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Dienstag, 7. Januar 2025

Comic Book Review#611: Spider-Man#6 (1992)

"Człowiek Pająk" bedeutet auf Polnisch wortwörtlich "Mensch Spinne". So kann man auch "Spider-Man" übersetzen. Leider ist es sehr verwirrend wie die Reihe eigentlich hieß. Es scheint so als ob "Człowiek Pająk - The Amazing Spider-Man" der Titel war, obwohl es auf der ersten Seite in den Credits anders angegeben ist. Sei's drum. Das hier ist ein Fund von einem Flohmarkt in Krakau aus dem Jahr 2023. Erschienen im Juni 1992, zu einem Preis von sagenhaften 14.500 Złoty beinhaltet die Ausgabe mit 68 Seiten ganze drei US-"Spidey"s.


Als erstes findet man die "Spectacular Spider-Man"#158 aus dem Jahre 1988. Darin schwingt sich zuerst Spider-Man seelenruhig durch New York City als er von einem merkwürdigen klebrigen Strahl beinahe erwischt wird. Es handelt sich dabei um Superkleber von einem Bösewicht namens Trapster - der ursprünglich als Paste Pot Pete bekannt war. Er schafft es Spidey gänzlich in die eklige Substanz einzuhüllen, bei einem Kampf ist unser Held scheinbar machtlos. Sehr zu Leiden von Peters Freundin Mary Jane die das Ganze mit ansehen muss. Zum Glück kann sich Peter in letzter Sekunde noch vorm Ertrinken retten, nachdem er in Kleber eingehüllt im Hudson River gelandet ist. Am selben Tag assistiert Peter Dr. Max Lubitch an der Empire State University. Lubitch hat nämlich ein Gerät erfunden, dass multidimensionale Energiequellen anzapfen kann. Peters Spider-Sinn warnt ihm vor einer Überladung des Geräts, die kurze Zeit später tatsächlich stattfindet. Er kann Lubitch grade mal so vor einer Explosion retten und kriegt selber einen Haufen Strahlung ab. Kurze Zeit später fängt er an, merkwürdige noch übermenschlichere Kräfte als sonst zu entwickeln. Das kommt ihm aber tatsächlich gelegen, denn es ist eine Verschwörung im Gange. Mehrere Supervillains, darunter Kingpin, Magneto und Dr. Doom haben einen Pakt beschlossen. Dieser sieht vor, dass jeweils einer von ihnen den Feind von den anderen ausschaltet. Deswegen hat Paste Pot Pete ihn angegriffen, obwohl sie nie wirklich was miteinander zu tun hatten. Peter kann nun seine Webfluids in verschiedenste Formen verwandeln und am Ende der Ausgabe Paste Pot Pete besiegen. Im darauffolgenden Comic, "Web Of Spider-Man"#59 beeinflusst Dr. Doom die Über-Frau Titania und bringt sie dazu, Spider-Man anzugreifen. Außerdem wird die Zeitung "Daily Bugle", wo Peter immer noch arbeitet, von einem Typen namens Fireheart übernommen, der in Wirklichkeit der tierische Superhelden Puma ist. Es kommt zu einem verheerenden Kampf zwischen Spider-Man und Titania bei welchem Puma ihn unterstützt. Peter stellt dabei fest, dass er Strahlen aus seinen Fäusten schießen kann. In "Amazing Spider-Man"#327, dass diese Ausgabe abschließt testet Peter seine neuen Fähigkeiten auf einem Schrottplatz als urplötzlich Magneto auftaucht. Bei einem Kampf verliert der Meister des Magnetismus tatsächlich und Peter ist darüber erschrocken wie mächtig seine neuen Kräfte sind. Er hat nun Angst, er könnte Menschen eher verletzen als retten. 

Die letzte Ausgabe wurden von Erik Larsen gezeichnet, der eher für Savage Dragon bekannt ist. Mike Esposito und Sal Buscema sind für die erste Story verantwortlich, während Alex Sawuk die zweite gezeichnet hat. Gerry Conway schrieb die ersten zwei Stories, während David Michelinie die dritte schrieb. Faszinierender, wunderschöner Vierfarbdruck. Zeichenstil schwankt zwischen mehr oder weniger realistisch und cartoonesk. Erinnert an die Spidey-Abenteuer der späten Sechziger, weil sich teilweise einfach nichts geändert hat. Wenn man sich allerdings die Larsen'schen Zeichnungen ansieht, merkt man jedoch in welche Richtung es gehen kann. Detaillierte Zeichnungen, kantige Visagen, Speedlines und natürlich unmögliche Verrenkungen. Herrlich. Was ich hieran schade finde ist, dass man ursprünglich alle drei Zeitschriften kaufen musste um der ganzen Geschichte zu folgen. Das hier ist nur reiner Zufall dass ich das so chronologisch lesen darf. Anyways: Fantastisch, explosiv und kosmisch. Ich wollte schon immer mal wissen wann und wieso Spider-Man seine kosmischen Kräfte bekommen hat. Jetzt bin ich zufrieden.

8/10 Pfandflaschen


Samstag, 5. November 2022

Comic Book Review#556: Spider-Man: Die Klonsaga, Band 2 (2014)

Das zweite Band der "Klonsaga" konnte ich verhältnismäßig günstig bei Medimops erwerben. Leider ist die Serie in Deutschland längst out of print. So werde ich mir die restlichen fünf Bänder leider nicht in echt holen können. Nagut, der dritte Band ist in Hardcover-Format irgendwo für 45€ erhältlich, aber da wäre die Frage ob ich so viel Geld dafür ausgeben mag. 

Dieses Band enthält die Erzählstränge "Netz des Todes", "Illusionen", "Spieler und Spielfiguren" als auch "Das Parker-Vermächtnis" und zwei kleine Kurzgeschichte aus der 400ten Ausgabe von "The Amazing Spider-Man". Die Stories spielen sich ab in "The Amazing Spider-Man"#397-400, "The Spectacular Spider-Man"#220-223, "Web of Spider-Man"#122-123 als auch"Spider-Man"#56-57.

"Netz des Todes" zeigt eine ungewöhnliche Situation. Peter Parker/Spider-Man irrt über den Dächern von New York. Er ist schwach und kurz vor seinem Tod, weil der Bösewicht Vulture ihm ein Virus injiziert hat. Sein Verstand ist auf irgendeine Weise mit dem von seinem Klon Ben Reilly verbunden. Die Geliebte von Dr. Octopus, eine überaus starke Frau namens Stunner, prügelt aus ihm den Verstand raus und kidnappt ihm. Dr. Octopus, der in Wahrheit ja Dr. Otto Octavius heißt und früher Parkers Professor an der Uni war, merkt dass irgendwas mit Spider-Man nicht stimmt. Ihren Kampf betrachtet er nämlich als eine Art immer währende Inspiration. Spider-Man stellt das genaue Gegenteil von ihm dar. Der Kampf hält Octavius "am Leben" und er möchte seinem Feind helfen ebenfalls am Leben zu bleiben. Also arbeitet er an einem Serum um ihm zu helfen. Mary Jane Watson, Peter Parkers Ehefrau (die ich nicht vorstellen muss) ist schwanger und überrascht ihm mit der Nachricht. Tante May befindet sich immer noch im Koma, was Peter große Sorgen bereitet. Als Dr. Octopus ihm mit einer weiteren Injektion des Serums helfen will, bleibt Peters Herzen für eine Zeit stehen. Währenddessen erlebt er eine Art außerkörperlichen Traum, in welchem er auf mehrere verstorbene Menschen aus seinem Leben trifft. Darin sagt ihm Tante May, dass seine Zeit noch nicht gekommen ist. In "Illusionen" geht es um Kaine, eine mysteriöse Figur die das Geschehen aus dem Dunklen beobachtet und selbst von einem weiteren merkwürdig gekleideten Typen namens "Scrier" beobachtet wird. Der Schakal bringt die beiden Spider-Men dazu ihm in ein kaltes Gebiet zu folgen. Dort kommen sie in sein geheimes Labor und müssen gegen weitere Klone von sich kämpfen. Der irre Wissenschaftler hat sogar Gwen Stacy, die erste Freundin von Peter Parker geklont um ihm psychisch noch mehr fertig zu machen. Der Schakal mit dem sie anfangs kämpfen, stellt sich auch als Parker-Klon heraus während der echte Schakal ein muskulöser, grünhäutiger Mann ist. Miles Warren, der Original-Schakal, hat sich wohl einen neuen Körper gebastelt. Im Großen und Ganzen geht es hier darum zu zeigen, dass sowohl Peter Parker als auch Ben Reilly von einer Person psychisch in die Irre geführt werden. Der Schakal versucht nämlich beiden zu erzählen dass sie beide Klone sind und der echte Peter irgendwo da draußen ist. Tatsächlich entsteigt einer Glashülle ein weiterer Klon Parkers, der schnell flieht und nicht aufzufinden ist.

Auf die restlichen Erzählstränge geh ich nicht ein, weil ich sonst zu sehr spoilern werde.


Fakt ist: Die Klonsaga ist noch in ihrem interessanten Stadium. Es ist ein unglaublicher Clusterfuck. Intrigen über Intrigen. Und hinter all dem steht scheinbar ein einziger Mann, der das Leben von Peter Parker zerstören möchte und sich dabei köstlich amüsiert. Miles Warren war nämlich früher in Gwen Stacy verknallt und macht für ihren Tod Spider-Man verantwortlich. Da macht es tatsächlich Sinn, dass er Rache üben will. Viel interessanter ist die Darstellung von Ben Reilly. Der Klon möchte nicht so sein wie das Original. Die Parker'sche Natur steckt aber in ihm drin. Menschen helfen, nett und höflich sein. Doch er wehrt sich innerlich dagegen, da er kein "Held" sein möchte. Es muss schlimm sein, dieselben Erinnerungen zu haben, wie jemand anders - sie aber niemals wirklich erlebt zu haben. Interessant finde ich auch, dass jede der vier Spider-Man Serien von verschiedenen Autoren gestaltet wurde. Wenn man die verschiedenen Teile der Story in der richtigen Reihenfolge liest, wechselt der Zeichenstil immer wieder ab. Mark Bagleys Stil ist eher klassisch während der von Sal Buscema eher abstrakt wird. Dazu hat allerdings auch der Inker Bill Sienkiewich beigetragen. Sein Stil ist unverkennbar. Auch John Romita Jr. und sein Vater John Romita Sr. haben hier beigetragen. Es ist ein wirklich außergewöhnliches, hochemotionales ÜBERDING. Ich bin gespannt, wann die Saga ihren Zenit überschreiten wird. Bis dahin genieß ich es.

9/10 Pfandflaschen

Freitag, 3. Juni 2022

Comic Book Review#534: Spider-Man: Die Klonsaga, Band 1 (2014)

Acht Jahre ist es nun also her, seit dieses Band rausgekommen ist. Ich nenne es nun mein Eigen und kann was dazu erzählen. Es ist das erste Band von vier (oder fünf?) und beinhaltet einen der kontroversesten Erzählstränge in der Geschichte von Spider-Man. 


Damals, im Jahre 1994 ist plötzlich ein Klon von Peter Parker aufgetaucht (zu dem Zeitpunkt schon der zweite, weil die erste Klonsaga irgendwann in den 70ern stattfand). Er wurde von einem Uni-Professor namens Miles Warren geschaffen, der eine Obsession mit Peter Parker bzw. seinem Leben hatte. Der Mann zog sich außerdem einen Gummianzug mit Maske an und nannte sich "Schakal". In diesem Band sind Ausgaben von vier verschiedenen Spider-Man-Comic-Serien zu finden, die damals monatlich erschienen sind: Web of Spider-Man, The Amazing Spider-Man, Spider-Man und The Spectacular Spider-Man. Folglich geht es um WoS-M#117-119, TASM#394, SM#51-53 und TSSM#217. In manchen der Comics wurden zwei Storylines abgedruckt, sodass man sie wenden musste um die jeweils andere zu lesen. In diesem wurde der Klon, der sich Ben Reilly nannte, zur Hauptfigur. Tatsächlich hat Marvel damals geplant Peter Parker für immer mit ihm zu ersetzen, was zu Protesten bei der Leserschaft geführt hat. Ich werde nun, die ersten zwei Storylines kurz anreißen: "The Double" und "Power & Responsibility".

In "The Double" sehen wir wie Ben Reilly auf die Welt gekommt, geschaffen im Labor von Miles Warren. Der Klon hat zunächst kein richtiges Verständnis darüber, was er überhaupt ist. Doch nach und nach kommen alle Erinnerungen von Peter Parker, die in seinem Kopf gepflanzt wurden wieder zurück. Der Schakal behandelt ihn allerdings nicht als Menschen sondern als sein Eigentum. Er manipuliert ihn soweit, dass er anfängt zu denken er wäre ein schlechter Mensch, weil er in seinem Leben so viele andere enttäuscht hat. Doch sein Gewissen und sein Menschenverstanden melden sich zurück und so schafft es der Klon den Fängen vom Schakal zu entkommen. Er trifft allerdings auf den echten Spider-Man, Peter Parker und es kommt zu einem kurzen Fight. Tatsächlich sind seine Erinnerungen und seine Gefühle so echt, dass er Peters Tante May im Krankenhaus besucht, weil sie im Koma liegt. Im weiteren Verlauf der Story kommt es zu einer Geiselnahme im Ravencroft Institute. Dabei handelt es sich um Marvels Antwort auf DCs Arkham Asylum. Ein Psychiater und Superschurke namens Judas Traveller möchte die Natur von Spider-Man erkunden und ist darüber fasziniert, dass die ganzen Insassen einen Knacks mit Spider-Man haben. Er nimmt also das Personal als Geiseln, lässt es aber frei und hält nun die ganzen Insassen fest, inklusive Cletus Kasady aka Carnage. Ihm zur Seite steht eine Gruppe von illustren Halsabschneidern. Sie sind sogar in der Lage eine Art Energiefeld um das Gebäude herum zu erzeugen, sodass die Polizei nicht stürmen kann. Spider-Man beschließt reinzugehen und es gelingt ihm - weil es eine Falle war. Nun wird er von Traveller fest- und in Ketten gehalten. Wie ein Tier im Versuchslabor. Doch es kommt so, wie niemand gerechnet hat. Ben Reilly aka der Klon kommt ihm zur Hilfe. Sein Mitgefühl ist zu groß. Schließlich hätte er einfach abhauen und woanders ein anderes Leben führen können.

Großartige zeichnerische Darbietung einer der dunkelsten Phasen im Leben von Peter Parker. Hier sehen wir einen Spider-Man der eher wenig Witze reißt und auch keine dummen Sprüche. Er stellt sein ganzes Leben in Frage und vor ihm steht ein Abbild seiner selbst. Meines Erachtens eine Metapher für die Konfrontation mit eigenen Fehlern. Deswegen wird Peter auch so aggressiv als er Ben sieht. Man könnte das auch als eine Art Hommage an Dr. Jekyll und Mr. Hyde betrachten, nur nicht so direkt und zweitens ist man nicht ganz sicher wer denn hier der böse ist. Zwar ist der Klon, nun ja ein Klon, allerdings scheinen seine Taten wesentlich menschlicher und überlegter zu sein, während der echte Peter von Wut und Verzweiflung angetrieben ist. Die einzige wirklich merkwürdige Figur ist Miles Warren aka der Schakal. Ich frage mich ob der Anzug auch Muskel-Attrappen beinhaltet oder ob der Professor unter seinem Laborkittel einen stählernen Körper hat. Man weiß es nicht. Ich finde, diese Storyline hat den Hate nicht verdient. Absolut stabile und interessante Storyline. 

Made by: Tom DeFalo, J.M. DeMatteis, Terry Kavanagh, Howard Mackie, Mark Bagley, Sal Buscema, Steven Butler, Tom Lyle, Liam Sharp
9/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 16. Januar 2019

Comic Book Review#373: The Amazing Spider-Man#166 (1976)

Soso, nachdem wir uns letzte Woche mit Spider-Man und Frankensteins Monster beschäftigt haben wird es diese Woche nicht weniger monster...ig? Diesmal sogar mit einem relativ merkwürdigen Ankündigungstext auf dem Cover "It's a holiday holocaust! We call it... the war of the Reptile-Men! -- and Spidey is caught in the middle!"

In dieser Ausgabe geht es um einen Dinosaurier-Menschen namens STEGRON THE DINOSAUR MAN der den Sohn von Dr. Curt Connors gekidnappt hat, damit dieser nach seiner Androhung seinen
Sohn umzubringen für ihn ein Experiment zu Ende führt. Stegron verwandelt außerdem Dinosaurier-Skelette in einem verwahrlosten Lagerraum unterm Central Park in echte Dinosaurier, sodass diese bald New York terrorisieren. Dr. Curt Connors hat aber natürlich was dagegen, weil Stegron seinen Sohn gekidnappt hat und so. Außerdem ist CC schließlich The Lizard aka Die Echse und sieht in Stegron seinen natürlichen Feind. Spider-Man gerät da irgendwie nur zufällig dazwischen. Schließlich will er Curts Sohn retten und nebenbei die beiden Echsen-Menschen auf die Mappe hauen. Oh und die Verwandlung der Dinos rückgängig machen. Und das alles zu Weihnachten, übrigens. Obwohl die Ausgabe im März erschienen ist.

Das ist unglaublich generic und weird. Ich weiß nicht. Es ist einfach Füllerausgabe in welcher nicht besonders viel aufregendes geschieht. Man kennt halt die zahlreichen Begegnungen von Lizard und Spider-Man schon bzw. die Origin von Dr. Curt Connors. Und ich frage mich warum das zu Weihnachten geschehen muss als auch warum exakt das mit den Dinos sein muss. Das ist so grotesk - man erklärt nicht mal ansatzweise wie diese Skelette zu Dinos aus Fleisch und Blut werden. Aber was meckere ich überhaupt. Schließlich komme ich aus einem anderen Zeitalter. Anyways:

5,75/10 Pfandflaschen
Made by: Len Wein, Ross Andru, Mike Esposito, Glynis Wein, Joe Rosen

Sonntag, 10. Mai 2015

Film der Woche#193: Friedly Neighbourhood xStricherx! (Spider-Marathon)

Da ich mir gedacht hab, dass zu "My Favorite TV-Show" über alle Spider-Man-Serien die Filme auch dazugehören...... kommt jetzt das hier. Genau. Und weil die Filme so leicht zu finden sind, pack ich hier keine Streams rein.

1. Spider-Man (2002)

Kaum zu glauben aber wahr. Dieser Film ist vor einer Woche 13 Jahre alt geworden. Ich war damals, kurz nachdem er rauskam, mit meinem Opa im Kino. Als wäre das gestern gewesen.

Der Held der Geschichte heißt Peter Parker (Tobey Maguire) und wächst nach dem Tod seiner Eltern unter der Obhut seines Onkel Ben (Cliff Robertson) und seiner Tante May (Rosemary Harris). Er ist Schüler einer High School in New York und hat es nicht besonders leicht. Seine Mitschüler schikanieren ihn, das Mädchen in das er sich verliebt hat - Mary Jane Watson (Kirsten Dunst)
beachtet ihn nicht. Prügelknabe halt. Eines Tages befindet sich seine Klasse auf einer Exkursion in das Konzern Oscorp. Dort wird Peter von einer genetisch veränderten Spinne gebissen. Kurz darauf beginnt er außergewöhnliche Kräfte zu entwickeln. Er kann wie eine Spinne Wände hochklettern - und das allerwichtigste - stabile Netze aus seinen Händen schießen. Danach passieren die obligatorischen Dinge, die in Spider-Mans Origin Story nicht fehlen dürfen. Peter hält einen Räuber nicht auf, sein Onkel wird erschossen, Pete beschließt ein Super-Held zu werden. Er wird zu Spider-Man, den Beschützer New Yorks. Sein erster Gegner ist der auf einem Gleiter fliegende Green Goblin.

Hier ist Sam Raimi am Werk gewesen - der Schöpfer der alten Evil Dead Filme, als auch Sachen wie Darkman. Zu sehen ist auch sein Bruder Ted (als Hoffmann) als auch Bruce Campbell (als der Showmaster beim Wrestling). Die CGI-Effekte wirken zwar leicht verachtet, allerdings immer noch beeindruckend. Historisch ist der Film zwar nicht ganz korrekt (die Sache mit den Spinnenweben bspw. oder die Tatsache dass Peters erste Liebe Gwen Stacey und nicht Mary Jane war). Mich stören solche Sachen aber nicht, wenn die allgemeine Umsetzung ziemlich gut hinhaut. Tobey Maguire gibt einen schüchternen, freundlichen, bodenständigen Peter Parker. So wie er immer war. Trotzdem nehm ich da überhaupt nicht ab, dass er hier ein Teenager sein soll. Überhaupt nicht. Alles in allem, ein guter Auftakt einer Trilogie.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


2. Spider-Man 2 (2004)

Es ist einige Zeit vergangen, seitdem Peter das erste Mal Spider-Man wurde. Sein Leben verläuft eher schlecht als recht. Er verliert seinen Pizzaboten-Job, mit der Uni läuft es gar nicht. Mit Mary Jane ist er zwar gut befreundet, konnte aber bis jetzt immer noch nicht seine Liebe gestehen. Doch es geht nicht nur um Peter. Sein bester Freund Harry Osborn (James Franco) hasst Spider-Man und macht ihn für den Tod seines Vaters Norman (Willem Dafoe) verantwortlich. Außerdem kommt es bei einer wissenschaftlichen Vorführung zu einem Unfall. Dr. Otto Octavius (Alfred Molina), der dabei mit vier metallenen Greifarmen arbeitet, wird mit diesen für immer verbunden. Er wird zum manischen Dr. Octopus, der sein begonnenes Experiment unbedingt fortsetzen will.

Irgendwie bin ich hier zwiegespalten. Einerseits passiert hier nicht wirklich viel, außer Peters Gefühlsduseleien, andererseits ist Dr. Octopus' Story gar nicht mal uninteressant. Andererseits gibt es einen enormen Fortschritt zwischen Pete und Mary Jane...Andererseits ist der ganze Film wirklich nicht so enorm spannend. Andererseits gibt es wieder einige geile Momente, als auch viele Lacher. Deshalb: Ach ich weiß auch nicht. Trotzdem gute Fightscenes.

7/10 Pfandflaschen
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3. Spider-Man 3 (2007)

Der wohl mieseste Teil der Reihe.
Hier haben wir es mit mehreren Geschichten zu tun, die aufeinander treffen. Peter Parker wird Opfer eines außerirdischen Symbionten, das sein Anzug schwarz verfärbt und seine Persönlichkeit beeinflusst. Er wird zum superignoranten Emo-Peter, mit fetten Augenringen. Der Verbrecher Flint Marko () bricht aus dem Knast aus und gerät bei einer Verfolgungsjagd in ein Experiment. Sein
Körper wird dabei in Sand verwandelt. Von nun an kann er sich beliebig verformen und vergrößern. Er wird zu Sandman. Parker kriegt Konkurrenz bei seinem Photographen-Job bei Daily Bugle - Eddie Brock (Topher Grace), Harry Osborn weiß inzwischen wer Spider-Man ist und tritt langsam in die Fßstapfen seines Vaters...

Irgendwie erinnert mich das hier an "Batman Forever"(welcher übrigens auch der dritte Teil war). Es sind so viele neue Sachen, neue Charaktere reingeknallt worden, dass es kracht. Außerdem wirken die Eskapaden Peters in seinem neuem Ich auf mich megapeinlich. Bzw. "cringeworthy" ist dabei das richtige Wort. Es ist zum fremdschämen. Nicht lustig, sondern peinlich. Naja, es hätte besser werden können. Aber bestimmt auch schlimmer.

5/10 Pfandflaschen
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4. The Amazing Spider-Man (2012)

Zehn Jahre nach dem ersten Film von Sam Raimi wagt Columbia einen Neustart. Es gab im Vorfeld verschiedene Komplikationen was den vierten Teil der Trilogie betraf. Ein nerviges Hin und Her. Eigentlich sollte noch ein vierter, abschließender Teil erscheinen. Im Endeffekt beschloss man einen Reboot zu machen. Alles neu.

Diesmal wird Peter Parker von Andrew Garfield gespielt. Seine Geschichte hier ist ähnlich. Er wird bei einer Exkursion in Oscorp von einer genetisch veränderten Spinne gebissen. Allerdings hat er sich dort illegal aufgehalten. Sein Onkel Ben (Martin Sheen) wird ebenso nach einem Streit von einem Räuber umgebracht. Pete entwickelt hier ebenfalls die gleichen Fähigkeiten, muss sich aber selbst die Webshooter basteln (und ist damit näher an der Comic-Vorlage). Hier versucht er sich übrigens überhaupt nicht als Wrestler, sondern fährt lieber Skateboard. Der Bösewicht hier ist Dr. Curt Connors, der beim Versuch seinen verlorenen Arm zurückzubekommen, sich in eine gigantische Echse verwandelt - den Lizard. Außerdem wird Gwen Stacey (Emma Stone) Peters Schwarm, womit der Film nochmal näher am Comic ist.

Irgendwie ist mir Andrew Garfield sympathischer als Tobey Maguire. Der zweitere gab zwar vorlagentreu den schüchternen Peter, leider kaufte ich das auf Dauer nicht ganz ab. Peter ist sicher tollpatschig und schüchtern....aber nicht so. Garfield schafft es den Charakter sowohl die nötige Teenager-Coolness zu geben, als auch die Zerstreutheit. Ihn glaube ich viel eher, dass er ein Teenager ist. Auch wenn er "nur" 8 Jahre jünger als Maguire ist. Eine gute Mischung aus dem "normalen" Marvel-Universe und dem Ultimate Universum, welches viel moderner rüberkommt. Daher stammt meiner Meinung nach seine eher lässigere, und weniger verklemmte Art. Das geht an die Leute, die rumgeheult haben, dass dieser Peter Parker viel zu cool sei. Whatever.
Die Effekte sind übrigens erste Sahne. Auch wenn ich bei Lizard an die Goombas aus dem Super Mario Brothers-Film denken muss. Positiv hervorheben möchte ich auch, dass der Film sich auch mit der Story von Peters Eltern beschäftigt.

Geil

9/10 Pfandflaschen
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5. The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (2014)

Wo der erste Film sich "nur beschäftigt" hat mit Peter Parkers Eltern, fängt der zweite Teil mit einem Flashback mit ihnen in der Hauptrolle an. Richard (Campbell Scott) und Mary Parker (Embeth Davidtz) sind Wissenschaftler auf der Flucht. Richard hat etwas Schreckliches entdeckt und ist zum Wohle Peters zusammen mit Mary geflohen. Peter hat nun seinen Abschluss gemacht und hilft seiner Tante May (Sally Field) wo er nur kann. Da er allerdings Schuldgefühle gegenüber Gwens verstorbenen Vater, Captain George Stacy (Dennis Leary) hat, beschließt er sich von ihr fern zu halten. Spider-Man an sich wird immer beliebter. Als er sein Leben rettet, fängt der Oscorp-Mitarbeiter Max Dillon (Jamie Foxx) ihn zu verehren. Nach einem Arbeitsunfall erlangt er elektrisierende Kräfte und wird nach und nach zum unverstandenen Bösewicht Electro.

Ich verstehe nicht, wieso der Film bei vielen so schlecht abgeschnitten hat. Auch bei Sony, die mit der Anzahl von 1,5 (oder so ) Millarden an Zuschauern nicht begeistert waren. Deswegen soll das hier auch der letzte Teil sein und der nächste Film wird wieder ein Reboot. Das kotzt mich ziemlich
an, denn ich hasse offene Enden. Witzig finde ich, dass Harry Osborn (Dane DeHaan), der urplötzlich in der Story auftaucht, wie eine böse Version von Leo Dicaprio bzw. Tobey Maguire (spielte Peter Parker in den ersten Filmen) aussieht während Peter Parker (Andrew Garfield) wie ein Klon von James Franco (spielte Harry Osborn in den ersten Filmen). Besonders gefällt mir hier die Art und Weise wie verschiedene alte Eigenschaften und Momente auf ne neue Art und Weise umgesetzt werden. So ist das wirklich eine Art Neuinterpretation der alten Comics. Sehr schade, dass der Film nicht fortgesetzt wird.

9/10 Pfandflaschen
Trailer: