Dienstag, 16. September 2025

Comic Book Review#647: The Incredible Hulk#417 (1994)

Ja, ich habe diesen Comic ebenfalls auf Instagram gefunden. Fand das Cover tatsächlich sehr (90er Jahre) witzig und wollte unbedingt mehr über den Inhalt wissen.


Wir befinden uns in einer sehr schwierigen Zeit für den Hulk. Er ist nicht mehr das Savage Beast von früher sondern in seiner "Professor Hulk" Phase. Sprich: Er sieht aus wie der Hulk, bewegt sich wie der Hulk, ist aber von seiner Art her schlicht und einfach Dr. Bruce Banner. Soll heißen, dass Bruce Banner endlich Frieden mit seinem Alter Ego geschlossen hat. Oder andersherum. Trotzdem plagen ihn Alpträume als auch Visionen von einer düsteren Zukunft. Um sich damit mehr auseinanderzusetzen sollte man "The Incredible Hulk: Future Imperfect" lesen. Dort traf Hulk auf eine böse Zukunftsversion von sich, namens Maestro und seitdem kann er sein Gesicht aus seinen Erinnerungen nicht löschen. Zu Beginn der Ausgabe besucht er seinen Psychiater Doc Samson und erzählt ihn von den trüben Gedanken die ihn plagen. Kurz darauf erfahren wir dass Hulks/Bruce Banners Kumpel Rick bald heiraten wird. Und das obwohl er sich vor kurzem mit seiner Verlobten Marlo heftig gestritten hat und ihre Hochzeitsplanerin, Betty Ross, alles umschmeißen musste, weil sie die Hochzeit abgesagt haben. Nachdem sie sich versöhnt haben war Betty nicht grade begeistert darüber dass all ihre Mühe umsonst war. Nun steht der Besuch von Marlos Mutter an, als auch zwei Jungesellen/Junggesellinnen-Abschiede. So treffen sich Hulk, Rick, Captain America, Iron Man, Vision und diverse andere Superhelden in einer Lagerhalle. Rick betrinkt sich ordentlich und eine Zauberkünstlerin die von Captain America angestellt wurde kommt an. Es stellt sich allerdings raus, dass sie eine Stripperin ist. Danach gucken sich die Superhelden einen Film mit vielen Nacktszenen an. Währenddessen sind Marlo, She-Hulk, Sue Storm und andere Frauen in einem Stripclub als dieser von einer Gruppe Räuber angegriffen wird. Zum Glück können sie ihre Superkräfte einsetzen um schlimmeres zu verhindern.

Bis auf den kleinen Zwischenfall im Stripclub kommt man hier also komplett ohne irgendwelche Fights aus. Wobei selbst da keinerlei Menschen verletzt werden und kein Blut vergossen wird. Stattdessen fokussiert sich die Geschichte auf die beiden Feiern als auch die seelischen Schmerzen unter welchen Hulk leidet. Es trifft ihn sehr, dass er sein (mögliches) zukünftiges Ich getroffen hat. In den wütenden Augen des Maestros hat er nämlich die wütenden Augen seines gewalttätigen Vaters wiedererkannt. Ich würde untertreiben, wenn ich sagen würde dass er sich sehr fürchtet. Das Design von Hulk ist zudem unfassbar witzig. Er sieht einfach aus wie ein grünhäutiger Gigachad. Das Geschehen drumherum lässt einen kaputt lachen. Die Stripperin, die Tatsache dass Hulk überall mit dem Kopf gegen stößt, der betrunkene Rick, ein vollkommen ahnungsloser Captain America und eine She-Hulk die schlechte Witze reißt. Das hier ist ein wahres Meisterwerk. Es ist wirklich höllisch amüsant, selbstreferenziell und einfach nur lustig. Das wahre Leben der Superhelden eben. Geschrieben von Peter David und gezeichnet von Gary Frank. I love it.

8,5/10 Pfandflaschen



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