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Dienstag, 16. Juni 2026

Comic Book Review#680: Godzilla vs. The Mighty Morphin Power Rangers#1-5 (2022)

Kaum ist diese Sache mit DC und Godzilla als auch Marvel und Godzilla vorbei geht es hier auf dem Blog weiter mit dem King of the Monsters als Gast in anderen Comic-Reihen. Diesmal sind wir bei einer Zusammenarbeit zwischen Boom! Studios, IDW Publishing und Toho Co. angelangt.


Der grüne Ranger Tommy (ja, genau der) ist unterwegs in geheimer Mission. Zordon hat ihn beauftragt, die böse Hexe Rita Repulsa auszuspionieren. Gemeinsam mit ihren Schergen Scorpina, Goldar und Finster hat sie einen geheimen Tempel aufgesucht der seit tausenden von Jahren von Mönchen beschützt wurde. Darin findet sie eine Art multidimensionalen Artefakt, der in der Lage ist, sie von Dimension zu Dimension zu teleportieren. Genau das geschieht und weil Tommy das verhindern möchte, wird er unfreiwillig mit auf die Reise genommen. Rita und die anderen tauchen auf einer anderen Erde auf. Dort ist die Stadt Angel Grove komplett zerstört und zwei riesige Monster kämpfen gegeneinander: Godzilla und Megalon. Es stellt sich heraus, dass Godzilla irgendwie der Beschützer dieser Erde ist und Außerirdische vom Planeten X (die Xilians) immer wieder Monster auf die Erde bringen um gegen ihn zu kämpfen. Ihr Ziel ist die Erde komplett zu zerstören und am Ende ihre Ressourcen zu stehlen. Doch bis jetzt hat das nicht so funktioniert. Ritas Crew tut sich mit ihnen zusammen und schon bald tauchen auch die übrigen Rangers auf: Trini (gelb), Zack (schwarz), Jason (rot), Kimberly (pink) und Billy (blau). So kommt es zu spektakulären Kämpfen. Erst zwischen den Rangers und Godzilla, anschließend aber zwischen Godzilla und den Rangers und herbei teleportierten Monstern wie Gigan und am Ende auch King Ghidorah. Zwischendurch ruft Rita allerdings ihre Monster auf den Plan: zum Beispiel Eye-Guy und Rhinoblaster.

Ich dachte erst, das wird interessant. Dann wurde es einfach vollkommen bonkers. Dann wurds wieder interessant. Ein typisches multi-franchise Höllen-Inferno in welchen alle auf einander treffen und sich gegenseitig in die Fresse hauen. Untypische Allianzen werden geschmiedet und wieder gebrochen. Monsterkloppe. Monsterkloppe. Kann mich noch erinnern, dass "Justice League vs. Godzilla vs. Kong" schon ordentlich googoogaga war, aber das hier ist vollkommen off the hook. Ich glaube, dass ich alle fünf Ausgaben in einer Dreiviertelstunde gelesen habe. Cullen Bunn hat mal Deadpool Stories geschrieben, die ich tatsächlich echt geil fand. Das hier wirkt wie ein Kinderspiel für ihn, weil es so super einfach ist. Freddie E. Williams II hat schon mal die Turtles (und Batman!) gezeichnet, sein Stil sticht besonders durch dieses typische "shit happening all over the place" raus. Ein tatsächlich sehr spaßiges, wenn auch ziemlich kurzweiliges Werk.

Made by: Cullen Bunn, Freddie E. Williams II
6/10 Pfandflaschen
Video von Unknown Kaijuverse:


Dienstag, 2. Juni 2026

Comic Book Review#678: Godzilla vs. Avengers (2025)

Es vergeht keine Woche ohne "Godzilla vs. Marvel"! Diesmal haben wir es mit einem moderneren Godzilla zu tun - genauer gesagt mit dem Design der "Millennium"-Staffel. Also, ich bin mir nicht sicher ob es der gleiche Godzilla wie in den vorherigen Ausgaben ist oder nicht - vor allem weil er aufgrund der unterschiedlichen Godzilla-Film-Staffeln anders aussieht. Aber egal.


Wir befinden uns in den USA. Genauer gesagt in Astoria, Oregon. Die New Avengers, bestehend aus Captain America, Luke Cage, Iron Man, Spider-Man, Spider-Woman und Wolverine müssen sich vor der SHIELD-Direktorin Maria Hill verantworten. Sie haben ganz schön Scheiße gebaut. Die berühmte Brücke von Astoria ist komplett zerstört. Wie kam es dazu? Nun, die Helden versuchen in einem Rückblick alles zu erklären. Es kam zu einem Kampf zwischen dem (sprechenden) Drachen Fing Fang Foom und Godzilla als plötzlich der riesige Roboter Jet Jaguar aufgetaucht ist, sodass es zu einem Dreikampf zustande kam. Also, eigentlich hat JJ versucht die beiden Riesenechsen voneinander fern zu halten. Dabei ging einiges zu Bruch (inklusive der Brücke lol) und die Anwohner mussten evakuiert werden. Bei der Besprechung ist auch ein Team von jungen Erwachsenen dabei: Bonnie Ibuki (die Nichte von Goro Ibuki, den Erfinder von Jet Jaguar), Sebastian und Ohgene. Die drei nennen sich "Kaiju Chasers United" und haben vor kurzem aus Altmetall und einer künstlichen Intelligenz den Jet Jaguar nachgebaut. Der übrigens weder wie ein Jet noch wie ein Jaguar aussieht, aber egal. Sie haben es satt gehabt, einfach nur zuzusehen während Kaijus die Städte zerstören und wollten was unternehmen. Auch interessant: Fing Fan Foom trägt lilane Hosen wie der Hulk. Maria Hill ist stinksauer. Niemand weiß genau wieso der Kampf zwischen Big G und FFF überhaupt stattgefunden hat. Also muss man am Ende den letztgenannten nach dem Grund fragen. So einfach ist das.

Diesmal eine etwas andere Art von Szenario. Klar, der Titel suggeriert dass die Avengers gegen Godzilla kämpfen. Und das tun sie auch! Tatsächlich. Wolverine wird heftigst verbrannt (zur Hälfte), Spider-Man tut sich schwer irgendwo umher zu schwingen, weil es einfach keine Gebäude gibt und alle sind irgendwie von der Situation genervt. Es ist wie ein Film, der mit Hintergrundkommentaren versehen wird. Wenn die Story in einen Rückblick wechselt, werden die Kommentare der Helden in Gedanken-Boxen dargestellt. Das ist ziemlich witzig, vor allem weil die meisten entweder clueless oder sarcastic sind. Noch witziger wird es allerdings, als man den Grund für den Kampf zwischen Godzilla und Fing Fam Foom erfährt. Den verrate ich allerdings nicht. Insgesamt: Eine Abwechslung zu den vorherigen Ausgaben. Eine mehr als willkommene Abwechslung. Nicht, dass die anderen Comics schlecht waren, aber das hier ist komplett anders. Und unfassbar witzig.

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: David F. Walker, Georges Jeanty
Hier ein Video von DopeSpill Comics:


Dienstag, 26. Mai 2026

Comic Book Review#677: Godzilla vs. X-Men (2025)

Um die Worte von DJ Khaled zu zitieren: "Another one."

Diesmal befinden wir uns, den Anschein nach, in den 1990ern. Zumindest sind die hiesigen Versionen der X-Men so gekleidet als würden sie der 1992er Zeichentrickserie entstammen. Der erste Schauplatz der Story ist die Küste von Japan. Godzilla greift den Hafen des technologischen Unternehmens "Tsugunai Robotics" an. Die ganze Situation wird vom Mutanten Shiro beobachtet. Der CEO der Firma

nimmt daraufhin, angeleiert durch Shiro, Kontakt zu Professor Charles Xavier von den X-Men auf. Die Mutantengruppe, angeführt von Cyclops, soll sich nun Godzilla vornehmen. Um den "King of the Monsters" angemessen bekämpfen zu können, stiehlt Remy LaBeau aka Gambit den "Super-Adaptoid". Dabei handelt es sich um ein kostüm-ähnliches Konstrukt, das in der Lage ist verschiedene Kräfte zu adaptieren. In Verbindung mit Pym-Partikeln kann es auch auf übermenschliche Größe wachsen. So setzen die X-Men es nach ihrer Ankunft in Japan an. Sie kombinieren darin ihre Superkräfte um gegen Godzilla vorzugehen. Fast schon wie bei einem Kampf a lá "Godzilla vs. Jet Jaguar". Doch Godzilla möchte nicht gegen sie kämpfen. Charles Xavier kann ja Gedanken lesen, doch die Gedanken Godzillas sind voll von Emotionen und nicht Worten. Irgendwas hat "Tsugunai Robotics" was Godzilla erheblich stört. Irgendwas unglaublich gefährliches.

Ohne hier großartig zu spoilern: Es gibt hier ein Comeback von Biollante, Battra und Rodan. Auf einem Haufen. Wie und warum genau, lasse ich an der Stelle mal offen. Es läuft alles nach einer alten Formel. Die Superhelden tauchen auf, um gegen Godzilla zu kämpfen. Doch es stellt sich heraus, dass er eigentlich nicht ihr Feind und die Sache etwas komplizierter ist. Ich muss sagen, an einem Punkt fand ich die Story überraschend gut. Ich hätte mir allerdings denken können, dass Xavier versuchen wird, Godzillas Gedanken zu lesen. Anyways: Die Story ist alles andere als schlecht, jedoch durchaus vorhersehbar. Es ist klar, dass die X-Men nicht wirklich gegen Godzilla kämpfen werden sondern gegen einen gemeinsamen Feind. Ich fänds ehrlich gesagt nicht schlecht, wenn es von vornherein so gewesen wäre - dann hätte man nicht diesen dummen "Achja, wusst ich's doch"-Moment. Und es wäre ein Ticken frischer gewesen. Es hat mir trotzdem Spaß gemacht.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Fabian Nicieza, Emilio Laiso
Hier ein Video von NotifrikiTV:


Dienstag, 19. Mai 2026

Comic Book Review#676: Godzilla vs. Spider-Man (2025)

Und weiter geht es mit der vollkommen wilden Fahrt von "Godzilla vs. Marvel". Diesmal trifft es New York City in den 1980er Jahren. Es ist eine Alternativ-Story, die absolut nicht kanonisch ist, aber wäre Godzilla Teil der Marvel Comics gewesen, dann hätte sie durchaus so passieren können. 

Die Story findet statt nachdem Peter Parker/Spider-Man an den "Secret Wars" teilgenommen hat und auf dem fernen künstlichen Planeten Battleworld das schwarze Kostüm aufgegabelt hat. Genau das Alien-Symbionten-Kostüm, dass später Eddie Brock befallen hat und ihn zu Venom gemacht hat. So ist

Peter in dem schwarzen Onesie unterwegs und kämpft auf den ersten Seiten gegen den Supervillain Shocker. Als plötzlich Godzilla auftaucht beschließen die Beiden das erstmal sein zu lassen. Spidey hinterlässt Shocker der Polizei und konzentriert sich dabei Godzilla abzulenken. Seine Freundin Mary Jane ist durch ein einstürzendes Gebäude gefährdet - zum Glück schafft er es, sein Vorhaben durchzuziehen sodass MJ am Ende von Black Cat (die heftigst in Peter verschossen ist) in Sicherheit gebracht wird. Ein gefährlicher Liebes-Dreieck dies das. Godzillas Schreie sind für das Alien-Kostüm jedoch äußerst schmerzhaft, sodass es sich in Panik von Peter löst. Und daraufhin Godzilla befällt. So ist Peter kurz damit beschäftigt Shockers Sonic Bracelets für den Kampf gegen den König der Monster zu benutzen, um ihn von den Symbionten zu lösen. Was auch funktioniert, sodass am Ende Godzilla gegen eine Venom-Version von sich selbst kämpft - und mithilfe von Spider-Man gewinnt. 

Nun gut. Es gibt sogar eine ofizielle Erklärung wieso Godzilla diesmal in die USA kommt. Er ist tatsächlich von der Anwesenheit des Symbionten angezogen. Sprich: Spider-Man ist schuld daran. Irgendwie. Ja. Ansonsten besteht die Story größtenteils aus dem Kampf zwischen Godzilla und Spider-Man, Venomgodzilla und Spider-Man und Godzilla und Venomgodzilla. Man hat sich an die "Zeitlinie" der Godzilla-Filme gehalten und Big G ein passendes Aussehen verpasst. Es ist nun der Heisei-Godzilla und nicht mehr der Showa-Godzilla. So ist es auch gut und passt perfekt zu einem Comic der in den 1980ern spielt. Außerdem haben wir eine äh Alternativ-Story zu dem Fall "Wie der gierige Journalist Eddie Brock Venom wurde". Aber das ist eine andere Geschichte. Insgesamt: Witziges Ding. Liest sich sehr flüssig. Führt aber im Grunde "nur" den Gedanken "Was wäre wenn Godzilla auf Spider-Man treffen würde" aus. Nur dabei trägt Spidey den schwarzen Anzug. Also, im Grunde genommen eine durchaus durchdachte Sache. Nur etwas kurzweilig. Aber spaßig.

Made by: Joe Kelly, Nick Bradshaw
7/10 Pfandflaschen
Hier ein Video von NotifrikiTV:


Dienstag, 12. Mai 2026

Comic Book Review#675: Godzilla vs. Hulk (2025)

Nach den Fantastic Four kommt nun der Hulk.

Diesmal spielt die Story irgendwann Ende der 1970er Jahre. Wir haben es allerdings immer noch mit dem Showa-Ära-Godzilla zu tun, also quasi derselben Riesenechse wie im "Godzilla vs. The Fantastic Four"-Comic. Zumindest sieht sie genauso aus. Die Handlung spielt sich ab in San Antonio (Texas), genauer gesagt auf der "Thunderbolt Ranch", also einer militärischen Forschungseinrichtung unter Leitung von General Thaddeus "Thunderbolt" Ross. Gerüchten zufolge soll tief unter der Erde der Hulk

und andere Monster gefangen sein. Allerdings gilt der Hulk als tot. Statt dem Hulk treffen wir allerdings auf Dr. Bruce Banner als auch Dr. Demonicus (dessen Gesicht entstellt und er eine Maske tragen muss). Demonicus arbeitet an einem Sarkophag, dessen Aufgabe die Gefangennahme von Godzilla sein soll. Um den Kaiju zu fangen manipuliert man Kumonga, die Riesenspinne, mit einem hochentwickelten technischen Gerät, damit dieser die Riesenmotte Mothra angreift. Godzilla, der sozusagen ein Freund Mothras ist, wird von ihren Schmerzen angezogen und eilt zur Hilfe. Daraufhin greifen Banner und Demonicus mit zwei restaurierten Mechagodzillas an. Doch als als das nicht hilft, zeigt Demonicus sein wahres Gesicht. Der "Sarkophag" ist in Wirklichkeit ein künstliches Ei. Darin wächst ein neues Monster, dass aus vielen verschiedenen DNAs zusammengeklumpt wurde: Hedorah. Der riesige, unförmige Haufen von Monster soll nun Godzilla besiegen und am Ende äh das Gleichgewicht auf der Welt wieder herstellen. Banner ist nicht gerade begeistert darüber, dass Demonicus gelogen hat. Dadurch und weil die Schmerzen beim Aufprall des Mechagodzilla so schwer sind, verwandelt er sich in den Hulk. Der grüne Hüne möchte nun Godzilla helfen. Normal.

Was soll eigentlich das "vs." im Titel? Liegts vielleicht daran, dass zuerst Dr. Banner gegen Godzilla gekämpft hat und Banner ja eigentlich Hulk ist? I don't know. Jedenfalls besteht die Story nicht nur aus Monsterkloppe sondern von durchaus realistisch dargestellten Allmachtphantasien eines entstellten Wissenschaftlers und naja auch eines US-Generals der glaubt auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Alles vernichten oder irgendwie unter die eigene Kontrolle stellen. Koste es was wolle. Das passiert, wenn man Geschäfte mit Wahnsinnigen macht. Sonst ist die Geschichte ziemlich...cool. Hulk hilft Godzilla, Hulk hilft der riesigen Spinne. Godzilla kämpft gegen Hedorah. Und ja die Gammastrahlen haben auch einiges zu bieten hier. Ich mag auch den modernen Touch der Zeichnungen. Dafür, dass das hier in den 1970ern spielt, sieht es trotzdem ganz schön modern aus. Weil es einfach die moderne Art und Weise zu zeichnen ist. Offensichtlich. So könnte es genauso in der heutigen Zeit spielen. Militäruniformen bzw. Uniformen von Minion-Wissenschaftlern in riesigen Bunkeranlagen sehen heutzutage eigentlich genauso aus. Wie auch immer. Ich fand die Story interessant und amüsant. 

Made by Gerry Duggan, Giuseppe Camuncoli
8/10 Pfandflaschen
Hier ein Video dazu von DopeSpill Comics:


Mittwoch, 6. Mai 2026

Comic Book Review#674: Godzilla vs. Fantastic Four#1 (2025)

Achtung! Die nächsten Monate werden all diese "Godzilla vs. Marvel"-One Shots auf diesem Blog vorkommen. Einer nach dem anderen. Zuerst hatten wir ja diese Justice League vs. Godzilla vs. Kong Crossover von DC/Legendary Pictures/TOHO. Nun sehen wir uns an, wie die Fusion von Marvel/Toho funktioniert. Interessanterweise hatte Marvel schon mal Godzilla Comics rausgebracht. Ein Review dazu findet ihr hier. 


Bei den One Shots handelt es sich quasi um Momentaufnahmen aus der Zeit von 1954 bis heute (?). Im ersten trifft der King of the Monsters auf die Fantastic Four im New York. Man nimmt sogar Bezug auf den ersten Film, in welchem Godzilla scheinbar besiegt wurde. Doch hier ist er wieder von den Toten zurück und greift New York an. Reed Richards, Susan Storm, Johnny Storm und Ben Grimm bündeln ihre Kräfte und verwandeln ihre Operationsbasis in eine Art elektrische Falle. So kommt es, dass der Gigant einen ebenso gigantischen elektrischen Schock erleidet und (scheinbar) bewusstlos wird. Doch das Problem ist noch lange nicht gelöst. Der schnell herbeigeeilte, ehemalige Herold des Weltenfressers Galactus klärt uns auf, was uns bevorsteht: Galactus hat einen neuen Herold, den er mit der kosmischen Kraft ausgestattet hat - ählich wie einst den Silver Surfer. Nämlich King Ghidorah, den dreiköpfigen Drachen und einen der fiesesten Gegner Godzillas. Er ist nämlich der einzige Herold, der es schaffen würde, die Erde komplett zu zerstören, sodass Galactus einen vollkommen geschwächten Planeten konsumieren kann. Die einzige Lösung für das neue Problem ist: Godzilla ebenfalls mit kosmischen Kräften auszustatten. Silver Surfer opfert also seine Kräfte und schon bald kämpfen Godzilla zusammen mit den Fantastic Four gegen King Ghidorah. 

Ich habe ja letztens diese oben erwähnten Justice League vs. Godzilla vs. Kong Crossover gelesen. Sie waren spaßig, gleichzeitig aber ziemlich hohl. Hier ist das Gegenteil der Fall. Da die F4 zu 3/4 aus Wissenschaftlern bestehen, geht es hier auch irgendwie wissenschaftlich zur Sache: Ein ganzes Gebäude in eine "electrical booby trap" verwandeln, mit den lichtbrecherischen Unsichtbarkeitskräften von Susan Storm ein riesiges Abbild von Ben Grimm zu kreieren sodass Ghidorah abgelenkt ist. Fantastisch, wirklich. Ansonsten ist das hier feinstes Monstergekloppe, was sich jedoch auf zwei Monster und vier Helden beschränkt und nicht auf drölf Monster und drölf Helden ausweitet. Meine Fresse ist das ein riesen Spaß. Man bringt quasi diese relative primitiven Kaiju-Kämpfe aufs Papier und verbindet sie mit den 1960er Charme der Fantastic Four. Ganz genau, wir haben es hier mit dem Godzilla der Showa-Ära zu tun. Insgesamt also das Beste vom Besten. Geschrieben von Ryan North und gezeichnet vom großartigen John Romita Jr. - dessen Werke ich das erste Mal vor rund 20 Jahren kennen gelernt habe, als er J. Michael Straczynskis "The Amazing Spider-Man" Run gelesen habe. 

8/10 Pfandflaschen


Mittwoch, 23. August 2023

Comic Book Review#592: Godzilla#1 (1977)

Wir befinden uns nun am Ende des Godzilla-Themenmonats bei "Comic Book Review". Ich habe nun ein Comic aus den 2020ern, einen aus den 2010ern, einen aus den 1990ern und nun einen aus den 1970ern. Leider ist das Ergebnis doch nicht so berauschend. Tatsächlich sind die neueren Comics wesentlich besser. Alt und nostalgisch bedeutet nicht unbedingt besser.

"Godzilla"#1 spielt irgendwann Ende der Siebziger Jahre in Alaska...Im Mittelpunkt der Handlung steht ein urplötzliches Auftauchen und die darauffolgende Zerstörungstour von Godzilla. Ein Bediener eines Leuchtturms wird dabei überrascht, kann aber alles grade mal so überleben. Es geht dann weiter: Godzilla zerstört eine ganze Ölpipeline. Oder einen Teil davon. Als nächstes haben wir es mit zwei S.H.I.E.L.D.-Agenten zu tun. Dum Dum Duggan navigiert eine Gruppe von Agenten in Jetpacks, die es
mit Godzilla aufnehmen sollen. Währenddessen fliegt Direktor Nick Fury mehrere japanische Bürger ein, die das Monster idenfitifizieren sollen. Es handelt sich um einen Wissenschaftler der schon 1956 Godzilla gesehen hat und bei einem Atomtest dabeigewesen ist, seiner Tochter und ihren Sohn. Alles was hier gegen G aufgefahren wird, ist selbstverständlich nutzlos. Tatsächlich schaffen Dum Dum und Fury aber, das Monstrum so zu manipulieren, dass es mit aufgewirbelten Sand ein großes Feuer löscht.

Meh. Ich mein, man wollte wahrscheinlich extra ein anderes Design nehmen um das US-Amerikanische Publikum besser anzusprechen. Dieser Godzilla sieht einem Dinosaurier ähnlicher und hat eine etwas gebücktere Haltung. Man erkennt ihn allerdings trotzdem wieder. Beim zweiten Blick. Immerhin sind die Schuppen da. Die Handlung ist, wie sagt man, so lala. Es ist ein Verfahren nach Schema F. Irgendwie wird Big G irgendwann zu einem guten Monster werden, selbstverständlich. Also lässt man ihn hier natürlich gehen. Damit man weitere 23 Ausgaben machen kann. In einer davon wird er sogar so klein, dass er kaum größer als eine Ratte ist. Godzilla bei Marvel war leider sehr langweilig. Es ist btw auch irgendwie die Comic-Umsetzung der Hannah Barbera Serie, wenn ich das richtig verstehe. Achja, ne doch nicht. Vergiss es. 

4/10 Pfandflaschen

Dienstag, 8. August 2023

Comic Book Review#590: Godzilla in Hell#1 (2015)

Das letzte Mal hatten wir einen Godzilla-Comic aus den 2020er Jahren, diesmal bewegen wir uns ein Jahrzehnt zurück und landen im Jahr 2015.

Godzilla ist scheinbar tot. Und er landet in der Hölle. Genau dieser Hölle von der immer gesprochen wurde. Mit mehreren Kreisen/Stufen in die man hineinfällt. So ist auch die Ankunft des japanischen Kaijus in der englischsprachigen Hölle (zu Beginn sieht man eine große Aufschrift "Abandon All Hope Ye Who Enter Here". Nachdem er sich etwas umgeguckt hat und die Aufschrift aus Stein mit seinem radioaktiven Feueratem zerstört hat, bewegt er sich weiter und findet sowas wie ein Haus mit einem
großen Schornstein - dass an ein Kühlturm eins AKWs erinnert. Daraus wird er von einem mystischen, oktopusartigen Wesen angegrifffen, dass er prompt besiegt. Später trifft er auf einen Schwarm Menschenseelen, dass über ihn fliegt wie eine Unmenge an Bienen. Die nächste Begegnung ist mehr als skurrill. Godzilla begegnet sich selbst bzw. einer Variante von sich. Es dauert nicht lange bis sein "Spiegelbild" sich in eine Art Alien/Godzilla-Mix verwandelt. Mit mehreren Zähnenreihen und Tentakeln. Es kommt zu einem Kampf, bei welchem ihr sicher sein könnt, dass Big G ihn gewinnen wird.

Und das interessanteste an diesem Comic ist: Er kommt ohne Dialoge aus. Die Hauptfigur ist einfach Godzilla und niemand sonst. Diesmal sind sein erster Gegner die Seelen all dieser Menschen die er durch seine Kämpfe/Angriffe umgebracht hat. Diese Inkarnation von sich auf die er trifft, scheint auch eine Art Fusion all dieser Seelen zu sein. Es ist faszinierend sich das anzugucken, weil man in seinem Kopf dann selbst der Erzähler ist. Gibt nämlich nicht mal irgendwelche gelben Kästchen/Hinweistafeln die auf das Geschehen hinweisen. Die Zeichnungen sind wahrhaftig majestätisch und geben eine surreale Hölle wieder, die einen einerseits an eine zerstörte Stadt andererseits aber an irgendeinen Alptraum nach einer Überdosis Acid erinnert. 

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: James Stokoe, Bobby Curnow
Hier ein Motion Comic:


Mittwoch, 2. August 2023

Comic Book Review#589: Godzilla Rivals: Biollante vs. Destoroyah#1 (2023)

Hallo und herzlich willkommen zum ersten Comic Book Review im Monat August. Ich werde mich diesmal dran versuchen einen Godzilla-Themenmonat zu machen. Das heißt also, dass ihr vier Reviews zu unterschiedlichen Godzilla-Comics zu lesen kriegt - hoffentlich aus verschiedenen Jahrzehnten.

Habe keinen blassen Schimmer in welcher Realität das spielt. Aber eventuell irgendwie in der Heisei-Staffel der Godzilla-Filme. Wir haben eine Wissenschaftlerin namens Meena als Titelheldin, die sich seit ihrer Kindheit für Godzilla interessiert und irgendwann ihr Hobby auch zum Beruf gemacht hat, als Teil einer Taskforce. Bis irgendwann eine ihrer Theorien verlacht wurde, sodass sie den Job aufgegeben

hat. Grade im Moment steht sie in der Schlange für ein neues trendiges Getränk, zusammen mit ihrer Arbeitskollegin. Dieses Getränk ist im Prinzip nichts anderes als Vitaminwasser, hergestellt von einer großen Firma. Die CEO dieser Firma hat eine merkwürdige Pflanze in ihrem Büro, die auf jeden Fall von dem Pflanze/Godzilla-Mischling Biollante stammen. Damit möchte sie die Samen verbreiten und Menschen zu äh Pflanzenzombies machen. Was auch schnellstens geschieht. Ein Hacker namens Needles dringt in Meenas Labor ein, weil er den Verdacht hat, dass ihr Arbeitgeber in einer Kaiju-Verschwörung steckt. Durch seine Hacker-Fähigkeiten und die Unterlagen die er gefunden hat, findet Meena heraus, dass sie unbewusst dem Unternehmen, das das Vitaminwasser herstellt geholfen hat die Biollante-Samen in den Getränken zu verteilen. Nun schnappt sie sich also Needles und gemeinsam wollen sie die Plage bekämpfen. Dafür brauchen sie die Urzeitkrebs-Variante von Destoroyah die dann wachsen und dann gemeinschaftlich gegen Biollante kämpfen soll.

Es ist interessant, wie das Design mit der eigentlichen Handlung kollidiert. Irgendwie wirkt es auf mich sehr kinderfreundlich, wie aus einem Manga für sechsjährige a lá Dr. Slump. Na gut, vielleicht nicht ganz so. Vielleicht eher wie ein auf Manga angelehnten US-Comic. Es ist bunt, absolut nicht düster. Irgendwie wie eine Art TMNT-Comic. Jedenfalls finde ich diese Art sehr gut als sowas wie ein Gegenpol zu den G-Comics aus den 90ern, die ich kenne. Godzilla im modernen Zeitalter mit Smartphones, Unternehmen die sowas wie VitaVate produzieren... Nicht schlecht.

Made by: Nick Marino, Sean Dove
7/10 Pfandflaschen
Erhätlich bei IDW Publishing

Donnerstag, 14. Juli 2022

Film der Woche#541: ゴジラ-Thon, Teil 15

Godzilla: Singular Point, Staffel 1, Folge 1-13 (2020)

Es ist tatsächlich eine Premiere, in dieser Rubrik. Noch nie wurde bei "Film der Woche" eine ganze Serie reviewt. Aber irgendwie wollte ich sie doch unterbringen, weil Komplettismus und so weiter und so fort. Außerdem habe ich einfach sehr lange keine Godzilla-Filme gesehen. Und mich dürstet es wieder nach mehr, verdammt.

Wir befinden uns in einer ganz anderen Dimension als in den letzten drei Godzilla-Animes, die ebenfalls auf Netflix zu finden waren. Es ist eine ganze andere Welt, ein ganz anderes Japan. Das Jahr 2030.
Eine "Werkstatt für alles" namens Otaki Factory beschäftigt unter anderem zwei Mitarbeiter namens
Yun Arikawa und Haberu Kato. Ihr Chef ist ein griesgrämiger älterer Mann namens Goro, der einst einen Roboter erbaut hat, den man von ihnen steuern kann. Name des Projekts ist Jet Jaguar und er ist für den Fall der Fälle - sprich eine Monster-Apokalypse - da. Jedenfalls werden die beiden beauftragt, merkwürdige Signale zu erforschen, die aus einer verlassenen Villa zu kommen scheinen. Sie finden dort ein altes Grammophon, was plötzlich ein indisches Volkslied abzuspielen beginnt. Das Signal wird allerdings von der alten Weltraumradiostation Misakioku abgesendet. Dorthin wird die Studentin Mei Kamino gesandt um ebenfalls dasselbe Signal zu überprüfen. Die Wege von Yun und Mei kreuzen sich noch nicht in echt, sondern nur Digital. Eine künstliche Intelligenz, die Yun irgendwann erschaffen hat, eine Art Siri, nimmt Kontakt zu Mei auf. Auf einem örtlichen Festival enthüllt Goro endlich den Jet Jaguar, doch kurz darauf muss der Roboter tatsächlich eingesetzt werden. Es tauchen nämlich aus den nichts ganze Scharen von Pterodaktylus-ähnlichen Kaiju. Es kommt zu einem Kampf zwischen den Vertreter der Spezies und Jet Jaguar. Doch die Biester können in unserer Atmosphäre scheinbar nicht überlegen und sterben wie Fliegen. Im weiteren Verlauf der Serie sieht man allerdings wie sie mit Hilfe von organisch erzeugten roten Staub die Atmosphäre für sich verändern, sodass sie überlebensfähiger sind. Man hat auch ganz schnell einen Namen für sie: Rodan. Es tauchen auch immer mehr Kaiju auf.  Riesige Seeungeheuer. Anguirus. King Caesar. Und natürlich auch Godzilla, der ein U-Boot zerstört. Der Schlüssel um das aller aller schlimmste zu verhindern liegt in den Berechnungen eines Wissenschaftlers der vor Jahrzehnten mit einen Kaiju zu tun hatte und womöglich den genauen Zeitpunkt von unserem aller Ende ausgerechnet hat. 

Der Titel der Serie ist schon etwas verwirrend. Klar, Godzilla hat definitiv mehrere Auftritte aber es geht in erster Linie nicht so wirklich um ihn. Man macht sich auf jeden Fall die Mühe und baut die Spannung so auf, sodass man nicht in der ersten Folge die Godzilla-Bombe hochgehen lässt. Stattdessen kommt der Gigant erst in der...dritten Folge vor. Allerdings fokussiert sich die Serie insgesamt viel mehr auf die menschlichen Charaktere. Man bekommt schnell das Gefühl, dass es hier um etwas größeres geht als zwei-drei Monster die sich kloppen. Kann man von halten was man will. Für die einen ist es wahrscheinlich zu viel pseudo-wissenschaftliches bla-bla. Ich finde die pseudo-theorien die hier aufgestellt werden, tatsächlich ziemlich interessant. Hätte mir nur noch bisschen mehr Kaiju-Action gewünscht. Andererseits ist rückblickend betrachtet in jeder Folge schon einiges davon zu sehen. Godzilla ist hier in Bestform, jedoch wieder ein anderer als man ihn sonst kennt. Man hat, wie auch schon in "Godzilla: Resurgence" auf die Evolution gesetzt. Die Form in der Godzilla zuerst auftaucht, ist nicht seine finale Form. Er entwickelt sich erst zu dem Monster den man kennt und sieht am Ende aus wie sein Pendant aus "Resurgence" und Godzilla aus der Heisei-Reihe zugleich. Also eine Mischung aus beiden. Stellt euch vor der Heisei-Godzilla könnte seinen Maul viel weiter aufmachen. So ungefähr sieht er dann aus. Faszinierend. Darüber hinaus hervorragend gezeichnet und nicht überschüttet mit CGI-Effekten. Ich habs genossen.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Freitag, 28. Mai 2021

Happenings des Monats: April/Mai'21


Hallo und herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von "Happenings des Monats" seit über einen Jahr in der endlich wieder was drin steht, außer dem Photo eines Tumbleweeds. Ich habe in der Vergangenheit ja auch meine Kinobesuche geschildert und weil Konzerte und Kinos momentan nicht drin sind und die "Film der Woche"-Review-Liste vollgeballert ist mit anderen Zeug habe ich mir gedacht dass ich die Filme die ich unbedingt noch sehen will Zuhause gucke und darüber schreibe. Ist ja schließlich auch ein Ereignis. Let's a go!

22.04.2021: Stricher guckt sich endlich "Wonder Woman 1984" an.

"Wonder Woman 1984" spielt chronologisch gesehen nach dem ersten Teil und VOR "Batman v Superman" bzw. "Justice League". Duh, steht ja im Namen. Achja, Gigantic Spoilers ahead.


Der Film beginnt mit einem kurzen Flashback: Prinzessin Diana von Themyscira ist noch jung und nimmt Teil an einem Wettbewerb - einer Art Triathlon. Leider fühlt sie sich gezwungen mittendrin eine Abkürzung zu nehmen, weil sie von ihrem Pferd fällt und das Tier aufholen muss. Am Ende des Wettbewerbs wird ihr Lauf unterbunden weil sie betrogen hat. Die junge Diana ist sehr enttäuscht darüber, ihre Ausbilderin Antiope erklärt ihr jedoch dass es alles nicht schlimm ist weil sie noch jung ist und viel zu lernen hat. Jahrzehnte später, im Jahre 1984 ist die unsterbliche Diana Prince (Gal Gadot) als Superheldin Wonder Woman in Washington D.C. unterwegs. Sie macht typische Superheldinnendinge wie irgendwelche Unfälle vereiteln, Menschenleben retten usw. usf. Es kommt zu einem Raubüberfall auf einen Juwelierladen der im hinteren Bereich illegal importierte Artefakte zum Verkauf auf dem Schwarzmarkt aufbewahrt. WW stoppt auch diesen Überfall und am Ende landen die Artefakte im Smithsonian Institute wo Diana arbeitet. Währenddessen hat der Unternehmer Maxwell Lord (Pedro Pascal) es sehr schwer. Seine Werbespots versprechen Menschen Glück und finanzielle Sicherheit, wenn sie nur in seine Aktien investieren würden. In Wahrheit sieht es anders aus: Er ist hochverschuldet und seine Ölbohrungen verlaufen ins Leere. Im Smithsonian geschehen merkwürdige Dinge: Barbara Ann Minerva (Kristen Wiig), eine eher unsichere Mitarbeiterin kriegt vom FBI den Auftrag die Artefakte genauestens zu untersuchen. Ein bestimmter Kristall fällt dabei auf. Der Zufall will es, dass es ein Wunschkristall ist, der allen Menschen die ihn berühren ihre Wünsche erfüllt. Diana wünscht sich, ohne das über den Kristall zu wissen wieder mit Steve Trevor (Chris Pratt), der im ersten Film verstorben ist, zusammen zu sein. Barbara ist so beeindruckt wie Diana sie vor einem Belästiger im Park gerettet hat, dass sie sich in der Nacht noch wünscht genauso stark, selbstbewusst und sexy wie sie zu sein. Die beiden Wünsche kommen in Erfüllung: Barbara wird am nächsten morgen plötzlich selbstbewusster und stärker sodass alle Kollegen ihr mehr Aufmerksamkeit schenken. Auf einer Party wo beide Frauen anwesend sind taucht ein Typ auf, der behauptet Steve Trevor zu sein. Es stellt sich heraus, dass Steves Geist tatsächlich in einem anderen Körper reinkarniert ist. Maxwell Lord, der plant das Smithsonian finanziell zu unterstützen ist ebenfalls anwesend - er und Barbara kommen sich nahe und er überzeugt sie anschließend, ihm den Stein ausleihen zu dürfen. Kurze Zeit später wünscht er sich, selbst der Stein sein zu können, sodass dieser zu Staub zerfällt. Nach und nach entwickelt sich eine Chaossituation. Barbara fühlt sich in ihrer neuen Rolle ziemlich wohl, Diana freut sich unheimlich darüber dass sie wieder Steve bei sich hat, Maxwell hingegen erfüllt die Wünsche von allerlei wichtigen Leuten auf der Welt bzw. manipuliert sie so, dass sie seine Wünsche erfüllen. Im Laufe der Zeit wird er immer habgieriger. Ich muss, glaube ich, gar nicht beschreiben zu was das Ganze führen wird.

Okay, das war ganz schön viel Text. Aber ich mein, der Film ist auch 2,5 Stunden lang. Da darf ich das. Gut, ich mach mal ne Ausnahme und nenne die paar negativen Sachen: Ja, er könnte evtl. etwas kürzer sein und natürlich wird gegen Ende ordentlich dick aufgetragen und der Pathos/Schmalzspur trieft durch den Bildschirm. Aber das wars auch schon. Special Effects sind top, keine Frage. Das Design ist absolut top. Man hat die 80er Jahre wirklich sehr gut getroffen, bis ins kleinste Detail. Was mir insbesondere am Plot gefallen hat, war dass der Film nicht versucht ein krasser Action-Film zu sein. Es mag am Anfang etwas langwierig vorkommen weil die Handlung sich ordentlich Zeit lässt, aber es lohnt sich. Ansonten hätten wir einfach 1,5 Stunden voller Geballer und Explosionen gehabt. Und die kriegen wir auch, nur halt erst nach einer Stunde. Was mir auch gefallen hat war die Habgier-Thematik. Der Hauptbösewicht ist kein Außerirdischer, kein Halbgott oder so, sondern ein Möchtegern-Yuppie der mit mehr Macht immer gieriger wird und am Ende einfach alles auf der Welt haben will. Würde man die ganze Sache mit dem Stein weglassen, dann wäre das fast schon ein realistisches Szenario. Dadurch dass der Film so lang(sam) ist wirkt er auf mich nicht überstürzt sondern genau richtig, vom Tempo her. Auch der Gedanke, dass man nicht alles auf der Welt haben kann und verstorbene Angehörige nicht ins Leben zurückholen kann - da kann ich mich wirklich gut anfreunden. Wie oben gesagt, natürlich läuft das nicht ganz ohne gewissen Pathos, aber es ist halt am Ende doch eine Hollywood-Produktion.

8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:



26.04.2021: Stricher guckt sich endlich "Godzilla vs. Kong" an.

Endlich war es so weit. Nach all der Warterei habe ich einen äh Weg gefunden, mir den Film anzugucken. Insgesamt muss ich sagen: Ich bin zufrieden, auch wenn ich etwas anderes erwartet habe. Weiß nicht wirklich ob ich eine Fortführung des "Monster Verse" möchte oder nicht - eigentlich eher nicht, damit das ganze eine schöne abgeschlossene Trilogie ist - aber wer weiß, vllt. kommt in der Zukunft ja noch was wirklich gutes. Wir werden sehen. Anyways:

Fünf Jahre nach den Ereignissen in "Godzilla II: King of the Monsters". Kong, der riesige Gorilla aus "Kong: Skull Island" lebt immer noch dort, allerdings unter einer großen Kuppel die von der Organisation "Monarch" überwacht wird. Jia (Kaylee Hottle) eine Iwi Native und Adoptivtochter der Kong-Forscherin Ilene Andrews (Rebecca Hall) ist die einzige die vernünftig mit ihm kommunizieren kann. Das Mädchen ist nämlich taubstumm und kann mit dem Affen mithilfe von Zeichensprache sprechen. Bernie Hayes (Brian Tyree Henry) ist ein Mitarbeiter von Apex Cybernetics und Produzent eines Verschwörungstheorie-Podcast über Kaijus. Aus irgendeinem Grund greift Godzilla das Apex-Cybernetics-Base auf Pensacola an. Während des Angriffs findet Bernie einen Haufen verdächtiger Daten. Madison Russell (Millie Bobby Brown), Tochter von Mark Russell (Kyle Chandler), den Kaiju-Experten aus dem letzten Film der für Monarch arbeitet, beschließt gemeinsam mit ihren Kumpel Josh über die Motive für Godzillas Angriff nachzuforschen. Daher suchen sie Kontakt zu Bernie. Walter Simmons (Demian Bichir), der CEO von Apex rekrutiert Nathan Lind (Alexander Skarsgard), einen Hohle-Erde(!!!)-Spezialisten und überredet ihn, eine Expedition dorthin zu führen um eine neue Energie-Quelle zu finden. Anschließend überzeugt dieser Ilene Andrews, dass es nötig ist Kong zur Hohlen Erde zu bringen, da dort seine wahre Heimat ist - und weil der Affe eine effektive Waffe gegen Godzilla sein könnte. Es sieht nämlich so aus, dass es einen seit Ewigkeiten währenden Konflikt gibt. Affe gegen Echse. Doch natürlich hat man die Rechnung ohne irgendwelche Hinterhältigkeiten gemacht. Aber ich verrate nichts.

Da Godzilla das erste Tier im Titel ist, habe ich erwartet dass er der Haupt-Kaiju hier ist. Nun, dem ist nicht so. Und nein, natürlich ist es nicht so dass irgendeiner von den beiden "gewinnt". Das ist Quatsch. Das habe ich nicht und auch nicht andere ernsthaft erwartet. Kong ist ja schließlich kein Bösewicht und Godzilla auch nicht. Viel eher geht es darum, dass ein alter Konflikt aufflammt und irgendwie gelöst werden muss. Und natürlich, so wie es in vielen Kaiju-Filmen war, ist der Kampf der Titanen nicht unbedingt der Mittelpunkt des Filmes. Allerdings finde ich die Menschen-Action (lol) gar nicht mal so langweilig. Effekte-technisch ist der Film auch sowieso erste Sahne. Meiner Meinung nach ist es auch interessanter, eine urzeitliche Story hervorzubringen als einfach nur "Riesenaffe gegen radioaktive Echse" zu stellen. Alles in allem: Ich bin zufrieden, auch wenn es anders war als ich erwartet habe.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer: 



06.05.2021: Stricher guckt sich endlich "The New Mutants" an.

Ich habe, ganz ehrlich, keine Ahnung mehr wie oft dieser Film verschoben wurde und wie lange es gedauert hat bis er in die (Heim-)Kinos kam. "The New Mutants" ist, im Gegensatz zu "X-Men: Dark Phoenix" der tatsächliche Abschluß der X-Men-Saga. Allerdings hätte er zu keinen schlechteren Zeitpunkt rausgebracht werden können, da 20th Century Fox nun zu Disney gehört und das X-Men-Universum von Fox nun nicht mehr existent ist. Dabei wäre er ein guter Startpunkt für einen neuen Kapitel. Schade schokolade.


Danielle Moonstar (Blu Hunt), eine Cheyenne Jugendliche muss aus ihrem Reservat fliehen, weil irgendwas undefinierbares bösartiges angegriffen hat. Ihre gesamte Familie kommt dabei ums Leben. Sie selbst fällt in Ohnmacht und erwacht anschließend in einem Krankenzimmer, mit Handschellen gefesselt an ihr Bett. Sie schreit, damit sie befreit wird und kurze Zeit später taucht auch Dr. Cecilia Reyes (Alice Braga) auf um ihr zu helfen. Es stellt sich heraus, dass Dani Mutantin ist und über übermenschliche Kräfte verfügt. Man ist noch nicht ganz sicher, um was für Kräfte es sich genau handelt. Die Einrichtung in welcher sie sich befindet, trifft sie auf andere junge Mutanten: Ilyana "Magik" Rasputin (Anya Taylor-Joy), Roberto "Sunspot" Da Costa (Henry Zaga), Sam "Cannonball" Guthrie (Charlie Heaton) und Rahne "Wolfsbane" Sinclair (Maisie Williams). Sie alle haben fürchterliche Unfälle und Menschenleben auf ihren Gewissen. Dr. Reyes erklärt ihnen, dass sie von "ihrem Arbeitgeber" beauftragt wurde den Teenies beizubringen, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bringen damit sie später eingesetzt werden können. Seit dem Einzug von Dani häufen sich die Alpträume der anderen und allgemein fühlen sie sich immer mehr so als würden sie sich in einem Horror-Gefängnis befinden. Zuerst vermuten sie dass Charles Xavier der geheime Arbeitgeber ist doch wenn man 1 und 1 zusammenzählen kann, könnte man auf die Idee kommen dass dem nicht so ist.

Man hat immer wieder gesagt, "The New Mutants" wäre ein Horrorfilm mit Superhelden. Offen gesagt, stimmt es nicht so ganz. Klar, der Film hat Horror-Elemente, die ganz in Ordnung sind und er geizt gegen Ende auch nicht mit Pathos. Das sind also definitiv nicht seine Stärken. Was viel eher für den Film spricht ist die Coming-of-Age-Geschichte von jungen Leuten die ihren Platz im Leben suchen und ihn eventuell auch finden - aber das werden wir nie erfahren weil die Geschichte niemals fortgesetzt wird. Auf jeden Fall ein solider Abschluß der Reihe, der sogar Brücken zu "X-Men: Apocalypse" und "Logan" baut. Ein schöner Coming-of-Age-Film und ein okayer Horrorfilm. 

6/10 Pfandflaschen
Trailer:




15.05.2021: Stricher nimmt an einer Kundgebung teil aus Solidarität mit der jüdischen Gemeinde in Bochum

Ich schreibe diese Ausgabe von "Happenings des Monats" am 21.05.2021. Zu diesem Zeitpunkt besteht eine Waffenruhe zwischen der terroristischen Hamas und Israel. Bis dahin flogen über 3000 Raketen auf Israel wovon ein Großteil von Israels Raketenabwehrprogramm "Iron Dome" abgewehrt wurde. Viele Raketen der Hamas explodierten jedoch auch im Gaza-Streifen und töteten und verletzten mehrere Palästinenser. Daraufhin flog Israel Gegenangriffe die sich gegen Hamas' Operationsbasen richteten. Da die Hamas gerne an/in/um Schulen/Krankenhäuser/Wohnhäuser agiert und generell die Bevölkerung vom Gazastreifen als menschliche Schutzschilde benutzt sind selbstverständlich auch zivile Opfer zu beklagen gewesen. Interessanterweise war es kein militärischer Konflikt, sondern ein rechtlicher der "irgendwie" dazu geführt hat. Ein paar Häuser die in Ostjerusalem von Arabern bewohnt waren wurden geräumt. Grund: die Leute haben keine Miete bezahlt und/oder Veränderung an den Häusern vollzogen, unerlaubterweise. Und das seit über 50 Jahren. Die Häuser stehen nämlich auf dem Gebiet, dass Israel sich 1967 zurückerobert hat. 1948 lebten dort noch Juden die vom Jordan vertrieben wurden. Diese zugegebenermaßen echt hässlichen Zustände werden weltweit von Linken/Pro-Palästina-Aktivisten als "ethnische Säuberung" bezeichnet. Die Raketen der Hamas (die sich höchstwahrscheinlich einen Scheißdreck um die Leute in Ost-Jerusalem kümmert) die als "Antwort" darauf gen Israel flogen haben witzigerweise niemanden interessiert, außer selbstverständlich Israelis die sich in Schutzbunkern verstecken mussten. Interessanterweise schien es so als ob man generell diesen Terrorakt als legitimen Widerstand gegen Israel gesehen hat. Oder aber auch "ja, das ist zwar schlimm, aber kein Wunder wenn Israel dies und das macht". Meiner Meinung nach rechtfertigt kein juristischer Streit, keine illegale Hausbesetzung einen Raketenangriff. Jeder, der die Toten auf israelischer und palästinensischer Seite gegeneinander aufrechnet und damit "beweist" dass Israel in Unrecht ist weil sie weniger Tote zu beklagen haben, ist ein absoluter Hurenbock. Jedes Land der Welt würde IRGENDWIE reagieren wenn das direkte Nachbarland sie angreifen würde.

Da war ich nun auf dieser Kundgebung. Es waren verschiedene Vertreter von Partei als auch Antifa- oder anderen linken Gruppen da. Ein Beitrag war eher durchwachsen und wirkte erzwungen - und zwar von diesem FDP-Typen, dessen Gefolgschaft auf der Kundgebung irgendwelche Selfies mit Wahlkampfschildern geschossen hat. Sehr gut und kämpferisch fand ich die Beiträge von Natalia Kaizer (Grüne/Deutsch Israelische Gesellschaft), der Vertreterin der kurdischen Gemeinde (deren Name mir leider nicht einfällt an der Stelle) und von einem Typen der aus einer "Critical Theory"-Ecke kam und verbal sehr gut alle Antisemiten rasiert hat - sowohl links, rechts als auch muslimisch. 

Was sich nur ein Block weiter abgespielt hat, war die "palästinensische" "Trauerkundgebung". Es waren mehrere hundert Leute auf dem Rathausplatz die "Kindermörder Israel" und irgendwelche Parolen auf arabisch gebrüllt als auch getrommelt haben. Es war viel eher eine Art Corona-Party mit volksverhetzenden Inhalten. Ich habe auch nirgends sehen können, ob die Sprecher/Redner Tote auf beiden Seiten betrauert haben - auf der erstgenannten Kundgebung hingegen schon. Oh, und auf der ersten Kundgebung waren keine Vertreter von irgendwelchen rechtsradikalen Organisationen wie der Hamas oder der "Grauen Wölfe" zu sehen. Ich war die meiste Zeit über sehr angespannt und hoffte einfach keinen von den Gestalten in der Straßenbahn nach Hause sehen zu müssen.

Mein Fazit: Ein Land wird beschossen, von seinen direkten Nachbarn als "Antwort" auf ein Häuser-Konflikt - der Rest der Welt hat nichts besseres zu tun als dieses wehrhafte Land zu verurteilen und auf dieselbe Stufe mit Nazis zu stellen. Irgendwelche Punkbands (die ich auch tatsächlich höre oder gehört habe) solidarisieren sich mit Palästina und verurteilen Zionismus ohne auch nur ein einziges Mal über die Angriffe der Hamas zu sprechen geschweige denn diese zu verurteilen. Ich spreche von Leuten wie Leftöver Crack, Anti-Flag und Against Me!. Währenddessen werden Juden angegriffen, es formieren sich Mobs vor Synagogen die "Scheiß Juden!" brüllen. Man weigert sich entweder den Antisemitismus zu verurteilen oder sieht einfach weg. Oder man glänzt mit Abwesenheit wenn es darum geht Solidarität zu zeigen - wie die Linkspartei NRW oder deren jugendlicher Ableger "Linksjugend Solid". Es ist zum Kotzen. 

Ich hingegen habe andere Probleme. Ich durchlebe nämlich wieder mal eine kleine Identitätskrise und hatte zwischendurch Angst dass mein Fenster eingeschmissen wird weil da eine Israel-Fahne hängt. Sie hängt da aber nicht ohne Grund. Und sie wird hängen bleiben. 

Dienstag, 12. November 2019

Comic Book Review#415: Godzilla#18 (1979)

Es tut mir Leid. Irgendwie habe ich geschlafen und ab Comic Book Review#408 die Nummerierung verbockt. So ist das hier ursprünglich die #420 gewesen. Deswegen die ganzen Zitate. Anyways, ich werde das jetzt nicht ändern, dies das:


"Hold up, waiiiiiiit
For my kaijus who be thinkin we soft

We don't, playyy
We gon' rock it til the wheels fall off
Hold up, heyyy
For my kaijus who be actin too bold
Take a, seeaaaaaat
Hope you ready for the next episode
Heyyyeyyy....
...smoke weed everyday!"

Yeaaaaaaah booiiiiiiiiii. Es ist die 420ste Ausgabe und es geht ausgerechnet um Godzilla und der Plot des Comics könnte nicht kifferfreundlicher sein. Ich dachte zuerst, dass es sich um denselben Godzilla handelt, der in der Hannah Barbera Zeichentrickserie zu sehen war. Aber scheinbar ist es doch nicht der Fall. Viel eher ist es eine weitere US-Adaption des Toho-Co.-Stoffs.

Diesmal erfahren wir, dass Godzilla Mithilfe von Pym-Partikeln auf Haustier-Größe geschrumpft wurde. Ich sage jetzt mal auf ungefähr Rattengröße. Er befindet sich auf den riesigen Helicarrier namens "Behemoth", der keine Ahnung, sagen wir mal SHIELD (oder so) gehört. Auf jeden Fall ist Dum Dum dabei, der ominöse SHIELD-Agent mit Hütchen und Schnurrbart, der einen aus dem Captain-America-Film oder der Serie "Agent Carter" bekannt sein dürfte. Godzilla sitzt jedenfalls in einem Käfig und verbrennt ihm seinen Schnurrbart, weil er ihm zu Nahe tritt. Kurze Zeit später empfindet ein Junge namens Rob Mitleid mit Goji und denkt dran den Käfig zu öffnen. Als man Godzilla dann auf den Boden transportiert um ihn irgendwo unterzubringen öffnet sich der Käfig und die Echse fällt ins Wasser. Kurze Zeit später bewegt sich der verkleinerte King of the Monsters durch Manhattan und landet schließlich in der Kanalisation wo er gegen eine Ratte kämpft, die ihn versucht zu fressen.

Was für ein überaus merkwürdiger Kram. Aber könnte so auch aus der Feder von Toho Co. Autoren stammen. Die Filme der Showa-Ära waren ja teilweise echt weird. Also würde das hier auch passen. Das Aussehen Godzillas kommt nicht ganz ans Original ran, sieht aber hier wesentlich besser aus als Hannah-Barberas Versuch. Die Zeichnungen sind sehr gut. Eben typisch naiv 70er Jahre like. Und schön detailliert. Der Comic ist voll mit Werbung, was erklärt wieso er damals nur 35 cent gekostet hat. Ich hatte Spaß, aber auf lange Sicht ist das nichts was ich mir öfter durchlesen würde.

7/10 Pfandflaschen

Sonntag, 5. Juni 2016

Film der Woche#246: ゴジラ-thon, Teil 8

Yo! Beim letzten Mal sind wir am Ende der Heisei-Saga angelangt. "Godzilla vs. Destoroyah" war zu dem damaligen Zeitpunkt der letzte Godzilla-Film überhaupt. Als Tristar/Columbia 1998 mit einem US-Remake (von Roland Emmerich der u.a. für Independence Day verantwortlich ist) noch einen drauf gesetzt haben konnte TOHO (die japanische Produktionsfirma von Godzilla) die Schande nicht vertragen und entschied sich das ganze zu kontern. So kommen wir heute auch zum Start einer neuen, "Millenium"-Reihe, bestehend aus sechs Filmen. Die allerdings keine kontinuierliche Story abliefern. Wir fangen die heutige Ausgabe an mit:

26.Godzilla (1998)

Das Werk von Roland Emmerich ist kein Remake oder irgendwas derartiges, sondern erzählt eine vollkommen andere Geschichte. Die rein technisch gesehen nicht mal von Godzilla handelt.

Die jahrelangen französischen Atomtests auf der polynesischen Küste haben furchtbare Folgen nach sich gezogen. Aufgrund der Strahlung mutierte die Population der dort lebenden Echsen. Eine davon, die offensichtlich der Titelgeber des Films ist inzwischen keine Ahnung wie viele Stockwerke groß und beschließt eine Weltreise zu unternehmen, auf welcher sie einen japanischen Fischkutter rammt. Das US-Militär zieht einen Biologen namens Nick Tatoupoulos (Matthew Broderick; über dessen Namen sich ständig lusig gemacht wird) hinzu, der bis dahin sich mit der Mutation von Würmern in Tschernobyl beschäftigt - und im allgemeinen "The Worm Guy" genannt wird. Der französische
Geheimdienst entsendet einen Agenten namens Philippe Roche (Jean Reno; wirklich gut) mitsamt Anhang der die Spuren verwischen soll. Mittlerweile ist das gigantische auf zwei Beinen laufende Monster in New York angekommen und ist offensichtlich trächtig.

Als ich klein war mochte ich diesen Film sehr sehr gerne. Er ist dafür verantwortlich dass sich dieses gigantische Interesse an Godzilla überhaupt so weit entwickelt hat. Er war sozusagen der Zündfunke dafür. Rückblickend gesehen mag ich ihn eigentlich immer noch. Allerdings passt er mittlerweile in die "Sci-Fi-Katastrophenfilm"-Schublade. Es ist nämlich kein Godzilla-Film. Ganz egal wie geil ich das Design des Monsters - er läuft nämlich im Gegensatz zu Gojira ziemlich echsenartig und nicht mit graden Rücken - finde, es ist nicht Godzilla. Godzilla flieht außerdem nicht vorm Militär, schließlich ist er nahezu göttliches Monster und nicht wie hier - "nur" ein Tier. Die meisten Gags die hier so nebenbei gezündet werden sind auch eher meh. Trotzdem kann man hier sehen wie Menschen unter Godzilla zu leiden haben, wie sie aus ihren Autos fallen, wenn sie angehoben werden. Wie sie evakuiert werden. An sowas kann ich mich in japanischen Film nicht erinnern. Trotzdem ist das einfach nicht Godzilla. Allerdings hat man danach eine ziemlich gute Zeichentrickserie gestartet - siehe nächster Punkt. Achja, es spielen drei Simpsons-Synchronsprecher mit: Hank Azaria, Nancy Cartwright und Harry Shearer. Außerdem wird sich über die Kritiker Roger Ebert (Bürgermeister Ebert) und Gene Siskel (sein Assistent "Gene") lustig gemacht.

6/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


27.Godzilla: The Series, Staffel 1, Folgen 1-2: "New Family"(1998)

Die Zeichentrickserie kann man sich getrost gönnen. Sie wurde damals wesentlich besser aufgenommen als der Flm auf dem sie basiert und hat außerdem dasselbe Charakterdesign wie "Men in Black".

Die erste Folge setzt quasi direkt am Ende des Filmes an. Godzilla ist besiegt, seine Eier sind ebenfalls vernichtet. Doch Nick Tatopoulos(Ian Ziering) ist der Meinung die Gegend noch mal durchsuchen zu müssen. Tatsächlich findet er noch ein weiteres Ei, welches auch bald schlüpft. Anstelle jedoch ihm feindselig zu sein, freundet sich das Godzilla-Baby mit ihm an, weil er augenscheinlich sehr mütterlich und nach Ei-Schleim riecht. Das Baby wird selbstverständlich immer größer, die Einstellung Nick gegenüber bleibt jedoch die Gleiche. Das Militär wird schnell auf den neuen Godzilla aufmerksam und ist willens ihm zu vernichten. Um den uns bekannten
griechischstämmigen Biologen bildet sich ein Wissenschaftler-Team. Dabei sind Elsie Chapman, Mendel Craven (der Typ der im Film so eklig geniest hat), Randy Hernandez (Nikos Laborpartner) und Monique Dupre, eine Agentin des französischen Geheimdienstes. Zur Hälfte also derselbe Stab der im Film mitgemacht hat. Außerdem gibt es einen intelligenten Roboter namens N.I.G.E.L der bei Missionen eingesetzt wird - er wird in beinahe jeder Folge zerstört. Ähnlich dem Schicksal von Kenny in South Park. Zuschlechter letzt taucht auch noch ein neues Monster auf - Crustaecous Rex. Eine Art Krabbenmutantentier. Godzilla stellt sich heraus als die ultimative Waffe gegen andere monströse Bedrohungen die man immer wieder einsetzen kann.

Ich war damals so begeistert von der Serie dass ich beinahe jeden einzelnen Kampf auf Papier übertragen hab. Dabei sind Laser um die Ecke geschossen und so weiter. Die Welt war interessant mit 8 Jahren. Jedenfalls mag ich die Richtung die die erste Folge eingeschlagen hat immer noch. Sie macht all die Fehler die man im Film gemacht hat wieder wett und ist dem Original wesentlich näher. Top!

8/10 Pfandflaschen
Hier gehts zur ersten Folge.
Intro:


28.ゴジラ2000 ミレニアム/Godzilla 2000/Godzilla 2000: Millenium (1999)

8,3 Millionen Dollar Budget. Leckmichamarsch.

Nach dem 98er "Godzilla" konnte es Toho nicht auf sich sitzen lassen und brachte nicht einmal ein Jahr danach einen neuen Film raus. Er lief in den USA auch im Kino, die Zuschauer fandens allerdings leicht merkwürdig weil sie ihn für eine Fortsetung hielten. Es ist der erste Film der Millenium-Reihe und bezieht sich keinesfalls auf die vorherigen Filme aus den 80ern/90ern.

Die Story ist relativ simpel erzählt. Godzilla ist wieder da. Ein Team, bestehend aus einem Wissenschaftler namens Yuji Shinoda () und seiner Tochter, namens Godzilla Protection Network, beobachtet seine Bewegungen und betrachtet ihn generel als Naturphänomen das man nicht zwingend töten muss. Gojira macht übrigens dieselben Faxen. Er fühlt sich von Atomkraft angezogen und zerstört Sachen. Es taucht aber auch bald ein neuer Gegner für ihn auf. Aus dem Meer erhebt sich ein
millionen jahre alter Riesenfelsen, der sich als UFO enttarnt, dass unsere Erde bald schon sein Heim nennen will. Was darauf folgt ist Godzilla vs. Der Tripod aus War of the Worlds/Riesenstachelrochen(?). Es ist eines der merkwürdigsten Monster überhaupt.

Mich hat der Film nicht wirklich umgehauen. Er war tatsächlich ein ziemlich fader Start. Schien mir so als hätte man einfach irgendwas rausgehauen um "den Amis" eins reinzuwürgen. Menschliche Schauspielkunst eher meh, Monsterkämpfe natürlich hui. Vor allem nachdem Godzilla seinen Gegner besiegt hat und danach einfach die Stadt weiter kaputt macht ("Fickt euch alle, ich hasse Tokyo!"). Interessantes Monsterkonzept btw. Ein Felsbrocken wird zum UFO wird zur organischen Lebensform. Auch wenn das CGI richtig hässlich ist. Achja, die Art und Weise wie Godzilla in den Hintergrund geschnitten wurde geht einfach gar nicht :D

7/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


29.Godzilla vs. Megaguirus (2000)

Yeah. Der hat fies reingehauen.

Um mal irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen. Dieser Film natürlich auch nichts mit den Filmen der Heisei-Reihe zu tun. Weil es eine andere, separate Reihe ist. Er bezieht sich aber, wie der Heisei-Erstling (von 1984) ebenfalls auf den ersten Godzilla-Film von 1954. Sozusagen als "direkte" Fortsetzung die alle anderen Geschehnisse danach ignoriert. Gibts öfter in Film-Franchises. Und jetzt kommt der Hammer - der Film davor (die #28 du Nuss!) wird ebenfalls nicht beachtet.

Zuallererst startet man mit einem allgemeinen Rückblick. Es folgen neue(!) schwarz/weiß Aufnahmen von "1954", allerdings mit dem neuen Godzilla. Wir erfahren auch, dass Godzilla 1966 das Kernkraftwerk Tokai angegriffen hat. Im Folgenden (genauer gesagt 1996) wurde Osaka Japans neue Hauptstadt und man hat angefangen Elektrizität aus alternativen Quellen zu beziehen. Kernkraft als auch Plasmaenergie haben nämlich nur noch Godzilla angezogen und zu Zerstörungen geführt. Im Jahre 2000 existiert mittlerweile ein Militär/Wissenschaftsteam namens G-Grasper, dass die Bevölkerung vor Godzilla schützt und ihm auch studiert. Diesmal hat man einen ultimativen Einfall um Godzilla für immer loszuwerden. Ein künstliches, schwarzes Loch muss her. Bei einem
erfolgreichen Test schafft man es, eine leerstehende Schule ins nirgendwo zu befördern, erschafft aber gleichzeitig einen Dimensionsriss. Aus einer anderen Realität tauchen schleichend riesige fliegende Insekten auf, als auch ein Ei was von einem kleinen Jungen aufgelesen wird. Es kommt wie es kommen muss - ein neues Monster, welches aus einer vielzahl von solchen Eiern entsteht kämpft gegen Godzilla und verursacht auch jede Menge Schäde die zu einer Flut führen.

Ich glaube, dass es einer meiner Lieblings-Gojira-Filme ist. Ja, ich bin mir ziemlich sicher. So viele schillernde Farben. Lebendige, nicht statische und stupide Kämpfe. Godzilla bewegt sich richtig. Es ist ein mieser Match unter Ungeheuern. Auch die Story enttäuscht nicht. Die Charaktere sind nicht beliebig und auch nicht stupide. Außerdem ist Godzilla-Design neben der Heisei-Reihe definitiv das zweitbeste. Er sieht aus wie aus dem Holz geschnitzt, als wäre er kursiv gezeichnet. Richtig abgefahren. Läuft!

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:

Freitag, 1. Januar 2016

Film der Woche#225: ゴジラ-thon, Teil 5

Frohes neues Jahr, meine lieben Echsenfetischisten (iih.)! Das fängt ja heute gut an. Wir sind nämlich am Ende der Showa-Staffel angekommen. Das heißt dass im nächsten Teil die Hensei-Staffel anfängt und alles etwas weniger alt aussieht. Ja, so isses. Da ich kein Bock hatte einen kleinen Eintrag zu machen, habe ich zwei Fernsehserien dazugepackt, die irgendwie was mit Godzilla zu tun haben.

14. Zone Fighter, Staffel 1, Folge 4 (1973)

Laut der Produktionsfirma Toho spielt sich die Serie ebenfalls im Godzilla-Universum ab bzw. zwischen dem vorherigen (Godzilla vs. Megalon) und dem nächsten (Godzilla vs. Mechagodzilla) Film.

Es geht um eine augenscheinlich stinknormale japanische Familie Sakimori die in Wirklichkeit vom Planeten Peaceland kommt. Sie wurden nämlich von der kriegerischen Rasse der Garoga zu Flucht getrieben und halten sich nun auf unserem Planeten auf. Insgeheim sind sie übrigens auch Superhelden namens Zone Fighter, Zone Angel und Zone Junior, die in Ganzkörperrüstung auftreten, wolkenkratzergroß werden können und gegen riesige Monster kämpfen.

In dieser Folge geht es um einen vermeintlichen anderen Flüchtling vom Peaceland, der sich aber als Verräter ausstellt und für die Garoga als Agent arbeitet...Oder ein Garoga ist. Ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls werden wir zum Ende der Folge Zeuge wie ein riesiges Monster angreift und Godzilla zur Hilfe eilt und gemeinsam mit den Sakimori dagegen kämpft. Yay.

Ich hab kein Wort verstanden, weil alles auf japanisch war. Außerdem waren die Untertitel viel zu schnell. Nichtsdestotrotz ziemlich amüsant, wenn auch sehr kurz.

6/10 Pfandflaschen
Stream (Japanisch mit englischen Untertiteln)
Intro:

Zone Fighter opening 1 von leafeon364


15.  ゴジラ対メカゴジラ/Godzilla vs. Mechagodzilla/King Kong gegen Godzilla (1974)

Der Film heißt auf deutsch ernsthaft "King Kong gegen Godzilla". Warum? "King Kong"(also der Roboter Jet Jaguar) kam im letzten Film schon vor. Aber um ihn geht es nicht, sondern um einen anderen Roboter.

Diesmal geht es um eine uralte Prophezeiung die voraussagt dass wenn eines Tages ein riesiger Berg über den Wolken hinaus ragt, ein Monster auftauchen und versuchen wird die Welt zu zerstören. Außerdem weist sie auf zwei weitere Monster hin die diese Gefahr aufhalten sollen. Dieser Tag kommt und es ist tatsächlich Godzilla, der sich aus einem Vulkan erhebt, Häuser angreift und seinen Partner Anguirus beinahe umbringt. Es stellt sich schnell heraus, dass es nicht der echte Godzilla ist, sondern ein riesiger Roboter, genannt Mechagodzilla (oder auf Deutsch halt King Kong). Dieser
stammt von einem anderen Planeten (wo auch sonst) und wurde von grünen, affenähnlichen Aliens entwickelt um die Erde zu erobern.

1A Kämpfe. Wirklich jetzt. Wenn ich mich richtig erinnere, sogar tatsächlich ziemlich blutig. Die sonstige Handlung war aber eher ziemlich einschläfernd. Ich finde man merkt sehr wohl, dass den Machern hier langsam die Ideen ausgehen und zum vierten oder fünften Mal die Aliens die Erde angreifen müssen. Meh. Insgesamt aber doch recht okay. Achja, King Caesar kommt auch vor, den ich übrigens richtig richtig super finde.

6/10 Pfandflaschen
Film (Englisch)
Trailer:




16. メカゴジラの逆襲/Terror of Mechagodzilla/Die Brut des Teufels, Konga, Godzilla, King Kong (1975)

Das hier ist übrigens der letzte Film dieser Reihe. Wer zum Fick ist Konga? Achja, direkte Fortsetzung des vorherigen Films.

Diesmal geht es wieder um Aliens (oh Überraschung) die die Überreste des versunkenen Mechagodzillas aus dem Film davor bergen und einen neuen bauen um endlich Godzilla zu vernichten. Der Planet von welchem sie kommen heißt übrigens Black Hole. Außerdem tun sie sich mit einem Wissenschaftler zusammen, der einen Hass auf die Welt hat die ihn nicht akzeptieren wollte. Dieser kontrolliert per eine Art Fernsteuerung ein weiteres Monster: den Titanosaurus. Ende aus, Nikolaus. Godzilla kämpft gegen die beiden.

Schnarch.
3/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


17. Godzilla, Staffel 1, Folge 1 (1978)

Okay. Nicht der erste Ami-Godzilla-Versuch, aber der erste seit 20 Jahren. Man erinnere sich noch an die US-Variation des Klassikers von 1954.

Diesmal handelt es sich um eine Hanna-Barbera-Zeichentrickserie. Wer William Hanna und Joseph Barbara kennt, der weiß dass deren Zeichentrickfilme und Serien meistens mehr als harmlos waren und von kindlicher Naivität nur so strotzten. Deswegen bricht Godzilla keinen Monster das Genick, zertrampelt keine Autos, zertritt keine Häuser und zündet niemanden an. Äh....Was macht er dann?

Er ist eine Art riesiges Haustier eines Forschungsteams, welches auf einem Schiff unterwegs ist. Sie können Godzilla jederzeit per Funk rufen wenn es Stress gibt. Außerdem ist GODZOOKY (wer zur Hölle kam auf die Idee) ebenfalls Teil des Teams und dient als äh....nerviges, tollpatschiges Anhängsel. Ernsthaft jetzt. Was soll dieses Unding überhaupt darstellen? Godzillas Sohn? Oder seinen Bizarro-Klon. Blährk.

Egal, jedenfalls geht es in dieser ersten Folge um einen riesigen Feuervogel der in einem Vulkan lebt.
Cheezus ist das cheezy. Sehr cheezy. Aber whatever, es hätte noch schlimmer kommen können und Godzilla würde in einer Sitcom auftreten. Und nein, er sieht wirklich nicht aus wie er selbst und hört sich auch nicht so an.

4/10 Pfandflaschen
Stream (Englisch)
Intro:


Das wars für dieses Mal. Bis zum nächsten Mal.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Film der Woche#213: ゴジラ-thon, Teil 3

Hallo und herzlich willkommen zum dritten Teil des Gojira-Marathons. Den zweiten Teil findet ihr hier, der ersten Teil ist dort ebenfalls verlinkt. Ich befinde mich immer noch in der ersten Filmreihe, wobei einiges an den Filmen ziemlich unerträglich wirkt. Und das sind unter anderem die deutschen Titel, die extra so gewählt wurden, damit möglichst viele Zuschauer ins Kino eintrudeln. Schließlich kommt eine "Frankenstein" sehr sehr bekannt vor. Zudem ist hier das Schema "Monsterfilm" zerstört. Es driftet nämlich verschiedene Richtungen ab. Mal ist der Film sehr kinderfreundlich, mal eher sci-fi-mäßig. Und natürlich kriegt ihr alle drei Filmtitel (japanisch, englisch, deutsch) zu lesen.

6. 怪獣大戦争/Invasion of Astro-Monster/Befehl aus dem Dunkel (1965)

Der erste Film im heutigen Beitrag ist gleichzeitig der erste Godzilla-Streifen der Außerirdische involviert. 

Nachdem in der Näher des Jupiters ein neuer Planet namens Alpha 707 aufgetaucht ist werden zwei Astronauten auf eine Aufklärungsmission dorthin geschickt. Die Einwohner des Planeten, die sogenannten Alphas, schildern den zwei Erdlingen (gespielt von Akira Takarada und Nick Adams) ihre Situation. Der mächtige King Ghidorah belagert seit langem ihre Welt, sodass sie vor langer Zeit gezwungen waren sich in die Unterwelt zu verkriechen. Sie bitten die Astronauten daher sich die Monster Godzilla (der wohlbekannte King of the Monsters) und Rodan (stammt tatsächlich von einem Vogel ab) "auszuleihen" damit sie King Ghidorah bekämpfen. Im Gegenzug bekommen sie das Heilmittel gegen Krebs (lol). Doch natürlich werden sie übers Ohr gehauen und ordentlich verarscht. Die Außerirdischen wollen die Erde kolonisieren und manipulieren die Monster für ihre Zwecke.

Bei Godzilla bleibt alles bei alten. Dieselbe Suitmation, dieselben etwas verlangsamten ungewohnten Bewegungen. In dem puncto gibt es nicht viel neues. Andererseits kommen diese vollkommen verstrahlten Aliens hinzu. Ein weitaus interessanterer Aspekt, meiner Meinung nach. In meinen Augen funktionieren Godzilla-Filme mit Alien-Beteiligung besser als irgendwelches Fantasy-Zeug (wie bspw. mit Mothra, den kleinen Zwillingsschwestern und der Kinderinsel - so sehr ich Mothra auch mag), weil sie dem ganzen eine ziemlich coole, futuristische Note verpassen. Diesmal ist sogar die Rahmenhandlung gar nicht mal schlecht. Ich gebe dem ganzen daher ganze 7 Pfandflaschen. Denn auch wenn es kein Oscar-Film ist, so gehört er in dieser Ausgabe zu den besseren Streifen.
Leider ist er in deutscher Fassung gekürzt, sodass man Godzillas lächerlichen Freudentanz nicht sehen kann.


7/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


7. ゴジラ・エビラ・モスラ 南海の大決闘/Godzilla vs. the Sea Monster/Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer (1966)

Ich habe verdammt lange danach gesucht und schließlich einen Stream unter dem Namen "Ebirah, Horror of the deep" gefunden. Leider ist mir kurz vorm Ende der Stream abgekackt. Und auch nach dem Neuladen ließ sich dieser nicht vorspulen. Ergo sah ich mir die letzten 10 Minuten mit einem Kommentar des Casts von "Mystery Science Theatre 3000" an.

Hauptsächlich geht es hier um einen jungen Mann namens Ryota (Toru Watanabe), der arg verzweifelt ist weil sein Bruder vor einiger Zeit spurlos verschwand. Er ist fest davon überzeugt, das
er noch lebt auch wenn die Army den halben Ozean durchsucht hat und keine Leiche findet. Mithilfe von zwei anderen Typen die er bei einem Tanzwettbewerb aufsammelt schnappt er sich ein Boot und macht sich auf die Suche. Auf ihren Abenteuer stoßen sie auf eine Söldnerarmee namens "Roter Bambus" die Menschen (von der Kinderinsel) versklavt und mit chemischen Waffen rumexperimentiert. Außerdem benutzen sie die Riesenkrabbe Ebirah um Menschen eine Flucht zu verunmöglichen.

Die Story ist tatsächlich gar nicht mal schlecht. Und wie ihr vielleicht gemerkt habt, hab ich Godzilla in der Inhaltsangabe gar nicht erwähnt, weil der Film theoretisch auch ohne ihn funktionieren würde. Ergo handelt es sich um einen Versuch ein Bisschen Kohle rauszuschlagen. Es wäre aber echt gar nicht nötig gewesen. Aber für die Mühe mit der Story gebe ich trotzdem ein paar Punkte.

5/10 Pfandflaschen
Film - es war sehr schwierig den Stream überhaupt zu finden. Mittlerweile geht der Link auch nicht mehr. Ich hoffe dass es nur zeitweise ist. Wenn es dann leider doch der Fall sein sollte, empfehle ich euch den Film mit dem MST3K-Kommentar anzusehen.
Trailer:


8.  怪獣島の決戦 ゴジラの息子/Son of Godzilla/Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn (1967)

Der wohl (zweit)kinderfreundlichste Godzilla-Film ever.
Ein Wissenschaftler-Team arbeitet auf einer Insel an einer Wetterkontrollanlage. Bei einem Test entweicht allerdings radioaktives Gas was Gottesanbeterinnen vergrößert. Diese greifen daraufhin ein mysteriöses Riesenei, bis Godzilla sie aufhält. Bei dem Ei handelt es sich um Minilla, Godzillas Sohn
der daraufhin typische Riesenechsendinge von seinem Vater erlernt: Feueratem, Brüllen, Stampfen. Dazu kommt noch eine riesige Spinne.

Zugegeben die Vater/Sohn-Szenen sind wirklich putzig und außerordentlich komisch. Die Handlung ist aber sonst dermaßen langweilig dass Reptiloidenaugen zufallen. Es zieht sich einfach ins Leere, ohne das was nenneswertes geschieht. Und nicht mal Minilla (der nebenbei megagruselig ist und schreckliche Eselsgeräusche von sich gibt) kann das retten. Wie denn auch? Normalerweise führt das Einführen eines neuen, bis dato unbekannten Charakter nicht zur Rettung einer Filmreihe.

Nope.
4/10 Pfandflaschen
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9. 怪獣総進撃/Destroy all Monsters/Frankenstein und die Monster aus dem All (1968)

Yeah!
Jetzt gehts wieder rund!

Der neunte Teil der Reihe spielt in der Zukunft des Jahres 1999. Die Menschheit baute eine Mondbasis und brachte verschiedene Monstren auf einer Insel unter, von welcher sie nicht entkommen können. Eines Tages werden die für die Insel zuständigen Wissenschaftler durch ein Gas bewusstlos. Daraufhin entkommen die Monster trotz der für sie eingerichteten Barriere und fangen an verschiedene Städte auf der Erde zu zerstören. Godzilla macht das UN-Gebäude in NY kaputt,
Baragon tobt in Paris, Mothra fliegt über China, Rodan macht Moskau kaputt etc. pp
Es stellt sich heraus, dass ein Alienvolk von Frauen die Erde übernehmen will und dafür die Monster hinerhältig unter ihren Einfluss gebracht hat, damit diese für sie die Drecksarbeit erledigen.

Nachdem die letzten beiden Filme (für die Jun Fukuda verantwortlich war) so gut wie gar nicht gepunktet haben, übernahm ab hier wieder Ishiro Honda (der Regisseur des Originalfilms) das Steuer. Und da sieht dass hier der Meister seines Fachs am Werk ist. Es ist zwar eine leicht vorhersehbare (weil ähnlich wie in "Befehl aus dem Dunkel") aber nicht uninteressante Story. Das ist schon mal gut. Doch selbst wenn das einen zu langweilig ist, machen es die Monsterszenen wieder wett. Wir kriegen hier mit wie die ganzen Kaijus lauter Städte kaputt machen und es gibt einen grandiosen Monsterfight, den es bis dahin noch nie gab. Es ist wirklich großartig wie hier zugetreten, zugeschlagen, draufgestampft wird. Aus allen Ecken, aus allen Richtungen. Richtig richtig fies. Hammer! Alleine für das Ende sollte man sich den Film ansehen.

8/10 Pfandflaschen
Film
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