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Freitag, 27. Juni 2025

So isses, Musik!#192

Eminem Discography: The Death of Slim Shady (Coup de Grâce) (2024)

He's back, back again. Er kommt immer wieder zurück, und zwar dann wenn keiner es erwartet hat. Vor allem ich nicht. "The Death of Slim Shady (Coup de Grâce) ist das zwölfte Album des Detroiter Rappers. Es funktioniert als ein Konzept-Album, dass Eminems Konflikt mit seinem Alter Ego Slim Shady zum Thema hat. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass Em auf Slim Shady in einer Art

Traum im Traum trifft. Thematisiert werden unter anderen Eminems Werdegang als Künstler bzw. die Veränderung der Themen seiner Songs. Slim Shady fungiert hier als eine Art Geist aus der Vergangenheit, der plötzlich wieder aufgetaucht ist und ihn als Geisel genommen hat. So übernimmt er die Kontrolle über das Album und haut absichtlich provokative und diskriminierende Texte gegen Kleinwüchsige und Behinderte raus nur um Eminem zu canceln. Der Konflikt findet vor allem in den Sketches als auch in "Guilty Conscience 2" statt. Hier schafft Eminem es, Slim Shady als Feature Part zu nehmen und mit zwei unterschiedlichen Stimmen zu rappen. Dazu kommen super viele Soundeffekte, Samples von früher als auch Anspielungen auf alte Texte. So wird sowohl in der Single "Houdini" als auch im dazugehörigen Video das Lied "Without Me" parodiert. Es ist einerseits alles beim alten. Eminem disst, beleidigt und das auf kreative Weise. Er struggelt mit inneren Dämonen und featured einen Haufen großartiger Rapper, die ich allesamt nicht kenne: JID, Ez Mil, Big Sean, BabyTron, Dem Jointz, Sly Pyper, White Gold und Jelly Roll. Als auch alte Bekannte/Freunde: Skylar Grey und Bizarre. Natürlich entschuldigt er sich auch bei seinen Kindern, vor allem Haille Jade. Das ist tatsächlich rührend und so, aber hängt mir doch etwas aus dem Hals. Vor allem weil es gleich in zwei Songs passiert. Aber ich kann drüber hinweg sehen, schließlich ist das ein für ihn sehr wichtiges Thema. Es wird auch alles mit einem riesigen Eimer Selbstironie überzogen. Also doch ziemlich ziemlich kreativ, egal was man sonst erwartet hätte. Ein wirklich überraschend gutes Album.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Houdini, GOAT, Guilty Conscience 2, Fuel, Antichrist




Green Day Discography: Saviors (2024)

30 Jahre nach "Dookie" und 20 Jahre nach "American Idiot". Haben Green Day es irgendwie immer noch drauf? Jein.

Ich habe, ehrlich gesagt, nicht viel zu "Saviors" zu sagen. Einfach weil dieses Album schlicht Green Day ist. Sie machen hier das was sie sehr gut können. Nämlich angenehme Gitarrenriffs zu spielen,
mitsingbare Hooks zu singen und wenn es passt etwas balladeskere Songs zu machen. Achja und natürlich die US-Amerikanische Gesellschaft zu kritisieren, wenn auch nicht so politisch wie es manch einer gerne hätte. 

Die Sache ist: Sie können das gut und zum glücklich haben sie sich von dem Stadion-Sound von vor 20 Jahren verabschiedet. Es ist ein stinknormales, pop-punkiges Rock Album. Mehr allerdings auch nicht. Es bleibt, bis auf ein paar Songs, nicht wirklich was hängen. Es ist in Ordnung, aber ich fühle mich einfach nicht wirklich mitgerissen. Ich habe auch beschlossen, dass das hier das letzte GD-Album ist, dass auf diesem Blog reviewt wurde.

Anspieltipps: Coma City, 1981
5/10 Pfandflaschen



Samstag, 10. Oktober 2020

So isses, Musik!#109


Allrighty then! Ihr wisst langsam wie das funktioniert. Hier gehts zum Video von Raphael der die ersten zehn Plätze reviewt hat und dann gehts weiter in Schriftformat. 

46. Deftones - Around The Fur (1997)

Falls ihr euch zufälligerweise für das erste Album von Deftones, "Adrenaline" interessiert so klickt hier. 

Der Titel ist etwas irreführend, vor allem mit dem Albumcover. Nach Aussage von Sänger Chino Moreno geht es darum, dass die Haut unter dem Pelz hässlich sei während der Pelz an sich jedoch schön ist. Es sei wohl eine Metapher auf oberflächliche Menschen.

"Around The Fur" ist weniger "ballernd", weniger hardcore punk, dafür jedoch wesentlich strukturierter und organisierter. Es ist diese Mischung aus Chino Morenos sanfter, manchmal flüsternder oder verzerrter Stimme und den monotonen Gitarrenriffs von Stephen Carpenter. Zwischendurch kommen aber seine "kontrollierten Ausraster", dicht gefolgt von einem Flüstern (wie in "Rickets" bspw.). Sie wollten zwar nie in dieser Schublade sein, aber "Around The Fur" ist tatsächlich ziemlicher Nu Metal. Es folgt nämlich einer der typischen Strukturen des Genres: Sanfter Gesang gepaart mit Ausrastern und manchmal auch gesprochenen Passagen, relativ simple Riffs und Songtexten über Depression und Schuld.

Wie so etliche Alben von Deftones: Ein definites Meisterwerk, welches auch so einigen guten Singles die Heimat war. Da Nu Metal inzwischen über 20 Jahre alt ist, darf ich behaupten, dass dieses Album zu den Klassikern gehört. Ich bin (fast) der Meinung, dass Deftones eigentlich (fast) immer gehen.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Be Quiet And Drive (Far Away), Headup (ft. Max Cavalera), My Own Summer (Shove It), Mascara, Ihabia

Falls ihr euch für andere Deftones-Reviews interessiert: White Pony und Diamond Eyes




45. Faith No More - King For A Day/Fool For A Lifetime (1995)

Ihr kennt das Spiel: Hier gehts zum Review. Leider fand sich niemand anders der für dieses Album ein "Alternativ"-Review schreiben wollte.

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Blink-182 Discography: California (2016)

Erstes Album ohne Tom DeLonge. An seiner Stelle tritt nun Matt Skiba, seines Zeichens Sänger von Alkaline Trio. Ich bin mittlerweile ein kleiner Fan dieser Band und ich mag sein Gesangsstil. Allerdings ist er hier absolut fehl am Platz. Überhaupt ist dieses Album einfach fehl am Platz.


Doch das positive zuerst: Es gibt hier Songs, die tatsächlich ziemlich schön sind und melancholisch rüberkommen. Wie der Titeltrack oder "Los Angeles". Wenn Matt Skiba am Leadgesang ist, dann passt es auch tatsächlich. Ansonsten kann ich nicht unbedingt viel Positives über dieses Album sagen. Skibas Gesang an sich gefällt mir zwar, aber es fehlt das Gegengewicht zu Mark Hoppus. Und dieses Gegengewicht war immer Tom DeLonge. Früher hatte er eine snotty Stimme, später eine eher melancholische. Jetzt ist es Skiba, der den melancholischen Part erfüllt, allerdings klingt er teilweise so als würde er mit Autotune aufgepeppt werden. Dazu kommt noch, dass alles mega sauber produziert klingt und einfach als hätte man jeden Song mit ner Schablone ausgestanzt. Oben drauf ist auch noch die Tatsache, dass dieser Toilettenhumor wieder zurückgekehrt ist, jetzt wo Mark Hoppus das einzige Originalmitglied ist. Es war witzig mit Anfang/Mitte 20. Mit Anfang 40 ist es nicht mehr witzig.

Ich habe es mir sehr schwer getan, dieses Album zu genießen. Ich habs versucht, aber ich kanns irgendwie nicht.
Anspieltipps: California, Los Angeles
4/10 Pfandflaschen



Green Day Discography: Father Of All Motherfuckers (2020)

Das dreizehnte und bis dato aktuellste Album von Green Day markiert einen absoluten Stilwechsel. Nunja, das ist nicht ganz der Wahrheit entsprechend, schließlich haben sie sich schon mal an einem ähnlichen Stil versucht. Man kehrt poppigen Punkrock, den man auf "Revolution Radio" wieder hat aufleben lassen, den Rücken zu und orientiert sich nun an Garage Rock und Glam. Es ist insgesamt auch das kürzeste Album der Band. Nicht mal eine halbe Stunde lang. Das stört mich aber tatsächlich nicht. 

Ich fürchte, dass wenn es länger wäre dann ein Haufen Filler Songs das Album zumüllen würden. Stattdessen gibt es hier kaum Material für die Mülltonne. Fast nur Ohrwürmer und Hits. Poppiger, an Garagensound der 60er orientierter Rock. Viel "oh oh oh", "papadapa" und "shalalala" im Hintergrund, beispielsweise in der Single "Meet Me On The Roof Tonight". Alles Lieder die in irgendwelchen Werbungen hätten laufen können. Die Songs tragen Namen die, meiner Meinung nach eher Demosongs gehören sollten, wie "Oh yeah!" oder "I Was A Teenage Teenager". Wie auf nicht wenigen Alben der Band gibt es hier auch ein Konzept. Es geht insgesamt, laut Eigenaussage um das "Leben und den Tod der Party". Das trifft auch tatsächlich zu, es geht in den Texten um das Zelebrieren des Lebens, zum Großteil. "Father of All Motherfuckers" geht sehr nach vorne und wird aufgrund seiner kurzen Laufzeit auch nicht langweilig. Ich hätte nicht gedacht, dass sie GD es noch mal reißen werden, aber sie tun's. Was für eine positive Überraschung!

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Stab You In The Heart, Oh Yeah!, I Was A Teenage Teenager, Meet Me On The Roof Tonight, Sugar Youth





Mittwoch, 27. Dezember 2017

So isses, Musik!#44

UNTERGANG Festival am 15.12.2017 im AZ Mülheim

Ich war so doof. Hab mir ersten Tag keine zweite Karte für den zweiten Tag geholt, weil ich dachte "Pff ich krieg das irgendwie hin". Aber ätsch, am zweiten Abend wars ausverkauft. Naja.

Als ich am ersten Abend gegen 23:00 die Räume des AZ Mülheim betreten hab haben grade FRONTEX angefangen zu spielen. Deutschpunk, der aus Parolen und Feindbildern bestand. Der Sänger hat sogar die Ansagen mit seiner Gesangsstimme gemacht, wow. Die haben sich wirklich Song für Song "abgearbeitet", das war nicht schön. Etwas schön waren natürlich die Shitlers die danach als letzte dran waren. Was folgte war ein ellenlanger "Soundcheck" gefüllt mit Ansagen wie "Kann einer von 'When I Come Around' von Green Day?" und "Das war jetzt richtig gut" als auch "Hat einer noch n Schlagzeustick? Wir brauchen unbedingt zwei? Sonst muss ich noch mal zum Auto". Und natürlich Flaschenwürfen, Interaktion mit dem Publikum und einem großen Tafel-Geodreieck. Achja, es wurden auch Schlagzeugteile aufs Publikum geworfen. Im Endeffekt spielten sie 3-4 Songs. Irgendwann hab ich auch gemerkt, dass die ganze Band ausgetauscht wurde und irgendwelche Leute ne geile Jam spielten. War auch wirklich ganz geil. Zum Schluß spielte so n langhaariger Bombenleger so lange Gitarre bis der Set vom DJ der Aftershowparty aufgebaut wurde. Der arme wirkte übrigens ziemlich eingeschüchtert. lel.




Ich habe zu Weihnachten dieses wunderbare Stück Vinyl geschenkt bekommen. Sehr passend zum heutigen Zeitalter, gewürzt mit Deutschpunkrhythmen der Vergangenheit. Danke Phil und Kat :3



Hört mal rein!

Green Day Discography: Revolution Radio (2016)

Awkay, wir sind am Ende angekommen. Es ist das zwölfte Studioalbum von Green Day die diesmal wieder als Trio auftreten. Für die drei 2012er Alben sprang Jason White als konstantes Bandmitglied und Zweitgitarrist ein.

Es fühlt sich an als würden Green Day wieder was sagen wollen. Es war das Jahr 2016, das Jahr in welchen Donald J. Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. Fast so als ob sie die Gelegenheit sahen endlich wieder ein politisches Album rauszubringen hauten sie nun also "Revolution Radio" raus. Es ist wie beim Titel schon erwartet ein durchaus punkiges, schnelles und sozialkritisches Album. Beispielsweise bezieht sich "Bang Bang" auf die Sensationslust der US-Medien hinsichtlich der Amokläufe.

"Revolution Radio" schafft es beinahe qualitätstechnisch an "Dookie" anzuknüpfen, bleibt aber trotzdem relativ bodenständig und entspannt. Definitiv nicht so überambitioniert wie diese merkwürdige Album-Trilogie oder ein weiteres Konzeptalbum. Aber so ganz konnten sie es natürlich nicht lassen: "Forever Now" ist fast sieben Minuten lang und in paar Kapitel unterteilt. Insgesamt: Endlich mal ein gutes Green Day Album!

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Bang Bang, Revolution Radio, Youngblood


KoRn Discography: The Serenity Of Suffering (2016)

Yeah, bis jetzt das neueste Album von KoRn. Das Album womit sie 2017 auch auf Tour in Deutschland/Europa waren. Ich habe Gewiss nichts zu meckern, definitiv nicht. KoRn versuchen sich mal wieder an ihren besten Zeiten: Issues/Untouchables (wobei ich das zweite Album immer noch kritisch sehe) - übertragen in die Gegenwart. Definitiv härter als der Vorgänger "The Paradigm Shift".
Stilistisch gesehen immer noch genauso düster. Herrgott, auf dem Cover ist mal wieder ein Kind als auch der zerfetzte Teddybär von "Issues" zu sehen. Irgendwie schaffen sie es sich frisch und interessant zu halten und das obwohl sie ihr Grundgerüst nur minimal verändern. Aber das zeugt davon dass sie es immer noch können, finde ich.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltips: A Different World (mit Corey Taylor von Slipknot), Black Is The Soul, Rotting In Vain, Next In Line


System Of A Down Discography: Mezmerize (2005)

Mein Lieblingsalbum von SOAD. Es ist das erste von zwei Alben die 2005 erschienen. Kurze Zeit später kam der zweite Teil namens "Hypnotize" raus. Dieses Album bot ähnlichen Sound und eigentlich wollte ich beide Alben eben deshalb in ein Review quetschen, aber naja irgendwie klappte
das nicht.

"Mezmerize" ist etwas komplett anderes. SOAD waren mit "Steal This Album!" halt tatsächlich noch mit einem Fuß im New Metal Grab. Das ist jetzt nicht falsch zu verstehen, sie waren immer abwechslungsreich jedoch waren die ersten drei Alben grob einer Stilrichtung zuzuordnen. Hier kommen sie endgültig aus sich heraus und präsentieren uns ein hervorragendes, diverses Album. Man hört nicht nur Einflüsse aus armenischer Volksmusik sondern auch Polka-Anleihen, 80s Sound, Punkrock und Computereffekte. Auch was Dadaismus betrifft geht man in die Höhen. "This Cocaine Makes Me Feel Like I'm On This Song" ist nicht nur ein geiler Songtitel, auch der Text der Sachen wie "Gonorhea Gorgonzola Gonorhea Gorgonzola" aussagt brennt sich tief ins Hirn. Überhaupt ist hier kaum ein Song besonders sperrig. Es gibt fast nur Ohrwürmer und richtige Headbanger.

Anspieltipps: Old School Hollywood, Vicinity of Obscenity, BYOB, Cigaro,
8,5/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 21. Dezember 2017

So isses, Musik!#43

HAMMERHEAD + ABRISS am 01.12.2017 im Rekorder, Dortmund

(jaja ich geb dir dein Geld für die Karten noch :P)
Voll geil, nicht nur eine sondern zwei Karten für Hammerhead zu haben. Da kann man gleich den Heiko einpacken (mit dem man schön mit den Ringen klackern kann lel).

Wie es auf der Karte hieß: Erst Einlass, dann Abriss. Abriss waren auch tatsächlich gut. Deutschpunk
marke "DEUTSCHPUNK, IHR WICHSER". Schnell, provokativ und rotzig. Klang auch nicht so wie eine typische ironische Studentenband oder irgendein von Ratte und Kotze gegründetes NIX-GUT-Coverkombinat. Richtig gut, bitte weiter machen.

Ich habe übrigens festgestellt. dass ich Hammerhead das letzte Mal am 6.12.2009 in München gesehen hab. Nun war es wieder an der Zeit: Acht Jahre später im ungefähr selben Zeitraum. Und es hat sich nichts verändert. Kaum die ersten Takte gespielt, hieß es: "So das wars für Heute, wir waren Hammerhead, danke dass ihr da wart. Aber wir spielen noch ne Zugabe." "Asihochhaus", "Ich sauf allein", "Handgranate", dieses großartige Cro-Mags-Cover von "Hard Times". Nichts hat gefehlt. Mit ungefähr 100+ Leuten in diesem kleinen, engen Keller. Tobias Scheiße wie immer am Weisheiten verteilen "Ja woll, Schalke, woll, Ruhrgebiet, wir komm' alle ausm Ruhrgebiet, ihr sterbt alle an der Leberzerrhose" (oder so). Es war ein wunderbares, kaputtes, familiäres, Trollevent. Ich liebe es, wenn die Band ihr Publikum aufs Korn nimmt. Danke für all die Jahr positive/negative Beeinflussung. Ihr gehört neben Misfits, Amen81 und Yacöpsae zu DEN Bands die meinen Musikgeschmack nachhaltig beeinflusst haben.


ОСТБЛОК: Dolphin

Ostblock hatten wir schon lange nicht mehr. Okay. Andrey Lysikov ist in Russland besser bekannt als
Dolphin. Er war früher Mitglied der skandalösen Rapgruppe "Malchyshnik" (Bachelor Party), die zuerst recht harmlosen Pop gemacht hat, nach seinem Beitritt aber sich zu sowas wie den post-sowjetischen Trailerpark gemausert hat. Na gut vllt nicht ganz so krass, aber auf jeden fall sehr provokativ und pausenlos auf Sex bezogen. Irgendwann löste die Gruppe sich aber auf und die einzelnen Mitglieder konzertrierten sich auf andere Musik. Solo hört sich Dolphin komplett anders an: Eine Mischung aus Oldschool Rapcore, Triphop und trauriger melancholischer Musik. Meine Lieblingssongs sind "Dealer" (geht um Dealer lol), "Ja budu zhyt'"("Ich werde leben") und "Vesna"("Frühling). Der Videoclip zum letzteren ist garniert mit Bildern der 1980er Olympiade in Moskau. Er besitzt eine dieser Stimmen die mich ganz krass melancholisch werden lässt. Ich liebe seine Musik.



Green Day Discography: iTré! (2012)

Puh, endlich ist das hier zu Ende. Ich mein damit diese Trilogie. iUno! fand ich ja noch relativ gut, iDos! eher schwächer und das nach dem Drummer Tré Cool benannte Drittwerk iTré! hat es bei mir am schwersten gehabt. Diesmal haben wir es weder mit Pop-Punk noch mit Garage Rock zu tun. Stattdessen liefern GD Sound der perfekt in riesige Stadien passt. Richtig viel "Gefühl" und noch mehr Pathos. Ellenlange Passagen. Es ist schwer, es ist echt schwer aber ich sags: Ich kann diesem Ding hier so gut wie nichts abgewinnen. "99 Revolutions" finde ich noch ganz okay. Aber sonst ist das voll mit pathetischen Dreck und uninspiriert wirkenden Scheiß. Es ist so dermaßen langweilig. Geht einfach gar nicht.

2,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: 99 Revolutions



KoRn Discography: The Paradigm Shift (2013)

Erstes Album mit Brian "Head" Welch, seit "Take A Look In The Mirror". Elftes Album insgesamt.

Diesmal lassen KoRn die Experimente größtenteils sein und konzentrieren sich eher auf ihren "alten"
Sound. Wobei ne, das ist schon wieder gelogen. Viel mehr hört sich das Album nach KoRn aus der Zeit von "Issues" und "Untouchables" mit gewissen "übriggebliebenen" Dubstep und Electro-Elementen. Mal wird es typisch "KoRnig" - mit diesen ganzen dreckigen und stumpfen Riffs, mal ist der Sound so ungewohnt sauber und glattgeschliffen. Aber irgendwie passt es verdammt gut zu ihnen. Nicht zu stumpf, nicht zu glatt. Mein heimlicher Favorit ist übrigens "Never Never" weil es sich anhört als hätten sich für den Refrain sich an Type O Negative bedient. Bestform.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Never Never, Spike In My Vain, Prey for Me, Love and Meth



System Of A Down Discography: Steal This Album! (2003)

Ich besitze "Steal This Album!" als auf dem Russenmarkt erworbene Kopie. Und ich muss sagen, da hat sich jemand bei der Gestaltung entweder viel zu viel Mühe gegeben oder hat gar nicht mitgedacht. Das Albumcover soll nach einer Raubkopie aussehen! Wofür packst du Underground-Pirat denn bitte Bilder von Bandmitgliedern rein? Banause!

"Steal This Album!" versteht sich als Fortführung von "Toxicity" - es wurde veröffentlicht damit Platz für neue Songs da ist. Für "Toxicity" wurden nämlich 33 Songs geschrieben... Eigentlich sollte es keine B-Seiten-Sammlung sein, aber naja irgendwie ist sie es doch. Allerdings eine verdammt gute. Hier zeigen sich SOAD viel öfter von ihrer humorvollen und nicht nur von der sozialkritischen. Ich meine, es kann natürlich sein hinter diesen Songs tiefere Botschaften stehen aber ich kann über "Fuck The System", "I-E-A-I-A-I-O" oder "Chic'N'Stu"(Pepperoni and green peppers, mushrooms, olives, chives!) nur herzhaft lachen. Das ist so lo-fi aber doch so großartig. Einfach herrlich!

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Boom!, Chic'N'Stu, I-E-A-I-A-I-O, Nüguns, Innermission, Fuck The System

Mittwoch, 15. November 2017

So isses, Musik!#42

Bin ich faul oder bin ich richtig faul? Nunja, eigentlich habe ich gesagt, dass das hier der Beitrag mit mehr Text wird. Eigentlich wollte ich hier noch mal die Subrubrik "Ostblock" unterbringen (die mit den osteuropäischen Bands) und eigentlich wollte ich noch über ein Konzert schreiben, dass ich Anfang des Monats besucht hab. Aber das kann natürlich zu "Happenings des Monats" geschoben werden. Stattdessen kommen jetzt ein paar musikalische Sachen, die ich gerne genieße und die üblichen Discographys. Viel Spaß.


Nach all den Jahren immer noch großartig.


Worauf ich besonders hängen geblieben sind diese "Best of Retro Electro/Synthwave"-Compilations. Der Hammer!




Uralte Faith No More Videos :3


Mobys Cover von "That's When I Reach For My Revolver" (Im Original von Mission of Burma)


Green Day Discography: iDos!(2012)

"iDos!" ist das zweite von drei 2012er Alben von Green Day. Wo sich "iUno!" noch irgendwie an den Wurzeln der Band orientiert hat bzw. an unkomplizierte Pop-Punk ist bei "iDos!" so gut wie nichts
mehr von zu hören. Aber keine Angst, es ist kein komisches Stadion-Pop-Punk-Album und auch kein Konzeptalbum. Stattdessen spielen Green Day hier Garage Rock bzw. orientieren sich an diesem Sound. Genauso unkompliziert wie der Vorgänger, jedoch mehr rocknrollig als poppunkig. Lol, das
ich das mal sage. Es finden sich definitiv einige gute Sachen hier drauf. Songs mit Ohrwurmcharakter, mit einprägsamen Melodien. Der einzige der mir aber definitiv in Erinnerung geblieben ist heißt "Nightlife" und das auch nur weil er im Gegensatz zu den anderen Song einen innovativen Ansatz zeigt. Ganz so schlecht finde ich das Album nun nicht, jedoch ein besonderer Kracher ist es auch nicht. Es ist zwar schön, dass sie immer wieder versuchen irgendwas neues zu machen. Aber irgendwie geligt es hier nicht wirklich.

5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Nightlife



KoRn Discography: The Path Of Totality (2011)

Zehntes Album von KoRn. Und gleichzeitig das erste von KoRn und Skrillex, Kill The Noise, Feed Me, 12th Planet, Flinch, Datsik, Downlink und Excision. Außer Skrillex alles Namen die mir nichts sagen. Dieses Mal begab sich die Band auf einen äußerst experimentellen Faden. Man arbeitet hier
ausschließlich Dubstep-DJs/Künstlern zusammen. So entsteht ein äußerst innovativer Sound. Zwar sind immer noch irgendwo die typischen KoRn-Riffs zu hören, als auch der Dudelsack und Jonathan Davis holt auch sein berühmtes Scatting raus - allerdings ist das nicht zu vergleichen mit den Vorgängern. Die ganzen durchgeknallten Dubstep-Beats fusionieren einfach perfekt mit Davis' Stimme. Es ist ein Wunder. Ich hätte vorher nie gedacht, dass KoRn ein "reines" Elektro-Album rausbringen könnten. Weg vom Oldschool-Sound, weg vom Metal. Wirklich ganz große Klasse, und das sage ich als jemand der Dubstep wirklich nichts abgewinnen kann...

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Chaos Lives In Everything, Narcissistic Cannibal, Get Up!, Way Too Far



System Of A Down Discography: Toxicity (2001)

"Toxicity" ist eines meiner Lieblingsalben. Hab es damals beinahe sofort geholt nachdem die Band in die Heavy Rotation mit "Chop Suey!" geraten ist. Damals erschienen sie mir sehr exrem, im Gegensatz zu dem Zeug das ich damals gehört habe. Heute lese ich irgendwelche alten Reviews von damals und stelle fest dass sie von manchen Kritikern als beliebig und harmlos hingestellt werden. Als "eine Band die niemanden wehtun". Nun, ich sehe sie definitiv nicht mehr als "extrem" im Sinne von "extreme Metal". Allerdings halte ich das Album nach wie vor für sehr innovativ.
Musiktechnisch eher nicht. Es ist viel eher der Mix aus 08/15 Metal-Riffs mit völlig abgefahrenen Texten die sich im nachhinein als sehr metaphorisch und bedeutungsschwanger herausstellen. Beispielsweise handelt "X" von der Überbevölkerung der Welt, "Deer Dance" von Polizeigewalt, "Bounce" von Gruppensex und "Chop Suey" geht laut Daron Malakian um die Betrachtung von verstorbenen Menschen, je nach Todesart. So werden Drogentote anders betrachtet als zum Beispiel Opfer von tragischen Unfällen. Warum auch immer das Lied nun "Chop Suey!" heißt weiß ich immer noch nicht - jedenfalls ist es eines der meist erkennbarsten Songs. Und auch eines der meistparodierten. Und nun nehme ich mir eine Bürste und trage Make-Up auf.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Toxicity, Science, Chop Suey!, X, Shimmy, Aerials, Bounce, Psycho

Donnerstag, 9. November 2017

So isses, Musik!#41

Diese Ausgabe ist der Beitrag mit verhältnismäßig wenig Text.

EGOTRONIC am 02.11.2017 im Cairo, Würzburg

Wie? Schon wieder Egotronic? Ernsthaft?

Nagut, auch wenn das letzte Konzerte bei mir nicht mal zwei Monate her ist, musste ich irgendwie hin. Schließlich tauchten immer noch ein paar dieser Leute auf die ich aller höchstens ein Mal im Jahr sehe usw. usf. Zugegebenermaßen interessierten mich Egotronic diesmal eher weniger, aber anhören konnte man sich das Ganze natürlich trotzdem. Die Bude war gerammelt voll. Ich war zu
faul meine Jacke auszuziehen und an den propevollen Kleiderständer zu hängen, also stand ich samt Bomberjacke erstmal in diesr Sauna rum. Bis ich mich entschloß dann doch vor der offenen Tür zu warten um mir alles von weiter weg anzugucken. Witzig, wie Torsun jedesmal in "Die richtige Einstellung" aus "Treff' nette Leute hier und wir trinken Bier" ein "Treff nette Leute hier in (Stadt einfüen) und wir trinken Bier" macht. Diesmal hatte er sogar tatsächlich recht. Lange nicht mehr so glücklich gefühlt wie in meinem Urlaub :3



Green Day Discography: iUno! (2012)

"iUno!" (ich hab kein Schimmer wie man die lateinischen umgedrehten Ausrufezeichen macht) ist das erste von drei Alben die Green Day im Jahre 2012 rausgebracht haben. Die beiden Nachfolger heißen selbstverständlich "iDos!" und "iTré!"(bezogen auf den Drummer der Band). Ich habe von meinen guten Freund Phil Th. Pig eine Warnung bekommen, dass "21st Century Breakdown" und "Unodostre!" fol di schaise sind. 21st Century Breakdown hat das leider erfüllt. Dieses Album hier finde ich aber überraschend gut. Es lässt mich zwar auch wieder dran denken, dass die Herren sich
gedacht haben "los las mal wieder n Konzept machen, ist voll innovativ!". ABER der Sound ist überraschend erfrischend, wirkt auf mich so gar nicht stadionmäßig sondern eher ziemlich pop-punkig, so wie Green Day eben früher auch waren. Sozialkritisch wie immer, allerdings nicht übertrieben politisch. Außerdem stimmt die Anzahl der Songs einfach: 12 Tracks. Nicht 18-19. Das Album ist kein fetter Brocken von einer Band deren Zenith längst überschritten ist sondern eher eine Art Neuanfang. Gefällt mir. Mal sehen was danach kommt.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Nuclear Family, Carpe Diem


KoRn Discography: Korn III: Remember Who You Are (2010)

Das Album heißt so, weil es an die Wurzeln der Band erinnert. Und vielleicht auch weil es sozusagen das dritte selbstbetitelte ist, nach dem namenlosen Vorgänger und dem Debüt von 1994. Produziert wurde es wieder von Ross Robinson. Man verzichtete weitestgehend auf ProTools und irgendwelche schnieken Effekte. Es ist tatsächlich als wären KoRn wieder am Anfang der 90er Jahre. Allerdings
haben sie bessere Songwriting-Skills als damals, bessere technische Möglichkeiten und können auch mehr an ihren Instrumenten. Es ist roh. Sehr roh. Es gibt hier keine Industrial-Einflüsse, kaum Keyboards oder so. Lyrisch zieht man sich allerdings nicht zurück in die Themen der Anfangszeit sondern äußert sich auch religionskritisch. Ich finde nicht, dass es das beste Album der Band ist, es ist auch definitiv keins was ich in die Top 3 packen würde. Es ist allerdings ziemlich solide und beweist mal wieder wie experimentierfreudig sie sind. So wie das nächste Album. Da wirds nämlich richtig bunt. Aber wartets mal ab.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Oildale (Leave Me Alone), The Past, Are You Ready To Live?



System Of A Down Discography: dto. (1998)

Fun Fact: Das Photo basiert auf einen Wahlkampfplakat der KPD von John Heartfield aus dem Jahre 1928.

Yo, ich wollte das schon lange machen. Wie so vieles hier. Jetzt isses so weit. Die recht kurze Discography von SOAD wird hier verwurstet. Ich bin nicht der einzige, der so denkt ABER ich möchte das an dieser Stelle mal aussagen: System Of A Down sind eine Metalband für die Leute, die eigentlich kein Metal mögen. Natürlich haben sie von der damals aufkeimenden Welle des New Metals profitiert. Sie waren in allen möglichen Szenezeitschriften und haben eine internationale
Fanbase. Aber ihre Musik geht weit über die Grenzen des Genres hinaus, sodass man sie eigentlich auch schlecht kategoriseren kann. Auf ihren Erstling vereinen sie Einflüsse aus Metal, Hardcore Punk, Jazz, HipHop, Ska uvm. Das sind alles Sachen die eigentlch gar nicht zusammen gehören - dadurch dass aber ein WTF-Moment entsteht funktoniert das aber irgendwie. Die Riffs shredden, die Rhytmussektion (Shavo und John) ist ordentlich zugange, Serj Tankian und Daron Malakian schreien "DIIIIEEEE LIKE A MUTHA FUCKA!". Was zur Hölle ist das? Was tue ich mir da an? I wanna fuck my way through the garden, cause everyone needs a mother.....FUCKER!? Und was sind diese Kombucha Mushroom People die den ganzen Tag rumsitzen. Ordentlich dadaistisch ist das also auch noch. Es ist aber noch nicht alles. Es wird noch abgedrehter, das verspreche ich euch. Hier ist die Band noch in ihren Kinderschuhen.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Sugar, P.L.U.C.K., Spiders



Mittwoch, 25. Oktober 2017

That's right, music!!#40 (english)

Allrighty then, folks. This one's will be a lil' bit bigger then the other one.

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6th of October, 2017: The AZ Mülheim Birthday Party, part 1 with Fliehende Stürme

So what's the best thing against heartbreak? I mean other than hanging alone at home and listening to depressing music? Trying to go out and hang out with new people! So I did.

On the 6th and the 7th of October the Mülheim Autonomous Youth Centre celebrated its 20th birthday. I came by just to meet my new online friend Jakub, talk with him about our polish ancestry and see the mighty Fliehende Stürme (pronounced Flee-end-eh Stoormeh). The FS are a legend in the german punk scene. Formerly known as ChaosZ (and as a typical punk band), they changed their sound and their name back in the days. Nowadays they are known for beautifully depressing music. Kind of goth, kind of punk. An awesome mixture of both. But that's not the important fact about that evening. Together with Annike (greetz!) we spontaneously decided to form a band. I mean, I can't play an instrument and all but what the fuck. Let's see what the future brings. It was a really beautiful evening, filled with joy in times of sadness. Thank you all for that



14th of October, 2017: Arkangel in Jugendzentrum St. Peter, Duisburg

What's also good and maybe even better? Meeting familiar friends who travel 800 kilometers to see one band. The blasphemous Arkangel from Belgium played in Duisburg. Everyone was so excited to them. Even bets were placed if they would even show up because Arkangel are known for cancelling shows. However, 25 € for a bunch of unknown (for me) bands... Meh. But fuck it. Arkangel were
awesome. They ripped the house apart. Some people damaged themselves pretty hard. Broken noses and all that. It was one of the most antisocial shows I have ever seen. "Beautiful" destruction. Thanks to Phil and Kat for showing up and spending time with me. Hugs.



20th of October, 2017: King Dude, The Ruins of Beverast and (dolch) in Turok, Essen

I think that was one of my first live encounters with that kind of music. Showed up pretty late. Poor
Jakub was waiting way too long. Anyways, we got in and I saw one of the most majestic and smooth metal acts of this time: (dolch). It's hard do describe, but I try it. Non-violent, but kicking ass doom-ish whatever kind of metal. Spooky and mesmerizing. Usually I'm getting tired of listening to such bands live, but I got absolutely hypnotized by their apperance. The Ruins of Beverast were also kind of hypnotic except that they were way more uhm brutal and black metal-esqe. King Dude, however was something completely different. Kind of dark folk and country. King Dude himself (I mean the guy on the guitar and lead vocals) was maybe the coolest dude on the planet. At least in the moment when someone from the crowd compared him to Chelsea Wolfe: "Fuck off motherfucker, she's her own person!". Just brilliant.







Green Day Discography: 21st Century Breakdown (2009)

Aight, here it goes. The album I was warned about. "21st Century Breakdown" came out five years after "American Idiot", after Green Day became even more popular than in the 90s. I'm talking "Stadium Rockstar"-popular. Like its predecessor it's also a Rock Opera in three acts. Which would be "Heroes and Cons", "Charlatans and Saints" and "Horseshoes and Handgrenades". They tell a
story about a young couple called Gloria and Christian who live in a modern day USA. It is bound with all the insecurities which came with the end of the Bush era. I know it may sound a lil' bit harsh but it seems that Green Day realised that a concept album turns out great so why not make another one? And another one.... The next three albums came out all in one year... Anyway "21st Century Breakdown" is so bland, so toothless to me that there almost none songs who keep hanging in my head. Well yeah okay there is "21 guns" but it's too damn awful. Actually I do not have anything against soft pop songs but this here is just way too much bubblegum. Just no. Still, there are a couple enjoyable ones, of course. But all in all: Hell no.

5/10 deposit bottles
songs you should check out: iViva La Gloria!, Last Of The American Girls



KoRn Discography: Untitled (2007)

KoRns eighth studo album. Initially left without a title so the fans can name it whatever they want. I mostly call it "KoRn (2007)" or just simply "KoRn 2" (because of the follow up album).

After the experiment called "See You From The Other Side" (2005), KoRn stepped back to their roots. There are still some Industrial influences, and the album sounds still "softer" than for example
"Take A Look In The Mirror". I think it's kind of a balancing act between older sounds and a more mainstream sound. It seems like a better sequel to "Untouchables" (2002).

I like it very much, but to be honest I do not think that it's groundbreaking. It's just another KoRn album, well produced, made with heart and passion. Still, very refreshing to see that the band still likes to try things out. Just like "See You On The Other Side", it deals with different topics other than "the pain inside", "my mind", "going insane" and blah. BTW the first album without long time drummer David Silveria.

7/10 deposit bottles
songs you should check out: Hold On, Bitch We Got A Problem, Evolution



Ministry Discography: From Beer To Eternity (2013)

Thirteenth album by Ministry. Out of their recent output it is one of their best albums. Released after a very fruitful session with late guitarrist Mike Scaccia. Lyrically it deals with the topics that Ministry always had dealt with. Politics, corruption, drugs. This time we even have a song about "legal drugs" and the side effects they cause.

To me, "From Beer To Eternity" sounds more like old school Ministry, but it stays in the same thrashy area just as "Houses of the Molé". There are those echo-effects, lots and lots of samples, electronic sounds but the same amount of thrash metal. This time, the sounds seem to be more "focused". The album is not a mindless thrasher which was made only to be "brutal". I pretty much like it. There are some very cringy moments though. For example the whole song "Side F-X" which is made out of various samples and disturbing cuts. And, shit I think I sense a bit of dubstep there.

All in all, a good way to end a discography.
7/10 deposit bottles
songs you should check out: Punch In The Face, PermaWar, Thanx but no thanx, Hail To His Majesty

Mittwoch, 18. Oktober 2017

That's right, music!#39 (English)

This issue of "That's right, music!" is of lesser content. The issue with more content will be out this month.

First question: How does it feel to be dumped after five years? You feel down, destroyed, fucked up. You are hella sad, full of hate and anger and sometimes you just don't know what to do. But one thing that always helped me in this kind of situations is and always will be music. That's why I started to pump this awesome "mixtape" by a true friend of this blog, Phil Th. Pig. It's called "philthy philth for philthy pigs". My favorites on this playlist are definitely Fischer Z, Jawbreaker, Judas Priest, The Wildhearts and definitely the majestic John Frusciante.

Check it out:



Green Day - Discography: American Idiot (2004)

I remember the first time listening to this album. It was the time when I started being interested in politics. The Iraq war was THE topic, George W. Bush the public enemy numero uno and the USA the worst country in the world. At least, when you're 13 and you develop so much hate you have to project it onto something. Nowadays I have very different views towards this topic...

Anyways, "American Idiot" differs very much to "Warning". It is NOT a generic pop punk album. Instead we have the "World's First Punk Rock Opera" here. It begins with a typical Green Day song, but after that you get "Jesus Of Suburbia", a five part, nine minute long masterpiece. The most songs
sound like an Alternative Rock band who likes to experiment with new sounds. Also it's not a "loose" album - it follows a large story arc about three main characters: The Jesus of Suburbia, St. Jimmy and Whatsername. It is set in modern day America - disillusion and disappointment of the "American Way of Life" seem to be the main topics. GD go even further then in "Warning". They do not just leave Punk rock behind, they extend to another level. But still, they seem like they're on the ground. Not some huge ass rockstars. But unfortunately, that will change.

9/10 deposit bottles
songs you should check out: American Idiot, Holiday, Jesus Of Suburbia, St. Jimmy, Homecoming,



KoRn - Discography: See You On The Other Side (2005)

This album was kind of a new beginning for the band and for their fans. "See You On The Other Side" is the seventh album of KoRn. The first one on Virgin Records and the first one without guitarist Brian "Head" Welch who left the band and started a short-lived christian rock career. Therefore, KoRn was a quartett for the first time. Also it's the last album with David Silveria on drums. It was produced by the duo "The Matrix" who are known for acts like Shakira or Britney Spears.

"See You On The Other Side" has a very different approach than the predecessor "Take A Look In The Mirror". It seems like an awakening. "We have to experiment more, try out new styles if we do not want to become irrelevant. Oh my gosh let's try out this and that and this and that!". If you expect typical KoRn sound you will be disappointed. There is no Hip-Hop influences, almost no typical Jonathan Davis scatting instead we get a bunch of pretty industrial-esque sounding songs. Not that industrial like the likes of NIN or early Ministry of course but you can hear the influences very clearly. The guitar riffs are toned down and are not "brutal". Instead we get strange interludes, keyboards and a mostly clear range of vocals. I think it's the most diverse and the most mainstream album of this band. After twelve years I still like it.

8,5/10 deposit bottles
songs you should check out: Twisted Transistor, Liar, Coming Undone



Ministry - Discography: Relapse (2012)

Ministry's twelfth album. First one since "The Last Sucker" that contains original material. I'm not counting the cover albums or the remix albums or the live albums. They will not get a review.

I found it very difficult to listen to at first. I am very far of saying that I do not like it though. It confronts me with sheer brutality. There is literally no, nada, niente Industrial influences on this album. Unless you count the mechanical guitar sound. "Relapse" sounds like a really heavy tank
which is driving downhill. More a thrashing, brutal metal album than a typical innovative Ministry-album. But please don't get me wrong. At some points it is really enjoyable. "Kleptocracy", "Double Tap", "Ghouldiggers" and "United Forces" (S.O.D-cover) are my favorites. Still it seems like Jourgensen and Scaccia decided to go as fast as they could, be as brutal as they could... Just be a generic metal band. For me, it's just not Ministry anymore.

6/10 deposit bottles
songs you should check out: Ghouldiggers, Kleptocracy, Double Tap, United Forces, Weekend Warrior

Mittwoch, 20. September 2017

So isses, Musik!#38

ОСТБЛОК: Grashdanskaya Oborona

Da das hier die Ausgabe mit weniger Text ist, stelle ich euch ganz kurz eine Band vor. "Grashdanskaya Oborona" (kurz GrOb - was übersetzt Grab heißen würde), auf Deutsch "Bürgerwehr", waren bis zum Tode ihres Gründers Egor Letov eine der einflussreichsten sowjetischen Punkbands. Sie kamen aus Sibirien und lieferten ihren Hörern sehr minimalistischen, in Wohnzimmern und Küchen aufgenommenen Punkrock. Später kamen die Psychedelic-Einflüssen. Egor Letov begeisterte zuerst mit seiner teils aggressiv, teils wehleidigen Stimme. Zuerst bezeichnete er sich als Anarchisten bzw. wahren Kommunisten, nur um kurze Zeit nach der Wende der querfront-Partei der Nationalbolschewisten beizutreten. Kurz vor seinem Tod wendete er sich meines Wissens nach vor dieser Art von Überzeugungen ab. Anyways, hier das Album "Poganaya Molodesh" und hier ein paar großartige Werke von GrOb:







Green Day Discography: Shenanigans (2002)

Eigentlich wollte ich ja nur Studioalben in die Reviews miteinbeziehen. Aber weil auf "Shenanigans" bisher rare als auch unveröffentliche Tracks sind habe ich mir gedacht "warum nicht?". Außerdem finde ich dass das Album sehr gut als Lückenfüller zwischen "alten" und "neuen" Green Day fungiert.

Auf diesem Sampler finden sich Songs die bis jetzt meistens als B-Seiten auf Singles wie "Good
Riddance", "Warning", "Geek Stink Breath" oder "Brain Stew/Jaded". Drei davon sind Cover: "Tired of waiting for you" von The Kinks, "Outsider" von den Ramones und "I Want To Be On TV" von Fang. Das Instrumental "Espionage" ist eine Hommage an James-Bond-Melodien und fand Verwendung im zweiten Austin-Powers-Film. Im Großen und Ganzen hören sich Green Day hier aber an wie früher. Weniger Folk/Akustik-Einlagen wie ab dem Jahr 2000, mehr stinknormalen Pop Punk.

Und dabei bleibt das auch, finde ich. Es ist eine gute Ansammlung von guten Songs, die nicht wirkt als hätte sie jemand erzwungen. Nicht wie ein Auswurf von einer Plattenfirma. Für eine B-Seiten-Sammlung also ziemlich gut.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Outsider, Ha Ha You're Dead, Scumbag, Espionage, Do Da Da

KoRn Discography: Take A Look In The Mirror (2003)

Falls es euch interessiert, was ich von den beiden Vorgängeralben "Issues" und "Untouchables" halte, so klickt hier. Und übrigens ich habe meine Meinung revidiert und finde das zweitgenannte Album doch relativ gut.

Aua, das wird jetzt weh tun. Damals habe ich mir eingebildet das Album richtig gut zu finden. Nach
mehrmaligen Hören musste ich allerdings feststellen: Oh mein Gott, nein. "Take A Look In The Mirror" ist das mit Abstand mieseste KoRn-Album überhaupt. Sicher findet ein blindes Huhn auch mal ein KoRn und so sind natürlich auch Songs dabei die man guten Gewissens als geile Ohrwürmer bezeichnen kann. Beispielsweise die Absage an Plattenfirmen namens "Y'all Want A Single", der Hassklumpen "Right Now" oder "Did My Time" vom Tomb-Raider-Soundtrack. "Let's Do This Now" geht auch gut ins Ohr. Oh und "Alive" natürlich. Wobei nein, das zählt nicht. Der Song ist nämlich so alt wie die Band selbst und stammt von ihrem ersten Demo-Tape. "Need To" ist btw eine Abwandlung von dem Song. Der Rest ist so schlecht, so uninspiriert, dass meine Beine einschlafen. Da hilft nicht mal Nas' Gastbeitrag auf "Play Me". Zum Glück kamen sie auf dem Nachfolgealbum raus aus der Misere.

4/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Right Now, Alive, Did My Time, Everything I've Known, Let's Do This Now


Ministry Discography: The Last Sucker (2007)

Letztes Album der George-W.-Bush-Trilogie. Lyrisch betrachtet bewegt man sich hier in ähnlichen Gefilden. Man kritisiert Dabbeljuh, seine Kriegspolitik, macht sich über den damaligen Vizepräsidenten lustig bzw. den von ihm verursachten Jagdunfall...Außerdem covert man "Roudhouse Blues" von The Doors.

Es ist wirklich gar nicht mal so schlecht wie ich gedacht hab. Teilweise fühle ich mich an ältere Alben zurückerinnert. Zwar liegt hier der Fokus ganz klar auf Metal, jedoch hört man immer noch die verzerrte Stimme Al Jourgensens, teilweise mischt sogar Burton C. Bell von Fear Factory mit. Tommy Victor von Prong ist auch mit dabei. Es ist halt ein ziemlich ballerndes Album, welches nicht
das Rad neuerfindet, aber zumindest gewisse Standards erfüllt. 

Man hat graphiktechnisch mal wieder in die Absurditäten-Kiste gegriffen und hat George W. auf dem Cover als Reptilienmensch dargestellt. Man hält das Niveau. Zu diesem Zeitpunkt war es das letzte Studioalbum der Band. Erst ein paar Jahre später kam noch was raus, aber ob es genauso das Niveau halten kann...Das werden wir sehen.

7/!0 Pfandflaschen
Anspieltipps: Roadhouse Blues, Let's Go, End Of Days Part 1/2, Die In A Crash

Donnerstag, 14. September 2017

So isses, Musik!#37

Das hier ist der Beitrag mit mehr Text.

9.9.2017: Stricher war auf der Plastic-Bomb-Party im Druckluft, Oberhausen

Ich und Frau Otterich hatten an den Tag unser fünfjähriges Bestehen. Also beschloß ich "uns" spontan was zu gönnen und habe Karten besorgt. Allerdings konnten wir/wollten wir erst ab einer bestimmten Uhrzeit dahin. Nämlich ab dem Zeitpunkt als Victims anfangen sollten. Auf Siege war ich auch besonders scharf drauf. Die "Schlachtrufe BRD"-Coverband Pflasterstein kam auch in Frage.

Als wir ankamen waren jedoch noch FoxDevilsWild dran, was garantiert an der anarchistischen halben Stunde gelegen war.... Warum geh ich überhaupt pünktlich aus dem Haus. Aber naja, sei's drum. Die in Corpsepaint eingehüllten FDW haben sowieso wie NDW/Deutschpunk gemacht, mit Keyboards und so n Scheiß. War tatsächlich ziemlich gut erträglich. Ich erinnere mich noch sogar an einen halben Songtext: "Im Himmel war noch nie was los", oder so ähnlich. Überraschend gut. Nach etwas längerer Pause waren endlich Victims dran. Sie sind wohl der beste Beweis dass man verdammt guten, metallischen Crustscheiß machen kann ohne wie der letzte stinkende Penner auszusehen. Naja ob man dafür die Gitarre so schwingen muss ist ne andere Sache :D Das war ganz schön komisch. Der Typ an der (vom Publikum aus gesehen) linken Gitarre sah aus wie ein stereotyper schwedischer Psychopat der den ganzen Tag Rehe reißt. Jedenfalls: war verdammt gut, kann man gerne wieder machen. Siege waren ebenfalls super, auch wenn ichs verpeilt hab mich nach vorne zu gesellen. Ich brauche Powerviolence nämlich IMMER in der erste Reihe.... allerdings war ich zu dem Zeitpunkt schon so im Arsch, dass mir das Wachbeiben relativ schwer fiel. Trotzdem: Schön diese Legende mal gesehen zu haben, wenn auch ziemlich kurz. Um kurz vor 12 gings dann nach hause.

Ich weiß nicht, wer sich da verkalkuliert hat. Wissen tue ich auch, dass 16 euro Eintrittsgeld für einige doch ziemlich viel sind. Allerdings find ich die "Kritik" unter aller Sau, weil man vollkommen außer acht lässt was für Bands da gespielt haben und wie viel Gage die so gekostet haben. Aber was auch immer, gebt der Bombe doch ein Bisschen Kohle weil die Party finanziell gesehen doch eher scheiße war.

Green Day Discography: Warning (2000)

Dieses Album ist wieder mal ein Stückchen anders. Lol, ich könnte ab jetzt quasi jedes Green Day Review so beginnen. Aber das stimmt schon. "Warning" bewegt sich dahin, wo "Nimrod" auch schon hinwollte. Zu anderen Welten. Green Day sind nun nicht mehr bloß Punk. Sie befinden sich auf einer Reise in die Vergangenheit, wobei sie sich Inspiration holen. Und zwar bei den Kinks, bei den Beatles, bei Bob Dylan.

Das Album unterscheidet sich, finde ich, darin dass es eine Spur positiver ist. Zwar badet man genauso im Sarkasmus, ist zynisch... Am Ende bleibt aber doch noch eine positivere Botschaft übrig. Besonders bemerkenswert finde ich den Einsatz von Streichern, Akustikgitarren und Mundharmonika. Akustik die beißt und nicht auf dem "Good Riddance"-Niveau bleibt. Was auch gut auffällt, ist das Billy Joe Armstrong nicht mehr nur aus eigener Sicht singt sondern fiktive Personen erfindet die eine Geschichte erzählen. Das ist bis jetzt das abwechslungsreichste Album von Green Day.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Warning, Hold On, Macy's Gray Parade, Minority



KoRn Discography: Follow The Leader (1998)

Drittes Album von der Band aus Bakersfield. Gleichzeitig auch das Werk, was sowohl sie als auch das gesamte Nu Metal Genre in die Charts katapultiert hat. Es ist zudem auch das "Party Album" schlechthin. Während der Arbeiten daran befand sich die gesamte Umgebung der Band in Party/Drogen/Sex-Modus. Meiner Meinung auch eine direkte Weiterenticklung von "Life Is Peachy".
Es sind schon wieder Kinder auf dem Albumcover. Wo noch auf dem Vorgänger Ice Cube nur gecovert wurde, ist er hier selbst als Gast zu hören ("Children Of The KoRn"). Auf "Life Is Peachy" war ein Cover von WARs "Lowrider" (aus Cheech & Chongs "Viel Rauch um Nichts") zu hören. Diesmal ist Cheech Marin selbst mit dabei. Dazu kommen noch Fred Durst und Tre von The Pharcyde. Es ist also schon mal überladen mit Gästen.

Hinzu kommt noch, dass es mit Track 13 anfängt. Die ersten 12 sind stumm und bilden eine Schweigeminute für einen verstorbenen Fan namens "Justin", der auch einen eigenen Song bekommen hat. Meiner Meinung ist es eines der besten Alben von KoRn. Weil es so super zugänglich ist. Und eingängig. Und voller Hits. Und überhaupt merkt man es hier sehr gut an, dass es ein "Party Album" ist weil zwar depressive Stimmungen vorhanden sind, diese aber mit grandiosen Ohrwürmern rüberkommen. Wirklich großartig!

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Cameltosis, All In The Family, Children Of The KoRn, Dead Bodies Everywhere, Freak On A Leash, Got The Life



Ministry Discography: Rio Grande Blood (2006)

Okay....

Schon das zehnte Studioalbum von Ministry. Gleichzeitig das zweite aus der George-W.-Bush-Trilogie. Man macht da weiter wo man aufgehört hat. Zwar ist man nach wie vor auf Dabbeljuh fixiert, allerdings sind die Lyrics generell sehr politisch aufgeladen. Al Jourgensen schießt gegen die Wirtschaft, gegen den Präsidenten, gege Halliburton und insesondere gegen die Army. Mit dabei ist ein gewisser Seargant Major der typische Army-Floskeln raushaut ("My corps, your corps, our corps,
marine corps!") und auch Jello Biafra.

Ich muss gestehen: Es ballert schon ziemlich gut. Klingt nicht mehr so abgedroschen wie "Houses of the Molé". Finds definitiv besser, auch wenn es für meinen Geschmack nur noch "Metal" - ohne "Industrial" davor - ist. ABER - holy fuck, ich kann mir zwar denken dass 20 Jahre Heroinkonsum einen schon ordentlich ballaballa machen können.... Ich will aber trotzdem nicht darüber nachdenken worüber in "Palestina" gesungen wird. Oder in "Lies Lies Lies", den mit Abstand besten Song der Platte, der von der ähem 9/11-Lüge handelt. Mal gucken wie es weiter geht. Wir haben ja nicht mehr lange.

7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: LiesLiesLies, The Great Satan, Rio Grande Blood



Mittwoch, 16. August 2017

So isses, Musik!#36

Allrighty, then.

Das hier ist die Ausgabe mit etwas mehr Text. Deswegen checken wir heute mal die Lyrics zu "The CIA ist still trying to kill me" von Non Phixion. Hierbei handelt es sich um die Rock-Version von "The CIA is trying to kill me". Und eigentlich behandeln wir nur den ersten Part von Ill Bill, weil er so voll ist mit Metal-Anspielungen bzw. Namedropping. Für die musikalische Untermalung sorgen Christian Olde Wolbers und Raymond Herrera von u.a. Fear Factory als auch Stephen Carpenter von Deftones.


Non Phixion's still the real hip hop, the CIA still wanna kill me 
They want to drag me in a courtroom and find me guilty

That’s pulling your strings and my brain is bugged 

You chumps have ruled enough, 

Among the living like Anthrax, my thugs deliver dog 

Now who’s crying? Peace sells but who’s buying? 

Crucified like a messiah in a fire dying 

This song is K-Rock I stay hot like Gene Simmons In ‘76 with the God of Retarted

I’m on it Started to write your Obituary, Slowly We Rot 

Smoking pot, woke up this morning and spoke to God 

He told me the world’s over, worldwide nuclear assault 

Gangster rappers and all types of guns 

Religious fanatics and rifle nuts 
with platinum albums 

The path I follow is like the dragon shadow, invisible to CIA camera angles 

They got files on every rap group, they killed the last man who had proof 

They after me for information that I have too



ОСТБЛОК.

Wie versprochen, eine neue Subrubrik. Wir fangen an, Bands und Künstler aus Osteuropa näher zu betrachten. Den Anfang machen Siekiera aus der Volksrepublik Polen.

Siekiera, das heißt auf Deutsch Axt. Sie waren eine der dreckigsten und gemeinsten Hardcore-Punk-Bands Polens. Sowas wie sie gab es zuvor in der dortigen Punkszene nicht. Sehr brutal, rotzig und dahingeschissen. Urpsprünglich hatten sie nur Discharge- und The-Exploited-Titel im Repertoir doch kurze Zeit später starteten sie durch und hatten einen Auftritt auf dem legendärgen polnischen Punk-Festival Jarocin. Dort kam es, wie so oft, regelmäßig zu Schlägereien zwischen Punx und Skins.
Hier mein Lieblingssong wo es um frivole Freizeit geht:



Nach dem Ausstieg der einen Hälfte der Band wurden Siekiera kurze Zeit später "neugegründet" und lieferten einen vollkommen neuen Sound, der im Rest von Europa und des Westens als "Cold Wave" bekannt sein dürfte. Diese Aktion führte zu Verratsvorwürfen aus der Szene. Ich hingegen feier es, dass "Nowa Aleksandria" sich anhört wie Killing Jokes "The Wait"... Wer da von wem abgekupfert hat, weiß man nicht so recht. Ähem. Jedenfalls ist ein ehemaliges Mitglied von Siekiera mittlerweile in der christlich angehauchten Metal-Band Armia beschäftigt.



Green Day Discography: "nimrod." (1997)

Okay, wir sind ungefähr bei der Hälfte angekommen. Was auch gar nicht mal schwer war. GD machen immer noch großartig mitreißende Musik.

"nimrod." unterscheidet zu seinen Vorgängern folgendermaßen: Es wurde aufgenommen, mit dem Ziel kein vollkommenes Album sondern eine Ansammlung an Songs zu machen. Man bietet hier sowohl typischen Green Day Sound, als auch einige Experimente. Surf, Ska und Folk ist zu hören. Außerdem ist hier "Good Riddance (Time Of Your Life)" drauf, welches wohl auf unzähligen
(Fernseh-)Beerdigungen und Hochzeiten gespielt wurde. Mein Favorit ist "King For A Day" was vom Transvestitentum handelt.

Insgesamt kann ich sagen: Ein sehr diverses und erwachsenes Werk. Keine Angst davor, neues auszuprobieren. Zudem freut mich die Anzahl an Songs einfach, und dass keiner davon wie ein Scheißfüller wirkt. Wirklich richtig gut.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Hitchin' A Ride, King For A Day, Good Riddance, Last Ride In



KoRn Discography: "Life Is Peachy" (1996)

Okay, nachdem ich hier die Korn-Videography durchgekaut habe, wird es nun auch die Musik zu würdigen. Und zwar fangen wir an mit "Life Is Peachy", weil das erste Album schon mal dran war.

Das zweite Album von KoRn bietet uns schon auf dem Albumcover dieselbe gefährliche Stimmung wie das erste Album. Ein Kind was von etwas Bösen gefährdet wird. Inhaltlich geht es um sehr unterschiedliche Themen. Beispielsweise handelt "Mr. Rogers" von Fred Rogers, den mittlerweile verstorbenen Moderator der Kindersendung "Mister Rogers' Neighborhood". Sänger Jonathan Davis behauptete dass Rogers Anweisung an Kinder, zu allen höflich zu sein, führte dazu dass Davis ein leichtgläubiges Mobbingopfer wurde. "Chi" ist Deftones' Bassist Chi Cheng gewidmet. Apropos Deftones: "Wicked" ist ein Cover von Ice Cube - darin übernimmt Chino Moreno den Rappart
während Davis Don Jagwars Anteil übernimmt. "A.D.I.D.A.S."(All Day I Dream About Sex) wirkt richtig skurril...Am Skurrilsten ist aber der Anfang des Albums. In "Twist" ist Davis' Scat-Performance zu hören - d.h. keine Lyrics sondern etwas was Scatman John leider nicht konnte.

Meiner Meinung wirkt dieses Album wie eine (gute) Ansammlung von B-Seiten. Es ist ein sehr launisches, kaputtes, in sich weniger zusammenhängendes Album. Zumindest wirkt es auf mich so. Leider hats länger gebraucht bis es bei mir wirklich gewirkt hat, aber ich mags. Definitiv.

7,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Twist, No Place To Hide, Good God, A.D.I.D.A.S, Wicked



Ministry Discography: "Houses Of The Molé" (2004)

Ich muss zugeben, ich hatte Angst vor diesem Album.

Hier ist nämlich nichts mehr mit Paul Barker. Nichts mehr mit den guten alten Ministry. Außerdem weiß ich noch wie damals meine Lieblingszeitschrift VISIONS ordentlich über das Album hergezogen hat. Es gab 3/10 Punkten.

"Houses Of The Molé" ist zwar ein ordentlich beschissener Titel (angelehnt an Led Zeps "Houses Of The Holy"), jedoch kann das Album definitiv was. Es gibt natürlich Höhen und Tiefen, meiner Meinung nach viel zu viele Tiefen, aber ich kanns auf jeden Fall gut hören. Nur besteht hier ein enormer Unterschied zu den Vorgängern. Ich kann zwar Ministry immer noch grob in Richung "Industrial Metal" unterordnen. Jedoch diesmal eher in "Metal" als in "Industrial". Klar, hier gibts
ordentlich Samples und alles. Und auch der Baustellen-Sound wurde teilweise beibehalten. Was hier aber definitiv vorherrscht ist Thrash. Richtig stumpfer Thrash Metal. Oder zumindest so in die Richtung.

Das Album entstand in der Zeit des Irakkrieges und ist das erste der George-W.-Bush-Trilogie. Richtig gelesen, Ministry haben Dabbeljuh ganze drei Alben gewidmet. WTF. Folglich beginnt hier (fast) jedes Lied mit einem W. Waiting, Worm, Worthless, Warp City. Außer "No W" natürlich. Letzterer ist übrigens ein ziemlich guter Song, auch wenn er so stumpf Anti-Bush ist. Holy shit. Was ist hier passiert? Ich mein, es gibt hier wirklich einige Knaller, aber im großen und ganzen ist das hier ziemlich...zum wegschmeißen.

6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Warp City, Psalm 23, Worthless, Waiting