Mittwoch, 17. März 2021

Film der Woche#481: dUMB & dUMBEЯ dUBLE fEETCHURR, Part To

Hallo und herzlich willkommen zum zweiten Teil vom "Dumb & Dumber Double Feature". Der erste Teil kam irgendwann 2018 raus und ist hier nachzulesen. 

Dumb and Dumberer: When Harry Met Lloyd (2003)

Der Filmtitel ist eine offensichtliche Anspielung auf den Film "When Harry Met Sally", den ich leider niemals gesehen habe und der mit hoher Wahrscheinlichkeit auch tausend Mal besser ist. Es ist ein Prequel zum ersten "Dumm und Dümmer"-Film mit Jim Carrey und Jeff Daniels. Diesmal werden Harry Dunne und Lloyd Christmas allerdings von jüngeren Schauspielern dargestellt.


Es handelt sich nämlich um einen Prequel. Harry Dunne (Derek Richardson) hat endlich eine Chance bekommen auf eine "reguläre" Schule zu gehen während Lloyd Christmas (Eric Christian Olsen) vom Hausmeister der örtlichen Schule als Sohn adoptiert wurde. Nachdem er dutzende Male "weitergereicht" wurde. Der Zufall will, dass die beiden sich treffen, Harry Lloyd aus Versehen den Zahn ausschlägt, und sie beste Freunde werden. Daraufhin gehen sie gemeinsam zur selben Schule. Dort will Rektor Collins (Eugene Levy aus American Pie) eine Art Klasse für "Schüler mit besonderen Bedürfnissen" eröffnen um sich Fördergelder zu sichern, die er dann heimlich in ein Ferienhäuschen auf Waikiki investieren kann. Außerdem hat er eine Affäre mit der Kantinenfrau am laufen. Harry und Lloyd erscheinen ihm besonders dumm und geeignet, weitere Schüler für die Klasse zu rekrutieren, damit sein perfider Plan aufgehen kann.

Dieser Film ist so unfassbar scheiße. So scheiße, dass er weder unfreiwillig noch freiwillig lustig ist. Fakt ist, die einzige Szene im Film, die witzig war, hatte mit Scheiße zu tun. Niemand, absolut niemand, kann Jeff Daniels und Jim Carrey nachmachen. Es wirkt wie ein schlechter Fan-Film, ein Cosplay-Video oder so. Im Originalfilm waren die Gags durchaus bescheuert, bösartig und unter der Gürtellinie, allerdings sehr frisch und ausgefallen. Hier wirken sie einfach nur erzwungen. Die Story wirkt an und für sich gar nicht mal so unwitzig, nur die Ausführung ist schlimm. Sicher, Lloyd Christmas ist ein sehr dämlicher Character, allerdings sehe ich hier keinen socially awkward Mittzwanziger (was witzig ist) sondern einen ekligen Teenager (was nicht witzig ist). Es passt einfach nicht.

0/10 Pfandflaschen

Trailer:


Dumb and Dumber To (2014)

Wird eine Fortsetzung von "Dumb And Dumber" die zwanzig Jahre nach dem ersten Teil spielt, es schaffen genauso gut wie das Original zu werden? Oder wird es ein ähnlicher Reinfall wie "Ace Ventura Jr." oder "Son Of The Mask"? Weder noch.

Wir erinnern uns an den allerersten Film. Es stellte sich heraus, dass Mary Swanson verheiratet ist und nichts von Lloyd Christmas (Jim Carrey) möchte. Es bestand nie eine einzige Chance auf eine Beziehung zwischen den beiden. Lloyd kam nie darüber hinweg und rutschte psychisch ab, sodass er irgendwann nicht mehr in der Lage war für sich selbst zu sorgen. Seit zwanzig Jahren ist er Bewohner einer psychiatrischen Anstalt und sitzt regungslos im Rollstuhl. Harry (Jeff Daniels) besucht ihn fast jeden Tag. Als es sich herausstellt, dass er ihn in nächster Zeit, aufgrund von eigenen gesundheitlichen Problemen nicht mehr pflegen kann, offenbart Lloyd ihm dass er ihn die ganze Zeit nur verarscht hat. Die ganze Nummer war ein langgezogener Witz, den Harry auch ziemlich gut findet. Jedenfalls: Harry braucht dringend eine Spenderniere. Leider kommen seine Eltern nicht in Frage, weil sie seine Pflegeeltern sind (und er somit auch eine andere Mutter als im Prequel hat lel) und ihre Organe nicht mit seinen kompatibel sind. Durch Zufall (seine Eltern haben seine Post aufbewahrt) findet er heraus, dass er möglicherweise Vater wurde. Eine Frau,  mit welcher er vor Ewigkeiten Sex gehabt haben soll, namens Fraid Felcher (Kathleen Turner), hat ihm vor zwanzig Jahren eine Postkarte geschrieben, in welcher es heißt dass sie schwanger ist. Seine Tochter könnte doch die passende Spenderin sein. Das schreit nach einem Roadtrip!


Der Film lebt nach einer ähnlichen Formel wie der erste. Zwei Vollidioten mit einer Mission, bei der sie durchs ganze Land fahren, dabei scheiße bauen und grade mal so mit dem Leben davon kommen. Dabei ist die Stärke des Films, die Tatsache dass die beiden Charaktere gar nicht verstehen was um sie herum los ist. Daniels und Carrey spielen das tatsächlich echt gut, während die beiden Jungspunde im Prequel einfach nur "dumm" waren. Hier wird ein Gag nach dem anderen rausgehauen. Es gibt welche, die mehr zünden und welche die weniger zünden und die einfach nur Fremdscham auslösen. Meine Favoriten sind die Tagträume Lloyds, die ins Absurde hinabgleiten. Fest steht: der Film funktioniert ist allerdings definitiv nicht ganz so frisch wie man es sich vllt. erhofft hat. Ich hatte meinen Spaß, aber ich könnte auch ohne diesen Film leben.

6/10 Pfandflaschen

Trailer:



Dienstag, 16. März 2021

Comic Book Review#480: Batman: Legends of the Dark Knight#113 (1998)

Im zweiten Teil von "Shipwreck" hat Lord Demise bereits eine Bombe gezündet, die Batman übersehen zu haben schien. Die Folge ist, dass das Schiff ein mächtiges, gigantisches Leck im Heck (höhö) hat und bald versinken wird. Demise geht es längst nicht mehr darum, irgendeine Mission zu erfüllen. Beziehungsweise schon, nur hat sich sein Fokus verändert. Es geht nicht mehr darum, irgendwie an irgendeinen "Ramirez" von irgendeinem Syndikat ranzukommen. Nein. Stattdessen will er Batman tot sehen, weil er es nicht ertragen kann, dass ein einziger Mensch seine Pläne kreuzt. Zudem soll kein Passagier das Schiff lebendig verlassen dürfen. Demises Handlanger sind einerseits zwar beschäftigt Batman zu überwältigen, allerdings tun sie das nur, weil er ihr Auftraggeber sie sonst nicht vom Schiff lassen wird. Es regt sich geringer Widerstand in seiner Truppe doch er wird schnell zerschlagen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es kommt irgendwann zu einer Rettungsaktion, bei welcher jeder Passagier gerettet werdern kann. Batman hingegen liefert sich ein 1 gegen 1 mit Lord Demise und gewinnt, unter anderem weil letzterer eine große Statue auf dem Kopf bekommt. 

Was für ein großartiges Finale. Ein Action Comic wie er sein sollte. Eine Geiselnahme, ein Bösewicht der in der sowieso schon irren Situation immer wahnsinnig wird und ein Batman der kühl und überlegt an die Sache heran geht. Und man bedenke: es hätte einfach richtig schlimm werden können, weil es immer noch die 90er Jahre sind hier. Ich finds richtig gut, nach wie vor!

9/10 Pfandflaschen

Samstag, 13. März 2021

So isses, Musik!#119

50 Best Rock Albums of the 90s by loudersound.com, Teil 12

Da ich das letzte Mal vergessen habe Raphi einzubetten/einzubinden. Hier mal wieder der Link zu seiner Sicht auf die Alben. Die nächsten zwei habe ich ebenfalls schon reviewt, sodass diese Ausgabe nur ein "neues" Review kriegt. 

26. Soundgarden - Badmotorfinger (1991)

25. Smashing Pumpkins - Siamese Dream (1993)

24. Oasis - (What's the Story) Morning Glory? (1995)

Okay, ich dachte wohl dass ich das Album Scheiße finden würde. Das tue ich tatsächlich nicht. Es ist nur leider etwas "generic", aber gleichzeitig doch sehr eingängig.

"(What's The Story) Morning Glory?" ist das zweite Album von Oasis und es ist durchtränkt mit Radiohits bzw. radiotauglichen Songs bzw. Singles bzw. mitsingbaren, eingängigen Stücken. Das kann gut sein, das kann schlecht sein. Ich kann nicht mit allen was anfangen, jedoch muss ich gestehen das fast alles in meinem Gehirn hängen geblieben ist. 

Insgesamt fünf Singlesauskopplungen: Some Might Say, Roll With It, Champagne Supernova, Morning Glory, Don't Look Back In Anger und Wonderwall. Letzterer ist ein von mir absolut verhasster Song, weil er von diversen Bands und diversen Musiksendern bis zum geht nicht mehr gespielt wurde, sodass er mir tatsächlich aus dem Hals raus hängen. Stattdessen bevorzuge ich "Yesterday" von Lil' Peep. 

Ich mag "Roll With It" und "Don't Look Back In Anger" sehr. Zweitgenannter Song geht mir tatsächlich sehr an die Nieren, weil es mich daran erinnert was für ein verkorkstes Kind ich zu sein schien. Klar, es ist nicht dasselbe was Noel und Liam Gallagher in ihrer Kindheit erfahren haben, aber nunja, trotzdem. 

Es ist mir schon klar, wohin die Band mit diesem Album wollte. Hin zu den Sternen, zu den Charts, mit ehrlich gemeinter, britischer Rockmusik. Oasis sind die Working Class Beatles, zweifelsohne. Sie wären aber wesentlich sympathischer gewesen, wären sie nicht so abgehoben. Ich vergebe jedenfalls, tatsächlich ganze 6,75/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Morning Glory, Roll With It, Don't Look Back In Anger



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Her Noise Is Violence - Unresolved Trauma (2021)

Ich habe Her Noise Is Violence durch Zufall per Instagram gefunden und war etwas intrigiert. Nachdem ich reingehört habe, war ich zuerst gar nicht mal so sicher, ob es mir gefällt doch dann war ich es doch.

Raye Albate macht Lärm. Genauer gesagt "Noise", welcher sowohl organische als auch synthetische Klänge verbindet. Kein Rhythmus, keine tanzbare Musik. Einfach nur Klang. Die EP beginnt mit einem uralten romanischen Psalm vorgetragen von CIRMA Ensemble. Bei "Universal Truth" taucht plötzlich ein Sample eines sprechenden Mannes auf. Ich bin mir absolut nicht sicher wer das ist, aber das bringt mich nicht dazu, wegzuschalten. Der Titeltrack ist neben dem Intro mein Höhepunkt hierauf. Denn er schafft es, wenn auch wahrscheinlich ungewollt, sowas wie einen Rhythmus zu erzeugen."Nothing Left" ist dann der Overkill. Ich fühle mich danach wie ein Hund, der eine Hundepfeife ertragen musste. Trotzdem hat auch dieser Track eine Art Rhythmus, der vernünftig gesamplet auch auf einem Dälek-Track landen könnte. "4 Am (Still Afraid Of The Dark)" bietet den nötigen, beruhigenden Abschluß. Es ist seltsam, wie gut mir das gefällt. Wenn ich jetzt arrogant wäre, würde ich behaupten ich bin so ein crazy dude der solche abstrakte Musik richtig gut findet dies das. Aber das macht mich nicht zu irgendwas besonderem. Tatsache ist, dass wir als Musikfans von unterschiedlichsten Klängen angetan sind und ich finds sehr gut, dass es nach wie vor kreative Köpfe gibt die sich an neuen Sachen versuchen. Auch wenn "Noise" in dem Sinne nichts neues ist.

7,5/10 Pfandflaschen

Bandcamp

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Was läuft sonst?

Ich habe FILMMAKER für mich entdeckt. Irgendein "Wave" (welche Art das jetzt genau ist, weiß ich nicht, auf jeden Fall irgendwas Retro-Artiges, jedoch nicht zu sehr 80er), oder so. Wer genau dahinter steckt, weiß ich auch nicht. Jedenfalls habe ich mir das neueste Doppelalbum "Vlad Tapes" reingezogen und es ballert wirklich unendlich gut. 

Das war aber nicht das einzige. Auf YouTube und auf Bandcamp sind noch etliche andere vorhanden. Ich empfehle die "The Love Market" LP als auch die "Data Bombing" Split EP. Für Fans von Synthwave, 80er, Dark Techno und Retro-Videogame-Ästhetik.

Außerdem:
Ich habe eine chinesische Nu Metal Band namens Yaksa für mich entdeckt. Hier ist ihr Album "FUCK! FUCK! FUCK!". Check it out:



Freitag, 12. März 2021

My Favourite TV-Show: Star Trek: Discovery

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "My Favourite TV-Show" für den Monat März im Jahre 2021. Ursprünglich wollte ich die letzten drei (von vier) Star Trek Serien auf einmal reviewen, doch dann beschloß ich "Star Trek: Discovery" alleine zu lassen. 

Eigentlich habe ich mir fest vorgenommen ALLE Star Trek Serien (chronologisch, in der richtigen Zeitlinie) zu gucken, jedoch habe ich momentan einfach nicht den Nerv für The Next Generation, Voyager, Deep Space Nine, Picard und Lower Decks. So absolut gar nicht. Darum habe ich mich in den letzten Monaten (oder besser gesagt 2019-2020) mit Star Trek: Enterprise, Star Trek: Discovery, Star Trek TOS und Star Trek TAS beschäftigt. Ich wollte erstmal die Grundsteine legen, und der Rest kommt dann später.

Ich habe zuerst relativ viele negative Kritiken über die Serie mitbekommen und dachte mir "hmm, wenn alle es scheiße finden, dann muss es wohl gut sein".

Die ersten beiden Staffeln von Discovery spielen rund zehn Jahre vor den Ereignissen in "Raumschiff Enterprise" bzw. "Star Trek"(TOS). Die dritte Staffel spielt über 950 Jahre in der Zukunft, sprich NACH TNG, DS9 usw. usf. Darum habe ich sie noch nicht gesehen, weil ich das Ganze ja chronologisch sehen möchte.

Im Mittelpunkt der Serie steht die Sternenflotten-Offizierin Michael Burnham (Sonequa Martin-Green). Sie ist zwar ein Mensch, wurde aber auf Vulkan ausgebildet und großgezogen. Ihr Adoptivbruder ist ein gewisser Spock (Ethan Peck). Der Raumschiff auf den sie stationiert ist, ist die USS Shenzhou. Im Laufe der ersten paar Folgen kommt es zu einem verheerenden Zwischenfall mit Klingonen, was eine Kriegserklärung ihrerseits zur Folge hat. Der Captain Philippa Georgieou (Michelle Yeoh) und Burnham sind verschiedener Auffassung wie mit der Situation umzugehen ist. Demzufolge führt letztere eine Aktion aus, die durchaus aus lebensgefährlich betrachtet werden kann. Infolgedessen stirbt Georgieou und Burnham wird der Meuterei bezichtigt und zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt. Bei einem Gefangenentransport gelangt Burnahm auf die USS Discovery, dessen Captain Gabriel Lorca sie bittet, Teil seiner Crew zu werden.

So, mehr verrate ich euch nicht. Ich war von Anfang an, ganz und gar nicht skeptisch. Mir hat das Design der Uniformen, der Planeten als auch des Raumschiffinneren gut gefallen. Und tatsächlich auch die Story. Das Problem war allerdings, diese Storyline irgendwo zwischen "Star Trek: Enterprise" und der Originalserie reinzukriegen. Aus logischer Sicht machen diverse Vorkommnisse hier keinen Sinn. Aus storytechnischer Perspektive schon. Da die dritte Staffel 950 Jahre in der Zukunft spielt haben die Macher wohl freie Bahn gehabt und müssen sich an keinen Kanon mehr halten. Ich frage mich, warum man das nicht von Anfang an gemacht hat, aber das war wohl der Aspekt des Fanservice. Und den hat man auch gewiss erfüllt. 

Fazit: Actionreiche, witzige und unterhaltsame Serie. Wahrscheinlich nicht die beste ST-Serie, aber wen kümmert das.