Genesis: Seconds Out (1977)
Als nächstes kommt eine Band, die mich schon immer irgendwie interessiert hat. Allerdings eher deren poppige Variante. Ich wusste auch früher nicht, dass es mehrere Inkarnationen von Genesis gab, geschweige denn, dass Peter Gabriel dort mal gesungen hat.
"Seconds Out" ist das zweite Live-Album von Genesis nach "Genesis Live". Es umfasst größtenteils einen Auftritt in Paris und einen irgedwo in Großbritannien. Die Konzerte fanden als Support für das
Album "Wind & Wuthering" (1976) statt. Auf dem Album finden sich Songs von den Alben "A Trick of the Tail", "The Lamb Lies Down On Broadway", "Selling England by the Pound" als auch "Wind & Wuthering" und garantiert noch paar anderen.
Album "Wind & Wuthering" (1976) statt. Auf dem Album finden sich Songs von den Alben "A Trick of the Tail", "The Lamb Lies Down On Broadway", "Selling England by the Pound" als auch "Wind & Wuthering" und garantiert noch paar anderen.
Wer hier sowas wie "I Can't Dance", "Land of Confusion" oder "Jesus He Knows Me" erwartet liegt komplett falsch. Denn bevor Genesis immer Richtung Masse gingen (ohne ihre Inhalte zu verlieren) waren sie eine Progressive Rock Band. "Seconds Out" ist quasi eine Art Abschied von den Progressive Rock Sound. Wobei nicht ganz, auf dem nachfolgenden Studioalbum "...And Then There We Three..." haben sie Prog mit massentauglicheren Elementen verbunden und sich später immer mehr von dem Sound verabschiedet. Es ist quasi ein letzter Schritt in Sachen Prog. Oder so. Wie auch immer. Ich bin müde. Ich muss mir dabei immer wieder vorstellen, wie der Keyboardist Tony Banks wie Mr. Burns in dieser Akte X/Simpsons-Folge die Arme ausstreckt und nach den Tasten greift. Es ist stellenweise ordentlich psychedelisch, gleichzeitig aber schön ruhig. Ich mag Phil Collins' Gesang. Ich muss zugeben, dass mir das Album beim ersten Mal nicht wirklich getaugt hat. Leider hat die Qualität über die Jahre gelitten, sodass die digitale Version des Albums sich wesentlich besser angehört hat. Ich nenne es psychedelisch-progressiver Stadion Rock ohne viel Pomposität. Es ist nicht ganz meine Musikrichtung, aber es hat irgendwas echtes in sich.
7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Afterglow, Supper's Ready
The Essential Jimi Hendrix (1978)
Ich mein, ich brauche den Interpreten hier nicht angeben. Eine Compilation, die 1978 auf Warner Bros. Records erschienen ist und alles mögliche aus dem Schaffenszeitraum des großartigen Jimi Hendrix umfasst. Natürlich war er dabei nicht allein, sondern wurde unterstützt von seiner Experience, also der "The Jimi Hendrix Experience", wie die Band offiziell hieß. Die Doppel-LP umfasst solche Hits wie "Are You Experienced?", "Purple Haze", "Bold As Love", "Gypsy Eyes", "Have You Ever Been To (Electric Ladyland)" als auch das legendäre Bob-Dylan-Cover "All Along The Watchtower".
Ich glaube, ich brauche nicht wirklich zu erwähnen, wie großartig das ist - auch wenn ich ein "normales" Album präferieren würde. Eine Best-Of kann ja schließlich jeder rausbringen. Großartig, wie der Linkshänder einfach die Gitarre für Rechtshänder umgedreht hat. Das Booklet ist voll mit einigen Bildern und haufenweise Fakten. Ein durchaus normales Best-Of, das alles wichtige erfasst.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Purple Haze, Are You Experienced?, All Along The Watchtower
REIN IN DIE SAMPLERHÖLLE:
Weiter geht es mit der Samplerei. Dieses mal werde ich "nur" drei Ordner kurz reviewen, da ich schlicht und einfach kaum Zeit habe um zu hause Musik auf dem Rechner zu hören. Beziehungsweise mir kaum Zeit dafür nehmen kann. Jedenfalls: Wenn diese Mini-Reihe vorbei ist, werde ich mir den Ordner "Einzelne Songs" reinziehen, der wie der Name schon sagt keine Alben enthält. Das wird ganz schön spaßig weil da ganz viel Müll drin ist. Naja, weiter im Text.
45./46. Spastic Fantastic Records: "World Up My Ass"/"Sex mit Bekannten"
Zwei Compilations aus dem Hause Spastic Fantastic Records (aus Dortmund). "World Up My Ass" (Mit Steve Urgel auf dem Cover) war ein Tape was entweder vor 2010 oder Anfang der 2010er Jahre erschienen ist. Darauf waren 42 (!) Songs, also 21 auf jeder Seite. Nicht komplett fokussiert auf trashigen Punkrock sondern auf irgendwie alles mögliche. Hierauf sind die üblichen Verdächtigen: The Itallian Stallion, Sidetracked, The Omnipresent Disease, Dean Dirg, Alarmstufe Gerd aber auch so Bands wie Cobretti oder AYS. Sprich: Hardcore Punk in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. "Sex mit Bekannten" hingegen ist eine ganz andere Art von Sampler: Was wir hier vorfinden sind viele Bands die Songs unter oder knapp über eine Minute haben. Powerviolence, Hardcore Punk, Deutschpunk. Also: T-34, Derbe Lebowski, Schwule Nuttenbullen, Henry Fonda als auch Brutal Verbimmelt. Letztere habe ich schon zwei Mal live gesehen. Beim ersten Mal war dieser nervige, beleidigende Sänger dabei der alles um sich rum beschimpft hat - beim zweiten Mal hat man ihn "unterwegs irgendwie verloren." Habe das Teil auch auf Vinyl, inklusive Kondom oder Schwangerschaftstest - ich weiß es leider nicht mehr genau.
47. Still Hardcore - Nix-Pop Sampler
Ein weiterer Sampler aus dem Hause Nix-Pop. Ich glaube auch, dass es der letzte ist. Hier vereint man alle möglichen Sparten des Hardcore Punk. Also wirklich alle möglichen Richtungen. Ob es jetzt Oldschool, Newschool, Youth Crew, Post-Hardcore, Mathcore oder Beatdown ist. Alles ist hier drauf. Tatsächlich hat mein Rechner die alphabetische Ordnung für diesen Ordner ausgewählt sodass mein Winamp-Player alles in alphabetischer Reihenfolge abspielt. Es fängt also an mit A Case of Grenada und endet mit Your Creation. Wir haben Hüsker Dü, Every Time I Die, H2O, From Ashes Rise, Donnybrook aber auch Bands wie xFAT ASSx (mit dem Titel "Shake Your Ass") oder Siren ("Survival of the Slickest" - großartiger Song, ich finde leider gar nichts zur Band). Nunja, meiner Meinung hat sich hier jemand ordentlich Mühe bei der Zusammenstellung gegeben. Großartiger Überblick über verschiedene Sparten des Genres.
48. Take a Bite Outta Rhyme: A Rock Tribute To Rap
Nach all den Psychobilly, Crust und Hardcore Samplern endlich mal etwas Abwechslung. Hierbei haben wir es mit einem äh Rock Tribute an Rap Artists zu tun. Es ist einfach großartig. Es geht los mit Staind, die zusammen mit Fred Durst und DJ Lethal (beide Limp Bizkit) den Überhit "Bring The Noise" von Public Enemy und Anthrax covern. Es ist glaube ich das erste Mal, dass ich Aaron Lewis rappen höre. Interessant, dass jemand wie er, der heutzutage full blown MAGA ist, eine Rapcrew covert die genau das Gegenteil von ist/war. Sevendust covern "Going Back To Cali" von LL Cool J. Run DMC werden gleich zwei mal gecovert: "Sucker MCs" von Lordz Of Brooklyn und Everlast als auch "It's Tricky" von der Bloodhound Gang. Insane Clown Posse verwursten Sir Mix-A-Lots "Posse on Broadway". Das ungewöhnlichste Cover ist hierbei "Microphone Fiend" (Eric B. and Rakim) von den Fun Lovin' Criminals. Die FLC waren eine eher smoothe und entspannte Band mit genauso entspannten Texten. Völlig abstrakt wird es in "The Tribute" der Nu Metal Band Nonpoint. Darin werden die Songs "Children's Story" (Slick Rick), "Whoo-Hah (Got You All In Check)" (Busta Rhymes) als auch "Method Man" (Wu-Tang Clan) zu einem Nu Metal Banger verschmolzen. Wahnsinn.
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Kid Rock Discography: Bad Reputation (2022)
Bis jetzt letztes Album von Kid Rock, erschienen zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Ich glaube, dass es das bis dahin umstrittenste Album von ihm ist. Das hat gute Gründe, allerdings sind diese bereits zu Beginn zu hören und wohl am ausschlaggebendsten. Damit meine ich die Songs "Don't Tell Me How To Live" und "We The People". Der erste Song ist eine Neuinterpretation des gleichnamigen Songs der kanadischen Band Monster Truck, die hier als Gast gefeatured sind. Es geht grundsätzlich darum, dass man ein zäher Hund ist, der sich von niemanden nichts sagen lässt und die Schnauze voll hat von all den "Snowflakes" die einen ohne Grund angreifen. So weit, so schlecht. In "We The People" allerdings wird es wesentlich schlimmer - wobei alles parallel stattfindet. Kid Rock schafft es gleichzeitig zu sagen dass er "keine Hautfarbe sieht und wir alle rotes Blut haben" (also meiner Meinung nach durchaus der Versuch Rassismus eine Absage zu machen) und dass er die "Black Lives Matter"-Bewegung als obsolet ansieht. Eben weil er keine Hautfarbe sieht. Als jemand der gleichzeitig durchaus Kritik an BLM hatte und trotzdem deren wichtige Grundanliegen versteht sehe ich
das als eine Art Spagataktion um zu zeigen dass man a) kein Rassist ist und b) keiner von diesen äh "Snowflakes und ein zäher Hund" ist. Dazu kommen noch Anschuldigungen gegenüber damaligen Präsidenten Joe Biden als auch Dr. Anthony Fauci. Es geht um Maskentragen, was äh fürchterlicher Faschismus ist, Covid-19-Einschränkungen usw. Man bringt sogar "Let's Go Brandon!" (codewort für "Fuck Joe Biden!") im Refrain unter. Im Grunde also pathetisches, "patriotisches" Gemurmel von jemanden der die Situation nicht versteht und sich von seinen Gefühlen leiten lässt. Das sind übrigens, nach den Ausnahmen auf dem Vorgänger "Sweet Southern Sugar" neue Rap-Rock-Songs von KR. Das erste Mal seit langem (also in dem Fall seit fünf Jahren), dass er wieder rappt. Das ist hier mehrfach der Fall. Und es ist nicht gut. Der Rest des Albums besteht insgesamt aus schmalzigen Southern Rock/Country-Songs darüber dass man äh ein zäher Hund ist, auf der Überholspur lebt und sich nichts sagen lässt... und eigentlich nichts weiter. Interessanterweise schafft KR es, sowohl das zu behaupten, als auch dass er "fucking fifty" ist und sich wahrscheinlich in die Hose geschissen hat - im letzten Song "Fifty". Dazu kommen noch irgendwelche Fantastereien über Südstaaten - "Ala-fuckin-bama" (einer der wenigen guten Songs hierauf) - obwohl KR bekanntlich aus Michigan stammt. Und natürlich auch darüber dass er sein Land liebt und möchte dass alle sich lieb haben - in "My Kind Of Country" - was irgendwie im Gegensatz zu "We The People" steht. Meiner Meinung nach versucht KR hier zweigleisig zu fahren und natürlich seine Country Redneck Fanbase zu erreichen. Die ursprünglichen Alternative Kids, die seine Rap Rock Phase gefeiert haben, sind natürlich schon längst weg. Es ist ein sehr dürftiges Album von jemanden, der mit ganz viel Provokationen irgendwie versucht relevant zu bleiben. Das funktioniert nicht wirklich. Es ist ein füchterliches, möchtegern provokantes, pseudopolitisches, schmalziges Country Rap Rock Album. Ich gebe eine Pfandflasche für den Einsatz von Geigen. Das finde ich tatsächlich gut, aber das war's auch schon. Bin sehr froh darüber, dass diese Discography zu Ende ist.
das als eine Art Spagataktion um zu zeigen dass man a) kein Rassist ist und b) keiner von diesen äh "Snowflakes und ein zäher Hund" ist. Dazu kommen noch Anschuldigungen gegenüber damaligen Präsidenten Joe Biden als auch Dr. Anthony Fauci. Es geht um Maskentragen, was äh fürchterlicher Faschismus ist, Covid-19-Einschränkungen usw. Man bringt sogar "Let's Go Brandon!" (codewort für "Fuck Joe Biden!") im Refrain unter. Im Grunde also pathetisches, "patriotisches" Gemurmel von jemanden der die Situation nicht versteht und sich von seinen Gefühlen leiten lässt. Das sind übrigens, nach den Ausnahmen auf dem Vorgänger "Sweet Southern Sugar" neue Rap-Rock-Songs von KR. Das erste Mal seit langem (also in dem Fall seit fünf Jahren), dass er wieder rappt. Das ist hier mehrfach der Fall. Und es ist nicht gut. Der Rest des Albums besteht insgesamt aus schmalzigen Southern Rock/Country-Songs darüber dass man äh ein zäher Hund ist, auf der Überholspur lebt und sich nichts sagen lässt... und eigentlich nichts weiter. Interessanterweise schafft KR es, sowohl das zu behaupten, als auch dass er "fucking fifty" ist und sich wahrscheinlich in die Hose geschissen hat - im letzten Song "Fifty". Dazu kommen noch irgendwelche Fantastereien über Südstaaten - "Ala-fuckin-bama" (einer der wenigen guten Songs hierauf) - obwohl KR bekanntlich aus Michigan stammt. Und natürlich auch darüber dass er sein Land liebt und möchte dass alle sich lieb haben - in "My Kind Of Country" - was irgendwie im Gegensatz zu "We The People" steht. Meiner Meinung nach versucht KR hier zweigleisig zu fahren und natürlich seine Country Redneck Fanbase zu erreichen. Die ursprünglichen Alternative Kids, die seine Rap Rock Phase gefeiert haben, sind natürlich schon längst weg. Es ist ein sehr dürftiges Album von jemanden, der mit ganz viel Provokationen irgendwie versucht relevant zu bleiben. Das funktioniert nicht wirklich. Es ist ein füchterliches, möchtegern provokantes, pseudopolitisches, schmalziges Country Rap Rock Album. Ich gebe eine Pfandflasche für den Einsatz von Geigen. Das finde ich tatsächlich gut, aber das war's auch schon. Bin sehr froh darüber, dass diese Discography zu Ende ist.
1/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ala-fuckin-bama
Linkin Park Discography: A Thousand Suns (2010)
Wenn man "Reanimation" mitzählt ist das hier das fünfte Album, wenn nicht dann ist es das vierte. Sei's drum. Ich werde nicht lange drum herum reden.
Man hat sich bereits auf dem Vorgänger "Minutes to Midnight" langsam von Nu Metal verabschiedet, bzw. hat es schon auf dem Vorvorgänger "Meteora" versucht. Hier ist wirklich nüschts davon zu hören. "A Thousand Suns" (übrigens eine Anspielung auf die von Bhagavad Gita Bezug nehmende bzw.
inspirierte Rede von Oppenheimer, welche hier auch gesamplet wird) ist ein sehr sanftes Album. Man nimmt Bezug auf diverse gesellschaftlichen Themen und packt alles in einen irgendwie progressiv wirkenden, elektronisch angehauchten Rock-"Mantel". Achja und natürlich wurden auch Martin Luther King und Mario Savio gesamplet. Besonders gut gefallen mir die Songs in welchen Mike Shinoda in seinen Rap-Parts "freidreht" oder DJ Joe Hahn seine Turntable-Künste zum Besten gibt. Es ist definitiv nicht das schlechteste von LP.
inspirierte Rede von Oppenheimer, welche hier auch gesamplet wird) ist ein sehr sanftes Album. Man nimmt Bezug auf diverse gesellschaftlichen Themen und packt alles in einen irgendwie progressiv wirkenden, elektronisch angehauchten Rock-"Mantel". Achja und natürlich wurden auch Martin Luther King und Mario Savio gesamplet. Besonders gut gefallen mir die Songs in welchen Mike Shinoda in seinen Rap-Parts "freidreht" oder DJ Joe Hahn seine Turntable-Künste zum Besten gibt. Es ist definitiv nicht das schlechteste von LP.
Meines Erachtens eine Art "kantigere" Version von all diesen Bands die später im Radio liefen wie 21 Pilots oder Imagine Dragons. "Kantig" weil irgendwie mehr Inhalte und wesentlich mehr Edge zu hören sind. Oder, um es aus der umgekehrten Perspektive zu betrachten, eine radiotauglichere Version von sich selbst - und das obwohl LP spätestens seit "Meteora" definitiv radiotauglich waren. Ich würde nicht sagen, dass mir das gar nicht gefällt. Es ist mir nur auf Dauer zu glatt poliert, trotz der einigen wenigen Kanten. Ich stehe halt nicht auf "alternativ" anmutenden Electronic Rock. Oder so. Das ist einfach nicht mein Ding. Aber ich sehe die Perlen hierauf. Daher:
6/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: When They Come For Me, Wretches And Kings, The Catalyst
Opeth Discography: Damnation (2003)
Falls ihr euch jetzt fragt, "Hä, was hat er jetzt mit "Deliverance" gemacht? Wo ist es hin?", dann sage ich hier. Rein zufällig wurde dieses Album schon mal hier reviewt und daher wird nur darauf verwiesen.
Jedenfalls wurde "Damnation" gleichzeitig mit "Deliverance" aufgenommen und tatsächlich werden beide Alben als ein Ganzes betrachtet. Jedoch ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Während "Deliverance" zwar schon Progressive Rock Anteile geboten hat, gab es trotzdem noch todesmetallische Growls und verzerrte Gitarren zu hören. Das ist bei "Damnation" gar nicht mehr der Fall. Stattdessen fokussiert man sich auf die eigene "seichte" Seite. Das Album kommt ohne gutturale Vocals, komplizierte Gitarrenriffs, donnernde Drums und jegliche anderen metallischen Schlagwörter. Es ist
quasi Opeth stripped to the basics. Was wir zu hören kriegen sind größtenteils akkustische Gitarren, langsames Drumming und die melodische Stimme Mikael Akerfeldts als auch hier und da ein Mellotron. Textlich betrachtet bewegt man sich allerdings in ähnlichen Gefilden und macht einfach verdammt gutes Storytelling. So schildert "Death Whispered A Lullaby" den Vorgang des Todes bei einem Menschen und eine Art letztes Wiegelied gesungen vom Tod höchstselbst. Im Refrain heißt es mehrfach "Oh, sleep my child".
quasi Opeth stripped to the basics. Was wir zu hören kriegen sind größtenteils akkustische Gitarren, langsames Drumming und die melodische Stimme Mikael Akerfeldts als auch hier und da ein Mellotron. Textlich betrachtet bewegt man sich allerdings in ähnlichen Gefilden und macht einfach verdammt gutes Storytelling. So schildert "Death Whispered A Lullaby" den Vorgang des Todes bei einem Menschen und eine Art letztes Wiegelied gesungen vom Tod höchstselbst. Im Refrain heißt es mehrfach "Oh, sleep my child".
Im Grunde genommen, ein sehr gefühlvolles, eindringliches und ruhiges Album. Nichtsdestotrotz gibt es einen gewissen Spannungsaufbau. Kein Song hört sich an, wie der vorherige und man schafft es, abwechslungsreich zu bleiben. Trotzdem mochte ich diese andere Art von Abwechslung, nämlich das Auf und Ab von gutturalen und cleanen Vocals, Härte und Akkustik wesentlich mehr. Tatsächlich ist "Damnation" das Opeth-Album, welches ich bis jetzt am wenigsten gehört habe. Es ist schön, sehr gefühlvoll und definitiv ein weiterer Diamant in der Opeth'schen Discography. Nur leider nicht ganz so mein Fall von Diamanten. Darum:
7/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Death Whispered A Lullaby, Windowpane, Hope Leaves
Slayer Discography: World Painted Blood (2009)
Wenn man "Undisputed Attitude" nicht miteinbezieht ist es das zehnte Album. Wenn man es doch tut, ist es das elfte.
Es ist okay. Aber mehr auch nicht. "World Painted Blood" bietet genau das, was Slayer-Fans erwarten. Eine weitere Rückkehr zu den Wurzeln - aber nicht zu weit zurück. In etwa vergleichbar mit "South of Heaven". Texte über den Untergang der Welt, Menschen die einander abschlachten, dauerhaften Kriegszustand, die Rolle der USA in der Welt und natürlich Serienkiller. Diesmal ist anstelle von Ed Gein, die Rede von Andrei Tschikatilo in "Psychopathy Red". Jeff Hanneman hat hier wesentlich mehr Songs als auf "Christ Illusion" mitgeschrieben - dieses war nämlich das beinahe alleinige Werk von Kerry King. Es ist übrigens das letzte Album mit Hanneman vor seinem Tod. Danach wurde er durch Gary Holt ersetzt. Ansonsten ist auch alles beim alten. Verdammt, ich wiederhole mich sogar in diesem Review.
Ich muss sagen, dass das Album mich stellenweise wirklich langweilt, wobei es auch tatsächliche Banger gibt. Allein der Opener. Oder den Song über äh Snuff-Filme namens "Snuff". Ich find's witzig wie Tom Araya "AACTIOOOOOOOOOOOOOOOOOOOON!" ruft. Es ist ganz viel 0-0-0-0-0-0-0, ganz viel wuoooooauuoaoooouooowwuwoooooooh und Schlagwörter wie "DISARAAAAAAY" und "ANARCHYYYYYYYYYYYYY". Es ist glaube ich ganz gut, dass Slayer aufgehört haben.
4,9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: World Painted Blood, Snuff






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