Justice League: Crisis on Infinite Earths – Part Two (2024)
Um nachzulesen, was im ersten Teil geschehen ist, klickt hier. Der zweite Teil beschäftigt sich wesentlich mehr mit den Hintergrundgeschichten einzelner Charaktere, vergisst aber nicht die eigentliche Handlung ebenfalls voranzutreiben. So erfahren wir, dass der von Harbinger (die sich am Ende des ersten Teils als Supergirl herausgestellt) rekrutierte Bösewicht Psycho Pirate in der Vergangenheit versucht hat, mehrere Erden zu "übernehmen". Seine Fähigkeit, Menschen psychisch zu manipulieren wird von der Gruppe der Superhelden, die hier versuchen das Multiversum zu retten, benutzt um die Bevölkerung nicht in Panik geraten zu lassen. Wir erfahren auch, wie es dazu kam, dass Supergirl Harbinger wurde. Einst, als ihre Rettungskapsel das brennende Krypton verlassen hat, entdeckte sie der Monitor und nahm sie, zunächst widerwillig, auf. Supergirl aka Kara Zor-El verlor ihr Gedächtnis und hat erst später durch die gespeicherten Informationen in der Rettungskapsel
rausgefunden, dass ihr Heimatplanet zerstört wurde. Der Monitor, der ein beobachtendes Wesen ist, hat dies geschehen lassen. Außerdem kriegen wir mit, wie die Justice League in drei Teams auf drei verschiedenen Erden versucht gegen die Anti-Materie-Wellen anzukämpfen. Es hat sich nämlich rausgestellt, dass es mehrere Wellen sind und die erste nicht die letzte war. Auf verschiedenen Erden installieren sie eine Art antennenartige Türme, die die Wellen neutralisieren sollen. Es kommt zu einer Teambildung mit Batman (Erde-1), Dick Grayson aka Robin und Huntress (beide Erde-2), Batman aus der Zukunft und Batwing die gemeinsam gegen Joker, Solomon Grundy und Killer Croc kämpfen - diese versuchen wiederum eins der Türme zu zerstören. Wonder Woman ist in einem anderen Team auf der Insel Themyscira (wiederum auf einer anderen Erde) und lernt dort eine Alternativversion ihrer Adoptivmutter kennen. Der Psycho Pirate wurde von einem Wesen namens Anti-Monitor korrumpiert, der ihn die ultimative Macht verspricht - wenn er den Monitor verrät.
Ein weiterer Film aus der Reihe, der sich sowohl ziemlich genau an die Comicvorlage hält, allerdings auch einige neuen Sachen miteinbringt. Künstlerische Freiheiten, quasi. Harbinger war nämlich niemals Supergirl und einige Superhelden und Superheldinnen die hier vorkommen, haben in der Comicvorlage noch gar nicht existiert. Es wäre aber eine Schande, sie nicht einzubringen. Ich meine so jemanden wie Batman Beyond, Huntress oder John Constantine. Natürlich kommen hier auch noch einige vor, die keine Sprechauftritte haben. Soll heißen, dass sie irgendwie im Hintergrund zu sehen sind, aber kein Wort sagen. Da muss ich sagen, dass man vllt. etwas mehr in den Film hätte investieren oder diese Filler-Charaktere einfach weg lassen können. Andererseits wirkt die Kulisse sonst wahrscheinlich ziemlich leer. Ansonsten kann ich nicht meckern. Großartige Story, die im dreiteiligen Filmformat sich ordentlich Zeit lässt und nicht zu hastig erzählt wirkt. Dieser Teil fokussiert sich, wie schon gesagt, auf zwei Hintergrundstories ohne allerdings die Haupthandlung zu vergessen. So schafft man es, dass eine große Story nicht bloß in 1,5 Stunden gequetscht wird. Mal gucken, wie es weiter geht.
8/10 Pfandflaschen
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Justice League: Crisis on Infinite Earths – Part Three (2024)
Nun sind wir also am Ende angekommen und es kann nicht mehr Meta werden als es schon ist.
Im dritten Teil der Reihe kriegen wir die Folgen des (versehentlichen) Mordes am Monitor mit. Richtig gelesen. Supergirl hat ihn umgebracht - wurde aber währenddessen vom Psycho Pirate manipuliert (ähnlich wie andere Superhelden die plötzlich gegeneinander gekämpft haben). Während er starb transportierte sich seine gesamte Energie in den Satelliten (der immer noch als Stützpunkt für die verschiedenen Teams dient). So konnte die zusammengewürfelte Justice League mehrere Welten (und ihre Sonnen) in eine Art Zwischendimension transportieren. Diese wird "The Bleed" genannt. Hier existieren nun mehrere überlebende Welten weiter und die Menschen werden mit allem nötigen versorgt. Oder zumindest versucht man es. Der Anti-Monitor hat es bis jetzt nicht geschafft in diese Dimension vorzudringen. Es gibt aber auch einen Nachteil. Dadurch dass alles gleichzeitig in einer
Dimension existiert, überlappen sich die Welten. Und so kommt es dazu dass US-Soldaten aus dem 2. Weltkrieg und Dinosaurier auf einer Erde landen während anderswo Batman und seine Sidekicks gegen Nazis kämpfen die allerlei Sachen aus dem Arkham Asylum stibitzt haben. Als Batman unter Scarecrows Angsttoxin leiden muss, erinnert er sich plötzlich an ein Ereignis aus dem Film "Justice League: Warworld". Er realisiert, dass der alte Mann welchen er auf einer der drei Welten traf niemand war als eine ältere Version von Flash, die ihm sagte dass er "zurück an den Anfang" muss. So stellt Batman fest, dass die Lösung für das "Problem" mit dem Multiversum ist, alles zu "resetten".
Ich glaube, ich habe alles gut genug umschrieben, ohne irgendwie zu spoilern. Nun gut, jedenfalls ist die Saga zu Ende als auch eine Reihe an DC-Filmen (das "Tomorrowverse"). Ich habe keine Ahnung, inwiefern es noch weitere Justice-League-Animationsfilme geben wird - aber ich denke schon. The ride never ends und so. Im Grunde genommen ist das hier nicht nur eine Umsetzung einer großartigen Comicreihe, die dafür da war alles für neue Leser zugänglicher zu machen. Nein, es ist gleichzeitig der Versuch das gleiche umzusetzen, nämlich ein Reset. Und natürlich auch ein Move um ewige Nostalgiker zu befriedigen, damit die mit dem Finger auf dem Fernseher zeigen können und "OH!" rufen können. Wir begegnen hier mehreren Universen, die dem gemeinen DC-Fan definitiv nicht fremd sind. Das DCAU (das mit dem kantigen Gesichtern) bspw., das "Super Friends"-Universum oder die Welt von "Teen Titans Go!". Natürlich in den ursprünglichen Zeichenstilen. Das Ende hat für mich was von "Joa wir sehen uns alle irgendwann wieder". Wie bei diesem Cartoon-Film gegen Drogen aus den 1990ern als Disney und Warner Bros. und hastenichtgesehenwersonstnoch aufeinander getroffen sind um Kindern beizubringen dass Drogen scheiße sind. Aber gut, es ist wie es ist. Ein großartiges Stück Nostalgie ohne zu viel Nostalgie zu sein. In erster Linie einfach eine echt gute Comicverfilmung.
Hallo und herzlich willkommen zum nächsten Teil der "Justice League Double Feature"-Reviewreihe. Hier ist Teil 5. Tatsächlich sind in der Zwischenzeit einige neue Filme rausgekommen und naja, ich kann wohl nicht anders. Here we go again.
14. Justice League x RWBY: Super Heroes & Huntsmen, Part One (2023)
Der nächste JL-Film ist tatsächlich eine Comicverfilmung (wer hätte das gedacht?). Allerdings von einem Crossover mit RWBY, einer Animeserie. Es ist ein Zweiteiler, den es auch als Gesamtausgabe zu sehen gibt. Ich hätte allerdings die Gesamtausgabe nicht ausgehalten, deswegen habe ich mir erstmal den ersten Teil reingezogen. Holy moly.
Die RWBY, das sind Ruby Rose (Lindsay Jones), Weiss Schnee (Kara Eberle), Blake Belladona (Arryn Zech) und Yang Xiao Long (Barbara Dunkelman). Es handelt sich dabei um vier Jugendliche, die auf der fiktiven Welt von Remnant leben und dort trainieren um "Jäger" bzw. "Jägerinnen" zu werden um ihre Welt vor sogenannten "Grimm" (so großen Monstern) zu beschützen. Auf dieser Welt gibt es lauter Furries Menschen mit Tiereigenschaften, eine große Schule die eben diese Jäger und Jägerinnen ausbildet und noch viel viel mehr. Jedenfalls landet durch puren Zufall Superman (Chandler Riggs) dort - allerdings in Gestalt eines Teenagers. Mitten im Kampf, einfach so. Nach und nach stellt man fest,
dass auch andere Helden der JL ebenfalls dort gelandet sind. Bruce Wayne aka Batman (Nat Wolff) verfügt nun über Flügel, Green Lantern Jessica Cruz (Jeannie Tirado) hat ihren Ring verloren, Mari McCabe aka Vixen (Ozioma Akagha) hat nun einen tierischen Schwanz und äh Diana/Wonder Woman (Natalie Alyn Lind), Cyborg Victor Stone (Tru Valentino) und Flash aka Barry Allen (David Errigo Jr.) sind auch da. Gemeinsam gähn schmieden sie ein Team-Up mit RWBY um äh dann festzustellen, dass diese Welt scheinbar nur eine Illusion ist. Es ist eine digitale Simulation vom Remnant und irgendjemand hat beide Teams zusammengebracht, mit welchem Zweck auch immer.
Aufgrund des Posters habe ich irgendwas anderes erwartet. Dachte mir, dass die RWBY-Charaktere im Anime-Style gezeichnet sind, der Rest aber nicht. Doch weit gefehlt. Es ist ein CGI-Anime, die Bewegungen sind höllisch unnatürlich, die Charaktere einfach potthässlich. Alles fühlt sich an wie ein Videogame mit typischen Gitarrensoundtrack für die Boss-Fights zwischendrin. Und ich meine nicht ein Videospiel für die PS5 oder so, nein nein. Eher für ein Handyspiel, die Werbung wofür man bei seiner Sprachlern-App einfach nicht wegwischen kann. Das wollte ich auch die ganze Zeit tun, als ich den Film gesehen habe. Alles einfach wegwischen. Ich fand das höllisch anspruchslos und darum anstrengend. DC-Superhelden, die zufällig auf einer anderen Welt landen, plötzlich Teenager sind und sich mit einem anderen ungewöhnlichen Team zusammen tun müssen. Dabei ist alles alles andere als ungewöhnlich und einfach nur höllisch generic. Generic plot, generic voice acting, generic animation. Ich verstehe nicht, was man daran irgendwie besonders finden soll. Bruce Wayne als jugendlicher Batman ist dabei mit das allerschlimmste glaube ich. Naja, was soll's. Nächste Woche ist der zweite Film dran. Mal gucken, was dabei für mich rauskommt. Wahrscheinlich nichts gutes.
1/10 Pfandflaschen
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15. Justice League: Warworld (2023)
Wieder einmal greift man auf das Szenario "DC-Helden landen in einer merkwürdigen Parallelwelt" zurück. Diesmal ist es jedoch nicht ganz so einfach.
Wonder Woman Diana Prince (Stana Katic), Batman Bruce Wayne (Jensen Ackles) und Superman Clark Kent (Darren Criss) finden sich auf drei verschiedenen Welten wieder. Den Anfang macht Wonder Woman die urplötzlich in einer Art Wilder Westen Simulation ist und dort gegen Jonah Hex kämpft. Der Revolverheld ist dort tatsächlich ein Bösewicht (im Gegensatz zu sonst) und unterdrückt die hiesige Bevölkerung die sich geweigert hat irgendwelches Schutzgeld zu bezahlen. WW stellt sich selbstverständlich auf die Seite der Menschen, die sich in einem zerstörten Gebäude verschanzt haben. Die nächste Episode handelt von Batman der in der Fantasy-Welt von Skartaris als Söldner tätig war, um den Herrscher Warlord auszuschalten. Dieser nimmt Batman jedoch gefangen, damit er ihn als Sklave dient. Batsy überzeugt ihn allerdings, dass er noch von Nutzen sein kann und so reisen sie gemeinsam zu der Festung des Zauberers Deimos (der in dem Szenario Batman beauftragt hat) um ihn das Handwerk zu legen. Batman soll dafür jede Menge Goldmünzen bekommen. In der letzten Episode finden wir uns in einer 1950er Sci-Fi-Noir-Welt wieder. Clark Kent ist ein Agent der zusammen mit seinem Kollegen Faraday einen geheimnisvollen Fall einer UFO-Landung untersucht. Es stellt sich heraus, dass weiße Marsianer auf der Erde gelandet sind und der letzte grüne Marsianer (J'Onn J'Onnz) von ihnen gefangen genommen wurde - dieser ist auch für die Erschaffung der fiktiven Welten verantwortlich. Er wurde von einem Bösewicht namens Mongul dazu gezwungen - folglich wanderten Batman, Superman und Wonder Woman in den fiktiven Wild West/Fantasy/Sci-Fi-Noir Welten umher und kämpften, ohne zu wissen dass das alles Fiktion ist. Alles findet auf einem künstlich erzeugten Planeten namens Warworld statt.
Warworld funktioniert als Episodenfilm doch ganz gut. Allerdings hat man hinterher das Gefühl dass die besagten Episoden doch ein wenig kurz sind und man durchaus mehr draus hätte machen können. Insbesondere Batmans Ausflug nach Skartaris ist richtig cool und ich hätte Bock gehabt zu sehen wie es weiter geht. Es ist alles eine skurrille Mischung aus Italo-Western, Conan like Fantasy und schwarz/weiß Sci-Fi Filmen. Nur um am Ende zu zeigen, dass alles gar nicht echt ist. Tatsächlich wären drei einzelne Filme doch ganz geil gewesen. Mal wieder zeigt sich allerdings, dass wenn die Drehbuchautoren fähig sind, dann funktioniert das. Man kann einen beliebigen Helden in ein beliebiges Szenario packen. Bis es irgendwann zu blöd wird. Jedenfalls ist der Zeichungsstil sehr geil. Ich mag die Rückkehr der kantigen Gesichter. Und im Vergleich zu vorherigen Film ist das hier wirklich große Klasse. Trotzdem hätte man noch mehr draus machen können. Aber ich wiederhole mich.
Und nun sind wir bei dem Sequel zur vorherigen Miniserie angekommen, der vier Jahre nach den Ereignissen spielt. Das wird übrigens im gefühlt jeden vierten oder fünften Panel noch mal bestätigt, was unfassbar nervig ist. Es heißt jedes mal "Four years after G-Day" oder so. Anyway:
Die Handlung spielt vier Jahre nach der letzten (hab ich das schon erwähnt?). Die Task Force X (aka Suicide Squad) unter der Leitung von Amanda Waller und Colonel Shaw hat nun ganz neue Aufgaben bekommen. Die Gruppierung von Bösewichten, die in ihren Hinterköpfen Bomben implantiert haben und nun unter Zwang Drecksarbeit erledigen muss hat eine neue Aufgabe bekommen. Lex Luthor, als Teil der Task Force X, hatte es zur Aufgabe mit der DNA der Titanen (also Godzilla, Kong usw. usf.) zu experimentieren und Tests durchzuführen. Ziel ist, mithilfe der DNA eigene Kaijus zu erschaffen, die die Erde vor der Bedrohung von außen beschützen. Also, injiziert man King Shark das Serum und er wird zunehmend größer. Das alles geschieht allerdings auf einer anderen Erde - nämlich der wo die Kaijus allesamt herkommen, um alles geheim zu halten. Die Justice League, also Superman, Wonder Woman, Flash, Batman usw. kriegen allerdings Wind davon und reisen zum Teil ebenfalls dorthin. Was sie dann mitkriegen ist ein Kampf zwischen einen riesigen Killer Croc und Kong. Was wir als Leser mitkriegen ist der interne Machtkampf in der Task Force X. Amanda Waller wird von Colonel Shaw umgebracht und dieser reist gemeinsam mit Lex Luthor in die Hohlerde um dort die Energiequelle aller Kaijus zu stehlen. Achja: ein riesiger, auf Kaijugröße gewachsener, steroidensuppenmäßiger Superman, zusammen mit Green Lantern Hal Jordan in einem riesigen projezierten Anzug und Godzilla die gemeinsam gegen die drei Köpfe von King Ghidorah kämpfen.
Was soll ich sagen? Es ist nicht viel anders als in der vorherigen Miniserie. Nur, dass es noch eine Stufe mehr bonkers ist. Multidimensionale Reisen. Eine Harley Quinn die sich selbst als Psychiaterin besucht ist wohl das interessanteste an der Reihe. Superman auf Steroiden der zuerst gegen Godzilla und dann gegen King Ghidorah kämpft. Großartig. Die Art und Weise wie King Shark und Killer Croc in Kaiju Form gezeichnet sind ist einfach super hässlich. Es ist mal wieder die typische Art von Crossover-Comic. Es wird gegeneinander, aus Unwissen, gekämpft und dann gemeinsam miteinander gegen einen gemeinsamen Feind. Es ist ehrlich gesagt, ziemlich 08/15, wenn ich ehrlich bin. Aber gut, wenigstens sieht es größtenteils irgendwie gut aus. Naja, außer die Gesichter der Superhelden.
Hallo und herzlich willkommen zum mittlerweile vierten und vorletzten Teil des Justice-League-Thons. Hier gehts zum dritten Teil.
10. Justice League Dark (2017)
Wir befinden uns nach wie vor im selben filmischen Universum wie "Justice League: War" usw.
Diesmal fokussiert man sich allerdings auf eine andere "Superhelden"-Truppe, wobei man sie nicht wirklich so bezeichnen kann. Magier (und Hochstapler) John Constantine hat vor einiger Zeit bei einem Pokerspiel mit ein paar Dämonen ordentlich betrogen. Sein Partner Jason Blood, der gleichzeitig das menschliche Zuhause des Dämons Etrigan (das ist der, der immer in Reimen spricht) ist, fühlte sich gezwungen seine bessere Hälfte freizulassen um mit den Dämonen zu kämpfen. In der Gegenwart: ein mysteriöser finsterer Zauber ergreift Besitz von mehreren Menschen in den USA. Sie fangen plötzlich an Dämonen und andere finstere Viecher zu sehen, wo keine sind. Eine Frau hat deswegen mehrere Menschen totgefahren, ein Familienvater beinahe seine Familie erschossen und eine frisch gewordene Mutter fast ihr Baby vom Dach geworfen. Zum Glück konnten jeweils Wonder Woman, Superman und Batman rechtzeitig eingreifen. Bei einer Sitzung der Justice League erwägt man die Theorie dass für die Vorfälle Magie verantwortlich sein muss. Batman ist zunächst skeptisch doch schon bald tauchen in seinem Anwesen "Constantine"-Schriftzüge auf. Sie sind das Werk von Boston Brand aka Deadman, den Geist eines Akrobaten, der in der Lage ist in anderer Leute Körper einzutauchen. Batman sucht Antworten bei der Illusionistin Zatanna, die daraufhin beschließt sich tatsächlich an Constantine zu wenden. Zusammen mit ihm bildet das Trio eine Art Team, darum auch der Titel des Films lol, was auch noch durch Black Orchid (die menschliche Verkörperung von Constantines House of Mystery) ergänzt wird. Zusammen beschließen sie den Verantwortlichen für den bösen Zauber zu finden.
Ich frag mich manchmal für welches Publikum diese Filme gedacht sind. Hier wird (beinahe) gemordet, geflucht und geraucht. Ab 16 ist der Film ja nicht, jedoch tatsächlich ab 12. Scheinbar haben sich die Zensurvorschriften schon längst verschoben oder so. Keine Ahnung. Ich fands tatsächlich wunderbar abwechslungsreich. Schön mal (wieder) die ganzen Anti-Helden bzw. nicht Supermenschen in Aktion zu sehen. Magie/Untote/Dämonen sind meines Erachtens ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Ich finde auch, dass Batman in diesem Film nicht unbedingt was zu suchen hat. Man hätte ihn einfach komplett weglassen können, aber DC muss ja unbedingt ihren Favoriten hier einsetzen. Kann mich ehrlich gesagt nicht wirklich erinnern, dass in der damaligen ersten Ausgabe von "Justice League Dark" Bruce Wayne zu sehen war. Ich weiß nicht mehr. Fest steht: nicht allzu gruseliger, jedoch verdammt cooler Myster/Action-Film. Mit Superhelden.
8/10 Pfandflaschen Trailer:
11. Justice League vs. The Fatal Five (2019)
Hierbei handelt es sich um einen Film, der ein Teil des DCAU (DC Animated Universe) ist. Dazu gehören die Zeichentrickserien "Batman", "Superman" als auch "Justice League". Folglich ist der Film genauso gestaltet wie die Serien.
Wir befinden uns in der Zukunft des 31. Jahrhunderts. Die Bösewichte Mano, Tharok und Persuader, die der Truppe "The Fatal Five" angehören kämpfen gegen die hiesige Superheldencrew "The Legion of Superheroes", zu der auch Star Boy dazu gehört. Ziel des Angriffes ist die sogenannte "Time Sphere" der Legion. Mit ihrer Hilfe wollen die Fatal Five in die Vergangenheit reisen. Die Legion kann das Schlimmste leider nicht verhindern - Star Boy wird bei der Reise mitgerissen. Die Zeitkapsel landet in Metropolis des 21. Jahrhunderts und Star Boy selbst in Gotham City. Zum Glück konnte er allerdings eine Fall aktivieren sodass die Zeitkapsel verschlossen blieb und Fatal Five nicht rauskommen konnte. Er selbst verliert sein Gedächtnis, nachdem er festgestellt hat dass die Medizin die sein Gehirn stabil und arbeitend halten sollte noch nicht existiert. Nachdem er nackt in einer Apotheke auftaucht, wird er von Batman verfolgt und nach Arkham gebracht, wo er im Laufe der nächsten Monate ein absoluter Musterpatient ist. Die Zeitmaschine hingegen wird von Superman ins HQ der Justice League gebracht wo sie vom Helden/Wissenschaftler Mister Terrific analysiert werden soll. Zehn Monate später: Jessica Cruz ist die neueste Green Lantern des Weltraumbezirks, indem sich unsere Erde befindet. Allerdings fällt es ihr sehr schwer diese neue Rolle auszuleben, weil sie an schweren PTSD leidet. Vor einiger Zeit wurden ihre Freunde von einem Mörder im Wald umgebracht, sie selbst konnte sich grade so retten. Das Aufstehen und Rausgehen aus dem Haus fällt ihr schwer. Trotzdem versucht Wonder Woman immer wieder sie in die Justice League zu rekrutieren. Während Mr. Terrific dabei ist, das Geheimnis der Zeitkapsel zu entschlüsseln befreit er versehentlich die darin gefangenen Superschurken. Sie veranstalten in der Innenstadt von Metropolis ein übles Chaos und werden per Fernsehen übertragen. Die Aufnahmen sieht auch Thomas aka Star Boy in der Arkham Anstalt für psychisch Kranke. Plötzlich macht es klick und es fällt ihm wieder ein, was er in der Vergangenheit macht.
Es hat sich rausgestellt, dass ursprünglich ein anderer Stil für diesen Film geplant war und er auch im anderen DC-Universum angesiedelt sein sollte. Allerdings wollte man nicht dass der Stil mit dem von den "New 52"-Verfilmungen ("Justice League: War" etc.) verwechselt wird und so fiel die Entscheidung aufs DCAU. Es ist schön zu sehen, dass dieses alte Universum immer noch irgendwie fortgeführt wird und in ihm auch die neuesten Charaktere aus den DC-Comics auftauchen. Jessica Cruz war nämlich in den 90ern noch inexistent. Die Cartoon-Gewalt wirkt hier nicht erzwungen "realistisch" sondern tatsächlich cartoonesk. Man schafft, wie schon in den anderen DCAU-Cartoons eine Art Spagat zwischen (relativ) kinderfreundlich und düster. Allerdings war dieser Film eigentlich, wie gesagt, für ein anderes Universum vorgesehen, sodass er wesentlich erwachsener und schimpfwort-geladener daherkommt. Die Story ist unfassbar cool. Ich steh drauf, wenn Generationen von Superhelden aufeinander treffen. Zeichenstil ist natürlich auch verdammt gut und alles andere als altbacken.
Meines Erachtens ein grandioser Eintrag in diesem Marathon.
Hallo und herzlich willkommen zum mittlerweile dritten und vorvorletzten Teil des Justice-League-Thons. Hier gehts zum zweiten Teil.
8. Justice League: Gods and Monsters (2015)
Dieser Film hat nichts mit den beiden Filmen in der Ausgabe davor zu tun und steht für sich alleine. Gezeichnet im ähnlichen Stil wie einst das "DC Animated Universe". Ich habe ihn auch schon vor Jahren gesehen, als auch die dazugehörige dreiteilige Miniserie, nur hat er es nie auf den Blog geschafft.
Wir befinden uns in einem alternativen Universum. Die Eltern von Kal-El aka Superman haben nicht ihr Kind zur Erde losgeschickt sondern ihre DNA, die im Inkubator auf dem Weg zur Erde zu einem Kind werden soll. Zumindest hatten sie das vor. In letzter Minute intervenierte nämlich General Zod, der Typ der für den Untergang von Krypton verantwortlich ist. Und so verschmolz die DNA von Lana El und ihn. Folglich ist das Superkind was auf die Erde gekommen ist, ein anderes. Sein Name ist Hernan Guerra. Es wurde außerdem von mexikanischen Gastarbeitern gefunden. Dr. Kurt Längstrom, auch bekannt als Man-Bat, hat mit Fledermäusen experimentiert und wurde irgendwann auch zum Vampir. Nun ist er als Batman unterwegs. Bekka, die dritte im Bunde ist Wonder Woman: Ursprünglich eine New God vom Planeten New Genesis, die einen Thronfolger vom Planeten Apokolips heiraten sollte. Die drei bilden die hiesige Justice League. In letzter Zeit sind mehrere Morde passiert. Irgendwelche flüssig-harten Gestalten haben es auf führende Wissenschaftler abgesehen. Alle Spuren deuten auf die Justice League hin. Doch auch wenn die drei Superhelden alles andere als perfekt erscheinen würden sie sowas doch nicht machen. Es scheint so als würde jemand absichtlich die Spur zu ihnen lenken damit die Gesellschaft und die Regierung sich von ihren Helden abwendet.
Ein grandioser Ausblick auf ein Paralleluniversum. Wir haben keine "bösen" Versionen von den Superhelden, keine Anti-Helden in dem Sinn sondern einfach eine "nicht perfekte" Variante. Der Batman dreht Verbrechern den Hals um oder trinkt ihr Blut, Superman hat eindeutig einen Gottkomplex und Wonder Woman scheint etwas zu sehr eine Schwäche für Männer zu haben. Die drei wirken leicht abgehoben und zynisch, doch sie sind und bleiben Helden für ihre Erde. Fragt sich nur was sie als nächstes machen würden - wie vielleicht zum Wohl der Menschheit einfachh diese erobern und unterwerfen? I don't know. Jedenfalls ist der Film eine willkommene Abwechslung. Ein finsteres, zynisches Werk, eher an Publikum ü12 gedacht als an Kinder. Gleichzeitig schafft man es nicht zu edgy zu sein um des Edgyseins wegen. Das sieht man selten!
8/10 Pfandflaschen
Trailer:
9. Justice League vs. Teen Titans (2016)
Dieser Film ist Teil eines weiteren Mini-Universums innerhalb dieser Ficktonne an animierten DC-Filmen. Dieses wird "DC Animated Movie Universe" genannt und dazu gehören auch die schon von mir reviewten Streifen "Justice League: War" oder "Son of Batman".
Damian Wayne aka Robin hat es grade nicht leicht. Bei einem Angriff der Legion of Doom auf das HQ der Justice League, die Hall of Justice, hat er es geschafft einen beinahe-Kamikaze-Gegenangriff auf den Weather Wizard auszuführen. Insgesamt sind 3 Kilotonnen Sprengstoff explodiert. Die Legion hat nämlich ohne Grund das HQ angegriffen und daraufhin wurde WW scheinbar von einem Dämon besessen der sich als mehr als gefährlich herausgestellt hat. Das Flugzeug konnte ihn stoppen. Allerdings wurde Damian direkt darauf von seinem Vater, Bruce Wayne aka Batman getadelt weil er sich nicht teamfähig verhalten kann. Daraufhin beschließt man ihn in die Obhut einer weiteren Superheldentruppe zu übergeben: den Teen Titans bestehend aus Starfire, Blue Beetle, Raven und Beast Boy. Bereits zu Beginn zeigt sich Damian als Einzelgänger und liefert sich einen Kampf mit Blue Beetle währenddessen sein lebendiger Panzer wehrfähig zeigt und Damian mit Strahlen verbrennt. Raven muss all ihre Kraft aufopfern um sein Leben zu retten. Wir erfahren, dass Raven ihre magischen Kräfte durch die Symbiosis ihre menschlichen Mutter und ihre Vaters, des Dämon Trigon erhalten hat. Nun, versucht Trigon auf die Erde zurückzukehren und sie sich untertan zu machen. Dafür nimmt er Besitz von den Körpern der Mitglieder der Justice League. Nun müssen die Teen Titans gegen die Justice League kämpfen, außer natürlich gegen Batman weil er sich mit einem Nervengift ausgeknockt hat damit der Dämon seinen Körper nicht besessen kann.
Wenn ihr mich so fragt, war das unfassbar lahm. Es ist eine typische Masche: Wir stellen ein "vs." in den Titel obwohl die beiden Parteien im Film gar nicht so wirklich gegeneinander kämpfen. Also schon, aber nur für eine kurze Zeit. Es geht viel um Teambildung, Damian lernt viel neues, die Kampfsequenzen sind cool. Die Story ist aber wirklich sehr vorhersehbar und macht den Film nicht grade spannend. Ich halte den Film im Grunde genommen für sehr austauschbar.
Hallo und herzlich willkommen zur Fortsetzung des nicht so großen Justice-League-Marathons. Es wird insgesamt noch drei weitere Ausgaben geben. Zur letzten Ausgabe gelangt ihr hier. Weiter gehts:
6. Justice League: War (2014)
"Justice League: War" ist sozusagen die direkte Umsetzung, der drei Jahre davor entstandenen neuen Origin-Story der JL. Damals hat DC alle seine Titel neu gestartet unter dem Motto "New 52". Es waren nämlich 52 Reihen, die einen Neustart bekommen haben. Der Auslöser für den Neustart war das Event "Flashpoint" wozu es auch schon einen Film gab, siehe letzter Teil des Marathons.
Gotham City erlebt eine Reihe von Entführungen. Dahinter stehen die Paradämonen, Soldaten des finsteren Herrschers Darkseid der auf dem Planeten Apokolips immer Pläne schmiedet um andere Welten zu unterwerfen. Green Lantern, der für unser gesamtes Universum den Weltraumpolizisten spielt erwischt solch einen Paradämon bei einer versuchten Entführung. Dabei wird er beinahe umgebracht und grade mal so von Batman gerettet. Gemeinsam jagen sie den Paradämon in die Kanalisation wo das Wesen eine sogenannte Motherbox, die u.a. explodieren kann startet. GL geht beinahe drauf, weil er nicht erkennt dass der Paradämon ihn und Batman in eine Falle gelockt hat. Sie beschließen Superman um Hilfe zu fragen - dummerweise denkt dieser dass die beiden mit den Paradämonen zusammen arbeiten und kämpft gegen sie. Eine weitere solche Motherbox befindet sich in den STAR-Labs wo unter anderen Flash ständig zu Gast ist. Untersucht wird sie vom Wissenschaftler Silas Stone, der keine Zeit hat um seinen Sohn Victor Stone beim Footballspiel zuzugucken. Anderswo: Wonder Woman und ihr Begleiter Steve Trevor wollen sich mit offiziellen Köpfen des Staates im Weißen Haus treffen. Leider wird die Limousine von einem Haufen Demonstranten aufgehalten, die etwas gegen Wesen mit Superkräften haben. Wieder woanders: der junge Waise Billy Batson kriegt ein neues Zuhause, doch seine neue Familie weiß nicht dass er Superkräfte hat und sich immer wieder in den Superhelden Shazam! verwandeln kann. Es dauert nicht lange, da startet Darkseid einen Angriff. Ziel ist so viele Lebewesen von der Erde wie nur geht einzusammeln, aus ihnen Paradämonen für den weiteren Kampf machen und sich unsere Welt untertan zu machen. Nach und nach kommt es zur Bildung einer Art Teams. Wonder Woman, Green Lantern, Batman, Flash, Superman, Shazam! und der durch einen Unfall zum Cyborg verwandelte Victor Stone kämpfen gegen Darkseid und seine Handlanger.
Im Großen und Ganzen ist das hier... in Ordnung. Es ist im Grunde genommen derselbe Stoff der für die Version von "Justice League" die damals ins Kino kam verwendet wurde. Eine stinknormale Origin-Story eines Superheldenteams, dass langsam zusammenwächst sich zu Beginn aber nicht so richtig riechen kann. Ich finde die Story insgesamt in Ordnung, die Actionsegmente sowieso. Verdammt gut gezeichnet ist der Film auch. Allerdings sind die Designs der Charaktere teils schrecklich. Batman, Superman und Shazam! sehen einfach gleich aus. Und hässlich. Ich kann sie kaum voneinander unterscheiden, bis auf die Kostüme.
7/10 Pfandflaschen Trailer:
7. Justice League: Throne of Atlantis (2015)
Der Film spielt quasi beinahe direkt nach den Ereignissen in "Justice League: War".
Die gesamte Besatzung des US-U-Bootes "California" wird von Unbekannten angegriffen und umgebracht. Cyborg wird direkt beauftragt sich dem Fall näher anzusehen und findet auf dem zerstörten U-Boot heraus, dass die Sprengköpfe fehlen. Später untersucht die gesamte Justice League das U-Boot genauer und Wonder Woman stellt fest, dass die Täter Wesen aus Atlantis sein müssen - die sogenannten Trench. Währenddessen im Königreich Atlantis: Prince Orma trifft sich zusammen mit Black Manta (der spätere Gegner Aquamans) mit Königin Atlanna um die Folgen des Todes vom König zu besprechen. Dieser ist während des Angriffs von Darkseid auf die Erde verstorben. Orm beschuldigt die "Surface Dwellers" (also uns) Schuld daran zu sein, während die Königin Darkseid die Schuld gibt. Atlanna gibt ihrer Vertrauten Mera einen Auftrag: Sie soll ihren Sohn Arthur Curry finden, den Atlanna einst auf der Oberfläche gebärt hat, nachdem sie ein Verhältnis mit einem Mensch hatte. Er wäre der wahre Nachfolger vom König, jedoch Halb-Atlanter mit übermenschlichen Fähigkeiten. Black Manta und Orm hingegen haben anderes vor. Die geklaute Sprengköpfe werden von Black Manta benutzt um einen eigens durchgeführten Angriff auf Atlantis den Menschen in die Schuhe zu schieben. Orm versucht die Bevölkerung kriegsgeil zu machen und bringt anschließend Atlanna um - seine eigene Mutter. Mera versucht Arthur davon zu überzeugen, dass er eine Art Brücke zwischen Menschen und Atlantern bauen kann und einen schlimmen Krieg verhindern kann.
In Grunde genommen ist es eine erweiterte Origin-Story. Schließlich: Was ist denn eine Justice League ohne Aquaman? Es ist ein anderer Aquaman als der in den DC-Filmen oder in den Zeichentrickserien. Der Typ reitet kein riesiges Seepferdchen und hat keine zig Tattoos wie Jason Momoa. Er wirkt ziemlich verbittert über sein Leben, weil er einfach nicht weiß wer er ist. In der Lage mit Krabben zu sprechen und scheinbar unverwundbar was Messerstiche angeht. Eltern weg bzw. tot. Jedoch erzählt der Film viel zu wenig über die Hintergrundgeschichte Aquamans, wobei er eigentlich der Hauptcharakter hier sein sollte. Dabei ist der Film schon mit 72 Minuten ziemlich kurz. Die Story an sich ist gar nicht mal schlecht und nicht grade kompliziert gestaltet. Ein Bösewicht versucht zusammen mit anderen Bösewicht einen Krieg zu entfachen - man versucht das zu verhindern, als Team. Optisch natürlich auch sehr schön anzusehen, bis auf die teils echt grottenhässlichen Gesichter. Es ist nämlich derselbe Stil wie beim vorherigen Film. Anyways: Ich sehe hier etwas verschwendetes Potential. Insgesamt aber tatsächlich genießbar. Wenn auch mit einigen Abstrichen.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Reihe auf diesem Blog. Da ich in der Vergangenheit schon mehrere Ausgaben des BATMARATHON!s geschrieben. In einer der ersten Ausgaben sind auch einige "Justice League"-Zeichentrickfilme kurz reviewt worden. Seit dem Zeitpunkt sind insgesamt neun neue erschienen. Es wird Zeit, dass sie hier auch Reviews bekommen. Der letzte Justice-League-Film der hier vertreten war hieß "Justice League: Doom". Das dazugehörige Review findet ihr hier.
Und weiter geht's.
4. Justice League: The Flashpoint Paradox (2013)
Basierend auf einem Event von DC Comics namens "Flashpoint", dass 2011 das Multiversum des Verlags massiv verändert hat.
Barry Allen aka The Flash (Justin Chambers) besucht das Grab seiner Mutter, als plötzlich ein Einbruch ins Flash-Museum in Central City gemeldet wird. Dort angekommen trifft er auf eine Reihe von Bösewichten: Captain Cold, Mirror Master, Heatwave, Captain Boomerang und The Top. Nachdem er sie besiegt hat, findet er heraus dass sie angeheuert wurden. Und zwar von niemand geringeren als Professor Eobard Thawne aka Professor Zoom aka Reverse Flash. Einen Bösewicht aus dem 25. Jahrhundert, der in der Zeit zurückgereist ist, um Flash zu töten. Zoom nimmt Flash gefangen, kann aber mithilfe der herbeilenden Justice League in Gestalt von Wonder Woman, Superman, Batman, Green Lantern und Aquaman bezwungen werden. Am nächsten Tag ist plötzlich alles anders. Flash wacht auf der Arbeit auf und sieht vor sich einen Computer-Bildschirm, worauf ein Zeitungsartikel über den bevorstehenden Weltuntergang zu lesen ist. In den Nachrichten wird gezeigt wie Captain Cold und Captain Boomerang gegeneinander kämpfen. Er möchte losrennen um die beiden aufzuhalten, doch plötzlich hat er keine Kräfte mehr. Außerdem ist seine Mutter wieder am Leben. Wonder Woman und Aquaman haben die Welt in einen dritten Weltkrieg gestürzt. Cyborg ist von der Regierung beauftragt worden, beide Fraktionen aufzuhalten und versucht nun Batman dafür zu engagieren. Diesen besucht auch Flash in seiner Höhle, doch wird von ihm übelst verprügelt - fürs Eindringen. Es stellt sich heraus, dass dieser Batman nicht Bruce sondern Thomas Wayne ist. Bruces Vater. Irgendjemand hat die Realität verändert. In dieser ist alles schiefgegangen was schiefgehen konnte. Sie muss dringen wiederhergestellt werden.
Ich bin ein riesen Fan von Parallelrealitäten, das wisst ihr. Darum hatte ich einen riesen Spaß mit diesem Film. Wie auch damals mit dem Comic. Es ist eine dezent unangenehme, finstere Realität. Die Helden die wir kennen haben sich, persönlichkeitstechnisch einfach in eine vollkommen andere Richtung entwickelt. Batman ist das beste Beispiel dafür. Außerdem find ichs witzig, wie Flash wie so eine Art Nagel heraussticht. Er ist der einzige, der irgendwie bei Sinnen geblieben ist in der Story. Das Design sagt mir teils nicht ganz zu. Manche Gesichter sind einfach grottenhässlich gezeichnet. Insgesamt aber: Coole Scheiße.
8/10 Pfandflaschen
Trailer:
5. JLA Adventures: Trapped In Time (2014)
Witzigerweise geht es hier auch um eine veränderte Realität. Lex Luthor wird bei einem Kampf mit der Justice League im Eis eingefroren. Mehrere Jahrhunderte (genauer gesagt, 10) besuchen die beiden jungen Helden Dawnstar und Karate Kid ein Museum des 21. Jahrhundert. Dort finden sie Luthor vor, der als eingefrorenes Exponat ausgestellt wird. Aus Versehen tauen sie ihn auf. Der Bösewicht erkundet das Museum, findet heraus dass Superman Clark Kent ist und findet eine Art Zeitmaschine vor. In Gestalt von einer Sanduhr namens Eternity Glass. Er nutzt sie und den darin gefangenen Geist um in der Zeit zurückzureisen und seine Legion of Doom (Bizarro, Solomon Grundy, Toyman, Cheetah, Gorilla Grod, Black Manta) zusammenzutrommeln. Die nächste Aufgabe der Bösewichte ist: In der Zeit zurückzureisen und die Entstehungsgeschichte von Superman zu verändern. Und zwar so, dass der junge Kal-El niemals auf das Ehepaar Kent trifft. So wird Superman nicht zu Superman und die Justice League kann nicht gegründet werden. Doch es ist natürlich nicht alles so einfach wie gedacht und die JL leistet mithilfe von den (ebenfalls in der Zeit zurückgereisten) Dawnstar und Karate Kid Widerstand.
Klint lustig? Ja, isses auch. Ein absolutes Gegenstück zu dem Film davor. Erinnert vom Zeichenstil als auch von der Storyline her an alte "Super Friends"-Cartoons. Wir haben hier die Legion of Doom, zwei Helfer-Teenager, die Hall of Justice.. Fehlt nur noch ein Quoten-Hund á la Scooby Doo - weil die Serie damals von Hannah Barbera produziert wurde. Dauer insgesamt: 52 Minuten. Ich nenn das mal einen typischen Saturday-Morning-Cartoon in beinahe Spielfilmlänge. Höllisch witzig und zum Teil auch einfach dämlich. Aber lustig. Allerdings nicht auf eine "Ab 6 Jahre freigegeben"-Art und Weise. Ich habe mich amüsiert.
So, da wir uns schon mal mit dem ersten Teil dieser Minireihe beschäftigt haben (siehe hier), kommt nun der zweite Teil
4. Young Justice (2010-2013)
Omg, es wurde für dieses Jahr tatsächlich eine dritte Staffel angekündigt. Huiuiuiuiuiui.
Egal. Jedenfalls geht in dieser Serie vordergründig nicht um die uns bekannte Justice League sondern, wie es schon der Titel verrät um die (ehemaligen) Sidekicks der uns bekannten Superhelden. Da wären Aqualad (Sidekick von Aquaman), Robin, Kid Flash, Superboy, Artemis (Schützling von Green Arrow) und Miss Martian (die Nichte des Martian Manhunter). Das Team ist definitiv nicht zu verwechseln mit den Teen Titans. Storytechnisch als auch designtechnisch unterscheidet sich diese Serie ganz deutlich davon. Man orientierte sich allerdings an der Comicreihe "New Teen Titans" und
den "Young Justice"-Comics.
Im Grunde genommen geht es die ganze Zeit ums Erwachsenwerden, Verantwortung zeigen und sich beweisen können. Die jungen Helden stehen, scheinbar für immer, im Schatten ihrer erwachsenen Vorbilder. Es beginnt mit einer Einladung der JL an den berühmten Sitzungen der Superheldengruppe teilzunehmen. Das ganze platzt allerdings in letzter Minute, was Speedy (den ursprünglichen Sidekick von Green Arrow) sehr verärgert sodass er sich entscheidet kein Sidekick mehr zu sein. Robin, Aqualad und Kid Flash wollen sich allerdings beweisen und untersuchen auf eigene Faust eine Brandstiftung in den Cadmus Labs. Dabei finden sie einen Klon von Superman und befreien ihn. Sichtlich davon beeindruckt, erlauben die Justice-League-Mitglieder den Jünglingen ein eigenes Team zu bilden.
Es lief alles so wie ich das mag. Intrigen, Teeniedrama, Verschwörungen. Eine Serie, die man heutzutage im selben Format wie Arrow bringen könnte. Nur wäre es dann glaub ich bisschen cringier, weil wenn es mit echten Schauspielern stattfindet, ists manchmal halt. Jedenfalls kann ich mich noch erinnern, damals das ganze ziemlich gut gefunden zu haben. Es gab halt eine Menge Cliffhanger sodass man ordentlich drauf hängen geblieben ist und unbedingt weiter gucken wollte. So solls bitte laufen.
5. Justice League Action (2016-2018)
Okay, das hier ist etwas vollkommen anderes. Falls ihr euch an "Batman: The Brave and The Bold" erinnert und das auch gut fandet, dann werdet ihr auch das hier gut finden.
"Justice League Action" gibt es in zwei Formaten: Sowohl Internet-Shorts als auch "richtige", zehnminütige Folgen. Das Prinzip ist ziemlich einfach. Wonder Woman, Superman und Batman und ein Haufen anderer wechselnder Mitglieder der Justice League bekämpfen Bösewichte und retten
immer wieder die Erde. Oder es geht um kleine Befindlichkeiten. Jedenfalls empfinde ich das ganze als eine Art Fusion zwischen "Justice League Unlimited" und "Brave and the Bold". Man hat einerseits die Justice League erweitert und ihr keine Grenzen mehr gesetzt. Andererseits nahm man dem Ganzen diese ganze Ernsthaftigkeit und verpasste einen ähnlichen Humor wie in dieser Batman-Serie, die ich grad erwähnt hab. Der Humor ist nicht zu kindisch, man hat sicher auch als Erwachsener spaß dran.
Meiner Meinung nach hat genau sowas gefehlt. Eine richtige Frischzellenkur. Abseits der ganzen ernsten Comics und DC-Zeichentrickfilme (die auf DVD und Blu-Ray jährlich rauskommen). Sowas tut manchmal richtig gut. Danach kann man sich wieder auf die ernsten Dinge konzentrieren. Außerdem spricht Kevin Conroy wieder Batman!
Im Rahmen der "The Superman/Aquaman Hour of Adventure" gab es mehrere Gaststars, die jeweils drei Gastauftritte hatten. Wie The Atom, Green Lantern, Flash oder eben drei kurze Segmente über die JLA. Darin versuchte die Gerechtigkeitsliga in einem außerirdischen Bürgerkrieg zu intervenieren, sie kämpften gegen einen Bösewicht der unsere Gravitation verändern wollte und wurden von Mastermind gefangen genommen. Die Animation entspricht den damaligen Standarts und ist quasi dieselbe wie bei Superman oder den anderen Gastcartoons. Im Grunde genommen zählt das auch nicht als richtige Serie, es ist aber immerhin der erste Auftritt der JL im Fernsehen. Deswegen kann man das schon mal anmerken. Es ist aber irgendwie eher eine Fußnote der TV-Geschichte.
2. Super Friends (1973-1986) "Super Friends" war nicht nur eine sondern ganze neun Serien. Nun, im Prinzip war es immer ein und dasselbe Justice League Team, mit einigen Veränderungen, jedoch änderte sich nach beinahe jeder
Staffel der Name der Serie. So gab es u.a. "Super Friends", "Challenge of the Super Friends" und "The Super Powers Team: Galactic Guardians". Die Show ist nicht vergleichbar mit jeglichen anderen Justice-League-Serien. Natürlich war sie an jüngere Zuschauer gerichtet und deswegen betonte man noch mal ordentlich den Aspekt der Freundschaft unter den Helden. Deswegen "Super Friends" und nicht "Justice League". Die ersten Folgen sind für mich einfach unerträglich gewesen. Da die Produktionsfirma Hanna Barbera ebenfalls für Scooby-Doo-Serien verantwortlich war,
kupferte man schamlos bei sich selbst ab und beschäftigte die Helden mit Mystery-Zeug, lahmen Gags und Hin- und Herrennen. Irgendwann wurde man richtig unverschämt als man zwei Teenager und einen Hund dazugesellte. Tatsächlich sind die Batman und Robin aus dieser Serie in zwei "The New Scooby-Doo Movies"-Folgen aufgetreten, die ich irgendwann mal reviewt hab. Gegen Ende nahm die Serie aber gut Fahrt auf. Es gab sogar eine Batman-Origin-Folge, die natürlich den Mord an seinen Eltern beleuchtet hat. Generell wurde es zum Ende hin wesentlich besser. Allerdings finde ich, dass die Serie etwas für Komplettisten ist, die alles von der JL sehen wollen. Der kindliche Humor ist nämlich definitiv nicht jedermanns Sache.
3. Justice League (2001-2004) und Justice League Unlimited (2004-2006)
Diese Serie halte ich tatsächlich für die beste über den DC-Superheldenhaufen. Sie ist sozusagen ein weiteres Segment im DC Animated Universe. Dazu gehören auch die Serien "Batman", "Superman", "Batman Beyond" als auch "Static Shock". Zum Justice League Team gehören neben Batman, Superman und Woman auch Flash, die Green Lantern John Stewart, der Martian Manhunter, Hawkman und Hawkgirl. Es gilt das Erfolgsrezept: Einzelepisoden und zwischendurch Story Arcs die sich über mehrere Folgen ziehen. Dabei bezieht man sich auf die Original-Origins der
Superhelden. Bis auf Wonder Woman, die am Anfang als Anfängersuperheldin gehandhabt wird. Bei "Justice League Unlimited" blieb man dem Rezept treu, allerdings waren mehr längere Storyarcs zu sehen. Unter anderem reiste die JL in die Zukunft von "Batman Beyond" oder schaffte es in ein Paralleluniversum in welchem die "Justice Lords" regierten, welche die gesamte Rogues Gallery schlicht und einfach lobotomiert haben und ein autoritäres Regime aufgestellt haben. Außerdem weitete man das Team ordentlich aus. Deswegen auch das "Unlimited" im Titel. Die Justice League bestand nicht nur aus den üblichen Verdächtigen. Es kamen Helden wie Plastic Man, Mister Terrific, Black Canary, Bat Lash, Jonah Hex, Mister Miracle, B'Wana Beast und noch viel mehr. Quasi die Gesichter, die sonst eher wenig Zeit auf Fernsehbildschirmen verbracht haben. Ähnliches Konzept wie bei "Batman: The Brave and the Bold". Man stellte so den Zuschauern immer mehr Helden vor. Meiner Meinung nach wurde es nicht mal unübersichtlich sondern äußerst vielfältig. Für mich ein würdiger Abschluß für das DC Animated Universe.
Stricher guckt sich "Justice League" an im Cinemaxx Essen am 10.12.2017
Okay, ich war sehr gespannt und kam mit etwas gemischten Gefühlen aus dem Kino raus.
Es ist die allererste Kinoverfilmung über die JL und gleichzeitig schon der fünfte Film aus dem "DC Extended Universe". Falls ihr euch über die anderen vier etwas lesen wollt, so guckt in die Sparte "Marathons" rein. Am besten noch mit Strg+F-Suche "DC Extended Universe".
Es ist eine Welt nach dem Tod von Superman, alle trauern. Gleichzeitig taucht auf Themyscira, der Insel der Amazonen, der Bösewicht Steppenwolf auf. Er kommt vom Planeten Apokolips und bringt seine Paradämonen mit. Das ist aber nicht das erste Mal. Vor tausenden von Jahren hat er ebenfalls versucht die Erde zu erobern, wurde aber aufgehalten. Um dauerhaft das Schlimmste zu verhindern wurden drei sogenannte "Mutterboxen" auf der Erde verteilt. Eine ging an die Amazonen, eine an die Atlanter und die dritte an die Menschen. Währenddessen versucht Bruce Wayne (Ben Affleck) alias Batman eine Truppe von Menschen mit Superfähigkeiten zusammenzutrommeln. Er rekurtiert
Wonder Woman alias Diana Prince (Gal Gadot), den introvertieren Barry Allen alias Flash (Ezra Miller). Anschließend versucht er Arthur Curry (Jason Momoa) alias Aquaman zu rekrutieren der ein Fischerdorf beschützt. Und zu guter letzt natürlich Victor Stone (Ray Fisher) alias Cyborg. Soweit, so gut. Jedoch merkt man recht schnell dass sie gegen Steppenwolf nahezu erfolglos sind. Superman muss wieder her.
"Justice Leage" ist definitiv kein schlechter Film. Er reicht perfekt, wenn man auf Action, Explosionen und hin wieder paar "witzige" Sprüche steht. Ich habe mich wirklich keine einzige Sekunde gelangweilt. Allerdings hätte man ruhig mit dem Film warten können und stattdessen ein paar Einzelfilme mit Flash, Aquaman, Cyborg etc. machen können. So wirken die Charaktere nur so halb ausgereift. Meine Meinung. Dennoch: Unterhaltsam auf jeden Fall. Ein Pokal kriegt der Film nicht.
7/10 Pfandflaschen
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Stricher guckt sich einen Vortrag von Mithu Sanyal an im AZ Mülheim am 20.12.2017
Okay.. Ich bin hingegangen weil es was zu essen gab.
Bin geblieben wegen Cringe.
Mithu Sanyal (of Tageszeitung and Missy Magazine fame) hat einen Vortrag gehalten. Das Thema war "Migration und Sexismus". Thematisiert wurden desöfteren die Übergriffe auf der Domplatte in Köln am Silvester vor zwei Jahren. Frau Sanyal hat einige gute Kritikpunkte gebracht. Unter anderem an Alice Schwarzer die ihrer Meinung zu folge ein Buch ohne gute Quellen rausgebracht, zu dem Thema. Es gab auch Kritik an der rassistischen Berichterstattung, die ich ebenfalls richtig fand. Und trotzdem als es die Möglichkeit gab, anzusprechen dass in muslimischen Communities definitiv Probleme sich ergeben haben und dass man wenn sexualisierte Gewalt mit islamischer Ideologie begründet auch ruhig mal das Maul aufmachen könnte kam exakt nichts. Stattdessen kritisierte man (wenigstens sachlich) Ahmad Mansour, der eben diese Probleme (u.a. bei muslimischen Jugendlichen) auch angesprochen hat. Als Frau Sanyal von einem Zuschauer darauf angesprochen wurde, dass man bei all der populistischen Masche die die AfD und Konsorten gebracht haben, trotzdem sachlich und korrekt den Islam kritisieren könnte, der bei einigen der Täter für ihr Weltbild zuständig ist hieß es: Nö. Mach ich nicht. Ich bin keine Muslima also mach ich das nicht. Seriously, alter. Fuck your Sprechort-shit. Der Islam ist eine Religion und keine Hautfarbe also darf sie auch genauso wie eine Religion/Ideologie kritisiert werden. Der Rest des Vortrags war so offensichtlich und klar, es war beinahe Preaching to the converted. Die Sprechort-Scheiße war die Kirsche auf der Kackhaufen-Sahnetorte. Damit ist NICHTS gewonnen. Weder lernt die Linke dabei den Islam vernünftig zu kritisieren, noch hilft man damit radikalen Muslimen ihre Ideologie zu hinterfragen, noch hilft man den Opfern des Islam. Man erreicht damit gar nichts. Null. Nada. Nitschego.
Stricher guckt sich "Star Wars Episode VIII: Die letzten Jedi" an in Filmwelt Herne am 30.12.2017
Mh.
Okay. Es gibt mehrere Handlungsstränge im Film. Es geht darum dass Rey (Daisy Ridley) den im Exil lebenden Luke Skywalker (Mark Hamill) entdeckt hat und ihn versucht für den Widerstand gegen die erste Ordnung anzuwerben. Luke sagt allerdings eher "Meh, kein Bock" und möchte schlicht und einfach nicht. Erstmal. Gleichzeitig geht es um die Verbindung von ihr und Ben Solo alias Kylo Ren (Adam Driver). Womit es auf sich wirklich hat, kann man immer noch nur raten oder vermuten. Womit der Widerstand zu tun hat? Nun, nachdem der letzte Rebellenstützpunkt vernichtet wurde, sind die Rebellen auf der Flucht. Jedoch schafft es Poe Dameron (Oscar Isaac) zusammen mit
seiner Flotte an Bombern ein Schlachtschiff zu zerstören, mit erheblichen Verlusten. Die Flucht in den Hyperraum gelingt ebenfalls. Schnell stellt sich aber heraus, dass die Neue Ordnung die Rebellenschiffe selbst im Hyperraum verfolgen kann. Dumm nur dass den Rebellen grade der Treibstoff ausgeht. Was also tun?
Okay. Also das Beste zu Anfang. Die Musik ist klasse, die Aufmachung ist generell klasse, der Style der Uniformen, der Raumschiffe, der Planeten (besonders der Salzplanet huiii) ist ebenfalls klasse. Oh und die Tiere sind natürlich auch super. Die witzigen Momente sind in der Tat witzig. Aber hier hörts auf und wird merkwürdig. Denn man merkt sehr wohl wie krass das hier aufs jüngere Publikum zugeschnitten ist. Ich habe noch nie so viel bei einem Star-Wars-Film gelacht. Aber irgendwann bemerkte ich dass die ganzen Blödeleien irgendwie diese komische Lücke im Film kitten sollen. Diese überdimensionale Lücke, die für mich gar keinen Sinn macht. Wieso zur Hölle sagt man seiner Besatzung nicht wenn man einen....ach vergesst es, ich will nicht spoilern. Außerdem: Wieso muss ich alles selber nachgucken? Bringt es die Filmemacher um wenn man sich 2-3 Sekunden Zeit nimmt die Dinger tatsächlich "Porges" zu nennen? Und wie heißt der Charakter von Benicio Del Toro (der im schlechten Licht übrigens Brad Pitt ähnelte)? Wer zur hölle ist das? Oder hab ich was verpasst. Sicher, ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten. Aber das ist auch der erste Star Wars Film, bei welchem ich mir irgendwann gedacht hab "Verdammte Scheiße wann ist dieser Kackfilm denn endlich zu Ende? Was soll diese unerträgliche Spannung? WTF?"
Ich bin definitiv kein Feind der neuen Trilogie. Mochte die beiden neuen Filme auf jeden Fall. Aber das hier ist bis jetzt der schwächste Teil.