Montag, 12. Juni 2023
Dienstag, 24. November 2020
So isses, Musik!#112
50 best Rock Albums of the 90s by loudersound.com, Teil 6
Diesmal darf ich das zweite Video von Raphael verlinken, und das tue ich hiermit. Der nette junge Mann mit dem Bart hat sich die nächsten zehn Alben vorgenommen. Hier gehts etwas langsamer zu. Und überhaupt, damit ihr das Video erst recht anklickt bette ich es ein.
40. Pearl Jam - Vs. (1993)
Wow. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dieses Album gut finden würde.
Pearl Jam galten für mich eine sehr lange Zeit als die Wegbereiter der "Yarl yarl"-Post-Grunge-Ära. Also als Inspiration für solche unsäglichen Bands wie Creed, die Albumcover hatten auf welchen die Köpfe der Bandmitglieder in einem Baum zu sehen waren. Die davon gesungen haben mit weit offenen Armen zu stehen, man den Text aber nicht verstanden weil man ein einziges "Yarl yaarrl yaaaaarll" rausgehört hat. Pearl Jam sind aber tatsächlich eine ganze Ecke anders und ungefähr 10000% talentierter. Asche auf mein Haupt.
Zweites Album von Pearl Jam woraus die Singles zuerst gar nicht in den USA rausgebracht wurden. Die Band stilisiert sich hier als eine sozialkritische, durchaus politische Gruppe. Ich glaube das hat dazu beigetraten, dass die Singles nicht in den USA veröffentlich wurden. "W.M.A." steht für "White Male Adult" und handelt von rassistischer Polizeigewalt. "Animal" soll kritisch gegenüber Massenmedien sein. Ihr wisst schon, in welche Richtung es geht. "Vs." ist tatsächlich ziemlich abwechslungsreich. Eine gute Mischung aus nach vorne gehenden, hardcorepunkigen Songs und sogenannten "Powerballaden". Wobei die letzteren eher in der Minderheit sind. Es ist halt ein Grunge-Album abseits des Nirvana-Mikrokosmos. Nirvana waren zwar die Band, die den Funken gegeben hat aber Pearl Jam waren die Fackelträger die diese Art von Musik erst richtig in den Mainstream gebracht haben. Und ich seh auch warum. Es ist tatsächlich sehr eingängige Musik, die im Ohr hängen bleibt. Es ist nicht langweilig. Und musikalisch auf einen ziemlich hohen Niveau.
Anspieltipps: Daughter, Rearviewmirror, Go, WMA
8/10 Pfandflaschen
39. Def Leppard - Adrenalize (1992)
Diese Liste ist für mich teilweise eine echte Herausforderung. Wie bei Bon Jovi weiß ich zuerst nicht ob und wie ich das hier bewerten soll. Aber ich glaube ich ringe mich dazu durch.
Im Gegensatz zu Raphael würd ich Def Leppard nicht unbedingt als Hair Metal bezeichnen. Denn damit assoziiere ich viel schmuddeligere Texte und weitaus mehr eingebildete Musiker. DL hingegen sind eine stinknormaler britische Hard Rock Band, die irgendwie den Grunge-Boom der 90er Jahre überlebt hat. Allerdings sind sie stilistisch 80er Jahre Cock Rock doch etwas näher. Sprich: Lederjacken, Vokuhilas, Sonnenbrillen und so. Songs wie "Make Love Like A Man" und seichte Balladen. Der große Unterschied hier ist, dass Def Leppard aus Großbritannien kommen und in ihren Musikvideos nicht alles voll mit Sex ist.
"Adrenalize" klingt tatsächlich wie ein Relikt eines ganzen Jahrzehnts. DL haben meiner Meinung nach hier wenig mit Bands wie Mötley Crüe oder Van Halen oder Poison oder oder oder gemeinsam. Sie wirken wie eine seichtere Variante dieser Musik. Wie etwas, dass hinterher als Nebenprodukt rausgekommen ist. Oder eine Band, die auf ihrer Höhe war und jetzt halt ein weiteres Album rausgebracht hat. Meiner Meinung nach nicht genügend Kick und ich fühle mich als würde ich ein Michael Bolton Album, oder sowas in der Art, hören. Ich weiß es nicht. Ich glaube, ich werde das hier nicht bewerten. Oh mein Gott, mir ist grade aufgefallen, dass Limp Bizkits neues Logo eine quasi Hommage an Def Leppard ist. Wow.
Anspieltipps: Stand Up (Kick Love Into Motion), Tonight, Heaven is
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Lausen - Etcetera (2020)
Lausen hat sein erstes Album rausgebracht. Warum schreibe ich irgendwas dazu? Nunja, ich habe mir hier vorgenommen "Newcomern" und so etwas mehr Promo zu geben. Wir kennen uns noch aus der Zeit, als er noch Drummer für die Deathcore-Band "I Killed A Bunch Of Dudes" war, die sich später in Candero umbenannt hat. Irgendwann hat man sich aus den Augen verloren und er hat seine Schuhe verschenkt nachdem er nach Leipzig und ich nach Wanne-Eickel gezogen ist/bin. Jetzt macht er Rap.
Ich habe mir das hier fest vorgenommen und ich wollte dabei ehrlich bleiben. Es gibt hier Tracks die gehen absolut durch die Decke, die haben etwas in sich. Und es gibt die, die gehen gar nicht. Zum Beispiel "Partys In LE", da weiß ich ehrlich nicht was ich dazu sagen soll. Allerdings gibt es hier noch "Heftig", "Transplantat" oder "Künstlich Atmen". "Heftig" ist vor allem so interessant, weil es klingt als hätte man es um 3:45 morgens aufgenommen, nach 24h ohne Schlaf. Mein weiterer großer Favorit ist "Bart auf drei" weil der Text so alltäglich ist. Habe nämlich mit 28 Jahren immer noch auf Gesichter der Titelseite Pimmel und so gemalt. Und nicht nur das. Ich mag die Aussage von "Codez" - dass jegliche Bewegungen/Aussagen/Modestils eine kodierte Aussage sind. Aber ich find die Hook leider ziemlich anstrengend. "Hoodboss LK" reißts richtig ab. Richtig gutes Soul Sample und auch tatsächlich brauchbare Punchlines gegen lean sippende Rapfans. "Du bist so cool, du hast dir die Arschhaare abgefriert, der Kontrolleur hat deine Bahncard nicht akzeptiert". Herrlich! "Ehrenbürger" hingegen ist mein absolutes Favorit. Track gegen sogenannte Ehrenbürger, die dich wegen Falschparken anzeigen oder auf irgendwelche aus den Fingern gesaugte Mindestmaße achten. Die Hook ist sehr simpel, aber geht verdammt gut klar: "Ehrenbürger, Ehrenbürger, Ehrenbürger, Ehrenbürger, Ehrenbürger, Ehrenbürger - IH!" "Wolfpack" geht hingegen gar nicht. Ich find so ziemlich alles an dem Song nervig. "Gott Talks", der letzte Song auf dem Album, ist das Niveau auf dem ich mir weiteren Stoff wünsche. Wenn ich mal so ehrlich bin. Es ist Luft nach oben! Sehr viel Luft nach oben! Aber ich bin vorerst zufrieden.
Anspieltipps: Heftig, Gott Talks, Hoodboss LK, Ehrenbürger 6,75/10 Pfandflaschen
Mayhem Discography: Daemon (2019)
Es ist beinahe ein Jahr her, dass ich Mayhem live gesehen habe. Retrospektiv betrachtet bin ich immer noch beeindruckt. Anyways, um es mal relativ kurz umzureißen: Mayhem machen hier keine Gefangenen aber auch keine Experimente. Und das verdammt gut. Kurz vor den Aufnahmen zu diesem Album waren sie auf einer Anniversary-Tour für das Album "De Mysteriis Dom Sathanas" und außerdem war da noch dieser "Lord of Chaos"-Film, der zu ihrer erneuten Popularität beigetragen hat. "Daemon" muss sich in allen Kritiken mit "De Mysteriis..." vergleichen lassen.
Mayhem kehren machen hier nämlich keine Experimente wie auf "Grand Declaration of War" oder "Esoteric Warfare". "Daemon" ist feinster Black Metal, der mich insgesamt an eine besser produzierte Version vom bereits erwähnten Album erinnert. Eröffnet mit einem Bulldozer an Song, "The Dying False King" der höhö "keine Gefangenen nimmt, kein Intro braucht und den Zuhörer einfach überrollt. Es interessant wie das Album es schafft so zu klingen wie früher, wobei das Line-Up teilweise anders ist. Anstelle von Euronymous und Varg Vikernes sind hier Teloch und Ghul zu hörne. Der Rest ist dieselbe Besetzung: Attila Csihar, Hellhammer, Necrobutcher. Was mir auch aufgefallen ist, dass es mich an neuere Black Metal Bands erinnert, höchstwahrscheinlich weil sie sich von Mayhem inspirieren ließen - und natürlich weil es besser produziert ist. Es ist mit Sicherheit kein Meilenstein in Sachen Black Metal, aber dafür ein verdammt gutes, creepy Stück "extremer" Musik was außerdem sehr sauber eingespielt ist. Like it, very much.
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Dying False King, Falsified And Hated
Paradise Lost Discography: Obsidian (2020)
Paradise Lost ist eine Band, die es schafft sich zu wiederholen ohne sich zu wiederholen. Mal wieder gehen sie zu ihren Ursprüngen zurück, so wie sie es auf den Vorgängeralben "Medusa" und "The Plague Within". Damals haben sie die Death- und Doom Metal Zeiten wieder aufleben lassen. Auf Obsidian gehen sie mal wieder zu Doom zurück, allerdings auch zu alten Goth-Sounds. Und nicht nur ihren eigenen. "Ghosts" hört sich beispielsweise an, wie etwas was aus der Feder von The Sisters Of Mercy oder anderen Nachahmerbands stammen könnte.So kreieren sie einen Genremix, der sich sehr gut in ihre restliche Discography einfügt. Doom Metal mit nach Goth Rock klingenden Gesang. Ab und an natürlich Growls. Und natürlich Texte voller Leiden, die sich auf den Weltschmerz beziehen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde dass sie damit das Rad neu erfinden. Sie können aber einfach richtige Musik machen, sich auf sich selbst beziehen, Genres vermischen damit es gut klingt. Und sie kommen damit an ihre alten Sachen heran, was nicht jede Band schafft. Lange Rede, kurzer Sinn: Es macht Spaß, dieses leidvolle Leiden anzuhören.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ghosts, Forsaken, Fall From Grace
Mittwoch, 12. August 2020
So isses, Musik!#105
Blink-182 Discography: s/t (2003)

Ihr fragt euch sicherlich, was zur Hölle denn mit den anderen Alben passiert ist und warum sie einfach übersprungen wurden? Nun, übersprungen nicht, aber ich reviewe dieselben Alben nicht zwei mal. Darum: hier gehts zu "Enema of the State", und hier zu "Take Off Your Pants And Jacket" als auch zum Livealbum "The Mark, Tom and Travis Show", welches ich nicht mehr besitzer, weil es von einem Tapedeck gefressen wurde :(
Das selbstbetitelte oder wie Mark Hoppus sagte "unbenannte" Album ist eines welches, die Band ein großes Stück nach vorne gebracht hat. Tom DeLonge und Travis Barker spielten davor mit ihrem Nebenprojekt "Box Car Racer" Musik die der von Quicksand, Refused, Jawbox und anderen Post-Hardcore-Bands näher stand. Dies inspirierte alle drei, ihre Musik weiterzuentwickeln. Auch die Art wie dieses Album aufgenommen wurde, ist eine andere. Diesmal nahm man alle Spuren gemeinsam auf, anstelle es separat zu tun. Ehrlich gesagt, hat man schon auf "Take Off Your Pants And Jacket" gemerkt, dass das nächste Album wohl düsterer wird, auch wenn man an das Video zu "Anthem Part 2" denkt. Blink-182 klingen einfach so viel anders, weil sie auch anders sind. Alle drei Mitglieder sind zu dem Zeitpunkt Väter geworden und merkten wohl auch dass der Ernst des Lebens schon längst begonnen hat. So sind die Texte nicht mehr voll mit Toilettenwitzen und die Musik wirkt nicht wie von einer (guten) Nachfolge-Band von Descendents. Stattdessen bezieht man sich auf The Cure, New Order, Joy Division, bleibt aber im Großen und Ganze eine Pop-Punk-Band, nur mit einem vielfältigeren Sound. Texttechnisch ist man nun sehnsüchtiger und melancholischer. "Feeling This" ist ein brechender Song, ein perfektes Intro. "Miss You" ist mit zwei "Nightmare Before Christmas"-Anspielungen versehen und einfach schön lo-fi. "Always" ist der wohl mit Abstand schönste Song den diese Band rausgebracht hat. Robert Smith singt auf "All Of This" und zeigt noch mehr, dass Blink-182 definitiv mehr sind/waren als nur eine Pop-Punk-Band, dass sie zu The Cure musikalisch passen können. Ich mag außerdem wie "Down" in "The Fallen Interlude" übergeht und dann nahtlos zu "Go". Selber Fall bei "Easy Target" und "All Of This".
Es ist großartig, bahnbrechend und mit höchster Wahrscheinlichkeit das beste Album was diese Band jemals rausgebracht hat. Ich glaube, alles was danach kam konnte da nicht mithalten.
9,75/10 Pfandflaschen
Feeling This, Obvious, The Fallen Interlude, Down, All Of This, Always
Paradise Lost Discography: Tragic Idol (2012)

Paradise Lost sind eine furchtbar abwechslungsreiche Band. So eine, mit der ich kaum hinterherkomme. Liebe den Fakt, dass sie von Death über Doom über Gothic Metal bis zu Synthpop und nun zu einer Mischung ihrer besten Sounds alles mögliche gemacht haben. "Tragic Idol" ist auf jeden Fall immer noch ziemlich heavy, aber insgesamt wesentlich melodischer als der Vorgänger "Death Unites Us - Faith Divides Us".
Das Album ist nach eigenen Aussagen zufolge beeinflusst von alten Doom Metal und "klassischen" Metal. Letzteren Einfluss sehe ich definitiv, weil hier alles nur so von Soli sprießt. Insgesamt fühle ich mich trotz der typischen Themengebiete allerdings nicht an eine Doom/Death/Gothic-Band erinnert sondern eher an eine "epische" Metal-Band die auf der größten Bühne beim Wacken spielt. Nicht falsch verstehen, ich finds verdammt gut wie sie sich ausprobieren und auf Konventionen scheißen. Allerdings höre ich solche Art von Metal am wenigsten und darum überlebt dieses Album bei mir nicht lange. Es ist mir ehrlich gesagt fast schon zu ambitioniert und zu anstrengend das zu hören. Diese ständigen Solis bringen mich echt um. Das heißt natürlich nicht, dass es ein schlechtes Album ist. Hier gehts übrigens zu "The Phantom Within" und "Medusa". Damit ist die Discography erstmal zu Ende. Doch irgendwann bald werde ich das neueste Album reviewen.
7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Fear Of Impending Hell, To The Darkness, In This We Dwell
Dienstag, 7. Juli 2020
So isses, Musik!#103

NO BORDER NO NATION FEST 2010 am 03.07.2010 im B-Hof, Würzburg
Also, laut Flyer spielten an diesem Abend vier verschiedene Bands: Nihil Baxter, Bob Rooney, On Your Marx und Mid-Air Collision. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht wirklich erinnern, wie das Konzert war. Weiß aber definitiv, dass ich Mid-Air Collision nicht gesehen habe. On Your Marx
wahrscheinlich schon. Bob Rooney habe ich damals auf jeden Fall abgefeiert und von Nihil Baxter war ich Fan erster Stunde. Erinnere mich sogar dunkel dass sie "Let's Fucking Go!!!!" von Spazz gecovert haben. Nach dem Konzert wollte ich nur mal kurz runter und mir ein Tape von ihnen holen, aber ein Türsteher meinte, dass jetzt niemand mehr reindarf - nur noch Leute aus Bands. Hätte ich bloß gesagt, dass ich in einer Band spiele. Ich weiß noch, dass wir (sprich ich und ein paar andere Leute) am Abend auf der Mainwiese abgehangen sind und irgendjemand sich eine Deutschlandfahne in die Hose gesteckt und durch den Hosenstall wieder rausgezogen hat.
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Top 40 Nu Metal Songs of all time by loudersound.com, Teil 7
10. "Down With The Sickness" von Disturbed aus "The Sickness" (2000)
Gottverdammte Scheiße, wie ich dieses Lied hasse. So abgrundtief. Ungefähr 10234029384238201 Mal gehört, dieses "Domestic Violence" Solo ist einfach fürchterlich. Nicht dass Disturbed per se schlecht sind. Sie haben tatsächlich paar gute Songs. Aber nein. Nein. Ich hasse es. Stahp it.
0/10 Pfandflaschen
9. "Bodies" von Drowning Pool" aus "Sinner" (2001)
Ungefähr genauso ausgelutscht wie "Down With The Sickness", aber etwas weniger nervig. Zumindest zum großteil. Aber naja. Ein Goldstück isses nicht.
3/10 Pfandflaschen
8. "Movies" von Alien Ant Farm aus "Anthology" (2001)
I hate everything here, but this - this I like!
9/10 Pfandflaschen
7. "Back To School" von Deftones aus "White Pony" (2000)
Dazu brauche ich glaube nichts sagen. Checkt das Review zum Album.
10/10 Pfandflaschen
6. "Points of Authority" von Linkin Park aus "Hybrid Theory" (2000)
Merke: Das ist das Original, nicht der Remix mit dem Mecha-Video. Aber ist auch egal, beide Versionen des Songs sind nämlich verdammt gut. Darum:
10/10 Pfandflaschen
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Blink-182 Discography: Buddha (1994/1998)
Okay, eigentlich ist es das erste Demoalbum von Blink. Richtig gelesen, ohne die 182 hinten dran. Rausgekommen im Jahre 1994 bevor die Band von einer Band namens Blink angesprochen wurde, die Benutzung des Namens zu unterlassen. Ein Haufen der Songs hierauf wurde auf dem offiziellen Debütalbum „Cheshire Cat“ wiederverwendet, ein weiterer Song auf dem zweiten Album „Dude Ranch“. Es wurde im Jahr 1998 wiederveröffentlicht, kurz bevor das absolute Durchbruchsalbum „Enema of the State“ rauskam. Im Grunde genommen sind es größtenteils dieselben Songs wie auf „Cheshire Cat“, sie gefallen mir aber hierauf wesentlich mehr, weil sie weniger poliert sondern viel garagenmässiger daherkommen. Es geht viel um Herzschmerz und Teenage Angst, so wie man die Band eben kennt. Eine Mischung aus dem besten Sounds von Descendents und hier und da auch Hüsker Dü. Sehr gelungen.
Anspieltipps: Carousel, Toast and Bananas, T.V., Romeo and Rebecca, The Girl Next Door
7,5/10 Pfandflaschen
Paradise Lost Discography: Faith Divides Us - Death Unites Us (2009)

Endlich bin ich dort angekommen, wo PL sich ihren Sound von "The Plague Within" und "Medusa" nähern. Aber eigentlich ist das Album eher eine Rückbesinnung auf ältere Alben wie "Draconian Times" und wird vielerorts als ein Nachfolger dieses Albums gesehen.
Paradise Lost haben sich wie auf dem Vorgängeralbum vollkommen von Synthpop/Synthesizersounds abgewandt und machen tatsächlich wieder Metal auf "Icon" und "Draconian Times". Kaumcleaner Gesang, keine James-Hetfield-Stimme sondern wieder dieses "zaghafte" Growlen. Mit Lyrics voller Schwermut. Es ist quasi alles wieder beim Alten. Allerdings ist das Albumcoverartwork ein vollkommen anderes und untypisches. Es basiert auf dem Holzschnitt "Danse Macabre - The Abbot" aus dem Jahre 1538.
Man merkt definitiv dass PL alles andere als ein 08/15-Album machen wollten und dass sie mit all ihren Schwermut dabei sind. Allerdings macht es mich dennoch hier und da ein wenig müde, weil alles schon desöfteren gehört. Trotzdem an anderen Stellen sehr mitreißend und innovativ als auch experimentierfreudig. Wie beispielsweise auf "Living With Scars" wo es plötzlich stellenweise, äh keine Ahnung?, djentig und doomig und stonerig gleichzeitig wird. Das ist richtig abgefahren. Das gefällt mir. Ansonsten muss ich sagen: ein gutes, jedoch kein großartiges Album. Es fehlen einfach die richtigen mitreißenden Stücke. Also es gibt sie, aber es ist nicht voll davon. Was schade ist.
Anspieltipps: Living With Scars, The Rise Of Denial, As Horizons End
6,75/10 Pfandflaschen
Samstag, 13. Juni 2020
So isses, Musik!#101
A LOOK IN THE PAST:
HYSTERESE + THE HIGH SOCIETY + BOB ROONEY am 08.06.2013 im B-Hof, WürzburgDieses Plakat hängt hier seit Ewigkeiten und doch kann ich mich gar nicht so wirklich an das Konzert
erinnern. Woran ich mich definitiv erinnern kann, ist dass The High Society (die aus dem Nürnberger Punk-Inzest-Spektrum kamen)(und definitiv unfassbar geil waren) nicht spielen konnten weil ein Bandmitglied oder zumindest jemand der der Band nahe stand leider verstorben ist. Bob Rooney fand ich damals unfassbar geil und habe sie insgesamt an die drei oder vier Mal gesehen. Hysterese halte ich bis heute für eine der besten melodischen Punk Bands der modernen Zeit. Ich mag die semi-okkulte Symbolik gepaart mit dem lockeren Sound. Ich meine mich zu erinnern dass ich an dem Abend mir zwei Patches der Band gekauft habe - es kann natürlich auch sein dass es ein anderer Abend war - eins davon ist nun auf meiner Bomberjacke, das andere liegt immer noch rum. Und das nach sieben Jahren lol. Wie gesagt, ich kann mich kaum an den Abend erinnern, hinsichtlich der Zusammenstellung muss das ein guter Abend gewesen sein.
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Top 40 Nu Metal Songs of All Time by loudersound.com, Teil 5
20. "Giving In" von Adema aus "Adema" (2001)
Irgendwie catchy, aber irgendwie zu sehr Linkin Park mäßig und irgendwie vorhersehbar. Not my can of Mixery. Sorry.
5/10 Pfandflaschen
19. "Crawling In The Dark" von Hoobastank aus "Hoobastank" (2001)
Das gefällt mir sehr gut. Habe fast vergessen was für ein hidden gem das hier ist. War glaube ich auch auf dem Soundtrack zum ersten Spider-Man-Film(?). Gar nicht mal so nu-metal-mäßig. Eher Post-Hardcore. Catchy. Sehr catchy.
8/10 Pfandflaschen
18. "Butterfly" von Crazy Town aus "The Gift Of Game" (2000)
Ein Song der auf einem Sample aus einem RHCP-Song basiert und dadurch als auch durch den merkwürdigen Text zum Erfolg wurde. Ich kann ihn einfach nicht mehr hören. Es gibt so viele bessere Songs auf "The Gift Of Game", auch wenn das ganze Album kein non plus ultra ist. Nein.
5/10 Pfandflaschen
17. "Rollin'" von Limp Bizkit aus "Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavoured Water" (2000)
Dazu muss ich nichts sagen. Zeitloser, wenn auch etwas cringiger Klassiker.
9/10 Pfandflaschen
16. "Freak On A Leash von Korn aus "Follow The Leader" (1998)
Ich glaube, dazu muss ich auch nichts sagen.
10/10 Pfandflaschen
Blink-182 Discography: Dude Ranch (1997)

Zweites Album von Blink-182 und gleichzeitig das Major-Debüt der Band, nämlich beim Label RCA. Im Vergleich zum Erstling "Cheshire Cat", welches ich sehr anstrengend und nervig fand ist das hier doch ziemlich solide. Mark Hoppus, Tom DeLonge und Scott Raynor haben sich sowohl musikalisch als auch textlich wesentlich verbessert. Inhaltlich geht es natürlich um Herzschmerz, Mädchen, Erwachsenwerden, Zurechktkommen mit seelischen Schmerz und so weiter. Und natürlich darf auch der obligatorische Pipi-Kaka-Witz nicht fehlen. So verabreicht Mark Hoppus in Outro seinem (imaginären) Hund seine Pisse zum Trinken. Okay.
Hoppus und DeLonge wechseln sich beim Gesang ab, so wie es man von ihnen gewohnt ist. Nasale gegen "normale" Stimme. Poppiger, teils sehr alberner, jedoch stellenweise ziemlich ernster Skate Punk der als Inspiration für viele Bands des Genres diente. Meiner Meinung ist es auch verdammt gut rauszuhören, dass Blink-182 sich hierauf zwar in dem Goofy-Pop-Punk-Spektrum bewegen aber schon bald etwas größeres aus ihnen wird. Es ist mal wieder eins von diesen Alben auf dem Weg zum Erfolg - und zwar in diesem Falle "Enema of The State". Noch nicht so gut, wie das nächste aber definitiv besser als das davor.
7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dick Lips, Dammit, Lemmings, Pathetic

Paradise Lost Discography: In Requiem (2007)
Langsam neigt sich die Discography von Paradise Lost dem Ende zu. Es wird definitiv nicht schlechter, jedoch auch nicht kontinuierlich besser. Viel eher weiß die Band welche Knöpfchen sie drücken muss um bei ihrer Hörerschaft anzukommen und natürlich auch um ihre eigene Musik gut zu
finden.
In Requiem geht wieder mal mehr in Richtung Metal, Sänger Nick Holmes hört sich wieder mal stellenweise an wie James Hetfield. Gleichzeitig gibt es immer noch Keyboards, Chöre und seichtere melancholische Songs. Das gepaart mit richtigen Bangern wie "Requiem" ergibt eine äußert zufriedenstellende Mischung. Es ist jedoch schwer zu vergleichen mit Alben wie "Gothic" oder "Icon".
Allerdings ist es technisch, lyrisch und musikalisch betrachtet trotzdem ein verdammt gutes Album. Ein Paradise-Lost-Album eben.
7,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Never For The Damned, Requiem
Donnerstag, 14. Mai 2020
So isses, Musik!#99
SKARPRETTER + HUMANKAPITAL im Kunstverein, Nürnberg am 16.04.2009
Ohne Scheiß, ich erinnere mich so gerne an dieses Konzert. Von Humankapital weiß ich nicht viel, außer dass es eine Band aus dem Dunstkreis von Youth Wars/Brüllshit
Propaganda/Vengeance/Arnold Strong/High Society/Der Mann, der sich steil bergab stürzt war. Skarpretter bestanden aus ehemaligen Mitgliedern von Paragraf 119 und Gorilla Angreb und boten ähnliche Botschaften wie Paragraf 119 mit derselben Stimme (war afaik derselbe Sänger) nur mehr streepunkmäßig. War n echt geiles Konzert mit sehr lieben Menschen. Ich schlief in einem Auto mit zwei Leuten um mich herum die beiden unfassbar viel geschnarcht haben. Einer von uns hat sein Tabak auf dem Autodach liegen gelassen, dann hat es in der Nacht geregnet sodass daraus eine kleine Pflanze gewachsen ist. Oh und es lief abwechselnd Bolt Thrower und Death Metal als auch Frauenarzt und King Orgasmus One. Okay.
TRAGEDY + BURIAL + CIVIL VICTIM + MURDER DISCO X am 30.04.2011 in Beat Baracke, LeonbergHoly shit. Ich habe tatsächlich Tragedy gesehen. Damals war es ein ultimativer Riesenact für mich. Zu Schade, dass ich mich nicht wirklich an das ganze Konzert erinnern kann. Ich weiß noch dass das Line-Up sich wie eine Trauerfeier anhört. Irgendwas mit Mord, Zivilopfer, Begräbnis und Tragödie. Woran ich mich erinnern kann: Als Tragedy gespielt haben war der Raum so voll dass ich es grade mal geschafft habe, drin zu sein. Da es so vollgestopft war mit Leuten, konnte ich die Band auch
kaum sehen. Wie die anderen Bands so waren: Das kann ich gar nicht mehr sagen. Burial fand ich im nachhinein tatsächlich ziemlich gut und meine mich zu erinnern dass jemand sich über ein Bandmitglied aufgeregt hat weil er ein T-Shirt von Taake getragen hat. Habe keine der Bands seitdem wieder gesehen. War irgendwie ein komisches Konzert.
CYNESS + VLADIMIR HARKONNEN + HATEGASM im Stattbahnhof, Schweinfurt am 13.04.2012Boah, an dieses Konzert kann ich mich kaum erinnern. Ich weiß, dass Yacöpsae abgesagt haben und stattdessen Cyness Headliner waren. Cyness fand/find ich immer geil und sie waren wahrscheinlich auch geil. Genauso wie paar Monate später in Prag auf dem "Enemy Of The Sun"-Festival. Vladimir
Harkonnen haben sich nach einem Character aus "Dune" benannt und de Sänger Philipp Wolter hat seine Plattensammlung öffentlich bei Facebook gemacht, sodass jeder kommentieren konnte. War ziemlich cool. Also die Plattensammlung und die Band auch. An Hategasm kann ich mich nicht erinnern, wahrscheinlich hab ich sie mir auch nicht angeguckt. Und lol, da steht tatsächlich "nur Abendkassa!".
GROAN + KYREST + KRYSTAL METH im Kastanienkeller, Berlin am 12.11.2012Aaaah, der schöne Kastanienkeller. Das war tatsächlich ein cooler Abend mit ein paar wenigen, coolen Leuten. Krystal Meth haben irgendwas relativ normales gemacht. Hardcore Punk von einer Band die sich einen extra provokativen Namen gegeben hat, halt. Kyrest waren damals neben Unrest eine der Bands die ständig in jedem JUZ in Bayern zu sehen war. Ich habe sie bis dahin ein einziges Mal gesehen und war glaub ich nicht begeistert. Ich glaube ich habe mich damals viel zu trve crust gefühlt und wollte mit so neo crust nichts anfangen. Oder was viel wahrscheinlicher ist: Ich kam
langsam aus dieser Crust-Schiene raus. Keine Ahnung. Groan hingegen haben einen ordentlichen Eindruck bei mir hinterlassen. Und zwar das kleine Frauen verfickt nochmal unfassbar laut growlen können und richtige gute Death-Metal-Sängerinnen abgeben. Fick ja. Was aus allen drei Bands geworden ist, weiß ich leider nicht.
SHAI HULUD + THE PARIAH + UNSAID + FALL OF SHARON in Café Nova, Essenam 18.03.2016Ich erinnere mich noch vage. Jemand der mir aus welchem Grund auch immer nur noch vage ein "Hallo" andeutet hat mich gefragt ob ich mitkommen will und ich kam mit. Von all den Bands kannte
ich nur Shai Hulu und ich meine mich zu erinnern, die tatsächlich ganz gut gefunden zu haben. Also sowohl digital als auch live. Sie haben sich auch sehr darüber gefreut überhaupt da sein zu dürfen und meinten dass es für eine kleine Band wie sie ein sehr großes Ding ist in Europa zu spielen. Ich dachte halt dass sie ziemlich groß sind und schon längst größere Hallen füllen. Shai Hulud waren definitiv sehr gut, an den Rest erinnere ich mich so überhaupt nicht. Die Namen sind halt leider auch ziemlich beliebig und ich bin mir nicht mal mehr sicher ob die Bands überhaupt noch existieren.
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The top 40 nu metal songs of all time by loudersound.com, Teil 3
30. "New Disease" aus "The Height Of Callousness" (2000) von Spineshank
Spineshank hatten wir hier letztens erst. Ich mochte das Album, auch wenn es nicht gerade innovativ ist. Dementsprechend mag ich den Song auch sehr.
9/10 Pfandflaschen
29. "Bring Me To Life" aus Fallen (2003) von Evanescence ft. Paul McCoy (12 Stones)
Damals wie heute. Absolut stimmig. Richtige Mischung aus Melancholie und Härte. Emotionale Texte und Memepotenzial. Ich mags tatsächlich!
9/10 Pfandflaschen
28. "Click Click Boom" aus "Every Six Seconds" (2001) von Saliva
Ach du Scheiße. Das nennt man wohl ein Guilty Pleasure. Ein rappender langhaariger Typ mit Kinnbart, Sneakers und kurzen Hosen. Mega cringy lyrics. Turntable Scratches. Holy shit. Dem 9jährigen Ich gefällt das. Mein gegenwärtiges ich cringet etwas. Aber nur etwas.... Ansonsten...weiß ich nicht...
4,5/10 Pfandflaschen
27. "Bleed" aus "Soulfly" (1998) von Soulfly ft. Fred Durst (Limp Bizkit)
Darf das Video leider nicht einbetten, also klickt auf den Link wenn ihr wollt. Das Album hatten wir hier auch schon mal. Sehr druckvoll. Richtige Mischung aus Groove, Growl Vocals und Rap. Nu Metal von jemanden der schon mal "richtigen" Metal gemacht hat. Sehr gut!
9/10 Pfandflaschen
26. "Snot" aus "Get Some" (1997) von Snot
Fuck yes. Wie geil ist das denn bitte? Warum hatte ich diese Band noch nie in Visier. Sehr schade um den verstorbenen Sänger Lynn Strait. Die hätten groß rauskommen können. Großartige Mischung aus Hardcore Punk, paar funkigen Einlagen und Nu Metal Style. Herrlich. Dieser Bass! Herrlich!
9/10 Pfandflaschen
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Blink-182 Discography: Cheshire Cat (1995)
Hurra, eine neue Discography!Und gleich zu Beginn wird es interessant bzw. ungemütlich. Das hier ist das erste Album von Blink-182, allerdings gab es davor ein Demotape welches selbstbetitelt war und unter dem Namen "Buddha" berühmt wurde. Weil ein Buddha auf dem Cover ist. Einige zählen das als vollwertiges
Album, andere nicht. Mark Hoppus von Blink-182 zählt es auf jeden Fall, darum heißt das neueste Blink-182-Album auch "Nine", weil es einschließlich "Buddha" das neunte wäre. Ich zähle die Demo-Kassette nicht mit, allerdings auf jeden Fall das Re-Issue davon, was irgendwann vor "Enema Of The State" rauskam.
So. Genug der Fakt. Erstes Album mit Mark Hoppus und Tom Delonge am Gesang/Gitarre/Bass und einen Typen namens Scott Raynor am Schlagzeug. Apropos Schlagzeug. Dieses hört sich schon sehr generisch an und ist definitiv nichts im Vergleich zu Travis Barkers Stil. Allgemein klingen Blink-182 hier nach etwas was sie damals halt waren. Eine prä-pubertären Version von sich selbst. Was nahezu widersprüchlich ist. "Cheshire Cat" beinhaltet all das wofür die Band auch später stand bis sie musikalisch erwachsen wurden: Witze über Wichsen, Ficken, Drogen nehmen. Texte über Mädchen in die sie verknallt waren und einsame Nächte die man unter der Bettdecke verbracht hat. Ganz ehrlich? Ich weiß, das hier ist das erste Album und so. Aber ich weiß auch dass sie es um Längen besser konten. Jedenfalls gefällt es mir so ziemlich überhaupt nicht. Hier und da gibts vielleicht ein paar nicht so schlechte Songs aber ansonst zündet es einfach überhaupt nicht.
4/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Carousel, Peggy Sue
Paradise Lost Discography: Paradise Lost (2005)Ich habe es mir etwas schwer getan mit diesem Album. Es klingt jedoch viel viel vieeeel besser, wenn man es mit einer Anlage hört. Als auf einem .mp3-Player. Ich habe grundsätzlich absolut nichts an diesem Album auszusetzen. Nach dem vierten oder fünften Durchhören gefällt es mir immer noch.
Ich mag den Text von "Don't Belong" sehr. Und den von Grey. Und Nick Holmes' Gesang, Gregor Mackintoshs und Aaron Aedys Gitarrenspiel und und und.
Das Ding ist: Es ist im Grunde genommen "Symbol Of Life" bloß mit etwas härteren Gitarren. Und das stört mich tatsächlich ziemlich. Dass sie zwar bei gewohnter Qualität bleiben, allerdings doch insgesamt nichts wirklich neues liefern. Das ist im Großen und Ganzen sehr schade. Trotzdem ein verdammt gutes Album.
7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Grey, Don't Belong, Over The Madness, Redshift
Donnerstag, 12. März 2020
So isses, Musik!#97
Wie angekündigt, hier eine weitere Liste. Da ich ein sehr großer Listenfreund bin, wird es demnächst auch eine weitere geben. Und wie ebenfalls schon angekündigt stammen die beiden nicht von mir, da ich mir doch keine größere Mühe machen, als bereites bestehende Listen durchzusichten/suchten und zu reviewen. Was die Discographies betrifft: Ich bin ziemlich müde davon und werde noch vier weitere Bands reviewen: Bathory, Blink-182, Ceremony und Sum 41. Die letzten drei genannten parallel zueinander. Bathory kommen am Schluß dazu und ich werde jede zweite Ausgabe ein Album reviewen. Aber erstmal zu der Liste:
The top 40 nu metal songs of all time von loudersound.com
40. "What Comes Around" von Ill Niño aus "Revolution Revolución" (2001)
Scheiße ist das geil! Melodischer (Sprech-)Gesang, schreddernde Riffs, Scratches. Mehr Nu Metal geht echt nicht. Oh und Bongos! Und es ist absolut emo.
8/10 Pfandflaschen
39. "Nothing" von A aus "Hi-Fi Serious" (2002)
Ich habe mich damals gefragt, wie zum fick man auf die Idee kommt sich einfach nach dem ersten Buchstaben des Alphabets zu benennen. Aber sei's drum. Äußerst kreative Idee, das. Gesang erinnert mich eher an Bands wie Millencollin oder MxPx als an Nu Metal. Und eigentlich kommen sie gar nicht aus der Ecke. Aber hier passt alles genau in die Liste.
8,5/10 Pfandflaschen
38. "Blue Monday" von Orgy aus "Candyass" (1998)
Das erste Mal auf der "Family Values Tour'98"-CD gehört. Wusste nicht mal ansatzweise, wer New Order sind und dass das hier ein Cover ist. Es ist ein großartiges Cover, und man hört dass Orgy bei Sache sind. Kein neues Lied, kein 1:1 Cover. Irgendwas dazwischen, so wie man Songs covern sollte. Liebe liebe liebe liebe es!
9/10 Pfandflaschen
37. "South Central" von One Minute Silence aus "Available In All Colours" (1998)
Ich frage mich, wie man auf die Idee kommt als britische Band irgendwas über Los Angeles zu singen. Jedenfalls: Nein. Also nicht ganz. Nee. Die Drums und der funkige Bass gehen klar in Ordnung. Die Riffs auch. Der Gesang geht gar nicht. Vielleicht ist es irgendwas an mich "growen" wird und ich werde es irgendwann gut finden. Wer weiß. Aber jetzt grade gefällt es mir nicht so ganz.
5,75/10 Pfandflaschen
36. "War?" von System Of A Down aus "System Of A Down" (1998)
WE WILL FIGHT THE HEATHENS! WE WILL FIGHT THE HEATHENS!
9,75/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Symbol Of Life (2002)Wir kommen dem Ziel immer näher. Und Paradise Lost wagen einen kleinen Schritt zurück. Diesmal hört sich Nick Holmes wieder an wie eine Variante von James Hetfield und man schraubte die Keyboards etwas zurück. Also so stark, dass man sie eher weniger im Vordergrund hört.
Insgesamt ein ziemlich metallastiges Album, was trotzdem ziemlich tanzbar bleibt. Paradise Lost bedienen also gleichzeitig ihr Metal- als auch ihr "Goth"-Publikum. Stellenweise ziemlich martialisch. Ich nenne die Komponente "Soft Industrial Metal". Was definitiv nicht negativ gemeint ist.
Es gefällt mir zwar, wie die Alben vorher, sehr gut. Allerdings ist es anzumerken, dass sie damit nicht besonders viel neu erfunden haben. Stattdessen hauten sie einfach ein weiteres gutes Album raus, nicht mehr und auch nicht weniger. Aber das ist meine Sicht.
7,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Perfect Mask, Smalltown Boy (Bronski Beat Cover), Mystify, Self-Obsessed
Queen Discography: Flash Gordon OST (1980)

Das erste reine Soundtrack-Album von Queen. Ich habe den Film schon mal reviewt und bin immer noch etwas gespalten was ich denn wirklich von ihm halten soll. Andererseits ein wahrer B-Movie-Klassiker, andererseis mit mehr als 2 Stunden eindeutig zu lang. Sie fühlen sich auch tatsächlich wie vier an. Der Soundtrack ist jedoch das allerbeste daran. Im Gegensatz zu anderen Queen-Alben ist das hier eher minimalistisch. Außer "Flash's Theme" und "The Hero" kommen alle Stücke ohne
Freddie Mercurys Gesang aus. Der Rest baut größtenteils auf Synthesizern und Brian Mays Gitarre auf. Anstelle des Gesangs sind Szenen aus dem Film zu hören. So kommt es zu einer Art Nacherzählung des Films. Von Beginn bis zum Ende. Auf diese Art braucht man ihn nicht mal wirklich gesehen haben.
Ein eher ungewohntes Queen-Album. Der Titelsong ist n absoluter Banger, der Rest funktioniert als Geschichte tatsächlich ganz gut. Wenn man die Songs einzeln betrachtet, gehen sie mir teilweise schon ziemlich auf den Sack. Insgesamt aber gewohnte Queen-Qualität.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: am besten Alles aber allen voran "Flash's Theme"
Dienstag, 11. Februar 2020
So isses, Musik!#95
100 Greatest Metal Songs by RJ7, Teil 20
19. "Run To The Hills" von Iron Maiden aus "The Number Of The Beast" (1982)
Nun, ich werde nicht lange drumherum reden. "The Number Of The Beast" war schon ein unfassbar gutes Album - welches ich hier reviewt habe -
9,75/10 Pfandflaschen
18. "Heaven and Hell" von Black Sabbath aus "Heaven and Hell" (1980)
Sabbath ohne Ozzy ist für mich absolutes Neuland. Zwar habe ich schon mal in einem würzburger Media Markt allerlei Sabbath-CDs mit verschiedenen Sängern gehört aber nichts davon ist hängen geblieben. Daher klingt "Heaven and Hell" für mich als hätten Rainbow/Ronny James Dio ein Collabo mit den Musikern von Black Sabbath aufgenommen... Was es eigentlich auch ist. RJD hat ne unglaublich durchdringliche Stimme und der Rest klingt eine ganze Spur weniger doomig sondern viel viel vieeeel balladesk. Für mich sehr ungewohnt, aber verdammt gut.
9/10 Pfandflaschen
17. "Crazy Train" von Ozzy Osbourne aus "Blizzard of Ozz" (1980)
Brauche dazu nichts zu sagen. Liebe den Song als auch das Album.
10/10 Pfandflaschen
16. "The Trooper" von Iron Maiden aus "Piece Of Mind" (1983)
ES IST KRIEG!
8,5/10 Pfandflaschen
15. "Holy Wars...The Punishment Due" von Megadeth aus "Rust In Piece" (1990)
Steinigt mich, aber ich mag den Song größtenteils gar nicht. Bis auf den letzten Part. :/
4/10 Pfanflaschen
14. "One" von Metallica aus "...And Justice For All" (1988)
Brauch ich ebenfalls nichts dazu zu sagen...Checkt mein Review zum Album :D
9/10 Pfandflaschen
13. "Beyond The Realms Of Death" von Judas Priest aus "Stained Class" (1978)
Irgendwie gibt mir das nicht besonders viel. Aber ich gebe einfach mindestens 7 Pfandflaschen weil es Judas Priest ist. Aber das wars auch schon
7/10 Pfandflaschen
12. "Stargazer" von Rainbow aus "Rising" (1976)
Fuck was für ein großartiges Schlagzeugspiel. Und es ist Dio am Gesang. Mal wieder. :3
8,75/10 Pfandflaschen
11. "Raining Blood" von Slayer aus "Reign In Blood" (1986)
Brauche ich auch nichts dazu zu sagen. Checkt mein Review zum Album. Auf Englisch.
9,75/10 Pfandflaschen
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Kaum zu glauben, aber wahr: Es ist tatsächlich jeweils das achte Album!
Paradise Lost Discography: Believe In Nothing (2001)

Man könnte meinen, nach sieben Alben wäre schon alles gesagt. Nun, es ist nicht ganz so. Zwar erfinden Paradise Lost das Rad nicht neu allerdings überraschen sie einen trotzdem ein wenig. Ich habe gedacht, dass nach dem synthpop-lastigen "Host" noch mehr in die "elektronische" Richtung
gegangen wird. Doch stattdessen behielt man zwar die Keyboards und die eingängigen Rhythmen, kehrte aber insgesamt zu "Dark Rock" zurück. Sprich: wieder mehr Gitarren ohne jedoch irgendeine Art von Metal zu machen.
Mir gefallen die Opener "I Am Nothing" und "Mouth" total. Andere Songs die mich definitiv begeistert haben sind "Control" und "Never Again". "Believe in Nothing" ist ein verdammt gutes und sehr eingängiges Album. Allerdings kein bahnbrechendes. Das macht allerdings nichts. Für mich ein Beweis dass PL selbst gutes mittelmaß verdammt gut können.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: No Reason, Control, I Am Nothing, Never Again, Mouth
Queen Discography: The Game (1980)

"The Game" ist eine Premiere. Es ist das erste Album der Band welches in München aufgenommen wurde. Das erste auf welchem ein Synthesizer zu hören ist. Und das erste, auf welchem Bass und Schlagzeug deutlich mehr im Vordergrund zu hören sind. Oh und natürlich ist es ein Album auf welchem wieder mal eine Menge Ohrwürmer zu hören sind.
Zum einen ist da der Queen-typische Hard Rock, wie er auf den ersten Alben zu hören ist. Unverkennbar durch Brian Mays Solos ("Dragon Attack"). Zum zweiten da Balladen wie "Save Me" oder "Play The Game". Und zum dritten, gottverdammt dritten ist da "Another One Bites The Dust" und "Crazy Little Thing Called Love". Das erstgenannte ein absolut funkiger Disco-Track, das zweite eine Art Hommage an Elvis. Witzigerweise ist "The Game" eines dieser Alben die in der Presse zerrissen wurden und heutzutage als Klassiker gelten. Man bemängelte den Mangel (lol) an großen Orchester-Momenten, an epischer Musik. Stattdessen bekam man grundsoliden Rock'N'Roll mit verdammt guten Ohrwürmern. Es ist krass was für einen Einfluss diese Songs hatten. Alleine zu "Another One Bites The Dust" gibt es unzählige Remixe und Coverversionen, unter anderem von Wyclef Jean und Captain Jack.
Fakt ist: Wieder mal ein unglaublich gutes und diverses Album. Ich frage mich schon wann ich endlich anfange zu meckern :D
Anspieltipps: Another One Bites The Dust, Crazy Little Thing Called Love, Save Me
8,75/10 Pfandflaschen
Freitag, 10. Januar 2020
So isses, Musik!#93
30. "Holy Diver" aus "Holy Diver" (1983) von Dio
Mhhhhhhhhhhh. Yeaaaaaaaaaah.
10/10 Pfandflaschen
29. "Witching Hour" aus "Welcome To Hell" (1981) von Venom
Also der Anfang ist schon mega cool und witzig. "Ladies and gentlemen, from the very depths of hell..." und dann wirds plötzlich sehr düster und leicht beklemmend bis dann das übliche Venom-Geballer anfängt. Alles andere ist Motörhead-Metal-Punk.
8/10 Pfandflaschen
28. "Cemetery Gates" aus "Cowboys From Hell" (1990) von Pantera
Scheiße, ist das wunderschön. :3
9/10 Pfandflaschen
27. "Peace Sells" aus "Peace Sells... But Who's Buying" (1986) von Megadeth
Ungefähr schon tausend Mal gehört. Unter anderem auf dem GTA Vice City Radiosender "V-Rock". Aber nie so richtig zu Ende, glaube ich. Es ist auf jeden Fall eines der besseren Megadeth-Songs und das sage ich weil ich kein großer Fan der Band bin.
9/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Host (1999)

Holy sheeeeeit, was ist das denn? Eine völlige Abkehr von jeglichen Metal. Diesmal wirklich. Stattdessen stehen Synthesizer im Vordergrund. Paradise Lost hören sich nun an wie eine Synthpop-Band mit einigen wenigen verzerrten Gitarrenriffs, die allerdings nicht all zu sehr in den Vordergrund geraten. Viel mehr wirken sie wie ein unterstützendes Geräusch damit diese ganzen Synthiesounds nicht zu glatt wirken. Sehr glatt hingegen ist Nick Holmes Gesang. Cleaner als je zuvor.
Hätte Gregor Macintosh damals keinen Synthesizer gekauft wäre das hier wahrscheinlich auch anders ausgegangen. Dann gäbe es wahrscheinlich auch keine Streicher zu hören. Überhaupt wirkt das ganze wie ein sehr gewagtes Experiment. Und tatsächlich heißt es dass PL zwischen "Host" und dem Nachfolger "Believe In Nothing" sich gar nicht mal so sicher waren was sie wirklich tun. Mich hat das Album zuers leicht vorm Kopf gestoßen, doch nach mehrmaligen Hören merkte ich wie schön es tatsächlich ist. Besonders als Hintergrunduntermalung zum Lesen. Für alle Freunde von Melancholie und Synthiesounds sehr empfehlenswert.
Anspieltipps: Permament Solution, It's Too Late, Ordinary Days
8,75/10 Pfandflaschen
Queen Discography: Jazz (1978)

Siebtes Album von Queen, welches ich als relativ experimentell betrachte. 13 Songs insgesamt, also etwas mehr als sonst, sodass die meisten ziemlich kurz gehalten werden. Dazu kommen noch verschiedene musikalische Stile die hier bedient werden als auch teilweise relativ obskure Lyrics. "Mustapha" ist ja schon ziemlich cool aber insgesamt betrachtet einfach sinnlos und witzig. Aber interessant dass dieses Lied als Opener ausgewählt wurde. "Fat Bottomed Girls" handelt von Frauen mit dicken Hintern, die dann später in "Bicycle Race" auch Fahrrad fahren. "If you can't beat them" erinnert mich leicht an einen späteren Song der Band "Hammer To Fall" und zu Beginn sogar an "Picture This" von Blondie.
Insgesamt betrachtet ein verdammt gutes und stimmiges Album von Queen mit einem leider verdammt hässlichen Albumcover. Außerdem finde ich dass das Outro in "More Of That Jazz" einfach nicht hätte sein müssen. Darin sind nämlich kurze Elemente aus mehreren Songs vom Album noch mal zu hören. Ich find das anstrengend. Anyways, lange Rede kurzer Sinn:
7,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: If you can't beat them, Bicycle Race, Fat Bottomed Girls, Don't Stop Me Now, Let Me Entertain You
Donnerstag, 19. Dezember 2019
So isses, Musik!#91
Okay, das ist jetzt ein Bisschen her. Eigentlich nicht lange, aber trotzdem finde ichs grade etwas anstrengend mich ordentlich daran zu erinnern. Let's do it, though.
Ein ganz normaler Metal-Abend in der ganz normalen Metal-Stadt Schwerte im ganz normalen Metal-Rattenloch. Den Anfang machen Caleya und sie reißen mich tatsächlich gar nicht so vom Hocker. Vielleicht liegts am Live-Klang, vllt beeindrucken sie mich in dem Moment nicht. Denn auf "Platte" bzw. "digital" ist es doch ganz ordentlich.
A Secret Revealed aus meiner beschaulichen Metal-Heimatstadt Würzburg machen wiederum alles richtig. Trotz der kleinen Bühne des Rattenlochs wirken sie ziemlich groß und episch. Ich glaube die Bühnendeko erfüllt auch ihre Aufgabe. Die Songs sind außerdem schön lang, haben einen guten Aufbau und ballern im Endeffekt richtig gut. Würzburg hats halt irgendwo doch drauf.
Ewig.Endlich hätte ich mir vor Monaten auf dem diesjährigen "Culthe Fest" in Münster angucken können, doch leider kam ich an beiden Tagen zu spät. Also war das ne Premiere für mich. Tatsächlich veranstalten sie jährlich diese Art von Konzert bei welchem neben ihnen noch befreundete Bands spielen. Das trägt dann den Titel "Herbstschauer" und ist ein wiederkehrendes Event, wie gesagt. E.E klingen schön wehleidig - ihre Texte sind aber durchaus positiv und kämpferisch (siehe "Auf Grund"). Insgesamt ein ziemlich gelungenes Crossover von diversen "trven" Black Metal Elementen als auch typischen Post-Hardcore/Metal-Gesang. Definitiv alles andere als schlecht.
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A LOOK IN THE PAST:

07.12.2007: NIKOLAUS RAUS FESTIVAL TOUR in Stattbahnhof, Schweinfurt
Hachja, der gute alte Statti! Mein erstes Konzert außerhalb Würzburgs. Erinnere mich dass ich und mein damaliger Ex-Schulkamerad dorthin gefahren sind mit dem Zug und ich einen Haufen (ganze 2?) Leute kennengelernt hab zu welchen ich teilweise immer noch relativ unregelmäßigen aber ja..Kontakt habe. Ähem. Grüße an den besagten Ex-Schulkameraden, hoffe du rennst nicht immer noch in diesen bekackten Lederhosen durch die Gegend.
Puh, was hat da so gspielt. "Allgemeines Chaos Kommando" aka A.C.K. Kann mich kaum erinnern. The Twisted Minds aus Frankreich habe ich noch als ziemlich cool in Erinnerung. Erstes Mal Antidote gesehen. War richtig cool. Erinnere mich daran aber eher wie an einen Traum. Habe plötzlich festgestellt dass ich "rod wit blauw met een bruine rand" mitsingen kann und war wie aus dem Häuschen. Für mich sind sie immer noch eine der besten Streetpunk-Bands überhaupt. Aber dazu mehr unten. Popperklopper habe ich damals wie sonstwas abgefeiert und habe mich auch richtig dolle gefreut als sie gespielt haben. Wahrscheinlich weil wir uns 1000000324234 Songs von ihnen davor reingezogen haben. Sondaschule fand ich ebenfalls richtig gut und habe sie auch regelmäßig in meinem USB-Mp3-Player oder wahlweise auf meiner kleinen Anlage zuhause gehört. Ich finde sie mittlerweile unfassbar scheiße und würde gerne zurück in der Zeit reisen und mich selber für diesen fürchterlichen Musikgeschmack ohrfeigen aber das wäre zu viel denn dann hätte ich einen Zeitparadoxon geschaffen und hätte jetzt einen fetten Handabdruck im Gesicht. Ich weiß noch dass ich bei "Die Skeptiker" rausgegangen bin weil ich die Band aus irgendwelchen merkwürdigen Gründen damals boykottiert hab. Keine Ahnung.
11.12.2009: HELLSHOCK + MODERAT LIKVIDATION + DEATH FROM ABOVE in Komma, Esslingen

Gottverdamme Scheiße, ich weiß nicht mehr viel von diesem Konzert. Außer dass ich mit zwei weiteren Leuten den weiten Weg aus Würzburg bzw. Nürnberg gemacht hab. Und dass Hellshock
heutzutage immer noch total fett klingen. Und dass auf dem Rückweg jemand in der Bahn beinahe gekotzt hat und wir umsteigen mussten. Achja und dass da dieser komische Squat-Punk aus London da war der voll stolz davon erzählt hat wie einfach es ist in Großbritanien ein Haus zu besetzen und dass er Russisch sprach. Wie die andere zwei Bands waren weiß ich ganz ehrlich überhaupt nicht mehr. Aber wenn Moderat Likvidation sich so angehört haben, dann weiß ich auch nicht. DFA klingen noch schlimmer.
12.12.2009: ANTIDOTE + THE STARTS + THE HIGH SOCIETY in Chemiefabrik, Dresden

Holy shit, wie komm ich ohne Auto von Stuttgart nach Dresden innerhalb eines Tages? Tja, Kinners damals war das Wochenend-Ticket nicht so schweineteuer und man war nicht so überarbeitet und hatte tatsächlich Lust drauf quer durch die halbe Bündesrepüblik zu reisen um sich geile Bands anzugucken. Tatsächlich kann ich mich daran mehr erinnern. Wahrscheinlich weil ich am nächsten Tag ein ernüchterndes Bad genommen habe und irgendwie hat mich wohl ein Freund (der hier einen sehr merkwürdigen Spitznamen besaß, aber ich habe die Sache mit den Spitznamen mittlerweile gelassen) per ICQ angeschrieben und gefragt ob ich Bock habe nach Dresden mitzufahren. Auf der Hinfahrt wurde es irgendwann ziemlich hässlich: Wir trafen auf drei sehr merkwürdige Leute. Einen ziemlich angetrunken wirkenden Typen, einen ergrauten 25jährigen und eine sehr sehr merkwürdige ziemlich weit nach rechts offen wirkende Frau die dem erstgenannten Typen auf der Zugtoilette einen geblasen hat. Wahrscheinlich weil seine Freundin Schluß gemacht hat. Und sie hat mich wegen meinem Antifa-Button dumm angemacht. Oh und da war so n komischer Punker. Oh und als wir
ausgestiegen sind wurden wir von einem Punk-Pärchen begrüßt mit "GUMMA SCHADS DIE HAM SOGAR N RADSCHO", weil der besagte Freund von mir einen Kassetten/CD/SD-Karten/USB-Player im Arm hatte. WTF.
Das Konzert an sich war ziemlich geil. Ich glaube, The High Society haben wir verpasst was aber ziemlich scheißegal war. An der Kasse saß aber ein anderer Freund von mir der damals in Dresden gewohnt hat und irgendwie äh kamen wir für ungefähr 1 Mark 50 rein. Das war cool. The Starts waren meines Erachtens auch nicht schlecht. Antidote waren ein absolutes Highlight. "Setzt euch nicht auf die Bühne, das machen nur Hippies!". Der Moment als Bart auf die Bühne kam um "Kamera" zu singen. Einfach großartig. Ich weiß leider nur grob wie wir heimgekommen sind, aber wir sind heimgekommen.
Was läuft sonst so?
DIESES GROßARTIGE ALBUM, IMMER WIEDER:
UND DIESES HIER:
WAS
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100 best Metal Songs by RJ7, Teil
34. "Symptom of the Universe" von Black Sabbath aus "Sabotage" (1975)
Also langsam aber sicher wiederholt sich das Muster dieser Top 100. Aber egal, Sabbath immer geil.
9,75/10 Pfandflaschen
33. "Rime Of The Ancient Mariner" von Iron Maiden aus "Powerslave" (1984)
Wie gesagt, die Liste wiederholt sich. Aber hier gilt auch: Maiden (fast) immer geil. Heilige Scheiße ist dieses Lied lang.
8,75/10 Pfandflaschen
32. "The Oath" von Mercyful Fate aus "Don't Break The Oath" (1984)
Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm....
9/10 Pfandflaschen
31. "Phantom of the Opera" von Iron Maiden aus "Iron Maiden" (1980)
Fuck yeah. Diesmal mit Paul Di'anno am Gesang. Ungewohnt für mich aber tatsächlich verdammt gut.
8,75/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: One Second (1997)
Kaum zu glauben aber wahr. Paradise Lost steigern sich immer mehr. Man ist ja schon weggekommen vom Death Metal, machte mit Doom Metal weiter und begründete irgendwie das Gothic Metal Genre.Mittlerweile ist bekanntlich kaum was an Metal-Riffs zu hören. "Dark Rock" nennt sich das Ganze und es sind einfach immer mehr Synthesizer im Vordergrund. Nick Holmes' Stimme ist mittlerweile komplett clean. Keine Growls, kein zweiter James Hetfield. Sie klingen einfach mehr Goth als vorher und schafften mit diesem Album mal wieder irgendwelche Genre-Puristen anzupissen. Aber würden sie sich immer wieder zu wiederholen versuchen wäre es natürlich mehr als halbgar und schlecht. Darum begrüße ich das hier sehr.
"One Second" ist ein sehr eingängiges und ruhiges Album. Mir ist leider nicht bekannt was jetzt genau dafür als Inspirationsquelle zur Verfügung stand aber ich vermute mal die britische Tristesse und lauter Darkwave. Hätte Gitarrist Gregor Macintosh kein Keyboard gekauft wäre es wahrscheinlich gar nicht zu diesem Album gekommen. Oder es würde anders klingen. Jedenfalls: ein hoch auf diesen Haufen Musiker. Auch was sie heutzutage machen ist großartig! Ich bin gespannt wann der Bruch kommt und ab welchem Album sie wieder "härtere" Musik machen.
Anspieltipps: Soul Courageous, One Second, Say Just Words
8,75/10 Pfandflaschen
Queen Discography: News Of The World (1977)
Eigentlich muss ich dieses Album nicht wirklich vorstellen. Es enthält nämlich die zwei bekanntesten Stücke der Band, die bis zum heutigen Tage in Fußballstadien gesungen, gebrüllt, gestampft und geklatscht werden: "We Will Rock You" und "We Are The Champions". Es ist außerdem das Album vor dessen Cover Stewie Griffin Angst hat.Doch es hat noch einiges mehr zu bieten als das grandiose Sci-Fi-Albumcover oder die beiden Stadionhymnen. Es ist kein "typisches" Queen-Album mehr. Freddie Mercury ist zwar nach wie vor an den Songs beteiligt allerdings haben sich die anderen Bandmitglieder noch mehr eingebracht. John Deacon und Roger Taylor haben jeweils zwei Songs beigetragen. Außerdem zieht man sich aus dem
ganzen epischen, "orchestralen" Gefilde zurück und geht mehr Richtung Hard Rock. Beziehungsweise zum Hard Rock zurück - wenn man sich an die ersten Alben erinnert. Und zwar in verschiedensten Ausprägungen: Balladesk und brechend ("It's Late") oder sogar manchmal auch leicht bluesig ("Sleeping on the Sidewalk") und melancholisch ("Spread Your Wings", "My Melancholy Blues").
Wie zu erwarten ein sehr abwechslungsreiches und verdammt gutes Album.
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: My Melancholy Blues, Spread Your Wings, We Will Rock You, We Are The Champions
Donnerstag, 7. November 2019
So isses, Musik!#89
Ok. Analysieren wir mal diesen Flyer.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube dass "Zahl nicht mehr als 4 euro shows" sich danach nie wieder so genannt haben. Weiß jetzt aber nicht unter welchem Banner das dann lief aber nuja... Als erste Band spielten Final Attack. Die sich irgendwann später in "Take Your Drugs" umbenannt haben (ich glaube das war tatsächlich ein Zitat aus "The Moron Brothers" von NOFX). Hier haben sie noch ziemlich geilen jedoch zugegebenermaßen relativ dilettantischen Streetpunk gespielt. (einige würden allerdings an der Stelle sagen "EY DAS WAR PUNKROCK!!!1 ;) )Es gibt ein Foto von mir wie ich vor der Bühne wie n Vater am Spielplatz stehe und offensichtlich kein Bock auf Pogo habe. Es war aber sehr spaßig. Speichelbroiss haben nämlich abgesagt und so durften Final Attack auf ihrer ersten Show die Hauptvorband sein. Die üblichen Verdächtigen die bei Final Attack gespielt haben bildeten später Dearest, wurden teil von Zerre oder spielen heute bei VEL als auch zwist. Die Links könnt ihr (hoffentlich) im Reiter "Links" nachgucken. Danach spielten Lokusbomber und ich bin mir bis heute nicht sicher warum ich diese CD, die mir ein ziemlich genervt aussehender Andy von Rejected Youth in die Hand gedrückt hat, überhaupt angenommen habe. Lokusbomber sind nämlich scheiße gewesen. Und ich würde das Teil nicht mals als Türstopper benutzen. Anyways: war geil damals. Und mich freuts enorm, dass ihr euch alle musikalisch weiterentwickeln konntet. :)
100 Greatest Metal Songs by MJ7, Teil 16
38. "Am I Evil?" von Diamond Head aus "Lightning To The Nations" (1980)
Fängt an wie irgendwas von Led Zeppelin oder Black Sabbath und endet in einem ausufernden riesigen megalangen Soli. Ich "kenne" das Lied leider nur als Cover von Metallica für ihr "Garage Inc."-Album. Das hier ist aber um Welten besser. Sogar so viel besser, dass Lars Ulrich es selbst mit "I just realised our version is shitter" kommentiert ;)
9/10 Pfandflaschen
37. "Pull The Plug" von Death aus "Leprosy" (1988)
Yes. Yess. YESSSSSSSSS!
9,75/10 Pfandflaschen
36. "Aces High" von Iron Maiden aus "Powerslave" (1984)
Never Surrender!
8,75/10 Pfandflaschen
35. "You've Got Another Thing Coming" von Judas Priest aus "Screaming For Vengeance" (1982)
Yeaaaaah BOIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
9/10 Pfandflaschen
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Paradise Lost Discography: Draconian Times (1995)
Klar, prinzipiell sind sehr viele Ähnlichkeiten zum Vorgänger "Icon" vorhanden. Beispielsweise hört sich Nick Holmes immer noch an einigen Stellen wie James Hetfield an. Sein Gesang ist allerdings noch mal eine Spur klarer als vorher. Außerdem ist hier einfach absolut nichts mehr mit Doom Metal oder so. Stattdessen gibt man sich noch mehr eingängiger als vorher schon.
Ein Teil der Songs ist wesentlich schneller und "rockiger", sodass man sich leicht weg vom "Metal" bewegt. Die Texte sind wie gewohnt sehr düster und depressiv. "Forever Failure" basiert auf Interview-Aussagen von Charles Manson und sampelt auch Zitate von ihm. "The Last Time" handelt von absolut grundloser, plötzlicher Angst. Alles entstammt dem Gehirn von Sänger Nick Holmes der sich selbst als "Hypochonder" betrachtet. Vielleicht ist er aber schon immer depressiv gewesen und hat es nie so wahrhaben wollen. Wer weiß. Jedenfalls: Sehr starkes Album. Bin gespannt, wie immer, wie es weiter geht.
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Once Solemn, Forever Failure, Jaded
Queen Discography: A Day At The Races (1976)
"A Day At The Races" ist schon das fünfte Album von Queen. Es wurde, genauso wie "A Night At The Opera" nach einem Film von den Marx Brothers benannt. Da ich das Album schon reviewt habe, ist darüber nicht hier sondern hier zu lesen.Und wieder mal zeigen Queen hierauf wie innovativ sie sind. Man setzt auf ähnliche Akzente, sowohl in der Musik als auch in der Albumcovergestaltung wie bei "A Night At The Opera". Kein Wunder, die beiden Alben werden auch schließlich als Geschwister betrachtet. Es gibt ein klassisch angehauchtes Stück wie "The Millionaire Waltz". Ein wahres RockNRoll-Prachtstück wie "Tie Your Mother Down". Eine richtig schöne Ballade ("Somebody To Love") und eine Verneigung vor
japanischen Fans namens "Teo Torriatte".
Kurzum: Es ist eines der Alben die Queen aufmachen. Eingängig, jedoch gleichzeitig nicht plump und nicht einfach nur "rockig". That's some deep artsy shit.
Anspieltipps: The Millionaire Waltz, Tie Your Mother Down, Somebody To Love
8,75/10 Pfandflaschen







