Und weiter geht es mit der vollkommen wilden Fahrt von "Godzilla vs. Marvel". Diesmal trifft es New York City in den 1980er Jahren. Es ist eine Alternativ-Story, die absolut nicht kanonisch ist, aber wäre Godzilla Teil der Marvel Comics gewesen, dann hätte sie durchaus so passieren können.
Die Story findet statt nachdem Peter Parker/Spider-Man an den "Secret Wars" teilgenommen hat und auf dem fernen künstlichen Planeten Battleworld das schwarze Kostüm aufgegabelt hat. Genau das Alien-Symbionten-Kostüm, dass später Eddie Brock befallen hat und ihn zu Venom gemacht hat. So ist
Peter in dem schwarzen Onesie unterwegs und kämpft auf den ersten Seiten gegen den Supervillain Shocker. Als plötzlich Godzilla auftaucht beschließen die Beiden das erstmal sein zu lassen. Spidey hinterlässt Shocker der Polizei und konzentriert sich dabei Godzilla abzulenken. Seine Freundin Mary Jane ist durch ein einstürzendes Gebäude gefährdet - zum Glück schafft er es, sein Vorhaben durchzuziehen sodass MJ am Ende von Black Cat (die heftigst in Peter verschossen ist) in Sicherheit gebracht wird. Ein gefährlicher Liebes-Dreieck dies das. Godzillas Schreie sind für das Alien-Kostüm jedoch äußerst schmerzhaft, sodass es sich in Panik von Peter löst. Und daraufhin Godzilla befällt. So ist Peter kurz damit beschäftigt Shockers Sonic Bracelets für den Kampf gegen den König der Monster zu benutzen, um ihn von den Symbionten zu lösen. Was auch funktioniert, sodass am Ende Godzilla gegen eine Venom-Version von sich selbst kämpft - und mithilfe von Spider-Man gewinnt.
Nun gut. Es gibt sogar eine ofizielle Erklärung wieso Godzilla diesmal in die USA kommt. Er ist tatsächlich von der Anwesenheit des Symbionten angezogen. Sprich: Spider-Man ist schuld daran. Irgendwie. Ja. Ansonsten besteht die Story größtenteils aus dem Kampf zwischen Godzilla und Spider-Man, Venomgodzilla und Spider-Man und Godzilla und Venomgodzilla. Man hat sich an die "Zeitlinie" der Godzilla-Filme gehalten und Big G ein passendes Aussehen verpasst. Es ist nun der Heisei-Godzilla und nicht mehr der Showa-Godzilla. So ist es auch gut und passt perfekt zu einem Comic der in den 1980ern spielt. Außerdem haben wir eine äh Alternativ-Story zu dem Fall "Wie der gierige Journalist Eddie Brock Venom wurde". Aber das ist eine andere Geschichte. Insgesamt: Witziges Ding. Liest sich sehr flüssig. Führt aber im Grunde "nur" den Gedanken "Was wäre wenn Godzilla auf Spider-Man treffen würde" aus. Nur dabei trägt Spidey den schwarzen Anzug. Also, im Grunde genommen eine durchaus durchdachte Sache. Nur etwas kurzweilig. Aber spaßig.
Eigentlich wollte ich die Ausgabe#21 von "Spider-Man" reviewen, die 1992 erschienen ist. Doch beim Lesen ist mir irgendwie aufgefallen, dass mir alles bekannt vorkommt....Also schnappte ich mir einfach die nächste Ausgabe. Ist doch auch cool, oder?
Wir haben die folgende Situation. Die Sinister Six, bestehend aus Dr. Octopus, Electro, Hobgoblin, Vulture, Mysterio und Sandman müssen grade eine Zerreißprobe bestehen. Sie streiten sich wegen irgendwelcher Nichtigkeiten, doch jetzt grade haben sie ein größeres Ziel vor den Augen. Sie werden nämlich, u.a. mithilfe eines neuen Verbündeten aus einer anderen Dimension (der vor ein paar Jahren ein kleines Comeback in The Amazing Spider-Man gefeiert hat) eine ganze Basis der terroristischen Organisation HYDRA einnehmen und für sich beanspruchen. Peter Parker/Spider-Man hat in der letzten Ausgabe eine schwerwiegende Verletzung erlitten, sodass sein Arm in ein technologisch hochgerüstetes Spezialeinband gewickelt werden muss. Nun sieht er aus als wäre er ein halber Cyborg. Doch es ist nur dafür da, damit sein Arm schneller heilt. Mary Jane, Peters Verlobte/Freundin/Ehefrau (weiß nicht zu welchem Zeitpunkt das hier spielt, verdammt!) hat eine Rolle in einem Film mit Action Star Arnold Schwartzenheimer angenommen. Peter ist darüber empört, weil sie in Nacktszenen zu sehen sein wird. Sie ist nicht darüber begeistert, dass er sie nicht unterstützt. Als Peter im Fernsehen eine Live-Reportage über den Angriff der Sinister Six sieht beschließt er einzugreifen. Unterwegs trifft er auf die Superhelden Hulk, Sleepwalker und Ghost Rider. Zusammen greifen sie die Sinister Six an, doch der Kampf ist sehr schwer.
Was für ein großartige, kurzweilige, actiongeladene Ausgabe. Doch es ist nicht alles Action. Viel interessanter sind die Zwischensequenzen. Und zwar als ein verletzter Deathlok in Trümmern eines Hauses aufgefunden wird oder als der Vigilant Solo sich von einem schweren Kampf mit Deathlok erholt, bei welchem er gedacht hat, dass Spider-Man Doctor Octopus ist (Mysterio hat ihn ausgetrickst). Noch interessanter sind die Konversationen zwischen Peter und Mary Jane. Sie näht ihn ein neues Spider-Man Kostüm und rät ihm diese riesigen Augen sein zu lassen. Er ist nicht begeistert von ihrer neuen Rolle etc. etc. Insgesamt ein sehr spaßiges, doch relativ kurzweiliges Vergnügen, dass vielleicht besser in einem Trade Paperback gelesen werden sollte. Gezeichnet und geschrieben von Savage Dragon Schöpfer Erik Larsen.
Wer auf meinen Blog mitliest, der weiß genau dass ich ein Sucker für Multiversen und Parallelwelten usw. usf. bin. Hier haben wir es mit einem weiteren Universum des riesigen Marvel-Comics-Multiversums. Genauer gesagt, die Erde-138(!!!). Die USA darin scheinen eine Art nahezu apokalyptisches Alptraumland zu sein, dass eben erst eine fürchterliche Regierung überlebt hat. Die Helden dieser Welt sind die Spider-Band, eine Truppe bestehend aus Spider-Punk Hobie Brown, Riri aka Riotheart, Captain Anarchy und Tamala aka Ms. Marvel. Quasi die Punk-Version der Avengers, deren Schlachtruf nicht "Avengers Assemble" sondern "Kick out the jams, motherfuckers!" ist. In den
ersten Ausgaben überleben sie den Angriff der hiesigen Version des Bösewichts Kraven, der mit seiner Gruppe von Schlägern das Leben der Bewohner eines Stadtteils von New York zur Hölle macht. Sie schaffen es allerdings ihn ganze zwei Mal zu besiegen und finden bei einem Verhör heraus, was denn seine Beweggründe sind. Es stellt sich heraus, dass Kraven nur ein Tool für eine weitere Partei ist, die mit Krawallen, Chaos und Zerstörung versucht die Anwohner zu Vertreiben, um anschließend das Viertel zu gentrifizieren. Bei einem weiteren Angriff taucht eine Variante des Bösewichts Taskmaster auf, die mit Dollarzeichen geschrieben wird und stark Jerry Only ähnelt. Die Kommandozentrale der Spider-Band, ein Bürgerzentrum, wird stark beschädigt und sie finden dadrunter einen geheime Basis vor, mit Hinweisen auf weitere vor. Irgendjemand agiert im Dunklen um die Bürger Amerikas auszuspionieren und nach und nach eine Diktatur aufzubauen. Die Spider-Band geht also auf Tour um die weiteren Basen ausfindig zu machen.
Okay, das ist ganz nett. Die Idee ist tatsächlich ziemlich interessant. Die Charaktere stellen in der Story fest, dass es zwar gut ist, Gentrifizierer, Faschisten und sonstige Schläger auszuschalten allerdings das ganze System kaputt ist. Wir kriegen hier gezeigt, dass das Kapital mit rechten Strukturen zusammenarbeitet als auch dass es Menschen gibt die zwar einsehen dass das System fehlerhaft ist, sie aber dennoch ein sicheres kleines Häuschen dadrin haben wollen. Die Anspielungen auf gewisse Punkbands (MC5, Ramones, Dead Kennedys, Misfits) sind cool, die Kostüm-Designs sowieso. Dennoch reitet der Comic absolut auf Klischees herum. Nahezu jede Person hier trägt einen Irokesen-Haarschnitt, als ob es nicht genug andere Punk-Frisuren gibt. Jede Ausgabe ist voll mit over-the-top-action und völlig bescheuerten In-Fight-Dialogen. Es ist witzig, ist amüsant. Aber insgesamt ist es ein Snack für zwischendurch. Mehr leider nicht.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den Comic einfach nur aufgrund seines Covers ausgewählt habe. Also, eigentlich war das Cover in meinem "Gespeichertes"-Ordner auf Instagram äh gespeichert und irgendwann kam ich darauf zurück. Jedenfalls: Ich mag das Cover und der Comic ist auch nicht schlecht.
Es ist Teil 4 von "Revenge of Sinister Six". Der Bösewicht Mysterio, Teil der Sinistren Sechs, hat den Vigilanten Zero davon überzeugt dass Spider-Man in Wirklichkeit Dr. Octopus ist. Da Zero beabsichtigt Dr. Octopus zu töten, hat er Spider-Man angegriffen und schwer verwundet. Er kann sein Werk allerdings nicht vollenden, weil der Super-Soldat Cyborg X auftaucht und Spider-Man das Leben rettet. Zero wird von ihm schwer angegriffen und muss flüchten. Der Cyborg nimmt Spider-Man mit zu den Care Labs. Dabei handelt es sich um ein geheimes, von der Regierung gestütztes Laboratorium was Super-Soldaten kreiert. Spider-Man wacht auf um festzustellen, dass sein Arm durch eine Art Cyborg-Arm ersetzt wurde. Schnell wird er von einem Wissenschaftler/große Nummer namens Oscar McDowell beruhigt. Der Arm ist noch dran und das metallene Teil ist eine Art Gips damit alles schneller heilt. Und sein Auge ist natürlich auch dran. Ergo ist das was auf dem Cover zu sehen ist, nur eine Momentaufnahme. Jedenfalls bedankt sich Spidey für die Hilfe und reist alleine aus um die Sinister Six zu stoppen. Auf dem Weg zu deren Headquarter trifft er auf einen weiteren Supersoldaten - Dethlok. Gemeinsam beschließen sie Sinister Six zu "besuchen", nur um vor Ort festzustellen, dass die Bösewichte (Dr. Octopus, Hobgoblin, Mysterio, Electro, Sandman und Vulture) gemeinsam in eine andere Dimension gereist sind und dort für Tode im sechsstelligen Bereich verantwortlich sind.
Was für ein verwirrender Comic. Wie gesagt, das Cover ist eine Momentaufnahme und der Comic an sich auch. Es ist ein weiterer Teil einer längeren Saga. Deshalb habe ich keine Ahnung was davor so besonderes passiert ist, noch was danach passieren wird. Fest steht: Hier passiert sehr viel auf einmal und ehrlich gesagt wirkt es auf mich wie eine Runde Pen and Paper. Spider-Man wird verwundet, wird wieder geheilt, geht auf einen Quest und trifft unterwegs jemanden der einwilligt, ihm zu helfen, aber nur mit einer evtl. Gegenleistung. Es ist faszinierend wie Stories in den 90er Jahren geschrieben wurden. Hauptsache unfassbar viel Charaktere reinbringen um besonders viele zu "pushen". Auch die Veränderung im Kostüm ist nur von kurzer Dauer und prinzipiell ein Marketingtrick um die Leser dazu zu bringen, den Comic zu kaufen. Oh mein Gott, Spider-Man fehlt ein Arm und er ist nun ein Cyborg? Coooool. Ich fand das visuell schon ganz interessant. Storytechnisch auch. Besonders den Teil mit der anderen Dimension. Aber selbst das war auch nur ein Teaser auf etwas großes was später kommen sollte. I don't know. Irgendwie ist das cool, irgendwie gleichzeitig aber ein Einmal-gelesen-Material.
Gezeichnet und geschrieben von Erik Larsen, Schöpfer von Savage Dragon.
Das zweite Band der "Klonsaga" konnte ich verhältnismäßig günstig bei Medimops erwerben. Leider ist die Serie in Deutschland längst out of print. So werde ich mir die restlichen fünf Bänder leider nicht in echt holen können. Nagut, der dritte Band ist in Hardcover-Format irgendwo für 45€ erhältlich, aber da wäre die Frage ob ich so viel Geld dafür ausgeben mag.
Dieses Band enthält die Erzählstränge "Netz des Todes", "Illusionen", "Spieler und Spielfiguren" als auch "Das Parker-Vermächtnis" und zwei kleine Kurzgeschichte aus der 400ten Ausgabe von "The Amazing Spider-Man". Die Stories spielen sich ab in "The Amazing Spider-Man"#397-400, "The Spectacular Spider-Man"#220-223, "Web of Spider-Man"#122-123 als auch"Spider-Man"#56-57.
"Netz des Todes" zeigt eine ungewöhnliche Situation. Peter Parker/Spider-Man irrt über den Dächern von New York. Er ist schwach und kurz vor seinem Tod, weil der Bösewicht Vulture ihm ein Virus injiziert hat. Sein Verstand ist auf irgendeine Weise mit dem von seinem Klon Ben Reilly verbunden. Die Geliebte von Dr. Octopus, eine überaus starke Frau namens Stunner, prügelt aus ihm den Verstand raus und kidnappt ihm. Dr. Octopus, der in Wahrheit ja Dr. Otto Octavius heißt und früher Parkers Professor an der Uni war, merkt dass irgendwas mit Spider-Man nicht stimmt. Ihren Kampf betrachtet er nämlich als eine Art immer währende Inspiration. Spider-Man stellt das genaue Gegenteil von ihm dar. Der Kampf hält Octavius "am Leben" und er möchte seinem Feind helfen ebenfalls am Leben zu bleiben. Also arbeitet er an einem Serum um ihm zu helfen. Mary Jane Watson, Peter Parkers Ehefrau (die ich nicht vorstellen muss) ist schwanger und überrascht ihm mit der Nachricht. Tante May befindet sich immer noch im Koma, was Peter große Sorgen bereitet. Als Dr. Octopus ihm mit einer weiteren Injektion des Serums helfen will, bleibt Peters Herzen für eine Zeit stehen. Währenddessen erlebt er eine Art außerkörperlichen Traum, in welchem er auf mehrere verstorbene Menschen aus seinem Leben trifft. Darin sagt ihm Tante May, dass seine Zeit noch nicht gekommen ist. In "Illusionen" geht es um Kaine, eine mysteriöse Figur die das Geschehen aus dem Dunklen beobachtet und selbst von einem weiteren merkwürdig gekleideten Typen namens "Scrier" beobachtet wird. Der Schakal bringt die beiden Spider-Men dazu ihm in ein kaltes Gebiet zu folgen. Dort kommen sie in sein geheimes Labor und müssen gegen weitere Klone von sich kämpfen. Der irre Wissenschaftler hat sogar Gwen Stacy, die erste Freundin von Peter Parker geklont um ihm psychisch noch mehr fertig zu machen. Der Schakal mit dem sie anfangs kämpfen, stellt sich auch als Parker-Klon heraus während der echte Schakal ein muskulöser, grünhäutiger Mann ist. Miles Warren, der Original-Schakal, hat sich wohl einen neuen Körper gebastelt. Im Großen und Ganzen geht es hier darum zu zeigen, dass sowohl Peter Parker als auch Ben Reilly von einer Person psychisch in die Irre geführt werden. Der Schakal versucht nämlich beiden zu erzählen dass sie beide Klone sind und der echte Peter irgendwo da draußen ist. Tatsächlich entsteigt einer Glashülle ein weiterer Klon Parkers, der schnell flieht und nicht aufzufinden ist.
Auf die restlichen Erzählstränge geh ich nicht ein, weil ich sonst zu sehr spoilern werde.
Fakt ist: Die Klonsaga ist noch in ihrem interessanten Stadium. Es ist ein unglaublicher Clusterfuck. Intrigen über Intrigen. Und hinter all dem steht scheinbar ein einziger Mann, der das Leben von Peter Parker zerstören möchte und sich dabei köstlich amüsiert. Miles Warren war nämlich früher in Gwen Stacy verknallt und macht für ihren Tod Spider-Man verantwortlich. Da macht es tatsächlich Sinn, dass er Rache üben will. Viel interessanter ist die Darstellung von Ben Reilly. Der Klon möchte nicht so sein wie das Original. Die Parker'sche Natur steckt aber in ihm drin. Menschen helfen, nett und höflich sein. Doch er wehrt sich innerlich dagegen, da er kein "Held" sein möchte. Es muss schlimm sein, dieselben Erinnerungen zu haben, wie jemand anders - sie aber niemals wirklich erlebt zu haben. Interessant finde ich auch, dass jede der vier Spider-Man Serien von verschiedenen Autoren gestaltet wurde. Wenn man die verschiedenen Teile der Story in der richtigen Reihenfolge liest, wechselt der Zeichenstil immer wieder ab. Mark Bagleys Stil ist eher klassisch während der von Sal Buscema eher abstrakt wird. Dazu hat allerdings auch der Inker Bill Sienkiewich beigetragen. Sein Stil ist unverkennbar. Auch John Romita Jr. und sein Vater John Romita Sr. haben hier beigetragen. Es ist ein wirklich außergewöhnliches, hochemotionales ÜBERDING. Ich bin gespannt, wann die Saga ihren Zenit überschreiten wird. Bis dahin genieß ich es.
Acht Jahre ist es nun also her, seit dieses Band rausgekommen ist. Ich nenne es nun mein Eigen und kann was dazu erzählen. Es ist das erste Band von vier (oder fünf?) und beinhaltet einen der kontroversesten Erzählstränge in der Geschichte von Spider-Man.
Damals, im Jahre 1994 ist plötzlich ein Klon von Peter Parker aufgetaucht (zu dem Zeitpunkt schon der zweite, weil die erste Klonsaga irgendwann in den 70ern stattfand). Er wurde von einem Uni-Professor namens Miles Warren geschaffen, der eine Obsession mit Peter Parker bzw. seinem Leben hatte. Der Mann zog sich außerdem einen Gummianzug mit Maske an und nannte sich "Schakal". In diesem Band sind Ausgaben von vier verschiedenen Spider-Man-Comic-Serien zu finden, die damals monatlich erschienen sind: Web of Spider-Man, The Amazing Spider-Man, Spider-Man und The Spectacular Spider-Man. Folglich geht es um WoS-M#117-119, TASM#394, SM#51-53 und TSSM#217. In manchen der Comics wurden zwei Storylines abgedruckt, sodass man sie wenden musste um die jeweils andere zu lesen. In diesem wurde der Klon, der sich Ben Reilly nannte, zur Hauptfigur. Tatsächlich hat Marvel damals geplant Peter Parker für immer mit ihm zu ersetzen, was zu Protesten bei der Leserschaft geführt hat. Ich werde nun, die ersten zwei Storylines kurz anreißen: "The Double" und "Power & Responsibility".
In "The Double" sehen wir wie Ben Reilly auf die Welt gekommt, geschaffen im Labor von Miles Warren. Der Klon hat zunächst kein richtiges Verständnis darüber, was er überhaupt ist. Doch nach und nach kommen alle Erinnerungen von Peter Parker, die in seinem Kopf gepflanzt wurden wieder zurück. Der Schakal behandelt ihn allerdings nicht als Menschen sondern als sein Eigentum. Er manipuliert ihn soweit, dass er anfängt zu denken er wäre ein schlechter Mensch, weil er in seinem Leben so viele andere enttäuscht hat. Doch sein Gewissen und sein Menschenverstanden melden sich zurück und so schafft es der Klon den Fängen vom Schakal zu entkommen. Er trifft allerdings auf den echten Spider-Man, Peter Parker und es kommt zu einem kurzen Fight. Tatsächlich sind seine Erinnerungen und seine Gefühle so echt, dass er Peters Tante May im Krankenhaus besucht, weil sie im Koma liegt. Im weiteren Verlauf der Story kommt es zu einer Geiselnahme im Ravencroft Institute. Dabei handelt es sich um Marvels Antwort auf DCs Arkham Asylum. Ein Psychiater und Superschurke namens Judas Traveller möchte die Natur von Spider-Man erkunden und ist darüber fasziniert, dass die ganzen Insassen einen Knacks mit Spider-Man haben. Er nimmt also das Personal als Geiseln, lässt es aber frei und hält nun die ganzen Insassen fest, inklusive Cletus Kasady aka Carnage. Ihm zur Seite steht eine Gruppe von illustren Halsabschneidern. Sie sind sogar in der Lage eine Art Energiefeld um das Gebäude herum zu erzeugen, sodass die Polizei nicht stürmen kann. Spider-Man beschließt reinzugehen und es gelingt ihm - weil es eine Falle war. Nun wird er von Traveller fest- und in Ketten gehalten. Wie ein Tier im Versuchslabor. Doch es kommt so, wie niemand gerechnet hat. Ben Reilly aka der Klon kommt ihm zur Hilfe. Sein Mitgefühl ist zu groß. Schließlich hätte er einfach abhauen und woanders ein anderes Leben führen können.
Großartige zeichnerische Darbietung einer der dunkelsten Phasen im Leben von Peter Parker. Hier sehen wir einen Spider-Man der eher wenig Witze reißt und auch keine dummen Sprüche. Er stellt sein ganzes Leben in Frage und vor ihm steht ein Abbild seiner selbst. Meines Erachtens eine Metapher für die Konfrontation mit eigenen Fehlern. Deswegen wird Peter auch so aggressiv als er Ben sieht. Man könnte das auch als eine Art Hommage an Dr. Jekyll und Mr. Hyde betrachten, nur nicht so direkt und zweitens ist man nicht ganz sicher wer denn hier der böse ist. Zwar ist der Klon, nun ja ein Klon, allerdings scheinen seine Taten wesentlich menschlicher und überlegter zu sein, während der echte Peter von Wut und Verzweiflung angetrieben ist. Die einzige wirklich merkwürdige Figur ist Miles Warren aka der Schakal. Ich frage mich ob der Anzug auch Muskel-Attrappen beinhaltet oder ob der Professor unter seinem Laborkittel einen stählernen Körper hat. Man weiß es nicht. Ich finde, diese Storyline hat den Hate nicht verdient. Absolut stabile und interessante Storyline.
Made by: Tom DeFalo, J.M. DeMatteis, Terry Kavanagh, Howard Mackie, Mark Bagley, Sal Buscema, Steven Butler, Tom Lyle, Liam Sharp
Ihr wisst ja langsam sehr gut, wie sehr ich auf alternative Zeitlinien und Paralleluniversen und so Kram stehe. Also liegt es wohl auf der Hand dass ich nicht die Hände von diesem Comic lassen konnte.
"Spider-Man: Life Story" erzählt, wie der Titel schon verrät die Lebensgeschichte von Peter Parker aka Spider-Man. Allerdings läuft alles nicht in der gewohnten Comic-Zeit ab. Ich meine damit die Tatsache dass Superhelden die seit knapp 60 Jahren in Comics vertreten sind nicht oder kaum altern oder ihre Hintergrundgeschichten immer wieder umgschrieben werden um dem aktuellen Zeitgeist zu entsprechen. Diesmal verläuft Peter Parkers Leben in "normaler" Zeit. Als ob alles in "unserer" Zeitrechnung stattfinden würde. Man betrachtet dabei sechs Dekaden: von den 1960er Jahren bis ins Jahr 2019.
Allerdings bezieht die Story (in sechs Ausgaben) auch alte Storylines die den Lesern definitiv bekannt sind. Beispielsweise die Klonsaga, "Kravens letzte Jagd", die "Secret Wars" als auch den Angriff vom Energievampir Morlun. In jedem Jahrzehnt gibt es ein größeres Ereignis, was die Welt des Wandkrabblers erschüttert und ihn auf die Probe stellt. Aber nicht nur ihn sondern auch seine Umwelt bestehend aus seinen Freunden als auch seinen Partnerinnen Gwen Stacy und Mary Jane und seiner immer älter werdenden Tante May. Was hier noch so passiert: Captain America meldet sich für den Einsatz im Vietnamkrieg freiwillig und erkennt dass die USA auf der falschen Seite stehen. Im späteren Verlauf steht er im sogenannten Civil War der Superhelden Tony Stark gegenüber. Flash Thompson meldet sich ebenfalls für den Vietnamkrieg weil er der Meinung ist, Spider-Man hätte dasselbe getan. Ich finds auch interessant wie anders der Verlauf der für Spider-Man historisch relevanten Ereignisse ist. Alleine schon weil gewisse Gegner von ihm deutlich älter sind als er und dadurch ihre Entscheidungen anders fallen. So heiratet Dr. Otto Octavius tatsächlich Tante May (so wie einst auch) wird aber dadurch ein besserer Mensch. Vorerst. So wie Peter auch. Er bleibt natürlich der verantwortungsbewusste, von Schuldgefühlen geplagte Typ. Allerdings dreht sich sein Leben hier nicht wirklich im Kreis, so wie es in der momentanen Serie zu sehen ist.
Meiner Meinung nach ein perfektes Monument für das Leben Spider-Mans als auch für 80 Jahre Marvel Comics. Geschrieben von Chip Zdarsky und gezeichnet vom großartigen Mark Bagley.
10/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei PANINI Comics für 19,99€
Wenn ihr den Comic haben wollt so bestellt ihn doch beim Händler eures Vertrauens. Die meisten haben einen Online-Shop. Offensichtlich.
Stricher guckt sich "X-Men: Dark Phoenix" an am 7.7.2019 im CineStar Dortmund
Das war also der letzte X-Men-Streifen der bei 20th Century Fox rausgekommen ist. Marvel Studios wird nun in Zukunft alle Verfilmungsrechte haben, da Disney Fox aufgekauft hat. Halt stopp. Es ist nicht der letzte X-Men-Film bei Fox. Eigentlich wird es "The New Mutants" sein der erst 2018, dann 2019 und nun im April 2020 rauskommen soll. Aber wie es auch passieren kann, schätze ich dass der Film komplett eingestampft wird. Deswegen ist für mich "Dark Phoenix" das letzte Kapitel.
"X-Men: Dark Phoenix" oder aber auch nur "Dark Phoenix" erzählt im Grunde genommen dieselbe Geschichte wie im (damaligen) dritten X-Men-Film "The Last Stand". Es ist das Jahr 1992: Jean Gray (Sophie Turner) ist mit den anderen X-Men auf einer halsbrecherischen Mission im Weltraum. Die Mutanten sollen ein Raumschiff bergen dass aus unerklärlichen Gründen sich um die eigene Achse dreht. Okay, eine enorme Sonneneruption ist dran Schuld. Anyways, es gelingt das Astronautenteam zu retten. Allerdings gerät Jean in Gefahr, weil sie sich als letzte auf dem NASA-Raumschiff befindet. Die Sonneneruption ist eine unglaublich starke, intergalaktische Kraft namens Phoenix. Jean wird von ihr durchströmt und überlebt erstaunlicherweise. Nachdem die X-Men wieder auf der Erde sind, geht es Jean hervorragend. Sogar besser als je zuvor. Sie fühlt sich stärker. Ihre psychischen Kräfte steigen und irgendwann...fällt auch die mentale Blockade die Charles Xavier ihr auferlegt hat. Jean ist in dem Glauben aufgewachsen, dass ihr Vater und ihre Mutter bei einem Autounfall gestorben sind. In Wahrheit starb die Mutter weil sie durch Jeans psychische Fähigkeit am Steuer eingepennt ist. Der Vater hat überlebt und wollte das Kind danach nie wieder sehen. Xavier (James McAvoy) wollte Jean schützen und belegte sie mit der besagten mentalen Blockaden. Nun, da diese gefallen ist geht sie auf die Suche nach ihren Vater und entdeckt das Geheimnis. Von nun an steigt ihre Wut immer mehr. Die Kraft des Phoenix ist viel zu stark und entfacht in ihr eine Art Überwesen, dass viel stärker ist als andere Mutanten. Gleichzeitig macht sich eine außerirdische Spezies auf die Suche nach dem Phoenix um ihn unter ihre Kontrolle zu bringen.
Seufz. Das ist es also. Kein besonders guter Abschluß, aber immerhin irgendwas. Wobei, nein. Ich will die 10,80€ zurück. Mal ganz ehrlich: Es sind interessante Ansätze. Die Autorität Charles Xavier wird hinterfragt: Der Mann der angeblich zum Wohle von Mutanten da ist, heimst dafür Lorbeeren ein dass er und sein Team immer wieder die Menschheit rettet. Er übersieht aber die Tatsache, dass an einem beschissenen Tag er und seine Mutanten garantiert wieder für alles verantwortlich gemacht werden. Ansonsten ist hier alles voll mit Wegwerfcharakteren. Zum Beispiel die Mutanten um Magneto. Interessiert sich kein Schwanz für und alle werden nacheinander getötet. Ansonsten: Verdammte Scheiße! Mystique stirbt und ich dachte man hätte irgendwann einen dezenten Hinweis dafür bekommen warum sie sich später der Bruderschaft der Mutanten anschließt. Aber nein. Egal. Das gesamte Franchise ist eh durch Zeitreisen komplett kaputt gemacht. Jacke wie Hose.
4,5/10 Pfandflaschen
Trailer:
Ich reiste vom 13.7 - 22.7.2019 nach St. Petersburg um meinen Opa zu besuchen. Dort finden die nächsten Einträge in diesem Beitrag statt.
Stricher guckt sich "Spider-Man: Far From Home" an im Karo Film 7 in St. Petersburg, Russland am 15.07.2019
ACHTUNG EVENTUELLE SPOILER
"Spider-Man: Far From Home" spielt ca. 8 Monate nach dem "Blip". Damit bezeichnet man das Rückgängigmachen von Thanos "Schnipsen" welches die Menschheit um die Hälfte dezimiert hat. Die Schüler der Midtown High sind wieder vereint: Peter "Spider-Man" Parker (Tom Holland) eingeschlossen. Kurz davor machen Maria Hill (Robin Shabatzky) und Nick Fury (Samuel L. Jackson) bekanntschaft mit einem mysteriösen Wesen dass in Mexiko einen Tornado verursacht hat. Peter Parker ist immer noch der leicht verklemmte Junge der in Michelle "MJ" Jones (Zendaya) verknallt ist. Da seine Klasse einen fetten Eurotrip veranstaltet, malt er sich aus ihr dort seine Gefühle zu gestehen. Er beschließt auch ohne sein Superheldenkostüm zu fahren, da ihm das Ganze grade ziemlich belastet. Kurz nach der Ankunft in Venedig wird die Idylle durch ein Angriff eines
Seemonsters gestört. Das Wesen besteht aus Wasser und wird von einem mysteriösen Fremden (Jake Gyllenhaal) aufgehalten. Dieser fliegt umher und stoppt das Monstrum mit lauter ääh Strahlen aus seinen Händen. Peter hilft natürlich wo er kann. Kurze Zeit später taucht auch Nick Fury auf und beschwert sich dass Peter nicht auf seine Anrufe antwortet. Spider-Man soll nun bei einer geheimen Mission mitmachen. Der mysteriöse Fremde heißt Quentin Beck und stammt aus einer anderen Erde die von sogenannten Eternals, Wesen die die Grundelemente wie Feuer, Wasser, Luft und Boden verkörpern, zerstört wurde. Jetzt ist hier um sie auf unserer Erde-616 aufzuhalten. Er ist auch ziemlich cool und charismatisch und versteht sich gut mit Peter. Zuallererst möchte Peter die Mission gar nicht mitmachen. Fury schafft es aber den Eurotrip der Klasse umzuändern, sodass Peter zwangsläufig nach Prag mitfahren muss, wo das nächste Monster auftauchen soll..
AB JETZT FETTE FETTE FETTE SPOILER
Aufmerksame Comic-Fans würden spätestens hier merken: Quentin Beck ist und war schon immer Mysterio. Ein Illusionskünstler mit einem Haufen Gadgets. Und so stellt es sich heraus, dass er gar nicht von einer anderen Erde kommt sondern der ganze Scheiß mit den Eternals von ihm inszeniert ist. In Wahrheit wollte er an eine mit einer künstlichen Intelligenz ausgestatte Brille rankommen, die Tony Stark Peter vererbt hat. Mithilfe dieser kann er noch mehr Illusionen erzeugen und der Welt beweisen was für ein "Held" er ist, auch wenn durch die von der Brille gesteuerten Drohnen Menschen sterben könnten. Hart und skrupellos. Alles für den Erfolg.
Ich war am Anfang leicht enttäuscht. Dachte nämlich, dass es nicht ernsthaft sein kann dass Mysterio ein "guter" ist. Er war und ist schon immer ein Bösewicht gewesen. Bis es dann plötzlich ungefähr zur Hälfte des Filmes "klick" macht und ich feststelle dass ich an der Nase herumgeführt wurde. Das ist tatsächlich ne verdammt gute Leistung. Vor allem weil diese Illusionen immer wieder vorkommen und man als Zuschauer noch mal drauf reinfällt. Selbst wenns schon zum dritten oder vierten Mal passiert. Es war nicht ganz das was ich erwartet aber genau darin liegt der Clou. An der Illusion die nicht nur im Film stattfindet sondern auch die ganzen Internet-Theoretiker zum Glühen bringt. Alle dachten es geht um die Eternals, darum dass Mysterio von der anderen Welt kommt usw. usf. Aber NEIN alles nur Verarsche. Und darum soll man bis nach dem Abspann warten. Diesmal wirklich.
Im Film war ich übrigens mit meinem Opa. Schließlich haben wir uns damals vor 17 Jahren die erste Spider-Man-Verfilmung mit Tobey Maguire angesehen. Also dachte ich mir, wir behalten diese Tradition. Am nächsten Tag besuchten wir das St. Petersburger Ozeanarium. Ich bin eigentlich definitiv nicht zu begeistern von SeaWorld oder ähnlichen Scheiß. Die einzigen Säugetiere waren allerdings Otter und Seehunde. Keine Delfine, keine Orcas. Kein Wunder, das ganze Ding befand sich in einem großen Einkaufszentrum. War witzig, auch wenn kleine Kinder einen zwischen die Beine laufen sodass man fast umfällt.
Am selben Tag haben wir das Eisenbahnmuseum besucht. Früher befand sich etwas weiter abgelegen und ähnelte eher einem Schrottplatz als einem Museum. Es standen einfach irgendwo alte Lokomotiven rum und es gab Infoschilder. Mittlerweile befinden sich das in einem alten Depot und ist bestens multimedial ausgestattet. Es gibt verschiedene (Miniatur)modelle die aufzeigen wie die ersten Gehversuche funktioniert haben. Ich wusste zum Beispiel gar nicht, dass man Anfangs noch über 24 Stunden für die 500km von St. Petersburg nach Moskau gebraucht hat. Außerdem gabs verschiedene Lokomotiven, ob elektrisch oder dampfbetrieben zu sehen.
Am Mittwoch plante ich ebenfalls einen Museumsbesuch. Diesmal war das zoologische Museum dran. Als ich klein war fürchtete ich mich leicht dort. Es fühlte sich an als würde man 1000 Augen angestarrt werden. Schließlich sind die meisten Exponate dort ausgestopfte Tiere. Ich habe jedenfalls die Angst besiegt und die Haie dort machen mir keine Angst mehr.
Am Donnerstag dann... Richtig! Ein weiterer Museumsbesuch. Diesmal gings in die Kunstkamera, auch bekannt als Ethnologisches Museum. Es ist das erste Museum Russlands, iniiziert von niemand geringerem als Zar Peter I. Es ging dem Machthaber darum all die Vorurteile und Aberglauben in der Bevölkerung auszulöschen. Damals hat man nämlich bei Fehlgeburten, siamesischen Zwillingen und anderen Missbildungen gedacht der Teufel wäre am Werk. Peter I. rief auf verschiedene Anomalien zu sammeln und ihm zukommen zu lassen. Er hat auch dafür bezahlt. So kam es dazu dass er all das ausstellen ließ. Generell diente das Museum dazu die Bevölkerung für Anatomie zu begeistern. Es ging um die Wissenschaft und nicht darum "Monstren" auszustellen. Deswegen nervt mich das immer n Bisschen dass das so sensationell gesehen wird. Der restliche Inhalt des Museums ist ebenfalls nicht uninteressant: Alltags- und Kriegsgegenstände von Urvölkern usw.
Stricher guckt sich "König der Löwen" an am 21.07.2019 im Karo Film 7 in St. Petersburg
Im Laufe meines Russland-Urlaubs kam irgendwann auch meine Mum und wir wollten unbedingt ins Kino gehen. Nach langen und hin her überlegen habe ich "König der Löwen" ausgewählt. Schließlich ging ich damals, vor 25 Jahren mit meinem Dad ins Kino und guckte mir die Zeichentrickumsetzung an. Weil "Goofy der Film" nicht mehr gelaufen ist. Außerdem: "Weißt du wie der Löwe sing? Er singt Akuna Matata! Das wird toll!"
Jedenfalls waren wir da und nun ja. Es ist dieselbe Story wie im Zeichentrickfilm. Schließlich verwurstet Disney momentan seine alten (Zeichentrick-)Verfilmungen noch mal neu. Die Story müsstet ihr eigentlich kennen, aber trotzdem: Simba ist der Sohn von Mufasa, den amtierenden Löwenkönig von Savanna. Nachdem Mufasas eifersüchtiger Bruder Scar ihn tötet und das ganze dem jungen Simba in die Schuhe schiebt, flüchtet dieser. Scar errichtet ein Terrorregime in welchem nur noch gejagt wird. Simba wächst unter der Obhut von Wildschwein Pumba und Erdmännchen Timon auf. Irgendwann als Nala, eine Kindheitsfreundin von Simba zufällig auf ihn trifft nachdem sie von Zuhause abgehauen ist wird das ganze ziemlich interessant. Simba muss unbedingt nach Hause. Schließlich ist er der rechtmäßige König und das Regime von Scar muss definitiv zu Fall gebracht werden.
Sauschöner Film. Nur: Wenn Zeichentrickfiguren singen ist das okay. Wenn computeranimierte Tiere singen wirkt es ziemlich merkwürdig. Ich habe eigentlich komplett vergessen, dass in dem Film überhaupt gesungen wird. Außerdem: Tod von Mufasa in Super HD. Unvergesslich und unendlich traurig. Was soll ich dazu sagen: Hier gibt es nicht viel zu verbocken. Schließlich ist es keine Neufauflage mit echten Schauspielern sondern einfach eine Umsetzung eines Zeichentrickfilms in realistische Animation. Hier kann man nicht besonders viel falsch machen, finde ich. Darum:
8,2/10 Pfandflaschen
Trailer:
NORD Open Air am 26.07.2019 am Viehofer Platz, Essen Jedes Jahr veranstalten sowohl das Turok als auch das Café Nord in Essen jeweils ein Umsonst-und-Draußen-Open-Air. Bis jetzt habe ichs zu beiden nicht geschafft. Deswegen habe ich alles in Bewegung gesetzt, damt es dieses Jahr klappt. Und ich wurde nicht mal enttäuscht. Nicht so wirklich.
Die erste Band, die ich mir angucken durfte waren Slapshot. Gottverdammte Scheiße. Nach nem halben Jahr Jack "Choke" Kelly auf Instagram stalken hab ichs mir redlich verdient. Wer seinen Auftritt mit "SCHAISE HAIS" anfängt ist schon mal sympathisch. Wer beteuert trotz der Temperaturen immer noch "Hardcore" zu machen, weil "scheiß auf das Wetter dies das" auch. Wer meint dass "wir hier nur 45 Minuten stehen, die ganzen anderen Leute aber viel viel länger, darum Respekt an euch dies das" ist es definitiv auch. Wer "You Hate Me And I Hate You" von GG Allin covert, sowieso. Finde es gut, dass es immer noch ein paar Bands gibt die Hardcore ohne Metaleinfluss machen. Daraufhin dann eine Band namens "Crossplane" die ungefähr nach "YEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH ROCKNROLL WIR MACHEN ROCKNROLL SEID IHR BEREIT FÜR ETWAS ROCKNROLL YEAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH" klang und mir tierisch auf den Sack ging. Ich mein, es ist in Ordnung Musik zu machen die rein für die Party bestimmt ist. Es ist aber nicht in Ordnung eine Art Motörhead-Quasi-Coverband zu sein. Absolut nicht. Anschließend erfüllte ich mir einen Jugendtraum: Nach mehr als zehn Jahren habe ich endlich The Other live gesehen. Charmant wie ichs mir vorgestellt habe und unter den ganzen Hardcore-Bands an dem Tag definitiv herausgestochen. Das war sowieso ein leicht komisches Line-Up. Anyways, ich konnte tatsächlich ein paar Songs mitsingen auch wenn ich deren Karriere schon lange nicht verfolgt hab. Die Tage an denen ich die ganze Zeit im Horrorpunk-Forum rumhing liegen nämlich weit hinter mir. Sauschön wars! Born From Pain sind eine von diesen Bands die ich meinte mal zu hören, die ich aber nie interessant genug fand. Anyways haben sie tatsächlich ziemlich gut abgerissen. Das wäre auch das einzige was ich dazu zu sagen haben. Madball haben auch verdammt gut abgerissen. Ich dachte eigentlich dass es irgendwann mal diesen Beef zwischen Madball und Slapshot gab. Allerdings hat der Bassist von Slapshot ein DMS-Tattoo gehabt und stand bei Madball hinter der Bühne. Andererseits hieß es seitens von Freddy Cricien dass "heute einige Bands gut waren, aber keine ist so gut wie Madball". Lel. Sie schafften es jedenfalls ein paar Jugenderinnerungen wach zu rütteln. Zum Beispiel als ich die halbe Nacht damit verbracht hab einen Madball-Backpatch zu basteln. Ich fands ziemlich cool dass man so nah ans Publikum wie es ging gegangen ist und auch in die Ecken reingeguckt hat die die Band sonst gar nicht so mitkriegen. Zum Beispiel links von der Bühne wo Gestalten wie ich rumstehen. Grundsympatisch, finde ich! Als Abschluß gabs The Adicts! Ich war ehrlich gesagt nicht drauf erpicht sie unbedngt komplett live zu sehen weil a) ich am nächsten Tag früh aufstehen musste um nach Flensburg zu fahren und b) ich sie schon mal live gesehen hab. Jedenfalls wars ziemlich nice, mit all diesen Konfetti und Luftschlangen und so Kram. Schade dass ich so Klassiker wie "Viva La Revolution" oder "Songs of Praise" nicht mitbekommen konnte. Trotzdem danke.
Achja, danke an euch fürs Lesen dieses gigantischen Beitrags und schöne Grüße aus Ostdeutschland :D
05.12.2018: Stricher guckt sich "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" an in CinemaXx Essen
Falls ihr euch für das Review zum ersten Teil interessiert, so klickt hier.
Anyway, der Film setzt logischerweise das fort was der erste Film beendet hat. Nachdem Newt Scamander (Eddie Redmayne) während seiner Eskapaden in New York City die Stadt halb zerlegt hat wurde er vom britischen Zaubereiministerium mit einem Ausreiseverbot belegt. Im Jahre 1927 möchte er einen Ausschluss des Ministeriums bitten, dieses Verbot zu kippen. Als Gegenleistung soll er nach dem geflohenem Verbrecher Gellert Grindelwald (Johnny Depp) suchen als auch nach
Credence Barebone (Ezra "Ich bin Flash aus Justice League" Miller, autistic as fuck) der scheinbar immer noch lebt. Das lehnt er jedoch ab. Kurze Zeit später kriegt er erst Besuch von Albus Dumbledore (lol wtf es ist Jude Law was), der ihm überredet nach Paris zu gehen um dort nach Credence zu suchen. Danach kommen noch die beiden Figuren aus Teil 1 hinzu: der Muggel Jacob Kowalski (Dan Fogler) und seine nun Ehefrau Queenie Goldstein (Alison Sudol). Yada yada yada, Newt macht sich natürlich auf nach Paris, dies das.
Wie im Review zum ersten Teil schon angemerkt, sind meine Harry-Potter-Gene immer noch eingeschlafen. Das hat sich mit diesem Teil auch nicht verändert. Ich fand den Film ziemlich unterhaltsam. Sowohl von der Story als auch von Special Effects her. Als auch von der Tatsache, dass Jude Law Dumbledore spielt. Allerdings verstehe ich warum er so einigen Potterheads nicht gefällt. Unter anderem deshalb, weil der Dresscode der Zauberer so überhaupt kein Sinn macht. Warum sollte man sich nach all den Jahrhunderten Zaubereifickfack plötzlich nicht mehr bunt kleiden. Dazu kommt noch die Tatsache dass in einem HP-Film bereits ein Rückblick gezeigt wurde, welcher ungefähr zum selben Zeitraum spielt und dort ist Dumbledore so zu sehen wie wir ihn kennen: bärtig und lustig. Deswegen: Why? But who cares.
7/10 Pfandflaschen
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29.12.2018: Stricher guckt sich "Aquaman" an in Filmwelt Herne
Das hier ist der wohl mit Abstand beste DCEU-Film bis jetzt, also neben Wonder Woman.
Zuallererst werden uns die Origins von Aquaman erzählt ergo: wie der Fischer Thomas Curry (Temuera Morrison) Atlanna (Nicole Kidman), die Prinzessin von Atlantis gerettet und später mit ihr einen Sohn namens Arthur gezeugt hat. Allerdings wird das in ihrer Heimat nicht grade wohlwollend aufgenommen und sie sieht sich gezwungen zurückzukehren. Ihr Berater Nuidis Vulko (Green
Goblin) wird beauftragt, Arthur in die atlantischen Kampfkünste und alles Mögliche an Fachwissen einzuweihen. Der Rest des Films spielt ein Jahr nach der Invasion von Steppenwolf (siehe Justice League). Arthur (Jason Momoa) rettet ein russisches U-Boot vor einer Invasion von Piraten und überlässt deren Anführer Jessen Kane dem Tod sodass daraufhin sein Sohn David (Yahya Abdul-Mateen II) Rache schwört. Es gibt allerdings noch weitere Gefahren: Arthurs Halbbruder Orm (Patrick Wilson) versucht die Unterwasser-Königreiche zu einem Krieg gegen die Oberwelt zu vereinen....
Es hat, ehrlich gesagt, quasi alles gestimmt. Ein DCEU-Film der nicht unbedingt in die Fußstapfen von Christopher Nolans Dark-Knight-Trilogie treten will und sich deswegen nicht so ernst nimmt. Der allerdings ernst genug bleibt um nicht zu einer Orgie von dämlichen Flachwitzen zu werden. Erinnerte mich rein vom Setting her an "Black Panther", da man es hier auch mit einem versteckten Königreich zu tun hat, dass ebenfalls den Rest der Welt in Sachen Technik (beinahe) übertrifft. Ich finde, so sollte das DCEU weiterlaufen. Auch wenn es wohl ein Universum in Anführungsstrichen werden wird, da man in Zukunft auf Einzelfilme setzen wird. Ich hatte jedenfalls Spaß.
12.01.2019: Stricher guckt sich "Spider-Man: A New Universe" an in CinemaXx Essen
Das neue Jahr fing filmtechnisch gesehen schon mal ganz gut an.
"Spider-Man: Into the Spider-Verse", wie der Film im Original heißt ist übrigens der erste Full Length Spider-Man Zeichentrickfilm. Gleichzeitig gehört er weder zum "Marvel Cinematic Universe" oder zum neuen "Sony Marvel Universe" (wie die Verfilmung von "Venom"). Erstmal steht der Film für sich alleine, es sind aber glaube ich Spin-Offs und Fortsetzungen geplant.
In dem Universum in welchem der Film spielt kriegt ein gewisser Miles Morales (Shameik Moore) durch den Biss einer radioaktiven (oder doch genetisch manipulierten?) Spinne dieselben Kräfte wie Spider-Man (Chris Pine). Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Green Goblin (Jorma Taccone), Kingpin (Liev Schreiber) und einem Teilchenbeschleuniger stirbt der hiesige Spider-Man und hinterlässt seine Frau Mary Jane Watson und Tante May. Der eben erwähnte Teilchenbeschleuniger diente aber dazu Kingpins Familie zurückzubringen, die er verloren hat und wofür er die Schuld Spider-Man gibt. Er ist nämlich in der Lage andere Dimensionen zu eröffnen. Und so geschieht das, was geschehen solle. Es tauchen andere Spider-Men/Women/Schweine auf die eigentlich in anderen Welten beheimatet sind. Peter B. Parker (Jake Johnson), der schon graue Haare plus Wampe hat und etwas an sich selbst zweifelt. Gwen Stacy (Hailee Steinfeld), die in ihrem
Universum Spider-Woman ist und Schlagzeug in einer Band spielt. Peter Parker aka Spider-Man Noir (Nicolas Cage) aus einem in den 30er Jahren hängengebliebenem Film-Noir-Universum. Peni Parker (Kimiko Glenn), die mit einer Spinne verbunden ist die im inneren eines Roboters lebt. Und natürlich Peter Porker (John Mulaney) aka Spider-Pig, eine Spinne aus einem Cartoon-Universum die von einem radioaktiven Schwein gebissen wurde. Da sie in Miles' Universum instabil sind und zerfallen werden, wenn sie dort bleiben müssen sie schnellstens in ihre Heimatdimensionen zurück. Dafür müssen sie Teamarbeit leisten und an den Teilchenbeschleuniger kommen.
Ich liebte die "(Edge of) Spider-Verse"-Events und bin schon gespannt wann "Spidergeddon" auf Deutsch rauskommt. Stehe total auf Parallel-Universen-Scheiß. Deswegen ist das auf jeden Fall ein Film für mich. Er ist weder zu harmlos, noch besonders edgy, noch besonders cringy. Die Zeichentricktechnik ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Mich haben die verschwommenen Sequenzen gestört. Aber mehr auch nicht. Verdammt gute Unterhaltung sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Definitiv. Und wartet bitte den Abspann ab!
8,5/10 Pfandflaschen
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URFAUST + THE RUINS OF BEVERAST + KERMANIA am 25.01.2019 in Club Volta, Köln
Meine Fresse, habe ich mich lange, seeeeehr seeeeeeeehr lange auf dieses Konzert. Zu doof, dass ich kurz vorm Ende abgehauen bin, weil ich unbedingt beinahe panikartig diese eine Bahnhaltestelle finden musste. Und dann die falsche fand. Und dann mit 6% akku mit Navi die richtige gesucht hab.
Und dann schon wieder beinahe Panik bekommen hab, weil diese Bahn nicht fuhrt. Und dann festgestellt hab, dass sie unterirdisch und nicht oberirdisch fährt. Heckin Bamboozled. What a ride.
Den Anfang machten Kermania, die ich furchtbar, furchtbar langweilig fand. Deswegen beschloß ich lieber woanders rumzustehen um den Auftritt von weiter ferne anzugucken, damit ich notfalls aufs Klo flüchten kann. Ich fand das einfach furchtbar anstrengend. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als The Ruins of Beverast angefangen haben zu spielen. Allerdings waren sie zu Beginn für mein Geschmack ziemlich träge. Zum Glück haben sie irgendwann ordentlich nachgelegt und so wurde alles wieder wie damals am 20.10.2017 im Turock. Zumindest bis zum Ende ihres Auftrittes. Wenigstens saß ich nicht mehr müde auf dem Boden rum. Danach dann Urfaust, die ich das allererste Mal live gesehen habe. Ich wusste ehrlich gesagt auch überhaupt nicht, dass die Band aus zwei Leuten besteht. Fand das was ich mir bis dato angehört habe, verdammt noch mal sehr gut. Live wurde es dann noch besser. Ein Schlagzeuger der mich an diesen Dude hier erinnert plus eine BM-Version von Geddy Lee (Rush). Meditatv und monoton. Gesang: irgendwas zwischen einer Oper und den besten Momenten von Varg Vikernes. Wäre ich vor der Bühne eingeschlafen, hätte ich ganz bestimmt wunderschön geträumt. Bin ich aber nicht. Es war großartig.
Soso, nachdem wir uns letzte Woche mit Spider-Man und Frankensteins Monster beschäftigt haben wird es diese Woche nicht weniger monster...ig? Diesmal sogar mit einem relativ merkwürdigen Ankündigungstext auf dem Cover "It's a holiday holocaust! We call it... the war of the Reptile-Men! -- and Spidey is caught in the middle!"
In dieser Ausgabe geht es um einen Dinosaurier-Menschen namens STEGRON THE DINOSAUR MAN der den Sohn von Dr. Curt Connors gekidnappt hat, damit dieser nach seiner Androhung seinen
Sohn umzubringen für ihn ein Experiment zu Ende führt. Stegron verwandelt außerdem Dinosaurier-Skelette in einem verwahrlosten Lagerraum unterm Central Park in echte Dinosaurier, sodass diese bald New York terrorisieren. Dr. Curt Connors hat aber natürlich was dagegen, weil Stegron seinen Sohn gekidnappt hat und so. Außerdem ist CC schließlich The Lizard aka Die Echse und sieht in Stegron seinen natürlichen Feind. Spider-Man gerät da irgendwie nur zufällig dazwischen. Schließlich will er Curts Sohn retten und nebenbei die beiden Echsen-Menschen auf die Mappe hauen. Oh und die Verwandlung der Dinos rückgängig machen. Und das alles zu Weihnachten, übrigens. Obwohl die Ausgabe im März erschienen ist.
Das ist unglaublich generic und weird. Ich weiß nicht. Es ist einfach Füllerausgabe in welcher nicht besonders viel aufregendes geschieht. Man kennt halt die zahlreichen Begegnungen von Lizard und Spider-Man schon bzw. die Origin von Dr. Curt Connors. Und ich frage mich warum das zu Weihnachten geschehen muss als auch warum exakt das mit den Dinos sein muss. Das ist so grotesk - man erklärt nicht mal ansatzweise wie diese Skelette zu Dinos aus Fleisch und Blut werden. Aber was meckere ich überhaupt. Schließlich komme ich aus einem anderen Zeitalter. Anyways:
5,75/10 Pfandflaschen
Made by: Len Wein, Ross Andru, Mike Esposito, Glynis Wein, Joe Rosen