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Dienstag, 11. November 2025

Comic Book Review#655: Killer Princesses#1 (2001)

Awkay. Das hier ist der erste eigene Comic den Gail Simone geschrieben hat. Wobei naja, eigentlich sind ihre Werke bei den "Simpsons" auch eigene Comics. Aber das hier ist der erste den sie sich komplett selbst ausgedacht - ich meine damit, dass hier eigene Charaktere vorkommen. Gezeichnet hat das ganze Lea Hernandez, die bis dahin für einige Comics im Stil "Amerimanga" bekannt war. "Killer Princesses" ist für sie die erste große Zusammenarbeit - schließlich hat sie bis jetzt alles selbst gemacht, also sowohl geschrieben als auch gezeichnet.

"Killer Princesses" erzählt von den Abenteuern von drei jungen Frauen namens Hope, Charity und Faith. Gemeinsam dringen sie auf das Anwesen eines reichen Erben. Der junge Typ namens Terry ist selbsternannte Anarchist. Sein Vater war ein Industrieller im Bereich Waffentechnologien. Er selbst verfolgt eine andere Philosophie als sein Vater. Eigentlich möchte er der Welt helfen und Tiere retten und so. Allerdings ist er trotzdem das Ziel der drei Frauen. Wieso? Das weiß er nicht. Aber sie wollen ihn töten und mit Leichtigkeit überqueren sie das Gelände und bringen alle seine "Soldaten" (aka Wachleute) um. Als sie ihren Job getan haben, kehren sie zurück ihr Verbindungshaus. Nun finden wir heraus, warum zur Hölle sie das tun was sie tun. Sie sind Teil einer Studentenverbindung, die von jemanden geleitet wird der junge Frauen als Attentäterinnen ausbildet um eine sogenannte "Balance" in der Welt aufrecht zu erhalten. Sprich, um böse Typen zu töten. Warum sie das genau tun, wissen die Hope, Charity und Faith nicht. Aber es bahnt sich an, dass sie es bald anfangen zu hinterfragen.

Im ersten Moment mochte ich die Zeichnungen nicht, doch nach kurzer Zeit wuchsen sie mir doch ans Herz oder ins Auge. Ich mag das simplifizierte stereotype Design der Protagonistinnen. Trotzdem fände ich es evtl. besser wenn alles koloriert wäre. Das würde mehr Akzente setzen und man könnte bestimmte Panels besser deuten können. Die Story hingegen gefällt mir wirklich sehr. Man wird als Leser mitten ins Geschehen reingeschmissen und muss sich in der Situation zurecht finden. Die Dialoge sind witzig und unterhaltsam. Es fühlt sich an wie eine Parodie von "Buffy the Vampire Slayer". Im gewissen Sinne scheint Gail Simone das Stereotyp von "Frauen die flotte Sprüche bringen und in den Arsch treten" aufs Korn zu nehmen. Ich finde das gut.

8/10 Pfandflaschen



Samstag, 19. Dezember 2020

Comics Monthly#81

Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe von "Comics Monthly". Irgendwann kommt wieder mal ein Monat in welchem ich mich den "großen" Verlagen wie DC oder Marvel widme. Aber es ist nicht dieser Monat. Darum widme ich mich diesen Monat wieder den etwas kleineren Verlagen. Wobei sie gar nicht mehr so klein sind.

Backtrack#8

Der Titel klang irgendwie interessant. Das Cover sah ganz lustig aus und ich dachte mir, ich geb dem ganzen ne Chance. Allerdings wurde ich diesmal doch irgendwie enttäuscht.

Zuallererst wirft uns der Comic um acht Jahre zurück, als eine Frau namens Kashimi noch ein junges Mädchen war und per Livestream für Wohltätigkeitszwecke Geld gesammelt hat. Gleichzeitig investierte sie das Geld ihres Millionärsvaters für dieselben Zwecke, was ihn heftig auf die Palme brachte. Acht Jahre sind vergangen und Kashimi ist Teil eines Teams aus zeitreisenden Autofahrern, die in dieser Ausgabe einer in Koma liegenden Freundin von sich helfen müssen. Sie gehen auf eine Schnitzeljagd und landen irgendwo im Zeitalter von Plünderungen und Brandschatzungen. Als Piraten noch existierten. Diese Piraten sind höchst verwundert über die Fahrzeuge. Das Team der zeitreisenden Autofahrer hat sogar eine Karte mit einem eingezeichnetem X parat, welche sie nutzen um das Schnitzel äääääh den Schatz zu finden. Sie landen am Ende in einer Kneipe, wo ein Piraten-Obermacker sich einfindet der zuvor schon die pferdelosen Wagen der Zeitreisenden begutachtet hat. Mir dünkt, als nächstes kommt eine Kneipenschlägerei. Arrr.


Großartige Zeichnungen. Interessantes Konzept, dass jedoch auch nicht so neu ist. Das klingt für mich ehrlich gesagt nach "Sliders", nur halt mit Autos. Was mich an diesem Comic nervt, ist dass ich absolut gar keine Ahnung von der Vorgeschichte habe. Meiner Meinung nach sollte ein Comic eine Art Rückblick haben oder wenigstens so gestaltet sein, dass man als neuer Leser egal mit welcher Ausgabe das Lesen anfangen kann. Man kann sich die vorherigen Ausgaben wenigstens nachholen um zu checken was vorher passiert ist. Hier wird der vorherige Inhalt für mich gar nicht interessanter gemacht. Ich habe schlicht und einfach gar keine Ahnung worum es hier eigentlich geht. Sicher, zeitreisende Autofahrer aber wieso und warum und weshalb? Das wird nicht erklärt. Somit geht der Comic für mich in die Tonne. Sorry.

4,5/10 Pfandflaschen
Made by: Brian Jones, Jake Elphick, Doug Garbark
Erhältlich bei Oni Press

Cyberpunk 2077: Trauma Team#3

Okay. Da ist also dieses Spiel, worauf alle so gehyped waren aber das irgendwie doch nicht so gut war. Oder so. Und naja, es gibt auf jeden Fall eine kleine Comic-Miniserie dazu. Das hier ist die dritte von vier Ausgaben.

Dafür dass ich hier auch keine Ahnung habe was in den vorherigen zwei Ausgaben passiert ist, taugt mir der Comic ganz gut. Die Handlung findet in einer dystopischen Zukunft statt. Im Mittelpunkt steht ein Team von Sanitätern, die mit Waffen ausgestattet sind und ihren "Klienten" also "Patienten" mit Medikamenten und anderen helfen. Sie nennen sich "Traum Team". In dieser Ausgabe ist Nadia, die einzige Frau im Team grade dabei einen übel aussehenden Typen mit bionischen Armen abzuknallen, weil dieser ihr ganzes altes (?) Team umgebracht hat. Doch nun stehen sowohl er als auch ihre beiden Kameraden, mit welchen sie grade unterwegs ist, unter Beschuss. Eine Gang von stereotypen, tätoowierten cyberpunk-esken, dreadlock und irokesenschnitt tragenden Gangster will sie abknallen. Sie schaffen es Knapp, einen von den beiden Männer schwer zu verwunden. Das Trauma Team verschanzt sich daraufhin in einer Wohnung in einem Häuserblock. Diese gehört einer alleinerziehenden Mutter mit einem kranken Kind. Nadia möchte dem erkrankten Mädchen helfen. Ihr Kollege stellt sich allerdings dagegen, weil das Kind kein "Klient" ist. Währenddessen stellt sich der Typ mit den bionischen Armen gegen die Gangster und schaltet einen nach dem anderen aus.

So muss das funktionieren. Man wird mitten in die Handlung eingeworfen, ohne viel über die Geschichte zu wissen und trotzdem schafft man es irgendwie mitzukommen. So muss das. Sag ich noch mal. Ich sage nun das offensichtliche. Das sieht aus wie Akira, zumindest stellenweise. Oder Ghost In The Shell. Jedenfalls gibt es einen klitzekleinen sozialkritischen Aspekt. Nur diejenigen die als Kunden registriert werden, können von Ärzten behandelt werden. Es gibt aber in dieser dystopischen Welt allerdings auch gute Menschen, die ihre Aufgabe als Sanitäter sehr ernst nehmen, wie Nadia. Und es gibt haufenweise Blut und Messerstecherei. Das gefällt mir sowohl vom Inhalt als auch vom optischen her. 

8/10 Pfandflaschen
Made by: Cullen Bunn, Miguel Valderama
Erhältlich bei Dark Horse Comics

Lazarus Risen#5

Merkwürdig. Eigentlich habe ich gedacht, dass ich einen Comic aus dieser Reihe schon mal reviewt habe. Aber die Suche hat nichts ergeben.


Ich halte es hier mal kurz, weil ich mit dem Comic leider nicht viel anfangen kann. Die Story spielt in der Zukunft. Die Macht in der Welt ist nicht zwischen Ländern/Kontinenten oder Regierungen unterteilt. Auch gigantische Megakonzerne spielen keine Rolle, im Gegensatz zu anderen Dystopien. Stattdessen geht es hier um riesige Familien, wie die Carlyles die zwar irgendwie die Herrschaft unter sich teilen gleichzeitig aber Krieg gegeneinander führen. Im Mittelpunkt dieser Stoy stehen Seven und Eight. Zwei Frauen die scheinbar Klone sind, die extra für ihre Familie "hergestellt" und trainiert wurden um sie zu beschützen. Man nennt diese Art von Mensch auch "Lazarus" und im Großen und Ganzen sind sie dafür da um für ihre Familie zu sterben. "Eight" ist die Nachfolgerin von "Seven" und sollte sie eigentlich ersetzen. Es geht um die Freunschaft zwischen den beiden Frauen als auch um die Trainings die sie absolvieren. Gegen Ende geht es allerdings um einen tödlichen Einsatz, bei welchem eine gegnerische Familie umgebracht werden soll.

Eigentlich gibt es nichts zu meckern. Dieser Comic ist modern. Das Design ist richtig gut. Die Farbgebung auch. Und die Idee mit mächtigen Großfamilien die die Welt beherrschen ist auch alles andere als schlecht. Mir gefällt die Handlung schlicht und einfach nicht. Mich reißen die Charaktere absolut nicht vom Hocker. Sie sind weder sympathisch noch unsympathisch. Sie sind mir einfach scheißegal und ich könnte mich bei nem Comic nicht noch mehr langweilen. Es fehlt einfach irgendein zündender Funke, wie man es so schön sagt. Schade.

3/10 Pfandflaschen
Made by: Greg Rucka, Michael Lark
Erhältlich bei Image Comics



Freitag, 26. Juni 2020

Comics Monthly#75

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Jubiläumsausgabe von "Comics Monthly". Noch 25 Ausgaben, also 2 Jahre und 1 Monat, dann sind wir schon #100.

Last of the Atlases#11

Okay, ich musste zuerst nachrecherchieren worum es geht, weil die Ausgabe einfach mal keinen Rückblick enthält. Also: Das Geschehen spielt sich ab in der modernen Welt, wie wir sie heute kennen. Eine Gruppe von Menschen bergt in Indien einen riesigen, abgeschriebenen Roboter und kriegt mithilfe eines Heißluftballons in
die Luft. Dieser Roboter ist der letzter seiner Art, der Atlas. Ihr Ziel ist es, nach Oman zu kommen, wo die ominöse UMO regiert - und ich bin ehrlich gesagt
überfragt was die UMO überhaupt ist. Fest steht, dass viele sie für ein Hirngespinst halten. Am Bord des Roboters befindet sich auch ein Dr. Ismail dessen Frau in der Heimat grade ihr gemeinsames Kind zur Welt gebracht hat und irgendwelche obskuren Leute hinter ihm her sind. Dazu kommt noch der geheimnisvolle, mafiosomäßige Russe der in Verbindung zu einem "Teflon-Don" steht und definitiv ein falsches Spiel treibt. Was ich mich frage ist: was zum Fick haben sie mit dem Roboter vor und was geschieht als nächstes.

Zuallererst: die Zeichnungen sind Top Notch, erinnern mich leicht entfernt an die Gesichter aus "Spread" und irgendwo auch an "4 Kids walk into a Bank". Die Story ist aus meiner Sicht echt undurchsichtig. Allerdings macht es den Comic definitiv nicht schlechter. Im Gegenteil ist es ziemlich cool und geheimnisvoll weil man einfach keine Ahnung hat was los ist. Klar, ich bin immer der Meinung eine Comicreihe sollte man immer irgendwo anfangen können (dürfen) ohne die Vorgeschichte zu kennen. Das ist etwas schwierig hier, allerdings macht diese Ausgabe tatsächlich Appetit auf die vorangeganenen Ausgaben. Gut gemacht.

Geschrieben von Vehlmann und De Bonneval, designt von Tanquerelle und Blanchard. Erhältlich bei Europe Comics für 3,99$
8/10 Pfandflaschen

Plunge#4

Rausgekommen bei DCs Imprint "Black Label" bzw. "Hill House Comics" von Joe Hill.
Es beginnt mit einem angepissten bärtigen Typen der sagt: "I don't know what the hell is wrong inside your head but I'm about to skullfuck those empty eyeholes of yours with a socket wrench to see if I can fix it." Okay.

Guuuut, ich versuche das mal grob zusammenzufassen. Mehrere Vertreter von großen Ölgesellschaften sind irgendwo weit in Norden der USA gelandet, weit an der Grenze zu Russland. Sie trafen auf die Besatzung eines alten Schiffes, die schon längst über 80 oder längst tot sein sollten. Bald stellen wir fest, dass diese Menschen keine Menschen mehr sind. Sie sind Wirte für Außerirdische in Form von großen, tausendfüßlerartigen Würmern, die ihre Körper zu ihrer
zwischenzeitliche Heimat erklärt haben. Diese Außerirdischen verstehen sich selbst als Kollektiv und nicht als Ansammlung von Individuen. Sie sind nicht in der Lage zu sehen, allerdings sind alle anderen Sinne als auch die spirituelle Verbindung so gut trainiert, dass sie keine Augen brauchen. Darum auch die Aussage oben. Sie vereinbaren mit den Vertretern einen Pakt. Wenn sie für die Außerirdischen eine geschlüpfte Brut ihrer Art aufsammeln, gehen sie zurück nach Hause und niemand wird verletzt.

Es ist so wie es sein sollte. Eine Truppe von Leuten die ihre eigenen Interessen verfolgen trifft auf Aliens und sieht sich gezwungen zusammenzuarbeiten. Dabei gibt es einen der ordentlich ausrastet und von der Situation alles andere als begeistert ist. Dann gibts noch einen der das Ganze ziemlich gechillt ansieht und der von den Ereignissen irgendwie verschont bleibt. In dem Falle ist es so, dass die Würmer sich nicht in ihm einnisten können oder wollen. Erinnert mich an eine etwas intelligentere Version von "The Thing" von John Carpenter. Und zwar eine in der die/das Alien/s sprechen können. Das war ziemlich cool und ordentlich creepy. Eine Variante von Horror die irgendwo zwar bekannt ist, aber doch einen neuen Touch gekriegt hat. Mich freut es auf jeden Fall, dass Joe Hill in die Fußstapfen seines Vaters tritt.

Von Joe Hill und Stuart Immonen
9/10 Pfandflaschen
Erhätlich bei DC für 3,99$

Rogue Planet#2

Es geht um einen Raumschiff namens Cortes welches auf einem einsamen Planeten namens Lonely Orphan gelandet ist. Dieser befindet sich in keinem nennenswerten System und scheint verlassen zu sein. In der vorherigen Ausgabe ist das Crewmitglied Jimmy von einem bis jetzt nicht gesehenen Monster umgebracht worden. Während der Großteil der Crew sich draußen befindet um eine mysteriöse Fracht einzusammeln, die ihnen viel Geld bringt befindet sich der geringere Teil im
Schiff. Es müssen diverse Reparaturen erledigt werden. Die Draußen-Crew trifft auf einen Haufen menschlich wirkender Raumanzüge die regungslos herumstehen und aus welchen riesige Tentakeln wachsen. Diese scheinen sowas wie eine Art Vogelscheuchen zu sein, die mithilfe von organischer Antennen die Crew observieren. Währenddessen wird ein Mechaniker auf dem Bord des Schiffes von einem scheinbar Untoten angegriffen und mit elektronischen Kabeln infiltriert. Die letzten beiden Mitglieder versuchen der Situation Herr zu werden, während die anderen langsam verstehen dass sie auf diesem Planeten doch nicht alleine sind.

Und schon wieder erinnert mich der Comic an "Alien" von Ridley Scott oder "The Thing" von John Carpenter. Man ist irgendwo da draußen, auf einem fremden Planeten und weiß einfach nicht was einen angreifen will und was als nächstes passieren wird. Es ist mysteriös und irgendwie weird aber dennoch ziemlich interessant. Auch wenn ich jetzt schon voraussehen kann, dass es sich hier um eine friedliche Alienrasse handelt die auf die Brandschatzungen der Erdlinge einfach keinen Bock hat finde ich den Comic doch ziemlich cool. Alleine für die Darstellung der Verletzungen und all den Unmengen an Blut. FInde ich sehr gut!

Made by: Cullen Bunn, Andy McDonald, Nick Filardi
8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Oni Press für 3,99$

Donnerstag, 13. September 2018

Comics Monthly#55

Hallöchen! Diesen Monat beschäftige ich mich (mal wieder) mit dem grandiosem Verlag IDW.

Orphan Black Crazy Science#1

Wie wir alle wissen, veröffentlicht IDW Publishing größtenteils Comic-Reihen die auf Filmen, Serien, Spielen usw. usf. basieren. "Orphan Black Crazy Science" ist der zu der Fernsehserie "Orphan Black" dazugehörige Comic. Darin geht es um verschiedene weibliche Klone, die getrennt voneinander aufgewachsen sind und versuchen die Geheimnisse ihre Herkünfte zu enthüllen. Dabei werden sie alle von ein und derselben Schauspielerin dargestellt: Tatiana Maslany. In dieser Ausgabe
sind zwei Frauen, die ein Verhältnis zu einander pflegen, namens Cosima und Delphine auf einer Mission. Es sind Cosimas Klone, die sie zu finden versuchen. Sie alle brauchen nämlich eine Heilung für eine Autoimmun Krankheit. Blöd nur, dass es insgesamt wohl über 200 Klone gibt.

Okay. An und Pfirsich eine interessanter Rahmen für eine Story. Jedoch fokussiert sich der Comic zu sehr auf das Verhältnis zwischen den beiden Frauen und selbst wenn etwas von der eigentlichen Story durchsickert, kommt es bei mir nicht an. Es wirkt wie etwas vollkommen routiniertes und uninteressantes. Mal eben 200+ Klone retten und dabei eine zwar süße aber vollkommen passable Romanze zeigen. Meh. Hätte besseres erwartet, da ich unter dem Namen was grandioses, großes vermutet hab. Naja, Schade.

4,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Heli Kennedy, Fico Ossio

Rick and Morty vs. Dungeons and Dragons#1

Diesmal handelt es sich um ein Crossover aus IDWs "Dungeons and Dragons" und "Rick and Morty", dessen Comic-Variante bei Oni Press rausgebracht wird. Und äh, kein Spoiler Alert hier. Wer Rick and Morty kennt, der weiß schon ungefähr was hier passieren wird. Für alle anderen: Sorry. Naja okay, doch: ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Zuerst kriegen wir mit, wie Morty zuerst ziemlich verwundert ist, weil der "Dungeons and Dragons"-Wahn seine Schule erobert hat. Doch dann merkt er, dass dieses Zeug dazu führen kann, dass man schnell flachgelegt wird. Also geht er in einen Nerd-Laden um sich umzugucken und trifft auf die Verkäuferin Annika. Diese vermutet einfach, dass Morty sich im Spiel schon auskennt - Morty macht das ganze mit. Also hat er bald ein Playdate mit ihr und ihren Freunden, und das obwohl er keinen
Schimmer von der Materie hat. Die Inhalte der ganzen Bücher wollen nicht in seinen Kopf rein, also bittet er Rick um Hilfe. Dieser veranstaltet einen lahmarschen Spieleabend mit Freunden von sich, bei welchen Morty ungefähr 14 mal im Spiel stirbt. Daraufhin geht's aber wirklich um die Wurst: Da altes "D and D" schlichtweg lahmarschig ist. Also passiert das was passieren musste: Rick und Morty steigen wortwörtlich ins Spiel hinein und kämpfen die Kämpfe in "echt"...

Muss ich noch was dazu sagen? Ich glaube nicht. Es stimmt einfach wie immer alles. Auch wenn die Handlung ziemlich vorhersehbar ist. Habe mich nämlich gefragt, wie dieses Crossover zustanden kommen soll. Bis mir dann eingeleuchtet ist, dass Rick und Morty auf jeden Fall IN das Spiel einsteigen werden. Holy mother of fuck, großartig wie immer.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW/Oni Press
Made by: Patrick Rothfuss, Jim Zub, Troy Little

Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles#0

Awkay. Es ist beschlossenes Gesetz. Sobald eine neue TMNT-Filmreihe rauskommt, kommt eine neue Zeichentrickserie als auch ein neuer Comic. Das hier allerdings ist die Comic-Adaption der neuen Zeichentrickserie.

Und es hat sich nicht wirklich verändert. Die Turtles sind in der Kanalisation unterwegs bzw. stehen da. Die nächste Frage ist: Was machen sie mit den uralten Waffen, die sie in einer geheimen unterirdischen Stadt gefunden haben. Ja, das sind diese vier Waffen die das Arsenal der TMNT
bestimmen werden. Jedoch sind es dieses Mal etwas andere als sonst. Natürlich werden sie damit auf eine super krasse Mission gehen, aber ers dann wenn dafür der Anlass ist. Und dann kommt der Anlass! April O'Neill verschwindet! Na gut, eigentlich geht sie sich nur kurz sauber machen, nachdem sie zu Besuch gekommen ist. Aber die Turtles nutzen das als faule Ausrede um auf ein Abenteuer zu gehen. Währenddessen versucht April einen mit Ooze verseuchten Moskito zu zerschlagen.

Es ist prinzipiell immer dasselbe, aber okay: Man hat dieses Mal die Turtles nicht nur charaktermäßig sondern auch aussehenstechnisch sehr unterschiedlich gestaltet. Bisher sahen sie immer relativ gleich aus. Das hat sich mit den beiden Michael-Bay-Filmen geändert. Jetzt sind alle vier unterschiedlich groß und haben verschiedene Gimmicks. Im Prinzip ist das hier seichte Unterhaltung. Ja, ich weiß es ist ein Comic für Kinder, es ist eine Nickelodeon-Zeichentrickserie, aber ich brauchte Review-Stuff. COME ON!

6/10 Pfandflaschen
Erhätlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Matthew K. Manning, Chad Thomas

Freitag, 16. März 2018

Comics Monthly#49

Guten Abend! Diesen Monat beschäftigen wir uns mit Comics des Verlags ONI Press, benannt nach einen japanischen Dämon soweit ich weiß. Jedenfalls war es mal wieder ein gelungener Glücksgriff!

The Ballad of Sang#1

"The Ballad of Sang" erzählt die Geschichte von einem Straßenjungen namens Sang. Er ist taubstumm und arbeitet gleichzeitig als Killer. Ausgebildet wurde er von einem chinesischen Kampfkunstmeister. Eines Tages übertreibt er ordentlich bei einem Auftrag und schneidet einem Yakuza-Arschloch nicht nur den kleinen sondern alle Finger ab sodass dieser verblutet. Die Auftraggeber, italienische Mafiosi sind über den misslungenen Job nicht gerade erfreut und erstattet den Jungen und seinem Ziehvater Besuch. Lange Rede, kurzer Sinn der "Sensei" wird umgebracht, Sang massakriert die Mafiosi und flieht mit dem rechten Arm des Oberbosses (wortwörtlich höhö). Jetzt werden alle möglichen Gangs, Hustler und Huren der Stadt auf den Jungen angesetzt.

Ich mag es jetzt schon. Sehr viel Blut. Betonung liegt auf "verdammt noch mal sehr viel Blut". Ziemlich cool finde ich, dass Sang ein vorlauter kleiner Bastard ist und sich selbst in Zeichensprache vulgär ausdrückt. Irgendwie sind Kindersoldaten/assasinen natürlich eigentlich überhaupt nicht witzig (ist an und für sich ein sehr ernstes Thema) aber die Gestaltung des Comics (erinnert mich an eine detaillierte Variante von Samurai Jack) und die Absurdität der Geschichte sorgen für die Lacher. Ich gebe drei Daumen hoch und:

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Alessandro Micelli, Ed Brisson
Erhältlich bei: Oni Press für 3,99$

Invader Zim#29

"YOU WILL NEVER POSSESS THE DARKPOOP!"
"MY POOP POWER IS BEYOND YOUR UNDERSTANDING!"

Ok. Aaaalso, ich habe tatsächlich noch nie Invader Zim gesehen. Ich kenne mich überhaupt nicht darin aus. Aber das ist in dem Puncto völlig egal, denn man sollte zu Comics zu greifen, auch ohne die #1
gelesen zu haben. Sage ich und sagt Movie Bob auch immer. Jedenfalls geht es in dieser Ausgabe nicht um Zim sondern um einen Jungen namens Dib der die letzte Flasche des Lieblingsgetränks seiner Schwester Gaz komplett verschüttet hat. Das Getränk heißt POOP COLA (wurde nach dem Erfinder benannt, da ist weder Kacke noch Fürze drin, glaubt mir) und ist äußerst beliebt. Es gibt sogar zigtausende Varianten davon. Mit Käsegeschmack, Szechuan-Geschmack, Nachogeschmack... und hastenichtgesehen. Jedenfalls ist die verschüttete Sorte - "DARK POOP" - so gut wie nirgendwo erhältlich. Als Dib jedoch eine einzige Flasche findet, stellt er fest dass zwei Zauberer darum kämpfen wollen. Es stellt sich heraus, dass eine ganze Untergrundgesellschaft von Magiern existiert, die ihre Kräfte aus POOP COLA schöpft und die Magie mit Rülpsern ausdrückt.

Okay.

Muss ich noch was dazu sagen?

Ich glaube nicht.

10/10 POOP COLA FLASCHEN
Made by: Eric Trueheart, Maddie C.
Erhältlich bei: ONI Press für 3,99$

Rick And Morty presents: The Vindicators#1

Falls ihr tatsächlich Rick and Morty geguckt hab, könnt ihr euch höchstwahrscheinlich an die Vindicators-Folge erinnern... Warum merk ich das an? Weil ich kein Bock hab das zu erklären, darum.

"Well there's only thing left to do and one thing left to say..."
"Wubba lubba dub dub?"

Awkay. Es geht (mal wieder) um die Superheldencrew "The Vindicators" die ein offensichtlicher Seitenhieb auf Marvels Avengers und Guardians of the Galaxy ist. Ich mein, man muss sich nur
einmal die Mitglieder angucken um das zu checken. Ein Typ der Geisterzüge herbeirufen kann, ein Robokrokodil und verdammt noch mal eine Million Ameisen. Jedenfalls tauchen sie urplötzlich in der Garage auf in der Rick sein ganzes Zeug gelagert hat und bitten ihn und Morty auf ein Abenteuer mitzukommen. Ein Wesen namens Boon, dass einst Mitglied der Vindicators war ist nun böse geworden und will die Macht über das gesamte Multiversum erlangen mithilfe der Infinity Balls. Nicht der Infinity Steine, sondern der Bälle. Überhaupt wird in der Sequenz so viel über Bälle geredet und komische Anspielungen gemacht, dass man meinen könnte es könnte sich um Hoden handeln. Höhö. Jedenfalls überreden sie die beiden und das obwohl Rick von diesen bekackten Reboot schon total genervt ist als auch von der Tatsache, dass die Vindicators so "all-new and all-different" sind, nämlich gar nicht.

Wie schon beim "normalen" Rick and Morty Comic: Ich komme nicht umhin die Charaktere mit ihren Originalstimmen (in meinem Kopf natürlich) zu sprechen. Jedenfalls ist die Ausgabe eine gelungene Parodie auf das Superheldengenre. Man bricht die vierte Wand, fügt unnötige Antihelden hinzu (zum Beispiel Gurken Rick) und meint am Ende "Ach das wird sowieso alles ge *rülps* rebooted, wozu die Aufregung!?". Genau so muss das sein und genauso sieht auch die Zukunft von Superheldencomics aus. Ich habe fertig.

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: ONI Press


Dienstag, 16. August 2016

Comic Book Review#258: Kaijumax, Season One (2016)

Mir wurde das Dingen hier empfohlen mit den Worten "Das hier ist ganz gut, geht um Kaijus ist aber mehr so self-aware". Okay. Ich mag Kaijus. Das sah witzig und irgendwie interessant aus. Aber ich hätte nicht gedacht dass es solche Ausmaße sind. Das ist richtig heftig.

"Kaijumax" ist der Name einer riesigen Gefängnisinsel. In einer Welt in welcher tausende von Kaijus/riesigen Monstern leben, muss es auch Maßnahmen geben die ermöglichen sie richtig zu bestrafen. Ergo gibt es diesen Riesenknast in welchen Riesentiere, Riesendrachen, Mechas und andere Monster ihre Strafe absitzen. Die meisten haben einen ordentlichen Knall weg. Einige sind in Mafiaclans organisiert. Andere, wie der Mecha Mecha-Zon gründeten einen Kult um sich. Whoofy, der Sohn vom legendären Ape-Whale kriegt Besuch von einem scheinbar unsichtbaren kleinen
Jungen der ihn dazu bringt seinen Vater etwas schlimmes anzutun - quasi fast wie in "Godzilla: All Monsters Attack". Fast. Der unschuldigste aller unschuldigsten ist der Neuankömmling Electrogor der äh ein Rieseninsekt(?) ist. Er war noch nie im Knast - daher ist ihm diese Welt nicht ganz geheuer. Seine Kinder sind jetzt auf sich alleine gestellt, der korrupte Wächter Gupta (der sich ganz ultraman-mäßig vergrößeern kann) fordert von ihm radioaktive Eier die er auf dem Schwarzmarkt verhökert. Man geht pumpen, flirtet mit der Wächterin, hat eine Überdosis. Oh und man rappt:

"My style is manic, my flow's volcanic, we in your town, fool, it's time to panic. My crew rolls deep -- twenty thousand fathoms -- swattin' down every single fokker comin' at 'em -- gettin' all crazy with the flames I'm huffin' -- 50-ton nuclear flasks like nothin' -- I said: fool, if oyu henshin, I forgot to mention -- I'll be stompin' on buildings when you're drawin' a pension."

Ich dachte das wird witzig. Okay, das wars auch. Aber es war auch sehr verstörend und brutal. Und so hinterlistig. Ist es Comedy-Drama mit Riesenmonstern? Ist es Kaiju is the New Black? Jedenfalls stammt es von Zander Canon und sieht es alle japanischen Kaiju-Filme durch den Fleischwolf gedreht. Die Monster sehen teilweise aus, als hätte man ihr Aussehen gewürfelt. Richtig richtig übel. Allerdings muss ich lassen dass man nicht einfallslos gewesen ist. Eine Ficktonne an Ideen ist das, die hier umgesetzt wurde. Sheesh.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Oni Press

Dienstag, 2. Februar 2016

Comic Book Review#231: Wet Moon, Book 1: Feeble Wanderings (2004)

Das war leider keine leichte Kost.

"Wet Moon" spielt in einer gleichnamigen Stadt im Süden der USA und dreht sich um das Leben von Cleo Lovedrop und ihren besten Freundinnen Trilby, Mara und Audrey. Alle bewegen sich in verschiedenen alternativen Szenen. Cleo selbst sieht aus eine Cartoon-Variante von Dani Filth aus Rocktoons.com und ist äußerlich wohl den Goths zuzuordnen. Jedenfalls dreht sich das ganze um den Alltag der jungen Damen. Es beginnt damit dass Audrey auf einer versifften Uni-Toilette einen Zettel mit der Aufschrift "Cleo eats it" drauf. Außerdem zieht sie grade in ihr neues Zimmer um und kriegt Besuch von ihren Freunden. Sie steht immer viel zu lange auf der Waage und vor dem Spiegel und hat die übliche Teenage Angst.

Eigentlich ist es recht cool dass man den Alltag von Frauen auf solche unklischeehafte Weise darstellt. Auch der Zeichnungen gefallen mir außerordentlich gut. Ich mag diese Grenze zwischen comichaft und realistisch. Jedoch hätte man die Story etwas vorantreiben können. Denn es passiert wirklich nicht viel. Gut, für die eine oder andere Leserin, die mit dem Inhalt wesentlich mehr anfangen kann, ist es vllt. schon viel. Jedoch gehört da einfach mehr rein. Sonst wird es zu einem dicken Bilderbuch mit wenig drin. Ich glaube um alles ordentlich verstanden zu haben muss man alle sechs Bänder gelesen haben. Nach der Lektüre des ersten Bandes habe ich aber nicht sonderlich Lust darauf. Schade.

Made by: Ross Campbell
6/10 Pfandflaschen

Dienstag, 17. November 2015

Comic Book Review#220: The Auteur TPB#1 (2014)

Dieser grandios/genial/grandiosische Streich erschien bei Oni Press. Ich beurteilte erstmal alles nach dem Cover, schielte einmal kurz rein, stellte fest dass alles ähnlich bunt und verrückt aussieh wie bei God Hates Astronauts und nahm es mit. Erst später fand ich heraus worums überhaupt geht. Das hier ist das erste Tradepaperback, welches die ersten fünf Ausgaben der Serie beinhaltet. Geschrieben von Rick Spears, gezeichnet von James Callahan.


Die Hauptfigur des Comics ist der Regisseur Nathan T. Rex. Er ist ein etwas durchgeknallter und auf verschiedenen Substanzen hängengebliebener Mensch. Jedoch ist er sehr kreativ und ist bereit den besten Film aller Zeiten zu drehen. Bei einer runde in seinem gedanklichen Ideenpool kommt die Idee auf, einen Horrorflilm über einen Serienkiller der bei seinen Taten eine Präsidentenmaske trägt zu drehen. Nach einem weiteren Drogenexzess kommt die ultimative Idee - er haut einen verurteilten Serienkiller aus dem Knast raus um den bestmöglichen Realismus des Filmes zu erreichen. Ein "Murder Consultant" kann die Umsetzung nur besser machen. Dazu kommt noch, dass er sich in die Schauspielerin Coconut verliebt (die wohl den schönsten Hintern der Comicwelt hat) und versucht ihr unbedingt zu gefallen.

Eine mehr als obskure Mischung aus Gore, mit Substanzen beeinflussten Bildern, Hyperaktivität, einen schrägen Humor, Private Parts (Arsch, Schwanz, Titten) und verschiedenen Anspielungen (unter anderem auf Dawn of the Dead oder Fear and Loathing in Las Vegas). Ich kann kaum in Worte fassen wie irre das ist. Und so unglaublich surreal. Eigentlich gehts ja ums Filmemachen. Und dann werden Schädel gespaltet. Irre. Und bunt. Nuff Said.



9/10 Pfandflaschen

Dienstag, 12. August 2014

Comics Monthly#8

Hey ihr! Habt ihr Bock zu erfahren, was ich mir neues an Comics geholt hab? Nein? Okay, dann nicht.
Für alle anderen - hier, Keule kannste lesen! Diesmal wieder mit einigen Nummer Einsen. Dafür werde ich euch nächsten Monaten ne Überraschung liefern ;)

1. All-Star Western#32

Jonah Hex müsste man eigentlich schon kennen, wenn man DCs Versuche, eine gute Comicverfilmung hinzukriegen, ein Bisschen mitverfolgt. Er ist nämlich ein berühmt-berüchtigter Kopfgeldjäger, bekannt durch seine fiese Narbe die eine Gesichtshälfte verziert, der im Zeitalter des Wilden Westens lebt. In einer der vorangegangenen Ausgaben wurde ihm die Narbe mithilfe plastischer Chirurgie(aus der Zukunft?) entfernt. Jetzt sieht er aus wie n durchschnittlicher Cowboy und seine Einzigartigkeit ist somit verspielt. Schade eigentlich...

Die Story ist eigentlich ziemlich simpel. Jonah hat zusammen mit seiner (vernarbten) Partnerin Tallulah Black den Verbrecher Amos Blackthorne geschnappt und transportiert ihn um anschließend Geld zu bekommen. Auf ihrer Reise machen sie Halt in einem Saloon einer Städchens. Jedoch entpuppen sich die Einwohner der Kleinstadt als unehrliche Menschen, legen die beiden mithilfe eines K.O.-Trunks schlafen und fesseln sie auf Pferde, die sie losschicken. Während sie so durch die Wüste getragen werden, treffen Tallulah und Jonah auf verschiedene Halunken und erzählen sich Flashback-Stories.

Klingt echt geil, oder? Ich habe sowieso schon lange vorgehabt mir etwas westernartiges zu holen. Nun, der Comic ist tatsächlich richtig gut. Ich mag Kopfgeldjäger-Stories. Props dafür an Jimmy Palmiotti und Justin Gray. Die Zeichnungen sind vllt. nicht besonders herausragend, jedoch solide umgesetzt. Ich mag, wie surreal die fallenden Regentropfen aussehen. Nämlich wie Striche in der Landschaft. Gezeichnet ist das ganze übrigens von Staz Johnson und Fabrizio Fiorentino. Trotz alledem ist der Comic viel zu kurz. Und nein, das macht die Sneak-Preview von Grayson#1 auch nicht gut, weil ich mir die Ausgabe auch geholt hab.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: DC für 3,99$
2. Grayson#1

Oha. Krass. Aber Achtung SPOILER: Nicht lesen, wenn man sich für die deutschen "Forever Evil"-Veröffentlichungen von PANINI interessiert. Die sind nämlich noch nicht soweit.

Nach den Ereignissen im ersten Megaevent des neuen DC-Universums "Forever Evil" schlägt Dick Grayson also neue Bahnen ein. Da alle Welt nun seinen Namen weiß, kann er kein Superheldendasein mehr führen. Nichts mehr mit Nightwing. Dick Grayson ist nun Agent 37 des Geheimdienstunternehmens "Spyral". Seine
erste Aufgabe: Einen gewissen Mr. Dubov im Zug der transsibirischen Eisenbahn lokalisieren und "entführen", da er womöglich über Kräfte verfügt die nicht mal ihm geheuer sind.

Wiedermal ein Genre dass ich stark vernachlässigt hab - Agentenkram. Ja, genau. Agentenkram. Bleibt meistens spannend und wird nicht langweilig. So auch hier. Dick Grayson begeistert mit seiner Akrobatik, seiner Schauspielkunst und seinen Charme. Die Zeichnungen sind äußerst realistisch und kommen ohne Übertreibungen aus. Sehr guter, nüchterner Stil. Achja und es gibt sogar ein Cameo eines russischen Tscheburaschka! Wie toll :3

8/10 Pfandflaschen
Story von Tim Seeley und Tom King. Zeichnungen: Mikel Janin und Jeromy Cox
Erhätlich bei: DC für 2,99$

3. Hermann und die Infokrieger#1
Wenn man sich die Verschwörungstheoretiker und Truther-Szene(weltweit, aber auch in Deutschland) anschaut kommt man nicht umher, sie mit einem Zirkus zu vergleichen. All diese Youtube-Channels, Verlage, Parteien, Einzelpersonen die an Illuminati, Chemtrails, Reptilienmenschen usw. glauben sind dermaßen überpräsent, dass wenn sie nicht existent wären, das ganze Internet zusammenbrechen würde. Sie scheinen nämlich die treibende Kraft für die Lachmuskeln zu sein. Weil sie so genial und amüsant sind, war es an der Zeit ihre Abenteuer in einem Medium zusammenzufassen. Sei es jetzt Film, Serie, Zeichentrick oder Comic. Anscheinend hat sich der Youtuber "Discordische Welle" ähnliches gedacht und einen alten "He-Man and the Masters of the Universe"-Comic eingescannt und neubetextet.

Diesmal handelt er nicht von He-Man, nein. He-Man ist nun Hermann, der Infokrieger aus der Reichshauptstadt Berlin. Er wird vom Geist von Birgit Kelle zur Hilfe gerufen. Rothschild(aka Skeletor) hat tief im Keller des Bilderberger Hotels mithilfe von hebräischen Schriften einen Reptiloiden namens Kroxigor vom Planeten Alpha Draconis hergeholt. Gemeinsam wollen sie nun die Reichsdeutschen mit noch mehr BRiD-Propaganda unterjochen und das Gender-Mainstreaming voranzutreiben. Doch nicht mit Herrmann, denn dieser wert sich. Er wehrt sich gegen die Skalarwellen und Desinformationen! Bei der Macht von Deutschland! Er hat die Kraft! Und da werden die homoerotischen Muskelarme der Reptiloiden es nicht schaffen ihm zum Homo zu machen!

Heiliger Jesus. Da hat sich aber jemand ordentlich Mühe gemacht. Hätte ich das getan, wäre das ordentlich stümperhaft gewesen. Was wir hier haben ist die perfekteste bildhafte Darstellung der Phantasiewelt der Truther und Infokrieger. Man suhlt sich im eigenen (Un)Wissen, man ist ein besserer (Über)Mensch, der sich der BRiD GmbH und all den anderen Despoten die die armen Deutschen knechten wollen stellt. Quasi ein Super-Infokrieger. Da ist es naheliegend, dass man das einfach in einen He-Man-Kontext packen MUSS! Alles andere hätte glaub ich nicht funktioniert. Superman ist zu amerikanisch, Batman ist zu reich, Spider-Man ist zu wasweißich, einzig ist He-Man ist arisch genug um da reinzupassen.

Sehr gut!
9/10 Pfandflaschen
Daunlaud
Google+-Gallerie
Facebook-Seite der Discordischen Welle
Youtube

4. The Life After#1

Okay, alle Verschwörungstheoretiker und Matrix-Fans aufgepasst! Das ist was für euch!

Leider wird der Protagonist des Comics nicht mit Namen erwähnt(oder ich hab ihn überlesen, seltsamerweise). Es gibt einiges über ihm zu erzählen.

Er ist nämlich Mitarbeiter in irgendeinem Büro, wo er für irgendwelche Formulare zuständig sind die anderen zuständigen Mitarbeitern andere zuständige Formulare ermöglichen, die sie an andere zuständige Leute weiterleiten, die dafür zuständig sind. Kurz gesagt: Der Job ist Scheiße.
Außerdem ist auf dem Weg zur Arbeit immer Stau. Sein Leben verläuft monoton, jeder Tag gleicht dem anderen.  Was ebenfalls jeden Tag passiert: Eine junge Frau die mit demselben Bus wie er fährt, lässt jedes Mal ihr Stofftaschentuch fallen. Eines Tages beschließt er sie kennenzulernen, und das fallengelassene Taschentuch wieder zurückzubringen. Dabei löst er versehentlich einen Bug, einen Fehler in der Matrix aus und wird aus "unserer" Realität rausgeschleudert.

Ich möchte nicht allzuviel Spoilern, denn der Titel des Comics verrät schon worum es geht. So ungefähr. Eine echt bunte und niedliche Art und Weise die Story von "Matrix" zu erzählen. Okay, so ganz Matrix ist es nicht, aber im Grunde genommen ist es ähnlich. Sehr schöne bunte Bilder, sehr viel Panels....dieser Comic ist einfach großartig. Ich hatte sehr viel Spaß. Achja ERNEST HEMINGWAY kommt vor!!! Props an Joshua Hale Fialkov und Gabo

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Oni Press für 3,99$

5. Rocket Raccoon#1

Rocket Raccoon, Mitglied der Guardians of the Galaxy, intergalaktischer Superheld, edler Prinzessinnenretter steckt in Schwierigkeiten. Bei einem Date/Wrestlingkampf wird er als gesuchter Krimineller erkannt und von nun an gejagt. Es gibt nämlich bereits ein Kopfgeld auf ihn. Qui bono? Wem nützt es? Wer steckt dahinter? Wer will Rocket tot sehen und warum? Was zur Hölle passiert da?

Hilfe, ich hatte Lachmuskelkrämpfe! Bzw. habe sie immernoch! Witzig ist es nämlich allemal, wenn Rocket Raccoon in bunte, zwielichtige seltsame Weltraumwelten taucht. Und noch besser wird es, wenn es so seltsam proportioniert gezeichnet ist. Das machts nämlich richtig gut. Ich mag Rocket Raccoon nämlich und freue mich schon auf die Verfilmung von "Guardians of the Galaxy". Und ich glaube das hier werde ich weiter lesen :3
Story und Zeichnungen von Skottie Young und Jean-Francois Beaulieu.

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$

6. Spider-Man 2099#1
"Police! It's the Alchemax building! Some nut came in here looking for Spider-Man! I sent him up to the executive level 'cause they don't pay me enough! Hurry!" - Security-Typ von Alchemax

"Who are you anyway?"
"I'm Spider-Man, obviously."
"No, I saw Spider-Man weeks ago. And even if I hadn't, I'd know you're not him. You sound older and you're not cracking jokes."
"Fine. A priest, a nun and a rabbi walk into a bar. You'd think one of them would have seen it. Happy?" - Gespräch zwischen Liz Allen und Miguel

Miguel O'Hara ist der Spider-Man des Jahres 2099. Gewisse Umstände(nachzulesen in der Serie "Superior Spider-Man") haben ihm dazu gebracht in unsere Zeit zu Reisen. Sein Großvater Tiberius Stone, ist nämlich der ehemalige führende Kopf des Unternehmens Alchemax, dass 2099 seine finsteren Spielchen spielt. Um Alchemax vor dem Bösewerden aufzuhalten, reist Miguel in die Vergangenheit. Mittlerweile ist er voll im alten New York angekommen und arbeitet unter falschen Namen als Assistent seines Großvaters Tiberius Stone. In dieser Ausgabe hat er es mit einem eiskalten Liquidatortypen in metallener Rüstung zu tun der ihm umbringen will. Dieser will nämlich alle Fehler in der Vergangenheit ausbügeln, unter anderem auch Zeitreisende die die Realität beschädigen könnten.

Hohoho, Spider-Man 2099 hat endlich wieder eine eigene Serie, die sogar vom ursprünglichen Creator Peter David geschrieben wird. Das ist ja mal was Feines. Tatsächlich. Ich kann mich nicht beschweren, zumind. beinahe nicht. Miguel O'Hara ist cool und es freut mich dass er in unserem Zeitalter zu Besuch ist. Auch sein Vorhaben, seinen Großvater zu stoppen bevor er sein bösartiges Schurkenunternehmen ausweitet klingt auch cool. Ich frage mich nur, wie lange das gehen soll bzw. wie lange Miguel in der Vergangenheit sich rumtreibt. Das ist mal ne gute Frage.

Doch darüber sollte man sich nicht allzu viele Gedanken machen. Der Comic macht jedenfalls Spaß. Dieser Killer aus der Zukunft ist einfach so seltsam unseriös. Aber macht euch selber n Bild davon. Ich kanns euch nur empfehlen! Ist nämlich solide Marvel-Arbeit.

Story und Art: Peter David und Will Sliney
8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 2,99$
7. Spread#1

STAY AHEAD OF THE SPREAD!

Wir blicken in eine mehr als düstere Zukunft. Beinahe jede Seite dieses Comics ist mit Blut überströmt. Die Welt, in diesem Fall ein winterliches, schneeweißes Gebiet wird von einem Monster heimgesucht, dass alle nur Spread nennen. Es bewegt sich fort wie "Das Ding" aus dem gleichnamigen Film und kann alle die ihm begegnen infizieren und in ebenso ekelhafte Monstren zu verwandeln. Es ist blutrünstig und kaltblütig. Ein Mann, mit lustigen Wolverine-Haarschnitt versucht zu überleben. Ebenso eine Frau die ein Kind namens Hope mit sich trägt. Doch warum heißt das Kind so?

Blut. Tentakel. Messer. Postapokalyptische Typen mit Irokesenschnitten die einen das Leben schwer machen, weil sie selber überleben wollen. Räuberbanden. BLUT! ABSOLUTER HORROR!

Ich schwöre dass das eine der geilsten Sachen ist die ich je gelesen hab. Jaja, das sage ich immer wieder aber diesmal stimmts wirklich. Ja gut, das sag ich auch immer wieder...aber was solls. Es ist wie ne alternativ Variante zu "The Thing", bloß ist hier alles viel größer und krasser. Man setzt dabei viel mehr auf die Bildersprache als auf Worte. Dafür gibts viele Seiten und wenig Werbung. Top!

9/10 Pfandflaschen
Story and Art: Justin Jordan, Kyle Strahm und Felipe Sobreiro
Erhältlich bei: Image Comics für 3,50$

Montag, 28. April 2014

Comic Book Review#143: Pounded Trade Paperback(2002)

"Pounded" stammt von Autor Brian Wood(der unter anderen DMZ gemacht hat) und Zeichner Steve Rolston(Queen & Country, Tales Of The Teenage Mutant Ninja Turtles). Rausgebracht im Jahre 2002 bei Oni Press, ursprünglich als drei Einzelausgaben.

Eugene "Heavy" Parker ist der Punkrockkönig von Vancouver. Zumindest hält er sich für einen. Er singt in einer hardcore-band, hat enorm viel Kohle(von welcher er sagenhafte partys schmeißt), fährt ein teures auto und er kann jede Frau in der Stadt haben. Selbst die "Beziehung" zu der High-School-Schülerin Missy hält ihm davor nicht ab.

In Wirklichkeit ist er eigentlich ein verdammter Poser, den Leute nur mögen weil er viel Geld hat und Alk ausgeben kann. Doch als Missy ans andere Ende des Landes zieht(genauer gesagt nach NYC) um zu studieren ändert sich alles. Heavy steckt auf einmal in einer Fernbeziehung, was ihm ziemlich überfordert. Also macht er weiter wie bisher. Als Missy das rausfindet ist sie mehr als sauer und kehrt mehrere Monate später zurück. Und ist nicht mehr das schüchterne High-School-Mädchen sondern eine selbstbewusste, tattowierte, gepiercte, kahlrasierte Punkette. Sie hat vier muskelbepackte, tattowierte Freunde mitgebracht(die nebenbei wie die Band Biohazard aussehen) und sie sinnt nach Rache. Was tun?

Amüsante Story in welcher ein eingebildeter Vollidiot genau das bekommt, was er verdient. Super Artwork mit allerhand versteckten Bandnamen und Bandpostern. Sympathisch. Auch wegen der Kürze des Bandes, denn es wäre sinnfrei gewesen es weiter auszudehnen.

8/10 Pfandflaschen

Montag, 10. Juni 2013

Comic Book Review#99: Jenny Finn#1(1999)

Das 99te Comic Book Review für ein Comic aus dem Jahre 1999, wie passend!
"Jenny Finn" war für mich wieder mal ne kleine Herausforderung. Aufgrund meiner relativ starken Trypophobie fand ich Fische als auch Tentakeln, die aus menschlichen Gesichtern bzw. Körpern rausguckten sehr eklig.

Aber erstmal zum Inhalt:
Jenny Finn ist ein junges Mädchen, das in einem Londoner Hurenhaus wohnt. Sie hat eine besondere Gabe. Sie heilt nämlich Krankheiten, indem sie Menschen berührt. Als seltsame Nebenwirkung tritt aber folgendes in Erscheinung. Den geheilten Leuten wachsen Frutti Di Mare ausm Körper. Und zwar alles mögliche: Tentakeln, Fischköpfe, irgendwelche Aalsorten. Die ganze Angelegenheit ist ziemlich eklig anzusehen. Die weniger von den Nebenwirkungen betroffenen verehren die kleine Jenny und beten sie an. Doch andere, wie zum Beispiel der grimmige alte Mann im Mantel, halten sie für ein Monster und sind ihr dicht auf den Fersen. Wiederum andere, wie der Puffbesucher Joe sind der Meinung, dass so ein kleines Mädchen nichts im "Rotlichtbezirk" zu suchen hat und versuchen ihr gut zuzureden. Im Endeffekt muss der alte Mann drunter leiden, weil er sich durch die Verfolgungsjagd mit Jenny verdächtig macht, der gefährliche Hurenmörder zu sein, der zu dem Zeitpunkt in London wütet. Jetzt muss ich noch dazu sagen, in welchen Jahr der Comic stattfindet. Ich nehme stark an, 1888.

Es ist nicht sehr einfach, den Comic so spannend wiederzugeben, wie er eigentlich ist. Denn erst in der zweiten Ausgabe wird etwas näher beleuchtet wieso das Mädchen so ist wie sie ist. Viel mehr geht es hier um Joe, der eben dieser Frage versucht nachzugehen und auf all diese fischtentakelimkörper-gestalten trifft.

Alter falter, es ist schon etwas gruselig. Aber nicht im klassischen Sinne, sondern wegen solcher Banalitäten wie diesen überall in der Stadt rumliegenden Fischen, die allesamt "Doom" sagen. Brrr.
Anscheinend gab es nur 2 von 4 Ausgaben die am Anfang veröffentlicht wurden. Irgendwann gabs n Nachdruck als Sonderband mit allen vier ausgaben.
Rausgekommen bei Oni Press, von Mike Mignola und Troy Nixey
8/10 Pfandflaschen
Torrent