Freitag, 16. November 2018

Film der Woche#365: Man lebt nur zweimal (1967)

Dängärädängdäng!

Mittlerweile der fünfte Bond an dieser Stelle. Hätte nicht gedacht, dass ich soweit kommen werde. Hätte auch nicht gedacht dass er Film auch so gut werden wird. Schließlich zeigen sich normalerweise nach einer gewissen Zeit Abnutzungserscheinungen und dergleichen. Jedenfalls, hier ist er:

In "Man lebt nur zweimal" steht die Welt am Rande eines Atomkrieges. Ein Raumfahrzeug entführt
nämlich im Weltall sowjetische und US-Raumschiffe. Beide Parteien des Kalten Krieges sind der Meinung der jeweils andere hätte es getan. Die britische Regierung ist der Meinung die Ursache des Problems liegt in Japan. Der Agent 007 James Bond (Sean Connery) wird daher nach Japan geschickt um den Fall aufzuklären. Davor täuscht er jedoch erfolgreich seinen Tod in Hong Kong vor um gefahrlos ermitteln zu können. Irgendjemand, der gerne weiße Katzen streichelt, hat nämlich vor die beiden Supermächte gegeneinander auszuspielen um selbst die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Prinzipiell geschieht hier nichts neues: Bond ist ein Frauenheld, der im Untergrund mit anderen Agenten zusammenarbeitet um Bösewichte die gerne Katzen streicheln zu bekämpfen. Dabei gibts aber spektakuläre Kampfszenen, Weltraumsequenzen und dieser großartige Moment als Bond "stirbt". Und einfach gar keine Schusswunden aufweist. Witzig. Ich mag diesen Film sehr weil er irgendeinen, wenn auch relativ absurden, Bezug zur Weltgeschichte aufweist. Darüber hinaus: großartiger Action-Schinken. Ich wäre sehr froh wenn die Reihe weiterhin so gut bleibt. Achja: Großartiger Titelsong von Nancy Sinatra.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 15. November 2018

Comic Book Review#364: Marc Spector: Moon Knight#36 (1992)

Holy hell. Weiter gehts mit den 90s Comics.

Diesmal ist die Hauptfigur Mark Spector aka Moon Knight. Er ist einer der ungewohntesten Helden des Marvel-Multiversums. Spector hat nämlich eine Persönlichkeitsstörung - ergo mehrere Persönlichkeiten. Er hat eine erstaunliche Biographie. Aber darüber schweife ich jetzt nicht aus.

Fest steht: Im zweiten Teil der Storyline "Blood Brothers" ist unser guter Freund Frank "Punisher" Castle zu sehen. Er würde am liebsten die Bösewichte Nepthys und Randall Spector abknallen. Aber nichts da, schließlich ist der Moon Knight kein Unmensch und möchte zuerst ein paar Antworten haben. Zuallererst will er höchstwahrscheinlich wissen, wieso sein Bruder Randall am Leben ist, wobei er doch vor paar Jahren erst gestorben ist. Und überhaupt ist da dieser "Cult of Khonshu", welcher Nuklearwaffen besitzt (?) und Randall zu einem neuen, wiedergeborenen "Shadowknight" machen will. Nachdem er in einer komischen grünlichen Flüssigkeit gebadet hat. Aber erstmal wird wild um sich rumgeballert, weil der Punisher wie immer blutrünstig ist.

Was für ein großartiges over-the-top-Cover. Der Punisher zerschießt den "Moon Knight"-Schriftzug. Es heißt wieder BUDDA BUDDA BUDDA, STOK, THUD, SCHOP, KWOP und nicht zu vergessen PZING. Eine ungewöhnliche Allianz von Marvels eigenen Batman (mit allerlei Gadgets und einem Auftreten dass Verbrecher zittern lässt) und den gröbsten Racheengel überhaupt. Ein Motorrad mit dem Punisherlogo drauf. Skurrille Soundeffekte. Eine völlig unnötig knapp bekleidete Bösewichtin. Verdammt viele Striche im Gesicht. 90s Comic at its best. Ganze Arbeit von Tery Kavanagh, Ron Garney und Tom Palmer.

7,5/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 14. November 2018

Album der Woche#368: Ulver - Bergtatt - Et Eeventyr i 5 Capitler (1995)

Hidiho.

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, habe ich dieses Jahr im Rahmen des Norwegen-Monats "Shadows of the Sun" von Ulver reviewt. Deswegen, und weil jetzt meddl-Monat ist, dachte ich es wäre angebracht den ersten Longplayer der Band zu reviewen.

"Bergtatt" heißt so viel wie "In den Berg gelockt". Es ist eine Story, oder viel eher ein Märchen in 5 Kapiteln. Es geht um ein Mädchen, dass in einem Wald von Trollen in einen Berg gelockt wird und
seitdem nie wieder gesehen wird. Anyways, ich spreche kein Norwegisch - deswegen kann ich nicht all zu viel zu den Texten sagen. Was mich aber auf jeden Fall begeistert ist der fließende Übergang bzw. die Abwechslung zwischen ziemlich aggressiven, kloppenden Black Metal und Krächzgesang und Folk-Elementen. So ähnlich gab's das schon mal, finde ich, auf Satyricons "Dark Medieval Times". Allerdings klang das rückblickend betrachtet eher nach (guten) Mittelalterkram. Das hier ist hingegen ordentlicher, nordischer Scheiß.

Die Lieder sind nicht alle gleich. Es gibt sogar ein Interlude in welchem eindeutig zu hören ist, wie jemand im Wald herumläuft. Ich versuche mal das Album in eigenen Worten zu beschreiben: Erst ballert es ganz ordentlich und bietet einem wunderschönen zerbrechlichen Gesang nur um später eine Schippe draufzulegen um für eine kurze Zeit häßlich zu werden. Zwischendurch wirds echt schaurig schön. Fast wie am Lagerfeuer.

Ich liebeliebeliebeliebe es.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles

Dienstag, 13. November 2018

So isses, Musik!#666

100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 4

86. "Elimination" von Overkill aus "The Years of Decay" (1989)



Sound ist okay. Gesang finde ich grauenhaft. Hört sich irgendwie an wie "Master of Puppets". Außerdem kann ich dank eines YouTube-Kommentars das "A Lemon Nation" nicht weghören. Das ist grauenhaft :D

3/10 Pfandflaschen

85. "Wasted Years" von Iron Maiden aus "Somewhere In Time" (1986)



FUCK YES. Von der ersten Sekunde bis zur letzten.

8,5/10 Pfandflaschen

84. "Crystal Mountain" von Death aus "Symbolic" (1995)



Hmmmm....Nicht zu stumpf, nicht zu technisch, nicht zu melodisch. Gute Mischung aus allem.
8,5/10 Pfandflaschen

83. "Kill The King" von Rainbow aus "Long Live Rock 'n' Roll (1978)



Deliziös.

10/10 Pfandflaschen

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AFI Discography: Very Proud of Ya (1996)

Ich möchte nicht klingen als ob ich enttäuscht bin. Allerdings bietet das zweite Album noch nicht viel
neues. Es wurden sogar die Songs "Two Of A Kind" und "Yürf Rendenmein" vom Erstling "Answer That And Stay Fashionable" neuaufgenommen.

Es ist ziemlich leichte Kost. Junger, schriller Hardcore Punk. Nothing Else.
Anspieltipps: He Who Laughs Last, Shatty Fatmas

7,5/10 Pfandflaschen


Against Me! Discography: Against Me! Is Reinventing Axl Rose (2002)

Uuuund hier kommt eine neue Discography! Erstes Album der großartigen Against Me! aus Gainesville, Florida. Ich durfte sie vor zwei Jahren das erste Mal live in Köln betrachten und war sowas von überwältigt.

Überwältigend finde ich auch das hier. Alleine die Songtitel sind voller Wehmut aber gleichzeitig voller Kraft. "We Laugh At Danger And Break All The Rules", "Pints of Guiness Make You Strong" oder "Scream It Until Youre Coughing Up Blood". Zu hören sind Sing-Along-Refrains und ein Gemisch aus Punk und Folk-Elementen. Eine Art exzessive Lagerfeuer Musik, die einen noch Kraft und Mut für schwere Zeit gibt. Wirklich wunderschön. Falls ihr Lust habt zu erfahren, wie das nächste Album klingt, so klickt hier.

Anspieltipps: Pints of Guiness Make You Strong, Baby, I'm An Anarchist!
8,5/10 Pfandflaschen


Darkthrone Discography: Plaguewielder (2001)

Vielleicht habe ich einen schlechten Moment erwischt, denn ich war zuerst etwas enttäuscht von diesem Album. Beim zweiten und dritten Hören fiel mir allerdings auf: Ach, verdammt ist es gut.

Es ist halt ein gewöhnliches Darkthrone-Album. Keine wirkliche Innovation in irgendeine Richtung. Dafür ein großartig, leidvolles Intro. Ansonsten gibt es diabolischen Gesang von Nocturno Culto und einen Gitarrensound der sich anhört als würde alles menschenverursachte Leid sich auf einem Fleck versammeln. Dazu kommen noch die paar Interludes, die für ein Überraschungseffekt sorgen. Ansonsten aber: Typical Darkthrone. Nicht besonders innovativ jedoch trotzdem verdammt gut.

Anspieltipps: Weakling Avenger, Wreak, Command
7,5/10 Pfandflaschen


Metallica Discography: Lulu (2011)

"I would cut my legs and tits off
When I think of Boris Karloff and Kinski

In the dark of the moon
It made me dream of Nosferatu
Trapped on the isle of Doctor Moreau
Oh wouldn't it be lovely"
("Brandenburg Gate")

Hmmm....

"Lulu" ist ein Kollaborationsalbum zwischen Metallica und Lou Reed. Letzterer ist u.a. bekannt durch seine Arbeit bei Velvet Underground, Songs wie "White Light, White Heat" als auch das Album "Metal Machine Music", welches ausschließlich Lärm präsentierte. "Erdgeist" und "Die Büchse der Pandora" von Frank Wedekind waren die literarische Vorlage für dieses Album. Was uns hier im Grunde genommen präsentiert wird ist: Metallica die für musikalische Untermalung sorgen, begleitet von Cello und Violine. James Hetfields Stimme im Hintergrund. Lou Reeds Sprechgesang im Vordergrund. Es ist mehr, weitaus mehr als ungewohnt. Technisch gesehen ist das Album aber definitiv nicht schlecht. Die Riffs sind verdammt gut und würden zu einem "eigenständigem" Metallica-Album definitiv passen. Ab und zu wird es sehr avantgardistisch. Speziell dann gefällts mir wirklich gut. Was definitiv stört sind die Gesangspassagen von Lou Reed. Es hört sich an als würde ein älterer, verwirrter Mann völligen Unsinn von sich geben. Naja gut,im Grunde genommen ist es das. Jedenfalls, finde ich, steckte hier definitiv Potential. Sehr schade, dass das verbockt wurde.

4,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The View, Cheat On Me, Iced Honey

Sonntag, 11. November 2018

Film der Woche#364: Flight of the Navigator (1986)

Aaaaalso. Ich habe keine Ahnung, wie dieser Film auf der Watchlist gelandet ist. Was ich allerdings weiß: Mein staubiger Klassenkamerad hat den Film per Zufall ausgewählt. Also ist es sein Verdienst. Aaaaanyways:

"Flight of the Navigator" handelt vom zwölfjährigen Jungen David Scott Freeman (Joey Cramer). Eines Abends muss er seinen kleinen Bruder abholen und dafür durch ein Waldstück laufen. Nachdem er eine leuchtende Erscheinung sieht, wird er neugierig. Allerdings stürzt er kurze Zeit später und wird ohnmächtig. Nachdem er wieder aufgewacht ist, läuft er heim nur um dort
festzustellen dass eine komplett andere Familie dort wohnt. Nachdem viele Tränen vergossen sind und die Polizei verständigt wurde, stellt David schreckliches fest. Zwischen seiner Ohnmacht und der Ankunft zuhause sind genau acht Jahre vergangen. Irgendwie schaffte er es, nicht zu altern was sowohl die Polizei, die Ärzte als auch seine Familie mehr als verwirrt. Sein kleiner Bruder ist jetzt älter als er, es gibt mehrere Sorten Cola und die jungen Leute fahren auf New Wave ab. Dabei war er vor paar Monaten erst mit seiner Familie beim BeGees-Konzert. Da gleichzeitig von der NASA ein Raumschiff gefunden wurde, stellen sie den Zusammenhang zu David her...

Keine Frage: Die Story ist cool und irgendwie auch zuckersüß. Schließlich ist es ein Disney-Film. Die Special Effects gehen auch sehr gut klar. Practical Effects gehen grundsätzlich vor CGI. Aber das allerbeste ist doch wohl die Stimme von Paul Reubens. Ja, gottverdammt noch mal. Pee Wee Herman ist in diesem Film zu hören. Und das machts noch besser. Im Prinzip also ein überaus familienfreundliches Disney-Abenteuer. Leicht verdaulich. Ich empfehle es den Lesern die Ü30 sind und Kinder haben. Definitiv.

PS: Ja, es ist Sarah Jessica Parker.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Donnerstag, 8. November 2018

So isses, Musik!#65

ОСТБЛОК: Behemoth

Okay, Leute. Ich komme mal auf den Punkt.
a) Ich werde zusehen, dass ich so schnell wie möglich eine Karte für das Behemoth Konzert in Oberhausen ergattern werde, weil b) ich diese Band unglaublich gut finde weil c) sie in ihrer
gesamten Karriere einen Genresprung gemacht haben. Ich liebe solche Bands, die sich immer weiterentwickeln und versuchen nicht langweilig zu werden. Außerdem find ichs großartig, wie sie sich der polnischen Politik in den Weg stellen und allen Blasphemie-Paragraphen trotzen. Allerdings bin ich definitiv kein Fanboy. Meiner Meinung sind die Black-Metal-Alben der Band wirklich super (z.B.: "Grom"). Der Death Metal Kram gefällt mir deutlich weniger, allerdings kann ich alles ab "Evangelion" (und somit die Nachfolgealben "The Satanist" und das neueste Werk "I Loved You At Your Darkest") wärmstens empfehlen. Außerdem sind die Videos wie immer entweder verstörend oder auf eine schaurige Art und Weise schön. Anyways, hier ist das neueste zum Song "Bartzabel"



AFI Discography: Answer That And Stay Fashionable (1995)

Allrighty then. Zeit für eine neue Discography. Es werden in nächster übrigens ziemlich viele neue reinkommen, weil außer Darkthrone alles nicht mehr lange brauchen wird.

Erstes Album von AFI. Das Cover ist eindeutig eine Anspielung auf Tarantinos "Reservoir Dogs". Und dementsprechend gibt es auch ordentlich Film-Samples. Unter anderem aus "Bad News Tour", welches von einer fiktiven Band namens Bad News handelt. Genau daher stammt auch der Albumtitel "Answer that and stay fashionable!".

Brett Reed und Tim Armstrong haben das Ding produziert. Es ist im Grunde genommen sehr einfacher kalifornischer Punkrock. Davey Havocs Stimme geht gut ins Ohr, ist hier noch nicht emo und auch nicht zu sanft und nicht zu hoch. Keine Experimente, weder beim Gesang noch im elektronischen Bereich. Die Songtitel klingen simpel und die Texte auch. Mir gefällt das sehr, obwohl ich eher Fan der späteren Phase der Band bin. Ich glaube, das hier wird ein sehr interessanter Höllenritt. Stehe total drauf wenn eine Band sich von einer Richtung in das absolute Gegenteil entwickelt. Solange es gut klingt.

Anspieltipps: Rizzo In The Box, Your Name Here, High School Football Hero
7,75/10 Pfandflaschen



Darkthrone Discography: Ravishing Grimness (1999)

Darkthrone Ende der 90er also? Erwartet uns jetzt ein New-Metal-Album? Nein, zum Glück nicht. Stattdessen gibt es teilweise ziemlich langsamen teils wirklich sehr depressiven BM. Andererseits sind die meisten Songs wohl typisch für die Band. Midtempo-BM mit typischen Riffs und
Schlagzeug. Diesmal allerdings ziemlich gut produziert. Kein Keller/Garagen-Sound. Ich mag die zu hörende Peitsche sehr sehr gerne. Auch wenn mir manche definitiv nicht zustimmen werden: Es ist kein besonders herausragendes Album, allerdings definitiv kein schlechtes. Meiner Meinung nach etwas eintönig. Aber egal. "The Claws of Time" ist dabei mein Lieblingssong. Er ist wirklich so großartig und wunderschön depressiv.

Anspieltipps: The Claws of Time, Lifeless
7/10 Pfandflaschen



Metallica Discography: Death Magnetic (2008)

Heilige Scheisse, es dauert nicht mehr lange und auch diese Discography ist auch bald um. „Death Magnetic“ ist der Nachfolger vom umstrittenen „St. Anger“ und ich kann mir gut vorstellen dass einige Kritiker nach 2003 die Band komplett abgeschrieben haben und der Meinung waren, es würde nichts gutes mehr kommen.

Aber sie irrten sich. „Death Magnetic“ kommt zwar nie im Leben an die ersten vier Werke der Band ran, allerdings bietet es eine gelungene Mischung aus alten Thrash-Sound und der „Load/ReLoad“-Ära. Instrumental gesehen vom ersten und Gesangstechnisch vom zweiten. Das Album ist wenig experimentell, bietet uns aber sowas wie ziemlich radiotaugliche Songs mit Metalkante und in Überlänge. Sie sind halt tatsächlich leider oft etwas zu lang, was meiner Meinung nach den Genuss stört. Vor allem, weil die meisten ziemlich gut ins Ohr gehen nur um dann durch endlose Wiederholung beinahe kaputt gemacht zu werden.

Insgesamt also: 7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: All Nightmare Long, The End of The Line, The Judas Kiss



My Chemical Romance Discography: Danger Days: The True Lives of The Fabolous Killjoys (2010)

Das vierte und zugleich letzte Album von MCR ist einige Ecken anders als die Vorgänger. Einer Sache sind sie allerdings treu geblieben: das Erzählen von Geschichten. Hier erzählen sie nämlich die Story von einer Gruppe von Leuten namens „The Killjoys“. Die Handlung spielt sich ab im post-
apokalyptischen Kalifornien, was noch besser im Musikvideo zu "Na Na Na" zur Geltung kommt. Die rebellischen Killjoys kämpfen gegen eine skrupellose Firma namens Better Living Industries. Als Erzähler fungiert dabei ein Kerl namens Doctor Death Defying.

„Danger Days...“ klingt wie eine Mischung aus alten MCR und dem Sound den Gerard Way später Solo rausbringen wird. Tanzbar, hymnisch, leicht wavig und verdammt noch eins sehr poppig. Ich mag die Kombination sehr. Finde es zwar schade, dass es das letzte Album ist - aber wer weiß, vllt wäre das nächste ein Haufen Scheisse geworden. Ergo ist das gut so.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Kids of Yesterday, Na Na Na (Na Na Na Na Na Na Na Na Na), Bulletproof Heart

Mittwoch, 7. November 2018

Album der Woche#367: Grave - Into The Grave (1990)

Hallöchen.

Ich habe beschlossen, dass ich (mal wieder) Bock auf schlechte Laune Musik habe. Oder dass ich einfach schlechte Laune habe. Jedenfalls ist der November wieder ein Meddl-Monat.

"Into The Grave" ist das erste Album der schwedischen Death-Metal-Urgesteine Grave. Neben u.a. Entombed und Unleashed gehören sie zu den Bands die Schweden Death geprägt haben. Witzigerweise hängen für mich die drei Bandnamen zusammen. "Grave" (Grab), "Entombed"(Begraben) und "Unleashed"(Entfesselt). Als würden die Namen den Werdegang eines Untoten darstellen.

Aaaanyways. Was habe ich von diesem Album erwartet. Growlender Gesang, skurrille Texte, brachiale Drums und tonnenschwere Riffs. In anderen Worten: DUH DUH DUNUNUNUNUNUN UUUUUUURRRRGH. Ich frage mich halt echt, wie man diese Art von Gesang einen ganzen Song durchhalten kann. Aber ich finds großartig. Außerdem: wunderschönes, buntes Albumcover.

Textlich gesehen, auch der absolute Hammer:

Bodies rotting
faces dark
sent in forever fear
all your flesh will rot

Rotten corpse, 
dead in cruelty and pain
to end up in this special way
Extremely rotten flesh

Trapped in a wooden case
slaughtered at birth you died
the fault of a deformed face 
you have to die

Bodies rotting
faces dark
sent in forever fear
all your flesh will rot

("Extemely Rotten Flesh")

Anspieltipps: Extemely Rotten Flesh, Deformed, Into The Grave
8/10 Pfandflaschen



Dienstag, 6. November 2018

Comic Book Review#363: Ghost Rider#5 (1990)

Allrighty then.

Die nächsten drei Comics irgendwie was mit dem Punisher zu tun haben. I like that. Dieses Mal ist er offensichtlich nicht die Hauptfigur sondern der Ghost Rider. Duh.

In dieser Serie ist der Ghost Rider nicht Johnny Blaze (für diejenigen die nur die Filme kennen: der Character von Nicolas Cage) sondern Danny Ketch. Dieser fährt ebenfalls Motorrad und tut das, was man in der Gestalt des Ghost Riders tut. Böhse Typen verkloppen und nebenbei Menschen das Leben
retten. Allerdings wird Vigilantentum von der New Yorker Polizei nicht gerne gesehen, sodass Danny nachdem er einige Jugendliche die eine Frau bedrängt haben verprügelt hat, fliehen muss. Am nächsten Tag gehen einige klischeehaft 90s Style gekleidete Halbstarke auf dem Washington Square auf Menschenjagd. Sie ballern tatsächlich wahllos Menschen nieder. Zum Glück werden sie von Frank Castle aka dem Punisher aufgehalten. Die Medien berichten von den Geschehnissen und kommen auf die irre Idee, dass Punisher und Ghost Rider ein- und dieselbe Person sind. Kurze Zeit später findet Danny raus, dass ein Kiddo aus seiner Gegend mit gefährlichen Leuten rumhängt, die Waffen an Jugendliche aushändigen. Also beschließt er als Ghost Rider zu intervenieren und ein Versteck des vermeintlichen Übeltäters zu infiltrieren. Dummerweise kommt der Punisher auf eine ähnliche Idee und so stehen sich die beiden Helden gegenüber, weil sie nicht wissen dass der jeweils andere ein Guter ist.

Saucooler 90s Style Comic. Viel Geballer, viel BUDDHA BUDDHA BUDDHA (selten so ein unglaublich dämliches Geräusch gelesen). Detaillierte, halbwegs realistische Zeichnungen von menschlichen Gesichtern. Großartiges nietenreiches Bikeroutfit vom Ghost Rider. Verdammt viele Speedlines auf dem Cover. Eine relativ simple und vorhersehbare Story. Jedoch macht es die allgemeine Coolness wieder wett. Immerhin nicht Liefeld-Style mit tausend Pouches und einer Million Zähne im Mund. I like.

Made by: Howard Mackie, Javier Saltares, Mark Texeira

7/10 Pfandflaschen

Montag, 5. November 2018

Dienstag, 30. Oktober 2018

Film der Woche#363: HOLY S@#! IT'S HALLOWEEN!'18

Hellow there, fellow children of the night! Hrhr! Wie auch immer, es ist (bald) Halloween und da viele von euch höchstwahrscheinlich auf der Suche nach der passenden Abenduntermalung. Deshalb hier drei Horrorklassiker bzw. zwei Klassiker und eine Fortsetzung.

Child's Play 3 (1991)

Wie immer gilt: Falls ihr Bock habt, zu erfahren was in den vorherigen Teilen geschehen ist so klickt hier und hier. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Filmreihe hier zu Tradition wird. Aber vielleicht auch nicht. Werden wir sehen.

"Chucky 3", wie der Film auf Deutsch heißt, spielt acht Jahre nach Teil 2. Andy Barclay (Justin Whalin) ist inzwischen kein kleines Kind mehr. Mittlerweile ist er in einer Militärakademie gelandet, wo strenge Regeln herrschen. Währenddessen werden in der "Good Guy"-Fabrik aus versehen die Überreste (und somit auch das Blut) von der Mörderpuppe Chucky mit frischen Gummi vermischt.
Es werden neue Puppen hergestellt und Chucky (Brad Dourif) hat plötzlich wieder einen neuen Körper. Schnell schleicht er sich beim obersten Vorsitzenden der Firma ein und findet durch Akten heraus, wo sich Andy befindet. Anschließend verschickt er sich selbst an ihn. An der Akademie angekommen, wird sein Paket vom jungen Kadett Tyler geöffnet. Chucky überlegt sich die Sache anders und nimmt sich nun Tyler als Zielobjekt vor. Er soll nun der Träger seiner Seele werden. Andy bemerkt schon bald, dass sein "alter Freund" wieder da ist. Allerdings glaubt ihm natürlich niemand...

Ich mochte den Film eigentlich. Fand das neue Setting spannend, auch wenn ich diesen militärischen Drill nicht leiden kann. Der Charakter von Andy gibt sich sehr kämpferisch (ist ja schließlich auch kein kleines Kind mehr) und möchte die Schwachen beschützen die sich Chucky als Opfer ausgesucht hat. Außerdem hat der Film eine großartige Eröffnungssequenz, die zeigt wie eine Good Guy Puppe hergestellt wird. Fand die Kills teilweise ziemlich einfallsreich. Was mich ziemlich gestört hat: der Film hat beinahe das selbe Ende wie sein Vorgänger. Es sind schon wieder zwei Personen die Chucky den garaus machen und zwar in beinahe ähnlicher Szenerie.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


Pet Sematary (1989)

Ja, eigentlich heißt der Film ja auf deutsch "Friedhof der Kuscheltiere". Allerdings bevorzuge ich hier, wie so oft die Originaltitel.

Eine der besseren Verfilmungen von Stephen Kings Werken: Dr. Louis Creed (Dale Midkiff) wird Leiter der Krankenstation der University of Maine. Zu diesem Zwecke zieht er zusammen mit seiner Frau Rachel (Denise Crosby) und den beiden Kindern Gage (Miko Hughes) und Ellie (Blaze Berdahl) in ein Einfamilienhause an der Route 15. Diese wird von vielen LKWs befahren. Es ist quasi vorhersehbar, dass Ellies Kater Winston Churchill, genannt Church, bald den Unfalltod sterben wird. Zum Glück zeigt der gegenüber wohnende Nachbar, Jud Crandall (Fred Gwynne) Louis einen geheimen Ort: Hinterm Friedhof der Kuscheltiere, welcher von Kindern des Ortes errichtet wurde
befindet weiter weg eine Begräbnisstätte der Micmac. Laut uralter Erzählungen heißt es, man dürfe dort seine Toten nicht beerdigen, da die Erde vergiftet ist und diese schon bald zurückkommen. Der Kater wird aber trotzdem dort beerdigt und von nun äh ist die Kacke so richtig am Dampfen. Jesus, dass ich diese Umschreibungen benutze....

"Pet Sematary" ist ein Film, bei welchem ich mich über die Protagonisten maßlos ärgere. Scheinbar meinte das Schicksal es nicht wirklich gut mit ihnen, aber sie machen es noch schlimmer. Wie auch immer: Mir gefällt das Kleinstadt-Setting, die morbide Atmosphäre und diese "Vorahnung" dass alles noch schlimmer werden wird. Ich habe den Film vor knapp 18 Jahren ein einziges Mal gesehen und hatte noch alles in Erinnerung. Spaß hatte ich natürlich trotzdem. Der Film gehört, wie gesagt zu den besseren Stephen-King-Verfilmungen. Definitiv.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Und natürlich dieser Klassiker der Ramones:



People Under The Stairs (1991)

"Haus der Vergessenen" ist einer der Filme, die ich im jungen Alter richtig richtig ekelhaft fand. Dabei übersah ich damals wohl, dass er (unfreiwillig) komisch ist. Nicht nur der Situationskomik wegen, sondern wegen einigen Klischees....

Poindexter "Fool" Williams (Brandon Adams) wächst im Ghetto auf. Seine Mutter ist schwer krank, die Familie wird in wenigen Tagen wegen nicht beglichenen Rechnungen aus der Wohnung rausgeworfen. Der Zuhälter von Fools Schwester, Leroy (Ving Rhames) hat eine großartige Idee.
Fool soll helfen, den mysteriösen Vermieter auszurauben, dem über 50 Häuser gehören. Unter anderem das von Fools Familie. Long story short: Fool gelangt in das Haus von den Robesons, die für die horrenden Mieten und die Verelendung des Viertels verantwortlich sind. Es stellt sich heraus, dass die beiden (dargestellt von Everett McGill und Wendy Robie die oh holy fuck, schon in "Twin Peaks ein Ehepaar dargestellt haben) nicht nur psychotisch sondern sadistisch und offenbar auch kannibalistisch sind. Das war wohl eine Scheißidee.

Ich mag diesen Film, weil er im Gegensatz zu seinen Genre-Genossen doch über sowas wie ein Happy End verfügt. Außerdem bin ich da zwiegespalten. Es gibt Momente die so witzig und so komisch sind, dass der Film beinahe als Horrorkomödie durchgekommen wäre. Allerdings ist der Rest dermaßen brutal und abstoßend, dass es schon wieder nicht der Fall ist. Jedenfalls: großartige Leistung von Wes Craven. Für Fans von Obszönitäten.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Album der Woche#366: The Cramps - Psychedelic Jungle (1981)

Gottverdammte Scheiße. Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie sehr ich dieses Album liebe und wie sehr ich diese Band mag. Bin der Meinung, dass es perfekt zum "Spooktober" passt. Gut, es ist vielleicht nicht ganz ins Horrorgenre. Aber erstens: es ist so verdammt weird und spooky auch wenn es nicht zu 100% von Werwölfen und Zombies handelt. Und zweitens: The Cramps gehören zu den Vorreitern des Psychobilly und deren Klang ist einfach wie gemacht für Low Budget B-Movies. Beispielsweise ist "Goo Goo Muck" auf dem Soundtrack zu "The Texas Chainsaw Massacre 2" aufgetaucht. Falls ihr Bock habt, das Review zum ersten Album zu lesen so klickt hier.

Nur die Hälfte des Albums sind Original-Cramps-Songs. Der Rest besteht aus Covern von 50er/60er Garage Rock Bands/Künstlern wie The Groupies, The Novas oder Kip Tyler. Ich habe mich früher gefragt, wieso das Album denn "Psychedelic Jungle" heißt. Schließlich sind die Songs so gar nicht hippiesk oder so. Nach Jahren habe ich festgestellt, dass die Sounds insgesamt dieses psychedelische Bild abgeben. Beispielsweise in "Caveman": Nick Knox' monotones Schlagzeugspiel, Poison Ivys und Kid Congo Powers' trippiges Gitarrenspiel und obendrauf Lux Interiors kryptische Art zu singen. Es ist wie ein Walkman, der auf halber Batterie läuft und deswegen sich alles verlangsamt anhört.

Ich liebe es. Ich liebe liebe liebe the Cramps. Liebe diese kryptischen Texte und diese wunderbare trippige Musik.

RIP Lux Interior

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: I Can't Find My Mind, The Crusher, Caveman, Goo Goo Muck, Greenfuz

Montag, 29. Oktober 2018

Comic Book Review#362: Blade#9 (2007)

Schade eigentlich. Irgendwie gefällt mir dieses Cover nämlich auf, welchem Blade gegen einen Vampir-Guard antritt. Allerdings reizt mich die Story so gut wie gar nicht.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Bei "Blade" handelt es sich um Eric Brooks. Der in einem
englischen Bordell geborene Vampirjäger ist selbst ein halber Vampir. Seine Mutter wurde kurz vor seiner Geburt gebissen. Eric ist ein sogenannter Daywalker, dem das Sonnenlicht nichts anhaben kann. Vor kurzem sah sich Blade gezwungen, um Lucas Cross' Falle zu entkommen, seine linke Hand abzukauen. Bei Cross handelt es sich um Blades eigenen Vater und den Kopf des "Order of Tyrana". Um mehr über seine Vergangenheit rauszufinden, reist Blade nach England. Hier arbeitet er mit dem Vampirdetektiv Hannibal King zusammen. In Soho angekommen besucht er seine Mum, die kurz vor ihrem Tod steht. Er kontaktiert Maria Hill von SHIELD um an Infos ranzukommen. Kurze Zeit später werden Hannibal und er im Hotelzimmer von einem Vampirjäger namens Union Jack (perfekt zum Namen eingekleidet) angegriffen, der sie für böhse Vampire hält. Allerdings können zu guter letzt die Fronten geklärt werden.

Heilige Scheiße. Das könnte fast schon eine Coming-Of-Age-Story sein, bei welcher ein junger Mann auf den Spuren seiner Vergangenheit ist. Graphisch überhaupt nicht mein Ding. Storytechnisch überhaupt nicht spannend. Höchstwahrscheinlich habe ich aber einfach eine schlechte Ausgabe erwischt. Meh.

4/10 Pfandflaschen

Made by: Marc Guggenheim, Howard Chaykin

Ohrwurm der Woche#282

Samstag, 27. Oktober 2018

Happenings des Monats: Oktober'18

Stricher guckt sich "Venom" an im CinemaXx Essen, am 7.102018

Okay. Endlich war es soweit, endlich hab ich ihn gesehen. Und ich bin erstmal zufrieden.

Bei "Venom" handelt es sich um einen Film aus einem Spin-Off-Universum, welches Marvel-Charaktere beinhalten wird. Und zwar in einem ohne Spider-Man und die bisherigen Charaktere des "Marvel Cinematic Universe". Grund dafür sind markenrechtlicher Hickhack und anderer Scheiß. Anyways:

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Eddie Brock (Tom Hardy) ist ein selbstständiger Reporter, der für investigativen Journalismus steht. Seine bessere Hälfte Anne Weying (Michelle Williams) arbeitet für die Life Foundation von Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed). Gerüchtenzufolge soll diese Menschenrechte verletzen und Versuche an
Menschen durchführen. Eddie kann es natürlich nicht lassen und schnüffelt was das Zeug hält. Es stellt sich heraus, dass Life Foundation in Besitz von sogenannten außerirdischen Symbionten ist. Diese sind Wesen die vom menschlichen Körper Besitz ergreifen, ihm außergewöhnliche Kräfte verleihen und im Gegenzug von ihm abhängig sind. Wie es der Zufall will "bondet" Eddie bei einer investigativen Aktion mit einem dieser Wesen - das sich Venom nennt. Dummerweise sind diese eigentlich auf gar keiner friedlichen Mission auf unseren Planeten...

Hmm. Ich bin der Meinung, dass der Film die Mindestvoraussetzungen definitiv erfüllt. Interessante Story, ziemlich nice, detaillierte Effekte, großartiges Zusammenspiel zwischen Wirt und "Parasit". Außerdem sind die witzigen Momente zum Brüllen komisch, das habe ich nicht erwartet. Ich habe generell nicht erwartet, dass der Film so locker rüberkommt. Denn, für mich ist Venom in erster Linie ein ziemlich düsterer Charakter. Aber irgendwie musste man diesen ganzen Copyright-Labyrinth wohl umgehen. Eigentlich war Spider-Man ja der erste Wirt von Venom - daher auch die Spinnenfähigkeiten und das Spider-Logo auf der Brust. Da der Film aber nicht im selben Universum spielt und somit nichts mit Spider-Man zu tun hat, musste man sich eine andere Origin-Story aus den Fingern saugen. Das ist ungwohnt, aber das Ergebnis hat mich dennoch befriedigt - solange man sich irgendwie auf eine gute Vorlage bezieht. Deshalb:

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


SLAEGT + MAGGOT HEART im Junkyard, Dortmund am 8.10.2018

Da war ich also. Auf einem Konzert. Und zwar ohne mir die Bands vorher anzuhören. Warum mache ich das? No risk, no fun, das ist mein Motto.

Jedenfalls: Maggot Heart, das ist unter anderem Linnéa Olsson, die früher in Grave Pleasures/Beastmilk Gitarre gespielt hat. Eindringlicher, hypnotischer Gesang. Einfach nur normale,
gut gemachte Rockmusik. Von ersten Moment an faszinierend. Sehr gut.

Slaegt: "Heavy Metal with blackened spirit" triffts tatsächlich ziemlich gut. Sehr eingängig und irgendwie auch chaotisch. Gleichzeitig merkt man aber, wenn man denn besser aufpasst dass man diverse Parts etwas verkackt. Außerdem war der Sound bei Maggot Heart noch völlig in Ordnung, bei Slaegt wurds dann etwas beschissener. Außerdem war das Rumgepose zum totlachen. Aber wer weiß, vielleicht nehmen sich die Herren auch nicht wirklich ernst. Wie auch immer: auf Platte/zu Hause hört sich das Ganze weeeesentlich besser an.

Art Side Of The Moon, Day 1 am 19.10.2018 im AZ Mülheim

Ich war schon seit längeren auf diesen Tag gespannt und wollte unbedingt auf diese Kunstausstellung gehen. Allerdings war diese auch verknüpft mit Auftritten von verschiedenen Bands wie Yacht Communism - die sowieso ausgefallen sind. Nennt mich Banause, aber: Ich stehe zwar auf Kunst und so und bin immer wieder begeistert wenn ich Sachen betrachten kann, die mein Auge erfreuen jedoch kann ich nicht ständig hin und her laufen und "oooh" und "aaah" machen. Vor allem nicht wenn ich alleine bin. Deswegen bin ich auch so früh nach hause und weil ich kein Bock hatte auf die Musik zu warten. Anyways: Falls ihr eine gute Quelle für die Werke von Johnny Essen West findet - benutzt sie. Und hier ist die Homepage von Sabrina Seppi aka Hiroshima Bosch. Das waren auf der Ausstellung meine Favoriten.

Spielemesse'18 in der Grugahalle Essen am 25.10.2018

Dieses Jahr war ich wieder auf der "Spiel". Und das trotz der Tatsache, dass ich mit den meisten Brett- bzw. Kartenspielen nicht viel anfangen kann. Ich gehe immer noch wegen Kuriositäten und günstigen Kram dahin, welcher von der "Messe in der Messe", der "Comic Action" angeboten wird. Zwar wird die Anzahl der comicbezogenen Stände immer weniger aber es findet sich immer noch was. Zum Beispiel: die fehlenden Marvel-Filme, die ich als Komplettistenheini unbedingt in meinem Regal haben will. "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury von diesem zuckersüßen Fantasy/Horror/Sci-Fi-Stand der so unscheinbar in der Ecke steht. Panini-Aufkleber von...mir selbst. Und eine Action-Figur von Morbius, die sogar ihre Lippen bewegen kann. Falls dieser Beitrag am Samstag den 27.10.2018 erscheint: Geht dahin, lasst euch von diesen neuartigen Massage-Geräten massieren und lasst Panini-Sammelbilder von euch machen! Und spielt gefälligst irgendwas!

"Beißreflexe" - Vortrag und Buchvorstellung mit Patsy L'Amour La Love am 25.10.2018 in der FH Dortmund

Zu guter letzt war ich noch am selben Tag in Dortmund. Ich habe das Buch "Beißreflexe" bis jetzt nicht gelesen, teile aber definitiv diverse Kritikpunkte an der queer(feministischen) Szene, welche von den Autoren vertreten werden. In der Vergangenheit durfte ich mir sogar richtig schäbige Kritik zu dem Buch anhören, von jemanden der es selbst nicht gelesen hat. Ich war gespannt, wie der Vortrag wird und ob es tatsächlich hitzige Diskussionen geben wird. Zum Glück war das nicht so. Stattdessen gab es vereinzelt Personen die gewisse Teile des Vortrags um Gottes Willen nicht vestehen konnten als auch jemand der sich durch die "polemische" Art eines Textes beleidigt gefühlt hat. Ich frage mich, wie man drauf kommt sich vom Wort "Betroffenheitsfeministin" beleidigt zu fühlen, schließlich ist es eine Bezeichnung von anderer Qualität als zum Beispiel "Feminazi" oder "Emanze". Ich verstehe nicht, wieso man sich derartig an der Schreibart eines Textes sich stören kann. Da bräuchte man ein viel dickeres Fell, meiner Meinung nach. Jedenfalls, falls ihr euch fürs Thema interessiert, hier:




Freitag, 26. Oktober 2018

Comics Monthly#56

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von "Comics Monthly"! Diesmal nehme ich mir wieder mal Comics des großartigen Verlages Image Comics vor.

Exorsisters#1

Saturn, Santurus, Santum! Oh mein Gott: Death From Above 1979 Poster an der Wand und ein Sisters of Mercy T-Shirt! :3

"Exorsisters" handelt von den Schwestern Kate und Cate Harrow, die als Expertinnen fürs Paranormale arbeiten. Eines Tages, wird die Hochzeit von Glenn und Gloria zerstört. Glenn wird buchstäblich von einem Dämon in die Hölle entführt, sodass Gloria heftig darunter leidet. Kate und Cate werden zu dem Fall hinzugezogen und sind nebem dem Pastor die einzigen die Gloria glauben. Die restlichen Gäste geben an nur gesehen zu haben, wie Gloria vorm Altar stehen gelassen wird. Die beiden Schwestern recherchieren die Browser-History von Glenn und finden raus, dass er sich oft in "dunklen" Foren getümmelt, wo bekanntlich Dämonen ahnungslose User trollen um an deren Seelen ranzukommen. Als sie jedoch die Hölle besuchen um Glenn dort zu suchen, finden sie ihn jedoch nicht. Die Sache stinkt offensichtlich.

Wow. Was für ein Glücksgriff. Gute, realistische Zeichnungen. Lockere Story mit zwei unterschiedlichen Protagonistinnen. Zwar entsprechen sie irgendwo einen Goth-Klischee aber who gives a shit? Es ist vor allem sehr witzig. Außerdem drohte die Story an keiner Stelle sich in ein sinnloses, ellenlanges Wirrwarr zu verwandeln. Es ist halt guter Vorgeschmack. Mir gefällt das!

Made by: Ian Boothby, Gisele Lagace
8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$

Infinite Dark#1

Okay, das war etwas merkwürdig. Aber trotzdem ziemlich unterhaltsam. Wir befinden uns weit weit weit weg in der Zukunft. Nicht nur die Welt ist zu Ende gegangen, sondern das ganze Universum. Es existieren keine Sterne, keine Planeten mehr. Nur noch die absolute Finsternis. Deva Harrell ist Direktorin einer der letzten Bastionen der Menschheit, einer Weltraumstation. Sie leidet sehr unter dem Fakt dass ihre Crew so viele Menschenleben nicht retten konnte und befindet sich in
Therapiesessionen. Ein weiteres, vertrautes Mitglied der Crew namens Alvin Scheidt flüchtet eines Tages und nimmt jemand als Geisel mit. Harrell und ihre Männer jagen ihm hinterher nur um herauszufinden, dass Scheidt von der Idee besessen ist, dass da draußen immer noch irgendwas ist.

Zuerst langweilte ich mich etwas. Denn die Idee einer Weltraumstation als letzte Bastion der Menschheit und den inneren Problemen und den Menschen die am Rad drehen ist halt nicht wirklich so neu. Und der Gedanke, dass die Wirklichkeit nicht so ist, wie wir sie sehen, ebenfalls. Trotzdem schön anzusehen und unterhaltsam. Jedoch insgesamt nichts wirklich innovatives.

Made by: Ryan Cady, Andrea Mutti
6,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$

Murder Falcon#1

Interessanter Name für einen Comic. Mal sehen was mich erwartet....

UUUUUUUND es ist GROSSARTIG!

Vor zwei war der Metalfan Jake ziemlich am Boden zerstört. Etwas Schlimmes ist mit seiner Freundin passiert. Seine Band existierte plötzlich nicht mehr. Seine Gitarre war kaputt. Seine Welt
zerstört. Bis plötzlich ein riesiges, spinnenartiges Monstrum in seiner Wohnung aufgetaucht ist. Nachdem er dabei war der Kreatur mit seinem kaputten Gitarrenhals eins überzubraten geschah unmögliches: die Gitarre war plötzlich repariert und ein riesiger antropomorpher Falke tauchte auf. Genauer gesagt: ein riesiger antropomorpher Falke mit der Optik eines Guile von Street Fighter und einen bionischen Arm. Er nennt sich Murder Falcon. Jake kann ihn wie eine Videospielfigur mit seiner Gitarre steuern, indem er Melodien spielt. Ab jetzt bekämpfen sie zusammen riesige Monster die die Welt bedrohen. Simple as that.

Mit der Kraft des Metal riesige Monster bekämpfen. Zusammen mit einem MURDER FALCON. Das ist schlicht und einfach großartig. Over the top. Bietet indirekt einen Nostalgie-Trip zu den "besseren" Zeiten der simplen Comics und eine wunderprächtige Farbauswahl. Nuff said. Ziehts euch rein. Bitte.

Made by: Daniel Warren Johnson, Mike Spicer
9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Album der Woche#365: Satyricon - Dark Medieval Times (1993)

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von "Album der Woche im Spooktober. Ich habe das folgende Album reviewen wolle, weil nun ja, die Band war damals noch relativ gruselig.

Die aus Norwegen stammenden Satyricon veröffentlichten 1993 ihr erstes Album: "Dark Medieval Times". Damals waren sie noch weit weit, weeeeeeit entfernt von Konzerten mit norwegischen
Orchester und "Black'N'Roll". Das heißt natürlich nicht, dass ich deren neuere Sachen nicht gut finde, allerdings ist das hier eine ganze Ecke anders.

"Dark Medieval Times" handelt, laut Reviewer Seker von "Wald, Schlössern und Schlössern in Wäldern". Und gottverdammt noch mal, da hat er sowas von recht. Die Songs heißen: "Into the Mighty FOREST, The Dark Castle in the Deep FOREST und TAAKESLOTTET (also so viel wie "FOREST in the fog"). Die Musik ist sehr minimalistisch gehalten. Es sind zwar insgesamt vier Mann involviert gewesen, das Album hört sich aber an, als wären es vielleicht zwei. Und eigentlich besteht die Hauptbesetzung aus Satyr und Frost, also habe ich gar nicht mal so unrecht. Klassischer, minimalistischer, relativ schlecht aufgenommener BM. Schreddernde Riffs, Blastbeats und zwischendurch Flöten. Ganz genau, Flöten. Ganz ordentliche, mittelalterlich klingende Flöten die das Thema des Albums noch mal unterstreichen. Zwar klingen sie ein Bisschen zu fröhlich, aber das ist okay. Ich habe mich nach einer Weile daran gewöhnt. Außerdem sind die Texte so schön pathosgeladen und düster, dass mein Herz aufgeht:

"Two shades of the midnight fire
In the night sky
You waiting child walk with me
Walk by side of fall
The essence to open those gates
And still we must walk the path of sorrow"
(aus "Walk the Path of Sorrow")


8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles, ernsthaft jetzt.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Film der Woche#362: The Fly (1958)

Holy shit. Halloween nähert sich mit großen Schritten. Deswegen bin ich der Meinung, dass hier mehr Horror/Sci-Fi-Filme reingehören. Oder auch Originale, die an dieser Stelle schon als Remakes reviewt wurden. Deshalb:

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

"The Fly" oder auch "Die Fliege" von 1958 basiert auf einer Kurzgeschichte von George Langelaan, die im Playboy veröffentlicht wurde. Der Film hält sich scheinbar sehr nah an die Vorlage. Das Remake mit Jeff Goldblum hat allerdings nicht mehr viel damit zu tun. Es wird eine Geschichte im Rückblick erzählt: Helene Delambre (Patricia Owens) ruft ihren Bruder Francois (Vincent Price) an
und sagt ihm, er solle die Polizei rufen. Sie hat nämlich ihren Ehemann umgebracht. Nachdem die Polizei eingetroffen ist, erzählt Helene in Detail, was denn genau passiert ist. Ihr Ehemann, André (David Hedison) ist Wissenschaftler und hat ein Teleportationsgerät geschaffen. Nach einem halbwegs gelungen Versuch mit einem Plastikteller führt er eins mit einer Katze aus - die allerdings im Nichts verschwindet. Der darauffolgende Versuch mit einem Meerschweinchen klappt auch. Da Helene aber strikt gegen weitere Tierversuche ist, führt André eins mit sich selbst durch. Leider fliegt eine Fliege in den Teleporter rein, was zu einem verheerenden Ergebnis führt. André mutiert zu einem Monster. Einen Menschen mit einem Fliegenarm und einem riesigen Fliegenkopf. In dieser Situation kann der Mann nicht sprechen und muss per Schreibmaschine kommunizieren. Für eine vollständige Genesung braucht er den zweiten Teil von sich: die Fliege mit einem kleinen menschlichen Kopf, die irgendwo durch die Gegend rumirrt....

Wer sich an die berühmte Simpsons-Halloween-Episode erinnert gefühlt, der hat Recht. Es handelt sich dabei um eine Parodie auf diesen Film hier. Jedenfalls zeichnet sich "The Fly" nicht durch Jumpscares oder andauernde Spannung und Schockeffekte aus. Es ist Patricia Owens, die durch ihre Sorge, der kleinen Fliege würde Leid zustoßen, den Film so merkwürdig macht. Wenn man sich im Vorfeld nicht mit der Handlung auseinandergesetzt hat, hat der Film einen verdammt guten Überraschungseffekt. Gut, in Vergleich zu Heute war es damals mehr als schockierend. "The Fly" gruselt nicht. Er ist einfach interessant, weil man einen Einblick bekommt, in das was das Publikum damals faszinierend fand. Falls ihr interessiert seid, hier ist das Remake.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Oh und hier dieser Klassiker von The Cramps:


Montag, 22. Oktober 2018

Ohrwurm der Woche#281





Comic Book Review#361: Superman Family Adventures#3 (2012)

Oooookay. Schon wieder einer dieser Comics von Art Baltazar und Franco, die offensichtlich für ein jüngeres Punlikum bestimmt sein. Das ist zwar irgendwie witzig aber ich hoffe doch dass die in meiner Kiste des Vertrauens nicht mehr allzu oft vorkommen werden. Das ist auch erstmal der letzte DC-Comic. Danach folgt erstmal eine Marvel-Welle.

Jimmy Olsen, Supermans Kumpel, und Fotograf vom Daily Planet kriegt von seinem Boss Perry White noch mehr Fotos von Superman zu machen. Während eines Spaziergangs mit seinen Freunden prahlt er dass per Funkuhr jederzeit Superman herbeirufen kann wenn er denn Probleme hat. Er tut es um es zu beweisen. Allerdings kommt anstelle von Supes Beppo der Superaffe. Später dann als Metropolis von außerirdische Monstern bedroht wird macht er dasselbe und es tauchen andere tierische Mitglieder der Superman Family auf wie Comet das Superpferd, Krypto der Superhund oder Fuzzy die Supermaus. Stellt sich heraus, dass Superman Jimmy einfach die falsche Uhr mitgegeben hat. Haha. In der nächsten Story lernen Krypto, Fuzzy und diese Superkatze wie man Popcorn macht. In der dritten Geschichte versucht Clark Kent sein Geheimnis vor Lois Lane zu bewahren. Allerdings funktionieren seine Ausreden nicht so richtig also beauftragt er Supergirl und Superboy von der Festung der Einsamkeit aus, einen Superman-Roboter zu schicken.  Damit Lois sehen kann, dass Clark und Supes nicht dieselbe Person sind.

Well, that‘s some weird shit. Pure Situationskomik. In meiner Vorstellung funktioniert das Ganze allerdings besser im Eimer Zeichentrickserie oder so. Verstehe nicht, warum dafür drei Dollar verlangen muss. Aber okay, für eine kurze Zeit ist es wohl amüsant. Aber das wars.

7/10 Pfandflaschen

Freitag, 19. Oktober 2018

Film der Woche#361: Das deutsche Kettensägenmassaker (1990)

Awkay, ursprünglich wollte ich alle drei Filme der Deutschland-Trilogie von Schlingensief reviewen. Allerdings waren nicht alle auf die Schnelle zu besorgen, ergo griff ich in die Trickkiste und haue nun diesen hier raus. Außerdem passt es mal wieder zum vergangenen Feiertag. Höhö.

Die Geschichte spielt sich ab in der Zeit der Wende. Genauer gesagt, wenige Tage danach. Clara (Karina Fallenstein) entsorgt geschickt ihren Ehemann und fährt vom Osten über die nun geöffnete Grenze in den Westen, zu ihrem Liebhaber (Artur Albrecht). Die Grenzbeamten sind offensichtlich noch ziemlich verwirrt über das Ereignis. Als der Lover allerdings überfallen und brutal
zusammengeschlagen wird, muss sie Hilfe suchen. Dummerweise ist die einzige "Hilfe", eine westdeutsche Metzgerfamilie - die seltsamerweise nur noch darauf wartet dass die "Ossis" herkommen. Schließlich befindet man sich kollektiv im Blutrausch und möchte die von "drüben" zu Wurst verarbeiten.

Seiner eigenen Aussage zufolge fühlte sich Regisseur Christoph Schlingensief sowohl von den Fernsehbildern der Wiedervereinigung (in Trabis rumfahrende und mit Bananen wedelnde Ostdeutsche) als auch von den ersten beiden "The Texas Chainsaw Massacre"-Filmen inspiriert. Und tatsächlich merke ich ganz schnell die Gemeinsamkeiten. Hier und dort gibt es eine inzestiöse Familie, die Menschen abschlachtet und dessen Oberhaupt längst nicht mehr am Leben ist, aber so getan wird als ob. Die Protagonisten verhalten sich, egal ob "gut" oder "böse" als wären sie an einer Geisteskrankheit erkrankt. Es fliegt viel Fleisch und es liegt viel Fleisch herum, dass man von irgendeiner Metzgerei in Oberhausen bekommen hat. Meiner Meinung nach: Sehr sehr sehr abgefahren aber verdammt noch mal sehr gut. Ich habe viel und laut gelacht.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

Comic Book Review#360: Red Hood & The Outlaws#4 (2012)

Iiirgendwann vor ziemlich langer Zeit habe ich eine Ausgabe von dieser Reihe hier reviewt. Und ich war nicht grade begeistert davon. Schließlich "beinhaltete" die Ausgabe meinen heißgeliebten Lobo und der Inhalt war eher so meh. Diese hier ist aber wesentlich besser, wenn auch nicht so super spektakulär.

Red Hood and the Outlaws das sind: Jason Todd aka Ex-Robin aka Red Hood, Roy Harper aka Ex-Speedy (ehemaliger Sidekick von Green Arrow) aka Arsenal und Starfire. Letztere ist bestens bekannt aus der beliebten Teen Titans Zeichentrickserie. Hier wurde sie unnötig sexualisiert, was allerseits für Empörung sorgte. In dieser Ausgabe ist das Trio aus drei (ex- oder Anti-?)Helden in
Middleton, Colorado unterwegs. Nachdem Roy und Jason sich mit irgendwelchen Haudrauf-Typen in einer Kneipe angelegt haben, gehts erstmal um die eigentliche Handlung: Jason ist der festen Überzeugung exakt an diesem Ort das letzte Überbleibsel einer bösen Alien-Rasse zu finden. Währenddessen hat Starfire mit einem reptiloiden Wesen zu tun, welches Starfire bzw. ihren ganzen tamaranischen Mitmenschen die Schuld an seinen Schicksal gibt. Es kommt, wie erwartet zu einem Kampf. Und zwar sowohl hier als auch da.

Ich steh auf Anti-Heldentum in Comics und auch wenn es darum geht, die Menschlichkeit der Protagonisten zu zeigen. Deswegen find ichs verdammt gut, dass man mitkriegt dass Harper und Todd etwas zu sehr von sich überzeugte Penner sind. Alleine dieser Wahnsinnschritt von Jason, unbedingt nach fucking Colorado zu fahren. Und das ist er immer noch, obwohl der besagte Alien ihm mitgeteilt hat, dass er sich ausschließlich zum Eigenschutz auf der Erde befindet. Außerdem ist das was auf dem Cover passiert im Comic nicht zu sehen. Starfire kämpft gegen "Crux" alleine, ohne die beiden Jungs. Im Großen und ganzen: Viel Brüste und nackte Haut, okaye Story. Okaye Zeichnungen. Okay.

6/10 Pfandflaschen
Made by: Scott Lobdell und Kenneth Rocafort

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Album der Woche#364: Nim Vind - Fashion of Fear (2005)

Spulen wir mal zurück in die Jugend eures ehrenwerten Autors. Zu der Zeit, als er sich eine bekackte, megalange Devilock wachsen ließ. Und sich auf Seiten wie Fiend-Club.de oder Horrorpunkforum.de getrieben hat. Horrorpunk war bei ihm sehr en vogue. Für mich war das ein Eintauchen in eine neue, spannende Welt. Schließlich kannte ich bis dato nur wenig von alten Misfits und Danzig-Kram. Allerdings gab es damals schon eine ziemlich große Horrorpunk-Szene und als auch noch Würzburgs erste Horrorpunkband Dead United auf die Welt kam, war ich völlig aus dem Häuschen. Neu für
mich waren Bands wie The Other, Shadow Reichenstein, Murderdolls bzw. Wednesday 13 und der Name Nim Vind fiel desöfteren im Forum. Die hörte ich allerdings nicht. Das hole ich nun an.

Der Name Nim Vind ist keine Verballhornung des Wortes "Wind" wie ich damals vermutet habe. Es ist eine Zusammensetzung aus NIMH (National Institute of Mental Health) und "vindication". Es ist keine "richtige" Band sondern ein Soloprojekt des Gitarristen Chris Kirkham, der im Laufe der Jahre einige Musiker um sich geschart hat.

"Fashion of Fear" ist sein Debütalbum. Es kommt größtenteils ohne die typischen Horrorpunk-Klischees aus. Nim Vind ist kein weiteres Danzig/Misfits-Abklatsch. Stattdessen gibt sich der Herr sehr melancholisch und schwadroniert nicht andauernd über Zombies und Werwölfe. Viel mehr erinnert mich das Ganze an die Thematik "Ich liebe dich, aber du bist tot und ich habe dich umgebracht". Dazu noch sehr viel Melancholie. Allerdings wirkt es nicht peinlich und ist auch nicht zum fremdschämen. Denn Herr Vind hat eine verdammt gute Stimme und bietet dem Zuhörer ein Potpourri aus verschiedenen Genres. (Horror)Punk('n'Roll), Wave und sogar Country. Deliziös. Wirklich sehr deliziös. Eine Schande, dass ich dieses Album nicht vorher schon gehört hab.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Astronomicon, Fashion of Fear, Interviews with the Icon, Killer Creature Double Feature

Ohrwurm der Woche#280

Sonntag, 14. Oktober 2018

Film der Woche#360: Video Game Double Feature!

Hallo! Ursprünglich sollten hierfür drei Filme geopfert werden, aber da a) ich wenig Zeit habe und b) der Film wohl unglaublich beschissen sein soll sind es nun zwei.

Street Fighter: The Movie (1994)

Heilige Scheiße.

Okay, also ich war bis jetzt kein riesiges Zockerkind. Meine einzigne Erfahrungen sind die mit Tony Hawk, Grand Theft Auto, Super Mario Brothers und Metal Gear Solid. Kampfspiele hatte ich nie, denn ich hatte früher nie Freunde dazu :( Jedenfalls find ichs trotzdem ganz schön irre, was für einen abgefahrenen Plot man daraus gedreht hat - nachdem ich mich ewas über das Spiel informiert habe.

"Street Fighter" erzählt uns eine simple Story: ein fiktiver asiatischer Staat namens Shadaloo (lol) wird von hiesigen diktatorischen Arschloch namens M. Bison (Raul "Gomez Addams" Julia) regiert. Er nimmt 60 Mitarbeiter der AN (Allied Nations nicht zu verwechseln mit der UN) als Geiseln fest und droht mit deren Tod wenn man ihm keine 20 Milliarden Dollar überweist. Unter den Geiseln
befindet sich auch Carlos Blanca (Robert Mammone), an welchem prompt medizinische Versuche vorgenommen werden. Er ist ein Freund des AN-Colonels William F. Guile (Jean-Claude Van Damme). Dieser hatte als Auftrag nach Shadaloo einzudringen und Bison zu bekämpfen. Außerdem wären da noch diese ganzen Nebencharakter wie die Trickbetrüger Ryu Hoschi (Byron Mann) und Ken Masters (Damien Chappa) oder aber auch Guiles Stellvertretin Cammy White (Kylie Minogue). Jedenfalls rekrutiert Guille Ken und Ryu (u.a.), nachdem er sie während eines illegalen Kampfes verhaftet hat um gemeinsam gegen Bison anzukämpfen.

Nagut, ich habe gesagt es wäre einfach, aber es ist einfach nur ziemlich komisch. Aber gut, es ist klar, dass man eine "simplere" Story wie in so einem Arcade Game nicht einfach 1:1 umsetzen kann. Deswegen schmiedet man etwas größeres. Evtl. auch absurderes. Ich weiß nicht was ich am witzigsten finde: die "AN", die Tatsache dass Guile mit einem Panzer in diesen Untergrund-Fight-Club reinbrettert oder dass in Bisons Kommandozentrale im Hintergrund ein bearbeitetes Portrait von John Wayne Gacy hängt. Oder dass hier Ming Na-Weng (Agent Mae in "Agents of SHIELD") mitspielt. Oder Kylie Minogue! Oder Jean Claude Van Damme! Oder dass sämtliche Hintergrundgeschichten und Begriffe völlig entartet wurden. The Fuck is this shit? Der Film hinterließ mich einem offenen Mund und dem beinahe verloren gegangenem Glauben an die Menschheit. Na gut, das "beinahe" könnt ihr streichen. Jesus fuck, what a mess.

2/10 Pfandflaschen
Trailer:


Super Mario Bros. (1993)

Mit Super Mario Bros. verbindet mich schon viel mehr. Deswegen war ich damals ein großer Fan des Filmes. Bin es vllt heute nicht so ganz, finde aber wirklich nicht all zu viel schlechtes darin.

In der Realität des Filmes hat dieser ominöse Meteorit nicht nur die Dinosaurier auf der Erde ausgelöscht sondern eine neue Dimension erschafft. Dort leben die Echsen auf eine ziemlich menschliche Art und Weise, da sie sich weiterentwickelt haben. In Brooklyn des Jahres 1993 kriegen wir mit wie zwei Klempner, die Mario Brothers Mario Mario (Bob Hoskins) und Luigi Mario (John Leguizamo) sich mit Aufträgen übers Wasser halten. Eines Tages treffen sie auf die Paläontologin Daisy (Samantha Mathis) in welche sich Luigi instantly verliebt. Daisy und ihre Gruppe an
Kommilitonen haben auf einer Baustelle Dinosaurierknochen gefunden, sodass der geplante Bau unterbrochen werden musste. Seitdem steht sie mit dem Chef des Bauunternehmens auf Kriegsfuß. Dieser lässt die Fundstelle eines Nachts sabotieren und überfluten. Mithilfe von Mario und Luigi schafft Daisy das Schlimmste zu verhindern. Allerdings wird sie kurze Zeit darauf von zwei komischen Typen namens Spike (Richard Edson) und Iggy (Fisher Stevens) in die oben beschriebene Alternativdimension entführt. Mario und Luigi eilen selbstverständlich zu Hilfe und sind mehr als überrascht. Sie finden eine Art alternatives Brooklyn vor, in welchem es nur so von Menschenechsen und Echsenmenschen wimmelt. Diese Welt wird vom korrupten Lord Koopa (Dennis Hopper) regiert...

Hier gilt quasi dasselbe wie bei Street Fighter: die Originalstory war schon cool, aber doch viel zu simpel, deswegen musste man noch etwas dazu stricken. Allerdings war nirgendwo festgelegt dass Koopa ein Dinosaurier ist. Beziehungsweise Bowser, wie er eigentlich hieß. Man hält sich allerdings auf eine bizarre Weise doch ein wenig dran. Das Pilzkönigreich wurde von Koopa erobert, es laufen kleine Bob-Ombs durch die Gegend, es wird verdammt viel gehüpft. Es ist witzig und unterhaltsam. Gleichzeitig merkt man aber, dass der Film bis aufs Grundgerüst nicht viel mit dem Videospiel gemeinsam hat. Es ist ein obskurer post-apokalyptischer Sci-Fi-Schinken. Der aber verdammt noch mal Spaß macht. Ehrlich jetzt.

7,25/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Album der Woche#363: Cradle of Filth - Nymphetamine (2004)

Gottverdammte Scheiße, ich LIEBE dieses Album. Aber erstmal eine Spur zurück spulen: Da war ich also, mit 13 Jahren und meinen Eltern auf Mallorca. Irgendwo habe ich einen billigen T-Shirt-Stand entdeckt. Und kaufte mir ein Cradle-of-Filth- und ein Slipknot-T-Shirt für jeweils 5 Euro. Das Slipknot-Teil verformte sich glaube ich in der Wäsche. Das CoF-Hemdchen blieb aber etwas länger erhalten. Und so durfte ich kurz vor Weihnachten darin Zeugen Jehovas und Mormonen die Tür aufmachen. Komischerweise wollten sie dann nicht mehr mit mir sprechen.

Anyways, irgendwann in dieser Zeit habe ich mir auch dieses Album gekauft. "Nymphetamine" ist das sechste Album von CoF. Ich bin so froh, dass ich kein bekackter Genre-Purist bin sonst hätte ich das wahrscheinlich damals schon verschmäht weil es kein reiner Black Metal ist. Oder so. Jedenfalls ist der Albumtitel eine Wortneuschöpfung aus "Nymphette" und "Amphetamine" und beschreibt eine Art Abhängigkeit von einer vampiresken, fast schon succubus-artigen Frau. In anderen Worten: eine mehr als toxische Beziehung.

Was ich an diesem Album mag ist, dass es so unfassbar eklig ist. Die Sprache ist so obskur und zudem sind Dani Filths Gesangspassagen teilweise an der Grenze des Supermerkwürdigen. Ich spreche von diesen tiefen Growls als auch die Parts mit der penetranten hohen Stimme. Achja und den Part von Liv Kristine in den beiden Titeltracks muss ich hier auch hervorheben. Ebenso wie die gesprochenen Parts von Doug "Pinhead" Bradley. Und wenn wir schon von Texten sprechen - so zitiere ich an der Stelle "Gilded Cunt". Und zwar so wie man das Lied hört:


"Your misery is worn as a veil
To hide bewitchment of the ugliest kind
In place of eve a bitter parody hails
Daggers from the swagger
Of a sodomite's concubine
Bine 
(Bine)

Gilded cunt
Oh, you gilded cunt"

Anspieltipps: Gilded Cunt, Nymphetamine Overdose (oder aber auch Nymphetamine Fix), Nemesis, Mother of Abominations
9/10 Pfandflalschen

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Comic Book Review#359: Justice League of America#39 (2010)

Diese Ausgabe von JLA findet während des Events „Blackest Night“ statt. Währenddessen wurden allerlei tote Helden und Schurken DC Universums von Black Lantern zum Leben erweckt. Allerdings als veränderte, finstere Versionen von sich selbst die anderen nach dem Leben trachten. Zuallererst
kriegen wir mit wie der Verstorbene Paco Ramone alias Vibe von den Toten zurückkehrt. Früher war er zusammen mit Steel, Gypsy und Vixen ein Teil der JLA in Detroit. Gleichzeitig treffen andere Helden in der verwüsteten Hall of Justice ein und müssen sich schon bald mit der untoten Version vom Zauberer Zatara, dem Vater von Zatanna rumschlagen. Doch das war natürlich nicht alles. Denn schon bald taucht Vibe auf, der sich von der Überzahl der Helden nicht einschüchtern lässt und Plastic Mans Herz rausreißt. Jesus Fuck.

Ich war mir nie so sicher welche Inkarnation der JL ich am Besten finde. Vielleicht ist es aber die hier weil weniger bekannte Helden vorkommen. Jedenfalls ist das hier nur eine weitere Ausgabe in dem Event. Ich fühle nicht nicht als würde ich was verpassen wenn ich sie nicht lesen würde. Denn eigentlich ist das Konzept ziemlich cool. Also von „Blackest Night“ jetzt. Insgesamt ein nettes, gut gezeichnetes Häppchen für zwischendurch. Mehr aber auch nicht.

Made by: James Robinson, Mark Bagley, Rob Hunter
6/10 Pfandflaschen.

Dienstag, 9. Oktober 2018

So isses, Musik!#64

100 Greatest Metal Songs von rateyourmusic.com (made by MJ), Teil 3

Scheißdreck. Ich habe diese Rubrik schon ein paar Monate vernachlässigt. Zeit wirds, dass sie wieder kommt.

91 "Evil" von Mercyful Fate aus "Melissa" (1983)

Ich finde es übrigens großartig wie mittendrin ein Riff zu hören ist, der etwas an "Eye of the Tiger" erinnert. Wirklich groß. Dieser von satanistischen Klischees triefende Text ist ebenfalls groß-ar-tig. Geboren auf dem Friedhof, unterm Vollmond. Jetzt ein Söldner der Höllenlegion, König des Schmerzes. AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH! Ich liebe es, dass es scheinbar nicht zu Ende geht und Hank für immer an seiner Gitarre rumnudelt.

9/10 Pfandflaschen


90 "Neon Knights" von Black Sabbath aus "Heaven and Hell" (1981)

Leider muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich bis vor kurzem keine Sabbath-Songs ohne Ozzy Osbourne kannte. Vielleicht weil ich früher ein ziemlicher Ozzy-Fan war und mir damals dieses perfekte Bild nicht versauen wollte. Jedenfalls schätze ich mittlerweile Ronny James Dios Solo-Sachen und war jetzt ziemlich vom Hocker gerissen als ich "Neon Knights" hörte. Ja, man kann das tatsächlich beschreiben als "Musik für den Moment als du auf deiner Harley fährst und Drachen tötest". Es ist so episch und geht so steil nach vorne. Phänomenal.

8,5/10 Pfandflaschen


89 "The Divine Wings of Tragedy" von Symphony X aus "The Divine Wings of Tragedy" (1997)

Holy shit. Der Song ist echt zwanzig Minuten lang. Ich ertrage sowas tatsächlich wenn mir die Musiksparte gefällt. Epischer, progressiver, Metal für RPG-Spieler ist allerdings nicht wirklich mein Ding. Sicherlich verdammt gut gekonnt und gemacht. Irgendwie. Aber ganz ehrlich mir geht dieses Gedudel auf dem Zeiger. Zwischendurch wirds aber richtig gut. Bis es mir wieder auf den Sack geht. Von daher: nee.

5/10 Pfandflaschen


88 "Blinded by Fear" von At The Gates aus "Slaughter of the Soul" (1995)

THE FACE OF ALL YOUR FEARS!

Ähem. Ich muss dazu nichts mehr sagen, schließlich habe ich das dazugehörige Album schon mal reviewt. Deswegen, ziehts euch hier rein, falls ihr Bock habt.




87 "Blackwater Park" von Opeth aus "Blackwater Park" (2001)

Mhhh. Deliziös. Dieses Growlen und generell dieser nie enden wollender Song. Mhhh.... Geschmacksknospen... Mhhhh.

9,5/10 Pfandflaschen

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Darkthrone Discography: Goatlord (1996)

"Goatlord" ist das siebte Album von Darkthrone und tatsächlich eins der Albencover, dass ich schon mal auf der Hose getragen habe. Nur ist diese Hose leider verschwunden und bis jetzt nicht aufgetaucht :(

Fun facts am Rande: Der Großteil dieses Werkes wurde 1991 aufgenommen, nach Darkthrones Death-Metal-Erstling "Soulside Journey" (welches ich immer noch großartig finde). Da Fenriz und Nocturno Occulto sich mit ihrem Projekt aber Richtung Black Metal bewegten, verwarfen sie diese
Aufnahmen erstmal. Eigentlich haben sie nicht gedacht, dass diese überhaupt verwendet werden. Dementsprechend ist das hier auch kein reiner Black Metal sondern ziemlich primitiver Death mit teils echt obskurem Gesang. Man vermutete damals, dass die Band eine Sängerin engagiert haben - tatsächlich ist es aber Fenriz, der hier in hoher Stimme singt.

Das Album hatte es die ersten paar Male ziemlich schwer gehabt bei mir. Mich störte der Demoklang etwas. Allerdings lag das wohl an meinen Kopfhörern. Auf einer Anlage hört sich das nämlich brilliant kakophonisch an. Ich gewöhnte mich dran und nach mehreren Malen gefiel mir dieses abstrakte Unding immer mehr. Es ist halt wirklich sehr hässlich, vom Klang her. Aber ich glaube genau darum ist es auch gut.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Rex, Black Daimon, As Desertshadows, In His Lovely Kingdom


Gorillaz Discography: The Now Now (2018)

Es ist gar nicht mal so lange her, dass Gorillaz ein neues Album rausgebracht haben - nämlich "Humanz" im Jahre 2017. Da schieben sie schon das nächste hinterher, damit die Fans nicht allzu lange darauf warten müssen. Ähnlich wie bei "The Fall", wurden die Songs auf Tour aufgenommen. Allerdings wirkt das Album wesentlich kompletter und nicht wie eine Zusammenstellung zusammenhangsloser Songs.

"The Now Now" enthält bis auf Snoop Dogg, Jamie Principle und George Benson gar keine Gastauftritte. Dementsprechend fühlt es sich auch mehr wie ein "richtiges" Gorillaz-Album, welches nicht mit eine Ficktonne an Features überflutet ist. Was im Prinzip auch nicht schlimm wäre, allerdings hat mir diese Art von Gorillaz sehr gefehlt. Das Album ist ziemlich entspannt, wavig, poppig. Wie immer, zwischen mehreren Genres angesiedelt. Es ist wirklich angenehm, anzuhören. Allerdings sticht es für mich bis jetzt nicht besonders heraus. Vielleicht wird sich das mit der Zeit ändern.

Anspieltipps: Humility, Hollywood, Lake Zurich
7,5/10 Pfandflaschen


Metallica Discography: St. Anger (2003)

Erinnere mich noch ziemlich gut an die Zeit, als dieses Album rauskam. Es war für mich sozusagen, das erste Metallica-Album, welches ich so richtig wahrgenommen habe. Fand es damals herausragend gut, bis ich eines besseren belehrt wurde. So richtig schlecht finde ich es dennoch nicht.

"St. Anger" entstand in einer schwierigen Zeit. Es ist nämlich das erste Album der Band, welches ohne einen festen Bassisten entstand. Jason Newsted stieg nämlich aus um sich seinen Soloprojekten zu widmen, als auch wegen der Spannungen zwischen ihm und James Hetfield. Die Band war ziemlich zerrüttet und engagierte einen Psychotherapeuten um alles zu flicken. An Newsteds Stelle
trat dann Rob Trujilo (ehemalig Suicidal Tendencies und Ozzy Osbourne) - er ist aber hier noch nicht zu hören, sondern Produzent Bob Rock. Was man hier vorfindet ist ein ziemlich obskures Ding. "St. Anger" ist sehr primitiv. Es kommt vollkommen ohne Gitarrensoli aus. Lars Ulrichs Schlagzeug hört sich nach einer blechernden Persildose an - was der Großteil der Kritiker zuerst bemängelt hat. Was ich auch nachvollziehen kann, der Sound ist in der Tat auf Dauer echt....übelst...Scheiße. Es gibt manche Stellen auf diesem Album, die sich anhören als würde jemand in der Küche stehen, einen Haufen Geschirr auf sich fallen lassen und dabei rumschreien. Allerdings merkt man auch wie viel negative Gefühle hier drin stecken. Bei Songs wie "Frantic", "St. Anger" oder "Some Kinda Monster". Es ist kein Showmanship sondern echt. Was ich jedoch trotzdem nicht verstehe: Wieso müssen einige Songs, die sich eher nach 3-4-Minütlern anhören so verdammt lang sein? Also, 8-9 Minuten? Das zieht die Songs völlig unnötig in die Länge, sodass sie teilweise echt schwer erträglich sind.

Das hätte man besser hinkriegen können. Alleine durch einen besseren Drumsound. Es ist aber definitiv nicht Metallicas schlechtestes Album.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: All within my hands, Frantic, St. Anger, The Unnamed Feeling


My Chemical Romance Discography: I Brought You My Bullets, You Brought Me Your Love (2002)

Soso, wieder mal eine neue Discography. Allerdings werden My Chemical Romance nicht sehr lange hier sein. Schließlich haben sie insgesamt nur vier volle Alben im Repertoir und zwei davon habe ich schon reviewt. Wer rechnen kann, der hat's verstanden.

Ich bin, ehrlich gesagt, etwas zwiegespalten. Schließlich kenne ich die Band, wie so viele andere auch, eigentlich nur aus ihrer Hochphase - nämlich den Alben "Three Cheers For Sweet Revenge" und "The Black Parade". Eins mag ich mehr als das andere, aber sie gehören jedenfalls zu meinen Lieblingsalben. Bin zuvor noch gar nicht mit dem Erstling in Berührung gekommen. Und ich muss sagen: es hat etwas gebraucht bis ich es richtig gut fand. Es erzählt eine Art "Bonny and Clyde"-Story, die auf dem zweiten Album fortgeführt wird - allerdings im Leben nach dem Leben. Ein anderes Thema sind Vampire und Untote. "Early Sunsets over Monroeville" zieht Inspiration aus "Dawn of the Dead".

Mir gefällt was ich hier zu hören kriege. Dieser Querschnitt aus Hardcore/Punk, Screamo und poppigeren Klängen. Allerdings fehlt mir einfach das Drama. Der Over-The-Top-Effekt, den ich aus Songs wie "Helena" oder "I'm Not Okay" kenne. Das hier ist definitiv ein verdammt gutes Album, aber eben nicht zu 100% mein Ding.

6,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Vampires Will Never Hurt You, Headfirst for Halos