It's NEWCOMER TIME: From Ashes Reborn - Existence Exiled (2018)
Ich wurde gefragt, ob ich Bock habe einer weiteren Newcomer-Band ein paar Zeilen zu bieten. Also mache ich es.
Leider ist "Existence Exiled" von From Ashes Reborn nicht ganz so neu. Es ist bereits vor zwei Jahren und drei Monaten erschienen. Aber was soll's. Der Name erinnert mich tatsächlich an die Neocrust-Band "From Ashes Rise". Ich frage mich, ob sie sich ebenfalls so nennen wollten und dann festgestellt haben, dass es so eine Band schon gibt/gab? I don't know.
Einerseits muss ich hier festhalten, dass FAR nicht das Rad neu erfinden. Es ist im Grunde genommen melodischer Death Metal mit okkult/mittelalterlich wirkenden Artwork. Würde man hier noch irgendwelche Symphonien einstreuen, würde es glatt als Mainstream Metal durchgehen. Zum Glück macht man das hier nicht. Denn auch wenn sie sicherlich nichts besonders superneues machen, so machen sie ihren Job doch ziemlich ziemlich gut. Growling. Blastbeats. Ziemlich viel Melodie und eingängige Töne. Ein Melodeath Album mit dem ich mich tatsächlich anfreunden kann, wobei ich kein großer Freund des Genres bin. Dazu kommt noch das Artwork, auf welchem eine dem Tod ähnliche Figur vor einem mittelalterlichen Schloß steht. Oder vor Ruinen. Oder so. Im Dunklen natürlich. Achja, der Anfang von "Essence of Emptiness" erinnert mich an "Toxicity" von System Of A Down. Das ist als Kompliment gemeint.
Anyways: Mir gefällt was ich höre. Die Mischung stimmt insgesamt. Der Mischer (höhö) als auch die Band haben einen echt verdammt guten Job gemacht. Ich bin allerdings, wie so oft, der Meinung dass da Luft nach oben ist.
Darum:
7/10 Pfandflaschen Bandcamp ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Queen Discography:The Miracle (1989)
Kurz vor'm Ende ihrer langen Karriere und Discography können Queen immer noch überraschen. "The Miracle" ist das erste Album, welches bei den Songwriter-Angaben tatsächlich "Queen" und nicht die Namen der einzelnen Mitglieder stehen hat. Man wollte damit, als auch mit diesem Riesengesicht, welches aus den vier Gesichtern von Mercury, Deacon, May und Taylor besteht zeigen das man nun nach allerlei Schwierigkeiten eine Band ist die zusammenhält. Brian May machte damals eine Scheidung durch und es wurde langsam offensichtlich dass Freddie Mercury an AIDS erkrankt ist. Man hielt auf jeden Fall zusammen.
"The Miracle" ist einerseits der typische rockige Queen-Sound, teilweise mit einer aggressiveren Variation von Mercurys Stimme. Ich denke da an "I Want It All" oder "Khashoggi's Ship". Gleichzeitig sind da noch absolute Popsongs mit haufenweise Synthesizern und Effekten die einen an Kraftwerk oder irgendwelche Synthpop-Bands erinnern - beispielsweise "The Invisible Man". Auf "Breakthru" schafft man es beide Stilrichtungen zu vereinen. Es ist eine Art Symbiose aus klassischen Queen-Sound und ihrer Neigung zu experimentieren. Ein verdammt eingängiges und absolut nicht langweiliges Album. Man könnte meinen, dass die Band kurz vorm Ende ihrer Karriere doch etwas müde wird - es ist jedoch anders, schließlich war das Ende noch nicht wirklich vorgesehen. Ich kann mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre wenn Mercury gar nicht gestorben wäre. Ich wette dass sie etliche Hits und einige richtig geile, experimentelle Alben hätten rausbringen können.
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Breakthru, I Want It All, Khashoggi's Ship, The Miracle, The Invisible Man
Sum 41 Discography:Order in Decline (2019)
Yo da sind wir. Letztes Album von Sum 41 bisher. Ich will nicht sagen dass es mir nicht passt aber es passt mir nicht. Darum fasse ich mich tatsächlich mal kürzer.
Die Band bewegt sich hier irgendwo zwischen alten Sound (10%) und neuen Sound (90%). Sprich hin und wieder mal ein altbewährtes Metal-mäßiges Gitarrensolo und etwas Hörte aber ansonsten
sehr angepasste und seichtere Töne. Deryck Whibley kann inzwischen sogar richtig gut singen und verfügt über eine verdammt melodische und angenehme Stimme. Sie schaffen es damit auch ihre alteingesessenen Fans zu überzeugen, die Leute die sie nur wegen ihren ersten zwei Alben gehört haben definitiv nicht. Es ist auf keinen Fall ein schlechtes Album. Meiner Meinung nach aber viel zu glatt poliert. Aber ich erwarte auch nichts anderes von einer ehemaligen Pop-Punk-Band die nun mal mittlerweile etwas älter ist. Das Album rauscht tatsächlich an mir vorbei und es bleibt erstaunlich wenig hängen. Keine Ohrwürmer. Trotzdem kein schlechtes Album aber eben nicht mein Ding.
5/10 Anspieltipps
Anspieltipps: 45 (A Matter of Time), Heads will Roll, Eat You Alive, The People Vs
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe "So isses, Musik!". Da ich für bis wahrscheinlich September keine Konzertposter habe bzw. Veranstaltungen aus der Vergangenheit über die ich sinnieren kann, bleibt "A LOOK IN THE PAST" erstmal aus. Dafür habe ich ein sehr neues Album von einer ziemlich neuen Band, dass ich euch gerne mal vorstellen würde. It's NEWCOMER TIME!: Wazmo - Insight (2020)
Okay, ich war zuerst skeptisch als mir Wazmo für ein Review vorgeschlagen wurden. Danach hörte ich allerdings rein und war echt ziemlich ziemlich positiv überrascht.
Wazmo kommen aus Nova Scotia (Kanada) und machen erst seit letztem Jahr gemeinsam Musik. Sie beschränken sich dabei nicht auf ein bestimmtes Genre, da alle vier Mitglieder verschiedenste Einflüsse in die Band einbringen. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass sie irgendwo auf der
Djent/Metalcore-Schiene sind. Andererseits gibt es da Songs wie "Knot" (der nach 90er Jahre Grunge schreit) oder "Cursed" (der für mich eine gelungene Reminiszenz an die schwereren Bands der Nu Metal Ära ist). Wazmo sind einerseits typisch für das Genre: Zuckerbrot/Peitsche-Effekt mit mal cleanen mal harschen Vocals. Viel Melodie und gleichzeitig auch einiges an Blastbeats und Chugga-Chugga. Zumindest so n Bisschen. Ich kenne so einige Amateur-Bands aus der Vergangenheit die sich gleichzeitig an verschiedenen Genres ausprobiert haben - und es war einfach nicht immer gut. Wazmo schaffen es allerdings, ihre Fühle in verschiedene Richtungen auszubreiten und dabei kein einziges Mal beschissen zu klingen. Textlich betrachtet geht es um die uns bekannten Themen wie Depression als auch die Welt im Umschwung. Ich kann nicht ganz sicher sagen an welche Bands mich das alles erinnert aber ich würde fast schon sagen etwas Meshuggah, etwas Fear Factory und definitiv irgendwelche Metalcore-Bands, die ich kaum oder gar nicht kenne. Auf jeden Fall stabile Arbeit und interessantes Cover-Artwork!
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Borrowed Eyes, Sever, Iris, Break The Cycle
Ihr könnt das Album auf Bandcamp anhören
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9/10 Pfandflaschen
P.O.D. waren schon immer christlich, hatten sogar einen Song gegen Abtreibung (der allerdings lange vor ihrem Erfolg veröffentlicht wurde sodass keiner davon weiß). Die Message in den Texten ist ergo schon immer "lebensbejahend" gewesen. Wie auch hier. Das ist auch nicht schlimm und tatsächlich ziemlich abwechslungsreich, wenn man die ganzen Nu Metal Bands anguckt die eine "wir gegen die"-Einstellung gefahren sind. Man muss nur ganz kurz diesen schäbigen christlichen Aspekt im Hinterkopf ausmachen. Geiler Song!
4. "Last Resort" von Papa Roach aus "Infest" (2000)
10/10 Pfandflaschen
Ganz ehrlich? "Last Resort" ist für mich einer der besten (Nu Metal)-Songs überhaupt. Ohne Scheiß jetzt. Viele machen sich darüber lustig, es ist so emo und so "white boy problems" etc. etc. Das Ding ist: es ist ein absolut tieftrauriger Song über Suizidversuche, der damals vielen Jugendlichen aus dem Herzen gesprochen hat. Ich war zum Glück nie suizidgefährdet aber ich bin einfach IM Wasser gebaut und solche Songs berühren mich tatsächlich sehr. Lange Rede, kurzer Sinn: Das hier ist die Nummer der Suizidhotline: 0800 1110111
3. "Chop Suey!" von System Of A Down aus "Toxicity" (2001)
9/10 Pfandflaschen
Heutzutage etwas abgenutzt, aber nur etwas. Als ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe wusste ich absolut nicht was ich von dieser Band halten soll. Mittlerweile bin (immer noch) Fan und bin tatsächlich traurig darüber dass SOAD immer NUR mit diesem Song in Verbindung gebracht werden. Eine Pfandflasche Abzug weil unfassbar viel und vielleicht auch zu oft gehört.
2. "Blind" von KoRn aus "KoRn" (1994)
10/10 Pfandflaschen
Einer der besten Opener für ein Album. Einer der besten Opener für eine ganze Ära
1. "Break Stuff" von Limp Bizkit aus "Significant Other" (1999)
10/10 Pfandflaschen
Das ist übrigens mein Corona-20-Sekunden-Händewaschen-Song. Ich singe tatsächlich den ersten Part bis zum Refrain. Ein absolut großartiger Banger über einen dieser Tage an denen du jemanden in die Fresse hauen willst. Außerdem: WTF, guckt euch dieses Video mal an! Was für Leute da mitspielen. Ich meine ja, Paulie Shore, Eminem, Snoop Dogg, Dr. Dre das ist mir alles klar. Aber Roger Daltrey von The Who (bei 1:21)? Kein Wunder, dass Limp Bizkit paar Jahre später "Behind Blue Eyes" gecovert haben.
So. Das wars nun mit dieser Liste. Haltet die Augen und Ohren offen um zu sehen was als nächstes kommt.
------------------------------------------------------------------------------------------- Queen Discography:A Kind Of Magic (1986)
Dieses sagenhafte, mittlerweile zwölfte Album von Queen bietet wie der Vorgänger eine Ficktonne an großartigen Songs, die sich nur so ins Gedächtnis einbrennen. Dabei verzichten Queen auf keinen Fall auf Experimente, vergessen aber ihre Hard-Rock-Wurzeln nicht. Es beginnt mit dem großartigen Martin-Luther-King-Gedächtnis-Song "One Vision", dass schon mal von Laibach als "Geburt einer Nation" gecovert wurde. Falls ihr schon mal wissen wolltet, wie ein Song über MLK zu einem martialisch klingenden Marsch werden kann, so gebt euch das mal. Ich finds auch richtig geil, wie
der Song zum Ende fast schon EBM-mäßig klingt, wie Nitzer Ebb oder so. Daraufhin wird es richtig groovy und melancholisch mit dem Titelsong. Queen schaffen es, gleichzeitig ihren eigenen Sound beizubehalten und für die damalige Zeit zeitgemäß zu klingen. Wie eine poppig klingende, Hard Rock Band mit New Wave Einschlag. Und ziemlich funky obendrein. Diese gottverdammten Gitarrenfrickeleien von Brian May. Oh mein Gott! Herrlich! Es kann gut sein, dass es eines meiner Lieblingsalben von ihnen ist, weil daraus ein gewisser Anteil an Musikvideos auf der "Greatest Flix"-Compilation rausgekommen ist, die ich mir als ich klein war pausenlos reingezogen habe. Mein Opa hatte eine exzellente VHS-Sammlung. Apropos EBM: "Don't Lose Your Head" ist ebenso beinahe ein EBM-Song. Dann wäre da noch so Balladen wie "Who Wants To Live Forever" oder "Friends Will Be Friends". Dazu kommt noch dass einige Songs in abgeänderten Fassungen für den Film "Highlander" verwendet wurden, wie "Princes of the Universe".
So, genug gelobt. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden.
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Princes Of The Universe, Friends Will Be Friends, One Vision, Don't Lose Your Head, Who Wants To Live Forever, A Kind Of Magic
Sum 41 Discography:13 Voices (2016)
Okay, zunächst mal die guten Sachen. Der Drummer Steve Jocz ist ausgestiegen, dafür kehrte der Gitarrist Dave Baksh zur Band zurück. Er gesellte sich zu seinem Nachfolger Thom Tacker. Jocz wurde durch Frank Zummo ersetzt. So wurden Sum 41 das erste Mal seit ihrer Gründung zu einem Quintett. Sänger Deryck Whibley befand sich vor den Aufnahmen auf Alkoholentzug und musste diverse motorischen Fähigkeiten neu erlernen bzw. wieder auffrischen.
Whibley hat durch das Schreiben der Texte für "13 Voices" seine Alkoholsucht bzw. die Therapie verarbeitet. Er hat sich für die Lyrics von Filmen von Tarantino und Tim Burton inspirieren lassen. Einige ließ er dabei ohne Ton laufen und begleitete das Geschehen auf dem Bildschirm mit Gitarre. Das Ergebnist ist tatsächlich ein fiktiver Soundtrack für einen fiktiven Film. Viele der Songs könnten aus modernen Action-Filmen aber auch aus Post-Noir-Streifen stammen. Andere sind wiederum typische SUM 41 Songs ("Goddamn I'm Dead Again"), sprich Pop-Punk mit Metal-Elementen.
Insgesamt eigentlich gar nicht mal schlecht. Mein Problem ist allerdings, dass Sum 41 damit in die ähnliche Sphäre wie Green Day eintreffen. Nämlich relativ vorhersehbarer, "epischer" Stadion Rock. Und das langweilt mich nach ner Zeit etwas. Technisch betrachtet ist das Album allerdings, definitiv, so sage ich, gar nicht schlecht.
6,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Breaking The Chain, Goddamn I'm Dead Again
So ein großartiges Lied und so ein mediokres Video. Aber was solls.
8,75/10 Pfandflaschen 14. "Wait and Bleed" von Slipknot aus "Slipknot" (1999)
Zeitlos. Klassiker. Dies das. Nuff said.
10/10 Pfandflaschen 13. "American Bad Ass" von Kid Rock aus "The History Of Rock" (2000)
Fun Facts: Hatte das auf Kassette aber irgendwann überspielt. Das Album hat tatsächlich einige gute Songs, ist auch eher eine Compilation mit einen bis zwei neuen Songs, auch diesen hier. "American Bad Ass" sampelt (bzw. spielt nach) "Sad But True" von Metallica. Trotz der unfassbar kringeligen Lyrics ("I like AC/DC and ZZ Top, Bocephus, Beasties, and the Kings of Rock, Skynyrd, Seger, Limp, Korn, the Stones, David Allen Coe, and No Show Jones", wobei das jetzt nicht das schlimmste ist), doch ein ziemlicher Banger - und ich mags allein aufgrund der Sinnlosigkeit.
Hallo? Was soll ich dazu noch schreiben? Es ist Nu Metal mit einer Seinfeld-Bassline. Es ist eines der besten Tracks überhaupt. Ohne Scheiß.
10/10 Pfandflaschen 11. "Just So You Know" von American Head Charge aus "The War of Art" (2001)
Das ist echt gar nicht mal schlecht, aber ich weiß so gar nicht was ich von dieser leicht nasalen Stimme zu halten habe. Die nervt mich nämlich so n Bisschen. Darum eher nein.
5,75/10 Pfandflaschen
Queen Discography:The Works (1984)
Mittlerweile schon elftes Album von Queen. „Hot Space“ konnte mich größtenteils nicht so begeistern war aber insgesamt trotzdem ein Queen Album. „The Works“ hingegen zeigt eine gelungene Mischung aus den damals modernen Synthiesounds, klassischer Musik und Hard Rock. So wie man Queen eben mag.
Der Opener „Radio Gaga“ ist wunderschöner Elektropop der ähnlich wie „We Will Rock You“ zum Mitklatschen und Mitstampfen animiert. „It‘s A Hard Life“ beginnt mit einer von der Opera „Pagliacci“ inspirierten Passage. „Man On The Prowl“ ist „Crazy Little Thing Called Love“ 2.0 - also Rock‘N‘Roll/Rockabilly. Über „I Want To Break Free“ muss ich glaub ich gar nicht reden. Ebenso wenig wie über „Hammer To Fall“, den Song über den Kalten Krieg wie er in den 80ern halt einfach üblich war.
Insgesamt: Hits, Hits, Hits! Und Queen in ihrer Bestform!
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Hammer To Fall, I Want To Break Free, Tear It Up, Radio Gaga
SUM 41 Discography:Screaming Bloody Murder (2011)
Interessant, was für eine Kehrtwende das hier ist. "Underclass Hero" gefiel mir überhaupt nicht, da es zu unambitioniert gewirkt hat. Der großartige Gitarrist Dave Baksh hat gefehlt. Hier fehlt er zwar auch, allerdings schaffen es die restlichen drei Mitglieder tatsächlich ein kleines Machwerk auf die
Beine zu stellen. Screaming Bloody Murder hat, so wie es damals tatsächlich irgendwie im Trend war drei Songs auf der Trackslist die eine zusammenhängende Story erzählen: Holy Image of Lies, Sick Of Everyone und Happiness Machine. Darum und wegen dem allgemeinen Klang auf dem Album wurden Sum 41 mit Green Day und My Chemical Romance verglichen, die damals auf dem "Rock Musical"-Trip waren. Man ist endgültig weg vom rotzigen High-School/College (Punk)Rock und widmet sich cleanem Gesang und endlosen Melodien. Natürlich kommt manchmal der alte Sound durch und selbstverständlich auch die Metal-Riffs, weil Sum 41 nun mal Metal-Fans sind. Meiner Meinung nach eine gehörige Steigerung zum Vorgänger!
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: What Am I To Say, Time For You To Go, Reason To Believe
Hallo und herzlich willkommen zur bereits 100sten Ausgabe von "So isses, Musik!". Äh und jetzt habe ich vergessen was ich sagen wollte. A LOOK IN THE PAST: FIGHT BACK FESTIVAL 2008 am 31.05.2008 in AKW!, Würzburg
Junge, Junge. DA wurde Geschichte geschrieben. Jetzt mal ohne Scheiß.
Eines DER Konzerte im AKW! Würzburg an die ich mich erinnern kann. Es war das erste von vielen Fight Back Festivals und fand im Autonomen Kulturzentrum Würburg statt. Das erste und das letzte Mal dort, denn einige Zeit später wurde das AKW geschlossen. Ein Jahr später fand das Fight Back! Festival dann in Nürnberg statt. Es war stilisiert als ein typisches Antifa-Festival mit linkspolitisch motivierten Bands. Ich war damals noch nicht so antifa-affin wie ein Jahr später aber ich glaube da fing es langsam an. Ich erinnere mich noch an Subsistance - großartiger HC/Punk aus Kanada(mein ich?). Das erste Mal Riot Brigade - und dass sie "Bullenschweine" von Slime gecovert haben. Chaoze One war für damalige Verhältnisse auch ziemlich stabil und gar nicht mal so verkrampft wie äääh Kurzer Prozess. Aus heutiger Sicht find ich die tatsächlich echt hart unerträglich. Kaputt Krauts habe ich damals leider verpasst. Als Freiboiter auf der Bühne standen, hat ein damaliger Bekannter mich gefragt ob das Guerilla ist. Viel über Freiboiter kann ich leider nicht berichten. Ich weiß noch, dass es eine RASH-Band ist, und mehr nicht... Der Auftritt von Guerilla war für damals nicht der erste. Habe sie davor schon mal im JUZ B-Hof gesehen und war wie weggeblasen. Von den Aussagen, von den Masken usw. usf.... Diesmal begannen sie ihr Auftritt mit dem Beat von N.W.A.s "Straight Outta Compton" und jedes Mal wenn irgendjemand auf die Bühne kam, hat die Meute angefangen zu klatschen, weil sie dachten es wären Guerilla. Das war so unfassbar lustig, quasi Real Life Trolling. Als sie dann tatsächlich da waren haben sie wie zuvor auch alles weggehauen. Wirklich sehr großartig. Außerdem habe ich auf einem Autoanhänger gesurft und habe dabei "Gin and Juice" von Snoop Dogg gesungen. Was für eine Zeit.
IT'S A TRAP YOU FUCKING PRIMATE + BOB ROONEY + HARKE am 07.01.2010 in Cairo, Würzburg
Langsam merkt ihr wieso ich über diese ganzen Konzerte nicht geschrieben habe bzw. die Berichte nicht nachgetragen habe. Es ist schlicht und einfach viel zu lange her. Aber gut, an dieses kann ich mich tatsächlich so halbwegs erinnern. Harke haben "Real Emo" gemacht, nach meinem Geschmack. Also Post-Hardcore der alten Schule. Bob Rooney hab ich zu diesem Zeitpunkt das erste Mal
gesehen. Über sie habe ich schon mal gesprochen. Damals habe ich diesen Trash/Hardcore Punk (nicht zu verwechseln mit Crossover Trash) von Bands die einen richtigen Namen als Bandnamen getragen haben absolut gefeiert. War definitiv was für mich. Notiz am Rande: Das Konzert mit Bob Rooney vom 20.3.2011 wurde schon mit einem neuen Sänger durchgeführt. "It's A Trap You Fucking Primate" ist die ehemalige Band um Sänger Christian Krank, der mittlerweile bei Phantom Winter singt, früher bei drölf Würzburger Punk/Hardcore-Bands gesungen hat und auch Comics illustriert. Unter anderem auch Tank Girl. Aber genug über ihn, höhö. Fest steht: It's A Trap... waren geil, Bob Rooney sowieso und Harke fand ich meine ich auch ganz cool. Und das Post ist cool, darum hängt es auch hier.
AMEN81 + IMMURED + BRÜLLSHIT PROPAGANDA + YOUTH WARS am 26.02.2010 im Stattbahnhof, Schweinfurt
Witzig. Das Konzertposter hängt zwar da. Aber ich war nicht da. Also, ich war da. Aber nicht auf Leider ist kein Song abspielbar, was sehr Schade ist.
dem Konzert. Ich hing einfach nur im Stattbahnhof rum und hatte wohl kein Geld für den Eintritt. Aber wohl Geld um dorthin zu fahren und dort rumzuhängen. Woran ich mich erinnern kann: Ich habe mit nem Typen von Brüllshit Propaganda gesprochen, der vorher bei "Der Mann, der sich steil bergab stürzt" gespielt hat und habe ihn gefragt wieso zur Hölle die Band so hieß. Und überhaupt wer der Typ auf dem Logo ist. Es hat sich herausgestellt, dass es Jürgen Möllemann ist. Was für eine Geschichtsstunde!
FIGHT BACK FESTIVAL 2011 am 28.05.2011 in Desi, Nürnberg
Also daran kann ich mich wirklich kaum erinnern. Ich weiß noch, dass Brat Pack und Night Fever ziemlich geil gewesen sein müssen. Waren damals die Nische-HC-Punk-Bands die man einfach gemocht hat. Ob ich mir Rejected Youth überhaupt angeguckt habe, weiß ich nicht mehr. Allerdings erinnere ich mich an Distemper und dass sie Ansagen auf Russisch gemacht haben, die sonst keine Sau verstanden hat. Und dass ich mich mit so nem Russen unterhalten habe, der nur wegen der Moskauer Ska-Punks überhaupt dahin gekommen ist. Ich kann mich tatsächlich an mehr nicht
erinnern, was sehr schade ist. Was ich aber noch weiß ist, dass ich irgendwann festgestellt habe dass die Fight Back Festivals sehr eintönig und beliebig wurden. Man konnte einfach jedes Jahr vorhersagen, wer spielen wird. Und zwar definitiv Kurzer Prozess, eine große Antifa-Punk-Band und/oder Riot Brigade und irgendwann auch Feine Sahne Fischfilet. (Wobei ich bei den letzteren etwas falsch lag, sie traten nämlich schon auf dem zweiten Fight Back auf, zu dem ich leider kein Poster/Flyer mehr habe). Im nachhinein sehr merkwürdig fand ich die Tatsache, dass SS-Kaliert dort spielen durften. Noch merkwürdig wurde es als die Nürnberger NPD eine Anzeige erstattet hat wegen dem SS im Namen der Band bzw. wegen ihrem Logo.
25. "Lapdance" von N.E.R.D. ft. Vita and Lee Harvey aus "In Search Of..." (2001)
Ich verstehe nicht ganz, was dieser Song hier macht. Klar, es hat einen gewissen Nu Metal Vibe. Allerdings keine Gitarrensamples oder ähnliches. Da hätte "Rock Star" eher dazu gepasst. Außerdem ist der Song einfach Scheiße und ich kann ihn absolut nicht leiden. Ganz ehrlich. Wie gesagt, das hier hätte mehr dazugepasst.
1/10 Pfandflaschen
24. "From This Day" von Machine Head aus "The Burning Red" (1999)
Rob Flynn mit (gespiketen) Dreads. Rob Flynn am Rappen. Typische Nu Metal Riffs. Holy shit. Es gibt Sachen die sind einfach so 1999 und dazu gehört auch dieses Video. Ach du scheiße ist das geil! :D
8/10 Pfandflaschen
23. "Certain Shade Of Green" von Incubus aus "S.C.I.E.N.C.E." (1999)
Yes. Yes. Yes. Unfassbar catchy, funky und melodisch. Sogar ziemlich HC/Punk-mäßig. Also wesentlich mehr das, als irgendwie "Metal". Geht verdammt gut ins Ohr.
8/10 Pfandflaschen
20. "Bartender" von (Hed) Planet Earth aus "Broke" (2000)
Ich habe vor ein paar Monaten ein Review zum dazugehörigen Album gepostet. Checkt das hier.
8/10 Pfandflaschen
21. "Again and Again" von Taproot aus "Gift" (2000)
Laut dem Artikel versuchten Taproot mehr Emotionen in das Rap Metal Untergenre unterzubringen. Der Name der Band ist allerdings schon ordentlich generic. Und das Lied auch. Der Gesang gefällt mir so absolut gar nicht. Er wirkt so furchtbar rausgepresst und weinerlich. Nee.
3/10 Pfandflaschen
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Queen Discography:Hot Space (1982)
Kennt ihr das, wenn ihr eine Band so sehr mögt dass sie in euren Augen niemals ein schlechtes Album rausbringen könnte? Nun, so war das in meinem Fall bei Queen. Das dachte ich zumindest, bis ich "Hot Space" gehört habe. Wobei das jetzt nicht ganz richtig ist. Das zehnte Studioalbum "Hot Space" ist sicherlich das schlechteste Queen-Album überhaupt. Aber es ist immer noch ein Queen-Album.
Queen haben sich hierauf nahezu komplett von jeglichem Rock Sound verabschiedet und widmeten sich Funk und Disco. Zu hören sind Synthesizer, viele Basslines, ein Saxophon und eine Drum Machine. Ich mag ja 80er Jahre Pop. Allerdings wirken Queen hier teils sehr unpassend. Denn, sie waren dafür bekannt wenig bis gar keine Synthesizer zu benutzen. Hierauf wirkt es eher so als würde Freddie Mercury alles alleine einsingen, John Deacon ein paar Saxophon/Flöten-Einlagen geben (oder besser gesagt: eine) und Brian May und Roger Taylor in der Ecke sitzen. Hier gibts nämlich kaum Gitarrensolos und ich höre definitiv viel mehr Drum Machine. Das ist sehr merkwürdig. Das heißt aber nicht, dass die Songs ausnahmslos scheiße sind. Einige von ihnen sind verdammt tanzbar und stampfbar. "Dancer" ist so n Ding. Oder der Opener "Staying Power". Der Song "Put Out The Fire" (der von Waffengewalt) ist unfassbar gut, passt aber insgesamt nicht zum Rest. "Under Pressure", einer der bekanntesten Songs der Band, aufgenommen mit David Bowie ebenfalls. Also, ebenfalls verdammt gut und überhaupt nicht zum Rest passend. Es ist ein merkwürdiges Album. Sehr experimentell und definitiv nicht mein Favorit bis jetzt. Man hört aber irgendwie trotzdem heraus, dass es im Herzen Queen sind. Wenn auch ne etwas strange Version davon. Aber es sind Queen. Verdammt noch mal.
6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Dancer, Staying Power, Back Chat, Put Out The Fire, Under Pressure
Sum 41 Discography:Underclass Hero (2007)
Junge, Junge. Ausgerechnet zur Jubiläumsausgabe von "So isses, Musik!" haben wir zwar eher mittel- bis garnichtgute Alben am Start. Ai ai ai.
"Underclass Hero" würde ich fast schon "Underachievement Hero" nennen. Es ist nämlich nach "Chuck" eine definitive Enttäuschung. Nicht falsch verstehen: Ich weiß, dass Bands nicht immer Superalben raushauen können und dass es halt mal so ist. Außerdem ist die Gefühlslage nicht immer die gleiche und man kann nicht immer ein gutes, in sich gekehrtes, trauriges Album machen. Aber das hier ist einfach Scheiße.
Dieses Album klingt einfach als hätte man die Fans der ersten beiden Alben nicht enttäuschen wollen. Absolutely generic Pop-Punk. Man merkt dass Gitarrist Dave Baksh weg ist und mit ihm auch die Metal-Parts die Sum 41 auch ordentlich originell und abwechslungsreich erscheinen ließen. Das ist einfach sehr sehr beliebig. Auch die Texte hätten von Blink-182 (aus der Ära vor ihrem selbstbetitelten Album) stammen können. Sehr schade. Sehr sehr sehr schade. Es gibt einen einzigen Song den ich wirklich gut finde, aber das wärs.
A LOOK IN THE PAST: FRANTIC FLINTSTONES + AS DIABATZ am 28.03.2009 im Z-Bau, Nürnberg
Jesus Fuck. Ich erinnere mich ziemlich dunkel. Fast als wäre es vorletzte Woche passiert. Ich war mit einer guten Freundin von mir und zwei weiteren Leuten (eine davon kannte ich eig. gar nicht, die andere find ich aus heutiger Sicht eher nicht so) in Nürnberg auf einem Konzert von Frantic Flintstones. Für damalige Verhältnisse (Schüler in der 10. Klasse?) waren 15€ schon ziemlich viel für As Diabatz, eine All-Women-Psychobilly-Band aus Brasilien fand ich davor schon richtig cool und hab mich wie bolle geFrantic Flintstones kann ich mich allerdings kaum erinnern. Bis auf das das Chuck Flintstone (der Sänger), von der besagten Freundin gefragt wurde ob er XY aus Würzburg kennt, woraufhin er entgegnete mit "WHO THE FUCK IS XY?". Das fand ich sehr lustig. Weniger lustig, fand ich die Tatsache dass das Auto mit dem wir hingekommen sind komplett voll war, mit den anderen beiden Leuten sodass wir nirgendwo schlafen konnten. Also suchten wir Unterschlupf im Kunstverein Nürnberg (was sich direkt daneben befindet), wo übrigens am selben Abend Mono Für Alle! gespielt haben und eine ziemlich druff wirkende Party stattfand. Nachdem das KV leider um 5 Uhr zugemacht hat, sind wir zu einer U-Bahn-Station und haben dann den Rest der Zeit abgewartet bis wir irgendwann zum Auto sind, den Rest aufgeweckt haben und dann heimgefahren sind. Was für n Scheiß.
freut. Kann allerdings spontan kein einziges Lied mehr aufzählen. An den Auftritt von
mich. Aber egal, es hat sich gelohnt. ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2011 am 19.03.2011 in Oettinger Villa, Darmstadt
OOF. Big OOF.
Okay, ich weiß nicht mehr viel von den Bands. Aber da werde ich versuchen mein Gehirn anzustrengend. Ich glaube schon, dass ich Downfall Of Gaia gesehen habe und sie müssen grossartig gewesen sein. Alpinist waren es definitiv. An Planks erinnere ich mich dunkel, und dass ich sie bei einer anderen Gelegenheit (muss ein Frost Punx Picnic gewesen sein) ebenfalls gesehen hab. Sie waren ebenfalls ziemlich ziemlich groß - die Nachfolgeband Ultha ist es nämlich definitiv. An mehr kann ich mich tatsächlich nicht erinnern.
Woran ich mich leider sehr gut erinnern kann, ist dass ich an diesem Abend auf ne ziemlich penetrante und eklige Weise angebaggert wurde. Die Frau wusste, dass ich damals in einer Beziehung war und hatte sich sogar mit meiner damaligen Freundin angekumpelt. Sie hat versucht einen gewissen Moment auszunutzen und hat mich solche Sachen gefragt wie "Ist dir deine Freundin schon mal fremdgegangen?". Ich war ehrlich gesagt nur perplex und wusste nicht so recht was ich machen soll. Das allerschlimmste war allerdings, dass ich nachdem ich in das Ruhrgebiet gezogen bin, die besagte Frau immer wieder gesehen habe weil sie in einer Band spielt und desöfteren im AZ Mülheim zu finden ist. Das fand ich jedes Mal mehr als unangenehm auch wenn ich weiß dass sie sich wahrscheinlich gar nicht an mich erinnern kann. BOB ROONEY + MOTIVATION + CRIPPLED FOX am 20.03.2011 in Immerhin, Würzburg
An dieses Konzert kann ich mich ebenfalls sehr dunkel erinnern. Ich weiß allerdings noch, dass ich damals auf diese ganzen Spastic Fantastic Records Bands abgefahren bin - und tue es heute auch noch. Bob Rooney habe ich vorher schon auf dem "The Battle Of Doom And Darkness Vol. 2"-
Festival gesehen, allerdings mit einem komplett anderem Sänger. Der neue klang eine ganze Ecke anders und gefiel mir glaube ich nicht so richtig. Ich habe allerdings das T-Shirt noch. Motivation und Crippled Fox waren quasi ein und dieselbe Band. Sie bestand aus teilweise denselben Leuten, nur kam eine oder zwei Person dazu bzw. wurde ausgewechselt. An deren Sound kann ich mich ehrlich gesagt auch kaum erinnern, ist aber wohl so typischer trashiger Hardcore Punk, wie ich ihn damals gerne gehört habe. Und ich weiß noch, dass ein Sänger mir direkt von der "Bühne" volle Kanne in die Beine geflogen ist. Das tat höllisch weh.
ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2012 am 17.03.2012 in Oettinger Villa, Darmstadt
Diesmal kann ich mich an viel mehr erinnern. Unter anderem an die Fahrt dorthin. Es war so heiß, dass wir uns bis auf die Unterwäsche ausgezogen haben. Wir waren auch irgendwo in Hessen, weil wir eine Sparkasse gebraucht haben und ich fand, dass meine Unterhose als Kleidung sehr wohl durchging. Außerdem habe ich einen Haufen cooler Leute dort gesehen und es gab Haschkekse, wovon ich zum Glück nichts gegessen habe.
Die beste Band des Abends waren auf jeden Fall Celeste. Black Metal gespielt von vier Misanthropen aus Frankreich. Im kompletter Dunkelheit, außer vier rote Stirnlampen auf ihren Köpfen. Ich weiß noch dass ich mit einem Kumpel diskutiert habe ob das nun Black Metal sei oder nicht. Er war der tatsächlich der festen Überzeugung das wäre "dunkler Crust Punk", wofür ich ihn auslachen musste. Ich mein, ich bin kein Genre-Purist, aber irgendwo gibts Grenzen. Es gab außerdem noch zwei andere Bands, die ich ohne schlechtes Gewissen empfehlen kann: Finistere und Sailing On. DEAN DIRG + DERBY DOLLS + SNOB VALUE + KICK IT! am 30.03.2012 im JUZ Mannheim
Das erste richtige Konzert von Dean Dirg für mich. Großartige Band. Snob Value waren ebenfalls sehr sehr sehr gut. Ich weiß noch, dass es mir aus persönlichen Gründen extrem beschissen ging und ich anfing zu rauchen. Was definitiv keine gute Idee war. Jedenfalls bleiben mir nur wenige Erinnerungen an dieses Konzert. Ich glaube, das meiste hab ich verdrängt.
TAPEFABRIK Festival am 14.12.2012 in Schlachthof, Wiesbaden
Oha. Irgendwie habe ich dieses Ticket was an meiner Kommode klebt übersehen und darum gab es im Dezember einfach keinen nachträglichen Bericht dazu. Diesen gibts nämlich auch nicht auf dem ganzen Blog, warum auch immer. Ich kann mich auch nicht an all zu viel erinnern.
Den ersten Act den ich gesehen hab war Pierre Sonality. Das war so ne Mischung aus Rap und Reggae und ich schwöre, ich war nicht bekifft aber ich habe erst Wochen später gecheckt dass es eigentlich Personality heißt. Danach irgendwann Huss und Hodn aka Retrogott und Hulk Hodn. Waren sehr fresh. Inklusive Gastauftritt von Audio88. Daraufhin dann Mach One... Ich kann mich
nicht groß an ihn erinnern, wie gesagt - außer dass irgendwann so n komischer Typ auf mich zukam und meinte: "DER DA DER REDET ÜBER GHETTO DAS IST NICHT REAL MORLOCKK DILEMMA REDET NICHT ÜBER GHETTO!". Und als allerletztes dann natürlich Die Bestesten sprich Audio88, Yassin, Morlock Dilemma, Hiob und die DJs Ecke Prenz und Breaque. Ich fands damals schon ganz cool, schließlich war es mein erstes Hip-Hop-Konzert seit langem und das erste Mal Hiob/Dilemma/Yassin/Audio... Allerdings stört mich der Mixtape-Charakter dieses Auftritts. Es ist einfach ein Best-Of von all ihren Songs und es kommt einfach viel zu kurz. Viel viel geiler wäre es gewesen, hätten sie mehr als nur einen oder zwei Songs miteinander aufgenommen.
ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2014 am 29.03.2014 in Oettinger Villa, Darmstadt
La Quiete absolut großartig. Oathbreaker einfach nur königlich. Planks wie immer verdammt gut. Holy spitzenklasse. Und gottverdammte Scheiße: Barren. Was für eine verdammt korrekte und coole Band. Die Ansagen werd ich vermissen. RIP. Das war tatsächlich ein Verlust für alle.
Das wars im Prinzip für diesen Monat, was den Nostalgie-Kram betrifft.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- The top 40 nu metal songs of all time von loudersound.com, Teil 2 35. "My Own Summer (Shove It)" von Deftones aus "Around The Fur" (1997)
YES. Hier stimmt alles. Dieses Riff. Chinos melodischer Gesang als auch seine Growls. Und dieses großartige Video. Und der Text. Herrlich. Liebe es.
10/10 Pfandflaschen 34. "Drive" von Incubus aus "Make Yourself" (1999)
Kann mich dunkel an dieses coole Video erinnern. Das ist für mich schon kein Nu Metal, sondern "beyond that". Aber verdammt gut, sehr eingäng. Like it.
9/10 Pfandflaschen 33. "One Step Closer" von Linkin Park aus "Hybrid Theory" (2000)
0% naked girls
0% flexing
100% shutting up when Chester is talking to you
10/10 Pfandflaschen 32. "Turn Me On, Mr. Deadman" von The Union Underground aus "...An Education In Rebellion" (2000)
Was für ein komischer Bandname. Was für ein komischer Songtitel. Was für ein komischer Albumtitel. Aber gut, ist ganz cool. Erinnert mich an "When Worlds Collide" von Powerman 5000 in langsamer.
8/10 Pfandflaschen 31. "Push It" von Static-X aus "Wisconsin Death Trip" (1999)
YEAH YOU PUSH IT
YEAH YOU PUSH IT
YEAH YOU PUSH IT
WOOOOH YOU PUSH IT (PUSH IT)
WOOOOH YOU PUSH IT (PUSH IT)
I SEE IT I NEED IT
I SEE IT I NEED IT
WOOOOOOOOH
Witzig. Ich dachte, dass das hier das vorerst letzte Sepultura-Album in dieser Rubrik sein wird. Aber nein, sie haben tatsächlich vor wenigen Wochen ein neues rausgebracht. Jedoch wird es erst dauern, bis ich das in die Finger bekomme. Darum ist "Machine Messiah" wohl tatsächlich erstmal das letzte Sepultura-Album für mich.
Das Konzeptalbum "Machine Messiah" handelt von der "Robotisierung der Gesellschaft". Laut der Band scheint der moderne Mensch von der Maschine abzustammen und kehrt nun zu seinem Macher zurück. Würde es einen modernen Gott geben, wäre dieser ein Cyborg oder so.
Ich weiß nicht, wie Sepultura es schaffen, sich regelmäßig zu steigern. Das ist einfach der Wahnsinn. Und ja, tatsächlich ich würde behaupten, das hier ist äußerst progressiv. Es enthält die Sepultura-Elemente, die die Band schon immer ausgemacht haben. Thrash Metal/Hardcore Punk als auch (mittlerweile) Klassikelemente, wie in "Kairos". Andreas Kisser leistet ganze Arbeit was sein Gitarrenspiel angeht. Derrick Greens Gesang ist auch viel besser geworden. Also nicht, dass er davor schlecht war. Diesmal sind die Growl-Passagen noch besser und es zeigt sich dass er verdammt guten cleanen Gesang meistern kann. Ich finde es nach wie vor großartig, was diese Band geleistet hat. Sie haben es geschafft, sich spieltechnisch zu verbessern und haben sich neuen musikalischen Wegen geöffnet ohne den Kern ihres Sounds zu verlieren. Und Konzeptalben stehen ihnen sehr gut. Weiter so!
Sum 41 Discography: Chuck (2004)
Hurra! Eine neue Discography! Um zu den Reviews von den beiden Vorgängeralben zu kommen klickt hier und hier.
Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, als das "We're All To Blame"-Musikvideo bei MTV gelaufen ist und dass ich mich damals gefragt habe was zur Hölle denn mit dieser witzigen Band passiert ist. Alles ist plötzlich so düster und bitterernst. Es stellte sich heraus, dass die Story hinter dem Album eine ziemlich heftige ist. Sum 41 haben nämlich mal eine Pause vom Touren gemacht
und beschlossen an einen Dokumentarteam für die Stiftung "War Child Canada" teilzunehmen. Dafür reisten sie ins Kriegsgebiet Kongo und erlebten dort schreckliches. Ihr Hotel befand sich nämlich plötzlich inmitten von Gefechten. Alle Gäste inklusive der Band hatten Angst. Zum Glück gabs einen UN-Peacekeeper namens Charles "Chuck" Pelletier, der es geschafft die Lage zu beruhigen und Hilfe zu rufen. Nach ihm ist dieses Album benannt worden.
Die Reise hat die Band sehr beeinflusst und darum entfernt man sich auf diesem Album stark von pubertären Witzen und dergleichen. Stattdessen geht es um Krieg, Drogensucht, Depression und all die Sachen die auf einen eindreschen wenn man plötzlich merkt dass das ganze Leben sich nicht um Party und Saufen dreht. Die vier Kanadier hören sich an als wären sie plötzlich über Nacht erwachsen geworden. Der Sound ist auch wesentlich düsterer. Klar gibt es immer noch Punkrock/Pop-Punk-Elemente, allerdings hat man den Sprechgesang weggelassen und sich an Metal orientiert. Von den ersten drei Alben ist es höchstwahrscheinlich das beeindruckendste und abwechslungsreichste. Es ist sehr gut.
9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: 88, Pieces, No Reason, We're All To Blame
Verdammte Scheiße, ich liebe dieses Album. Auch wenn es verhältnismäßig ziemlich simpel ist. Ich liebe es. Und ich versuche euch mal darzustellen wieso.
Es hat einfach die richtige Länge für ein Punkrock-Album. Und es beginnt mit einem abfälligen Rotzen. Außerdem: Es ist das verfickte zweite Album. Viele Bands habens schon beim zweiten Album sehr schwer, weil das erste so erfolgreich war und sie es als eine Mammutaufgabe sehen den Vorgänger irgendwie zu toppen. Oder auch nur ansatzweise an den Erfolg anzuknüpfen.
"Does This Look Infected?" ist meiner Meinung so das ziemliche Gegenteil von "All Killer, No Filler". Das Major-Debüt war quasi "Wir sind eine junge, aufstrebende Band, machen überteuerte Videos worin wir unseren Spaß haben und verkörpern die Blödel-Band schlechthin". Das hier ist eher "Oh fuck, das Leben ist vielleicht doch nicht so einfach und so lustig wie wir es uns am Anfang vorgestellt haben."
So geht es um Drogenkonsum ("All Messed Up"), die Welt nach 9/11 ("Still Waiting"), Abschottung von der Außenwelt ("Mr. Amsterdam"), HIV ("The Hell Song") oder naja Anna Nichole Smith ("Anna Nichole Is a Cunt"). Letzterer Song wurde nach dem Tod Smiths nicht mehr gespielt.
Musikalisch hört man definitiv Metal-Einflüsse. Wenn man ganz genau zuhört, merkt man diese klitzekleinen Maiden/Metallica-Tributes. Ansonsten harter Pop-Punk der allerdings hörbar bleibt und nicht ins Klischeehafte abdriftet. Pop-Punk 2002 ist halt was komplett anderes als heutzutage. Da hat man es sich öfter geleistet rauer zu klingen und nicht um Teufels Willen wie so n Chorknabe.
Man hört viel Frustration in den Lyrics raus aber auch eine gewisse Reife. Ich mag das total. Es ist ein weiterer Beweis für den Wachstum einer damals recht neuen Band. Und sie machen bis heute weiter und sind keineswegs cringy geworden. Aber das werden wir irgenwann bei "So isses, Musik!" sehen.
Was mir auch besonders positiv aufgefallen ist: Die Musikvideos. Für "The Hell Song" musste man wohl nur die Actionfiguren bezahlen. Bei "Still Waiting" nimmt man "The"-Bands aufs Korn... Und generell hat man es scheinbar nicht eingesehen für ein Musikvideo horrende Summen zu bezahlen.
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: All Messed Up, Still Waiting, The Hell Song, Mr. Amsterdam, Thanks for Nothing
Allrighty, Freunde der Sonne. Der Februar wird ein "Wir starten eine neue Discographie"-Monat. Soll heißen, es werden Bands vorkommen, dessen Alben ich auf diesem Blog noch nie reviewt habe. Noch nie. Vllt. werde ich deren Discographien fortsetzen, vllt. aber auch nicht. Jedenfalls werden es immer die ersten Alben sein. Also quasi auch ein "Debütalbum"-Monat. Yes.
"All Killer No Filler" von Sum 41 ist nicht die erste Veröffentlichung der Band. Diese war eigentlich die EP "Half Hour of Power". Allerdings behaupteten die Boys, dass das hier ihr erstes Album sei. Und nichts anderes. Es ist nach eigenen Angaben beeinflusst von Bands wie Pennywise, The Beatles und Rancid. Ich behaupte da kommt noch einiges dazu. Und zwar Hip-Hop als auch New Wave of British Heavy Metal marke Iron Maiden. Ein Tribut an die letzteren sind das Intro als auch das Outro ("Pain for Pleasure"), welches irgendwo auch nach Spandex und Hair Metal riecht. Hip-Hop hört man bei "Fat Lip" ganz eindeutig. Ansonsten ist "All Killer No Filler" Pop-Punk der mal ganz eindeutig an die Anfänge des Punk-Revivals (Green Day usw.) zurückgreift, andererseits aber ein paar "heftigere" Elemente vorweist. Pluralistischer, Anfang-2000er College Pop Punk über Einsamkeit, Faulheit, Pubertät und allerlei andere Themen. Wer die Band als einen weiteren "Band mit Zahl"-Klon von Blink-182 abstempelt, der wird sich das glaub ich sowieso nicht anhören. Jedoch möchte ich mal anstoßen diesem Album eine Chance zu geben. So ganz ehrlich, bei solchen Texten....
"Strollin' to the party like my name is El ninio
Well I'm hangin' out drinking in the back of an El camino
As a kid, was a skid and no one knew me by name
I trashed my own house party cause no body came
Well I know I'm not the one you thought you knew back in high school
Never going, never showing up when we had to
Attention that we crave don't tell us to behave,
I'm sick of always hearing act your age
I don't want to waste my time
Become another casualty of society
I'll never fall in line
Become another victim of your conformity
And back down"
("Fat Lip")
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Summer, In Too Deep, Motivation, Never Wake Up, Fat Lip