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Mittwoch, 15. Januar 2020

Comics Monthly#71

Badass#1

BADASS steht für Bureau of Alien Detection and Supernatural Sightings. Die Handlung spielt auf der Erde in der Zukunft. Ein Agent von BADASS erwacht in einem Krankenhaus. Mithilfe von Nanorobotern in seinem Kopf erfährt seine Vorgesetzte was passiert ist. Die Naniten nehmen einfach alles auf, was deren "Wirt" wahrnimmt und sieht. Es stellt sich heraus, dass er auf einer Mission mit seinen Kameraden war und in einer Leichenhalle von einem außerirdischen Parasiten angegriffen wurde. Genauer gesagt hat dieses tentakelige kleine Ding seine Kameraden/Kollegen umgebracht und seinen Körper eingenommen. BADASS hat daraufhin Hilfe von einer außerirdischen, großbrüstigen
Kopfgeldjägerin bekommen, die ihn schließlich zu Boden gebracht hat.

Was zum fick. Also zuallererst frage ich mich was diese unnötigen riesigen Brüste sollen. Als zweites frage ich mich ob der Titel ironisch gemeint ist oder nicht. Weil der Inhalt gar nicht mal so witzig ist. Das Design ist gar nicht mal schlecht. Erinnert mich an gute Mangas, wegen der schwarz/weißen-Ästhetik. Beziehungsweise der speziellen Manga-Schwarz-Weiß-Ästhetik. Außer das hier Speedlines und so n Scheiß fehlen. Ansonsten ist das ne merkwürdige Mischung aus Venom und....keine Ahnung BPRD? In der Zukunft? Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich davon halten soll.

4,75/10 Pfandflaschen

Erhältlich bei: Antartic Press
Made by: Adrian Nelson

Dark Knight Returns: The Golden Child#1

Es ist wohl eine der merkwürdigsten Fortsetzungen eines Comic-Franchise. Wir kennen ja bereits Frank Millers legendäres "The Dark Knight Returns" als auch dessen Fortsetzungen "Dark Knight Strikes Again" und "Dark Knight III: The Master Race" als auch die eine Vorgeschichte die in Deutschland unter "Jokers Feldzug" bekannt ist. Wie einige von euch vielleicht wissen, war Frank Miller in den letzten Jahren nicht gerade gut zu sprechen auf Linke, linke Strömungen und war generell ziemlich genervt davon. Hier zeigt sich plötzlich eine Wende.

"The Golden Child" spielt scheinbar immer noch in der düsteren Alternativzukunft von Gotham City, in welcher Bruce Wayne/Batman nicht mehr aktiv ist und an seiner Stelle Carrie Kelley (ex-Robin, ex-Catgirl, ex-Batgirl) als Batwoman nun für die Schwachen kämpft. Doch zuallererst fokussiert sich die Story auf die Tochter von Superman, Lara und seinen Sohn Jonathan. Letzerer versteht menschliche Belange vollkommen und betrachtet die Menschheit als eine noble, ehrenhafte Spezies. Er findet es schön zu sehen, wie wir füreinander einstehen und füreinander sorgen. Lara hingegen sieht Menschen eher als ekelhafte brütende, furzende und fressende Wesen. Kurze Zeit später sehen wir einen Protest gegen die Wiederwahl des neuen Governors (es ist Donald Trump), welcher von einer Horde als Joker verkleideten Clowns attackiert wird. Batwoman stellt sich dazwischen. Im weiteren Verlauf stellen wir fest, dass der Joker wieder lebt (siehe The Dark Knight Returns) und zusammen mit Darkseid (!!? was) die us-amerikanische Gesellschaft sabotieren will. Natürlich durch gezielte Wahlbeeinflussung. Also eigentlich ist es Darkseids Vorhaben, Joker hilft ihm nur.

Das Design ist wesentlich besser als damals bei DK2, generell gefallen mir Grampás Zeichnungen besser als die von Miller. Die Story an sich beginnt schon ziemlich interessant, verliert sich aber etwas in etwas merkwürdigen verschwörungstheoretischen Geschwurbel. Und das ausgerechnet Miller, der Occupy-Demonstranten (wovon ich auch nicht viel gehalten hab) gesagt hat, sie sollen sich verpissen jetzt gegen Donald Trump wettert riecht für mich ziemlich fischig. Ich trau dem Braten nicht ganz. Nichtsdestotrotz: angenehm zu lesen, wenn auch etwas komisch.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei DC
Made by: Frank Miller, Rafael Grampá, Jordie Bellaire

Dying Is Easy#2

Okay, das war überraschend gut.

Es geht um einen ehemaligen Polizisten mit dem Spitznamen "Shit Talk" Homes. Er ist mittlerweile ein mehr oder weniger schlechter Stand-Up Comedian und verdient grade mal genug Geld um seine Katzen durchzufüttern. Letzte Nacht passierte etwas schreckliches. Im Comedy Club in dem er auftritt wurde ein Mann umgebracht und irgendwie kam es dass er nun des Mordes beschuldigt wird. Deswegen stürmen zwei Cops zu Beginn des Comics seine Wohnung. Doch er schafft es durch ein Fenster zu entkommen und bei seiner Nachbarin einzusteigen (die grade mit der menschlichen Verkörperung ihrer Daddy Issues im Bett liegt) um sich etwas Geld zu borgen. Daraufhin flüchtet er weiter, allerdings ohne Schuhe um die Sache endlich aufzuklären. Die Spur führt zu einem
Pfandleiher und dort trifft er auch bald auf die zwei Killer, die daraufhin vor ihm flüchten. Mit dem Auto. Doch sie haben die Rechnung ohne ihn und seine neuen Rollschuhe gemacht.

Der Stil erinnert mich an "Sinister and Dexter". Die Art der Story an sowas wie "The Mad Men", "Better Call Saul" oder so. An eine HBO oder Netflix-Serie halt. Kein Wunder schließlich ist Autor Joe Hill nicht unbekannt und das Schreiben liegt ihm quasi in den Genen. Alles in allem eine Art Crime Comedy garniert mit sehr artsy fartsy Design, dass sehr gut dazu passt. Ein cartooneskes Design hätte meiner Meinung nach aber auch gut dazu gepasst.

8,75/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei IDW
Made by: Joe Hill, Martin Simmonds

Dienstag, 24. Dezember 2019

Comics Monthly#70

Ho ho ho und so. Die mittlerweile siebzigste Ausgabe von "Comics Monthly" erscheint (hoffentlich) pünktlich zum Weihnachtsfest. Das hat sich irgendwie so ergeben. Jedenfalls, hier mal wieder drei Comics von verschiedenen Verlagen. Viel spaß.

Archie: Christmas Spectacular#1

Das ist glaube ich, nicht das erste Mal dass Archie hier vorkommt. Ich meine schon mal einen "Archie vs. Predator"-Comic reviewt zu haben. Jedenfalls ist das sehr sehr leichter Stoff für Comicleser jeden Alters.

Die Ausgabe beinhaltet vier verschiedene Stories über Archie und seine Freunde die gemeinsam auf die Riverdale High School gehen. Ich gehe mal auf zwei ein. In der ersten Story ist der Rektor der Schule der Meinung dass seine Schüler zu alt für den Weihnachtsunsinn sind und sagt ihnen dass sie aufhören sollten die Eingangshalle (?) mit so viel Kram zu dekorieren. Das sieht ja aus als hätte Santa Clause einen Garagenflohmarkt eröffnet. Die Kids sind mittlerweile im Teenageralter und zu alt für den Kram. Archie denkt auf dem Heimweg darüber nach bis er plötzlich einen riesigen aufblasbaren Weihnachtsmann in einem Müllcontainer findet - das Teil ragt nur so raus. Er kommt heim, flickt ihn und bläst ihn auf. Leider vergisst er entsprechende Gewichte dran zu machen sodass der Ballon nicht wegfliegt. Und so fliegt dieser natürlich weg und verfolgt zufälligerweise den Rektor der in seinem Auto auf dem Weg nach Hause ist. Dieser bekommt ein schlechtes Gewissen (er denkt der Ballon wäre eine Art Geist) und kommt am nächsten Tag in einem Santa-Clause-Outfit zur Schule um allen ein frohes Fest zu wünschen. In der zweiten Story findet ein Weihnachtsball statt. Die kleine Sugarplum Fairy will mit Archie dahin gehen - da Veronica und Betty ihm beide abgesagt haben ist das eine gute Gelegenheit. Auf dem Ball selbst taucht allerdings Noelle, die Tochter des Weihnachtsmanns, auf. Archie hat ihr vor gut einem Jahr versprochen sie auf dem Weihnachtsball aufzuführen. Der Junge kriegt es nicht wirklich hin zwischen den beiden jungen Frauen hin und her zu switchen, das Ganze fliegt auf und er kriegt es mit ihrer Wut zu tun.

Gehalten im alten, unschuldigen typischen Archie-Design und typischen unschuldigen sogar ziemlich witzigen Erzählstil. Nothing more, nothing less. Wie oben schon gesagt: sehr leichter Stoff für jedes Alter. Es ist halt die Art von Comic in welcher die Charaktere absolut nicht altern und er deswegen für jede Generation "gültig" ist. Mich haben Archie Comics nie angesprochen, allerdings erscheinen die Charaktere tatsächlich dadurch grundsympathisch. Mir hats gefallen!

8/10 Pfandflaschen
Made by u.a.: Angelo Decesare, Pat Kennedy, Tim Kennedy
Erhältlich bei Archie Comics

Narcos#1

Ein Comic der bei IDW Publishing rausgekommen ist. Bei dem Verlag der einfach alles zu einem Comic verwurstet was es schon mal als Film/Serie/Videospiel/Cartoon etc. gab. Und der von mir sehr geschätzt wird. "Narcos" basiert auf der gleichnamigen Serie, die vom kolumbianischen Koks-Overlord Pablo Escobar handelt.

Ich habe die Serie bis jetzt nicht gesehn, kann also nicht genau sagen ob der Comic das Feeling genauso rüber bringt. Die Handlung spielt sich allerdings ab im Jahre 1991 als Escobar tatsächlich im Knast gelandet ist. Allerdings erst nach monatelangen Verhandlungen mit der kolumbianischen Regierung, die dazu geführt haben dass er in seinem eigenem Knast gelandet ist. Mit Champagner und Nutten. Kolumbien scheint sicher zu sein. Allerdings gibt es einen weiteren Anwärter auf Escobars Thron der das Geschäft unbedingt übernehmen will. Im Fokus der Story stehen unter
anderem US-Amerikanische DEA-Agents die mit der kolumbianischen Regierung zusammenarbeiten. Agent Murphy und Agent Pena kriegen zwei weitere Agents als Partner zugewiesen worüber sie nicht ganz glücklich sind da sie der Meinung sind sie würden es alleine schaffen. Jedenfalls wird ein Kokain-Transporter mit Kugeln durchlöchert und man fragt sich ob das so n großes Ding ist.

Die Story über die Agents ist ehrlich gesagt nicht mal so interessant. Wenn es um Escobar geht wird es das tatsächlich. Oder um diesen anderen Typen der das ganze Geschäft an sich reißen will. Der Zeichnungsstil ist cool und schön realistisch. Tatsächlich merkt man dass hier die Charaktere aus der Serie zu Comicfiguren wurden und keine realen Vorbilder. Der Comiccharakter Escobar sieht also aus wie der Schauspieler der Escobar in der Serie spielt und nicht wie Escobar im Real Life. Das ist ein gutes Mittel um zu zeigen dass es sich immer noch um eine realistische Verfilmung/Comicadaption handelt und nicht um eine Doku. Mich reißt das nicht ganz vom Hocker. Wahrscheinlich müsste ich tatsächlich die Serie sehen. Well. Für mehr als 6 Pfandflaschen reichts.

6,5/10 Pfandflaschen
Made by: Ryan Ferrier, Vic Malhotra
Erhältlich bei IDW Publishing

Scooby Doo, Where Are You?#102

Das ist nicht das erste Mal dass Scooby Doo und seine Gang in Comicform reviewt werden. Allerdings das erste Mal in ihrer ursprünglichen, nicht post-apokalyptischen Form.

Die Ausgabe besteht aus zwei mittellangen Stories. In der ersten befinden sich Scooby, Shaggy, Daphne, Wilma und Fred in einem Hundepark. Es ist das erste Mal seit langem dass sie eine Pause vom Rätsellösen machen. Und Scooby kann seine flauschigen Freunde treffen. Man stellt aber fest, dass verdammt wenig Hunde anwesen sind. Das mag wahrscheinlich an dieser komischen Sirene liegen - ich meine damit das Wesen. Dieses taucht nämlich immer wieder auf und verschreckt Hunde
sodass einige mittlerweile als vermisst gelten. Der Park Ranger ist sehr besorgt darüber als auch über Vandalismus. Er befürchtet dass er den Park bald schließen muss. Die Gang entschließt sich dem Mysterium nachzugehen und findet raus, dass die Sirene in Wirklichkeit eine gemeine Joggerin ist die über die Hunde im Park sehr angepisst ist. In der zweiten Story haben Scooby und Shaggy ihren freien Tag in einem anderen Park und gönnen sich ein Snack nach dem anderen. Nebenher glänzen sie mit ihrer detektivistischen Meisterhaftigkeit und finden für ein paar Kids raus ob ihr Baseball einen Homerun gemacht hat oder ein Foul war (?). Außerdem finden sie für ein Elternpaar ein vermisstes Kind und vereiteln einen Raubüberfall auf einen gepanzerten Wagen.

Ich habe nicht viel erwartet und wurde doch leider enttäuscht. "Scooby Apocalypse" hat zwar ein anderes Publikum angesprochen und alles.... aber man hätte sich doch vllt davon ne Scheibe abschneiden können. Und ich meine nicht, dass man einen Comic für Kinder zu einer Ballerorgie machen sollte. Allerdings hätte bisschen mehr Substanz dem ganzen gut getan. So bleibt es ein ziemlich eintönig Comic der ziemlich schnell vergessen wird. Ist ja eigentlich nicht verwunderlich dass die Reihe sich schon 102 Ausgaben halten konnte.

4/10 Pfandflaschen
Made by: Derek Fridolfs, Randy Elliott
Erhältlich bei: DC

Dienstag, 19. November 2019

Comic Book Review#416: The Crow: Skinning The Wolves (2013)

"The Crow" muss ich ja hoffentlich niemanden vorstellen. Den Erfinder der Figur Eric Draven, James O'Barr wohl auch nicht. Das hier ist seine erste Crow-Story seit langem gewesen. Falls ihr euch für andere Crow-Comics interessiert, so zieht euch mein Revie zu "The Crow: Curare" rein. Hier lieferte O'Barr zusammen mit Zeichner Jim Terry die eine typische, etwas b-movie-artige Crow-Story.

Dieses Mal verbringt man nicht all zu viel Zeit mit einer Vorgeschichte. Stattdessen beginnt der Comic mit einem Knall. Um die Hintergrundstory wird sich später gekümmert. Es ist irgendwann voraussichtlich am Ende des II. Weltkriegs. Der Schauplatz ist ein nicht näher benanntes Konzentrationslager, welches von der SS und einen blutrünstigen Kommandanten verwaltet und regiert wird. Der letztgenannte ist ein Sadist, der gerne nach belieben Menschen umbringt. Am allerliebsten allerdings wenn sie eine Partie Schach mit ihm gespielt und gegen ihn verloren haben. Zu Beginn der Handlung wird an der Rampe aussortiert. Ein unbenannter Unbekannter sitzt jedoch immer noch im Zug. Als ein SS-Soldat ihn da rausbefördern will, wird ihm prompt der Kiefer zerschmettert. Der Unbekannte liefert sich daraufhin ein Battle mit weiteren Soldaten und Schäferhunden, kann viele töten wird aber letztendlich umgebracht und zur Einäscherung freigegeben. Kurze Zeit später wacht er allerdings auf und leiht sich Häftlingskleidung um als KZ-Insasse durchzugehen. Der Rest der Geschichte ist leicht zusammenzufassen: eine Krähe begleitet ihn ständig und spricht sogar mit ihm während er nach und nach SS-Soldaten massakriert. Sein Ziel ist der Kommandant, mit dem er scheinbar eine offene Rechnung zu begleichen hat.

Es liest wie ein Nazisploitation-Movie und irgendwie ist es auch einer, nur in Comicform. Das Motiv der Rache und Vergeltung ist halt sehr leicht in eine "The Crow"-Story einzubinden. Meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Was mich sehr gefreut ist, dass O'Barr im Vorwort erzählt hat, dass ihn Dokus über KZs und die Shoa nicht einfach nur traurig sondern immer sehr wütend gemacht haben. Es geht mir nämlich meistens genauso. Ebenfalls ist auch der Wunsch da, diesen ganzen Mördern eins in die Fresse zu treten. Und genau das passiert hier. Nur dass ihnen die Gehirne rausgeballert und Kiefer zertrümmert werden sodass die besagten Gehirne rausfallen. Very nicer gory Scheiß. Like it.

8,99/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 14. August 2019

Comic Book Review#402: Land Of The Dead#3 (2005)

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Comic Book Review. Diesmal ist es die dritte Ausgabe von George A. Romeros Land Of The Dead. Es ist eine Filmadaption die 2005 bei IDW Publishing rausgekommen ist. Um euch das Review zum Film reinzuziehen, müsst ihr hier entlang.

Die dritte Ausgabe beginnt zu dem Zeitpunkt als Cholo (der Character von John Leguizamo) dieses
riesige Panzerfahrzeug vom Antagonisten des Films (gespielt von Dennis Hopper) stiehlt. Es trägt den Namen Dead Reckoning und ist wohl die beste Waffe gegen die Zombie Plage. Beziehungsweise ein gutes Mittel, sich fortzubewegen und zu überleben. Daraufhin setzt dieser einen Haufen Leute auf Cholos Kopf, die ihn auch Dead Reckoning zurückbringen sollen. Unter anderem sind da drei in Leder eingehüllte Gestalten namens Manolete, Monica und Pillsbury dabei die wie Möchtegern-Cenobiten aussehen. Sie machen sich auf dem Weg zu Cholo. Dabei wird einer von einem fast kopflosen Zombiepriester gebissen und anschließend erschossen. Die Ausgabe endet mit der ikonischen Szene des Films: Als die Zombies gelernt haben dass Wasser ihnen nichts anhaben kann und sie durch diesen riesigen Fluß hindurchlaufen, angeführt vom Ober-Zombie "Big Daddy".

Im Prinzip nichts neues. Einfach nur eine Wiedererzählung des Drehbuchs von George A. Romero. Allerdings ist das Artwork echt verdammt gut. Ich steh auf den Stil von Chris Ryall. Ich muss sagen als Comic funktioniert das Ganze sogar noch ein bisschen besser als der Film. Weniger unfreiwillig lustig, mehr finster. Richtig cool.

7,5/10 Pfandflaschen

Sonntag, 23. Juni 2019

Comics Monthly#64

Hallöchen! Diesmal habe ich mir gedacht, dass ich Comics von Verlagen reviewe auf die ich grade Bock hab.

Hellboy and the B.P.R.D.#1

Die Story spielt sich ab in Rumänien des Jahres 1962. Hellboy wurde vom BPRD beauftragt mehrere Todesfälle irgendwo in den Karpaten zu untersuchen. Laut sicheren Quellen hat irgendwas Menschen verspeist, zerstückelt und Gliedmaßen verteilt. Und das immer wieder im 17., 18. als auch 19.
Jahrhundert. Das findet Hellboy in einem Telefonat mit seinem Adoptivvater Professor Bruttenholm heraus. Er befindet sich auf einer alten Burgruine als er plötzlichen von einem greifähnlichen Wesen angegriffen wird, das wesentlich stärker ist als er. Es ist eine Art Bär mit Flügeln. Er kommt grade mal mit dem Leben davon und wird von einer Sinti-Frau und ihrer Oma am Straßenrand aufgesammelt. Die Oma bastelt ein Puppentheater und bemalt eine Hellboy-Puppe mit seinem Blut. Bei der Puppen-Vorstellung stellt er fest, dass er das Monster doch besiegt hat, allerdings kann er sich daran nicht erinnern...

Mal wieder ein grandioses actiongeladenes Spektakel von Mike Mignola und Duncan Fegredo. Keine langweilige Story, keine stumpfsinnige Action. Keine Geschichte die sich scheinbar unendlich lange ziehen wird. Stattdessen kurze 20 Seiten. Ich finds außerdem gut, dass der Vergleich von Hellboy zu Sinti und Roma gezogen wird. Beide werden von außen als Gauner/Bösewichte wahrgenommen und sind im inneren doch so unterschidlich. Sehr schön!

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Dark Horse für 3,99$

Usagi Yojimbo#1

Hell yes. Soweit ich das verstanden habe reprintet IDW neuerdings alte Usagi-Stories in bunt. Alles geschrieben und gezeichnet von Stan Sakai. Koloriert von Tom Ruth. Das hier ist die erste Ausgabe des Story Arcs Bunraku.

Zuallererst sehen wir wie der Samurai Sasuke (ein menschlicher Fuchs?) einen Haufen Dämonenkinder und ihre Mutter im Kampf tötet um danach vom Geist des Meisters Shoki heimgesucht zu werden, der ihn in ein Dorf schickt wo irgendwas Böses vorgeht. Dort befindet sich der Titelheld Usagi, ein Samuraihase und guckt sich ein aufwändiges Puppenspiel an. Die Puppen scheinen lebendig zu sein, das ist allerdings nur so weil die Puppenspieler verdammt gute Arbeit leisten. Der Puppenmeister der die Story sich merken musste, weil er blind ist, unterhält sich daraufhin mit ihm. Anschließend trifft er auf Sasuke, der ins Dorf gekommen ist um seine Mission zu erfüllen. Usagi stellt fest, dass jedesmall wenn er auf Sasuke traf irgendwas schlimmes passiert ist...

Riesige Bilder. Simple Geschichtenerzählung und simple Darstellung von Aktivitäten. So fließt nicht besonders viel Blut wenn der Dämonenmutter die Gliedmaßen abgehackt werden. Es wirkt wie ein amerikanisierter Fast-Manga. Aber das betone ich nur für diejenigen die noch nie Usagi gelesen haben. Ich bin ein Bewunderer des Werks von Stan Sakai und hoffe irgendwann mal einiges an Usagi-Kram nachholen zu können. Majestätisch!

9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: IDW für 3,99$

Warlord of Mars Attacks!#1

Nach dem ganzen anspruchsvollen Zeug brauche ich jetzt mal ein wenig Trash. Es handelt sich hier um ein Crossover zwischen Warlord of Mars, dass die Geschichte eines Bürgerkriegsveteran erzählt der auf dem Mars gelandet ist, und Mars Attacks! Letzteres müsstet ihr eigentlich kennen. Waren eigentlich kleine Bilder die als Beilage für Kaugummis dabei waren. Rausgebracht von Topps. International bekannt als der Film von Tim Burton.

Also der erste Teil der Story spielt sich ab auf dem Mars als...die Marsianer (die wir aus dem Film kennen) den Mars angreifen. Natürlich sind Marsianer nicht homogen und es gibt verschiedene Rassen/Spezies die dort wohnen. Es ist wohl eine Art Bürgerkrieg. John Carter, der oben erwähnte Bürgerkriegsveteran ist irgendwann auf dem Mars angekommen und hat sich dort unsterblich in eine Prinzessin verliebt mit der er mittlerweile einen Sohn hat. Zusammen mit anderen Kriegern kämpft er gegen die Moonheads genannten Wesen die die hiesige Sauerstofffabrik zerstören wollen... Es gibt aber für ihn auch eine Chance, dass er zurück zur Erde kehren kann. Der zweite Teil spielt sich ab auf der Erde in unserer Zeit. Die NASA hat es geschafft eine Art Rover auf den Mars zu bringen, der das erste Mal Live-Bilder übertragen kann. Während das geschieht wird das Spielzeug von den Moonheads angegriffen....Zeitgleich kommen die ersten fliegenden Untertassen auf der Erde an und beginnen mit ihrem Angriff.

Ich fänds ehrlich gesagt einen Ticken interessanter wenn die Story sich nur auf dem Mars abspielen würde. Aber sei's drum. Die ganzen menschlichen, also irdischen Charaktere wirken auf mich wie die Schauspieler aus dem Film. Entweder manische oder engagierte Wissenschaftler als auch irgendwelche Fanboys die halt zufällig dabei sind und große Klappe haben. John Carter ist ziemlich cool. Die Moonheads sprechen tatsächlich eine Sprache die mehr als nur "ack ack ack!" bietet. Witzig ist das schon, frage ist nur ob es dabei bleibt.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Dynamite Entertainment für 3,99$
Made by: Jeff Parker, Dean Kotz


Freitag, 15. Februar 2019

Comics Monthly#60

Hallo! Da das hier ein kleiner Jubiläumsbeitrag ist, dachte ich mir ich stelle mal Comics jenseits des "Mainstreams" vor. Mal wieder. Das ist die sechzigste Ausgabe von Comics Monthly. 60/12 = 5 Das heißt, die Rubrik ist schon 5 Jahre alt. Yeah.

Accell#18

Ich weiß nicht ob ich Accell das Pseudonym des Titelheldes ist oder nur er Titel des Comics. Es gibt nämlich keine Zusammenfassung der bisherigen Story oder so. Jedenfalls ist Daniel ein Speedster und sieht aus wie Kid Flash in futuristisch. In dieser Ausgabe kriegt er Besuch von der Wissenschaftlerin Althea Morrison, die ihn unbedingt untersuchen will. Irgendeine Energie hat nämlich seinen Körper ergriffen und irgendwas scheint sich in ihm zu verändern. Er willigt ein, mit ihr mitzugehen und sich untersuchen zu lassen. In dem Moment sieht er aber im Fernsehen, dass ein
Bösewicht namens Barrage (der wie ein schlimmes 90er Jahre Klischee aussieht) einen Haufen Bankmitarbeiter als Geiseln genommen hat. Daniel rast also zum Ort des Geschehens um zu helfen. Er weiß aber nicht, dass irgendein Obermacker im Hintergrund die Fäden zieht und die Gruppe um Barrage engagiert hat um an ihn ranzukommen. Gähn.

Meiner Meinung nach einfach eine Low-Budget-Version von (Kid) Flash. Sieht auch aus wie ein Mockbuster. Reißt mich überhaupt nicht vom Hocker. Das ist sehr schade. Ich dachte nämlich, dass ich von einem Verlag jenseits von DC und Marvel mal was originelles erwarten kann. Nun man kann nicht alles im Leben haben. Ich mein, er vibriert sich sogar wie Flash aus dem Weg!

2/10 Pfandflaschen
Made by: Joe Casey, Ramon Bachs
Erhältlich bei: Lion Forge

Army of Darkness/Bubba Ho-Tep#1

Eine Zusammenarbeit von IDW und Dynamite Entertainment. Falls ihr euch für die Filme mit Bruce Campbell interessiert so klickt auf das Review zu "Army of Darkness" und zu "Bubba Ho-Tep".

"A little less conversation, a little more ashin!" Ich mein, ich brauch wirklich nicht erklären wer die beiden sind. Also klickt bitte einfach auf die beiden links :D Also, es ist im Grunde ganz simpel. Ash, DER Ashley Williams, liest zufällig einen Artikel in welchem es um Elvis geht, der
selbstverständlich am Leben ist, der einen Mumie bekämpft hat. In einem Altersheim. Also quasi genau das was in "Bubba Ho-Tep" geschehen ist. Er möchte den alten Mann aufspüren und mehr über die Sache erfahren. Allerdings wohnt Elvis nicht mehr dort und er wird von jemanden namens Dillinger zu einem alten, kaputt wirkenden Haus geführt wo Elvis auch residiert. Das Passwort ist "Exactamundo" und weil Ash Problemchen mit Merken von Worten hat, sagt er "Exactamumbo".... Anyways liefern er und Elvis sich ein kleines Kung-Fu-Gefecht bei welchem sie etwas "Elvis-Trivia" spielen sodass Ash am Ende tatsächlich davon überzeugt ist, dass er's mit dem wahren King of Rock'N'Roll zu tun hat. Und genau dann, als niemand es erwartet, taucht die totgeglaubte Mumie Bubba Ho-Tep auf um Elvis die Seele auszusaugen!

Das war wirklich enorm witzig und trashig. Ein Großteil des Comics besteht aus diesem bekackten Kung-Fu-Kampf zwischen den dreien und richtigen groovigen Sprüchen. So und nicht anders macht man ein Crossover. Eigentlich macht man heutzutage sowieso aus allem ein Crossover aber macht nichts. Das hier ist wirklich vielversprechend. Ziemlich trashig aber das hab ich halt auch erwartet. Stilistisch auch ganz vorn. Kein zu cartoonesker, zu anspruchsvoller künstlerischer, kein zu gruseliger Stil. Genau richtig.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Scott Duvall, Vincenzo Federici
Erhältlich bei: IDW, Dynamite Entertainment

Grimm Tales of Terror#12

Wow. Also der Titel verspricht wirklich nichts falsches. Das war wirklich grimm. Zuallererst geht es um Phil. Phil ist äußerst gut darin, Frauen aufzureißen. Immer nur für eine Nacht. Danach vergisst er meistens deren Namen und meldet sich nie wieder. Er möchte sie aber immer seinen verheirateten
besten Freund Dave vorstellen und bringt sie zu IHM nachhause. Dave sagt seiner Frau Rachel, dass Phil einfach nur DIE EINE sucht und die Meinung von seinem besten Kumpel haben will. Die Abende laufen immer gleich ab. Die beiden Pärchen essen zu Abend. Rachel wird irgendwann müde und geht ins Bett. Phil und Dave gehen mit dem Mädel in die Garage und schiebenen einen flotten Dreier. Alles halb so schlimm, wäre wie schon gesagt Phil nicht verheiratet und würde er das nicht heimlich auf Video aufnehmen. Alles halb so schlimm bis eines Abends Phil eine Goth Frau mitbringt, die ein Quija-Bord dabei hat. UND GOTTVERDAMMT IHR KÖNNT EUCH VORSTELLEN WAS DANN PASSIERT.

Das war wirklich ziemlich grimm. Vorhersehbar irgendwo aber doch leicht unangenehm. Eine dieser Storys mit diesem Twist, den man eigentlich schon erwartet. Man kennt das schon von zahlreichen Horror-Comics. Nur weiß man halt nicht ganz wer wirklich hinter allem steckt. Aber dafür dass es eine recht kurze und nicht unbekannte Story war, hat sie mich tatsächlich ziemlich amüsiert. Deswegen: Find ich gut!

8/10 Pfandflaschen
Made by: Joe Brusha, Ralph Tedesco, Dave Franchini, Brian Studler, Butch Mapa
Erhältlich bei: Zenescope

Donnerstag, 13. September 2018

Comics Monthly#55

Hallöchen! Diesen Monat beschäftige ich mich (mal wieder) mit dem grandiosem Verlag IDW.

Orphan Black Crazy Science#1

Wie wir alle wissen, veröffentlicht IDW Publishing größtenteils Comic-Reihen die auf Filmen, Serien, Spielen usw. usf. basieren. "Orphan Black Crazy Science" ist der zu der Fernsehserie "Orphan Black" dazugehörige Comic. Darin geht es um verschiedene weibliche Klone, die getrennt voneinander aufgewachsen sind und versuchen die Geheimnisse ihre Herkünfte zu enthüllen. Dabei werden sie alle von ein und derselben Schauspielerin dargestellt: Tatiana Maslany. In dieser Ausgabe
sind zwei Frauen, die ein Verhältnis zu einander pflegen, namens Cosima und Delphine auf einer Mission. Es sind Cosimas Klone, die sie zu finden versuchen. Sie alle brauchen nämlich eine Heilung für eine Autoimmun Krankheit. Blöd nur, dass es insgesamt wohl über 200 Klone gibt.

Okay. An und Pfirsich eine interessanter Rahmen für eine Story. Jedoch fokussiert sich der Comic zu sehr auf das Verhältnis zwischen den beiden Frauen und selbst wenn etwas von der eigentlichen Story durchsickert, kommt es bei mir nicht an. Es wirkt wie etwas vollkommen routiniertes und uninteressantes. Mal eben 200+ Klone retten und dabei eine zwar süße aber vollkommen passable Romanze zeigen. Meh. Hätte besseres erwartet, da ich unter dem Namen was grandioses, großes vermutet hab. Naja, Schade.

4,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Heli Kennedy, Fico Ossio

Rick and Morty vs. Dungeons and Dragons#1

Diesmal handelt es sich um ein Crossover aus IDWs "Dungeons and Dragons" und "Rick and Morty", dessen Comic-Variante bei Oni Press rausgebracht wird. Und äh, kein Spoiler Alert hier. Wer Rick and Morty kennt, der weiß schon ungefähr was hier passieren wird. Für alle anderen: Sorry. Naja okay, doch: ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Zuerst kriegen wir mit, wie Morty zuerst ziemlich verwundert ist, weil der "Dungeons and Dragons"-Wahn seine Schule erobert hat. Doch dann merkt er, dass dieses Zeug dazu führen kann, dass man schnell flachgelegt wird. Also geht er in einen Nerd-Laden um sich umzugucken und trifft auf die Verkäuferin Annika. Diese vermutet einfach, dass Morty sich im Spiel schon auskennt - Morty macht das ganze mit. Also hat er bald ein Playdate mit ihr und ihren Freunden, und das obwohl er keinen
Schimmer von der Materie hat. Die Inhalte der ganzen Bücher wollen nicht in seinen Kopf rein, also bittet er Rick um Hilfe. Dieser veranstaltet einen lahmarschen Spieleabend mit Freunden von sich, bei welchen Morty ungefähr 14 mal im Spiel stirbt. Daraufhin geht's aber wirklich um die Wurst: Da altes "D and D" schlichtweg lahmarschig ist. Also passiert das was passieren musste: Rick und Morty steigen wortwörtlich ins Spiel hinein und kämpfen die Kämpfe in "echt"...

Muss ich noch was dazu sagen? Ich glaube nicht. Es stimmt einfach wie immer alles. Auch wenn die Handlung ziemlich vorhersehbar ist. Habe mich nämlich gefragt, wie dieses Crossover zustanden kommen soll. Bis mir dann eingeleuchtet ist, dass Rick und Morty auf jeden Fall IN das Spiel einsteigen werden. Holy mother of fuck, großartig wie immer.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich für: 3,99$ bei IDW/Oni Press
Made by: Patrick Rothfuss, Jim Zub, Troy Little

Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles#0

Awkay. Es ist beschlossenes Gesetz. Sobald eine neue TMNT-Filmreihe rauskommt, kommt eine neue Zeichentrickserie als auch ein neuer Comic. Das hier allerdings ist die Comic-Adaption der neuen Zeichentrickserie.

Und es hat sich nicht wirklich verändert. Die Turtles sind in der Kanalisation unterwegs bzw. stehen da. Die nächste Frage ist: Was machen sie mit den uralten Waffen, die sie in einer geheimen unterirdischen Stadt gefunden haben. Ja, das sind diese vier Waffen die das Arsenal der TMNT
bestimmen werden. Jedoch sind es dieses Mal etwas andere als sonst. Natürlich werden sie damit auf eine super krasse Mission gehen, aber ers dann wenn dafür der Anlass ist. Und dann kommt der Anlass! April O'Neill verschwindet! Na gut, eigentlich geht sie sich nur kurz sauber machen, nachdem sie zu Besuch gekommen ist. Aber die Turtles nutzen das als faule Ausrede um auf ein Abenteuer zu gehen. Währenddessen versucht April einen mit Ooze verseuchten Moskito zu zerschlagen.

Es ist prinzipiell immer dasselbe, aber okay: Man hat dieses Mal die Turtles nicht nur charaktermäßig sondern auch aussehenstechnisch sehr unterschiedlich gestaltet. Bisher sahen sie immer relativ gleich aus. Das hat sich mit den beiden Michael-Bay-Filmen geändert. Jetzt sind alle vier unterschiedlich groß und haben verschiedene Gimmicks. Im Prinzip ist das hier seichte Unterhaltung. Ja, ich weiß es ist ein Comic für Kinder, es ist eine Nickelodeon-Zeichentrickserie, aber ich brauchte Review-Stuff. COME ON!

6/10 Pfandflaschen
Erhätlich für: 3,99$ bei IDW
Made by: Matthew K. Manning, Chad Thomas

Montag, 30. April 2018

Comics Monthly#50

Eigentlich wollte ich das ganze mal wieder so kryptisch-neurotisch-alphabetisch durchgehen. Sprich diesen Monat wieder mal EINEN Verlag vornehmen. Dieses Mal wäre eigentlich Titan aus England dran gewesen. Aber dann dachte ich mir: Scheiß doch drauf. Nimm mal lieber die Verlage die nicht so krass im Mittelpunkt des Mainstream-Comic-Lesers stehen. Wie beispielsweise: Dynamite Entertainment, IDW und Valiant.

Goosebumps: Download and die!#1

Es ist ja allgemein bekannt, dass IDW lizenzierte Comics rausbringt, die allgemein schon Pendants im Film, Fernsehen, Zeichentrick und Videospiel hatten. Diesmal nimmt sich der Verlag Goosebumps vor, in Deutschland bekannt als Gänsehaut. Ich meine allerdings, dass das nicht das erste Mal dass die Werke von R.L. Stine eine Comic-Fortsetzung bei IDW kriegen.

Die Story fokussiert sich auf drei Teenagerinnen: Kyra, Mitra und Flips. Die ersten beiden sind seit längeren guten Freunde und befinden sich momentan im ersten High-School-Jahr als sie auf eine Internet-Bekannte namens Flips treffen, die sie aus einem Online-Spiel kennen. Zuallererst kommen
sie zusammen in einen Computer-Kurs in welchem sie gemeinsam an einem Gruppenprojekt arbeiten werden. Es dauert nicht lange, bis die Dinge merkwürdig werden. Kyras Handydisplay geht kaputt, weil irgendjemand drauf tritt, zudem verletzt sie sich an der zerbrochenen Scheibe. Daraufhin kriegt sie ein mysteriöses, nicht bestelltes Paket. Darin ist ein neues Handy, welches schon seltsamerweise all ihre privaten Informationen hochgeladen hat. Das Smartphone zieht sie in ihren Bann, es ist nahezu hypnotisch. Und als sie ein Foto von von ihr verachteten Nerds mit Kotz-Stickern editiert, werden diese Leute tatsächlich krank. Ist das Handy etwas von dunklen Mächten besessen?

Eine typische Teenager-Horrorstory. Ist wahrscheinlich eine Art Metapher auf das Verhältnis von Jugendlichen zu ihren Smartphones mit drin. Die Charaktere sind eigentlich beliebig austauschbar, trotzdem zeigen sie eine gewisse Tiefe. Man zeigt die Eifersucht aufeinander als auch das Verliebtsein/Verknalltsein in einen Mitschüler. Und dann ist da natürlich diese klassische sprechende Puppe, die diesmal als eine Art teuflisches Handy-Interface auftritt. Alles etwas wirr, allerdings bleibt man auf demselben Niveau wie in der Serie damals. Stabil.

Made by: Jen Vaughn, Michelle Wong
Erhältlich bei: IDW für 3,99$
7/10 Pfandflaschen

Jeepers Creepers#1

Okay, ich habe noch nie in meinem Leben ein Jeepers Creepers Film gesehen, aber das ist an der Stelle auch völlig scheißegal. DENN: Man kann den Comic lesen ohne überhaupt in den Genuss der Filme gekommen zu sein.

Der Comic beginnt mit einem Alptraum: Der sogenannte Creeper, der Bösewicht aus den Filmen, fliegt mithilfe seiner Flügeln durch die Gegen umher und hat nur einen Arm. Das ist der Alptraum
von Devon James, einem us-amerikanischen Studenten der nach Mexico City reist um seine Abschlußarbeit über Drachen in nordamerikanischen Sagen und der Kultur zu schreiben. Auf einer Exkursion zu einer Azteken-Pyramide trennt er sich mal eben von der Hauptgruppe um mal alleine zu forschen. Witzigerweise wird er dabei von einem kleinen Jungen gestört, der sich für die Malereien im Inneren der Pyramide interessiert. Devon erzählt ihm von den Opfergaben, welche die alten Azteken einen Drachengott (nicht -lord!) gegeben haben. Sie töteten junge Männer und gaben ihrem fliegenden Gott ihre Herzen. Der Allmächtige war laut dieser Story hier niemand geringeres als... der Creeper!

Spannend, mysteriös und verdammt gut gezeichnet. Die "Aufnahmen" aus Devons Erzählungen sind äußerst detailliert gemacht. Daus Aussehen der Azteken gefällt mir besonders gut. Diese Masken und Ritualmesser. Verdammt gut! Der Creeper sieht aus wie eine böse Version von Swamp Thing mit Flügeln. Ich finds sowieso interessant, dass man sich zu dieser Story (die bekanntlich Anfangs um einen mysteriösen Stalker-Fahrer geht, oder so) solch eine Hintergrundgeschichte erdacht hat. Azteken? Drachengott? Oookay. Definitiv nicht schlecht. Ich denke, ich bleib dran.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Marc Andreyko, Kewber Baal
Erhältlich bei: Dynamite Entertainment für 3,99$

Shadowman#2

Ich erinnere mich ganz genau, dass ich irgendwo, tief in meinen Comic-Kartons einen uralten Comic von Valiant habe, in welchem eine Shadowman-Werbung zu sehen ist. Tatsächlich geht es um ein Aerosmith(!!!)/Shadowman-Crossover-Comic.

Bei Shadowman handelt es sich um Jack Boniface, der mit loa - einen uralten Voodoo-Geist - verbunden ist. Jahrelang versuchte Jack mit der mörderischen Natur von loa zu kämpfen und unterlag letztendlich, was für ihn Gefangenschaft bedeutete. Neuerdings schaffte er es mithilfe von seiner besten Freundin Alyssa Miles zurück nach Hause. Zusammen versuchen sie loa wieder zu bändigen, sodass Jack wieder Kontrolle darüber gewinnt. Allerdings taucht zur unpassendsten Zeit ein anderes übernatürliches Wesen auf: Baron Samedi. Dieser ergriff den Körper von Alyssa sodass Jack sich
gezwungen gesehen hat, gegen sie zu kämpfen. Weiterhin geht es um irgendeinen, grauhaarigen Kerl der einem kleinen Mädchen mithilfe eines technologisch hochentwickelten Gerätes ihre ganze Lebensnergie aussaugt um sich topfit zu fühlen. Außerdem wird uns gezeigt, dass die ganze Stadt von irgendwelchen Voodoo-Flüchen belegt, viele Einwohner durch schlechte Träume und ähnliches in ihrem Leben eingeschränkt sind. Alyssa überredet Shadowman diesen Menschen zu helfen.

Ich habe irgendeinen Typen erwartet der irgendwie in Schatten agiert. So eine Art Batman-Vigilant oder so. Was ich bekam war ein Superhelden der irgendwas mit Voodoo zu tun hat. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich originell. Außerdem fuchtelt Alyssa genauso mit ihren Händen rum wie Doctor Strange, sodass diese ganzen Symbole auftauchen. Ich finde, dass Voodoo bis jetzt zu Unrecht nicht den Sprung in die Mainstream-Comics geschafft hat. Wobei, eigentlich ist es gut so. Denn sonst würden Marvel oder so, das Ganze völlig ausschlachten. Vielleicht ist es okay, dass es so eine kleine Nische bleibt. Denn so bleibt es hoffentlich auch weiterhin interessant. Jedenfalls: Intrigant, spannend und interessant. Find ich gut.

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Andy Diggle, Stephen Segovia, Ulysses Arreola
Erhältlich bei: Valiant für 3,99$

Mittwoch, 10. Januar 2018

Comic Book Review#323: Star Trek: Waypoint, Vol. 1 (2017)

Dieser Sammelband beinhaltet 12 Stories die ursprünglich in den Ausgaben #1-6 von "Star Trek: Waypoint" erschienen sind. Und zwar damaaaals 2016 als man das fünfzigjährige Jubiläum der Originalserie gefeiert hat.

Die Reihe zieht sich durch alle Epochen des Franchises. Seien es jetz die TOS/TAS, Voyager, The Next Generation, Enterprise oder Deep Space Nine. Wir kriegen Geschichten aus verschiedenen Blickwinkeln mit, aus der Sicht von allerlei Mitgliedern der Raumschiffe. Beispielsweise gehts in einer TOS-Ausgabe um eine Wissenschaftsassistentin die auf einem fremden Planeten einer Doktorin zur Hand die eine fremde Zivilisation beobachtet. Natürlich ohne gegen die oberste Direktive zu verstoßen. In der einzigen "Enterprise"-Story sieht man wie Jonathan Archer als kleines Kind eine Beziehung zu seinem Hund aufgebaut hat. In "Legacy" erfahren wir wie Yeoman Leslie Thompson (ein Redshirt wohlgemerkt) zu der Sternenflotte stand und warum sie ihr Leben opfern musste. Ich finde die letzte Geschichte vor allem sehr gelungen, weil sie einen der Charaktere im roter Uniform zeigt, die bekanntlich während der Originalserie nur noch draufgegangen sind. Quasi ein Denkmal der Würde.

Star Trek: Waypoint ist abwechslungsreich. Es gibt hier Geschichten die sowohl auf die Tränendrüse drücken, actiongeladen sind oder einfach nur solide sind. Grundehrlich. Wissenschaftlich. Außerdem variieren die Styles sehr. Ein Teil erinnert an surreale Kinderzeichnungen. Andererseits gibt es auch Ausgaben die 1:1 den Fernsehserien gleichen (so wie in den 90gern halt), die einen modernen Touch haben als auch welche die den Stil von älteren Star Trek Comics ähneln. Nur Liebe für diese Serie(n) und für diesen Comic. Ein wahres Fest für die Augen etc etc.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei IDW für 19,99$

Freitag, 29. Dezember 2017

Comics Monthly#46

Diesen Monat habe ich beschloßen ausschließlich Zeug aus dem Hause "IDW" zu reviewen. Viel Spaß.

30 Days of Night#1

Falls ihr euch nicht an mein Review von "30 Days of Night" erinnern könnt, so klickt hier.

Die Handlung spielt sich immer noch in Barrow ab. Der wohl nördlichsten Stadt der USA. Da wo die Sonne zum Teil des Jahres 24/7 oben und zum anderen Teil unten bleibt. Im Winter hauen die meisten Einwohner der Stadt ab. Bis auf ein paar wenige, wie die Polizei oder die, die heimlich dem Alkohol verfallen sind und nun ohne Job da sitzen. Wir werden Zeuge wie ein ziemlich breiter Typ in die Stadt kommt und nach einer neuen Arbeit sucht. Das Polizistenpaar Eben und Stella freut sich schon auf den Sonnenuntergang. Ein Jäger bemerkt mitten im Winter ein Zelt im Wald. Wer zur Hölle campt denn bitte um diese Jahreszeit? Insgesamt also ein Überblick über das Leben der Einwohner während der Zeit der Abreise.

Tolle Farben, coole Zeichnungen und eine Story die interessant zu werden verspricht. Vor allem weil der Leser jetzt noch nicht mit irgendwelchen übernatürlichen Wesen konfrontiert wird. Ähem. So wird man geschickt geteast. Einerseits ist man irgendwie über den Mangel an Vampiren enttäuscht, andererseits ist der Comic auch ohne ziemlich interessant. Hätte aber auch ruhig länger sein können.

Erhältlich bei: IDW für 3,99$
7/10 Pfandflaschen
Creators: Niles, Kowalski, Simpson

Star Trek: Discovery#1

Ich habe schon ein paar Folgen der neuen Star Trek Serie "Discovery" gesehen und fands ziemlich geil. War schon gespannt wann IDW sie als Comic umsetzt.

Die erste Ausgabe erzählt, größtenteils in einer Rückblende, den Werdegang von einem jungen
Klingonen namens T'Kuvma. Dieser musste auf seiner Heimatwelt Qo'onoS erst von seinen Brüdern mit Gewalt beigebracht bekommen wie ein richtiger Klingone zu sein scheint - bevor er im Wald auf ein uraltes Schiffwrack stößt in welchem Bedienstete des Hauses seiner Familie wohnen. Als auch seine Schwester J'ula, die den größten Teil ihrer Zeit dort verbringt. Sie erzählt ihm, dass er zu mehr fähig ist und wenn er genug Training hat und Anstrengung investiert so wird er schon bald ein richtiger Klingone sein. Am Besten auf Boreth in einem Kloster welches die Lehren von Kahless, den ersten wahren Klingonen, predigt.

War erst etwas skeptisch, da es mir wie "zu viele Bilder, zu wenig Inhalt" zu sein schien. Doch schon bald entdeckte ich wie viel Input hier drin steckt. Wir wissen ja bereits dass die Klingonen nicht nur aus Barbaren bestehen. Trotzdem ist es interessant zu erfahren wie krass mythisch aufgeladen die Hintergründe dieser Spezies sind. Es hat viel mit Stolz und Ehre zu tun. Sehr majestätisch.


Erhältlich bei: IDW für 3,99$
8/10 Pfandflaschen
Creators: Kirsten Beyer, Mike Johnson, Tony Shasteen

Wormwood Gentleman Corpse Christmas Special 2017

Wormwood ist also ein interdimensionaler Dämonenwurm der in einem toten, verrotendem Körper drinsteckt. Nachdem den Kongress der USA gerettet hat möchte er eigentlich nur einen trinken gehen. Allerdings taucht noch vorm ersten getrunkenen Bier Boris, der Weihnachtself auf.
Weihnachten muss dringend gerettet werden! Wormwood reist mit ihm zusammen an den Nordpol und stellt fest dass Lord (Santa) Claus tot ist. Die Elfen wurden von Kapitalisten und Blutelfen versklavt und müssen nun nur für Gewinnzwecke beinahe bis zum Tode schuften. Wormwood beschließt was dagegen zu unternehmen, allerdings wird festgestellt dass er nichts ausrichten kann weil die ganze Operation vollkommen legal ist. Nachdem er von den Kapitalisten verhaftet und in dne Kerker geworfen wird beschließt er den toten Körper vom Weihnachtsmann zu besetzen und sich Hilfe zu holen. Und wenn man die Hintergrundgeschichte von Weihnachten weiß, dann weiß man auch an wem man sich wenden kann.

Der Zeichnungsstil ist für manche sicherlich ungewohnt aber er passt wunderbar. Ich glaube nicht, dass das hier in Silver-Age-Manier (oder so) funktioniert hätte. Wormwood muss ordentlich abgefuckt aussehen und dafür braucht man auch einen abgefuckten Stil der so aussieht als hätte man auf verdreckten Papier gezeichnet. Hey, das ist positiv gemeint hier! Ne. Natürlich find ich die Metapher mit den gehörnten Monstermäßigen Kapitalisten etwas.... mehr als skurril... allgemein ist die Story aber ziemlich amüsant. Ich frag mich wie das in der Hauptserie aussieht.

Erhältlich bei: IDW für 3,99$
8/10 Pfandflaschen
Creators: Ben Templesmith

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Comic Book Review#320: Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures (2017)

Okay, das hatten wir hier schon mal, allerdings in etwas anderer Ausführung. Damals trafen der "Mainstream"-Batman auf die "Mainstream"-Turtles. Sprich die beiden Comic-Varianten. Allerdings war es leider alles nicht canon. Diesmal ist es das Bat-Team aus der 90er Jahre Zeichentrickserie und die Turtles aus der aktuellen Serie auf Nickelodeon. Beides sehr unterschiedliche Stile die so nebeneinander gar nicht gut passen. Trotzdem funktioniert es.

Solche Crossover funktionieren meistens recht ähnlich: die Bösewichte aus beiden Reihen/Universen schließen sich irgendwie zusammen, also sind die Helden aufeinander angewiesen weil sie ja die Schwächen ihrer jeweiligen Gegner am Besten kennen. Ergo schließen sie sich zusammen und treten den Bösen in den Arsch. Es geht damit los, dass urplötzlich die Insassen des Arkham Asylum in Gotham City durch merkwürdige, dreieckige Portale in New York auftauchen. Die Turtles haben jede Menge zu tun und beschließen irgendwann durch eines der Tore durchzulesen und holen aus Versehen Batman, Batgirl und Robin nach New York. Zuerst ist man sich gegenüber äußerst skeptisch/feindselig doch als Snakeweed (TMNT-Bösewicht) zusammen mit Poison Ivy (Batman-Bösewichtin) auftauchen kämpft man zusammen. Es stellt sich heraus dass eine gewisse außerirdische Form diese Portale verteilt hat. Außerdem gibt Joker vor mit Shredder zusammen zu arbeiten, zieht ihm überm Tisch und versucht mit seinem Lachgas die Kontrolle über NY zu erlangen. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten ist es nämlich jemand komplett anderes der hier die Fäden zieht.

Ich dachte erst, das passt nicht so ganz. Schließlich ist der Turtles-Stil ziemlich kindlich während der von Batman halt Batman ist. Aber es funktioniert. Die Turtles kommen hier bestens mit der Bat-Family aus, wir sehen (schon wieder) wie Batman Pizza isst, wie Michelangelo sich als Bat-elangelo verkleidet. Und natürlich muss das Intro zu der Batman-Serie persifliert werden. Es ist herrlich. Mindestens genauso gut wie die "ernste" Variante. Kann ich jedem ans Herz legen.

8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 8. November 2017

Comic Book Review#316: Ghostbusters/Teenage Mutant Ninja Turtles (2012)

Yeaaaaah. Zwei Legenden der Achtziger und Neunziger Jahre treffen aufeinander. Und es ist canon! Es ist offiziell. Kein komisches Paralleluniversum in welchem die beiden Gruppen zufällig existieren sondern eine interdimensionale Reise. Jawoll!

Nachdem die Turtles mit Donatellos neuer Erfindung, einen Teleporter, experimentiert haben und es sich rausgestellt hat, dass es nicht so richig funktioniert, landen sie auf einer anderen Welt. Genauer gesagt, nein. Es ist dasselbe New York, New York. Nur eben anders. Dort gibt es keine TMNT, die vorrangige Heldenrolle nehmen vier Geisterjäger ein. Die Turtles kommen zusammen mit April O'Neill und Casey Jones in einer Kirche an, mitten in einer Hochzeit. Urplötzlich taucht ein Geist aus der Vergangenheit der Turtles-Zeitlinie auf. Chi-You, der Bruder von Kitsune. Er fühlt sich verändert und mächtiger denn je. Schon bald fägt er an Besitz von Menschen zu ergreifen, denn nun ja solche
wie er streben halt nun mal nach Herrschaft. Zufälligerweise werden die Ghostbusters zu der Kirche gerufen und halten die Turtles natürlich erstmal für Dämonen/Geister. Aber wie es natürlich offensichtlich sein muss, werden die beiden Teams sich grün und beschließen gemeinsam Chi-You zu bekämpfen.

Anmerkung am Rande: Es handelt sich NICHT um die Turtles/Ghostbusters aus den Zeichentrickserien (oder so) sondern um die beiden Varianten die momentan bei IDW als Comicreihen rausgebracht werden. Wie schon oben erwähnt, ist das hier höchstoffiziell. Die Story stammt von Erik Burnham und Tom Waltz, die Zeichnungen von Dan Schoening. Ich kann definitiv nicht meckern: Man hat stilvoll beide Teams zusammengebracht und die Charaktere die zueinander passen miteinander Freundschaft schließen lassen. So sind Leonardo und Winston die Heldentypen, Michelangelo und Ray die optimistischen Parts, Egon und Donatello die "Denker" und Raphael und Peter die Sprücheklopfer. Ein besseres Crossover kann es fast gar nicht geben. Saubere Arbeit!

8,5/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 6. September 2017

Comic Book Review#307: Judge Dredd, Year One#1 (2013)

Erste Ausgabe der damals neuen Judge Dredd Reihe die bei IDW rausgekommen ist. Sie beschäftigt sich, wie der Name schon verrät mit dem ersten Jahr des Richters mit dem Helm. Erste Erfahrungen, erste Verhaftungen, erstes Jahr als Cop in Mega City One.

Die Story spielt im Jahre 2080. In Mega City One finden urplötzlich paranormale Vorkommnisse statt. Verschiedene Menschen entdecken plötzlich ihre übermenschlichen Fähigkeiten. Sie lassen Dinge levitieren, aber auch gerne andere Leute. Oder aber sie bringen andere Menschen dazu vom
Dach zu springen. Gleichzeitig findet eine üble Geiselnahme statt, bei welcher ein Kind mithilfe der besagten Fähigkeiten den Geiselnehmer in zwei Teile zerreißt. Dredd interveniert, weiß aber noch gar nicht was schlimmes auf ihn zukommt.

Nun, was soll ich sagen? Guter Auftakt. Ein junger, relativ unerfahrener, aber trotzdem arroganter Judge Dredd der mit Sachen zu tun hat, die ihn definitiv noch ungeheuer sind. Trotzdem keine Spur von Unprofessionalität. Gutes Maß an Action und Geballer als auch Text. Die Buntheit der Bilder kann sich mit den Originalcomics auch definitiv messen lassen. Finde auf keinen Fall, dass der Ami-Dredd irgendwie schlechter wäre als der britische.

Gutes Ding!
Von Smith, Colleby und O'Grady.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei IDW

Mittwoch, 21. Juni 2017

Comics Monthly#41

Hallo und häßlich willkommen zu einer weiteren Midlife-Crisis-Ausgabe von "Comics Monthly". Diesmal beschäftige ich mit den Serien die normalerweise wirklich kein Arsch von euch kennt und dir mir auch nichts sagen. Außerdem sind es alles keine Nummer Einsen, sodass ich keine Ahnung hab, was abgeht.


Black Cloud#3

"Black Cloud" beschäftigt sich mit der Macht der Fantasie. Die Protagonistin heißt Zelda und stammt ursprünglich aus der Traumwelt. Mittlerweile ist sie aber in unserer gelandet, genauer gesagt irgendwo in den USA - und versucht mit dem neuen Alltag zurechtzukommen. Am Anfang dieser Ausgabe sehen wir, wie Zelda beinahe ertrinkt und unter Wasser Besuch von mehreren bunten, funkelnden kleinen Gestalten bekommt (wahrscheinlich Feen?). Daraufhin wird in einer Art Rückblick ihre Vergangenheit gezeigt. Darin sehen wir einen alten Zauberer (?) in einem Traumland der ein riesiges Biest dahingeholt hat, nur damit die Leute dessen Schlachtung miterleben. Außerdem sehen wir wie Zelda selbst (?) gegen drei riesige Kaiju-mäßige Monster kämpft und dabei jemand unbeteiligtes
umkommt. Das scheint auch dementsprechend auf das hiesige Königreich gewirkt zu haben, sodass es zu einen Machtumsturz kommt.

So kenne ich das von Image - weniger Text dafür umso mehr eindrucksvolle Bilder. Gestaltet von Greg Hinkle, Jason Latour und Ivan Brandon. Trotz oder vielleicht gerade wegen der niveauvollen künstlerischen Komponente ist es auch so angenehm zu lesen. Man hat zwar als Außenstehender am Anfang etwas mit der Story zu kämpfen, aber man versteht sie trotzdem recht schnell. Ich zum Beispiel hatte am Ende einen kleinen "aha"-Effekt, weil ich verstanden hab wieso Zelda nicht mehr in der Traumwelt wohnt. Das Lesevergnügen wird hier nicht gestört sondern sehr angenehm gestaltet. Find ich gut.

Erhältlich bei: Image Comics für 2,99$
8/10 Pfandflaschen

Bug! The Adventures Of Forager#2

Rausgebracht bei DCs Imprint "Young Animal". Erschaffen von den Allreds: Laure, Lee und Mike.

Die Story dreht sich um einen Superhelden aus unserer Zeit, genannt Bug. Gekleidet in Rot und ausgestattet mit einem Schild, schafft er einen Zeitsprung und landet in einer äußerst verschneiten Gegend die sich Himalaja nennt. Dort trifft er auf "The Losers", eine Gruppe von US-Soldaten und stellt aufgrund ihrer Uniform fest, dass er sich wohl im 2. WK befindet. Mit dabei sind auch die Superhelden Sandman (nein nicht der von Marvel) und Blue Beetle als auch der Sidekick Sandy the Golden Boy. Es stellt sich heraus, dass die Losers auf einer Mission sind. Ein böser Wissenschaftler
hat, weil er auf der Suche nach einem seltenen Metall war das ganze Dorf Nanda Parbat in Geiselhaft genommen. Bug und die Soldaten mitsamt den Superhelden eilen selbstverständlich zur Hilfe.

Irgendwie habe ich mich an den Plot von "Captain America" erinnert gefühlt. Dazu kommt noch die unverkennbare Allred'sche Art zu zeichnen, witzige Dialoge und ein unglaublich sympathischer Titelheld der tatsächlich drauf pfeift ob er zu viel über die Zukunft verrät. Erinnert mich irgendwie auch an Madman, was halt auch von Allred stammt - aber auch nur weil Bug so verrückt rüberkommt. Jedenfalls, klasse ding dieses.

Erhätlich bei: DC für 2,99$
8/10 Pfandflaschen

Darkness Visible#5

Okay, das war jetzt überraschend gut.

"Darkness Visible" spielt auf einer Erde auf welche vor Jahren Dämonen kamen und Menschen gelernt haben mit ihnen zu co-existieren. Achtzig Jahre nach diesem Ereignis ist das Verhältnis zwischen Menschen und Dämonen angespannter denn je. Es kommt sogar zu einer Reihe von Terroranschlägen, verübt von Dämonen auf Menschen. Detective Daniel Aston, der sozusagen als eine Arm des Gesetzes
in diesem Konflikt gewirkt hat wird selbst von einem Dämon besessen. In dieser Ausgabe lernt er Rhak (so heißt sein innerer Dämon) zu bezwingen beziehungsweise mit ihm zu leben. Außerdem wird ihm eine ganze dämonische Unterwelt gezeigt und er erkennt dass seine Sicht der Dinge vielleicht ein wenig zu schwarz/weiß gewesen ist.

Ich glaube, dass es an Buffy/Angel liegt dass ich immer noch so viel mit dem Thema anfangen kann. Neben dem dämonischen Aspekt gefällt mir vor allem wie erfinderisch man bei der Welt der Dämonen ist. Überhaupt zeigt man sich sehr ideenreich und integriert Dämonen in verschiedene Gesellschaftsbereiche. Wahrlich spektakulär, ein Glücksgriff.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: IDW für 3,99$

Jim Butcher's Dresden Files#1

Harry Dresden ist Chicagos #1 was Magie betrifft. Er ist sozusagen der gefragteste "Magician for hire", quasi der Typ der bei der Polizei einschreitet wenn es arg unheimlich wird. Momentan leidet er ziemlich darunter, dass seine Feinde die ihm wichtigen Menschen bedroht haben. Er hat Albträume. So kommt es gelegen, dass einer seiner "Vorgesetzten", der Schamane Listens-To-Wind vorbeikommt und ihm um Hilfe bittet. In Mississippi gab es einen erschreckenden Vorfall bei welchen zwei Erwachsene und zwei Kinder ums Leben kamen. Listens-To-Wind überredet ihn aus seiner Hütte rauszukommen und sich mit ihm dem Fall anzunehmen. Mehr verrate ich nicht.

Der Anfang war schon ziemlich schwer und wirklich obercheesy. Zum Glück hat sich das als Traum herausgestellt, sonst wäre der Comic nicht zu ertragen gewesen. Was danach kam war ein zwar oft gesehener aber dennoch grundsympathischer Charakter und eine simple jedoch angenehm zu lesende Story. Und das wars auch schon. Ich fands nett, aber"nur" nett. Es war jetzt nichts was mich wirklich vom Hocker hauen würde. Schade eigentlich, ich dachte ich hätte hier mit dem Doctor Strange von Dynemite Entertainment zu tun. Soweit ichs aber rausgefunden basiert das hier auf eine Romanreihe!

5,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Dynamite Entertainment für 3,99$

Mittwoch, 24. Mai 2017

Comics Monthly#40

Oh lala. Ein kleines Jubiläum. Diesen Beitrag hier widme ich meinem Comic-Dealer (auch "Comic-Typ" genannt, wer auch immer sich diesen Terminus ausgedacht hat....) der vor kurzem stolzer Papa geworden ist. Möge das Kind ein ebenso großer Nerd werden wie du :)

BubbleGun#1

Okay, was war das eben?

Die Story spielt sich ab in einer weit weit weiiiiiiit entfernten Zukunft des Jahres 2113. Eine Gruppe technik-affiner Teenager (?) die auf Fluggeräten durch die Lüfte reisen, spezialisiert sich in Diebstählen. Diesmal geht es um einen Datenträger mit einem hohen Volumen (wir reden hier von "Petabits"), der für einen neuen Boss gestohlen werden soll. Dieser stellt sich heraus als ein großer Drogendealer der bald sein Imperium ausbauen will.

Hm. Ich habe mich erst gefragt ob das ein Comic für Kinder ist. Es fallen nämlich kaum Schimpfworte, wenn dann werden diese durch Emojis (bspw. den Kacke-Emoji für "shit") ersetzt. Dann kommt aber die doch gar nicht so kindische Story mit den Drogen. Auf mich wirkt der Comic wie eine Art "My Little Pony" auf Acid und in einer sehr merkwürdigen Internet-affinen Szenerie. Am Ende blieb nur ein Fragezeichen in meinem Gesicht. Das ist so, als hätte man mich in eine völlig obskure, bunte Cyber-Welt geworfen. Ich weiß nicht, ich glaub es ist entweder zu hoch oder zu niedrig für mich. Auf jeden Fall steh ich daneben und weiß nicht was ich machen soll :D

4/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Aspen Comics

Simpsons Comics#239

Wow, ich habe schon echt lange keinen Simpsons-Comic geholt. Weder auf Deutsch noch auf Englisch. Außer natürlich die ganzen One-Shots über Professor Frink etc. Die waren nämlich Gold wert.

Long story short: Lisa schreibt an einer Sci-Fi Fan Fiction über Amelia Earhart - in einem Starbuck's-mäßigen Café. Dabei nützt sie scheinbar kostenloses Wi-Fi, was sich jedoch als NICHT kostenfrei herausstellt. Daraufhin verklagt sie das Unternehmen - namens "Brew Ha Ha" was Krusty dem Clown gehört - leider erfolglos. Die Folge: Die Simpsons müssen die Wi-Fi-Kosten abarbeiten, also wird das heißgeliebte Haus der Familie zu einer Filiale umgestaltet und alle werden zu Baristas.
Dabei spielt man auf etliche Klischees an. Beispielsweise gibt es die üblichen Laptop-Schreiber (Comic Buch Typ, Patty und Selma) die an etwas sehr wichtigen und erfolgreichen arbeiten, als auch die Leute die im Barista-Beruf eine Art Erfüllung sehen (Homer).

Alles in allem eine typische, relativ vorhersehbare Simpsons-Geschichte die ordentlich absurd rüberkommt. Am Ende ist übrigens alles beim alten. Ich finde das nicht wirklich schlecht, aber es ist alles andere als ein Masterpiece. Verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso man nichtmal ne Fortsetzungsgeschichte startet oder ein Event dass über mehrere Ausgaben geht. Ich würde irgendwann mit dem Kopf gegen die Wand laufen wenn ich dauernd so Storys schreiben müsste. Trotzdem: Witzig wars.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Bongo Comics

Star Trek: The Next Generation: Mirror Broken#1

Wie ihr vielleicht wisst bin ich nachdem ich alle Star-Trek-Filme gesehen hab zum Fan geworden. Allerdings stehen alle Serien noch aus. Das hier kann man aber sofort lesen ohne sich mit dem Ganzen beschäftigt haben zu müssen.

"Mirror Broken" behandelt ein vollkommen anderes Universum als in den Serien oder der Reboot-Reihe. Es geht um ein "böses" Paralleluniversum, in welchem die Sternenflotte sich zu einer erobernden Macht etabliert hat. Die Ziele dieser sind nicht die Entdeckung neuer Welten sondern die Eroberung dieser als auch Diebstahl fremder Raumschiffe egal ob dabei Todesopfer entstehen. Im
Mittelpunkt der ersten Story steht die Crew der ISS Stargazer mit Captain Jean-Luc Picard an vorderster Front. Die Crew, die ihm untersteht (u.a. mit Data und Jordi LaForge) ist eine zutiefst misstrauische Misanthropen-Bande. Es kommt desöfteren vor, dass verschiedene Mitglieder von anderen abgestochen werden weil man scharf auf den anderen Posten ist. Jedenfalls zerstören sie in dieser Ausgabe ein klingonisch-cassianisches Raumschiff und sind dabei ganz schön stolz drauf.

Okay. Die meisten dürften Picard und Co als äußerst empathische, kluge und besonnene Wesen kennen. Vllt. kennt ihr aber "Sinnlos im Weltraum" - wo das Gegenteil der Fall ist. Ich muss sagen, es erinnert mich an eine äußerst verrohte und heimtückische Variante von SiW. Eine Art abstruses Zerrbild der Wirklichkeit. Die Charaktere handeln völlig egoistisch und sind jeglicher Gewalt gegenüber scheinbar vollkommen abgestumpft. Das ist wirklich ziemlich gruselig, aber macht Bock auf mehr. Und diese witzigen körperlichen Eigenschaften (diese Bärte!!!) die sie als Gegenteil-Charaktere darstellen. Herrlich!

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei IDW

Warhammer 40,000: Dawn Of War#1

Allright, ein weiteres mir unbekanntes Terrain. War leider nie ein großer Fan von Strategiespielen (weder digital noch in Real Life) - hatte schlicht nie die Geduld für. Allerdings begeisterten mich schon immer die Grafiken. Und hiervon findet man jede Menge.

Warhammer 40k spielt in einer verdammt weit entfernten Zukunft in welcher sich die technisch hochentwickelte Menschheit mit anderen Lebewesen um die Vorherrschaft im Universum kämpft.
Die Menschen kämpfen dabei mit Laserkanonen, Äxten und so Kram und sind dabei technisch hochaufgerüstet. Ihre Gegner, die Orcs sind aber auch nicht schlecht aufgestellt. In dieser Story geht es um Chapter Master Gabriel Angelos der mit seinen Space Marines Orcs bekämpft hat. Er ist nun MIA (missing in action) und eine Horde von Space Marine wird rausgeschickt um nach ihm zu suchen.

Ich musste besonders viel lachen als mehrmals dieselbe Situation aufkam: Jemand meinte "Ich mach das schon, ich kann das", dann hieß es "nein! es ist nichts für sie" (oder so), darauf wurde mit einem sehr skeptischen Blick geantwortet. Ansonsten ist der Comic sehr graphisch gehalten. Man hält sich ans Wesentliche und bringt die Story unkompliziert rüber. Als Bonus oben drauf gibt es mächtig viel Geballer und Panels die beinahe louvreesken Gemälden gleichen. Das ist wirklich sehr überzeugend und verdammt gut gemacht. Gar nicht stümperhaft oder so. I like it.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Titan Comics

Dienstag, 7. März 2017

Comic Book Review#282: G.I.Joe : A Real American Hero#231 (2016)

So, jetzt kommt was komplett neues für mich. Ich habe mich bis jetzt sehr wenig bis gar nicht mit G.I.Joe auseinandergesetzt - genauer gesagt hab ich mal die allererste Ausgabe reviewt, was ihr hier nachlesen könnt. Dazwischen liegen also 230 Ausgaben und ich greife wieder zu. Was für ein irrer Move von mir. Tatsächlich aber finde ich das mal wieder so ziemlich gut und lesenswert - sodass ich überlege es mir ins Abo zu packen.

Hier gibt es verschiedene Handlungsstränge die auch irgendwann zusammengeführt werden. Am Anfang kriegen wir mit wie eine Ninja-Frau ein uraltes Schwert aus einen New Yorker Museum stiehlt - und das mitten am Tag. Sie scheint unaufhaltsam und super gewieft zu sein. Gleichzeitig ist aber das G.I.Joe-Mitglied Scarlet in einer Gefängniszelle - sie wurde vom Black Major und seinen Soldaten gefangen genommen und muss sich jetzt mit Ratten die Zelle und das Essen teilen. Doch sie hat schon einen ausgeklügelten Fluchtplan - schließlich sind die Red Shadow (Black Majors Soldaten) dumm
wie Brot. Währenddessen sind andere Joes (wie Shipwreck oder Deepsix) dabei einen Unter-Wasser-Station der Bösewichte von Cobra zu untersuchen. Shipwreck hat dabei die Befürchtung es könnte sich (oh Wunder) um eine Falle handeln.

Da es sich bei G.I.Joe ursprünglich um Actionfiguren handelte, habe ich tatsächlich Actionfiguren vor Augen - als hätte sich jemand einen Plot ausgedacht und ihn mit eben diesen Figuren nachgespielt. Es ist trotzdem ziemlich interessant wie man nicht nur einen sondern mehrere Plots zeigt und parallel abspielen lässt - es ist sogar noch einer zu lesen, den ich jetzt mal nicht erwähnt habe. Gleichzeitig kann ich aber dieses Action-Figuren-Analogie nicht loswerden, weil es verdammt noch mal geheime Agenten mit Codenamen sind die gegen Bösewichte mit Codenamen kämpfen. Das ist so Saturday-Morning-Cartoon-mäßig dass mir das Herz vor Freude hochspringt. Außerdem hat man das Militärsprech zurückgefahren, sodass der "normale" Leser mehr verstehen kann; und natürlich kann man in diesen Comic einsteigen ohne den vorherigen gelesen zu haben. Das vermisse ich manchmal.

Insgesamt: Relativ seriöser militär-undercover-comic mit trash flavour. Oh mein Gott, ich habe mich tatsächlich so ausgedrückt.

8/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 28. Juli 2016

Comics Monthly#31

Dieser Monat bietet uns Comics außerhalb des "regulären" Mainstreamspektrums a lá Marvel/DC. Diesmal geht es um Verlage die nicht allzu sehr in den Medien präsent sind, nämlich: Black Mask (die u.a. für die Liberator Comics verantwortlich sind), Image Comics, IDW als auch Dark Horse.

4 Kids Walk Into A Bank#2

Wurde mir letztens bei meiner monatlichen Lieferung mitgeschickt. Gratis. Da ich von Black Mask Studios bereits die Liberator-Hefte kenne, dachte ich mir eigentlich dass es doch gar nicht mal schlecht sein kann. Das Cover mutete mir an, es wäre eine weitere 80s-Retro-Trash-Serie (sieht nämlich aus wie eine Parodie auf Tron), aber ich habe mich geirrt.

Es geht um die 11-jährige Page und ihre drei Freunde. Pages Vater wurde letztens von einem Haufen Ex-Knackis dazu aufgefordert ein Riesencoup durchzuziehen. Da es sich bei den Verbrechern um völlige Trottel handelt, möchte sie unbedingt ihren Vater da raushalten und beschließt den Bankraub selbst durchzuziehen. Mit Hilfe ihrer Freunde. Zuallererst zocken sie aber in einer Spielhalle, hängen danach in einem Diner rum, wo Paige Stress mit einem Fiesling kriegt der ihre Freunde dumm
anmacht. So verprügelt sie ihm und landet auf der Polizeiwache, wo sie anschließend Informationen über die Verbrecher sucht die ihren Papa bei ihrer Sache dabei haben wollen. Zum Schluß muss sie mit ihren Freunden (wobei einer so ganz klischeemäßig eine bestimmte Rolle in einer Clique vertritt
) einen Plan für den Coup erarbeiten.

Klingt so ganz unspannend, wenn ich das erzähle...ABER es ist viel spannender wenn man den Comic in den Händen hält. Ich habe das Gefühl, das für jede einzelne Sequenz aus diesem...Jugendfilm (so liest sich der Comic nämlich) ein Panel existiert. Es ist nicht so wie in "mainstream"-comics, dass man teilweise EINE große Szene pro Seite hat mit 1000 Sprechblasen. Stattdessen gibt es viel viel mehr Panels die alles sehr viel detaillierter erscheinen lassen. So kommts mir vor als würde ich mehr Content auf wenig Seiten lesen und zwar ohne dass ich mich darin verliere. Ich komme mir vor, als würde ich ein Film gucken. Einen abenteuerlichen, jugendlichen Film mit fähigen Schauspielern.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Tyler Ross, Clare Dezutti, Thomas Mauer, Courtney Menard, Matthew Rosenberg und Tyler Boss
Erhältlich bei: Black Mask Studios für 3,99$

The Fix#2

Ich habe mir diese Ausgabe hier gekrallt, weil sie halbwegs aktuell war und äh weil n Hund auf dem Cover war. Hust. Ich wusste gar nicht worums geht. Umso mehr war ich dann überrascht wie abgefuckt der Comic ist.

Es geht um zwei Polizeiermittler: Roy und Josh. Damit Josh endlich seinen Wunsch erfüllt kriegt (nämlich einen Hund als Partner), schießt ihn Roy in die Hand, damit er anschließend im
Krankenhaus landet. Okay. Außerdem fokussiert sich Roy auf einen Kerl namens Pete Danielson, der ein vorbildlicher Bürger ist. Weil er ihm so nicht ins Bild passt, beschließt er mit seiner Hilfe einen Mordfall aufzulösen, der als unlösbar gilt. Also hängt er ihm den ganzen Mord an.

Das ist so unglaublich krass mit was für einen Grinsen im Gesicht der Kerl diesem anderen Typen das Leben versaut. Oder wie ein anderer mit einem Banjostring seinen Bandkollegen erwürgt nur um danach eine Anzeige aufzugeben die besagt dass ein neuer Banjospieler gesucht wird. Kranker Scheiß. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung was vorher passiert ist, weil es mir hier nicht erklärt wird. Jedenfalls kommt mir der Comic vor wie einer der vielen zynischen, sarkastischen Fernsehserien. Ich rede von Zeug wie Breaking Bad, Dexter und all so was.

9/10 Pfandflaschen
Made by Steve Lieber und Nick Spencer
Erhältlich bei: Image Comics für 3,99$

Ghostbusters International#6

Weil der neue Ghostbusters-Film in aller Munde ist und ich vom Trailer schon mal wenig halte, habe ich beschlossen mich im Franchise umzusehen und das erste Mal seit langem zu einem Comic zuzugreifen.

Diesmal beschränken sich die Ghostbusters nicht auf New York sondern sind international tätig. Neben den üblichen Verdächtigen Peter Venkman, Egon Spengler, Ray Stantz und Winston Zeddemore gehören auch zwei weibliche Charaktere zum Kern des Ghostbusters-Team. Kylie Griffin die nebenbei "Ray's Occult Bookstore" managt und die FBI-Agentin Melanie Ortiz die ab und zu als
Ghostbuster in Erscheinung tritt. Bei ihrem letzten Fall hatten sie's mit einem aggressiven Geist eines französischen Assassisten der alle Kunstwerke im Louvre lebendig gemacht hat. Diesmal befinden sie sich in Puerto Rico wo das Gerücht um einen Geist der Schrecken in einem Sumpf verbreitet die Runde macht. Ortiz, Spengler und Griffin nehmen sich dem Fall an. Es stellt sich heraus, dass der Geist verschiedene Formen annehmen kann und höchstaggressiv ist. Was hat der Geist eines Hundes damit zu tun?

Bunt, spaßig und fast-kindergerecht, wie in einem Saturday-Morning-Cartoon. Fast, weil Schimpfwörter ausgeblendet werden. Ich habe schon lange keinen Ghostbusters-Comic gelesen, wusste daher nicht wie das Franchise weitergedreht wurde. Auch wenn das jetzt n komplett anderes Universum als die Filme und die Zeichentrickserien ist. Jedenfalls hatte ich dabei Spaß wie früher, an einem Samstag-Morgen. Nur das hat das ganze nicht sooo kindisch aufgezogen ist.

8/10 Pfandflaschen
Made by: Erik Burnham und Rachael Stott
Erhältlich bei: IDW für 3,99$

Tomb Raider#5

Die letzte Ausgabe diesen Monat beschäftigt sich mit einem Charakter aus einer Spielereihe mit welcher ich mich NIE beschäftigt habe. Außer als ich 13-14 war und die Filme ins Kino kamen - Lara Croft nämlich.

Die Story dreht sich um eine Pilzeart die irgendwo in einem exotischen Land wächst. 1996 wurde sie von einer Expedition der Pennsylvania University entdeckt. Heutzutage wird sie von einer merkwürdig aussehenden Sekte gesucht weil sie ihnen angeblich ewiges Leben schenkt. Zu diesem Zwecke halten die Sektanten einen der Wissenschaftler die 1996 mit der Entdeckung zu tun hatten gefangen und wollen durch ihn rausfinden wo sich noch mehr von diesen Pilzen befindet. Lara Croft hat ihre Knarren und Pfeil und Bogen dabei und eilt zur Hilfe.

An sich ein ziemlich interessanter Action/Abenteuercomic. Leider ist mir zu wenig Dialog dabei, sodass ich nicht wirklich viel Zeit mit der Ausgabe verbracht habe. Graphisch SEHR anspruchsvoll und detailliert, leider jedoch viel zu kurz sodass ich mir vorkomme als würde ich eine Cutscene aus einem Videospiel angucken.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Mariko Tamaki und Philipp Sevy
Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,99$

Dienstag, 26. Juli 2016

Comic Book Review#255: Luna the Vampire#1 (2016)

Von IDW bin ich entweder absurdesten Scheißdreck gewohnt ooooder sehr gute Lizenzcomics die eure Kindheitsserien durch den Dreck ziehen/noch besser machen. Meines wissens nach ist Luna the Vampire allerdings kein erweitertes Franchise oder so.

Es geht um eine kleine Vampirin die im Weltraum wohnt und so Dinge tut die jede Weltraumvampirin macht. Äh, Party machen, fabulous aussehen und so. Und grimmig gucken. In einer der mehreren Stories, namens "Fat" stellt eine Freundin von ihr (übrigens eine Hexe) fest dass Luna ziemlich fett geworden ist. Im weiteren Verlauf durchläuft sie eine Erdwurm-Diät bei welcher sie nichts anderes als Erde isst. Nur um danach gesagt zu bekommen, dass durchtrainiert sein sowas von von gestern ist und fat jetzt total in ist. Luna wird daraufhin wütend und isst ihre Freundin auf. Haha gespoilert.

Okay. Hätten die Macher von Adventure Time (noch) mehr Drogen zu sich genommen, dann wäre wohl das hier entstanden. Die Gestik und die Mimik erinnern mich tatsächlich sehr an Cartoon Network'sche Zeichentrickserien von früher wie Cow & Chicken oder ebena auch Adventure Time. Auch die immer abgefahrener werdenden Handlungen erinnern mich daran. Sehr kurzweiliger, jedoch spaßiger Comic der leicht subtil auch diverse Gesellschaftskritiken mit sich bringt. Aber nur ein Bisschen. Mal im Ernst - was für ein wahnsinnig lustiger Nonsens!

Story/Art: Yasmin Sheikh
8/10 Pfandflaschen