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Freitag, 28. Juli 2023

Happenings des Monats: Juli'23

Vortrag "Antikriegsproteste und Widerstände in Russland" mit ABC Moskau am 01.07.2023 im Naturfreundehaus Kalk, Köln

Vor einiger Zeit habe ich hier von diversen Demonstrationen des Bündnisses "Freies Russland NRW" berichtet. Summa Summarum: Durch diverse Kontakte/Chats bin ich auf die Idee gekommen auf einer Veranstaltung den Übersetzer für Russisch-Deutsch/Deutsch-Russisch zu machen. Es ging um einen Vortrag von einem Mitglied des Anarchist Black Cross Moskau (Geschlecht bewusst neutral gehalten). Der Vortrag selbst war insgesamt betrachtet doch ziemlich knapp - es ging insgesamt um verschiedene Maßnahmen des ABC Moskau als auch verschiedene Protestformen gegen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, finanzielle Unterstützung politischer Gefangener und diverse andere Sachen. Meine Aufgabe war den Vortrag live zu dolmetschen und hinterher auch die Fragen des Publikums. Zum Glück war ich bei der Sache nicht alleine und habe dementsprechend Hilfe erhalten - soll heißen, dass wir zu zweit übersetzt haben. Zu Beginn war ich mir recht unsicher, doch später nahm ich die Aufgabe
auf wie ein Schwamm und war doch ziemlich gut darin. Hinterher war ich aber so fertig mit den Nerven, weil ich irgendwie gefühlt auch einen Teil der Moderation übernehmen musste, weil die Leute an den Vortragenden eine Unmenge an Fragen gestellt haben. Nicht nur Fragen sondern auch "Kommentare" dazu, sodass gewisse Leute mehr als 5 Minuten gesprochen haben und den Raum absolut vereinnahmt haben. Ich fand das höllisch anstrengend. Niemand wusste was für Leute kommen. Es kamen: Deutsche Linke und liberale Russen als auch sonstige russischsprachige Gegner des Putin-Regimes. Einige sprachen Russisch, andere sprachen Deutsch. Die einen haben Anmerkungen auf Deutsch zu Kommentaren auf Russisch gegeben, die ich in beide Richtungen übersetzen musste. Allerdings, natürlich nicht alleine. Am Ende waren wir zwei sehr müde Übersetzer, die ziemlich fertig waren. Ich möchte hier keine Details nennen, weil ich niemanden irgendwie in die Pfanne hauen will. Keine Namen, keine Strukturen. Trotzdem: Vielen Dank an meinen Mit-Übersetzer und vielen vielen Dank an Marlyn, die mich bis nach Köln mit den öffentlichen Verkehrsmitteln begleitet hat, trotz Prüfungsstress und all dem Scheiß. Das bedeutet mir alles sehr viel!

Stricher guckt sich "The Flash" an am 06.07.2023 in Filmwelt Herne

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER 








Finally. Der letzte Film des "alten" DC Extended Universe, das nun als "DC Universe" unter der Leitung des Regisseurs James Gunn "funktionieren" wird.

"The Flash" orientiert sich stark an der Handlung der Comic-Reihe "The Flashpoint". Zuerst haben wir mit einem eher vertrottelten Barry Allen aka The Flash (Ezra Miller) zu tun, der grade auf dem Weg zur Arbeit ist. Er erhält einen Anruf von Bruce Waynes Butler Alfred Pennyworth (Jeremy Irons). Dieser bittet ihm Batman bei einem Überfall in Gotham City zu helfen. Der Sohn des hiesigen Mafiosi Carmine Falcone, Alberto (Luke Brandon Field) möchte groß rauskommen und hat nun einen gefährlichen Virus geklaut. Flash hilft die Passanten in Sicherheit zu bekommen und rettet mehrere Säuglinge aus einem einstürzenden Krankenhaus. Mithilfe von Wonder Woman (Gal Gadot) schafft es Batman (Ben Affleck) schließlich Alberto dingfest zu machen. Später telefoniert Barry mit seinem Vater Henry (Ron Livingston) der im Gefängnis sitzt. Vor Jahren soll er angeblich Barrys Mutter Nora (Maribel Verdú) umgebracht haben. Barry kann sich an diesen schmerzhaften Augenblick erinnern, was ihn sehr stark triggert, sodass er anfängt zu rennen. Zufällig schafft er es, mithilfe der Speedforce (der Kraft die ihm die Superkräfte gibt) in der Zeit zurückzureisen. Und zwar einen Tag. Er erzählt Bruce davon - dieser rät ihm jedoch davon ab eine weitere Zeitreise zu unternehmen. Die Folgen wären verheerend. Doch Barry kommt zufälligerweise durch seinen College-Schwarm Iris West (Kiersey Clemons) auf die Idee, das doch zu tun. Es reicht nur, gewisse kleine Dinge zu ändern. Gesagt, getan. Doch am Ende seiner Zeitreise landet er nicht wieder in der Gegenwart sondern mindestens zehn Jahre in der Vergangenheit. Seine Mutter ist am Leben und er ist sehr froh sie wieder zu sehen. Allerdings existiert er zu dem Zeitpunkt neben seinem jugendlichen ich, dass er notgedrungen kennen lernen muss. Barry merkt, dass er gelinde gesagt große Scheiße angerichtet hat. Er hat aus Versehen eine Parallelwelt erschaffen, in welcher keiner Metawesen (wie Superman) existieren. Auch hat seine jüngere Version noch nicht den Unfall gehabt, der ihm zu Flash gemacht hat. Zeitgleich taucht auch General Zod
(Michael Shannon) auf der Erde auf um Superman ausfindig zu machen und um sich den Planeten untertan zu machen. Doch ohne Metawesen und ohne mindestens einen Batman sieht es schlecht aus um die Verteidigung... Daher heißt es, den hiesigen Bruce Wayne (Michael Keaton) ausfindig machen.

Also es gibt schon einiges an den Film zu bemängeln. Man hat für einige Szenen AI benutzt um Gesichter jünger zu machen und einige CGI-Effekte sahen tatsächlich super scheiße aus. Allerdings finde ich nicht, dass es den Film eingenommen hat. Und wie soll man sonst, ohne AI oder digitalen Effekten die ganzen Schauspieler aus verschiedenen DC-Universen darstellen, die entweder älter oder nicht mehr am Leben sind. Wir kriegen paar kleine Einblicke zu vergangenen DC-Film oder Serien-Reihen. Zu sehen sind Christopher Reeve als Superman, Helen Slater als Supergirl, Nicolas Cage als Superman, Adam West als Batman, George Reeves als Superman, Teddy Sears als Flash und sogar George Clooney als Batman. Ja, richtig gelesen. 
Der Film ist eine große Nostalgie-Nummer. Der einzige "richtige" Nostalgie-Schauspieler hier ist allerdings Michael Keaton der definitiv viel Spaß bei seiner Arbeit hatte. Meines Erachtens ein großartiger Move, ihn hier einzubinden. Es ist den verschiedenen Machtwechseln bei Warner Brothers zu verschulden, dass es hier mehrere verschiedene Enden gab. Überhaupt haben alle gehofft, dass alles irgendwie bleibt wie es ist. Wiederum andere haben gehofft, dass es endlich einen angemessenen Neustart geben wird. Und den wird es nun geben. Ich finde das tatsächlich gut, obwohl ich Ben Affleck als Batman wirklich gut fand. Und Henry Cavill als Superman. Aber vielleicht braucht es einen Reboot, ganz einfach. "The Flash" ist ein urkomischer, tatsächlich sehr lustiger Film der typisch für das Genre ist. Action, Comedy Elemente, Nerdy Fachwissen und tatsächlich sehr emotionale Momente. Es ist mir klar, dass er keinen Eintopf gewinnen wird. Die Leute haben Superheldenfilme langsam satt. Außerdem wurde er vor einigen Monaten komplett auf Twitter geleakt. Insgesamt lässt sich sagen: "The Flash" erfüllt "The Flash"-Klischees, die es so schon in Comic- und Serienform gab. Meiner Meinung nach ist er jedoch nicht sooo ein Klischee-Film insgesamt. Kann sich tatsächlich sehen lassen.

7,75/10 Pfandflaschen
Trailer:



TOMBSTONED OPEN AIR am 08.07.2023 in Junkyard, Dortmund

Da ich von der Arbeitswoche ziemlich fertig war und um 11:15 noch eine Fahrstunde hatte, ging mein Plan direkt danach loszufahren leider in die Hose. Also erstmal nach Hause und erst gegen 14:00 nach Dortmund fahren. Ancst, die ich schon paar mal sehen durfte und Harlott habe ich leider verpasst. Die erste Band für mich waren NOCTURNAL, die Thrash Metal gemacht haben. Nun, Thrash ist leider nicht so mein Metier, außer ein paar Bands und generell konnte ich der Band nicht viel abgewinnen. Für mich hörte sich das an, wie ein wütender Hund und gleichzeitig wie ein Mann der manchmal an den Eiern hochgezogen wird. Tut mir Leid, aber das war so generic, dass man dafür ein neues Genre eröffnen könnte. Generic Thrash. Ich verstehe leider nicht was daran so gut ist. Aber gut, es fand sich eine kleine Menge vor der Bühne ein, die die Band durchaus gefeiert hat. Also haben sie ihre Aufgabe wohl durchaus erfüllt. Nach einer kurzen Pause ging es dann endlich mit TRIBULATION weiter. Ich finde ihren Sound wirklich einzigartig. Düsterer, finsterer Rock mit typischen Black Metal Gesang - das einzige was aus dem früheren Sound der Band übrig geblieben ist. Was dabei herauskommt ist eine durchaus gotisch anmutende Stimmung, dargeboten von Typen in Corpse Paint und Skinny Jeans/Schlaghosen. Leider gab es Probleme mit dem Pedalboard des einen Gitarristen, was scheinbar absolut überhitzt war. Zum Glück konnte man das Ganze irgendwie mit Ventilator und Rettungsdecke lösen. So halb. Jedenfalls war der Auftritt wirklich großartig. Genau das Gegenteil dazu waren GRAVE aus Schweden. Death Metal der tatsächlich ziemlich wie Malen nach Zahlen funktioniert. Man könnte auch sagen, dass es ziemlich generisch ist. Das Ding ist: Die Band nimmt sich nicht so ernst, spuckt sich gegenseitig an und kneift sich in den Arsch. Der Sound ist absolut dreckig. Es ist ein Gekloppe, dass die Ohren bluten. Typischer, schwedischer Death Metal den ich durchaus sehr genießen kann. Danach kommt eine weitere Abwechslung: MIDNIGHT, die ich nun zum zweiten Mal sehen darf.
Absolute Zerstörung. Ich liebe diese Mischung aus Black Metal Optik, Motörhead Sound und Punk Attitüde. Sänger Athenar fragt irgendwann das Publikum ob es eine Wasserflasche haben möchte. Als er sie wirft, fangen direkt zwei Typen. Daraufhin sagt er: "Damn, that was a good catch. You do sports? Water sports?" Später dann: "I kinda regret giving you this water bottle, there is no water here, can I have it back" und "Just kidding, I am rich as fuck, I can afford all the water in the world". Genauso wie Grave nimmt man hier alles nicht so bitterernst. Das macht sympathisch. Ich habe irgendwann vor paar Jahren die Chance gehabt, Unleashed mal live zu sehen. Zusammen mit Massacre und anderen Bands. Habe dann in alle reingehört und habe beschlossen dass es nichts für mich ist. Daher dachte ich mir diesmal: Ich gebe mir das die ersten 5-10 Minuten und wenns mir nicht gefällt, gehe ich nach Hause. Also gehe ich hin, ohne große Erwartungen. Warte bis das Intro verklingt und daraufhin dann diese in Leder gekleideten Typen auf die Bühne kommen, die dann eine Ansage machen und sofort anfangen zu spielen und zu headbangne. In meinem Kopf funktioniert irgendwie auch die Mischung aus Death Metal und Texten übers Heidentum/Vikinger gar nicht. Ich kann damit absolut nichts anfangen und entscheide mich nach Hause zu fahren. Es war, wie sonst eigentlich auch, ein verdammt guter Tag im Junkyard. Vielen Dank für die Veranstaltung und für das kostenlose Wasser bei der Hitze!

Stricher guckt sich "Spider-Man: Across the Spider-Verse" an, am 14.07.2023 in CinemaXx Essen

Endlich den Film gesehen. Sozusagen, grade mal so im Kino erwischt.

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER:







Die Handlung spielt scheinbar nicht zu lange nach dem ersten Film. Den ich damals tatsächlich sogar im selben Kino gesehen habe. Die Fortsetzung spielt nicht all zu lange nach dem ersten Film. Zuerst steht die Erde-65 in Fokus auf welchen Gwen Stacy, die hiesige Spider-Woman lebt. Sie durchlebt eine sehr schwierige Phase in ihrem Leben. Ihr Vater, der beinahe Police Captain George Stacy, beschuldigt Spider-Woman des Mordes an Peter Parker, der sich in Lizard verwandelt hat und einen Amoklauf an der Schule veranstaltet hat um es seinen Bullies heimzuzahlen. Bei einem Einsatz in einem Museum begegnet Gwen einer Alternativ-Version des Bösewichts Vulture - dieser hier stammt aus der Rennaissance. Plötzlich tauchen zwei Alternativ Spider-People auf: die schwangere Spider-Woman Jessica Drew und Spider-Man 2099 Miguel O'Hara. Nachdem George allerdings drauf und dran ist, Gwen zu verhaften, zeigt sie ihm dass sie Spider-Woman ist, was ihn sehr erschüttert. Sie beschließt mit den anderen beiden Spinnen mitzugehen und Teil einer größeren Allianz zu werden. Der Spider-Man
Miles Morales von Erde-1610 ist sehr überrascht als Gwen ihn in seiner Welt besucht, nach sehr langem Kontaktstillstand. In Wirklichkeit spioniert sich den (scheinbar) drittklassigen Bösewicht "The Spot" hinterher. Dieser ist in der Lage mit seinem Körper Löcher/Portale in andere Welten zu erschaffen und beschuldigt Spider-Man ihn in diese Lage gebracht zu haben.

Wenn man schon etwas an dem Film kritisieren kann, dann den Overkill und den Over-Fan-Service. Oder aber auch nicht. Es ist nämlich fast schon nachvollziehbar gewesen, dass das so sein wird. Wobei der erste Film nur bedingt Fan-Service geliefert hat. Eigentlich nur für diejenigen die "Spider-Verse" gelesen haben oder alte Charaktere wie Peter Porker/Spider-Ham gekannt haben. Hier haben wir es mit einer UNMENGE an Spider-Charakteren zu tun. Um es mal kurz anzureißen: Wir sehen Archivaufnahmen von Toby Maguire und Andrew Garfield. Es gibt LEGO Spider-Man zu sehen. The Spot macht einen kurzen Ausflug in die Welt von Venom (Tom Hardy). Donald "Childish Gambino" Glover ist als "Prowler" zu sehen. Darüber hinaus noch so Kleinigkeiten wie der Spider-Clon wie Ben Reilly oder der Paper Bag Spider-Man. Deswegen muss ich den Film noch mal auf DVD sehen um all die Kleinigkeiten zu entdecken. Mal abgesehen von den ganzen Cameos: Die Story ist schon interessant und gibt sich Mühe alles langsam entwickeln zu lassen. Zwischendurch habe ich mich gefragt wie lange der Film gehen wird. Tatsächlich ist das eine Fortsetzungsstory. "Beyond the Spider-Verse" wird alles abschließen. Alles in allem: Keine überhastete erzwungene Handlung. Trotz allem: Natürlich ein Leckerbissen für die Fans ALLER Spider-Man-Reihen mit allerlei Nostalgiehäppchen. Das kann auf Dauer tatsächlich nach hinten los gehen, wenn die Filme nur noch aus Cameos und Anspielungen bestehen. "Across the Spider-Verse" funktioniert aber bis jetzt sehr gut. Hoffe das wird nicht totgeritten.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Donnerstag, 30. September 2021

Happenings des Monats: September'21

GOLD + Maggot Heart + Ropes Of Night am 11.09.2021 im Junkyard, Dortmund

Wahnsinn. Das erste Konzert seit 1,5 Jahren. Das letzte war für mich "Retrogott und Hulk Hodn" im Februar 2020, ebenfalls im Junkyard. Wahnsinn!

Marlyn und ich kommen an, zeigen unsere Ausweise und digitale Impfpässe vor, anschließend unsere Tickets und setzen uns daraufhin hin und genießen unseren Status als Nutznießer einer bösen Zwei-Klassen-Gesellschaft von Geimpften und Ungeimpften. Herrlich. 


Ropes Of Night machen den Anfang. Hierbei handelt es sich um ein Nebenprojekt von Mitgliedern der Black-Metal-Band Ultha (die ich das letzte Mal 2019 in Köln zusammen mit Gold gesehen habe). Romantisch-traurig und im-club-in-der-ecke-stehender Post-Punk. Mit Keyboard. Und Gesang der sich offensichtlich an den Größen des Genres orientiert. Tatsächlich ziemlich schön und gar tanzbar. Ich schaffe es mich hin und wieder von links nach rechts zu bewegen und müde zu gucken. So wie man das so macht. Außerdem war ich seit 4 Uhr wach. Es ist schön. Wirklich jetzt.

Nach einer kurzen Pause, während welcher ich ein Drachenlord/Armin-Laschet-Meme bastel und Marlyn ein Meme über mich bastelt, welches davon handelt dass ich ein Drachenlord/Armin-Laschet-Meme bastel sind Maggot Heart dran. Ich habe sie das letzte Mal ebenfalls im Junkyard gesehen. Ich glaube 2019, zusammen mit Slaegt. Letztere waren aber ziemlich scheiße, sodass Maggot Heart den Abend gerettet haben. Diesmal waren sie sogar noch besser. Ich hatte sie in meinem Kopf als 70s Hard Rock meets Alternative abgespeichert. Tatsächlich wars einfach sehr straighte Rock Musik, die weder Richtung Punk oder Metal geschielt hat. Sehr gut.

Irgendwann später: GOLD. Diese Band ist wirklich (höhö) Gold wert. Eine kleine Oase inmitten von zahlreichen Black Metal, Wasweißichwas für Metal und Post-Punk-Bands. Sehr klarer Gesang, ausgeführt von einer charismatischen Sängerin. Im Hintergrund dann teilweise echt harter Sound, der super gut zum Gesang passt. Ich schreibe das hier nur um den Beitrag zu füllen, denn ich habe schon einiges zu GOLD gesagt. Fands wirklich wieder sehr sehr schön. Vor allem auch, weil ich diesmal die Texte mitsingen konnte. 

Bis auf den Typen der Marlyn vollgelabert hat und gefragt hat ob ich ein Nazi bin, den Gestank in der Dortmunder U-Bahn und die lauten, besoffenen Punx in der S-Bahn nach Hause ein doch verdammt gelungener Abend. Waren auch richtig schnell zu Hause. Es war sehr schön.

Stricher guckt sich endlich "The Suicide Squad" an am 12.09.2021

Es ist ein Monat vergangen, seitdem der Film in die Kinos kam und endlich war es soweit.
Elfter Film aus dem "DC Extended Universe". Keine direkte Fortsetzung von "Suicide Squad", kein Reboot des Franchise sondern eher eine Art Neuorientierung. Es kommen Charaktere aus dem ersten Film vor, allerdings fokussiert sich dieser auf ein anderes Team. Dieses basiert eher auf den Suicide-Squad-Comics aus den Achtzigern als auf den New-52-Comics die ab 2011 rauskamen. 

MASSIVE SPOILERS AHEAD





Amanda Waller (Viola Davis) schickt die Task Force X aka Suicide Squad auf eine neue Mission. Die Superschurken Savant (Michael Rooker), Blackguard (Pete Davidson), Captain Boomerang (Jai Courtney), The Detachable Kid (Nathan Fillion), Mongal (Maylin Ng), Javlin (Flula Borg), ein anthropomorphes Wiesel namens Weasel (???) und Harley Quinn (Margot Robbie) sollen den Inselstaat Corto Martese stürmen. Ziel der Mission ist es, Dokumente zu besorgen welche eine Mitarbeit der US-Regierung im sogenannten "Project Starfish" belegen. Leider fand auf der Insel ein Putsch statt, sodass die ursprüngliche diktatorische US-freundliche Regierung (in Gestalt einer Familie) gehängt wurde. Nun ist Corto Maltese in der Hand von Militärs, die US-unfreundlich sind. Dummerweise passen sie die Suicide Squad bei ihren D-Day-mäßigen Eindringen auf die Insel ab. Es überleben lediglich Colonel Rick Flag (Joel Kinnaman) und Harley Quinn. Letztere wird von Militärs gefangen genommen, erster trifft auf neue Rebellen welche die neue Militärregierung ebenfalls stürzen wollen. Zum Glück existiert noch ein zweites Team bestehend aus dem Meisterschützen Bloodsport (Idris Elba), der Ratten befehlenden Rat Catcher 2 (Daniela Melchior), den Meisterschützen Peacemaker (John Cena), Polka Dot Man der tödliche Polka-Punkte durch die Gegend wirft und einen anthropomorphen Hai namens King Shark (Sylvester Stallone/Steve Agee). Es gilt dieselbe Regelung wie vorher auch. Erledigt den Auftrag wie ihr ihn aufgetragen bekommen habt, ansonsten zündet Amanda Waller die in euren Nacken implantierten Bomben. Was das "Project Starfish" betrifft, so weiß keiner genau um was es genau geht. Bis das Team den dafür verantwortlichen Wissenschaftler, der sich "The Thinker" (Peter Capaldi) nennt ausfindig macht und entführt. Wie man es sich auch hätte vorstellen könnte: Es steckt viel mehr

dahinter als man sich gedacht hat und die Scheiße stinkt auch wesentlich mehr.

Okay, vielleicht doch keine Massive Spoilers. Es klingt wie eine irre Idee, aber es funktioniert so gut. Man nehme anstelle von der "aktuellen" Suicide Squad einfach die alte und setzt die Superschurken ein, an die sich einfach kein Schwanz erinnert. Und lässt sie einfach in den ersten Minuten sterben. Der Zuschauer wird grandios hinters Licht geführt und verarscht. Es gibt unglaublich süße Momente - King Sharks Bedürfnis Freunde zu finden und auch die Sache mit Rat Catchers Ratte - als auch eine Ficktonne an Gore. Und realistisch aussehenden Practical Effects. Und einen richtig guten Soundtrack. Regisseur James Gunn hat viel von seinen Tagen bei Troma gelernt und weiß wie man schockiert und Überraschungseffekte einsetzt. Der Film nimmt sich selbst nicht ernst. Man sieht es vor allem an der Rivalität zwichen Peacemaker und Bloodsport, die einfach quasi dieselben Fähigkeiten haben. Übrigens auch ähnliche wie Deadshot (Will Smith), aus dem ersten Film. Das wirkt so als würde der Regisseur sich über die Einfallslosigkeit von Comicmachern lustig machen. Ich hatte jedenfalls wirklich sehr viel Spaß und muss auf jeden Fall betonen, dass der Film auch von genrefremden Leuten gesehen werden kann.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:





Freitag, 30. Juli 2021

Happenings des Monats: Juli'21

Stricher guckt sich endlich "Zack Snyder's Justice League" an am 09.07.2021

Ich schreibe hier ja nie Doppel-Reviews, darum verlinke ich selbstverständlich wie gewohnt das Review zu "Justice League" (2017).

Bei diesem Film handelt es sich allerdings um einen sensationellen Director's Cut des ursprünglichen Films. Oder um es anders zu formulieren: Es IST der ursprüngliche Film, mit einigen Zusatzszenen usw. usf. Die Version die damals, vor ein paar Jahren ins Kino kam ist die stark geschnittene Version. Regisseur Zack Snyder musste aus familiären Gründe aus der Produktion aussteigen, Joss Whedon (Buffy the Vampire Slayer, Avengers, Firefly etc.) hat das Ruder übernommen. Was herauskam war ein, für mich zumindest damals, recht okayer, leicht verdaulicher Superheldenfilm. Aus heutiger Sicht betrachtet war er viel zu kurz und zu holprig umgesetzt. Man hat ihn zu einem simplen zweistündigen, kompakten Film gemacht. 


"Zack Snyder's Justice League" besteht jedoch insgesamt aus sechs Teilen. Die Länge: 232 Minuten anstelle von 120. Ein Glück, ein riesen Glück dass die ganzen Fans die Initiative "Release The Snyder Cut" ins Leben gerufen haben und einen enormen Druck auf "Warner Brothers" ausgeübt haben. Jetzt versucht man es mit "Restore The Snyderverse" weiter, damit dieser Film nun offiziell kanonisch wird. Das wird allerdings nie passieren, weil die Fortsetzungen schon längst in Planung sind und Ben Affleck (Batman) als auch Henry Cavill (Superman) nicht mehr im DC Extended Universe zu sehen sind. Schade. 

Nun zum Film. Es ist im Prinzip derselbe Film, mit derselben Handlung. Die Invasoren von Apokolips: Darkseid, Steppenwolf und Desaad wollen die Erde nach ihren Vorstellungen umgestaltet, was für unser aller Leen die Vernichtung bedeuten würde. Mithilfe der Motherboxen, einer Art hochtechnischen Maschinen mit unvorstellbarer Kraft die seit Jahrtausenden auf der Erde sind. Bewacht von den Menschen, den Atlantern und den Amazonen. Im Prinzip heißt es: Justice League (Batman, Flash, Aquaman, Cyborg und Wonder Woman) gegen die Arschlöcher von Apokolips und ihre Armee von Paradämonen. Oh und natürlich erweckt man Superman wieder zum Leben, aber ich verrate auch jetzt wieder nicht wie. 

Ich finds interessant, wie groß die Kraft des Editierens/Schneidens ist. "Justice League"(2017) war im Gesamtton doch eher freundlich, es gab hin und wieder ein paar Witzchen. Schließlich konkurierte man mit Marvel, die ja auch insgesamt eher familien/kinderfreundliche Filme gemacht haben. ZSJL (wie ich den Film jetzt nenne) schlägt in eine eher andere Richtung ein. Man geht auch viel tiefer auf die Entwicklung der einzelnen Figuren ein, anstelle sie ganz ganz schnell in die Handlung reinzuquetschen. Man nimmt sich ordentlich Zeit um eine Handlung aufzubauen. Es ist einfach nur episch. Und ich übertreibe wirklich nicht. Klar, es gibt ein paar einzelne Momente, in welchen der Pathos gewinnt - aber tatsächlich nur ganz ganz wenig. Es ist wirklich ein mehr als solides Machwerk. Leck mich fett. Das Warten hat sich sowas von gelohnt.

9,5/10 Pfandflaschen
Trailer:



Freitag, 31. Mai 2019

Happenings des Monats: Mai'19

Stricher guckt sich "Shazam!" an in CinemaXx Essen am 01.05.2019

Ich war am Anfang etwas gespalten was ich von dem Film erwarten soll, weil ich sowohl sehr gutes als auch sehr schlechtes gehört habe. Aus dem Kino rausgekommen bin ich übrigens ziemlich zufrieden.

Wichtige Fun Facts am Rande: Die Figur Captain Marvel gehörte am Anfang noch dem Comic-Verlag Fawcett Comics (am Anfang heißt 1940er Jahre). Es gab damals sogar ein ziemlich erfolgreiches Serial. Anfang der 1970er erwarb DC die Verlagsrechte an der Figur. Da aber Marvel zwischenzeitlich einen eigenen Captain Marvel erfunden und rausgebracht hat. Und patentiert. Deswegen darf DC bis heute die Figur nicht Captain Marvel nennen und greift auf Titel wie "(The Power of) Shazam!" zurück. In den Dialogen darf der Character trotzdem Captain Marvel genannt werden. Da aber Anfang des Jahres die Captain Marvel von Marvel ihren eigenen Film bekam wäre es wohl ziemlich verwirrend wenn das hier der Fall gewesen wäre. Also geschieht das nicht. So einfach ist das.

Achja: SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER

"Shazam!" erzählt zu Beginn vom Jungen Thaddeus Sivana (Ethan Pugiotto) der 1974 mit seinem Vater (gespielt von John Glover, besser bekannt als Alexander Luthor aus "Smallville") und seinem Bruder in einem Auto unterwegs ist. Beide schätzen ihn nicht wirklich und machen sich über ihn lustig. Auch darüber, dass er ständig mit seiner wahrsagenden 8Ball spielt. Plötzlich verschwinden die beiden, die Fenster am Auto gefrieren und er landet in einer geheimnisvollen Hölle. Ein alter,
bärtiger Zauberer (Djimon Hounsou) sucht dringend einen Nachfolger für sich, da er der letzte seiner Art ist und nicht mehr lange zu leben hat. Thaddeus erweist sich als unwürdig, da er während seiner Prüfung das Auge von Envy berühren will. Der Zauberer schickt ihn zurück, alles erscheint wie ein böser Traum. Thaddeus ist so aufgeregt, dass er tatsächlich einen Autounfall verursacht.

Jahre später, in Philadelphia: Billy Batson (Asher Angel) hat als kleiner Junge seine Mutter auf einer Kirmes verloren und nie wieder gefunden. In all den Jahren kam und er ging er von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Schlußendlich ist er in einer Wohngemeinde angekommen, angeführt von den Pflegeeltern Victor und Rosa Vasquez. Seine neuen Geschwister sind Freddy, Mary, Darla, Eugene und Pedro. Der Zufall will es, dass Billy per U-Bahn zu dem oben genannten Zauberer reist und sich tatsächlich als würdig erweist. Er erhält die Kräfte von Salomon, Herkules, Atlas, Zeus, Achilles und Merkur: SHAZAM! also. Plötzlich ist er nicht mehr 14 sondern sieht aus wie ein ungefähr 20jähriger Mann (Zachary Levy) und verfügt über supermanähnliche Kräfte. Zusammen mit seinem Ziehbruder Freddy (Jack Dylan Gracer) versucht er eine Art Konzept für sein neues Superheldendasein zu finden. Allerdings kommt deutlich schlimmeres auf ihn zu: Thaddeus Sivana (Mark Strong) versuchte über all die Jahre in die bereits erwähnte Höhle zurückzukommen und schaffte es tatsächlich. Mittlerweile verfügt über die Kraft der sieben Todsünden und will das einzige Wesen, dass stärker ist als er umbringen. Und das wäre natürlich: Billy.

Okay. Also da gibts ein paar Punkte die den Film etwas merkwürdig erscheinen lassen. Also eigentlich nur einen. Und zwar der alte, bärtige Mann der Kinder entführt und sie vor eine Prüfung stellt. Dabei sagt er solche Sachen wie "FASS MEINEN STAB AN!", was das ganze nur noch merkwürdiger macht. Ich fühlte mich positiv an Filme wie "Big"(mit Tom Hanks) als auch rein vom Schauplatz her an Philadelphia (mit Tom Hanks) erinnert. "Shazam!" hat diesen kindlichen, coming-of-age mäßigen Charme. Plus etwas Toilettenhumor. Aber nur ganz wenig. Außerdem ist er stellenweise echt übelst brutal. Ich mein da werden Köpfe abgerissen und Menschen vom obersten Stockwerk aus durch Fenster geschleudert. Und der Film ist ab 12. What the fuck. Also ehrlich, was zum fick? Vielleicht liegts daran, dass Kids heutzutage schon etliche Gewalt im Film und Fernsehen gewohnt sind. Also sei's drum. Jedenfalls fühlte ich mich wirklich gut unterhalten. "Shazam!" ist nicht zu düster und nicht zu dämlich. Allerdings wird er wahrscheinlich in der Erinnerung untergehen, was ich schade finde.

7,9/10 Pfandflaschen
Trailer:


MGŁA + REVENGE + DOOMBRINGER am 17.05.2019 im Resonanzwerk, Oberhausen

Okay. Ich hatte seit Monaten eine Karte und habe mich schon Ewigkeiten drauf gefreut. Außerdem bin ich zu faul das polnische "Ł" hier dauernd reinzukopieren, also werde ich die Band ganz dilettantisch Mgla nennen. Das heißt übrigens "Nebel" auf Deutsch. Zuallererst: Ich bin ein erwachsener Mensch und ich entscheide selbst, was für Musik ich höre und auf was für Konzerte ich gehe. Mir ist durchaus bewusst, dass Mgla mit mehr als problematischen Menschen in Verbindung stehen - jedoch habe ich nicht zu entscheiden mit wem sie gemeinsame Sache machen. Über die persönliche Einstellung der Band ist nichts bekannt. Und überhaupt: Wenn man Black Metal hören möchte kommt man wohl an Idioten und Leuten mit scheiß Einstellungen nicht dran vorbei. Punkt.

Als wir da waren, haben schon Doombringer angefangen. Kannte die Band nicht. Beide Vorbands nicht. Doombringer hatten ein sehr abgefahrenes Logo und boten etwas wie eine Mischung aus Black und Death Metal. Irgendwann kamen tatsächlich so Batjuschka-mäßige Chants vor, was mich ziemlich überrascht hat. Es sind übrigens zwei ehemalige Mitglieder der großartigen Cultes De Ghoules dabei. Very cool.

Revenge waren eine, nein zehn Spuren härter. Ich hörte die Worte "War Metal" fallen. Die Band beschäftigt sich mit Themen wie "Anti-Humanity", "Nihilism" und "War". Wenn man sich die Song- und die Albumtitel anguckt weiß man was ich meine. Außerdem wären da noch diese Albumtitel die aus drei Worten bestehen, die jedes Klischee erfüllen. Es war unglaublich primitiv. Ein Song nach dem anderen rausgeballert, sodass es mir irgendwann auch ein Bisschen zu doof wurde. Aber insgesamt: verdammt noch mal hat sich das gelohnt!

Der Abend noch verdammt jung als Mgla die Bühne betraten. Überhaupt wurde der Einlass auf 18:30 vorgezogen, sodass das Konzert schließlich um 22:30 zu Ende war. Wir haben uns sogar zwischenzeitlich überlegt ob nicht noch eine vierte Band spielt oder gar eine längere Pause dazwischen ist. Aber nein, gegen 21:30 waren sie nun da und gingen exakt eine Stunde später. Grandioser Auftritt, genau so wie ichs mir vorgestellt habe. Ein Auftritt ohne jegliche Ansage, verhüllt in Strümpfen übers Gesicht und eingekleidet in Lederjacken. 9 großartige Songs. Keine Zugabe, was ich sehr schade fand. Hey, wenigstens ein weiterer Song hätte nicht mal die Atmosphäre zerstört. 

War ein sehr entspannter Abend. Freue mich einen bis zwei korrekte Leute kennengelernt zu haben, die sich zumindest auf den ersten Blick korrekt geben. Wer weiß was für Leichen ihr im Keller habt ;D 

Stricher guckt sich "Godzilla II: King of the Monsters" an in Filmwelt Herne am 30.05.2019

SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER

Meine Fresse, wat hab ich mich gefreut, ey. Achja, ich kann selten ganz spoilerfrei schreiben, deswegen ist dieses Review nicht ganz spoilerfrei weil ich selten ganz spoilerfrei schreiben kann.

Es ist die Fortsetzung zu "Godzilla" (2014) und mittlerweile der dritte Film in Legendary Pictures' Monsterverse. Der zweite war "Kong: Skull Island", welchen ich leider immer noch nicht gesehen habe. Aber das werde ich nachholen, definitiv.

Zunächst mal über die menschlichen Protagonisten: Es geht um eine zerrüttete Familie. Emma Russell (Vera Farmiga) und Mark Russell (Kyle Chandler) leben voneinander getrennt und haben eine gemeinsame Tochter namens Maddison (Millie Bobby Brown). Vor einigen Jahren verstarb Maddisons Bruder im Verlauf der Kämpfe zwischen Godzilla und den Mutos. Diese Erfahrung führte zu Trennung. Mittlerweile ist Mark irgendwo draußen in der Wildnis und fotografiert Wolfsrudel während Emma für die Organisation Monarch arbeitet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat sogenannte "Titanen" aufzuspüren. Wir kennen sie ja als Kaijus, aber man nannte sie hier Titanen um keine Verwirrung zu stiften - schließlich heißen sie in "Pacific Rim" halt auch Kaiju. Maddison lebt bei ihrer Mum und kriegt ihre Arbeit hautnah mit. Als nächstes werden die beiden Zeuginnen der Geburt von Mothra. Die Larve schlüpft und fühlt sich direkt danach von ihrer Umgebung bedroht. Außerdem verfügt Emma über ein Gerät namens "Orca". Es simuliert Kaiju-Frequenz und kann so mit den Riesentieren kommunizieren. Der ähm Zufall will es, dass kurz darauf Emma und Maddison gekidnappt werden - und zwar von einem Ökoterroristen namens Alan Jonah (Charles Dance) und seiner Truppe. Dieser möchte die Erde in einen Urzustand versetzen und braucht dafür die Titanen. Das "Orca" ist also perfekt dafür. Der Rest von Monarch sammelt Mark auf und informiert ihn über das Kidnapping. Von nun an ist er mit ihnen unterwegs um seine Tochter und die Ex-Frau zu finden. 

Godzilla hingegen sucht auch etwas. Oder jemanden. Seinen größten Feind, der ihn in der Showa-Reihe, in der Hensei-Reihe als auch in der Millennium-Reihe begegnet ist: Monster Zero, wie er genannt wird und in der Antarktis gefangen ist.  Ich mein, evtl. habt ihr ja den Trailer gesehen und ihr könnt euch schon vorstellen wer damit gemeint ist. Im Grund genommen geht es bei den Kaiju um eine Art Machtkampf um den wahren Thron für den "King of the Monsters".

Zunächst mal die positiven Seiten: Ich erinnere mich nicht mehr allzu gut an den 2014er Godzilla, vor allem weil er dort ganze 8 Minuten zu sehen war und mich die menschliche Geschichte so gut wie gar nicht interessiert hat. Diesmal ist es ein Ticken anders. Meiner Meinung nach sieht man sehr gut, dass diese Menschen in diesem Film zu 1000 % für das Geschehen mitverantwortlich sind. So werden einige Charaktere tatsächlich sympathisch als andere und sie sind einem wenigstens  nicht "egal". Natürlich ist die Storyline a lá "Wir haben der Erde genug geschadet/wir brauchen einen Neuanfang oder einen Resetknopf/Ohmeingottwashabichgetan" überhaupt nicht neu. Aber wenigstens bleibt sie irgendwie in Erinnerung. Irgendjemand hat außerdem bemängelt dass hier entweder zu viel Kaiju-Gekloppe oder zu wenig Kaiju-Gekloppe ist. Ich muss dazu mal sagen, dass wir in einem anderen Zeitalter leben, wo Filme mit Typen in Gummi-Anzügen nicht mehr ganz so Mainstream sind, sodass wir damit leben müssen. Im Vergleich zum ersten Film ist es viel Kaiju-Gekloppe. Im Vergleich zu den 30+ TOHO-Godzilla-Filmen ist es verdammt wenig. Checkt mal eure Prioritäten dies das. Hört auf so viel zu meckern ;) Und jetzt zu den negativen Dingen: Auch wenn die Story schon in Erinnerung bleibt, so ist sie doch voll mit Pathos. Es gibt ja in Filmen immer wieder so ein Element: irgendwas funktioniert technisch nicht und die einzige Chance darauf dass es doch funktioniert ist es manuell zu machen. Das würde aber den sicheren Tod bedeuten. Einer aus der Gruppe steht dann auf und meint "Öh äh ich mach das" und die anderen so "öh ne mach das nüscht ei verbübsch mor finden ne andre lösung" und er dann noch mal so "NÖ ISCH MACH DAS". Und dann macht er das. Stirbt. Und dannn kommt er wieder und sagt "haha, habt ihr mich vermisst". Okay, so krass ist das hier nicht aber ähnlich. Und nachdem so ein ähnlicher Dialog stattgefunden hat, hat irgendjemand hinter mir volle Kanne einen fahren lassen. Ich musste lachen.

Anyways: Ein ziemlich guter Film.

7/10 Pfandflaschen
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Mittwoch, 30. Januar 2019

Happenings der Woche: Dezember'18/Januar'19

05.12.2018: Stricher guckt sich "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" an in CinemaXx Essen

Falls ihr euch für das Review zum ersten Teil interessiert, so klickt hier.

Anyway, der Film setzt logischerweise das fort was der erste Film beendet hat. Nachdem Newt Scamander (Eddie Redmayne) während seiner Eskapaden in New York City die Stadt halb zerlegt hat wurde er vom britischen Zaubereiministerium mit einem Ausreiseverbot belegt. Im Jahre 1927 möchte er einen Ausschluss des Ministeriums bitten, dieses Verbot zu kippen. Als Gegenleistung soll er nach dem geflohenem Verbrecher Gellert Grindelwald (Johnny Depp) suchen als auch nach
Credence Barebone (Ezra "Ich bin Flash aus Justice League" Miller, autistic as fuck) der scheinbar immer noch lebt. Das lehnt er jedoch ab. Kurze Zeit später kriegt er erst Besuch von Albus Dumbledore (lol wtf es ist Jude Law was), der ihm überredet nach Paris zu gehen um dort nach Credence zu suchen. Danach kommen noch die beiden Figuren aus Teil 1 hinzu: der Muggel Jacob Kowalski (Dan Fogler) und seine nun Ehefrau Queenie Goldstein (Alison Sudol). Yada yada yada, Newt macht sich natürlich auf nach Paris, dies das.

Wie im Review zum ersten Teil schon angemerkt, sind meine Harry-Potter-Gene immer noch eingeschlafen. Das hat sich mit diesem Teil auch nicht verändert. Ich fand den Film ziemlich unterhaltsam. Sowohl von der Story als auch von Special Effects her. Als auch von der Tatsache, dass Jude Law Dumbledore spielt. Allerdings verstehe ich warum er so einigen Potterheads nicht gefällt. Unter anderem deshalb, weil der Dresscode der Zauberer so überhaupt kein Sinn macht. Warum sollte man sich nach all den Jahrhunderten Zaubereifickfack plötzlich nicht mehr bunt kleiden. Dazu kommt noch die Tatsache dass in einem HP-Film bereits ein Rückblick gezeigt wurde, welcher ungefähr zum selben Zeitraum spielt und dort ist Dumbledore so zu sehen wie wir ihn kennen: bärtig und lustig. Deswegen: Why? But who cares.

7/10 Pfandflaschen
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29.12.2018: Stricher guckt sich "Aquaman" an in Filmwelt Herne

Das hier ist der wohl mit Abstand beste DCEU-Film bis jetzt, also neben Wonder Woman.

Zuallererst werden uns die Origins von Aquaman erzählt ergo: wie der Fischer Thomas Curry (Temuera Morrison) Atlanna (Nicole Kidman), die Prinzessin von Atlantis gerettet und später mit ihr einen Sohn namens Arthur gezeugt hat. Allerdings wird das in ihrer Heimat nicht grade wohlwollend aufgenommen und sie sieht sich gezwungen zurückzukehren. Ihr Berater Nuidis Vulko (Green
Goblin) wird beauftragt, Arthur in die atlantischen Kampfkünste und alles Mögliche an Fachwissen einzuweihen. Der Rest des Films spielt ein Jahr nach der Invasion von Steppenwolf (siehe Justice League). Arthur (Jason Momoa) rettet ein russisches U-Boot vor einer Invasion von Piraten und überlässt deren Anführer Jessen Kane dem Tod sodass daraufhin sein Sohn David (Yahya Abdul-Mateen II) Rache schwört. Es gibt allerdings noch weitere Gefahren: Arthurs Halbbruder Orm (Patrick Wilson) versucht die Unterwasser-Königreiche zu einem Krieg gegen die Oberwelt zu vereinen....

Es hat, ehrlich gesagt, quasi alles gestimmt. Ein DCEU-Film der nicht unbedingt in die Fußstapfen von Christopher Nolans Dark-Knight-Trilogie treten will und sich deswegen nicht so ernst nimmt. Der allerdings ernst genug bleibt um nicht zu einer Orgie von dämlichen Flachwitzen zu werden. Erinnerte mich rein vom Setting her an "Black Panther", da man es hier auch mit einem versteckten Königreich zu tun hat, dass ebenfalls den Rest der Welt in Sachen Technik (beinahe) übertrifft. Ich finde, so sollte das DCEU weiterlaufen. Auch wenn es wohl ein Universum in Anführungsstrichen werden wird, da man in Zukunft auf Einzelfilme setzen wird. Ich hatte jedenfalls Spaß.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

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12.01.2019: Stricher guckt sich "Spider-Man: A New Universe" an in CinemaXx Essen

Das neue Jahr fing filmtechnisch gesehen schon mal ganz gut an.

"Spider-Man: Into the Spider-Verse", wie der Film im Original heißt ist übrigens der erste Full Length Spider-Man Zeichentrickfilm. Gleichzeitig gehört er weder zum "Marvel Cinematic Universe" oder zum neuen "Sony Marvel Universe" (wie die Verfilmung von "Venom"). Erstmal steht der Film für sich alleine, es sind aber glaube ich Spin-Offs und Fortsetzungen geplant.

In dem Universum in welchem der Film spielt kriegt ein gewisser Miles Morales (Shameik Moore) durch den Biss einer radioaktiven (oder doch genetisch manipulierten?) Spinne dieselben Kräfte wie Spider-Man (Chris Pine). Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Green Goblin (Jorma Taccone), Kingpin (Liev Schreiber) und einem Teilchenbeschleuniger stirbt der hiesige Spider-Man und hinterlässt seine Frau Mary Jane Watson und Tante May. Der eben erwähnte Teilchenbeschleuniger diente aber dazu Kingpins Familie zurückzubringen, die er verloren hat und wofür er die Schuld Spider-Man gibt. Er ist nämlich in der Lage andere Dimensionen zu eröffnen. Und so geschieht das, was geschehen solle. Es tauchen andere Spider-Men/Women/Schweine auf die eigentlich in anderen Welten beheimatet sind. Peter B. Parker (Jake Johnson), der schon graue Haare plus Wampe hat und etwas an sich selbst zweifelt. Gwen Stacy (Hailee Steinfeld), die in ihrem
Universum Spider-Woman ist und Schlagzeug in einer Band spielt. Peter Parker aka Spider-Man Noir (Nicolas Cage) aus einem in den 30er Jahren hängengebliebenem Film-Noir-Universum. Peni Parker (Kimiko Glenn), die mit einer Spinne verbunden ist die im inneren eines Roboters lebt. Und natürlich Peter Porker (John Mulaney) aka Spider-Pig, eine Spinne aus einem Cartoon-Universum die von einem radioaktiven Schwein gebissen wurde. Da sie in Miles' Universum instabil sind und zerfallen werden, wenn sie dort bleiben müssen sie schnellstens in ihre Heimatdimensionen zurück. Dafür müssen sie Teamarbeit leisten und an den Teilchenbeschleuniger kommen.

Ich liebte die "(Edge of) Spider-Verse"-Events und bin schon gespannt wann "Spidergeddon" auf Deutsch rauskommt. Stehe total auf Parallel-Universen-Scheiß. Deswegen ist das auf jeden Fall ein Film für mich. Er ist weder zu harmlos, noch besonders edgy, noch besonders cringy. Die Zeichentricktechnik ist erstmal gewöhnungsbedürftig. Mich haben die verschwommenen Sequenzen gestört. Aber mehr auch nicht. Verdammt gute Unterhaltung sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Definitiv. Und wartet bitte den Abspann ab!

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


URFAUST + THE RUINS OF BEVERAST + KERMANIA am 25.01.2019 in Club Volta, Köln

Meine Fresse, habe ich mich lange, seeeeehr seeeeeeeehr lange auf dieses Konzert. Zu doof, dass ich kurz vorm Ende abgehauen bin, weil ich unbedingt beinahe panikartig diese eine Bahnhaltestelle finden musste. Und dann die falsche fand. Und dann mit 6% akku mit Navi die richtige gesucht hab.
Und dann schon wieder beinahe Panik bekommen hab, weil diese Bahn nicht fuhrt. Und dann festgestellt hab, dass sie unterirdisch und nicht oberirdisch fährt. Heckin Bamboozled. What a ride.

Den Anfang machten Kermania, die ich furchtbar, furchtbar langweilig fand. Deswegen beschloß ich lieber woanders rumzustehen um den Auftritt von weiter ferne anzugucken, damit ich notfalls aufs Klo flüchten kann. Ich fand das einfach furchtbar anstrengend. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, als The Ruins of Beverast angefangen haben zu spielen. Allerdings waren sie zu Beginn für mein Geschmack ziemlich träge. Zum Glück haben sie irgendwann ordentlich nachgelegt und so wurde alles wieder wie damals am 20.10.2017 im Turock. Zumindest bis zum Ende ihres Auftrittes. Wenigstens saß ich nicht mehr müde auf dem Boden rum. Danach dann Urfaust, die ich das allererste Mal live gesehen habe. Ich wusste ehrlich gesagt auch überhaupt nicht, dass die Band aus zwei Leuten besteht. Fand das was ich mir bis dato angehört habe, verdammt noch mal sehr gut. Live wurde es dann noch besser. Ein Schlagzeuger der mich an diesen Dude hier erinnert plus eine BM-Version von Geddy Lee (Rush). Meditatv und monoton. Gesang: irgendwas zwischen einer Oper und den besten Momenten von Varg Vikernes. Wäre ich vor der Bühne eingeschlafen, hätte ich ganz bestimmt wunderschön geträumt. Bin ich aber nicht. Es war großartig.




Sonntag, 31. Dezember 2017

Happenings des Monats: Dezember'17

Stricher guckt sich "Justice League" an im Cinemaxx Essen am 10.12.2017

Okay, ich war sehr gespannt und kam mit etwas gemischten Gefühlen aus dem Kino raus.
Es ist die allererste Kinoverfilmung über die JL und gleichzeitig schon der fünfte Film aus dem "DC Extended Universe". Falls ihr euch über die anderen vier etwas lesen wollt, so guckt in die Sparte "Marathons" rein. Am besten noch mit Strg+F-Suche "DC Extended Universe".

Es ist eine Welt nach dem Tod von Superman, alle trauern. Gleichzeitig taucht auf Themyscira, der Insel der Amazonen, der Bösewicht Steppenwolf auf. Er kommt vom Planeten Apokolips und bringt seine Paradämonen mit. Das ist aber nicht das erste Mal. Vor tausenden von Jahren hat er ebenfalls versucht die Erde zu erobern, wurde aber aufgehalten. Um dauerhaft das Schlimmste zu verhindern wurden drei sogenannte "Mutterboxen" auf der Erde verteilt. Eine ging an die Amazonen, eine an die Atlanter und die dritte an die Menschen. Währenddessen versucht Bruce Wayne (Ben Affleck) alias Batman eine Truppe von Menschen mit Superfähigkeiten zusammenzutrommeln. Er rekurtiert
Wonder Woman alias Diana Prince (Gal Gadot), den introvertieren Barry Allen alias Flash (Ezra Miller). Anschließend versucht er Arthur Curry (Jason Momoa) alias Aquaman zu rekrutieren der ein Fischerdorf beschützt. Und zu guter letzt natürlich Victor Stone (Ray Fisher) alias Cyborg. Soweit, so gut. Jedoch merkt man recht schnell dass sie gegen Steppenwolf nahezu erfolglos sind. Superman muss wieder her.

"Justice Leage" ist definitiv kein schlechter Film. Er reicht perfekt, wenn man auf Action, Explosionen und hin wieder paar "witzige" Sprüche steht. Ich habe mich wirklich keine einzige Sekunde gelangweilt. Allerdings hätte man ruhig mit dem Film warten können und stattdessen ein paar Einzelfilme mit Flash, Aquaman, Cyborg etc. machen können. So wirken die Charaktere nur so halb ausgereift. Meine Meinung. Dennoch: Unterhaltsam auf jeden Fall. Ein Pokal kriegt der Film nicht.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


Stricher guckt sich einen Vortrag von Mithu Sanyal an im AZ Mülheim am 20.12.2017

Okay.. Ich bin hingegangen weil es was zu essen gab.

Bin geblieben wegen Cringe.

Mithu Sanyal (of Tageszeitung and Missy Magazine fame) hat einen Vortrag gehalten. Das Thema war "Migration und Sexismus". Thematisiert wurden desöfteren die Übergriffe auf der Domplatte in Köln am Silvester vor zwei Jahren. Frau Sanyal hat einige gute Kritikpunkte gebracht. Unter anderem an Alice Schwarzer die ihrer Meinung zu folge ein Buch ohne gute Quellen rausgebracht, zu dem Thema. Es gab auch Kritik an der rassistischen Berichterstattung, die ich ebenfalls richtig fand. Und trotzdem als es die Möglichkeit gab, anzusprechen dass in muslimischen Communities definitiv Probleme sich ergeben haben und dass man wenn sexualisierte Gewalt mit islamischer Ideologie begründet auch ruhig mal das Maul aufmachen könnte kam exakt nichts. Stattdessen kritisierte man (wenigstens sachlich) Ahmad Mansour, der eben diese Probleme (u.a. bei muslimischen Jugendlichen) auch angesprochen hat. Als Frau Sanyal von einem Zuschauer darauf angesprochen wurde, dass man bei all der populistischen Masche die die AfD und Konsorten gebracht haben, trotzdem sachlich und korrekt den Islam kritisieren könnte, der bei einigen der Täter für ihr Weltbild zuständig ist hieß es: Nö. Mach ich nicht. Ich bin keine Muslima also mach ich das nicht. Seriously, alter. Fuck your Sprechort-shit. Der Islam ist eine Religion und keine Hautfarbe also darf sie auch genauso wie eine Religion/Ideologie kritisiert werden. Der Rest des Vortrags war so offensichtlich und klar, es war beinahe Preaching to the converted. Die Sprechort-Scheiße war die Kirsche auf der Kackhaufen-Sahnetorte. Damit ist NICHTS gewonnen. Weder lernt die Linke dabei den Islam vernünftig zu kritisieren, noch hilft man damit radikalen Muslimen ihre Ideologie zu hinterfragen, noch hilft man den Opfern des Islam. Man erreicht damit gar nichts. Null. Nada. Nitschego.


Stricher guckt sich "Star Wars Episode VIII: Die letzten Jedi" an in Filmwelt Herne am 30.12.2017

Mh.

Okay. Es gibt mehrere Handlungsstränge im Film. Es geht darum dass Rey (Daisy Ridley) den im Exil lebenden Luke Skywalker (Mark Hamill) entdeckt hat und ihn versucht für den Widerstand gegen die erste Ordnung anzuwerben. Luke sagt allerdings eher "Meh, kein Bock" und möchte schlicht und einfach nicht. Erstmal. Gleichzeitig geht es um die Verbindung von ihr und Ben Solo alias Kylo Ren (Adam Driver). Womit es auf sich wirklich hat, kann man immer noch nur raten oder vermuten. Womit der Widerstand zu tun hat? Nun, nachdem der letzte Rebellenstützpunkt vernichtet wurde, sind die Rebellen auf der Flucht. Jedoch schafft es Poe Dameron (Oscar Isaac) zusammen mit
seiner Flotte an Bombern ein Schlachtschiff zu zerstören, mit erheblichen Verlusten. Die Flucht in den Hyperraum gelingt ebenfalls. Schnell stellt sich aber heraus, dass die Neue Ordnung die Rebellenschiffe selbst im Hyperraum verfolgen kann. Dumm nur dass den Rebellen grade der Treibstoff ausgeht. Was also tun?

Okay. Also das Beste zu Anfang. Die Musik ist klasse, die Aufmachung ist generell klasse, der Style der Uniformen, der Raumschiffe, der Planeten (besonders der Salzplanet huiii) ist ebenfalls klasse. Oh und die Tiere sind natürlich auch super. Die witzigen Momente sind in der Tat witzig. Aber hier hörts auf und wird merkwürdig. Denn man merkt sehr wohl wie krass das hier aufs jüngere Publikum zugeschnitten ist. Ich habe noch nie so viel bei einem Star-Wars-Film gelacht. Aber irgendwann bemerkte ich dass die ganzen Blödeleien irgendwie diese komische Lücke im Film kitten sollen. Diese überdimensionale Lücke, die für mich gar keinen Sinn macht. Wieso zur Hölle sagt man seiner Besatzung nicht wenn man einen....ach vergesst es, ich will nicht spoilern. Außerdem: Wieso muss ich alles selber nachgucken? Bringt es die Filmemacher um wenn man sich 2-3 Sekunden Zeit nimmt die Dinger tatsächlich "Porges" zu nennen? Und wie heißt der Charakter von Benicio Del Toro (der im schlechten Licht übrigens Brad Pitt ähnelte)? Wer zur hölle ist das? Oder hab ich was verpasst. Sicher, ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten. Aber das ist auch der erste Star Wars Film, bei welchem ich mir irgendwann gedacht hab "Verdammte Scheiße wann ist dieser Kackfilm denn endlich zu Ende? Was soll diese unerträgliche Spannung? WTF?"

Ich bin definitiv kein Feind der neuen Trilogie. Mochte die beiden neuen Filme auf jeden Fall. Aber das hier ist bis jetzt der schwächste Teil.

6,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 31. August 2017

Happenings des Monats: Juli/August'17

Stricher guckt sich "Wonder Woman" am im Open Air Kino der Moritz Fiege Brauerei am 30.7.2017 in Bochum


Yes, finally. Und diesmal sogar Open Air und kostenlos.

Der Film dient als ein einziger riesiger Rückblick. Nachdem Diana Prince alias Wonder Woman (Gal Gadot), die als Kuratorin im französischen Museum Louvre arbeitet von Bruce Wayne alias Batman ein uraltes Foto plus Armbanduhr geschickt kriegt, wird dem Zuschauer gezeigt was denn alles dahinter steckt. In Wirklichkeit ist Diana nämlich eine Göttin die von der Paradiesinsel Themyscira stammt. Ihr Vater ist niemand geringeres als Zeus. Kurz vorm Ende des Ersten Weltkrieges machen die auf der Insel lebenden Amazonen die unfreiwillige Bekanntschaft mit einem britischen Spion
namens Steve Trevor (Chris Pine). Dieser hat das Notizbuch einer gefährlichen Wissenschaftlerin namens Isabel Maru (Elena Anaya) gestohlen, die für die Herstellung eines hochgradigen Giftes verantwortlich ist und den Lauf des Krieges verändern könnte. Die Amazonen hingegen sind Hüter eines Gotttöters, eines Schwertes welches Ares den Kriegsgott zerstören kann. Yada yada yada, Diana ist überzeugt dass Ares hinter den Grauen des Ersten Weltkrieges steht und beschließt mit Trevor in die große weite Welt aufzubrechen um ihn aufzuhalten. Leider ist da draußen nicht alles so paradiesisch wie auf Themyscira.

Es gab ja schon bööööhse Aussagen über den Film. Sei es jetzt aus irgendeinen dummdämlichen, wendehalsigen Alt-Right-Lager, das behauptet hat der Film wäre kulturmarxistisch (lol) weil es reine Frauenvorstellungen gab (in welche auch nur Frauen rein durften) – und die den Film garantiert abgefeiert hätten wenn irgendjemand aus der Trump Familie ihn gut finden würde. Aber auch gleichzeitig aus den Reihen der „progressiven“ Linken in den USA, die ihn als zionistisch und kriegstreiberisch bezeichnet haben, alleine weil Gal Gadot Wonder Woman spielt, die schon mal in der Israelischen Verteidigungsarmee gedient hat. Ich handhabe das so wie immer. Es ist mir scheißegal. Dieser Film wirkt nicht wie ein „weiterer“ Film aus dem DC Extended Universe sondern viel eher wie ein Autorenfilm. Ein Werk, dass für sich steht. Er sticht sehr gut hervor und wirkt weder besonders künstlich noch aufgesetzt. Stattdessen gibt es reichlich Action, Special Effects und dumme Witze an richtigen Stellen sodass sie nicht dumm wirken. Herrlich.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


Stricher guckt sich "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" an im UCI Kino in Bochum am 19.8.2017

Basierend auf dem Comic "Valérian et Laureline". Einer der beiden Schöpfer, Jean-Claude Mezieres hat zusammen mit Jean Giraud das Design für Luc Bessons Klassiker "Das fünfte Element" entwickelt. Nun ist es Besson der seinen Comic auf die Leinwand gebracht hat. Die Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen.

Die Geschichte spielt sich im 28. Jahrhundert ab. Die Menschheit hat sich nicht nur untereinander im Weltraum gründlich vernetzt sondern mittlerweile Kontakt zu anderen Völkern der Galaxis bzw. verschiedener Galaxien hergestellt. Die Raumstation Alpha wird zur größten überhaupt und von Astronauten aller möglichen Planeten bewohnt, außerdem wird ein erhebliches Maß an
Informationen dort gelagert. Major Valerian (Dane DeHaan) und seine Partnerin Sergeant Laureline (Cara Delevigne) sind Agenten der äh "Regierung der Menschlichen Territorien" und sorgen für Recht und Ordnung im ganzen Universum. Ihr neuester Auftrag: Auf dem Planeten Kyrion nach einem "Transmutator" vom Planeten Mül suchen, was auch immer das sein soll - das weiß der Zuschauer vorerst nicht.

Ne, ich hatte keinen Bock zu spoilern. Um mich mal kurz zu fassen: Fantastische Bilder, gute jedoch relativ durchschnittliche Story die allerdings von einer völlig überflüssigen Romanze etwas verwässert wird. Habe mich wegen des Designs nicht nur an "Das fünfte Element" sondern auch an "Avatar" erinnert gefühlt. Kann mich nicht beschweren, man hätte es aber auch ein Ticken besser machen können.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


KAZ Open Air an am 26.08.2017 in Herne

Ich bin da nur hingegangen, weil ich a) Egotronic sehen wollte, b) keine Lust hatte schon wieder dieselben vier Wände zu sehen und c) NICHT weil ich unbedingt unter Leute wollte. Wobei das auch schon eine interessante Erfahrung war. Grüße an den Typen im "Be as gay as possible"-T-Shirt. Ja, mir gehts gut, ja ich gucke immer so.

Jedenfalls war ich nun dort. Mein erstes Mal auf einem Konzert in meiner Wahlheimat (seit drei Jahren) Herne. Es handelte sich dabei um das KAZ Open Air. KAZ steht für KulturAlternatives Zentrum (oder so) und ist eine Art Zusammenschluß von mehreren kulturellen Verbünden die für mehr Subkultur in Herne sorgen wollen (oder so). Mich hat es einen Scheiß interessiert wer sonst gespielt hat - diese nervigen Alpha Boys (okay, die Coversongs waren ganz gut) mit ihren Ska (?) waren....ziemlich nervig. Ist das eigentlich dieselbe Band wie Alpha Boy School damals? Warum
haben die solge gebraucht? Jesus fuck.

Naja jedenfalls kamen sie irgendwann auf die Bühne. Der alte Mann mit den grauen Haaren und seine Truppe. Ich muss ganz ehrlich sagen - es ist immer noch etwas komisch sie auf einer großen Bühne mit Instrumenten zu sehen. Ich könnte mir in den Arsch beißen, als ich diese Mini-Lo-Fi-Tour verpasst hab. Argh. Einer der weiteren Gründe, dahinzugehen war folgender: Es war mein zehnjähriges Egotronic-Live-Jubiläum. Das erste Mal habe ich sie nämlich ca. 2007 auf dem Würzburger Umsonst und Draußen Festival gesehen. Diese Band "begleitet" mich also seit zehn Jahren. Sie überdauerten meinen Umzug, meine Jobwechsel, meine Haarpracht als auch 2-4 gescheiterte Beziehungen. Und natürlich meinen politischen Wandel. Doch ich schweife ab.

Sie waren wie immer großartig. Ich kenne die neuen Texte zwar nicht, dafür umso mehr die alten. Und dann geh ich auch wirklich ab. Bei "Von nichts gewuszt", "Die richtige Einstellung", "Rannte der Sonne hinterher", "Pilze" oder dem großartigen Superpunk-Cover "Die Bismarck" dass diesmal auf "Die C-Star" umgemünzt wurde. Sehr witzige Anekdoten, worüber dann auch wahrscheinlich die Leute vom Bierschinken-Zine schreiben würden. Hab die nämlich sofort erkannt.

Immer noch gerne wieder.

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