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Dienstag, 27. Juni 2023

Happenings des Monats: Mai/Juni'23

Stricher guckt sich "Mighty Morphin Power Rangers: Once and Always" an, am 29.05.2023

Okay, ist das schon sehr erwähnenswert. "Mighty Morphin Power Rangers: Once and Always" ist kein vollwertiger Film sondern ein knapp einstündiges Special. Ein Reunion-Special oder eine Fortsetzung von "Mighty Morphin Power Rangers", rausgebracht zum dreißigjährigen Jubiläum der Serie als auch des gesamten Franchise.


Billy Cranston (David Yost), der blaue Ranger ist inzwischen Vorsitzender eines großen Unternehmens namens Cranston Tech. Unter diesem Deckmantel hat er auch eine neue Ranger Kommandozentrale gebaut, nachdem die alte zerstört wurde und versuchte vor einem Jahr mithilfe des Roboters Alpha 8 Zordon wiederu finden. Ja, ich meine diesen schwebenden Kopf in einem riesigen Glasgefäß, der mit den Rangers gesprochen hat. Dummerweise hat sich irgendwie die böse Energie der bösen Hexe Rita Repulsa direkt in Alpha transferiert, was zur Geburt von "Robo Rita" geführt hat. Billy hat die übrigen Ranger zur Hilfe gerufen, es kam zu einem Kampf bei welchem Trini (Thuy Trang), die gelbe Ranger ums Leben gekommen ist. Daraufhin musste Billy gemeinsam mit Zack (Walter Jones), den schwarzen Ranger Trinis Tochter Minh (Charlie Kersh) über den Tod ihrer Mutter informieren. So findet sie auch heraus, dass ihre Mutter und ihre Freunde überhaupt Ranger (gewesen) sind. Ein Jahr ist seitdem vergangen. Zack ist nun der offizielle Erziehungsberechtigte von Minh. Als sie zusammen mit Billy Trini auf dem Friedhof besuchen wollen, taucht plötzlich Rita mit ihren Putties auf und schafft mithilfe ihres Snizzard Monsters den roten, den grünen und die pinke Ranger Jason, Tommy und Kimberly zu kidnappen. Sie hat vor, ihre Ranger-Energie zu extrahieren um ein verheerendes Ereignis auszulösen was die gesamte Geschichte der Rangers maßgeblich verändern könnte.

Ein wahrhaftig schönes Tribute an eine längst vergangene Serie, die nicht immer besonders gut war. Das hier ist aber wirklich sehr gut gewesen. Anstelle eines überzogenen 90-Minütigen Films der evtl. mit unnötigen Plots gefüllt wäre hat man eine etwas längere Folge produziert, die kurz und knapp all die bekannte Charaktere (deren Schauspieler verfügbar waren) miteinbezieht. Eine kurze Story, die einen alten Bösewicht miteinbringt - auf eine skurrile Art. Und das war's. Es ist wirklich ein sehr schönes, kurzweiliges, Reunion-Special, dass auf eine gewisse Art irgendwie die Fackel an die nächste Generation weiterreicht. Was auch wesentlich angenehmer ist als diese ganzen zig Millionen Staffeln von Power Rangers die sich irgendwann wie eine seelenlose Fortsetzung angefühlt haben. Nicht, dass ich die alle geguckt habe. Jedenfalls: Für Nostalgiker ist das hier sehr wohl was, für die anderen auf jeden Fall nicht. Ich hatte Spaß.

7,75/10 Pfandflaschen
Trailer:




Weltweite Aktion "Du bist nicht allein!" zum Geburtstag von Alexej Navalny am 04.06.2023 in Düsseldorf

Ich war wieder mal auf einer Kundgebung von "Freies Russland NRW". Diesmal wurde sie anläßlich des Geburtstages von Alexej Navalny veranstaltet, der ihn diesmal mal wieder in einer Isolationszelle verbringen darf. Doch es ging nicht nur um ihn, sondern auch um dutzende andere politische Gefangene in Russland. Es gab auch ein Open Mic bzw. Open Megafon und jeder durfte etwas sagen was ihm am Herzen lag. Wäre ich nicht so introvertiert gewesen und hätte in der Gegend rumgestanden, hätte ich auch was gesagt. Es kamen verschiedene Leute zu Wort. Es gab ein Wunsch nach der Überwindung von Streitigkeiten und der Zusammenarbeit von Ukrainischen, Belarusischen und Russischen Oppositionellen Aktivisten. Hinterher gab es eine Kritik daran: Man solle ja nicht auf Zusammenarbeit beharren, weil viele Ukrainer auch russischer Opposition skeptisch gegenüber eingestellt sind. Ein georgischer Aktivist, der sich auf einem Fußmarsch von Brüssel nach Kyiv befindet kam auch zu Wort. Sein Beitrag ist in diesem YouTube-Video zu sehen. Insgesamt wars eine coole, selbstkritische und informative Sache. Es wäre schön, wenn sich noch mehr Menschen anschließen. Ich appeliere da vor allem an kritische Russen, die in NRW wohnen. Hier geht es übrigens zur Homepage des Vereins.

Stricher guckt sich endlich "Ant-Man and the Wasp: Quantumania" an, am 06.06.2023

Nach den Ereignissen von "Avengers: Endgame" und allem was danach kam ist Scott Lang (Paul Rudd) aka Ant-Man mittlerweile ein bekannter Buchautor. Seine Autobiographie ist ziemlich beliebt, das Leben meint es momentan gut mit ihm. Er lebt zusammen mit Partnerin Hope van Dyne aka The Wasp (Evangeline Lilly) und Tochter Cassie (Kathryn Newton). Letztere ist vor kurzem verhaftet worden, da sie mithilfe von Pym-Partikeln ein Polizeiauto verkleinert hat. Cassie setzt sich nämlich für die Rechte von Minderheiten ein, in dem Fall von Obdachlosen, und gerät immer wieder in Konflikte mit Cops. Nachdem Hope und Scott sie von der Haft abholen besuchen sie Hopes Eltern Hank Pym (Michael Douglas) und Janet van Dyne (Michelle Pfeiffer). Beim Mittagessen erzählt Cassie, dass sie vor kurzem ein Gerät entwickelt hat, dass einen Kontakt zum Quantenuniversum ermöglicht. Janet gerät aufgrund der Nachricht in Panik, weil sie 30 Jahre im Quantenuniversum verbracht hat, versucht es
auszuschalten. Daraufhin öffnet sich ein Portal und die fünf werden eingesaugt und ins besagte Taschenuniversum transportiert. Dabei werden sie getrennt. Dort angekommen versuchen Scott und Cassie als auch Hope, Hank und Janet einander wieder zu finden. Die ersten beiden geraten an eine Rebellengruppe die gegen einen dort ansässigen Herrscher rebelliert. Die anderen drei versuchen einen Weg zurück zu finden und treffen dabei auf ehemalige Verbündete von Janet. Allerdings ist die Lage mittlerweile eine ganz andere: Krang der Eroberer (Jonathan Majors) hat es geschafft im Quantenuniversum eine fürchterliche Diktatur aufzubauen, weil Janet ihm leider unwissentlich geholfen hat. Nun fehlt es ihm an einem Teil (einen Energiekern), was in der Lage ist, ihm einen Übergang in andere Universen zu gewähren. Also eigentlich ist es da, nur in der falschen Größe. Mehr verrate ich nicht.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was so manche Kritiker und Fans gegen diesem Film hatten. Es ist eine interessante Theorie die mindestens genauso interessant ist wie irgendein Multiversum oder jegliche Parallelrealität: Nämlich die eines Quantenuniversums, dass mikroskopisch groß ist. Die Bilder die dafür kreiert wurden, hätte keine KI besser machen können. Es ist ein surreales Konzept von einer alternativen lebendigen Natur mit allerlei Merkwürdigkeiten. Die Wesen die dort umherwandert und auch Teil der Rebellion sind definitiv getreu dem Gesetz "keine Grenzen setzen" entstanden. Auch interessant ist die Vorstellung, was wäre wenn alle möglichen Varianten meiner Selbst gleichzeitig zum selben Zeitpunkt aufeinandertreffen würden. So geschieht es im Falle von Ant-Man, der sogar auf eine Variante von sich trifft die immer noch bei Baskin Robbins arbeitet. Aus "pseudo"wissenschaftlicher Sicht alles ein superinteressantes Konzept, was den Film tatsächlich sehenswert macht. Ich finde es sowieso viel besser, wenn Marvel genau die Comicreihen auf die große Leinwand bringt, die nicht "nur" was mit Superhelden zu tun haben. Sehr gut.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:



Spastic Fantastic Labelfest 2023 am 09.06.2023 im FZW, Dortmund

Meine Güte, ich war schon so lange nicht mehr auf einem ordentlichen Punk-Konzert und da war ich wieder auf diesem riesigen Spastic Fantastic Ding mit 12 Bands am Tag. Das war tatsächlich ganz schön auslaugend. Ich konnte mir leider nicht alles reinziehen, weil a) ich erst um 19:30 angekommen bin und b) der Aufwand ständig von einer Bühne zur nächsten zu rennen doch etwas anstrengend ist. Es spielten insgesamt 12 Bands auf zwei Bühnen. Der Großteil den ich mir angesehen habe, war tatsächlich verdammt gut.

Als ich ankam und den auf mich wartenden (und sich Bands reinziehenden) Heiko angetroffen hab haben schon "Gitti Bach" und "Spielo" gespielt. Ich habe keinen blassen Schimmer was diese Bands für
Musik machen. Nachdem wir dann endlich reingegangen sind waren "Knigge und Krust" dran. Eigentlich waren sie ganz solide, aber irgendwie konnte ich sie nicht wirklich in irgendwas einordnen außer in "intelligent wirkender Deutschpunk" und irgendwie konnte ich auch nicht wirklich was damit anfangen. Münzmikrowelle haben laut eigenen Angaben "90% Unterhaltung, 10% Musik" gemacht. Tatsächlich hatte die Trashpunk-Combo eine eigene Mikrowelle auf der Bühne auf welcher ein Sampler stationiert war mit welchen feinste Perlen von Walter Frosch, Arno Dübel und diesem einen besoffenen von der Loveparade ("Nur vodka und bier auaaaaaa") wiedergeben wurden. Mit ihrem Motto hatten sie tatsächlich recht. Die Musik ist nämlich gänzlich in Tradition von a)Spastic Fantastic Bands mit lauter Samples in den Songs und b) vielleicht noch Alarmstufe Gerd. Es ist unfassbar lustig, unterhaltsam und ich lache mich immer wieder kaputt. So muss Punk sein. Zumindest in diesem Augenblick. Denn später muss Punk irgendwas anderes sein. Als nächstes spielen auf der Bühne Oben "Collaps". Feinster Streetpunk, schön simpel, hymnenhaft und voll mit allerlei Skinhead-Klischees über Ultra Violence, Working Class Pride usw. Später finde ich im Gespräch mit dem Drummer heraus, dass man die ebenjenen Skinhead-Themen gekonnt kritisiert, vor allem den Arbeitsfetisch der Fleischmützen. "Crime Dawg" gucke ich mir gar nicht erst an, weil kein Bock runterzulaufen. "Briefbombe" sind eine weitere Überraschung. Eine Band bestehend aus einer Frau (nicht in Uniform) am Gesang und drei Typen (in DHL-Uniform) mit schwarz/gelben Haaren an den Instrumenten. Es geht um Ted Kaczynski, DHL, UPS und beschissene Arbeitsbedingungen. Meine Fresse habe ich einen Heidenspaß. Danach raffen wir uns tatsächlich auf und gehen nach unten um uns Weak Ties anzugucken. Die habe ich in den letzten Jahren tatsächlich mehr als einmal gesehen. Hach, es hat sich nichts verändert. Sängerin Laura könnte einfach eine Vorschullehrerin sein. Sie geht so korrekt und lieb mit ihrem Publikum um, wünscht allen viel Spaß, kommuniziert auf Augenhöhe - bis dann die Musik einsetzt und sie komplett durchdreht. Vielleicht ist es einfach eine verdammt gute Methode zwischen den Songs die Stimme zu schonen? Who knows. Anyways: Fastcore ist der kleine Bruder von Power Violence oder so. Es ist nicht so stumpf, aber genauso schnell. Ich genieße jede Milisekunde davon. Der Rest des Abends verläuft musiktechnisch eher so ins Leere. "Mitraille" kenne ich nicht, taugt mir auch nichts. "Zymt" gucke ich mir gar nicht erst an, weil ich die musikalische Karriere von Maz (Gründer von Spastic Fantastic) leider nicht mehr verfolge. Auf den Abschlußact Oiro verzichte ich leider komplett und gucke mir stattdessen davor noch ein Bisschen was von den Youth Avoiders an. Danach gehe ich absolut fertig nach Hause.

Vielen Dank an die wenigen Leuten mit denen ich mich an dem Abend unterhalten habe. Es war insgesamt ein ziemlich sehr cooler Abend und ich bin mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen. An all die anderen die in ihrer kleinen Szenewelt wohnen und nur dran denken, andere aufgrund anderer Denke auszuschließen, können sich ficken gehen. Danke.

Tag des Freien Russlands am 12.06.2023 in Düsseldorf

Auch dieses Jahr, so wie letztes Jahr, bin ich zum Meeting anlässlich des "Tags des Freien Russlands" hingegangen. Es ist tatsächlich derselbe Tag der in Russland als "Tag Russlands" gefeiert wird und seit jeher für propagandistische Zwecke des Putin'schen Regime gebraucht wird. Es war aber ursprünglich ein Feiertag anlässlich der "Demokratisierung" Russlands, sprich einer Wiedergeburt nach dem Zerfall der Sowjetunion. Wir wissen aber wie es weitergegangen ist. Auf der ganzen Welt wird dieser Feiertag allerdings auch von Freien Russen begangen, als Zeichen gegen das verbrecherische Regime. So war es auch wieder am 12.06.2023. Es war ein Montag um 19 Uhr. Wir waren ziemlich wenige, allerdings konnten wir einige Leute auf uns aufmerksam machen, die sich unseren Protest angeschlossen haben. Es wurden auch Spendengelder für politische Gefangene gesammelt. Falls ihr das oben überlesen habt, hier ist noch mal der Link des Vereins "Freies Russland NRW".

CELESTE + TRISTIS am 20.06.2023 in Junkyard, Dortmund

Meine Fresse, das wird eine harte Woche. Ich schreibe diesen Bericht hier noch am selben Tag und morgen steht mir noch ein Konzert bevor. Und am Freitag auch. Wie soll ich das überleben? Ach du Scheiße.

Den Anfang machen Tristis aus Essen, die ich schon mal hier vorgestellt habe und immer noch der Meinung bin, dass diese Band Zeug hat um wenn nicht groß, dann mindestens mittelgroß zu werden. Es existiert nicht so viel Material, nämlich nur ganze 5 Songs auf der EP "Das Schweigen Vieler". Aber das ist auch okay. Ich finds nach wie vor interessant, wie man so gekonnt diesen Spagat zwischen vielenennenesscreamo und schwarzmetallischen blastbeats schafft. Generell ist es eine gute Sache wenn Bands dem BM frönen ohne jedoch ganz besonders trve abzucvlten. Also nichts gegen das trve abcvlten aber hin und wieder brauche ich eine Pause davon. Jedenfalls, zurück zu Tristis: Sehr gerne wieder.


Ich habe Celeste bestimmt schon an die zehn Jahre nicht gesehen. War damals bestimmt auf 3-4 Konzerten. Auf jeden Fall ein Mal im Würzburger Immerhin, mindestens ein Mal in der Oettinger Villa in Darmstadt und ich meine auch einmal auf dem FLUFF Fest in Rokycany. Habe mich vor paar Wochen immens gefreut als ich die Konzertankündigung gesehen hab und habe so so soooo sehr darauf gehofft, dass sie dieses Gimmick mit den roten Stirnlampen immer noch durchziehen. Stattdessen haben sie (wie erwartet) ziemlich lange auf sich warten lassen. Doch irgendwann kamen sie, ohne die Stirnlampen und haben angefangen alles zu zerbersten. Plötzlich haben sie sich umgedreht und die Lampen waren tatsächlich an. Sie spielten, genauso wie damals vor zehn Jahren, in völliger Dunkelheit begleitet durch das rote Licht auf ihren Stirnen und epileptische Strobo-Effekte. Ich würde jetzt nicht sagen, dass sie sich großartig verändert haben. Es ist immer noch astreiner Franzosen BM, nur ohne Corpsepaint und dergleichen mit viel viel viel Blastbeats, dämonischen Vocals und misanthropischen Texten. Jedoch wirken die neueren Songs wesentlich "friedlicher" und auf eine gewisse Art irgendwie eindringlicher. Man könnte meinen, dass dieser Sound einen zum Headbangen animiert - das tun auch diverse Leute im Publikum - ich allerdings finde tatsächlich einen Moment der Ruhe und schaffe es sogar die Augen zu schließen. Es ist wirklich sehr schön. Mindestens genauso schön finde ich, dass diverse Leute auf dem Konzert geblieben sind obwohl sie eigentlich was anderes erwartet haben. Mehrere Leute (es sollen wohl an die dreißig sein) sind gekommen um die Singer/Songwriterin Celeste zu sehen, die wohl an die 3.000.000 Spotify Hörer hat oder so. Einige gingen nach Hause und wollten sich das Geld zurück erstattet lassen. Andere sind tatsächlich geblieben und haben etwas für sie vollkommen neues entdeckt. DAS IST CROSS MARKETING. 





AUTHOR & PUNISHER + IMPERIAL TRIUMPHANT am 21.06.2023 in Die Trompete, Bochum

Nach drei Jahren wartens und Verschiebens war es endlich soweit. Irgendwann 2020 nämlich wollten wir uns Author & Punisher als Supportact von Igorr reinziehen. Dann war A&P plötzlich kein Support-Act mehr, die ganze Tour wurde verschoben. Das später stattfindende Konzert mit Perturbator glaube ich auch. Und nun haben wir sowohl Igorrr als auch A&P gesehen. Nein nicht die A+P aus München sondern Author & Punisher, eine Industrial-Metal One Man Band.

Als ich reingekommen bin waren Imperial Triumphant schon am spielen. Ich habe mir im Vorfeld nichts von angehört und wusste nicht so recht, was mich erwarten wird. Entweder wird es "auch" ein Electro-Act sein oder irgendwas mit Gitarren. Es war etwas mit Gitarren. Drei Typen in Masken, die eine Art Fusion Genre aus Black/Death Metal und Free Jazz spielt. Wobei vom letzteren jetzt nur die Arrangements übrig sind als auch Trompeten-Einlagen. Kommen mir vor wie Sunn O))) auf Speed. Zu
sehen sind nämlich Gestalten in Roben und Masken, die an den Minotauren, einen König und die Freiheitsstatue erinnern. Dabei machen diese (unfreiwillig?) ein Duckface. Als man immer näher zum Publikum kommt wirkt es sehr komisch. Der krönende Abschluß ist dann eine geköpfte Sektflasche. Ähnlich wie bei Watain wird hier Flüssigkeit in die Menge geschmissen. Zum Glück stinkts hier nicht nach Blut, Benzin und Schweiß.

Es ist schon so lange her, dass ich wirklich aktiv Author & Punisher gehört habe. Das letzte Album von Tristan Shone, wie der Künstler eigentlich heißt, dass ich mir bis zum geht nicht mehr reingezogen habe war "Beastland". Mittlerweile ist aber ein neues Album draußen, namens "Krüller", dass ich bis jetzt leider nicht begutachten konnte weil keine Zeit. Jedenfalls ist das Projekt zumindest live keine Ein-Mann-Band mehr. Shone wird von einem Gitarristen begleitet der ganz viel dröhn dröhn auf der Gitarre macht, headbangt, versucht mit den Zähnen zu spielen und während er nichts zu tun hat, einfach mal sein Instrument in die Luft hält. Diese "Drone Machines"/"Dub Machines" mit welchen Shone seine Musik kreiert sind einfach faszinierend. Klar, es ist irgendwo logisch nachvollziehbar wie er diese Musik macht, trotzdem sieht es aus als würde er in einem technischen Alptraum gefangen sein. Er steht einfach mittendrin, benutzt seine Hände um Hebel zu schieben und zu ziehen, verwendet seine Stimme mit drei verschiedenen Filtern. Irgendwann als einen weiteren Stimmenverzerrer anzieht, sieht er tatsächlich aus wie ein Gefangener aus einem dystopischen Film in welchem die Maschinen die Macht übernommen haben. Wahrscheinlich ist die Musik die er dann macht als Bespaßung für unsere zukünftigen Overlords gedacht. Holy shit, was für eine wummernde Performance. Ich hatte zwischendruch Bedenken, dass mir mein Handy auseinander fliegt. Leck mich fett. Das war es wirklich wert.




Stricher guckt sich "Guardians of the Galaxy Vol. 3" an am 22.06.2023

Ich habs endlich geschafft mir das dritte und vorerste das letzte Abenteuer der Wächter der Galaxie (in dieser Zusammensetzung) reinzuziehen. Man kann von großen Marvel Produktionen halten was man will, aber in Puncto "Geschichten über Freundschaft" und "große Tränenmomente" haben sie wirklich was drauf. Und dieser hier auch.

Wir befinden uns in Knowhere, einen riesigen abgetrennten Kopf eines Celestials, dass inzwischen als Minenkolonie gilt. Die Guardians of the Galaxy - Rocket Raccoon, Peter Quill aka Star Lord, Nebula, Drax der Zerstörer und Groot das Baumwesen haben hier ihre Zelte aufgeschlagen. Urplötzlich werden sie von einem blonden, gold angemalten Typen namens Adam Warlock angegriffen. Dabei wird Rocket schwer verletzt - es war auch des Warlocks Ziel RR an sich zu reißen. Er wurde nämlich gesandt von einem Typen namens The High Evolutionary. Dieser ist ein Wissenschaftler der einst Rocket und auch andere Kleintiere kidnappen ließ um an ihnen Experimente zu durchführen. Aus Rocket wurde ein anthropomorpher Waschbär, dessen Gehirn immer weiter ausgebaut wurde. Nun möchte High Evolutionary sein "Eigentum" zurück. Als direkte Folge der Verletzung liegt RR im Koma und erinnert sich an seine Vergangenheit. Seine Freunde möchten sein Leben retten, allerdings ist in seinem Körper eine Sperre eingebaut die eine medizinische Behandlung verhindert. Also geht es jetzt ab nach
Orgocorp, wo ihr pelziger Freund ursprünglich herkommt um hoffentlich den Code für die Entsperrung zu finden.

GOTG3 funktioniert genauso wie die ersten beiden Teile auch. Es ist offensichtlich dass es derselbe Mann geschrieben hat, der für "Tromeo and Juliet" verantwortlich ist. Der Film ist lustig, actionreich, gory und voll mit außerordentlichen Humor, der für heutige Filme ziemlich typisch ist. Ich meine damit nicht nur irgendwelche witzigen explodierenden Sachen sondern Gespräche die kein Sinn ergeben oder anderweitig behämmert sind. Teilweise wirken die Schauspieler so als würden sie Sachen am laufenden Band erfinden. Die Hintergrundstory von Rocket kannte ich, weil ich mal ein sehr schickes Trade Paperback über ihn gelesen hab. Ich muss sagen, dass die filmische Umsetzung mindestens genauso traurig ist. Es nimmt einen mit, wenn man sieht dass ein Wesen das vorher nicht sprechen konnte jetzt in der Lage ist seine Schmerzen in menschlicher Sprache mitzuteilen. Generell gefällt es mir, dass einer der interessantesten Marvel-Charaktere endlich eine richtige Backgroundstory auf der Leinwand bekommen hat. Und Cosmo der Soviet Hund ist auch cool. Und Howard the Duck. Und noch viel mehr. 

8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:



FULL OF HELL + PRIMITIVE MAN + GRIM VAN DOOM am 23.06.2023 in Junkyard, Dortmund

Das dritte Konzert in der Woche und tatsächlich immer noch nicht das letzte Ereignis in diesem Monat. Meine Fresse bin ich am Samstag fertig gewesen. Drei Konzerte und jedes Mal nach einer Schicht. Tatsächlich haben sich auch andere Leute entschlossen hinzugehen sodass ich auf allen drei Veranstaltungen zum Teil die gleichen Leute gesehen habe. Interessant. Vielleicht haben die aber Semester/Sommerferien gehabt.


Als ich ankomme, fangen Grim van Doom an zu spielen bzw. sind schon dabei. Ich werde gewarnt, es sei eine "scheiß Band". Jedenfalls bin ich alles andere als enttäuscht. Grim van Doom spielen äh Doom Metal, wie er im Bilderbuche steht. Schwere Riffs die an sludgigere Bands des Genres erinnern. Asoziale, kreischende Vocals die sich nach einem Sumpfdämon anhören. Es ist tatsächlich ziemlich cool und im Moment habe ich auch meinen Spaß. Allerdings habe ich sowas schon dutzende Male gehört und es ist allgemein betrachtet einfach nichts neues. Vielleicht sollten die n Saxophon oder n Akkordeon auf die Bühne bringen, damit es wirklich außerordentlich interessant wird. Trotzdem: Spaß hatte ich.

Primitive Man ist ein ganz anderes Kaliber. Tatsächlich entspricht 2/3 der Band dem Klischee "Adipöse Männer spielen langsame Musik". Ich nenne sie die ZZ Top des Doom Metal. Zwei beinahe identisch aussehende Typen mit Bauch, Glatze und Bart und der dritte am Schlagzeug an den sich keiner erinnern kann. Das wirkt und bleibt im Bewusstsein. Und die Musik tatsächlich auch. Unfassbar langsamer, schwerwiegender Doom mit gutturalen Vocals, angereichert mit ambientigen Dröhnen zwischendurch. Heilige Scheiße ist das schwer. Gleichzeitig aber auch unfassbar meditativ. *chef's kiss*

Full Of Hell habe ich zu dem Zeitpunkt schon zwei Mal live gesehen und mit jedem Mal wirkt die Band irgendwie immer verrückter. Diesmal haben sie nicht nur ein kompliziertes Soundeffekte-Dings dabei sondern auch ein weiteres Dings was entweder wie eine große E-Zigarette aussieht oder wie ein Alkoholtester was die Bullen einen vors Gesicht halten wenn man zu schnell gefahren ist. Es hat Knöpfe dran und Sänger Dylan Walker sieht immer wieder aus als würde er einen tiefen Zug daran machen. Insgesamt ist es so wie die Male vorher. Infernalischer Krach, garniert mit ambientigen Elementen, Samples aus Reportagen die zusätzlich verzerrt werden. Dazu noch ein animalischer Sänger der über mehrere Stimmlagen verfügt und quer über die ganze Bühne springt. Es macht größtenteils sehr viel Spaß dem ganzen zuzusehen und zuzuhören. Ich merke aber, dass nach der ganzen Woche mein Körper nachgibt und ich irgendwie anfange, zu dissoziieren. Ich kann mich nicht auf die Musik konzentrieren, zeitweise zumindest. In meinem Kopf kreisen irgendwelche Gedanken die nichts mit hier und jetzt zu tun haben. Sekunden später ärgere ich mich darüber und will mich endlich auf das hier und jetzt konzentrieren. Wiederum Sekunden später geht es wieder von vorne los. Manchmal bin ich wirklich zu alt für diese.





Dienstag, 22. November 2022

Happenings des Monats: November'22

Stricher guckt sich "Black Adam" an am 02.11.2022 in Filmwelt Herne

Die Vorgeschichte von Black Adam ist auf dem ersten Blick scheinbar eine ähnliche wie die von Billy Batson aka Shazam!. Teth Adam (Dwayne Johnson) war ein Sklaver, der vor 5000 Jahren im fiktiven Land Kahndaq gelebt hat. Dessen König hat sein Volk versklaven und in den Minen nach einem bestimmten Metall graben lässt. Daraus lässt er eine Krone bauen, die ihm enorme Kräfte verleihen soll. Dieselben Zauberer die Billy die Kräfte von Shazam! gegeben haben verleihen Teth eben diese Kräfte. Er nutzt sie allerdings um seine Rachegelüste gegen den König Wahr werden zu lassen. Dieser ist nämlich am Tod seines kleinen Sohnes und seiner Frau schuld. Teth stirbt augenscheinlich und wird in einem Grab begraben. Zumindest ist das scheinbar die offizielle Geschichte. In unserer Zeit ist Kahndaq ein von globalistischen Invasoren ausgebeutetes Land. Eine große, reiche paramilitärische Firma namens Inter Gang regiert das Land. Adrianna Tomaz (Sarah Shahi) sucht nach der besagten Krone von König Sabbac und weiß genau um den Mythos von Teth Adam. Zusammen mit ihrer Crew
kommt sie am besagten Grab von Teth an und findet in direkter Nähe auch die Krone. Blöd nur, dass ein Crewmitglied, Ishmael (Marwan Kenzari) in Wirklichkeit mit der Inter Gang arbeitet und die Krone an sich reißen will. Adrianna, so schlau wie sie ist, erweckt Teth Adam mit einem Zauberspruch ("Shazam!"). Er taucht auf und vernichtet instiktiv die Bösewichte. Er wird allerdings von einer Rakete erwischt, ist verwundet und wird von Adrianna und ihrem Bruder Karim (Mohammed Amer) zu ihr nach Hause gebracht. Ihr Sohn Amon (Bodhi Samongui) entwickelt schnell eine Faszination für ihn. Die Justice Society of America wird währenddessen von Amanda Waller (Viola Davis), der "Chefin" der Task Force X (aka Suicide Squad) angeheuert Teth Adam unschädlich zu machen, da er eine Bedrohung für die ganze Menschheit ist.

"Black Adam" hat mir insgesamt gut gefallen. Es ist ein typischer Anti-Helden-Film mit einem...Anti-Helden der gerne Leute umbringt weil er Gewalt als Mittel für alles sieht. Irgendwann aber auch dazu lernt, dass es nicht immer so sein muss. Gleichzeitig ist es auch ein Film der über die Konfrontation von Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Teth Adams alte Werte kollidieren mit denen von heute. Er versteht beispielsweise auch kein Sarkasmus und keine Ironie. Der Film hat witzige Momente, großartige Action-Sequenzen und setzt die DC-Helden ein, die wohl kaum einer oder keiner kennt: Hawkman, Doctor Fate, Atom Smasher und Cyclone. Er ist in vielerlei Hinsicht vorhersehbar, hat aber einen guten Twist den ich definitiv nicht vorhergesehen habe. Vielleicht war ich auch zu müde dafür, wer weiß. Das Problem ist: Ich finde der Markt ist übersättigt. So wie damals irgendwann die Ära der Italo-Western als auch von Gangster-Filmen zu Ende war, so wird irgendwann auch die Ära der Superheldenfilme vorbei sein. Meine Begeisterung bei jeder DC/Marvel-Verfilmung ist nicht mehr so hoch wie früher, auch wenn ich meistens ins Kino gehe. Der Film wird leider untergehen unter vielen. Das ist meine Vermutung. Spaß hatte ich trotzdem, und das zählt. Ich frage mich, ob das unbeabsichtigter Realismus ist oder nicht: Ein Land was irgendwie "arabisch" daherkommen soll hat unfassbar viele Autos aus Osteuropa auf den Straßen. Ich habe gesehen: Den DDR Wartburg, den polnischen Maluch, das russische Schiguli als auch den ukrainischen Saporoschetz. Wahnsinn.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:



CONVERGE + FULL OF HELL + PETBRICK am 13.11.2022 in Essigfabrik, Köln

Ach du Scheiße. Ach du dicke Scheiße. Ich würde sagen, es war das beste Konzert seit langem. Genauer gesagt, das beste Konzert seit langem mit ganzen drei Bands, dass sich richtig richtig gelohnt hat und wovon ich keine Sekunde bereue. Nagut, eigentlich bin ich der Meinung dass fast jedes Konzert auf welchem ich gewesen bin in letzter Zeit so ziemlich das beste war. Egal. 

Ich habe 2/3 des Line-Ups schon mal live gesehen, daher wusste ich ungefähr was mich erwartet. Converge sogar an derselben Stelle, vor ca. 10 Jahren. Leider habe ich darüber kein Konzertbericht geschrieben. Über Petbrick habe ich im Vorfeld gelesen und habe erfahren, dass Schlagzeuger Iggor Cavalera (of Sepultura and Cavalera Conspiracy fame) dabei ist. Was für Musik die Band macht, wusste ich nicht. Als ich im Saal ankam und gesehen habe dass einzig Wayne Adams (u.a. Big Lad) und der besagte Herr Cavalera auf der Bühne waren, war ich etwas erstaunt. Ein Schlagzeuger und ein Typ mit Computer/Drummachine und allerlei Sachen wovon ich keine Ahnung habe. Als es dann losing wurde es erst etwas ambient-ig und spooky, nur um kurze Zeit später mit Blastbeats und Noisegeballer loszulegen. Man sagt auch dazu: "Infernalischer Krach auf minimalistischer Ebene". Richtig witzig wurde es, als plötzlich Jacob Bannon von Converge ein Song mitgesungen hat. Im nächsten Song kam dann der Sänger von Full Of Hell, Dylan Walker, und tat dasselbe. Wow. Es fängt also gut an. Danach, dann "richtig" Full Of Hell. Walker trägt ein Crew Neck mit der Aufschrift "NO LOUD BASS" und auf dem Rücken steht irgendwas mit MSC. Dabei handelt es sich um zertifizierten Fisch, der nicht auf überfischten Beständen gefischt wurde. "Bass" bedeutet dabei "Barsch". Was zum fick. Ich lachte innerlich sehr viel. Die Band habe ich vor vier Jahren schon mal im Essener Turock gesehen, wusste also was auf mich zukommt und habs auch dementsprechend gefeiert. Ein unaufhaltsamer Juggernaut voll mit Klängen die sich anhören als hätte man mit Instrumenten um sich geschlagen, verstörenden Samples und gutturalen Gesang als auch etwas was nach Kotzgeräuschen klingt. Die richtige Überraschung kommt aber am Ende. Petbrick, als auch der Schlagzeuger von Converge Ben Koller kommen auf die Bühne und bringen Blechmülltonnen mit. Plötzlich sind FOH mit drei Schlagzeugern auf der Bühne und es wird viel auf den besagten Mülltonnen Lärm gemacht. Ich fühle mich an das Album "Roots" von Sepultura erinnert. Es ist großartig, ich bin im fucking Himmel. Danach dann Converge. Jacob Bannon sagt zu Beginn irgendeinem Typen vor der Bühne, dass er "das" weglegen soll, sonst ist es fünf Minuten später weg. Ich weiß nicht was genau, nur um paar Minuten später zu sehen wie ein Pulli weit nach hinten geschleudert wird, während des Sets. Der Anfang ist etwas schwierig. Ich finde, Converge haben es nicht wirklich leicht, weil sie hier nicht besonders hervorstechen. Sie sind zwar heavy, aber nicht so heavy wie die beiden anderen Bands. Doch nachdem sie sich warm gespielt haben, funktioniert alles. Es ist dynamisch, schnell und langsam. Ich bin zufrieden, trotzdem haben mir die beiden anderen Auftritte besser gefallen. Um eine Bahn zurück zu erwischen, gehe ich allerdings 10 Minuten vorher. 

Petbrick:


Sonntag, 29. August 2021

So isses, Musik!#128

Was läuft so?

Seitdem Limp Bizkit diesen Monat auf dem Lollapalooza Festival aufgetreten sind und am Ende ihren neuen Song "Dad Vibes" präsentiert haben läuft bei mir (wieder) ganz schön viel Nu Metal. Und da ich einen neuen MP3-Player habe, der viel mehr Speicherplatz hat, habe ich auch wieder die ersten drei Alben von LB drauf. Dazu kommt noch "Hybrid Theory" von Linkin Park, "Infest" von Papa Roach und...... "Introduction To Mayhem" von Primer55.


Letzteren sind in Europa, so meine ich, gänzlich unbekannt. Es handelt sich dabei, textlich als auch musikalisch um einen Klon von Linkin Park, Limp Bizkit und KoRn. Allerdings ist das Album wesentlich Hip-Hop-lastiger. Es funktioniert nach dem altbewährten Schemata. Jeder Song hat ein großes Intro, dann kommt ein Rap-Part, im Refrain dreht der Sänger komplett durch. Dazu kommt noch eine ruhigere Bridge und ein famoses, ebenso großes Outro. Zum Beispiel, hier in "Loose":


Sänger J-Sin ist übrigens vor ein paar Jahren an Hepatits C gestorben. Sehr schade um ihn und die Band, aus der etwas hätte werden können, hätten sie nicht immer wieder dasselbe gemacht. "Introduction To Mayhem" ist nämlich ein absoluter Banger. Ein klischeebeladenes, großartiges Album.

Um auf Limp Bizkit zurückzukommen. Ich feier den neuen Song absolut. Ich bin auch nicht blöd und habe schon verstanden, dass Fred Dursts neuer Look (sieht aus wie ein Undercover Cop) eigentlich nur ein Promo Move für die neue Single ist. Ich bin gespannt, ob dieses Jahr, nach zehn Jahren warten, endlich der Nachfolger zu "Gold Cobra" kommt. Der neue Song ist zwar nicht so "rockig", wie ich ihn gerne hätte, aber er "slappt" trotzdem. Anyways, hier ist der ganze Auftritt auf dem Lollapalooza und hier ist "Dad Vibes":





Igor K - Der Crackdance (2017)

Diesen Song hier habe ich vor Ewigkeiten auf YouTube gefunden, leider gibt es ihn dort nicht mehr. Wahrscheinlich war das dazugehörende Video wohl zu krass. Es geht um Frankfurt am Main und es geht um Crack. Hier ist der Rapper Igor K mit dem "Crack Dance". 

HIER ist der Soundcloud-Link weil ich leider nichts einfügen kann -.-


MC Heroin - Mein Train (2010)

Kam auf diesen Song, weil ich letztens das erste Mal seit 5 Jahren (legal) malen war. Der Song ist gar nicht mal so gut. Aber ja. 


Taqbir - s/t (2021)

Auf dem Cover ist eine Frau in Verschleierung zu sehen, im Hintergrund eine Abrissbirne die Mekka trifft. Die 7inch erschien bereits in Februar, tauchte aber immer wieder auf meinem YouTube-Feed auf (meine das Video von Vinod Karki) und ich war die ganze Zeit vom Artwork angetan, schaffte es aber nie so wirklich reinzuhören. Vielleicht habe ich es aber schon getan und irgendwie wieder vergessen. Jedenfalls: Taqbir bestehen aus einer Sängerin aus Tangier, Marokko und vier Typen aus anderen Städten. Sie selbst befindet sich gar nicht in Morokko zur Zeit und ihre konservative Familie wäre alles andere als begeistert darüber, dass sie Sängerin in einer Band ist die ein furchtbar böses islamfeindliches Album veröffentlicht. Oder eine EP. "Taqbir" ist im Grunde genommen der "Allahu Akbar"-Ruf bzw. der Name dafür, der Song "Al-Zuki Akbar" bedeutet dann sowas wie "Gott ist im Arsch groß" oder so. Wenn man sich noch die Aussage "Mecca for me, is the representation of capitalism" reinzieht, dann merkt man dass die Band sehr islamkritisch eingestellt. Ich verstehe kein Wort von den Texten, bin aber sehr froh darüber dass es solche Bands da draußen gibt, die in solchen Ländern solche Meinungen vertreten. Und ich weiß, dass es äußerst schwer sein kann, das als "Punk" zu tun.

9/10 Pfandflaschen
Bandcamp

Full Of Hell werden im Oktober ein neues Album veröffentlichen.

Ich habe den Nachfolger von "Trumpeting Ecstasy", "Weeping Choir" leider wenig Gehör schenken können. Zu viel Arbeit in den letzten drei Jahren. Aber ich werde das nachholen. Spätestens wenn "Garden Of Burning Apparitions" draußen ist. Und hier ist das Video zum neuen Song: "Industrial Messiah Complex": 


Ähnlicher Fall bei Carcass

Im September wird "Torn Arteries" rauskommen. Finds schön, dass sie irgendwo eine Art Hommage an ihr Erstlingswerk (ich meine natürlich das Cover-Artwork) machen. Hier jedenfalls das Video zu "Kelly's Meat Emporium":


Das ist aber nicht das einzige neue. Hier ist das allerneueste!!!






2. Metallica - s/t (1991)

1. Nirvana - Nevermind (1991)

So isses. Wir sind am Ende. Ich danke an dieser Stelle, nochmal, allen Beteiligten: Marlyn, Philipp und Raphael für die Reviews bzw. die Video-Reviews. (Hier noch mal das letzte) Ich denke, dass es dieses Jahr keine solche oder ähnliche Liste mehr geben wird. Dafür fange ich in September mit Discographies von verschiedensten Künstlern/Bands an. Teilweise um Lücken zu schließen, teilweise weil ich einfach Bock drauf hab. Lange geredet, auf geht's:

Es ist nicht das erste Album von Nirvana. Dieses war "Bleach" mit Dale Crover von den Melvins am Schlagzeug. Im Jahre 1989. Das sage ich nur mal so, falls irgendjemand tatsächlich denkt, das hier wäre ihr Erstling, weil sie damit sich in die Charts katapultiert haben. 


Ich hatte, wie viele Jugendliche, irgendwann auch eine Nirvana Phase. Ich glaube das war ungefähr mit 13 oder 14. MTV zeigte zum Todestag Kurt Cobains den ganzen Tag Nirvana-Videos und Kurt Cobain Dokus. Damals (oder vielleicht 1-2 Jahre davor) kam auch die Best-Of, schlicht "Nirvana" betitelt mit dem neuen, unveröffentlichten Song "You Know You're Right". Ich war vom Video begeistert, welches Cobains Destruktivität bei Live-Auftritten gezeigt hat. War absolut im Nirvana-Hype. Und dennoch habe ich kein einziges Album besessen. Das kam erst später.

Es existiert ein Verständnis meinerseits für die Leute, die von Nirvana genervt waren. Die Band wurde bis zum geht nicht mehr gehypt. So sehr, dass der Leadsänger sich aufgrund des enormen öffentlichen Drucks, seiner Heroinsucht und noch dutzend anderen Gründen umgebracht hat. Sie waren augenscheinlich auch verantwortlich für einen Haufen Bands die Metal umgebracht haben. Ich verstehe, dass man sich auf den Schlips getreten fühlt. Allerdings liegt das in der Natur des Ganzen. Neue Bands/Musikrichtungen schlucken alte, die Musik evolutioniert usw. usf. Dabei war es gar nicht der Tod des Metals. Dieser evolutionierte ebenfalls mit. Hätten wir Nirvana, Faith No More oder andere Bands aus der Zeit nicht gehabt, hätten wir kein Nu Metal, kein Crossover gehabt. Ich wäre nicht der Punker/Metalhead gewesen der ich bin/war. Je nachdem wie man das betrachtet. 

Mal ganz nüchtern betrachtet: Ich hätte dieses Album nicht auf die Spitze gewählt. Ich tue mir sowieso schwer mit sowas. Allerdings lässt es sich nicht leugnen, wie einflussreich es war. Wie viel Herzen es hat höher schlagen lassen. Es stinkt und trieft nach dem Jahr 1991. Ein einziges Lied hat eine Stadt namens Seattle überhaupt in den öffentlichen Fokus gerückt. Musikalisch gesehen. Natürlich waren Nirvana nicht die einzigen Grunge-Pioniere. Da wären noch Alice In Chains, Soundgarden und naja natürlich auch Pearl Jam. Doch sie waren es, die rein zufällig, den richtigen Tritt in den Arsch getätigt haben.

"Nevermind" ist ehrlich gesagt, sehr sauber produziert. Trotzdem hört man viele Hardcore Punk Einflüsse, Metal Einflüsse... Melvins, Hüsker Dü (vor allem in Territorial Pissings meiner Meinung nach) und tatsächlich auch ganz wenig Celtic Frost. Wobei letztere viel mehr auf "Bleach" zu spüren sind. Ich bin nicht der Meinung, dass es besser ist als das vorherige Nirvana-Album in dieser Liste, nämlich "In Utero", oder schlechter. Es ist einfach wesentlich anders. Das hier ist voll mit "Hits", das andere voll mit Songs die anders reinhauen. Und weil das Thema in letzter Zeit in den Medien ist: Ich sehe das etwas zwiespältig, dass das ehemalige "Kindermodel" jetzt die Band (bzw. die übriggebliebenen Mitglieder Dave Grohl und Krist Novoselic) wegen Kinderpornographie verklagt. Und das nachdem er das Foto in seinem Leben mindestens vier Mal nachgestellt hat und sich den Albumtitel auf die Brust hat tattoowieren lassen. Trotzdem hätte das Cover so nicht sein müssen und bei Re-Releases hätte man es retuschieren oder zensieren können. Definitiv.

Ich sag: 9,5/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Ich würde fast schon sagen, alles. Aber bleiben wir mal sachlich: Breed, Come As You Are, Smells Like Teen Spirit, In Bloom, Come As You Are, Lithium, Polly, Territorial Pissings

Und weil Marlyn auch was dazu zu sagen hat, sagt sie nun auch was dazu:

"Auf Platz 1 der Liste steht also "Nevermind", was meines Erachtens nicht sonderlich überraschend ist. Hier also mein Senf zu dem Album mit dem neuerdings so umstrittenen Artwork:

Auch "Nevermind" habe ich als Teenie mit meinem mickrigen Taschengeld im örtlichen Kaufhaus erstanden. Und trotz meiner ebenso mickrigen Englischkenntnisse riss es mich schon damals aus den Converse All Stars. Die im Vergleich zu den anderen Alben Nirvanas zugänglicheren Songs holten mich einfach ab und waren ein idealer Einstieg in „alternative“ Musik. Heute höre ich "Nevermind" mit jeder Menge Nostalgie. Obwohl es sich insgesamt als runde Produktion anfühlt, ist es doch ein Widerspruch in sich. Wollten Nirvana der damaligen florierenden Seattler Grungeszene den Rücken kehren, wurden sie dadurch zu deren Sinnbild schlechthin. Die Produktion ist gleichzeitig punklastig, dennoch glatt. Cobain wurde durch Nevermind zu einem Popidol, das er nie sein wollte.
Gleich der erste Song des Albums ist DIE Hymne der 90er – Smells Like Teen Spirit. Kaum einer kennt das Riff nicht. Die erste Hälfte des Albums beinhaltet alle vier Singleauskopplungen, nämlich Smells Like Teen Spirit, In Bloom, Come As You Are und Lithium. Sozusagen ein Banger nach dem anderen. Fast, wenn man Breed übersieht, das etwas aggressiver und punkiger daherkommt. Polly ist zwar rein musikalisch recht ruhig gestaltet, lyrisch aber wohl der aufwühlendste Song auf dem Album. Explizit wird die Folter und Vergewaltigung einer Minderjährigen aus Tacoma beschrieben. Als Highlights der zweiten Hälfte sehe ich Drain You, in dem der für Nirvana so typische Gitarreneffekt schön zur Geltung kommt, On a Plain (trotz der Suchtthematik poppig mit einem sehr catchy Chorus) und das vorläufige Schlusslicht Something in the Way (melancholisch und wunderschön unterlegt mit Cello und einer leicht verstimmten Akustikgitarre). Nevermind hat aber noch einen Hidden Track, der nicht unerwähnt bleiben soll. Es handelt sich hierbei um einen Mitschnitt einer Jamsession, wobei die Instrumente regelrecht malträtiert werden. Cobains Gitarre hat die Jam übrigens nicht überlebt. Zusammengefasst würde ich sagen, dass Nevermind den Titel als das prägendste Album der 90er absolut verdient hat. Ich finde, dass es den Zeitgeist der Generation X unheimlich gut eingefangen hat. Zudem besteht immer noch ein großer Einfluss auf heutige Produktionen. Zwar gefällt mir sein Nachfolger In Utero besser, aber auch Nevermind gebe ich die volle Punktzahl: 10/10 Pfandflaschen.  
Anspieltipps: Smells Like Teen Spirit, In Bloom, Lithium, Polly, Something in the Way"



Mittwoch, 11. April 2018

So isses, Musik!#52

FULL OF HELL + MONUMENT OF MISANTHROPY + STORTREGN am 4.4.2018 in Turok, Essen

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Ich glaube, das ist wirklich das allererste Mal gewesen. Wenn ich mich nicht irre. Bis dato hab ichs mal geschafft FOH auf dem FLUFF FEST zu "sehen", allerdings hinter eine riesigen Menge an Leuten, auf einer kleinen Bühne. Witzigerweise war es diesmal gar nicht so voll, sodass man eine vollen Einblick hatte. Aber eins nach dem anderen.

Habe mich seit Monaten darauf gefreut, dann war es soweit. Es war im Prinzip auch gar nicht mal so teuer und obendrauf bekam man eine ziemlich klischeehafte Metalband im Vorprogramm zu sehen. Stortregn waren jetzt nicht schlecht. Klangen etwas nach Dyssection, fand ich. War für mich allerdings ziemlich vorhersehbar und ich hab kurze Zeit später die Band beinahe vergessen. Außerdem fand ichs eh merkwürdig dass 2/5 mit T-Shirts von sich selbst aufgetreten sind.

Monument of Misanthropy passten meiner Meinung nach sehr viel besser ins Programm. Da abgedrehter und grindiger. Natürlich mindestens genauso vorhersehbar, aber wenigstens ohne jeglichen Pathos. Was sie noch sympathischer macht, ist dass sie vor vier Jahren ein Musikvideo rausgehauen haben, ähnlich wie ich sie früher gemacht hab. Guckt rein, einfach herrlich.

Full of Hell haben meine Erwartungen erfüllt. Ein brachialer Soundteppich. Superkurze Songs. Ein Sänger der einen Kotzkrampf nach dem anderen zu bekommen scheint, ins Mikrofon würgt, oder eher das Mikrofon würgt, mit dem Mikrofon vor seinem Gesicht schüttelt, sodass der Gesang noch verzerrter daherkommt. Dazu kommt noch die noisigen Zwischenspiele. Ich finde, das Ganze sieht sehr anstrengend aus. Aber ich entspanne mich vollkommen dabei. Ich glaub, dass ist das was viele nicht verstehen. Wie kann man bei Musik die sich anhört wie des Teufels Durchfall sich so wohl und entspannt fühlen? Ich hingegen, liebe es.

Da ich nach Full of Hell ne Weile rumgehangen und danach Hause gegangen bin, habe ich nichts von Immolation mitbekommen. Aber vollständigkeitshalber ein Link.

ОСТБЛОК: Golos Omeriki

Ich habe die Band durch ein Interview entdeckt, dass deren Sänger Rodyon Lyubensky einem YouTube-Kanal gegeben hat, der sich mit RusslandPunx der 90er Jahre beschäftigt hat. Die russische Musikszene in den 90ern war sowieso sehr interessant, weil man viel westlichen Sound mit russischen Einfluss vermischt hat. Eine solcher Bands sind "Golos Omerika", zu Deutsch "Die Stimme Omerikas". Nicht zu verwechseln mit der Radiostation "Voice of America". GO machen eine eigenartige aber sehr rumpelige Mischung aus Punk, Kabarett und Chanson. Oder um es anders auszudrücken: Punk mit Akkordeon und Geige, der allerdings keine Folk-Einflüssen aus Irland oder Schottland oder so aufweist. Stattdessen gibts witzige bis vulgäre Texte über dies und das. Nichts superintelligentes, aber spaßig.







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Achja, Dolphin hat ein neues Video :3



Killing Joke Discography: Revelations (1982)

Erstes Killing Joke Album welches nicht von der Band selbst produziert wurde. Und das auch noch nicht in England sondern in Köln. Dummerweise bis jetzt auch das schlechteste. Leider wurde der
Enthusiasmus der Band als auch ihr nihilistischer Stil sehr krass runtergefahren, aufgrund der Anforderungen des Labels, scheinbar. Jedenfalls klingt "Revelations" weitaus weniger düster, weniger mechanisch. Viel eher nach ziemlich soften Post-Punk, leider ohne den "Schneid". Außerdem wirkt das Album ziemlich ziellos, ohne jegliche Richtung. Fazit: Sehr mau und hätte so nicht sein müssen. Aber es gibt immer noch n Haufen KJ-Alben die fetzen, deshalb... ich bin zuversichtlich dass es noch viel besser wird.

4/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Empire Song, Chop-Chop



Marilyn Manson Discography: The High End Of Low (2009)

Von den "neueren" Marilyn Manson Alben (ich mein damit alles was nach dem 2003er "The Golden Age of Grotesque" rauskam) ist, finde ich, das hier bis dato am Besten.

"The High End Of Low" ist bis jetzt das ruhigste und gelassendste Album der Band. Man hat sich mittlerweile komplett von Industrial verabschiedet und macht sowas wie die Neuinkarnation von leicht selbstzerstörerischen Glam Rock. Auch an Blues und Garage Rock als auch 80er Synthpop. Midtempo. Keine Kracher wie "The Irresponsible Hate Anthem" mehr. Stattdessen Sound der
theorethisch ganz gut in Clubs laufen könnte. Weil er tatsächlich irgendwie ziemlich tanzbar ist.

Trotzdem bleibt MM gesellschaftskritisch und zynisch. Beispielsweise wird in "We're from America" das konservative Amerika beschrieben mit all ihrer Anti-Abtreibungsrhetorik usw. "Running To The Edge of the World" klingt offensichtlich wie Bowie in seiner Glamrock-Phase. Das Ganze ist so unfassbar sexy, tanzbar und unverkrampft. Richtig schönes Ding.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Running To The Edge of the World, Arma-Goddamn-Motherfucking-Geddon, We're From America




White Zombie Discography: God of Thunder EP (1989)

Okay. Das wird kurz. Die EP beinhaltet nur drei Tracks. Das KISS-Cover "God of Thunder", "Love
Razor" und "Disaster Blaster II". "God of Thunder" ist tatsächlich herausragend gut. Ein Song wie er später für WZ typisch sein wird. Viel Groove und ein paar Film-Samples. Der Rest ist auch okay. Es ist n okayes Ding, diese EP. Und es ist endlich mal definitiv, 100%ig die Richtung die auf ihrem Major-Debüt zu hören sein wird.

Daumen hoch!
9,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles

Donnerstag, 20. Juli 2017

Album der Woche#302: Full of Hell - Trumpeting Ecstasy (2017)

Hallo und häßlich willkommen zu einem weiteren Review im Metal-Monat Juli. Diesmal ist eine Band dran, die ich seit längerem verfolge und die ich live mal mit ner halben Arschbacke angeguckt hab. "Trumpeting Ecstasy" ist ein nicht nur sehr merkwürdiger Albumtitel sondern gleichzeitig auch deren fünftes Album.

Warum ich FOH ausgewählt habe? Nun, wir hatten diesen Monat schon Stoner/Doom von Conan, die ersten drei Alben von Sepultura, "British Steel" von Judas Priest... Da wird es Zeit weitere Untergenres abzudecken. Und scheiße, dieser Beitrag wird einfach nicht länger....

Was soll ich denn dazu sagen? "Trumpeting Ecstasy" ballert mir einfach die Seele aus dem Leib. Es ist nicht nur voll mit typischen Grindcore-Zutaten, es verzichtet dabei auch auf unnötiges in die Länge ziehen. Die über-drei-Minuten-Songs halten sich mit den eine-Minute-Songs so ziemlich die Waage. Manchmal habe ich den Eindruck (bspw. bei "Digital Prison") als ob die Leute nicht aus den Staaten sondern aus Norwegen kommen würden. Wechselgesang zwischen Screams und Gutturallauten. Geile Blastbeats. Außerdem sind da so klitzekleine Elemente die einen wirklich erschaudern lassen - weil sie wirklich mysteriös klingen. Wie der Gesang im Titeltrack. Der mich entfernt an den Refrain von "Step Into A World" von KRS-One erinnert, aber das nur nebenbei.

Jedenfalls: Nichts falsch gemacht. Absolut gar nichts. Killer!

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Digital Prison, Crawling Back To God, Trumpeting Ecstasy