Mittwoch, 27. April 2016

Happenings des Monats: April'15

Waving The Guns + AMK am 2.4. im Djäzz Keller in Duisburg

Chhhhyeah. WTG und AMK gabs ja letzens hier schonmal und äh.....ich will ja nicht meckern oder so, aber es ist um Grunde genommen tatsächlich dasselbe gewesen. Außer dass ich diesmal ein wenig mehr genervt war, weil AMK mir mit diesem "Eyy habt ihr Bock auf WTG?/Wer hat Bock auf WTG??"-Getue mir auf den Sack gingen. Tatsächlich war ich so genervt, dass ich zwischendurch erwägt habe, frühzeitig nach Hause zu gehen. Ich revidiere an dieser Stelle mal, dass was ich früher mal gesagt habe mit "guten Antifa Rap". Egal. Waving The Guns gaben sich allerdings wie gewohnt richtig gut und retteten den Abend dann doch noch. Falls ihr Bock habt, nachzulesen worums genau geht - klickt hier.

Auf Bewährung + Knastparty am 16.4. im AZ, Mülheim

Ich bin da übrigens nur hin, weil mein Arbeitskollege mir für das nächste Ereignis hier auf der Liste leider absagen musste und weil äh ich an dem Abend sowieso nichts zu tun hatte. Jeeeedenfalls haben mehr als zwei Bands gespielt, wir sind aber nur für 1,5 geblieben. Als wir reinkamen haben
Knastparty schon angefangen und sie waren richtig gut. Richtig richtig gut. Wild und trashig, fast schon powerviolence-mäßig. Schade, dass ich so wenig davon gesehen hab. Props. Anyways, als nächsten kamen Auf Bewährung auf die Bühne und das was sie mir anboten kann nicht anders als Verbrechen an der Menschheit bezeichnet werden. Was für ein überdimensionales Ausmaß an Pathos und Klischee. Mir wars irgendwann viel zu peinlich geworden, sodass ich mich tatsächlich umgedreht habe. Fürchterlich. Hätten noch die Broilers-typischen "wohohoho"-Chöre gefehlt, dann wäre ich gegangen. Aber offensichtlich hatten ein Paar Leute tatsächlich Spaß daran. I don't get it.

Stricher guckt sich Batman vs. Superman an am 19.4.

Ich bevorzuge übrigens neue Filme nicht bei "Film der Woche" zu reviewen, sondern hier. Ist ja schließlich auch ein Ereignis ins Kino zu gehen. Und überhaupt würde es meine Watchlist erheblich stören. Wie auch immer.

Superman vs. Batman. Batman vs. Superman. Ben Affleck als Superman. Kann das gut gehen? Ich sage ja verdammt noch mal. Natürlich geht das. Ich lasse mir vom Internet nicht in die Suppe spucken.

Worum gehts? Der inzwischen ältere Bruce Wayne (Ben Affleck) der schon 20(?) Jahren als Batman agiert kriegt mit wie die Menschheit Superman kennenlernt, während der Ereignisse von "Man of Steel"(den ich übrigens nicht gesehen habe.) Der Mann aus Stahl() schafft es nämlich nicht diverse Menschen vor Unfällen zu retten, während drumherum ein riesenbrimborium ist und er die ganze Welt rettet. Bruce nimmt dem Kryptonier eine Einstellung wie sie nicht feindlicher sein könnte und die btw auch der (mehr als psychotische, fast schon jokerhafte) Lex Luthor vertritt. Wer ist dieser Alien vom Krypton? Ja, er beschützt uns. Aber wenn er möchte, könnte er uns vollkommen vernichten. Wir wissen quasi gar nichts über ihn, er ist vollkommen nicht transparent. Lex Luthor versucht Superman mit unlauteren Mitteln zu bekämpfen und versucht dabei einen Keil zwischen die sowieso beschissene Beziehung zwischen den beiden titelgebenden Superhelden zu treiben. Daher auch der Titel.

Dieser ist tatsächlich sehr verwirrend. Schließlich ist eigentlich klar, dass Supes und Bats irgendwann Freunde werden (auch werden deren Verhältnis schon immer sehr spannend war). Batman/Superman hätte viel besser dazu gepasst. Ich habe viel schlimmes über diesen Film gehört/gelesen und bin tatsächlich ohne rosarote Brille reingegangen und rausgekommen. Ich finde der Film gehört sehr wohl kritisiert und er ist definitiv nicht der beste und kriegt auch kein Oscar. Um es mal ausführlicher zu sagen: Etliche Leute haben sich beschwert, dass es nie wieder sowas wie die The-Dark-Knight-Trilogie geben wird und bla und blubb, es ist nicht dasselbe, was soll das? Wieso schießt Batman?  a) Es soll nicht dasselbe werden, sondern Teil eines neuen "DC Extended Universe" - dementsprechend erwarte ich auch einen Comic-Kassenschlager und keinen supertiefgründigen Film. DC versucht das zu machen was Marvel macht, ob das gut geht, das werden wir sehen. b) Batman hat schon früher mal geschossen! Desöfteren sogar! c) Lest verdammt noch mal Batman-Comics, ihr Kino-verwöhnten. Und hier kommen wir schon mal zum nächsten Punkt: Ihr Comic-Verwöhnten, seht einfach mal ein dass nicht alles 1:1 aus euren Lieblingsstories übernommen werden kann. Nächster Punkt: Unsere Gesellschaft ist zwar weitaus weiterentwickelter als vor 100 Jahren, aber immer noch nicht perfekt. Immer noch nicht befreit vor Vorurteilen und Ungerechtigkeiten. Filme sind hin und wieder etwas was den Zeitgeist entspricht und dieser ist alles andere als perfekt. Ich habe neuerdings ein Artikel von Bitch Media gelesen, der den Film als "antifeministisch, sexistisch und transmysogyn" bezeichnet, was ich für einen üblen, reißerischen Titel hielt. Denn dieser suggeriert, vor allem in der "Ich lese nichts weiter als die Überschrift"-Internetgemeinschaft, dass der ganze Film dementsprechende Untertöne trägt. Ja, Lois Lane ist hin und wieder eine "Damsel in Distress" die von Superman gerettet werden muss. Sie war es de facto schon immer. Allerdings tut sie das, nicht wie vor 75 Jahren noch, weil sie eine dumme dumme frauliche Frau ist, sondern weil sie eine Journalistin ist, die alles tut um eine gute Story zu kriegen und dementsprechend auch sich in Gefahren begibt. Koste es was es wolle. Ich zitiere mal an dieser Stelle ganz frei: "Ich bin Journalistin, keine Lady!". Okay, den Spruch "bei diesen Eiern, sind sie wohl doch auf der richtigen Toilette"-Spruch hätte man sich eindeutig sparen müssen. Dieser zeigt mir eindeutig dass der Charakter der diesen Spruch tätigt etwas an seinem Vokabular hätte arbeiten können. Er hätte auch gut von Lois gekontert werden können. Und vieles mehr. Er ist Scheiße. Er hätte wegbleiben können. Deswegen ist der Film aber nicht allgemein transmysogyn. Es gab wohl auch Beschwerden wegen Wonder Womans Outfit, dieser sei nicht mehr zeitgemäß oder so. Das ist mir an dieser Stelle völlig scheißegal was ihr alle denkt - WW ist eine gottverdammt noch mal starke Frau, da kann sie anziehen was sie will. Ich werde jetzt nicht auf noch weitere Kritiken eingehen, sonst reg ich mich viel zu sehr auf. Er ist nicht schlecht. Er ist nicht der beste Film des Jahrhunderts, er hätte auch um einige kleine Sequenzen kürzer sein können (diese unnötigen Vorgeschmäcker auf die nächsten Filme wirken einfach schnell dazugeklatscht. Das macht mich traurig).

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Life Fucker + Cheap Drugs am 22.4. im Koma F, Berlin

Das Nothing-Nice-To-Say-Fest welches an meinem ersten Urlaubswochenende stattfand ist auf eine Art und Weise ein Relikt aus einer alten Zeit. Die Veranstalter waren nämlich für das grandiose New-Direction-Fest in baden-württembergergischen Herrenberg verantwortlich. Das Festival gibts nun nicht mehr, es bleiben nur Erinnerungen. Eine der Erinnerungen ist für mich das abwechslrungsreiche Line-Up, welches auch diesmal vorhanden war. Die Hauptbühnen des Festivals waren so weit ich weiß ausverkauft. Übrig blieben nur noch die Aftershows, wie diese hier im Koma F ergo im nicht unbekannten besetzten Haus Köpi 137. Damit ich mir nicht vollkommen alleine vorkam, setzte ich mich irgendwo an den Rand und spielte Tetris auf meinem Handy während ich gehofft hab von niemanden angesprochen zu werden. Um 12 Uhr öffneten sich die Türe, die Unmenge an Leuten strömte rein, ich mittendrin. Von Cheap Drugs bekam ich nicht viel mit, weil ich mich draußen mit etwas wichtigeren Menschen unterhalten hab. Nur so die letzten zehn Minuten, während dieser sie mir erstaunlicherweise ganz gut gefielen. Life Fucker waren allerdings ein ganz anderes Kaliber. Zerstörerischer Gesang, der sich angehört halt als hätte man aus der Zukunft/Vergangenheit durch ein Megafon durch ein steinaltes Handy gegröhlt (sehr gut!) und schreddernde Gitarren (!!!) uuund und und öh Feuerspielerei mit Deos oder Farbdosen. Sehr abgefahren! Definitiv mein kleines Highlight an diesem Abend.

Life Fucker
Cheap Drugs

Watching Tides + 52 Hertz + Godzilla was a friend of mine am 23.4 im XB-Liebig, Berlin

Wow, da fährt man tatsächlich nach Berlin und schaut sich unter anderem zwei Bands aus seiner Wahlheimat an, die mehrere hundert Kilometer entfernt ist. Dazu gab es für mich, trotz vollgestopften Magens, nochmal Essen und Kuchen. Fressurlaub anständig genossen, würde ich sagen.

Godzilla was a friend of mine kannte ich vom Lesen her schon gefühlt zig Jahre. Immer wieder tauchte der Name auf irgendeinem Flyer auf. Und ich ging nicht hin, weil ich wohl noch viel zu jung für post-Hardcore, nicht-konventionelle Hardcoremusik und alles andere in der Richtung war.
Außerdem klang der Name für mich viel zu sehr nach Post-Rock aus den 70ern. Wie auch immer, besonders große Sympathien werde ich für GWAFOM nicht hegen. Sie beherrschen ihre Zunft zwar zweifelsohne, jedoch fehlte mir da jegliche Dynamik, jeglicher Kick, den ich sonst bei den nerdigsten Emo-Bands finde. Schade eigentlich. 52 Hertz waren allerdings ein anderer Fall, auch wenn sie sich ähnlich melodisch und non-aggressiv gaben, steckte meiner Meinung nach mehr Power dahinter. Jaaa, ich mein es für mich nich immer irgendeine ultra-aggressive Kombo sein, allerdings gefällt es mir eindeutig besser wenn eine Band "kickt" - selbst wenn sie auf den ersten Blick/Klang eher "weich" klingt. Wie auch immer - es war tatsächlich das erste Mal dass es geklappt hat 52 Hertz überhaupt anzugucken. Und zwar weil ich sei unzählige Male in Würzburg verpasst habe. Mir hats definitiv gefallen. Auf die Frage meinerseits, wie Watching Tides denn überhaupt klingen wurde mir mit "noch poppiger als 52 Hertz" beantwortet. Das stimmte nun nicht ganz. Allerdings war ich alles andere als begeistert aber auch nicht besonders enttäuscht. Im Großen und Ganzen fehlte mir einfach die Abwechslung. Ein Konzert mit drei völlig unterschiedlichen Bands hätte ich deutlich mehr gefeiert. Nichtsdestotrotz war es spaßig weil ich meine liebenswerten Wahl-Berliner-Bayern um mich hatte. :3

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