Mittwoch, 6. Mai 2026

Comic Book Review#674: Godzilla vs. Fantastic Four#1 (2025)

Achtung! Die nächsten Monate werden all diese "Godzilla vs. Marvel"-One Shots auf diesem Blog vorkommen. Einer nach dem anderen. Zuerst hatten wir ja diese Justice League vs. Godzilla vs. Kong Crossover von DC/Legendary Pictures/TOHO. Nun sehen wir uns an, wie die Fusion von Marvel/Toho funktioniert. Interessanterweise hatte Marvel schon mal Godzilla Comics rausgebracht. Ein Review dazu findet ihr hier. 


Bei den One Shots handelt es sich quasi um Momentaufnahmen aus der Zeit von 1954 bis heute (?). Im ersten trifft der King of the Monsters auf die Fantastic Four im New York. Man nimmt sogar Bezug auf den ersten Film, in welchem Godzilla scheinbar besiegt wurde. Doch hier ist er wieder von den Toten zurück und greift New York an. Reed Richards, Susan Storm, Johnny Storm und Ben Grimm bündeln ihre Kräfte und verwandeln ihre Operationsbasis in eine Art elektrische Falle. So kommt es, dass der Gigant einen ebenso gigantischen elektrischen Schock erleidet und (scheinbar) bewusstlos wird. Doch das Problem ist noch lange nicht gelöst. Der schnell herbeigeeilte, ehemalige Herold des Weltenfressers Galactus klärt uns auf, was uns bevorsteht: Galactus hat einen neuen Herold, den er mit der kosmischen Kraft ausgestattet hat - ählich wie einst den Silver Surfer. Nämlich King Ghidorah, den dreiköpfigen Drachen und einen der fiesesten Gegner Godzillas. Er ist nämlich der einzige Herold, der es schaffen würde, die Erde komplett zu zerstören, sodass Galactus einen vollkommen geschwächten Planeten konsumieren kann. Die einzige Lösung für das neue Problem ist: Godzilla ebenfalls mit kosmischen Kräften auszustatten. Silver Surfer opfert also seine Kräfte und schon bald kämpfen Godzilla zusammen mit den Fantastic Four gegen King Ghidorah. 

Ich habe ja letztens diese oben erwähnten Justice League vs. Godzilla vs. Kong Crossover gelesen. Sie waren spaßig, gleichzeitig aber ziemlich hohl. Hier ist das Gegenteil der Fall. Da die F4 zu 3/4 aus Wissenschaftlern bestehen, geht es hier auch irgendwie wissenschaftlich zur Sache: Ein ganzes Gebäude in eine "electrical booby trap" verwandeln, mit den lichtbrecherischen Unsichtbarkeitskräften von Susan Storm ein riesiges Abbild von Ben Grimm zu kreieren sodass Ghidorah abgelenkt ist. Fantastisch, wirklich. Ansonsten ist das hier feinstes Monstergekloppe, was sich jedoch auf zwei Monster und vier Helden beschränkt und nicht auf drölf Monster und drölf Helden ausweitet. Meine Fresse ist das ein riesen Spaß. Man bringt quasi diese relative primitiven Kaiju-Kämpfe aufs Papier und verbindet sie mit den 1960er Charme der Fantastic Four. Ganz genau, wir haben es hier mit dem Godzilla der Showa-Ära zu tun. Insgesamt also das Beste vom Besten. Geschrieben von Ryan North und gezeichnet vom großartigen John Romita Jr. - dessen Werke ich das erste Mal vor rund 20 Jahren kennen gelernt habe, als er J. Michael Straczynskis "The Amazing Spider-Man" Run gelesen habe. 

8/10 Pfandflaschen


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