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Samstag, 31. Juli 2021

Album der Woche#498: Gojira - From Mars to Sirius (2005)

Der Zufall hat entschieden und Gojira sind dran bei „Album der Woche“. Ich habe mich für das dritte Album „From Mars To Sirius“ entscheiden weil, so meine ich, ich letztens ein Parodie Album Cover dazu von „Albums of Bikini Bottom“ gesehen habe.
Gojira sind internationaler als Pitbull. Eine französische Metal-Band die sich nach einem japanischen Monster benannt hat (das ist der Originalname von Godzilla btw) und über globale Geschehnisse singt. Beim Albumtitel stehen Mars für Krieg und Sirius für Frieden. Es ist quasi eine Simplifizierung eines Wandels von einem Zustand in den anderen. Das Album erzählt die Geschichte eines interplanetaren Vorhabens, einen verlorenen, verfaulenden Planeten wieder zum Leben zu erwecken. Vom Krieg/Todeszustand in den Frieden/Lebenszustand. Dabei sprechen Gojira aktuelle Themen wie Umweltverschmutzung, globale Erwärmung und Zerstörung der Gewässer. Kurzum: Ja, sie sind diese Metalband die über Wale singt.

Stilistisch bewegen sie sich für mein Ohr irgendwo zwischen einer leichteren Version von Meshuggah und späteren Paradise Lost. Geht mir sehr gut rein. Vor allem weil es weder „zu hart“ noch „zu groovy“ noch zu technisch ist. Auch wenn sie, wenn sie irgendwelche Nerd-Gitarren auspacken würden dann wahrscheinlich nach „Technical Brutal Death Metal“ klingen würden. Eine angenehme Überraschung.

Muss mir mehr von anhören.

Anspieltipps: The heaviest Matter in the Universe, Ocean Planet, Flying Whales

8,75/10 Pfandflaschen



Samstag, 9. November 2019

Film der Woche#415: ゴジラ-Thon, Teil 13

AAAEEUUUUIIIIRRGH!

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Eintrag im großartigen Gojira-Thon. Wir haben nun alle Filme der Showa-Reihe durch, alles von der Hensei-Staffel, die komplette Millennium-Staffel, alle US-Zeichentrickserien, alle US-Filme und sogar die neueste Realverfilmung aus Japan (Shin Gojira). Aber es fehlt eindeutig was. Mit "Shin Gojira" begann nämlich eine neue Reihe, die Reiwa-Staffel, wobei der erste Film ein Stand-Alone-Werk war. Fortgesetzt wurde sie mit drei Anime-Filmen die für sich stehen. Alle drei übrigens bei Netflix erhältlich. Zum ersten geht es hier entlang.


Godzilla: City on the Edge of Battle (2018)

"City on the Edge of Battle" fängt quasi exakt dort an, wo der letzte Film aufgehört hat. Haruo Sakaki, ein Mitglied des Besatzungsteams von Aratrum wird von einem jungen Mädchen namens Miana aufgefunden, welches scheinbar zu den "neuen" Bewohnern der Erde gehört. Kurze Zeit später findet er seine Teamkameraden die bereits Bekanntschaft mit Mianas Zwillingsschwester Maina gemacht haben. Im Laufe der Handlung stellt es sich heraus, dass die Waffen mit welchen die
Zwillinge als auch die anderen "Natives" kämpfen mit Nano-Metall versehen sind. Einst gab es ja einen Mechagodzilla der gegen Godzilla gekämpft hat und leider versagte. Er bestand aus Nano-Metall und seine Überreste entwickelten sich wie von selbst zu einer riesigen Stadt - die im weiteren Verlauf des Films "Mechagodzilla City" genannt wird. Die Soldaten werden nun versuchen die neu entdeckte Stadt zu einer neuartigen, endgültigen Waffe gegen Godzilla zu machen. Der übrigens in dieser Filmreihe der "Original"-Godzilla ist, weil der erste der umgebracht wurde "nur" ein herangewachsener junger Godzilla war...

Nach wie vor eine interessante Herangehensweise. Vor allem der Gedanke: Was wäre wenn die Menschheit den Krieg gegen Godzilla einst aufgegeben hat und nun zurückkehrt? Natürlich. Er ist immer noch da, weil er einfach nicht zu kriegen ist. Nach 20.000 Jahren nicht. Ich fands zwar etwas merkwürdig, Goji wieder zum Bösewicht zu machen.... Allerdings macht es irgendwie Sinn weil Toho den Godzilla-Filmen von Legendary Pictures irgendwas gegenhalten will. Dort ist der Kaiju allerdings ein Guter - darum ist er hier wohl böse. Anyways, anfangs fand ich die Animation (Anime-Style mit digitalen Zeichnungen) etwas sehr merkwürdig. Auch die Art wie Godzilla gestaltet ist. Er wirkt wie eine nicht enden wollende Masse an Elektroden und Fleisch oder so. Wie auch immer, sehr sehr interessanter Ansatz und ziemlich geile Umsetzung.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Godzilla: The Planet Eater (2018)

"The Planet Eater" spielt, oh Wunder, direkt nach dem zweiten Film.

"Mechagodzilla City" schafft es nicht, Godzilla zu erledigen und wird zerstört. Im Weiteren geht es um einen religiösen Kult, dem die Erdenbewohner angehören. Ihr Gott ist niemand geringeres als King Ghidorah der auf jeden Fall schaffen wird ein für alle Mal Godzilla zu vernichten. Man schafft es, KG wie eine Art Geist zu beschwören. Das Monstrum zerstört das Aratrum-Raumschiff und greift Godzilla an. Mit seinen drei Köpfen saugt es Goji langsam die Energie aus. Irgendwann kommt man
auf die Idee dass irgendwas nicht stimmt und KG nur ein Tool ist, das von irgendjemanden aus einer anderen Dimension gesteuert wird. So wie es eigentlich immer ist.

Interessanterweise sind religiöse Kulte/Sekten neben Aliens eines der Hauptthema von Godzilla-Filmen gewesen. Schön, dass diese Tradition hier fortgeführt wird. Jedenfalls ist es ziemlich cool wie hier weitergesponnen wird. Godzilla ist die ideale Manifestierung vom Hass und Zerstörung, welche die Menschheit hervorgebracht hat. Die überlebenden Menschen auf der Erde, die mittlerweile in kleinen Stämmen wohnen besitzen allerdings keinen Konzept von Hass mehr. Ihre Lebensphilosophie dreht sich ums "Gewinnen" (Leben und Leben kreieren) und "Verlieren" (Sterben und verschwinden). Es ist außerdem immer noch interessant zu sehen, was nach dem vermeintlichen Ende der Welt passieren wird. Es ist nicht mal wirklich ein offenes Ende und man kriegt nun ehemalige Krieger zu sehen die sich in eine für sie offene Gesellschaft integrieren. Kinda New Age but I like it.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

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Adventure! Godzilland (1992)

Kaum zu glauben, aber ich hab das hier tatsächlich bei meiner Godzilla-Recherche übersehen. Bei "Godzilland" handelt es sich um zwei Kinderserien, die nach ähnlichen Prinzip wie bei der "Sesamstraße" funktionieren. Sprich: Kindern mit lustigen Charakteren das Lesen, Schreiben und Zählen beibringen. Nur dass es sich hierbei um Kaiju-Monster wie Godzilla, Anguirus, King Ghidorah etc. handelt. Die Kaijus sind im chibi-Stil gezeichnet, ähnlich wie Dr. Slump. Die Live-Action-Szenen sind allerdings ziemlicher cringe. Der Rest ist süß. Passt aber eher zu einer fetten Tüte am Sonntag Vormittag. Anyways, here it is:



420/10 Pfandflaschen

Sonntag, 5. Juni 2016

Film der Woche#246: ゴジラ-thon, Teil 8

Yo! Beim letzten Mal sind wir am Ende der Heisei-Saga angelangt. "Godzilla vs. Destoroyah" war zu dem damaligen Zeitpunkt der letzte Godzilla-Film überhaupt. Als Tristar/Columbia 1998 mit einem US-Remake (von Roland Emmerich der u.a. für Independence Day verantwortlich ist) noch einen drauf gesetzt haben konnte TOHO (die japanische Produktionsfirma von Godzilla) die Schande nicht vertragen und entschied sich das ganze zu kontern. So kommen wir heute auch zum Start einer neuen, "Millenium"-Reihe, bestehend aus sechs Filmen. Die allerdings keine kontinuierliche Story abliefern. Wir fangen die heutige Ausgabe an mit:

26.Godzilla (1998)

Das Werk von Roland Emmerich ist kein Remake oder irgendwas derartiges, sondern erzählt eine vollkommen andere Geschichte. Die rein technisch gesehen nicht mal von Godzilla handelt.

Die jahrelangen französischen Atomtests auf der polynesischen Küste haben furchtbare Folgen nach sich gezogen. Aufgrund der Strahlung mutierte die Population der dort lebenden Echsen. Eine davon, die offensichtlich der Titelgeber des Films ist inzwischen keine Ahnung wie viele Stockwerke groß und beschließt eine Weltreise zu unternehmen, auf welcher sie einen japanischen Fischkutter rammt. Das US-Militär zieht einen Biologen namens Nick Tatoupoulos (Matthew Broderick; über dessen Namen sich ständig lusig gemacht wird) hinzu, der bis dahin sich mit der Mutation von Würmern in Tschernobyl beschäftigt - und im allgemeinen "The Worm Guy" genannt wird. Der französische
Geheimdienst entsendet einen Agenten namens Philippe Roche (Jean Reno; wirklich gut) mitsamt Anhang der die Spuren verwischen soll. Mittlerweile ist das gigantische auf zwei Beinen laufende Monster in New York angekommen und ist offensichtlich trächtig.

Als ich klein war mochte ich diesen Film sehr sehr gerne. Er ist dafür verantwortlich dass sich dieses gigantische Interesse an Godzilla überhaupt so weit entwickelt hat. Er war sozusagen der Zündfunke dafür. Rückblickend gesehen mag ich ihn eigentlich immer noch. Allerdings passt er mittlerweile in die "Sci-Fi-Katastrophenfilm"-Schublade. Es ist nämlich kein Godzilla-Film. Ganz egal wie geil ich das Design des Monsters - er läuft nämlich im Gegensatz zu Gojira ziemlich echsenartig und nicht mit graden Rücken - finde, es ist nicht Godzilla. Godzilla flieht außerdem nicht vorm Militär, schließlich ist er nahezu göttliches Monster und nicht wie hier - "nur" ein Tier. Die meisten Gags die hier so nebenbei gezündet werden sind auch eher meh. Trotzdem kann man hier sehen wie Menschen unter Godzilla zu leiden haben, wie sie aus ihren Autos fallen, wenn sie angehoben werden. Wie sie evakuiert werden. An sowas kann ich mich in japanischen Film nicht erinnern. Trotzdem ist das einfach nicht Godzilla. Allerdings hat man danach eine ziemlich gute Zeichentrickserie gestartet - siehe nächster Punkt. Achja, es spielen drei Simpsons-Synchronsprecher mit: Hank Azaria, Nancy Cartwright und Harry Shearer. Außerdem wird sich über die Kritiker Roger Ebert (Bürgermeister Ebert) und Gene Siskel (sein Assistent "Gene") lustig gemacht.

6/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


27.Godzilla: The Series, Staffel 1, Folgen 1-2: "New Family"(1998)

Die Zeichentrickserie kann man sich getrost gönnen. Sie wurde damals wesentlich besser aufgenommen als der Flm auf dem sie basiert und hat außerdem dasselbe Charakterdesign wie "Men in Black".

Die erste Folge setzt quasi direkt am Ende des Filmes an. Godzilla ist besiegt, seine Eier sind ebenfalls vernichtet. Doch Nick Tatopoulos(Ian Ziering) ist der Meinung die Gegend noch mal durchsuchen zu müssen. Tatsächlich findet er noch ein weiteres Ei, welches auch bald schlüpft. Anstelle jedoch ihm feindselig zu sein, freundet sich das Godzilla-Baby mit ihm an, weil er augenscheinlich sehr mütterlich und nach Ei-Schleim riecht. Das Baby wird selbstverständlich immer größer, die Einstellung Nick gegenüber bleibt jedoch die Gleiche. Das Militär wird schnell auf den neuen Godzilla aufmerksam und ist willens ihm zu vernichten. Um den uns bekannten
griechischstämmigen Biologen bildet sich ein Wissenschaftler-Team. Dabei sind Elsie Chapman, Mendel Craven (der Typ der im Film so eklig geniest hat), Randy Hernandez (Nikos Laborpartner) und Monique Dupre, eine Agentin des französischen Geheimdienstes. Zur Hälfte also derselbe Stab der im Film mitgemacht hat. Außerdem gibt es einen intelligenten Roboter namens N.I.G.E.L der bei Missionen eingesetzt wird - er wird in beinahe jeder Folge zerstört. Ähnlich dem Schicksal von Kenny in South Park. Zuschlechter letzt taucht auch noch ein neues Monster auf - Crustaecous Rex. Eine Art Krabbenmutantentier. Godzilla stellt sich heraus als die ultimative Waffe gegen andere monströse Bedrohungen die man immer wieder einsetzen kann.

Ich war damals so begeistert von der Serie dass ich beinahe jeden einzelnen Kampf auf Papier übertragen hab. Dabei sind Laser um die Ecke geschossen und so weiter. Die Welt war interessant mit 8 Jahren. Jedenfalls mag ich die Richtung die die erste Folge eingeschlagen hat immer noch. Sie macht all die Fehler die man im Film gemacht hat wieder wett und ist dem Original wesentlich näher. Top!

8/10 Pfandflaschen
Hier gehts zur ersten Folge.
Intro:


28.ゴジラ2000 ミレニアム/Godzilla 2000/Godzilla 2000: Millenium (1999)

8,3 Millionen Dollar Budget. Leckmichamarsch.

Nach dem 98er "Godzilla" konnte es Toho nicht auf sich sitzen lassen und brachte nicht einmal ein Jahr danach einen neuen Film raus. Er lief in den USA auch im Kino, die Zuschauer fandens allerdings leicht merkwürdig weil sie ihn für eine Fortsetung hielten. Es ist der erste Film der Millenium-Reihe und bezieht sich keinesfalls auf die vorherigen Filme aus den 80ern/90ern.

Die Story ist relativ simpel erzählt. Godzilla ist wieder da. Ein Team, bestehend aus einem Wissenschaftler namens Yuji Shinoda () und seiner Tochter, namens Godzilla Protection Network, beobachtet seine Bewegungen und betrachtet ihn generel als Naturphänomen das man nicht zwingend töten muss. Gojira macht übrigens dieselben Faxen. Er fühlt sich von Atomkraft angezogen und zerstört Sachen. Es taucht aber auch bald ein neuer Gegner für ihn auf. Aus dem Meer erhebt sich ein
millionen jahre alter Riesenfelsen, der sich als UFO enttarnt, dass unsere Erde bald schon sein Heim nennen will. Was darauf folgt ist Godzilla vs. Der Tripod aus War of the Worlds/Riesenstachelrochen(?). Es ist eines der merkwürdigsten Monster überhaupt.

Mich hat der Film nicht wirklich umgehauen. Er war tatsächlich ein ziemlich fader Start. Schien mir so als hätte man einfach irgendwas rausgehauen um "den Amis" eins reinzuwürgen. Menschliche Schauspielkunst eher meh, Monsterkämpfe natürlich hui. Vor allem nachdem Godzilla seinen Gegner besiegt hat und danach einfach die Stadt weiter kaputt macht ("Fickt euch alle, ich hasse Tokyo!"). Interessantes Monsterkonzept btw. Ein Felsbrocken wird zum UFO wird zur organischen Lebensform. Auch wenn das CGI richtig hässlich ist. Achja, die Art und Weise wie Godzilla in den Hintergrund geschnitten wurde geht einfach gar nicht :D

7/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


29.Godzilla vs. Megaguirus (2000)

Yeah. Der hat fies reingehauen.

Um mal irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen. Dieser Film natürlich auch nichts mit den Filmen der Heisei-Reihe zu tun. Weil es eine andere, separate Reihe ist. Er bezieht sich aber, wie der Heisei-Erstling (von 1984) ebenfalls auf den ersten Godzilla-Film von 1954. Sozusagen als "direkte" Fortsetzung die alle anderen Geschehnisse danach ignoriert. Gibts öfter in Film-Franchises. Und jetzt kommt der Hammer - der Film davor (die #28 du Nuss!) wird ebenfalls nicht beachtet.

Zuallererst startet man mit einem allgemeinen Rückblick. Es folgen neue(!) schwarz/weiß Aufnahmen von "1954", allerdings mit dem neuen Godzilla. Wir erfahren auch, dass Godzilla 1966 das Kernkraftwerk Tokai angegriffen hat. Im Folgenden (genauer gesagt 1996) wurde Osaka Japans neue Hauptstadt und man hat angefangen Elektrizität aus alternativen Quellen zu beziehen. Kernkraft als auch Plasmaenergie haben nämlich nur noch Godzilla angezogen und zu Zerstörungen geführt. Im Jahre 2000 existiert mittlerweile ein Militär/Wissenschaftsteam namens G-Grasper, dass die Bevölkerung vor Godzilla schützt und ihm auch studiert. Diesmal hat man einen ultimativen Einfall um Godzilla für immer loszuwerden. Ein künstliches, schwarzes Loch muss her. Bei einem
erfolgreichen Test schafft man es, eine leerstehende Schule ins nirgendwo zu befördern, erschafft aber gleichzeitig einen Dimensionsriss. Aus einer anderen Realität tauchen schleichend riesige fliegende Insekten auf, als auch ein Ei was von einem kleinen Jungen aufgelesen wird. Es kommt wie es kommen muss - ein neues Monster, welches aus einer vielzahl von solchen Eiern entsteht kämpft gegen Godzilla und verursacht auch jede Menge Schäde die zu einer Flut führen.

Ich glaube, dass es einer meiner Lieblings-Gojira-Filme ist. Ja, ich bin mir ziemlich sicher. So viele schillernde Farben. Lebendige, nicht statische und stupide Kämpfe. Godzilla bewegt sich richtig. Es ist ein mieser Match unter Ungeheuern. Auch die Story enttäuscht nicht. Die Charaktere sind nicht beliebig und auch nicht stupide. Außerdem ist Godzilla-Design neben der Heisei-Reihe definitiv das zweitbeste. Er sieht aus wie aus dem Holz geschnitzt, als wäre er kursiv gezeichnet. Richtig abgefahren. Läuft!

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:

Sonntag, 22. Mai 2016

Film der Woche#244: ゴジラ-thon, Teil 7

Hellas zusammen und herzlich willkommen zum mittlerweile siebten Teil des Godzilla äh Gojirathons. Wir sind nun am Ende der Heisei-Staffel angelangt. Nächste Woche gehts an dieser Stelle mit "101 Horrorfilme..." weiter, die Woche darauf ist Godzilla wieder am Start. Aber das wäre dann noch nicht das Ende. Das lässt noch mal auf sich warten. Immerhin haben die Filme auf Deutsch wenigstens jetzt einen vernünftigen Namen.

22. ゴジラvsメカゴジラ/Godzilla vs. Mechagodzilla II/Godzilla gegen MechaGodzilla II (1993)

Nun, eigentlich ist das hier nicht das zweite Aufeinandertreffen von Gojira und seinen mechanischen Zwillingsbruder. Son der das dritte. Schließlich gabs bereits die Filme "Godzilla vs. Mechagodzilla"(1973) und "Terror of Mechagodzilla"(1974), die aber nichts mit der "Heisei"-Reihe zu tun haben. Um Mißverständnissen vorzubeugen nannte man den Film im Westen um, damit man bloß nicht auf die Idee kommt er wäre ein Remake oder so.
Diesmal hat sich das Schicksal gewendet. Godzilla wird hier als der Bösewicht gehandelt und MechaGodzilla ist die ultimative Waffe gegen ihn. Man bergt nämlich die Überreste von Mecha King Ghidorah aus dem Ozean und kreieren damit MechaGodzilla der sein Ebenbild in Fleisch und Blut
beim nächsten Mal erledigen soll. Schon bald finden Wissenschaftler auf der Insel Adonoa ein riesiges Ei, was so wie sie zuerst glauben, Rodan (den Ptyrodaktulus den man aus alten Godzilla-Filmen kennen müsste) gehört weil er sich zum Angriff macht, als sie versuchen damit abzuhauen. Nachdem sie in Kyoto ankommen, stellen sie schon bald fest dass das Ei die Wissenschaftlerassisten Azusa (Ryoko Sano) als ihre Mutter wahrnimmt. Bald schlüpft es und stellt sich zur Überraschung aller als Godzilla Jr. Von nun an kommt es zur heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Militäreinheit G-Force in Gestalt von MechaGodzilla und Godzilla selbst der eigentlich nur mit seinem Sohn wiedervereinigt sein möchte. Diesmal gibts für die Menschen ordentlich auf die Fresse. Und das quasi zurecht.

Ich bin froh, so froh dass Godzilla hier als besorgter Vater/Mutter da steht. Eigentlich lag ich letztens vollkommen falsch - er it in dieser Reihe kein Bösewicht sondern eine böse Laune der Natur. Eine unglaubliche Naturgewalt die heftigst am wüten ist. Und auch mal Muttergefühle hat. Godzilla Jr. ist in seiner kleinsten Variante superknuddelig und sieht wesentlich besser aus als Minya aus der Showa-Reihe. Also NICHT wie Hans Maulwurf. Außerdem geiles neues MechaGodzilla-Design. Effekte wie gehabt sauberst. 

7/10 Pfandflaschen
Film (japanisch mit englischen Untertiteln)
Trailer:

23. ゴジラvsスペースゴジラ/Godzilla vs. SpaceGodzilla/Godzilla gegen SpaceGodzilla (1994)

Diesmal ist die Lage wieder mal ein wenig anders. Abwechslung tut gut!

Godzillas nächster Gegner kommt aus dem Weltall. Den Nachforschungen zufolge sind es entweder Biollante oder Mothra gewesen die Godzillas Zellen ins Weltall hinausgetragen haben, wo sie in ein schwarzes Loch gesaugt wurden, sich mit kristallinen Lebensformen verbanden und anschließend zu einen neuen Monster wurden: Spacegodzilla, der nicht nur ein einfaches Ungetüm ist, dass sinnlos Chaos und Verwüstung anrichtet. Dieser ist wesentlich schlauer als seine Vorgänger. Er möchte nämlich Godzilla vom Antlitz der Erde wegtilgen um alleiniger Herrscher zu werden. Gleichzeitig gibts für Godzilla verschiedene Pläne: Einerseits möchte man ihm mit einem Telepathiegerät steuern um Zerstörungen zu verhindern, andererseits gibts aber auch Pläne für seine Tötung die mit dem Mecha Moguera ausgeführt werden sollten. Als Mechagodzilla Godzilla Jr. verletzt und sich auf dem Weg nach Tokyo macht, will Godzilla Rache und folgt ihn.

Was für ein wahrhaftig finsteres, bösartiges Design. Dieser Kiefer der einen entfernt an Biollante erinnert, diese komischen Kristalle als auch die Flugform des Monsters - Ich rede natürlich von SpaceGodzilla, einer meiner Meinung nach zweitbesten Godzilla-Gegner überhaupt. Ich finde diesen neuen Ansatz, das Monster nicht superstupide zu machen sondern eben oberschlau, wirklich sehr einfallsreich. Godzilla Jr. sieht übrigens nicht mehr aus wie im vorherigen Film und ist der Hans-Maulwurf-Variante leider wieder ein wenig näher gekommen. Aber zum Glück nicht mehr lange.

9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


24. ゴジラvsデストロイア /Godzilla vs. Destoroyah/Godzilla gegen Destoroyah (1995)

Awright, da isser. Der letzte, zumindest damals, Godzilla-Film. Man beschloß das Monstrum in Würde untergehen zu lassen, anstatt es unermeßlich ins Lächerliche zu ziehen. Sehr gut.

Wir fackeln hier nicht lange rum - Godzilla greift nicht Japan sondern HongKong an. Doch etwas stimmt mit ihm nicht. Er sieht aus als würde er an einer Krankheit leiden. Sein Körper glüht und dampft förmlich, man sieht gigantische, glühene orangefarbene Flecken auf seinem Körpe. Die Radioaktivitität macht Big G wohl doch zu schaffen - sein Herz ist schließlich eine Art Atomreaktor der bald hopps gehen wird. Und mit ihm wohl auch die Atmosphäre und somit auch die ganze Erde. Die Menschen tun sich wie immer zusammen und beschließt Godzilla ein für alle mal einzufrieren. Doch es bahnt sich auch eine neue Gefahr - durch den Einsatz des Oxygenzerstörers gegen den ersten
Godzilla (siehe den Film von 1954) mutierte über die Jahre eine bestimmte krabbenähnliche Spezies, die immer und immer größer wird. Und schließlich aus mehreren kleinen zu einem großen Monster wird. Zu einer ungewöhnlichen Mischung aus Alien, Predator und Krabbe. Und sonst noch was. Diese wird prompt Destroyer genannt (auf japanisch Desutroya) und ist wohl der letzte Endgegner von Godzilla. Achja, Godzilla Jr. sieht endlich aus wie sein Vater!

Der finale Schlag. Einige der bittersten und härtesten Kämpfe der Filmgeschichte, zumindest für mein Geschmack. Destoroyah sieht so unglaublich widerwärtig aus und ist wohl mindestens genauso fies wie Spacegodzilla. Er haut nicht einfach drauf, sondern entzieht Energie und lässt den kleinen Godzilla Schaum spucken. Das ist herzzerreißend. Genauso wie Godzillas engültiger Tod. Rechts in die Fühls.

9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


25. ゴジラアイランド/Godzilla Island, Story 1

And now to something completely different.

"Godzilla Island" ist eine Fernsehserie gewesen und zwar nicht die erste über den King of Kaiju. Man erinnere sich auf die US-Variante von Hanna Barbera oder die paar Folgen von Zone Fighter. Es gab an die 250+ Folgen, jeweils ca. 3 Minuten lang. Jeweils fünf ergeben eine zusammenhängende Story. Die Serie spielt im Jahre 2097 - die meisten Monster der Erde (Godzilla, sein Sohn, Mothra, Jet Jaguar, Anguirus etc. pp) leben zusammen auf einer Insel, die vom sogenannten G-Guard
sicherheitshalber überwacht wird. Dieses besteht aus dem Wächter aus einem Commander und seinem kleinen fliegenden Roboter. In der ersten Story taucht ein UFO auf, welches die Erde zerstören möchte. Zu diesem Zwecke schickt es SpaceGodzilla auf die Erde - Godzilla muss sich natürlich der Sache annehmen.

Und jetzt kommt der Clou. Die Serie besteht, außer den menschlichen Schauspielern natürlich, aus Action-Figuren von Bandai. Die nicht mal animiert sind sondern von Hand bewegt werden. Das sorgte bei mir zumindest für paar unfreiwillige Lacher. Aber es ist trotzem gekonnt gemacht. Schade dass ich kein japanisch spreche sonst fände ichs wohl noch amüsanter.

Story
Intro:

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Film der Woche#213: ゴジラ-thon, Teil 3

Hallo und herzlich willkommen zum dritten Teil des Gojira-Marathons. Den zweiten Teil findet ihr hier, der ersten Teil ist dort ebenfalls verlinkt. Ich befinde mich immer noch in der ersten Filmreihe, wobei einiges an den Filmen ziemlich unerträglich wirkt. Und das sind unter anderem die deutschen Titel, die extra so gewählt wurden, damit möglichst viele Zuschauer ins Kino eintrudeln. Schließlich kommt eine "Frankenstein" sehr sehr bekannt vor. Zudem ist hier das Schema "Monsterfilm" zerstört. Es driftet nämlich verschiedene Richtungen ab. Mal ist der Film sehr kinderfreundlich, mal eher sci-fi-mäßig. Und natürlich kriegt ihr alle drei Filmtitel (japanisch, englisch, deutsch) zu lesen.

6. 怪獣大戦争/Invasion of Astro-Monster/Befehl aus dem Dunkel (1965)

Der erste Film im heutigen Beitrag ist gleichzeitig der erste Godzilla-Streifen der Außerirdische involviert. 

Nachdem in der Näher des Jupiters ein neuer Planet namens Alpha 707 aufgetaucht ist werden zwei Astronauten auf eine Aufklärungsmission dorthin geschickt. Die Einwohner des Planeten, die sogenannten Alphas, schildern den zwei Erdlingen (gespielt von Akira Takarada und Nick Adams) ihre Situation. Der mächtige King Ghidorah belagert seit langem ihre Welt, sodass sie vor langer Zeit gezwungen waren sich in die Unterwelt zu verkriechen. Sie bitten die Astronauten daher sich die Monster Godzilla (der wohlbekannte King of the Monsters) und Rodan (stammt tatsächlich von einem Vogel ab) "auszuleihen" damit sie King Ghidorah bekämpfen. Im Gegenzug bekommen sie das Heilmittel gegen Krebs (lol). Doch natürlich werden sie übers Ohr gehauen und ordentlich verarscht. Die Außerirdischen wollen die Erde kolonisieren und manipulieren die Monster für ihre Zwecke.

Bei Godzilla bleibt alles bei alten. Dieselbe Suitmation, dieselben etwas verlangsamten ungewohnten Bewegungen. In dem puncto gibt es nicht viel neues. Andererseits kommen diese vollkommen verstrahlten Aliens hinzu. Ein weitaus interessanterer Aspekt, meiner Meinung nach. In meinen Augen funktionieren Godzilla-Filme mit Alien-Beteiligung besser als irgendwelches Fantasy-Zeug (wie bspw. mit Mothra, den kleinen Zwillingsschwestern und der Kinderinsel - so sehr ich Mothra auch mag), weil sie dem ganzen eine ziemlich coole, futuristische Note verpassen. Diesmal ist sogar die Rahmenhandlung gar nicht mal schlecht. Ich gebe dem ganzen daher ganze 7 Pfandflaschen. Denn auch wenn es kein Oscar-Film ist, so gehört er in dieser Ausgabe zu den besseren Streifen.
Leider ist er in deutscher Fassung gekürzt, sodass man Godzillas lächerlichen Freudentanz nicht sehen kann.


7/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


7. ゴジラ・エビラ・モスラ 南海の大決闘/Godzilla vs. the Sea Monster/Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer (1966)

Ich habe verdammt lange danach gesucht und schließlich einen Stream unter dem Namen "Ebirah, Horror of the deep" gefunden. Leider ist mir kurz vorm Ende der Stream abgekackt. Und auch nach dem Neuladen ließ sich dieser nicht vorspulen. Ergo sah ich mir die letzten 10 Minuten mit einem Kommentar des Casts von "Mystery Science Theatre 3000" an.

Hauptsächlich geht es hier um einen jungen Mann namens Ryota (Toru Watanabe), der arg verzweifelt ist weil sein Bruder vor einiger Zeit spurlos verschwand. Er ist fest davon überzeugt, das
er noch lebt auch wenn die Army den halben Ozean durchsucht hat und keine Leiche findet. Mithilfe von zwei anderen Typen die er bei einem Tanzwettbewerb aufsammelt schnappt er sich ein Boot und macht sich auf die Suche. Auf ihren Abenteuer stoßen sie auf eine Söldnerarmee namens "Roter Bambus" die Menschen (von der Kinderinsel) versklavt und mit chemischen Waffen rumexperimentiert. Außerdem benutzen sie die Riesenkrabbe Ebirah um Menschen eine Flucht zu verunmöglichen.

Die Story ist tatsächlich gar nicht mal schlecht. Und wie ihr vielleicht gemerkt habt, hab ich Godzilla in der Inhaltsangabe gar nicht erwähnt, weil der Film theoretisch auch ohne ihn funktionieren würde. Ergo handelt es sich um einen Versuch ein Bisschen Kohle rauszuschlagen. Es wäre aber echt gar nicht nötig gewesen. Aber für die Mühe mit der Story gebe ich trotzdem ein paar Punkte.

5/10 Pfandflaschen
Film - es war sehr schwierig den Stream überhaupt zu finden. Mittlerweile geht der Link auch nicht mehr. Ich hoffe dass es nur zeitweise ist. Wenn es dann leider doch der Fall sein sollte, empfehle ich euch den Film mit dem MST3K-Kommentar anzusehen.
Trailer:


8.  怪獣島の決戦 ゴジラの息子/Son of Godzilla/Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn (1967)

Der wohl (zweit)kinderfreundlichste Godzilla-Film ever.
Ein Wissenschaftler-Team arbeitet auf einer Insel an einer Wetterkontrollanlage. Bei einem Test entweicht allerdings radioaktives Gas was Gottesanbeterinnen vergrößert. Diese greifen daraufhin ein mysteriöses Riesenei, bis Godzilla sie aufhält. Bei dem Ei handelt es sich um Minilla, Godzillas Sohn
der daraufhin typische Riesenechsendinge von seinem Vater erlernt: Feueratem, Brüllen, Stampfen. Dazu kommt noch eine riesige Spinne.

Zugegeben die Vater/Sohn-Szenen sind wirklich putzig und außerordentlich komisch. Die Handlung ist aber sonst dermaßen langweilig dass Reptiloidenaugen zufallen. Es zieht sich einfach ins Leere, ohne das was nenneswertes geschieht. Und nicht mal Minilla (der nebenbei megagruselig ist und schreckliche Eselsgeräusche von sich gibt) kann das retten. Wie denn auch? Normalerweise führt das Einführen eines neuen, bis dato unbekannten Charakter nicht zur Rettung einer Filmreihe.

Nope.
4/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


9. 怪獣総進撃/Destroy all Monsters/Frankenstein und die Monster aus dem All (1968)

Yeah!
Jetzt gehts wieder rund!

Der neunte Teil der Reihe spielt in der Zukunft des Jahres 1999. Die Menschheit baute eine Mondbasis und brachte verschiedene Monstren auf einer Insel unter, von welcher sie nicht entkommen können. Eines Tages werden die für die Insel zuständigen Wissenschaftler durch ein Gas bewusstlos. Daraufhin entkommen die Monster trotz der für sie eingerichteten Barriere und fangen an verschiedene Städte auf der Erde zu zerstören. Godzilla macht das UN-Gebäude in NY kaputt,
Baragon tobt in Paris, Mothra fliegt über China, Rodan macht Moskau kaputt etc. pp
Es stellt sich heraus, dass ein Alienvolk von Frauen die Erde übernehmen will und dafür die Monster hinerhältig unter ihren Einfluss gebracht hat, damit diese für sie die Drecksarbeit erledigen.

Nachdem die letzten beiden Filme (für die Jun Fukuda verantwortlich war) so gut wie gar nicht gepunktet haben, übernahm ab hier wieder Ishiro Honda (der Regisseur des Originalfilms) das Steuer. Und da sieht dass hier der Meister seines Fachs am Werk ist. Es ist zwar eine leicht vorhersehbare (weil ähnlich wie in "Befehl aus dem Dunkel") aber nicht uninteressante Story. Das ist schon mal gut. Doch selbst wenn das einen zu langweilig ist, machen es die Monsterszenen wieder wett. Wir kriegen hier mit wie die ganzen Kaijus lauter Städte kaputt machen und es gibt einen grandiosen Monsterfight, den es bis dahin noch nie gab. Es ist wirklich großartig wie hier zugetreten, zugeschlagen, draufgestampft wird. Aus allen Ecken, aus allen Richtungen. Richtig richtig fies. Hammer! Alleine für das Ende sollte man sich den Film ansehen.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer: