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Mittwoch, 17. August 2022

Film der Woche#546: DC Movies Special, Teil 9

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Film der Woche und gleichzeitig auch zum letzten Teil des "DC Movie Special". Zur Ausgabe#8 geht es hier entlang. 

36. Jonah Hex (2010)

Die erste Verfilmung von Jonah Hex mit Josh Brolin in der Hauptrolle. Somit ist der Mann das Gesicht bzw. die Stimme von mindestens drei Comic-Charakteren: Thanos (Marvel), Cable (Marvel) und eben Jonah Hex (DC).


Wir befinden uns im 19. Jahrhundert, in der Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Der ehemalige Konföderierten-Soldaten Jonah Hex (Josh Brolin) wurde an ein Kreuz gebunden und gezwungen bei dem Mord an seiner Familie zuzusehen. Verantwortlich dafür ist sein ehemaliger Vorgesetzter Quentin Turnbull (John Malkovich). Angeblich ist Hex für den Tod von mehreren Soldaten verantwortlich als auch für den von Turnbulls Sohn Jeb (Jeffrey Dean Morgan, schon wieder!). Daraufhin kriegt er von ihm mit einem Glüheisen ein Mal ins Gesicht gebrannt. Er stirbt beinahe, wird aber von Eingeborenen gerettet, woraufhin er die Fähigkeit mit Toten zu sprechen erlangt. Da er sich nicht an Turnbull rächen kann, weil dieser angeblich tot ist, fängt Hex an als Kopfgeldjäger zu arbeiten. Seine Dienste werden nun von der US-Regierung gebraucht. Turnbull ist nämlich doch am Leben und plant, zusammen mit seiner Truppe an Terroristen (wohlgemerkt die ersten Terroristen überhaupt lol) pünktlich zur 100-jährigen Feier der USA das Capitol anzugreifen. Die Waffe: der sogenannte Nationen-Killer, eine Bombe ähnlich der Jahre später erfundenen Atombombe. Hex soll nun derjenige sein, der Turnbull stoppen kann, schließlich hat er eine Rechnung mit ihm offen.

Absoluter Flop an der Kinokasse. Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Der Film versucht nicht unbedingt eine tiefe Botschaft rüberzubringen, außer vielleicht dass man auch auf die Gefahr im eigenen Land gucken sollte. Auf jeden Fall ist hier genug Zynik, genug "ich bin mein eigener Herr, außerdem stinke ich nach Sch(w)eiß weil niemand bis jetzt die Dusche erfunden hat". Jonah Hex ist ein Eigenbrötler, ein typischer Anti-Held dessen Hand locker am Abzug sitzt. Josh Brolin ist perfekt für die Rolle. Michael Fassbender als einer der Mörder von Hex Familie ebenfalls. Was ich wirklich sehr großartig fand, war der Soundtrack von Mastodon. Passt hervorragend zum Geschehen. Schade, dass es wohl niemals eine Fortsetzung geben wird. Wobei, andererseits betrachtet: Vielleicht ist es auch gut so. 

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


"The Kitchen" ist eine Verfilmung einer Miniserie von Vertigo, was ein Unterverlag von DC ist. 
Ergo ist das hier auch eine DC-Verfilmung. Simple as that. 

Wir befinden uns in Hell's Kitchen, New York. Das Jahr ist 1978. Drei Mitglieder der O'Carroll Familie, die der irischen Mafia untersteht - Jimmy (Brian d'Arcy James), Kevin (James Badge Dale) und Rob (Jeremy Bobb) werden bei einem Überfall vom FBI gestellt und wandern in den Knast. Der nächste Obermacker wird "Little Jackie" Quinn (Myk Watford), der den drei Frauen der frischen Knastbrüder, Kathy (Melissa McCarthy), Ruby (Tiffany Haddish) und Claire (Elisabeth Moss) verspricht dass er sich
um sie kümmert. In Wahrheit ist es allerdings so, dass sie von der Hand in Mund leben und sich auf seine Almosen verlassen müssen. Die irische Community ist über die hohen Schutzgelder maßlos empört. Die drei Frauen beschließen selbst Schutz anzubieten und zwar zu fairen Preisen. Folglich übernehmen sie ein Teil des Geschäfts von Jackie. Darüber ist er nicht begeistert und beschließt Claire umzubringen. Ein irischer Schläger/Veteran mit PTSD namens Gabriel (Domhnall Gleeson) rettet sie jedoch in letzter Minute und bringt ihn um. Das hiesige Chapter der irischen Mafia steht nun ohne Anführer da. Folgender Schritt ist quasi selbstverständlich: Kathy, Ruby und Claire beschließen nun endgültig das Geschäft zu übernehmen. Man fragt sich nur, ob a) ihre Ehemänner so begeistert sein werden wenn sie wieder da sind und b) was die anderen Mafiafamilien dazu sagen.

Ich weiß absolut nicht was irgendwelche Kritiker an diesem Film auszusetzen hatten. Zumindest ist er beim normalen Kinopublikum besser angekommen. Eine verdammt gute Geschichte über drei Frauen, die aus ihren typischen Rollen ausbrechen und das Ruder übernehmen. Sicherlich nicht ganz realistisch, allerdings gab es bekannterweise in der Weltgeschichte genug Mafia-Frauen. Es ist eine interessante Story, voll mit Gewalt und Ekelhaftigkeiten. So wie es des öfteren bei Vertigo-Comics der Fall war. Großartiges 70er Jahre Flair. Coole Scheiße. Abgefucktester Moment ist meines Erachtens übrigens die Zerteilung der Leiche in der Badewanne.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:




Donnerstag, 21. Juni 2018

Comic Book Review#345: All-Star Western#9 (2012)

Ja, ich halte mich strikt an diese "100 US-Comics"-Kiste und ja es ist schon wieder "All-Star Western". Da war Comicland nun doch nicht so kreativ, lel. Naja, egal. Wie vorher schon besprochen. Falls ihr euch für andere Reviews mit Jonah Hex interessiert so klickt hier, hier und hier.

Die Story findet während des Batman-Events "Night of the Owls" statt. Wir befinden uns nun fünf Ausgaben weiter. Jonah Hex ist immer noch mit Doc Arkham unterwegs. Diesmal findet ein Team-
Up statt mit den beiden Wilder-Westen-Helden Nighthawk und Cinnamon. Die beiden sind ein sehr ineinander verknalltes Paar, dass zusammen (nicht für den Ruhm sondern natürlich für die Gerechtigkeit) Verbrecher jagt und zur Strecke bringt. Diesmal "verhaften" sie zusammen mit Hex ein paar korrupte Politiker zum Fall. Danach geht die Story am anderen Ende der Stadt weiter, wo irgendein Typ von einer Frau im Eulenkostüm (und zwar so ähnlich wie der von Talon) gejagt und getötet wird. Hex und Arkham tauchen auf, allerdings zu spät. Hex erinnert sich, dass er mal mit einer Chinesin verheiratet war, die ähnliche Kampfkünste beherrscht hat. Weiterhin führt uns die Geschichte nach Gotham City in drei Wochen, wo eine Frau namens Tallulah Black eine Herrensitzung unterbricht (an der ein gewisser Typ namens Wayne, höchstwahrscheinlich Vorfahre von Bruce Wayne, teilnimmt) um die Typen wegen Landraub anzuklagen. In der zweiten Story geht es um Cinnamon und Nighthawk, die den Mörder von Cinnamons Vater aufspüren.

Hm... Diesmal war das Geschehen um Jonah Hex gar nicht mal so interessant. Der Teil der Story über Tallulah Black als auch die Zweitstory hingegen schon. Ich finds interessant, wie die Vergangenheit von Gotham City präsentiert wird. Nämlich nicht viel anders als die Gegenwart. Die Stadt wird von reichen und korrupten Menschen regiert, wozu auch der Uropa(?) von Bruce Wayne zählt. Witzig, wie unehrenhaft die Vorfahren von Batman doch waren. Leider werd ich nicht ganz schlaue, was das Ganze mit dem "Court of the Owls" zu tun hat, der angeblich seit Jahrhunderten schon Gotham regiert. Aber okay. Keine schlechte Ausgabe. Graphisch äußerst vielfältig, storytechnisch ebenso.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Jimmy Palmiotti, Justin Gray, Moritat, Patrick Scherberger

Dienstag, 15. Mai 2018

Comic Book Review#341: Jonah Hex: Two-Gun Mojo#1 (1993)

Ja, ich weiß. Wir hatten letzte Woche schon mit Jonah Hex zu tun. Aber dieser Comic unterscheidet sich vom vorherigen um Längen. Also warum nicht nochmal? Außerdem habe ich beschlossen, das Comicland-Päckchen (das mit 100 Comics) einfach stumpf nach und nach zu reviewen. Egal was kommt.

"Two-Gun Mojo" ist ein Fünfteiler. Im ersten Teil lernen wir Jonah wieder kennen. Schließlich ist das hier sein erster Auftritt seit der Einstellung seiner letzten Serie in den Achtzigern. Er ist ein schmieriger Kopfgeldjäger mit einer echt fiesen Narbe im Gesicht ("Hab mich beim Rasieren geschnitten"), der grade im Moment von drei Verbrechern beinahe gelyncht wird. Weil er ihre Schwester umgebracht und in ihr Auge gespuckt hat. Zum Glück wird er von einem älteren Kollegen vom Fach, Slow Go Smith, gerettet. Diese wollte die Schurken sowieso erwischen. Zusammen reisen sie dann mit einem Kopf (höhö wegen Kopfgeld) in die Kleinstadt Mud Creek. Dort will Slow Go sein Kopfgeld einfordern. Allerdings stellt es sich heraus, dass die gesuchten Verbrecher längst tot, ausgestopft und für Fotos hingestellt worden sind. Nur für n Nickel. Allerdings hat wohl irgendjemand spaßeshalber die falschen Leute erschossen sodass der Sheriff der Stadt erstmal mit etwas Bürokratiekram zu tun hat, bevor er Slow Go sein Gewinn auszahlen kann. Verdammte Yankees, man kann nicht mehr einfach so jemand töten, ohne ihren Bürokratiescheiss.

Ein regelrecht brutales und ziemlich ekliges Werk. Frage mich inwieweit es realistisch ist. Das Design der Gesichter und der Umgebung erinnert an ältere, weniger abstraktere Comics. Es ist sehr schonungslos und zeigt mal wieder eine Westernwelt von ihrer eher hässlicheren Seite. Daumen hoch!

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Joe R. Lansdale, Timothy Truman, Sam Glanzman

Donnerstag, 10. Mai 2018

Comic Book Review#340: All-Star Western#4 (2011)

Okay, für mich und diesen Blog ist es nicht das erste Mal, dass ich was über Jonah Hex, den Kopfgeldjäger aus dem Wilden Westen schreibe. Das eine Review findet ihr hier.

Der Comic beginnt mit einer Szene in der Kanalisation. Jonah Hex, ein Kopfgeldjäger mit auffäliger Gesichtsnarbe watet in Begleitung von irgendso nen Typen durchs Abwasser. Der Mann erzählt dem Leser daraufhin wie zu dieser, seiner Aussage zufolge ungewohnten, Kooperation zustande kam.
Ursprünglich kam Hex nach Gotham City um dort drei Verbrecher, die Gebrüder Sam, Bo und Jasper Trapp festzunehmen. Kurze Zeit später wendet sich eine Gruppe an Leute zu ihm und bittet die Suche nach einem vermissten Kind aufzunehmen. Für ein gutes Gehalt lässt sich Hex überreden. Die Spuren führen ihm zum St. Jude's Waisenheim. Dort lernt er den besagten Mann, Doctor Arkham (der höchstwahrscheinlich der Gründer des Arkham Asylums ist) kennen. Dort findet sie einen sichtlich angeschlagenen, lichtscheuen Jungen vor dem offensichtlich schlimmes widerfahren ist. Zusammen beschließen sie, die Spur weiterzuverfolgen und kommen schließlich auf eine unterirdische Anlage, die Sklavenarbeit mit Kindern betreibt.

In der Zweitstory geht es um eine aus China stammende Frau die mafiöse Strukturen in San Francisco des Jahres 1878 aufdeckt. Sie tut das aus Rache für ihren von einem chinesischen Clan ermordeten Vater. Unter den Kriminellen gilt sie als Geist mit mystischen Kräften. Sie schwört sich, nicht aufzuhören solange der Anführer des Clans, Bo Long nicht tot ist.

Zeichnungen von Moritat und Phil Winslade. Stories von Justin Gray und Jimmy Palmiotti. Ich finds geil wie man hier typische Westernelemente nimmt und etwas ordentlich bitterböses dazupackt anstelle typische Revolverheldenkacke abzuziehen. Nicht dass an Revolverheldenkacke an sich was auszusetzen wäre. Ich mag nur den Bruch mit Traditionen der in dieser Sparte von DC immer stattfindet. Falls ihr mal kein Bock habt auf die Justice League und so dann holt euch doch bitte die All-Star Western Sachen. Sie sind wirklich sehr sehr gut.

8/10 Pfandflaschen


Dienstag, 12. August 2014

Comics Monthly#8

Hey ihr! Habt ihr Bock zu erfahren, was ich mir neues an Comics geholt hab? Nein? Okay, dann nicht.
Für alle anderen - hier, Keule kannste lesen! Diesmal wieder mit einigen Nummer Einsen. Dafür werde ich euch nächsten Monaten ne Überraschung liefern ;)

1. All-Star Western#32

Jonah Hex müsste man eigentlich schon kennen, wenn man DCs Versuche, eine gute Comicverfilmung hinzukriegen, ein Bisschen mitverfolgt. Er ist nämlich ein berühmt-berüchtigter Kopfgeldjäger, bekannt durch seine fiese Narbe die eine Gesichtshälfte verziert, der im Zeitalter des Wilden Westens lebt. In einer der vorangegangenen Ausgaben wurde ihm die Narbe mithilfe plastischer Chirurgie(aus der Zukunft?) entfernt. Jetzt sieht er aus wie n durchschnittlicher Cowboy und seine Einzigartigkeit ist somit verspielt. Schade eigentlich...

Die Story ist eigentlich ziemlich simpel. Jonah hat zusammen mit seiner (vernarbten) Partnerin Tallulah Black den Verbrecher Amos Blackthorne geschnappt und transportiert ihn um anschließend Geld zu bekommen. Auf ihrer Reise machen sie Halt in einem Saloon einer Städchens. Jedoch entpuppen sich die Einwohner der Kleinstadt als unehrliche Menschen, legen die beiden mithilfe eines K.O.-Trunks schlafen und fesseln sie auf Pferde, die sie losschicken. Während sie so durch die Wüste getragen werden, treffen Tallulah und Jonah auf verschiedene Halunken und erzählen sich Flashback-Stories.

Klingt echt geil, oder? Ich habe sowieso schon lange vorgehabt mir etwas westernartiges zu holen. Nun, der Comic ist tatsächlich richtig gut. Ich mag Kopfgeldjäger-Stories. Props dafür an Jimmy Palmiotti und Justin Gray. Die Zeichnungen sind vllt. nicht besonders herausragend, jedoch solide umgesetzt. Ich mag, wie surreal die fallenden Regentropfen aussehen. Nämlich wie Striche in der Landschaft. Gezeichnet ist das ganze übrigens von Staz Johnson und Fabrizio Fiorentino. Trotz alledem ist der Comic viel zu kurz. Und nein, das macht die Sneak-Preview von Grayson#1 auch nicht gut, weil ich mir die Ausgabe auch geholt hab.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: DC für 3,99$
2. Grayson#1

Oha. Krass. Aber Achtung SPOILER: Nicht lesen, wenn man sich für die deutschen "Forever Evil"-Veröffentlichungen von PANINI interessiert. Die sind nämlich noch nicht soweit.

Nach den Ereignissen im ersten Megaevent des neuen DC-Universums "Forever Evil" schlägt Dick Grayson also neue Bahnen ein. Da alle Welt nun seinen Namen weiß, kann er kein Superheldendasein mehr führen. Nichts mehr mit Nightwing. Dick Grayson ist nun Agent 37 des Geheimdienstunternehmens "Spyral". Seine
erste Aufgabe: Einen gewissen Mr. Dubov im Zug der transsibirischen Eisenbahn lokalisieren und "entführen", da er womöglich über Kräfte verfügt die nicht mal ihm geheuer sind.

Wiedermal ein Genre dass ich stark vernachlässigt hab - Agentenkram. Ja, genau. Agentenkram. Bleibt meistens spannend und wird nicht langweilig. So auch hier. Dick Grayson begeistert mit seiner Akrobatik, seiner Schauspielkunst und seinen Charme. Die Zeichnungen sind äußerst realistisch und kommen ohne Übertreibungen aus. Sehr guter, nüchterner Stil. Achja und es gibt sogar ein Cameo eines russischen Tscheburaschka! Wie toll :3

8/10 Pfandflaschen
Story von Tim Seeley und Tom King. Zeichnungen: Mikel Janin und Jeromy Cox
Erhätlich bei: DC für 2,99$

3. Hermann und die Infokrieger#1
Wenn man sich die Verschwörungstheoretiker und Truther-Szene(weltweit, aber auch in Deutschland) anschaut kommt man nicht umher, sie mit einem Zirkus zu vergleichen. All diese Youtube-Channels, Verlage, Parteien, Einzelpersonen die an Illuminati, Chemtrails, Reptilienmenschen usw. glauben sind dermaßen überpräsent, dass wenn sie nicht existent wären, das ganze Internet zusammenbrechen würde. Sie scheinen nämlich die treibende Kraft für die Lachmuskeln zu sein. Weil sie so genial und amüsant sind, war es an der Zeit ihre Abenteuer in einem Medium zusammenzufassen. Sei es jetzt Film, Serie, Zeichentrick oder Comic. Anscheinend hat sich der Youtuber "Discordische Welle" ähnliches gedacht und einen alten "He-Man and the Masters of the Universe"-Comic eingescannt und neubetextet.

Diesmal handelt er nicht von He-Man, nein. He-Man ist nun Hermann, der Infokrieger aus der Reichshauptstadt Berlin. Er wird vom Geist von Birgit Kelle zur Hilfe gerufen. Rothschild(aka Skeletor) hat tief im Keller des Bilderberger Hotels mithilfe von hebräischen Schriften einen Reptiloiden namens Kroxigor vom Planeten Alpha Draconis hergeholt. Gemeinsam wollen sie nun die Reichsdeutschen mit noch mehr BRiD-Propaganda unterjochen und das Gender-Mainstreaming voranzutreiben. Doch nicht mit Herrmann, denn dieser wert sich. Er wehrt sich gegen die Skalarwellen und Desinformationen! Bei der Macht von Deutschland! Er hat die Kraft! Und da werden die homoerotischen Muskelarme der Reptiloiden es nicht schaffen ihm zum Homo zu machen!

Heiliger Jesus. Da hat sich aber jemand ordentlich Mühe gemacht. Hätte ich das getan, wäre das ordentlich stümperhaft gewesen. Was wir hier haben ist die perfekteste bildhafte Darstellung der Phantasiewelt der Truther und Infokrieger. Man suhlt sich im eigenen (Un)Wissen, man ist ein besserer (Über)Mensch, der sich der BRiD GmbH und all den anderen Despoten die die armen Deutschen knechten wollen stellt. Quasi ein Super-Infokrieger. Da ist es naheliegend, dass man das einfach in einen He-Man-Kontext packen MUSS! Alles andere hätte glaub ich nicht funktioniert. Superman ist zu amerikanisch, Batman ist zu reich, Spider-Man ist zu wasweißich, einzig ist He-Man ist arisch genug um da reinzupassen.

Sehr gut!
9/10 Pfandflaschen
Daunlaud
Google+-Gallerie
Facebook-Seite der Discordischen Welle
Youtube

4. The Life After#1

Okay, alle Verschwörungstheoretiker und Matrix-Fans aufgepasst! Das ist was für euch!

Leider wird der Protagonist des Comics nicht mit Namen erwähnt(oder ich hab ihn überlesen, seltsamerweise). Es gibt einiges über ihm zu erzählen.

Er ist nämlich Mitarbeiter in irgendeinem Büro, wo er für irgendwelche Formulare zuständig sind die anderen zuständigen Mitarbeitern andere zuständige Formulare ermöglichen, die sie an andere zuständige Leute weiterleiten, die dafür zuständig sind. Kurz gesagt: Der Job ist Scheiße.
Außerdem ist auf dem Weg zur Arbeit immer Stau. Sein Leben verläuft monoton, jeder Tag gleicht dem anderen.  Was ebenfalls jeden Tag passiert: Eine junge Frau die mit demselben Bus wie er fährt, lässt jedes Mal ihr Stofftaschentuch fallen. Eines Tages beschließt er sie kennenzulernen, und das fallengelassene Taschentuch wieder zurückzubringen. Dabei löst er versehentlich einen Bug, einen Fehler in der Matrix aus und wird aus "unserer" Realität rausgeschleudert.

Ich möchte nicht allzuviel Spoilern, denn der Titel des Comics verrät schon worum es geht. So ungefähr. Eine echt bunte und niedliche Art und Weise die Story von "Matrix" zu erzählen. Okay, so ganz Matrix ist es nicht, aber im Grunde genommen ist es ähnlich. Sehr schöne bunte Bilder, sehr viel Panels....dieser Comic ist einfach großartig. Ich hatte sehr viel Spaß. Achja ERNEST HEMINGWAY kommt vor!!! Props an Joshua Hale Fialkov und Gabo

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Oni Press für 3,99$

5. Rocket Raccoon#1

Rocket Raccoon, Mitglied der Guardians of the Galaxy, intergalaktischer Superheld, edler Prinzessinnenretter steckt in Schwierigkeiten. Bei einem Date/Wrestlingkampf wird er als gesuchter Krimineller erkannt und von nun an gejagt. Es gibt nämlich bereits ein Kopfgeld auf ihn. Qui bono? Wem nützt es? Wer steckt dahinter? Wer will Rocket tot sehen und warum? Was zur Hölle passiert da?

Hilfe, ich hatte Lachmuskelkrämpfe! Bzw. habe sie immernoch! Witzig ist es nämlich allemal, wenn Rocket Raccoon in bunte, zwielichtige seltsame Weltraumwelten taucht. Und noch besser wird es, wenn es so seltsam proportioniert gezeichnet ist. Das machts nämlich richtig gut. Ich mag Rocket Raccoon nämlich und freue mich schon auf die Verfilmung von "Guardians of the Galaxy". Und ich glaube das hier werde ich weiter lesen :3
Story und Zeichnungen von Skottie Young und Jean-Francois Beaulieu.

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$

6. Spider-Man 2099#1
"Police! It's the Alchemax building! Some nut came in here looking for Spider-Man! I sent him up to the executive level 'cause they don't pay me enough! Hurry!" - Security-Typ von Alchemax

"Who are you anyway?"
"I'm Spider-Man, obviously."
"No, I saw Spider-Man weeks ago. And even if I hadn't, I'd know you're not him. You sound older and you're not cracking jokes."
"Fine. A priest, a nun and a rabbi walk into a bar. You'd think one of them would have seen it. Happy?" - Gespräch zwischen Liz Allen und Miguel

Miguel O'Hara ist der Spider-Man des Jahres 2099. Gewisse Umstände(nachzulesen in der Serie "Superior Spider-Man") haben ihm dazu gebracht in unsere Zeit zu Reisen. Sein Großvater Tiberius Stone, ist nämlich der ehemalige führende Kopf des Unternehmens Alchemax, dass 2099 seine finsteren Spielchen spielt. Um Alchemax vor dem Bösewerden aufzuhalten, reist Miguel in die Vergangenheit. Mittlerweile ist er voll im alten New York angekommen und arbeitet unter falschen Namen als Assistent seines Großvaters Tiberius Stone. In dieser Ausgabe hat er es mit einem eiskalten Liquidatortypen in metallener Rüstung zu tun der ihm umbringen will. Dieser will nämlich alle Fehler in der Vergangenheit ausbügeln, unter anderem auch Zeitreisende die die Realität beschädigen könnten.

Hohoho, Spider-Man 2099 hat endlich wieder eine eigene Serie, die sogar vom ursprünglichen Creator Peter David geschrieben wird. Das ist ja mal was Feines. Tatsächlich. Ich kann mich nicht beschweren, zumind. beinahe nicht. Miguel O'Hara ist cool und es freut mich dass er in unserem Zeitalter zu Besuch ist. Auch sein Vorhaben, seinen Großvater zu stoppen bevor er sein bösartiges Schurkenunternehmen ausweitet klingt auch cool. Ich frage mich nur, wie lange das gehen soll bzw. wie lange Miguel in der Vergangenheit sich rumtreibt. Das ist mal ne gute Frage.

Doch darüber sollte man sich nicht allzu viele Gedanken machen. Der Comic macht jedenfalls Spaß. Dieser Killer aus der Zukunft ist einfach so seltsam unseriös. Aber macht euch selber n Bild davon. Ich kanns euch nur empfehlen! Ist nämlich solide Marvel-Arbeit.

Story und Art: Peter David und Will Sliney
8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 2,99$
7. Spread#1

STAY AHEAD OF THE SPREAD!

Wir blicken in eine mehr als düstere Zukunft. Beinahe jede Seite dieses Comics ist mit Blut überströmt. Die Welt, in diesem Fall ein winterliches, schneeweißes Gebiet wird von einem Monster heimgesucht, dass alle nur Spread nennen. Es bewegt sich fort wie "Das Ding" aus dem gleichnamigen Film und kann alle die ihm begegnen infizieren und in ebenso ekelhafte Monstren zu verwandeln. Es ist blutrünstig und kaltblütig. Ein Mann, mit lustigen Wolverine-Haarschnitt versucht zu überleben. Ebenso eine Frau die ein Kind namens Hope mit sich trägt. Doch warum heißt das Kind so?

Blut. Tentakel. Messer. Postapokalyptische Typen mit Irokesenschnitten die einen das Leben schwer machen, weil sie selber überleben wollen. Räuberbanden. BLUT! ABSOLUTER HORROR!

Ich schwöre dass das eine der geilsten Sachen ist die ich je gelesen hab. Jaja, das sage ich immer wieder aber diesmal stimmts wirklich. Ja gut, das sag ich auch immer wieder...aber was solls. Es ist wie ne alternativ Variante zu "The Thing", bloß ist hier alles viel größer und krasser. Man setzt dabei viel mehr auf die Bildersprache als auf Worte. Dafür gibts viele Seiten und wenig Werbung. Top!

9/10 Pfandflaschen
Story and Art: Justin Jordan, Kyle Strahm und Felipe Sobreiro
Erhältlich bei: Image Comics für 3,50$