keine Funk- und Jazz-Einflüsse die ja so angepriesen werden. Aber das macht nichts. Ich weiß ja bescheid, dass selbst bei den lautesten, schnellsten HC-Bands eine gewisse Struktur in ihren Songs vorherrscht. AoF scheinen diese nicht zu haben. Das Album wirkt leicht chaotisch, jeder Track ist unerwartet anders. Das macht mich sehr glücklich. Ich habe sogar einen Lieblingssong auf diesem Album - "In This Jungle"

"In this Jungle I call home
In this Jungle so alone
What remains is what escapes
Some masquerade as prey
In this Jungle I call home
In this Jungle so alone
What remains is what we take
and what's not taken's owed"

Anspieltipps: "I Objectify", "Acceptance", "Every Man For Himself", "Five O'Clock", "In This Jungle"

PS: Achja, Tempowechsel! Tempowechsel everywhere.

9/10 Pfandflaschen

Samstag, 12. April 2014

Comics Monthly#4

Daredevil#1
Und wieder mal eine #1 bei Marvel Comics, im Rahmen von "All New Marvel NOW!". Diesmal ist der sympathische Hörnchenträger Daredevil an der Reihe.

Matt Murdock musste in seiner Kindheit einen hohen Preis für Zivilcourage zahlen. Als er einen
blinden alten Mann vor einen heranfahrenden Laster rettete geriet er in Kontakt mit giftigen Abfällen, die ihn ebenfalls blind machten. Doch dafür verschärften sich seine anderen Sinne, er wurde zu einer Art menschlicher Fledermaus. Die Zeit verging und Matt wurde Anwalt. Doch nachts nimmt er eine zweite Identität an - er wird zu Daredevil, einen Typen im roten Teufelskostüm der gegen Gangster kämpft. Diesmal hat er es mit der Entführung der Tochter der stellvertrenden Bürgermeisterin zu tun. Die Spur führt ihn nach San Francisco, wo es zu einer spannenden Verfolgungsjagd zwischen ihm und dem Mädchen und irgendwelchen komischen Typen in Rüstung die auf Gleitern fliegen. Anscheinend haben sie mehr vor als nur eine simple Entführung....

Story und Zeichnungen von Mark Waid und Chris Samnee. Eine sympathisch wirkende Krimi-Story mit Zeichnungen in ziemlich simplen, fast schon Retro-Stil. Ohne Doppelseiten, "mehr bild als text"-ausfällen und mjt soundeffekten wie "WHUMP!", "RRRNCH" und "BRAKKA BRAKKA BRAKKA". Im Grunde genommen ist es ein kurzer Einblick in Daredevils Leben, ein Bericht über einen Superheldeneinsatz der am Ende Lust auf mehr macht.

9/10 Pfandflaschen

Liberator/Earth Crisis#1
Ich meine zu wissen, dass einige meiner Leser ExCx hören(falls nicht, link anklicken!) deswegen spare ich mir jegliche Infos über die Band. Tatsache ist, dass dieser Comic zusammen mit dem neuesten Album "Salvation of Innocents" erscheint, auch als Deluxe Edition. Dieses gilt sozusagen als der musikalische Begleiter für den Comic.

Sarah hat sich für einen Job als Hausmeister in einem Labor beworben. Einem Tierversuchslabor. Sie ist am Tag ihres Vorstellungsgesprächs äußerst verwundert über die zahlreichen Demonstranten die vor dem Gebäude stehen und "Murderers, filthy animal abusers!" brüllen. Sie nimmt den Job an, doch nach einem Monat verändert sich ihr Bewusststein. Nachdem sie nun oftmals versehentlich grausame Tierversuche beobachtet hat und nach durchgeführten Versuchen die Tatorten saubermachen musste, hat sie die Schnauze voll. Irgendjemand muss die Sache in die Hand nehmen und ein Liberator, ein Befreier werden. Vielleicht ist dieser jemand auch sie.

Schön zu sehen, dass auch wahre Superhelden aus dem Alltag einen Comic bekommen, die keinen Umhang tragen sondern sich vermummen und anderen Lebewesen das Leben retten. Besonders cool finde ich, dass "Liberator" ohne einen Zeigefinger(und billiger pseudo-kritik) daherkommt sondern eine schlicht gute Story ist. Ob das bei anderen Veröffentlichungen von Black Mask auch der Fall ist, weiß ich allerdings nicht(siehe "Occupy Comics"). Sonst: cooles, realistisches Artwork von Javier Sanchez Aranda. Story von Matt Miner und Earth Crisis. Achja, einer der Publizisten von Black Mask ist Brett Gurewitz von Bad Religion. Wusst ich gar nicht!

8/10 Pfandflaschen

Real Heroes#1
Es war echt an der Zeit mal wieder irgendwas von Image oder Dark Horse zu holen. Also hab ich das getan.

Die erste Ausgabe von Real Heroes handelt von einer Gruppe Schauspieler, die teil eines riesigen superhelden-mega-franchise sind. Vergleichbar mit den Avengers von Marvel. Der erste Teil von "Olympians" war sehr erfolgreich, der zweite feiert bald seine Premiere. Sie sind sogar optisch einigen realen Schauspielern recht ähnlich. Der schauspielernde Rapper sieht aus wie der Sohn von Will Smith(dessen namen ich vergessen hab, tut mir leid) und ein anderer(eingebildeter und koksziehender typ)sieht aus wie ein Schauspieler aus "Hangover"(der im film auch lehrer war, wieder
name vergessen). Auf jeden Fall taucht ein feindlicher Roboter aus dem Film im echten Leben auf und tötet Leute. Die eingebildete Snob-Truppe("Omg you puked over my shoes, they cost like 1.500$!") muss sich bald den Feinden stellen. Allerdings müssen sie dafür eine Reise machen und zwar in eine andere Realität.

Sicher keine schlechte Story(von Bryan Hitch) und kein schlechtes Artwork(ebenso von Hitch). Auch find ich die Charaktere mehr als witzig und die Tatsache dass sie reale Ebenbilder haben sehr amüsant. Allerdings meine ich zu wissen was als nächstes passiert. Die Schauspieler werden auf ihrer Reise zu besseren Menschen; es war alles nur ein Test etc. etc. Von daher, werde ich das nicht weiter kaufen.

Dennoch: 6/10 Pfandflaschen

Transformers: Regeneration One#100
"#100 in a four-issue limited series" heißt es also, denn(wie Axel Stoll sagen würde) muss man wissen: die erste Transformers-Serie begann bei Marvel Comics als limitierte Serie, die nur vier Ausgaben andauern sollte. Allerdings setzte sie sich durch und zwar bis Ausgabe 80. Danach beschloss Marvel keine Comics über lizenziertes Spielzeug rauszubringen und da war erstmal Schluß. Zum Glück nahm sich der Verlag IDW(der neben Transformers auch noch so Sachen wie X-Files, Ghostbusters und TMNT rausbringt) den ganzen an. So hat man die Serie fortgeführt. Ja, es ist tatsächlich dieselbe Storyline die 1984 angefangen wurde. 2014 wird sie endgültig mit der 100. Ausgabe beendet(allerdings laufen parallel dazu noch die Serien "Transformers: Robote in Disguise" und "Transformers: More than meets the eye"). Es ist ein Fest für alle treuen Fans, als auch für die Macher.

Allerdings ist es der fünfte Teil der Story "The War to end all Wars", sodass ich kaum Ahnung hatte was vorher passiert ist. Jedenfalls ist der langjährige Freund der Autobots - Spike Witwicky(korrigiert mich, wenn es nicht der richtige Name ist, bitte) vom ehemaligen Autobot Fortriss Maximus gefangen genommen. Die Autobots um Rodimus Prime gelangen endlich zurück zu ihren Heimatplaneten Cybertron und treffen dort auf....die absolute Finsternis. Ein bösartiger Geist, etwas unglaublich Finsteres hat sich auf dem Planeten eingenistet. Man trifft auf zombie-artige Versionen von verstorbenen Autobots.... außerdem erfährt Rodimus dass seine Crew nur ein klitzekleiner Teil eines riesigen Multiversums ist. Sowieso werden viele philosophische Fragen gestellt und beantwortet.

Ein genialer Streich, diese finale Ausgabe. Ich dachte eigentlich dass kämpfende Roboter nur im Fernsehen so cool rüberkommen, doch falsch gedacht. Sie zeigen auch auf Papier enorm viel Charisma und Mitgefühl. Es mag sein, dass ihr Körperbau mechanisch ist, doch sie sind weitaus mehr als nur Roboter...

I almost cried nostalgia tears. Wirklich sehr emotional, raffiniert. Eben ein kleines Meisterwerk. Endlich ist die Serie abgeschlossen!
9/10 Pfandflaschen



Dienstag, 8. April 2014

Ohrwurm der Woche#57



bisschen kurz, bleibt aber hängen.

Montag, 7. April 2014

Comic Book Review#140: Zombies, Teil 0. Tod und Agonie(2012)

Ich hab echt lange nichts mit Zombies am Hut. Weder Film, Buch, Comic noch Videospiele. Kann generell den Zombie-Genre nicht viel abgewinnen. Sicher, es gibt einige verdammte Gute Filme bzw. Comics(The Walking Dead zum Beispiel). Jedoch ist das Modell meistens ziemlich vorhersehbar. Es geht um das Ende der Welt durch eine Zombie-Pandemie....ausgelöst durch einen Virus....oder die Toten steigen aus ihren Gräbern hervor und greifen alles Lebende an...

Leider muss ich auch zugeben, dass es bei "Zombies" von Olivier Peru und Lucio Alberto Leoni nicht viel anders ist. Aaaaber die Charaktere sind nicht uninteressant, die Dialoge sind teilweise sehr witzig und die Bilder sind schön detailliert und realistisch gezeichnet.

Es geht um einen kanadischen Schauspieler namens Serge Lapointe. Seine ruhmreichen Tage als Zombie-Jäger in Horrorfilmen sind um. Nun verdient er seine Brötchen als Attraktion auf Conventions. Wie auf der in St. Petersburg, wo er sich grade befindet. Es ist nicht mehr alles wie früher, aber irgendwie macht er das Beste draus. Während seines Aufenthaltes kriegt er kaum was von der draußen wütenden Zombie-Pandemie mit, denn er versteht kein russisches Fernsehen. Nach einer leicht besoffenen und mit einer Frau verbrachten Nacht stellt er fest: Die Untoten wüten auf den Straßen und niemand ist vor ihnen sicher! Jetzt heißt es Agent anrufen und einen schnellen Flug zurück nach Kanada organisieren. Doch es wird nicht einfach für sein Gewissen, wenn er auf dem Weg zum Flughafen Menschen trifft die ihm wichtig werden und er sie nicht einfach so mitnehmen kann...

Ich bin übrigens von dem Flughafen schon zig Mal geflogen. Seltsames Gefühl ihn so zu sehen.

Erschienen beim Splitter Verlag

7/10 Pfandflaschen

Sonntag, 6. April 2014

Film der Woche#140: Faster, Pussycat! Kill! Kill!(1965)

"I never try anything. I just do it. [...] Wanna try me?"

Schon wieder wird der Film unter seinen Originaltitel rezensiert. Doch wieso? Guckt euch mal die beiden Titel an und entscheidet welcher sich weniger bescheuert anhört:

"Faster, Pussycat! Kill! Kill!" oder
"DIE SATANSWEIBER VON TITTFIELD"?

Erklärt sich glaub ich von selbst.

Egal, darum gehts:
Die Stripperinengang(ja, richtig gelesen) bestehend aus Varla(Tura Satana), Rosie(Haji) und Billie(Lori Williams) fordert einen Typen namens Tommy(Ray Barlow) zu einen Autorennen in der Wüste auf. Dieser wird wiederum von seiner minderjährigen Freundin Linda(Susan Barlow). Beim Rennen schneidet Tommy angeblich Varlas Wagen sodass diese wütend wird und ihn anschließend umbringt. Die drei impulsiven Frauen setzen das Mädel darauf unter Drogen und nehmen sie als Geisel mit. Bald darauf erfahren sie dass ein alter Mann mit seinen zwei Söhnen auf einer verlassenen Farm lebt, wo sich riesige Mengen an Versicherungsauszahlungen befinden. Vom Geruch der Kohle angelockt schleichen sie sich ein um ans Geld zu kommen.

Ein Mix aus schnellen Autos, gewalttätigen (großbrüstigen)Frauen, Mord und Totschlag und bissigen Dialogen. Ein Exploitation-Film aus den 60ern eben. Kult. Oft parodiert. Mehrfach gesamplet. Der Regisseur Russ Meyer hat in diesem Film zwei Sachen vereint: Eine Darstellung von Gewalt durch Frauen(als Kontrast zu seinen vorherigen Film "Motorpsycho") als auch seine Liebe zu großen Brüsten.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:

Album der Woche, Folge 141: The Dwarves - ...must die!(2004)

Lange vorgehabt, der Band eine Chance zu geben. In den letzten zwei Wochen drei ihrer Alben rauf und runter gehört und zwar "Blood, Guts and Pussy"(1990), "The Dwarves Must Die"(2004) und "The Dwarves Are Born Again"(2011). Das erste glänzte mit satten 12 Minuten(bei 12 Songs) Spielzeit und Songtiteln wie "Incest Whore", "Fuck you up and get high" und "Motherfucker"(welches auch schon in "Ich & beide sie" mit Jim Carrey vorkam), war mir jedoch zu kurz. "Are Born Again" kommt bei mir irgendwie gar nicht an. "...must die!" ist jedoch so geil, dass es mir nach zwei Wochen immer noch nicht ausm Hals raushängt. Und hier warum:

Man müsse sich vorstellen, da gab es diese Band. Diese Dwarves, mit all ihren Provokanten GG-Allin-like Texten. Mit diesen Albumcover, auf welchen ein Kleinwüchsiger und zwei nackte Frauen übergossen mit Blut zu sehen sind. Schneller, abgefuckter Scumpunk. Und dann stellt man sich vor, dass diese Band 2004 schon echt lange existiert hat und viele musikalische Einflüsse gesammelt hat. Wenn man das Album von 1990 mit diesem hier vergleicht, wird man nicht schlecht staunen. Denn hier gibt es im Gegensatz zu "Blood, Guts and Pussy" nicht nur dreckigen Punkrock mit provokativen Texten, nein. Hier gibts auch sehr schöne poppige Songs("Salt Lake City"), HipHop("Demented", "Bleed On", "Massacre") als auch Gastauftritte von Dexter Holland(die Stimme von The Offspring), Nick Olivieri(ex-QUOTSA) und Radiomoderator/Synchronsprecher Gary Owens(u.a. die Stimme von Space Ghost). Gemeinsam singt man von Ficken, Roadtrips, "fight, fuck and destroy" und disst Musikamagazine und kommerzielle Musiker(z.b.: Queens Of The Stone Age), die in einem musikalischen Massaker abgeschlachtet werden"Massacre".

Die Band wirkt wie ne Art Psycho Zirkus auf mich. Schließlich versammeln sich in dieser seit knapp 20 Jahren mehr als kaputte Gestalten. Allen voran der Sänger Blag Dahlia/Blag the Ripper und der Gitarrist HeWhoCannotBeNamed(ausgestatt mit nichts außer seiner mexikanischen Wrestlingmaske). Dieses Album ist ein sehr gutes Zeugnis einer musikalischen Weiterentwicklung - und wird jetzt gleich nochmal von mir gehört.

Anspieltipps: "FEFU", "Demented", "Salt Lake City", "Massacre", "Runaway"

10/10 Pfandflaschen
Daunlaud




Dienstag, 1. April 2014

Comic Book Review#139: Young Heroes In Love#1(1997)

"Young Heroes In Love" wurde bei DC von 1997-1998 rausgebracht und war eine Serie auf welche der Autor Dan Raspler tatsächlich die Rechte beibehalten durfte. Es geht um Sex, Lügen und Superhelden!

Eine Gruppe von jungen Superhelden, genannt "Young Heroes", steckt mitten am Anfang. Sie haben Bock gemeinsam im Team das Verbrechen zu bekämpfen und besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten. Jedoch sind sie wohl doch nicht allzu bereit miteinander zu arbeiten, denn im Weg stehen Sex und Intrigen.

In der ersten Ausgabe geht es um das erste Zusammentreffen. Off-Ramp(der Portale in Raum und Zeit erschaffen und mit einem Vehikel hindurchfahren kann), Thunderhead(übermenschliche Kräfte) und Monstergirl(die sich in Monster und Tiere verwandeln kann treffen auf Junior(der wohl für immer mikroskopische Größe besitzt), Bonfire(pyrokinetische Kräfte) und Hard Drive(telepatische und telekinetische Kräfte). Gemeinsam kommen sie mithilfe von Off-Ramps Kräften nach Alaska(?) wo sie ein weiteres neues Mitglied, Frostbite(blau, mit gepiercten Nippeln und nackten Oberkörper) einsammeln. Anschließend erfahren wir etwas über einzelne Vorgeschichten und dann gehts auch schon ins neue tolle "Clubhaus" in welchen es auch schnell zu ersten sexuellen Handlungen kommt.

Nett. N echt netter Seitenhieb auf die Teen Titans. Ich glaube auch, dass es ziemlich gut weitergeht. Allerdings ist die erste Ausgabe nunmal die erste Ausgabe und nur "ok."

7/10 Pfandflaschen
Daunlaud