Posts mit dem Label Fear Factory werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fear Factory werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 7. September 2026

Album der Woche#697: Fear Factory - Archetype (2004)

Ich kann mich grob erinnern vor ca. 22 Jahren ein Review zu diesem Album in einer Ausgabe der Musikzeitschrift VISIONS gelesen zu haben. Der Reviewer hat kein gutes Wort darüber verloren. Aber irgendwie hat mich das gereizt. 3/10 Punkte also. Ich dachte mir damals: "Aber ich kenne die Band doch und sie sind doch gar nicht schlecht." Tatsächlich kannte ich FF schon damals vom Fernsehen und war etwas verwirrt warum sie so wenig Punkte bekommen. 


Ich weiß aus heutiger Sicht nicht ob es das letzte gute Album von FF ist oder ob danach noch vllt. 1-2 Banger kommen. Es ist das erste Album ohne Dino Cazares, bei welchem Christian Olde Wolbers sowohl Bass als auch Gitarre bedient. Ansonsten sind wir beim gleichen Line-Up: Burton C. Bell am Gesang und Raymond Herrera an den Drums. Live wurde die Band von Byron Stroud am Bass unterstützt. 

Was ich tatsächlich nicht gut finde, ist das Artwork. Also.... naja es hat einen faden Beigeschmack. Ich weiß dass ab diesem Zeitpunkt Fear Factory nichts anderes eingefallen ist. Jedes Album nach "Archetype" hatte ein Artwork welches zwei Fs gezeigt hat. In verschiedenen Formen. Das wurde irgendwann ziemlich langweilig, glaube ich.

Ansonsten haben wir ein ähnliches Schema wie bei den vorherigen Alben. Groove Metal mit Industrial Kante und cleanen als auch wütenden leicht-gutturalen Vocals. Es geht um das Internet ("Cyberwaste") bzw. die Menschen die da drin sitzen und andere Menschen bedrohen und naja irgendwie auch wieder um den Menschen in einer technisch hochentwickelten Welt. "Archetype" ist tatsächlich ein Diss gegen Dino Cazares. Er wird darin indirekt als "Infektion" bezeichnet und dass die "Seele der Maschinen" nun sich verbessert hat. Nicht nur ist es eine direkte Anspielung auf das erste Album "Soul Of A New Machine" sondern tatsächlich eine echt derbe Beleidigung. Wer bezeichnet schon andere Menschen als Krankheiten/Infektionen. Geez. Ich glaube, in "Corporate Cloning" geht es um geschmacklose Musik, die von der Industrie immer wieder kopiert und verwertet wird. Man schafft es also diesen Gedanken über Industrialisierung/Menschenverwertung in einer Maschinenwelt beizubehalten - es diesmal nicht nur als Storytelling-Methode zu benutzen sondern als Metapher. 

Der Unterschied zu den anderen Alben ist folgender: "Archetype" ist wesentlich cleaner, weniger aggressiv und man könnte fast schon sagen "weicher". Das macht es nicht schlechter - allerdings stellt sich dann die Frage: Wie zur Hölle machen die danach weiter? Weil wenn es genauso weiter geht und jedes Album sich so anhört, wird es ganz schön langweilig. Es ist ein Banger, der allerdings nicht ganz an die bisherigen Vorgänger rankommt.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Archetype, Slave Labor, Corporate Clothing




Montag, 27. Juli 2026

Album der Woche#691: Fear Factory - Obsolete (1998)

Drittes Album von Fear Factory, wenn man die Demo "Concrete" die früher mal im Schrank von Produzent Ross Robinson archiviert wurde und erst später veröffentlicht wurde, nicht mitzählt. Da ich hier der alleinige Herrscher des Blogs bin (was natürlich nicht wahr ist), habe ich beschlossen nach und nach die Fear Factory-Discography zu verwursten. Aber nicht bei "So isses, Musik!", weil da die Alben manchmal zu kurz kommen und ich irgendwann die Bands satt habe, weil ich mich an deren Musik totgehört habe. So werden bei "Album der Woche" dann und wann Fear Factory-Reviews rauskommen, bis ich auch da die Schnauze voll habe, sodass alles auf "So isses, Musik!" ausgelagert wird. Am besten dann wenn die Alben richtig mies werden. Weil irgendwann werden sie das. Naja, egal.


Drittes Album also. Davor sind "Soul Of A New Machine" und "Demanufacture" rausgekommen. Danach war "Digimortal" an der Reihe. Die Reviews sind alle da. Ihr müsst nur auf die Hyperlinks klicken. So. "Obsolete" ist tatsächlich ein Konzept-Album, während die Alben davor nur grob das Konzept "Mensch vs. Maschine" umrandet haben. Ich habe mir überlegt ob der Titel nicht auf die Überflüssigkeit des Menschen in einer von Maschinen regierten Welt anspielt. Natürlich geht es darum. Die Handlung der Story spielt sich ab im Jahre 2076 als die Maschinen beinahe komplett die Welt erobert haben. Der Mensch hat die Maschinen gebaut um sein Leben zu erleichtern, nun ist der Mensch selbst überflüssig geworden. Es ist eine explosive Mischung aus "1984", "Brave New World" und "2001". In der Erzählung existiert eine Weltregierung namens "Securitron", die alle Menschen überwacht und die "Police 2000" sind ihre Einsatzkräfte. Die Story heißt "Conception 5" und wurde von Sänger Burton C. Bell in nur zwei Wochen geschrieben. Sie ist tatsächlich in drei Kapitel unterteilt, die jeweils "Scene" heißen. So existiert das Album in drei Abschnitten mit jeweils passenden Songs. Der Hauptprotagonist ist der Anführer der Revolution der Menschen, der sich "Edgecrusher" nennt. Da werden Erinnerungen wach an einen gewissen Film von James Cameron. Mir fällt nur der Name nicht ein. "Edgecrusher" ist wohl auch einer der bekannteren Songs von diesem Album. Darin spielt Christian Olde Wolbers einen Kontrabass und es sind Turntable-Scratches zu hören. Ich kannte den Song von einer gewissen "Hörsturz"-Compilation, die ich mir vor Ewigkeiten in einer Bücherei ausgeliehen habe. Zum Glück besitzt Marlyn die besagte Compilation und irgendwann wird es auch zu ihrer CD-Sammlung Reviews geben, aber das nur so am Rande.

"Obsolete" ist ein Nu Metal/Industrial Metal/Groove Metal Konzeptalbumgigant voll mit Maschinensounds, hammergeilen Riffs, Growling und melodischen Gesang. Es erzählt eine Story und gibt sich ordentlich Mühe nicht 08/15 zu klingen. Auch wenn FF gewissermassen einen Sound etabliert haben (gewisse Kritiker nannten das "Ministry meets Slayer", ich bin da allerdings anderer Meinung) und diesen fortführen, wirken sie auf diesem als auch auf dem Nachfolgealbum ganz und gar nicht ausgelaugt oder irgendwie beliebig. Es muss noch einiges in der Bandkonstellation geschehen, sodass alles beschissen und austauschbar klingt. Das hier ist noch sehr originell und innovativ. Ich liebe es, wie der tieftraurige Abschlußtrack "Timelessness" das Album beendet - nur damit dieses in dem Bonustrack "Cars" (Cover von Gary Numan mit selbigen als Gaststänger) fortgesetzt wird. Ich könnte noch was zu den anderen Bonustracks sagen, aber ich lasse es. 

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Edgecrusher, Cars, Timelessness, Descent, Shock


Montag, 1. Juni 2026

Album der Woche#682: Fear Factory – Soul of a new Machine (1992)

Fun Fact zuerst: "Soul of a New Machine" ist nicht nur das erste Album von Fear Factory sondern gleichzeitig auch der Name eines Non-Fiction-Buches von Tracy Kidder. Darin geht es um ein Team von Computer Ingenieuren, die unter großen Zeitdruck einen neuen intelligenten Computer entwickeln. Passend zu dem grundlegenden Thema von Fear Factory: Mensch vs. Maschine dies das ananas. Weiterer Fun Fact: Eigentlich ist es das zweite Album der Band, nach "Concrete" das allerdings erst elf Jahre später veröffentlicht wurde. Zu dem Zeitpunkt bestand die Band aus Burton C. Bell (voc), Dino Cazares (git), Raymond Herrera (dr) und Andrew Shives (b).


Und, wie schon oben gesagt, beschäftigt man sich hierauf mit dem Thema "Mensch erfindet Maschine", allerdings gibt es hier auch einige sozialpolitische Texte. So ist "Crisis" ein Antikriegssong und in "Leechmaster" geht es um eine toxische Beziehung. Man sampelt Anti-Kriegs-Filme wie "Apocalypse Now" oder "Full Metal Jacket". So hören wir die folgende Passage aus dem sogenannten "Rifleman's Creed": "Without me, my rifle is useless. Without my rifle, I am useless. I must fire my rifle true. I must shoot straighter than my enemy who is trying to kill me. I must shoot him before he shoots me. I will ..." gesamplet aus "Full Metal Jacket" in "Crisis". Besonders gut gefallen mir allerdings so Ausfälle wie in "Natividad" oder "Big God/Raped Souls".

Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen Death Metal und Industrial, wobei gleichzeitig Sänger Burton C. Bell cleane Vocals verwendet. Diese könnten ebenso gut zu einer Alternative Metal Band passen die zu dem Zeitpunkt grade ihren Höhenflug gehabt hätte. Es ist eine wirklich sehr gute, und zu dem Zeitpunkt außergewöhnliche, Fusion von zwei Metal-Subgenres. Um es in klischeehaften Metal Magazin Redakteur-Worten zu sagen: Ein schepperndes, knallendes Monstrum, dass sich wie ein Cyborg auf Gleisketten bewegt und mit Hilfe von aus seinen Körper ausschwärmenden Kabel alle Menschen um sich herum ansteckt und ebenfalls zu Cyborgs macht. 

Anspieltipps: Martyr, Crisis, Leechmaster, Self Immolation
8/10 Pfandflaschen



Freitag, 22. Oktober 2021

So isses, Musik!#132

Okay, für den zweiten Teil des "So isses, Musik!"-Halloween-Shocktober-Specials werde ich etwas auf die Bremse treten. Diesmal gibt es zwei kleinere Musik-Themen, die mit YouTube-Videos garniert werden. 

Horrorcore

Irgendwann vor mehr als 15 Jahren habe ich das erste Mal "Insane Clown Posse" gehört. Ich glaube, dass ich das erste Mal von ihnen gehört habe als sie diesen Beef mit Eminem hatten. Anfang der 2000er habe ich sie auch bei MTV gesehen. Über zehn Jahre später erst hatte ich sogar eine kurz Phase in der ich massiv ICP-Musik gepumpt hab und auch anderen Horror-Rap. Hielt nicht besonders lang. Trotz all der Vorurteile über die Crew (insbesondere wegen dem Musikvideo zu "Miracles") oder ihre Fans (die Juggalos) muss ich sagen, dass sie einige gute und catchy Songs hatten. Eines ihrer besten Songs ist allerdings ein Cover von der 80er Jahre Band Sly Fox. Darin geht es auch nicht wirklich um Horror-Themen, allerdings zeigen sie im Musikvideo ein typisches Szenario einer Kleinstadt die von Horror-Clowns überrrant wird. Hier ist "Let's Go All The Ways".



Mindestens genauso erwähnenswert ist meiner Meinung nach "We Don't Die" von ICPs Brüdern im Geiste, dem Horrorcore-Duo Twiztid. Ich weiß bis heute nicht mehr was sie sonst so gemacht haben. Aber dieser Song ist lit. Weil er Gitarrenbeats hat und klischeehafte Texte über die Zahl 666 und so. Man kann sagen was man will über diese Leute. Aber diese Fangemeinde hält zusammen wie eine riesige Familie. Und darum gehts auch im Song.




Irgendwann später habe ich deutschsprachigen Rap für mich entdeckt. Und damit auch Taktlo$$ oder Takti der Blonde oder wie auch immer er sich heutzutage nennt. "Horrorclowns" lief eine Zeit lange pausenlos und ist heute auch noch n Klassiker. Ist eine Zusammenarbeit mit MC Basstard, den heutzutage glaube ich keine Sau mehr kennt. 




Etwas ganz anderes, oder leicht anderes. Necro, der Erfinder des sogenannten "Death Rap" hat jetzt nicht immer Horror-Thematiken in Texten, dafür aber Splatter-Referenzen und Gewalt. Ich habe das Album, aus welchem der Song "Empowered"  stammt schon mal hier reviewt. Eigentlich möchte ich gar nicht so viel drüber schreiben, aber das hier ist eine gute Überleitung zum nächsten Thema.





---------------------------------------------------------------------------------

Nu Metal Soundtracks zu Horrorfilmen

Anfang der 00er Jahre war eine Hochzeit für zwei verschiedene Dinge. Neuartige Horrorfilme bzw. die Renaissance von Teenie-Slashern und generell neue Ideen als auch Nu Metal. Darum gibt es so einige Horrorfilme aus der Zeit mit tonnenweise Nu Metal oder Post Grunge auf dem Soundtrack. Und ja, auch anderem Kram der in eine ähnliche Richtung geht. Darum möchte ich die Soundtracks hier verlinken und die besten Songs hervorheben.

Freddy vs. Jason (2003)

Leider lässt ich nur jeweils ein Song einbetten, darum lege ich euch ans Herz in die Soundtracks reinzuhören. Auf dem Soundtrack zu "Freddy vs. Jason" von Ronny Yu sind meiner Meinung nach die besten Songs:




Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr was ich von Michael Bays Remake von "Texas Chainsaw Massacre" gehalten habe. Allerdings hatte der Film einen ebenfalls Nu-Metal-igen Soundtrack. Der "Titelsong" für mich, weil das Video dazu Szenen aus dem Film beinhaltet ist auf jeden Fall "Suffocate" von Motograter. Die anderen, die ich als gut empfinde sind: "Deliver Me" von Static-X, "Archetype" von Fear Factory, "Down In Flames" von Nothingface (RIP Matt), "Ruin" von Lamb Of God, "Enshrined By Grace" von Morbid Angel




Man darf niemals den Soundtrack zu "Queen Of The Damned" vergessen. Die Songs wurden geschrieben von Jonathan Davis (KoRn) allerdings größtenteils vorgetragen von Größen wie Jay Gordon (Orgy) oder Chester Bennington (Linkin Park). Egal, ob man den Film mag oder nicht. Der Soundtrack ist Hammer. Was mich etwas traurig stimmt, ist das drei Mitwirkende am Film bzw. Soundtrack nun tot sind. Die R&B-Sängerin und Hauptdasrstellerin Aaliyah, Chester Bennington und Wayne Static von Static-X. Mein Lieblingssong hierauf ist "Cold" von Static-X. Aber das hier wären die anderen die ebenfalls klar gehen: "System" von Chester Bennington, "Slept So Long" von Jay Gordon, "Dead Cell" von Papa Roach, "Change (In The House Of Flies" von Deftones und "Before I'm Dead" von Kidney Thieves




Zugegeben, "Dracula 2000" war gar nicht so gut und der Soundtrack bietet auch nicht besonders viel aufregendes. Trotzdem gibt es hier ein paar Songs die gut ins Ohr gehen. Zum Beispiel "Avoid The Light" von Pantera, "Otsego Undead" von Static-X und natürlich "Ultra Mega" von Powerman 5000:




Der erste Teil der "Resident Evil"-Realfilmreihe hatte einen wirklich sehr abwechslungsreichen Soundtrack. Wenn ich so genau zurückdenke habe ich die CD damals ausgeliehen gehabt und immer wieder "My Plague" von Slipknot abgespielt. Andere nennenswerte Songs: "Something Told Me" von Coal Chamber, "The Name Of The Game" von The Crystal Method, "Invisible Wounds" von Fear Factory, "Anything But This" von Static-X



So und damit sind wir am Ende. Ich habe auch kein Bock mehr. Tschö mit Ö. 

Mittwoch, 24. Februar 2021

Album der Woche#480: Fear Factory - Digimortal (2001)

Hallo und herzlich willkommen zum letzten "Album der Woche" im "2001: A Nu Metal Odyssey"-Monat Februar. Diesmal beschäftige ich mich mit der Industrial Metal Band Fear Factory, die auf ihrem vierten Album "Digimortal" etwas mehr in Richtung Nu Metal gegangen ist, und sogar ein Rap/Metal-Song komponiert haben. Zwar nicht so krass wie Machine Head auf "Supercharger" oder "The Bleeding Red".

"Digimortal" steht für "Digital Mortality" und steht für ein Konzept der Abhängigkeit von Mensch und Maschine. Somit ist es ein weiteres Konzeptalbum und das obwohl FF keine Konzeptalben mehr machen wollten. Die Alben davor (bspw. "Obsolete") haben sich ebenfalls mit dem Verhältnis von Menschen und Maschinen beschäftigt. Es waren Fantastereien über eine dystopische Zukunft usw. usf. Quasi die musikalische Verwertung von Cyber Punk Romanen. Diesmal heißt es allerdings, dass beide miteinander arbeiten müssen um gegenseitigen Fortbestand zu sichern.

Was mir besonders hier aufgefallen ist: Das Album wirkt weniger "kompliziert" und "technisch" sondern tatsächlich wesentlich kompatibler mit MTV und Konsorten. Ich erinnere mich noch ziemlich gut daran, dass ich mit 10 Jahren oder so das Musikvideo zu "Linchpin" gesehen habe. Aus heutiger Sicht betrachtet: der Song ist sehr ohrwurmtauglich und knackig. Generell steht melodischer Gesang viel mehr in Vordergrund auf dem Album. Interessant wird es wenn auf "Back The Fuck Up" plötzlich B-Real von Cypress Hill anfängt zu rappen, genauso wie Sänger Burton C. Bell. FF sind hiermit definitiv radiofreundlicher geworden, was nicht bedeutet dass das Album scheiße ist. Das einzige was ich wirklich abgrundtief hässlich finde, ist das Albumcover. Es ist einfach so unästhetisch und banal.

Ich weiß, dass Fear Factory irgendwann in die absolute Bedeutungslosigkeit abdrifteten und ein Album nach dem nächsten rausgehauen haben, die banaler nicht hätten sein können. Aber hier sind sie definitiv noch sehr sehr fresh. Wenn auch viel anders, als auf den alben davor. Daher:

8/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Linchpin, What Will Become!, Back The Fuck Up




Donnerstag, 27. September 2018

Album der Woche#361: Fear Factory - Demanufacture (1995)

"All these years they've tried to break you
To your knees
Anger scours right through your veins

Now it's time to put an end
To all the lies
Now it's time to take control
Of your life"
("Self Bias Resistor")

FF gehören zu den Bands, die es bis jetzt nicht in diesen Blog geschafft haben. Ich frage mich "warum denn eigentlich? Schließlich warst du doch früher so ein RoadRunner-Fanboy und hast alles von diesem Label aufgesogen" Aber scheinbar nicht Fear Factory. Wie auch immer, jetzt sind sie hier.

"Demanufacture" ist das zweite Album der Band und gehört laut Fans inoffiziell zum "Terminator 2: Judgement Day"-Soundtrack, da in "Pisschrist", "Hunter-Killer" und "Demanufacture" Samples aus dem Film verwendet wurden. Kein Wunder, schließlich ist es vom ersten Film inspiriert und erzählt
eine Geschichte: Von einem Mann, der in einer von Maschinen kontrollierten Welt lebt. Jeder Song ist dabei ein Kapitel aus seinem Leben. Dabei scheint es mir, dass er den Weg des Schmerzes geht und es ihm dabei immer beschissener geht. Und er sich immer wieder entscheidet, dagegen vorzugehen. 

"Demanufacture" ist eines von vielen Alben von FF, die sich mit dem Konflikt "Mensch gegen Maschine" beschäftigen. Eigentlich baut die gesamte Karriere der Band darauf auf. Ich frage mich wie sich die anderen Alben anhören. Soweit ich das immer mitbekommen habe, wurde der Raum für Innovation immer geringer. Das hier ist allerdings ein Meisterwerk. Ein Spagat zwischen Industrial Metal und 90er Jahre Groove Metal. Mechanisch und brutal an den richtigen Stellen. Melodisch an den richtigen Stellen. Mein Respekt.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Replica, Dog Day Sunrise, Self Bias Resistor, Demanufacture