Donnerstag, 19. Juli 2018

Album der Woche#352: Ulver - Shadows of the Sun (2007)

"Shadows of the Sun" ist das siebte Album von Ulver und damit das dritte in diesem herrlichen "Norwegen"-Themenmonat. Da das Land offensichtlich für seine satanistischen Rock- und Metalbands bekannt ist, habe ich beschlossen den Monat auch so zu füllen. Also, mehr oder weniger. Erst das makabre Album von Mayhem, dann eins von Turbonegro und jetzt eins von einer ehemaligen Black Metal Band.

Richtig gelesen. "Ehemalig". Nun, Ulver hörten sich früher so an. Mittlerweile sind sie vollkommen weg von Gitarrenklängen und Blastbeats und so. Stattdessen bieten sie den Zuhörern auf dem nach einer längeren Pause 2007 erschienenen "Shadows of the Sun" eine derartig wunderschöne Klangkulisse, dass man fast zu weinen anfangen möchte. Folgende Instrumente wurden eingesetzt: Akustikgitarre, Drums, Cello, E-Gitarre, Trompete, und ein verdammtes Teremin. Sänger Kristoffer Rygg meinte zu der Entstehung: "I'm a diagnosed depressive, and should have been trying to focus on living, but instead I've immersed myself in some isolated, dark and paranoid place. It has no doubt helped make this album what it is, but it's a prison of the mind." Adding, “Sometimes all I see is darkness; it's overpowering. So this record is about venting out a lot of that stuff, the gloom, but it also represents some kind of quiet acceptance. Like this is how the situation is, and you're just gonna have to live with it. Use it for what it's worth." Tatsächlich fühlt sich für mich das Album an wie eine Art Visualisierung des Indenschlaffallens. Eine Art positives Ventil für alle negativen Dinge um einen herum. 

Anspieltipps: Alles
9,5/10 Pfandflaschen

Und hier mal dieses wunderschöne Cover von Black Sabbaths "Solitude":
https://www.youtube.com/watch?v=ZPOrRl5wxR4

Mittwoch, 18. Juli 2018

Comic Book Review#349: The Shadow Strikes#5 (1989)

Hallo! Falls ihr euch erinnert, haben wir uns schon mal mit "The Shadow" beschäftigt. Damals ging es um die Verfilmung mit Alec Baldwin in der Hauptrolle. Nachzulesen hier.

In der fünften Ausgabe dieser insgesamt 31 Ausgaben enthaltenden Serie geht es um das erste Aufeinandertreffen von zwei Verbrechensbekämpfern der 30er Jahre: den geheimnisvollen mit Hut und Umhang bekleideten The Shadow und den bronzenen Riesen Doc Savage. Die Story führt die beiden auf eine ungewohnte Art zusammen: Es beginnt damit dass eine Strahlenwaffe eines
Wissenschaftlers mitsamt Erfinder selber gestohlen/gekidnappt wurde. Von bösen Gangstern, die sich mithilfe dieser auf die Spitze der Welt des Verbrechens kämpfen wollen. Seine Tochter hat unglaubliche Angst um ihn also engagiert sie Doc Savage um ihn zu finden. Was dieser nicht weiß: The Shadow ist auch schon längst an der Sache dran. Allerdings undercover, als "Al Ombra" (nur eine weitere Verbrechervisage). Dumm nur, dass er nicht weiß, was Doc Savage so mit Ganoven macht. Er ist ja nicht umsonst "Doc", also heilt er diese durch komplizierte Gehirnwäsche...

Sieht aus wie 1939 ist aber aus dem Jahr 1989. Gezeichnet im ähnlichen Stil wie die Original-Pulp-Comics aus den 40ern. Natürlich gestaltungstechnisch etwas besser gestellt. Man orientiert sich nicht an irgendwelchen modernen Comics sondern bleibt beim alten Erzählstil. Was soll ich noch sagen? Ein guter Krimi der verspricht spannend zu werden. Mal gucken ob sich noch mehr davon in der Kiste verbirgt.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Gerard Jones, Mike W. Barr, Rod Whigham, Eduardo Barreto

Dienstag, 17. Juli 2018

Comics Monthly#53

Hallo und häßlich willkommen zur dreiundfünfzigsten Ausgabe von "Comics Monthly". Ich wollte dafür eigentlich nur DC Sachen reviewen, aber dann entdeckte ich was total geiles bei einem anderen Verlag und entschied für Image. Anyways, here we go...

Diediedie#1

Letztens die News mitbekommen, dass Image Comics ohne große Ankündigung, einfach so, eine neue Serie rausbringt. Diese heißt "Diediedie" und ist ein Splatterfest der ersten Sahne. Es beginnt
mit einem Hunderennen: ein älterer Mann kriegt von einem jüngeren ein Wettticket auf einen anderen Hund als er gewettet hat - und gewinnt! Kurze Zeit später wird der besagte junge Mann (namens Paul) von einem Haufen Anzugträger gejagt. Es kommt zu einem herrlichen Fight, bei welchem mit Pistolen abgestochen wird. Wir finden raus, dass der Kerl ein wichtiger Agent der Regierung ist. In dieser Welt ist es nämlich gang und gebe unliebsame Akteure der Politik mithilfe von Assassinen zu töten. Oder aber durch andere Intrigen aus dem Weg zu räumen. Blöd nur, dass Paul nun festgehalten wird. Und nachdem seine Nase an seine Chefin geschickt wurde, sendet sie jemand aus um Paul zurückzuholen...

Ich war erstmal ein wenig sprachlos. Zuerst über den kleinen Ausmaß an Gore und sinnloser Gewalt und dann über die perfiden Strategien mit welchen die Regierung ihre Ziele durchsetzt. Das war glaub ich etwas schlimmer. Immerhin: ein ausgeklügelter Plan, wie man den Bau einer Eisenbahn und den Tod eines pädophilen Politikers durchboxt. Dafür braucht es nur ein Hunderennen... Egal, jedenfalls: gewohnt trashig, blutig und zynisch. Ich finde es gut.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$
Made by: Robert Kirkman, Chris Burnhma, Scott M. Gimple

Farmhand#1

Awwwkay, das war richtig abgefahren! Aber kein Wunder, schließlich kommt es vom Schöpfer der großartigen Serie "Chew", Rob Guillory!

Als allererstes kriegen wir mit, wie die Geschwister Zeke und Andrea alleine die Farm ihres Vaters bewirtschaften sollen, nachdem dieser aufgrund wichtiger Termine verreist ist. Beim Aufräumen eines womöglich durch einen Fuchs hinterlassenen Tatorts finden sie niemand geringeres als...ihren Vater der unter der Erde vergraben liegt und noch lebt. Kurze Zeit später werden alle drei von lebendigen Wurzeln ergriffen und....das ganze ist nur ein Traum von Zeke der daraufhin mit seiner
Frau und zwei Kindern seinen Vater besuchen fährt. Die Farm ist mittlerweile hochmodern und dient einen einzigen Zweck: den Gewinn von Gliedmaßen durch Anbau. Ganz genau. Jedidiah, Zekes Vater, hatte irgendwann eine Vision durch welche er an ein neuartiges Gen kam yada yada yada es braucht jetzt keine komplizierten OPs um Gliedmaßen zu ersetzen. Man kann diese direkt am Baum züchten! Dumm nur, dass es scheinbar nicht nur Befürworter dieser Methode gibt, sondern auch Leute die das ganze sabotieren wollen...

Wow. Ich bin richtig begeistert. Hätte mir überhaupt nicht vorstellen können, in welche Richtung das geht. Aber ist ja beinahe offensichtlich bei einem Titel wie "Farmhand". Höhö. Wer "Chew" mochte, der wird das hier auch mögen. Es ist eine einerseits klassische Story (Vater der scheinbar machthungrig wird und gleichzeitig ein guter Mensch ist dies das), andererseits eine ziemlich ungewohnte. Aber halt mindestens genauso ungewohnt wie ein Polizist der an Leichen knabbern muss um an die Todesursache ranzukommen. Im Prinzip also alles beim alten im Hause Guillory. Sehr sehr gut.

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$
Made by: Rob Guillory, Taylor Wells

New Lieutenants Of Metal#1

Achja, hier ist übrigens die Playlist für den Genuss dieses Comics.

Oh mein Gott. Das war wohl einer der merkwürdigsten und zugleich lustigsten Comics seit langem. Es geht um eine Truppe von Superhelden namens New Lieutenants of Metal. Sie bestehen aus vier
Metal Fans: The Allmighty Krieg, einen Panda namens Spike, Steppenwulf der sich ab und an in eine Art Werwolf verwandelt und einen Roboter namens Vandenborg Riot. Steppenwulf begab sich vor einer längeren Zeit in eine Klinik um seine Aggressionen zu heilen, die ihm mutieren lassen. Es dauert nicht lange bis seine Crew ihn daraus befreit - schließlich ist dies eine schreckliche Klinik die versucht Metalfans von ihrer Metalsucht zu heilen. Jedenfalls kommen sie an mit einem riesigen Flugzeug, der aussieht wie dieser Vogel auf dem Cover von "Screaming for Vengeance" von Judas Priest. Der erste Grund dafür, Steppenwulf zurückzuholen: das NLOM-Mitglied "Manowarrior" ist verschollen und muss gefunden werden. Der zweite: ein Haufen Monstertruck-Mechas greift die Stadt an, weil sie viel zu klein für sie ist, also zerstören sie diese um eine neue aufzubauen. Okay...

Voll mit Zitaten und Anspielungen auf Judas Priest, Iron Maiden, Queen und Metallica. Ich meine solche Begriffe wie der Titel "Ride The Lightning" oder "sheer heart attack!. Als auch Aussage wie "two minutes to midnight". Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung womit ich das vergleichen sollte. Vielleicht mit Adventure Time (vom Design her) nur halt auf Crack. Mal ernsthaft: Es ist so herrlich over the top. Besser wird es nicht. Ich lachte.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$
Made by: Joe Casey, Ulises Farinas

Sonntag, 15. Juli 2018

Film der Woche#348: Jumanji Double Feature, Teil 1 (von 2)

Awkay, häßlich willkommen beim ersten von zwei Jumanji Double Features. Was jetzt kommt, sehr ihr gleich. Was irgendwann später kommt, werdet ihr später sehen. Egal. Here we go.

1. Jumanji (1995)

"Jumanji" basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Chris van Allsburg. Die filmische Adaption geht allerdings viel weiter und stellt uns Charaktere vor die im Buch nicht vorkamen. Die Handlung spielt sich ab im Jahre 1969. Der junge Alan Parrish (Adam Hann-Byrd) ist nicht nur das perfekte Mobbing-Opfer auf der Schule sondern erfährt auch nicht die Liebe seines Vaters.
Zumindest nicht auf die Art die er gerne hätte. Die Parish Familie ist wohlhabend und der Vater Besitzer einer Schuhfabrik die in Brantford, New Hampshire für zahlreiche Arbeitsplätze sorgt. Der alte erwartet von seinem Sohn großes, der Junge will aber nicht unbedingt in die Fußstapfen treten. Eines Tages findet er eine alte Truhe. Deren Inhalt: ein mysteriöses Brettspiel namens "Jumanji" dass wie von selbst Bongo-Geräusche aussendet. Am selben Abend kriegt er Besuch von Sarah Wittle (Laura Bell Bundy). Zusammen machen sie die ersten Züge im Spiel. Alan wird in das Spiel "hineingesaugt". 26 Jahre später, im Jahre 1995, beziehen Judy (Kirsten Dunst) und Peter Shepperd (Bradley Pierce) nach dem Tod ihrer Eltern zusammen mit ihrer Tante das alte Parrish Haus. Es dauert nicht lange bis sie das Spiel finden und da weiter machen wo Alan und Laura angefangen haben. Mit verheerenden Folgen: es tauchen urplötzlich bösartige wilde Tiere auf, die alles verwüsten. Und auch Alan (Robin Williams) kommt nach all der Zeit wieder nach Hause. Mit jedem Spielzug kommen noch größere Gefahren auf sie zu. Damit das alles vorbei ist, müssen sie das Spiel aber durchspielen. Es fehlt aber ein Mitspieler...

"Jumanji" ist eigentlich kein Oscar-Meisterwerk. Ich mein, der Großteil des Films ist Rumrennen, Wegrennen und sich Gefahren entgegenstellen. Die Effekte sind allerdings ziemlich cool, die Dialoge sind witzig und irgendwann wird es herzzerreißend und liebenswürdig. Das Konzept des Spiels ist jedoch sowohl ziemlich bösartig als auch interessant. Es ist eine Art altertümliche künstliche Intelligenz, die einen beim Schummeln bestraft. Fände es allerdings noch interessanter wenn man da schon das Innere des Spiels gesehen hätte. Aber dafür hat man ja die Zeichentrickserie.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


2. Jumanji: S01E01 "The Price" (1996)

Die Zeichentrickserie spielt sich ab in einer Art alternativen Zeitlinie. Im Großen und Ganzen hat man den Rahmen des Films beibehalten, allerdings auf den Charakter von Laura (Bonny Hunt im Original) verzichtet und die Handlung künstlich verlängert. So lernen wir, wie im Film auch, Judy und Peter Shepperd kennen, die in das alte Parrish Haus einziehen. Sie finden, wie gewohnt, das Spiel und werden allerdings selbst reingesaugt. "Innen drin" finden sie eine Dschungelwelt vor. Der erste Mensch auf den sie treffen ist der sichtlich ziemlich verwilderte Alan Parrish, der ihnen
allerdings Angst macht. Also schließen sie sich kurzerhand mit dem Großwildjäger Van Pelt, der sich jedoch als abgrundtief böse herausstellt. So werden sie von Alan gerettet und anschließend doch noch Freunde. Judy und Peter beschließen ihm zu helfen, aus dem Spiel rauszukommen. Es stellt dem Spieler bei jedem Zug ein Rätsel, dass er lösen muss um aus der fiktiven Welt wieder rauszukommen. Alan wusste jedoch nicht, dass es überhaupt ein Rätsel gab, sodass er über 20 Jahre im Spiel gefangen war.

Gar nicht mal schlecht. Witzig, wie man die Handlung des Films so zurechtgebogen hat, dass man insgesamt 3 Staffeln von der Serie raushauen konnte. Im Prinzip folgt die erste Folge der Handlung des Films - ab dem Moment als die beiden Kids das Spiel finden. Das Design ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. So wirken die Gesichter der Protagonisten wie riesige Erdnüsse mit ziemlich hässlichen Augen. Aber sei's drum. Der Anfang macht Spaß und das ist schon mal ganz gut.

7,5/10 Pfandflaschen
Intro:

Samstag, 14. Juli 2018

Comic Book Review#348: El Diablo#1 (1989)

Allrighty! Dieser riesige Karton mit den 100 Comics bietet wirklich Vielfalt. Diesmal stoße ich auf eine #1 von einem Helden, von dem ich noch nie gehört habe.

Rafael "Sandy" Sandoval ist Stadtrat in Dos Rios, Texas. Gleichzeitig ist er die zweite Inkarnation eines maskierten Gesetzeshüters: El Diablo. Ein Typ in schwarzen Klamotten, Maske und Lederstiefeln der für die Abgehängten der Gesellschaft da ist und Drogendealer bekämpft. Und es definitiv nicht derselbe wie in diesem Suicide Squad Film! Am Anfang des Comics wird er von einer Frau um einen Gefallen gefragt - Ihr Sohn Frank ist scheinbar nicht nur drogenabhängig sondern auch noch in der Lage sich ohne Leasing ein sauteures Auto zu leisten. Also dealt er wohl auch. El Diablo soll sich bitte mit dem jungen Mann unterhalten.
Scheinbar ist eine neue Droge im Umlauf, welche die Konsumenten glauben lässt sie wären unbesiegbar. El Diablo versucht Dealer ausfindig zu machen und die Scheiße aus ihnen rauszuprügeln. Auf einer Gala gerät Rafael allerdings selbst in Verruf als er einen Importeur mexikanischer Kunst kritisiert, er würde die Hersteller nicht ausreichend bezahlen. Kurze Zeit später kommt es tatsächlich zu einem Zwischenfall bei welchem El Diablo einen von der besagten Droge berauschten Pistolero aufhalten muss, mit seiner Waffe nicht noch mehr Schaden anzurichten.

Nun, der Anfang war ziemlich lame. Eine Story die jeder kennt: ein rechtschaffener Mann, der Achtung vorm Gesetz hat, nimmt es in seine eigenen Hände. Nur ist es diesmal kein weißer Typ sondern ein Hispanic. Allerdings ist es schon die zweite oder dritte Auflage von El Diablo. Und ich weiß nicht wie die erst war, also halte ich mich an der Stelle mal raus. Jedenfalls wurde die Story immer spannender, als man merkte dass das Drogenproblem wohl nicht einfach so aufgetaucht ist. Dass die Kommunalpolitik mit der Verwahrlosung was zu tun hat. Dass die Polizei nichts unternimmt. Sandoval wirkt ziemlich sympathisch. Er möchte was für seine Gegend tun, für die Leute da sein. Nicht nur mit den Fäusten sondern auch mit seiner Stimme im Rathaus. Insgesamt: Lesbar und genießbar.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Gerard Jones und Mike Parobeck

Freitag, 13. Juli 2018

Album der Woche#351: Turbonegro - Apocalypse Dudes (1998)

Die Melodie beim Intro erinnert mich übrigens an das Intro von "Freestyler" von Bomfunk MC's....

Anyways, häßlich willkommen beim zweiten Review im Norwegen-Monat. "Apocalypse Dudes" ist das fvierte Album von Turbonegro und gleichzeitig das erste in der "Apocalypse Trilogy". Die darauffolgenden Alben "Scandinavian Leather" und "Party Animals" gehören auch dazu. Für dieses Werk veränderten Turbonegro ihren Sound maßgeblich. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass Euroboy als Lead-Gitarrist dazu gestoßen ist. Jedenfalls kommt man hier eindeutig weg vom "punkigen" Sound und näher zu Rock'N'Roll und Glam Rock. Die Texte sind allerdings weiterhin ähnlich provokant. Produktionstechnisch ist das Album allerdings deutlich, deutlich fetter und größer
als die Vorgänger. Brachialer Gitarrensound. Diese Soli.

Musikalisch verneigt man sich vor Bands und Künstlern wie The Dictators und David Bowie. Am Anfang kommt ein Intro, dass an den Beginn einer Rockoper erinnert. Daraufhin dann "Age of Pomparius", dass älteren Lesern (und MTV-Zuschauern) vielleicht noch von der Sendung "Wildboyz" bekannt ist. Ich habe mich früher immer gefragt, worum es in den Song geht. Dachte es wäre irgendwas pseudo-philosophisches und hoppla: es geht darum dass Mitglied Pal Pot Pamparius einen Pizzaladen eröffnet hat? "Get It On" ist eine Art Tribut an "I Just Want To Have Something To Do" von den Ramones. Ich finde es im Übrigen auch ziemlich meisterhaft wie man so gut mit der englischen Sprache umgehen kann, obwohl es nicht die eigene Muttersprache ist. Und damit meine ich all diese lyrischen Verdrehungen, für die man schon eine sprachliche Begabung braucht.

Fazit: eine große, fette, schweinische Portion Punk'N'Roll. Auf dem Albumcover ist übrigens ein Logo einer terroristischen Vereinigung zusehen, dessen Köpfeanzahl auf die Anzahl der Bandmitglieder reduziert wurde.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Age of Pamparius, Get It On, Selfdestructo Bust, Don't Say Motherfucker, Motherfucker

Donnerstag, 12. Juli 2018

So isses, Musik!#58

Spastic Fantastic Fest am 29.06.2018 im FZW, Dortmund

Ja, ich weiß. Es kommt bisschen spät. Allerdings hatte ich nach dem Konzert extrem wenig Zeit dafür gehabt. Also kommt es jetzt. Als allererstes möchte ich kundgeben, dass es mich sehr gefreut hat dass mein Jenaer Compagnon Phil Th. Pig zu Besuch kam und mit mir gemeinsam diese ganzen Bands angeguckt hat. Außerdem hat er gar nicht geschnarcht. Anyways, wie war das Konzert so?

Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht mehr so sicher ob wir uns Organa und Ken Hetzen angeguckt haben. Meiner Erinnerung zufolge waren wir damit beschäftigt zu einer Sparkasse und zu einem REWE zu gehen. Jedenfalls war, meines Erachtens die erste Band die wir uns angeguckt haben MIST. Knüppelnder Hardcore Punk, eher alte Schule. Ich find's ziemlich gut. Phil war glaub ich eher gelangweilt. An Complete Loss kann ich mich irgendwie gar nicht erinnern. Wahrscheinlich mussten wir uns über allerlei wichtige Dinge unterhalten, schließlich hat man sich lange nicht gesehen. Jedenfalls waren als nächstes Sects Tape dran, die irgendwas mit Surf Punk in der Bandbeschreibung hatten. Allerdings habe ich mir noch gar nichts von angehört und war dementsprechend mehr als überrascht als ich den "Keller" des FZW betrat und dann diese Leute mit diesen Ku-Klux-Klan-Hauben auf der Bühne sah. Oder Zwerg-Mützen. Oder keine Ahnung. Jedenfalls, hatte es was sektenmäßiges und dann ist mir auch der Name eingeleuchtet. Stilistich erinnerte es mich an eine tausendfach wiederholte Melodie von Dead Kennedys' "Holiday In Cambodia". Und halt noch mehr Surfgitarren. Fand ich richtig richtig. gut. Gerne wieder! Ach und sehr gutes Cover von Agent Oranges "Bloodstains". Teenage Bubblegums hab zumindest ich leider komplett verpasst, was ich im Nachhinein sehr schade fand. REIZ finde ich verdammt noch mal sehr gut. Habe schon seit längerem diese Art von Musik nicht mehr gehört: irgendwie Punk von Typen in langweiligen Klamotten die viel zu viel auf der Bühne abzappeln und zynische Texte von sich geben. Klingt verdammt gut! Und sie bringen ein deutschsprachiges Cover von einen Misfits-Song, der mir leider entfallen ist. Ich glaub, das war "Hollywood Babylon". Danach: Sad Neutrino Bitches, Ich war ja früher mehr bewanderten in diesen ganzen Genres: Garage, Proto-Punk. Gruppen wie The Sonics oder so. Mittlerweile juckt mich das eher nicht. Trotzdem gefällt mir immer noch was ich höre und sehe. Ziemlich locker und ungezwungen. Allerdings bin ich da schon müde und hab leichte Kopfschmerzen, sodass ich mir das ganze von draußen - vom "Strand" des FZW angucke. Und plötzlich prostet mir jemand total nett zu, kommt raus und fragt warum ich denn so draußen rumstehe. Man einigte sich ziemlich schnell dass man halt nicht mehr jünger wird und es manchmal ziemlich anstrengend ist. Vielen Dank, das war sehr aufbauend! :D Als nächstes: Dismalfucker. Eine crustige Band die eher gar nicht zum Line-Up passt, aber gerade deswegen finde ich das gut und abwechslungsreich. Und hey, so gut wie überall wo dieser bärtige Typ mit Mütze spielt ist das musikalische Produkt sehr sehr hörbar. Also vertrau ich einfach meinem sechsten Sinn und mache das in Zukunft auch weiterhin so: Wenn ich den Typen von Nervous Breakdown, Svffer und und und auf der Bühne sehe, dann weiß ich dass es gut wird. Habe ich mir Shitty Life angeguckt? Weiß ich nicht. Aber egal, denn Dean Dirg haben gegen Ende alles professionell zerberstet. Das ganze Set locker aus dem Ärmel geschüttelt. Dazu noch diese Wolle-Petry-Frisur und dieser silberne Handschuh von Doph. Ich werde nostalgisch und erinnere mich wie ich sie damals in der Hackerei in Karlsruhe nicht angucken konnte, weil zu spät gekommen. Das Fenster ließ sich auch nicht öffnen, sodass wir hätten einsteigen können. Anyways. Immer und immer wieder gerne. Spastic Fantastic ist ein großartiges Label. Kauft deren Sachen. Unterstützt die Bands. Bittedanke.



Killing Joke Discography: Pandemonium (1994)

Neuntes Album von KJ, rausgebracht nach einer vierjährigen Pause. Die Band scheint vollkommen in den "neuen" Industrial-Sound aufzugehen. Man benutzt eine Vielzahl an Instrumenten. Neben den gängigen Gitarren kommen auch noch Streicher, Synthesizers und ein Haufen an Loops vor. Darüber hinaus ist das Album eindeutig von arabischer Musik geprägt. Man hört die typischen Melodien
beinahe in jedem Song heraus.

Außerdem ist es im Gegensatz zu den Vorgängern weniger politisch und beschäftigt stattdessen mit verschiedenen Aspekten des Lebens. Ich finde es ist auf eine Art intensiver als "Extremities..." weil es nicht so die übermäßigen Krachersongs hat, die mit viel Bass und Wumms daherkommen. Trotzdem sehr einprägsam. Man merkt auch, dass Jaz Colemans Stimme immer rauer wird. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Communion, Pandemonium, Black Moon, Labyrinth


Limp Bizkit Discography: Chocolate Starfish and the Hot Dog Flavoured Water (2000)

Alles klar, wir starten eine neue Discography. Falls ihr euch interessiert was ich zum ersten Album "Three Dollar Bill Y'all" zu sagen habe, so klickt hier. Um zum zweiten Album "Significant Other" zu gelangen, gehts hier entlang.

Das hier ist das dritte Werk der Band und ich glaube damit haben sie ihren Höhepunkt erreicht. Waren sie noch auf dem Debüt ziemlich rau und fast schon hardcore punk wurde das auf "Significant Other" relativ massentauglich umgesetzt. "Chocolate Starfish..." (was nicht nur der selbstgewählte Spitzname Dursts ist sondern auch eine Umschreibung für "Arschloch") ist eine Mischung aus beiden. Es gibt Songs wie "Hot Dog" (dass 48 Mal das Wort "Fuck" beinhaltet und eine Art Diss
gegen Trent Reznor ist und nebenbei ein Paar Zitate von Nine Inch Nails aufweist), "Boiler", "Full Nelson" die teils so vulgär und brutal sind, dass sie eigentlich nicht in die Charts gehören. Andererseits dann so Klassiker wie "Rollin'", "My Way" oder das XZibit-Feature "Getcha Groove On", die LB von ihrer massentauglicheren Seite zeigen.

Ich finde, dass dieses Album von den ersten drei Alben (wobei das Debüt natürlich unschlagbar ist) das Beste ist. Teilweise hört man das Recycling schon heraus. Es gibt Songs die schlicht und einfach das zweite "Break Stuff" oder das zweite "Re-Arranged" sind. Trotzdem sind sie hier musikalisch auf der Höhe und irgendwo auch lyriktechnisch. Auch wenns um die typischen Themen geht: Das Geld,d de Ruhm, der Umgang damit, "angry white boy shit", "another crazy motherfucker livin' it up, livin' life in the fast lane"... Ich glaube, es wird hart sein das zu übertrumpfen. Und ich glaube, dass der Nachfolger "Results May Vary" gar nicht mal so geil war.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Hot Dog, My Generation, Livin' It Up, Getcha Groove On, Rollin', Boiler


Metallica Discography: Master of Puppets (1986)

Das letzte Album mit Cliff Burton am Bass.

"Master of Puppets" ist ein Konzeptalbum, welches stilistisch dem Vorgänger "Ride The Lightning" ziemlich ähnlich ist. Damit meine ich die Anordnung der Songs. Es beginnt mit einem Akkustikintro, hat einen sehr starken Mittelteil und endet mit einem Instrumentalstück. Inhaltlich geht es um
Menschen, die nicht Herr ihrer Lage und abhängig von anderen sind bzw. auch von ihren Umständen. Sie sind sozusagen Marionetten (Puppets), die unter der Kontrolle eines großen Puppenspielers (Master) sind. Und ja, auch wenn auf dem Albumcover ein Soldatenhelm auf den Kreuz zu sehen ist geht es im Titeltrack nicht darum, sondern um Drogenabhängigkeit. "Disposable Heroes" hingegen handelt von Soldaten als Kanonenfutter. Weiterhin gibt es einen weiteren Song der auf Werken von H.P. Lovecraft basiert: "The Thing That Should Not Be", wobei der andere "The Call of Ktulu" auf "Ride The Lightning" ist. Das beste Lied ist finde ich (neben dem Titeltrack natürlich) "Welcome Home (Sanitarium)", dass Geisteskrankheiten thematisiert.

Ich finde, dass das hier ein schöner Abschluss einer Art Ära ist. Nach dem Tode Burtons waren Metallica nicht mehr dieselben. Die ersten drei Alben sind so ziemlich das kreativste was sie jemals gemacht haben. Klar, ich mag den Nachfolger auch sehr gerne allerdings merkt man da schon in welche Richtung es später gehen wird.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Master of Puppets, Battery, Welcome Home(Sanitarium), Damage Inc.

Mittwoch, 11. Juli 2018

My Favorite TV-Show: Marvel im TV, Teil 3

Hallo und häßlich willkommen zur Ausgabe#3 (von voraussichtlich vier) von "Marvel im TV". Allerdings ist es wieder gelogen, weil die Hälfte des Beitrags sich auf eine NETFLIX-Serie bezieht. Die ist übrigens Teil des Marvel Cinematic Universe, die andere nicht. Deswegen ist da auch ein Trennungsstrich dazwischen. So.

The Punisher (2017)

Ich habe mich so gefreut als ich erfahren hab, dass es eine Neuauflage von Punisher im Serien-Format gibt. Unter anderem weil ich mir endlich mal alle vorhandenen Filme am Stück reinziehen werde und somit meinem Komplettistentum frönen kann.

Die Serie handelt von Frank Castle (Jon Bernthal), einen Ex-Marine dessen Familie umgebracht wurde. Denjenigen die schon "Daredevil" verschlungen haben, müssten ihn eigentlich kennen. Denn dort wurde er vom Anwalt Matt Murdock vor Gericht verteidigt. Seit dem Vorfall ist der psychisch labile auf einer Mission. Er will die Welt vor aller Kriminalität befreien, die es nur gibt. Koste es, was
es wolle. Der Punisher, so wie ihn die Öffentlichkeit nennt, ist allerdings kein Superheld sondern wie der Name schon verrät, ein Bestrafer. Deswegen werden die Bösen umgebracht und nicht ins Knast ge-bracht. Hehe. Die Storyline der ersten Staffel dreht sich um Franks Vergangenheit. Er diente
nämlich früher in einer Elite-Einheit, die in Kabul (Afghanistan) einst ein schreckliches Verbrechen beging. Eine Agentin der Homeland Security, Dinah Madani (Amber Rose Revah) möchte den Fall aufklären, allerdings gehen ihr die Beweismittel und Zeugen aus. Das einzige was da ist, ist eine Videoaufnahme von einer Hinrichtung, die ihr der untergetauchte NSA-Analyst David Liebermann (Ebon Moss-Bachrach) hinterließ. Alles in allem eine ziemlich hitzige Sache, bei welcher es nur so vor Korruption und Verrat trieft...

Meiner Meinung nach eines der ansprechendsten Netflix-Werke. Wobei quatsch, da sind eigentlich die meisten ziemlich gut gewesen. Die Titelmusik ist klasse, die Musik in der Serie (u.a. "Mephistopheles of Los Angeles" von Marilyn Manson) auch, die visuelle Gestaltung sowieso. Man macht sich Mühe und zeigt eine Story aus verschiedenen Blickwinkeln. Und damit mein ich nicht nur aus der persönlichen Sicht von irgendjemanden. Es gab eine Folge in welcher Go-Pro-Kameras eingesetzt wurden. Das war ein ultimatives Schlachtfest. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden und freue mich, wenn eine kommt, auf die nächste Staffel.


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Spider-Man (2017)

Okay.

Also um das ganze mal etwas übersichtlicher zu gestalten: Es gibt ja das MCU (Marvel Cinematic Universe) zu welchem Filme wie Avengers, Iron Man, Captain America uvm. gehören. Es gibt aber auch Serien die im selben Universum stattfinden. Wie die da oben. Außerdem gab es parallel dazu ein relativ neues Marvel-Zeichentrickuniversum. Dazu gehörten Serien wie "Avengers Assemble", "Guardians of the Galaxy" (fand beide nicht so gut), "Hulk and the Agents of S.M.A.S.H."(fand ich großartig) und um mal aufs Thema zu kommen, "Ultimate Spider-Man". Diese fand ich anfangs so überhaupt nicht geil da viel zu überdreht und triefend mit hässlichen ultradämlichen Witzen. Aber irgendwie gewann die Serie an etwas Charme, wurde auch tatsächlich etwas lustig und spannend. Allerdings ist das trotzdem reines Kinderniveau um mehr Spielzeug zu verkaufen. Gegen Ende wurde es dann richtig übermütig. Maximaler Overkill. Ich glaube, die Anzahl an Spider-Men kann ich wirklich an zwei(!!) Händen abzählen. Das fand ich schon ziemlich irre. Jedenfalls wurde diese Serie eingestellt. Und letztes Jahr eine neue gestartet.

Der erste Eindruck ist schon mal recht positiv. Es gibt keinen überdrehten pseudo-Anime Peter Parker. Kein Brechen der vierten Wand. Keine komischen fliegenden Engel/Teufel-Spider-Man die Peter ins Gewissen reden. Okay. Stattdessen wird (im Gegensatz zu Ultimate Spider-Man) wieder auf die Origin-Story zurückgegriffen. Pete geht auch zur Schule, allerdings auf keine von SHIELD bewachte Lehranstalt sondern zur Horizon High. Dort ist es Schülern möglich an wissenschaftlichen Projekten zu arbeiten. Dort fühlt sich auch sein bester Freund Harry Osborn heimisch usw. Im Prinzip dasselbe wie immer. Nur ziemlich auf dem Boden geblieben und von daher schon mal grundsympathisch. Mir gefällt das ganze wirklich. Allerdings ist der Zeichnungsstil sehr gewöhnungsbedürftig. Mir ist klar, dass er scheinbar etwas näher am Zuschauer sein soll. Das denk ich zumindest. Jedenfalls ist er ein großer Gegensatz zu dem Over-The-Top-Designs von "Ultimate Spider-Man". Mal sehen wie sich das entwickelt.

Sonntag, 8. Juli 2018

Film der Woche#347: Marathon of the Living Dead, Teil 4

Allrighty then! Wir führen hiermit den "Marathon of the Living Dead" vorerst zu Ende. Ich habe mir, wie gesagt zuallererst die Werke von George A. Romero vorgenommen. Seine "Living Dead"-Saga ist hiermit zu Ende. Als nächstes sind dann die Remakes der ersten drei Filme dran. Aber das kommt irgendwann später. Falls ihr euch für die anderen Teile interessiert, so klickt hier, hier und hier.

5. Diary of the Dead (2007)

"Diary of the Dead" erinnert stilistisch an Filme wie "The Blair Witch Project" oder "Cloverfield". Das Werk wurde nämlich mit digitalen HD-Cams aufgenommen und wirkt durch die Kommentare der Kameraleute (also der Hauptdarsteller) wie eine Dokumentation.

Jason Creed (Joshua Close) ist ein junger Filmemacher und grade dabei mit mehreren Freunden in den Wäldern von Pennsylvania einen Horrorfilm zu drehen. Urplötzlich kommen aber die Radioberichte von Zombies auf den Straßen, sodass sie hals über Kopf in ihr Wohnmobil steigen und abhauen. Ihren Roadtrip dokumentieren sie als "Diary of the Dead" für die Nachwelt. Auf dem Weg überfährt Mary (Tatiana Maslany) ein paar Zombies und ist von der Tatsache so schockiert dass sie sich selbst das Leben nimmt oder es zumindest versucht. Die Reise verschlägt die Gruppe in verschiedene Orte: ein Krankenhaus, eine Amisch-Farm sowie ein von einer Bürgerwehr kontrolliertes Gebiet.

Ich bin der Meinung, dass das hier ein mutiger Versuch ist, abwechslungsreich zu bleiben. Anstelle von einem Ort spielt der Film an mehreren. Die Hauptdarsteller treffen auf unterschiedliche Gestalten, die in dieser Zombie-Apokalypse ihre Nischen gefunden haben oder versuchen sich durchzuschlagen. Finde die Idee gut, als auch die Umsetzung. Allerdings nerven mich manchmal die Kamerafahrten der "Hobby-Kamera".

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


6. Survival of the Dead (2009)

"Survival of the Dead" ist der erste Film in der Reihe, der tatsächlich irgendwie an einen anderen anknüpft. Nein, ich spoilere nicht indem ich das genauer erkläre. Die anderen Filme stehen nämlich eigentlich für sich alleine.

Die Protagonisten sind eine Gruppe Soldaten, angeführt von Seargant "Nicotine" Crockett (Alan van Sprang). Sie sind auf eigene Faust unterwegs, nachdem das ganze Land von der Zombie-Plage befallen wurde. Die Gruppe besteht aus "Nicotine", Tomboy (Athena Karkanis), Kenny (Eric Woolfe) und Francisco (Stefano Di Matteo). Und ja, es sind dieselben Soldaten die der Studentengruppe aus "Dairy of the Dead" ihr ganzes Proviant wegnehmen. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Insel Plum Island in Delaware. Dort wohnen zwei irischstämmige Familien: Die O'Flynns und die
Muldoons. Patrick O'Flynn (Kenneth Welsh) findet heraus, dass die Muldoons ihre Toten (die natürlich zu Zombies mutiert sind) am "Leben" erhält für den Fall dass sich irgendwann eine Lösung für ihr Dasein oder ein Antivirus findet. Das führt zu einem Konflikt, bei welchem Patrick O'Flynn ins Exil getrieben wird. Durch einen Zufall lernen die besagten Soldaten einen Jungen (Devon Bostick) mit guten Internetanschluss kennen. Auf einer Videoplattform sehen sie ein Video von Patrick, in welchem er alle Zuschauer einlädt nach Plum Island zu kommen, denn das ist ein Ort der weit weg von der Plage ist....

Wesentlich spannender als sein Vorgänger. Diesmal stellen sich wieder die Fragen, die schon mal gestellt wurden. Und zwar nicht nur "wie kommen wir weiter?" und "wie überleben wir das Ganze?" sondern auch "Dürfen wir den Toten einfach so in den Kopf schießen? Das ist doch barbarisch. Das waren mal Menschen!" Einige würden das als negativ betrachten, aber ich finde es gut dass hier kein wirklicher Antagonist bzw. Protagonist vorhanden ist. Es sind einfach alles Leute die mit der Situation auf verschiedene Art und Weise umgehen. Wobei natürlich einige sympathischer als andere erscheinen. Zombie Horror trifft auf schwarzen Humor und Western.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Freitag, 6. Juli 2018

Album der Woche#350: Mayhem - De Mysteriis Dom Sathanas (1994)

Hallöchen und häßlich willkommen in einem neuen Themenmonat! Dieses mal widmen wir uns keiner bestimmten Musikrichtung oder so sondern einem Land. Ich habe mich für Norwegen entschieden. Allein weil ich Mayhem reviewen wollte.

Ok cool. "De Mysteriis Dom Sathanas" ist die erste LP der Band. Ich habe mich in ein paar Werke davor reingehört als auch in die die danach rauskamen. Man muss wissen, Mayhem haben in ihrer gesamten Karriere insgesamt fünf Typen am Gesang gehabt. Natürlich nicht gleichzeitig. Jedenfalls
wird man gesangstechnisch teilweise enorme Unterschiede hören. Dieses Album ist außerdem eines der makabersten in der Musikgeschichte. Daraufhin sind die Texte eines Toten (Per "Dead" Yngwe Ohlin, bis zu seinem Selbstmord Sänger von Mayhem) als auch die Texte seines Mörders (Per "Dead" Yngwe Ohlin, bis zu seinem Selbstmord Sänger von Mayhem). Dazu kommen noch: die Gitarrenspur von Oystein "Euronymous" Aarseth und die Bassspur seines Mörders, Varg Vikernes. Eigentlich hat Aarseths Mutter den Drummer Jan Blomberg gebeten die Bassspuren neu aufzunehmen, was er allerdings nie getan hat. Doch genügend trivia für heute.

"De Mysteriis Dom Sathanas" zeichnet sich für mich aus durch Blombergs weltmeisterliches, panzermäßiges Schlagzeuspiel, Euronymous' zerberstende Riffs und einen Gesang der die Fans damals ziemlich vorm Kopf gestoßen hat: den von Attila Csihar. Dieser hört sich nämlich an, und jetzt ich zitiere ich mehrere YouTube-Kommentare, als würde man äh Dave Mustaine von Megadeth erwürgen. Attila schreit eher selten, stattdessen krächzt und grunzt und gibt noch unmenschlichere Laute von sich. Erinnert stellenweise an mongolischen Kehlengesang. Am Ende ergibt sich ein folgendes Gesamtbild: ein chaotisch anmutendes Werk, was dennoch nicht dilettantisch sondern ziemlich professionel rüber kommt. Definitiv ein Klassiker der zweiten Welle des Black Metal.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps:

Mittwoch, 4. Juli 2018

So isses, Musik!#57

Killing Joke Discography: Extremities, Dirt and Various Repressed Emotions (1990)

Mittlerweile achtes Killing-Joke-Album. Hierauf kommen sie weg von dem Synthpop-Sound der ihnen auf "Outside The Gate" wahrscheinlich schon einige hörer vergrault hat. Stattdessen orientieren sie an einem gitarrenlastigeren Sound.

KJ klingen hier wie eine Band die sich an neueren Industrial-Rock-Sounds orientiert. Klar, natürlich bleiben sie irgendwo immer noch genauso melodisch wie bspw früher bei "Love Like Blood", allerdings merkt man dass Jaz Colemans Stimme hier und da doch ein Bisschen kaputter klingt. Interessant ist dabei, der eindeutige Ministry-Einfluss. Die wiederum selbst wenigstens ein Bisschen von frühen Killing Joke beeinflusst wurden.

Deutlich mechanischer und kantiger. Mindestens genauso sozialkritisch wie vorher auch. Hier aber definitiv härter und rockiger.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Money Is Not Our God, Age Of Greed, Extremities, Solitude



Metallica Discography: Kill Em All (1983)

Okay. Da wir hier Marilyn Mansons Discography zu Ende geballert haben und Eminem nur ein neues Album rausgebracht hatte (dass ich letztes Mal schon reviewt hab) geht es an dieser Stelle mit einer neuen Disco weiter. Und nächste Woche, wenn wir mit Rob Zombie endgültig fertigsind, kommt an seiner Stelle auch etwas neues. Mal sehen!

"Kill 'Em All" ist Metallicas Erstling und es zählt wohl zu den besten, primitivsten und abgefahrendsten Metal-Alben. Warum? Nun: Metallica sind hier noch keine napster-jagenden Millionäre. Es sind pickelige Rotzlöffel, die einfach nur so hart thrashen möchten wie es nur geht. James Hetfields Gesang ist hier noch nicht so ausgereift. Aber das reicht aus. Es bleibt nämlich alles hängen. Sowohl von den nicht enden wollenden Riffs als auch von den Texten über die vier Ritter der Apokalypse ("Four Hoursemen") oder übers bloße Kaputtmachen von jemanden ("Seek and Destroy"). Das ist einfach nur Wahnsinn. Das ist auf mehreren Ebenen so produktiv und destruktiv zugleich. Ein unglaublich kreatives, brutales und primitives Album. Erstes Album einer Thrash/Speed Metal Band. Man könnte fast sagen, ich empfehle alles darauf, aber ich beschränke mich doch auf ein paar Anspieltipps:

Whiplash, Seek and Destroy, Hit The Lights, Four Horsemen, Jump In The Fire
9,5/10 Pfandflaschen



Rob Zombie Discography: The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser (2016)

Ach du Scheiße. Was für ein Albumtitel. Es ist aber nicht das einzige was lang ist. Beinahe jeder Songtitel übertreibt einfach übelst. Aber wir kennen das ja auch von Rob, von daher ist alles gut.

Ich übertreibe an dieser Stelle mal nicht: Es ist ein typisches Rob Zombie Album. Guter Sound. Eine Mischung aus Industrial-mäßigen Beats, Horrorfilmzitaten und Anleihen an 70s Hard Rock.
"Everybody's Fucking In A UFO" klingt übrigens wie Primus. Es ist ein Kopfnicker-Album. Schön groovy, wie sonstige Werke von Herrn Z. auch. Ich weiß allerdings nicht ob es gut ist, dass er sich nicht darüber hinaus bewegt. Schließlich kann ich ihn mir in einer anderen musikalischen Rolle nicht vorstellen. Naja, hoffentlich lässt er sich fürs nächste Album ordentlich Zeit und kommt noch mal mit geballter Power zurück. Denn beim nächsten Album erwarte ich nicht noch ein Klon, bitteschön.

Anspieltipps: Well, Everybody's Fucking In A UFO, The Life And Times Of A Teenage Rock God, The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore

8/10 Pfandflaschen

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100 Greatest Metal Songs by MJ7 von rateyourmusic.com

Damit es mal klargestellt wird: Das hier ist keine hochoffizielle Liste aus irgendener Musikzeitschrift. Irgendjemand von rateyourmusic.com hat sie erstellt. Und ich werde jeden Song nach und nach reviewen, so wie er schwarz auf weiß steht.

95. "Nightfall" von Blind Guardian aus "Nightfall in Middle-Earth" (1998)

Der Song hat es am Anfang noch ziemlich schwer gehabt. Ich mag zwar einige sachen von Maiden und Priest aber insgesamt ist diese Art von Metal einfach nichts für mich. Stehe halt nicht auf opernhafte Stimmen und so. Besonders im Zusammenhang mit der Art von Metal. Das Intro hat mich schon ziemlich genervt, genauer gesagt das ähem "Gedudel" und die Stimme. Aber schon kurz darauf wird der Song richtig richtig episch. Das hervorragende "Niiiiiiiighhht-faaaaaaalll" bleibt verdammt noch mal hängen. Es ist so richtig harmonisch und macht nahezu gute Laune. Irgendwie gefällts mir.

8/10 Pfandflaschen


94. "Solitude" von Cadlemass aus "Epicus Doomicus Metallicus" (1986)

Candlemass hatten wir schon mal zu Gast und zwar hier. "Solitude" klingt ebenfalls richtig episch, aber auf eine andere Art. Hier habe ich allerdings überhaupt nicht gegen die Stimme, obwohl sie ebenfalls sehr opernhaft ist. Bin der Meinung, dass sie sehr zu der Untergangsstimmung und der Wehleidigkeit des Textes passt. Aber dafür muss man gut zuhören, sonst würde man das ganze als einen recht positiven Song abstempeln.

8/10 Pfandflaschen


93. "Over The Wall" von Testament aus "The Legacy" (1987)

Ich bin ja eigentlich n Fan von ziemlich vielen Sachen aus Ecken wie Thrash/Death/Black Metal. Und selbstverständlich kenne ich auch Testament. Ich kann mit dem Song hier allerdings nicht wirklich viel anfangen. Ich mein, es stimmt quasi alles was stimmen sollte. Es ist ein simpler Thrash-Song. Allerdings reißt es mich nicht vom Hocker.

5/10 Pfandflaschen


92. "Tornado Of Souls" von Megadeth aus "Rust in Peace" (1990)

Steinigt mich. Ich bin kein großer Fan von Megadeth und komme aber auch nicht aus irgendeinem "feindlichen" Lager. Weder von Metallica, noch von Anthrax noch von Slayer oder was weiß ich. Mich interessiert das ganze nicht wirklich. Ich finde Dave Mustaines Stimme hier wirklich besonders fürchterlich. Außerdem höre ich ständig ein "TOMATO of souls" und kann das nicht weghören. Nee. Sorry.

5/10 Pfandflaschen


Dienstag, 3. Juli 2018

Comic Book Review#347: Ant-Man#1 (2015)

Okay, dieses Mal unterbrechen wir die Flut aus der "Comicland"-Box. Diese Woche ist ein Comic dran, den mir Pinky vor einiger Zeit ausgeliehen hat. Und da ich weiß, dass er sich immer freut, wenn ich irendwas von ihm reviewe, mach ich das. Falls ihr euch für ein Comic Book Review mit Hank Pym als Ant-Man interessiert, so klickt hier.

Ich habe zwar vor paar Jahren diesen Ant-Man-Film gesehen und weiß, wer der neue Ant-Man ist,
aber ich habe in meinem Kopf immer noch Hank Pym als Ameisenmann. Dabei bin ich doch gar nicht mal so alt. Jedenfalls ist Hank Pym nicht mehr Ant-Man, an seiner Stelle tritt der Ex-Kriminelle Scott Lang. Der äh halt das Kostüm geklaut hat, irgendwann. Jetzt kann er sich mit Hilfe der Pym-Partikel schrumpfen und naja irgendwie mit Ameisen kommunizieren. Wobei ich immer noch nicht ganz sicher bin, wie das abläuft. Jedenfalls ist an einem ziemlich schweren Punkt in seinem Leben angekommen. Seine geschiedene Frau möchte zusammen mit der gemeinsamen Tochter von New York nach Miami wegziehen u.a. damit Cassie (so heißt die Tochter) etwas ungefährlicher lebt. Also abseits von all den kostümierten Irren die in NY scheinbar an jeder Straßenecke zu finden sind. Scott trifft das sehr. Vor allem die Tatsache, dass er momentan keinen vernünftigen Job hat, macht ihm zu schaffen. Also bewirbt er sich bei Tony Stark, als Sicherheitsexperte. Wieso nicht den Typen engagieren der problemlos ins Gebäude eindringen kann? Allerdings läuft das Bewerbungsgespräch nicht so gut ab und es stellt sich heraus dass Tony scheinbar einen heimlichen weiblichen Favoriten hat...

Bis jetzt habe ich die ersten drei Ausgaben verschlungen und bis jetzt wars ziemlich ziemlich gut. Ich kannte Scott Lang als Character vor dem Film leider nicht. Aber da ich weiß, dass Marvel ziemlich gut darin ist die Comiccharaktere denen aus den Filmen anzugleichen, merke ich an der Stelle an dass der Comic-Scott dem Film-Scott (Paul Rudd) ziemlich ähnlich ist. Vielleicht wurde der im Film aber so gut umgesetzt. Ach ich weiß es auch nicht. Jedenfalls ist Scott Lang ein Mann der irgendwo immer noch ein Kind geblieben ist, ein Schlitzohr. Gleichzeitig schafft ers irgendwie trotzdem Verantwortung und Mitgefühl für seine Mitmenschen zu zeigen und ist nicht egoistisch. Er wirkt wie eine U18-Variante von Deadpool. Mit paar dummen Sprüchen, sensationellen Einfällen und eben keinen abgetrennten Gliedmaßen. Gefällt mir sehr sehr gut. Ich les es gerne weiter bis zum Ende.

8/10 Pfandflaschen

Freitag, 29. Juni 2018

Film der Woche#346: *batteries not included (1987)

Auch bekannt als "Das Wunder in der 8. Straße". Ich habe diesen Film das letzte Mal vor ungefähr 20 Jahren (glaube ich) gesehen und ich fand es war Zeit das ganze noch mal zu konsumieren...

Die Story dreht sich um die Bewohner eins baufälligen Hauses in New York. Es gleicht einer Ruine. Ein Immobilienmagnat Lacey (Michael Greene) möchte es niederreißen lassen und die Flächer neubebauen lassen. Es ist allerdings das letzte übriggebliebene Haus in diesem Viertel und die Bewohner wollen nicht wegziehen. Also versucht er sie mit seinen Schlägern, angeführt von Carlos (Michael Carmine) einzuschüchtern und mit Geld zu bestechen, damit sie endlich ausziehen. Der
Café-Besitzer Frank Riley (Hume Cronyn) ist verzweifelt und weiß nicht was er tun soll. In dieser verzweifelten Stimmung betet er, dass irgendjemand irgendwie ihm und den anderen Hausbewohnern helfen kann. Seine Gebete werden erhört, denn noch in derselben Nacht tauchen im Haus außerirdische Besucher auf. Es sind keine grünen Männchen vom Mars, nein. Sie scheinen mechanischer Art zu sein und sehen aus wie kleine Raumschiffe mit Augen und Armen. Sie laden sich selbst an der Steckdose auf und sind quasi hungrig nach Reparaturen. Sie machen alles wieder ganz was kaputt ist und ihnen in die Hände/Klauen kommt. Es ist zwar nicht das was er erwartet hat, aber okay.....

"Das Wunder in der 8. Straße" ist ein wunderschöner, liebenswerter und zauberhafter Film. Dass ich das mal sage. Es ist halt diese Art von (nicht menschlichen) Altruismus, die völlig aus dem Nichts kommt die mich irgendwie begeistert. Klar, ist das ganze etwas verkürzt. Ja, der Immobilientyp ist n Arschloch - im Prinzip will er nur das was jeder Unternehmer im Kapitalismus macht, nämlich Profit. Trotz allem bin ich froh dass er Konter kriegt. Ist halt auch n Film und nicht die Realität. Außerdem sind die Aliens furchtbar süß. Das wars.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 28. Juni 2018

Album der Woche#349: Deltron 3030 - s/t (2000)

Ein faszinierendes Ding. Letztes Album im Konzept-Monat "Konzept-Alben".

Deltron 3030 ist der Name einer Supergroup bestehend u.a. aus dem Rapper Del the Funky Homosapien, den Produzenten Dan "the Automator" Nakamura, dem DJ Kid Koala, Sean Lennon, Produzentenlegende Money Mark (u.a. Beastie Boys) und Damon Albarn (damals Sänger von Blur). Stilistisch betrachtet ist hier teils sehr ruhiger und experimenteller, teils funkiger Hip-Hop zu hören. Del the Funky Homosapien schlüpft hier in die Rolle des Deltron Zero. Dieser ist eine Art
mechanischer Soldat der anfängt das System des Jahres 3030 zu hinterfragen. Die New World Order beschneidet Menschenrechte und unterdrückt Hip-Hop. Im Laufe der Geschichte gewinnt Deltron Zero mehrere Rapbattles und wird zum Galactic Rhyme Federation Champion.

Ich bin immer sehr schlecht in Hip-Hop-Reviews, deswegen (wie immer) verzeiht mir bitte.
Das Album klingt äußerst F U T U R I S T I S C H. War das jetzt Vaporwave genug? Ja?
Jedenfalls schafft mans die Beats so zu gestalten dass sie sowohl zum Artwork als auch zu der erzählten Story passen. Dazu kommt noch dass man lauter Kram sampelt. Wie zum Beispiel Battlestar Galactica, "Eine verrückte Reise in einem verrückten Flugzeug", den Soundtrack von "Fantastic Planet" aber auch De La Soul. Was mir besonders gefallen hat, war die Zusammenarbeit mit Damon Albarn. Er spricht sowohl das Intro als auch das Outro und liefert den Gesang zu "Time Keeps On Slipping". Dabei ist seine Stimme so hoch, dass er sich wie sein Zeichentrick-Counterpart anhört. Und das ist 2D von Gorillaz. Es hat dann aber auch n Bisschen gedauert....dabei fühlte ich mich wie diese Confused Maths Lady. Dann hab ich gecheckt: Verdammte Scheiße. Del hat ja mit Gorillaz zusammengearbeitet, und zwar auf "Clint Eastwood" und "Rock the House". Dann hats click gemacht. Die zwei müssen sich irgendwie über Dan the Automator (der auch n Teil der Gorillaz-Alben produziert hat) kennen gelernt haben. Oder so. So klein ist diese Musikwelt.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Time Keeps On Slipping, 3030, Memory Loss

Mittwoch, 27. Juni 2018

Comic Book Review#346: Sandman#33 (1991)

Sandman war ja schon mal hier zu Gast. Falls ihr euch interessiert, so klickt hier und hier. Falls ihr euch für die Story der Hexe Thessaly interessiert, so klickt hier. Für die Dead Boy Detectives geht es hier entlang. Aber jetzt genug von den Links.

Im Mittelpunkt der Story steht Barbie, die vor kurzem durch ihren Traum ein geheimnisvolles Juwel erhalten hat. Als erstes wird sie von ihrer lesbischen Freundin Hazel besucht, die letztens einen
besoffenen One Night Stand hatte und nun befürchtet schwanger zu sein. Kurze Zeit später versucht sie nicht einzuschlafen, da ihr der vorherige Tag sie besonders traumatisiert hat. Dabei hat sie Halluzinationen bezüglich Hazels möglicher Schwangerschaft. Schließlich schläft sie ein und trifft im Traum eine Frau namens Nuala die sie vor einem eintreffenden Ereignis warnt. Danach werden wir Zeuge wie andere Bewohner des Hauses ihre Zeit verbringen. Unter anderem kämmt Thessaly hundert mal ihre Haare. Wanda schläft ein und träum davon, dass sie in einem Bekleidungsgeschäft ist und dort von merkwürdigen Bizarro-Gestalten zu Geschlechtsumwandlung gezwungen wird. Während alle schlafen, öffnet George mit einem Cuttermesser seinen Körper und lässt sämtliche Kuckucksvögel frei die hinter seinen Rippen wohnen. Hazel hingegen träumt von ihrem Kind, dass sich als missgestaltet und tot erweist und in einer Krippe das Kind von ihrer Freundin Foxglove verspeist. Für die komischen Träume sind George Kuckucksvögel zuständig, die auf den Schultern der Schlafenden sitzen...

Fun fact: Ich habe vor kurzem die Facebook-Seite "Comic Book Pages without context" geliked, die großartige Momentaufnahmen der Comicgeschichte (online wie offline) präsentiert. Letztens zeigten sie den Moment, in welchem George seine Vögel befreit. Zufälligerweise hatte ich eine Woche später genau den passenden Comic in der Hand. Interessant. Ich werde euch die Szene auch nicht vorenthalten:





Wie auch immer. Es ist so typisch Neil Gaimann. Typisch Sandman. Mysteriös, merkwürdig und teilweise auch leicht abstoßend. Ich kanns wirklich JEDEN ans Herz legen sich damit zu beschäftigen.

8/10 Pfandflaschen

Happenings des Monats: Juni'18

Awkay. Die diesmonatige Ausgabe von "Happenings des Monats" kommt leider ohne Konzerte aus. Denn, nun ja, das einzige Konzert auf das ich gehen werde ist äh übermorgen und ich hab am Samstag leider keine Zeit darüber zu berichten. Das heißt, ihr werdet frühestens Anfang nächsten Monats in einer der beiden "So isses, Musik!"-Ausgaben darüber lesen können.

Stricher guckt sich "Solo: A Star Wars Story" an in Filmwelt Herne am 08.06.2018

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Der Film spielt fünf Jahre nach der Machtübernahme durch das Imperium, also grob gesagt zwischen Episode III und Episode IV.

Der Anfang spielt auf dem Planeten Coreilla. Dort herrscht das Verbrechersyndikat White Worms, was von Lady Proxima angeführt wird über die Unterwelt. Die Einwohner sind größtenteils verarmt
und hoffnungslos. Han (Alden Ehrenreich) träumt davon, zusammen mit seiner Freundin Qi'ra (Emilia Clarke) endlich von dort abzuhauen und die Galaxis als Pilot zu bereisen. Im Auftrag von Lady Proxima stiehlt eines der wertvollsten Rohstoffe des Universums, Coaxium. Damit versucht er sich eine Flucht vom Planeten beim Imperium zu erkaufen. Zusammen fliehen sie, doch lange Rede und kurzer Sinn, Qi'ra bleibt auf der Strecke. Han hingegen schreibt sich ein als Soldat des Imperiums. Da er keinen offiziellen Nachnamen hat, wird er von einem Offiziellen Solo "getauft". Han erhofft sich dadurch, irgendwann offiziell nach Coreilla zurückkehren zu können um Qi'ra wiederzufinden. So ist er tatsächlich als Soldat im Namen des Imperiums unterwegs und kämpft für sie, scheinbar sinnlose Schlachten. An der Front lernt er Tobias Beckett (Woody Harrelson) kennen, der sich als Offizier ausgibt... Der Rest des Filmes zeigt uns wie Han zu dem zynischen und listigen Schmuggler wurden, als welchen wir ihn kennen. Und woher der Millenium Falcon kommt natürlich. Oh und klar, wie er und Chewbacca sich kennengelernt haben.

Fun fact: Als ich und mein Klassenkamerad (der übrigens ein ziemlich witziges Rapbattle-Turnier leitet. Mein Favorit ist übrigens Lukas Boom) im Kino saßen war es ungefähr 15 Uhr. Bis auf die verwirrte Frau die kurz vor knapp reingekommen ist ("Hallo ist hier star uors?") waren wir die einzigen Besucher. Wirtschaftlich gesehen, war der Film ja ein totaler Flop. Höchstwahrscheinlich weil er zu einer falschen Zeit rauskam. Die Zuschauer interessierten sich eher für Deadpool 2, Avengers: Infinity War, Jurassic World und wasweißichnochwas. Und das knapp ein halbes Jahr nach Episode VIII. Was ich sehr schade finde. Ist nämlich ein ziemlich guter Film. Bei Star Wars muss sich nicht alles um die Macht (egal ob die helle oder dunkle Seite) drehen. Die Charaktere jenseits der ganzen Jedi/Sith-Scheiße sind mindestens genauso interessant. Habe den Film als guten Sci-Fi-Western betrachtet. Da wird gezockt, sich verliebt, einander verraten und betrogen. Und geballert. Ich fands definitiv ziemlich super.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Stricher guckt sich "Deadpool 2" an in Filmwelt Herne am 24.06.2018

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER 

Falls ihr euch dafür interessiert, was ich zum letzten Teil zu sagen habe, so klickt hier. Falls ihr euch für die anderen X-Men-Filme interessiert (für alle die das bis jetzt nicht kapiert haben Deadpool gehört zum X-Men-Universe), so scrollt bei "Marathons" ganz nach unten.

Der zweite Film spielt zwei Jahre nach dem ersten. Deadpool ist mittlerweile zum internationalen Söldner avanciert und scheffelt Kohle indem er böse Typen umbringt. Eines Tages kehrt Wade Wilson (Ryan Reynolds, immer noch) nach Hause zurück und macht seiner Freundin Vanessa (Morena Baccarin) einen Heiratsantrag. Dummerweise konnte er einen Gangsterboss nicht so ganz zu Ende erledigen, sodass dieser ihm nach Hause folgt und ihm erschießen will. Leider erwischt er dabei Vanessa. Selbst sein Tod kann Vanessa nicht zurückbringen, also verliert der Söldner mit der großen Schnauze seinen Lebenswillen. Und möchte sich natürlich umbringen. Was aber so semi gut klappt,
denn irgendwo ist DP durch seine selbstheilenden Kräfte quasi unsterblich. Colossos (Stefan Kapicic) kann sich das nicht mehr lange angucken und holt ihm in die X-Mansion damit er wieder auf die Beine kommen kann. So wird er zum X-Man oder viel eher zum "Azubi" und nimmt bei einem Einsatz teil, bei welchem ein junger Mutant vor einem Waisenhaus wütet. Yada yada yada, DP hat Mitleid mit dem offensichtlich misshandelten Kind (heißt Russel, kann Feuer aus den Fäusten schießen und wird von Julian Dennison gespielt) und erschießt ein paar der Aufseher. Folgerichtig: Beide kommen in die "Eisbox", ein Knast für Mutanten in welchem die Insassen mit Halsbändern an der Ausübung ihrer Kräfte gehindert werden. Plötzlich, ohne Vorwarnung, bricht Nathan "Cable" Summers (Josh Brolin aka Thanos aka George W. Bush) ins Gefängnis ein - ein Mutant aus der Zukunft. Er möchte Russel unbedingt töten. Doch wieso?

Ich finde das hier wesentlich wesentlich besser als den ersten Teil. Dieser war nämlich, wenn mans genau betrachtet, ein einziger riesiger Rückblick. Eine fette Originstory, die im Rückblick gespielt hat. Hier sieht man Deadpool bei seiner tatsächlichen Arbeit. Und das allerwichtigste - man zeigt eine Eigenschaft von ihm, die im Laufe der Comics immer wieder thematisiert wurde. Seine Todessehnsucht. In seiner ganzen Comickarriere hat er so einige ihm wichtige Menschen verloren und deswegen war es ihm öfter zumute sein ganzes Gedächtnis zu resetten oder einfach mal zu sterben. Ich habe mich kaputt gelacht bei so viele popkulurellen Anspielungen und Seitenhieben (u.a. aufs DC Extended Universe)... und wegen Basic Instinct.... Weiter so!

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Montag, 25. Juni 2018

Ohrwurm der Woche#265

Comics Monthly#52

Hallo und häßlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von "Comics Monthly". Es ist die 52ste, d.h. es sind genauso viele Ausgaben, wie DC Comics Universen hat. Ja. Diesen Monat ist der Verlag Dark Horse Comics dran.

Resident Alien: An Alien in New York#3

Nein, es geht nicht um diesen Song von Sting.

Harry Vanderspiegle ist Arzt und lebt in Patience, Washington. In Wirklichkeit aber ist Harry allerdings ein Außerirdischer, der vor ein paar Jahren auf der Erde eine Bruchlandung gemacht hat. Seitdem hofft er auf eine Rettung. Um vor Stress und Kummer nicht komplett verrückt zu werden
spielt er Privatdetektiv und erhält dabei Hilfe von der Krankenschwester Asta Twelvetrees. Sein neuester Fall ist äußerst kurios: In New York wurden außerirdische Symbole in Graffitis entdeckt. Harry reist also dorthin und forscht nach. In dieser Ausgabe trifft er sich mit einer Koryphäe der New Yorker Kunststzene namens Linda. Vor Jahrzehnten war sie mit einem Künstler namens Raoul, der von allen wegen seiner Größe Goliath genannt wurde. Im Laufe der Story findet Harry heraus, dass Raoul auf sämtliche Werke von sich seine Telefonnummer hinterlassen hat, damit er angerufen werden und evtl. auch zurück "nach Hause" kann...

Erst dachte ich, dass es wieder so ein "hurr durr, er ist ein Alien aber mit friedlichen Absichten und es ist so innovativ, weil er ist Detektiv und kein Krieger oder so yada yada yada"-Ding wird. Aber tatsächlich wurde es spätestens als die Story um Raoul erzählt wurde, verdammt interessant. Wie er Linda kennengelernt hat, wie er auf unserem Planeten gelandet ist. Der Stil erinnert mich an alte Comics aus der Reihe "Dark Horse Presents", nur in Bunt. Ich finde das gut.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Peter Hogan und Steve Parkhouse
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$

Sword Daughter#1

Die Geschichte spielt sich ab im Jahre 991 AD. Der Name der Protagonistin ist Elsbeth Dagsdóttir. Ihre Familie zog vor ihrer Geburt nach Island. Sie überlebte ihr erstes Lebensjahr, das zweite allerdings nur ganz knapp. Eine Horde Vikinger überfiel die Insel und schlachtete ihre ganze Familie ab. Ihr Vater begab sich seitdem in eine zehnjährige...äh Meditation und war für sie nicht da. Elsbeth spricht nicht, zumindest nicht so, dass es für alle verständlich ist. Ihre Sprechblasen sind voll mit einfachen Symbolen. Nun ist ihr Vater wieder da und will an den besagten Vikingern Rache üben. Seine Tochter will das auch, allerdings hat sie zu ihm so gut wie gar kein Verhältnis. Die kleine
Kriegerin ist äußerst schwierig im Umgang. Von daher gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen Vater und Tochter ziemlich kompliziert.

Ich weiß nicht. Ich bin kein großer Fan von Vikingerkram (außer Bathory, Enslaved und Vinland Saga) allerdings kann ich mich ab und zu für sowas begeistern lassen. Die Thematik ist an sich nicht uninteressant, der Zeichnungsstil ist auch super. Allerdings ist die Story irgendwie vorhersehbar. Und dass das Mädchen nicht sprechen kann, machts nicht grade interessanter. Sorry, Brian Wood. Ich finde, es gibt bessere Sachen von dir.

5/10 Pfandflaschen
Made by: Brian Wood und Mark Chater
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$


World of Tanks II: Citadel#2

Moment. War "World of Tanks" nicht irgendso ein Browserspiel, dessen Werbung mich ständig genervt hat? Okay, lass mal sehen!

"Try and keep up with me this time, hmm? Just ram it in, don't wait to be told..."
"Yeah as your dear mother says when the fleet's in town!"

Okay.

"ACHTUNG, PANZER! PANZER!"

Okay...

Der Comic spielt sich ab während des Unternehmen Zitadelle. Einer der interessantere Punkte ist, dass hier Sowjetsoldaten in scheinbar ausrangierten britischen Panzern durch die Gegend fahren und sich ordentlich darüber ärgern weil die Dinge so lahm sind. Außerdem prügeln sich Soldaten im Panzer weil irgendjemand die Mutter des anderen beleidigt hat (siehe oben).

Ich stehe ja eigentlich schon auf II.WK-Comics. Aber mir gefällt es viel mehr wenn es wirlich Mann gegen Mann geht. Und nicht Panzer gegen Panzer. Die Dialoge wirken überhaupt nicht echt, sondern erzwungen. Die Charaktere sowieso. Man spielt mit furchtbaren Sowjet- und Naziklischees. Ich bin Garth Ennis besseres gewohnt. Achja, Punktabzug dafür dass "Matilda" (der Name eines Panzers) falsch geschrieben war.

3/10 Pfandflaschen
Made by: Garth Ennis und P.J. Holden
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$


Sonntag, 24. Juni 2018

Film der Woche#345: Raiders of the lost Ark (1981)

Ja, genau der Film! Und er heißt nicht "Indianer Jones" oder "In Diana Jones" (höhö) sondern schlicht und einfach "Jäger des verlorenen Schatzes". Oder halt auf Englisch "Raiders of the lost Ark".

Die Story spielt sich ab im Jahr 1936 ab. Dr. Henry Walton "Indiana" Jones (Harrison Ford) ist Archäologe und nebenher Abenteuersucher. Im Dschungel Perus sucht und findet er in einem Tempel
eine goldene Götzenfigur, kann den uralten gestellten Fallen entkommen und kommt lebend heraus. Leider wartet draußen sein Rivale Dr. René Belloq (Paul Freeman), zusammen mit einem Kriegerstamm der Ureinwohner und nimmt ihn die Reliquie ab. Jones kann in letzter Sekunde mit einem Wasserflugzeug flüchten. Nachdem er wieder zuhause in den USA angekommen ist, lehrt er weiterhin fleißig an der Uni. Irgendwann kriegt er und der Universitätskurator Brody besuch von zwei Typen aus dem US-Militärgeheimdienst. Sie haben einen speziellen Auftrag für Dr. Jones. Er soll die sogenannte "Bundeslade" wieder finden. Dabei handelt es sich um einen mythischen Artefakt des Volkes Israel, dessen archäologische Existenz allerdings nicht bewiesen ist. Eine Armee mit der Lade an der Spitze soll unbesiegbar sein. Also begibt sich Jones auf den Weg um das Teil zu finden, denn es hat sich bereits jemand anderes auf die Suche gemacht: Die Deutschen. Ganz genau, Adolf Hitler und seine engsten Vertrauten wollen damit ein Stück näher an die Weltherrschaft kommen.

Abenteuerfilme sind eigentlich gar nicht mal so mein Metier. Was eigentlich komisch ist, denn im Prinzip bieten sie mir genau das was ich will. Allerdings lag mein Fokus in den letzten Jahren verstärkt auf Horro und Sci-Fi. "Raiders of the Lost Ark" hat folgendes im Petto: Faustkämpfe, eine Peitsche, spektakuläre Stunts und Nazis die auf die Fresse kriegen. Meiner Meinung nach ein kluger Schachzug, von einem jüdischen Regisseur (Steven Spielberg) die Nazis nach einer jüdischen Lade suchen und dabei ordentlich leiden lassen. Kein Spoiler. Ein viel zitiertes, spannendes und überhaupt nicht langweiliges Meisterstück. Leider Gottes wurde es vom "Fortsetzung nach 20 Jahren"- bzw. Reboot-Hype erwischt. Ich reviewe dann bald mal die restlichen Filme.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 21. Juni 2018

Comic Book Review#345: All-Star Western#9 (2012)

Ja, ich halte mich strikt an diese "100 US-Comics"-Kiste und ja es ist schon wieder "All-Star Western". Da war Comicland nun doch nicht so kreativ, lel. Naja, egal. Wie vorher schon besprochen. Falls ihr euch für andere Reviews mit Jonah Hex interessiert so klickt hier, hier und hier.

Die Story findet während des Batman-Events "Night of the Owls" statt. Wir befinden uns nun fünf Ausgaben weiter. Jonah Hex ist immer noch mit Doc Arkham unterwegs. Diesmal findet ein Team-
Up statt mit den beiden Wilder-Westen-Helden Nighthawk und Cinnamon. Die beiden sind ein sehr ineinander verknalltes Paar, dass zusammen (nicht für den Ruhm sondern natürlich für die Gerechtigkeit) Verbrecher jagt und zur Strecke bringt. Diesmal "verhaften" sie zusammen mit Hex ein paar korrupte Politiker zum Fall. Danach geht die Story am anderen Ende der Stadt weiter, wo irgendein Typ von einer Frau im Eulenkostüm (und zwar so ähnlich wie der von Talon) gejagt und getötet wird. Hex und Arkham tauchen auf, allerdings zu spät. Hex erinnert sich, dass er mal mit einer Chinesin verheiratet war, die ähnliche Kampfkünste beherrscht hat. Weiterhin führt uns die Geschichte nach Gotham City in drei Wochen, wo eine Frau namens Tallulah Black eine Herrensitzung unterbricht (an der ein gewisser Typ namens Wayne, höchstwahrscheinlich Vorfahre von Bruce Wayne, teilnimmt) um die Typen wegen Landraub anzuklagen. In der zweiten Story geht es um Cinnamon und Nighthawk, die den Mörder von Cinnamons Vater aufspüren.

Hm... Diesmal war das Geschehen um Jonah Hex gar nicht mal so interessant. Der Teil der Story über Tallulah Black als auch die Zweitstory hingegen schon. Ich finds interessant, wie die Vergangenheit von Gotham City präsentiert wird. Nämlich nicht viel anders als die Gegenwart. Die Stadt wird von reichen und korrupten Menschen regiert, wozu auch der Uropa(?) von Bruce Wayne zählt. Witzig, wie unehrenhaft die Vorfahren von Batman doch waren. Leider werd ich nicht ganz schlaue, was das Ganze mit dem "Court of the Owls" zu tun hat, der angeblich seit Jahrhunderten schon Gotham regiert. Aber okay. Keine schlechte Ausgabe. Graphisch äußerst vielfältig, storytechnisch ebenso.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Jimmy Palmiotti, Justin Gray, Moritat, Patrick Scherberger

Dienstag, 19. Juni 2018

Album der Woche#348: King Diamond - Abigail (1987)

Hallo und häßlich willkommen zu einem weiteren Konzept-Album der Woche! Ich habe mich für King Diamond entschieden, weil ich festgestellt hab, dass er bzw. seine Band noch gar nicht auf meinem Blog vorkam(en).

Zweites Album der Band. "Abigail" erzählt die Geschichte eines jungen Ehepaares, Miriam Natyas und Jonathan La'Fey. Sie ziehen gemeinsam in einer Villa ein, die Jonathan geerbt hat. Vor dem
Einzug allerdings, werden sie von sieben Reitern gewarnt, dass sie dort nicht einziehen dürfen. Ansonsten werden aus achtzehn neun (aha!). Nichtsdestotrotz vollziehen sie den Einzug und machen schon bald Bekanntschaft mit dem örtlichen Geist. Dieser zeigt Jonathan den Sarg von Abigail, eines totgeborenen Kindes der Familie und erzählt ihm dass Miriam den Geist von Abigail in sich trägt. Das besagte Kind wird bald durch Miriam wiedergeboren. Um das zu verhindern muss Jonathan seine Geliebte töten...

Ich will eigentlich keine Schubladen aufmachen, aber ich muss wohl. Nahezu klassischer Heavy Metal mit typischen, antreibenden Gitarren, Texten übers Okkulte die eine in sich zusammenhängende Geschichte erzählen. Und natürlich, nicht zu vergessen, der unverkennbare Falsetto-Gesang vom Sänger King Diamond. Ja richtig, die Band heißt genauso wie ihr Vocalist, nein es ist nicht zu vergleichen mit Alice Cooper auch wenn dieser ebenfalls Corpse Paint/Make-Up trägt. Lange Rede, kurzer Sinn: Eine atemberaubende, gruselige Geschichte - erzählt von einer großartigen Stimme. Nuff' said.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Abigail, The Family Ghost, Arrival, A Mansion In Darkness

Donnerstag, 14. Juni 2018

Film der Woche#344: Resident Evil Double Feature#2

Allrighty folks! Ich habe mir das alles hier tatsächlich innerhalb eines Abends "angetan", nur um dieses Review schreiben zu können. Falls ihr euch für die ersten beiden Teile der Resident-Evil-Reihe interessiert, so klickt doch einfach hier.

Resident Evil: Extinction (2007)

Der dritte Teil spielt nicht viel später nach dem zweiten Teil. Die Umbrella Corporation konnte das T-Virus nicht eindämmen. Dieser verbreitete sich über die ganzen USA und anschließend über die
ganze Welt. Die Untoten sind quasi unaufhaltsam. Die ganze Erde ist wortwörtlich tot. Die Zivilisation, wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch karges Ödland und Überlebende die zueinander Kontakt aufzubauen versuchen und sich gegenseitig mit Proviant, Waffen und Hilfe versorgen. Die Protagonistin der ersten beiden Filme, Alice (Milla Jovovich) hat herausgefunden dass Umbrella sie mithilfe von Satelliten überwacht. Sie hat sich von ihren Begleitern getrennt, um ihre Leben dadurch nicht zu gefährden. Seitdem ist sie alleine, auf einem Motorrad in den USA unterwegs. Mittlerweile hat sie auch telekinetische Superkräfte, die sich aber noch entwickeln. Währenddessen arbeitet Umbrella an einer Superwaffe. Der bitterböhse Konzern versucht mehrfach Alice zu klonen, um diese Klone als lebendige Waffen einzusetzen, was allerdings eher semi gut klappt.

Hm. Interessant, was man sich einfallen lässt um ein Franchise am Leben zu erhalten. Aber das ist eigentlich noch relativ logisch. Erst kommt die Zombie-Plage, dann die Apokalypse und dann das Leben danach. Wie verhalten sich die letzten Überlebenden der Zombie-Apokalypse? Wieso war mir klar, dass es sehr Mad Max mäßig werden wird? Insgesamt: Western-Optik, Zombies, Motorräder, ein Joint der kurz vor einer Explosion von mehreren hundert Zombies geraucht wird und die kranke (aber beinahe schon offensichtliche) Idee Zombies als quasi-Soldaten einzusetzen. Leicht vorhersehbar, allerdings nicht dumm oder so. Und definitiv nicht schlecht.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Resident Evil: Afterlife (2010)

Ist das dieser geistige Verfall, von welchem alle sprechen?

Die Handlung des Filmes spielt ein Jahr nach "Afterlife". Wie versprochen, macht Alice zusammen mit ihren Klonen der Umbrella Corporation in Tokyo das Leben schwer. Jedenfalls gerät sie an Albert Wesker (Shawn Roberts), kämpft gegen ihm und wird von ihm vom T-Virus geheilt sodass all ihre übersinnlichen Fähigkeiten verschwinden. Der Kampf findet auf einem Flugzeug statt, dass bald allerdings abstürzt. Nachdem Alice (Milla Jovovich) den Absturz überlebt hat, macht sie sich auf die Suche nach ihren Freunden aus dem dritten Film, die scheinbar eine Zuflucht gefunden haben. Und zwar in Alaska. Sie findet jedoch nur Claire Redfield (Ali Larter), die sie scheinbar fremdbeeinflusst attackiert. Zusammen fliegen sie dann nach Süden um den mysteriösen, in einem Funkspruch erwähnten Ort, namens Arcadia zu finden an dem man sicher ist. Durch die in einem verlassenen Gefängnis in Los Angeles untergekommenen (Ex-)Stars aus Hollywood (unter anderem einen Basketballspieler, einen Produzenten und eine angehende Schauspielerin) finden die beiden raus dass "Arcadia" kein Ort sondern ein Schiff ist was die Überlebenden an den Küsten einsammelt. Jedoch ist seit Tagen nichts daraus zu hören...

Okay. Ich finds ja schon in Ordnung, das ganze wie ein Videospiel zu handhaben. Von einer Karte in die nächste. Tokyo, Alaska, Los Angeles. Überall Zombies, die man killen muss. Es ist sogar ein Boss-Fight dabei, wenn man das so nüchtern betrachtet. Es bleibt davon jedoch nichts bis auf ein paar coole Special Effects hängen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso der Film überhaupt hätte sein müssen. Naja. Immerhin spielt Eminems Doppelgänger mit. Aber die Matrix-Hommage verzeih ich nicht!

5,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Mittwoch, 13. Juni 2018

Album der Woche#347: David Bowie - The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1972)

Ein weiteres Konzeptalbum in diesem Themenmonat. Um es mal kürzer zu machen werden wir im Laufe des Textes von "Ziggy Stardust" reden, anstelle den ganzen Titel zu nennen. Ich dachte eigentlich immer dieses Album wäre richtig richtig episch. Also mindestens eine Stunde lang. Aber wofür auch, wenn es auch in 38 Minuten ganz gut klappt, richtig episch zu werden.

"Ziggy Stardust" ist eines von Bowies ultimativen Meisterwerken. Hierauf schlüpft er in die Rolle eines androgynen, promiskuitiven Rockstars namens Ziggy Stardust. Dieser ist zuerst ein von Liebe angetriebener Mensch der eine friedliche Botschaft rüberbringen will. Allerdings macht ihm sein
exzessiver Lebensstil zu schaffen, sodass er an seinem Ruhm zerbricht und in ein tiefes Loch fällt. Es wäre falsch keine Parallelen zu Bowies eigenen damaligen Lebensstil zu sehen. Aus meiner Sicht ist das Werk ziemlich hippiesk gehalten, da es nur so von Botschaften über Liebe trieft. Die Hauptfigur sieht übrigens Außerirdische im Weltraum und will aktiv an der Veränderung der Welt zum Positiven hinarbeiten. Zum Ende hin sehen wir die komplette Auflösung der Band (den Spiders from Mars) und den Rückzug von Ziggy Stardust.

Musikalisch gesehen ist das ein durchaus hardrockiges und glamrockiges Album. Voll mit typischen Riffs, Klavier und Soul-Anleihen. Im Gegensatz zu seinen durchaus psychedelischeren Vorgängern ist "Ziggy Stardust" zwar immer noch ziemlich abgefahren (allein die eigentliche Story) aber trotzdem weitaus massentauglicher. Mir fällts schwer dem Album keine 10 zu geben, also mache es nicht. Also dem Album keine 10 zu geben.

10/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: 5 Years, Starman, Ziggy Stardust, Suffragette City