Dienstag, 6. Januar 2026

Comic Book Review#662: Crisis on infinite Earths#1-12 (1985-1986)

Hallo und herzlich willkommen zum ersten Comic Book Review im Jahre 2026. We man schön sagt: "I'm gonna start the year with a bang!", oder so. "Crisis on the infinite Earths" war ein massives, 12-teiliges Crossover aus dem Hause DC Comics, welches zwischen April 1985 und März 1986 rausgebracht wurde. Geschrieben vom großartigen Marv Wolfman, gezeichnet von George Pérez. Einige von euch könnten die Geschichte kennen als dreiteiligen Zeichentrickfilm "Justice League: Crisis On Infinite Earths" oder als Event des sogenannten "Arrowverse", ausgetragen in den Serien "Flash", "Arrow", "Legends of Tomorrow", "Supergirl" und "Batwoman". 


Das Vorhaben von Marv Wolfman war das sogenannte "Multiversum" innerhalb von DC Comics künstlich aufzulösen, weil er es als unvorteilhaft gegenüber neuen Lesern empfunden hat. 

Wir befinden uns in verschiedenen Zeitlinien. Irgendwann vor unserer Zeit hat ein Wissenschaftler namens Krona, auf dem Planeten Oa, eine Maschine erfunden, die ihn erlaubt hat in die Vergangenheit zu blicken. Ein kosmisches Wesen, ebenfalls von einer weit entfernten Vergangenheit, namens Monitor beobachtet die Vorgänge auf verschiedenen Erden/Realitäten/Zeitlinien. Doch es existiert auch sein Gegenpart, der in einem dunklen auf Anti-Materie basierten Universum auf die Welt kam: Der Anti-Monitor. Dieser wurde aus Versehen von einem Mann befreit, der später als Pariah bekannt wird und vom Schicksal gezwungen ist, dem Tod und Verderben der im Laufe der Handlung geschieht, zuzusehen. Anti-Monitor wird also befreit und fängt an, ein Universum nach dem anderen zu zerstören. Er setzt dafür eine Welle von Anti-Materie ein, die von den Bewohnern der Erde als dunkelroter Himmel wahrgenommen wird. Sein Vorhaben ist: alleiniger Herrscher über das Multiversum zu werden. Er schafft es sogar Barry Allen aka the Flash gefangen zu nehmen und seine Energie anzuzapfen. Mithilfe des Emotionen steuernden Bösewicht Psycho Pirate manipuliert er sogar einige Helden. Als auf Erde-3 (der Heimat von Ultraman, Superwoman und anderen bösen Gegenparts der Justice League) der Untergang droht schickt der hiesige Lex Luthor zusammen mit seiner Frau Lois Lane ihren Sohn Alexander Luthor Jr. mit einer Kapsel ins Weltall. Diese wird tatsächlich von Monitor und seiner treuen Partnerin/Gehilfin Harbinger gerettet. Auch werden verschiedene Helden von verschiedenen Erden zusammen gebracht. Sie sollen gemeinsam gegen den Anti-Monitor kämpfen und den Untergang vom Multiversum verhindern. Doch es kommt natürlich ganz anders als gedacht und viele Helden sterben den Comic-Tod.

Es ist ein wahrlich massives Event. Nicht das erste Crossover, aber das Crossover was das Konzept eines riesigen verlagsinternen Ereignisses popularisiert hat. Wir kriegen jeweils kurze Einblicke in verschiedene Realitäten, verschiedene Erden und veschiedene Zeitlinien. So sind wir immer mal wieder auf der Erde-1, 2, 3 als auch X, S und irgendwann auch ganz ganz woanders. Richtig spannend wird es, als der Anti-Monitor aufgehalten wird. Der diabolische Plan, bei welchem die Erden zu einer einzigen zusammengeführt werden wird aufgehalten. Dabei "überschneiden" sich die verschiedenen Realitäten sodass auf einer Erde gleichzeitig die Dinosaurier, Nazis als auch fliegende Autos zu sehen sind. Hier kommt gefühlt jeder Character vor, den es so gibt. Und im Gegensatz zu heute hat Batman keine großartige Rolle. Es gibt verschiedene klitzekleine Cameos, die heutzutage auch so übrig sind in verschiedenen Medien von DC oder Marvel. Das ist das einzige was etwas stört, weil es so kurz ist. Allerdings wollte man ein allumfassendes Event in Gang setzen, von daher verständlich. Was die Folge des Ganzen ist: viele Tote, ausgelöschte Welten und eine gänzlich neue Welt in welcher sich kaum jemand (bis auf die Beteiligten) erinnern kann, was denn überhaupt passiert ist. Zwei verschiedene Supermen! Der Tod von Supergirl, Flash, Wonder Woman und vielen anderen. Manchmal gekonnt manchmal weniger gekonnt in Szene gesetzt. Fantastische, halbwegs realistische Zeichnungen. Meiner Meinung nach ein sehr guter Einblick zum Thema "DC in the 80s". Es ist etwas für diejenigen die gerne in der Vergangenheit rumgraben und gerne sehen würden, wie es vorher war. Ein Zeitdokument also.

Ob Earth Crisis sich nach diesem Comic benannt haben? Ich glaube nicht, aber die Idee wäre witzig.

8/10 Pfandflaschen
Hier ein Video dazu von Omniverse Comics Guide:






Montag, 5. Januar 2026

Album der Woche#666: Obtained Enslavement - Witchcraft (1997)

Hallo und herzlich willkommen zum ersten Album der Woche im Jahre 2026 und gleichzitig zum SECHSHUNDERTSECHSUNDSECHZIGSTEN ALBUM DER WOCHE! Ich habe über 10 Jahre darauf gewartet und jetzt ist es endlich soweit. Die nächsten Wochen kommen auch die entsprechenden Comic Book und Film Reviews mit der Zahl des Tieres. Damit heiße ich euch auch zum neuesten Themenmonat willkommen und zwar ist Januar 2026, albumtechnisch zumindest, der norwegische Black Metal Monat. 


Den Anfang macht das zweite Album von Obtained Enslavement namens "Witchcraft" aus dem Jahre 1997. OE sind größtenteils eher unbekannt - liegt vielleicht daran, dass sie nach dem Umzug ihres Sängers Pest in die USA sich aufgelöst haben weil sie keinen Ersatz für ihn gefunden haben. Ja genau, der Pest der auch als Vocalist für Gorgoroth in Erscheinung getreten ist. Am Schlagzeug sitzt jemand, der sich Torquemada nennt, am Bass jemand namens Tortur und Döden an der Gitarre (spielte auch bei Aeternus, die ich auch mal live sehen durfte, falls es dieselben sind lol). Witzigerweise haben OE in ihrer Vergangenheit, ähnlich wie Darkthrone, Death Metal gemacht, bis sie höchstwahrscheinlich aufgrund gewisser musikalischer Einflüsse, plötzlich sich für ganz andere Musik entschlossen haben. "Witchcraft" wurde im Grieghallen Studio aufgenommen und von Pytten produziert, der auch schon für "In The Nightside Eclipse" von Emperor als auch "De Mysteriis Dom Sathanas" von Mayhem verantwortlich war.

Was erwartet uns hier also? Nun, um es in einfache Worte zu packen: Ganz viel Gekrächze und Tüdülü am Keyboard. Aber das ist schön, weil es wie ein monumentales Werk funktioniert. Symphonischer Black Metal, bei welchem nicht nur der Black Metal Part kriegerisch klingt, sondern auch der symphonische. Als hätte jemand mit Begeisterung für klassische Musik ein Black Metal Album aufgenommen. Klassisches Nerdtum mit E-Gitarre, das klingt als wäre es für ein Fantasy-Film aufgenommen, welcher von der Hexenverfolgung im Mittelalter handelt. Die Songs tragen Titel wie "Witchcraft", "Warlock" und "The Seven Witches". Es ist dampfwalzender, metallischer und klimpernder Soundteppich, der (beliebige Black Metal Umschreibung hinzufügen) wunderschön kloppt und ballert. Böhse Zungen würden behaupten, das hätte es schon mal gegeben. Richtig, davor und danach. Das ändert nichts an der Tatsache, dass es verdammt gut produziert und verdammt sauber und ordentlich klingt. Es langweilt auch nicht. Nicht jeder Song klingt gleich, was für BM-Bands schon eine Meisterleistung ist. Schade, dass nach 2000 keine weiteren Alben mehr kamen. Fantastisches Werk.

9/10 Pfandflaschen
Warlock, Veils of Wintersorrow, Carnal Lust, O'Nocturne