Dienstag, 24. April 2018

Film der Woche#338: Wyssozki - Danke, für mein Leben (2011)

Ihr denkt euch bestimmt: "Boah nerv doch nicht mit dieser Nostalgie-Ostblock-Scheiße, ey!" oder vielleicht auch nicht. Aber das ist auch egal. Jedenfalls handelt dieser Film von jemanden sehr wichtigen aus der Zeit der Sowjetunion. Es ist zwar ein Biopic, allerdings behandelt er nur eine bestimmte Zeit aus dem Leben von Wladimir Wyssozki - nicht sein ganzes Leben von der Wiege bis ins Grab.

Wladimir Wyssozki war ein in der SU nicht unbekannter Künstler und Schauspieler. Besonders bekannt war er durch seine provokativen und kompromisslosen Texte, die Themen behandelten wie Knast, Drogen, Prostitution und aber auch Antisemitismus. Dafür braucht er keine Band, kein Orchester. Es sind nur seine Stimme und seine Gitarre. Durch diese offene Art war er bestimmten Behörden ein Dorn im Auge. Teilweise fanden seine Auftritte daher im Untergrund statt. Außerdem war er stark Drogen- und Alkoholsüchtig was seine Gesundheit in seinen letzten Lebensjahren enorm
beeinträchtigt hat. Das Drehbuch zum Film schrieb Nikita Wyssozki, sein Sohn. Außerdem lieh er dem Schauspieler Sergej Besrukow (der Wyssozki gespielt hat) die "Originalstimme" seines Vaters. Der Film spielt zu der Zeit als WW zwangsweise, aufgrund von gesundheitlichen Problem ins Krankenhaus eingeliefert worden soll. Sein "Tourmanager" Pawel Leonidow (Maxim Leonidow) versucht ihn zu überreden ein paar Konzerte Usbekistan zu machen. Und das erfolgreich. Leider wissen beide nicht, dass der hiesige Hauptverantwortliche für das Theater in welchem die zwei Auftritte stattfinden sollen, mit dem KGB zusammenarbeitet. Natürlich nicht freiwillig. Der Staat verdächtigt Wyssozki mit den illegalen Konzerten noch mehr Kohle zu machen als offiziell angegeben. Von daher ist der Künstler ein heißer Anwärter für den Knast.

Ein gar nicht mal schlechter Biopic. Es sind zwar mehrere Charaktere die es so nicht im echten Leben gegeben hat vorhanden, allerdings hat man sie teilweise aus mehreren echten Namen/Menschen zusammengesetzt. So ist Wyssozkis Kumpel Sewa Kulagin (Andrej Urgant) eine Art Hybrid aus Iwan Dychowitschny und Sewolod Abdulow. Wahrscheinlich gab es keine rechtlichen Genehmigungen die echten Namen zu benutzen. Insgesamt war ich ziemlich zufrieden, ich finds allerdings etwas merkwürdig dass man teilweise so action-film-mäßige Musik druntergelegt hat. Außerdem hat man Sergej Bezrukow bis zur Unkenntlichkeit geschminkt und sein Gesicht mit CGI-Technik verändert. Man hat auch im Abspann nur den Namen Wysskozkis und nicht Bezrukows genannt. Es war längere Zeit nicht bekannt, wer Wyssozki eigentlich gespielt hat. Das grenzt ehrlich gesagt ein wenig an Leichenfledderei und ist allgemein ziemlich abgefahren.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Album der Woche#341: Sepultura - Chaos A.D. (1993)

Etzala reichts, Leude. Das ist der letzte Eintrag im Meddl-Monat April.

Ihr wisst ja, dass ich gerne Reihen vervollständige und so. Von Sepultura hatten wir hier schon mal die ersten drei Alben, dann "Arise" und jetzt kommt eben der Nachfolger davon. Irgendwann hatten wir aber auch mal das Vergnügen mit einem neueren Werk mit einem ziemlich langem Titel. Anyways, das hier ist das fünfte Album von Sepultura. Und wie immer ist es anders als die anderen Alben.

"Chaos A.D." ist das erste Werk der Brasilianer auf welchem landestypische Perkussion zu hören ist. So wie das später auch auf dem Nachfolger "Roots" zu hören ist und generell zum Markenzeichen der Band wurde. Es ist ein sehr politisches Album und beschreibt schließlich allein schon mit dem Titel den Zustand der Welt in welcher die Menschheit sich damals befunden hat. "Refuse/Resist", dass mit dem Herzschlag von Max Cavaleras Sohn Zyon beginnt handelt vom Widerstand gegen Staats-, Polizei- und Militärgewalt. In "Territory" gehts um den Konflikte, sei es jetzt ethnisch oder territorial bedingt. "Amen" handelt vom Sektenzwischenfall in Waco, "Kaiowas" von einem kollektiven Selbstmord eines Indianerstammes. Den Text für "Biotech is Godzilla", welches davon handelt dass die US-Regierung AIDS entwickelt hat um es als Biowaffe einzusetzen, stammt übrigens von Jello Biafra. Hach, was für Zeiten.

Es ist sehr groovy, sehr wutgeladen, sehr aggressiv und politisch. Bis auf "Refuse/Resist" kommt das Album allerdings ohne Barrikaden-Songs aus. Trotzdem erinnern mich Sepultura hier an eine Hardcore-Punk-Band die mal eben mit viel Metal experimentieren wollte. Ein tatsächlich sehr tanzbares und nicht nur headbangeriges Album. Sehr sehr gut.

Anspieltipps: Refuse/Resist, Amen, Nomad, Territory, Biotech is Godzilla
9/10 Pfandflaschen

Ohrwurm der Woche#256

Sonntag, 22. April 2018

Film der Woche#337: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 27

Hurra! Ich bin endlich am Ende dieser Rubrik angekommen. Hier kommen die letzten zwei Filme von 101 Horrorfilmen, die ihr sehen müsste bevor ihr den Löffel abgebt.

100. The Descent (2005)

Ja, ich hatte tatsächlich ziemlich Angst.

"The Descent" handelt von einer Gruppe Frauen die in den Appalachen eine Höhlenexpedition starten. Eine von ihnen Sarah (Shauna McDonald) verarbeitet immer noch ein schweres Trauma. Vor knapp einem Jahr überlebte sie einen schweren Autounfall - ihr Mann und ihre Tochter hingegen nicht. Juno (Natalie Mendoza) organisiert einen Ausflug in ein bereits ausgekundschaftes Höhlensystem. Während der Expedition bleibt Sarah stecken, wird rechtzeitig bevor der Gang einstürzt von ihren Freundinnen gerettet. Kurze Zeit später stellt es sich heraus, dass Juno alle angelogen hat. Das Höhlenystem ist vollkommen unerforscht und der Außenwelt unbekannt. Sie müssen nun ohne jeglichen Plan den Weg nach draußen finden. Fragt sich nur ob das so gut
funktioniert, wenn plötzlich das gegenseitige Misstrauen immer größer, die Batterien der Taschenlampen immer leerer und die eigene Kraft immer geringer wird.

Sehr gut, ich habe nicht gespoilert. Das interessante an dem Film ist, dass er versucht die Ängste der Protagonistinnen, die Dunkelheit usw. als den eigentlichen Horror darzustellen. Es geht erst in zweiter Linie um die Gefahr die im Dunklen lauert. Außerdem spielen Sarahs Tagträume, die von ihrer Tochter handeln auch eine nicht geringe Rolle. Es ist quasi ein Kampf ums Überleben von willensstarken Personen die in einer völlig absurden Situation gefangen sind. Die allerdings vllt nicht so teamfähig sind wie anfangs gedacht. Ich finds gut, dass man nicht allzutief in die Klischeekiste greifen. Klar, es geht heutzutage leider auch nicht ohne, der Film erfindet das Rad nicht neu - ist aber mehr als nur unterhaltsam sondern ordentlich fucking gruselig.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


101. The Orphanage (2007)

"The Orphanage" aka "Das Waisenhaus" wird öfter mal verglichen mit "Don't Look Now" , "The Devil's Backbone" und "The Others". Und das zurecht.

Der von Guillermo Del Toro produzierte Film erzählt die Story einer Kleinfamilie bestehend aus Laura (Belén Rueda), Carlos (Fernando Cayo) und den kleinen Simón (Roger Princep). Sie sind vor kurzem an den Ort von Lauras Kindheit gezogen: ein ehemaliges Waisenhaus, was sie selbst demnächst neueröffnen wollen. Simón hingegen ist von der Idee nicht so ganz begeistert und spielt
lieber mit seinen imaginären Freunde, die seit dem Umzug noch mehr geworden sind. Nach kurzer Zeit feiern sie schließlich die Neueröffnung, bei der Simón nicht zugegen sein mag - er wollte das "kleine Häuschen" seines imaginären Kumpels Laura zeigen wofür sie hingegen keine Zeit hatte. Es dauert nicht lang, bis ein mysteriöses Kind mit einer hässlichen Kartoffelsackmaske auftaucht und Laura im Bad einsperrt. Simón ist seitdem verschwunden.

Man kann den Film auf zwei Arten verstehen: als mysteriösen Film über "Geister", der irgendwie nur schocken will oder aber als eine tiefergehende Geschichte die nur oberflächlich mit Paranormalen zu tun hat. Ich muss sagen, dass ich schon ziemlich gerührt war. Mir gefiel auch der ganze Hintergrund mit den Gruselkindern und so. Allerdings bleibt der Film irgendwie vorhersehbar. Man ahnt schon, dass es irgendwie, irgendwo um Rache geht bzw. Geister die einen etwas aufzeigen wollen. Und am Ende ist alles entweder doppelt oder halb so schlimm. Trotzdem: guter Film. Aber nicht mehr als das.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Samstag, 21. April 2018

Album der Woche#340: Morbid Angel - Altars of Madness (1989)

Häßlich willkommen zu einem weiteren Beitrag im Meddl-Monat April, Leude. Morbid Angels Debütalbum "Altars of Madness" wird nächstes Jahr tatsächlich 30. Das ist einer der Gründe, warum ich das Album reviewen wollte. Der andere ist: Es ballert einfach zu gut und naja warum halt nicht?

Rausgekommen bei "Earache", war das gute Stück ein nicht unerheblicher Einfluss für die (Death)
Metal Szene. Interessanterweise auch für die norwegische Black Metal Szene. Schließlich sind die Texte dermaßen satanisch, dass sich mir beim Hören vorm geistigen Auge ein Ticket in die Hölle manifestiert. Man merkt eindeutig, dass die Band nicht nur sich selbst, sondern auch die Hörer und die anderen Bands in der Szene herausfordern wollte. Aber damals war das halt auch so übrig. Man hat einander ständig übertrumpfen wollen. Wer schrieb die krasseren Texte, wer haute die brutalsten Riffs und den wahnsinnigsten Sound raus.

Morbid Angel schöpften ihre Inspiration eigenen Angaben zufolge aus H.P. Lovecrafts Ctulhu-Mythos, Necronomicon, Grindcore und tatsächlich auch Pink Floyd. Die Solos wirken wirklich so als hätte man ohne auf die Saiten der Gitarre zu gucken, einfach drauf los gewichst um ein teilweise psychedelisch anmutendes Werk zu kreieren. Fakt ist: Ich feiere jede Sekunde davon und kann euch dieses merkwürdig entspannendes Werk nur ans Herz legen.


Bleed for the devil
Impious mortal lives
Feel the enticing power
Fill the chasm of your soul

Fill the air with the smell of death
Grace us with your magic
Fill the night with the stench of evil
I summon forth the beast

(aus "Bleed for the Devil")

Anspieltipps: Immortal Rites, Evil Spells, Lord of all Fevers and Plague, Bleed for the Devil
9/10 Pfandflaschen


Donnerstag, 19. April 2018

Comic Book Review#337: Sgt. Rock: The Lost Battalion#6 (2009)

Sergeant Franklin John Rock ist eine nicht unbekannte Figur im DC Universum. Dieser Bekanntheitsgrad führte sogar dazu, dass ich mir einmal tatsächlich eine Action-Figur von ihm geholt hab. Das Metier des Sergeants sind Kriegscomics gewesen. Er selbst ist ein Veteran des 2. Weltkrieges und glänzte an der Front durch Entschlossenheit und Mut.

Der letzte Teil der sechsteiligen Reihe "The Lost Battalion" handelt von einer fünfköpfigen Truppe G.I.s, die aus mir unbekannten Gründen im Feindesland in eine unglaublich misslige Lage gebracht
wurden. Feindesland ist hier Deutschland, so nebenbei. Jedenfalls wurden sie von Deutschen ordentlich eingekesselt und haben sechs Tage in der Kälte irgendeines deutschen Waldes ausgeharrt. Sie haben aber tatsächlich einen Kriegsgefangenen nehmen können. Am letzten Tag (der hier in der mir vorliegenden Ausgabe beschrieben wird) schaffen sie es aber tatsächlich dem Feind ordentlich die Stirn zu bieten. Sie kriegen Unterstützung von oben, in Form von zusätzlichen Waffen und Lebensmitteln und kämpfen sich ordentlich durch. Unter anderem kriegt ein Tigerpanzer eine Ficktonne an Granaten ab.

Tils sehr brutaler und depressiver, teils jedoch ziemlich positiver und aufmunternder Comic. Unter anderem wird aufgezeigt, dass in Sgt. Rocks Battalion jeder willkommen ist, egal welche Hautfarbe er hat. So wird ein japanisch-amerikanischer Soldat genauso gleich behandelt und es wird ihm auf keiner Seite, in keiner Sprechblase irgendeine Art Spionage oder Beziehung zu den Achsenmächten unterstellt. Ein Kriegscomic, der nur so vom US-Patriotismus trieft. Aber was soll man machen. Qualität hat halt verschiedene Seiten.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Billy Tucci

Donnerstag, 12. April 2018

Comic Book Review#336: Green Arrow#30 (2010)

In allererster Linie: Verzeiht mir, denn ich schreibe das hier grade etwas in Eile.

Green Arrow#30 von 2010 spielt sich ab während des Events "Blackest Night". Dieser war damals ziemlich groß und erzählte uns eine ziemlich irre Story. Ich weiß nicht genau, was abging aber so ungefähr: Der Mastermind hinter dem Black Lantern Corps, Nekron, erweckte verschiedene Tote zum Leben und gab ihnen die Kraft des Schwarzen Rings. Sie wurden zu Black Lanterns. Einer dieser Toten (? War er tot? Ich weiß es nicht) war Oliver Queen aka Green Arrow. Nun ist seine noch quicklebendige Seele in einem untoten Körper gefangen und kann es nicht steuern. Die finstere
Variante von Green Arrow ist fies, gemein und zwielichtig. Sie kämpft gegen GA eigentliche Freunde und Familie wie Speedy, Red Arrow, Flash und Black Canary. Tief im Inneren kriegt Olli aber alles mit und versucht dagegen anzukämpfen. In Flashbacks erzählt er uns wie die anderen Arrows (Speedy, Red Arrow) "entstanden" sind. Mithilfe von Flashbacks versucht allerdings die "Black Arrow" (wie ich ihn nennen würde) das Gehirn von Black Canary zu manipulieren und weh zu tun. So wird ihr offenbart, dass Olli mit einer anderen Frau ein Kind gezeugt hat (Ja, Black Canary und Green Arrow waren zu dem Zeitpunkt ein Ehepaar). Wir werden quasi Zeuge von einem Kampf von verschiedenen Superhelden gegen einen zwiegespaltenen, untoten Helden der tief im Inneren noch aufrichtig und gut ist.

Eine spannende Art und Weise eine Story zu erzählen. Sowohl der irre Einfall n Haufen Helden in Bösewichte zu umwandeln und gegen andere antreten zu lassen, als auch der innere Kampf von Olli gegen sich selbst. Die Mindfucks die Black Lantern da so veranstaltet sind auch nicht von schlechten Eltern. Außerdem ist das Cover eine Hommage an ein Green Lantern/Green Arrow Comic aus den 70ern, mein ich. Ganze Arbeit von J.T. Krul, Diogenes Neves, Ruy José und Vicente Cifuentes.

8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 11. April 2018

Album der Woche#339: Darkthrone - A Blaze In The Northern Sky (1992)

Der ZWEITE Eintrag im Meddl-Monat April, Leude! Und gleichzeitig auch das ZWEITE Album von Darkthrone. Gleichzeitig auch der DRITTE Beitrag über Darkthrone. Ich habs mit Zahlen heute. Falls euch meine Meinung zu Darkthrones Death-Metal-Debüt "Soulside Journey" interessiert, so klickt einfach hierhin. Und ja, ich werde irgendwann, wie gutes Koks, die ganze Discographie hier durchballern. Also seid auf was gefasst, verdammt noch mal.

Im Gegensatz zum ersten Album, ist hier nichts mehr mit Death zu hören. Stattdessen begründet man
den norwegischen Black Metal Sound mit. Ich bin zwar definitiv kein Experte was das Genre betrifft (aber auf jeden Fall ein Fan), aber dennoch weiß ich dass es so zu klingen hat. Das Album klingt tatsächlich wenig klar und tatsächlich einfach mies produziert. Das kommt tatsächlich daher, weil Fenriz sich irgendwann eine Aufnahme von den großartigen Vader auf einem kaputten Tapedeck angehört hat. 

Ich will hier im Übrigen auch nicht über die Texte sinnieren. Habe sie mir durchgelesen, finde ich größtenteils ziemlich geil. Allerdings kann ich so gut wie nichts davon mitsingen. Außer bei "In The Shadow of the Horns". Zu Beginn von "Kathaarian Life Code" muss ich immer lachen wenn ein "Haha, it's the true face of eeeviiiilll" kommt gefolgt von einem "bleargh!". Bei "In The Shadow of the Horns" begeistert mich dieser plötzlicher Einsatz von Akustik gegen Ende. Im Großen und Ganzen finde ich diesen bekackten Kellersound einfach großartig. Diese wortwörtliche Schießbude (kein Drumset, Schießbude!), dieses Geschredder, dieses Gekrächze, diese dämonischen Schreie. Ich liebe dieses Album einfach, verdammt noch mal!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles

Film der Woche#336: Feuerball (1965)

Hmm. Irgendwie kann ich das mit James Bond nicht lassen.

Der mittlerweile vierte Film über den Agenten 007 (Sean Connery) beschäftigt sich mit dem Kopf der Verbrecherorganisation S.P.E.C.T.R.E. Ernst Stavro Blofeld (Anthony Dawson). Zuallererst werden wir allerdings Zeuge wie Bond einen Agenten der Organisation (auf Deutsch dann in "Phantom" übersetzt) bei seiner vorgetäuschten Beerdigung zuerst enttarnt, dann ausschaltet und anschließend vor seinen Gehilfen flieht. Was SPECTRE vor hat: Wir stellen kurze Zeit später fest, dass sich die
Bösewichte darauf geeinigt haben von den UN eine hübsche Summe von 28 Millionen US-Dollar zu erpressen. Ein Mitglied, Graf Lippe lässt sich zufällig im selben Hotel nieder in welchem sich auch Bond grade erholt. Als nächstes bringt er einen NATO-Piloten um, stiehlt sein Ausweis und kann, weil er aufgrund von plastischen Operationen 100%ig wie er aussieht, seinen Plat einnehmen. SPECTRE kommen so an Atombomben ran. Bond erfährt rein zufällig von der ganzen Sache und gerät so in ihr Visier. Kurze Zeit später beschließt SPECTRE bei einer Nichterfüllung ihrer Forderungen eine Stadt in Europa oder den USA zu bombardieren.

Ich sitze grade echt mal zwischen Stühlen. Der Film ist eigenartig charmant. Bond ist eigenartig cool, obwohl er offensichtlich aus dem letzten Jahrhundert stammt. Diese latente Übergriffigkeit Frauen gegenüber ist halt echt eklig. Finde den ganzen Gadgetkram immer noch sehr einfallsreich. Auch die Tatsache dass Bond immer mit den Frauen schläft, die er eigenlich bekämpfen soll. Man ist sich da erstmal nicht so sicher, wer wen verführt hat. Was ich an mir eigenartig fand: Ich bin echt kein großer Fan von Haien, aber erstaunlicherweise finde ich ihren Einsatz verdammt gut. Sie sind so zusagen zwar Sklaven von Blofeld, die seine Drecksarbeit erledigen aber gleichzeitig machen sie was sie wollen. Überhaupt dienen sie dazu, dieses Bild vom Bösewicht mit Haien im Swimmingpool zu zelebrieren. Die Unterwasserkampfszenen sind erste Sahne. Ich hoffe, die nächsten Filmen werden sogar noch besser.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

So isses, Musik!#52

FULL OF HELL + MONUMENT OF MISANTHROPY + STORTREGN am 4.4.2018 in Turok, Essen

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Ich glaube, das ist wirklich das allererste Mal gewesen. Wenn ich mich nicht irre. Bis dato hab ichs mal geschafft FOH auf dem FLUFF FEST zu "sehen", allerdings hinter eine riesigen Menge an Leuten, auf einer kleinen Bühne. Witzigerweise war es diesmal gar nicht so voll, sodass man eine vollen Einblick hatte. Aber eins nach dem anderen.

Habe mich seit Monaten darauf gefreut, dann war es soweit. Es war im Prinzip auch gar nicht mal so teuer und obendrauf bekam man eine ziemlich klischeehafte Metalband im Vorprogramm zu sehen. Stortregn waren jetzt nicht schlecht. Klangen etwas nach Dyssection, fand ich. War für mich allerdings ziemlich vorhersehbar und ich hab kurze Zeit später die Band beinahe vergessen. Außerdem fand ichs eh merkwürdig dass 2/5 mit T-Shirts von sich selbst aufgetreten sind.

Monument of Misanthropy passten meiner Meinung nach sehr viel besser ins Programm. Da abgedrehter und grindiger. Natürlich mindestens genauso vorhersehbar, aber wenigstens ohne jeglichen Pathos. Was sie noch sympathischer macht, ist dass sie vor vier Jahren ein Musikvideo rausgehauen haben, ähnlich wie ich sie früher gemacht hab. Guckt rein, einfach herrlich.

Full of Hell haben meine Erwartungen erfüllt. Ein brachialer Soundteppich. Superkurze Songs. Ein Sänger der einen Kotzkrampf nach dem anderen zu bekommen scheint, ins Mikrofon würgt, oder eher das Mikrofon würgt, mit dem Mikrofon vor seinem Gesicht schüttelt, sodass der Gesang noch verzerrter daherkommt. Dazu kommt noch die noisigen Zwischenspiele. Ich finde, das Ganze sieht sehr anstrengend aus. Aber ich entspanne mich vollkommen dabei. Ich glaub, dass ist das was viele nicht verstehen. Wie kann man bei Musik die sich anhört wie des Teufels Durchfall sich so wohl und entspannt fühlen? Ich hingegen, liebe es.

Da ich nach Full of Hell ne Weile rumgehangen und danach Hause gegangen bin, habe ich nichts von Immolation mitbekommen. Aber vollständigkeitshalber ein Link.

ОСТБЛОК: Golos Omeriki

Ich habe die Band durch ein Interview entdeckt, dass deren Sänger Rodyon Lyubensky einem YouTube-Kanal gegeben hat, der sich mit RusslandPunx der 90er Jahre beschäftigt hat. Die russische Musikszene in den 90ern war sowieso sehr interessant, weil man viel westlichen Sound mit russischen Einfluss vermischt hat. Eine solcher Bands sind "Golos Omerika", zu Deutsch "Die Stimme Omerikas". Nicht zu verwechseln mit der Radiostation "Voice of America". GO machen eine eigenartige aber sehr rumpelige Mischung aus Punk, Kabarett und Chanson. Oder um es anders auszudrücken: Punk mit Akkordeon und Geige, der allerdings keine Folk-Einflüssen aus Irland oder Schottland oder so aufweist. Stattdessen gibts witzige bis vulgäre Texte über dies und das. Nichts superintelligentes, aber spaßig.







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Achja, Dolphin hat ein neues Video :3



Killing Joke Discography: Revelations (1982)

Erstes Killing Joke Album welches nicht von der Band selbst produziert wurde. Und das auch noch nicht in England sondern in Köln. Dummerweise bis jetzt auch das schlechteste. Leider wurde der
Enthusiasmus der Band als auch ihr nihilistischer Stil sehr krass runtergefahren, aufgrund der Anforderungen des Labels, scheinbar. Jedenfalls klingt "Revelations" weitaus weniger düster, weniger mechanisch. Viel eher nach ziemlich soften Post-Punk, leider ohne den "Schneid". Außerdem wirkt das Album ziemlich ziellos, ohne jegliche Richtung. Fazit: Sehr mau und hätte so nicht sein müssen. Aber es gibt immer noch n Haufen KJ-Alben die fetzen, deshalb... ich bin zuversichtlich dass es noch viel besser wird.

4/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Empire Song, Chop-Chop



Marilyn Manson Discography: The High End Of Low (2009)

Von den "neueren" Marilyn Manson Alben (ich mein damit alles was nach dem 2003er "The Golden Age of Grotesque" rauskam) ist, finde ich, das hier bis dato am Besten.

"The High End Of Low" ist bis jetzt das ruhigste und gelassendste Album der Band. Man hat sich mittlerweile komplett von Industrial verabschiedet und macht sowas wie die Neuinkarnation von leicht selbstzerstörerischen Glam Rock. Auch an Blues und Garage Rock als auch 80er Synthpop. Midtempo. Keine Kracher wie "The Irresponsible Hate Anthem" mehr. Stattdessen Sound der
theorethisch ganz gut in Clubs laufen könnte. Weil er tatsächlich irgendwie ziemlich tanzbar ist.

Trotzdem bleibt MM gesellschaftskritisch und zynisch. Beispielsweise wird in "We're from America" das konservative Amerika beschrieben mit all ihrer Anti-Abtreibungsrhetorik usw. "Running To The Edge of the World" klingt offensichtlich wie Bowie in seiner Glamrock-Phase. Das Ganze ist so unfassbar sexy, tanzbar und unverkrampft. Richtig schönes Ding.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Running To The Edge of the World, Arma-Goddamn-Motherfucking-Geddon, We're From America




White Zombie Discography: God of Thunder EP (1989)

Okay. Das wird kurz. Die EP beinhaltet nur drei Tracks. Das KISS-Cover "God of Thunder", "Love
Razor" und "Disaster Blaster II". "God of Thunder" ist tatsächlich herausragend gut. Ein Song wie er später für WZ typisch sein wird. Viel Groove und ein paar Film-Samples. Der Rest ist auch okay. Es ist n okayes Ding, diese EP. Und es ist endlich mal definitiv, 100%ig die Richtung die auf ihrem Major-Debüt zu hören sein wird.

Daumen hoch!
9,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles

Sonntag, 8. April 2018

Album der Woche#338: Danzig - IV (1994)

SERVUS LEUDE WILLKOMMEN IM MEDDLMONAT!

Okay. "Danzig IV" oder auch "Danzig 4p" ist, wie schon leicht zu erraten ist das vierte Album der Band um den Schinkengott Glenn Danzig. Und ja, ihr habt es richtig erraten: das ist schon das vierte Mal, dass ich ein Danzig-Album reviewe und es werden noch etliche weitere Reviews kommen bis die Discography vollständig ist.

Es ist das letzte Album auf Rick Rubins Label "American Recordings" und das letzte mit dem Line-Up Christ/Danzig/Von/Biscuits. Wie schon auf dem Vorgänger "III: How The Gods Kill" hatte Glenn selbst seine Finger an den Reglern und ebenso ist es ein weiterer Schritt in Richtung experimentelle Musik/Industrial. Natürlich finden sich hier Songs wie "Brand New God" oder "Going Down To Die" die ebenfalls diesen bluesigen Sound aufweisen. Allerdings sind sie definitiv nicht das Hauptaugenmerk. Viel eher ins Auge (oder ins Ohr) fallen Songs wie "Cantspeak" oder "Sadistikal". Erstgenannter Song besteht aus einer rückwärts aufgenommenen Gitarrenspur (genauer gesagt der Song "Let It Be Captured"), die man extra eingesetzt hat um all den Gerüchten über angebliche versteckte Botschaften in den Songs der Band entgegenzutreten. Nach dem Motto "Gebt ihnen etwas worüber sie sich das Maul zerreißen können". "Sadistikal" hingegen ist eine gesprochene Passage unterlegt mit Baustellensounds und anderen sehr skurrilen mystischen Schnickschnack. Um den satanischen Aspekt nochmal zu unterstreichen hat man einen Hiddentrack mit der #66 aufgenommen. "Invocation", welches einen gregorianischen Chant beinhaltet kommt nach mehreren leeren Tracks. Falls euer CD-Player nach dem Ende einer CD die letzte Titelnummer und die gesamte Spielzeit anzeigt dann kriegt ihr das zu sehen: "66 61:38" "We are 138", also.

Ich mag das Album, weil es insgesamt eine ganze Ecke ruhiger und experimenteller ist. Man hat das Gefühl Glenns Gesang möchte eine andere Ebene erreichen. Sich anderweitig austoben. Nichtsdestotrotz ist das hier schon irgendwo typisch Danzig. Mysteriös, bluesig, Jim Morrison 2.0

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Going Down To Die, Cantspeak, Stalker Song, Let It Be Captured, Invocation

Samstag, 7. April 2018

Comic Book Review#335: Justice League of America#31 (2009)

Letztens beim Dortmunder Comicladen "Comicland" ein Paket mit 100 US-Comics für nur 15,00€ bestellt. Wusste nicht, was alles drin ist. War sozusagen ein Überraschungspaket. Deswegen kriegt ihr in den nächsten 100 Wochen (okay, fast 100 Wochen) nur Comics aus diesem glorreichen Paket hier serviert.

Okay, die Handlung spielt sich in einer ziemlich miesen Zeit ab. Die Justice League of America besteht grade mal so. Batman/Bruce Wayne ist gestorben (das war zu der Zeit von "Batman RIP", als Dick Grayson Batman wurde, soweit ich mich erinnern kann), Green Lantern Hal Jordan hat beschlossen, dass die JLA nichts für ihn ist und hat eine neue Gruppe gegründet, Superman und Wonder Woman beschließen ähnliches und verlassen die Gang. Green Lantern Oliver Queen
beschließt sich Hal Jordan anzuschließen, sehr zum Missfallen seitens seiner Ehefrau: Dinah Lance aka Black Canary. Diese ist scheinbar die einzige die noch nicht den Teamgeist aufgegeben hat. Sie versucht alle oben genannten zusammenzutrommeln und dazu zu bewegen, doch noch zu bleiben. Leider vergebens. Schließlich heißt es: "You heard me. As far as I'm concerned, this is the END of the Justice League of America."

Ich kann über die graphische Umsetzung nicht meckern. Shane Davis zaubert wirklich gutaussehende Menschen als ach Räume. Auch die Idee, geschrieben übrigens von Dwane McDuffie, ein Comic rauszubringen der sich um die damals aktuelle Krise in der Liga dreht rauszubringen kann ich auch nachvollziehen. Es muss sich ja nicht alles um Action und Bösewichte vermöbeln gehen. Allerdings ist das Ganze dermaßen langweilig und uninteressant. Ich weiß halt einfach, dass es ständig Krisen in Superhelden-Teams gibt, sich plötzlich alle nicht mehr lieb haben und das Team verlassen usw. usf. Aber andererseits raufen sich auch ständig wieder alle zusammen. Benennen die Teams um und und und. Aus heutiger Sicht ist das ein völlig unbedeutendes Ereignis, nicht mehr und nicht weniger.

5/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 5. April 2018

My Favorite TV-Show: Justice League im TV, Teil 1

1. Justice League of America (1967-1968)

Im Rahmen der "The Superman/Aquaman Hour of Adventure" gab es mehrere Gaststars, die jeweils drei Gastauftritte hatten. Wie The Atom, Green Lantern, Flash oder eben drei kurze Segmente über die JLA. Darin versuchte die Gerechtigkeitsliga in einem außerirdischen Bürgerkrieg zu intervenieren, sie kämpften gegen einen Bösewicht der unsere Gravitation verändern wollte und wurden von Mastermind gefangen genommen. Die Animation entspricht den damaligen Standarts und ist quasi dieselbe wie bei Superman oder den anderen Gastcartoons. Im Grunde genommen zählt das auch nicht als richtige Serie, es ist aber immerhin der erste Auftritt der JL im Fernsehen. Deswegen kann man das schon mal anmerken. Es ist aber irgendwie eher eine Fußnote der TV-Geschichte.



2. Super Friends (1973-1986)

"Super Friends" war nicht nur eine sondern ganze neun Serien. Nun, im Prinzip war es immer ein und dasselbe Justice League Team, mit einigen Veränderungen, jedoch änderte sich nach beinahe jeder
Staffel der Name der Serie. So gab es u.a. "Super Friends", "Challenge of the Super Friends" und "The Super Powers Team: Galactic Guardians". Die Show ist nicht vergleichbar mit jeglichen anderen Justice-League-Serien. Natürlich war sie an jüngere Zuschauer gerichtet und deswegen betonte man noch mal ordentlich den Aspekt der Freundschaft unter den Helden. Deswegen "Super Friends" und nicht "Justice League". Die ersten Folgen sind für mich einfach unerträglich gewesen. Da die Produktionsfirma Hanna Barbera ebenfalls für Scooby-Doo-Serien verantwortlich war,
kupferte man schamlos bei sich selbst ab und beschäftigte die Helden mit Mystery-Zeug, lahmen Gags und Hin- und Herrennen. Irgendwann wurde man richtig unverschämt als man zwei Teenager und einen Hund dazugesellte. Tatsächlich sind die Batman und Robin aus dieser Serie in zwei "The New Scooby-Doo Movies"-Folgen aufgetreten, die ich irgendwann mal reviewt hab. Gegen Ende nahm die Serie aber gut Fahrt auf. Es gab sogar eine Batman-Origin-Folge, die natürlich den Mord an seinen Eltern beleuchtet hat. Generell wurde es zum Ende hin wesentlich besser. Allerdings finde ich, dass die Serie etwas für Komplettisten ist, die alles von der JL sehen wollen. Der kindliche Humor ist nämlich definitiv nicht jedermanns Sache.



3. Justice League (2001-2004) und Justice League Unlimited (2004-2006)

Diese Serie halte ich tatsächlich für die beste über den DC-Superheldenhaufen. Sie ist sozusagen ein weiteres Segment im DC Animated Universe. Dazu gehören auch die Serien "Batman", "Superman", "Batman Beyond" als auch "Static Shock". Zum Justice League Team gehören neben Batman, Superman und Woman auch Flash, die Green Lantern John Stewart, der Martian Manhunter, Hawkman und Hawkgirl. Es gilt das Erfolgsrezept: Einzelepisoden und zwischendurch Story Arcs die sich über mehrere Folgen ziehen. Dabei bezieht man sich auf die Original-Origins der
Superhelden. Bis auf Wonder Woman, die am Anfang als Anfängersuperheldin gehandhabt wird. Bei "Justice League Unlimited" blieb man dem Rezept treu, allerdings waren mehr längere Storyarcs zu sehen. Unter anderem reiste die JL in die Zukunft von "Batman Beyond" oder schaffte es in ein Paralleluniversum in welchem die "Justice Lords" regierten, welche die gesamte Rogues Gallery schlicht und einfach lobotomiert haben und ein autoritäres Regime aufgestellt haben. Außerdem weitete man das Team ordentlich aus. Deswegen auch das "Unlimited" im Titel. Die Justice League bestand nicht nur aus den üblichen Verdächtigen. Es kamen Helden wie Plastic Man, Mister Terrific, Black Canary, Bat Lash, Jonah Hex, Mister Miracle, B'Wana Beast und noch viel mehr. Quasi die Gesichter, die sonst eher wenig Zeit auf Fernsehbildschirmen verbracht haben. Ähnliches Konzept wie bei "Batman: The Brave and the Bold". Man stellte so den Zuschauern immer mehr Helden vor. Meiner Meinung nach wurde es nicht mal unübersichtlich sondern äußerst vielfältig. Für mich ein würdiger Abschluß für das DC Animated Universe.




Mittwoch, 4. April 2018

Film der Woche#335: Return of the Living Dead-Thon, Teil 2

Hm, ihr fragt euch wieder: Hö, warum schon der zweite Teil? Nunja, der erste Teil wurde schon mal zu Halloween verwurstet und zwar hier.

2. Return of the Living Dead II (1988)

Auch bekannt als "Toll treiben es die wilden Zombies".

Die Story ist ziemlich normal. Die Army verliert bei einem Transport ein Fass mit einem eingelagerten Untoten und dem Gas Trioxin. Das Teil landet in einem Entwässerungsgraben und wird
von drei Jungs entdeckt. Die ersten zwei werden schon bald kontaminiert, während der dritte, offensichtlich in einer Mutprobe steckende namens Jesse Wilson (Michael Kenworthy) nach Hause rennt. Das Trioxin gelangt auf einen nahegelegenen Friedhofsplatz und weil es kurze Zeit später regnet dann auch anschließend in den Boden. Die ersten Toten werden geweckt. Sehr zum Nachteil von drei Grabräubern die grade ihren Job "erledigen" wollen. Kurze Zeit später fallen die Untoten in die angrenzende Gemeinde Westvale ein und wollen "GEHIRRRN!".

Verdammte Scheiße, warum kann man diese Fässer nicht mal ordentlich lagern? Mann, ey. Aber immerhin führt so ein Zufall zu einer absurden aber immerhin unterhaltsamen Geschichte. Dabei werden die Zombies deutschsprachig mit einem gewissen Extra synchronisiert. So wie es damals öfter mal der Fall war. Ein Überlebenskampf von mehreren Leuten, die sonst nichts miteinander zu tun hätten, durch die Situation aber voneinander irgendwie abhängig sind. Keinerlei Charaktertiefe. Null. Geile Effekte. Insgesamt aber ein Film den man grade mal so im Kopf behalten kann. Aber spaßig.

6,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


3. Return of the Living Dead III (1993)

Okay, damit war ich wesentlich mehr zufrieden.

Im dritten Teil wird uns in einen Flashback erzählt, wieso zur Hölle die Untoten eigentlich in Fässer gesperrt wurden: Die US-Army experimentierte während des Marihuanakrieges mit Trioxin um es später als Waffe einzusetzen. Dummerweise erweckte es die Toten und weil man sie weder aufhalten noch töten konnte, überwältigte man sie und steckte sie in die Fässer. In der Gegenwart arbeitet Colonel John Reynolds (Kent McCord) an dem Projekt weiter. Eine Leiche wird Trioxin ausgesetzt,
wieder zum Leben erweckt und soll fortan als billige und effiziente Tötungsmaschine funktionieren die man mit einem Betäubunsschuss auch wieder aufhalten. Des Colonels Sohn Curt (J. Trevor Edmond) und dessen Freudin Julie (Melinda Clarke) beobachten die Situation heimlich, die schon bald eskaliert: Der Zombie reißt sich los und richtet ein Blutbad an. Daraufhin wird der Colonel degradiert und nach Oklahoma versetzt. Später zuhause angekommen kündigt er seinem Sohn den bald anstehenden Umzug an. Curt rebelliert und haut mit Julie auf seinem Motorrad ab, wobei sie kurze Zeit später einen Unfall bauen und sie offensichtlich tot ist. Da könnte man doch seine tote Freundin in ein Militärkomplex schleppen um sie mit dem Zombie-Gas wiederzubeleben. Ist doch eine richtig geile Idee, oder? ODER?

Hm. Diesmal versucht der Film sowas wie Charaktertiefe aufzubauen und ihnen eine Art Hintergrundstory zu bieten. Über die beiden Reynolds Boys weiß man zwar nun bescheid, einzig Julie bleibt ein Rätsel. Sehr interessant ist aber, wie sie versucht nicht zum fleischfressendem Zombie zu mutieren und sich stattdessen selbst verletzt um den Blutdurst zu stillen. Die Hintergrundstory des Trioxin-Gases finde ich auch gar nicht mal schlecht. Einzig die Lösung (Zombies in Metallfässer sperren) finde ich unglaublich bescheuert. Aber gut, irgendwo mussten sie ja herkommen. Jedenfalls: Spannender als der zweite Teil, kann aber den ersen definitiv nicht übertrumpfen.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Dienstag, 3. April 2018

So isses, Musik!#51

Killing Joke Discography: What's THIS For? (1981)

Viele Kritiker behaupten, dieses Album wäre sogar noch besser als das Debüt der Band. Ich kann das nicht sagen. Viel mehr würde ich behaupten, es sei schlicht anders. Während "Killing Joke" schon
poppige/wavige Einflüsse mit Maschinenklängen verbunden hat bringt "What's THIS For?" sogar funky sounds ins Spiel. Es ist etwas ungewohnt, aber tanzbar. Quasi der Vorgänger von tanzbaren Industrial.

Anspieltipps: The Fall of Because, Follow the Leaders, Tension
8/10 Pfandflaschen





Marilyn Manson Discography: Eat Me, Drink Me (2007)

Okay, das ist also das erste Album nach "The Golden Age Of Grotesque". Seitdem habe ich nämlich nichts über den "God of Fuck" mitgekriegt. Weder seine Musik gehört noch viel über ihn gelesen. Okay, das Best-Of-Album "Lest We Forget" ist die Ausnahme. "Eat Me, Drink Me" sollte eigentlich als Soundtrack/Untermalung zu Mansons Film "Phantasmagoria: The Visions of Lewis Carroll" dienen. Deswegen auch der Titel bzw. diverse Songtitel wie "Are You The Rabbit" - in Bezug auf
"Alice In Wunderland". Stattdessen wurde es aber ein sehr ruhiges und emotionales Album über instabile Beziehungen und Sex. Definitiv was komplett anderes als die Werke bis jetzt. Das Tempo ist deutlich langsamer, es gibt kaum "Schockelemente" wie zuvor. Das Album wirkt einfach nicht so sehr "skandalös". Wobei skandalös natürlich Ansichtssache ist. Aber das macht es nicht schlechter, viel eher wirkt es sehr erwachsen und gelassen.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Heart-Shaped Glasses, You And Me And The Devil Makes Three, If I Was Your Vampire, Are You The Rabbit?



White Zombie Discography: Make Them Die Slowly (1989)

Ich weiß nicht, ob ich mir hiermit Freunde machen werde. Habe ja schon über diese alten Noise-Alben der Band rumgemeckert, aber hiermit werde ich auch nicht ganz warm. Man hat sich ordentlich von (Thrash)Metal inspirieren lassen, mache aber selbst noch nicht wirklich Metal. Sondern viel eher einen Sound der irgendwie in die Richtung geht. Die Riffs und das Tempo erinnern daran. Ab und zu knallts auch ordentlich, insgesamt wirkt es aber wenig inspiriert sondern..... Sorry ich finds wirklich nicht so gut. Bis auf ein paar Ausnahmen gefällts mir einfach nicht wirklich.

Und hier wären die Ausnahmen: Murderworld, Power Hungry
4/10 Pfandflaschen

Freitag, 30. März 2018

Film der Woche#334: Marathon of the Living Dead, Teil 3

Okay, ihr fragt euch bestimmt "Wieso eigentlich schon Teil 3, hab ich irgendwas verpasst?" Nunja, ich habe an dieser Stelle bereits schon die ersten beiden Teile der "...Living Dead"-Reihe reviewt. Und zwar "Night of the Living Dead" als auch "Dawn of the Dead". Ich habe mir vorgenommen die dazugehörigen Filme von George A. Romero zu reviewen. Ich möchte an der Stelle klarstellen: Es geht mir um die Original-Trilogie als auch um die zweite Reihe die Romero in den 00er/10er Jahren verwirklicht hat. Und natürlich um die Remakes der ersten Trilogie. Auf die ganzen "Night of the Living Dead"-Remakes (der Film ist öffentliches Gut und darf beliebig oft verwurstet werden) der letzten Jahre wird hier gepflegt geschissen.

3. Day of the Dead (1985)

Auch bekannt als "Zombie 2". Dritter Teil der Original-Reihe, nimmt aber keinerlei Bezug zu den vorangegangenen Filmen. Der Untergang der Menschheit ist vorangeschritten und zwar erheblich. In den Städten finden sich nur noch Untote. Deswegen ist es keine so geile Idee sich mit einem Megafon
am Rande der Stadt hinzustellen und "Hellooooo? Is anyone there?" zu brüllen. Witzigerweise ergibt es eine verdammt gute Untermalung für einen Gorillaz-Song. In einem unterirdischen Bunker in Florida halten sich die vernünftigen Reste der Menschheit auf. Naja, obwohl "vernünftig relativ ist. Es handelt sich um verschiedene Wissenschaftler und Militärs. Die erstgenannten untersuchen Zombies und versuchen eine Lösung für die Plage und evtl. auch ein Gegenmittel zu finden. Die Militärs versorgen sie mit "Testmaterial". Einer der Wissenschaftler, Dr. Logan (Richard Liberty) ist der Meinung, die Untoten wären zu einer Verhaltenstherapie fähig und versucht sein Testobjekt, "Bub"(Sherman Howard) zu zähmen. Ansonsten ist die Situation im Bunker ziemlich angespannt. Die Lage da draußen ist nämlich aussichtlos und das Aufeinanderhocken geht allen langsam ordentlich auf die Nerven.

Ein wesentlich humorloserer Film - es sei denn man betrachtet die Gesichtskirmes von Bub als witzig - als "Dawn of the Dead" in welchem die Besucher des Einkaufszentrums als Zombies dargestellt wurden. Hier ist alles anders. Stattdessen gibt es eine vollkommen aussichtslose Situation, aus welcher man nicht rauskommen kann. Es ist das Ende der Welt und man muss sich auf ignorante Arschlöcher verlassen, dass sie einem beim Überleben helfen. Ein sehr finsterer und makaberer Abschluß der Reihe. Ich hab trotzdem manchmal gelacht.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


4. Land of the Dead (2005)

20 Jahre nach "Day of the Dead" setzt Romero noch einen drauf. Ich hab zwar keine Ahnung, in welchem Jahrzehnt das spielt aber es scheint mir als wäre es einfach eine düstere Variante der Gegenwart. Laut offiziellen Angaben sind es aber "mehr als 3 Jahre" lol.

Inzwischen ist das ganze Land von der Zombie-Epidemie befallen. Irgendwo im nirgendwo der USA befindet sich ein Stück Land was abgegrenzt von der Außenwelt ist, mithilfe von Zäunen. Dadrin finden wir eine neuaufgebaute kapitalistische Gesellschaft die vom Bürgermeister Kaufman (Dennis Hopper) regiert wird. Im Luxusviertel "Fiddler's Green" wohnen die reichen Bonzen, in den Ghettos die Armen die ums Überleben kämpfen. Riley (Simon Baker) hat einen bewaffneten Panzerwagen entwickelt, mit welchen er zusammen mit seinen Mitstreitern unterwegs ist um Lebensmittel für die
Bevölkerung zu besorgen. Dabei schießen sie Feuerwerkskörper in den Himmel um die umherwandernden Zombies von sich abzulenken. Einer durchschaut tatsächlich das Spiel - "Big Daddy"(Eugene Clark) rettet seine Mitzombies und ist fest entschlossen nach Fiddler's Green zu gehen und dort ordentlich Rabatz zu machen. Seine untoten Genossen folgen ihn.

Witzig ursprünglich war das Drehbuch ein Entwurf zu einer Fortsetzung von "Resident Evil". Würde auch tatsächlich irgendwo passen. Aber egal, wir fassens mal zusammen. Diesmal lernen die Zombies nicht nur dazu sondern sie bilden Gruppen und arbeiten miteinander. Es entsteht sozusagen eine neue "Menschen"rasse die einen neuen Ort für sich selbst sucht. Die gewöhnlichen Menschen hingegen machen das was sie am Besten können. Profit aus allem was geht und kämpft ums Überleben. Im Prinzip hat sich für die Menschen nichts geändert, außer dass sie die Illusion eines normalen Lebens aufrechterhalten. Effekte wie immer erste Sahne. Plot ist nicht sehr abwechslungsreich, bis auf die Sache mit den Zombies. Aber das passt schon.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


Donnerstag, 29. März 2018

Album der Woche#337: Venom - Black Metal (1982)

Sodala, wir sind quasi fertig mit dem britischen Monat. Ich habe beschlossen, irgendwas banales und doch so interessantes zu nehmen um hier keinen Riesenbeitrag zu schreiben.

"Black Metal" ist das zweite Album von Venom, einer britischen Metalband. Nein, ich finde nicht dass das hier wirklich Black Metal ist, da ich damit was vollkommen anderes verbinde. Allerdings ist die Band definitiv prägend gewesen. Soweit ich weiß, haben Teile von Celtic Frost eine Scheibe von Venom in falscher Geschwindigkeit abgespielt, sodass sie so zu ihrem Sound kamen. Aber ich möchte nicht mutmaßen. Feststeht: Venom waren ziemlich stumpf und grausam. Aber geil.

Die Texte drehen sich um allerlei Grausamkeiten (wie bspw. in "Buried Alive"); man singt über den Mythos der Gräfin Bathory ("Countess Bathory") und es gibt auch einen ziemlich merkwürdigen Song über sexuelle Lehrer/Schüler-Fantasien ("Teacher's Pet"). Venom klingen wie eine Mischung aus Motörhead in roh (sehr roh, sogar), satanischen Texten und Mülltonnensound. Wie kommt das? Nun, dadurch dass man wusste dass das Studio den Sound nicht bandgetreu wiedergeben konnte sagte Sänger Cronos seinen Bandkollegen sie sollen ihre Instrumente wie für die Live-Auftritte üblich stimmen. Außerdem wurde für das Intro ein Stahlträger mit einer Kettensäge geschrotten und für "Buried Alive" hat man Mikrofone mit Sand zugeschüttet um ein Lebendbegräbnis zu simulieren.

"Black Metal" ist ein dermaßend primitives und stumpfes Machwerk, dass zwar in nur drei Tagen aufgenommen wurde aber wofür verdammt viel Kreativität und Energie verbraucht wurde. Vor sowas hab ich höllisch viel Respekt. Hut ab!

Anspieltipps: Black Metal, To Hell And Back, Heaven's On Fire
8/10 Pfandflaschen

Dienstag, 27. März 2018

Comic Book Review#334: Ninja-K#1 (2017)

Hmmm. Das heißt also "Nintscha - Käy" und nicht "Nintschak"? Okay, also habe ich es die ganze Zeit falsch ausgesprochen, lol.

Ninja-K heißt tatsächlich so, weil er der Nachfolger von Ninja-J ist, der der Nachfolger von Ninja-I ist etc. etc. Colin King ist Ninja-K. Er ist ein tödlicher Söldner der im Auftrag des MI6 arbeitet, im
Rahmen ihres geheimen Ninja Program. Zuallererst aber wird uns die Geschichte des Ninja-Programms erzählt. Angefangen im Jahre 1917 in Österreich mit Ninja-A, fortgeführt mit Ninja-B in London im Jahre 1934 und so weiter. Schlußendlich kommen wir in der Gegenwart an, in welcher Colin King ein relativ luxuriöses Leben führt. Er wird beauftragt einen ehemaligen Ninja-Agenten zu beschützen da sich offensichtlich im MI6 selbst irgendjemand befindet der alte Alphabet-Ninjas niedermetzelt.

Wunderschöne detaillierte Zeichnungen. Ninja-K weist telweise deadpool-esken Humor auf. Es fließt viel Blut, gibt viel Gewalt, Hack/Slash und Feuer. Und das Centerfold ist allererste Sahne. Erinnert mich, rein stilistisch irgendwie an GI Joes Snake Eyes. Valiant heißt übrigens der Verlag, von welchem diese Perle stammt. Und da kommt übrigens auch noch mehr gutes Zeug her. Kann ich nur empfehlen.

8,5/10 Pfandflaschen

Sonntag, 25. März 2018

Happenings des Monats: März'18

Awkay, ich schaffe es tatsächlich diese Rubrik mit Inhalt zu füllen.

FIDUCIA FEST VI im AZ Mülheim am 24.03.2018

Ich hatte an dem Tag tatsächlich auch noch einen anderen Termin sodass ich ziemlich spät ankam. War aber gar nicht so schlimm, denn ich stellte fest dass mir das Fest bandtechnisch letztes Jahr deutlich mehr zusagte als dieses Jahr. Im Prinzip bin ich nur wegen des Vortrags, Kuchen, Sloppy Joes und um meine alten Bandshirts an Second Bandshirt abzugeben, gekomen. Nebenbei: Ich konnte auch selbst ein "second Bandshirt" erwerben und kann nun stolz von mir behaupten: "Ich trage Gone To Waste und ich putz mir immer die Zähne!"

Die erste Band, die ich gesehen habe waren Criminal Body. Ich mein zumindest, dass ich drei Leute auf der Bühne gesehen habe. Es sind zwar Ex-Mitglieder von Bands wie Jungbluth und Alpinist, allerdings hat der Sound nichts mit dieser Art von Musik gemeinsam. Anstelle von (Neo)Crust und Hardcore Punk gibt es ein Abziehbild von den allerbesten Qualitäten die uns Post-Punk und Wave bieten. Mal schleppend, mal melodiös aber garniert mit sogenannten Dulli-Gesang, der teilweise wirkt als wäre man selbst an sich desinteressiert. Das ist verdammt gut!

Später begab ich mich auf die Suche nach Futter und Getränken. Fand diese und schaffte sogar meine zwei Bandshirts abzugeben: eins von Caustic Christ und ein mir längst nicht mehr passendes von +VOID+ (bye bye größe S). Es dauerte nicht mehr wirklich lang, bis der angekündigte Vortrag zum Thema "Heteronormativität, Partnermarkt und sexuelles Begehren - Geschlecht und Hardcore Punk" von Marion Schulze anfing. Der Vortragsteil war relativ kurz, dafür war die Diskussion umso spannender:

Es ging, um das ganze mal vereinfacht zusammenzufassen, um "Sexismus in Hardcore (Punk)" und alles drumherum. Angesprochen wurden auch die Skandale um Bands wie Wolf Down, Champion oder Expire bzw. den Umgang damit. Es gab ziemlich viel Input. Insgesamt war man sich einig darüber, oder zumindest in groben Zügen, dass Hardcore und seine vielen Untersparten sich nicht außerhalb der Gesellschaft befinden und dementsprechend all diese üblen Dinge (die es in dieser Gesellschaft eben gibt) nun auch in den Hardcore-Safe-Spaces und Filterblasen passieren. Hardcore ist weder links noch kommunistisch, es ist kein außerhalb des Kapitalismus und außerhalb jeglicher Diskriminierung existierender Ort. Dummerweise versteht man das oft nicht so, schreibt sich Antisexismus auf die Fahne, haut auf Konzerten zwischen den Zeilen irgendwelche Demoparolen raus, klopft sich anschließend auf die Schulter und geht nach Hause. Und wenn dann innerhalb solcher Szene es doch zu ekelerregenden Vorfällen kommt, sagt man sich "naja das ist sowieso nicht richtig hardcore" bzw. nutzt man das "No true Scotsman"-Argument. Mir geht seit langem dieses szenetypische Verhalten auf den Zeiger, sodass ich zwar die Musik höre aber mich aktiv nicht wirklich in irgendeiner Szene bewege. Deswegen war ich umso mehr froh über so viel Input in der Diskussion. Klar, die Erkenntnisse waren für mich nichts neues aber trotzdem und so.

Anschließend verpasste ich vorbildlich Yacht Communism, nur um später die ersten paar Minuten von Sur L'Eau anzuhören um danach mit Kopfschmerzen nach Hause zu gehen.

Samstag, 24. März 2018

Album der Woche#336: Duran Duran - Arena (1984)

Alles klar, wir widmen uns weiterhin britischen Alben im "Britische Alben"-Monat. Ich konnte mich bei dieser Band, die sich nebenbei nach einem Bösewicht aus "Barbarella" benannt hat, nicht entscheiden welches Album ich reviewen sollte. Also habe ich "Arena" genommen, welches eigentlich bis auf den Hit "Wild Boys" ein Live-Album ist. Allerdings ist die Qualität der Live-Aufnahmen so gut, dass man sie praktisch kaum von Studio-Aufnahmen unterscheiden kann. Es wirkt beinahe so als ob man das ganze im Studio mit Publikum aufgenommen hätte.

Hierdrauf sind alle Hits der Band versammelt, die damals beliebt waren: "Hungry Like The Wolf", "New Religion", "Save A Prayer" als auch das bis dato nicht veröffentlichte "Wild Boys". Es fehlt noch "Rio" ehrlich gesagt, aber was solls. Was uns das Album bietet ist schöne, gitarren- und keyboardsgeladene Popmusik. Dabei klingt Sänger Simon Le Bon wie jemand der sich in die glorreiche britische Tradition begibt. Und zwar "Lass uns klingen wie die Amis". Kein British English zu hören, nirgendwo. Allerdings versucht er wenigstens nicht einen bestimmten Akzent nachzumachen, wie die Stones damals.

Ich bin ganz ehrlich zu euch. Ich bin kein Experte was diese Band oder diese Art von Musik betrifft. Aber das Album gefällt mir einfach. Ich steh nun mal auf keyboardgeladene Musik von Typen in komischen Klamotten, die irgendwas von "Wilden Jungs" (nein, nicht die Onkelz-Coverband) singen. Besseres gibt es fast nicht.

Anspieltipps: Hungry Like The Wolf, Wild Boys, Is There Something I Should Know?, New Religion

8/10 Pfandflaschen

Freitag, 23. März 2018

Film der Woche#333: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 26

98. The Grudge (2004)

Bei diesem Film handelt es sich um eine Neuverfilmung des japanischen Originals "Ju-On" von Takashi Shimizu (der auch für das Original verantwortlich ist).

Eine amerikanische Familie namens Williams zieht in Japan in ein Haus ein, dass scheinbar perfekt geeignet ist für die Großmutter, Emma (Grace Zabriskie), die scheinbar an Demenz erkrankt ist. Sie wird von Yoko gepflegt, die allerdings nach dem ersten Tag nicht mehr zur Arbeit kommt. An ihrer
Stelle schickt das Pflegeinstitut die amerikanische Austauschstudentin Karen (Sarah Michelle Gellar). Diese findet im Haus eine sichtlich verängstigte Emma vor, die möchte dass irgendjemand "sie einfach nur in Ruhe lässt". Außerdem befindet sich im Schrank ein Junge mitsamt seiner Katze, was die Situation noch merkwürdiger aussehen lässt. Nach und nach stellt sich heraus, dass vor einer gewissen Zeit etwas sehr schlimmes in diesem Haus geschehen ist und seitdem ein Flug dadrauf liegt. Mit diesem Fluch wird jeder belegt, der sich auch nur einmal im Haus aufgehalten hat.

Auch wenn es, grob gesehen, ein Film fürs westliche Publikum ist kann man nicht darüber hinwegsehen dass er durch und durch japanisch ist. Im ganzen Film passiert nichts und doch so viel. Man wartet bis kurz vorm Ende auf die große Offenbarung, die natürlich kommt. Allerdings dauert es ziemlich lange bis man dort angekommen bist. Bis dahin gibt es "Jumpscares", wobei wenn ich das so bezeichnen würde, würde ich dem Film Unrecht tun. Und zwar sehr viele davon. Sie kommen unerwartet, sodass auch wenn man darauf aus ist, man trotzdem erschreckt wird. Qualitative Meisterleistung, dafür steh ich mit meinem Namen.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


99. Saw (2004)

"Saw" gehört zu den Filmreihen die am Anfang noch verdammt gut waren aber ihr Zenit schon längst überschritten haben. Darum werde ich ausnahmsweise keine komplette Reihe review. Das hier bleibt das einzige Saw-Review auf diesem Blog. Punkt aus.

Es beginnt mit einem sehr merkwürdigen Szenario. Zwei Typen, Dr. Lawrence Gordon (Cary "Robin Hood" Elwes) und Leigh Whannell (Adam Stanheight) erwachen urplötzlich in einem dreckigen, verwahrlosten Badezimmer. Sie sind beide mit Handschellen an gegenüberliegenden Enden des Raums an Rohre festgekettet. Zwischen ihnen liegt eine blutige Leiche eines Mannes neben der eine Pistole liegt. Beide können sich nicht erinnern, wie sie dahin gekommen sind. Sie finden jedoch nach
und nach Hinweise auf ihre momentane Situation. Es stellt sich heraus, dass der berüchtigte Serienkiller Jigsaw sie in eine Falle gelockt hat, um ihren Lebenswillen zu testen. Jetzt stellt sich die Frage: Wie kommen die beiden aus der Nummer raus und müssen sie einander wehtun?

Hm. Was halt ich von dem Film? Nun, ich bin definitiv kein Fan von unklugen Schockfilmen die weder lustig noch gruselig sind. Das sind soweit ich weiß, fast alle Saw-Fortsetzungen. Dieser hier zeigt hingegen eine interessante, wenn auch konservative Sicht auf das Leben: Nur die Person mit dem stärksten Lebenswillen überlebt. Der Mörder an sich ist auch kein Mörder sondern eher ein Schiedsrichter der über das Leben und Tod entscheidet. Es gibt auch immer eine, wenn auch kleine, Möglichkeit zu überleben. Jeder ist quasi seines Schicksals Schmied. Das natürlich aufs perverseste verzerrt. Ich mag nicht selbst gruselig klingen, aber für einen Horrorfilm ist das eine ziemlich interessante Art zu töten. Erinnert mich leicht an The Abominable Dr. Phibes, wobei hier Rache kein Punkt des Killers ist. War ein verdammt guter Anfang, schade dass man es durch endlose Fortsetzungen kaputt gemacht hat.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Mittwoch, 21. März 2018

Comic Book Review#333: Ben Reilly: Scarlet Spider#1-6 (2017)

Die sechs Ausgaben sind auf Deutsch im Sonderband "Ben Reilly: Scarlet Spider - Leben und Stern in Las Vegas" erhältlich. Falls ihr euch an Ben Reilly erinnert, dann braucht ihr den folgenden Link nicht, falls ihr doch noch was anderes über ihn lesen wollt, so klickt hier.

Wir sind nicht mehr in den 90er Jahren. Ben Reilly, einer von mehreren Klonen von Peter Parker alias Spider-Man hat längst seine Geheimidentität Scarlet Spider ad acta gelegt. Wer die neueste/jüngstbekannte Klon-Saga "The Clone Conspiracy" kennt der weiß, dass Ben zum "Bösewicht" wurde. Er nahm die Stelle von seinem Erschaffer, dem Schakal ein und gründete ein
Unternehmen namens New U was scheinbar die Toten wiederauferstehen ließ. Doch leider, waren die "neuen" Versionen der Toten "nur" Klone. Ich weiß nicht mehr, was Ben übles vorgehabt hat jedoch wurde er von Spider-Man, einen weiteren Klon namens Kaine (der sich mittlerweile ebenfalls Kaine nennt) und ein paar anderen aufgehalten. Angeblich ist er bei einem Brand vom New U gestorben.... NICHT. Denn Ben Reilly ist quicklebendig und hat sich nach Las Vegas verpisst.

Was danach kommt ist eine völlig irre Geschichte. Ben ist scheinbar ziemlich verrückt geworden. Er hat ein neues Kostüm und redet mit einer Halluzination von sich selbst (die sein altes 90ies-Kostüm trägt). Sein Gesicht ist von Narben gezeichnet. Er beschützt zwar hin und wieder Menschen, allerdings setzt er dabei auch Waffen ein und verlangt eventuell auch mal an die 100$ Dollar von einer Frau die er vor einem Raub beschützt hat. Außerdem zeckt er sich in ein Casino-Unternehmen ein. Die Vorsitzende ist eine ehemalige Kundin vom New U, deren Tochter ein instabiler Klon ist. Ben verspricht ihr, das Kind zu heilen wenn er für das Medikament die nötigen Finanzen und Ausrüstung bekommt. Außerdem gibt er einer alten Frau ordentlich viel von seinem Zaster ab und benennt sie spontan um in "Tante May".

Redet mit sich selbst? Gesicht von Narben gezeichnet? Eine alte, nörgelnde Frau an seiner Seite? Deadpool? Nein, Scarlet Spider. Beziehungsweise eine verdammt noch mal sehr verzerrte Variante davon. Witzig. Früher war Kaine der Bösewicht, der mit Töten beschäftigt war. Mittlerweile ist er der "gute" Scarlet Spider (wenn auch sehr gewaltaffin) und Ben ist der durchgeknallte. Peter David, Mark Bagley und Will Sliney servieren uns ein reichlich merkwürdiges, jedoch interessantes Werk. Ich frage mich, was mit Ben geschehen wird. Ob er jemals wieder "gut" sein kann? Ja ich weiß in den USA ist man schon längst viel weiter aber ich frage halt mal...

8,5/10 Pfandflaschen

Samstag, 17. März 2018

Album der Woche#335: Primal Scream - XTRMNTR (2000)

Cheerio, lad!

Wir sind immer noch tief im britischen Monat gefangen. Die Band, dessen Album ich jetzt reviewen werd stammt im übrigen aus Schottland und ist seit längerem eine Koriphäe in mehreren Musikgenres. Es sind Primal Scream! Nicht zu verwechseln mit Primal Fear, so wie ich das manchmal tue.

"XTRMNTR" wird übrigens "Exterminator" ausgesprochen und ist das sechste Album der Band. Ursprünglich hat die Band übrigens "ganz normalen" Indiesound gemacht, nur um später sich einem
anderen Sound zu werden. Sie verbanden Psychedelic und Garage Rock als auch etwas Shoegaze miteinander. Ich finde sie klangen damals wie ein Klon der Rolling Stones und das sogar beabsichtigt. Auf "XTRMNTR" haben sie allerdings ordentlich rumexperimentiert.

Anstelle von (wie bis dato) hedonistischen Inhalten gibt es hier politisches. Man schießt gegen Regierung, Polizei und Multis. Irgendwo ziemlich bauchlinks wenn ihr mich fragt, aber was soll man machen. Musikalisch entwickelte man sich ebenfalls weiter und kombiniert nun den bisherigen Sound als auch den damals großen Big Beat (bekannt durch Interpreten wie Prodigy). Im Klartext hört sich das dann folgendermaßen an: Bobby Gillespies grandioser, entspannter Gesang surft über ein Meer aus übelst wummernden Bass, hämmernden Beats und reingeschissenen Gitarrenparts. Es ist kein reiner Techno, kein Shoegaze, kein Garage Rock sondern irgendwas völlig unerklärliches. Besonders "Swastika Eyes" (insbesondere der Remix von den Chemical Brothers) hats mir angetan. Ich könnte es die ganze Zeit singen: SWASTIKA EEEEEEYEEEES SHE GOT SWASTIKA EEEEEEEEEEYES!!!

Anspieltipps: Kill All Hippies, Swastika Eyes, Blood Money

Freitag, 16. März 2018

Comics Monthly#49

Guten Abend! Diesen Monat beschäftigen wir uns mit Comics des Verlags ONI Press, benannt nach einen japanischen Dämon soweit ich weiß. Jedenfalls war es mal wieder ein gelungener Glücksgriff!

The Ballad of Sang#1

"The Ballad of Sang" erzählt die Geschichte von einem Straßenjungen namens Sang. Er ist taubstumm und arbeitet gleichzeitig als Killer. Ausgebildet wurde er von einem chinesischen Kampfkunstmeister. Eines Tages übertreibt er ordentlich bei einem Auftrag und schneidet einem Yakuza-Arschloch nicht nur den kleinen sondern alle Finger ab sodass dieser verblutet. Die Auftraggeber, italienische Mafiosi sind über den misslungenen Job nicht gerade erfreut und erstattet den Jungen und seinem Ziehvater Besuch. Lange Rede, kurzer Sinn der "Sensei" wird umgebracht, Sang massakriert die Mafiosi und flieht mit dem rechten Arm des Oberbosses (wortwörtlich höhö). Jetzt werden alle möglichen Gangs, Hustler und Huren der Stadt auf den Jungen angesetzt.

Ich mag es jetzt schon. Sehr viel Blut. Betonung liegt auf "verdammt noch mal sehr viel Blut". Ziemlich cool finde ich, dass Sang ein vorlauter kleiner Bastard ist und sich selbst in Zeichensprache vulgär ausdrückt. Irgendwie sind Kindersoldaten/assasinen natürlich eigentlich überhaupt nicht witzig (ist an und für sich ein sehr ernstes Thema) aber die Gestaltung des Comics (erinnert mich an eine detaillierte Variante von Samurai Jack) und die Absurdität der Geschichte sorgen für die Lacher. Ich gebe drei Daumen hoch und:

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Alessandro Micelli, Ed Brisson
Erhältlich bei: Oni Press für 3,99$

Invader Zim#29

"YOU WILL NEVER POSSESS THE DARKPOOP!"
"MY POOP POWER IS BEYOND YOUR UNDERSTANDING!"

Ok. Aaaalso, ich habe tatsächlich noch nie Invader Zim gesehen. Ich kenne mich überhaupt nicht darin aus. Aber das ist in dem Puncto völlig egal, denn man sollte zu Comics zu greifen, auch ohne die #1
gelesen zu haben. Sage ich und sagt Movie Bob auch immer. Jedenfalls geht es in dieser Ausgabe nicht um Zim sondern um einen Jungen namens Dib der die letzte Flasche des Lieblingsgetränks seiner Schwester Gaz komplett verschüttet hat. Das Getränk heißt POOP COLA (wurde nach dem Erfinder benannt, da ist weder Kacke noch Fürze drin, glaubt mir) und ist äußerst beliebt. Es gibt sogar zigtausende Varianten davon. Mit Käsegeschmack, Szechuan-Geschmack, Nachogeschmack... und hastenichtgesehen. Jedenfalls ist die verschüttete Sorte - "DARK POOP" - so gut wie nirgendwo erhältlich. Als Dib jedoch eine einzige Flasche findet, stellt er fest dass zwei Zauberer darum kämpfen wollen. Es stellt sich heraus, dass eine ganze Untergrundgesellschaft von Magiern existiert, die ihre Kräfte aus POOP COLA schöpft und die Magie mit Rülpsern ausdrückt.

Okay.

Muss ich noch was dazu sagen?

Ich glaube nicht.

10/10 POOP COLA FLASCHEN
Made by: Eric Trueheart, Maddie C.
Erhältlich bei: ONI Press für 3,99$

Rick And Morty presents: The Vindicators#1

Falls ihr tatsächlich Rick and Morty geguckt hab, könnt ihr euch höchstwahrscheinlich an die Vindicators-Folge erinnern... Warum merk ich das an? Weil ich kein Bock hab das zu erklären, darum.

"Well there's only thing left to do and one thing left to say..."
"Wubba lubba dub dub?"

Awkay. Es geht (mal wieder) um die Superheldencrew "The Vindicators" die ein offensichtlicher Seitenhieb auf Marvels Avengers und Guardians of the Galaxy ist. Ich mein, man muss sich nur
einmal die Mitglieder angucken um das zu checken. Ein Typ der Geisterzüge herbeirufen kann, ein Robokrokodil und verdammt noch mal eine Million Ameisen. Jedenfalls tauchen sie urplötzlich in der Garage auf in der Rick sein ganzes Zeug gelagert hat und bitten ihn und Morty auf ein Abenteuer mitzukommen. Ein Wesen namens Boon, dass einst Mitglied der Vindicators war ist nun böse geworden und will die Macht über das gesamte Multiversum erlangen mithilfe der Infinity Balls. Nicht der Infinity Steine, sondern der Bälle. Überhaupt wird in der Sequenz so viel über Bälle geredet und komische Anspielungen gemacht, dass man meinen könnte es könnte sich um Hoden handeln. Höhö. Jedenfalls überreden sie die beiden und das obwohl Rick von diesen bekackten Reboot schon total genervt ist als auch von der Tatsache, dass die Vindicators so "all-new and all-different" sind, nämlich gar nicht.

Wie schon beim "normalen" Rick and Morty Comic: Ich komme nicht umhin die Charaktere mit ihren Originalstimmen (in meinem Kopf natürlich) zu sprechen. Jedenfalls ist die Ausgabe eine gelungene Parodie auf das Superheldengenre. Man bricht die vierte Wand, fügt unnötige Antihelden hinzu (zum Beispiel Gurken Rick) und meint am Ende "Ach das wird sowieso alles ge *rülps* rebooted, wozu die Aufregung!?". Genau so muss das sein und genauso sieht auch die Zukunft von Superheldencomics aus. Ich habe fertig.

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: ONI Press


Donnerstag, 15. März 2018

Comic Book Review#332: Vampblade Season 2#10 (2017)

Hm. Dieses Werk lag meiner letzten Lieferung Comics bei. Da ich weiß, dass mein Comicdealer André auf Kram wie Vampirella/Witchblade/usw. steht, habe ich mir gedacht dass das komplett auf seinem Mist gewachsen ist :D Danke für den Reviewstoff, mein Lieber. :3

Okay... Witzigerweise geht der Inhalt des Comics sehr gut rein aber auch genauso gut wieder raus. Das heißt er ist wohl nicht so gut. Jedenfalls spielt sich die Geschichte ab in irgendeiner US-amerikanischen Großstadt, die grade von medusaartigen Aliens angegriffen wird.Gleichzeitg kämpft die Titelheldin des Comics, Vampblade, die aus ihren Armen Klingen ausfahren kann gegen von diesen Aliens zombiemäßig infizierte Stadtbewohner - in dem Fall Köche und Kellner eines Restaurants. Es wird gemetzelt und telekinetische Kräfte eingesetzt. Anschließend stellen wir fest, dass die Situation die Heldin ziemlich mitnimmt und sie gerne flucht. Später wird noch mehr gemetzelt.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso unbedingt auf meinem(!) Cover Titten zu sehen sind (ist ja schließlich kein erotischer Comic). Irgendwie scheint es mir eine Mischung aus Vampirella (vom Aussehen her, zumindest ein Bisschen) und Witchblade (was die psychischen bzw. mechanischen Kräfte betrifft). Es is ganz viel Gewalt mit drin, etwas Magie... und ehrlich gesagt weiß ich nicht so wirklich was ich davon halten soll. Das ist unglaublich merkwürdig.

Erschienen bei Action Lab
Made by: Jason Martin
5/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 14. März 2018

Film der Woche#332: Punk Rock Splatter Massacre (2004)

Okay, ich hab mir das hier tatsächlich ernsthaft auf DVD geholt. Waruuuum? Aber gut, immerhin wird es das erste negative "Film der Woche"-Review.

"Punk Rock Splatter Massacre" heißt im Original eigentlich "Punk Rock Holocaust" und wurde auf der 2003er "Vans Warped Tour" verfilmt. Darin spielen alle möglichen bekannten Punkbands wie Rancid, Me First & The Gimme Gimmes, The Used, Simple Plan, Less Than Jake oder Pennywise. Die offizielle Warped-Reporterin Heather Vantress (spielt sich selbst) kriegt vom Manager der Tour,
Kevin Lyman (spielt ebenfalls sich selbst) einen Auftrag. Sie soll möglichst objektiv über die Tour berichten. Kurz vorm Auftakt wird die Psychobilly-Band HorrorPops (mit u.a. Kim Nekroman von Nekromantix) umgebrcht sodass sie nicht auf der Tour teilnehmen kann. Wenig später vergiftet ein maskierter Mann das vegetarische Catering mit Tierfett sodass die Vegetarierfraktion an Fleischvergiftung stirbt. Im Laufe der Tour häufen sich die Todesfälle. Es sterben Teile von The Used als auch Simple Plan. Andrew W.K. und seine Band werden (ironischerweise während der Performance von "Ready To Die") gegrillt. Immer mehr Leute kommen um, ob Bands oder Zuschauer. Allerdings scheint es Kevin nicht wirklich zu jucken. Entweder will er das vertuschen oder er steckt wirklich dahinter. Aber immerhin kann man die Leichen als Cateringessen wiederverwerten.

Den Film kann man als Nachfolge der Zusammenarbeit von Troma Films und der Warped Tour bezeichnen. So hatte die Trash-Film-Firma ihre eigene Bühne auf dem Festival und ein gewisser Doug Sakmann kam mit dem Kopf von Troma, Lloyd Kaufmann (der im Film einen üblen Plattenfirmaboss spielt) in Kontakt. Sakmann spielte den Killer selbst um die Kosten zu sparen. Das hier generell an allen Ecken gespart wurde, brauche ich nicht zu erwähnen, schließlich ist es kein Mainstream-Film. Allerdings wirkt das alles irgendwann so beschissen, überzogen und plakativ unlustig dass es schmerzt. Die einzigen Lichtblicke für mich waren die absurden Erklärungen (über das Leben und den Sinn und so) von Kevin Lyman, Lloyd Kaufmann als auch die Band The Phenomenauts. Oh und natürlich die Fusion von The Used und Simple Plan als "Simply Used". Aber ansonsten ist der Film echt für die Tonne. Boah.

4/10 Pfandflaschen
Trailer:

Dienstag, 13. März 2018

So isses, Musik!#50

ОСТБЛОК: Distemper

Es ist glaub ich das erste Mal, dass diese Art von Musik hier vertreten ist. Ich rede von Ska-Punk und zwar den von der übelsten Sorte. Haha. Tatsächlich gibt es mittlerweile sehr wenige Bands aus dem SKA-Bereich die mich irgendwie noch beeindrucken können. Richtig guten SKA gibt es sowieso nicht mehr wirklich. Ska-Punk sowieso gar nicht mehr. Ich habe eine zeitlang verdammt viel in der Richtung gehört nur um am Ende festzustellen, dass mir die gute Laune ordentlich auf den Sack geht. Und irgendwie gestellt wirkt. DISTEMPER aus Moskau wirken gar nicht so. Sondern viel eher ehrlich und emotional in allen Stimmungen angesiedelt. Gleichzeitig ist die Band auch politisch, wenn auch eher auf bauchlinken Niveau. Sie sind eine der wenigen Bands aus meiner Ufta-Ufta-Ska-ska-ska-(Deutschpunk)-Vergangenheit die sich irgendwie noch halten können. Nicht immer, aber meistens. Witzigerweise waren sie vor ihrer Umwandlung zur Ska-Punk-Band eine stinknormale Hardcore-Combo.









Killing Joke Discography: "Killing Joke" (1980)

Sodala. Hiermit fangen wir die Diskographie von einer der einflussreichsten Bands der 80er Jahre an: Killing Jokes Debütalbum von 1980. Ohne KJ würden Nirvana, Metallica, Marilyn Manson, Soundgarden und zahlreiche andere nicht so klingen wie sie klingen.

"Killing Joke" kann man faktisch gesehen tatsächlich als Post-Punk bezeichnen. Kein Wave, kein Punk sondern etwas was nicht die Rotzigkeit des Punks (aber seine Stärke) besitzt, gleichzeitig aber
auch die Melodien die das Album in die Charts katapultieren könnten. Ich finde, das ist bei "The Wait" oder "Bloodsport" definitiv der Fall. Der Großteil des Albums ist allerdings ziemlich kühl, langsam und leicht depressiv. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass es mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es ist so wunderschön und trist zugleich wenn "Wardance" erklingt. Andererseits gibt es da auch diesen "$,O,3,6"-Song der aus Schnipseln der Berichterstattung über die deutsch-deutschen Verhältnisse besteht. Natürlich auf Deutsch. Weiß bis heute nicht, was ich davon halten soll.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Wait, Wardance, Primitive, Bloodsport, Requiem, Complications


Marilyn Manson Discography: "The Golden Age Of Grotesque" (2003)

Falls ihr euch wundert, wo "Holy Wood" abgeblieben ist, so klickt einfach hier fürs Review.

"The Golden Age Of Grotesque" war für mich das letzte Lebenszeichen von Marilyn Manson. Danach gabs nur noch die "Lest We Forget"-Best-Of und das wars. Also für mich. Habe mich seitdem gar nicht für die neueren Alben der Band interesiert. Deshalb mach ich ja diese Discography-Reihe. Dieses Album hier bietet eine völlig neue Perspektive. Es ist kein Teil einer besonderen
Trilogie und musikalisch halt auch komplett anders. Eine zugegeben leicht merkwürdige Mischung aus Dritte-Reich-Ästhetik (man beachte das MM auf dem Cover), Narzissmus und einen Sound der irgendwo zwischen absoluter Zerstörung und Sauberkeit. Die Texte drehen sich erstaunlich oft um jemanden der Manson offenbar sehr viel bedeutet hat. Zumindest interpretiere ich das so.

Anders gesagt: Wenn man andere Alben hiermit vergleicht, hätte man niemals auf die Idee kommen können, dass diese Band Songnamen wie "This is the New Shit" oder "Doll-digga-buzz-buzz-ziggety-zag" raushaut. Das ist so skurrill oder haha besser gesagt grotesk. Aber alles andere als schlecht!

Anspieltipps: Use Your Fist Not Your Mouth, (s)AINT, Spade, (m)Obscene, This Is The New Shit, Tainted Love


White Zombie Discography: "Soul Crusher" (1987)

Ich muss sagen, zum ersten Mal in dieser Discography bin ich richtig zufrieden mit White Zombie. Man kann nicht genau sagen, dass sie dasselbe machen wie auf den Vorgängerveröffentlichungen.
Aber irgendwo in dieser Richtung bleibts. Nihilistischer Noiser Rock. Viel geschredderte Gitarrenriffs, viel miauen und Stöhnen von Rob Zombie. Songs die wirken als wären sie das Produkt einer längeren Jamsession.

Diesmal allerdings viel professioneller und hörbarer gemacht. Scheinbar weil besseres Studio/keine Garage oder so. Trotzdem ist es kein Album, welchen ich mir in nüchternen Zustand dauerhaft geben könnte. Das ist viel mehr was für irgendwelche abgefahrenen Stoner Rock Fans. Dennoch viel viel besser als die Vorgänger. Aber das beste am Album ist definitiv das von Ralph Steadman inspirierte Artwork.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ratmouth, Scum Kill, Truck On Fire