Hallo und herzlich willkommen zum ersten "Film der Woche", des Jahres 2026!
Basierend auf "The Unsleeping Eye" von David G. Compton. In Deutschland auch bekannt als "Death Watch - der gekaufte Tod".
"Death Watch" wird als niedrigschwelliges Sci-Fi oder "Sci-Fi Light" bezeichnet. Die Handlung spielt sich ab in Schottland, irgendwann in naher Zukunft, betrachtet ab dem Jahr 1979. Die meisten Krankheiten sind mittlerweile behandelbar bzw. werden einfach wegoperiert. Die meisten Menschen haben keine Berührungspunkte mit dem Tod. Sie erleben ihn quasi nicht. Das Fernsehen dominiert den Alltag. Überall, sogar an den Kassen im Supermarkt sind Bildschirme. Menschen gucken dauernd irgendwelche Serien oder Sendungen. Eine der beliebtesten Sendungen ist "Death Watch". Darin begleitet eine Kamera eine Person in ihrem Alltag, die vor kurzem ein Todesurteil bekommen hat. Sprich: Die Person, die aufgenommen wird ist unheilbar krank und wird bald sterben. Dafür gibt es ein enormes Honorar. Die Sendung ist darum besonders spannend, weil Menschen wie oben beschrieben, kaum Berührungspunkte mit dem Tod haben und es spannend finden. Trotz alledem sterben Städte aus,
es gibt Arbeitslosigkeit. Lehrer werden durch Computer ersetzt. Die Bestsellerautorin Katherine Mortenhoe (Romy Schneider) kriegt bei einem Arztbesuch mitgeteilt, dass sie an einer unheilbaren Krankheit leidet. Ein neuer Mitarbeiter der "Death Watch"-Sendung, ein gewisser Roddy (Harvey Keitel) hat an einem Experiment teilgenommen. Der Mann, der immer mit offenen Augen schläft und niemals blinzelt, hat sich hinter seine Augen Kameras installieren lassen. Er soll nun, wenn Kathryn denn der Aufnahme ihres Lebens zugestimmt hat, sie beobachten. Der Druck auf sie wird immer größter und sie unterschreibt einen Vertrag. Als ihr jedoch klar wird, dass jeglicher Aspekt ihres Lebens im Fernsehen übertragen wird, flüchtet sie und taucht in einem Obdachlosenasyl ab. Roddy findet sie dort vor und freundet sich mit ihr an. Sie weiß allerdings nicht, dass er für "Death Watch" arbeitet. Er hingegen fängt irgendwann an, sein Auftrag zu hinterfragen, nachdem er angefangen hat sie zu mögen.
es gibt Arbeitslosigkeit. Lehrer werden durch Computer ersetzt. Die Bestsellerautorin Katherine Mortenhoe (Romy Schneider) kriegt bei einem Arztbesuch mitgeteilt, dass sie an einer unheilbaren Krankheit leidet. Ein neuer Mitarbeiter der "Death Watch"-Sendung, ein gewisser Roddy (Harvey Keitel) hat an einem Experiment teilgenommen. Der Mann, der immer mit offenen Augen schläft und niemals blinzelt, hat sich hinter seine Augen Kameras installieren lassen. Er soll nun, wenn Kathryn denn der Aufnahme ihres Lebens zugestimmt hat, sie beobachten. Der Druck auf sie wird immer größter und sie unterschreibt einen Vertrag. Als ihr jedoch klar wird, dass jeglicher Aspekt ihres Lebens im Fernsehen übertragen wird, flüchtet sie und taucht in einem Obdachlosenasyl ab. Roddy findet sie dort vor und freundet sich mit ihr an. Sie weiß allerdings nicht, dass er für "Death Watch" arbeitet. Er hingegen fängt irgendwann an, sein Auftrag zu hinterfragen, nachdem er angefangen hat sie zu mögen.
"Death Watch" sieht nicht nach Sci-Fi aus. Stattdessen lassen die Bilder einen vermuten, es würde sich um ein Drama handeln dass von der Tristesse des Glasgow der 1970er Jahre handelt. Kaum ein Mensch würde auf die Idee kommen, es würde sich um Sci-Fi handeln. Höchstens die Bilder der Flucht von Roddy und Katherine lassen einen vermuten, es könnte sich um irgendwas post-apokalyptisches handeln weil die Kulisse so komplett kaputt ist. Im Grunde genommen ist es eine Erzählung über menschliche Gier nach Sensation, Einschaltquoten, Aufmerksamkeit und Profit. Die Tatsache, dass ein Mensch vor laufender Kamera sterben wird, ist egal. Hauptsache wir bezahlen sie irgendwie und wir halten die Kamera drauf. Hauptsache, es wird ausgestrahlt. Das wichtigste allerdings ist, dass es jemanden gibt, der anfängt zu hinterfragen. "Death Watch" ist ein interessantes, trauriges und durchaus realistisches Sci-Fi-Drama. Realistisch weil es auf unsere heutige Zeit übertragbar ist. Menschen sind auch heutzutage gierig darauf, andere beim Scheitern oder Sterben zuzusehen. Weil es so neu ist, weil es so spannend ist, und auch weil ihr eigenes Leben so trist und langweilig ist.
8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:

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