Donnerstag, 20. September 2018

Comic Book Review#357: Ms. Marvel#1-3 (2016)

Erstmal: Vielen vielen Dank an Pinky (mal wieder) für diese wunderbare Leihgabe. Zweitens: Das hier ist die #1 aus dem mittlerweile vierten Volume von Ms. Marvel.

Die Protagonistin ist Kamala Khan aka Ms. Marvel. Nachdem sie einem seltsamen Terrigen-Nebel ausgesetzt wurde, stattete dieser sie mit polymorphen Superkräften. Soll heißen: Sie kann ihre Körpergröße nahezu beliebig verändern, als auch ihre Fäuste ordentlich wachsen lassen - und natürlich damit zuschlagen. Ihre Heimat ist New Jersey und sie geht auf die Coles Academic High
School. Gleichzeitig ist sie jedoch Teil der Avengers - zusammen mit Iron Man, Vision, Sam "Captain America" Wilson, Nova, Miles "Spider-Man" Morales und Jane "Thor" Foster. Ihr "Job" macht jedoch ihr Privatleben zunichte. Sie kriegt kaum Neuigkeiten von ihren Freunden mit. Deswegen ist sie ziemlich schockiert als sie entdeckt dass ihr guter Freund Bruno, in welchen sie verliebt war plötzlich eine neue Freundin hat. Noch schockiert ist sie allerdings als sie nach einem Schultag eine riesige Plakatwand mit ihrem Gesicht drauf entdeckt - natürlich als Ms. Marvel verkleidet. Es stellt sich heraus, dass eine äußerst hipsterige und gentrifizierende Firma dahintersteckt. Dieser hat sich vorgenommen New Jersey zu sanieren - also im Klartext: die Einwohner ihrer Geschäfte zu berauben und mit minimalen Geldbeträgen ruhig zu stellen. Doch es wäre kein Superheldencomic, wenn dahinter nicht irgendwas furchtbar böses stünde....

Eigentlich bin ich nicht wirklich dafür zu haben, wenn man Gentrifizierer gleich auf diese fast schon verschwörungstheoretische Art zeichnet. Das war aber der erste Eindruck. Im Laufe der ersten drei Ausgaben merkt man ziemlich schnell, dass es in zweiter Linie ein Social Commentary ist allerdings in der ersten immernoch Sci-Fi. Deswegen rate ich, das ganze nicht allzu ernst zu nehmen. Ansonsten gefällt es mir, dass hier zwei Arten von Zeichnungen präsentiert werden: In der Gegenwart der Story und im Rückblick. Der Stil ist sehr cartoonish, was etwas verwirrend ist, weil Kamala auf dem Cover der ersten Ausgabe so seriös aussieht. Die Story ist meiner Meinung nach auf einem Jugenddetektiv-Roman-Niveau. Was auch völlig in Ordnung so ist. Ich bin gespannt was nach Ausgabe #6 kommt. Bis dahin habe ich nämlich fertig.

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: G.Willow Wilson, Takeshi Miyazawa und Adrian Alphona

Samstag, 15. September 2018

Film der Woche#356: Power Rangers Triple Feature!!!

OKKKKKKK. Falls ihr meine Meinung zu der Serie wissen möchtet, so klickt auf dieses uralte My-Favorite-TV-Show-Review. Danke.

1. Mighty Morphin Power Rangers - The Movie (1995)

Zwar handelt es sich hier um die Original Power Rangers, allerdings hat dieser Film nichts mit der Serie zu tun und dient auch nicht als Überbruckung zwischen den Staffeln oder so. Leider. Oder vielleicht auch besser so.

Es ist nicht (mehr) das originale Team, das hier auftritt - da Zack, Jason und Trini nicht mehr dabei sind - allerdings sind es dieselben Schauspieler, die auch in der Serie mitgemacht haben. Anyways, es geht um Folgendes: Ein uralter Bösewicht der vom Oberhaupt der Power Rangers (diesen riesigen
Kopf in diesem riieeeesigen Einmachglas), Zordon, vor abertausenden von Jahren in ein Ei gesperrt wurde, namens Ivan Ooze wird aus Versehen aus seinem Gefängnis befreit. Was für ein monströser Satz. Er schafft es, Rita Repulsa und Lord Zedd in eine Schneekugel zu verbannen und die Kontrolle über Ritas Gefolge zu übernehmen. Sein Ziel: Eroberung der Erde ("Of course!" würde M. Bison sagen). Das Ziel der Rangers: Ihn aufhalten. Allerdings gestaltet sich das schwierig, weil sie ihrer Kräfte beraubt wurden, nachdem Ooze die Kommandozentrale von Zordon zerstört hat. Also müssen sie auf den Planeten Phaedos um dort eine neue, ultimative Kraft zu finden und als neue supercoole Ninja Rangers zurückzukehren.

Ich hab mich als Kind so unglaublic darüber gefreut nur um Jahre später festzustellen, wie belanglos dieser Film ist. Mich regt dieser völlig überzogene Einsatz von Akrobatiken und Pseudo-Coolness aufn. Ivan Ooze ist nicht witzig. Dieses CGI ist schrecklich. Warum hatte man Angst davor Kaiju-mäßige Roboter einzusetzen, wie in der Serie? Why? WHY? Ich habe wirklich keinen Respekt vor diesem Film. Nein. Es ist alles auf pseudo-Hochglanz poliert, das mir übel wird.

4/10 Pfandflaschen
Trailer:


2. Turbo: A Power Rangers Movie (1997)

Im Gegensatz zum ersten Film dient dieser hier wirklich als Bindeglied zwischen zwei Staffeln. Genauer gesagt zwischen der Zeo und der Turbo-Staffel. Allerdings ist es keine reine VHS/DVD-Veröffentlichung gewesen.

"Turbo" erzählt die Story eines kleinwüchsigen Zauberers namens Lerigot, der auf einem von uns weit entfernten Planeten auf der Flucht ist. Und zwar vor der Weltraumpiratin Divatox, die ihm eines goldenen Schlüssels berauben will. Der besagte Schlüssel ist in der Lage eine neue Dimension zu eröffnen, aus welcher der Dämon Maligore in unsere gelangen kann. Diesen will Divatox ehelichen
um an seiner Kraft teilzuhaben. Lerigot flüchtet vor Divatox auf die Erde, genauer gesagt nach Angel Grove (die Heimat der Rangers) und freundet sich mit ein paar Schimpansen an. Divatox ist ihm natürlich dicht auf den Fersen. Yada yada yada, Zordon weist die Rangers an ihm zu helfen. Und nachdem Rocky (der blaue Ranger) sich ins Krankenhaus gekaratet hat, tritt Justin - ein Kind dass die Power Rangers verehrt an seine Stelle. Oh und es gibt neue Zords, die eigentlich Autos sind!!1

Das hier erscheint wesentlich sympathischer. Kein unnötiges, schlechtes CGI. Stattdessen gibt es dieselben kaijumäßigen Effekte und absolute over the top Schauspielkunst. Eigentlich ist das hier ein Fernsehfilm. Deswegen frage ich mich, wieso er es ins Kino geschafft hat. Aber egal. Die Story ist dünn. Sehr sehr dünn. Aber was solls, genau wegen diesem Dilettantismus ist der Film irgendwie sympathischer und trashiger.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


3. Power Rangers (2017)

Zwanzig Jahre nach "Turbo" kommt nun also ein neuer Film, der die ganze Story komplett neu startet. Ich war sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht.

ACHTUNG SPOILER

Diesmal holt man ordentlich aus und erzählt die Hintergrundstory der Charaktere gründlicher: Alles beginnt 65 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Eine Gruppe von Power Rangers, angeführt vom Roten Ranger aka Zordon (Brian Cranston) wird von einem von ihnen verraten. Der grüne Ranger, Rita
Repulsa (Elizabeth Banks) wurde böse und möchte die Macht im Universum an sich reißen. Die üblichen Power Rangers verlieren die Schlacht gegen sie. Zordon verstreut die fünf Power-Münzen der Macht in der Hoffnung, dass sie ihre neuen, würdigen Besitzer finden werden. Gleichzeitig befiehlt er seinem Roboter, Alpha 5, einen Meteoritenhagel auszulösen. Rita versinkt im Meer, Zordon und ähem auch die Dinosaurier werden ausgelöscht.

Weiterhin spielt der Film in der heutigen Zeit. Fünf Teenager, die den ganzen Sommer über nachsitzen müssen und sich eigentlich gar nicht kennen, treffen im entscheidenden Moment aufeinander: Jason Scott (Dacre Montgomery), Kimberly Hart (Naomi Scott), Billy Cranston (RJ Cyler), Zack Taylor (Ludi Zin) und Trini Kwan (Becky G) Und zwar in einer Mine für die sich Billy schon immer interessiert hat. Exakt dort liegen die fünf Power-Münzen vergraben, die prompt die fünf Teens als Auserwählte äh auswählen. Jedenfalls haben alle einen Tag später plötzlich Superkräfte. Kurze Zeit später lernen sie auch Zordon kennen, dessen Essenz in der Matrix eines begrabenen Raumschiffs gespeichert ist. Sie erfahren, dass Rita Repulsa am Leben ist und ihr Comeback geplant hat. Die fünf werden von Zordon zu Rangers ernannt und kriegen die Aufgabe Rita aufzuhalten, die ein Monster namens Goldar erschaffen will der ihr helfen wird sich die Erde untertan zu machen. Jedoch sind wir nicht mehr in den 90ern und es braucht etwas länger um ein Ranger zu werden...

Sorry für so viel Text. Jedenfalls war ich sehr positiv überrascht und ich erkläre mal warum. Man schafft es ganz gut altes mit neuem zu verbinden. Es werden paar alte Catchphrases zitiert, man nimmt sich irgendwie auch selbst aufs Korn. Allerdings wird es nicht zu trashig, bis auf einen sehr peinlichen Moment gegen Ende. Es ist eigentlich klar, dass es nicht mehr so einfach ist wie in den 90ern. Man kann nicht einfach nur ähm irgendwelche Münzen gen Himmel recken und "TRICERATOPS!" rufen und dann es plötzlich mit Monstern aufnehmen. Und dabei auch noch grenzdebile Sprüche zu klopfen. Die fünf Teenies werden nicht in fünf Minuten zu Rangers. Dafür braucht es mindestens eine Woche, bis sie sich an die Sache rangetastet haben, sich miteinander ordentlich angefreundet haben und überhaupt würdig genug sind. So ist das ganze wenigsten etwas realistischer gestaltet. Außerdem gefällt es mir, dass erklärt wurde wie zum Fick diese Münzen auf die Erde gelangt sind und wer Rita Repulsa ursprünglich war. Ich bin sehr zufrieden. Wirklich.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Freitag, 14. September 2018

Album der Woche#259: Mortiis - The Great Deceiver (2016)

Album der Woche: Mortiis - The Great Deceiver 

So, es geht weiter im „Ich reviewe ohne Konzept“-Monat. Diesmal handelt es sich um eine Premiere hier auf dem Blog. Mortiis war eigentlich ein Soloprojekt eines ehemaligen Mitglieds der BM-Urgesteine Emperor namens Håvard Ellefsen. Als Mortiis haute er einen Haufen Ambient und I
ndustrial-Alben raus. Mit der Zeit hat sich das Projekt zu einer richtigen Band entwickelt und Ellefsen legte im Endeffekt sein goblinmässiges Make-Up ab.

„The Great Deceiver“ ist das letzte erschiene Werk der Band und irgendwo auf der Schwelle zwischen Industrial und Metal zu verorten. Legt direkt ohne Vorwarnung mit „The Great Leap“ los, also mit so einigen „Fucks“. Nur um dann später mit „Demons Are Back“ richtig finster und Tanzbar zu werden. Auf „Hard to Believe“ erklingt dann plötzlich eine Akustikgitarre, vollkommen unerwartet. Erinnert mich an Marilyn Mansons Blues-Ausflüge.

Fakt ist, das Album ist so abwechslungsreich wie meine Morgenlaunen. Also sehr. Trotzdem empfehle ich das nur Kindern der Nacht und solchen die es werden wollen. Traumhaft schön und zugleich ziemlich brutal. Ich feiere dieses.

8,75/10 Pfandflaschen.
Anspieltipps: The Great Leap, Demons Are Back, Doppelganger, Hard To Believe

Donnerstag, 13. September 2018

Comic Book Review#356: Green Arrow and Black Canary#7 (2008)

Whoah. Kay. Dachte, dass das hier übelstlangweilig wird. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Yay.

In dieser Reihe arbeiten Black Canary, Green Arrow und dessen Sidekick Speedy zusammen. Als erstes kriegen wir mit, dass sie zwei Aliens festgenommen und ausgeknockt haben. Um mit ihnen kommunizieren zu können, holen sie Green Lantern Hal Jordan zur Hilfe, der schnell rausfindet dass
die beiden verkleidete Menschen sind. Er wird nicht müde dass ungefähr zehn Mal zu betonen und GA zum Gespött zu machen, indem er ein Video davon an die JSA, die Justice League und Batman schickt. GA und BA (höhö) bringen die beiden Typen zum reden indem sie sie in ein Hotelzimmer sperren, einen dicken Clown, ein Schaf und eine alte Frau im Hasenkostüm einladen und vorschlagen interessante Videos zu drehen, die im Endeffekt im Internet landen. Die beiden Typen reden - und die Spur (ZU WAS EIGENTLICH?) führt nach London. Dort treffen sie auf einen Typen namens Dodger, der sich zunächst mit ihnen anlegt aber anschließend all sein Wissen über ein mysteriöses Alien Artefakt rausposaunt.

Das war grad zu gut um es nicht hierhin zu schreiben. Ernsthaft jetzt.

Fuck. Das war wirklich sehr sehr witzig. Auch wenn ich die Ausgabe davor gelesen haben muss, um mehr zu verstehen. Was ich schade finde, weil - ihr kennt mein Prinzip: Egal welche Ausgabe das ist, man muss sie auch als Laie verstehen können. Und das tue ich hier nur zu 90% Aber egal. Unterhaltsames Stück Papier. Ein beinahe ausrastender und komplett verarschter Oliver "Green Arrow" Queen ist ein guter Olli Queen. Wie wäre es eigentlich mit einer Alternative zu der Realserie "Arrow"? Einer Zeichentrickserie mit Green Arrow und Black Canary zum Beispiel?

8/10 Pfandflaschen
Made by: Judd Winick, Cliff Chiang

Comics Monthly#55

Hallöchen! Diesen Monat beschäftige ich mich (mal wieder) mit dem grandiosem Verlag IDW.

Orphan Black Crazy Science#1

Wie wir alle wissen, veröffentlicht IDW Publishing größtenteils Comic-Reihen die auf Filmen, Serien, Spielen usw. usf. basieren. "Orphan Black Crazy Science" ist der zu der Fernsehserie "Orphan Black" dazugehörige Comic. Darin geht es um verschiedene weibliche Klone, die getrennt voneinander aufgewachsen sind und versuchen die Geheimnisse ihre Herkünfte zu enthüllen. Dabei werden sie alle von ein und derselben Schauspielerin dargestellt: Tatiana Maslany. In dieser Ausgabe
sind zwei Frauen, die ein Verhältnis zu einander pflegen, namens Cosima und Delphine auf einer Mission. Es sind Cosimas Klone, die sie zu finden versuchen. Sie alle brauchen nämlich eine Heilung für eine Autoimmun Krankheit. Blöd nur, dass es insgesamt wohl über 200 Klone gibt.

Okay. An und Pfirsich eine interessanter Rahmen für eine Story. Jedoch fokussiert sich der Comic zu sehr auf das Verhältnis zwischen den beiden Frauen und selbst wenn etwas von der eigentlichen Story durchsickert, kommt es bei mir nicht an. Es wirkt wie etwas vollkommen routiniertes und uninteressantes. Mal eben 200+ Klone retten und dabei eine zwar süße aber vollkommen passable Romanze zeigen. Meh. Hätte besseres erwartet, da ich unter dem Namen was grandioses, großes vermutet hab. Naja, Schade.

4,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Heli Kennedy, Fico Ossio

Rick and Morty vs. Dungeons and Dragons#1

Diesmal handelt es sich um ein Crossover aus IDWs "Dungeons and Dragons" und "Rick and Morty", dessen Comic-Variante bei Oni Press rausgebracht wird. Und äh, kein Spoiler Alert hier. Wer Rick and Morty kennt, der weiß schon ungefähr was hier passieren wird. Für alle anderen: Sorry. Naja okay, doch: ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Zuerst kriegen wir mit, wie Morty zuerst ziemlich verwundert ist, weil der "Dungeons and Dragons"-Wahn seine Schule erobert hat. Doch dann merkt er, dass dieses Zeug dazu führen kann, dass man schnell flachgelegt wird. Also geht er in einen Nerd-Laden um sich umzugucken und trifft auf die Verkäuferin Annika. Diese vermutet einfach, dass Morty sich im Spiel schon auskennt - Morty macht das ganze mit. Also hat er bald ein Playdate mit ihr und ihren Freunden, und das obwohl er keinen
Schimmer von der Materie hat. Die Inhalte der ganzen Bücher wollen nicht in seinen Kopf rein, also bittet er Rick um Hilfe. Dieser veranstaltet einen lahmarschen Spieleabend mit Freunden von sich, bei welchen Morty ungefähr 14 mal im Spiel stirbt. Daraufhin geht's aber wirklich um die Wurst: Da altes "D and D" schlichtweg lahmarschig ist. Also passiert das was passieren musste: Rick und Morty steigen wortwörtlich ins Spiel hinein und kämpfen die Kämpfe in "echt"...

Muss ich noch was dazu sagen? Ich glaube nicht. Es stimmt einfach wie immer alles. Auch wenn die Handlung ziemlich vorhersehbar ist. Habe mich nämlich gefragt, wie dieses Crossover zustanden kommen soll. Bis mir dann eingeleuchtet ist, dass Rick und Morty auf jeden Fall IN das Spiel einsteigen werden. Holy mother of fuck, großartig wie immer.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW/Oni Press
Made by: Patrick Rothfuss, Jim Zub, Troy Little

Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles#0

Awkay. Es ist beschlossenes Gesetz. Sobald eine neue TMNT-Filmreihe rauskommt, kommt eine neue Zeichentrickserie als auch ein neuer Comic. Das hier allerdings ist die Comic-Adaption der neuen Zeichentrickserie.

Und es hat sich nicht wirklich verändert. Die Turtles sind in der Kanalisation unterwegs bzw. stehen da. Die nächste Frage ist: Was machen sie mit den uralten Waffen, die sie in einer geheimen unterirdischen Stadt gefunden haben. Ja, das sind diese vier Waffen die das Arsenal der TMNT
bestimmen werden. Jedoch sind es dieses Mal etwas andere als sonst. Natürlich werden sie damit auf eine super krasse Mission gehen, aber ers dann wenn dafür der Anlass ist. Und dann kommt der Anlass! April O'Neill verschwindet! Na gut, eigentlich geht sie sich nur kurz sauber machen, nachdem sie zu Besuch gekommen ist. Aber die Turtles nutzen das als faule Ausrede um auf ein Abenteuer zu gehen. Währenddessen versucht April einen mit Ooze verseuchten Moskito zu zerschlagen.

Es ist prinzipiell immer dasselbe, aber okay: Man hat dieses Mal die Turtles nicht nur charaktermäßig sondern auch aussehenstechnisch sehr unterschiedlich gestaltet. Bisher sahen sie immer relativ gleich aus. Das hat sich mit den beiden Michael-Bay-Filmen geändert. Jetzt sind alle vier unterschiedlich groß und haben verschiedene Gimmicks. Im Prinzip ist das hier seichte Unterhaltung. Ja, ich weiß es ist ein Comic für Kinder, es ist eine Nickelodeon-Zeichentrickserie, aber ich brauchte Review-Stuff. COME ON!

6/10 Pfandflaschen
Erhätlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Matthew K. Manning, Chad Thomas

Dienstag, 11. September 2018

So isses, Musik!#62

Hello, fellow children! Willkommen bei der neuesten Ausgabe von So isses, Musik! Als erstes werde ich ein paar Sachen hier reinknallen, die ich mir neuerdings selbst ausgesucht oder zugeschickt bekommen hab.

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Rattus Cholericus - Promo

Reinhören könnt ihr übrigens hier. Ich bin mal so frei und posaune es frei heraus: Dieses Tape hat mir ein ehemaliges Mitglied der mittlerweile leider aufgelösten, großartigen HASS AUF ALLES zugeschickt. Auf dem Tape klebt ein Aufkleber, auf welchem "Breakcore Punk" steht. Und ich bin nicht dumm, ich weiß schon was mich erwartet :D Nämlich Beats mit Gebrülle. Und ich werde nicht enttäuscht. Definitiv nicht. Es klingt wie als ob Atari Teenage Riot underground geblieben wären. Kurze, knackige Songs voll mit hasserfüllten Lyrics. Und zwar nicht mal so, dass es sich irgendwie super krass reimen muss. Man befolgt einer einzigen "Regel": Kotze dich aus, darüber was dich ankotzt und lass andere sich vielleicht dazu bewegen. Dabei ist das alles gar nicht mal so oberflächlich wie es sich für den Laien eventuell anhören mag. Beispielsweise setzt man sich mit dem Trend, sich über Punk- und Oi!-Klischees lustig zu machen, auseinander - im Song "Szeneclowns". Vor allem mit dem Fakt, dass es ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr witzig ist. Klar, es sind Genres, die nur so von Klischees triefen, aber: Es kommt mir rüber wie ein Haufen pseudo-elitärer pseudo-Akademiker (oder, die die Akademiker sein wollen) die mit ihrem Finger auf diese "dummen Bauern und Proleten" zeigen wollen. Darüber kann man sich, finde ich, sehr wohl auskotzen.

Anspieltipps: Ja, tatsächlich einfach mal alles. Auch die Interludes.
7,5/10 Pfandflaschen
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Was läuft sonst noch?

Das neueste Album von Nervöus. Ich erinnere mich sehr gerne an einen Festival-Auftritt vor ca. 7 Jahren. Da war dieser superfertige Typ, der allerlei Blödsinn erzählt hat und eine völlig kaputte Stimme hatte. Das ist tatsächlich auch derselbe Typ der
"GRAUES GEFÜGE EINE FAHNE IM WIND GLEICHT DER ANDERN
LEIDLICH INHALTSLEER " singt. Ich finde es wirklich sehr beruhigend und entspannend. Ich mag es, zumindest in der Hinsicht, angeschrien zu werden. Meiner Meinung nach einer der deutschsprachigen Bands die gnur utes Kwalitätskóntent bringt.

Ansonsten: Dieser Klassiker von Satyricon. Mal wieder "Nowa Aleksandria" von Siekiera. Und "Raza Odiada" von Brujeria. Oh und GZUZs "Warum", keine Ahnung warum.








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Darkthrone Discography: Panzerfaust (1995)

Mittlerweile fünftes Album von Darkthrone. Genauso minimalistisch eingespielt wie der Vorgänger "Transilvanian Hunger". Allerdings ist die Gesangsspur deutlich rauer und weniger mit diesen typischen Hall-Effekten versehen. Ein tiefes, ziemlich kaputtes Krächzen. Ungehobelt. Wie ein
Instagram-Foto ohne Filter. Und zugegeben ziemlich hässlich. Aber das soll Black Metal ja nicht sein. Trotzdem stößt es mir beim ersten hören etwas sauer auf, weil ich diesen anderen, "gefilterten" Gesang gewohnt bin. Aber nach mehrmaligen Hören gefällt es mir doch, irgendwie. Man hört auch eindeutige Einflüsse von Hellhammer bzw. deren Nachfolgeband Celtic Frost.

Für eine positibe Überraschung bei mir sorgte der letzte Song "Snog og granskog (Utferd)", welches bis dato das erste elektronische Lied der Band ist. Ist übrigens eine Vertonung eines Gedichts von Tarjei Vessas. Fazit: Durchaus hörbar, jedoch von den klassischen Alben der Band sicherlich nicht das Beste.

6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Quintessence, Beholding The Throne Of Might, En Vind Av Sorg


Killing Joke Discography: MMXII (2012)

Vierzehntes Album von Killing Joke. MMXII ist 2012, geschrieben in römischen Zahlen. Das Album kam äh im Jahr 2012 raus. Offensichtlich. Inspiriert vom Phänomen des Jahres 2012: Dem Glauben an den Weltuntergang. Anyways: Das Album bietet wieder einen eingängigen, kühlen aber trotzdem ziemlich maschinellen, industriellen Sound. Im Prinzip ein Album, dass finstere Themen wie bspw.
eine düstere und ungewisse Zukunft anspricht gleichzeitig aber auch Positives vorweisen kann. So zeigen sich KJ überzeugt von Permakultur, Aufforstung und biologischer Nachhaltigkeit. In "Fema Camp" geht es um die Camps der Federal Emergency Management Agency. Den Begriff habe ich bis jetzt leider nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Querfront/Aluhut-Veranstaltungen gesehen auf welchen irgendwelche "woke people" darüber gesprochen haben. Eines der stärksten Songs ist meiner Meinung nach "Rapture", aufgrund der Art der wie der Song aufgenommen ist. Als wäre er dafür gedacht Massen zum Toben zu bringen.

Sie haben damit bewiesen, dass sie es immer noch können. Nicht nur bei mir sondern auch bei Dutzenden von Fans und Kritikern. Deswegen:

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Rapture, Colony Collapse, Pole Shift



Metallica Discography: Reload (1997)

Eigentlich sollte das Album zusammen mit "Load" in Doppelpack erscheinen. Allerdings hat man sich entschlossen, erst auf Tour zu gehen um dann anschließend das Album fertig zu stellen.

Ich muss ehrlich sagen, ein wenig bin ich enttäuscht. Das Album ist natürlich nicht so schlecht wie es diese ganzen Metallica-Puristen sagen. Es hat verdammt gute Momente. Ich mag bspw. Marianne Faithfuls Gastpart in "The Memory Remains". "Fuel" ist ein verdammt guter Opener. Auch "The Unforgiven II" find ich irgendwie gut. Es ist halt dieser Southern Rock/Americana/Blues-Einfluss der das ganze doch etwas merkwürdig macht. Es zieht sich gegen Ende dann doch ziemlich und geht mir
auf den Nerv. Trotz alledem ist es nicht das schlechteste Metallica-Album. Definitiv nicht.

PS: YEAAAH YEAAAH YEAAHEEAAAHHH
6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Fuel, The Memory Remains, The Unforgiven II


Ministry Discography: Amerikkkant (2018)

Hm. Also halten wir's mal fest: Nach 1203123 Aussagen wie "Das hier ist aber wirklich das letzte Album" bringt Al Jourgensen doch noch eins raus. Und natürlich muss er sich an der großartigen Milchkuh Donald Trump beteiligen. Schließlich ist es ziemlich leicht den US-Präsidenten zu bashen. Hier und da ein paar Samples. Untergangsstimmung. Dieser große Idiot wird uns noch umbringen!
Gleich im Opener "I know Words" wird "Make America Great Again" gesamplet. Tatsächlich ist das rundum gesehen gar kein so schlechtes Album. Man verzichtet auf die Thrash Metal Komponenten und kehrt etwas zu den ursprünglichen Sound zurück. Das klingt wirklich gar nicht mal so schlecht. Was ich tatsächlich ziemlich interessant finde: Jourgensen hat früher Songs gegen Bush gehabt, darüber dass 9/11 ein Inside Job ist... Hat Info Wars ein Interview gegeben... Und hier gibts ein Song namens "Antifa". Also fand scheinbar ein Umdenken statt. Dafür wird Jourgensen auch in den YouTube-Kommentaren zur Sau gemacht. Er sei ein Cuck, ein NWO-Kämpfer und Kommunist. Witzig. Es ist nicht so brutal stumpf wie so einige Sachen davor. Allerdings nicht mal ansatzweise so innovativ wie die Klassiker. Deswegen: Kann man hören, muss man aber nicht. :D

6/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Twilight Zone, Antifa, Wargasm

Sonntag, 9. September 2018

Film der Woche#355: Accion Mutante (1993)

Hallo und ja, das ist dieser Film nach welchem sich diese Band hier benannt hat. Auf Deutsch bekannt als "Aktion Mutante" und auf Englisch als "Mutant Action".

"Accion Mutante" spielt sich ab in der weit entfernten Zukunft des Jahres 2012. Die post-apokalyptische Welt wird von einem Diktat der Reichen und Schönen regiert. Alles dreht sich um Aussehen und Lifestyle. Eine Gruppe von Untergrund-Terroristen, bestehend aus Behinderten, "Freaks" und Kommunisten nennt sich "Accion Mutante" und verübt Anschläge auf die Vertreter
dieser Welt. Zu Beginn des Filmes entführen sie den Präsidenten der Vereinigung für Gesundheit und Kultur. Allerdings erstickt derjenige am eigenen Knebel. Als nächstes steht die Entführung der Tochter eines schwerreichen Industriellen, Patricia Orujo (Fréderique Federa), und zwar mitten in ihrer Hochzeit. Nachdem sie aus Versehen in ihre Hochzeitstochter reingestochen hat, in welcher ein Mitglied von Accion Mutante drinsteckte, eskaliert die Situation völlig. Es wird rumgeballert und es sterben etiche Unbeteiligte. Ramón Yarritu (Antonio Resines), der Anführer der Gruppe, überliefert nachdem AM mit der Hochzeitsbraut flüchten konnten, eine Lösegeldforderung 100.000.000 Ecu. Das Geld soll auf einem anderen Planeten, in einer Kneipe, überreicht werden. Da Ramon allerdings die ganze Kohle für sich behalten will, kommt es zu einem Zerwürfnis innerhalb der Gruppe.

Meine Fresse, wie lange wollte ich diesen Film schon angucken? Also, mindestens zwei Wochen. Erstens, ich finds großartig wie sich der Drehbuchautor das Jahr 2012 vorgestellt hat. Nun, es ist zwar schon 2018 aber was Schönheitswahn und Selbstdarstellung betrifft, sind wir gar nicht mal so weit etnfernt. Und naja, siamesische Zwillingen schließen sich jetzt keinen Terrorgruppierungen an. Es ist witzig, blutig und vollkommen absurd. Speziell der Move mit der Reise zum anderen Planeten kam für vollkommen unerwartet. Es ist schön anzusehen, wie sich die Story immer weiter ins Groteske steigert. Erst die missglückte Entführung, dann die Sache mit der Torte, dann die nächste Entführung, dann viel Ballerei, dann geht man auf einen anderen Planeten, dann wird man mit Salz gefoltert. Holy shit. Ich mein, ernsthaft, Holy Shit. Holy fucking shit.

8/10 Pfandflaschen
Titelsong von Def Con Dos
Trailer:


Freitag, 7. September 2018

Comic Book Review#355: Deathstroke the Terminator Annual#2 (1993)

Okay. Wie DJ Khaled sagen würde - "Another one". Wieder ein Comic mit Deathstroke in der Hauptrolle. Diesmal eine jährliche Ausgabe, die traditionell eine alleinstehende ist. Das heißt, man muss nicht unbedingt die Reihe verfolgt haben um diese in sich abgeschlossene Story zu verstehen. Die Storyline ist allerdings Teil einer größeren Geschichte namens "Bloodlines: Deathstorm" (uhhh), die in anderen Reihen von DC weitergeführt wurde, wie Beispielsweise "The Demon" oder "Eclipso".

Es geht los auf dem Metropolis International Airport. Eine mysteriöse, in einen Umhang gehüllte Frau, entpuppt sich als ein an Ridley Scotts Xenomorphe Aliens erinnerndes Monster. Sie saugt das
Knochenmark eines Flughafenmitarbeiters aus und landet versehentlich selbst im Flugzeug nach Paris. Zwischendurch werden wir Zeuge, wie Slade "Deathstroke" Wilson in Neapel an die Cosa Nostra gerät, die ihm seine Rüstung kaputt schießen. Da er eine neue braucht, beschließt er nach Paris zu reisen. Dort hat ein guter Freund von ihm, der Industrielle Van Horn seinen Sitz. Interessanterweise fällt er Venev, der oben erwähnten Frau, ins Auge. Sie verfolgt ihn, da er für sie eine Art Aura der Macht ausstrahlt, und sucht ihn sich als ihr nächstes Opfer aus.

Ich wollte extra nicht viel verraten, denn spoilern ist an dieser Stelle einfach nicht. Falls ihr eine Chance habt, diesen Comic online zu finden oder auf den Flohmarkt oder sonst wo: Nehmts verdammt noch mal mit. Len Wein und Steve Erwin schufen hier ein wunderbare und leicht absurde Story. Man merkt dass hier irgendwie ein Lückenfüller gebraucht wurde - Deathstroke war in Neapel und exakt dort und nirgendwo anders ging seine Rüstüng kaputt, sodass er nach Paris musste! Wow. Meisterhaft. Wirklich jetzt. Dann kommt noch dieser unfreiwillig lustige Alien-Ripoff. Und dieser Kerl, dessen Vater ums Leben kam und ihn mithilfe von technischen Firlefranz rächen will. Typisch 90er. Unglaublich over the top. Mein Lieblingsmoment: Deathstroke zieht die Maske ab und sagt währenddessen "Because under the mask of Deathstroke the Terminator is the face of Slade Wilson.... -- your father's friend!"

Made by: Len Wein and Steve Erwin
7,5/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 6. September 2018

So isses, Musik!#61

Hallo und häßlich willkommen zu einer neuen Ausgabe "So isses, Musik!". Als erstes werde ich über die paar Konzerte schreiben, die ich im August besucht habe.

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Majority Rule, Multicult, Kishote am 04.08.2018 im AZ Mülheim

Das ist irgendwie gar nicht mal so leicht über ein Ereignis zu sprechen, was vor einen Monat stattgefunden hat. Jedenfalls bin ich hingegangen weil Majority Rule gespielt haben - die ich vorbildlich auf dem FLUFF verpasst habe. Den Anfang machten Kishote aus Bielefeld: Feinster Multicult erinnerten mich an Steve Albinis Big Black, zumindest zum Teil. Irgendwie hat die Band es geschafft Noise zu machen, der allerdings nicht chaotisch wirkte sondern als hätten sie jede Note berechnet. Sehr merkwürdig, verstörend und gleichzeitig faszinierend. Majority Rule haben dann natürlich alles abgerissen. Ich gehöre ja zu den Leuten die, zumindest in der Musik, auf dieses Zuckerbrot/Peitsche-Ding stehen. Sprich: Mit relativen sanften Melodien ködern, nur um dann mit einem teuflischen Gesang und einer Wall of Noise alles zu zerstören. DAS habe ich also auf dem FLUFF verpasst? Wenn ich mich recht entsinne, spielten sie auf der großen Bühne - wo sowieso jeglicher Klang komplett kaputt gemacht wird. Ergo: Gut, dass ich sie erst jetzt in einem kleinen Rahmen bei welchen sie nicht auf sondern vor der Bühne gespielt haben, gesehen habe.
Emoviolence der es zustande bringt einen Song ordentlich aufzubauen, nur um dann alles zu zerstören. Verdammt gut, allerdings ziemlich heiser. Und irgendwie auch etwas BM-y. Allerdings sowohl Keller-BM als auch depressiv-und-in-einem-nebel-rumheulend-BM. Herrlich.


Defiance, Public Mischief am 22.08.2018 im Don't Panic!, Essen

Huch. Dieses Mal hats tatsächlich noch mehr Spaß gemacht, weil ich nicht alleine da war. Ich freute mich sehr, da Defiance neben Crass, Doom oder Aus-Rotten der Soundtrack meiner Crust-Jugend waren. Auch wenn Defiance so gar kein Crust sind.

Anyways, den Anfang machten Public Mischief. Ziemlich rotziger, gar nicht mal so witziger Punkrock, der mich nicht wirklich begeistern konnte. Außer in diesem einen Moment, als sie beschloßen den Inhalt eines Zettels zu singen, den wohl ein entnervter Paketbote hinterlassen hat: "Arschloch, Schlampe, leck meine Eier!" Das war wirklich großartig und fast schon dadaistisch.

Defiance können irgendwo immer noch gut abreißen. Man bringt die Leute in Bewegung. Man bringt Klassiker wie "No Future No Hope", "Fuck This City", Fuck Them All", "Fodder"... Allerdings merke ich dass der werte Herr Sänger doch ziemlich ziemlich kaputt ist. Aber egal, er bringt alles. Sie ziehen sogar das Intro zu "Fuck them All" extralang um mehr Spannung aufzubauen. Aber irgendwann ist die Geduld bei mir ausgeschöpft und ich will wirklich raus. War trotzdem gut.

Henry Fonda, Aerole of Ash am 25.08.2018 im Nordpol, Dortmund

Interessant. Vor ein paar Jahren habe ich genau dasselbe durchgezogen wie an diesem Abend. Ich bin erst zum Nordpol gereist nur um später nach Mülheim zu gehen und so zwei Konzerte am selben Abend zu erleben. Dieses Mal war ich aber wesentlich müder und kaputter. Aber egal, ich habe nichts bereut.

Zuerst ging es, wie gesagt ins Nordpol um mir zum 12038213ten Mal Henry Fonda zu geben. Zuerst mal spielten aber Aerole of Ash. Da saß wieder dieser bärtige Typ am Schlagzeug, also konnte die Band nur gut sein. Eigentlich dachte ich, dass ich sie schon mal hier reviewt hab aber stimmt nicht. Also war es eine andere Band mit dem Bärtigen am Instrument. Schon verrückt wie viele Brüder er hat. Jedenfalls war es ziemlich großartig und voll. So voll, dass am Tresen stand und mit dem Kopf genickt habe. HxF waren natürlich auch großartig, allerdings habe ich die Ansagen schon tausend Mal gehört. Auch die Story über die Schnitzelpizza (mit Schnitzel als Pizzateig) kannte ich auch schon. Dieses Mal mischte sich in die Ansagen ein Kerl am Tresen ein und beleidigte jemanden als "Sittich"(!). Wer nutzt den bitte "Sittich" als Beleidigung? WTF.

Anyways, es war mir wie immer eine Freude, allerdings wollte ich seit Monaten an diesem Abend nach Mülheim zu...

dESTRUKTIVA XI am 25.08.2018 im AZ Mülheim

Das dESTRUKTIVA bezeichnet sich selbst als "Festival for Experimental Art and Music". Da ich ein Freund des Verstörenden bin - und zwar sowohl von Art als auch Music. Leider kam ich, ach was,
ziemlich spät an. Das reichte aber um mir eine Installation von den Künstlern Sarah Kastrau, Robert Görmann, Dai Coelacanth und David Molina anzusehen. Außerdem steckte ich meinen Kopf in einen bespiegelten Glaskasten, sodass ich mein Gesicht um mich herum gesehen habe. Achja und tatsächlich schaffte ich es einen letzten Act namens "N" anzusehen. Das war so ein Typ der in der kleinen Halle auf einem Stuhl saß und seine Gitarre, die mit ungefähr 1000 Pedalen verbunden war, bediente. Erst hörte sich das Ganze an wie ein vorbeifahrender Zug dann wie ein startendes Flugzeug. Ich saß auf der Bühne und war kurz davor umzukippen. War ein schöner Abend!

Gerne wieder. Ehrlich.
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Darkthrone Discography: Transilvanian Hunger (1994)

Es hat sich im Vergleich zum Vorgänger "Under a Funeral Moon" nicht viel verändert. Heißt aber nicht, dass das Album nicht gut ist. Es ist mehr oder weniger ähnlich monoton, bspw. ist der Titelsong eine Aneinanderreihung von drei verschiedenen Riffs, die man wenn man den Gitarre spielen kann,
irgendann im Schlaf spielen könnte. Genauso gehts dann mit "Over fjell gjennom torner". Der Minimalismus ist sozusagen auf seinem höchsten Niveau. Aber ein paar Unterschiede gibt es dennoch. Auf "Under a Funeral Moon" gab es die ersten Texte auf Norwegisch, hier dominieren sie. Es gibt kaum Songs auf Englisch. Außerdem spielte Fenriz Gitarre, Bass und Schlagzeug alleine ein und sandte Sänger Nocturno Culto die Texte zu, sodass er sie aufnehmen konnte. Achja, einige Songs stammen tatsächlich von niemand geringerem als Varg Vikernes, was dem Album nicht gerade guten Ruhm brachte. Das, die Tatsache dass auf dem Backcover Unsinn a lá "Norsk Arisk Black Meal" (ihr könnts euch denken) als auch die Aufforderung dieses Album nicht zu rezensieren (und wer das tut der ist jüdisch) sorgten dafür, dass die Band von sämtlichen Medien (u.a. Rock Hard) boykottiert wurde. Spricht nicht gerade für die Band - allerdings bin ich mir 100%ig sicher, dass solcherlei Aussagen von Darkthrone selbst mittlerweile für dummen Unsinn gehalten werden. Was soll ich sonst noch sagen? Starkes Album, dennoch.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Transilvanian Hunger, Sald Av Satans Sol, As Flittermice As Satans Spys


Killing Joke Discography: Absolute Dissent (2010)

Mittlerweile dreizehntes (!) Album von Killing Joke. Es ist das erste Album nach dem Tod von Bassist Paul Raven, gleichzeitig auch das erste Im Line-Up von 1982: Jaz Coleman, Youth, Geordie Walke und Paul Ferguson.

Im Titelsong geht es um den "absoluten Widerspruch" gegen alles Üble auf der Welt. Dazu zählen scheinbar vergiftete Gewässer und Chemtrails. Oooookay. "Absolute Dissent" verbindet gekonnt KJs Metalfähigkeiten wie auf "Killing Joke" und "Hosannas from the Basements of Hell" mit früheren, wavigeren, melodischeren Werken wie "Brighter than a thousand suns". Im Grunde genommen,
erfinden sie dadurch das Rad zwar nicht neu (immer noch nicht) aber immerhin gestaltet sich das Album ziemlich abwechslungsreich. Dadurch, dass es hier kaum Haudrauf-Songs gibt geht das ziemlich gut ins Ohr. Es wird wirklich alles durcheinander gemischt: Metal, Industrial, Dance und EBM. Mir taugts.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Absolute Dissent, European Super State, Ghosts of Landbroke Grove


Limp Bizkit Discography: Gold Cobra (2011)

Falls ihr schon seit längerem mein Blog lest, also genauer gesagt seit der Wiederaufnahme im Jahre 2011, so ist es euch nicht entgangen dass ich damals das Musikvideo zu "Gold Cobra" verrissen hab. Ich mein, es war ja auch Scheiße. Rückblickend betrachtet ist das Album aber gar nicht mal so schlecht.

"Gold Cobra" ist quasi ein richtiges Comeback-Album. Keine EP ohne Promo, kein beschissenes Post-Grung-Möchtegern-Alternative-Rock-Ding. Schlicht und einfach Limp Bizkit so wie sie Ende der 90er, Anfang der 00er Jahre klangen. Okay, den Sound von "Three Dollar Bill Y'all$" kriegen wir wohl nie wieder zu hören aber was solls. "Gold Cobra" ist: Fred Durst wie er Rhymes spittet, Wes Borland wie er großartige Riffs liefert und Gitarrensoli spielt. Das klingt tatsächlich gar nicht mal schlecht bis man merkt, dass ein Großteil der Texte sich mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit beschäftigt. So nach dem Motto "Hey, wir sind da und machen dasselbe wie früher sodass ihr uns wieder mögt". Es ist insgesamt halt wirklich ein guilty pleasure. Ich kann dazu wunderbar den Kopf nicken und so. Aber die Texte sind so cringy wie noch nie. "Douchebag" ist zum Beispiel grauenhaft. "Shark Attack" ist ein Abklatsch von "Break Stuff". "Loser" ist furchtbar weinerlich und könnte fast schon von "Results May Vary" stammen. Naja... Ich bin mal gespannt wie das nächste Album "Stampede of the Disco Elephants" (Veröffentlichungsdatum: 28.17.2071) wird.

Anspieltipps: Get A Life, Gold Cobra, Bring It Back
5,5/10 Pfandflaschen


Metallica Discography: Load (1996)

Ich verstehe nicht wirklich, was alle gegen dieses Album haben. Na gut, ich bin halt auch kein Thrash-Metal-Genre-Purist. "Load" macht da weiter wo "Metallica" aufgehört hat. Man lässt nun jegliche Thrash-Bestandtteile komplett weg. Stattdessen liefert der Vierer ein reines Hard Rock/Heavy Metal Album. Mit viel viel Bluesrock-Einflüssen. Ich bin der Meinung, dass man nicht immer ein und dasselbe Album einspielen muss um gut zu bleiben. Und wie gesagt: Kein Musiknazi
und Genrepurist. Das richtige schlechte Album haben wir noch vor uns: Nämlich im Jahre 2003. Aber egal. Jedenfalls: "Load" ist besser als ich dachte. Mir gefällt sogar das Artwork.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ain't My Bitch, The House That Jack Built,

Mittwoch, 5. September 2018

My Favorite TV-Show: Ne, heute mal leider nicht.

Okay Leute. Ich bin an einen kritischen Punkt angekommen.

Diese Rubrik muss leider pausieren. Gründe sind folgende:

Ich gucke Serien nach einem sehr strengen Listenprinzip. Okay, "streng" ist übertrieben. Jedenfalls habe ich in den letzten fünf Jahren vier Watch-Listen durchgeballert. Mittlerweile bin ich bei der fünften Liste angekommen. Ich gucke pro Woche eine Serie, wenn ichs zeitlich schaffe sogar eine ganze Staffel. Auf der aktuellen Liste befinden sich Serien die momentan immer noch im Fernsehen/Netflix laufen, als auch uralte Klassiker die schon längst eingestellt wurden. Selber Fall bei den anderen Listen. Mittlerweile bin ich soweit gekommen, dass neue Staffeln von einigen der Serien rausgekommen sind, die ich noch nicht gesehen habe. Das heißt, ich muss da einiges nachholen. Momentan gucke ich mir immer zwei "alte"(also Serien, die immer noch am laufen sind und eine neue Staffel erhalten haben) Serien und zwei "neue" (also quasi weiter in der Liste).

Die Lage sieht folgendermaßen aus: Agents of S.H.I.E.L.D., Arrow, Simpsons, Sons of Anarchy. Da ich eine Serie aber erst dann reviewe, wenn ich sie fertig gesehen habe, kann ich SOA nicht reviewen. Die anderen drei kamen hier schon vor. Und weil ich momentan so ein Bisschen überarbeitet bin hinke ich etwas hinterher. Lange Rede, kurzer Sinn: Es fehlt an Material für die Rubrik. Das heißt: "My Favorite TV-Show pausiert bis Januar 2019. Ende aus, Mickey Maus.

Danke fürs Lesen.

Dienstag, 4. September 2018

Album der Woche#258: Sepultura - Roots (1996)

Allrighty then, peeps.

Es ist ein neuer Monat und dieses Mal habe ich beschlossen auf ein Konzept zu scheißen und das zu reviewen, worauf ich Bock hab. "Roots" ist das sechste Album von Sepultura und eines dieser Alben, die ich in meinem Leben rauf und runter gehört habe. Besonders zu der Zeit (so 9-12), als ich angefangen habe "extreme" Musik für mich zu entdecken. So als Nu Metal Kiddo. Es ist das letzte Album der Band mit dem Original-Sänger Max Cavalera und das erste welches sich außerhalb des Death/Thrash-Metal-Rahmen bewegt. 

"Roots" schafft es gleichzeitig einen Schritt zurück und dann äh nach links (oder rechts) zu gehen. Anstelle von ficktausend Riffs reduzierte man die Anzahl dieser. Die Songs sind hörbar vom Hardcore beeinflusst und deutlich primitiver. Alleine wenn man sich "Roots Bloody Roots" anhört merkt man das sehr schnell. Gleichzeitig verwendet man aber auch Einflüsse aus der "Weltmusik". Sitar, Berimbau oder Djembe sind die Namen der Instrumente, die falls ihr sie nicht am Klang erkennt nachgooglen müsst, die u.a. verwendet werden. Außerdem traf sich die Band mit dem Xavante-Stamm, tauschte sich mit ihnen aus und kreierte einen wunderbares Instrumental namens "Itsari". Thematisch geht es u.a. um die eigenen Wurzeln - duh, erkennt man auch irgendwie am Titel. Der Song "Ratamahatta" besteht beispielsweise aus scheinbar random zusammengewürfelten Worten, die besonders nach Brasilien klingen. Wie "Favela", "Zumbi" oder "Porra". 

Ähm. Insgesamt sage ich: Ein Fest der Innovation, Wut, Kreativität und Primitivität. Herrlich. Love it. Nipples status: "Erect".


9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Straighthate, Roots Bloody Roots, Lookaway, Ratamahatta

Montag, 3. September 2018

Freitag, 31. August 2018

Happenings des Monats: August'18

HALLO.

Eigentlich hätten hier vier (!) kleine Konzertberichte stehen sollen. Ich habe aber einfach gar keine Zeit. Bin grade heimgekommen und muss gleich schon wieder los. Deswegen werden die besagten Berichte nächsten Monat, entweder in einer oder in beiden "So isses, Musik!"-Ausgaben erscheinen. Außerdem fehlen noch drei Reviews für diese Woche. Selbes Thema: Ich bin etwas überarbeitet, müde und kein Bock mich zu stressen. Deswegen werden diese auf nächsten Monat verschoben, da wirds auch etwas chilliger.

BIS DANN.

Stricher.




Sonntag, 26. August 2018

Film der Woche#354: The Fountain (2006)

Vielen lieben Dank an Phil Th. Pig der diesen Film per Zufall ausgewählt hat. Soweit ich mich zumindest erinnern kann.

In "The Fountain" spielt Hugh Jackman drei verschiedene Charaktere in drei verschiedenen Storylines, die allerdings miteinander verwoben sind. Im Jahre 1535 geht es um einen spanischen Conquistador namens Tomás, der im Land der Maya nach einem "Baum des Lebens" sucht, welcher das ewige Leben bringen soll. Die Gegenwart zeigt uns die Erlebnisse von Dr. Tom Creo, der versucht das Leben seiner Frau Izzi (Rachel Weisz) zu retten, die an einem Hirntumor erkrankt ist. Das mithilfe eines Heilmittels. Dieses besteht aus Pflanzen die in Guatemala wachsen. Sie zeigen
sogar bei einem ebenfalls an einem Tumor erkrankten Affen Wirkung. Izzi hat übrigens ein Buch geschrieben, welches von den Taten des oben genannten Tomás handelt - da die Geschichte nicht fertig ist, soll Tommy die letzten Kapitel schreiben. In der Zukunft, genauer gesagt im Jahre 2500 befindet sich Tommy auf einer Reise durch den Raum und Zeit. Sie soll ihn am Ende an den Ort führen an welchem Tod und Sterblichkeit nicht mehr von belang sind und wo Tote wiedergeboren werden.

Ganz kurz weil ich grad wenig Zeit hab. Ein unglaublich hirnfickender Film, über das Leben, den Tod und das Alles. Und darüber, dass wir im Prinzip nichts weiter als ein Sandkorn im Sandglas sind. Dies das. Wirklich hervorragende Bilder. Eine nicht lineare Handlung. Wunderschön und doch so verstörend. Herrlich. Würde wieder gucken.

8,7/10 Pfandflaschen
Trailer:

Samstag, 25. August 2018

Album der Woche#257: Das Flug - Benzin EP (2012)

"Es ist jetzt früh am Morgen und die Autobahn ist frei
du fährst in der Mitte, du hast keine Angst vor der Polizei
du schaust in den Spiegel, du hast dir Mut geliehen
du bist dir nicht ganz sicher doch du kaufst noch mehr Benzin"

Ich habe diese EP diese Woche tatsächlich bis zum Erbrechen gehört und habe beschlossen sie in dem Themenmonat "DOITSCHLAHNT!!!111" aufzunehmen. Halt aus ironischen Gründen, weil Das Flug dieses großartige Video zu "Alles mus in Flammen stehen" haben, in welchem lauter B17s zu sehen sind, die höchstwahrscheinlich deutsche Städte bombardieren.
Außerdem finde ich, dass dieser Blog viel zu wenig von diesem Genre vorzuweisen hat. Deutschsprachiger Electropunk mit klagenden Gesang und gesellschaftskritischen Texten. Allerdings nicht verbohrt oder irgendwie parolenhaft sondern fast schon kryptisch. Ich meine zu verstehen
worum es bei "Straßen der Beschissenheit" geht - meiner Meinung nach um absolute Resignation gegenüber der Außenwelt. Oder aber in "Erstmal allein" - ich denke um Selbstunzufriedenheit und Abschottung von allem. Eines meiner Favoriten ist allerdings "Du weiszt Bescheid", dass selbstverliebte, politikverdrossene Menschen thematisiert

Die EP wirkt auf mich wie ein Fiebertraum. Nicht nur weil die Musik so semi-psychedelisch wirkt sondern weil die Stimme des Sängers Dave sich anhört als er würde er unglaublich viel gelitten haben. Außerdem ist es grade 22:18 an einem Freitag, ich habe insgesamt vier Stunden geschlafen und hab vorhin wie ein Idiot zu "Straßen der Beschissenheit" getanzt. Der Beitrag kommt morgen nach der Arbeit raus, versprochen.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Benzin, Straßen der Beschissenheit, Alles muss in Flammen stehen

Mittwoch, 22. August 2018

Comic Book Review#354: Deathstroke the Terminator#31 (1993)

Lel. Irgendwie klingt der Eingangstext des Comic Book Reviews immer gleich. Hahaha. Ein weiter Comic aus dieser riesen Kiste :D Diesmal WIEDER Deathstroke. Und das nachdem wir letztens erst mit dem einäugigen Bartträgr zu tun hatten.

Nachdem Raymond Kane und seine Tochter Mayflower in China tot aufgefunden wurden kehrten Slade Wilson (Deathstroke) und Billy Wintergreen zurück zu deren Domizil um Adeline Kane zu finden. Es ist übrigens Deathstrokes Ehefrau zu finden, die von Kane gekidnappt wurde. Um an ihren Standort zu gelangen, finden sie zuerst einen altertümlichen griechischen Handschuh - diese könnte sie auf Adelines Spur führen. Blöderweise werden sie zuerst von irgendwelchen maskierten Trotteln überrascht... Zwei wochen später befinden sich alle drei (Slade, Wintergreen und Waller) in Indien, wo sie sich Malik Kafur vorstellen - dieser soll der letzte Mensch sein der den Handschuh auf einer Auktion erworben hat. Da Slade und die beiden anderen immer noch ihr Ziel vor Augen haben - bitten sie ihn diesen auszuhändigen. Er behauptet allerdings von nichts zu wissen. In derselben nacht wird Kafur allerdings umgebracht und der Handschuh gestohlen. Slade wird selbstverständlich direkt damit in Verbindung gebracht, so als ob das ganze ein abgekatertes Spiel wäre...

Ich finds immer noch ziemlich interessant - weil ich Deathstroke hauptsächlich als Bösewicht in meinem Gedächtnis abgespeichert habe. Hier ist allerdings auf einer noblen Mission - er will seine gekidnappte (Ex-)Frau retten. Er ahnt allerdings nicht, was für eine Scheiße auf ihn zukommen wird. Zudem wirkt die Zusammenarbeit zwischen Wintergreen, Waller und ihn wie ein Bündnis zwischen alten Schulfreunden - man könnte das ganze auch "Deathstroke and Friends" nennen. Man befreit einander aus Miseren usw. usf... Das ist halt wirklich ein gar nicht mal unspannender Abenteuercomic. Ich frag mich eigentlich wo es als nächstes hingeht.

Stabile Arbeit von Marv Wolfman, Steve Erwin, Will Blyberg und John Statema

8/10 Pfandflaschen

Sonntag, 19. August 2018

Film der Woche#353: Resident Evil Double Feature#3

Oh mein Gott. Das nimmt tatsächlich ein Ende.

5. Resident Evil: Retribution (2012)

Okay. Jetzt wirds richtig abstrus. Es geht los mit einem Kampf - und zwar auf dem Frachtschiff, dessen Besatzung Alice (immer noch Milla Jovovich) im letzten Film gerettet hat. Am Ende dieses Kampfes fällt sie ins Wasser und wacht anschließend wohlbehütet in einem Einfamilienhaus auf. Urplötzlich ist sie Ehefrau von Carlos Olivera und Mutter einer gehörlosen Tochter. Die Idylle wird durch einen Zombie-Angriff gestört, Alice opfert sich Alice im Kampf gegen einen Zombie damit ihre Tochter sich sicher verstecken kann. Kurze Zeit später wacht sie allerdings wieder auf, in einem Gefängnis von Umbrella Corporation. Jill Valentine, scheinbar unter fremden Einfluss, versucht sie
zu foltern, Alice kann allerdings fliehen. Schnell wird den Zuschauer klar, dass die Protagonistin sich in einem riesigen unterirdischen Bunker befindet, welcher von der Sowjetunion erbaut wurde. Hierin wurden verschiedene Städte/Gegenden in Simulationen nachgebildet um dort ihre teuersten Waffen Kunden vorzuführen. Als nächstes heißt es: In den sauren Apfel beißen und mit dem Ekelpaket Albert Wesker (Shawn Roberts) zusammenzuarbeiten. Alice ist eine der letzten Überlebensschancen der Menschheit und muss schnellstens von dort weg. Leider möchte das Computerprogramm von Umbrella, Red Queen, sie töten und schickt Truppen um das Ziel auszuführen. Wesker hingegen schickte seine eigenen Truppen, um Alice zu retten. Was folgt ist eine völlig irre Fahrt durch Simulationen wie Moskau oder Tokio.

Okay, das war also alles gar nicht echt? Also die anderen Filme schon, aber das was hier passiert - geschieht in Simulationen. Die ganzen Zombies (u.a. die großartigen in Rote-Armee-Uniformen!) sind einfach nicht real. Das macht das ganze etwas konfus. Weil...äh dadurch wirkt der Film halt wirklich 1:1 wie ein Videospiel. Mit mehreren Stages und einen finalen Boss Fight. Das ist halt so schlecht, dass es fast schon wieder gut ist. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob er überhaupt hätte sein müssen. Das Ende ist tatsächlich großartig, also die Endsequenz - kurz vorm Abspann. "Retribution" ist im Prinzip ein Kampf gefolgt vom nächsten, ein paar "witzigen" Sprüchen und paar ganz coolen CGI-Monstern. Nein.

4,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


6. Resident Evil: The Final Chapter (2016)

Hmm.

Am Ende kam alles doch nicht so wie es sollte. Eigentlich haben sich "alle" in Washington versammelt um vom Weißen Haus aus gegen die ganzen Zombie-Kreaturen (und Drachen!!!1) zu kämpfen. Allerdings haben die Soldaten den Kampf komplett verloren und die ganze Umgebung wurde zerstört. Alice flieht anschließend und erhält unterwegs von niemand geringerem als Red
Queen den Auftrag, nach Raccoon city zurückzukommen. Das Blatt sich wieder gewendet. Erst musste sie mit Albert Wesker gegen die Red Queen zusammenarbeiten, jetzt ist es andersrum weil der blonde Hurenbock sie verraten hat. Sie ist äußerst misstrauisch, macht es aber trotzdem. In Raccoon City, wo es nur so von Zombies wimmelt, soll sie im Bunker der Umbrella Corp ein Antiserum zum T-Virus finden.

Awkay, also es ist alles wie immer: Ein abgekatertes Spiel. Das Ende der Welt war unauhaltsam, man wollte dass alles so geschieht wie es geschehen ist. Tatsächlich kriegt man auch erzählt was denn genau die Ursprungsgeschichte von Umbrella Corporation ist und wieso das Unternehmen so unerklärlich böhse geworden ist. Man ballert sich durch die Weltgeschichte, kill Zombies und verliert ein Team-Mitglied nach dem anderen. Ist im Prinzip wirklich wesentlich besser als der vorherige Teil. Weil die Zombies "echt" sind. Außerdem ist es wirklich ein würdiger letzter Teil, der alles offenbart. Das ist wirklich solide. Echt jetzt.

6,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Samstag, 18. August 2018

Comics Monthly#54

Hallo und häßlich willkommen zur mittlerweilen vierundfünfzigsten Ausgabe von Comics Monthly. Dieses Mal nehmen wir uns den Verlag "DC" vor, da letztens dort einige Jubiläumsausgaben erschienen sind.

Hal Jordan and the Green Lantern Corps#50

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Naja, dafür dass es eine "extra-sized anniversary issue" ist, sind es nur 31 Seiten.

Okay, ich habe die GL-Comics lange nicht verfolgt - allerdings bietet diese Ausgabe den Leser einen ziemlich schnellen Einstieg in die vorangegangenen Geschehnisse. Das ist sehr gut. Jedenfalls ist das Universum, in welchem die Green Lantern für Recht und Ordnung sorgen ziemlich groß. So groß, dass immer Platz für Spaltung ist. So ging die GL Tomar-Tu einen anderen Weg, nachdem sein Vater gestorben ist. Sein Glaube in das Green Lantern Corps ging verloren und somit auch der Glaube an
die Justiz. Wie auch immer es genau passiert ist - es kam zu einen neuen Bündnis, dass auf eine andere Art das Verbrechen bekämpfen sollte, nämlich mit tödlichen Gewalt. Dieses heißt "Darkstars" und Tomar-Tu ist ihr Anführer. Diese Ausgabe liefert uns das Finale des Story-Arcs "Last Charge". Darin werden wir Zeuge wie die Green Lanterns zusammen mit den Yellow Lanterns als auch mit General Zod gegen die Darkstars kämpfen. Dabei versucht Hal Jordan Tomar-Tu beizubringen dass sein Weg der stumpfen Rache der falsche ist und ihn zu erinnern für welche Wert er früher, als er noch eine GL war, einstand.

Ziemlich epischer Comic mit einer positiven Message. Großartige bunte Zeichnungen und großartiger Teamgeist unter den Lanterns. Allerdings voraussagbar as fuck, wie erwartet. Es ist ein Happy End, aber interessanter wäre ein düsteres Ende, meiner Meinung nach. Ich finde, es ist eher zu erwarten dass ein Charakter, der eigentlich nicht "böse" ist, seine Fehler eher einsieht. Deswegen wäre es ein ziemlich geiler Twist gewesen wenn man gegen Ende alles auf den Kopf gestellt hätte. Nichtsdestotrotz: Solide Arbeit.

Made by: Robert Venditti, Rafa Sandoval
7/10 Pfandflaschen

Hawkman#3

Yeaaaaaaaah, booiiiiiiiii.

Einige von euch dürften Carter Hall aka Hawkman wenn nicht aus den Comics, dann aus "Legends of Tomorrow" oder aber auch "Smallville" kennen. Der Archäologe und Abenteurer ist gleichzeitig ein Superheld der mit Flügeln ausgestattet ist. Seit Jahrhunderten (oder Jahrtausenden) wandert er auf der Erde und wird immer wieder und wieder wiedergeboren. Seine erste Entität war die des ägyptischen Prinzen Khufu Maat Kha-Tar. Ich weiß nicht was genau in letzter Zeit passiert ist, aber ich glaube
Hawkman war tatsächlich eine Weile nicht am Leben. Jedenfalls ist er das wieder und wandert seit einer Woche durch die Zeit und durfte sogar gegen ein Vergangenheits-Ich kämpfen. Jetzt befindet er sich auf Dinosaur Island wo er einer Flotte von fliegenden Humanoiden, den Feitherans, begegnet und eine Schlacht gegen sie führt. Alles nur um an einem Berg anzukommen, wo er alle Antworten auf seine Fragen finden kann...

Wow, das ist faszinierend. So banal und unkompliziert aber faszinierend. Den Großteil des Comics machen keine Dialoge aus sondern Monologe von Carter mit sich selbst. Und Kämpfe. Darüber hinaus erinnert mich die Gestaltung an ein 50er Jahre Pulp-Buch bzw. dessen Cover. Ich finds ziemlich gut zur Abwechslung mal jemanden alleine in einem Comic zu betrachten anstelle ein ganzes Team oder ein riesen Event oder so. Wirklich phänomenal!

Made by: Robert Venditti, Brian Hitch
9/10 Pfandflaschen

Wonder Woman#52

#52 wie die Anzahl der Universen bei DC. Huiuiuiui.
Es war etwas strange das hier zu lesen, weil ich mich im WW-Universum so gut wie gar nicht auskenne. Aber ich habs geschafft und es war eigentlich verdammt gut und witzig.

Nachdem sie eine, sagen wir mal, sehr mysteriöse Vision hatte überzeugt Aztek Wonder Woman und Artemis bei einem Trip nach Mexiko mitzumachen. Die drei Frauen sollen eine lange verloren
geglaubte amazonische Kriegerin retten - es stellt sich heraus dass es sich dabei um WWs verstorben geglaubte Tante Atalanta handelt. Sie finden tatsächlich den Ort an den sie sich befindet: Es ist nämlich das Labyrinth von einer überaus feindseligen Gottheit namens Tezcatlipoca. Von nun an heißt es: Atalanta retten und Tezcatlipoca daran hindern, in die Welt hinaus auszubrechen. Dieser ist nämlich ein sehr rachsüchtiger und furchteinflößender Gott.

Zuerst einmal fand ich den Storyfluss sehr ungewohnt. Frau war hier und dann da und dann plötzlich woanders. Im Endeffekt waren dann drei Frauen, die teilweise gar nicht mal so gut aufeinander zu sprechen waren, in einer vereinenden Mission unterwegs. Dann wird alles immer abstruser und Tomb-Raider-mäßig. Man versucht sich bei dieser Rettungsmission auch gegenseitig nicht umzubringen. Ist sozusagen eine ungewohnte Allianz. Ich find das sehr gut. Es ist irgendwo herausfordernd und auch witzig. Und actionreich. Auch wenn ich mit nem etwas bedröppelten Gesicht davor saß.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Steve Orlando, Aco




Mittwoch, 15. August 2018

Album der Woche#356: Endstille - Frühlingserwachen (2003)

Awkay, weiter geht es mit dem deutschsprachigen Monat und es könnte kaum eine passendere Band dafür geben als Endstille. :D Nun, ich finde die Band ist nicht besonders deutsch, schließlich zelebriert sie nicht die deutschen Kriegsverbrechen oder feiert die Nation. Nein, Endstille könnte man durchaus als Historiker sehen welche den Zuhörern die Geschichte beider Weltkriege ungefiltert zeigen. Dazu gehört aber ein gewisses Maß an Provokation. Das Albumcover des Nachfolgewerkes "Dominanz" bspw. ziert ein Photo von der Bismarck - im Zusammenhang mit dem Titel wirkt das
ganz schön extrem. Auf "Frühlingserwachen" sieht man hingegen eine FLAK oder sowas in der Art. Das muss man sich erstmal vorstellen - wenn man den Inhalt nicht kennt und das erste Mal das Cover sieht, fragt man sich was zum fick das eigentlich soll.

Allerdings wird es vom ersten Song an abenteuerlich. Das Intro kündigt per Radiospruch der BBC, dass Adolf Hitler tot ist. Im Titelsong ist die Rede von "False Ideology" usw. Man positioniert sich also schon eindeutig, weiß aber wie man geschickt mit dem ganzen Weltkriegskram provoziert. Ich finde das interessant. Außerdem stehe ich extremst drauf wie kriegerisch sich die Band gibt. Nicht nur in der Umbennenung der Instrumente in "Sturmgeschütz" oder so, sondern auch in der Art der Musik. Es ist einfach ratatatatatatatatatatatatatatatatatatat (ich schreibe das während "Defloration" läuft) dazu einige Riffs und ziemlich schnell wird es monoton. Aber durch diese Monotonie und die wahrhaftig bösartigen Vocals schafft man wunderbare, eigenartig schöne und durchaus bedrohliche Atmosphäre. Und dann kommen so Songs wie "Biblist Burner" die etwas langsamer sind, zumindest zum Teil, und ein Loch in diese Atmosphäre schaffen.. nur um dann den Zuhörer wieder zurückzuholen.

Ein wahrlich meisterhaftes Werk. Ehrlich. Ich bin noch kein Fan, aber vielleicht werde ich es. Und ja, ich habe hier bewusst auf irgendeine Genrebezeichnung verzichtet.

Anspieltipps: Endstille, Biblist Burner, Frühlingserwachen

9/10 Pfandflaschen

Dienstag, 14. August 2018

Comic Book Review#353: DC gegen Marvel#6 (1996)

Allrighty, then.

Ich habe beschlossen, es wird diese Woche Pause gemacht - die "Comicland"-Kiste wird nächste Woche erst wieder ausgegraben. Zeit für etwas Abwechslung. Wir wissen ja alle dass die 90er Jahre eine wilde Zeit waren für Comic-Verlage. Man versuchte verzweifelt, irgendwie relevant zu bleiben. Meiner Meinung nach ist das DC vs. Marvel-Crossover ein Produkt davon. Damals fusionierten die beiden Verlage zu "Amalgam Comics" - und die Helden natürlich auch. Um zwei davon zu nennen: Spider-Boy (Spider-Man und Superboy) und Dr. Strangefate (Dr. Strange und Dr. Fate), die in dieser Ausgabe vorkommen. In Deutschland kam die Reihe unter dem Titel "DC gegen Marvel" raus. Das hier ist, offensichtlich, die sechste Ausgabe.

Es steht alles Kopf. Wir befinden uns, urplötzlich in einem komischen uns unbekannten Universum. Ein Typ, der aussieht wie eine buchstäbliche Mischung aus Superboy (den damals beliebtesten Klon von Superman) und Spider-Man kämpft gegen... Bizarnage, einer Mischung aus Carnage und Bizarro. Der Held kann Spinnenweben aus seiner Kanone ballern und schafft es den Bösewicht in eine Energieeindämmungszelle zu sperren. Es stellt sich heraus, dass wir uns bei CADMUS, der berühm-berüchtigen Untergrund-Regierungsorganisation und Geheimgefängnis befinden. Nachdem
Bizarnage allerdings den Strom ausgeschaltet hat, floh ein anderer Gefangener: King Lizard - eine Mischung aus King Shark (DC) und Lizard (Marvel). Spider-Boy aka Pete Ross kämpft am Ende gegen ihn. Selbstverständlich. Dabei ist er im wahren Leben Fotojournalist für den Daily Bugle, dass nur noch Klatschstories über Spider-Boy bringt. Die Frauen reißen sich um ihn, man sage ihn eine Romanze mit Insect Queen nach...

In der zweiten Story geht es um Dr. Strange Fate. Es handelt sich dabei um eine Fusion von drei Charakteren. Namenstechnisch geht es um die beiden oben erwähnten Doktoren, allerdings verbirgt sich hinter der Maske niemand geringeres als Charles Xavier. Dieser schickt seine drei besten Agenten - White Witch (Zatanna(DC) und Clea(Marvel)), Jade Nova (Kyle Rayner(DC) und Nova(Marvel) und Skulk (Bruce Banner (Marvel) und Solomon Grundy(DC)) um Access zu finden. Dieser ist eher unfreiwillig in das Ganze geraten. Er ist sozusagen das menschliche Bindeglied was die beiden Universen zusammengeführt hat. Und gleichzeitig in der Lage, sie wieder zu trennen. Genau das möchte Dr. Strangefate verhindern, weil er "sein" Universum am Leben erhalten möchte.

Das ist nach all den Jahren immer noch so herrlich verstörend. Man hat einfach einen Haufen Charaktere zusammen geworfen, damit neue entstehen. Dabei erscheint es einen vollkommen wahllos. Ich weiß allerdings nicht, was man sich genau dabei gedacht hat. Shcließlich entstehen dadurch vollkommen neue Persönlichkeiten. Spider-Boy ist zwar wie Superboy ein Frauenheld, allerdings wurde ihn wie Peter Parker beigebracht, dass mit großer Macht große Verantwortung kommt. Wobei der original-Superboy vollkommen sorglos wirkte. Die erste Story wirkt also (unfreiwillig) witzig, während die zweite etwas ernster rüberkommt. Dort wird wenigstens irgendwie aufgezeigt dass diese Charaktere über sowas wie ein Eigenleben besitzen und nicht bloß Karikaturen ihrer selbst sind. Ich meine damit Dr. Strangefates Entschluß sein Universum zu erhalten.Very interestng and very trashy. I like that.

7,5/10 Pfandflaschen
Made by: Gary Martin, Mike Wieringo, Karl Kesel

Sonntag, 12. August 2018

Film der Woche#352: Daleks' Invasion Earth 2150 (1966)

OK, cool. VIelleicht könnt ihr euch an diesen Film hier erinnern? Dieser hier ist weniger eine Fortsetzung davon als viel mehr ein Film in derselben Reihe. Er basiert auf einem Mehrteiler von "Doctor Who" und zwar "The Dalek Invasion of Earth" von 1964. Damals noch mit dem ersten Doctor, dargestellt von William Hartnell. Wie schon bei "Dr. Who and the Daleks" ist dieser Dr. (nicht "Doctor") ein Großvater und Onkel der mit Nachnamen Who heißt und eine Zeit- und Weltraumreisemaschine erfunden hat.

Ein Polizist namens Tom Campbell (Bernard Cribbins) jagt gerade ein Paar Diebe und möchte unbedingt per Police Call Box Verstärkung holen. Er stolpert in eine rein - nur ist es dummerweise die TARDIS. Campbell fällt in Ohnmacht als er den Dr. (Peter Cushing) und seine Nichte Louise (Jill Curzon) und seine Enkelin Susan (Roberta Tovey) sieht. Diese reisen nämlich grade in die Zukunft des Jahres 2150. Dort angekommen, finden sie eine dystopische Gesellschaft vor. Die Daleks, außerirdische Wesen die auf Unterjochung aus sind unterdrücken die Menschheit. Sie schaffen es, viele Menschen in ihre Reihen einzugemeinden. Nach einer Gehirnwäsche arbeiten diese als Robomen für sie. Andere werden gezwungen, in einer Mine zu arbeiten. Dr. Who, Louise, Susan und Campbell schließen sich den Widerstand gegen die Daleks im Untergrund an.

Okay, ich habe alle Merkwürdigkeiten einfach mal außer Acht gelassen. Scheiß drauf. Die Daleks sind immer noch unglaublich fies und sehen top aus. Egal in welcher Epoche. Dieser Doctor wirkt ebenfalls wie ein verrückter Wissenschaftler, allerdings weniger extrovertiert. Weniger verrückt. Bin solche Dottores nicht gewohnt. Insgesamt ein guter Zeitvertreib. Die schauspielerische Leistung ist hier etwas hölzern, dafür machen die old school Effekte wenigstens irgendwie was her. Allerdings eher was für Kompletisten. Die Leute, die sich gerne die Staffeln über die Doctors 9-13 reinziehen, müssen das hier nicht unbedingt sehen.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 9. August 2018

Album der Woche#355: Loikaemie - III (2002)

Ein weiterer Eintrag im Themenmonat "DOITSCHLAND!!!!!1". Aber mal Spaß beiseite.

Loikaemie waren definitiv nicht unwichtig für mich. Für einen Jugendlichen, dessen musikalischer Kosmos damals aus Horrorpunk und Psychobilly bestand waren sie eine Art Tor in eine neue Welt. Ich beschäftigte mich damals ziemlich intensiv mit dem Skinheadkult. Sie waren tatsächlich die erste Oi!-Band, die ich hörte. Zumindest auf Deutsch, so meine ich.

"III" ist logischerweise deren dritter Longplayer. Auf der ersten CD sind neue Songs zu hören, die zweite enthält ausschließlich Live-Material. Deswegen fokussierte ich mich auf die erste. Stilistisch gesehen ist das großartiger Oi! der härteren, teilweise stumpferen Gangart. Was aber nichts an den großartigen, zynischen und teilweise selbstironischen Texten ändert.

Genau das mochte ich immer an der Band. Dass sie zwar ihr Dasein als Skinheads schon irgendwie ernst nahmen, sich aber trotzdem frei rausgenommen haben auf die Szene"regeln" gepflegt zu scheißen. Wer trägt schon 24/7 Ben Sherman Klamotten und Stiefel, wer hört zu 100% nur Oi!, Ska oder Northern Soul? Wieso nimmt man sich immer so ernst? Deswegen finde ich so Texte wie "Wir sind geil, wir sind schön" einfach klasse:


"Ich bin mit Haut und haaren, wie man ja wohl sieht
100 % Skinhead, wenn es so was gibt

Mein Name, oh wen wundert's noch, der schreibt sich jetzt mit Oi!
Ich bin nicht mehr der Holger, sondern einfach nur noch Roi!!!"

"Rock'N'Roller Johnny" fand ich auch immer großartig: Gewisse Leute sollten einfach aufhören ständig zu denken, sie wären die coolsten. Ich finde "Alles was er will" interessant, weil es meiner Meinung nach von einem dummen Typen handelt, der seine Alte falsch behandelt und sich wundert wieso sie ihn abhaut. Man kann den Text natürlich vollkommen anders verstehen. "Uns're Freunde" betrachtet die Zusammentreffen zwischen Polizei und Demonstranten am 1. Mai als eine Art Fußballspiel - das ist auch unglaublich putzig. "Opa's Geheimnis" finde ich ziemlich scheiße, allerdings. Ich glaube, man hat versucht Nazis zu dissen indem man ihnen sagt sie wären selbst "schwul" obwohl sie Schwule vergast haben. Damit kann man halt schlecht argumentieren. Schwul sein ist ja nichts schlimmes, genauso wenig wie jüdisch sein. Das Cover von "Do You Love Me" hätten sie sich auch sparen können.

Ansonsten: Top Ebayer, gerne wieder.
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Wir sind geil wir sind schön, RocknNRoller Johnny, Alles was er will, Uns're Freunde, Talkshow

Mittwoch, 8. August 2018

So isses, Musik!#60

Hallo und häßlich willkommen zur mittlerweilen 60ten Ausgabe von "So isses, Musik!". Ich habe mir überlegt, ich könnte die "Discography"-Sektion etwas aufpeppen und anstelle von drei immer vier Alben reviewen. Damit etwas mehr Abwechslung reinkommt. Aber erstmal der dritte und somit letzte Beitrag zu FLUFF'18. Natürlich auf Englisch.
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FLUFF FEST'18 in Rokycany, Czech Republic (Part III of III)

Allright folks. I'll try to wrap it up really quick.

Saturday (28th of July)

After waking up and nearly burning myself to death in the sun I wanted to finally enjoy some more bands. The first one I witnessed were Disavow. Kind of Fastcore nearly Powerviolence Style hardcore with some dope ass statements and (former) members of Anchor, as I understand. Very good Spirit Crusher or, as we called them Espirité Crusheé (or otherwise: Sprite Crush) honestly tore the roof off the tent stage. Nice set, nice statements even though sometimes they kind of couldn't get to the point. But that's okay. Also, damn nice of them naming the band after a song by the allmighty Deat. After that: Medication Time at the "All Go No Slow"-Stage. I honestly can't remember how they sound like. Probably pretty fast. Oh wait, actually they sound good. After a long time I finally got my ass to the tent stage again to see the Smudjas, who were the absolut cutest band on this evening. Mostly because of this whole "friendship is important"-thing and the positivity. My favorite act on this day was not a hardcore band or something like that but an ambient/electro artist called Jan Tomas. It's mesmerizing when you're hanging around like a zombie and everyone around is also too, hanging around like a zombie while being hypnotized by his music. Awesome.
start in the day. After that I went to the open stage where an emoviolence/shoegaze kind of a band played. Unfortunately it was the open stage time slot, so I just don't know who it was. If anyone can help me out: It was on saturday, between 16 and 17 o'clock. Thank you. As you may know I hardly go to hardcore shows anymore. I mean, "real" hardcore shows with moshpits and stagedives. The most "new" bands kinda bore me. But

Sunday (29th of July)

Primitive Life very really awesome and well... primitive as hell. Way more punk then the last hardcore band I've seen (I mean Spirit Crusher). Loved it. Schwach were pretty okay. I guess they have to release some songs in english, because it feels kinda strange travelling to Czech Republic and seeing a band singing only in german, while being surrounded by Germans. That's really weird. Also don't be so nervous and learn some more english, dude. We The Heathens - awkward as fuck. I don't get it, honestly. I liked the set of Ancst way more then the last time I saw them - a couple of years ago in Karlsruhe. As I recall it, they didn't have a drummer back in the day. Good, leftist Black Metal which isn't just "Crust with some black metal edge", really. Some time after that Days N Daze played. I just can't get it. Why? Why do they have to play on the main stage? They belong in a club or some muddy backyard in Redneckville.

Darkthrone Discography: Under A Funeral Moon (1993)

Ich habe beschloßen, Darkthrone hier mit reinzunehmen weil sie für mich zu einer der abwechslungsreicheren Sorte Bands im norwegischen Black Metal gehören. Außerdem übten sie nicht nur Einfluss auf BM-Bands sondern auch andere Genres. Falls ihr euch für das Death-Metal-Debüt "Soulside Journey" interessiert, so klickt hier. Für den BM-Nachfolger "A Blaze Under A hier entlang.
Northern Sky" geht es

Für Neulinge des Genres klingt "Under A Funeral Moon" wohl genauso wie der Vorgänger. Allerdings würde ich an dieser Stelle auf die Kurzweiligkeit der Stücke als auch auf die allgemeine Atmosphäre achten. Die Songs sind wesentlich kürzer und der Aspekt "aufgenommen mit einer Kartoffel" wesentlich höher. Anstelle von 7-8 Minuten Spiellänge gibt es hier maximal 4 Minuten pro Song. Es geht direkt los, ohne irgendein Intro. Wo man auf "A Blaze Under A Northern Sky" noch etwas Bezug auf die Death-Metal-Wurzeln raushören konnte, ist das hier wesentlich primitiver, stumpfer und durchaus auch punkiger. Ich finds durchaus genießbar, auch wenn es definitiv nicht mein Lieblingsalbum von Darkthrone ist. Bin allerdings der Meinung, dass es damals zu Unrecht verrissen wurde.

Anspieltipps: Natassja in Eternal Sleep, To Walk The Infernal Fields
7/10 Pfandflaschen
Und hier mal der längste Song


Killing Joke Discography: Hosannas From The Basements Of Hell (2006)

Für den selbstbetitelten Vorgänger, klickt hier.

Zwölftes Studioalbum von KJ. Es hat sich nicht unbedingt viel geändert. Naja, insgesamt betrachtet schon. Die Band hört sich komplett anders an als Anfang der 80er Jahre. Hier erwartet uns ein metallischer, jedoch gleichzeitig mechanischer Sound. Hier und da mehr Metal, da mehr Industrial
bei einigen Stücken sogar fast schon reiner EBM. "Lightbringer" ist hierbei mein Highlight. Der Song kracht urplötzlich herein und will einfach nicht enden. Dabei bleiben der Rhythmus und die Melodie die ganze Zeit über vollkommen gleich. Ich finds großartig, habe ehrlich gesagt aber nicht viel dazu zu sagen. Killing Joke schaffen es, immer noch die Stange oben zu halten.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Lightbringer, Hosannas From The Basements Of Hell, This Tribal Antidote

Limp Bizkit Discography: The Unquestionable Truth, Part 1 EP (2005)

Die "The Unquestionable Truth, Part 1"-EP kam zu einer komischen Zeit raus. Wes Borland kehrte
zurück zur Band. Der Drummer John Otto ist hier allerdings nur auf "The Channel" zu hören. An seiner Stelle hört man Sammy Siegler (Civ, Glassjaw u.a.) Die besten Zeiten der Band waren vorbei. Das erste und einzige Borland-lose Album "Results May Vary" war eher nicht so der Bringer. Also wäre es doch eigentlich super einfach mit diesem Brett wieder hochzukommen, oder? Oder? Nein, stattdessen weigert man sich, jegliche Promo für das Ding zu machen und bringt es "im Untergrund" raus. Okay, das Album ist lyrisch gesehen schon eine andere Nummer. Man gibt sich politisch anstelle von persönlich und sichtlich von Rage Against The Machine inspiriert. Weniger Beats und Interludes von DJ Lethal bzw. so gut wie gar keine. Astreines Rapcore-Album. Auch wenn die Texte etwas cringy sind. Wenn ich was über die korrupten da oben hören will, dann greif ich doch lieber zum Original: RATM. Aber sei's drum. Mir gefällts tatsächlich immer noch ziemlich gut.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Propaganda, The Truth, The Channel


Metallica Discography: s/t (The Black Album) (1991)

Okay. Viele sagen, dass das hier wohl der Untergang der Band gewesen ist. Beziehungsweise ihr kompletter Ausverkauf. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann das genau begonnen hat - aber es steht fest dass das selbstbetitelte Album einen ziemlich krassen Wendepunkt darstellt. Am Anfang haben sie reinen Thrash gemacht, bis sie anfingen ihre Songs progressiver und langsamer zu machen. Und urplötzlich hört man relativ kurze und knappe Lieder die verdammt gut ins Ohr gehen und durchaus charttauglich sind.

Das heißt aber nicht, dass das Album schlecht ist. Es ist eben diese Charttauglichkeit die mir daran gefällt. Vielleicht ist das einfach der Weg gewesen, der für Metallica vorbestimmt war, wer weiß? Jedenfalls ist das, zumindest meinen Ohren zufolge, das erste Album dass die typischen "Chyeaah!" und "Hey!"s von Hetfield enthält. Wenn ich mich nicht täusche. Was mich beim Album stutzig macht, ist ob man hier die politische Gesinnung der Band erkennt. Man packt halt die Schlange der Gadsden-Flag aufs (von Pushead entworfene) Cover und hat ein Song namens "Don't Tread On Me" in der Titelliste. Hmmm.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Unforgiven, Enter: Sandman, Holier Than Thou, Sad But True