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Dienstag, 11. Juli 2023

Comic Book Review#586: The Mask: I Pledge Allegiance To The Mask#1-4 (2019)

Okay, jetzt ist es irgendwie doppelt gemoppelt, weil ich die erste Ausgabe schon mal hier reviewt habe. Andererseits ist es für diesen Blog der Abschluss einer unglaublich langen Reise. Mit diesem Review ist der Zyklus der Maske (vorerst, bis Dark Horse keine neue Reihe auf den Markt bringt) abgeschlossen.

"I Pledge Allegiance To The Mask" ist im Vorfeld der US-Präsidentschafts-Wahlen rausgebracht worden - im Jahre 2019, die vierte Ausgabe allerdings im Jahr 2020. Der Träger der Maske ist diesmal ein Lokalpolitiker aus Edge City, der in allerlei Umfragen ganz unten landet. Er ist ein Ehemann und Vater von zwei Kindern, sein Name ist Abner Mead und er könnte nicht durchschnittlicher sein. Die Maske findet er im See von Edge City nachdem der Träger davor sie dort rein geschmissen hat. Dieser wiederum war ein Waisenkind dass von einem psychotischen Ehepaar adoptiert wurde, genauso wie
mehrere andere Kinder. An den beiden hat er sich gerächt, indem er die Superkräfte der Maske genutzt hat. Als Abner zum Träger wird, manipuliert ihm die Maske zu mehreren Morden. So bringt sie verschiedene Präsidentschaftskandidaten zur Strecke. Außerdem knüpft sie einen Kontakt zu einem großen Tier der Unterwelt von Edge City und wird in kürzester Zeit zum Gegenkandidaten von Kathy. Genau der Kathy, die noch in der ersten Serie Stanley Ipkiss' Freundin war, nun Bürgermeisterin ist und jetzt als Präsidentin der Vereinigten Staaten kandidiert. Während sie noch versucht als eine Art "gemäßigte" Politikerin zu agieren, zieht die Maske mit allerlei absurden Forderungen (Kanada erobern, Obdachlose exekutieren, Webcams in Genitalien) die Mehrheit der Bevölkerung zu sich.

Diese Miniserie geht mit den ursprünglichen Charakteren auf eine etwas andere Art und als man es erwartet hätte. Mitch Kellaway, der Cop der früher mal die Maske getragen hat und immer wieder versucht hat, alle abzuhalten dasselbe zu tun ist wieder da und versucht Kathy zu helfen. Sie beide wirken etwas....zermürbt, zynisch und ehrlich gesagt wie Schatten ihrer selbst. Wir erfahren zudem, was zwischendurch mit der Maske passiert ist. Dass ein gewisser Kollege von Kellaway sie benutzt hat um Nazis auszulöschen. Darüber hinaus ist der Comic eine ganz gute Parodie auf Donald Trumps exorbitanten Populismus. Man hat seine großen Reden einfach auf den Kopf gestellt und um 360 Grad gedreht. Es gibt ordentlichen Gore, zynische Kommentare, trockenen Humor und natürlich auch einen politischen Kommentar. Schade eigentlich, dass es nach nur vier Ausgaben zu Ende ist. It was a hell of a ride.

Made by: Christopher Cantwell, Patric Reynolds
8,5/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 28. Juni 2023

Comic Book Review#584: Itty Bitty Comics: The Mask#1-4 (2014)

Diesmal bewegen wir uns weit außerhalb der ursprünglichen Kontinuität und nehmen uns einen Maske-Comic vor, der definitiv nur für Kinder gedacht ist. 

Wir befinden uns in irgendeiner großen Stadt. Der Zoowärter Herman Shazbert möchte seiner Frau ein Geschenk zum Hochzeitsjubiläum machen und geht in ein Antiquariat für obskure Sachen. Er findet dort, natürlich, die Maske und nimmt sie mit ohne zu bezahlen. Der Verkäufer sagt sogar, dass sie gar nicht zu verkaufen ist und gar nicht für ihn bestimmt ist. Zuhause gerät sie dann leider in die Hände seiner Mama, also der Oma seiner Kinder, die in einen Wahn gerät und wie bekloppt Pfannkuchen
macht. Es regnet am Ende sogar Pfannkuchen auf der Straße. Um solche Vorkommnisse zu verhindern nimmt Herman die Maske am nächsten Tag mit zur Arbeit. Dummerweise gerät sie in ein Löwengehege was dazu führt, dass ein Löwe sie trägt und anfängt mit anderen Tieren Party zu machen und die Maske tatsächlich zu kopieren sodass bald der ganze Zoo zu Maskenträgern geworden ist. Der Verkäufer vom Beginn der Story taucht dann auf um Herman die Maske abzunehmen, die er allerdings in der dritten Ausgabe aufgrund eines Windstoßes verliert, der sie auf dem Gesicht des Bürgermeisters platziert. Dieser wächst daraufhin auf Godzilla-Größe und versucht den Mond aufzuessen, was die Mondmenschen sehr ärgert die in der vierten Ausgabe die Erde angreifen. Aus Rache. 

Art Baltazar und Franco haben einen wahnsinnig guten Job gemacht, wenn es darum geht etwas so aussehen zu lassen als hätte es sich ein Kind aus den Fingern gesaugt. Die Zeichnungen sehen aus, als wären sie mit Wachsmalstiften gezeichnet. Es ist im Grunde genommen dasselbe Prinzip wie bei bspw. "Tiny Titans". Leider finde ich diese simple Story und die überaus sehr simplen Dialoge einfach unfassbar anstrengend. Es mag sein, dass ich nicht das Zielpublikum bin aber gottverdammt - ich glaube selbst sechsjährige Kinder könnten mehr Inhalt vertragen. Okay, mir hat es gefallen dass man mit dem Gang zum Antiquariat eine Anspielung auf Stanley Ipkiss aus der ersten Maske-Story hat. Aber das war's auch schon, leider.

4,5/10 Pfandflaschen

Dienstag, 20. Juni 2023

Comic Book Review#583: Joker/Mask#1-4 (2000)

Okidoki. Wir kommen, irgendwie, zum Ende einer Ära. Einerseits betrachtet war "Toys In The Attic" das Ende der ursprünglichen Storyline, andererseits war die Kurzgeschichte "No Mask Is An Island" eine Art Fortsetzung die die Maske in ein Museum in Batmans Heimatstadt Gotham City geführt hat.

Hier sind wir also in Gotham. Joker, seine Gehilfin und zugleich vulnerabler Part in einer toxischen Beziehung Harley Quinn als auch ein weiterer Henchman namens Snuck brechen ins besagte Museum ein. Joker möchte traurige Clownsmasken sprengen, weil er sie gelinde gesagt scheiße findet. Leider funktionieren die Bomben nicht und Snuck löst aus Versehen ein Alarm aus indem er DIE Maske aus einer Vitrine entwendet. Kurzerhand taucht Batman auf, doch Snuck hat in dem Moment schon die Maske übergezogen und versohlt dem Dunklen Ritter sprichtwörtlich dem Hintern, weil er jetzt all die Superfähigkeiten hat. Joker ist sichtlich angetan und überzeugt seinen Komplizen die Maske
abzuziehen, nur um ihn danach aus dem Fenster zu stoßen. Nun ist er selbst Träger der Maske und ein noch gefährlicherer Verbrecher als vorher schon. Da das hölzerne Artefakt die hinterletzten Gedanken und Gelüste des Trägers Wahr werden lässt und Joker diese in die Öffentlichkeit hinausposaunt, wird er einfach unaufhaltsam. Schon bald raubt er mit Leichtigkeit allerlei Banken aus, während Batman schwer verletzt in seiner Bat-Höhle am genesen ist. Der nächste Schritt im Wahnsinnsplan: Joker übernimmt einen Fernsehsender um 24/7 seine Verbrechen live ins ganze Land zu übertragen. Er ist fest davon überzeugt, dass er jetzt noch witziger als je zuvor ist. Zu der Gotham City Police gesellt sich Lieutenant Kellaway hinzu, der schon vorher (wir wissen's) versucht hat die Maske aufzuhalten. 

Interessanter Stil. Einerseits ist der Comic zwar nicht so gewalttätig wie die ersten Maske Comics, allerdings sterben hier trotzdem Menschen, werden mit Kugeln durchlöchert, von Safes erschlagen oder abgefackelt. Er ist im ähnlichen Stil gehalten wie "No Mask is an Island" und fusioniert gleichzeitig auf eine abstrakte Weise sowohl den Stil von "Batman: The Animated Series" als auch der Zeichentrickvariante der Maske. Bruce Wayne bzw. Batman und sein Butler Alfred als auch die bekannten GCPD-Beamten (Gordon, Montoya, Bullock) sehen ihren Zeichentrick-Counterparts extrem ähnlich, Lieutenant Kellaway allerdings auchc. Es ist eine interessante Idee: Kinderkompatibles Material aus dem Fernsehen in den Comicformat zu bringen, nun allerdings irgendwie auch für Erwachsene gedacht. Man schafft es auch, jedoch mit einem Spagat, den Bezug zu der ursprünglichen Serie mit dem ersten Maske-Träger Stanley Ipkiss herzustellen. Insgesamt geht es aber meistens darum, dass der Joker mit seinen neu erworbenen Superkräfte unfassbar viel Schaden anrichtet und die Maske wie eine süchtigmachende Droge auf ihn wirkt. Darum: Es ist witzig, aber so ganz grün werde ich hier nicht.

7/10 Pfandflaschen
Made by: Henry Gilroy, Ronnie del Carmen, Ramon F. Bachs

Dienstag, 13. Juni 2023

Comic Book Review#582: The Mask Double Feature!

Nur noch vier Einträge und dann ist das endlose Masken-Abenteuer tatsächlich zu Ende. Diesmal geht es um zwei kurze Comics die in "Dark Horse Presents Annual 1999: DHP Jr." und in "Dark Horse Presents"#153 erschienen sind. Ich hatte keine Lust ganze Ausgaben zu reviewen, weil ich keine Lust hatte die anderen Stories zu lesen. Es handelte sich nämlich um Anthologien wobei die Maske dort nur zu Gast war. Anyways...

Angry Young Mask

Erschienen in "Dark Horse Presents Annual 1999: DHP Jr.". Geschrieben und gezeichnet von Rick Geary. Es handelt sich hier um eine Story, die sich um den Jungen Ned dreht - denselben wie in "A Night Before ChristMASK" und den anderen Kinderbüchern. Aber scheinbar ist das hier nicht kanonisch dazu, weil er hier das erste Mal die Maske findet. Zuerst tauscht er sich mit seinem Kumpel aus, welche Superkräfte sie gerne hätten. Ned wäre klein, unsichtbar und flugfähig. Später findet er die Maske, zieht sie an und verwandelt sich in das grüne Ungetüm was wir alle kennen. Jedenfalls wird er
klein, unsichtbar und kann fliegen, allerdings nicht alle drei Sachen auf einmal. Am Ende wird er von seinen Eltern für ein ??? gehalten und von seinem Vater aus dem Fenster geworfen. So wirft er die Maske weg, die am nächsten Morgen sein Babybruder anzieht und zum Riesen wird.

Nun ja, die Stories von Rick Geary waren alle ganz nett und lustig. Aber so harmlos waren sie nun auch. Das hier ist wirklich sehr harmlos und hätte, meiner Meinung nach, zu den anderen Kinderbüchern gepasst, in einem großen Band. Als Kurzgeschichte ist das wirklich sehr sehr sehr kurz. Trotzdem stilistisch ziemlich cool und es ist auch immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich die verschiedenen Inkarnationen der Maske sind. Wenn man sich die Maske aus dem "Marshal Law/The Mask"-Crossover anguckt und danach das hier... Hui.

7/10 Pfandflaschen

No Mask Is An Island

Erschienen in "Dark Horse Presents"#153. Eine Art Rückblick auf bis jetzt nicht erzählte Abenteuer der Maske ab dem Moment als sie in ein Koffer gepackt und "aus Versehen" zu einer chinesischen Spielzeugfabrik geschickt wurde. Man erinnere sich an "Toys In The Attic". Jedenfalls sehen wir hier zwei Männer, die in einem Auto sitzen und die Maske irgendwohin transportieren. Der eine glaubt nicht an irgendwelche Magie und so Kram und ist deshalb skeptisch warum der andere, ein Wissenschaftler, glaubt dass die Maske magische Kräfte hat. So erzählt er ihm drei Geschichten. Zuerst wurde die Maske per Flugzeug transportiert. Im Flugzeug hat ein Pilot sie entdeckt, angezogen und das Flugzeug zum Absturz gebracht. Daraufhin wurde die unversehrte Maske von einem kleinen Mädchen entdeckt, die von der Maske besessen wurde und ihren gewalttätigen Alkoholiker-Vater umbrachte. Sie wurde
später der Kirche übergeben, wo sie einem Priester sich wegen des Mordes anvertraut hat. Dieser zog die Maske auch an und wurde zum notgeilen Wolf. Der andere im Auto sitzende Mann hat eine rationale Erklärung für das alles, während der Wissenschaftler der Meinung ist, dass die Maske bald niemanden Schaden hinzufügen wird. Sie landet nämlich in einem Museum in Gotham City. 

Es ist faszinierend, was sich Autoren alles für Geschichten überlegen, um Lücken zu schließen. Das sind knapp acht Seiten die ganz kurz aufzeigen was in der Zwischenzeit passiert ist und eine Brücke bauen zum nächsten wahnwitzigen Crossover - dass ich in Comic Book Review#583 reviewen werde. Und das wird noch richtig spaßig, denke ich. Jedenfalls, um es kurz zusammenzufassen: Cooler, cartoonesker Stil, der gleichzeitig ziemlich brutale Stories erzählt. Auch wenn es sich hier lediglich um vage Nacherzählungen handelt. Mir gefällt's!

8/10 Pfandflaschen
Made by: Henry Gilroy und Lucas Marangon

Dienstag, 6. Juni 2023

Comic Book Review#581: The Mask/Marshal Law#1-2 (1998)

Hierbei handelt es sich um ein Crossover von "The Mask" und einer Figur namens "Marshal Law", ebenfalls aus dem Hause Dark Horse Comics. Der Marshal ist eine äußerst finstere Figur. Joe Gilmore lebt in einer relativ weit entfernten Zukunft, genauer gesagt in einem Metropolis gebaut auf den Ruinen San Franciscos, nachdem die Stadt bei einem Erdbeben vernichtet wurde. Er arbeitet für eine Underground Polizei als Vollstrecker des Gesetzes mit Superkräften. Sein Ziel sind Superhelden, die den Pfad der Gerechtigkeit verlassen haben und nun Terror und Gewalt säen. Er begegnet ihnen mit Gewalt und sorgt dafür dass sie entweder nicht mehr leben oder ins Gefängnis wandern. Nun ist er kurz davor, seinen Job an den Nagel zu hängen. Vor einigen Jahren ist sein ehemaliger Weggefährte Danny, der Superheld Sleepman, zum Bösewicht mutiert und hat seine Freundin Lynn umgebracht. Jahre lang

dachte Joe Gilmore, wie der Marshal wirklich heißt, Danny wäre tot. Doch in Wirklichkeit verbringt er seine Tage als Versuchskaninchen für die regierungsnahe Wissenschaftsinstitution "SHOCC". Er selbst ist mehr Gemüse als Mensch. Die Wissenschaftler und Regierungsagenten haben die Maske in ihrem Besitz und denken, sie könnte das Menschliche in ihm wieder zurückbringen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Kaum ist die Maske aufgesetzt, verwandelt sich Danny in ein grünhäutiges Monstrum, dass alle seine psychischen Traumata durcheinander wirbelt. Er bricht aus seinem Gefängnis aus und versucht sich nun wieder als Superheld. Er vereitelt einen Bankraub, wobei die Kugeln der Räuber an ihm abprallen und andere töten. Er rettet einen Jungen vor einem Zug, indem er diesen umleitet sodass er einen anderen Zug entgegenrast. Als er über die Stadt mit seinem Röntgenblick wacht, bringt er mit den Strahlen allerlei Menschen um. Marshal Law wird daraufhin von der Polizei zur Hilfe gerufen und ist nun sehr erbost darüber, dass Danny überhaupt noch lebt. Es dürstet ihm nach Rache.

Ich bin mir ziemlich sicher, diesen Comic vor über zehn Jahren gelesen zu haben. Aber ich kann mich an diese Abstrusitäten so überhaupt nicht erinnern. Meine Fresse, das Artwork ist absolut irre(!) Die schmerzverzerrten Gesichtern, die überstehenden Gebisse, die vollkommen übertriebene Gewalt, Body Modification, Parodie auf BDSM-Kultur und Cyberpunk. "Marshal Law" zeichnet ein verzerrtes, rundum sehr gewalttätiges Bild von der Zukunft. Ich musste bei jedem Panel zwei Mal gucken, weil ich immer wieder irgendwas neues entdeckt habe. Die Geschichte ist zwar absurd hoch zehn, stellt aber auf ihre äußerst krude Weise jemanden dar, der mit seinen inneren Dämonen kämpfen muss. Äußerst beeindruckend. Und witzig.

Made by: Pat Mills, Kevin O'Neill
9/10 Pfandflaschen

Freitag, 2. Juni 2023

Comic Book Review#580: The Mask: Virtual Surreality#1 (1997)

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Kapitel in der (fast) endlosen "The Mask"-Saga. Wir haben Mai 2023 und somist den (vor)letzten Monat in welchen ich irgendwas über diesen Character reviewe. Nächsten Monat gibt es noch einen Comic. Und das war's dann. Anyway, here we go:

"Virtual Surreality" findet im Universum von "Adventures of the Mask" statt, also sowohl der Zeichentrickserie als auch darauf aufbauenden Comics. Stanley Ipkiss guckt sich im Fernsehen die "Dukes of Hazzard" an als eine merkwürdige Werbung kommt, in welcher ein komischer Wissenschaftler eine VR-Software bewirbt. Stanley fühlt sich angesprochen und als der Wissenschaftler in der Ansage die Maske anspricht und darum bittet dass der Held zu ihm kommt um die Software auszuprobieren, umso mehr. Folglich taucht Stanley als Maske bei ihm auf und möchte unbedingt in die virtuelle Realität eintauchen. Gesagt, getan. Von nun befindet sich die Maske in einer virtuellen Welt bzw. springt zwischen verschiedenen "Programmen" herum. Es ergeben sich also mehrere kurze Stories, geschrieben von Michael Eury und gezeichnet von verschiedenen Autoren. Die erste erzählt von einer Barbarenwelt, aus der Feder von GROO-Schöpfer Sergio Aragones. Aaron Lopriesti
präsentiert daraufhin eine überzeichnet, für 90er Jahre typische, hypermaskuline Superheldenwelt mit unmöglichen körperlichen Verrenkungen. Dave Cooper zeigt eine Art beinahe stummen Comic, der im Stile von spät-90er/früh-00er flashanimierten Websites daherkommt, in welchen man einen Frosch in nen Mixer geschmissen hat oder so. Oder eher so wie in vielen MAD-Zeitschriften. Es wird eklig, die Maske schneiden sich die Augen ab. Aus der Feder von Dave Taylor kommt eine futuristische Welt in welcher mit Comics gehandelt wird und Robo-Frauen im Supermarkt verkauft werden. Mike Mignola zeigt am Ende eine Art Ctulhu-mäßiges Ritual mit Maske als Dämon. Am Ende taucht Maske in Stanley Ipkiss' Kindheit und stellt fest, dass der Wissenschaftler in Wirklichkeit der Bösewicht Dr. Pretorius ist, weil nur er weiß, dass Maske eigentlich Ipkiss ist. 

Der Move, mehrere kleine Kurzgeschichte in EINE einzelne Ausgabe zu packen ist grundsätzlich ganz cool. Ich mag es, wenn veschiedene Autoren/Zeichner eine Figur aus ihrer Sicht schreiben oder zeichnen. Die Sequenzen sind ganz witzig,a ber viel viel cooler fände ich es wenn man ein ganzes Band herausgebracht hätte anstelle eines einzelnen Heftes. So ist das Vergnügen doch leider von kurzer Dauer. Schade eigentlich. Ansonsten kann ich mich nicht beschweren: Jeder einzelne Zeichenstil passt absolut zur Verrückheit/Aburdität der cartoonesken Handlung. Es macht durchaus Spaß, wie sonst auch. Trotzdem bleibt ein gewisser komischer Beigeschmack. Man hat die Vermutung, dass den Autoren langsam die Ideen ausgehen.

7,5/10 Pfandflaschen

Dienstag, 21. März 2023

Comic Book Review#575: Lobo/The Mask#1-2 (1997)

Ich habe die beiden Comics vor über zehn Jahren gelesen und war mir nicht mehr sicher worum es genau geht. Als ich immer weiter gelesen habe, wusste ich plötzlich wohin die Reise gehen wird. Es ist eines der besten Crossover-Comics der 90er Jahre und gleichzeitig eines der inhaltleersten. Anyways, here we go:

Wir befinden uns in New York City. Ein Kleinganove namens Ira ist grade dabei eine Oma zu überfallen, die sich als Undercovercop herausstellt. Er flüchtet in eine Gasse und findet dort in einem Müllhaufen...die Maske. Er freut sich über den Fund und plant, das Artefakt teuer zu verkaufen. Urplötzlich taucht eine Armade von unfassbar hässlichen und schwer bewaffneten Aliens auf, die hinter der Maske her sind und Ira als "denjenigen" erkannt haben. Sie sind Teil eines Einsatzkommandos von einem weit entferntem Planeten, dass den "ultimativen Bastard", welcher die Maske ist finden soll. Dieser hat nämlich im ganzen Universum für genügend Leid und Zerstörung gesorgt. Der Oberbefehlshaber dieser Aliens engagiert zusätzlich noch Lobo, den intergalaktischen Kopfgeldjäger. Er verspricht ihm eine Billion Credits wenn er den grünhäutigen Bastard fängt. Also reist Lobo zur Erde
und findet Ira in der besagten Gasse wieder, nachdem er als Maske die ganzen Aliens abgeschlachtet hat. Die beiden kämpfen miteinander bis zum bitteren Ende, sodass nur noch deren Köpfe übrig bleiben. Nachdem die halbe Innenstadt zerstört ist, alle Superhelden sich aus Angst verpisst haben und die Körper der beiden Protagonisten wieder vollständig sind, entscheiden sie sich zusammenzuarbeiten. Maske erklärt Lobo, dass nicht der derzeitige Träger für die Gräuel verantwortlich ist, sondern wahrscheinlich der Vorgänger. Gemeinsam wollen sie nun den "ultimativen Bastard" finden, der 90% des erweiterten Universums im Gestalt der Maske massakriert hat und am Ende sich die Kohle einheimesen. Sie reisen also auf Lobos fliegenden Motorrad durchs Weltraum... und massakrieren Aliens, weil die Maske immer wieder der Meinung ist, den richtigen gefunden zu haben. Ein Blinder sieht, dass der grüne Mann den Präsi (so nennt man im Jargon Lobo) ordentlich hinters Licht führt.

Geschrieben von John Arcudi und Alan Grant, gezeichnet von Doug Mahnke. Zwischendurch fällt die vierte Wand und man wendet sich direkt an den Leser um zur Schau zu stellen wie absurd das ist. Man merkt auch selbstironisch an, dass die beiden Autoren wohl nicht wirklich was zur Story beizutragen hatten, deswegen hat man sich für mehr Gewalt entschieden. Und es ist wirklich unfassbar viel cartooneske, vollkommen absurde Gewalt. Köpfe werden abgehackt, Hälse lang gezogen, aus Eingeweinde lächelnde Gesichter gemacht, Metallhaken durchs Gesicht gezogen, Augen in ein Gewehr gepackt, als Patronen benutzt und den Körper des Feindes durchgedrungen. Alter. Was für ein unfassbar lustiger, absurder Scheiß. Der Stil ist dabei gleichzeitig cartoony und unfassbar gory, detailreich und absolut unrealistisch. Sprich genau das, was die alten Maske-Comics ausgemacht hat. Was mich außerdem gefreut hat: Das Outfit was Ira als Maske ist dem von Jim Carrey bzw. dessen Zeichentrickversion zum Verwechseln ähnlich. So haben wir einen noch deutlicheren Kontrast zwischen dem Brutalo-Arsch Lobo und einer scheinbar harmlosen, jedoch verrückten Zeichentrick-Maske. Herrlich!

9,75/10 Pfandflaschen

Dienstag, 14. März 2023

Comic Book Review#574: A Decade of Dark Horse#3 (1996)

Es sieht nur so aus, als würde ich jetzt eine Pause von all den Maske-Comics machen. In Wirklichkeit dachte ich mir, dass es etwas blöd wäre eine kleine Kurzgeschichte außerhalb der dazugehörigen Ausgabe zu reviewen. "A Decade of Dark Horse" war eine vierteilige Miniserie, die zum zehnjährigen Jubiläum von Dark Horse Comics erschienen ist. In dieser Ausgabe haben wir vier kleine Stories, die zu vier bekannten Reihen des Verlags gehören.


In "Aliens: Lucky" treffen wir auf einen vokuhila- und schnauzertragenden Astronauten, der Teil eines Bergungsraumschiffes ist. Eines Tages bergen sie ein kleines Schiff, sind aber zu sehr in Eile um es nach lebenden Organismen zu scannen. Folglich betritt er es um nach wertvollen Dingen zu suchen (die Gewinne davon teilt sich die Crew untereinander) und lässt aus Versehen eine Horde von Xenomorphs (ja, genau den) frei die daraufhin sehr schnell das gesamte Schiff infiltrieren. Er schafft es, einen der wenigen Überlebenden und zeitlich Vorgesetzten mit einem Alien auszusperren und selbst in einer Art Panic Room/Überlebenskammer sich zurückzuziehen. Von dort aus beobachtet er das Geschehen seelenruhig und es ist ihm scheißegal wie viele Menschen dabei sterben. Als das Rettungsteam endlich ankommt, lügt er dass er nicht für den Überfall verantwortlich war und schiebt die Schuld auf seinen Vorgesetzten. Eine durchaus typische Alien-Story. Ein ignorantes Stück Scheiße von einem Menschen bevorzugt es, sein Überleben zu sichern und auf die anderen zu scheißen während die Aliens alles und jedem massakrieren. Erzählt in einem Rückblick. Man weiß nicht, wie die Aliens auf das geborgene Schiff kamen, noch was nach der Rettungsaktion passiert. Perfekt für Neueinsteiger. Geschrieben von Mark Verheiden und gezeichnet vom großartigen Mark A. Nelson. Das Design ist Schiffes ist "chef's kiss".

"All and Sundra" ist eine Story aus der Comicreihe "Nexus". Wir befinden uns in den USA einer alternativen Zukunft. Die beiden Soldaten(?) All und Sundra die in einer Beziehung sind. Sie befinden sich auf einem Picknick als All ein Kindheitsphoto von Sundra in ihrer Brieftasche sieht. Daraufhin erzählt sie ihm wie es enstanden ist. Es war an ihrem elften Geburtstag als ihre Eltern sie in einen Dark Horse Themenpark gebracht haben. Der Tag war schön, die Eltern hatten sich lieb und sie hat mehrere Attraktionen besucht. Der Vater hat ihr ein Barb Wire Karussell gezeigt, obwohl es eher vulgär sein sollte. Später kriegt All Besuch von einer Überwachungsdrohne, die ihm zeigt wie es wirklich passiert ist. Sundras Eltern sind geschieden, als auch ihre Adoptiveltern. Sie waren zum Zeitpunkt des Ausflugs zerstritten und der Tag war Scheiße. All fühlt sich so als würde ihn jemand extra auf falsche Gedanken bringen wollen - tatsächlich ist die Drohne von jemanden von außerhalb ferngesteuert worden um Sundra zu diskreditieren. Ich verstehe nur die Hälfte des Comics, aber irgendwie auch die Rahmenhandlung. Allerdings ist "Nexus" eine riesige Reihe, die 500 Jahre in der Zukunft spielt und irgendwie ist das zu groß um einen kleinen Ausschnitt davon in eine Kurzgeschichte zu packen. Also, was hier vor sich geht, kann ich verstehen. Aber wer diese Leute sind, das wird nicht erklärt und ich steige nicht dahinter. Trotzdem irgendwie ganz cool. Geschrieben von Mike Baron, gezeichnet von Steve Rude. 

Die vorletzte Story heißt "The Kahm Family at Home" und ist Teil der "Outlanders"-Reihe. Ich habe absolut keinen Schimmer was für ein Wesen die Protagonistin ist. Eine große Frauen mit gebogenen Hörnern, die mit ihrem Ehemann ganze fünf Kinder gezeugt hat. Sie zeigt in dieser kurzen Story ihr Familienphotoalbum. Sie zeigt wie die fünf Mädchen (mit ähnlichen Namen) groß geworden sind, wie ein kleiner Bruder dazugekommen ist, wie sie zur Schule gingen und ihre Abschlüße gemacht haben. Ich kann beim besten Willen nichts damit anfangen. Liegt vor allem an der kindlichen Manga-Art. Ich kann mit der Story nichts anfangen, zumal es ja nicht wirklich eine ist. Es ist eher ein Rückblick. Geschrieben und gezeichnet von Johji Manabe, übersetzt von Dana Lewis und Toren Smith.

Und nun kommen wir zu dem Grund, warum dieses Review überhaupt entstanden ist. "Night of the Return of the living Ipkiss...kinda" ist eine Art Hommage an den damaligen Werdegang der Maske. Kathy, die erste Frau die die Maske getragen hat, und sie von ihrem (nun toten) Ex Stanley Ipkiss geschenkt bekommen hat, besucht sein Grab. Es tut ihr Leid, dass sie ihn umbringen musste, allerdings waren die Schäden die er angerichtet hat zu groß und er musste aufgehalten werden. Kurz nachdem sie verschwindet, steigt Stanley aus seinem Grab und trägt die Maske, was dazu führt dass er das Aussehen des Big Head hat. Nun will er sich an seinen Widersachern rächen. Zuerst bringt er einen random Motorradfahrer um, danach geht er zur Verhaftung des Gangsters Mozzo, der gemeinsam mit Walter abgeführt wird. Es kommt zu einer Kampfszene, bei welcher Lieutenant Kellaway verletzt und Walter enthauptet wird. Daraufhin begibt er sich zu Kathy, weil er sich an ihr ebenfalls rächen will. Sie erinnert ihn allerdings daran, dass er die Maske nicht mehr hat und dass nach seinem Tod mehrere andere Menschen sie getragen haben. Er würde das wissen, wäre er am Leben. Die Story endet als surrealer Traum in einem weißen Raum, ohne Boden oder Decke (wie bei "Bernd das Brot" in der Nachtschleife). Kellaway gibt Walter seinen Kopf wieder und verscheucht die Leser. Was für ein abgefahrener Scheiß, der niemals in Verbindung mit der Hauptstory steht und einfach ohne Zusammenhang gelesen werden kann. Gezeichnet von Doug Mahnke, geschrieben von John Arcudi. Also von den Maske-OGs. Großartig!

Insgesamt gebe ich der Ausgabe
7/10 Pfandflaschen,
weil hier nicht alles Gold ist. Aber das ist durchaus normal bei einer Art Comic-Sampler.

Dienstag, 7. März 2023

Comic Book Review#573: Grifter and the Mask#1-2 (1996)

Weiter geht es mit den illustren Abenteuern der Maske! Diesmal spielt der grüne Mann aber eher die zweite Geige. Wir haben ein Crossover zwischen zwei Verlagen vor uns. Der Mann mit dem roten Bandana, Cole Cash aka Grifter war damals ein Teil der Superheldengruppe Wild C.A.T.s die einst bei Image Comics ihr Zuhause hat. Zu dem Zeitpunkt hat Autor Jim Lee allerdings einen eigenen Verlag namens WildStorm aufgemacht und seine Charaktere mitgenommen. Mittlerweile ist Grifter Teil des DC-Universums. Zumindest müsste das so sein, also wenn ich mich recht entsinne.

Wir befinden uns in Las Vegas. Ein Anti-Feuerwaffen Aktivist und Kriegsveteran namens Paul Newman kommt mit seiner Assistentin Nancy an um einen Protest gegen eine riesige Waffenausstellung zu protestieren. Dummerweise hat man am Flughafen seinen Koffer verwechselt und in dem falschen Koffer findet er neben lauter merkwürdigen Sachen...die Maske, die er prompt anzieht. So kommt es dazu, dass er sich
in Big Head verwandelt und dieser sein Vorhaben, gegen die Ausstellung zu protestieren schnell in die Tat umsetzt. Er verwandelt das Casino in reinstes Chaos. Grifter hingegen verspielt eine Menge Geld, bietet es den Securities an, von seinem Arbeitgeber zurückzuverlangen. Diese möchten jedoch dass er sofort bezahlt und stellen ihm den Chef des Casinos vor. Dieser ist ein Mann namens Dinero, der den Grifter schon längst kennt. So bietet er ihm einen Deal an. Grifter soll eine sehr mächtige Waffe auf der Ausstellung für ihn stehlen und die Schulden sind vergessen. Der "Probability Annihilator" (was auch immer das darstellen soll) sieht aus wie eine 90er Jahre Waffe, die von Rob Liefeld hätte gezeichnet sein können. Dazu kommt noch eine Gruppe von einarmigen Terroristen, namens "One Armed Bandits", die mit deutschen Akzent sprechen und bald etwas sehr böses vorhaben. lol. Jedenfalls kreuzen sich die Wege von Grifter und Paul Newman/Maske eher unfreiwillig. Sie sind zum selben Zeitpunkt am selben Ort. Als die Terroristen angreifen sehen sie sich irgendwie gezwungen zusammen zu arbeiten. Irgendwie.

Ein typischer Crossover Comic. Zwei ungleiche Charaktere, die aufeinander treffen. Zwei vollkommen unterschiedliche Art zu agieren. Ein cartoonesker Charakter der überall rumspringt und Chaos sät und ein Waffennarr mit "cooler" Maske/Bandana im Gesicht, der eigentlich ziemlich rough und gritty ist. Dabei sehen die Zeichnungen von Luciano Lima einfach stereotyp nach 90er Jahre aus, außer der Maske die eindeutig heraussticht. Unfassbar viele Soundeffekte. Sehr stereotyp aber irgendwie auch selbstironisch. Und stellenweise tatsächlich ziemlich witzig. Geschrieben von Steven T. Seagle. Nein, dieser hat nichts mit diesem Action-Movie-Typen zu tun. Amüsanter Comic, bringt aber nicht viel zur Gesamtstory, bis auf die zwei älteren Frauen die später die Maske finden. Ich glaube, dass sie sie auf welche Weise auch immer zurück nach Edge City bringen.

7/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 1. März 2023

Comic Book Review#572: Walter: Campaign Of Terror#1-4 (1996)

Keine Sorge, es kommt nur noch so..... zehn Reviews im Bezug zur Maske. Ja. Dieses Review ist auch eines davon. Wir verabschieden uns für eine Zeit aus dem Universum von "Adventures of the Mask". Das hier hat nichts mit der Zeichentrickserie zu tun und ist ein Spin-Off zur Hauptserie, die aus mehreren Mini-Serien bestand.

Walter ist sein Name. Er ist riesiger, muskulöser Schläger im Dienste der Mafia. Seine Stimmbänder wurden vor einiger Zeit durchgeschossen, sodass er nicht sprechen kann. Er wird polizeilich gesucht wegen mehrfachen Mordes. Ein gieriger Vermieter verrät dem SWAT-Team wo er sich befindet und so kommt Walter tatsächlich vors Gericht. Die Mafia engagiert eine gewiefte Anwältin namens Anna Hamel um ihn zu verteidigen. Kurioserweise taucht während der Hauptverhandlung ein Amokläufer
auf, der den ganzen Saal abschlachten will. Walter, den keine Kugel so richtig was anhaben kann "beschützt" das Publikum. Dies wird von Hamel und ihren Arbeitgebern dazu genutzt um ein positives Narrativ über Walter zu erschaffen. Der Bürgermeister Sims ist der Mafia mehr als nur ein Dorn im Auge... also möchten sie nun ihren eigenen Kandidaten pushen. Walter kandidiert nun tatsächlich als der nächste mögliche Bürgermeister. Das treibt Sims zur Weißglut, der Mann hat sowieso Probleme mit seiner Aggression. Also engagiert er einen Profikiller, der mit ziemlich absurden Methoden versucht Walter umzubringen.

Erschaffen von den Mask-OGs Doug Mahnke und John Arcudi. Man könnte meinen, die cartooneske Art fehlt hier komplett und man konzentriere sich vollkommen auf die Brutalität. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Zwar sehen wir nichts (bis auf einen Zeitungsartikel) von der Maske, allerdings sind die Methoden mti welchen man versucht Walter umzubringen eine Art Hommage an Wile Coyotes Versuche den Road Runner zu fangen/zu töten. Außerdem gibt es dieses eklige, Tiere quälende, aggressive Mädchen was in jeder Ausgabe auftaucht. Ich sehe als eine Art Platzhalter für die Maske, eine Art Stellvertreter. Es kann natürlich sein, dass ich mich irre. So sicher bin ich mir jetzt nämlich doch wieder nicht. Verdammt. Jedenfalls ist dieser Comic eine vollkommen brutale Tour de Force und Mafia/Action Comic in einem. Und die Character Designs sind wunderbar abstoßend. Großartig!

8,5/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 1. Februar 2023

Comic Book Review#568: The Mask In School Spirits (1995)

Ein weiteres, kleines Meisterwerk - und weiterhin eher ein Kinderbuch denn Comic - von Rick Geary. Wieder spielt die Geschichte in einem eigenen, separaten Universum.

Der kleine Junge Ned geht gerne zur Schule und nach einem Schultag begibt er sich mit seinem Kumpel Dallas auf dem Weg nach Hause. Dallas ist eine Stufe unter ihm. Eines Tages treffen die beiden auf Delbert und Kendall, zwei Jungs die zwar schon okay sind, aber gerne jüngeren Kindern Streiche spielen. Ned und Dallas werden von den beiden herausgefordert, eine alte, verlassene Schule zu betreten. Es heißt, dass es dort spukt. Der Geist einer alten Krankenschwester wandert herum. Außerdem hat angeblich der Hausmeister Kinder im Keller eingesperrt. Sie nehmen die
Herausforderung an - also stiehlt Ned heimlich die Maske von seinem Onkel Stanley um die beiden Kids ordentlich zu erschrecken. Als sie sich in der Nacht dort befinden tauchen tatsächlich Geister auf. Es macht den Anschein als hätten sich mehrere Geister die Maske geteilt, die plötzlich aus Neds Tasche verschwunden ist. Einer sieht aus wie Elvis, die anderen stellen eine Krankenschwester dar, den bösen Hausmeister und einen im Keller eingesperrten Schüler. Bei all dem Tumult verschwindet allerdings Dallas und man vermutet, dass er zu große Angst hatte. Wink mit dem Zaunpfahl.

Okay, es ist alles im selben Stil gehalten, wie bei den letzten beiden Büchern. Allerdings ist das Setting ein Tickchen gruseliger. Es ist schließlich eigentlich eine Halloween-Ausgabe. Get it? "School spirits", und so. Deswegen wundere ich mich nicht darüber. Trotz alledem ist das Buch sehr kindsgerecht gehalten, allerdings würde ich es erst für Kinder ab 12 Jahren empfehlen. Viel zu Schade, dass es so kurz ist. Meiner Meinung nach könnte man alle drei Bücher als ein etwas größeres Sammelband rausbringen. Coole Sache, trotzdem.

8/10 Pfandflaschen

Dienstag, 20. Dezember 2022

Comic Book Review#563: The Night Before ChristMASK (1994)

Wir haben es nicht zu lange bis Weihnachten und da ein Großteil von euch wohl irgendwie feiert habe ich den Reviewzyklus extra so gestaltet dass dieser Comic in der Weihnachtswoche rauskommt.

Hierbei handelt es sich um etwas, was man im Fachjargon "Non-Canon" nennt. Rick Geary hat drei illustrierte "The Mask"-Kinderbücher erschaffen, also sowohl geschrieben als auch gezeichnet. Darüber hinaus gibt es noch einen kleinen Auftritt in einer Ausgabe von "Dark Horse Presents", aber dazu kommen wir irgendwann später.

Protagonist des Buches ist ein kleiner Junge namens Ned. An Weihnachten müssen seine Eltern verreisen, also wird er in Obhut seines netten, aber merkwürdigen Onkels Stanley übergeben. Stanley sieht dem Stanley Ipkiss schon ziemlich ähnlich und ich würde fast schon sagen, dass er das ist. Er bereitet für seinen Neffen eine kleine Überraschung vor, um ihn etwas aufzumuntern da dieser traurig ist weil er Weihnachten ohne Familie verbringen muss. Jedenfalls sieht Ned in der Nacht vor

Heiligabend die berühmte hölzerne Maske in Stanleys Schrank. Es scheint fast so als hätte sie die Tür selbst aufgemacht um auf sich aufmerksam zu machen. Es dauert nicht lange, da zieht Ned die Maske auf und verwandelt sich in "ChristMASK", eine Art grünhäutigen Weihnachtsmann. Er verteilt Geschenke und lässt sich sogar in einer Wohnung von einer aufgestellten Kamera fotografieren. Mithilfe der Maske kann er sich dabei als verschiedene Charaktere verkleiden. Auf einen Dach trifft er auf einen Einbrecher, der versucht seinen Geschenkesack zu stehlen. Dieser wird aber in die Luft geschossen, weil sich dadrin nur noch Feuerwerke befinden. Schließlich trifft Ned in Stanleys Wohnung tatsächlich auf den Weihnachtsmann. Ned schmuggelt die Maske anschließend in Santas Geschenkesack und geht schlafen.

Ein sehr kurzweiliges Abenteuer. Für Komplettisten wie mich tatsächlich ein Riesenspaß. Sicherlich fürs erste ein merkwürdiger Turn - aus einem doch sehr brutalen Comic ein Kinderbuch hinzubiegen. Rick Gearys Maske hat nur rein äußerlich etwas mit dem Original gemein, besonders die Zähne sind gut getroffen. Ansonsten ist das eine Art "What If?"-Episode, in welcher wir zu sehen bekommen was passieren wird, wenn ein unschuldiges Kind die Maske aufzieht. Die Zeichnungen sind ebenfalls sehr unschuldig und gar sehr unabstrakt gehalten. Rausgekommen im selben Jahr wie der Film mit Jim Carrey. Würde mal behaupten, man wollte hiermit noch mehr beim größeren Publikum punkten. Anyways: I like it. Und es kommen noch zwei weitere. Eins dieses Jahr und das letzte dann nächstes Jahr.

8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Comic Book Review#561: The Mask: Toys In The Attic#1-4 (1998)

Bei "Toys  In The Attic" waren der Autor Bob Fingerman und Zeichner Sibin verantwortlich. Die Cover hat allerdings wieder Doug Mahnke mithilfe von Pamela Rambo gestaltet. 

Wir erinnern uns an die letzte Miniserie: Eric hatte die Maske in seiner Tasche verstaut...und das war's. Man weiß nicht wo sie gelandet ist. Auf jeden Fall landet sie irgendwann in einer Grabbelkiste die von einem kleinen Jungen auf einer Treppe vor einem Haus in New York verscherbelt wird. Plötzlich taucht Aldo Kresker auf und ist sichtlich von der Maske als auch von anderen hawaiianischen Utensilien/Figuren/Spielzeugen begeistert. Er selbst ist nämlich Toy Designer und sein Arbeitgeber, ein gewisser Mr. Grepini, hat ihm zum alleinigen Gestalter gemacht. Aldo erstickt in Arbeit und weiß gar nicht, wann und wie er seine Arbeitsstelle vor dem Bankrott retten soll. Jedenfalls nimmt er die Maske und das Spielzeug mit. Zuhause entdeckt er eine Nicht-Einladung in seinem Briefkasten. Es ist eine Erinnerung an das jährliche Treffen der Schauspielergilde von seiner Uni, zu der er nicht eingeladen ist.
Damals hat man ihn nälich rausgekickt und irgendjemand aus der ehemaligen Gruppe muss ihn jährlich daran erinnern. Nun will das Schicksal es so, dass Aldo geistesabwesend die Maske anzieht und nachts zum Mörder wird. Er nimmt sich nun seine ehemaligen Kommilitonen vor und bringt sie alle auf bestialische, jedoch äußerst kreative Weise um. Das erste Opfer wird mit Hanteln an die Wand genagelt, das zweite aus dem Fenster gehängt und in Mimen-Makeup geschminkt, während der dritte ebenfalls wie eine Puppe aufgehängt wird. Allerdings in einer Metzgerei. Die "Puppenstellung" wiederholt sich immer wieder. Die beiden zuständigen Polizisten versuchen zwei Verbindungen herzustellen. Entweder handelt es sich um Morde wie im Film "Seven", also um nachgestellte Süden. Oder es geht um verschiedene Stadien des Lebens: Kindheit, Sexualität, Soldatentum. Kellaway, der ewige Erzgegner der Maske kommt selbstständig nach New York City um zu ermitteln, nachdem bekannt wird dass ein Zeuge einen "grünhäutigen Tarzan" am Tatort gesehen hat. 

Die Story scheint mir fast schon die allerbeste zu sein. Zumindest nach heutigen Standards ist das eine äußerst interessante Krimigeschichte. Ein Mörder geht um, drapiert seine Opfer in Marionettenstellung und die Polizei tappt im Dunkeln. Absolut großartige, halbwegs realistische Zeichnung plus derber Humor. Dazu kommt es, dass nicht zu viel Gore und Cartoon-Blödsinn zu sehen sind, sodass die Story einen passenden finsteren Touch bekommt. Interessant finde ich auch, dass die Wirkung der Maske wieder mal eine andere ist. Aldo ist sich nämlich absolut nicht im klaren, dass er der Mörder ist. Im Gegensatz zu den früheren Trägern, die durchaus gewusst haben was sie da tun. Interessant. Grandios.

8,75/10 Pfandflaschen

Donnerstag, 1. Dezember 2022

Comic Book Review#560: The Mask: Southern Discomfort#1-4 (1996)

Die niemals enden wollende Reise in die Welt der "The Mask" Comics geht weiter. Dieser Monat wird...grün. Schon wieder. Es liegen noch zwei Miniserien vor uns, die im Zusammenhang mit der Hauptstory stehen und jede Menge Spin-Offs. Wird lustig.

In "Southern Discomfort" begegnen wir Eric Martin. Er ist eigentlich ein lieber, etwas zurückhaltender Kerl, der vor kurzem den Kontakt zu seiner Schwester verloren hat. Alles was er weiß ist, dass sie irgendwo in New Orleans ist. Darum hat er einen Privatdetektiv engagiert, um sie zu finden. Mr. Durn, der Detektiv, wird jedoch noch während des Telefongesprächs von einem Henchman einer obskuren Voodoo-Gang umgebracht. Dieser benutzt eine Voodoo-Puppe um bei ihm einen Herzinfarkt auszulösen. Eric macht die Sache stutzig, also beschließt er selbst nach New Orleans zu fliegen. Als er in der Bank ist um Geld vom Konto abzuheben, bemerkt er in seinem Fach eine Maske. Eric denkt, dass

seine Freundin Patti sie da reingelegt hat, als Kostümvorschlag für seinen Aufenthalt in New Orleans. Dort findet nämlich das Mardi Gras Festival statt. In New Orleans angekommen, setzt Eric am Rande eines Festumzugs die Maske auf und wie gewohnt geht der Wahnsinn von vorne los. Er ist fest davon überzeugt, dass die Maske bzw. ihre Kräfte ihm helfen werden seine Schwester Jill zu finden. Stattdessen baut er eigentlich nur Unsinn. Es stellt sich heraus, dass Jill fest in den Händen einer Voodoo Gang ist, die insgeheim Ritual-Videos aufnimmt und sie auf dem Schwarzmarkt veröffentlicht. Lieutenant Kellaway kriegt im Fernsehen mit, dass die Maske nun im Süden der USA ist und beschließt, dort ebenfalls aufzutauchen.

Es ist im Grunde nicht viel neues. Jemand neues wird Besitzer der Maske und möchte damit was gutes tun. Stattdessen wird er selbst zum Sklaven des Gegenstands und grade mal so Herr der Lage. Lt. Kellaway darf natürlich auch nicht fehlen, als Stimme der Vernunft und natürlich Bösewichte. Diesmal ist das Artwork psychedelischer denn je. Die Darstellung der Superkräfte der Maske bzw. der unmöglichen cartoonhaften Dinge die sie tut ist wie aus einem LSD-getränkten psychedelischen Traum entsprungen. Die Farbgebung macht den Unterschied. Die Art wie Goran Delic hier gezeichnet hat macht das auch noch "gritty"ier. Sprich dreckiger und düsterer. Ich bin nach wie vor begeistert und will (wieder) wissen wie es weiter geht.

Made by: Rich Hedden, Goran Delic
8/10 Pfandflaschen

Dienstag, 6. September 2022

Comic Book Review#548: The Mask Returns#1-4 (1992-93)

Nachdem Lieutenant Kellaway die Maske in seinem Keller vergraben hat, versucht ein relativ ruhiges Leben zu leben. Bis eines Nachts drei Gangster der hiesigen Mafiafamilie auftauchen, mit welchen er schon des öfteren zu tun hatte. Sie wollen ihn aus Rache umbringen, doch Kellaway reagiert schnell und ballert mit einer Pistole um sich herum. Er möchte unbedingt in den Keller und ganz schnell die Maske wieder ausgraben. Leider sind die Gangster doch schneller und schießen auf ihn, sodass er schwer verletzt ins Koma fällt. Die Maske nehmen sie tatsächlich mit, einfach so. Während der Fluchtfahrt setzen sie ihren Fahrer auf. Der Typ ist ein verunsicherter Stotterer, der nicht viel im Leben hat. Die Maske bringt ihn dazu rapide zu bremsen und seine Mitfahrer somit zu töten. Prompt nimmt er auch den Platz des Oberboss ein, der sich momentan auf Urlaub in Miami befindet. Er fängt an, in

Handumdrehen die Geschäfte zu führen und die Gegner auszuschalten. Katy, die das Ganze im Fernsehen und Zeitung verfolgt beschließt die Maske wieder an sich zu reißen, damit niemand mehr verletzt wird. Also verführt sie den Maske tragenden Ganoven und wird zu einer Art "Anhängsel". Bevor es aber zu irgendeiner Art Geschlechtsverkehr kommt, reißt sie die Maske an sich und es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd zwischen den Gangstern und ihr. Kurze Zeit später schaffen es die Gangster den Hünen Walter aus dem Knast zu bekommen, damit er sich "Big Head", wie die Maske immer genannt wird, vornehmen kann. Lange Rede, kurzer Sinn: Es kommt zu einer spektakulären Schießerei bzw. Kampf zwischen der Maske tragenden Katy und Walter, der mit schweren Gewehren agiert, die Katy allerdings nichts anhaben können. Kurz vor knapp kommt der aus dem Koma erwachte Lt. Kellaway zur Hilfe.

Und genau das ist mein Problem an der ganzen Geschichte. Kellaway taucht im letzten Augenblick auf und rettet Katy, obwohl sie das Ganze vllt. auch hätte selbst schaffen können. Allerdings zeigt es irgendwie, dass sie die einzige hier ist die die Maske nicht zu fürchterlichen Zwecken mißbraucht. Sie ist nämlich in keinem einzigen Moment auf die Idee gekommen mit irgendwelchen Waffen Walter endgültig zu töten. Sie hätte ihn in zwei Hälften spalten können, mit einer riesigen Kettensäge oder so. Nein, stattdessen hat sie relativ hilflos um sich herum geballert, war aber angepisst. Der Comic ist meiner Meinung nach eine perfekte Darstellung sowohl der Fähigkeiten der Maske als auch der Tatsache dass die Persönlichkeit des grünen Teufels sich eher nach dem Träger der Maske richtet. Wie immer, grandios.

9/10 Pfandflaschen
Motion Comic:


Samstag, 3. September 2022

Comic Book Review#547: The Mask#0-4 (1991)

Okay, Freunde der Sonne. Irgendwann vor 11 Jahren habe ich die erste Ausgabe von "The Mask" reviewt, genauer gesagt hier. Besitze immer noch das Original Trade Paperback. Allerdings reichte mir das nicht mehr und so habe ich mir die beiden "Omnibus"-Ausgaben geholt, auf Polnisch und auf Englisch. Außerdem hat das Trade Paperback irgendwie gelitten, leider... Jedenfalls, hier sind wir wieder. Wieder am Anfang. Die Ausgabe #0 enthält die vierteilige Kurzgeschichte die im Comic Magazin "Mayhem" erschien

#0: 
Wir befinden uns in der fiktiven Stadt Edge City. Ein Kerl namens Stanley Ipkiss kauft für seine Freundin Kathy eine altertümliche Maske in einem Antiquitäten Laden. Stanley ist ein typischer, neurotischer Comic Book Loser. Auf dem Weg zu Kathy wird er von einer Horde Biker verprügelt, weil er sie bleidigt hat nachdem sie sein Auto mit Schmutzwasser aus einer Pfütze dreckig gemacht haben. Kathy ist begeistert vom Geschenk. In der Hand findet Stan die Maske auf der Toilette wieder im Glauben, Kathy hat sie dahin gelegt um ihn zu erschrecken. Nichts ahnend, zieht er die Maske an und verwandelt sich in ein cartoonhaftes, gewalttätiges Wesen mit grünen Kopf. Von nun an ist er

unzerstörbar, Kugeln können ihm nichts anhaben und er hat die Fähigkeit allerlei Sachen aus dem Nichts hervorzuzaubern. So wie riesige Hämmer oder so. Stanley geht nun raus in die Nacht und rächt sich an den Bikern. Er bringt sie alle um. Es vergeht nicht viel Zeit, da entwickelt er eine Obsession mit Gewalt, trägt nur noch Camouflage-Klamotten. Außerdem führt er eine Liste von Leuten, die ihm geschadet haben. Eine Strichliste. Nach und nach rächt er sich an seinen Feinden. Unter anderem an einer Grundschullehrerin, die ihn gemobbt hat. Er bringt sie während einer Unterrichtsstunde um. Die Polizei wird auf die Morde aufmerksam. Kathy merkt auch, dass irgendwas mit ihrem Freund nicht stimmt. Es kommt zum Streit und sie trennen sich. Sie behält die Maske allerdings, die ja ein Geschenk war. Stanley bricht allerdings ein um sie zu stehlen, woraufhin Kathy die Polizei ruft. Nachdem Kathy die Polizei alarmiert hat kommt es zu einer riesigen Verfolgungsjagd zwischen Stanley oder wie man ihn inzwischen nennt, Big Head und den Cops. Am Ende der Story wird Stanley von Kathy umgebracht, die kurzzeitig selbst die Maske angezogen hat. 

#1-4:
Im weiteren Verlauf der Geschichte vertraut sie das Relikt einen Lieutenant Kellaway an, der momentan mit einem Mafia-Fall beschäftigt ist. Irgendjemand scheint aus dem Asservaten-Kammer der Polizei eine große Tüte Heroin geklaut zu haben. Der Mafiosi Rapaz schaltet außerdem nach und nach Zeugen aus, unter anderem einen Drogensüchtigen, indem er ihm eine Überdosis Heroin verpasst. Da kommt die Maske, die Kathy Kellaway anvertraut hat, gelegen. Der Officer nimmt sie nach Hause und zieht sie, entgegen Kathys Warnungen tatsächlich an. So wird er zu einer Vigilanten-Variante von Big Head, die sich nun ohne Rücksicht auf Verluste Verbrecher vornimmt. Kellaway wird allerdings immer gewalttätiger und skrupelloser sodass er irgendwann selbst darüber erschrickt, was die Maske mit seiner Psyche angestellt hat.


Wie ich auch damals vor elf Jahren erwähnt habe, ist hier einiges anders als in der Verfilmung mit Jim Carrey bzw. der Zeichentrickserie. Es ist offensichtlich, dass das Design/der Look der Gangster im Film aus diesem Comic stammt. Glatze oder Pferdeschwanz. Nichts dazwischen. Auch Dr. Pretorious, der Hauptbösewicht in der Zeichentrickserie ist offensichtlich eine Hommage an Rapaz. Zumindest so ein Bisschen. Sowohl in der Serie als auch hier kommt der hünenhafte Bodyguard Walter vor, der scheinbar unzerstörbar ist. Allerdings ist die Comic-Version eine wesentlich brutalere und ekelhaftere. Kellaway, der im Film und Serie stets die Maske gejagt hat ist ein viel draufgängerischer Cop. Stanley Ipkiss nicht bloß ein typischer Loser-Typ sondern ein Psychopath. Meines Erachtens eine großartige Umsetzung der Idee "Cartoon Gewalt ist irgendwie auch Gewalt". Big Head ist eine Art Bugs Bunny auf Crack. Die cartoonhafte Umsetzung der Gewaltfantasien aller. Oder aber auch: Was wäre, wenn ich alles tun könnte was ich wollte und niemand könnte mich aufhalten?

Geschrieben von John Arcudi und Doug Mahnke
9/10 Pfandflaschen

Achja, und hier der Motion Comic:


Mittwoch, 8. April 2015

Film der Woche#189: Jim Carrey Triple Feature!

Da ich in meiner Kindheit ein großer Jim-Carrey-Fan war, nachdem ich meine Angst von der Maske überwunden habe, und heutzutage immer noch von vielen seiner Filme geflasht bin, beschloss ich den Gummimann Tribut zu zollen. Ich entschied mich dabei, drei Filme zu reviewen in welchen Mr. Carrey vollkommen unterschiedliche Rollen spielt.

Fangen wir an.

1. Die Maske (1994)

Stanley Ipkiss (Carrey) ist Bankangesteller in Edge City. Er entspricht dem absoluten Losertypen. Von seinen Freunden/Kollegen wird er ausgenutzt, keine Sau interessiert sich für ihn, er hat chronisch Pech. Das ändert sich als er in einem Fluß eine hölzerne Maske findet. Beim Aufsetzen dieser verwandelt er sich in einem verrückten Typen im gelben Zoot Suit und grünen Gesicht. Dieser hat außergewöhnliche Fähigkeiten: Er kann aus der Luft heraus Dinge herzaubern, aus dem Nichts Musik spielen lassen oder sich wie ein Wirbelsturm fortbewegen. Kommt wohl von Stanleys
Vorliebe für Cartoons, dass sich sein Alter Ego wie einer benimmt. Die Maske bringt aber nicht nur Vorteile mit sich. Als der grünhäutige Kerl versehtnlich Edge Citys Gangstern ihre Beute klaut wirds richtig brenzlig.

Aufmerksame Leser erinnern sich. Die Maske war hier schon einmal zu Gast: Und zwar in Comicform. Da ich beschloss der Zeichentrickserie kein Review zu geben, dachte ich mir es wäre gut ein Gegenstück zum Comic zu reviewen. Wo der Comic durch massive Gewalt glänzt und keine Scheu vor Brutalität hat verhält es sich beim Film anders. Durch den Einsatz von Carreys gelee-artigen Akrobatikeinlagen wird das ganze sehr familienfreundlicher. Ich hab damals nicht schlecht gestaunt als ich den Unterschied zwischen dem Comic-Stanley und dem Carrey-Stanley gemerkt hab. Es sind Galaxien dazwischen. Aus heutigem Blickwinkel ist es immer noch ein recht gut umgesetzter Film. Das klischeehafte "Loser wird zum Held und kriegt das Mädchen"-Szenario ist zwar gewollt, jedoch leicht nervig. Insgesamt ein recht cooles, mit witzigen Insidern geladenes Märchen.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


2. Cable Guy (1996)

Steven M. Kovacs (Matthew Broderick) ist Architekt und gerade in einer schwierigen Phase. Seine Freundin Robin (Leslie Mann) hat ihn vor die Tür gesetzt. Und zwar direkt nach seinem Heiratsantrag. Steven hat also einen Umzug fertig gebracht und befindet sich in seiner neuen Wohnung. Ein neuer Kabelanschluß muss her. Der Kabelmann, Chip Douglas (Carrey) kommt auch bald vorbei und kümmert sich um die Installation. Ein ganz einfaches Ding, hätte man sich denken
können. Leider hat Douglas schwere mentale Probleme. Er will unbedingt mit Steven befreundet sein und wird langsam aber sicher zu einer Plage. Zu einem Psycho. Zu einer Gefahr.

Ich finde es ist einer der besten Filme mit Jim Carrey. Man kennt ihn ja als Dünnschiss-Laberer, als Gummimann und ja man kennt ihn auch von seinen durchaus ernsteren Rollen. Das hier ist aber etwas ganz anderes. Hier wirds teilweise richtig unangenehm. Chip Douglas ist nämlich kein lustiger Clown sondern ein Typ mit ernstzunehmenden Problemen, der an dir wie eine Klette hängt. Mir gefällt es wie der Film immer und immer abgedrehter wird. Richtig gut in Szene gesetzt. Mischung aus Comedy und Psychothriller. Außerdem singt Carrey hier "Somebody To Love" von Jefferson Airplane :3

9/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


3. Ich beide und sie (2000)

Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so aussieht, spielt hier Carrey tatsächlich eine Doppelrolle.

Charlie Balleygates (Carrey) ist wohl der glücklichste Mensch auf Erden. Als Polizist auf Rhode Island vollzieht er jeden Tag seine Pflicht. Er hat drei Söhne auf die er ganz stolz ist. Seine Ex-Frau die ihn verlassen hat, hat sie mit dem Hochzeitschauffeur gezeugt. Außerdem nimmt ihn niemand für voll. Alle sind der Meinung, er hätte nichts drauf und schubsen ihn sprichwörtlich rum. Doch er nimmt das hin. Weil er innerlich gebrochen ist. Doch irgendwann macht es Knick. Charlie hat einen Nervenzusammenbruch und er gebärt...Hank. Ein machohaftes, unberechenbares, maskulines Stück Mensch. Glücklicherweise schafft man es Charlie Wunderpillen zu geben, die seine Schizophrenie zumindest zeitweise lindern. Als nächstes wird er mit der Begleitung von Irene P. Waters (Renée Zellweger) beauftragt. Sie wird wegen Fahrerflucht angeklagt und muss nach New York gebracht werden. Dummerweise vergisst Charlie seine Pillen und es kommt zu einem leicht abgefuckten Road Trip. Shoopdidoop, scoobydoowop, heieieie!

Okay. Jim Carrey spielt also nach seinen Paar ernsten Rollen mal wieder in einen Klamaukfilm. Es iat aber eines der nichtfamilienfreundlichen Sorte. Ich mag das. Ich mag diesen riesigen Unterschied der zwischen den beiden Charakteren, die sich einen Körper teilen, besteht. Es ist quasi wie "die Maske" nur in einer Extremform. Sogar einer die relativ realistisch erscheint. Läuft übrigens nach dem Prinzip "schlimmer geht imer". Und das ist eine der Filmarten die ich wirklich mag. Es wird einfach immer übler. Man setzt überall n Sahnehäubchen drauf, allerdings wirkt das trotzdem noch recht ästhetisch. Meiner Meinung nach eine gepflegte Drecksau-Komödie die nicht ins Scary-Movie-Niveau abrutscht. Sehr schön.

8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:



Donnerstag, 30. Januar 2014

Villains Of The World: I've got no legs, but I'm evil!

Die Welt der Bösewichte hat (beinahe) keine Grenzen. Es gibt Villains jedes Geschlechts, jeder Hautfarbe als auch in der Reihe der Invaliden. So das wars besser Überleitung konnt ich nicht finden. Heute gehts um Bösewichte die aufgrund ihres Körperbaus oder aus freien Stücken nicht auf eigenen Füßen laufen.

1. Mojo
Wieso läuft Mojo nicht auf eigenen Beinen? Halt stopp, die Frage ist falsch gestellt. Mojo hat eigene Beine, jedoch sind es mehr als zwei. Er bewegt sich auf metall-spinnenbeinen und ist äußerst übergewichtig. Darüber hinaus hat er spitze Zähne und böse dreinblickende Augen. Seine Rasse, die "Spineless Ones", kann sich ohne moderne Technologie nicht bewegen. Das erklärt warum er nicht laufen kann. Doch warum ist Mojo so böse?
Nun, da gibts einen einzigen Grund: MACHT!

Mojo ist Herrscher über sein eigenes Universum: das Mojoverse
Darin produziert er verschiedene Reality-TV-Shows in welchen die Teilnehmer lebensgefährliche Aufgaben meistern müssen. Gladiatorenkämpfe gehören auch dazu. Der fettleibige, rückgratlose Sklaventreiber ist sozusagen eine absurdistische Parodie an TV-Magnaten.


2. Jabba the Hutt
Ich glaube, dass man bei der Erfindung von Mojo auch ein wenig bei den guten Jabba abgeguckt hat.
made by Bongzberry

Jabba the Hutt ist ein enormer, nacktschneckenartiger Alien der auf dem Planeten Tattooine residiert. Er ist der Crime Boss des Star-Wars-Universum. Am liebsten dreht er irgendwelche krummen Dinger, lässt sich von seinen Sklavinnen bedienen. Unter seinen Fittichen stehen Kopfgeldjäger, Attentäter und Schmuggler. Meiner Meinung nach lebt er nach dem Motto: "komma her, mach ma wat" und "wer ist der babo?". Er ist die Essenz von purer Faulheit und Gier.



3. Dr. Pretorius
"Do I find a disembodied talking head funny, Ipp-kiss? I think not!"

made by JenL
Bekannt aus der Zeichentrickserien-Adaptation der Comic-Adaptation "Die Maske"(1994, mit Jim Carrey in der Hauptrolle).

Dr. Pretorius ist seltsam. Wieso zur Hölle lässt man seinen Körper so weit umändern, dass der eigene Kopf entfernt werden und auf eigenen Metall-Spinnenbeinen laufen kann? Vielleicht ist das ja ein Trend aus der Zukunft.

Seine Absichten sind rein "wissenschaftlicher" Natur. Er würde gerne die
Maske(die im Besitz des Bankers Stanley Ipkiss ist) gerne für sich haben und mit ihrer Hilfe lauter "wissenschaftliche" Dinge anstellen wie - eine Armee von Superwesen kreieren. Er ist nämlich ein Wissenschaftler, kein Bösewicht:

"Oh, you misunderstand me. I'm not evil. I'm a scientist, a chaos theorist"



Die Synchronstimme macht übrigens der legendäre Tim Curry

Nächstes Mal such ich mir ein neues Thema für die Rubrik aus, allerdings weiß ich noch nicht welches!





Donnerstag, 15. Dezember 2011

Comic Book Review#22: The Mask#0

Wenn man alt genug ist, kennt man auch Jim Carrey. Dieser weltbekannte kanadische Schauspieler spielte in gefühlten 1000 Comedy-Filmen in den 90er Jahren mit; darunter war auch "Die Maske"(1994) welche auf der gleichnamigen Comic-Vorlage beruht. Das Original weicht, wie auch bei den Ninja Turtles-Zeichentrickserien der Fall ist, von der Verfilmung stark ab. Ich wusste zwar, dass der Comic viel brutaler als der Film ist, aber dass der Hauptcharakter dabei so krass durchdreht...das hab ich auf jeden Fall nicht erwartet..

nun, zum Inhalt:
The Mask#0 ist die Zusammenfassung der ersten vier Ausgaben der "Mayhem"-Miniserie. Davor existierte der Charakter in der Reihe "Dark Horse Presents"; er war dort eine Art US-feindlicher Spion. In dieser neuen Variante ist es anders. Wer den Film kennt weiß was ich meine: Stanley Ipkiss, ein absoluter Loser-Typ, findet, auf der Suche nach einen Geschenk für seine Freundin Kathy, in einen Antikladen eine Inker-Maske. Sie ist total begeistert und stellt das Ding erstmal auf den Kamin. Die Maske ist aber keine gewöhnliche. So kommt es, dass wenn Stanley sie anzieht, er sich in eine Art Dämon mit einen großen Kopf und einen grünen Gesicht. Er stellt fest, dass er cartoon-artig unverwundbar ist. Also macht er sich auf einen brutalen Killer-Trip um jedem Arschloch, der ihm in seinen Leben wehgetan hat eine Lektion beizubringen...alles auf eine äußerst brutale cartoon-eske Art und Weise. Er ist dabei äußerst skrupellos.

Somit ein starker Kontrast zu den Film und der nachfolgenden Kinderzeichentrickserie.
Top!
Rating: 10 von 10 Pfandflaschen
Daunlaud