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Dienstag, 18. Oktober 2022

So isses, Musik!#153

Hallo!

Das hier ist die eher magere Ausgabe. Gegen Ende des Monats kommt auf jeden Fall die mit mehr Inhalt. Sowohl Halloween bezogen als auch nicht Halloween bezogen. Deal.

Absoluter nicht Halloween-Content:

Blink-182 sind wieder in ihrer (fast) Original-Besetzung, gehen nächstes Jahr auf Tour und kündigen neues Album an. Außrdem gibt es einen unfassbar pubertären Teaser-Trailer, der voll mit Orgasmus-Witzen ist, genauer gesagt einen der sich um das Wort "coming". Der neue Song "Edging" ist, zumindest vom Titel her, eine Anspielung auf eine bestimmte Masturbations-Technik. Ich hoffe zumindest dass es nicht, in dem Alter, zurück zu Pipi-kaka-ficki-ficki-witzen geht.


Ich habe mir inzwischen auch die neue Single angehört und muss sagen, dass ich nicht wirklich begeistert bin. War auch kein großer Fan der letzten zwei Alben, oder zumindest von "California" nicht während ich "Nine" doch in Ordnung fand. Mich hat es immer (leicht) gestört dass der gesangliche Gegensatz weggefallen ist. Die Stimme von Tom DeLonge war immer eher hoch, während die von Mark Hoppus eher melodisch und sanft war. Der Gegensatz ist durch Matt Skiba weggefallen, dessen Stimme der von Hoppus ziemlich ähnlich war, meines Erachtens. Dazu noch ziemlich viel Autotune. Interessanterweise ist das hier auch der Fall, trotz der Rückkehr von Tom DeLonge. Wir haben hier zwei Stimmen die sich sehr sehr ähneln, sodass ich kaum sagen kann wer grade singt. Außerdem sind die Lyrics unfassbar 08/15. "What we started" reimt sich auf "broken hearted". Wer hätte das gedacht. Schade eigentlich. 


Irgendwie Halloween-Content:

O:

Die Soundtracks sind schon längst vorbei. Allerdings wollte ich nicht unbedingt weiter machen um den Halloween-"Rhythmus" nicht zu unterbrechen, was allerdings irgendwie Quatsch ist.... Jedenfalls habe ich grade nicht so viel Bock meine Musikkollektion wieder breit zu treten. Wie auch immer, hier sind paar Songs von den "The Crow"-Soundtracks:

"Dead Souls" (Joy Division Cover) von Nine Inch Nails aus dem Soundtrack zu "The Crow"


"I'm your Boogieman"(Commodores Cover) von White Zombie aus dem Soundtrack zu "The Crow: City of Angels"


"Burning Inside" (Ministry Cover) von Static-X featuring Burton C. Bell (Fear Factory) vom Soundtrack zu "The Crow: Salvation"


Die obligatorische Discography:

Black Sabbath Discography:
Born Again (1983)

Okay, ich habe versucht ganz neutral an das Album heranzugehen und habe es tatsächlich geschafft. Dennoch schwang anfangs noch dieses merkwürdige Gefühl mit. Black Sabbath, ohne Ozzy, ohne Dio, dafür aber mit Ian Gillan, seines Zeichens ehemaliger Sänger von Deep Purple? Kann das gut gehen?


Das kann, muss aber nicht. Doch zuerst zu den ganzen super interessanten Fakten. Sänger Ronny James Dio und Drummer Vinnie Appice haben die Band verlassen bzw. wurden entlassen, unter anderem weil sie heimlich irgendwas am Mix ändern wollten. Dio galt nämlich als Kontrollfreak und Perfektionist. Bill Ward kehrte zur Band zurück und war scheinbar von seiner Alkoholsucht befreit. Ian Gillan, der zuvor seine dritte Band (nach Deep Purple und Ian Gillan Band), Gillan aufgelöst hatte sagte in einem Pub im betrunkenen Zustand zu bei Black Sabbath einzusteigen. Hauptsächlich wegen Geld. Das Albumcover stammt von einem Designer der ebenfalls für Ozzy Osbourne Cover kreiert hat. Steve Joule, wie der Mann hieß, wollte nicht in den Konflikt zwischen Black Sabbath und Ozzy reingezogen werden und entschied sich für die Band nur noch beschissene Cover zu machen. Interessanterweise hat das Cover Bandmanager Don Arden (der zugleich Sharon Osbournes Vater war) tatsächlich gefallen. Ich finde es merkwürdig lustig, es wirkt wie ein mit Paint zusammengeschustertes Meme, dass nur noch frittiert gehört. Dasselbe Bild, also das Baby dass später Teufelshörner bekommen hat, haben auch Depeche Mode für ihre Single "New Life" verwendet. Auf der Tour hat man eine Zeit lang versucht ein Stonehenge Modell auf der Bühne aufzustellen. Diesen Umstand haben Spinal Tap in ihrem Film "This Is Spinal Tap" parodiert. 

"Born Again" hört sich an wie eine Mischung aus... Black Sabbath und Deep Purple. Tatsächlich. Sprich, ähnliche Riffs wie bei der Besetzung mit Dio am Gesang, Instrumentalstücke von Keyboarder Geoff Johns, bluesige Anleihen und Texte die so gar nicht zu der Band passen. Zumindest meines Erachtens nicht. Klar, Sabbath haben bis dahin schon über Alkohol und Drogen gesungen. Aber nicht darüber dass man voll besoffen ein Auto kaputt fährt. Denn genau davon handelt der Opener "Thrashed". Ian Gillan ist nämlich betrunken in Bill Wards Auto gestiegen und hat es kaputt gefahren. Was für ein furchtbarer Song. Dieser Kreischgesang von Gillan zu Beginn bereitet mir Kopfschmerzen. Außerdem reimt er "Tequila" auf "Tequila".  Der Titelsong "Born Again" ist tatsächlich mit das beste was das Album zu bieten hat. Eine großartige, "Powerballade" wenn man das so nennen darf. "Digital Bitch" und "Zero To Hero" sind so cringey, dass sie schon wieder lustig sind. Ich dachte nicht, dass ich es jemals erlebe dass Sabbath einen Song mit "WHAT YOU GONNA BE WHAT YOU GONNA BE BROTHER ZEEEEROOOO THE HEROOOO!" haben werden. Halten wir es noch mal fest: "Born Again", die Instrumentals "Stonehenge" und "The Dark" sind großartig. Ebenso "Disturbing The Priest". Der Rest ist eine merkwürdige Anbiederung an 80er Jahre Hair Metal/Hard Rock. Und es ist komisch abgemischt, höchstwahrscheinlich. Außerdem ist es das Album was Bill Ward wieder in den Alkoholismus getrieben hat, sodass er später durch Bev Bevan ersetzt wurde. Darum:

5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Born Again, Disturbing The Priest, Stonehenge, The Dark

Philipp:

Geezer Butler, Ian Gillan, Tony Iommi, Bev Bevan
"Man könnte es sich jetzt als Kritiker (oder wie auch immer man das nennen mag, was ich hier gerade mache) und sagen, dass alles, was Black Sabbath nach „The Mob Rules“ veröffentlicht haben, sowieso nicht mehr Black Sabbath ist sondern nur ein Tony Iommi-Soloprojekt mit wechselnden Mitspielern und man kann sich das eh nicht mehr vernünftig anhören.

So einfach ist es aber nun mal wirklich nicht. Das Besetzungskarussell ist nicht von der Hand zu weisen, für den ausgeschiedenen Dio singt nun der ehemalige Deep Purple-Sänger Ian Gillan und Vinny Appice wurde durch den Original-Schlagzeuger Bill Ward ersetzt (welcher kurz nach dem Aufnahmen zu dem Album wohl auch aufgrund seines Alkoholismus wieder aus der Band flog) und schlecht ist das hier keineswegs, ein paar Schattenseiten gibt es aber tatsächlich:

Trashed beispielsweise mit seinem hedonistischen Text und der etwas dürftigen musikalischen Umsetzung mit Abstand DER bis dato schlechteste Opener eines Sabbath-Albums, man biedert sich auf diesem Lied schon auf etwas übertriebene Art und Weise bei dem damals durchaus sehr erfolgreichen Glam Metal an, die meisten anderen Songs (man merkt es schon an Titeln wie „Disturbing The Priest“, dass sich hier durchaus bei den ersten 4 Alben bedient wurde) sind ziemlich gut, negativ hervorzuheben ist definitiv noch „Digital Bitch“, die Strophe ist einfach lustloser Hardrock nach Lehrbuch und der Refrain mit seinen drei Akkorden und dem Reim „Rich“ auf „Bitch“ auch alles andere als Sabbath-worthy. Ein paar Perlen sind aber doch zu finden: Born Again hingegen (mein persönlicher Lieblingssong) ist eine düstere und großartige Power-Ballade, die einfach perfekt zu Gillans Stimme passt, Potential war auf jeden Fall durchaus vorhanden. Überlegt man sich jedoch, dass von den 9 Songs des Albums 2 instrumentale Intros für den jeweils darauffolgenden Song sind, ist die Quote gar nicht mal so gut.

Alles in allem ein wirklich durchwachsenes Album mit super viel Potential, Gillans Stimme passt definitiv gut zum hier dargebotenen Material und es gibt definitiv mehr Hits als auf Technical Ecstasy, das war s aber leider auch schon.

Ach und wir müssen auf jeden Fall noch über das Cover reden: Der Künstler (dessen Namen ich an dieser Stelle nicht nennen möchte haha) war zur selben Zeit auch für Ozzy Osbourne tätig und wollte die Anstellung bei diesem, welcher damals noch mit den restlichen Sabbath-Mitgliedern zerstritten war, nicht riskieren und entwarf daher ein möglichst bescheuertes und absurdes Cover und das ist wirklich gelungen, es fehlt eigentlich in kaum einer Liste der schlechtesten Plattencover aller Zeiten, auf jeden Fall ganze Arbeit.

A propos Cover: Auf der zum Album gehörigen Tour haben Black Sabbath tatsächlich „Smoke On The Water“ von Deep Purple gecovert und das finde ich in seiner ganzen Absurdität durchaus erwähenswert.


Anspieltipps:

Born Again, Disturbing The Priest, Zero The Hero
6/10 Pfandflaschen"

Raphael:

"Herzlich willkommen im nächsten Abschnitt der sabbath’schen Achterbahnfahrt. Wir erinnern uns an Berg- und Talfahrt in den 1970ern und an die darauffolgende Rettung des Namens Black Sabbath durch den Deus Ex Machina Ronnie James Dio. Und jetzt im Jahre 1983 geht es wieder bergab. Die kurzen Fakten: Dio und Drummer Apice haben die Band verlassen, Bill Ward ist trocken und wieder dabei, Iommi und Butler sind sowieso dabei. Dann galt es nur noch die Position am Gesang zu besetzen, was der neue Manager Don Arden nach einigen gescheiterten Versuchen mit anderen Sängern mit der Personalie Ian Gillan tat. Deep Sabbath oder Black Purple? In jedem Fall war es wohl eine Konstellation, die nicht von Harmonie und gemeinsamem Proben geprägt war. Darüber hinaus hat „Born Again“ das wohl hässlichste Cover Artwork der gesamten Black Sabbath Historie – das sagt Bill Ward auch.

Und musikalisch? Die Geister scheiden sich daran, ob „Born Again“ ein Black Sabbath Album ist oder nicht. Laut Geezer Butler war es das nicht, aber das Management hat dem Ganzen den Namen Black Sabbath aufgedrückt, und deshalb schreiben wir jetzt darüber.

Der Heavy Metal Opener „Trashed“ wird vielen Hörenden bereits den ersten Schrecken eingejagt haben. Das Black Sabbath Feeling kehrt dann wieder mit dem Effekt-Zwischenspiel „Stonehenge“ wieder. Aber auch aus dieser nostalgischen Trance wird man durch den nächsten Schrei von Gillan jäh herausgerissen: ‚Disturbing the Priest‘ drischt erst mächtig rein, bevor es in düsteren Passagen für etwas Erholung sorgt. Der kurze Walgesang „The Dark“ leitet den wohl stärksten Song des Albums „Zero the Hero“ ein. Die Nummer eignet sich übrigens sehr gut zum Workout.

Ähnlich wie in „Zero the Hero“ passen auch im ersten Song der B-Seite „Digital Bitch“ Musik und Gillans Stimme am besten zusammen. Noch stärker inszeniert sich der Sänger in der Feuerzeug-Ballade „Born Again“. Spätestens hier haben die Fans der ersten Stunde aufgegeben, Sabbath Sound zu bekommen und geben sich den neuen Klängen hin. Da ändern auch die NWoBHM Hymne „Hot Line“ und das Cock Rock Schwergewicht „Keep it warm“ nichts mehr dran.

Die Bewertung fällt hier besonders schwer, weil „Born Again“ einfach kein Black Sabbath Album ist. Klar ist das Album stärker als „Technical Ecstasy“. Klar hat Bill Ward sich hier am Schlagzeug selbst übertroffen. Betrachtet man wiederum den kaum auffallenden Bass von Geezer Butler und die deutlich heruntergeschraubte Gitarrenarbeit von Toni Iommi wird doch der Eindruck stark, dies sei ein komplett neues Projekt. Der Gesang von Ian Gillan ist da zweifelsohne nur ein weiterer verstärkender Faktor. Deshalb vergebe ich dieses Mal zwei Bewertungen.
Black Sabbath – „Born Again“: 4/10 Pfandflaschen und

Gillan/Iommi/Butler/Ward – „Born Again”: 6/10Pfandflaschen"

Und hier ist das Musikvideo zu "Zero The Hero":



Freitag, 22. Oktober 2021

So isses, Musik!#132

Okay, für den zweiten Teil des "So isses, Musik!"-Halloween-Shocktober-Specials werde ich etwas auf die Bremse treten. Diesmal gibt es zwei kleinere Musik-Themen, die mit YouTube-Videos garniert werden. 

Horrorcore

Irgendwann vor mehr als 15 Jahren habe ich das erste Mal "Insane Clown Posse" gehört. Ich glaube, dass ich das erste Mal von ihnen gehört habe als sie diesen Beef mit Eminem hatten. Anfang der 2000er habe ich sie auch bei MTV gesehen. Über zehn Jahre später erst hatte ich sogar eine kurz Phase in der ich massiv ICP-Musik gepumpt hab und auch anderen Horror-Rap. Hielt nicht besonders lang. Trotz all der Vorurteile über die Crew (insbesondere wegen dem Musikvideo zu "Miracles") oder ihre Fans (die Juggalos) muss ich sagen, dass sie einige gute und catchy Songs hatten. Eines ihrer besten Songs ist allerdings ein Cover von der 80er Jahre Band Sly Fox. Darin geht es auch nicht wirklich um Horror-Themen, allerdings zeigen sie im Musikvideo ein typisches Szenario einer Kleinstadt die von Horror-Clowns überrrant wird. Hier ist "Let's Go All The Ways".



Mindestens genauso erwähnenswert ist meiner Meinung nach "We Don't Die" von ICPs Brüdern im Geiste, dem Horrorcore-Duo Twiztid. Ich weiß bis heute nicht mehr was sie sonst so gemacht haben. Aber dieser Song ist lit. Weil er Gitarrenbeats hat und klischeehafte Texte über die Zahl 666 und so. Man kann sagen was man will über diese Leute. Aber diese Fangemeinde hält zusammen wie eine riesige Familie. Und darum gehts auch im Song.




Irgendwann später habe ich deutschsprachigen Rap für mich entdeckt. Und damit auch Taktlo$$ oder Takti der Blonde oder wie auch immer er sich heutzutage nennt. "Horrorclowns" lief eine Zeit lange pausenlos und ist heute auch noch n Klassiker. Ist eine Zusammenarbeit mit MC Basstard, den heutzutage glaube ich keine Sau mehr kennt. 




Etwas ganz anderes, oder leicht anderes. Necro, der Erfinder des sogenannten "Death Rap" hat jetzt nicht immer Horror-Thematiken in Texten, dafür aber Splatter-Referenzen und Gewalt. Ich habe das Album, aus welchem der Song "Empowered"  stammt schon mal hier reviewt. Eigentlich möchte ich gar nicht so viel drüber schreiben, aber das hier ist eine gute Überleitung zum nächsten Thema.





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Nu Metal Soundtracks zu Horrorfilmen

Anfang der 00er Jahre war eine Hochzeit für zwei verschiedene Dinge. Neuartige Horrorfilme bzw. die Renaissance von Teenie-Slashern und generell neue Ideen als auch Nu Metal. Darum gibt es so einige Horrorfilme aus der Zeit mit tonnenweise Nu Metal oder Post Grunge auf dem Soundtrack. Und ja, auch anderem Kram der in eine ähnliche Richtung geht. Darum möchte ich die Soundtracks hier verlinken und die besten Songs hervorheben.

Freddy vs. Jason (2003)

Leider lässt ich nur jeweils ein Song einbetten, darum lege ich euch ans Herz in die Soundtracks reinzuhören. Auf dem Soundtrack zu "Freddy vs. Jason" von Ronny Yu sind meiner Meinung nach die besten Songs:




Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr was ich von Michael Bays Remake von "Texas Chainsaw Massacre" gehalten habe. Allerdings hatte der Film einen ebenfalls Nu-Metal-igen Soundtrack. Der "Titelsong" für mich, weil das Video dazu Szenen aus dem Film beinhaltet ist auf jeden Fall "Suffocate" von Motograter. Die anderen, die ich als gut empfinde sind: "Deliver Me" von Static-X, "Archetype" von Fear Factory, "Down In Flames" von Nothingface (RIP Matt), "Ruin" von Lamb Of God, "Enshrined By Grace" von Morbid Angel




Man darf niemals den Soundtrack zu "Queen Of The Damned" vergessen. Die Songs wurden geschrieben von Jonathan Davis (KoRn) allerdings größtenteils vorgetragen von Größen wie Jay Gordon (Orgy) oder Chester Bennington (Linkin Park). Egal, ob man den Film mag oder nicht. Der Soundtrack ist Hammer. Was mich etwas traurig stimmt, ist das drei Mitwirkende am Film bzw. Soundtrack nun tot sind. Die R&B-Sängerin und Hauptdasrstellerin Aaliyah, Chester Bennington und Wayne Static von Static-X. Mein Lieblingssong hierauf ist "Cold" von Static-X. Aber das hier wären die anderen die ebenfalls klar gehen: "System" von Chester Bennington, "Slept So Long" von Jay Gordon, "Dead Cell" von Papa Roach, "Change (In The House Of Flies" von Deftones und "Before I'm Dead" von Kidney Thieves




Zugegeben, "Dracula 2000" war gar nicht so gut und der Soundtrack bietet auch nicht besonders viel aufregendes. Trotzdem gibt es hier ein paar Songs die gut ins Ohr gehen. Zum Beispiel "Avoid The Light" von Pantera, "Otsego Undead" von Static-X und natürlich "Ultra Mega" von Powerman 5000:




Der erste Teil der "Resident Evil"-Realfilmreihe hatte einen wirklich sehr abwechslungsreichen Soundtrack. Wenn ich so genau zurückdenke habe ich die CD damals ausgeliehen gehabt und immer wieder "My Plague" von Slipknot abgespielt. Andere nennenswerte Songs: "Something Told Me" von Coal Chamber, "The Name Of The Game" von The Crystal Method, "Invisible Wounds" von Fear Factory, "Anything But This" von Static-X, 



So und damit sind wir am Ende. Ich habe auch kein Bock mehr. Tschö mit Ö. 

Mittwoch, 10. Februar 2021

Album der Woche#478: Static-X - Machine (2001)

Hallo und herzlich willkommen zum zweiten Review im Themenmonat Februar der unterm Motto "2001: A Nu Metal Odyssey" läuft. Eigentlich gibt es gar kein Motto. Ich reviewe einfach nur Nu Metal Alben die dieses Jahr zwanzig Jahre alt werden.

"Machine" von Static-X ist das zweite Album, was diese Band jemals herausgebracht hat. Prinzipiell ist es weniger Nu als Industrial Metal. Aber wir wollen ja nicht in Kleinigkeiten verfallen. Das Album wurde größtenteils alleine von Sänger und Gitarrist Wayne Static während der Tour zum Debütalbum "Wisconsin Death Trip". Darum forderte er auch dass die Einnahmen nicht durch vier geteilt werden, was zu Spannungen innerhalb der Band führte. Gitarrist/Keyboardist Koichi Fukuda stieg daraufhin aus und wurde durch Tripp Rex Eisen (Dope, später auch Murderdolls und verhaftet wegen Sex mit einer Minderjährigen - nein das ist kein Bandname) ersetzt. Dieser ist hier jedoch nicht zu hören und bloß auf den Photos im Booklet zu sehen.

Ich höre deutlich mehr Industrial-Einflüsse, mehr Beats und Keyboards. Das passt auch sehr gut zum Albumtitel und der "chaotisch" wirkenden jedoch eigentlich gar nicht chaotischen musikalischen Leistung. Auf den ersten Blick haben wir eine Ansammlung von schnellen Riffs, geschrienen und geflüsterten Vocals und das Gefühl als hätte man eine Maschinenhalle betreten. Beim zweiten Blick stellt man fest, dass all dieses Chaos sehr klar strukturiert ist und jeder Song einen eigenen Rhythmus hat. Man hat hier auch sehr Zuhörer freundlich gearbeitet und mitten drin einen eher langsameren Song eingebaut: "Cold", der auch auf dem Soundtrack zu "Queen Of The Damned" gewesen ist. Als Promo gab es übrigens auch einen Comic vom Verlag "Chaos! Comics", der kurz darauf Pleite ging. Wer (digitale) Kopien davon hat, der möchte sich bitte an mich wenden. Danke.

Als ich 12 oder 13 war habe ich "Machine" endlos oft gepumpt. Mein Opa musste das "ertragen", fand es aber insgesamt gar nicht schlecht und meinte, dass er sich an Rammstein erinnert fühlt. Da liegt er eigentlich gar nicht mal so falsch, weil Rammstein ihre Einflüsse im Industrial haben und Static-X wie die Ostberliner irgendwann das Anliegen hatten "tanzbaren" Metal zu machen. Death Disco nannten sie das. Ich bin nach knapp 20 Jahren immer noch zu frieden.

8,75/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Cold, Otsego Undead, Get To The Gone, Structural Defect


Dienstag, 17. März 2020

So isses, Musik!#98

A LOOK IN THE PAST: 

FRANTIC FLINTSTONES + AS DIABATZ am 28.03.2009 im Z-Bau, Nürnberg

Jesus Fuck. Ich erinnere mich ziemlich dunkel. Fast als wäre es vorletzte Woche passiert. Ich war mit einer guten Freundin von mir und zwei weiteren Leuten (eine davon kannte ich eig. gar nicht, die andere find ich aus heutiger Sicht eher nicht so) in Nürnberg auf einem Konzert von Frantic Flintstones. Für damalige Verhältnisse (Schüler in der 10. Klasse?) waren 15€ schon ziemlich viel für As Diabatz, eine All-Women-Psychobilly-Band aus Brasilien fand ich davor schon richtig cool und hab mich wie bolle geFrantic Flintstones kann ich mich allerdings kaum erinnern. Bis auf das das Chuck Flintstone (der Sänger), von der besagten Freundin gefragt wurde ob er XY aus Würzburg kennt, woraufhin er entgegnete mit "WHO THE FUCK IS XY?". Das fand ich sehr lustig. Weniger lustig, fand ich die Tatsache dass das Auto mit dem wir hingekommen sind komplett voll war, mit den anderen beiden Leuten sodass wir nirgendwo schlafen konnten. Also suchten wir Unterschlupf im Kunstverein Nürnberg (was sich direkt daneben befindet), wo übrigens am selben Abend Mono Für Alle! gespielt haben und eine ziemlich druff wirkende Party stattfand. Nachdem das KV leider um 5 Uhr zugemacht hat, sind wir zu einer U-Bahn-Station und haben dann den Rest der Zeit abgewartet bis wir irgendwann zum Auto sind, den Rest aufgeweckt haben und dann heimgefahren sind. Was für n Scheiß.
freut. Kann allerdings spontan kein einziges Lied mehr aufzählen. An den Auftritt von
mich. Aber egal, es hat sich gelohnt.

ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2011 am 19.03.2011 in Oettinger Villa, Darmstadt

OOF. Big OOF.

Okay, ich weiß nicht mehr viel von den Bands. Aber da werde ich versuchen mein Gehirn anzustrengend. Ich glaube schon, dass ich Downfall Of Gaia gesehen habe und sie müssen grossartig gewesen sein. Alpinist waren es definitiv. An Planks erinnere ich mich dunkel, und dass ich sie bei einer anderen Gelegenheit (muss ein Frost Punx Picnic gewesen sein) ebenfalls gesehen hab. Sie waren ebenfalls ziemlich ziemlich groß - die Nachfolgeband Ultha ist es nämlich definitiv. An mehr kann ich mich tatsächlich nicht erinnern.

Woran ich mich leider sehr gut erinnern kann, ist dass ich an diesem Abend auf ne ziemlich penetrante und eklige Weise angebaggert wurde. Die Frau wusste, dass ich damals in einer Beziehung war und hatte sich sogar mit meiner damaligen Freundin angekumpelt. Sie hat versucht einen gewissen Moment auszunutzen und hat mich solche Sachen gefragt wie "Ist dir deine Freundin schon mal fremdgegangen?". Ich war ehrlich gesagt nur perplex und wusste nicht so recht was ich machen soll. Das allerschlimmste war allerdings, dass ich nachdem ich in das Ruhrgebiet gezogen bin, die besagte Frau immer wieder gesehen habe weil sie in einer Band spielt und desöfteren im AZ Mülheim zu finden ist. Das fand ich jedes Mal mehr als unangenehm auch wenn ich weiß dass sie sich wahrscheinlich gar nicht an mich erinnern kann.

BOB ROONEY + MOTIVATION + CRIPPLED FOX am 20.03.2011 in Immerhin, Würzburg

An dieses Konzert kann ich mich ebenfalls sehr dunkel erinnern. Ich weiß allerdings noch, dass ich damals auf diese ganzen Spastic Fantastic Records Bands abgefahren bin - und tue es heute auch noch. Bob Rooney habe ich vorher schon auf dem "The Battle Of Doom And Darkness Vol. 2"-
Festival gesehen, allerdings mit einem komplett anderem Sänger. Der neue klang eine ganze Ecke anders und gefiel mir glaube ich nicht so richtig. Ich habe allerdings das T-Shirt noch. Motivation und Crippled Fox waren quasi ein und dieselbe Band. Sie bestand aus teilweise denselben Leuten, nur kam eine oder zwei Person dazu bzw. wurde ausgewechselt. An deren Sound kann ich mich ehrlich gesagt auch kaum erinnern, ist aber wohl so typischer trashiger Hardcore Punk, wie ich ihn damals gerne gehört habe. Und ich weiß noch, dass ein Sänger mir direkt von der "Bühne" volle Kanne in die Beine geflogen ist. Das tat höllisch weh.

ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2012 am 17.03.2012 in Oettinger Villa, Darmstadt

Diesmal kann ich mich an viel mehr erinnern. Unter anderem an die Fahrt dorthin. Es war so heiß, dass wir uns bis auf die Unterwäsche ausgezogen haben. Wir waren auch irgendwo in Hessen, weil wir eine Sparkasse gebraucht haben und ich fand, dass meine Unterhose als Kleidung sehr wohl durchging. Außerdem habe ich einen Haufen cooler Leute dort gesehen und es gab Haschkekse, wovon ich zum Glück nichts gegessen habe.

Die beste Band des Abends waren auf jeden Fall Celeste. Black Metal gespielt von vier Misanthropen aus Frankreich. Im kompletter Dunkelheit, außer vier rote Stirnlampen auf ihren Köpfen. Ich weiß noch dass ich mit einem Kumpel diskutiert habe ob das nun Black Metal sei oder nicht. Er war der tatsächlich der festen Überzeugung das wäre "dunkler Crust Punk", wofür ich ihn auslachen musste. Ich mein, ich bin kein Genre-Purist, aber irgendwo gibts Grenzen. Es gab außerdem noch zwei andere Bands, die ich ohne schlechtes Gewissen empfehlen kann: Finistere und Sailing On.

DEAN DIRG + DERBY DOLLS + SNOB VALUE + KICK IT! am 30.03.2012 im JUZ Mannheim





Das erste richtige Konzert von Dean Dirg für mich. Großartige Band. Snob Value waren ebenfalls sehr sehr sehr gut. Ich weiß noch, dass es mir aus persönlichen Gründen extrem beschissen ging und ich anfing zu rauchen. Was definitiv keine gute Idee war. Jedenfalls bleiben mir nur wenige Erinnerungen an dieses Konzert. Ich glaube, das meiste hab ich verdrängt.







TAPEFABRIK Festival am 14.12.2012 in Schlachthof, Wiesbaden

Oha. Irgendwie habe ich dieses Ticket was an meiner Kommode klebt übersehen und darum gab es im Dezember einfach keinen nachträglichen Bericht dazu. Diesen gibts nämlich auch nicht auf dem ganzen Blog, warum auch immer. Ich kann mich auch nicht an all zu viel erinnern.

Den ersten Act den ich gesehen hab war Pierre Sonality. Das war so ne Mischung aus Rap und Reggae und ich schwöre, ich war nicht bekifft aber ich habe erst Wochen später gecheckt dass es eigentlich Personality heißt. Danach irgendwann Huss und Hodn aka Retrogott und Hulk Hodn. Waren sehr fresh. Inklusive Gastauftritt von Audio88. Daraufhin dann Mach One... Ich kann mich
nicht groß an ihn erinnern, wie gesagt - außer dass irgendwann so n komischer Typ auf mich zukam und meinte: "DER DA DER REDET ÜBER GHETTO DAS IST NICHT REAL MORLOCKK DILEMMA REDET NICHT ÜBER GHETTO!". Und als allerletztes dann natürlich Die Bestesten sprich Audio88, Yassin, Morlock Dilemma, Hiob und die DJs Ecke Prenz und Breaque. Ich fands damals schon ganz cool, schließlich war es mein erstes Hip-Hop-Konzert seit langem und das erste Mal Hiob/Dilemma/Yassin/Audio... Allerdings stört mich der Mixtape-Charakter dieses Auftritts. Es ist einfach ein Best-Of von all ihren Songs und es kommt einfach viel zu kurz. Viel viel geiler wäre es gewesen, hätten sie mehr als nur einen oder zwei Songs miteinander aufgenommen.


ANGESCHIMMELT YOUTH CREW FESTIVAL 2014 am 29.03.2014 in Oettinger Villa, Darmstadt

La Quiete absolut großartig. Oathbreaker einfach nur königlich. Planks wie immer verdammt gut. Holy spitzenklasse. Und gottverdammte Scheiße: Barren. Was für eine verdammt korrekte und coole Band. Die Ansagen werd ich vermissen. RIP. Das war tatsächlich ein Verlust für alle.

Das wars im Prinzip für diesen Monat, was den Nostalgie-Kram betrifft.







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The top 40 nu metal songs of all time von loudersound.com, Teil 2

35. "My Own Summer (Shove It)" von Deftones aus "Around The Fur" (1997)



YES. Hier stimmt alles. Dieses Riff. Chinos melodischer Gesang als auch seine Growls. Und dieses großartige Video. Und der Text. Herrlich. Liebe es.

10/10 Pfandflaschen

34. "Drive" von Incubus aus "Make Yourself" (1999)



Kann mich dunkel an dieses coole Video erinnern. Das ist für mich schon kein Nu Metal, sondern "beyond that". Aber verdammt gut, sehr eingäng. Like it.

9/10 Pfandflaschen

33. "One Step Closer" von Linkin Park aus "Hybrid Theory" (2000)



0% naked girls 0% flexing 100% shutting up when Chester is talking to you

10/10 Pfandflaschen

32. "Turn Me On, Mr. Deadman" von The Union Underground aus "...An Education In Rebellion" (2000)



Was für ein komischer Bandname. Was für ein komischer Songtitel. Was für ein komischer Albumtitel. Aber gut, ist ganz cool. Erinnert mich an "When Worlds Collide" von Powerman 5000 in langsamer.

8/10 Pfandflaschen

31. "Push It" von Static-X aus "Wisconsin Death Trip" (1999)


YEAH YOU PUSH IT
YEAH YOU PUSH IT
YEAH YOU PUSH IT
WOOOOH YOU PUSH IT (PUSH IT)
WOOOOH YOU PUSH IT (PUSH IT)
I SEE IT I NEED IT
I SEE IT I NEED IT
WOOOOOOOOH

Herrlich.

10/10 Pfandflaschen
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Sepultura Discography: Machine Messiah (2017)

Witzig. Ich dachte, dass das hier das vorerst letzte Sepultura-Album in dieser Rubrik sein wird. Aber nein, sie haben tatsächlich vor wenigen Wochen ein neues rausgebracht. Jedoch wird es erst dauern, bis ich das in die Finger bekomme. Darum ist "Machine Messiah" wohl tatsächlich erstmal das letzte Sepultura-Album für mich.

Das Konzeptalbum "Machine Messiah" handelt von der "Robotisierung der Gesellschaft". Laut der Band scheint der moderne Mensch von der Maschine abzustammen und kehrt nun zu seinem Macher zurück. Würde es einen modernen Gott geben, wäre dieser ein Cyborg oder so.

Ich weiß nicht, wie Sepultura es schaffen, sich regelmäßig zu steigern. Das ist einfach der Wahnsinn. Und ja, tatsächlich ich würde behaupten, das hier ist äußerst progressiv. Es enthält die Sepultura-Elemente, die die Band schon immer ausgemacht haben. Thrash Metal/Hardcore Punk als auch (mittlerweile) Klassikelemente, wie in "Kairos". Andreas Kisser leistet ganze Arbeit was sein Gitarrenspiel angeht. Derrick Greens Gesang ist auch viel besser geworden. Also nicht, dass er davor schlecht war. Diesmal sind die Growl-Passagen noch besser und es zeigt sich dass er verdammt guten cleanen Gesang meistern kann. Ich finde es nach wie vor großartig, was diese Band geleistet hat. Sie haben es geschafft, sich spieltechnisch zu verbessern und haben sich neuen musikalischen Wegen geöffnet ohne den Kern ihres Sounds zu verlieren. Und Konzeptalben stehen ihnen sehr gut. Weiter so!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Machine Messiah, Iceberg Dances, Ultraseven No Uta, Alethea


Sum 41 Discography: Chuck (2004)

Hurra! Eine neue Discography!
Um zu den Reviews von den beiden Vorgängeralben zu kommen klickt hier und hier.


Ich erinnere mich noch ziemlich genau daran, als das "We're All To Blame"-Musikvideo bei MTV gelaufen ist und dass ich mich damals gefragt habe was zur Hölle denn mit dieser witzigen Band passiert ist. Alles ist plötzlich so düster und bitterernst. Es stellte sich heraus, dass die Story hinter dem Album eine ziemlich heftige ist. Sum 41 haben nämlich mal eine Pause vom Touren gemacht
und beschlossen an einen Dokumentarteam für die Stiftung "War Child Canada" teilzunehmen. Dafür reisten sie ins Kriegsgebiet Kongo und erlebten dort schreckliches. Ihr Hotel befand sich nämlich plötzlich inmitten von Gefechten. Alle Gäste inklusive der Band hatten Angst. Zum Glück gabs einen UN-Peacekeeper namens Charles "Chuck" Pelletier, der es geschafft die Lage zu beruhigen und Hilfe zu rufen. Nach ihm ist dieses Album benannt worden.

Die Reise hat die Band sehr beeinflusst und darum entfernt man sich auf diesem Album stark von pubertären Witzen und dergleichen. Stattdessen geht es um Krieg, Drogensucht, Depression und all die Sachen die auf einen eindreschen wenn man plötzlich merkt dass das ganze Leben sich nicht um Party und Saufen dreht. Die vier Kanadier hören sich an als wären sie plötzlich über Nacht erwachsen geworden. Der Sound ist auch wesentlich düsterer. Klar gibt es immer noch Punkrock/Pop-Punk-Elemente, allerdings hat man den Sprechgesang weggelassen und sich an Metal orientiert. Von den ersten drei Alben ist es höchstwahrscheinlich das beeindruckendste und abwechslungsreichste. Es ist sehr gut.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: 88, Pieces, No Reason, We're All To Blame

Mittwoch, 10. April 2019

Album der Woche#388: Static-X - Wisconsin Death Trip (1999)

Hallo und herzlich willkommen in a) meiner Jugend und b) den zweiten Review im großartigen 90er Jahre Monat auf "..,klar"!

Wobei das mit der Jugend ist echt gelogen. Eigentlich ist "Machine", das zweite Album, mein Lieblingsalbum von Static-X und ich entdeckte es damals mit 13 oder so. Aber im Jahr 2000 war ich ein ganz schönes Nü-Metal-Kiddo und da am 23.März "Wisconsin Death Trip" 20 Jahre alt wurde, beschloß ich es zu reviewen.

BTW, Static-X sind trotz des Todes des Sängers Wayne Static vor paar Jahren bald wieder auf Tour. Sozusagen auf "Abschiedstour". Weltweit. Sozusagen als eine Art Tribut an ihn. Find ich einerseits sehr korrekt. Finds aber andererseits sehr merkwürdig weil es mit einem Ersatzsänger stattfindet wird der wie Wayne Static in Untot aussieht und sich wie er bewegt. Das klingt nach einer ziemlichen Leichenfledderei.

Anyways: "Wisconsin Death Trip" ist nach einem Buch benannt, welches denselben Titel trägt. Es ist ein Photoband welches von den Einwohner einer Kleinstadt in Wisconsin, USA handelt. Also generell geht es um Tod und wie diese Leute gestorben sind. Ähnlich morbide klingt auch das Album von Static-X. Es ist ein Industrial-Metal-Moloch mit obskuren Lyrics und lauter Samples aus Filmen. Das bekannteste ist wohl das "Than I Get My Shovel" in "I'm With Stupid"... Was eigentlich aus irgendeiner Reportage stammt. Egal. Jedenfall gibt es noch ein Sample aus dem von mir gefürchteten "Begotten" in "Stem". Ich finds genial, wie primitiv und simpel dieses Album ist. Es ist faszinierend wie einfach die Songs aufgebaut sind und wie repetitiv die Texte sind. Man schaue sich nur "Bled For Days" an. Achja, mit "Otsegolation" findet sich der erste Song über einen gewissen Otsego. Danach folgten unter anderem "Otsego Undead" oder "Otsegolectric". Insgesamt kann ich sagen: "Wisconsin Death Trip" ist ein würdiger Vertreter des Spät-90er-Industrial-Metals. Liebe es.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Wisconsin Death Trip, Push It, I'm With Stupid, Bled For Days

Freitag, 31. Oktober 2014

Ohrwurm der Woche#86

Da heute Halloween ist gibt es diesmal mehrere themenbezogene Ohrwürmers.