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Dienstag, 18. Oktober 2022

So isses, Musik!#153

Hallo!

Das hier ist die eher magere Ausgabe. Gegen Ende des Monats kommt auf jeden Fall die mit mehr Inhalt. Sowohl Halloween bezogen als auch nicht Halloween bezogen. Deal.

Absoluter nicht Halloween-Content:

Blink-182 sind wieder in ihrer (fast) Original-Besetzung, gehen nächstes Jahr auf Tour und kündigen neues Album an. Außrdem gibt es einen unfassbar pubertären Teaser-Trailer, der voll mit Orgasmus-Witzen ist, genauer gesagt einen der sich um das Wort "coming". Der neue Song "Edging" ist, zumindest vom Titel her, eine Anspielung auf eine bestimmte Masturbations-Technik. Ich hoffe zumindest dass es nicht, in dem Alter, zurück zu Pipi-kaka-ficki-ficki-witzen geht.


Ich habe mir inzwischen auch die neue Single angehört und muss sagen, dass ich nicht wirklich begeistert bin. War auch kein großer Fan der letzten zwei Alben, oder zumindest von "California" nicht während ich "Nine" doch in Ordnung fand. Mich hat es immer (leicht) gestört dass der gesangliche Gegensatz weggefallen ist. Die Stimme von Tom DeLonge war immer eher hoch, während die von Mark Hoppus eher melodisch und sanft war. Der Gegensatz ist durch Matt Skiba weggefallen, dessen Stimme der von Hoppus ziemlich ähnlich war, meines Erachtens. Dazu noch ziemlich viel Autotune. Interessanterweise ist das hier auch der Fall, trotz der Rückkehr von Tom DeLonge. Wir haben hier zwei Stimmen die sich sehr sehr ähneln, sodass ich kaum sagen kann wer grade singt. Außerdem sind die Lyrics unfassbar 08/15. "What we started" reimt sich auf "broken hearted". Wer hätte das gedacht. Schade eigentlich. 


Irgendwie Halloween-Content:

O:

Die Soundtracks sind schon längst vorbei. Allerdings wollte ich nicht unbedingt weiter machen um den Halloween-"Rhythmus" nicht zu unterbrechen, was allerdings irgendwie Quatsch ist.... Jedenfalls habe ich grade nicht so viel Bock meine Musikkollektion wieder breit zu treten. Wie auch immer, hier sind paar Songs von den "The Crow"-Soundtracks:

"Dead Souls" (Joy Division Cover) von Nine Inch Nails aus dem Soundtrack zu "The Crow"


"I'm your Boogieman"(Commodores Cover) von White Zombie aus dem Soundtrack zu "The Crow: City of Angels"


"Burning Inside" (Ministry Cover) von Static-X featuring Burton C. Bell (Fear Factory) vom Soundtrack zu "The Crow: Salvation"


Die obligatorische Discography:

Black Sabbath Discography:
Born Again (1983)

Okay, ich habe versucht ganz neutral an das Album heranzugehen und habe es tatsächlich geschafft. Dennoch schwang anfangs noch dieses merkwürdige Gefühl mit. Black Sabbath, ohne Ozzy, ohne Dio, dafür aber mit Ian Gillan, seines Zeichens ehemaliger Sänger von Deep Purple? Kann das gut gehen?


Das kann, muss aber nicht. Doch zuerst zu den ganzen super interessanten Fakten. Sänger Ronny James Dio und Drummer Vinnie Appice haben die Band verlassen bzw. wurden entlassen, unter anderem weil sie heimlich irgendwas am Mix ändern wollten. Dio galt nämlich als Kontrollfreak und Perfektionist. Bill Ward kehrte zur Band zurück und war scheinbar von seiner Alkoholsucht befreit. Ian Gillan, der zuvor seine dritte Band (nach Deep Purple und Ian Gillan Band), Gillan aufgelöst hatte sagte in einem Pub im betrunkenen Zustand zu bei Black Sabbath einzusteigen. Hauptsächlich wegen Geld. Das Albumcover stammt von einem Designer der ebenfalls für Ozzy Osbourne Cover kreiert hat. Steve Joule, wie der Mann hieß, wollte nicht in den Konflikt zwischen Black Sabbath und Ozzy reingezogen werden und entschied sich für die Band nur noch beschissene Cover zu machen. Interessanterweise hat das Cover Bandmanager Don Arden (der zugleich Sharon Osbournes Vater war) tatsächlich gefallen. Ich finde es merkwürdig lustig, es wirkt wie ein mit Paint zusammengeschustertes Meme, dass nur noch frittiert gehört. Dasselbe Bild, also das Baby dass später Teufelshörner bekommen hat, haben auch Depeche Mode für ihre Single "New Life" verwendet. Auf der Tour hat man eine Zeit lang versucht ein Stonehenge Modell auf der Bühne aufzustellen. Diesen Umstand haben Spinal Tap in ihrem Film "This Is Spinal Tap" parodiert. 

"Born Again" hört sich an wie eine Mischung aus... Black Sabbath und Deep Purple. Tatsächlich. Sprich, ähnliche Riffs wie bei der Besetzung mit Dio am Gesang, Instrumentalstücke von Keyboarder Geoff Johns, bluesige Anleihen und Texte die so gar nicht zu der Band passen. Zumindest meines Erachtens nicht. Klar, Sabbath haben bis dahin schon über Alkohol und Drogen gesungen. Aber nicht darüber dass man voll besoffen ein Auto kaputt fährt. Denn genau davon handelt der Opener "Thrashed". Ian Gillan ist nämlich betrunken in Bill Wards Auto gestiegen und hat es kaputt gefahren. Was für ein furchtbarer Song. Dieser Kreischgesang von Gillan zu Beginn bereitet mir Kopfschmerzen. Außerdem reimt er "Tequila" auf "Tequila".  Der Titelsong "Born Again" ist tatsächlich mit das beste was das Album zu bieten hat. Eine großartige, "Powerballade" wenn man das so nennen darf. "Digital Bitch" und "Zero To Hero" sind so cringey, dass sie schon wieder lustig sind. Ich dachte nicht, dass ich es jemals erlebe dass Sabbath einen Song mit "WHAT YOU GONNA BE WHAT YOU GONNA BE BROTHER ZEEEEROOOO THE HEROOOO!" haben werden. Halten wir es noch mal fest: "Born Again", die Instrumentals "Stonehenge" und "The Dark" sind großartig. Ebenso "Disturbing The Priest". Der Rest ist eine merkwürdige Anbiederung an 80er Jahre Hair Metal/Hard Rock. Und es ist komisch abgemischt, höchstwahrscheinlich. Außerdem ist es das Album was Bill Ward wieder in den Alkoholismus getrieben hat, sodass er später durch Bev Bevan ersetzt wurde. Darum:

5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Born Again, Disturbing The Priest, Stonehenge, The Dark

Philipp:

Geezer Butler, Ian Gillan, Tony Iommi, Bev Bevan
"Man könnte es sich jetzt als Kritiker (oder wie auch immer man das nennen mag, was ich hier gerade mache) und sagen, dass alles, was Black Sabbath nach „The Mob Rules“ veröffentlicht haben, sowieso nicht mehr Black Sabbath ist sondern nur ein Tony Iommi-Soloprojekt mit wechselnden Mitspielern und man kann sich das eh nicht mehr vernünftig anhören.

So einfach ist es aber nun mal wirklich nicht. Das Besetzungskarussell ist nicht von der Hand zu weisen, für den ausgeschiedenen Dio singt nun der ehemalige Deep Purple-Sänger Ian Gillan und Vinny Appice wurde durch den Original-Schlagzeuger Bill Ward ersetzt (welcher kurz nach dem Aufnahmen zu dem Album wohl auch aufgrund seines Alkoholismus wieder aus der Band flog) und schlecht ist das hier keineswegs, ein paar Schattenseiten gibt es aber tatsächlich:

Trashed beispielsweise mit seinem hedonistischen Text und der etwas dürftigen musikalischen Umsetzung mit Abstand DER bis dato schlechteste Opener eines Sabbath-Albums, man biedert sich auf diesem Lied schon auf etwas übertriebene Art und Weise bei dem damals durchaus sehr erfolgreichen Glam Metal an, die meisten anderen Songs (man merkt es schon an Titeln wie „Disturbing The Priest“, dass sich hier durchaus bei den ersten 4 Alben bedient wurde) sind ziemlich gut, negativ hervorzuheben ist definitiv noch „Digital Bitch“, die Strophe ist einfach lustloser Hardrock nach Lehrbuch und der Refrain mit seinen drei Akkorden und dem Reim „Rich“ auf „Bitch“ auch alles andere als Sabbath-worthy. Ein paar Perlen sind aber doch zu finden: Born Again hingegen (mein persönlicher Lieblingssong) ist eine düstere und großartige Power-Ballade, die einfach perfekt zu Gillans Stimme passt, Potential war auf jeden Fall durchaus vorhanden. Überlegt man sich jedoch, dass von den 9 Songs des Albums 2 instrumentale Intros für den jeweils darauffolgenden Song sind, ist die Quote gar nicht mal so gut.

Alles in allem ein wirklich durchwachsenes Album mit super viel Potential, Gillans Stimme passt definitiv gut zum hier dargebotenen Material und es gibt definitiv mehr Hits als auf Technical Ecstasy, das war s aber leider auch schon.

Ach und wir müssen auf jeden Fall noch über das Cover reden: Der Künstler (dessen Namen ich an dieser Stelle nicht nennen möchte haha) war zur selben Zeit auch für Ozzy Osbourne tätig und wollte die Anstellung bei diesem, welcher damals noch mit den restlichen Sabbath-Mitgliedern zerstritten war, nicht riskieren und entwarf daher ein möglichst bescheuertes und absurdes Cover und das ist wirklich gelungen, es fehlt eigentlich in kaum einer Liste der schlechtesten Plattencover aller Zeiten, auf jeden Fall ganze Arbeit.

A propos Cover: Auf der zum Album gehörigen Tour haben Black Sabbath tatsächlich „Smoke On The Water“ von Deep Purple gecovert und das finde ich in seiner ganzen Absurdität durchaus erwähenswert.


Anspieltipps:

Born Again, Disturbing The Priest, Zero The Hero
6/10 Pfandflaschen"

Raphael:

"Herzlich willkommen im nächsten Abschnitt der sabbath’schen Achterbahnfahrt. Wir erinnern uns an Berg- und Talfahrt in den 1970ern und an die darauffolgende Rettung des Namens Black Sabbath durch den Deus Ex Machina Ronnie James Dio. Und jetzt im Jahre 1983 geht es wieder bergab. Die kurzen Fakten: Dio und Drummer Apice haben die Band verlassen, Bill Ward ist trocken und wieder dabei, Iommi und Butler sind sowieso dabei. Dann galt es nur noch die Position am Gesang zu besetzen, was der neue Manager Don Arden nach einigen gescheiterten Versuchen mit anderen Sängern mit der Personalie Ian Gillan tat. Deep Sabbath oder Black Purple? In jedem Fall war es wohl eine Konstellation, die nicht von Harmonie und gemeinsamem Proben geprägt war. Darüber hinaus hat „Born Again“ das wohl hässlichste Cover Artwork der gesamten Black Sabbath Historie – das sagt Bill Ward auch.

Und musikalisch? Die Geister scheiden sich daran, ob „Born Again“ ein Black Sabbath Album ist oder nicht. Laut Geezer Butler war es das nicht, aber das Management hat dem Ganzen den Namen Black Sabbath aufgedrückt, und deshalb schreiben wir jetzt darüber.

Der Heavy Metal Opener „Trashed“ wird vielen Hörenden bereits den ersten Schrecken eingejagt haben. Das Black Sabbath Feeling kehrt dann wieder mit dem Effekt-Zwischenspiel „Stonehenge“ wieder. Aber auch aus dieser nostalgischen Trance wird man durch den nächsten Schrei von Gillan jäh herausgerissen: ‚Disturbing the Priest‘ drischt erst mächtig rein, bevor es in düsteren Passagen für etwas Erholung sorgt. Der kurze Walgesang „The Dark“ leitet den wohl stärksten Song des Albums „Zero the Hero“ ein. Die Nummer eignet sich übrigens sehr gut zum Workout.

Ähnlich wie in „Zero the Hero“ passen auch im ersten Song der B-Seite „Digital Bitch“ Musik und Gillans Stimme am besten zusammen. Noch stärker inszeniert sich der Sänger in der Feuerzeug-Ballade „Born Again“. Spätestens hier haben die Fans der ersten Stunde aufgegeben, Sabbath Sound zu bekommen und geben sich den neuen Klängen hin. Da ändern auch die NWoBHM Hymne „Hot Line“ und das Cock Rock Schwergewicht „Keep it warm“ nichts mehr dran.

Die Bewertung fällt hier besonders schwer, weil „Born Again“ einfach kein Black Sabbath Album ist. Klar ist das Album stärker als „Technical Ecstasy“. Klar hat Bill Ward sich hier am Schlagzeug selbst übertroffen. Betrachtet man wiederum den kaum auffallenden Bass von Geezer Butler und die deutlich heruntergeschraubte Gitarrenarbeit von Toni Iommi wird doch der Eindruck stark, dies sei ein komplett neues Projekt. Der Gesang von Ian Gillan ist da zweifelsohne nur ein weiterer verstärkender Faktor. Deshalb vergebe ich dieses Mal zwei Bewertungen.
Black Sabbath – „Born Again“: 4/10 Pfandflaschen und

Gillan/Iommi/Butler/Ward – „Born Again”: 6/10Pfandflaschen"

Und hier ist das Musikvideo zu "Zero The Hero":



Dienstag, 1. Mai 2018

So isses, Musik!#53

Killing Joke Discography: "Fire Dances" (1983)

Ich glaube bis jetzt ist es tatsächlich (natürlich neben dem Debütalbum) das beste Album von Killing
Joke. Stilistisch bewegt es sich irgendwo in den Untiefen von früh-achtziger-postpunk und New Wave. Teilweise aber dringt der Sound vom ersten Album irgendwo durch. So verhält es sich ähnlich wie beim Vorgänger: Killing Joke könnten sowohl auf einer Top of the Pops-Bühne als auch auf einer Underground-Bühne spielen. Ihr Sound ist gleichzeitig sowohl melodisch und ziemlich poppig und "undergroundig".

Finde das Album sehr gut. Es ist so schön träumerisch und wirkt auf mich beinahe wie eine Lautmalerei.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Gathering, Let's All Go (To The Fire Dances), Dominator



Marilyn Manson Discography: "Born Villain" (2012)

Mittlerweile achtes Studioalbum der Band. Der Sound hat sich gegenüber "The High End Of Low" nicht wirklich verändert. Es ist stellenweise mehr Pepp (hihi), mehr Wucht dahinter. Einzelne Songs sind halt wirklich verhältnismäßig ordentlich aggressiv. Andere sind wiederum genauso seicht wie auf dem Vorgänger. Für meine Ohren hört sich das an nach einer Mischung aus alten Manson ab
"Mechanical Animals" und einer Menge an Post-Punk/Wave-Einflüssen.

Es ist halt wirklich nicht schlecht. Aber definitiv nicht das beste Album. Natürlich wie immer ein Fest für die Ohren jedoch kein besonders herausragendes Superalbum. Schade.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: No Reflection, Slo-Mo-Tion, Murderers are getting prettier everyday, You're So Vain (mit Johnny Depp)


White Zombie Discography: "La Sexorcisto Volume One" (1992)

Dritte LP von White Zombie, gleichzeitig ihr Majordebüt. Mit diesem Album waren sie definitiv erfolgreich und katapultierten sich nach ganz oben. Ab diesem Zeitpunkt waren sie im selben Atemzug zu nennen mit Bands wie Biohazard, Danzig oder Pantera.

"La Sexorcisto Volume One" ist ein klassisches White-Zombie-Album so wie man sie kennt und liebt. Wilder, grooviger Metal gespickt mit lauter B-Movie-Samples. Man war sich nämlich bewusst, dass im Metal eine tanzbare Komponente gefehlt hat. Zusammen mit den massivst bescheuerten Lyrics über schnelle Autos ("Black Sunshine", "Thunder Kiss'65") oder diverse Abscheulichkeiten der Menschheit und den Samples (unter anderen stöhnende Frauen) mutiert die Musik zu einer Art psychedelischen Fieberwahn.

Großartig. Wirklich. Richtig richtig fett. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Und kündige somit an: Das hier war das letzte White-Zombie-Review in dem Rahmen. Falls ihr was über den Nachfolger "Astro Creep..." erfahren wollt, so klickt hier.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Welcome To The Planet Motherfucker/Psychoholic Slag, Thunder Kiss'65, Black Sunshine, Soul Crusher, Cosmic Monsters Inc.

Mittwoch, 11. April 2018

So isses, Musik!#52

FULL OF HELL + MONUMENT OF MISANTHROPY + STORTREGN am 4.4.2018 in Turok, Essen

A post shared by nerdpunxvx (@upthenerdpunx) on

Ich glaube, das ist wirklich das allererste Mal gewesen. Wenn ich mich nicht irre. Bis dato hab ichs mal geschafft FOH auf dem FLUFF FEST zu "sehen", allerdings hinter eine riesigen Menge an Leuten, auf einer kleinen Bühne. Witzigerweise war es diesmal gar nicht so voll, sodass man eine vollen Einblick hatte. Aber eins nach dem anderen.

Habe mich seit Monaten darauf gefreut, dann war es soweit. Es war im Prinzip auch gar nicht mal so teuer und obendrauf bekam man eine ziemlich klischeehafte Metalband im Vorprogramm zu sehen. Stortregn waren jetzt nicht schlecht. Klangen etwas nach Dyssection, fand ich. War für mich allerdings ziemlich vorhersehbar und ich hab kurze Zeit später die Band beinahe vergessen. Außerdem fand ichs eh merkwürdig dass 2/5 mit T-Shirts von sich selbst aufgetreten sind.

Monument of Misanthropy passten meiner Meinung nach sehr viel besser ins Programm. Da abgedrehter und grindiger. Natürlich mindestens genauso vorhersehbar, aber wenigstens ohne jeglichen Pathos. Was sie noch sympathischer macht, ist dass sie vor vier Jahren ein Musikvideo rausgehauen haben, ähnlich wie ich sie früher gemacht hab. Guckt rein, einfach herrlich.

Full of Hell haben meine Erwartungen erfüllt. Ein brachialer Soundteppich. Superkurze Songs. Ein Sänger der einen Kotzkrampf nach dem anderen zu bekommen scheint, ins Mikrofon würgt, oder eher das Mikrofon würgt, mit dem Mikrofon vor seinem Gesicht schüttelt, sodass der Gesang noch verzerrter daherkommt. Dazu kommt noch die noisigen Zwischenspiele. Ich finde, das Ganze sieht sehr anstrengend aus. Aber ich entspanne mich vollkommen dabei. Ich glaub, dass ist das was viele nicht verstehen. Wie kann man bei Musik die sich anhört wie des Teufels Durchfall sich so wohl und entspannt fühlen? Ich hingegen, liebe es.

Da ich nach Full of Hell ne Weile rumgehangen und danach Hause gegangen bin, habe ich nichts von Immolation mitbekommen. Aber vollständigkeitshalber ein Link.

ОСТБЛОК: Golos Omeriki

Ich habe die Band durch ein Interview entdeckt, dass deren Sänger Rodyon Lyubensky einem YouTube-Kanal gegeben hat, der sich mit RusslandPunx der 90er Jahre beschäftigt hat. Die russische Musikszene in den 90ern war sowieso sehr interessant, weil man viel westlichen Sound mit russischen Einfluss vermischt hat. Eine solcher Bands sind "Golos Omerika", zu Deutsch "Die Stimme Omerikas". Nicht zu verwechseln mit der Radiostation "Voice of America". GO machen eine eigenartige aber sehr rumpelige Mischung aus Punk, Kabarett und Chanson. Oder um es anders auszudrücken: Punk mit Akkordeon und Geige, der allerdings keine Folk-Einflüssen aus Irland oder Schottland oder so aufweist. Stattdessen gibts witzige bis vulgäre Texte über dies und das. Nichts superintelligentes, aber spaßig.







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Achja, Dolphin hat ein neues Video :3



Killing Joke Discography: Revelations (1982)

Erstes Killing Joke Album welches nicht von der Band selbst produziert wurde. Und das auch noch nicht in England sondern in Köln. Dummerweise bis jetzt auch das schlechteste. Leider wurde der
Enthusiasmus der Band als auch ihr nihilistischer Stil sehr krass runtergefahren, aufgrund der Anforderungen des Labels, scheinbar. Jedenfalls klingt "Revelations" weitaus weniger düster, weniger mechanisch. Viel eher nach ziemlich soften Post-Punk, leider ohne den "Schneid". Außerdem wirkt das Album ziemlich ziellos, ohne jegliche Richtung. Fazit: Sehr mau und hätte so nicht sein müssen. Aber es gibt immer noch n Haufen KJ-Alben die fetzen, deshalb... ich bin zuversichtlich dass es noch viel besser wird.

4/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Empire Song, Chop-Chop



Marilyn Manson Discography: The High End Of Low (2009)

Von den "neueren" Marilyn Manson Alben (ich mein damit alles was nach dem 2003er "The Golden Age of Grotesque" rauskam) ist, finde ich, das hier bis dato am Besten.

"The High End Of Low" ist bis jetzt das ruhigste und gelassendste Album der Band. Man hat sich mittlerweile komplett von Industrial verabschiedet und macht sowas wie die Neuinkarnation von leicht selbstzerstörerischen Glam Rock. Auch an Blues und Garage Rock als auch 80er Synthpop. Midtempo. Keine Kracher wie "The Irresponsible Hate Anthem" mehr. Stattdessen Sound der
theorethisch ganz gut in Clubs laufen könnte. Weil er tatsächlich irgendwie ziemlich tanzbar ist.

Trotzdem bleibt MM gesellschaftskritisch und zynisch. Beispielsweise wird in "We're from America" das konservative Amerika beschrieben mit all ihrer Anti-Abtreibungsrhetorik usw. "Running To The Edge of the World" klingt offensichtlich wie Bowie in seiner Glamrock-Phase. Das Ganze ist so unfassbar sexy, tanzbar und unverkrampft. Richtig schönes Ding.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Running To The Edge of the World, Arma-Goddamn-Motherfucking-Geddon, We're From America




White Zombie Discography: God of Thunder EP (1989)

Okay. Das wird kurz. Die EP beinhaltet nur drei Tracks. Das KISS-Cover "God of Thunder", "Love
Razor" und "Disaster Blaster II". "God of Thunder" ist tatsächlich herausragend gut. Ein Song wie er später für WZ typisch sein wird. Viel Groove und ein paar Film-Samples. Der Rest ist auch okay. Es ist n okayes Ding, diese EP. Und es ist endlich mal definitiv, 100%ig die Richtung die auf ihrem Major-Debüt zu hören sein wird.

Daumen hoch!
9,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles

Dienstag, 3. April 2018

So isses, Musik!#51

Killing Joke Discography: What's THIS For? (1981)

Viele Kritiker behaupten, dieses Album wäre sogar noch besser als das Debüt der Band. Ich kann das nicht sagen. Viel mehr würde ich behaupten, es sei schlicht anders. Während "Killing Joke" schon
poppige/wavige Einflüsse mit Maschinenklängen verbunden hat bringt "What's THIS For?" sogar funky sounds ins Spiel. Es ist etwas ungewohnt, aber tanzbar. Quasi der Vorgänger von tanzbaren Industrial.

Anspieltipps: The Fall of Because, Follow the Leaders, Tension
8/10 Pfandflaschen





Marilyn Manson Discography: Eat Me, Drink Me (2007)

Okay, das ist also das erste Album nach "The Golden Age Of Grotesque". Seitdem habe ich nämlich nichts über den "God of Fuck" mitgekriegt. Weder seine Musik gehört noch viel über ihn gelesen. Okay, das Best-Of-Album "Lest We Forget" ist die Ausnahme. "Eat Me, Drink Me" sollte eigentlich als Soundtrack/Untermalung zu Mansons Film "Phantasmagoria: The Visions of Lewis Carroll" dienen. Deswegen auch der Titel bzw. diverse Songtitel wie "Are You The Rabbit" - in Bezug auf
"Alice In Wunderland". Stattdessen wurde es aber ein sehr ruhiges und emotionales Album über instabile Beziehungen und Sex. Definitiv was komplett anderes als die Werke bis jetzt. Das Tempo ist deutlich langsamer, es gibt kaum "Schockelemente" wie zuvor. Das Album wirkt einfach nicht so sehr "skandalös". Wobei skandalös natürlich Ansichtssache ist. Aber das macht es nicht schlechter, viel eher wirkt es sehr erwachsen und gelassen.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Heart-Shaped Glasses, You And Me And The Devil Makes Three, If I Was Your Vampire, Are You The Rabbit?



White Zombie Discography: Make Them Die Slowly (1989)

Ich weiß nicht, ob ich mir hiermit Freunde machen werde. Habe ja schon über diese alten Noise-Alben der Band rumgemeckert, aber hiermit werde ich auch nicht ganz warm. Man hat sich ordentlich von (Thrash)Metal inspirieren lassen, mache aber selbst noch nicht wirklich Metal. Sondern viel eher einen Sound der irgendwie in die Richtung geht. Die Riffs und das Tempo erinnern daran. Ab und zu knallts auch ordentlich, insgesamt wirkt es aber wenig inspiriert sondern..... Sorry ich finds wirklich nicht so gut. Bis auf ein paar Ausnahmen gefällts mir einfach nicht wirklich.

Und hier wären die Ausnahmen: Murderworld, Power Hungry
4/10 Pfandflaschen

Dienstag, 13. März 2018

So isses, Musik!#50

ОСТБЛОК: Distemper

Es ist glaub ich das erste Mal, dass diese Art von Musik hier vertreten ist. Ich rede von Ska-Punk und zwar den von der übelsten Sorte. Haha. Tatsächlich gibt es mittlerweile sehr wenige Bands aus dem SKA-Bereich die mich irgendwie noch beeindrucken können. Richtig guten SKA gibt es sowieso nicht mehr wirklich. Ska-Punk sowieso gar nicht mehr. Ich habe eine zeitlang verdammt viel in der Richtung gehört nur um am Ende festzustellen, dass mir die gute Laune ordentlich auf den Sack geht. Und irgendwie gestellt wirkt. DISTEMPER aus Moskau wirken gar nicht so. Sondern viel eher ehrlich und emotional in allen Stimmungen angesiedelt. Gleichzeitig ist die Band auch politisch, wenn auch eher auf bauchlinken Niveau. Sie sind eine der wenigen Bands aus meiner Ufta-Ufta-Ska-ska-ska-(Deutschpunk)-Vergangenheit die sich irgendwie noch halten können. Nicht immer, aber meistens. Witzigerweise waren sie vor ihrer Umwandlung zur Ska-Punk-Band eine stinknormale Hardcore-Combo.









Killing Joke Discography: "Killing Joke" (1980)

Sodala. Hiermit fangen wir die Diskographie von einer der einflussreichsten Bands der 80er Jahre an: Killing Jokes Debütalbum von 1980. Ohne KJ würden Nirvana, Metallica, Marilyn Manson, Soundgarden und zahlreiche andere nicht so klingen wie sie klingen.

"Killing Joke" kann man faktisch gesehen tatsächlich als Post-Punk bezeichnen. Kein Wave, kein Punk sondern etwas was nicht die Rotzigkeit des Punks (aber seine Stärke) besitzt, gleichzeitig aber
auch die Melodien die das Album in die Charts katapultieren könnten. Ich finde, das ist bei "The Wait" oder "Bloodsport" definitiv der Fall. Der Großteil des Albums ist allerdings ziemlich kühl, langsam und leicht depressiv. Ändert aber trotzdem nichts daran, dass es mir ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es ist so wunderschön und trist zugleich wenn "Wardance" erklingt. Andererseits gibt es da auch diesen "$,O,3,6"-Song der aus Schnipseln der Berichterstattung über die deutsch-deutschen Verhältnisse besteht. Natürlich auf Deutsch. Weiß bis heute nicht, was ich davon halten soll.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Wait, Wardance, Primitive, Bloodsport, Requiem, Complications


Marilyn Manson Discography: "The Golden Age Of Grotesque" (2003)

Falls ihr euch wundert, wo "Holy Wood" abgeblieben ist, so klickt einfach hier fürs Review.

"The Golden Age Of Grotesque" war für mich das letzte Lebenszeichen von Marilyn Manson. Danach gabs nur noch die "Lest We Forget"-Best-Of und das wars. Also für mich. Habe mich seitdem gar nicht für die neueren Alben der Band interesiert. Deshalb mach ich ja diese Discography-Reihe. Dieses Album hier bietet eine völlig neue Perspektive. Es ist kein Teil einer besonderen
Trilogie und musikalisch halt auch komplett anders. Eine zugegeben leicht merkwürdige Mischung aus Dritte-Reich-Ästhetik (man beachte das MM auf dem Cover), Narzissmus und einen Sound der irgendwo zwischen absoluter Zerstörung und Sauberkeit. Die Texte drehen sich erstaunlich oft um jemanden der Manson offenbar sehr viel bedeutet hat. Zumindest interpretiere ich das so.

Anders gesagt: Wenn man andere Alben hiermit vergleicht, hätte man niemals auf die Idee kommen können, dass diese Band Songnamen wie "This is the New Shit" oder "Doll-digga-buzz-buzz-ziggety-zag" raushaut. Das ist so skurrill oder haha besser gesagt grotesk. Aber alles andere als schlecht!

Anspieltipps: Use Your Fist Not Your Mouth, (s)AINT, Spade, (m)Obscene, This Is The New Shit, Tainted Love


White Zombie Discography: "Soul Crusher" (1987)

Ich muss sagen, zum ersten Mal in dieser Discography bin ich richtig zufrieden mit White Zombie. Man kann nicht genau sagen, dass sie dasselbe machen wie auf den Vorgängerveröffentlichungen.
Aber irgendwo in dieser Richtung bleibts. Nihilistischer Noiser Rock. Viel geschredderte Gitarrenriffs, viel miauen und Stöhnen von Rob Zombie. Songs die wirken als wären sie das Produkt einer längeren Jamsession.

Diesmal allerdings viel professioneller und hörbarer gemacht. Scheinbar weil besseres Studio/keine Garage oder so. Trotzdem ist es kein Album, welchen ich mir in nüchternen Zustand dauerhaft geben könnte. Das ist viel mehr was für irgendwelche abgefahrenen Stoner Rock Fans. Dennoch viel viel besser als die Vorgänger. Aber das beste am Album ist definitiv das von Ralph Steadman inspirierte Artwork.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ratmouth, Scum Kill, Truck On Fire

Dienstag, 6. März 2018

So isses, Musik!#49

PIGEON + VILLAGES + BADA BING am 28.02.2018 im Emokeller, Essen

Okay, damit dieser Rubrik hier auch mal mehr Inhalt bekommt, knall ich euch diesen kurzen Konzertbericht hier rein.

Es war eigentlich nicht schwer den Emokeller zu finden, allerdings froh mir die Hand vor lauter Smartphonehalten derart ein, dass ich leichte Angst gekriegt hab. Schöne Grüße an Markus übrigens - ich hoffe du hast dir deine Eier nicht abgefroren.

Als erstes betraten Bada Bing die Büh... äh den Keller. Es wurde geraten sich Ohropax zu besorgen, denn es wurde tatsächlich verfickt noch mal sehr laut. Ich mag ja diese direkte Interaktion zwischen Band und Publikum, den fehlenden Bühnengraben den man sonst bei Mainstreamkonzerten hat. Aber manchmal ist es vllt. doch nicht so gut alles auf den engsten Raum zu haben. All die Jahre ohne bzw. mit wenig Hörschutz.... Ich bereue es. Den Auftritt von Bada Bing bereue ich jedenfalls nicht. Lauter, chaotischer, scheinbar strukturloser Screamo/Postirgendwas.

Villages waren dann eine ganze Ecke anders. Schlagzeug, Bass, Gitarre (mit einem multidimensionalen Pedalboard) und zwei Keyboards. Ich muss sagen, dass zuhause sich der Gesang wesentlich besser anhört. Im Emokeller wollte ich fast schon vorschlagen, ihn komplett wegzulassen. Was die drei da gemacht haben hörte sich an als ob Damon Albarn eine neue, mit Keyboardsounds und lauter Rumgefrickel vollgestopfte Band angeführt hätte. Oder irgendein anderer Post-Punk-Sänger. Was mich definitiv beeindruckt hat war das Pedalboard. Habe mich gefragt ob der Typ an der Gitarre die Einsätze einstudiert hat oder ob alles spontan war.

Anyways, ich war für den Abend danach ziemlich gut bedient und beschloß nach Hause zu gehen ohne mir Pigeon anzugucken.


Gorillaz Discography: Humanz (2017)

Bis dato das letzte Album der Gorillaz. Ein Tag vor Donald J. Trumps Amtseinführung rausgekommen. Wahrscheinlich das politischste Album der Gruppe. Und auch eins, bei welchem ich endgültig aufgegeben habe, die Band/das Projekt in irgendein musikalisches Schema pressen zu wollen. Aber ich tue es trotzdem.

"Humanz" ist ein Bastard aus Pop, Soul, HipHop und guten Electro. Es ist überladen mit Gastbeiträgen von so großen Namen wie Grace Jones, Danny Brown, De La Soul und Vince Staples. Aber das ist auch nur ein Bruchteil. Es gibt keinen Song der ohne Feature auskommt. Für andere Bands wäre das vielleicht ein Armutszeugnis, weil das ein Zeugnis des nicht vorhandenen eigenen Talents gewesen wäre, aber nicht hier. Viel eher zeigt sich wie gut Gorillaz mit verschiedenen Musikstilen auskommen, wie gut sie damit experimentieren können. Auch inhaltlich ist das erste Sahne. Beispielsweise wenn De La Soul von verschiedenen Momenten in ihren Leben erzählen ("Moments") oder Vince Staples der in "Ascension" vorm Weltuntergang noch mal einen Lapdance (oder mehr) möchte.

Es wackelt, tanzt, es bewegt. Es ist so verdammt großartig. Von "neueren" Alben bis jetzt das beste.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Charger, Ascension, Saturnz Barz, Moments, Interlude: The Non-Conformist Oath



Marilyn Manson Discography: Mechanical Animals (1998)

Drittes Album von MM, rausgebracht auf der Höhe ihres Erfolges. Es stellt das zweite Kapitel dieser rückwärtstrilogie da, die mit dem Nachfolger "Holy Wood" (2000) und dem Vorgänger "Antichrist Superstar" (1996) endet.

"Mechanical Animals" bedient sich weniger düsteren Elementen wie die beiden anderen Alben. Musikalisch gesehen zumindest. Es gibt wenig bis kaum Industrial-Elemente und auch vom Inzest-
Redneck-Trailertrash-Zirkus ist nichts mehr zu hören/sehn. Stattdessen bezieht man sich auf David Bowie, Queen und T-Rex. Die Aufmachung ist hell und weiß. Die Texte handeln von Kokain und anderen Drogen, von Glamour und der Welt der Reichen und Berühmten.

Man könnte fast behaupten Marilyn Manson hätten sich verkauft - die Band selber behauptet sie hätte sich lediglich etwas angepasst. Man hat einfach keine Angst, mal nicht hart zu klingen sondern eher wie ein androgyner 70er Jahre Glam-Rock'N'Roller. So verdammt gut ist das. Definitiv besser als ihre Frühwerke und mindestens genauso gut wie "Antichrist Superstar". Nur halt eben anders.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: I Don't Like The Drugs But The Drugs Like Me, The Dope Show, Rock Is Dead, Coma White, The Last Day On Earth,



White Zombie Discography: Psycho-Head Blowout (1987)


"Psycho-Head Blowout" ist schon die dritte EP der Band. Rausgekommen tatsächlich vor dreißig Jahren. Ich hoffe zumindest, dass WZ damals schon so gut live waren wie behauptet - weil das wäre dann die Tatsache die diese Veröffentlichung wieder gut machen würde.

"Psycho-Head Blowout" ist Noise, Garage, Post-Punk-Irgendwas und es klingt nach einer chaotischen Jamsession in welcher die Musiker alles mögliche rausgehauen haben was in ihren Köpfen bzw. ihren Fingern war. Definitiv nicht mein Fall. Ich kann um Gottes Willen nicht verstehen, wie man sich das auf Dauer geben kann.

3/10 Pfandflaschen

Sonntag, 18. Februar 2018

So isses, Musik!#48

Okay, der zweite Eintrag diesen Monat beginnt endlich mal wieder mit einem Ostblock-Kapitel:

ОСТБЛОК: Tarakany!

Tarakany! heißt auf russisch "Kakerlaken". Sie sind eine vierköpfige Punkband aus Moskau und hießen ursprünglich bei ihrer Gründung 1991 "Tschetire Tarakana" (Vier Kakerlaken). Sie haben nicht immer gute Musik gemacht, meistens aber irgendwie schon. Stilistisch sind sie ungefähr zwischen Rancid ab "...And Out Come The Wolves" und The Offsprings späteren Werken anzusiedeln. Sie hatten aber auch "härtere" Phasen. Auf jeden Fall ist das meiste was sie produziert haben leicht bekömmlicher Bubble-Gum-Pop-Punk. Ich bin leider nicht auf den neuesten Stand, was deren neueste Veröffentlichungen angeht, aaaaber ich kann sagen: Es geht mittlerweile noch politischer zu in den Texten. Sie haben auch keine Angst davor die weit verbreitete Homophobie in Russland anzusprechen. Zumindest im Video (siehe erstes Video unten). Der Songtext ist eher vage gehalten. Auf jeden Fall sind sie eine der dienstältesten (das heißt meistens, dass die Band zum Kotzen ist, hier aber nicht) Punkbands Russlands und sollten mal angehört werden. Vor allem von Fans von Rancid, Social D, Offspring und etlichen Epitaph-Bands.







Gorillaz Discography: The Fall (2010)

Long Story Short: "The Fall" ist ein "Ja wir können es immer noch"-Album. Es ist auf Tour zum Vorgänger "Plastic Beach" entstanden und wurde zuerst exklusiv an den Gorillaz-Fanclub verkauft.

Es ist ein reines electro-Album mit sehr wenigen Gastauftritten. Die einzigen sind die von Mick Jones und Paul Simonon (ex-The Clash bzw. Big Audio Dynamite) und dem Ausnahmekünstler Bobby Womack. Ansonsten habe ich nicht all zu viel über das Album zu sagen. Es ist sehr entspannt und ruhig. Allerdings wirkt es, als hätte man es irgendwo dazwischenschieben wollen. Wirklich. Ernsthaft, mir fällt dazu nichts ein. Weder besonders überragend, noch total mies. Das einzig Interessante ist, dass es wie ein Tagebuch funktioniert. Jeder Track wurde in einer anderen US-Amerikanischen Stadt während des dortigen Aufenthalts der Band im Rahmen der "Escape To Plastic Beach World Tour" aufgenommen.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Bobby In Phoenix, Phoner in Arizona, Amarillo



Marilyn Manson Discography: Antichrist Superstar (1996)

Die zweite LP der Band, wenn man das Mini-Album "Smells Like Children" nicht mitzählt. Produziert von Trent Reznor (Nine Inch Nails) und David Ogilvie (Skinny Puppy).

Diesmal ist man weg von diesem trashigen, schaurigen Zirkus-Schema. Es ist nichts mehr bunt und die Trailerpark-Atmosphäre ist auch weg. Stattdessen ist man doppelt so aggressiv, die Stimmung ist mehr als düster. Im Booklet befinden sich Bilder einer Art Metamorphose von Wurm zu Engel, irgendwelche Mystik, irgendwelche Kabbala-Symbole. Außerdem ist das Album als der letzte Teil einer rückwärts erzählten Trilogie zu betrachten. die mit "Mechanical Animals" und "Holy Wood"
forgesetzt wird. Es ist ein Konzeptalbum, dass eine Parabel erzählt. In dieser tritt der Hauptcharakter "The Worm" auf, der im ersten Song "The Irresponsible Hate Anthem" auf "Mister Superstar" trifft und von seinem Idol mehr als begeistert ist. Weiterhin möchte der abgehobene Rockstar nichts mit seinem Fan zu tun haben ("The Beautiful People"). So geht es weiter, bis The Worm sein Idol getötet und die ganze Welt in Schutt und Asche gelegt hat. Dabei ist der "Superstar" nicht wörtlich zu nehmen sondern als Anspielung auf die etablierte Gesellschaft zu sehen.

Nicht mehr verstörend, sondern viel eher beeindruckend. Beeindruckend, wie man es schafft eine kontinuierliche, wenn auch auf den ersten Blick ziemlich wirre Story zu erzählen. Dabei vermischt man sowohl autobiografische als auch fiktive Elemente. Stilistisch kommt man von "Shock Rock" weg und wendet immer mehr Industrial-Elemente an. Eine Entwicklung, die meines Erachtens sehr begrüßenswert ist.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Irresponsible Hate Anthem, The Reflecting God, Tourniquet, The Beautiful People



White Zombie Discography: Pig Heaven/Slaughter The Grey (1986)

Das hier ist die zweite EP von WZ. Ich betrachte sie viel eher als stinknormale Single, da nur zwei Songs enthalten sind. Stilistisch hat man sich nur bedingt von Noise entfernt. Hier und da erinnert mich die Band an die ganzen Stoner-Kapellen. Gleichzeitig verwendet Rob Zombie eine unglaublich
hohe Stimme, sodass ich tatsächlich an Joe C. denken muss (der eine Typ der damals bei Kid Rock mitgemacht hat).

Also der Anfang war noch gut, das hier ist eher so.....meh.

5/10 Pfandflaschen

Dienstag, 13. Februar 2018

So isses, Musik!#47

Einen wunderschönen guten Mittag!
Das hier ist die Ausgabe die nur die Discographien enthält.

Gorillaz Discography: "D-Sides" (2007)

"D-Sides" ist das Phase-Zwei-Äquivalent zu "G-Sides". Also ein B-Seiten-Sampler der aus raren, unveröffentlichten Tracks, Remixes und B-Seiten der Singles aus dem zweiten Album der Band,
"Demon Days", besteht. Eigentlich sind es zwei CDs, da aber auf der zweiten nur Remixes sind, dachte ich mir dass ich wirklich nur "neues" Zeug anhöre.

"D-Sides" kommt ohne viel Tamtam und ohne viele Featureparts. Im Grunde genommen klingt es wie der gechilltere Bruder von "Demon Days". Wie ein Album, dass man am Sonntag zum auskatern hört. Es ist sehr flüssig und entspannt. Beinhaltet Elemente von Trip-Hop, Dance, Ambient. Wenig Gitarrensounds. Das beste Stück dadrauf ist meiner Meinung nach "People" welches denselben Beat wie "DARE" verwendet und diesmal auf Shaun Ryder verzichtet. Sehr entspanntes Album.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: People, 68 State, Rockit, Don't Get Lost In Heaven (Demo Version)


Marilyn Manson Discography: "Smells Like Children EP" (1995)

"Smells Like Children" ist nicht das zweite Album der Band sonder eine Art Nachtrag zu "Portrait Of An American Family". Hier befinden sich größtenteils Remixe und Alternativversion vom Vorgängeralbum. Da hier das großartige Eurythmics-Cover "Sweet Dreams (Are Made Of This)" sein Zuhause hat, musste ich das Dingen einfach hier aufnehmen.

Während "Portrait Of An American Family" von mir als "Zirkus" beschrieben wurde so ist "Smells Like Children" ein sehr makaberer Zirkus. Es beginnt mit einer Aufnahme von einem Hatefuck oder einer BDSM-Session. Weiter gehts mit einer Alternativversion von "Dope Hat" namens "Diary of a Dope Fiend", diesmal viel langsamer. "Kiddy Grinder" ist eine Variante von "Organ Grinder". Besonders gut finde ich die Coverversionen von Screamin Jay Hawkins' "I Put A Spell On You" und Patti Smiths "RockNRoll Nigger". Und natürlich "Sweet Dreams". Eines der letzten Tracks stellt zwei Tonspuren dar. Links läuft ein besorgniserregendes Telefonat über Herzinfarkt-Pillen, rechts ein Werbespot darüber. Sehr sehr sehr verstörend. Aber gut!

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Sweet Dreams (Are Made Of This), Everlasting Cocksucker, RockNRoll Nigger, I Put A Spell On You


White Zombie Discography: Gods On Voodoo Moon (1985)

Hiermit heiße ich White Zombie in der Discography-Runde willkommen. Wir werden uns hier mit
ALLEN Veröffentlichungen der Band angucken, nicht nur den Sachen die Anfang der 90er Jahre großen Anklang fanden. WZ hatten nämlich vorher noch so einiges rausgehauen.

"Gods On Voodoo Moon" hat aber nichts mit dem Industrial/Metal-Sound zu tun, den die Band später fabriziert hat. Das hier ist eher was für Fans von Post-Punk, Noise und Deathrock. Wie eine verstörende Mischung aus späten Black Flag und Christian Death oder so. Eine Band die noch in den Kinderschuhen steckt. Alles noch jenseits der großen Professionalität. Verstörend, jedoch größtenteils ziemlich gut. Aber nur "ziemlich". Kein Meisterwerk, definitiv nicht.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Black Friday, Gentleman Junkie

Mittwoch, 23. März 2016

Film der Woche#237: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 3

Hallo und häßlich willkommen zum mittlerweile dritten Teil der Horror-Anthologie.

9. Dr. Jekyll und Mr. Hyde (1931)

Ich musste übrigens kräftig nachrecherchieren um den richtigen Film zu erwischen. Es gibt nämlich ne Urverfilmung 192? als auch eine von 1941 die in wesentlich comichafteren fast schon typisch 50 Jahre US-Stil gehalten ist.

Die Geschichte vom Wissenschaftler Dr. Henry Jekyll (Fredric March) der von der Aufklärung über die menschliche Seele besessen ist. Er ist der Meinung dass wenn man die gute und die böse Seite voneinander trennen kann, es sich wesentlich entspannter leben lassen kann. Nach langem Hin- und herexperimentieren erfindet er schließlich einen Trank den er auch gleich ausprobiert. Dieser verwandelt ihn in einen ekelerregenden, widerlichen asozialen Typen. Quasi das komplette Gegenteil zu dem stets gut gekleideten Dr. Jekyll. Diesen nennt er fortan Mr. Hyde. Er ist obskur, sexuell
überdreht und gewalttätig. So erlebt Jekyll als Hyde komplett andere Abenteuer als in seiner braven, bürgerlichen Gestalt. Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen und so wird sein komplett auf dem Kopf gestellt.

Was mir besonders gefallen hat: Die 1stPerson-Kameraführung die es davor sonst, denke ich nicht gegeben hat. Es müsste der erste Film gewesen sein der das Geschehen scheinbar direkt aus der Sicht des Hauptdarstellers zeigt. Natürlich nicht komplett. Die Verwandlung in Mr. Hyde ist außerordentlich gut dargestellt. Gerüchtenzufolge soll sie komplett ohne Make-Up abgelaufen sein, was natürlich nicht stimmt. Hyde ist zudem das perfekte Gegenteil von Jekyll. Das extreme Gegenteil. Er ist im Gegensatz zum Dr. ungekämmt, potthäßlich und hat hervorstehende Zähne. Auch seine Stimme ist komplett anders. Nahezu perfekte Umsetzung einer Geistesstörung. Großartig.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


10. Freaks (1932)

Okay, jetzt muss ich aufpassen dass ich nicht allzuviel erzähle. "Freaks" ist nämlich nur knapp länger als eine Stunde und es passiert an sich nicht viel. Die Kerngeschichte könnte ich in einen Satz runterrotzen.

Anfang des 20. Jahrhunderts war man scheinbar noch nicht so fortschrittlich wie heute und sah Menschen mit Behinderung, Frauen mit Bärten, siamesische Zwillinge als Wunder der Natur oder
eben als Freaks an. Häufig waren sie Attraktion in Schaustellerbetrieben und Zirkussen. Einer der Nebendarsteller hier, Slitzi, der bis zu seinem Tod mit 70 Jahren auf dem geistigen Stand eines dreijährigen gelebt hat wurde von Betrieb Betrieb weiterverkauft und "schaffte" es im Endeffekt eine "Ikone" zu werden.

Der kleinwüchsige Hans (Harry Earles) ist Attraktion in einem Zirkusbetrieb und mit Frieda (Daisy Earles) verlobt hat sich aber in die Trapezkünstlerin Cleopatra (Olga Baclanova) verliebt. So macht er ihr, trotz Friedas Warnungen, Geschenke und Avancen. Cleopatra lässt sich von Hans zwar gerne beschenken, macht sich aber insgeheim über ihn lustig. Sie geht aber auf sein Heiratsantrag ein, als sie rausfindet dass er vermögend ist.

"Freaks" ist eigentlich kein Horrorfilm. Es sei denn man fühlt sich von Menschen ohne Gliedmaßen angeekelt. Das Ende ist aber wahrlich purer Horror und erinnert an eine der vielen "Geschichten aus der Gruft". Sonst: Was für ein grundehrlicher, sympathischer, zuckersüßer Film. Sogar die Ramones haben daraus Inspiration bezogen (siehe Ohrwurm der Woche#152) Gabba, gabba, we accept you one of us!

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


11. Vampyr - Der Traum des Allan Gray (1932)


Der Student Allan Gray macht auf seiner Durchreise Halt im kleinem französischen Dorf Courtempierre. Dort stellt er fest dass eine alte Vampirin die ganze Ortschaft in ihrer Gewalt hat. Selbst Leone, die Tochter des Schlossherren in dessen Haus Allan halt macht, ist krank und leidet sehr. Der Schlossherr bittet Allan ihm im Kampf gegen die Vampirin zu helfen und dieser willigt ein.

"Vampyr" ist der erste Tonfilm des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer. Und auch wenn es eigentlich kein Stummfilm ist wird sehr wenig gesprochen und immer noch Textkarten eingeblendet. Außerdem wurden mehrheitlich Laiendarsteller eingestellt die zudem kein Deutsch konnten und die Sprache phonetisch gesprochen haben. Denn obwohl es eine dänische Produktion ist, wird im Film Deutsch gesprochen. Zudem wurde spezielle Filter verwendet sodass das Werk im Endeffekt wie ein surrealer Traum wirkt. Ich fühlte mich dabei als würde ich nachts im Vollrausch irgendwelche expressionistischen Sachen auf ARTE angucken. So merkwürdig war das. Deswegen muss ich auch leider sagen dass es mir nicht wirklich gefallen hat.

4/10 Pfandflaschen
Film
Für die Version mit dem Soundtrack von "Year of no Light" klicke hier
Trailer:


12. White Zombie (1932)

Der genauso wie Vampyr und Freaks ebenfalls nicht allzulange "White Zombie" ist der Song der der gleichnamigen Band ihren Namen gegeben hat und gleichzeitig der erste Film der Zombies in Sinne von Untoten zeigt.

Da Madeleine und Neil auf Haiti heiraten wollen, übernachten sie dort im Anwesen ihres Freundes Beaumont  Da Beaumont aber nicht aus reiner Freundlichkeit den Schlafplatz angeboten hat sondern weil er seit Ewigkeiten in Madeleine verliebt ist schaltet er einen Mühlenbesitzer namens Legendre (Bela Lugosi) ein. Dieser soll Madeleine in eine willenlose Marionette verwandeln. Schließlich
arbeiten bei ihm jede Menge willenloser Zombies. So wird sie auch zu einem Zombie und gehorcht von nun an Beaumont. Was er aber viel zu spät bemerkt: Madeleine ist untot und somit jeglicher Emotion beraubt. Währenddessen macht sich ihr Verlobter mit einem Missionar auf die Suche nach ihr.

Auch auf die Gefahr hin dass ich jetzt ganz bestimmt viele Jimmys rustlen werde: Mir hat der Film nicht wirklich gefallen. Bela Lugosis Augen als auch sein ganzes Erscheinungsbild sind natürlich beeindruckend. Selbiges gilt für die Zombies die auch ohne viel Make-Up und herabfallenden Kiefer überzeugen. Die schauspielerische Leistung der restlichen Darsteller finde ich ehrlich gesagt ziemlich mau. Außerdem ist mir der Film persönlich viel zu kurz. Schade.

5/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


Freitag, 31. Oktober 2014

Ohrwurm der Woche#86

Da heute Halloween ist gibt es diesmal mehrere themenbezogene Ohrwürmers.









Sonntag, 16. März 2014

Album der Woche, Folge 138: White Zombie - Astro Creep: 2000 - Songs of Love, Destruction and Other Synthetich Delusions of the Electric Head(1995)

Da wir hier sowohl mit Rob Zombies Solo-Alben als auch seinen Filmen etwas bekannt sind, dachte ich mir, dass auch das beste Album von Roberts ehemaliger Band White Zombie nicht fehlen darf. Ganz kurz ein Paar Fakten: Viertes und letztes Studioalbum der Band, zweite Veröffentlichung auf einem Majorlabel, Platz 6 in den Billboard-Charts.

"Astro Creep 2000" ist musikalisch ein ganz anderes Kaliber als der Vorgänger "La Sexorcisto: Devil Music vol. 1", geschweige denn die ersten beiden Alben der Band. Anstatt von "groove metal"-sound hört man immer mehr elektronisches bzw. Industrial-Elemente. Man hat das Gefühl, das Album ist "schwerer" als das davor. Hinzu kommen noch verschiedene Gesangsstile die Rob Zombie verwendet. Während auf "La Sexorcisto" sein Gesang noch teilweise als schnelles Rappen durchging setzt er hier immer wieder auf einen langsameren "Real Solution#9", welches Samples aus einem Interview mit einem Mitglied der Manson Family beinhaltet. Sowieso bedient man sich so einigen Ausschnitten aus klassischen Horror- und Exploitation-Filmen als auch diversen Fernsehsendungen. Da wären z.B.:"Shaft", "The Hauting" oder "Curse of Frankenstein". Die Texte sind abgedreht. Richtig abgedreht. Kein Wunder dass man das "white-trash-on-acid-metal" nennt. Ich frage mich, wie dieses Album überhaupt beim Mainstream angekommen ist. Schließlich fallen die Texte(im Gegensatz zu Rob Zombies späteren eher einfacheren, verdaulichen Solo-Stücken) in den Bereich von mehr als abstrakter Poesie. Thematisch geht es um Tod, Dämonen, Zombies bzw. ja, tatsächlich man sieht worum es geht wenn man sich den Albumtitel anguckt. Man hat aber auch einige Elemente aus der Popkultur und Sci-Fi reingebracht, z.b. bei "More Human Than Human", welches gleichzeitig das Motto der Firma Tyrell Corporation aus "Blade Runner" ist.
Stil. Es gibt sogar einen Song bei welchem sich sein Gesang wie durch ein megafon aufgenommen anhört(oder durch das Arschloch einer katze). Ich spreche übrigens von

Wirklich großartiges Album. Alle die bis jetzt nur Robs Solo-kram kannten sollen sichs dringend anhören.
Anspieltipps: "Super-Charger Heaven", "More Human Than Human", "Real Solution#9", "Electric Head, Pt.2", "I, Zombie" und "Blur the Technicolor"

10/10 Pfandflaschen
Daunlaud