Sonntag, 21. Januar 2018

My Favorite TV-Show: My Name Is Earl

Okay, das hier ist eine von diesen Serien, die ich früher spät Abends bei Comedy Central geguckt habe. Nun, da sie leider vorbei ist, wird es Zeit für ein kleines aber feines Review.

"My Name Is Earl" erzählt die Story von Earl J. Hickey (Jason Lee, bekannt aus lauter Kevin-Smith-Filmen). Dieser hat sein Leben lang zusammen mit seinem Bruder Randy (Ethan Suplee, bekannt ua. aus "American History X") allen anderen ihre Leben gestört. Nachdem er einen Rubellos rubbelt und 100.000$ gewinnt wird er prompt von einem Auto angefahren. Im Krankenhaus schaut er Fernsehen
und wird von Carson Dalys Gerede übers Karma inspiriert. Scheinbar ist da was dran. Solange du Schlechtes tust, wird dir dementsprechend zurückgezahlt. Also denkt er viel nach und entschließt sich, sein Leben zu ändern. Er erstellt eine ellenlange Liste mit mehreren Vorfällen an denen er Schuld und beschließt nach dem Krankenhausaufenthalt alle seine schlechten Taten zu wiedergutmachen. Im Laufe der Serie lernen wir neben seinem Bruder auch seinen höllisch enttäuschten Vater kennen als auch Earls psychotische Ex-Frau Joy (Jaime Pressly) und ihren Ehemann Darnell Turner(Eddie Steeples).

Ich finde es wirklich großartig wie rational und völlig absurd die Serie ist. So erscheint es zu erst vollkommen rational, dass Earl alles wieder gut machen möchte. Allerdings führen die Aktionen die er veranstalten um alles besser zu machen meistens zu noch mehr Schaden, sodass er noch viel mehr jonglieren muss. Außerdem gefällt mir die Vielfalt der Charaktere, die allesamt eher dem "Loser" bzw. "Ausgestoßene der Gesellschaft"-Schema zuzuordnen sind. Eine wirklich brilliante NICHT 08/15-Sitcom. Sehr empfehlenswert.

Album der Woche#327: My Chemical Romance - The Black Parade (2006)

I am not afraid to keep on living
I am not afraid to walk this world alone
Honey if you stay, I'll be forgiven
Nothing you can say can stop me going home


(aus "The Famous Last Words")

Hallo und häßlich willkommen zu einem weiteren Beitrag im "Lass uns diese Discographys weiterführen"-Monat!

Laut Internet-Recherche ist "The Black Parade" von My Chemical Romance eindeutig von Queens "A Night At The Opera", Pink Floyds "The Wall" und "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band" von
den Beatles inspiriert worden. Das kann man definitiv nicht bestreiten. "The Black Parade" unterscheidet sich stilistisch nämlich deutlich vom Vorgänger "Three Cheers for Sweet Revenge". Es erzählt nämlich eine zusammenhängende Story, so wie es eine Rock-Oper eben tut. "The Patient" ist der an Herz erkrankte Protagonist, der nur noch zwei Wochen zu leben hat. Unter anderem kriegen wir als Zuhörer seine Zeit beim Militär mit und wie er dabei einen eher pessimistischen Brief an seine Mutter schreibt. Im Titeltrack "The Black Parade" geht es darum, dass er als Kind mit seinem Vater eine gewisse "schwarze Parade" angeguckt hat und ihm gesagt wurde, dass er irgendwann der Retter der Entrechteten sein wird. Es ist sozusagen eine Art abstrakter Umgang mit dem Tod. Wer bei der Musik nicht an Queen denkt....naja dann weiß ich auch nicht. Der Einfluss ist, finde ich, definitiv nicht zu verleugnen. Gerard Ways Stimme versucht sich irgendwie an die von Freddy Mercury anzunähern. Zudem kommen noch die Streicher, das Klavier und die Abwechslung von Operette, alternativen Rock und ein wenig typische MCR-Klänge. Denn das lässt sich natürlich nicht wegmachen. Dieser frühe 2000er "Emo"-Sound. Allerdings ist es trotzdem so, als würde ich mir eine vollkommen andere Band anhören.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Famous Last Words, Teenagers, The Black Parade, Mama, Blood

Freitag, 19. Januar 2018

Film der Woche#324: Langoliers (1995)

(ACHTUNG SPOILER)

Lang lang lang ists her, dass ich diesen Film in voller Länge gesehen habe. Von daher wurde langsam echt mal Zeit. Vor allem ist die Zeitreisetheorie in diesem Werk so unglaublich einzigartig, dass ich sie an dieser Stelle einfach mal würdigen muss. Der Film basiert auf der gleichnamigen Story von Stephen King (und ja, ich habe schon mit dem Gedanken gespielt alle auf seinen Büchern basierenden Filme zu reviewen, aber naja vllt eher doch nicht) Der Master of Horror hat darin auch selbstverständlich ein Cameo-Auftritt.

Auf einem Nachtflug von LA nach Boston befinden sich mehrere illustre Persönlichkeiten. Beispielsweise der Pilot Captain Brian Engle (David Morse) der sich nicht im Dienst befindet, der psychisch mehr als labile Businessman Craig Toomy (Bronson Pinchot) oder das blinde Mädchen Dinah Bellman (Kate Maberly). In der Nacht passiert aber etwas seltsames. Alle Menschen im Flugzeug, (einschließlich der Boardcrew und die Piloten) verschwinden. Es bleibt nichts übrig außer falsche Zähne, Zahnfüllungen, Armbanduhren. Bis auf ein paar, einschließlich der oben aufgezählten. Niemand weiß was los ist, wozu das führen soll usw. usf. Außerdem sind alle Funkfrequenzen tot und da draußen, auf der Erde scheint auch NIEMAND zu sein. Es macht den Eindruck als wären sie die einzigen Menschen im Universum. Auch eine Notlandung in der Kleinstadt Bangor macht die Situation auch nicht besser. Die Luft scheint anders zu riechen, Geräusche sind nicht mehr dieselben und auf dem Flughafen ist scheinbar auch absolut niemand. Was zum fick ist passiert? Was ist das für ein komisches Geräusch das scheinbar von weiter weg kommt?

Das Interessante an dem Film ist die Zeitreisetheorie. Anstelle von wie üblich den "Wir reisen in der Zeit zurück und treffen eventuell auf unsere jüngere Selbsts"-Move zu machen stellt man folgende These auf: die Vergangenheit ist vergangen und existiert somit nicht mehr. Deswegen ist auch kein Lebewesen, kein Geruch, kein gar nichts auf der Erde vorhanden. Die Zukunft wird hingegen erst geboren werden. Very interesting. Natürlich ist das hier "nur" ein Fernsehfilm, das sieht man auch an der Qualität. Die Dialoge könnten vllt auch besser sein. Jedoch ändert es an der Story nichts, denn die ist dennoch phänomenal. Für die damalige Zeit auch relativ okaye Effekte. Mir gefällts, und euch sollte es auch.

7/10 Pfandflaschen
Film: 1, 2
Trailer:


Mittwoch, 17. Januar 2018

So isses, Musik!#45

Hallo und häßlich willkommen zur mittlerweilen 45ten Ausgabe von "So isses, Musik!". Als allererstes beschäftigen wir uns mit den Discographys, diesmal allerdings etwas kürzer als sonst.

Code Orange Discography: I Am King (2014)

Ich habe beschlossen, mich dieser Band zu widmen. Und weil ich schon mal das erste volle Album "Love Is Love//Return To Dust" reviewt habe, gehts hier los mit dem Zweitwerk "I Am King" von vor paar Jahren. Im Gegensatz zum zwar düsteren aber jedoch mehr hardcore-lastigen Debüt,
springen Code Orange (ja, die haben sich tatsächlich damals umbenannt) noch tiefer in die Dunkelheit. Es ist, laut Eigenaussage, eine neue Ära für die Band. Man bewegt sich weg vom (Post-)Hardcore hin zu Metal. Als Einflüsse zählen hier Sepultura und Alice In Chains. Was mir auch besonders gut gefallen hat: der Ambient-Faktor ist relativ groß. Und zwar Dark Ambient. Man hat so n Gefühl die Band wollte den Hörer unbedingt verstören. Das ist mir definitiv im Titelsong aufgefallen als die Störgeräusche am Anfang einsetzten. Creepy, jedoch sehr gut zum Kopfnicken oder Headbangen geeignet.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: I Am King, Alone In A Room, My World


Gorillaz Discography: Laika Come Home (2002)

Ein weiterer neuer Eintrag in dieser Discography Scheiße. Wir hatten ja schon mal das Vergnügen mit Gorillaz, ganze drei Mal sogar. Aber eins nach dem anderen - es gab hier nämlich schon mal ein Review zum Debüt von 2001 als auch zum B-Seiten-Album "G-Sides" von 2002. Das findet man hier.

"Laika Come Home" ist allerdings nicht wirklich ein Album von Gorillaz. Es stammt aus der Feder des Remix-Teams "Spacemonkeyz" und ist im Grunde genommen das Debüt der Band, nur geremixt. Und zwar im Dub-Stil. Irgendwie so reggaemäßig aber teilweise nicht ganz und auch etwas psychedelisch und weird.

Ich finde das hier ziemlich schrecklich. Sicher, sind einige Varianten von den Songs hier ziemlich gut gemacht, bspw. der Remix von Clint Eastwood. Aaaaber ich krieg davon Krebs in die Ohren. Und zwar ganz ganz viel und das tut weh. Geht gar nicht.

4/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Eigentlich gar keine


System Of A Down Discography: Hypnotize (2005)

Okay, Zwillingsalbum von Mezmerize also.

Dazu gibt es leider nicht wirklich viel zu sagen. Das Werk bezieht sich irgendwo auf seinen Vorgänger, bspw. im Song "Soldier Side" der bei "Mezmerize" "nur" das Intro war. Im Großen und Ganzen ist es aber ein ähnlicher Stil wie das Album davor. Avantgardistischer, exzentrischer Metal der viele mitsingbare Refrains hat und auch gerne mal die Achtziger zitiert.

Im Prinzip definitiv kein schlechtes Album. Wirklich nicht. Ich greife immer noch gerne darauf zurück. Verglichen mit Mezmerize zündet es aber nur so halb. Wirkt nämlich auf mich ein wenig, wie ein Kollektion von Tracks die man halt aufgenommen hat und die irgendwie/irgendwo/irgendwann raus müssen. Aber trotzdem kein schlechtes Material, nur ist allgemein gesprochen das am wenigsten überzeugende Album der Band. My two cents, dies das.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Kill Rock'N'Roll, Hypnotize, Stealing Society, She's Like Heroin

Dienstag, 16. Januar 2018

Comic Book Review#324: Star Wars: Rebellion#0-5 (2006)

Die folgende Story erschien ursprünglich in den Ausgaben #0-5 von "Star Wars: Rebellion". Neuerdings (lol, ist schon länger her) ist sie in einem Hardcover-Sammelband von Panini Comics rausgebracht worden. Und zwar in der #4 von drölftausend. Das sind die Dinger deren Buchrücken ein wunderschönes Bild ergeben.

Die Storyline hat einen sehr persönlichen und traurigen Anstrich. Es geht um Grunde genommen um zwei Freunde die durch gewisse Umstände getrennt wurden und auf zwei sich gegenüber stehenden feindlich gesinnten Seiten stehen: Luke Skywalker, der ehemalige Feuchtfarmer von Tattooine, der letzte Jedi (wobei hier noch nicht) und bester Pilot des Widerstands gegen das Imperium. Sein bester Kumpel zu seinen Tattooine-Zeiten war Janek "Tank" Sunber. Dieser ist allerdings auf der dunklen Seite der Macht gelandet. Bei einer Undercover-Mission, bei welcher Luke als "Imperialer Soldat" den Rebellen-Ingenieur Jorin Sol retten sollte, stellt er genau das fest. Der Krieg ist schwer am toben, wir sehen wie Rebellen abgeschlachtet werden, wie imperiale Schiffe mit allen ihren Insassen zerstört werden. Tank fragt sich ob er auf der richtigen Seite steht und ist sich eigentlich ziemlich sicher das Richtige zu tun? Oder doch nicht? Lohnt es sich auf die Gegenseite überzulaufen?

Zumindest graphisch erinnert mich der Comic an Judge Dredd Comics, die bei 2000AD rauskamen (nicht die US-Variante, mag mich aber auch irren). Kantige Fressen, riesige Augen, detaillierte Fleischberg-Muskeln und gottverdammt die Weltraumschlachten sind ebenso unglaublich gut und detailliert gezeichnet. So wie das sich halt gehört. Jedenfalls, finde ich es herausragend gut, dass hier nicht nur auf eine supercoole und geheime Mission Wert gelegt wird sondern auch auf einen Gewissenskonflikt. Außerdem zeigt man, wenn auch nur im Ansatz, dass die Rebellen vllt. doch nicht so die Superhelden sind, für die man sie hält. Mal wieder eine gute Wahl getroffen, yass bee-yotch.

"Star Wars: Rebellion" ist übrigens damals bei Dark Horse Comics erschienen und ist mittlerweile unter dem Label "Legends" einzuordnen. Sprich: die Serie ist seit der Übernahme durch Disney nicht mehr canon.

8,5/10 Pfandflaschen

Sonntag, 14. Januar 2018

Film der Woche#323: Thundercats - Ho! (1986)

Ihr habt dieses Review übrigens den puren Zufall zu verdanken. Ich habe nämliche eine großartige Watch-List erstellt und habe mir letztens gedacht, dass ich die Filme dem Zufall überlasse. Also habe ich eine Glücksfee angestellt, die mir jedesmal zwei Zahlen zwischen 1-51 sagt, sodass per Zufall ein Film der Woche bestimmt wird. Yay!

"Thundercats - Ho!" ist nicht nur der offizielle Schlachtruf der Thundercats sondern gleichzeitig auch ein Fernsehfilm der im Endeffekt aus fünf Einzelfolgen der zweiten Staffel der Serie besteht. Bei den Titelhelden handelt sich um Refugees vom Planeten Thundera. Dabei handelt es sich um katzen-
ähnliche Humanoide (ja, Katzenmenschen halt!) die mal von ihrem Planeten geflüchtet und auf einem Planeten namens "Third Earth" gelandet sind. In der ersten Folge dieses Fünfteilers hat einer der Katzenmenschen, Lion-O, Alpträume über seinen Heimatplaneten. Dadrin sieht er, dass mehrere Thunderianer auf dem Planeten während seiner Zerstörung zurückgelassen wurden, während er und sein Team sich retten konnten. Tatsächlich stellt es sich raus, dass die restlichen Überlebenden von Thunderia sich ebenfalls auf "Third Earth" befinden, und zwar auf einer verlassenen Insel. Lion-O und seine Teamkameraden machen sich auf um ihre Landsleute zu treffen/zu retten. Allerdings ist auch der Bösewicht Mumm-Ra ebenfalls unterwegs um diese zu versklaven....

Die Serie läuft nach dem Prinzip "Wir setzen so viele Charaktere ein, damit wir danach noch mal ordentlich Geld durch Actionfiguren machen können!" ab. Aber ich kann darüber hinwegsehen, weil die Story tatsächlich was taugt. Überhaupt findet hier eine durchgehende Geschichte in fünf Folgen statt. Ich kenne die ganzen 80s-Serien als "Monster of the Week"- bzw. Einzelfolgen die theoretisch nicht unbedingt was miteinander zu tun haben müssten. Trifft auch auf die 90s Serien zu. Jedenfalls ist "Thundercats - Ho!" nicht nur von der Story her sondern auch vom japanischen Zeichnungsstil eine Augenweide. Man hat hier ordentlich Zeit und Mühe in die Produktion gestellt und liefert ein visuell sehr anspruchsvolles Werk. Mag sein, dass es einigermaßen klischeehaft ist jedoch deutlich weniger cringe.

8/10 Pfandflaschen
Intro:

Samstag, 13. Januar 2018

Album der Woche#326: Rob Zombie - The Sinister Urge (2001)

Awkay, das hier ist der zweite Beitrag im "Verfickt nochmal, lass uns diese Discographien weiter hören!"-Monat. Das zweite Album von Rob Zombie, erschienen ganze drei Jahre nach dem Erstling "Hellbilly Deluxe".

"The Sinister Urge" wurde nach einem 1961 erschienenen Film benannt. Es ist eine gaaaanze Ecke anders als der Vorgänger. Anstelle von einer Flutwelle an Synthesizern und weiteren elektronischen Elementen setzt man hier komplett auf eine Live-Band bestehend aus John Tempesta (u.a. Testament), Riggs an der Gitarre und Blasko am Bass. Diese waren natürlich auch bei "Hellbilly Deluxe" dabei, jedoch, wie gesagt, klingt das hier eine ganze Ecke anders. Das Album ist weitaus empfänglicher für den Mainstream. Es ist tanzbarer und könnte unter Umständen auch in gewissen Clubs laufen. Dazu kommen aber auch noch Streichereinsätze und Gaststars wie Ozzy Osbourne und Kerry King. Natürlich ist es trotzdem immer noch ein Metal-Album. Allerdings wesentlich weniger undergroundig. Wo "Hellbilly Deluxe" noch das "Night of the Living Dead" von Rob Zombie war, ist das hier sein Mainstream Horror Film.

Neben dem Sound mag ich natürlich auch die visuelle Umsetzung. Sowohl das Albumcover als auch die zum Album dazugehörigen Videos ("Never Gonna Stop", "Feel So Numb"...). Das einzige Makel ist die Länge. Die 39 Minuten vergehen einfach viel zu schnell, vor allem wenn der letzte Song 9 Minuten lang ist und einen Hidden Track beinhaltet. Ergo im Endeffekt nur eine halbe Stunde Spielzeit. Fazit: Tanzbar, bärtig und mit voll mit Untoten. I like it.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Scum of the Earth, Feel So Numb, Never Gonna Stop, Dead Girl Superstar, Iron Head, Demon Speeding

Mittwoch, 10. Januar 2018

Comic Book Review#323: Star Trek: Waypoint, Vol. 1 (2017)

Dieser Sammelband beinhaltet 12 Stories die ursprünglich in den Ausgaben #1-6 von "Star Trek: Waypoint" erschienen sind. Und zwar damaaaals 2016 als man das fünfzigjährige Jubiläum der Originalserie gefeiert hat.

Die Reihe zieht sich durch alle Epochen des Franchises. Seien es jetz die TOS/TAS, Voyager, The Next Generation, Enterprise oder Deep Space Nine. Wir kriegen Geschichten aus verschiedenen Blickwinkeln mit, aus der Sicht von allerlei Mitgliedern der Raumschiffe. Beispielsweise gehts in einer TOS-Ausgabe um eine Wissenschaftsassistentin die auf einem fremden Planeten einer Doktorin zur Hand die eine fremde Zivilisation beobachtet. Natürlich ohne gegen die oberste Direktive zu verstoßen. In der einzigen "Enterprise"-Story sieht man wie Jonathan Archer als kleines Kind eine Beziehung zu seinem Hund aufgebaut hat. In "Legacy" erfahren wir wie Yeoman Leslie Thompson (ein Redshirt wohlgemerkt) zu der Sternenflotte stand und warum sie ihr Leben opfern musste. Ich finde die letzte Geschichte vor allem sehr gelungen, weil sie einen der Charaktere im roter Uniform zeigt, die bekanntlich während der Originalserie nur noch draufgegangen sind. Quasi ein Denkmal der Würde.

Star Trek: Waypoint ist abwechslungsreich. Es gibt hier Geschichten die sowohl auf die Tränendrüse drücken, actiongeladen sind oder einfach nur solide sind. Grundehrlich. Wissenschaftlich. Außerdem variieren die Styles sehr. Ein Teil erinnert an surreale Kinderzeichnungen. Andererseits gibt es auch Ausgaben die 1:1 den Fernsehserien gleichen (so wie in den 90gern halt), die einen modernen Touch haben als auch welche die den Stil von älteren Star Trek Comics ähneln. Nur Liebe für diese Serie(n) und für diesen Comic. Ein wahres Fest für die Augen etc etc.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei IDW für 19,99$

Donnerstag, 4. Januar 2018

Album der Woche#325: Sepultura - Arise (1991)

Hallo und herzlich willkommen im neuen Jahr. Musiktechnisch gesehen. Dieser Monat ist mal wieder ein Themenmonat und zwar geht es um "Gottverdammt, wir müssen diese Discografien zu Ende bringen". Das erste Review ist somit Sepultura. Schließlich hab ich schon mal die ersten drei Alben reviewt.

Viertes Album der Thrash-Institution aus Brasilien. Beschäftigt sich mit Themen wie Golfkrieg ("Arise"), Zustände in der brasilianischen Gesellschaft ("Murder")... "Dead Embryonic Cells" sagt quasi aus, dass Kinder die frisch auf die Welt kommen, schon tot sind bevor das Leben an sich überhaupt begonnen hat. Wahrscheinlich ist da auch die grausame Welt mit dran schuld. "Under Siege" behandelt Religion, weil es der Band so gut steht. Außerdem gibt es in der Special Edition auch ein Cover von Motörheads "Orgasmatron" dass interessanterweise verdammt gut zu Sepultura passt. Übrigens wusste Max Cavalera überhaupt nicht mehr wie er den Gesang dazu aufgenommen hat, weil er eine Flasche Rum alleine geleert hat.

Übrigens das erste Sepultura-Album dass den Sprung in die US-Charts geschafft hat. "Beneath the Remains" war ja schon um Welten besser als die ersten zwei Alben die auf mich sehr holprig gewirkt haben. "Arise" steigert sich aber noch weiter. Man merkt, dass die Band sehr viel Zeit hatte und sich ordentlich ausgetobt hat. Sie haben sich auch von anderen Musikstilen als Metal inspirieren lassen und hörten während des Aufenthalts im Studio Bands wie Ministry oder Young Gods. Es ist kein dahingeschissenes, schnelles Thrash-Album. Es gibt natürlich sehr viel Passagen die so großartig runtergenudelt sind. Aber auch viel Melodie und Groove. Und natürlich diesen Akzent von Cavalera.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Subtraction, Arise, Dead Embryonic Cells, Orgasmatron, Murder

Mittwoch, 3. Januar 2018

Film der Woche#322: Bright (2017)

"Bright" ist glaub ich der erste Netflix-eigene Film den ich je gesehen hab. Ha, tatsächlich.

Jedenfalls spielt sich diese großartige Story in einer Welt ab in der Menschen zusammen mit Orcs, (Blut)Elfen und Feen den Erdball bewohnen. Die Handlung spielt sich ab im modernen Los Angeles. Dem Polizisten Daryl Ward (Will Smith) wurde ein neuer Partner zugeteilt: Nick Jakoby (Joel
Edgerton). Dieser ist der erste Orc-Polizist der Welt. Seine Anwesenheit schmeckt Daryl nicht besonders. Vor allem nachdem er von einem Orc-Gangster angeschossen wurde und Jakoby ihn nicht erwischte. Er begegnet ihm voller Vorurteile. Eines Nachts werden sie zu einer Lärmstörung gerufen, alles scheint routiniert abzulaufen. Nach kurzer Zeit verhaften sie eine junge Frau die einen Zauberstab ihr eigen nennt. Alles was mit Magie zu tun hat ist in dieser Welt nämlich illegal und ungefähr genauso gefährlich wie Nuklearwaffen. Jedenfalls stellt sich heraus dass Tikka (Lucy Fry) ein sogenannter Bright ist. Eine Magierin die in der Lage ist den Zauberstab zu benutzen. Dieser ist ganz besonders, denn er erfüllt Wünsche. Das heißt im Prinzip: Bald haben die dreien etzala richtig scheise am Arsch.

Witzig. Von Kritikern zerrissen und von Zuschauern abgefeiert. Ein Film der es schafft sowohl gesellschaftlichen als auch institutionellen Rassismus anzusprechen als auch Nerd-Gelüste zu stillen. Man überträgt die ansonsten so fantasy-typischen Figuren wie Orcs und Elfen in unsere Welt und gibt ihnen die "passenden" gesellschaftlichen Rollen. So sind Elfen die besseren Übermenschen und die Orcs gesellschaftlich verachtet weil sie in einem Krieg von vor 1000 Jahren die falsche Seite gewählt haben. Außerdem tragen sie Gang-Klamotten und hören Grindcore und Death Metal. Tatsächlich ist das hier der erste Film in welchem in einem Polizeiauto Cannibal Corpse zu hören ist. Allerdings ist das kein Liebeslied. Will Smith spielt verdammt gut ein Arschloch. Edgertons verunsicherter jedoch ehrlicher Orc wirkt auch glaubwürdig. Lucy Fry ist einfach nur cool, auch wenn man sie nur zur hälfte versteht, weil elbisch.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Dienstag, 2. Januar 2018

Comic Book Review#322: Smallville Season Eleven, Vol. 1: Guardian (2012)

Es ist die elfte Staffel von der vn mir stets geliebten Serie "Smallville", die ich hier reviewt habe im Rahmen des "Superman im TV"-Review-Marathons. Es ist nicht das erste Mal dass ein Verlag eine Serie als Comic fortsetzt. Man erinnere sich an Buffy oder Akte X oder Angel oder oder oder.

Mittlerweile ist Clark Kent endgültig Superman geworden. Er hat die Erde vor einer Riesenkatastrophe bewahrt und einen Planeten der buchstäblich auf unsere Heimat zu prallen drohte
aus dem Weg geräumt. Er ist nun tätig als Reporter für den Daily Planet und die Hochzeit mit Lois Lane steht irgendwann bevor. Jetzt da die Bewohner der Erde wissen, dass sie im Universum nicht alleine sind werden einige unruhig. Zum Beispiel Lex Luthor der dank einer Gehirnwäsche und Gedächtsnisverlust nicht mehr weiß, dass er Clark bereits aus Teenagertagen kennt. Und dass er seine Schwester umgebracht hat. Dieser fängt an eine fremdenfeindliche Propaganda zu verbreiten und behauptet, dass Superman als Gott unter Menschen, wohl zu allem in der Lage wäre. Deswegen muss die Menschheit besonders vorsichtig mit dem Kryptonier sein. Allerdings ist doch klar, dass Lex selber der Retter der Menschen sein will. Also entwickelte er die sogenannten "Guardian Defense Platforms", die im Orbit zum unseren Schutz da sein werden. Dumm nur, dass beim Start der ersten Plattform ein wichtiges Crewmitglied grade mal so von Superman gerettet werden kann und die ganze Sache sowieso ein hinterlistiger Plan von Lex ist der den Stählernen unglaublichen Schaden zufügen wird.

Storytechnisch gar nicht mal schlecht. Schließlich ist das Quellenmaterial ja auch verdammt gut. Von daher erwarte ich von einem Comic der auf einer Serie basiert die auf einem Comic basiert auch definitiv mindestens 2B-Material, haha. Es sind typische Lex-Luthor-Spielereien die Superman belasten, ihm das Leben schwer machen. Es ist das typische Lex-Luthor-Denken, der bessere Mensch zu sein als Superman. Es ist also alles beim alten. Wer die Serie gemocht hat wird auch zufrieden sein. Einziges Manko ist das Design. Die Gesichter sind einfach viel zu sehr an die Schauspieler angelehnt. Das wirkt einfach Creepy.

Sonst: 7/10 Pfandflaschen