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Montag, 26. Juni 2023

Comics Monthly#108

Gargoyles#6

Wow, es gibt tatsächlich (wieder) einen Comic über die Gargoyles. Dazu noch rausgebracht von Dynamite Entertainment? Okay, nichts wie ran.

Lange Geschichte kurz: Goliath sitzt in Untersuchungshaft und es wird untersucht (höhö) ob er ein denkendes, zur Reflexion fähiges Wesen ist, dass Anspruch auf Menschenrechte hat. Währenddessen ertrinkt Brooklyn (ja, so heißt ein Gargoyle), also jetzt gerade und denkt zwangsweise über die letzten 24 Stunden nach. Beziehungsweise ist es irgendwie sein Leben was sich grade vor seinen Augen abspielt. Tatsächlich hat er, weil Goliath ja einsitzt, die Führung in der Riege der Gargoyles übernommen und sieht sich selbst als einen ziemlich schlechten Anführer. Gemeinsam mit paar anderen hat er auch versucht, Goliath zu befreien, allerdings bevorzugte dieser im Gefängnis zu bleiben um keinen großen Ärger zu verursachen. Darüber hinaus gibt es einen Subplot zwischen rivalisierenden Mafia-Familien in New York City die einander versuchen mit Drohnen und Autobomben auszulöschen. Die Gargoyles geraten dazwischen, weil sie versuchen unschuldiges Menschenleben zu retten.


So weit, so langweilig. Ein absolutes Fehlgriff. Die Story ist insgesamt betrachtet, einfach unfassbar uninteressant. Ich verstehe absolut nicht, wieso man das zu Papier bringt. Ein Mafia-Obermacker der bei einem Anschlag verletzt wird und im Krankenhaus liegt und ein weiterer der ihm besucht und "ei ei ei" macht und eine mögliche Rache bespricht. Dann natürlich der Gedanke ob Menschen und Gargoyles jemals wirklich friedlich und im Einklang nebeneinander leben können. Es gibt auch einen Rückblick auf die Zeit, als Brooklyn eine Art Zeitreise in verschiedene Epochen gemacht hat. Alles soweit vorhersehbar aber nicht auf eine angenehme, nostalgische sondern auf eine...langweilige Art. Darüber hinaus sind die Zeichnungen einfach meh. Sie sind quasi 1:1 von der Zeichentrickserie abgekupfert und sehen aus als wären sie mit einem merkwürdigen Filter überzogen. Scheiße einfach. Wofür das Ganze? I don't know.

4/10 Pfandflaschen
Made by: Greg Weisman, George Kambadais
Erhältlich bei Dynamite Entertainment

Rustbelt#2

Ich habe diesen Comic online gefunden. Es ist eine Independent Produktion, rausgebracht bei Erie County Comics. Geschrieben und gezeichnet von Tivo Rodriguez.

Wir befinden uns in den 1980er Jahren in Buffalo, New York. Mehrere Menschen in einer Siedlung fallen in Ohnmacht. Zwei kleine Jungs beobachten nachts aus ihrem Fenster wie ein Monster mit hell leuchtenden Augen im Garten ihrer Eltern umherstreift. Als die Frau eines recht generisch aussehenden Typen mit Brille (der zudem einen schicken 80s Pulli trägt) namens Amaylo Ayala den Anruf bekommt dass wieder jemand in Ohnmacht gefallen ist, beschließt er die Sache gründlich zu untersuchen....Oder besser sein Alter Ego: RUSTBELT. Eine Art ferngesteuertes Roboter Kostüm a lá Iron Man. Vom heimischen Keller aus steuert er es und kommt am Ort des Geschehens an, wo er eine seltsame radioaktive Energiewelle verspürt. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht alleine das "Verbrechen" untersuchen will. Es taucht ein weiterer lokaler Superhero auf: Ein Typ der verdächtig nach Rick James aussieht, namens Kensington Bailey. Er ist in der Lage riesige Energiewellen in Form einer Ohrfeige zu verteilen. Natürlich kommt es zu einem Kampf zwischen den Beiden, bis Rustbelt realisiert dass die radioaktive Welle nicht von Kensington ausgeht. Dieser zeigt ihm daraufhin wie seine Kräfte
funktioniert und entführt sein "Inneres" auf eine kurze Reise in die Welt der Magie? Musik? Wasweißich?

Ähm... Der Comic hat nur 14 Seiten und hat einen ungewöhnlichen Zeichenstil. Höchstwahrscheinlich am Computer gezeichnet und koloriert. Wirkt auf mich so, als hätte jemand mit Pastellfarben rumhantiert und es wie einen waschechten 80er Comic aussehen lassen wollen. Die Farbe der einzelnen Seiten soll gelb bzw. vergilbt rüberkommen. Die kurze Kampfszene ist on point. Das Design der Gesichter und Körper wirkt nicht urkomisch oder unrealistisch. Es ist für einen Amateur-Comic tatsächlich nicht schlecht. Man sieht aber, dass der Kollege keine Augen zeichnen kann. Die wenigen menschlichen Charaktere ohne Brille (Frau, die beiden Jungs) haben zwar Augen sind aber nur ganz kurz zu sehen. Amaylo als auch Kensington sind öfter zu sehen und tragen jeweils eine Brille. Es wirkt auf mich so als würde man etwas vertuschen wollen. Jedenfalls: Der Autor hat damit eine coole Hommage an seinen Opa (Amaylo Ayala) gemacht. Hut ab für die Idee!

Erhätlich bei Erie County Comics
6/10 Pfandflaschen

Teenage Mutant Ninja Turtles vs. Street Fighter#1

Wir befinden uns in Atlantic City auf einem großen Tournament. Das erste was wir zu sehen bekommen ist wie die mutierte Schildkröte Raphael gegen Street Fighter Character Guille im Boxring kämpft. Beobachtet wird das ganze insgesamt von den Bösewichten der jeweiligen Franchises Baxter Stockman und M. Bison. Natürlich ist das Tournament "gesteuert" und Bison veranlasst den Referee den Kampf wegen "Verstoß gegen die Regeln" abzubrechen und so Guille zum Gewinner werden zu lassen. Dieser ist sehr darüber enttäuscht, weil er gerne fair gewonnen hätte. Im weiteren Verlauf der Geschichte sehen wir wie die Turtles sich lauter Fast Food reinziehen und immer wieder von irgendwelchen Leuten angesprochen werden, deren Angehörige auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Danach kämpft Michelangelo gegen Chun-Li und verliert. Die gesamte Entourage von Guille fängt an Lunte zu riechen und ist langsam der Meinung, dass das gesamte Tournament irgendwie manipuliert ist.


Gähn. Wir kriegen zwei Kampfsequenzen zu sehen wobei erwartungsgemäß die Schildkröten gegen die Street Fighter Leute kämpfen. Dazwischen gibt es irgendeine ebenso erwartbare Handlung. Die Zeichnungen sind ganz nett. Aber eigentlich kann ich nicht sagen, dass mich das hier umhaut. Es ist ein stinknormales Crossover zwischen zwei Franchises aus den 90ern, die "das Fanherz höher schlagen lassen sollen" aber so vorhersehbar wie fick sind. Es ist einfach scheiße uninteressant.

3/10 Pfandflaschen
Made by: Paul Allor, Ariel Medel
Erhältlich bei IDW Publishing

Mittwoch, 3. Mai 2023

Comic Book Review#576: Teenage Mutant Ninja Turtles: The Last Ronin#1-5 (2022)

Diese wunderschöne Leihgabe von Pinky wurde von den TMNT-Schöpfern Kevin Eastman und Peter Laird als auch von Tom Waltz geschrieben. Eastman hat selbst einen kleinen Teil gezeichnet, wobei für den Großteil Esau und Isaac Escorza als auch Ben Bishop verantwortlich waren. 

Wir befinden uns irgendwann in einer weit entfernten Zukunft. New York City umgibt eine unumwindbare riesige Mauer. Die Stadt wurde in einen totalitären Stadtstaat umgewandelt, dass von Oroku Hiroto mit eiserner Hand regiert wird. Dabei handelt es sich um den Sohn von Oroku Karai und gleichzeitig den Enkel von Oroku Saki (aka Shredder). Ein Ninja-Turtle wagt es, sich heimlich in die Stadt einzuschleichen, um einen Tötungsversuch an Hiroto zu unternehmen. Dieser sitzt sicher in einer Art Festung/Wolkenkratzer über den Köpfen der armen Bevölkerung. Die mutierte Schildkröte ist dabei die letzte ihrer Art. Wir wissen zuerst nicht um welchen der vier Ninja Turtles es sich handelt, da keine Namen bekanntgegeben werden. Allerdings wird er von Geistern seiner drei Brüder begleitet. Sie sind stets dabei als Stimmen in seinem Kopf und eine Art posttraumatische Halluzination. Sie leben nämlich
nicht mehr und dienen als eine Art Gewissen des Protagonisten. Wir erfahren erst im Laufe der Zeit um welche Schildkröte es sich handelt. Nachdem seine erste Attentat auf Hiroto misslungen war, landet er auf den Boden der Tatsachen, in der Kanalisation und ist schwer verletzt. Aufgefunden wird er von Casey Marie Jones, der Tochter von April O'Neill und Casey Jones. Es stellt sich heraus, dass vor Ewigkeiten eine große Explosion April Arm und Bein weggenommen hat und irgendwann sich ein totalitäres Regime in New York bildete. Sie war damals schwanger und irgendwann wurde sie zu einem führenden Kopf einer Untergrundarmee. Im Laufe der Geschichte wird auch offenbart wieso die Protagonisten unbedingt an Hiroto solch blutige Rache üben wollen. Er ist nämlich für den Tod von Master Splinter und Donatello verantwortlich - in einer Zeit als man eigentlich mit dem Foot-Clan, dessen Anführer er ist, Frieden schließen wollte. 

"The Last Ronin" ist eine finstere Zukunftsaussicht, die durchaus oft schon schon vorkam. Dass ein Turtle, der zudem immer als "der witzige" galt plötzlich mit einem Haufen von Traumata, psychisch wie physisch ausgestattet und reifer denn je sich in einen tödlichen Kampf stürzt - das hätte ich nicht gedacht. Dabei werden die jünsten Ereignisse - in der Vergangenheit und in Zukunft - im Stil von den Escorzas gezeichnet, während die Erinnerungen von Kevin Eastman stammen. Dieser greift auf seinen, typischen, klobigen Stil zurück. Der Comic ist eine Ode an Verzweiflung, Trauer und Wut. Und gleichzeitig ein möglicher Ausblick auf die Zukunft der TMNT. Soweit ich weiß, entsteht schon bald ein weiterer Comic der in der selben Zukunft spielt und in welchem es um die nächste Generation der Turtles gehen soll. Meiner Meinung nach, wäre dieser Comic allgemein betrachtet kanonisch, wäre er ein gelungener Abschluß einer ganzen Ära. Es ist blutig, gewaltvoll, voll mit Explosionen und Action und gleichzeitig so unfassbar traurig. Es ist fantastisch.

8,75/10 Pfandflaschen

Dienstag, 23. November 2021

My Favorite TV-Show: Teenage Mutant Ninja Turtles (1987-1996)

Heilige Scheiße. Das ist das erste Mal, dass diese Serie hier besprochen wird. Zur Erinnerung: Wir hatten das Vergnügen mit den Original-Comics, als auch mit den Filmen (). Nun ist diese Zeichentrickserie dran. Meine allererste Erinnerung daran ist: Ich hatte als ich klein war sowohl einen TMNT-Comic mit dem ersten Autritt von der israelischen Superheldin Golani als auch eine Unterbuchse mit einem Bild eines der vier Turtles drauf. Anyways, let's go:


Lasst euch von euren Kindheitserinnerungen nicht täuschen. Das ist mein Tipp für alle. Denn es ist nicht alles so gut, wie ihr das in Erinnerung habt. TMNT (1987) ist lange, lange, laaaaaaaaaange nicht so gut wie ihr glaubt. Die Serie lebt von Nostalgie, die Titelmusik ist catchy und spaßig. Aber im Prinzip ist die Serie dafür da Actionfiguren zu vermarkten. Hatte ich trotzdem Spaß? Natürlich. Wollte ich zwischendurch meinen Laptop aus dem Fenster schmeißen? Ja, das auch. 

Worum geht's? Das brauche ich nicht zu erklären. Die vier mutierten Teenage-Schildkröten wachsen unter der Obhut ihres Meisters Splinter auf, der eine mutierte Ratte ist. Doch hier ist alles etwas anders als in den Comics. Dort war Splinter eine Ratte, die die Kampfkunst-Bewegungen seines Meisters Hamato Yoshi nachgemacht hat und später mutiert ist. Hier ist es Hamato Yoshi selbst, der sich aus Japan in die Kanalisation New Yorks zurückgezogen hat. Dort kam er, gleichzeitig mit den vier kleinen Schildkröten in Berührung mit dem Mutagen was runtergeflossen ist. Dieses fusioniert die Gene von zwei Lebewesen die als letztes miteinander in Berührung kamen. Weil die Schildkröten, die in die Kanalisation durch einen Unfall gelangt sind als letztes in Berührung mit ihrem Ziehvater Yoshi kamen wurden sie dank des Mutagens humanoid. Yoshi, der als letztes irgendwelche Ratten berührt hat, verwandelte sich in eine riesige Ratte. Er selbst war einst Anführer eines japanischen Ninja-Klans namens "Foot". Sein Erzrivale Oroku Saki stellte ihm ein sprichwörtliches Bein, was zu einer Intrige führte, sodass Yoshi aus dem Klan verbannt wurde. Darum musste er unbedingt in die USA und in der Kanalisation leben. Ist vollkommen logisch. Jedenfalls folgt Saki Yoshi ebenfalls in die Staaten, nimmt die Identität "Shredder" an und wird zum gefürchteten Bösewicht von New York City. Sein Ziel ist es: Yoshi ein für alle mal zu vernichten. Doch er hat die Rechnung ohne die vier mutierten Schildkröten gemacht, die inzwischen menschlich genug sind und Kampfkunst erlernt haben. Splinter nannte sie nach seinen Lieblingskünstlern der Renaissance: Raphael, Michelangelo, Donatello und Leonardo. Zum selben Zeitpunkt arbeitet Shredder mit dem außerirdischen Gehirn aus der Dimension X zusammen, namens Krang. Gemeinsam versuchen sie a) die Welt zu übernehmen und b) die Turtles und Splinter zu vernichten. Ihnen zur Hilfe stehen die beiden tollpatschigen Mutanten Bebop (Wildschwein) und Rocksteady (Rhinozeros). 

Die Staffeln 1-7 nutzen sich leider ziemlich schnell ab. Die erste enthält "nur" fünf Folgen, die eine zusammenhängende Geschichte erzählen die der aus den ersten Comics im Prinzip ählich ist, außer siehe oben. Die Animation in den ersten beiden Staffeln ist auch 1A. Vor allem im Intro. Man sieht, dass japanische Zeichner am Werk waren. Die zweite Staffel geht meines Erachtens auch in Ordnung. Problematisch wird es ab der dritten Staffel. In den USA gilt/galt das Prinzip der Syndication im Fernsehen. Nicht alle Serien waren im Mantelprogramm, aber so einige. Darunter auch Transformers und TMNT. Um in Syndication reinzukommen braucht eine Serie mindestens 65 Folgen. Dann kann ein Sender sie kaufen und so ausstrahlen wie er will. In beliebiger Reihenfolge. So kommt es das die erste Staffel 5, die zweite 13 und die dritte einfach mal 47 Folgen hat. So kommt man auf 65. Die Verantwortlichen mussten in der selben Zeit die sie für 18 Folgen gebraucht haben ganze 47 Folgen produzieren. Dabei kommt natürlich viel Müll heraus. Sehr viele Filler-Folgen. Dabei wiederholen sich so einige Ideen bzw. es kommen die Ideen vor, die auch in anderen Serien vorkamen. Die Turtles reisen in der Zeit, treffen auf ihre älteren selbst, werden zu Kindern, Shredder verliert sein Gedächtnis und wird gut, Shredder und Splinter tauschen die Körper, die Turtles werden verkleinert. Und natürlich wird immer wieder die Freundin der Turtles, die Reporterin April O'Neill von Shredder und Krank als Geisel genommen. Ihr Chef Burne Thompson und ihr Arbeitskollege Vernon sind gar nicht gut auf die Schildkröte zu sprechen. In der vierten Staffel gewinnen sie sogar eine Reise nach Europa, wovon aber komischerweise niemals wieder die Rede ist. In der siebten Staffel werden dann plötzlich die Europa-Folgen ausgestrahlt die größtenteils sehr cringy sind. 

Die Erlösung kommt in den letzten drei Staffeln, die von den Fans "Red Sky Seasons" genannt werden. Urplötzlich passt sich die Sendung den Zeitgeist der 90er Jahre an. Alles wird "extreme" und düster. Der Zeichenstil der Turtles ist anders, ihre Augen sind eckiger und "edgy". Der Himmerl ist die ganze Zeit über rot und die meiste Handlung spielt bei Nacht. Es gibt auch neue Bösewichte, die wesentlich gefährlicher sind und keinen comedyhaften Charakter aufweisen. Leider sind die letzten drei Staffeln ziemlich schnell um, weil sie jeweils nur 8 Folgen beinhalten.

Insgesamt lässt sich sagen: Nein, TMNT (1987) ist nicht das wofür euer Nostalgie-Gehirn die Serie hält. Sie ist nicht so gut. Sie hat aber jede Menge witziger Momente und bei einem Marathon kann man wahrscheinlich ein Trinkspiel mit machen. Und zugegeben, es ist so trashig, dass es tatsächlich Spaß macht. Außer ihr guckt zwanzig Folgen am Tag. Keine Ahnung. Mindestens genauso wenn nicht sogar noch witziger, ist die japanische Variation, ein sogenanntes OVA, das aus zwei Folgen besteht. 

So, genug gesagt.

Hier etwas aus der Original-Serie:



Und hier etwas aus dem OVA: 


Montag, 29. März 2021

Comic Book Review#482: Teenage Mutant Ninja Turtles#1 (1984)

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von „Comic Boom Review“. Ich habe mir vor einigen Monaten ein Sammelband von „Teenage Mutant Ninja Turtles“ gegönnt was sowohl die One-Shots über Michaelangelo und Raphael als auch die Ausgaben 1-7 der Originalserie von Kevin Eastman und Peter Laird beinhaltet. Rausgebracht bei Mirage Comics zwischen 1984-1986. 

Die allererste Ausgabe hat es in sich: Zuerst kriegen wir mit wie Raphael, Leonardo, Donatello und Michaelangelo irgendwie Goons verkloppen. Danach geht es zurück in den untergründigen Unterschlupf in der Kanalisation. Dort begrüßt Splinter, eine riesige mutierte Ratte und gleichzeitig Sensei/Vater der vier Schildkröten und erzählt ihnen zum allerersten Mal ihre Origin Story. Einst war Splinter eine gewöhnliche Ratte die ihrem Meister Hamato Yoshi bei seinen Ninjitsu Übungen zugesehen hat. Yoshi war der beste Schattenkrieger seines Clans, der sich „Foot“ nannte. Doch wie so oft, hatte er einen Widersacher. Oroku Nagi war in Yoshis Geliebte verknallt und eifersüchtig. Eines Abends verprügelte er Tang Shen so brutal dass Yoshi beschloss Rache zu nehmen und ihn tötete. Anschließend ging er zusammen mit  Tang Shen und Splinter ins Exil, nach New York. Jahre später beschloss Oroku Saki, Nagis Bruder Rache zu nehmen. Dazu kam noch, dass er einen US-Zweig des Foot Clans aufbauen wollte. Er spürte die beiden auf und brachte sie um. Splinters Käfig wurde dabei beschädigt, sodass er als freies Tier die Straßen entlang lief. Eines Tages  wurde er Zeuge eines kuriosen Vorfalls.

Ein Truck war grade dabei einen blinden Mann zu überfahren, jedoch sprang ein junger Typ zur Hilfe. Er wurde jedoch am Kopf von einem mysteriösen Behälter getroffen der die Straße entlang hopste und anschließend ein Glas mit vier Schildkröten traf, welches ein kleiner Junge in den Händen hielt. Das Glas fiel in einen offenen Gullideckel. Splinter flitzte hinterher und sammelte die Schildkröten in einen alten Kaffebehalter auf. Es verging grade mal ein Tag, und die Tiere veränderten sich. Die Schildkröten lernten schnell auf zwei Beinen zu laufen und zu sprechen. Splinter wurde ihr Ziehvater. Er brachte ihnen das Ninjitsu bei, so wie er es von seinem Meister gelernt hat und benannte die vier nach Künstlern der Renaissance. Jetzt kriegen die Brüder eine neue Aufgabe von ihrem Meister: Da Oroku Sagi eine große Firma/Racket in New York betreibt und immer noch nicht für den Tod von Hamato Yoshi gebüßt, müssen die Turtles den Meister ihres Meisters rächen. Nur ist Oroku Saki inzwischen als Shredder bekannt und er ist ein weitaus gefährlicherer Gegner als bisher.

Es sind keine 20 Seiten, keine 30 sondern ganze 42. Dem kreativen Geist von Kevin Eastman und Peter Laird waren keine Grenzen gesetzt, da sie keinen großen Verlag in ihren Nacken hatten, der ihnen irgendwelche Vorgabe aufbrummen konnte. Die Story ist ziemlich lang und detailliert. Im Gegensatz zu den Zeichentrickserien oder den Filmen sind die Comics wesentlich brutaler gewesen. So haben die Turtles zwar irgendwie ihre schillernden unterschiedlichen Charaktere, jedoch zögern sie nicht ihre Gegner brutal zu verletzen. Oder zu töten. Mir gefällt der gleichzeitig grimmige, comichafte und detaillierte Zeichenstil. Als auch die Tatsache mit welcher Ernsthaftigkeit diese Story erzählt wird. Die Ausgaben 2-7 waren zwar auch etwas düster, aber da gabs wesentlich mehr Lacher als hier. Die hatten es übrigens auch mehr als nur "in sich". Ich kanns auf jeden Fall all den "neuen" Turtle-Fans empfehlen als auch generell Fans von vollkommen absurden Ideen und lauter Sci-Fi- und Comic-Anspielungen. Wer Fan von Daredevil ist, der wird nämlich schnell erkennen wer denn der junge Mann sein soll, der den Blinden rettet. 

Ich verneige mich.

9/10 Pfandflaschen

Erhältlich bei IDW Publishing




Donnerstag, 13. September 2018

Comics Monthly#55

Hallöchen! Diesen Monat beschäftige ich mich (mal wieder) mit dem grandiosem Verlag IDW.

Orphan Black Crazy Science#1

Wie wir alle wissen, veröffentlicht IDW Publishing größtenteils Comic-Reihen die auf Filmen, Serien, Spielen usw. usf. basieren. "Orphan Black Crazy Science" ist der zu der Fernsehserie "Orphan Black" dazugehörige Comic. Darin geht es um verschiedene weibliche Klone, die getrennt voneinander aufgewachsen sind und versuchen die Geheimnisse ihre Herkünfte zu enthüllen. Dabei werden sie alle von ein und derselben Schauspielerin dargestellt: Tatiana Maslany. In dieser Ausgabe
sind zwei Frauen, die ein Verhältnis zu einander pflegen, namens Cosima und Delphine auf einer Mission. Es sind Cosimas Klone, die sie zu finden versuchen. Sie alle brauchen nämlich eine Heilung für eine Autoimmun Krankheit. Blöd nur, dass es insgesamt wohl über 200 Klone gibt.

Okay. An und Pfirsich eine interessanter Rahmen für eine Story. Jedoch fokussiert sich der Comic zu sehr auf das Verhältnis zwischen den beiden Frauen und selbst wenn etwas von der eigentlichen Story durchsickert, kommt es bei mir nicht an. Es wirkt wie etwas vollkommen routiniertes und uninteressantes. Mal eben 200+ Klone retten und dabei eine zwar süße aber vollkommen passable Romanze zeigen. Meh. Hätte besseres erwartet, da ich unter dem Namen was grandioses, großes vermutet hab. Naja, Schade.

4,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Heli Kennedy, Fico Ossio

Rick and Morty vs. Dungeons and Dragons#1

Diesmal handelt es sich um ein Crossover aus IDWs "Dungeons and Dragons" und "Rick and Morty", dessen Comic-Variante bei Oni Press rausgebracht wird. Und äh, kein Spoiler Alert hier. Wer Rick and Morty kennt, der weiß schon ungefähr was hier passieren wird. Für alle anderen: Sorry. Naja okay, doch: ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Zuerst kriegen wir mit, wie Morty zuerst ziemlich verwundert ist, weil der "Dungeons and Dragons"-Wahn seine Schule erobert hat. Doch dann merkt er, dass dieses Zeug dazu führen kann, dass man schnell flachgelegt wird. Also geht er in einen Nerd-Laden um sich umzugucken und trifft auf die Verkäuferin Annika. Diese vermutet einfach, dass Morty sich im Spiel schon auskennt - Morty macht das ganze mit. Also hat er bald ein Playdate mit ihr und ihren Freunden, und das obwohl er keinen
Schimmer von der Materie hat. Die Inhalte der ganzen Bücher wollen nicht in seinen Kopf rein, also bittet er Rick um Hilfe. Dieser veranstaltet einen lahmarschen Spieleabend mit Freunden von sich, bei welchen Morty ungefähr 14 mal im Spiel stirbt. Daraufhin geht's aber wirklich um die Wurst: Da altes "D and D" schlichtweg lahmarschig ist. Also passiert das was passieren musste: Rick und Morty steigen wortwörtlich ins Spiel hinein und kämpfen die Kämpfe in "echt"...

Muss ich noch was dazu sagen? Ich glaube nicht. Es stimmt einfach wie immer alles. Auch wenn die Handlung ziemlich vorhersehbar ist. Habe mich nämlich gefragt, wie dieses Crossover zustanden kommen soll. Bis mir dann eingeleuchtet ist, dass Rick und Morty auf jeden Fall IN das Spiel einsteigen werden. Holy mother of fuck, großartig wie immer.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW/Oni Press
Made by: Patrick Rothfuss, Jim Zub, Troy Little

Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles#0

Awkay. Es ist beschlossenes Gesetz. Sobald eine neue TMNT-Filmreihe rauskommt, kommt eine neue Zeichentrickserie als auch ein neuer Comic. Das hier allerdings ist die Comic-Adaption der neuen Zeichentrickserie.

Und es hat sich nicht wirklich verändert. Die Turtles sind in der Kanalisation unterwegs bzw. stehen da. Die nächste Frage ist: Was machen sie mit den uralten Waffen, die sie in einer geheimen unterirdischen Stadt gefunden haben. Ja, das sind diese vier Waffen die das Arsenal der TMNT
bestimmen werden. Jedoch sind es dieses Mal etwas andere als sonst. Natürlich werden sie damit auf eine super krasse Mission gehen, aber ers dann wenn dafür der Anlass ist. Und dann kommt der Anlass! April O'Neill verschwindet! Na gut, eigentlich geht sie sich nur kurz sauber machen, nachdem sie zu Besuch gekommen ist. Aber die Turtles nutzen das als faule Ausrede um auf ein Abenteuer zu gehen. Währenddessen versucht April einen mit Ooze verseuchten Moskito zu zerschlagen.

Es ist prinzipiell immer dasselbe, aber okay: Man hat dieses Mal die Turtles nicht nur charaktermäßig sondern auch aussehenstechnisch sehr unterschiedlich gestaltet. Bisher sahen sie immer relativ gleich aus. Das hat sich mit den beiden Michael-Bay-Filmen geändert. Jetzt sind alle vier unterschiedlich groß und haben verschiedene Gimmicks. Im Prinzip ist das hier seichte Unterhaltung. Ja, ich weiß es ist ein Comic für Kinder, es ist eine Nickelodeon-Zeichentrickserie, aber ich brauchte Review-Stuff. COME ON!

6/10 Pfandflaschen
Erhätlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Matthew K. Manning, Chad Thomas

Mittwoch, 8. November 2017

Comic Book Review#316: Ghostbusters/Teenage Mutant Ninja Turtles (2012)

Yeaaaaah. Zwei Legenden der Achtziger und Neunziger Jahre treffen aufeinander. Und es ist canon! Es ist offiziell. Kein komisches Paralleluniversum in welchem die beiden Gruppen zufällig existieren sondern eine interdimensionale Reise. Jawoll!

Nachdem die Turtles mit Donatellos neuer Erfindung, einen Teleporter, experimentiert haben und es sich rausgestellt hat, dass es nicht so richig funktioniert, landen sie auf einer anderen Welt. Genauer gesagt, nein. Es ist dasselbe New York, New York. Nur eben anders. Dort gibt es keine TMNT, die vorrangige Heldenrolle nehmen vier Geisterjäger ein. Die Turtles kommen zusammen mit April O'Neill und Casey Jones in einer Kirche an, mitten in einer Hochzeit. Urplötzlich taucht ein Geist aus der Vergangenheit der Turtles-Zeitlinie auf. Chi-You, der Bruder von Kitsune. Er fühlt sich verändert und mächtiger denn je. Schon bald fägt er an Besitz von Menschen zu ergreifen, denn nun ja solche
wie er streben halt nun mal nach Herrschaft. Zufälligerweise werden die Ghostbusters zu der Kirche gerufen und halten die Turtles natürlich erstmal für Dämonen/Geister. Aber wie es natürlich offensichtlich sein muss, werden die beiden Teams sich grün und beschließen gemeinsam Chi-You zu bekämpfen.

Anmerkung am Rande: Es handelt sich NICHT um die Turtles/Ghostbusters aus den Zeichentrickserien (oder so) sondern um die beiden Varianten die momentan bei IDW als Comicreihen rausgebracht werden. Wie schon oben erwähnt, ist das hier höchstoffiziell. Die Story stammt von Erik Burnham und Tom Waltz, die Zeichnungen von Dan Schoening. Ich kann definitiv nicht meckern: Man hat stilvoll beide Teams zusammengebracht und die Charaktere die zueinander passen miteinander Freundschaft schließen lassen. So sind Leonardo und Winston die Heldentypen, Michelangelo und Ray die optimistischen Parts, Egon und Donatello die "Denker" und Raphael und Peter die Sprücheklopfer. Ein besseres Crossover kann es fast gar nicht geben. Saubere Arbeit!

8,5/10 Pfandflaschen

Dienstag, 17. Januar 2017

Comic Book Review#275: Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles (2016)

Dieses hardcover-tradepaperback was ich in den Händen halte, ist dieses Jahr erschienen, beinhaltet aber Ausgaben ab Dezember'15 in Einzelformen rausgebracht wurden. Es handelt sich um ein Crossover zwischen Batman (DC) und TMNT(IDW).....soweit ich weiß sind weder Batman noch die Turtles die hier vorkommen canon. Schade eigentlich.

Die Handlung spielt sich ab in Gotham City. Batman untersucht einen Diebstahl - ein weiteres Labor der Firma Powers wurde ausgeraubt. Offenbar durch einen Haufen Ninjas und vier grünhäutige Monster. Seitdem Dr. Naveen Khan entführt wurde ist es schon der vierte Diebstahl. Was Batsy nicht weiß ist, dass Gotham City letztens ein Besuch aus einer anderen Welt empfangen hat. Shredder und sein Foot Clan! Doch er kam nicht alleine, auch die Turtles schafften es überzuqueren, womöglich um
ihn aufhalten zu können, was auch immer er vorhat. Was genau er vorhat will ich euch nicht verraten, es hat aber jedenfalls was mit Macht zu tun - also genau das wonach Shredder schon immer gestrebt hat. Jedenfalls legt uns auch der Titel nahe dass Batman zusammen mit den Turtles arbeiten wird um Shredder zu stoppen und ihn wieder nach Hause zu schicken.

Der Titel ist leicht irreführend - man weiß nämlich nicht aus wessen Perspektive das zuerst erzählt wird. In der ersten Ausgabe sieht man alles mehrheitlich aus der perspektive des dunklen Ritters, später ändert sich das aber. Allgemein hält sich die Waage im Gleichgewicht. Vielleicht hätte es Batman and TMNT heißen können? Aber egal. Jedenfalls sind hier Autoren beteiligt die auch schon am New52-Run von Batman beteiligt waren (Tynion IV, Snyder), von der Batman'schen Perspektive/Einstellung her hat sich ergo wenig geändert. Ich hätte gedacht das könnte nicht funktionieren, weil Batsy den Turtles zu seriös ist und sie ihn zu unernst. Aber das ist natürlich Quatsch, schließlich verfügen die Turtles über VIER verschiedene Charaktere, also können einige erstmal besser mit ihm auskommen andere nicht so gut (ähem Raphael). Außerdem kommt auch Batsy aus seiner Ernsthaftigkeit heraus und verputzt eine Pizza in seiner Batcave. Das ich das mal erleben darf.

Fazit: Kein Nostalgie-Scheiß, nicht allzu trashig, kein Meisterwerk, jedoch verdammt noch mal sehr solide.

8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 22. Juli 2015

Comic Book Review#205: Teenage Mutant Ninja Turtles#49 (1992)

"Teenage Mutant Ninja Turtles Color Classics" ist eine Reihe, die bei IDW erscheint. Es sind ausschließlich alte TMNT-Comics, bloß in Farbe. Ganz genau, die Original-Comics über die vier Turtles, noch vor der Zeichentrickserie. Bei einer meiner Comic-Lieferungen aus Würzburg war die dritte Ausgabe dabei, welche die #49 beinhaltet.

Zweiter und letzter Teil des Story-Arcs "Shades of Gray"(höhö). Der liebenswerte und verrückte Hockeyprofi und Vigilant Casey Jones (der schon lange aus dem Turtles-Universum nicht
wegzudenken ist) hat jemanden getötet. Bei einem Kampf mit einem Jugendlichen Straßenschläger kam es zu dieser schrecklichen Tat. Casey hat den Typen umgebracht, ist jetzt verkatert im Bett aufgewacht und kann sich genau erinnern was gestern geschehen ist. Sein Kopf ist voller "Was wäre wenn?"-Szenarios, er ist ziemlich durcheinander und beschließt immer noch nicht ganz nüchtern in den Wald abzuhauen wo er auf Donatello trifft. Dieser wiederum beobachtet den Fluss, weil er fasziniert von seiner Art zu fließen ist. Casey ist scheinbar mehr als frustiert über die Geschehnisse und versucht Don absichtlich zu provozieren. Es kommt zu einem Kampf.

Hm. Was soll ich sagen? Ich mag das wenn Charaktere die einen die ganze Kindheit über als fröhlich und crazy verkauft wurden, es in Wahrheit gar nicht sind. Natürlich weiß ich schon länger für wen die Originalcomics konzipiert waren, allerdings überrascht mich trotzdem immer wieder dass diese Charaktere auch töten können. Oder sich über philosophische Dinge den Kopf zerbrechen können. Und nein ich meine nicht irgendwelche tiefergehenden Sachen über Kampfkünste sondern Chaostheorie und so weiter. Das Artwork erscheint immer noch so strange, jedoch verdammt gut. Nicht cartoonesk und nicht realistisch, sondern irgendwas dazwischen. Was halb-eckiges und halb-rundes. Das Streitgespräch zwischen Don und Casey wird übrigens in einem Panel gezeigt aus mehreren perspektiven gleichzeitig. Meiner Meinung nach ein artistischer Höhepunkt der Ausgabe. Ich mag es wenn man die Augen der Leser herausfordert.

I had fun.

8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Film der Woche#176: Heroes In A Half-Shell!-Special

Ihr wisst es ja. Hier muss (zumindest meistens) alles komplettiert werden. Meistens, aber nicht immer. Deshalb dacht ich mir "Ich reviewe alle Turtles-Filme.....und irgendwann auch alle Turtles-Serien...irgenwann". Gesagt, getan. Hier gehts zu teil 1, hier gehts zu teil 2.

3. Teenage Mutant Ninja Turtles III(1993)

Wohl der mieseste Teil der alten Reihe.

Diesmal reisen die Turtles in der Zeit. Der Zufall will es nämlich, dass April O'Neill () inder Heimat der Schildkröten, der Kanalisation mit einem alten Zepter vom Flohmarkt zurückkommt. Nachdem sie es gleichzeitig mit einem im japanischen Mittelalter lebenden Feudalherrn in der Hand hält tauscht sie mit ihm den Platz. Er landet im modernen New York, sie im Mittelalter. Nun müssen die Schildkröten zur Hilfe eilen und in der Zeit reisen. Das kommt zum besten Zeitpunkt, schließlich sind sie mehr als gelangweilt weil sie nach ihrem Sieg über Shredder nichts mehr zu tun außer Training haben. So stürzen sie sich ins Abenteuer und werden von den japanischen Dorfbewohnern gefeiert
und von den Feudalherren als Dämonen gefürchtet.

Einer der wohl einfallslosesten und unlustigsten Filme die ich je gesehen hab. Schon wieder diese "lustigen" Sounds bei Schlägen und Tritten. Schon wieder Gags. Jede Menge. Allerdings diesmal nur halb so witzig. Besonders dann unwitzig wenn man merkt dass nichts besonders neues dazu kommt. Ein lahmer Aufguss der echt nicht hätte sein müssen. Sogar Casey Jones (Elias Koteas) wirkt gelangweilt. Kein Wunder, er darf rumsitzen und rumstehen. Meh.

2/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


4. TMNT(2007)
Diese komplett computeraniminierte Verfilmung greift sowohl auf die Comics, die ersten drei Realverfilmungen als auch auf die 2003er Zeichentrickserie zurück. Zumindest theoretisch. Es scheint zumindest zu sein, dass der Film im Universum der soeben genannten Serie spielt.

Nach dem endgültigen Sieg über Shredder haben sich die Wege der Turtles getrennt. Leonardo wurde von Splinter auf eine geheime Mission geschickt, Don arbeitet bei einer Computerhotline, Mikey ist Clown auf Kindergeburtstagspartys. Einzig Raphael kann dem "gewöhnlichen" Leben nichts abgewinnen und versucht sich nachts als finsterer Vigilant der Verbrecher fängt. Das erklärt wohl warum er tagsüber nur schläft. Nachdem Leo nach Hause zurückkehrt erweist sich die Aufgabe, das
Team wieder teamfähig zu machen als besonders schwierig. Gleichzeitig will der reiche Magnat Max Winters (Patrick "Schwarzer Kaffee, Junge!" Stewart) seiner Unsterblichkeit (er ist über 3000 Jahre alt) ein Ende bereiten. Mithilfe des Footclans und lebendigen Steinfiguren versucht er die 13 Monster einzufangen und wegzuschicken, die er vor 3000 Jahren auf die Menschheit losgelassen hat. Doch es gibt natürlich jemanden der seine Pläne durchkreuzen will. Achja, April O'Neill (Sarah Michelle Gellar) und Casey Jones (Chris "Ich bin Human Torch und Captain America" Evans) sind natürlich auch mit dabei.

Meiner Meinung nach einer der besten TMNT-Filme. Es stimmt einfach alles. Sowohl die nicht-08/15-Story als auch die Darstellung der Turtles als auch der Grundtenor. Der ist nämlich ziemlich finster. Sehr finster sogar. Man behält zwar die einzelnen individuellen Charaktere der vier Schildkröten allerdings ist der Film nicht übersät mit platten Witzchen. Es gibt viel Aggression und Wut. Ebenso positiv wirkt sich auf mich die Tatsache dass ich an den Schauspielern nichts zu meckern habe. Es gibt nämlich keine. Der Film ist vollständig computieraniminiert. Gut, er wirkt stellenweise wie n Computerspiel allerdings würde ich ihn nicht als Werbung oder so betrachten. Ich fands toll.

8/10 Pfandflaschen
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5. Turtles Forever(2009)

Dieser specialige Film dient als Abschluss der 2003er "TMNT"-Serie die auf 4Kids Entertainment lief.

Die vier riesigen mutierten teenage Schildkröten sind ganz schön erstaunt als sie durch eine Nachrichtensendung erfahren dass sie nachts zuvor gegen das Verbrechersyndikat der Purple Dragons gekämpft haben. Dabei sind sie doch die ganze Zeit daheim gewesen. Sie beschließen die Sache aufzuklären und begeben sich zum Versteck der Dragons. Dort stellen sie fest dass bereits vier andere Turtles vor ort gefangen gehalten werden. Es handelt sich um Leo, Raph, Mikey und Don aus der Fred Wolf Serie von 1987 (ja, das ist die mit dem tollen intro). Sie sind bei einem Kampf mit Shredder und seinem Technodrome versehentlich in ihre Dimension gereist. Blöd nur, das Shredder und Krang ebenso mitgekommen sind und planen sich mit dem hiesigen Shredder zu verbünden. (finstere Lache hier einfügen)

Es ist so super wie hier zwei vollkommen gegensätzliche Welten aufeinandertreffen! Wirklich zauberhaft. Auf der einen Seite die komödiantisch-chaotische bunte Welt von 1987 mit ihren kindischen Turtles, auf der anderen die wesentlich ernsteren Schildkröten die gegen gefährlichere Gegner kämpfen. Ich hab mich bepisst. Ziemlich viele Gags, allerdings nicht im Überfluß sodass es nicht zu peinlich wird. Ein wahres Fest für die ganz großen Fans als auch für Einsteiger.

8/10 Pfandflaschen
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6. Teenage Mutant Ninja Turtles(2014)

Ein Reboot des gesamten Franchise. Ich glaube aber dass er indirekt im Zusammenhang mit der neuen Nickeloden-Serie steht.

Die Entstehungsgeschichte dieser Turtles ähnelt der von den "Super Turtles" - einen Superheldenteam aus einem Alternativ-Universum, die schon in der Originalserie von Mirage Comics vorkamen. Sowohl dort als auch hier sind sie mit voller Absicht dem Mutagen ausgesetzt worden und sind nicht die Folge eines Laborunfalls. Außerdem haben sie durch ihre Vergangenheit einen direkten Draht zu April O'Neill. Die Story ist simpel. Shredder (Tohoru Masamune) will mithilfe eines Verbündeten die Welt (und zuerst NYC natürlich) übernehmen. Er terrorisiert mithilfe seines Foot-Clans das Leben der New Yorker. Die Turtles stellen sich dagegen, auch wenn ihre Meister/Vater - die genmutierte Ratte Splinter - ihnen verboten hat auf die Oberfläche zu gehen, weil er Angst um ihr Leben hat. (Hey, ich versuche nur nicht zu spoilern!)

Allright, ich war endlich im Kino nachdem ich dies schon richtig lange vor mich hin geschoben hab. Und ich bin wirklich so gut wie gar nicht enttäuscht. Michael Bay macht zwar lauter BUMMKRACHTITTENEXPLOSIONEN-Filme und die meisten sind echt nichts für mich. Allerdings ist es für seine Verhältlnisse echt gar nicht schlecht. Okay, Megan Fox überzeugt mich überhaupt nicht. Ihr Geschrei("SCHREDDÄH!", "RAPHAEEEL!", "AIIEIIEIEEEERGH!") ist furchterlich und ich wette, dass es nicht an der deutschen Synchro liegt. Zudem stellt sie April O'Neill als meiner Meinung nach als eine leicht naive Frau. So hab ich April aber zum Glück nicht in Erinnerung. Zudem gibt es ein paar wenige unlustige sexualisierte Szenen die den Zuschauer ins
Kino locken sollten, aber was solls. Der Film fokussiert sich nämlich nicht darauf. Es geht zum Glück größtenteils um die Turtles, ihre Origin Story als auch die Machenschaften des Shredder. Dabei werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Charakteren(Leo der Anführer, Raph der Draufgänger, Don der Computerfreak und Mike der Clown) sehr deutlich hervorgehoben und zwar nicht nur optisch sondern auch von der Art zu kommunizieren. Auch wenn sie Nasen haben und echt viel an Masse zugenommen haben....es sind richtige gute Turtles geworden. Und somit auch wirklich kein schlechter Film.

8/10 Pfandflaschen
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Samstag, 17. Mai 2014

Film der Woche#146: Teenage Mutant Ninja Turtles(1990)

Cowabungabunga, wie Silvio Berlusconi zu sagen pflegt.
(ähem)

Wir befinden uns in New York. Die Kriminalitätsrate steigt. Eine geheime kriminelle Untergrundorganisation namens "The Foot Clan" scheint "Problemjugendliche" und andere Ausreißer zu beeinflussen und sie zu Dieben auszubilden. Die Reporterin April O'Neil(Judith Hoag) ist auf der heißen Spur und machte eine Reportage darüber. Der Foot Clan mitsamt seinen in Kneepads gekleideten Anführer Shredder(James Saito) würde jedoch ungern ins Rampenlicht kommen, ergo versuchen sie April zu beseitigen. Zu ihrer Rettung kommen allerdings vier seltsame Gestalten die über Ninja-Techniken verfügen. Ms. O'Neil ist anfangs sehr erschrocken, doch bald lernt sie sie besser kennen. Es stellt sich heraus, dass es vier jugendliche mutierte Ninja Schildkröten sind, die von ihrem Meister, der ebenfalls mutierten Ratte Splinter(Kevin Clash) nach Künstlern der Renaissance benannt wurden: Donatello(Leif Tilden), Leonardo(David Forman), Michelangelo(Michelan Sisti) und Raphael(Josh Pais).

Sie wohnen zu fünft in der New Yorker Kanalisation. Als Splinter entführt wird, schließen sie sich zusammen mit den hockeyschläger schwingenden Casey Jones(Elias Koteas) um ihn wiederzufinden.
Wir hatten hier schon etlichen kultigen Kram aus den 90ern gehabt, bloß die Turtles haben eindeutig gefehlt. Daher Pizza bestellen/backen und dieses wunderschöne Originalstück reinziehen. Ohne seltsame Cartoon-Geräusche, die den Film verharmlosen sollen(deutsche version) und ohne Zensur(UK version). Man orientiert sich sogar weniger an der kindergerechten Zeichentrickserie von 1987. Die Handlung ist deutlich finsterer, außer natürlich das komödiantische Verhalten von den Turtles selbst. Ich mag an der Stelle nichts verraten, das werdet ihr schon selber sehen. Stichwort: Shredder und seine Origin Story.
Einfach grandios. Ich fühlte mich wie mit ner Zeitmaschine zurück ins Kindesalter versetzt. Damals als als Raphael noch braune Streifen im Gesicht trug(ich hatte Turtles-Unterhosen). Casey Jones' Maske erinnert an Mick Thompson von Slipknot. Und zum Glück ist in diesem Film noch nichts von Vanilla Ice zu sehen/hören. Achja, sogar Corey Feldman ist dabei(als Synchronstimme von Donatello).

9/10 Pfandflaschen
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