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Sonntag, 30. Januar 2022

So isses, Musik!#138

The Misfits - We are 138

Da das hier die 138te Ausgabe ist kommt das Obligatorische. Ihr wisst schon:


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Das Jahr 2002 in Musik:

Da ich dieses Jahr beschloßen habe mein eigenes 20jährigs Dasein in diesem Land zu feiern, werde ich im Februar einen ganzen 2002-Themenmonat bei "Album der Woche" machen. Ab Mai wird es dann jede Woche in derselben Rubrik eine Themenwoche für die Jahre 2002, 2003, 2004 usw. bis in das Jahr 2022 geben. Lange Rede kurzer Sinn. Hier sind die Alben, die ich auf diesem Blog besprochen habe, die dieses Jahr zwanzig werden:




Da ich hier (immer noch) keine Playlists einfügen kann verweise ich auf den Hyperlink. Ich habe 116 Musikvideos zu einer Playlist zusammengefügt. Das sind alles Videoclips die Beavis und Butt-Head in der zweiten Staffel ihrer Sendung besprochen, das heißt entweder für "rules" oder für "sucks" befunden haben. Einige waren ja doppelt vertreten, darum sind sie hier nur einmal zu sehen, bspw. Ministrys "NWO". Im selben Falle war auch kein Video mehr zu finden sonder "nur" ein Bild mit Musik unterlegt. Egal, ich finde die Playlist gut so. Die dritte Staffel wird übrigens noch länger, weil noch mehr Folgen vorhanden sind. Hier sind übrigens die beiden als Crust Punks. Leider weiß ich nicht wie der Künstler heißt.





Wiegedood - FN Scar 16 (2021)

Ich weiß, ganz ehrlich nicht so recht was ich von diesem Song halten soll. Da bin ich wirklich sehr sehr ehrlich mit euch. Achtung, epileptische Triggerwarnung fürs Video: 




Sylvaine - Tocka 

Zweiter Track von der selbstbetitelten EP von Sylvaine. Philipp meinte, die Band höre sich etwas an wie Alcest. Das mag sein, trotzdem sind männliche und weibliche Stimmen in meisten Fällen ziemlich unterschiedlich. Meiner Meinung nach. De Facto hat Neige schon mal auf einer anderen Veröffentlichung Schlagzeug gespielt. Außerdem ist das nicht wirklich eine feste Band. Kathrine Shepard ist fähig verschiedene Instrumente zu spielen und Sylvaine ist ihr Pseudonym. Alle anderen sind Sessionmusiker. Jedenfalls: Eingängig, melodisch und einlullend. Ich mag das.





Ich habe vor einigen Wochen Kharybda empfohlen bekommen. Sie stammen aus meiner zweiten Heimatstadt St. Petersburg und haben beschlossen sich an keine Genre-Restriktionen zu halten. Sie
machen schlicht und einfach was sie wollen. Trotzdem sind sie irgendwo zwischen den Genres Post-Hardcore und Post-Metal zu verorten. Direkt im ersten Track "Izlom" geht es u.a. darum dass unser aller Leben auf der Welt nicht ewig ist. Insgesamt eine verdammt gelungene Mischung aus progressiv und ballernd. I approve this message.

Bandcamp-Link oben.










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Rob Zombie Discography: The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy (2021)

Okay. Das insgesamte siebte Album von Rob Zombie, dass jedoch keinen soooo langen Titel trägt wie der Vorgänger "The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser". Ich wusste beim ersten Hören nicht wirklich was ich davon halten soll. Ich weiß, welche Einflüsse Rob Zombie für seine Alben verwendet, die er auch nicht alleine macht. In der Band ist unter anderen ein gewisser John 5. Ist auch klar, dass RZ nicht für alles alleine verantwortlich ist. Dennoch, merkt man ganz schnell wohin diese Reise führen wird: Samples aus Horrorfilmen, unfassbar lange Songtitel, 70s Hard Rock
Referenzen aber auch Keyboards/Loops/Electronica. Genau genommen ist dieses Album vollgeballert mit Ideen und tatsächlich ziemlich abwechslungsreich. Trotzdem haben wir hier solche Textverbrechen wie "Ramalama ramalama looo" in "The Ballad of Sleazy Rider". Oder "Dig it sexy mama? I'm a cemetery man" in "Shadow of the Cemetery Man". OH und WENN wir schon bei lustigen Songtiteln sind, gebt euch das mal: "18th Century Cannibals, Excitable Morlocks & A One-Way Ticket On The Ghost Train", "Shake your ass - smoke your grass", "Boom-boom-boom". Dieses Album riecht einfach auch nach Filminhalten von RZ. Es geht irgendwie um B-Movie-Horror als auch um irgendwelche Abenteuer auf dem Highway. Klar, es bleibt in gewisser Hinsicht vorhersehbar, andererseits aber wiedeurm nicht. Das Interlude "A Brief Static Hum and then the Radio blared" ist exakt das was der Titel sagt. Das darauf folgende "18th Century Cannibals..." ist ein verdammt guter Highway Country Song. Holy shit. Also, zumindest zur ersten Hälfte. Genauer gesagt, wechselt der Song zwischen Country und semi-Industrial oder so. Ziemlich interessant. "The Eternal Struggles of the Howling Man" ist dabei echt mein Favorit. Klingt meiner Meinung nach fast nach alten White Zombie Zeiten.

Man mag dieses Album für lächerlich halten. Oder sagen dass es vorhersehbar oder einfach dumm ist. Man kann damit irgendwo auch recht haben. Das Ding ist, RZ versucht nicht besonders anspruchsvolle Musik zu machen. Trotzdem hört man die Arbeit heraus, den Groove, wie viele abgefahrene Ideen hier drin stecken. Wie viel Einflüsse. Es ist übrigens auch das erste Album von Rob Zombie dass die Spitze der Billboard-Charts erklommen hat. Gottverdammt, es ist sogar ein rein akkustisches Instrumental-Stück namens "The Much Talked of Metamorphosis" da. Wie geil ist das denn? Ohne Scheiß, ich dachte ich wäre maßlos enttäuscht. Stattdessen habe ich ein bisschen in mich hineingekichert und den Rest definitiv genossen.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: The Satanic Rites of Blacula, The Eternatl Struggles of the Howling Man, 18th Century Cannibals, Excitable Morlocks & A One-Way TIcket On The Ghost Train





TOOL Discography: Fear Innoculum (2019)

Da Philipp das Album vor mir gehört hat, hat er nun auch als erstes das Wort:

"Puh. Man macht es Fans nie leicht, wenn man sie 13 Jahre auf ein neues Album warten lässt, schon gar nicht, wenn es so eine hingebungsvolle und unfassbar nervige Fanbase – wie die von Tool eben – ist.

Zumindest ist Fear Inoculum nicht das Chinese Democracy des Prog Metal, die lange Wartezeit hat mitnichten etwas mit Besetzungswechseln zu tun, mit übergroßen Egos vielleicht schon, man steigt nicht so wirklich durch.

Fear Inoculum wurde wohl ziemlich schlecht aufgenommen, weil nach dem grandiosen 10000 Days die Erwartungen ins Unermessliche gestiegen sind.


Im Prinzip ist alles beim Alten, Danny trommelt sich in haarsträubenden Taktwechseln in Ekstase, Justin spielt abgedrehte Bassläufe mit irgendwelchen geilen Effekten und Adam fährt auch alle Register auf, wenn er auch diesmal keine Musikvideos zu den Songs gedreht hat, schade eigentlich, aber auch weniger Verstörung für mein armes, kleines Herz. Achso: Maynard… Hmm, wo ist eigentlich Maynard? Auf diesem Album glänzt er deutlich mit Abwesenheit, der Gesang nimmt dann doch eher eine untergeordnete Rolle ein und gebrülllt wird auch nicht mehr. Vielleicht ist das diese Altersmilde, von der so oft gesprochen wird. Stichtwort Altersmilde: es ist um einiges ruhiger und weniger hart als 10000 Days (Oh weh, das wird dem armen Gregor gar nicht gefallen, haha.), vielleicht liegt das auch an der Produktion, keine Ahnung von Musik lel, aber es gibt doch ein paar wirklich großartige und atmosphärische Songs.

Pneuma finde ich zum Beispiel richtig gut, diese Atmosphäre, diese Melodien, diese Steigerung, und dass Danny gleichzeitig Melodie und Rhythmus spielt und das Drumming von Minute zu Minute dichter wird, sollte man auch auf jeden Fall erwähnen.

7empest hingegen zeigt Adam in Topform und Justin ist einfach immer genial.

Ich hoffe sehr, dass es bis zum nächsten Album keine 13 Jahre dauert, jetzt wo ich Fan bin, aber naja, Maynard hat mittlerweile 2 Covid-19-Infektionen hinter sich und hängt mehr auf Weinbergen rum als in Proberäumen, Konzerte sind aber jedenfalls wieder angekündigt.

Anspieltipps: Pneuma, 7empest, Fear Inoculum


8,5/10 Pfandflaschen"

Und weil zwei Stimmen besser als eine sind, bin nun ich dran:

Tut mir Leid Philipp aber den Gefallen werde ich dir nicht tun. "Fear Inoculum" gefällt mir wirklich vorzüglichst. Warum?

Meines Erachtens lag der Schwachpunkt von "10.000 Days" dass es zwar progressiv und technisch verdammt gut war allerdings sich in einer bestimmten Klangwelt gefangen hat. Ich würde nicht sagen, dass mich das gelangweilt hat, nein. Allerdings fand ich das insgesamt ziemlich anstrengend. "Fear Inoculum" hingegen geht andere Wege. Gut, es ist wieder ein Konzept dahinter. Diesmal geht es insgesamt um die Zahl Sieben. Auch wurde die Musik im Bezug auf die Zahl geschrieben. Außerdem geht es um Erwachsen und Reif werden und stetige Weiterentwicklung. Auf dem Vorgängeralbum haben Tool zwar den Pfad von "normalen" Alternative Rock schon längst verlassen, waren aber irgendwo mit ihrem kleinen Zeh noch dort zu verorten. Dieses Album hingegen geht einen großen Schritt Richtung Psychedelia und Progressive Rock. Ich mag auch diese ambientigen elektronischen Einlagen, die so meines Erachtens noch gar nicht auf einem Tool-Album zu hören waren. "7empest" ist übrigens ein Song, der sich am ehesten nach alten Tool anhört, lustigerweise. 

Wie auch immer. Wer auch immer hierfür negative Kritiken geschrieben hat, den verstehe ich einfach nicht. Ehrlich. Ich finde das hier wirklich außerordentlich gut.

Anspieltipps: 7empest, Pneuma, Fear Inoculum
9/10 Pfandflaschen







Freitag, 16. Oktober 2020

Album der Woche#461: Misfits Discography, Teil 4

5. Famous Monsters (1999)

Okay. Throwback.

Damals, ungefähr im Jahr 2006 (oder so) hörte ich die Misfits zum ersten Mal und zwar auf dem Soundtrack zu "Jackass". "Hybrid Moments" hieß der Song. Ich habe daraufhin im Müller meines Vertrauens diese CD hier gesehen und habe das Booklet durchgeblättert und irgendwie habe ich 1+1 falsch zusammengezählt und dachte dass der Typ in der Mitte auf dem Albumcover Jerry Only ist. Irgendwann habe ich mir durch die Seite tonspion.de den Song "Helena" runtergeladen und war wie weggeblasen. 

Es hörte sich komplett anders als an "Hybrid Moments". Als ich dann die Seite Fiendclub.de und daraufhin auch das Horrorpunk Forum entdeckt habe war ich absolut "hooked" und saugte immer mehr und mehr und mehr auf. Auch um die Story der Misfits, dass sie eigentlich nur sechs Jahre existiert haben und der Typ der auf "Helena" singt, zur zweiten Besetzung der Band gehört. Und nun bin ich hier.

"Helena" ist btw ein Song der auf dem Film "Boxing Helena" basiert, in welchem ein Typ seine Frau/Freundin in Einzelteile zersägt. Überhaupt ist "Famous Monsters" voll mit Anspielungen. Eigentlich ist der Albumtitel auf das Magazin "Famous Monsters of Filmland", wovon die Misfits die Schriftart für ihr Logo geklaut haben. Ja, checkt das Logo dann seht ihr was ich meine. "Forbidden Zone", "Lost In Space", "Crawling Eye", "Them", "Pumpkin Head", "Die Monster Die!" sind alles Songtitel die auf Horrorfilme anspielen. Keine Frage, es ist unfassbar unterhaltsam, mitgröhlenswert, catchy as fuck usw. usf. Nur frage ich mich wie wenig einfallsfreich es ist. Unter Danzig hätte es sowas nicht gegeben. Klar, die "alten" Misfits hatten auch ihre B-Movie/Horror-Anspielungen aber auch Songs die auf reale  Vorgänge angespielt haben wie "Bullet" oder "She". Andererseits waren die Songtexte auf "Earth A.D./Wolfs Blood" teilweise einfach unfassbar stumpf. Einerseits, andererseits. 

"Famous Monsters" ist eindeutig eine Spur langsamer als "American Psycho". Man wollte nicht in die eigenen Fußstapfen treten sondern etwas leicht anderes machen. Melodischeres, langsameres aber dennoch 100% Horror. Und es ist der Band zweifelsohne gelungen. Allerdings ist für mich da der Drops gelutscht gewesen. Ich denke nämlich nicht dass sie in der Besetzung noch ein ähnlich gutes Album aufgenommen hätten. 

8,5/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: 100.000.000 Years BC, Helena, Fiend CLub, Crawling Eye, Forbidden Zone



6. Project 1950 (2003)

"Project 1950" ist ein sehr spezielles Album. Sowohl für mich als auch für die Misfits als auch für die weltweite Fangemeinde der "Fiends". 

Ich habe dieses Album zuerst nicht wirklich gemocht, im Endeffekt sogar tatsächlich gehasst und es dann auch verkauft. Mittlerweile habe ich gelernt, es zu lieben und die Höhen zu schätzen gelernt. "Project 1950" ist nämlich kein Misfits-Album, läuft aber unter diesen Namen. Es ist nämlich folgendes passiert. Michale Graves stieg aus der Band aus, daraufhin auch der Drummer Dr. Chud und der Gitarrist Doyle Wolfgang von Frankenstein. Alle drei gründeten daraufhin Soloprojekte. Doyle hatte seitdem ein eher distanziertes Verhältnis zu seinem Bruder Jerry Only. Mittlerweile dürften sie sich wieder gut verstehen. Anyways: Es ist außer Jerry Only kein einziges Originalmitglied mehr dabei. Er selbst übernimmt hier den Gesang und macht seinen Job verdammt gut. Richtig verdammt gut sogar. Ich weiß allerdings, dass seine Leistung hierauf halt auch gut gemastered ist, sodass die Enttäuschung groß wurde als ich mir die Live-Aufnahmen dieser Misfits-Besetzung angeguckt habe. Grausig. Doch, wer sind die anderen Bandmitglieder? Marky Ramone von The Ramones am Schlagzeug und Dez Cadena (u.a. Black Flag) an der Gitarre. So betrachtet ist es einfach keine Band die sich "Misfits" nennen sollte. Man ging jedoch den einfachen Weg: Marky Ramone darf zwar als Marky Ramone auftreten, aber nicht als "The Ramones". Der Name "Black Flag" gehört Greg Ginn. Jerry Only ist der einzige von den dreien der unter "Misfits" auftreten darf. Darum und natürlich weil es PR-mäßig besser rüberkommt als "Project 1950" oder "Jerry Only Band".

Was ist denn überhaupt hier zu hören? Wie der Albumtitel schon vermutet, Coversongs aus den 1950ern und ein paar aus den 1960ern. Von Interpreten wie Del Shannon ("Runaway"), Elvis Presley ("Latest Flame"), Bobby Pickett ("Monster Mash"), Conway Twitty ("Make Believe"), Paul Anka ("Diana") und Jerry Lee Lewis ("Great Balls Of Fire"). Warum? Nun, Punkrock hat seine Wurzeln im Rock'N'Roll und Misfits als auch Ramones hatte definitiv Einflüsse aus dieser Zeit. Nicht nur in Horrorfilmen sondern auch im Bubble-Gum-Pop-Rock-'N'-Roll. Dieser kommt nun geliefert im Punkrock Stil. Ganz simpel. Die Zeit bei der Anhörung des Album verläuft sehr sehr sehr schnell. Die Songs sind unfassbar catchy und einfach mitzusingen. Es ist eigentlich alles richtig. 

Doch warum wurde das Album von einigen so gehasst? Weil man es als den Versuch gesehen hat die Milchkuh "Misfits" bis an ihr Lebensende zu melken. Zu diesem Album gesellten sich später noch zahlreiches Merchandise wie T-Shirts, Schuhe, Hundegeschirr, Uhren, Kleider, Babyklamotten und wasweißichnichtnochalles. Das ist hingegen ziemlich grausam. Aber ich kann nicht sagen, dass seit 2003 nichts neues außer Merch rauskam. Es gibt noch einige Singles, ein neues Album und eine EP. Im nächsten Beitrag kommen das neueste Album und die neueste EP vor, übrigens.

Ich gebe: 7,5/10 für die unglaubliche Catchiness

Anspieltipps: Runaway, Diana, Donna, This Magic Moment, Monster Mash, You Belong To Me



Dienstag, 6. Oktober 2020

Album der Woche#460: Misfits Discography, Teil 3

3. American Psycho (1997)

Dreizehn Jahre nach der Auflösung der usrprünglich Misfits kommt nun doch ein neues Album raus. Wie kommt es? Bassist Jerry Only hat es geschafft nach mehreren Jahren, Glenn Danzig (auch gerichtlich) zu überzeugen die Rechte an den Namen, dem Design des Logos als auch an den alten Songs an ihm zu übergeben. Zumindest teilweise. Folglich war es möglich eine neue Band aus dem Boden zu stampfen. Davor spielten Only und sein Bruder Doyle Wolfgang von Frankenstein in einer christlichen (!) Metalband namens Kryst the Konqueror, in welcher Jeff Scott Soto gesungen hat, der früher mit Yngwe Malmsteen zusammengearbeitet hat. Aber das nur so am Rande. 

Die neuen Mitglieder heißen Michale Graves (Gesang) und Dr. Chud (Schlagzeug). Man orientiert sich an denselben Themen wie bisher auch. Horror/B-Movies und allerlei fantastischen und obskuren Kram. "Walk Among Us" (der genauso heißt wie das Misfits-Album von 1982) basiert auf dem Film "The Creature Walks Among Us", "Shining" auf "Poltergeist" von Tobe Hooper (auch wenn der Titel was anderes vermutet), "This Island Earth" auf dem gleichnamigen Film der in "Mystery Science Theater 3000" verarscht wurde. 

Musikalisch betrachtet ist "American Psycho" ein enormer Schritt nach vorne. Zwar hält man zu seinen Punk-Wurzeln - der längste Song geht etwas mehr als drei Minuten - und knallt haufenweise simple Riffs und Melodien raus. Allerdings ist es qualitativ um Welten besser als das was zwischen 1977 und 1983 rausgebracht wurde. Zudem ist Michale Graves ein begnadeter, fantastischer Sänger gewesen der außerdem zwei Songs selbst geschrieben hat, wovon einer noch vor seinem Einstieg bei Misfits entstanden sind: "Dig Up Her Bones", der für viele der Einstiegsong als Misfits-Fan war. 

Ich habe es schon mal an anderer Stelle angesprochen, aber: Dieser Sound, den wir hier zu hören kriegen ist der Sound der viele weitere Horrorpunk-Bands maßgeblich beeinflusst hat. Natürlich auch der der alten Misfits, als auch von Glenn Danzigs weiteren Bands Samhain und Danzig. Allerdings gibt es hier die zahlreichen Woah Oh Ohs und diese bestimmte Art von Gesang. Ich lehne mich hier etwas weiter aus dem Fenster und sage, dass die meisten der Horrorpunk-Bands eher die Reunion-Misfits "kopiert" haben, als die Danzig-Misfits. Ich bleibe bei meiner Meinung: die Misfits haben sich zwar 1983 aufgelöst, aber das was in den 90er Jahren rausgekommen ist, war mindestens genauso einflussreich, eingängig und einfach großartig.

Anspieltipps: American Psycho, Dig Up Her Bones, Walk Among Us, Hate The Living Love The Dead, This Island Earth

9/10 Pfandflaschen



4. Static Age (1997)

Ich bin ganz ehrlich an dieser Stelle: Ich habe absolut keine Ahnung ob "Static Age" vor oder nach "American Psycho" erschienen ist. Eigentlich war es teil eines Boxsets, der wie ein Sarg geformt war und wurde dann später noch mal separat veröffentlicht. Die ganzen Daten im Internet sind widersprüchlich, darum bleibt das jetzt so und das Album wird an vierter Stelle reviewt. 

Rein technisch betrachtet ist "Static Age" das allererste Misfits-Album. Aufgenommen im Jahre 1978 als Teil eines Deals mit dem Label "Mercury Records". Diese brachten unter dem Label "Blank Records" ein Album heraus. Glenn Danzig besaß zu dem Zeitpunkt allerdings schon ein Label gleichen Namens. Darum bot man als Ausgleich an, kostenfrei in einem Studio von Mercury aufzunehmen. Damit war dann jegliche gerichtliche Auseinandersetzung vom Tisch. Es gab allerdings nur miserable Aufnahmezeiten zur Verfügung, wobei die Band bestens vorbereitet war. Trotzdem wurden die Masterbänder des Albums nie zu Ende gemischt und das Ding niemals als Ganzes veröffentlicht. Wie auch immer, 99% des Albums wurde auf Singles, EPs oder Compilations rausgebracht. Darum ist es definitiv kein unbekanntes Material.

Hierauf sind zeitlose Songs wie "Some Kinda Hate", "Last Caress", "Hybrid Moments", "She", "We Are 138", "Bullet", "Return Of The Fly" oder "Attitude". Texte über Horrorfilme ("Return of the Fly", das Attentat auf John F. Kennedy ("Bullet") oder semi-philosophische Sachen wie "Come Back". Letztgenannter Song ist glaube ich der einzige Misfits-Song der fünf Minuten lang ist. "Static Age" hört sich an wie eine Lo-Fi-Version von Rock'N'Roll Marke Buddy Holly. Plus Punkqualität, Punk-Texte und Texte voller Zynik und Gewalt.

Es fühlt sich an wie ein Greatest-Hits-Album, ist es aber nicht. Rein zufällig ist hier der Großteil der Songs, die Misfits ausmachen zu hören. "Last Caress" oder "Hybrid Moments" zählen zu den bekanntesten und meistzitiertesten. Dabei ist es "nur" das "erste" Album der Band, das zufälligerweise die Songs in dieser und nicht anderer Reihenfolge angeordnet hat. Es sind auch die "rauen" Aufnahmen. Wenn man sich "Last Caress" von hier und von der "Beware"-EP anhört, hört man einen enormen Unterschied. Die Besetzung ist übrigens eine vollkommen andere. Kein Doyle Wolfgang von Frankenstein an der Gitarre sondern ein Typ namens Franche Coma. Und ein Jim "Mr. Jim" Catania am Schlagzeug. Am Bass natürlich Jerry Only, wobei er nicht in der Originalbesetzung war und das hier auch keine Originalbesetzung ist. Das Aussehen der Band war auch ein komplett anderes. Keine komischen Frisuren, kein Make-Up. Auch die Halloween-Thematik stand nicht so im Vordergrund, auch wenn die Texte in diese Richtung gingen. Ich nenne das "Proto Misfits".

Lange Rede, kurzer Sinn:

9,75/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Muss ich wohl nicht erklären.





Donnerstag, 1. Oktober 2020

Album der Woche#459: Misfits Discography, Teil 2

Hallo und herzlich willkommen zu einen neuen Themenmonat bei "..,klar"! Diesmal habe ich mir eine Band vorgenommen. Kein Genre, keine Unterschublade, kein Thema. Sondern einfach nur die vollen Alben von Misfits! Warum? Nun, Oktober ist schließlich Halloween-Monat, also warum nicht die Urväter des Horrorpunk reviewen. Simple as that. Und warum eigentlich schon teil zwei? Naja, das erste Album habe ich schon mal reviewt, darum wird es hier nur verlinkt. Wie gesagt, ich bespreche nur die Studioalben. Keine EPs, weil sie meistens kein neues Material haben, keine Singles, keine Best-Ofs, keine Live-Alben. Nur LPs.

1. Walk Among Us (1982)

2. Earth A.D./Wolfs Blood (1983)

Kommen wir zur Sache. "Earth A.D./Wolfs Blood" ist das zweite und rein formell betrachtet das letzte Album von Misfits mit Glenn Danzig am Gesang. Deren eigentliches Debütalbum "Static Age" wurde zwar schon 1978 aufgenommen, allerdings erst 1997 veröffentlicht. Und noch eigentlich: Eigentlich wollte man das Album als zwei EPs rausbringen, die dann "Earth A.D." und "Wolfs Blood" heißen sollten. So heißen nun die beiden Seiten der Schallplatte, anstelle von A und B. Auf dem Originalalbum sind "nur" 9 Songs zu hören. Es gibt aber auch eine andere Version, welche die "Die, Die My Darling"-EP beinhaltet mit den Songs "Die, Die My Darling", "Mommy Can I Go Out And Kill Tonight?" und "We Bite". Diese Version höre ich am liebsten, weil "We Bite" meiner Meinung nach ein großartiger Abschlußtrack ist.

Um es hier mal klarzustellen: Ich bin kein Misfits-Hardliner. Meiner Meinung nach hat sich die Band zwar 1983 aufgelöst und das wars, allerdings sind es die Michale-Graves-Alben die mich zu dieser Musik überhaupt erst gebracht haben. Das Problem ist, dass man mittlerweile eine immerwährende Merchandise-Maschine draus gemacht hat und einmal in 100 Jahren neue Musik rausbringt. Und nein, auch die Auftritte in der "Original"-Besetzung machen es nicht unbedingt besser. Was mich viel eher interessiert: Was wäre wenn sie in dieser Besetzung und mit diesem Sound weiter gemacht hätten?

Denn das ist das interessante hieran. Es ist kein typischer Horrorpunk-Sound, keine Songs mit endlosen Singalongs. "Earth A.D.", wie das Album von Fans genannt wird, ist brachialer Hardcore Punk. Vierzehn Minuten und sechsunddreißig Sekunden Gesamtspielzeit. Stellt euch das mal vor.

Thematisch bleibt man natürlich beim Horror. Der Titeltrack bezieht sich auf den Film "The Hills Have Eyes", "Queen Wasp" und "Green Hell" auf die gleichnamigen Filme. "Devilock" ist tatsächlich der Song über die Frisur die Jerry Only aus Versehen "erfand" (und die ich tatsächlich auch mal getragen habe). Die Songtexte sind voll mit grandiosen Bullshit, den ich so liebe. Beispielsweise der Refrain von "Demonomania": "Demonomania, Demonomania, Demonomania, my father was a wolf, Demonomania, Demonomania, Demonomania, my mother was a whore". 

Doch zurück zur ursprünglichen Frage: Misfits wachsen in meinem Kopf zu einer HC/Punk-Überband mit absurden Lyrics über Horror/B-Movies, existieren noch ein paar Jahre weiter und experimentieren mit ihrem Sound. Zu mehr reicht meine Vorstellung grade nicht. 

Aber das ist auch egal, denn diese kurzen sechs Jahre ihrer Existenz haben gereicht um derartig gutes Material in diese Welt zu setzen, das zahlreiche Bands aus Punk/Metal zu beeinflussen. Metallica coverten "Green Hell" und "Die, Die My Darling". Wolfpack und Cradle Of Filth coverten "Death Comes Ripping". Marduk coverten den Titelsong. Holy fuck. Diese kleine Band hat so viel Einfluss gehabt. Allerdings war es erst ihre zweite Inkarnation die DEN Horrorpunk-Sound, wie wir ihn heutzutage kennen - von Bands wie The Other oder The Crimson Ghosts oder Blitzkid - beeinflusst hat. Dazu nächste Woche mehr. 

9,5/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Ohne Scheiß, alles. 



Dienstag, 27. Januar 2015

So isses, Musik!#4: Strichers absolute Favorites, Teil 1

Ich hatte ja schon mal hier das Vergnügen über meinen eigenen Musikgeschmack zu labern. Dabei hab ich allerdings nur die Musikgenres grob abgedeckt und nicht über die einzelnen Bands bzw. Künstler geredet. Deswegen dachte ich mir dass ich eine nie enden wollende Liste von Künstlern und Bands verfassen werde und ein paar Worte zu jedem einzelnen schreibe. Bzw. jeder/m einzelnen Band/Kollektiv/Truppe. Es ist kein Ranking, keine Top 5/10/20/30, nein. Alles vollkommen ohne irgendwelche Bewertungen oder Platzierungen.

Legen wa los, nich.

Misfits

Misfits 1981: Jerry Only, Arthur Googy, Glenn Danzig, Doyle
Das Trio bzw. Quartett aus Lodi, New Jersey wurde im  zarten Alter vom 15 Jahren für mich zum ständigen Begleiter. Durch den Soundtrack zu "Jackass", auf welchem sich "Hybrid Moments" befand wurde ich infiziert. Danach gings los mit Musik besorgen bzw. mehr anhören. Aber irgendwas tat ich falsch. Als erstes gelang nämlich das Album "Famous Monsters" in die Hände. Es klang komplett anders als die Band auf dem Jackass-Soundtrack. Deswegen musste ich recherchieren. Was ich rausfand war mehr als strange. Es gab also diese eine Band, gegründet 1977 von Glenn Danzig (der den Gesang übernahm), später mit Jerry "Only" Caiafa am Bass und wechselnden Gitarristen und Drummern. Zuerst machten sie ziemlich melodiösen Punkrock, doch in den letzten Jahren ihres daseins wurde ihr Sound immer hardcorelastiger. Doch die Themenwahl veränderte sich nicht: B-Movies, Mystik, Horror, Vampire, Werwölfe, Zombies. 1983 wurde die Band aufgelöst. Glenn Danzig machte mit Samhain da weiter, wo er aufgehört hat. Nach Samhain gründete er eine weitere Band namens "Danzig" die mit "Mother" einen welthit landete und irgendwo
zwischen Hard Rock, Blues und Doom Metal wanderte. Jerry Only und sein Bruder Doyle (der zwischenzeitlich Gitarre gespielt hat) haben sich dem christlichen Metal zugewandt und gründeten "Kryst the Konqueror".

Irgendwann hatten sie wohl entweder keine Kohle mehr oder wurden etwas neidisch und haben sich Rechte an den Namen "Misfits" besorgt. Sie gründeten die Band neu mit Michale Graves am Gesang und Dr. Chud an den Drums. Was dabei rauskam waren die Alben "American Psycho", "Famous Monsters" und die B-Seiten-Sammlung "Cuts From The Crypt". Deswegen war also ein riesenunterschied zwischen dem Album und "Hybrid Moments". Es war nicht schlecht oder so, nur verdammt anders. Das eine war richtig cooler Punkrock, das andere klang eher metallastig. Ich war erstaunt als ich erfuhr wie es weiter ging. Graves und Dr. Chud verließen die Band - Jerry Only reanimierte die Band aber und machte weiter. Als Sänger. Für die Drums und die Gitarre engagierte er Marky Ramone (Ramones) und Dez Cadena (u.a. Black Flag). Ab dem Zeitpunkt wurde es ziemlich lächerlich. Sie waren nämlich viel mehr eine Coverband, die alte misfits, ramones und black flag songs coverte als auch Klassiker aus den 50er Jahren (wie auf dem Album "Project 1950"). Noch lächerlicher wurde auch das Hinauszögern des neuen Albums als auch die Flut an Merchandiseprodukten. Neben Buttons, Patches, T-Shirts und Kappus gabs dann Schuhe, Socken, Hundejacken, Uhren, Ohrringe, Schlüsselanhänger und was weiß ich nicht noch alles. Hinzu kam noch dass Only ein deutsches Horrorpunk-Portal verklagen wollte weil dessen Logo ihm nicht ins Bild passte. Megalomaniac halt. Ganz ganz große Scheiße. Das machte mich ganz traurig, schließlich war ich anfänglich so von der Musik begeistert. Ich hab mir sogar die Haare so lange wachsen lassen, wie es wahre Misfits-Fans auch tun. Auch wenn ich zu Beginn wie Ingo Appellt aussah. Wie auch immer, geschehen ist geschehen.

Lieblingssongs: Hybrid Moments, Teenagers From Mars, Astro Zombies, Hatebreeders, Halloween, We Are 138, uvm.

Charles Bronson

Es gibt einige Bands die in meinem Kopf Türen für ein neues Genre eröffnet haben. Ich war damals zwar einigermaßen offen und empfangsfreudig, was neue Musik betrifft allerdings hat es manchmal lange gedauert bis eine Band bei mir "gezündet" hat. Neben Psychobilly hörte ich damals sehr gerne Hardcore Punk und tastete mich auch langsam an Crust (Nausea, Amebix) und D-Beat (hauptsächlich Discharge) ran. Das wars aber auch schon. Es gab damals gefühlt noch mehr Musikblogs als heute (oder es fühlt sich nur so an, weil man heutzutage weniger blogspot downloads sucht) und in einigen davon tauchte der Name Charles Bronson auf.

Ich wusste, dass es ein Schauspieler ist, der auch mal bei den Simpsons verarscht wurde. Irgendwie weckte das wohl meine Neugier, sodass ich mir einiges (so ziemlich alles) von der Band runtergeladen hab. Mein Favorit war das Album "Youth Attack!" von 1997. Es enthielt eine Ficktonne an Lärm. Es gab kaum Songs die mehr als eine Minute gedauert haben. Das hat mich fasziniert. Mindestens genauso geil fand ich einige Zwischenspiele. Beispielsweise "Standing in front of bulldog records". Da ist nämlich ein Anruf (von jemanden aus der Band nehm ich an) zu hören, der bei "Bulldog Records" anruft und fragt ob sie "Charles Bronson Records" haben. Daraufhin kommt die Gegenfrage "Any who?" und das Lied geht los. Zum Ende fragt der Anrufer nochmal "Dou you have any One Life Crew Records?" was mit "Aw...yeah." beantwortet wird. Daraufhin kommt nur noch ein "awwww, duuuuuude!"
LP-Inlay der "Diet Rootbeer"

Irgendwann fand ich die Musik so geil, dass ich beschloss der Band tribut zu zollen. Deswegen besorgte ich mir einen super coolen Aufnäher, der erst auf meiner Mütze, dann auf meiner Hose und mittlerweile auf meinem neuen Geldbeutel gelandet ist. Er ist so abgenutzt und im Eimer, aber es ist dennoch viel zu Schade gewesen ihn wegzuwerfen. Ich besitze ebenfalls ein T-Shirt, was mir damals jedoch viel zu lang war, sodass ich es viel zu kurz gekürzt hab. Eigentlich ist es nicht dasselbe T-Shirt, ich habe das Motiv (+ Backprint) ausgeschnitten und auf ein anderes draufgenäht. Ich wurde auch vom Schulfotografen darauf angesprochen:

"Cool, was ist dien lieblings Charles Bronson Film?"
"Äh....Ein Mann sieht rot...."
"Coooool."

(oh jesus)

Die Band ist mitschuld daran, dass ich ein enormes Interesse für Thrashcore/Fastcore/Powerviolence entwickelt hab und dass ich verstanden hab wieso sich diese ganzen Bands richtige Namen als Bandnamen gegeben haben. Beispielsweise Kent Brockman, Bruce Banner etc. pp Außerdem ist sie tatsächlich Schuld an meinem Facebook-Namen. Ich habe nämlich vor längerer Zeit zusammen mit einem Freund, Chocolate Banana (Name geändert) angefangen mich so zu nennen (nein nicht ganz genau so wie die Band, aber ihr wisst schon). Ich finde, dass es damals unsere Freundschaft noch ein Stückchen mehr bestärkt hat. Und auch wenn er heutzutage mehr als 300 km entfernt wohnt, weiß ich trotzdem dass wir immer noch "The Bronsons" sind.

Ich höre übrigens auch gerne andere Bands vom Sänger Mark McCoy wie Das Oath oder Failures.

Lieblingssongs: Tears of a clone, Let's start a war so I can sing about stopping it, xdumbfucksx, Marriage can suck it (mit Intro aus dem Film "The Frighteners" mit Michael J. Fox, haha sowas weiß ich), Standing in front of bulldog Records

hier das letzte Konzert der Band:


Yacøpsæ

Ich glaube letztes Jahr in Hamburg gesehen. Ein einziges Mal bis jetzt. Dabei sollten es eigentlich viel viel mehr werden.

Yacöpsae (ja, ich weiß dass es so nicht richtig geschrieben ist) waren eine der Bands die mich damals ziemlich vorm Kopf gestoßen haben. Ihr Sound war noch härter als das was ich damals für mich neuentdeckt hab - ja sogar noch krasser als Charles Bronson. Es war alles noch lauter, noch metallischer aber gar kein Metal und noch brutaler. Und die Texte...wow...manche kann ich zwar nicht ganz unterschreiben, andere aber volle kanne....andere wiederum habe ich erst hoffentlich nach Jahren verstanden. Wie dieses hier. Das Version davon gemacht hab.
quelle: eikestolzenburg.de
war eine lange Zeit mein Weckton. Ich bin nach wie vor von diesem Song fasziniert, sodass ich sogar eine Sunn O)))-mäßige verlangsamte

Ebenso faszinierend finde ich wie viele Songs, Alben, 7inch-Split-Singles und EPs diese Band rausgehauen hat. Zwar nicht so viele wie Agathocles (die sowieso ziemlich scheiße sind), aber immerhin.

Zwar brauche ich manchmal einen guten Abstand von der Musik, weil ich mittlerweile nicht mehr so krass auf Lärm abfahre aber dennoch gehören Yacøpsæ bei mir zu den meistgehörtesten Bands überhaupt. Und sie sind auf meiner Kutte. Dahin schaffts nicht jede Band.

Lieblingssongs: Frost, Beziehungskiste, hippiepest, bundeswehr, Internetejakulator, Spätfilmwichser,

Das wars fürs erst sonst spreng ich hier den Rahmen. Danke fürs Lesen.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Album der Woche, Folge 120: The Misfits - Walk Among Us(1982)

Ich liebe die Misfits. Nein, nicht die Band die heutzutage unter der Regie von Jerry Only auftritt(denn die ist mittlerweile jenseits des guten) und auch nicht die NeoMisfits mit Michale Graves am Gesang - die mag ich zwar auch aaaber die sind in meinen Augen nicht zu vergleichen mit der Band die von 1977-1983 existierte und mit Glenn Danzigs großartigen Gesang mein Herz erobert hat.

"Walk Among Us" ist eigentlich die erste LP der Band, aber gleichzeitig das zweite Album. "Static Age" wurde nämlich 1978 aufgenommen, jedoch erst 1997 veröffentlicht. Die Platte ist von kurzer Dauer und hat 13 schnelle hardcore punk songs die Themen enthalten die von B-Movies inspiriert sind. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist der erste Song "20 Eyes" der glaub ich eines der sinnlosesten überhaupt ist :D

"20 Eyes in my head
20 Eyes in my head
They're all the same, they're all the same
When you're seeing 20 things at a time
You just can't slow things down, baby
When you're seeing 20 things in your mind
Just can't slow things down"

Weiterhin haben nur fast nur Hits. "I Turned Into A Martian", "Vampira"(wer wissen will wer Vampira ist, der schaue sich "Plan 9 from outer space" an), "Night Of The Living Dead", "Skulls", "Astro Zombies", "Braineaters"(oi!oi!oi!) als auch die Live-Version von "Mommy, Can I Go Out And Kill Tonight?"(ein Song den ich unbedingt mal covern muss. un-be-dingt.)

Im Gegensatz zu den Nachfolgealbum "Earth A.D./Wolf's Blood"(das insgesamt ziemlich rau ist) sind die Songs mit relativ klaren Gesang und ziemlich poppiger Eingängigkeit versehen worden. Einziger Track der mir nie so gut gefallen hat ist "Nike A-Go-Go", weil er eben gar nicht in den Kopf geht. Sonst haben wir einen Haufen von Ohrwürmern und sogenannten "Whoah-oh"s die an jeder Ecke warten um das HIrn des Hörers zu malträtieren. Großartiges Album!

10/10 PFandflaschen
Daunlaud